buchgestapel

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Lovely Mistake (ISBN: 9783864931499)

    Bewertung zu "Lovely Mistake" von Sarah Stankewitz

    Lovely Mistake
    buchgestapelvor 4 Stunden
    Kurzmeinung: Witzige Charaktere und ernsthafte Themen - Die Balance konnte aber gehalten werden.
    Interessantes Konzept und witzige Protagonisten

    Worum geht’s?

    Als ein Rohrbruch Mollys Wohnung unbewohnbar macht, muss sie schnellstmöglich eine neue Bleibe finden. Dass ihr in dieser Situation ausgerechnet Handwerker Troy einen Unterschlupf anbietet, stellt sie vor ein ziemlich großes Problem. Molly hat es sich nach einer katastrophal verlaufenen Beziehung nämlich zum Ziel gemacht, sechs Monate lang keinen Mann zu berühren. Das wird jedoch nicht nur aufgrund der räumlich beengten Wohnsituation schwierig, sondern auch, weil aus Molly und Troy schon fast einmal was geworden wäre. Doch so skeptisch wie Molly zu Anfang auch ist, kommen sich die beiden überraschenderweise näher als gedacht – und stoßen dabei auf Gefühle, mit denen keiner von ihnen je gerechnet hätte.


    Meine Meinung

    Ich fand Perfectly Broken schon wirklich toll und habe mich da natürlich sehr über die Veröffentlichung von Teil zwei gefreut.

    Dass auch in diesem Buch wieder einmal die Wohnsituation der Protagonisten ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung der Beziehung zwischen ihnen ist, fand ich persönlich sehr witzig gemacht. Die Verbindung beider Geschichten wurde so außerdem noch einmal ein wenig deutlicher als „nur“ durch das ähnliche Cover und das Auftauchen bereits bekannter und lieb gewonnener Charaktere – auch wenn ich mich natürlich sehr über das Wiedersehen mit den Protagonisten aus Band eins gefreut habe.

    Molly fand ich eigentlich sehr sympathisch, sie ist witzig, nimmt kein Blatt vor den Mund und investiert viel in die Menschen, die sie liebt. Ihre Unverblümtheit fand ich sehr erfrischend, besonders wenn man bedenkt, wie selten dieser Charakterzug in einer Kleinstadt wie Bedford eigentlich sein müsste. Einzig ihre etwas überzogen panischen Reaktionen bei sich anbahnendem Hautkontakt mit Troy gingen mir irgendwann ein wenig auf die Nerven, da sie um ihre Verhaltensregeln wirklich einen unglaublichen Wirbel gemacht hat.

    Troy war eigentlich auch ein ziemlich netter Kerl, auch wenn ich bei ihm ein wenig länger gebraucht habe, um wirklich mit ihm warm zu werden. Besonders die Geheimniskrämerei um seinen Job fand ich ein wenig übertrieben, er hat ja gerade so getan als wäre er Auftragskiller und müsste das unbedingt für sich behalten.

    Als sich die beiden Protagonisten dann aber endlich mal ein wenig näher gekommen sind und häufiger miteinander gesprochen haben, hat mir die Geschichte bedeutend besser gefallen. Der Wechsel zwischen humorvollen Situationen und ernsthaften Gesprächen ist gut gelungen und hat auch die ernsten Themen, die in diesem Buch aufgegriffen wurden so umgesetzt, dass die Stimmung nicht allzu traurig wurde, gleichzeitig aber auch nicht die nötige Sensibilität verloren ging.


    Fazit

    Auch mit Teil zwei der Bedford – Reihe ist der Autorin eine romantische Liebesgeschichte mit vielen herzerwärmenden Momenten gelungen. Die Protagonisten geben ein wirklich humorvolles Paar ab, haben aber trotzdem beide ihr Päckchen zu tragen – was sie insgesamt sehr menschlich macht. Das hat sie zwar leider nicht davon abgehalten, auf einige Fragen und Themen etwas überzogen zu reagieren und mir damit auf die Nerven zu fallen, auf das ganze Buch gesehen hielt sich das jedoch noch im Rahmen und hat mir das Lesen nicht völlig vermiest.

    Auch wenn Lovely Mistake damit ein kleines bisschen hinter Band eins der Reihe zurück bleibt, hat mir die Geschichte gut gefallen und bekommt von mir vier Bücherstapel.

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    Cover des Buches Cursed - Die Auserwählte (ISBN: 9783596704873)

    Bewertung zu "Cursed - Die Auserwählte" von Thomas Wheeler

    Cursed - Die Auserwählte
    buchgestapelvor einem Tag
    Kurzmeinung: Sicher nicht für jeden das richtige Buch, der Narrativwechsel ist aber auf jeden Fall gut gelungen.
    Blutige Neuinterpretation der Artussage

    Worum geht’s?

    Als die Roten Paladine ihr Heimatdorf überfallen und niederbrennen, bricht für Nimue eine Welt zusammen. Die letzten Worte ihrer sterbenden Mutter galten einem geheimnisvollen Schwert, welches Nimue dem Zauberer Merlin bringen soll – Doch der hat mit dem Verlust seiner Fähigkeiten und dem Misstrauen seines Königs Uther zu kämpfen und daher ganz eigene Pläne, die es zu verfolgen gilt. Auf sich alleine gestellt zieht Nimue also los, um sich an den Truppen von Pater Carden zu rächen. Begleitet wird sie dabei von dem jungen Söldner Arthur, dessen Schwester unerwartete Unterstützung für Nimue bereithält und sie darin bestärkt, auf die Botschaft zu hören, die das Schwert der Macht ihr zuzuflüstern scheint.


    Meine Meinung

    Die Artussage mochte ich schon immer sehr gerne, und egal in welcher Form auch immer sie verarbeitet wird – wenn es eine Neuinterpretation dieser Geschichte gibt, bin ich praktisch gezwungen, da mal einen Blick drauf zu werfen.

    Das Cover von Cursed ist an sich eher schlicht gehalten, das knallige rot lässt das Schwert aber doppelt so gut zur Geltung kommen und gefällt mir richtig gut.

    Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, insbesondere weil er die beeindruckende Kulisse der Geschichte ohne zu verworrene Ausdrücke illustrieren konnte und das Erzähltempo gleichzeitig nicht verringert hat. Teilweise hatte ich so ein wenig das Gefühl, dass das Buch vor allem darauf ausgelegt war, als Serie produziert zu werden, was die vielen blutigen Kampfhandlungen erklären würde. Auch wenn das manchmal ein wenig viel war, kam die Fortführung der Handlung nicht dauerhaft zu kurz, was für mich ein guter Kompromiss war.

    Die Protagonistin fand ich eigentlich ganz sympathisch, auch wenn sie mir über den Verlauf der Geschichte hinweg irgendwie ziemlich distanziert vorkam. Im Vergleich zu den übrigen Figuren war sie jedoch emotional immer noch am greifbarsten, denn durch die häufigen Perspektivwechsel bekam man kaum authentische Einblicke in die Gefühlswelt der zahlreichen anderen Charaktere.

    Besonders interessant gemacht fand ich an dieser Version der Artussage, dass das Narrativ der Geschichte mal ein völlig anderes war, der Ursprungsbezug durch die Namensgebung aber immer noch erkennbar war. Ob eine mögliche Fortsetzung diese Standards aufrecht erhalten kann, wird sich noch zeigen. Wünschenswert wäre es aber auf jeden Fall, denn eine weibliche Heldin in einem Zeitalter, in dem eher männliche Protagonisten geschrieben wurden, sollte definitiv mehr Bildfläche erhalten.


    Fazit

    Cursed – Die Auserwählte ist sicherlich nicht für jeden etwas. Doch auch wenn es wirklich blutig zugeht und man manchmal das Gefühl hatte, dass es eher um bildgewaltige Szenerien als um das Vorantreiben der Handlung ging, hat mir die Geschichte gut gefallen. Ob ich mir die Serie zum Buch auch noch ansehe – das weiß ich noch nicht. Auf einen zweiten Teil der Geschichte wäre ich allerdings durchaus gespannt.

    Dafür gibt es von mir fünf Bücherstapel.

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    Cover des Buches Kisses from the Guy next Door (Baileys-Serie 2) (ISBN: B07ZTQD6D9)

    Bewertung zu "Kisses from the Guy next Door (Baileys-Serie 2)" von Piper Rayne

    Kisses from the Guy next Door (Baileys-Serie 2)
    buchgestapelvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Super süße Liebesgeschichte - und eine tolle Fortsetzung der Reihe.
    Eine Liebe auf Umwegen

    Worum geht’s?

    Dass Brooklyn von ihrem Verlobten vor dem Altar stehen gelassen wird, nachdem er sie per SMS abserviert, damit hat sie wohl am wenigsten gerechnet. Voller Wut wirft sie mit seinen Sachen um sich und trifft dabei blöderweise ihren neuen Nachbarn – Mitten ins Gesicht. Auch wenn die beiden einen denkbar schlechten Start hatten, entwickelt sich schnell eine Freundschaft zwischen ihnen. Schon bald können sie die gegenseitige Anziehung nicht mehr leugnen, doch aus Respekt vor der kürzlichen Trennung wagt es Wyatt nicht, den nächsten Schritt zu gehen. Die geplatzte Hochzeit ist jedoch nicht das einzige Hindernis für die beiden: Wyatt ist nicht nur – wie er vorgibt – der neue Manager des Hotels, in dem Brooklyn als Zimmermädchen arbeitet. Seinem Vater gehören mehrere große Hotelketten, und sollte Wyatt die neuste Errungenschaft des Whithmore – Imperiums in finanziell sichere Fahrwasser manövrieren, darf er mit einem eigenen Hotel rechnen – Doch eine Beziehung zu einer Angestellten ist so ziemlich das letzte, was der seinem Sohn verzeihen würde.


    Meine Meinung

    Ich war schon nach Band eins total verliebt in die Geschichten rund um die Familie Bailey und das kleine Städtchen Lake Starlight. Über die Fortsetzung habe ich mich da natürlich sehr gefreut und konnte es gar nicht erwarten, wieder in diese Welt mit ihren verschiedenen Charakteren eintauchen zu können.

    Es hat nur wenige Seiten gedauert, bis ich wieder voll im Setting drin war. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen und erzählt die Geschichte mit einem kleinen Augenzwinkern. Im Vergleich zum ersten Band sprechen die Protagonisten den Leser hier deutlich häufiger direkt an, was mir persönlich aber irgendwie das Gefühl gegeben hat, noch ein wenig näher an der Geschichte dran zu sein.

    Brooklyn war mir sofort sympathisch. Sie ist ein absolut lieber Mensch mit einem großen Harmoniebedürfnis, manchmal allerdings auch ein wenig naiv – was sie allerdings nie zugeben würde. Ihr Wunsch nach einer Familie steht unglücklicherweise so ziemlich genau im Gegensatz zu dem, was Wyatt für seine Zukunft fest eingeplant hat, weshalb ich mir zu Anfang nicht sicher war, ob es die beiden wirklich bis zum Happy End schaffen würden.

    Dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass scheinbar niemand so wirklich für die Beziehung von Brooklyn und Wyatt zu sein schien – wenn man mal von den nebenberuflichen Kupplerinnen in Lake Starlight absieht. Auch die Szenen auf der Hochzeit von Wyatts Schwester, zu der ihn Brooklyn begleitet, haben nicht gerade dazu beigetragen, dass ich beruhigt durch die Seiten blättern konnte. Im direkten Vergleich zu Band eins findet man in Kisses from the Guy next Door deutlich mehr Drama und kann dementsprechend über lange Zeit hin ordentlich mitfiebern. Für mich hat sich das aber noch in einem absolut aushaltbaren Rahmen bewegt, weshalb ich das überhaupt nicht negativ sehe.

    Sehr schön fand ich, dass die gesamte Familie Bailey in dieser Geschichte eine große Rolle spielt und man so nicht nur auf die Protagonisten aus Lessons from a One – Night – Stand - Austin und Holly – trifft, sondern auch den Rest der Großfamilie und deren Umfeld besser kennen lernt. Dem wundervollen Setting war das auf jeden Fall nur zuträglich, weshalb ich das Lesen dieses Buchs wirklich genossen habe.


    Fazit

    Die Geschichte von Brooklyn und Wyatt hat mir richtig gut gefallen, auch wenn sie deutlich mehr Drama aufweisen kann als Band eins. Das ist glücklicherweise mehr oder weniger schnell gelöst, sodass am Ende vor allem eines übrig bleibt: Eine Geschichte zum Wohlfühlen. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bücher über Lake Starlights bekannteste Familie und fiebere dem Wiedersehen mit all den liebgewonnenen Protagonisten entgegen.

    Für mich sind die Baileys nicht nur einzelne Bücher, sondern gleich eine ganze Reihe, die absolut glücklich macht und maximales Suchtpotenzial hat.

    Dafür verteile ich fünf verliebte Bücherstapel.

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    Cover des Buches Jouline Johnson (ISBN: 9783946843757)

    Bewertung zu "Jouline Johnson" von Felizitas Montforts

    Jouline Johnson
    buchgestapelvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Keine klischeehafte Vampirgeschichte, denn klassische Ideen wurden hier neu gedacht.
    Bekannte Ideen neu gedacht

    Worum geht’s?

    Der Tod ihrer Mutter bringt Joulines Leben völlig durcheinander. Hinter der Fassade der harmlosen Romanautorin scheint sich ein dunkles Geheimnis zu verbergen, welches Tamara Johnson schlussendlich das Leben gekostet hat. Doch Jouline hat nicht nur mit ihrer Trauer zu kämpfen – In ihrer Umgebung häufen sich die seltsamsten Ereignisse, und ein äußerst verdächtiger Mann schleicht ständig um sie herum. Je tiefer Jouline in ihrer Familiengeschichte gräbt, desto näher kommt sie einem Geheimnis – und das bringt nicht nur sie, sondern auch ihre besten Freunde in Gefahr.


    Meine Meinung

    Vampirgeschichten finde ich ja schon aus Prinzip interessant, auch wenn mitunter für meinen Geschmack schon mal etwas zu tief in die Klischeekiste gegriffen wird. Erfrischend fand ich daher, dass dies hier weniger der Fall war.

    Der Schreibstil war flüssig und ganz angenehm zu lesen, auch wenn das leider nichts daran geändert hat, dass ich zu Anfang nicht ganz geschmeidig in die Geschichte rein gekommen bin. Mir hat zunächst so ein wenig die Zielstrebigkeit in der Handlung gefehlt, da einfach nur eine Menge unerklärlicher Dinge passiert sind und sich mir daraus nicht erschließen wollte, worauf die Geschichte schlussendlich hinaus wollte.

    Als dann aber endlich der im Titel erwähnte Fluch auch im Text behandelt wurde, hat mich die Handlung absolut packen können. Diese Idee wurde spannend mit den einzelnen Ereignissen verknüpft, was insbesondere das letzte Drittel der Geschichte extrem temporeich gemacht hat.

    Die Protagonisten waren im Großen und Ganzen eigentlich sympathisch, kamen mir teilweise aber nicht ganz alterskonform vor. Besonders die Beziehung zwischen Jouline und ihrem Freund wirkte ein wenig seltsam auf mich, da die andauernden kleinen Streitigkeiten den Fortgang der Handlung teils ziemlich unnötig aufgehalten haben und ein wenig kindisch wirkten.

    Abgesehen davon fand ich die Geschichte um den Fluch und die Familiengeschichte von Jouline aber sehr interessant konzipiert. Die übernatürlichen Elemente wurden neu gedacht und haben der Geschichte so eine individuelle Note gegeben, die diese Vampirgeschichte nicht langweilig hat werden lassen.


    Fazit

    Auch wenn die Geschichte etwa eher zum Punkt hätte kommen können und ich mich nicht so ganz mit den Protagonisten identifizieren konnte, hat mich das Buch gut unterhalten. Als der erste von zwei Bänden weckt die Geschichte daher definitiv das Interesse am weiteren Verlauf der Handlung und macht Lust auf mehr.

    Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

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    Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)

    Bewertung zu "American Spy" von Lauren Wilkinson

    American Spy
    buchgestapelvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Die Genrebezeichnung "Thriller" verspricht ein wenig mehr Spannung, als letztendlich geboten wird - die Geschichte ist trotzdem top.
    Kein klassischer Thriller, aber trotzdem spannend

    Worum geht’s?

    Als die ehemalige FBI – Agentin Marie Mitchell eines Nachts einen bewaffneten Mann in ihrem Schlafzimmer erschießen muss, wird ihr deutlich vor Augen geführt, wie trügerisch die vermeintliche Sicherheit war, in der sie sich mit ihren beiden Söhnen gewiegt hat. In den achtziger Jahren als einzige schwarze Frau in einer Behörde voller weißer Männer zu arbeiten, war keine leichte Aufgabe für sie. Von ihren Vorgesetzten unterschätzt plagt sie sich überwiegend mit Papierkram herum und möchte doch eigentlich nur eins: Richtige Spionagearbeit verrichten. Als ihr die Teilnahme an einer geheimen Operation in Westafrika angeboten wird, scheint sie endlich ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können – Doch dieser Auftrag verändert nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Sicht auf die Arbeitsweise des amerikanischen Geheimdienstes und lässt sie an all dem zweifeln, woran sie einmal geglaubt hat.


    Meine Meinung

    Spionagegeschichten finde ich ja schon aus Prinzip spannend, besonders dann, wenn die Protagonisten mindestens genauso interessant wie die Geschichte selber sind – und das war hier definitiv beides der Fall. Was man jedoch auf jeden Fall festhalten muss ist, dass die abgedruckten Lobreden auf dem Buch mehr Thrillerfeeling versprechen, als letztendlich geboten wird. Insofern darf man nicht mit allzu hohen Erwartungen an den Spannungsaufbau der Geschichte gehen, denn ein klassischer Thriller ist American Spy definitiv nicht.

    Der Schreibstil war zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, da die Protagonistin ihre Erinnerungen als Tagebucheinträge für ihre Söhne festhält und diese daher direkt anspricht. Nach einiger Zeit fällt das jedoch kaum noch auf und lässt sich erstaunlich gut weg lesen.

    Die Protagonistin Marie fand ich von ihrer Konzipierung her sehr interessant, nicht nur weil sie es als schwarze Frau in Amerika nicht gerade leicht hat. Besonders spannend fand ich an ihr, wie sich ihre Sicht auf die Politik und auf ihren Beruf verändert hat und wie genau man dabei verfolgen konnte, was im Einzelnen so auf sie eingewirkt hat.

    Ein wenig anstrengend fand ich die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, da mir die Orientierung zwischen Maries Kindheit und Jugend, ihrer Zeit in Westafrika und der Gegenwart mit ihren Kindern nicht immer ganz leicht fiel. Abgesehen davon hat Lauren Wilkinson aber eine absolut fesselnde Geschichte geschrieben, die die wirkliche Spionagearbeit meiner Meinung nach ziemlich authentisch widerspiegelt.


    Fazit

    Auch wenn American Spy kein klassischer Spionagethriller ist und dementsprechend die Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, die diese Genrebezeichnung bei mir geweckt hat, fand ich die Geschichte super spannend und abwechslungsreich geschrieben. Wer mit Spionagearbeit nicht ausschließlich Action à la James Bond verbindet, der wird mit diesem Buch spannende Lesestunden verbringen können.

    Dafür gibt es von mir vier Bücherstapel.

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    Cover des Buches Auf dem Schlachtfeld der Liebe (MacKenzies Saga 4) (ISBN: B084HG6QJM)

    Bewertung zu "Auf dem Schlachtfeld der Liebe (MacKenzies Saga 4)" von Heather Graham

    Auf dem Schlachtfeld der Liebe (MacKenzies Saga 4)
    buchgestapelvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Zu viel verschenktes Potenzial - Aus den Protagonisten hätte man mehr machen können, und das Korrektorat lässt leider sehr zu wünschen übrig
    Liebesgeschichte mit Potenzial – aber leider voller Fehler

    Worum geht’s?

    Im Jahr 1862 ist der Sezessionskrieg in vollem Gange und entzweit nicht nur alte Freundschaften, sondern auch ganze Familien. Um das Leben ihrer besten Freundin Alaina zu retten, die sich als Spionin dauerhaft in Gefahr bringt, schlägt sich Generalstochter Risa Magee bis hinter die feindlichen Linien durch. Dort stößt sie auf eine Patrouille der Rebellen und wird prompt gefangen genommen – Von Jerome MacKenzie, dem Vettern ihres ehemaligen Verlobten Ian, der ihm unglücklicherweise zum Verwechseln ähnlich sieht.


    Meine Meinung

    Liebesgeschichten in einem historischen Setting finde ich eigentlich immer spannend, was vor allem an der Kombination aus Romantik und geschichtlichen Ereignissen liegt. Dementsprechend gespannt war ich auf diese Geschichte, die mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg angesiedelt ist.

    Dramaturgisch gut gewählt fand ich zunächst einmal, dass die beiden Protagonisten im Krieg auf unterschiedlichen Seiten stehen und diese Positionen auch vehement verteidigen. Dass Jerome und Risas verflossene Liebe Ian dann auch noch fast identisch aussehen, hat der Konstellation dann noch ein wenig mehr Potenzial verliehen. Leider hatte ich beim Lesen dann nicht das Gefühl, dass dieses Potenzial vollständig ausgeschöpft werden konnte.

    Die Beziehung der Protagonisten zueinander hatte natürlich einen denkbar schlechten Start – wer wird schon gerne gefangen genommen und gegen seinen Willen irgendwo festgehalten, völlig unabhängig davon ob man sich gerade mitten in einem Bürgerkrieg befindet. Doch auch jede weitere ihrer Begegnungen hat mich irgendwie daran zweifeln lassen, das die beiden noch zusammen finden würden. Als dann plötzlich von Liebe die Rede war, war ich mehr als nur überrascht. Gefühlstechnisch kam das bei mir nämlich überhaupt nicht an, und nachvollziehbar fand ich diese urplötzliche 180 – Grad – Wendung auch nicht wirklich.

    Erst zum Ende hin kamen dann vermehrt Momente auf, in denen die Funken nicht ausschließlich durch Hass und Rachedurst motiviert gesprüht haben – Für mich war das aber vom Zeitpunkt her leider viel zu spät, um die Geschichte wirklich gut finden zu können.

    Was mich dann leider fast noch massiver gestört hat, waren die vielen Tippfehler. Zu Anfang konnte man da ja noch drüber hinweg sehen, als dann aber auf einmal ganze Namen in obskure Buchstabengebilde verwandelt wurden und völlig zusammenhanglose Zeichen mitten im Text auftauchten, habe ich mir schon die Frage gestellt, ob das Buch vor der Veröffentlichung noch einmal vernünftig korrigiert wurde.


    Fazit

    So spannend wie ich die Idee hinter der Geschichte auch fand, die Umsetzung hätte deutlich besser sein können. Von den Gefühlen der Protagonisten kam leider kaum etwas zum rechten Zeitpunkt bei mir an, und die Masse an Tippfehlern im Text konnte ich irgendwann einfach nicht mehr überlesen. Insgesamt fand ich das sehr schade, denn vom Grundprinzip her hätte mich das Buch eigentlich begeistern können.

    Dafür gibt es von mir dreieinhalb Bücherstapel.

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    Cover des Buches König Pups (ISBN: 9783947738069)

    Bewertung zu "König Pups" von Bettina Rakowitz

    König Pups
    buchgestapelvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Eigentlich eine witzige Idee, sprachlich für einige Kinder aber zu unverständlich gestaltet.
    Witzige Kindergeschichte, sprachlich aber nicht immer verständlich

    Worum geht’s?

    König Pups hat ein großes Problem – Egal was er isst oder trinkt, ständig muss er pupsen. Das ist ihm nicht nur sehr peinlich, sonder riecht auch noch unangenehm und verschafft ihm eine unerwünschte Bekanntheit in seinem Königreich. Keiner der Ratschläge seiner Berater hilft ihm, und so weigert er sich irgendwann, das Schloss zu verlassen.


    Meine Meinung

    Die Zeichnungen sind leicht zu verstehen und illustrieren die Texte schön, sodass auch schon die ganz Kleinen mehr oder weniger problemlos „mitlesen“ konnten.

    Sprachlich wurde es dann nämlich leider ein wenig schwierig. Die Reime haben zwar für Begeisterung gesorgt, verstanden hat dann leider nicht jedes Kind alles. Immer wieder musste man erst ein Wort oder sogar einen ganzen Satz erklären, da diese nicht bekannt waren.

    Insgesamt hat das Thema für einige Lacher gesorgt, auch wenn ich den Kindern hinterher trotzdem erklären musste, dass ein Pups vielleicht ein wenig peinlich, aber noch lange kein Weltuntergang ist. Die Reaktion des Königs war da eventuell ein wenig überzogen dargestellt, denn kleinere Kinder neigten ziemlich schnell dazu, sich die selben Gedanken zu machen – was ich pädagogisch nicht so wertvoll finde.


    Fazit

    Die Idee hinter der Geschichte ist eigentlich ganz witzig, und auch die Illustrationen waren ganz nett gestaltet. Die Reimform kam sehr gut an, doch sprachlich hätte man versuchen können, ein wenig leichter verständliche Begrifflichkeiten zu wählen. Nicht alle Ausdrücke waren ohne Erklärung bekannt, was beim gemeinsamen Lesen den Spaß leider ein wenig gedämpft hat.

    Insgesamt gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

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    Cover des Buches Die ersten Bewerbungen für Schüler und Studierende (ISBN: 9783658262143)

    Bewertung zu "Die ersten Bewerbungen für Schüler und Studierende" von Tamara Schrammel

    Die ersten Bewerbungen für Schüler und Studierende
    buchgestapelvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Egal ob Schüler oder Student - dieser Ratgeber kann jedem im Bewerbungsprozess weiterhelfen.
    Sinnvoller Aufbau und hilfreiche Praxistipps

    Worum geht’s?

    Eine Bewerbung ist der erste Schritt, um in das Berufsleben einzusteigen – Doch der einfachste ist er bei weitem nicht. Mit dem Ratgeber Die ersten Bewerbungen für Schüler und Studierende sollen die Leser nicht nur bei der Auswahl der richtigen Berufswahl und dem Verfassen korrekter Bewerbungen unterstützt werden, sondern erhalten darüber hinaus auch noch praktische Tipps zu möglichen Tätigkeitsfeldern abseits von Studium und Ausbildung.


    Meine Meinung

    Bewerbungsratgeber haben mir persönlich bisher nicht immer ausreichend spezifische Informationen zu den Themen und Bereichen vermitteln können, die mir wichtig waren. Dieses Buch geht jedoch wirklich detailliert auf alle wichtigen Schritte zur Wahl des passenden Berufsfeldes ein und konnte mir somit bedeutend mehr Sicherheit in Bezug auf diese Prozesse vermitteln.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil er vom Ton her überhaupt nicht belehrend wirkt, sondern – wie schon der Klappentext verspricht – persönliche Erfahrungen und Tipps wiedergibt und somit leicht zu verstehen und angenehm zu lesen war.

    Auch die Struktur fand ich sehr gelungen. Einige Kapitel sollte man zwar in der richtigen Reihenfolge lesen, danach ist es dem Leser jedoch selbst überlassen, nach Bedarf hin und her zu blättern. So kann man sich die passenden Informationen für die ganz persönliche Situation im Bewerbungsprozedere heraussuchen und ist nicht gezwungen, sich erst durch eher unwichtige Dinge zu arbeiten. Jedem Kapitel geht eine kurze Zusammenfassung voran, was ich persönlich sehr hilfreich bei der Entscheidung für die für mich relevanten Themen fand.

    Wirklich schön gemacht finde ich außerdem, das so eine große Bandbreite an Themen und Berufswegen aufgezeigt wurde. Egal ob man sich noch ganz am Anfang der Berufsfindung befindet, ein Studium beginnen will oder vielleicht erst ein Gap Year nach dem Schulabschluss einlegen möchte – für jede dieser Situationen gibt es spezifische und ausführlich erläuterte Tipps und Hinweise, sodass nicht nur eine weit gefasste Zielgruppe angesprochen wird, sondern man außerdem in verschiedenen Lebenslagen wieder auf dieses Buch zurückgreifen und davon profitieren kann.


    Fazit

    Egal ob Schüler oder Student – Mit diesem Bewerbungsratgeber sollte es jedem ein wenig leichter fallen, sich dem Thema Bewerbung erfolgreich anzunehmen. Der strukturierte Aufbau erleichtert es dem Leser, sich die individuell passenden Informationen und Kapitel zusammen zu suchen und wichtige Inhalte herauszufiltern. Dadurch ist diese Buch auf eine Vielzahl von Lebenssituationen anwendbar, was ich sehr praktisch finde.

    Von mir gibt es dafür alle fünf Bücherstapel.

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    Cover des Buches Das Haus am Rand der Klippen (ISBN: 9783492316668)

    Bewertung zu "Das Haus am Rand der Klippen" von Lucy Clarke

    Das Haus am Rand der Klippen
    buchgestapelvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte vor toller Kulisse, ab einigen Stellen aber auch etwas zu künstlich in die Länge gezogen.
    Nervenaufreibend und spannend, stellenweise aber auch mit Längen

    Worum geht’s?

    Elle Fieldings Leben könnte eigentlich perfekt sein. Ihr erster Roman bricht alle Rekorde, sie verdient gutes Geld und hat sich gemeinsam mit ihrer großen Liebe Flynn ein imposantes Haus über den Klippen Cornwalls gebaut. Die Realität sieht allerdings deutlich weniger glamourös aus, denn ihre Ehe liegt in Scherben, der Umbau der ehemaligen Fischerhütte hat sie so gut wie in den Ruin getrieben und den Abgabetermin ihres nächsten Buches kann Elle aufgrund von schwerwiegenden Schreibblockaden kaum einhalten. Ein Schreibseminar in Frankreich soll ihr dabei helfen, einen klaren Kopf zu bekommen. Als ihr Schwager vorschlägt, das Haus für dieses eine Wochenende zu vermieten um so wenigstens einen Teil der Rechnungen begleichen zu können, stimmt Elle zu. Doch als sie wieder nach Hause kommt, wirkt ihr zuhause irgendwie feindselig auf sie. Und von da an ist nichts mehr, wie es einmal war.


    Meine Meinung

    Ein einsames Haus, ziemlich weit ab vom Schuss, kaum wahrnehmbare Veränderungen – Das hat einfach Potenzial für eine wahnsinnig spannende Geschichte.

    Der Schreibstil ist ganz angenehm zu lesen, war in meinen Augen allerdings nichts wirklich Besonderes, was mich angesichts der vielen positiven Stimmen zu der Autorin an sich ein wenig überrascht hat.

    Die Protagonistin Elle fand ich zunächst eigentlich ganz sympathisch, mit der Zeit wurde aber immer deutlicher, wie viel Distanz noch immer zwischen ihr und dem Leser herrscht, was mich einfach keine emotionale Bindung zu ihr hat aufbauen lassen. Auch die zunehmende Menge an seltsamen Vorkommnissen in ihrem Haus hat mich irgendwann fast ein wenig daran zweifeln lassen, ob sie sich nicht vielleicht doch ein paar Dinge eingebildet haben könnte. Das hat selbstverständlich nicht unbedingt dazu beigetragen, dass ich die Protagonistin besonders gut leiden konnte.

    Was mich darüber hinaus ein wenig gestört hat, waren die Stücke des Spannungsbogens, die scheinbar ins Nichts geführt haben. Ab und an habe ich mich gefragt, worauf das Buch denn jetzt hinaus will und ob bald mal ein entscheidendes Ereignis auftauchen würde. Ein roter Faden in der Handlung war zwar trotzdem noch halbwegs erkennbar, ein wenig unzufrieden hat mich das beim Lesen jedoch trotzdem gemacht.

    Eindeutig positiv hervorheben muss ich trotz dessen eindeutig die hohe Spannung, die über eine lange Zeit aufrecht erhalten werden konnte. Die scheinbar unerklärlichen Ereignisse und die durchaus gruselige Kulisse haben bei mir immer wieder für eine leichte Gänsehaut gesorgt, was mich für die kleinen Längen an anderer Stelle entschädigt hat.

    Die schlussendliche Auflösung hat mich dann schon fast ein wenig enttäuscht, hatte ich doch mit einem wesentlich komplizierteren Motiv gerechnet. Im Nachhinein muss ich jetzt aber sagen, dass die Planung und Zusammenführung all dieser kleinen Handlungsstränge aber wirklich gut gemacht war und im Endeffekt wesentlich realistischer waren, als wenn man sich für eine andere Auflösung oder eine andere Motivation der Tatperson entschieden hätte.


    Fazit

    Das Haus am Rand der Klippen vereint Elemente eines Psychothrillers mit der beeindruckenden Kulisse Cornwalls. Die Protagonistin bliebt für meinen Geschmack leider ein wenig zu distanziert, um mich emotional wirklich auf sie einlassen zu können, und auch einige Stellen der Handlung waren meiner Meinung nach zu arg in die Länge gezogen, um den positiven Gesamteindruck nicht zumindest ein wenig zu drücken. Trotzdem war der Spannungsbogen an sich gut gemacht, was das Lesen dieses Buches insgesamt zu einem aufregenden Erlebnis gemacht hat.

    Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

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    Cover des Buches Der Trauzeuge - Liebe und andere Handicaps (ISBN: 9783966983808)

    Bewertung zu "Der Trauzeuge - Liebe und andere Handicaps" von Annabelle Costa

    Der Trauzeuge - Liebe und andere Handicaps
    buchgestapelvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Definitiv eine Geschichte, die ganz anders als erwartet war - im absolut positiven Sinne.
    Kurzweilig und definitiv anders als erwartet

    Worum geht’s?

    Als Kirbys Freund Ted ihr nach einem Jahr Fernbeziehung endlich einen Heiratsantrag macht, ist sie überglücklich. Schon lange ging es ihr auf die Nerven, so gut wie die einzige in ihrem Freundeskreis zu sein, die noch nicht verheiratet war. Voller Vorfreude stürzt sie sich in die Vorbereitungen – Bis sie Teds Trauzeugen John kennen lernt. Seit der nämlich mit einer Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, hält er andere Menschen gerne emotional auf Abstand. Mit seiner abweisenden Art kann Kirby zunächst nichts anfangen, doch je öfter die beiden für die Hochzeitsvorbereitungen zusammenarbeiten müssen, desto mehr Gemeinsamkeiten finden sie auch. Doch als der Termin für Teds und Kirbys großen Tag immer näher rückt, kommen ihr immer deutlichere Zweifel daran, ob ihr Verlobter wirklich der Mann für's Leben ist – Und dann ist da noch die Frage, was sie für John empfindet.


    Meine Meinung

    Die Braut und der Trauzeuge – das klang für mich erst mal nicht so wirklich nach einer innovativen Idee für eine Geschichte. Annabelle Costa hat es aber geschafft, durch zwei liebenswerten Protagonisten mit teils außergewöhnlichen Lebensumständen eine berührende Geschichte zu kreieren, die nicht vor Klischees trieft.

    Der Schreibstil war angenehm zu lesen und konnte den humorvollen Unterton gut transportieren. Darüber hinaus wurde die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, was dem Leser noch mal ganz andere Möglichkeiten bietet, um sich mit den Charakteren zu identifizieren.

    Kirby fand ich eigentlich sehr sympathisch, auch wenn sie insgesamt eher ein wenig blass blieb. Abgesehen von ihrem Job in der Bäckerei und einigen kleineren Einblicken in ihre Vergangenheit erfährt man nicht viel über sie. Auch die Bereiche ihres Lebens, in denen John nicht dabei ist, bleiben farblos und es scheint fast so, als habe sie außer ihm kaum Menschen, mit denen sie ihre Zeit verbringen würde.

    John war zu Beginn nicht gerade ein Charakter zum Liebhaben, was allerdings auch keine besondere Überraschung war und sicherlich in der Absicht der Autorin lag. Mit der Zeit fand ich aber auch ihn sehr liebenswert, besonders weil er und Kirby so viele Interessen teilen und man da schon beim Lesen das Gefühl hat, dass die beiden einfach perfekt zueinander passen.

    Seine Querschnittslähmung war auf jeden Fall ein Faktor der dazu beigetragen hat, dass die Geschichte nicht völlig klischeehaft verlaufen ist. Die Erklärungen dazu waren für mich als Laien verständlich und klangen – soweit ich das beurteilen kann – medizinisch korrekt. An einiger Stelle fand ich die Details seines Lebens dann aber auch ein wenig künstlich in die Länge gezogen, sodass ich dort über ein paar kleine Kürzungen nicht allzu traurig gewesen wäre.

    Was mir dann am Ende noch mal richtig gut gefallen hat, waren die beiden Epilog. Die haben die Geschichte noch einmal sehr schön abgerundet und mich als Leser damit sehr glücklich gemacht.


    Fazit

    Auch wenn der Klappentext dieses Buches eine ziemlich klischeehafte Geschichte vermuten lässt, wurde ich von der Umsetzung positiv überrascht. Die Charaktere waren interessant gestaltet, was ihr Dynamik sehr schön zu lesen gemacht hat. Dass der Protagonist querschnittsgelähmt ist, macht das Buch auch zu einem thematisch eher seltenen Exemplar. Dieser Aspekt verdient meiner Meinung nach definitiv Anerkennung, denn inklusive Charaktere sind etwas, was dem Buchmarkt in meinen Augen noch in ausreichender Menge fehlt.

    Von mir gibt es dafür insgesamt vier Bücherstapel.

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    • weiblich
    • 24.02.2001

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    Erotische Literatur, Jugendbücher, Comics, Fantasy, Historische Romane, Liebesromane, Humor, Science-Fiction, Romane, Krimis und Thriller, Sachbücher

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