derbuecherwald-blog

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Der Atlas für Neugierige (ISBN: 9783764508753)

    Bewertung zu "Der Atlas für Neugierige" von Ian Wright

    Der Atlas für Neugierige
    derbuecherwald-blogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sicher ein schönes Geschenk, wird aber leider schnell langweilig
    Schöne Geschenkidee, wird aber schnell langweilig

    Vollständige Rezension: Der Bücherwald Blog

    Beim ersten Durchsehen konnte ich den "Atlas für Neugierige" kaum weglegen. Die vielen verblüffenden und mir vorher unbekannten Fakten in einer so schönen und übersichtlichen Aufmachung haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Leider habe ich aber, nachdem die anfängliche Begeisterung abgeebbt war, doch ein paar Kritikpunkte festgestellt.

    Der Atlas enthält sowohl Karten, die sich über eine Doppelseite erstrecken, als auch kleinere Karten, die nur eine Seite einnehmen. Ein Problem bei den größeren Karten ist, dass sie teilweise in der Falz des Buches verschwinden, und so vor allem kleinere Länder in der Kartenmitte kaum zu sehen sind. Allerdings fällt dies nur beim genaueren Betrachten auf.

    Ein weiteres kleineres Darstellungsproblem ist, dass die farblichen Einteilungen bei manchen (zugegebenermaßen wenigen) Karten schwer zu unterscheiden sind.

    Außerdem war ich am Anfang etwas enttäuscht davon, wie viele Seiten Vorwort und Quellenverzeichnis einnehmen. Da dachte ich, ich hab noch ein paar interessante Karten vor mir und schon war das Buch zu Ende.

    Auch der Informationsgehalt der Karten war sehr unterschiedlich. Durch manche habe ich wirklich etwas dazugelernt (z.B. welche Länder in den letzten 50 Jahren von einer Frau regiert wurden), bei anderen habe ich enttäuscht weitergeblättert (z.B. bei Karten die die Verteilung Aldi Süd/Aldi Nord dargestellt haben, oder welche Länder eine McDonald's-Filiale haben).

    Des Weiteren muss ich zugeben, dass ich nachdem ich den Atlas einmal durchgeschaut hatte, ein wenig das Interesse daran verloren habe, weil es mir bei vielen Karten gereicht hat, sie einmal gesehen zu haben.

    Ich denke, dass "Der Atlas für Neugierige" vor allem als Geschenkidee gedacht ist, denn man merkt sofort, dass sehr viel Mühe in die Gestaltung dieses "Atlas" gesteckt wurde. Jede Seite hat eine sehr schöne grafische Gestaltung. Auch die Papierqualität ist sehr hochwertig und es wurden überall strahlend bunte Farben verwendet.

    Weil ich den "Atlas für Neugierige" aber in Zukunft wahrscheinlich nur sehr selten nochmal aufschlagen werde, vergebe ich 3 Sterne.


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    Cover des Buches Miracle Creek (ISBN: 9783446266308)

    Bewertung zu "Miracle Creek" von Angie Kim

    Miracle Creek
    derbuecherwald-blogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Kann den Hype leider nicht verstehen
    Hat mir leider gar nicht gefallen

    Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

    Wie weit würden wir gehen, um unsere schamvollsten Geheimnisse zu bewahren? „Mit durchdringender Menschenkenntnis führt Angie Kim tief in das Innenleben ihrer Charaktere.“ (Los Angeles Times)

    In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben – Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger Junge. Im Prozess wegen Brandstiftung und Mord sitzt Henrys Mutter Elizabeth auf der Anklagebank. Und die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während ihre Freunde, Verwandten und Bekannten gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.Quelle: hanser


    Meine Meinung:

    Es fällt mir schwer eine Rezension zu "Miracle Creek" zu schreiben, da diese größtenteils negativ ausfallen wird und es nicht so wirken soll, als würde ich das Buch einfach schlecht machen wollen. Aber ich werde versuchen so sachlich wie möglich zu bleiben, obwohl ich schon jetzt verraten kann, dass mir dieses Buch leider überhaupt nicht gefallen hat.


    Die Story ist meiner Meinung nach ein einziges hin und her. Es werden immer mehr Andeutungen gemacht, wer Schuld an dem Unglück sein soll. Vermutlich um die Spannung aufrecht zu erhalten. Trotzdem war das Ende sehr vorhersehbar und genau das, was ich von Anfang an vermutet hatte.

    Daher kann ich auch nicht ganz verstehen, wie so viele andere Leser von dem Ende so ergriffen sein konnten.


    Insgesamt geht es vor allem um die Erziehung von Kindern mit Behinderung. Aber dadurch wird man wenigstens ein wenig zum Nachdenken über dieses Thema angeregt, was für mich leider so ziemlich der einzige Pluspunkt für diesen Roman ist.


    Leider war mir auch kein einziger der Charaktere sympathisch. Denn jeder Charakter wird sehr negativ dargestellt, was vermutlich verdeutlichen soll, dass jeder etwas zu verbergen hat, aber dadurch hat jede Person in "Miracle Creek" ausschließlich schlechte Eigenschaften.


    Ich besitze von "Miracle Creek" sowohl das Hörbuch als auch die gebundene Ausgabe.

    Was das Hörbuch angeht, war die Stimme der Leserin sehr monoton, sodass man manchmal die einzelnen Charaktere kaum auseinander halten konnte. Ich denke das war der Versuch, die Trostlosigkeit und Bedrückung der Handlung auszudrücken. Leider hat dies das Zuhören meiner Meinung nach erschwert.


    Auch der Schreibstil generell ist sehr eintönig und die Stimmung sehr trostlos, trocken und gefühllos. Während ich verstehen kann, dass die Handlung durch diese Trostlosigkeit und Trockenheit unterstrichen werden soll, finde ich jedoch, dass ein emotionalerer Schreibstil, dieses Buch sehr viel mitreißender gemacht hätte und der Handlung mehr Bedeutung verliehen hätte. 

    *Rezensionsexemplar*

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    Cover des Buches Der Wassertänzer (ISBN: 9783896676580)

    Bewertung zu "Der Wassertänzer" von Ta-Nehisi Coates

    Der Wassertänzer
    derbuecherwald-blogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Lektüre, könnte aber tiefgründiger sein
    Interessante Lektüre, aber nicht besonders tiefgründig

    Vollständige Rezension: Der Bücherwald-Blog

    Ich hatte mir von diesem Buch einiges erhofft, vor allem weil es sich hierbei um magischen Realismus handelt (eines meiner Lieblingsgenre) und wegen des außergewöhnlich schönen Schreibstils der Leseprobe.


    Leider muss ich aber sagen, dass ich den Schreibstil im Verlauf des Buches als eher durchschnittlich gut wahrgenommen habe. Allerdings gibt es hierzu auch noch die Anmerkung des Übersetzers, dass vor allem die Passagen, die ursprünglich in African American Vernacular English geschrieben waren, sehr schwer zu übersetzen sind. Daher könnte ich mir vorstellen, dass man sich diese Lektüre vielleicht eher auf Englisch vornehmen sollte.


    Wer sich in "Der Wassertänzer" eine spannende Story erhofft hat, wird wohl leider enttäuscht werden. Denn in Coates erstem Buch ist keine wirkliche Spannungskurve zu erkennen. Auch Hirams Fähigkeiten tragen leider nicht zu einer mitreißenden Geschichte bei, da man dadurch das Gefühl hat, dass er nie wirklich in Gefahr ist (was ja definitiv nicht der Fall ist).


    Ich denke man sollte "Der Wassertänzer" vor allem lesen, um Einblick in die reale Hintergrundgeschichte dieses Romans zu erhalten. Vor allem Leute wie ich, die kaum Ahnung von der Geschichte der Sklavenarbeit in Amerika haben, finden hierdurch sicher einen guten Einstieg. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass obwohl der Autor sich eingehend mit der Thematik beschäftigt hat, die volle Schwere dieser nicht deutlich wird. Natürlich kenne ich mich dafür zu wenig damit aus, um wirklich urteilen zu können, aber vor allem die Elemente des magischen Realismus entschärfen meiner Meinung nach die Story.


    Für mich, die ich mich wie gesagt kaum mit der Hintergrundgeschichte auskenne, war "Der Wassertänzer" dennoch eine interessante Lektüre, obwohl ich mir einfach etwas mehr Impact gewünscht hätte.

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    Cover des Buches Das eiserne Herz des Charlie Berg (ISBN: 9783442758517)

    Bewertung zu "Das eiserne Herz des Charlie Berg" von Sebastian Stuertz

    Das eiserne Herz des Charlie Berg
    derbuecherwald-blogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine leichte, etwas langatmige Lektüre
    Leichte Lektüre

    Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

    Mir fällt es sehr schwer dieses Buch zu bewerten, weil es mir persönlich gut gefallen hat, ich mir aber vorstellen kann, dass viele es nicht mögen würden.

    Das liegt vor allem daran, dass es sich bei "Das eiserne Herz des Charlie Berg" um eine leichte, aber mit über 700 Seiten relativ umfassende Lektüre handelt. Das Buch ist nicht besonders tiefgründig oder spannend. Auch der Schreibstil ist einfach, aber wie ich finde trotzdem schön und angenehm zu lesen. Ich persönlich lese gerne mal so eine etwas leichter zu verdauende Lektüre, die ganz entspannt durchlesen lässt. Ich kann aber auch verstehen, dass viele dies vermutlich als langweilig bezeichnen würden.

    Stuertz' Roman hat insgesamt wenig Plot, viel der Handlung geschieht in Rückblicken. Diese sind allerdings sehr interessant und es wird dadurch viel erklärt, was vorher nur kurz erwähnt wurde. Anfangs fand ich das verwirrend, weil ich immer Angst hatte, das auf diese Punkte nicht weiter eingegangen wird. Als ich dann aber gemerkt habe, dass das Buch in Abschnitte aus Rückblicken und eigentlicher Handlung aufgeteilt ist und in den Rückblicken all dies erläutert wird, konnte ich mit Spannung auf die Erklärung warten.

    Die Hauptthemen in " Das eiserne Herz des Charlie Berg" machen für mich den eigentlichen Charme dieses Buches aus. Denn es geht vor allem um Düfte (in Anlehnung an "Das Parfüm"), Liebe und Literatur. Auch wird auf das chaotische Familienleben von Charlie Berg eingegangen, das ich mir aufgrund des Klappentextes viel kaltherziger vorgestellt hatte.

    Die Geschichte spielt in den 90ern, sodass viele wahrscheinlich nostalgisch werden, wenn sie wieder von alten Videokameras mit Film oder Walkie-Talkies lesen. Dadurch wird der Story auch etwas die Geschwindigkeit genommen, weil die Charaktere nicht einfach jedem mal schnell eine SMS oder EMail schreiben können.

    Ein großes Manko war meiner Meinung nach, dass das Ende etwas plötzlich und knapp war. In wenigen Seiten haben sich alle Konflikte aufgelöst, die das ganze Buch immer wieder für Probleme gesorgt haben.

    Insgesamt muss ich sagen, dass "Das eiserne Herz des Charlie Berg" während dem Lesen eine angenehme Lektüre war, aber im Nachhinein habe ich das Gefühl, wenig davon mitgenommen zu haben und werde es wohl auch nicht nochmal lesen.

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    Cover des Buches Der letzte Wunsch (ISBN: 9783423262644)

    Bewertung zu "Der letzte Wunsch" von Andrzej Sapkowski

    Der letzte Wunsch
    derbuecherwald-blogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Nach dem Lesen dieses Buches bin ich sogar noch begeisterter von der Welt und Geschichte, die Andrzej Sapkowski in seinen Büchern geschaffen
    Rezension: "Der Hexer - Der letzte Wunsch", Andrzej Sapkowski

    Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/02/rezension-der-hexer-der-letzte-wunsch.html#more

    Nach dem Schauen der neuen Serie "The Witcher" von und auf Netflix, war ich hellauf begeistert von der Geschichte des Hexers Geralt von Riva. Natürlich konnte ich dann nicht anders, als auch einmal in die Bücher hineinzuschnuppern.

    Ich persönlich habe mit Band 1 der Vorgeschichte angefangen. Hierbei handelt es sich vielmehr um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die immer wieder von Kapiteln der Echtzeit unterbrochen werden. Dadurch vermittelt das Buch das Gefühl, als würde der Protagonist kleine Anekdoten seines Lebens und seiner Aufträge als Hexer erzählen.

    Der Schreibstil des Autors ist teilweise etwas anspruchsvoller, als ich es gewohnt bin, aber dadurch auch sehr spannend. Auch wenn die Kurzgeschichten nur ein paar Seiten lang sind, hat man als Leser keinerlei Probleme das Geschehen zu verfolgen und sich in die Geschichte hineinzudenken, was nicht zuletzt auch den vielen detailreichen und klaren Beschreibungen zu verdanken ist. Die Dialoge fallen dabei etwas kürzer und knapper aus, besonders Geralt spricht oftmals nur das Nötigste und verliert sich nicht in langen Erläuterungen oder ausholenden Erklärungen. Dies spiegelt seinen Charakter sehr stark wieder. Er hält nicht viel von Redereien, sondern lässt viel lieber seine Taten für sich sprechen. Trotz der knapperen Dialoge findet sich in diesen auch sehr viel versteckter Witz, der mich oftmals zum Lachen gebracht hat.

    Der Charakter des Geralt von Riva wirkt in diesem Buch, trotz seiner wenigen Worte und teilweise mürrischen Art, sehr sympathisch, nachdenklich, ehrlich und zum Teil auch selbstlos. Besonders als sein Freund, der Troubadour Rittersporn, in Gefahr gerät, würde er alles tun, um ihn zu retten. Es wird jedoch auch oftmals gezeigt, dass Geralt natürlich nicht unfehlbar ist und auch sehr naiv sein kann. 

    Alles in Allem ist er jedoch ein Mann, der zurecht sehr von seinem Handwerk und Können überzeugt ist. Er kennt fast jedes Geschöpf, das sich in dieser Welt finden lässt, behandelt diese gerecht und ihren Taten entsprechend und macht beim Bekämpfen dieser Geschöpfe scheinbar das Unmögliche möglich. Was hierbei jedoch immer wieder auffällt: Für Geralt ist ein ungeheuerliches Aussehen nicht gleichzusetzen mit einem Ungeheuer. Er verurteilt sie nicht aufgrund ihrer Existenz oder ihres Aussehens, sondern hört sich ihre Geschichten an und bildet sich aufgrund dessen ein eigenes Urteil.

    Wem die Serie bereits gefallen hat, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es lohnt sich definitiv auch das Buch zu lesen, alleine schon um die in der Serie teilweise verwirrenden Handlungsstränge besser nachvollziehen zu können. Außerdem werden in dem Buch auch viele Geschichten erzählt, die in der Serie (noch) nicht behandelt wurden. Diejenigen Kurzgeschichten, die jedoch verfilmt wurden, sind zum Teil recht nahe am Buch orientiert, aber auch hier lohnt es sich, sich die ausführlichere Version durchzulesen.

    Auch Fans von Game of Thrones kann ich sowohl Serie, als auch Buch von "The Witcher" nur ans Herz legen!

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    Cover des Buches Marianengraben (ISBN: 9783847900429)

    Bewertung zu "Marianengraben" von Jasmin Schreiber

    Marianengraben
    derbuecherwald-blogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Unglaublich tiefgehend und ergreifend
    Unglaublich tiefgehend und ergreifend

    Vollständige Rezension: derbuecherwald.blosgpot.de

    Jasmin Schreiber hat den Titel zu ihrem Roman gut gewählt, denn dieses Buch ist wirklich so tiefgründig wie der Marianengraben.


    Anfangs ist die Situationskomik für mein Empfinden etwas oberflächlich und anspruchslos - vor allem durch das etwas erzwungene Zusammentreffen der beiden Hauptcharaktere. Außerdem sind die Gemeinsamkeiten dieser manchmal etwas zu günstig gewählt, vermutlich, um so die plötzliche Sympathie zwischen diesen doch sehr unterschiedlichen Personen zu rechtfertigen.


    Dennoch kann man über diese kleinen Makel hinwegsehen, wenn man die eigentliche Stärke dieses Buches betrachtet: Die bemerkenswerte Verarbeitung des Hauptthemas -Trauer. Schreiber zeigt, dass sie sich eingehend mit der Thematik befasst hat und stellt die volle Schwere dieser da, ohne sie für eine anspruchslosere Story zu vereinfachen. Sie schafft es Hoffnung und Kraft zu vermitteln ohne dabei kitschig zu sein. Die eigentliche Handlung ist simpel, die Message aber komplex. Doch meiner Meinung nach macht genau diese Mischung "Marianengraben" zu einer ergreifenden Lektüre.


    Für meinen Geschmack könnten die tiefgründigen Abschnitte gerne noch etwas länger sein. Denn in diesen ist auch der Schreibstil ambitionierter, wodurch der Leser noch mehr zum Nachdenken angeregt wird.


    Alles in allem kann ich "Marianengraben" nur empfehlen und glaube, dass man kaum eine Autorin findet, die besser die Komplexität dieses Themas verarbeitet als Jasmin Schreiber.

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    Cover des Buches Das neunte Haus (ISBN: 9783426227176)

    Bewertung zu "Das neunte Haus" von Leigh Bardugo

    Das neunte Haus
    derbuecherwald-blogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Mitreißend, trotz verwirrendem Einstieg
    Mitreißend, trotz eines etwas verwirrenden Einstiegs

    Vollständige Rezension: Der Bücherwald Blog

    Da "Das neunte Haus" ja schon sehr viele positive Rezensionen erhalten hat, war ich sehr gespannt darauf, was es wirklich zu bieten hat.

    Dieser Roman ist unabhängig von Bardugos restlichen Romanen und ich kann bestätigen, dass man auch, wenn man bisher noch nichts von ihr gelesen hat gut mitkommt.


    Der Einstieg war jedoch leider etwas verwirrend, da Bardugo die Namen vieler Personen und Gebäude nur erwähnt, jedoch nicht erklärt um wen bzw. was es sich handelt. Auch eine grundlegende Erklärung der neun Häuser fehlt leider und so kann man anfangs nur Informationen aus den im Anhang enthaltenen kurzen Beschreibungen entnehmen. Während sich diese Details im Verlauf des Buches aufklären, fehlt mir bis zum Schluss eine genauere Beschreibung des Magiesystems und vor allem dessen Grenzen. Außerdem hätte ich gerne eine detailliertere Einsicht in die Fähigkeiten der Häuser bekommen sowie eine bessere Erklärung der Rituale.


    Des Weiteren würde ich dieses Buch weniger in die Kategorie Horror (wofür ich es vorher gehalten hatte), als vielmehr in Richtung Fantasy, fast schon Murder Mystery, einordnen. Gerade die erwähnten Rituale könnten etwas spookier sein.


    Die Charaktere in "Das neunte Haus" sind jedoch sofort sympathisch, gut ausgearbeitet und tiefgründig, besonders deren Hintergrundgeschichten. Dadurch, dass sich diese auch erst Stück für Stück während dem Verlauf der Geschichte erschlossen haben, entsteht nochmal eine ganz eigene Spannung zusätzlich zu der sowieso schon spannenden Handlung. Auch Bardugos Schreibstil war leicht zu lesen und mitreißend.


    Trotz meiner Kritikpunkte, bin ich gespannt auf den zweiten Teil und hoffe in diesem noch mehr über die neun Häuser zu erfahren

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    Cover des Buches Der Bär und die Nachtigall (ISBN: 9783453320031)

    Bewertung zu "Der Bär und die Nachtigall" von Katherine Arden

    Der Bär und die Nachtigall
    derbuecherwald-blogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Liest sich wie ein russisches Märchen!
    Liest sich so wunderschön wie ein russisches Märchen

    Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

    "Der Bär und die Nachtigall" liest sich wie ein russisches Märchen. Und da auch hier langsam der Winter einkehrt, war es das perfekte Leseerlebnis für diese Jahreszeit.

    Ich hatte schon vorher von diesem Buch viel Positives gehört. Allerdings habe ich nicht erwartet, dass es mir so gut gefallen würde. Anfangs habe ich auch erwartet, dass es mehr in Richtung Jugendbuch gehen würde, aber nun würde ich sagen, dass dies ein Buch für jedes Alter ist.

    Vor allem konnte mich Katherine Arden durch ihr Buch für russische Mythologie und Geschichte begeistern. Man merkt dem Buch an, dass sie sich in diesen Themen auskennt und viel recherchiert hat und um diese besser zu verstehen sind auch hinten noch ein paar Erklärungen zu eher unbekannten Begriffen enthalten. Dadurch konnte man wirklich vollständig in diese Kultur und Geschichte eintauchen.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und wirklich ein wenig märchenhaft. Auch die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und jeder hat eine ganz eigene und interessante Persönlichkeit. Daher würde ich auch nicht sagen, dass Wasja als Hauptcharakter besonders heraus sticht, denn alle Charaktere haben eine wundervolle Hintergrundgeschichte.

    Man merkt vielleicht, dass ich etwas ins Schwärmen gekommen bin. Aber ich bin von diesem Buch wirklich begeistert und habe schon lange nichts Vergleichbares mehr gelesen. Das einzige, was mir noch Sorgen bereitet, ist, dass dieses Buch eigentlich Teil einer Trilogie ist, dies jedoch bei der deutschen Übersetzung nirgendwo angekündigt wird. Daher befürchte ich, dass der Heyne Verlag möglicherweise nicht vorhat die anderen Teile ebenfalls zu übersetzen.

    Nichtsdestotrotzt war ich von "Der Bär und die Nachtigall" vollends begeistert

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    Cover des Buches Der unsichtbare Freund (ISBN: 9783453272439)

    Bewertung zu "Der unsichtbare Freund" von Stephen Chbosky

    Der unsichtbare Freund
    derbuecherwald-blogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wilde Mischung aus "Es", "Stranger Things" und "Coraline"! Wie könnte das nicht gut sein?
    Eine wilde Mischung aus "Es", "Stranger Things" und "Coraline"! Wie könnte das nicht gut sein?

    Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

    Obwohl Stephen Chboskys neues Buch fast 1000 Seiten hat, habe ich es in wenigen Tagen gelesen. Ich habe schon lange nichts mehr so Spannendes gelesen. Anfangs hatte ich Angst, dass aufgrund der Länge dieses Buches, es spätestens irgendwo in der Mitte langweilig wird, aber damit lag ich weit daneben. Ich konnte es zu jedem Zeitpunkt kaum aus der Hand legen.

    Vom Stil her ähnelt "Der unsichtbare Freund" meiner Meinung nach einer mitreißenden Mischung aus "Coraline" von Neil Gaiman, "Es" von Stephen King und "Stranger Things". Ich denke auch, dass Stephen Chbosky versucht hat sich vor allem von Stephen King inspirieren zu lassen. Dennoch würde ich nicht sagen, dass es sich hier um ein klassisches Horror-Buch handelt. Denn für gewöhnlich bin ich kein großer Fan des Horror-Genres. "Der unsichtbare Freund" würde ich vielmehr als ein extrem spannendes Buch, mit einem Hauch von Horror beschreiben.

    Auch der Schreibstil ist fesselnd und manchmal wirklich kreativ und auch wie dies im Buch dargestellt wird (was genau ich meine versteht man, wenn man das Buch durchblättert).

    Ebenfalls begeistern konnte mich Stephen Chbosky mit seiner Vielzahl an Charakteren, von denen keiner zu kurz kommt. Die Hintergrundgeschichte von jedem wird spannend und mit einer Liebe zum Detail erläutert, die man sonst selten sieht. Und genau dadurch ensteht im Laufe der Geschichte ein komplexes Gesamtbild.

    Ich bin sehr froh, dass Stephen Chbosky mal einen ganz anderen Roman im Vergleich zu seinen bisherigen Veröffentlichungen geschrieben hat und würde sein neustes Werk jedem weiterempfehlen.

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    Cover des Buches Schwarzer Leopard, roter Wolf (ISBN: 9783453272224)

    Bewertung zu "Schwarzer Leopard, roter Wolf" von Marlon James

    Schwarzer Leopard, roter Wolf
    derbuecherwald-blogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Leider überhaupt nicht meins!
    Konnte mich nicht begeistern

    Vollständige Rezension: derbuecherwald.blogspot.de

    Dieses Buch in einem Wort: "uffff". Und das leider nicht im positiven Sinne. "Schwarzer Leopard, Roter Wolf" ist wirklich keine leichte Lektüre und vor allem kein mitreißender Roman. Ich glaube bei meiner Entscheidung dieses Buch zu lesen, habe ich mich etwas davon hinreißen lassen, dass es für den National Book Award nominiert wurde. Und obwohl die Rezensionen dazu anscheinend größtenteils positiv sind, hätte mir auffallen können, dass darunter auch ein paar sehr negative waren.

    Ich weiß gar nicht genau wo ich anfangen soll. Vielleicht versuch ich es mal mit dem Schreibstil: Marlon James Schreibstil würde ich am ehesten als experimentell beschreiben. Viele seiner Sätze sind schwer zu lesen, weil zum Beispiel Verben oder andere Wörter fehlen. Obwohl dies sicher ein Mittel der literarischen Gestaltung sein sollte, macht es das Lesen seines Buches wirklich nicht einfacher. Auch ist "Schwarzer Leopard, Roter Wolf" sehr gefühllos und trocken geschrieben, sodass, obwohl aus der Ich-Perspektive verfasst, die Gefühlsregungen der Hauptperson überhaupt nicht ersichtlich werden.

    Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass es sich bei diesem Buch um eine leichte Fantasylektüre im Jugendbuch-Stil handelt. Aber etwas mitreißenderes à la Neil Gaiman hatte ich mir schon erhofft (vor allem wegen dem Neil Gaiman Zitat auf dem Cover).

    Außerdem gibt es in diesem Buch sehr viel grafische Gewalt, die teilweise nicht einmal etwas zur Story beiträgt. Und manche Szenen sind schlichtweg ekelhaft. Und da der Hauptcharakter natürlich zu solchen Dingen keine Meinung geschweige denn ein Gefühl äußert, kamen sie mir sehr überflüssig vor.

    Auch die Handlung ist sehr verwirrend. Ich wusste größtenteils nicht wo die Handlungsstränge hinführen. auch die Beziehungen der Personen zueinander sind mir nicht ersichtlich geworden und das Personenverzeichnis am Anfang des Buches ist mehr oder weniger nutzlos.

    Nicht einmal die enthaltenen Karten konnten mich begeistern, obwohl ich Karten in Fantasy Büchern eigentlich immer liebe. Aber die Karten in Marlon James Buch sind sehr minimalistisch und simpel gezeichnet und bieten daher nicht den Detailreichtum und die kunstvolle Gestaltung, die man von anderen Büchern gewohnt ist.

    Ich kann leider nicht anders als diesem Buch 0 Sterne zu geben, da es mir leider überhaupt nicht gefallen hat.

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    • 04.04.2017

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