dark_swan

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    Cover des Buches Dunkelsommer (ISBN: 9783442205783)

    Bewertung zu "Dunkelsommer" von Stina Jackson

    Dunkelsommer
    dark_swanvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Atmosphärischer Thriller
    Atmosphärischer Thriller

    Dies ist ein ganz wunderbares Buch, das ich all jenen sehr ans Herz lege, die von einem Thriller noch etwas mehr erwarten, als "einfach" nur ein Verbrechen, das geklärt wird.

    Dieses Buch ist so. Es ist mehr als ein Thriller: Es ist außerdem eine Milieustudie, ein Sozialdrama, ein Liebesroman (aber nicht über die romantische Leben, sondern über die Liebe eines Vater zu seiner Tochter) und eine Hymne an die schwedische Natur.

    Mich hat der Roman auf verschiedene Weisen mitgenommen, besonders aber hat mir die Atmosphäre gefallen - die duftenden, knackenden, von Stechmücken durchsummten Sommertage, die die Autorin wunderschön zu beschreiben vermag. Die hellen Nächte, der Geruch der Lagerfeuer, die nebeldichten Morgen - und das Beste daran (für mich) ist die Sprachschönheit, mit der die Autorin diese Naturerfahrungen vermittelt. Originell, warmherzig, liebevoll.

    Das Verbrechen im Buch wurde für mich nebensächlich. Mit großer Begeisterung bin ich der Autorin in die schwedischen Wälder gefolgt und habe aufmerksam die Lebenslinien der ungewöhnlichen und athentischen Figuren verfolgt.

    Wunderschöner Roman. Sehr zu empfehlen!

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    Cover des Buches beziehungsweise liebe (ISBN: 9783896561855)

    Bewertung zu "beziehungsweise liebe" von Tania Witte

    beziehungsweise liebe
    dark_swanvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Humorvoll, überraschend, detektivisch, mysteriös und herzergreifend - alles dabei. Eine tolle Trilogie, der ich viele Leser/-innen wünsche!
    Große, kleine Serie!

    Unterhaltungsliteratur zu schreiben, ist in Deutschland ja leider immer noch so ein bisschen verpönt. Dabei ist es sehr, sehr schwer, wirklich gute (!) Unterhaltung zu machen. Und diese Trilogie IST gute Unterhaltung.

    Sie ist sprachlich wunderschön gemacht, die Figuren wachsen einem regelrecht ans Herz (ich vermisse sie schon!), die Spannungsbögen sind straff - man freut sich andauernd aufs Weiterlesen.

    Da auf den Covern die Reihenfolge nicht ersichtlich ist, hier die optimale Lesereihenfolge:

    1) beziehungsweise liebe
    2) leben nebenbei
    3) bestenfalls alles

    Ich selbst habe allerdings zufällig mit dem zweiten Buch angefangen, dann das dritte und danach das erste gelesen. Und was völlig chaotisch klingt, war eine höchst interessante Erfahrung: Die Bücher lassen sich super auch durcheinander lesen! „grin“-Emoticon

    Spannender ist es jedoch definitiv, mit dem ersten zu beginnen und sich auf die Geschichten und Charaktere der Figuren einzulassen, vor allem aber auf ihre Geheimnisse, die nach und nach entfaltet werden.

    Figurenarbeit ist übrigens die große Stärke der Autorin. Sie schafft es, mit liebevoller Hand plastische Charaktere zu schaffen, die uns aus den Seiten herauswinken – und sie macht mit jeder einzelnen eine echte (und manchmal höchst überraschende!) Entwicklung durch.

    Warum geht’s eigentlich?

    In „beziehungsweise liebe“, „leben nebenbei“ und „bestenfalls alles“ wird ein herrlich queerer Kosmos an Beziehungsgeschichten entworfen.
    Man verfolgt – wie in einer süchtig machenden Soap – verschiedenste Lebensgeschichten, die alle lose oder fester miteinander verschränkt sind, und die natürlich immer an besonders spannenden Stellen abbrechen, während dann eine der anderen Geschichten weitergeführt wird. Die Autorin erzeugt damit einen Lesesog, dem man schwer entkommt. (Und es auch gar nicht möchte.)

    Die Stimmungen, die wir Leser/-innen in der Trilogie durchlaufen, sind vielfältig: von brüllend komisch, über mystisch-geheimnisvoll, bis kriminalistisch-detektivisch und zum Schluchzen – alles ist dabei. Und alles passt.
    Der dritte Teil ist merklich ernster als die ersten beiden, trotzdem – und das ist eine Stärke! – ist er nicht weniger unterhaltsam als die ersten beiden. Er schenkt uns einfach noch ein weiteres Gefühl, traut sich, emotionaler werden.

    Und das Tolle: Die Autorin hat nicht nur interessante Themen, sie kann v.a. schreiben! Oh ja. Immer werden da mit leichter Hand kleine sprachliche Perlen ausgeworfen. So kommen auch sprachaffine Leser und Leserinnen auf ihre Kosten!

    Tania Wittes unterhaltsame Trilogie ist ein Lesevergnügen in der Manier der Maupin'schen Stadtgeschichten. Gefühlvoll, witzig, farbig – und manchmal sogar richtig herzzerreißend.

    Tania Witte hat hier etwas ganz Wunderbares geschaffen: eine große, kleine Serie, der ich viele Leser/-innen wünsche!

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    Cover des Buches bestenfalls alles (ISBN: 9783896562241)

    Bewertung zu "bestenfalls alles" von Tania Witte

    bestenfalls alles
    dark_swanvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Eine große, kleine Trilogie, der ich viele Leser/-innen wünsche!
    Große, kleine Serie!

    Unterhaltungsliteratur zu schreiben, ist in Deutschland ja leider immer noch so ein bisschen verpönt. Dabei ist es sehr, sehr schwer, wirklich gute (!) Unterhaltung zu machen. Und diese Trilogie IST gute Unterhaltung.

    Sie ist sprachlich wunderschön gemacht, die Figuren wachsen einem regelrecht ans Herz (ich vermisse sie schon!), die Spannungsbögen sind straff - man freut sich andauernd aufs Weiterlesen.

    Da auf den Covern die Reihenfolge nicht ersichtlich ist, hier die optimale Lesereihenfolge:

    1) beziehungsweise liebe
    2) leben nebenbei
    3) bestenfalls alles

    Ich selbst habe allerdings zufällig mit dem zweiten Buch angefangen, dann das dritte und danach das erste gelesen. Und was völlig chaotisch klingt, war eine höchst interessante Erfahrung: Die Bücher lassen sich super auch durcheinander lesen! „grin“-Emoticon

    Spannender ist es jedoch definitiv, mit dem ersten zu beginnen und sich auf die Geschichten und Charaktere der Figuren einzulassen, vor allem aber auf ihre Geheimnisse, die nach und nach entfaltet werden.

    Figurenarbeit ist übrigens die große Stärke der Autorin. Sie schafft es, mit liebevoller Hand plastische Charaktere zu schaffen, die uns aus den Seiten herauswinken – und sie macht mit jeder einzelnen eine echte (und manchmal höchst überraschende!) Entwicklung durch.

    Warum geht’s eigentlich?

    In „beziehungsweise liebe“, „leben nebenbei“ und „bestenfalls alles“ wird ein herrlich queerer Kosmos an Beziehungsgeschichten entworfen.
    Man verfolgt – wie in einer süchtig machenden Soap – verschiedenste Lebensgeschichten, die alle lose oder fester miteinander verschränkt sind, und die natürlich immer an besonders spannenden Stellen abbrechen, während dann eine der anderen Geschichten weitergeführt wird. Die Autorin erzeugt damit einen Lesesog, dem man schwer entkommt. (Und es auch gar nicht möchte.)

    Die Stimmungen, die wir Leser/-innen in der Trilogie durchlaufen, sind vielfältig: von brüllend komisch, über mystisch-geheimnisvoll, bis kriminalistisch-detektivisch und zum Schluchzen – alles ist dabei. Und alles passt.
    Der dritte Teil ist merklich ernster als die ersten beiden, trotzdem – und das ist eine Stärke! – ist er nicht weniger unterhaltsam als die ersten beiden. Er schenkt uns einfach noch ein weiteres Gefühl, traut sich, emotionaler werden.

    Und das Tolle: Die Autorin hat nicht nur interessante Themen, sie kann v.a. schreiben! Oh ja. Immer werden da mit leichter Hand kleine sprachliche Perlen ausgeworfen. So kommen auch sprachaffine Leser und Leserinnen auf ihre Kosten!

    Tania Wittes unterhaltsame Trilogie ist ein Lesevergnügen in der Manier der Maupin'schen Stadtgeschichten. Gefühlvoll, witzig, farbig – und manchmal sogar richtig herzzerreißend.

    Tania Witte hat hier etwas ganz Wunderbares geschaffen: eine große, kleine Serie, der ich viele Leser/-innen wünsche!

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    Cover des Buches leben nebenbei (ISBN: 9783896562029)

    Bewertung zu "leben nebenbei" von Tania Witte

    leben nebenbei
    dark_swanvor 8 Jahren
    Rezension zu "leben nebenbei" von Tania Witte

    Was für ein spritziger, luftiger Episodenroman!

    Tania Witte entwirft mit leichter Hand einen queeren Kosmos an Beziehungsgeschichten. Eigentlich eine Fortsetzung des Romans "Beziehungsweise Liebe", lässt sich das Buch auch problemlos einzeln lesen. Ich selbst habe den Vorgänger beispielweise nicht gelesen und hatte keine Mühe, mich einzufühlen in die verschiedenen Leben, in die Ängste, Hoffnungen und Träume der Personen.

    "Leben nebenbei" gleich einer (guten) TV-Serie, in der man Folge für Folge die Lebensgeschichten verschienener Personen erlebt, die lose oder fester miteinander verschränkt sind, und die natürlich immer an besonders spannenden Stellen abbrechen - was wunderbar gemein und raffiniert ist -, während eine der anderen Geschichten weitergeführt wird. Die Autorin erzeugt damit hat einen Lesesog, dem man schwer entkommt. Man möchte weiterlesen, mehr erfahren, wissen, wie es weitergeht mit den einzelnen Leuten.
    Hinzukommt, dass uns das Buch einen wunderbaren Blick auf jene Details schenkt, die auf den ersten Blick unwichtig scheinen, sich jedoch oft als viel wesentlicher herausstellen als die, die wir selbst als bedeutsam erachten.

    Die liebevolle Art, in der die Autorin ihre Figuren gestaltet, ihnen ein dreidimensionales Leben mitgibt und keine langweilige Abziehbildfläche, führt dazu, dass jede/r einem ans Herz wächst, und damit meine ich nicht nur die sympathischen Figuren. Manch Episode ist höchst amüsant, eine andere kriminalistisch oder gar mystisch, die nächste geht einem richtig nahe. Die Autorin schreibt mit sicherer Hand und beschenkt die LeserInnen hin und wieder mit kleinen aphoristischen Perlen, die man sich am liebsten um den Hals hängen möchte. (Ich wünschte, es wären noch mehr, denn es ist eine Stärke der Autorin, eine, die ihre Handschrift in Zukunft von vielen anderen deutlich unterscheiden könnte.)

    Noch etwas möchte ich anmerken: Es ist der zweite Roman der Autorin, und die Souveränität, die es ausstrahlt ist auch insofern bewundernswert, weil zweite Romane häufig misslingen. (Ein seltsames Phänomen, das viele AutorInnen kennen. Zweite Bücher sind die schwersten.) Hier aber spürt man keine Angestrengtheit, sondern eine begeisternde Leichtigkeit. Natürlich arbeitet das Buch unter anderem auch mit Charakter-Stereotypen (aber welche Serie tut das nicht?), versieht sie jedoch immer wieder mit überraschenden kleinen Details, fügt etwas Unerwartetes hinzu und bricht sie somit wieder auf.

    Fazit: "Leben nebenbei" ist ein unterhaltsamer Episodenroman in der Manier der Maupin'schen Stadtgeschichten. Gefühlvoll, witzig, farbig, atmend, auch traurig an mancher Stelle. Der Autorin liegen ihre Figuren spürbar am Herzen. Dadurch hat sie ein Buch gechaffen, das nicht nur Spaß macht, sondern auch süchtig wie eine rasante Fernsehserie!

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    Cover des Buches Gegen einsam (ISBN: 9783854526797)

    Bewertung zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    dark_swanvor 8 Jahren
    Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gerade habe ich "Gegen einsam" beendet, das mich mehrmals (im Zug sitzend und lesend) fast zum Weinen gebracht hat, einen Roman über zwei Sonderlinge, die der Zufall zusammenwürfelt.

    Nun - ich bin wirklich begeistert. Selten lese ich in der deutschsprachigen Literatur Texte, die Wert auf so viele (wunderbare) Details legen, die sich Zeit nehmen für die kleinen, feinen Beobachtungen.
    Eine der Hauptfiguren sammelt beispielsweise Gegenstände, um irgendwann einmal viel mehr als die 17.000 Gegenstände zu besitzen, die ein durchschnittlicher Mitteleuropäer laut Statistik besitzt. Ganz einfach deshalb, weil er - wenigstens an einer einzigen Stelle in seinem Leben - überdurchschnittlich sein möchte. Das ist so absurd schön, das ist zum Seufzen. Und genauso funktioniert auch dieses Buch - es sammelt die winzigen, aber entscheidenden Details, die es aus dem Einheitsbrei hervorheben, die diese kleinen Aha-Erlebnisse bescheren, dieses: "Das kenne ich, das geht mir auch so." Nur hat man es eben noch nie auf so eine Weise gelesen, in so ein Bild gegossen.

    Die Sprache ist schlank, teils atemlos, teils so zurückgenommen wie die ProtagonistInnen selbst. Nichts Überflüssiges und doch reich.

    Das Grundthema, um das der Roman sich zusammenzieht, ist - wie der Titel schon verrät - Einsamkeit. Die durchpocht tatsächlich alles - von der ersten bis zur letzten Seite. Manchmal so dermaßen intensiv, dass man vor Mitgefühl aufschluchzen möchte. Doch - und das sei klar gesagt - es kommt nicht wie mit der Dampframme in den Boden gestampft daher. Dies ist kein Faust-in-den-Magen-Buch. Es ist melancholisch, nimmt sich aber zu gleichen Teilen Zeit für einen feinen Humor.

    Was für ein wundervolles Buch! So bescheiden auf der einen Seite, doch löst es so viel Gefühl aus. Das mag auch daran liegen, dass Daniela Meisel ihre Figuren mit so viel Wärme und Zärtlichkeit gestaltet und behandelt. Man gewinnt sie sehr lieb und zittert richtig, dass ihnen nicht Schlimmes passieren möge.

    Ich empfehle diesen Roman von Herzen gern weiter. Wer wie ich Bücher über Sonderlinge liebt, wer Freude an Zwischentönen und Zwischenzuständen hat und an jenen besonderen Details, die in vielen Büchern nicht vorkommen, weil diese sich in Allgemeinplätzen bewegen, trifft mit "Gegen einsam" die richtige Wahl. Ein wunderschönes Herbst/Winter-Buch!

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    Cover des Buches Träume Digitaler Schläfer (ISBN: 9783930924202)

    Bewertung zu "Träume Digitaler Schläfer" von Anja Kümmel

    Träume Digitaler Schläfer
    dark_swanvor 8 Jahren
    Rezension zu "Träume Digitaler Schläfer" von Anja Kümmel

    Als ich „Träume digitaler Schläfer“ gelesen habe, hat es mir buchstäblich den Atem verschlagen. Was für ein sprachgewaltiges, denkerweiterndes, herrliches Buch! Warum wird es nicht im großen Feuilleton besprochen? Wieso wird die Autorin nicht als neue Stimme in der deutschen Gegenwartsliteratur gefeiert?

    Nun – offenbar ist der Verlag zu klein. Zu unbekannt. Rutscht durch die Wahrnehmung der Presse. Was ich in diesem Falle hier unerhört bedauere. Hier bleibt ein brillantes Buch und ein echtes Talent unentdeckt! Umso mehr ist jetzt die Stimme der LeserInnen gefragt, die dieses Buch entdeckt haben und die es genauso atemberaubend finden wie ich. Redet darüber! Postet eure Meinung!

    Der Markt ist gerade bis zum Bersten mit Dystopien gefüllt. Und meist heftet sich da eine Wiederholung an die nächste. Es wird imitiert, was das Zeug hält. Wie berauschend anders, wie unverschämt, wie herausragend dieser Roman dagegen ist!

    Anja Kümmel entwirft mit sicherer Hand eine Dystopie, die ihresgleichen erst einmal sucht. Ich möchte zum Inhalt eigentlich nichts mehr sagen – das tut der Klappentext.
    Eher dies: Das Buch ist nicht nur inhaltlich, sondern auch formal ein Kleinod. Hier wird ein Buch-im-Buch-im-Buch entworfen. Mit großer Raffinesse werden die Plots entrollt, schieben sich gegenseitig an, überlappen, fasern aus, blinken an anderen Stellen wieder auf, und verlöschen, verweisen auf etwas Vergangenes oder Zukünftiges, und überall und unentwegt klingen andere Bücher, andere AutorInnen, andere Gedankenwelten mit. Echoräume tun sich auf, schwebende Geschichten, die nicht erzählt, sondern im Leser ausgelöst werden. Eine postmoderne Wundertüte.

    Es ist schwer, über einen Roman zu erzählen, der so stark von und mit und durch seine außergewöhnliche Form lebt. Vielleicht so: Wer dieses Buch betritt, betritt ein lebendiges Schloss voller Korridore, Treppenaufgänge, Geheimtüren, Verliese und Zinnen – und hier wie da tun sich plötzlich Tapetentüren auf, und man landet in einem verborgenen Seitenflügel des Schlosses, im Wandschrank oder … in der Luft. Zwischen zwei Zuständen.

    An vielen, vielen, vielen Stellen gelingen der Autorin unfassbar atmosphärische Stimmungen, entwirft sie atmende, düstere Räume und poetisiert Technik mit einer beneidenswerten Leichthändigkeit und Sprachkraft. Selbst die „Kopfigkeit“ mancher Passage, die manchmal (selten) die Lebendigkeit der Handlung übertönt, hält Spannung bereit: Sie belohnt einen mit ungewöhnlichen, ja beglückenden Denkimpulsen.

    Wer Bücher er-leben will, wer die Nase voll davon hat, immer alles bereits vorgekaut und ausgelutscht präsentiert zu bekommen, wer erfahren möchte, wie ein Buch einen selbst ständig verwandelt und in Räume und Gedanken mitnimmt, die man noch nie gesehen und gehabt hat, wer nichts dagegen hat, als veränderter Mensch aus der Lektüre hervorzugehen - der sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen.

    FAZIT: Lesen, darin versinken, den Atem komplett verlieren, ihn am Ende wiederfinden und dann dieses Buch laut weiterempfehlen. Diese Autorin hat es verdient!

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    Cover des Buches Fräulein Kellermann und die Kunst des Schwärmens (ISBN: 9783499245657)

    Bewertung zu "Fräulein Kellermann und die Kunst des Schwärmens" von Andrea Voß

    Fräulein Kellermann und die Kunst des Schwärmens
    dark_swanvor 9 Jahren
    Cover des Buches Ein paar Tage Zärtlichkeit (ISBN: 9783941598188)

    Bewertung zu "Ein paar Tage Zärtlichkeit" von Ruth Gogoll

    Ein paar Tage Zärtlichkeit
    dark_swanvor 9 Jahren
    Cover des Buches Dein Tod, mein Leben (ISBN: 9783423120012)

    Bewertung zu "Dein Tod, mein Leben" von Joyce Carol Oates

    Dein Tod, mein Leben
    dark_swanvor 9 Jahren
    Cover des Buches Wyrm (ISBN: 9783522171830)

    Bewertung zu "Wyrm" von Wolfgang Hohlbein

    Wyrm
    dark_swanvor 9 Jahren

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