buecherherzrausch

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Abgelegt (ISBN: 9783966983372)

    Bewertung zu "Abgelegt" von Stefanie Steenken

    Abgelegt
    buecherherzrauschvor einer Stunde
    Kurzmeinung: „Abgelegt“ von Stefanie Steenken ist ein wunderbares Geschenk an sich selbst.
    Ein kleines Kunstwerk...

    Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir von der Agentur Mainwunder zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank. Eine Beeinflussung meiner Meinung findet hier auf keinem Weg statt.

    Wenn man Gedichte liest, hat man immer das Gefühl, dass man in die Seele der Autoren und Autorinnen schaut. Auch Stefanie Steenken gewährt uns in ihrem zweiten Gedichtband „Abgelegt. Vom Innehalten, Suchen & Finden“ einen Einblick in ihr Leben und behandelt Themen wie Liebe, Furcht, Vertrauen, Zukunft und Verlust. 

    Dieses Buch ist ein kleines Kunstwerk – hier werden nicht nur Emotionen in Dichtung gebündelt, sondern auch Malerei mit Dichtung verbunden. Die Malerin Heike Niderehe hat einige ihrer Bilder für diesen Gedichtband zur Verfügung gestellt und verleiht dem Buch damit eine ganz besondere Note. 

    Ich habe die Gedichte der Autorin nicht chronologisch gelesen, sondern durch das Buch geblättert, die Titel der einzelnen Gedichte betrachtet und dann je nach Gefühl die einzelnen Zeilen gelesen und auf mich wirken lassen. In einigen Momenten fühlte ich mich mit der Autorin sehr verbunden, weil ich die Emotionen nachvollziehen konnte. Einige Gedichte eröffneten mir auch eine Möglichkeit des Nachdenkens über Themen, mit denen ich mich nicht auseinandersetzen wollte oder konnte – manchmal fand ich auch meine ganz eigene Antwort.

    Mein Lieblingsgedicht der Autorin heißt „Lautlos“ und besteht nur aus zwei Sätzen, aber traf mitten in mein Herz, weil es genau einen Augenblick meines eigenen Lebens beschrieben hat. 

    „Abgelegt“ von Stefanie Steenken ist ein wunderbares Geschenk an sich selbst, um durch den Einblick in die Gefühlswelt eines anderen Menschen über die eigenen Emotionen und Einstellungen des  Lebens zu reflektieren, zu hinterfragen oder einfach nur der Melodie einer wunderbaren Kunst zu lauschen.

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    Cover des Buches Die magischen Bücher (ISBN: 9783751924177)

    Bewertung zu "Die magischen Bücher" von Chrissy Em Rose

    Die magischen Bücher
    buecherherzrauschvor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Ich bin so dankbar für die zauberhaften Geschichten, die uns lachen, träumen, lieben und weinen lassen.
    Die magische Reise geht weiter…

    Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank. Eine Beeinflussung meiner Meinung findet hier auf keinem Weg statt.

    Sicherlich kennst du diesen Moment, wenn du eine Geschichte beendet hast, den Blick nach oben richtest und dein Herz nicht verstehen kann, dass du die erschaffene Welt der Autorin oder des Autors jetzt verlassen musst. Dieser kurze Schmerz, wenn dein Blick über die letzten Zeilen wandert und du dich leise von deinen Lieblingsfiguren verabschieden musst. 

    Genau dieses Gefühl hatte ich vor fünf Monaten, nachdem ich den ersten Band „Die magischen Bücher: Elfenwald“ beendete und so war die Freude natürlich groß, meinen „Rucksack“ wieder anzuschnallen und gemeinsam mit Leandra und ihre Gefährten erneut das Land der Elfen und Zwerge – voller Geheimnisse, Magie, Trauer und Liebe zu betreten.

    Mein Herz fing schon nach den ersten Zeilen wieder an zu tanzen – ich liebe diese magischen Welten einfach. Ich war sofort wieder in der Geschichte, besser gesagt, blieb mir auch nichts anderes übrig, da ich keine Zeit hatte, mir einen ersten Überblick zu verschaffen, auf welches Abenteuer ich mich jetzt eingelassen hatte – keine Verschnaufpause, sondern Spannung pur. 

    Ein Abenteuer jagt das nächste und neue Rätsel müssen entschlüsselt werden. Im zweiten Band der Reihe begegnen wir neuen Figuren und magischen Wesen und nicht immer ist Freund und Feind tatsächlich voneinander zu unterscheiden.

    Die Autorin hat es wieder geschafft, mich mit ihrer fantastischen Welt zu verzaubern. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich, magisch und voller Emotionen unserer Protagonistin, die erwachsen wird und sich zu einer mutigen und starken Kriegerin entwickelt. Im Laufe der Geschichte habe ich geweint und gelacht, war wütend, überrascht und manchmal auch etwas verzweifelt, aber immer glücklich, ein Teil dieser Geschichte zu sein.

    Auch mit dem zweiten Band konnte die Autorin mich wieder absolut begeistern. Ich bin so dankbar für die zauberhaften Geschichten, die uns lachen, träumen, lieben und weinen lassen. Ohne die Welt der Bücher würde mein Herz nicht mehr tanzen.

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    Cover des Buches How to fail (ISBN: 9783442159949)

    Bewertung zu "How to fail" von Elizabeth Day

    How to fail
    buecherherzrauschvor einem Monat
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat mir die Möglichkeit eröffnet, noch einmal zurückzublicken – vielleicht hätte ich es sonst nie getan.
    Scheitern war nie schlimm - oder?

    Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir von der Agentur ehrlich & anders GbR zur Verfügung gestellt wurdeVielen Dank. Eine Beeinflussung der Meinung findet hier auf keinem Weg statt.


    „Das Scheitern hat mich Lektionen gelehrt, die ich sonst nie begriffen hätte“ (Elizabeth Day, How to Fail). Die Autorin gewährt uns mit diesem Buch einen intensiven Einblick in ihr Leben und die verschiedenen Stationen des Scheiterns. Sie geht davon aus, dass die Momente unseres Lebens immer aus einer Krise erwachsen und dass wir uns nicht länger über unsere vermeintlichen Misserfolge definieren sollten.


    Strukturiert wird dieser Ratgeber durch eine thematische Einteilung in Kapiteln. So widmet die Autorin den verschiedenen Themen ihres Lebens einzelne Kapitel wie z.B. „Scheitern und Prüfungen“, „Scheitern und Beziehungen“ & „Scheitern und Freundschaften“ und blickt so auf die verschiedenen Stationen des Scheiterns in ihrem Leben zurück. Wobei Elizabeth Day nicht nur aus der eigenen Perspektive spricht, sondern auch von Erfahrungen von Freunden, Bekannte oder von Menschen, die sie im Laufe ihrer beruflichen Zeit getroffen oder interviewt hat, berichtet.


    Für dieses Buch habe ich tatsächlich eine Weile gebraucht, man liest es nicht einfach so runter, sondern beim Lesen der einzelnen Kapitel habe ich mich intensiv mit meinem eigenen Scheitern auseinandergesetzt und über meine persönliche Einstellung zum Scheitern nachgedacht. Was ich festgestellt habe? Ich bin oft gescheitert und habe dies als Misserfolg für mich betitelt und ehrlich gesagt nicht darüber nachgedacht, was eigentlich Positives daraus erwachsen ist - also blickte ich mit den Augen der Autorin zurück. Einige unangenehme Erinnerungen & Gefühle fanden ihren Weg, aber am Ende habe ich verstanden, warum ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen muss.


    Viele Erfahrungen von Elizabeth Day konnte ich nachvollziehen, weil ich sie selbst ähnlich durchgemacht habe. Auch dieses furchtbare Wort „perfekt“ ist mir häufig begegnet und hat einen unheimlichen Druck erzeugt, der mich bis heute begleitet. Schon in jungen Jahren zog ich mich oft in meine eigene Welt zurück. Geblieben ist diese kleine Stimme im Kopf, dass man nicht dazugehört, anders ist und eigentlich nichts wirklich perfekt machen kann. Da ist es wieder dieses schreckliche Wort: „perfekt“. Aber wie die Autorin festgestellt hat, „ist es an der Zeit, das Streben nach Perfektion endlich abzulegen, das so viele Frauen heutzutage antreibt: Lasst uns aus unseren Fehlern lernen, stark, gelassen und glücklich sein – nicht Angst vorm Leben haben!(Elizabeth Day - „How To Fail“).


    Dieses Buch hat mir die Möglichkeit eröffnet, noch einmal zurückzublicken – vielleicht hätte ich es sonst nie getan – und die einzelnen Lebensphasen zu erkunden. Scheitern war nie schlimm, es ging immer weiter und das Glück kam entweder zurück oder es befand sich im Kokon des Scheiterns. Wenn man einige Prozesse des Scheiterns aus dem heutigen Blickwinkel betrachtet, war es sicherlich nicht einfach (einige Tränen sind geflossen), aber das Scheitern ist ein Teil meiner Geschichte und hat mich zu der Person werden lassen, die ich heute bin. Ich werde bald 40 und habe mir noch nicht alle Träume erfüllt (kommt noch), häufig musste ich auch durch das Scheitern merken, dass dies nicht mein Weg ist. Aber am Ende sitze ich in diesem Moment in der Sonne zwischen Blumen und Kräutern und kann sagen, ich bin glücklich und ich bin so wie ich bin - und das ist auch gut so!

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    Cover des Buches Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen? (ISBN: 9783649633440)

    Bewertung zu "Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen?" von Lina Frisch

    Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen?
    buecherherzrauschvor einem Monat
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    Cover des Buches Die magischen Bücher: Elfenwald (ISBN: B083WKQ6XY)

    Bewertung zu "Die magischen Bücher: Elfenwald" von Chrissy Em Rose

    Die magischen Bücher: Elfenwald
    buecherherzrauschvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr gelungener Auftakt!
    Eine magische Reise beginnt...

    Ehrlich gesagt, habe ich mich als erstes in dieses grandiose Cover verliebt. Es ist wunderschön und passt perfekt zum Inhalt, denn die Geschichte muss natürlich auch stimmen und was soll ich sagen - mein Herz hat getanzt.

    Im ersten Moment war ich leicht irritiert, da die Protagonistin Leandra sehr jung ist (11), allerdings gibt es einige Zeitsprünge und wir erleben die Entwicklung eines jungen Mädchens zu einer starken Kriegerin. Der erst Teil des Buches beschäftigt sich mit der Ausbildung unserer Protagonistin. Leandra muss sich hier immer wieder beweisen, da sie die einzige Frau in ihrem Team ist. Allerdings schafft sie es ziemlich schnell und ganz ehrlich, mir war sofort klar, dass man sich mit ihr nicht unbedingt anlegen sollte.

    Auch wenn Leandra innerhalb der Ausbildung mit typischen Ängsten zu tun hat, fand ich sie von Anfang an sehr stark & mutig. Eines Tages verschwindet ein Freund und Leandra begibt sich auf eine wichtige Reise, um das Rätsel zu lösen.

    Nur ein Reim trägt die Botschaft in sich: „Verärgert und sauer über des Menschen Unverstand, war er es, der dafür sorgte, dass die Magie verschwand. Bis heute ist uns allen bekannt: Die Magie ist in fünf Büchern gebannt.“ (Zitiert aus „Die magischen Bücher: Elfenwald).

    Der zweite Teil des Buches wirft unsere Protagonistin in die pure Realität, zeigt ihr die eigenen Grenzen auf und birgt Entscheidung, die alles verändern können. Spannung pur - bis zur letzten Seite! Ich freue mich auf Teil 2.

    Die gesamte Geschichte ist sehr gut strukturiert und die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, wodurch die Geschichte sehr fließend zu lesen ist. Von Anfang an war ich von der individuellen Story begeistert (endlich mal was Neues) und konnte mich in alle Figuren hineinfühlen. Ich fand alle Figuren in ihrer Gestaltung sehr gut durchdacht und kann keine kritischen Punkte finden - daher volle Sternchen ;-)

    Herzlichen Glückwunsch an die Autorin für diesen gelungenen Auftakt.

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    Cover des Buches Wolf des Südens (Die Treppen der Ewigkeit 1) (ISBN: 9783906868097)

    Bewertung zu "Wolf des Südens (Die Treppen der Ewigkeit 1)" von Isa Day

    Wolf des Südens (Die Treppen der Ewigkeit 1)
    buecherherzrauschvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Autorin schafft es die Spannung über die 352 Seiten zu halten und verliert sich nicht in der Handlung!
    Emilio, der Wolf des Südens…


    Das Buch wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar von Maindwunder und der Autorin zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Vielen lieben Dank, dass ich ein Teil des Rudels sein darf.

    “Wolf des Südens“ ist der erste Band einer magischen Fantasyreihe von der Autroin Isa Day und erzählt von Schuld & Sühne und dem Mut, für das Wohl der Gemeinschaft scheinbar unüberwindbare Gefahren auf sich zu nehmen.

    Die Autorin vergeudet keine Zeit und wirft uns bereits mit den ersten Zeilen direkt ins aktuelle Geschehen. Emilio ist ein gefährlicher Auftragsmörder und wartet auf seine Hinrichtung. Eine Frau ist durch Emilio zu Tode gekommen und im Königreich Eterna “war der Preis für ein Leben ein Leben – sein eigenes . (Wolf des Südens, S. 1”)

    Der Richter macht Emilio jedoch das Angebot, sich den Treppen der Ewigkeit zu stellen. Die Treppen der Ewigkeit sind ein mystisches Geheimnis und führen in die Vergangenheit. Emilio kann sich dieser Herausforderung stellen, und in der fernen Vergangenheit die Chance auf ein neues Leben nutzen. Doch jedes Angebot hat seinen Preis: Meistert er die Aufgaben, darf er am Leben bleiben und seine zweite Chance nutzen. Versagt er jedoch, wird seine Seele für immer vernichtet.

    Der Einstieg ins Buch fällt nicht leicht, da man sprichwörtlich in die Geschichte geworfen wird. Man kennt die Hintergründe nicht, sondern befindet sich mitten auf “einer der belebtesten Straßen Eternas” (Wolf des Südens, S. 1), neben der Leiche einer Frau, deren Augen bereits in die “Leere des Todes” (Wolf des Südens, S. 1) starren. Obwohl Emilio seit vielen Jahren ein Auftragsmörder ist, scheint dieser Mord sein Leben zu kosten. Für mich ein spannender Einstieg, der mich sofort ans Buch gefesselt hat. Leser*innen, die allerdings eine kurze Einführung in eine Geschichte benötigen, könnten vielleicht Schwierigkeiten haben, in die Geschichte einzutauchen.

    “Die Treppen der Ewigkeit” tragen Emilio weit durch die vergangene Zeit in ein kaltes und dunkles Königreich, deren jähzornige Königin Morayn nicht begeistert ist, dass Emilio ihr nun in ihrem Kampf um das Königreich zur Seite stehen soll. Der einsame Wolf Emilio und die Kriegerin Morayn müssen jedoch erkennen, dass sie nur gemeinsam diesen Weg gehen können, um das Land und ihre Menschen aus der andauernden Dunkelheit des Krieges zu befreien.

    Die Autorin schafft es die Spannung über die 352 Seiten zu halten und verliert sich nicht in der Handlung, d.h. sie fokussiert sich auf die Aufgabe, welche ihr Protagonist zu erfüllen hat und baut nicht zu viele Nebenschauplätze auf, die am Ende dann nur schwer zusammengefügt werden können. Ihre Figuren haben Ecken und Kanten und verändern sich im Laufe der Geschichte durch ihre eigenen Handlungen und Werte.

    Am Ende bleibt die Erkenntnis, was wichtig im Leben ist – die Medizin alles zu schaffen, jeden Weg zu gehen, Verlust hinzunehmen und wieder aufzustehen, die Fähigkeit eigenes Handeln zu überdenken und sich für eine Gemeinschaft einzusetzen: Liebe & Freundschaft.

    Fazit

    Die Autorin Isa Day hat eine Welt voller magischer Geschöpfe, Krieger und Kriegerinnen geschaffen, die sich mutig der Dunkelheit entgegenstellen. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Kampfes und die elementare Rolle von Freundschaft, Loyalität, Mut und Liebe, um den Sinn des Lebens zu erkennen und auf dem richtigen Weg durch die Zeit zu schreiten.





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    Cover des Buches Sternenscherben (ISBN: 9783959911542)

    Bewertung zu "Sternenscherben" von Teresa Kuba

    Sternenscherben
    buecherherzrauschvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gelungener Science-Fiction/Fantasy-Roman, der am Ende eine Welt offenbart, über die ich sehr gerne mehr lesen würde.
    Ein gelungener Science-Fiction/Fantasy-Roman!

    Das eBook „Sternenscherben“ von Teresa Kuba wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Drachenmondverlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Drachenmondverlag.

    „Sternenscherben“ ist mein erstes Buch von Teresa Kuba. Im Drachenmondverlag ist ein weiteres Buch von ihr erschienen: „Turoin“. Ich muss sagen, es gibt Bücher, die muss man einfach aufgrund des genialen Covers haben, und auch wenn es viele schon nicht mehr hören können ;-), dieses Cover ist von Alexander Kopainski – dem „Covergott“ höchstpersönlich. Ich liebe seine Entwürfe einfach! Allerdings ist der Zusammenhang zwischen Cover, Titel und Inhalt auf dem ersten Blick vielleicht nicht ganz schlüssig. Ich habe dieses Zusammenspiel mit dem Zusammenbruch des „perfekten Systems“ in Verbindung gebracht, der Blick in den Spiegel, in die Seele, um das eigene Leben, die eigene Denkweise zu hinterfragen und die Welt hinter dem Spiegel zu erkennen. Die Protagonistin Nora lebt in einer Welt, die ein perfektes Leben vortäuscht, aber ein Blick hinter die Fassade offenbart die Lügen und Intrigen des „perfekten Systems“ – nichts ist, wie es scheint.

    Die Geschichte wird auch aus der Sicht von Nora und teilweise aus dem Blickwinkel von Darian geschrieben, wobei die Protagonistin Nora in der Geschichte natürlich deutlich mehr Erzählzeit hat. Der jeweilige Perspektivwechsel ist immer mit einem Kapitelwechsel verbunden, wodurch ein klarer Lesefluss innerhalb der Strukturierung gegeben ist. Teilweise bekommt man durch die Kapitel aus der Sicht von Darian die Möglichkeit, Gedanken und Gefühle vorangegangener Handlungen zu erkennen, die aus der Perspektive von Nora nicht direkt ersichtlich waren.

    In der Welt von Nora sind Gefühle, Träume, eine eigene Denkweise und Dinge, die Emotionen hervorrufen (Kunst, Musik) verboten. Die Sicherung des Lebens im „perfekten System“ hat höchste Priorität und dafür werden Menschen wie Nora nach den Richtlinien des Staates ausgebildet. Das System unterscheidet in Privilegierte, Minderwertige und Wertlose und nur wenige haben den Mut die Struktur zu hinterfragen. Für ein anscheinend „friedliches und sicheres“ Leben geben die Menschen das auf, was sie ausmacht – ihre Menschlichkeit. Der Staat nimmt ihnen die Erinnerung, die Gefühle für Freundschaft und Liebe und setzt sie ständig unter Druck, im Auge des Systems nicht zu versagen und am Ende in die Kategorie „wertlos“ eingestuft zu werden. Dieser gesellschaftskritische Ansatz ist sicherlich nicht neu, wenn man sich dystopischer Stilmittel bedient, dennoch aber gut von der Autorin umgesetzt.

    Nora ist eine selbstbewusste und ehrgeizige Person, die sich stark an Hierarchien bindet und fest an die Ideale des Systems glaubt, allerdings blitzen immer wieder Erinnerungen auf, die sich innerhalb ihrer Traumlandschaft manifestieren. Die Auseinandersetzung mit den Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit und die Begegnung mit Darian zünden ein Feuer von Zweifel am „perfekten System“. Darian ist anders, geheimnisvoll und verbirgt etwas – den Schlüssel zur Wahrheit. Leider kann ich ohne euch zu spoilern nicht weiter auf diese Beziehung eingehen, also müsst ihr wohl das Buch lesen, wenn ihr wissen wollt, wer oder was Darian tatsächlich ist ;-).

    „Sternenscherben“ ist für mich ein Science-Fiction/Fantasy-Roman, der sich vieler dystopischer Elemente bedient, aber auch Elemente aus dem Bereich Science-Fiction (fremde Zivilisationen; wissenschaftliche Spekulationen) einbindet. Diese werden allerdings nicht fokussiert oder detailliert ausgeführt, was ich für mich persönlich eher kritisch betrachte. Ich fand insbesondere den zweiten Teil des Buches (die Auflösung) unheimlich spannend und finde, dass die Autorin genau diesen Teil viel zu schnell abgeschlossen hat. Ich hätte mir hier einfach viel mehr Tiefe versprochen, aber vielleicht  wäre das Buch dann eher der Auftakt einer Reihe gewesen. Die inhaltliche dystopische Sequenz ist nicht neu und aktuell in vielen Büchern zu finden, was nicht unbedingt immer kritisch betrachtet werden muss, zeigt es ja nur, dass diese Geschichten sehr gerne gelesen werden. Die Welt, die sich dann innerhalb der Auflösung aufzeigt, fand ich unglaublich interessant und würde gerne mehr darüber lesen – also die Geschichte bevor die aktuelle Erzählung von Nora und Darian einsetzt.

     Fazit

       Ein gelungener Science-Fiction/Fantasy-Roman, der am Ende eine Welt offenbart, über die ich sehr gerne mehr lesen würde.  

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    Cover des Buches Das Mädchen und die Fremde (ISBN: 9783352009006)

    Bewertung zu "Das Mädchen und die Fremde" von Sofie Sarenbrant

    Das Mädchen und die Fremde
    buecherherzrauschvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: „Das Mädchen und die Fremde“ ist ein gut strukturierter Roman, mit angenehmer Erzählweise, allerdings für mich eher ein Kriminalroman.
    Eher ein Kriminalroman!

    Der Thriller „Das Mädchen und die Fremde“ von Sofie Sarenbrant wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

    „Das Mädchen und die Fremde“ ist der zweite Teil einer Reihe. Der erste Teil erschien ebenfalls 2017 unter dem Titel „Der Mörder und das Mädchen“. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, da ich erst nach Beginn des Buches mitbekommen hatte, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt. Für das Verständnis des Buches war es allerdings nicht notwendig, den ersten Teil der Reihe zu lesen, sicherlich gibt es aber Bezugspunkte zum ersten Teil, welche ich dann wahrscheinlich anders interpretiert habe. Teilweise gibt es auch kurze Rückblenden, die wichtige Details aus Band 1 erörtern, die für den Verlauf der Geschichte relevant sind.

    Die Geschichte um die Kriminalkommissarin Emma Sköld ist in kurze Kapitel eingeteilt, wobei die jeweiligen Abschnitte nicht immer einen eigenen Spannungsbogen besitzen, sondern von verschiedenen Personen erzählt werden, gleichzeitig bilden die kurzen Kapitel auch eine sehr gute Strukturierung beim Lesen.

    Sofie Sarenbrant erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, wodurch man einen direkten Einblick in die Gefühle und Handlungen der Figuren bekommt. Der Erzählstil der Autorin ist sehr ruhig, es passiert nicht auf jeder Seite etwas Dramatisches oder wirklich Mitreißendes und wer nach dem Motto „Thriller brauchen Tempo“ lebt, wird hier vielleicht nicht befriedigt werden – tatsächliche Schockmomente gibt es nicht.

    Dennoch ist die Geschichte spannend und lebt von überraschenden Wendungen und kriminalistischen Ermittlungen, aber es fehlt der sogenannte Thrill (Nervenkitzel). Die Spannung ist nicht, während des gesamten Handlungsverlaufes präsent, daher würde ich dieses Buch eher in den Bereich Kriminalromane einordnen. Es geht nicht darum, möglichst viel Aufregung und emotionale Spannung beim Leser zu erzeugen, sondern vielmehr um die Gedankenwelt der Protagonistin, der Umgang mit dem Erlebten und die verschiedenen Wege zur Aufklärung. Die Psyche der Protagonisten steht im Mittelpunkt und die Autorin setzt sich auch sehr intensiv mit den verschiedenen Figuren auseinander, sie gibt den Gefühlen sehr viel Raum.

    Fazit

    „Das Mädchen und die Fremde“ ist ein gut strukturierter Roman, mit angenehmer Erzählweise, allerdings fehlt der sogenannte Thrill (Nervenkitzel), daher für mich eher ein gut durchdachter Kriminalroman, der durchaus Lust auf Band 3 gemacht hat – denn dieses Buch endet mit einem großen Cliffhänger

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    Cover des Buches Fremde Tochter (ISBN: 9783352009013)

    Bewertung zu "Fremde Tochter" von Michel Bussi

    Fremde Tochter
    buecherherzrauschvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine ergreifende Familiengeschichte!
    Eine ergreifende Familiengeschichte!

    Der Roman „Fremde Tochter“ von Michel Bussi wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

    Michel Bussi ist ein französischer Politologe und Geograph. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt. Mein erster Roman von Michel Bussi war „Das verlorene Kind“ (Rezension)und danach folgten „Das Mädchen mit den blauen Augen“ und „Die Frau mit dem roten Schal“. Michel Bussi  „Fremde Tochter“ ist nun mein vierter Roman und man kann durchaus sagen, dass ich mittlerweile ein großer Fan des Autors bin.

    Michel Bussi konnte mich sofort wieder in seine Welt des Erzählens entführen. Bereits nach den ersten Seiten war ich gefangen. Typisch für den Autor wird auch diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was diesem Roman eine gewisse Komplexität gibt, allerdings finde ich es hier besser umgesetzt, als beim Roman „Das verlorene Kind“, wo ich mich teilweise etwas verloren in der Erzählkonstruktion fühlte und zurückblättern musste, um die einzelnen Aspekte zu verstehen.

    Michel Bussi wechselt in seinem Roman „Fremde Tochter“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit, d.h. das Familiendrama wird in zwei Handlungsstränge unterteilt. Die erste Zeitebene befindet sich im Jahr 2016, die Protagonistin Clothildes kehrt zum ersten Mal nach einem tragischen Unfall  in der Kindheit, bei dem sie ihre Eltern verloren hat, mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Korsika zurück und wird übermannt von den Gefühlen und Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit. Nachdem Sie einen Brief erhält, der Details Ihrer Vergangenheit beschreibt, glaubt Clothilde, dass ihre Mutter noch am Leben ist, und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.  Die zweite Zeitebene führt uns in das Jahr 1989, kurz vor dem Unfall und wird in Form von Auszügen aus Clotildes Tagebuch erzählt, die beschreiben, was die junge Clothilde in den letzten Tagen vor dem Unfall erlebt und gefühlt hat.

    Die Erzählweise in verschieden Zeitebenen finde ich sehr gelungen, da wir die Protagonistin dadurch intensiver kennenlernen und eine Gefühlsebene offenbart wird, die die Tragik des Geschehenes noch stärker hervorhebt.

    Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren, denn natürlich bringt die Protagonistin damit ihre Familie in Gefahr und verfällt in ein Netz von Intrigen und Lügen und deckt am Ende ein großes Familiengeheimnis auf.

    Michel Bussi hat einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der eine komplexe, aber in sich geschlossene Geschichte erzählt, wobei die Wahrheit bis zum Ende verschlüsselt bleibt. Dieses Buch lebt von den bildhaften Beschreibungen der Landschaft und Figuren, wodurch die Spannung vielleicht an einigen Stellen herabgesetzt wird, was ich aber überhaupt nicht als störend empfunden habe, allerdings muss man diesen Stil auch lieben, sonst könnten sich 528 Seiten sehr lang anfühlen, denn der Autor verliert sich manchmal etwas im Detail beim Schreiben, aber genau dieser Aspekt macht am Ende die Einzigartigkeit des Schreibens von Michel Bussi aus.

     Fazit

    Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren – eine ergreifende Familiengeschichte. Natürlich merkt man dem Autor seine „Detailverliebtheit“ an, die natürlich die Geschichte etwas in die Länge zieht, aber  ich verliere mich gerne in den Weiten seines Erzählens.

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    Cover des Buches Die Stunde des Wolfs (ISBN: 9783352009044)

    Bewertung zu "Die Stunde des Wolfs" von Simo Hiltunen

    Die Stunde des Wolfs
    buecherherzrauschvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, weil die intensive Auseinandersetzung mit Gewalt einen manchmal etwas sprachlos zurücklässt.
    Nichts für schwache Nerven!

    Der Kriminalroman „Die Stunde des Wolfs“ von Simo Hiltunen wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

    Als ich dieses Buch in den Händen hielt, war ich vom Cover begeistert. Der stechende Blick des Wolfes hat mich beim Lesen begleitet. Dieses Buch beginnt mit einem sehr beeindruckenden Prolog. Ich war sofort gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Meine Erwartungen für den weiteren Verlauf der Handlung waren nach so einem Auftakt ziemlich hoch und ich stellte mir die Frage, ob das Buch am Ende halten kann, was Cover und Prolog versprechen.

    Protagonist ist der Polizeireporter Lauri Kivi, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat. Lauri ist eine schwierige Figur, zu der ich am Anfang nur schwer eine Verbindung aufbauen konnte.  Er ist gezeichnet von der Brutalität seiner Vergangenheit, war er doch als Kind immer den Ausbrüchen seines gewaltbereiten Vater ausgesetzt und hat nicht gelernt, seine Gefühle und Emotionen zu verarbeiten. Auch als Erwachsener ist es ihm nicht möglich seine Gefühle auszudrücken, sondern er hat sich im Laufe der Zeit Verhaltensmuster angewöhnt, wodurch er seinen Platz in der Gesellschaft einnehmen konnte. Er ist sich dessen bewusst, dass auch er eine gewisse Gewaltbereitschaft innehat, und hat deshalb sehr früh seine Frau und seine Tochter verlassen, um sie vor seinem Verhalten zu schützen.

    Die Vergangenheit von Lauri ist das Hauptthema in der ersten Hälfte des Buches und die Brutalität der Erzählung war teilweise sehr beklemmend. Simo Hiltunen hat sehr viel Zeit in die Beschreibung seines Charakters und die Hintergründe des Verhaltens investiert. Um den Lesern die Handlungen seiner Hauptfigur verständlich zu machen, bedient er sich immer wieder unregelmäßiger Rückblenden, um über die Kindheit seines Protagonisten zu berichten. Innerhalb der Zeitsprünge fühlte ich mich an einigen Stellen etwas aus der Geschichte gerissen, denn ich wollte unbedingt wissen, was weiter im eigentlichen Plot passiert, musste mich dann aber mit der Vergangenheit auseinander-setzen, um dann wieder sehr abrupt in das aktuelle Geschehen geworfen zu werden. Sicherlich nehmen die einzelnen Szenen immer Bezug aufeinander, aber manchmal empfand ich es als störend, dennoch sind sie ungemein wichtig für den Roman. Im zweiten Teil des Buches baut der Autor sehr viel Spannung auf und bis zum Schluss habe ich nicht erkennen können, wer der Täter tatsächlich ist.

    Simo Hiltunen hat durch diesen Roman sehr viele Gefühle aufgerüttelt, es war nicht immer einfach dieses Buch zu lesen. Die Gewaltausbrüche in der Familie, übermäßiger Konsum von Alkohol, das Wegsehen und Schweigern von Menschen, die helfen könnten, aber es nicht tun – alles beschreibt der Autor unheimlich intensiv und kratzt nicht einfach nur an der Oberfläche. Der eigentliche Kriminalfall rückt manchmal in den Hintergrund und wird von der Vergangenheit eingefangen.

    Fazit

    Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, weil die intensive Auseinandersetzung mit Gewalt einen manchmal etwas sprachlos zurücklässt.

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