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dragis_lieblingsbuecher

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Schicksalssterne (ISBN: 9783785726822)

    Bewertung zu "Schicksalssterne" von Sarah Lark

    Schicksalssterne
    dragis_lieblingsbuechervor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Turbulente Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des ersten Weltkrieges.
    Schicksalssterne

    Sarah Lark - Schicksalssterne 

    Wieder einmal hat es Sarah Lark geschafft, eine wunderschöne Geschichte zu erzählen. Zwischen Fiktion und Wirklichkeit, zwischen Deutschland und Neuseeland. Eine Geschichte über zwei mutige Auswanderer zu Beginn des 20 Jahrhunderts. 

    Die beiden Protagonisten Mia und Julius begeben sich um 1910 auf eine Reise ins Unbekannte, indem sie ihre Heimat Deutschland verlassen und eine Pferdezucht auf Neuseeland gründen. Julius, der als Lieutenant dem deutschen Heer dient, und Mia, die wunderschöne und außerordentlich gebildete junge Frau, verlieben sich sofort ineinander und merken, dass sie die Liebe zu Pferden teilen. Diese Pferdeliebe wird den ganzen Roman über eine herausragende Bedeutung haben. 

    Auch wenn sie sich auf Neuseeland ein neues Heim aufgebaut haben und sich als Bürger dieses Landes betrachten, müssen auch sie am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, wenn die Welt von einem Krieg bedroht wird. Mia uns Julius Wege gehen auseinander und die beiden müssen unabhängig voneinander die Jahre des Krieges überleben. 

    Obwohl ich Julius und sein jugendliches Auftreten am Anfang sehr süß fand, muss ich sagen, dass er sich kaum entwickelt hat. Besonders zu Kriegszeiten konnte er nicht für Mia einstehen und aus sich herauskommen. Auch als er später mit Willie zusammenlebt und sich die Beziehung der drei verkompliziert, schafft es Julius nicht, sich eine eigene Meinung zu bilden und bedarf meist der Leitung einer der beiden Frauen. Er ist sehr unbeholfen, unreif und zu gutgläubig. 

    Mia hingegen ist wundervoll. Von der aufgeschlossenen jungen Dame entwickelt sie sich zu einer starken und selbstbewussten Frau. Obwohl sie im Laufe der Kriegsjahre sehr viel durchmacht und über ihren Horizont hinausschauen muss, wächst sie an diesen Aufgaben. In so vielen Situationen habe ich sie bewundert und mit ihr mitgefühlt. Trotz all der Ereignisse und Missstände, in die sie gerät, schafft sie es, optimistisch und mutig zu bleiben und Durchhaltevermögen zu beweisen. Endlich mal eine weibliche Protagonisten, die in sich reift und eine wundervolle Entwicklung vollbringt. 

    Wie in all ihren anderen Romanen war es wieder einmal ein sehr schönes Leseerlebnis. Bereits der Titel hört sich fantastisch an und verspricht Großartiges. Sarah Larks Schreibstil ist voller Emotionen, sehr mitfühlend und liebevoll, aber dennoch auch kritisch und durchdacht. An sich ist der Roman sehr gut gegliedert, indem er sowohl die Anfangsgeschichte in Deutschland behandelt, wie auch die verschiedenen Etappen in Neuseeland. Einige Teile der Geschichte sind bewusst aus der Perspektive von Julius, Mia oder Willie verfasst und geben so einen Einblick in die verschiedenen Gefühlswelten der Charaktere.  

    Dennoch muss ich sagen, das die Erwartungen an dieses Buch nicht ganz erfüllt werden konnten und mich teilweise etwas enttäuscht zurückgelassen haben. Dieses Mal hat sie bei der Themenwahl einen großen Fokus auf die Pferde gelegt, was mir zum Teil ein bisschen zu viel war. Viele Schilderungen über die Pferdezucht und Pferderennen waren sehr anschaulich beschrieben und für mich als Leser doch etwas ermüdend. Dies hat dazu geführt, dass ich länger gebraucht habe, um mich in die Geschichte hineinzufinden und einen richtigen Lesefluss zu entwickeln. Nichtsdestotrotz schafft sie es erneut Teile geschichtlicher Gegebenheiten rund um den ersten Weltkrieg mit einer fiktiven Geschichte zu verbinden und ein harmonisches Ganzes zu entwerfen. Die tiefe Verbundenheit von Mia und Julius, die trotz aller Höhen und Tiefen immer beständig bleibt, fand ich sehr schön. Allerdings mochte ich den ganzen Handlungsstrang und die Entwicklung Willies absolut gar nicht, was mein persönliches Lesegefühl deutlich gestört hat. Was mir zudem noch gefehlt hat, war der Einbezug der Maori-Kultur, der nur in einigen Nebensequenzen erwähnt wurde, für mich aber gerade den besonderen Charme ihrer Romane ausmacht. 

    Alles in allem gefiel mir der Roman ganz gut, dennoch muss ich sagen, dass er hinter anderen Sarah Lark Romanen zurückbleibt und nicht mithalten kann. Trotzdem war es wieder ein echtes Leseerlebnis, dass ich definitiv weiterempfehlen kann. 

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    Cover des Buches Unter fernen Himmeln (ISBN: 9783404177158)

    Bewertung zu "Unter fernen Himmeln" von Sarah Lark

    Unter fernen Himmeln
    dragis_lieblingsbuechervor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Wieder mal ein wundervoller Roman über die Auseinandersetzungen zwischen Maori und pakeha und deren Auswirkungen auf die Gegenwart.
    Ein anderer Teil der Maori-Geschichte

    In ihrem Roman „Unter fernen Himmeln“ erzählt Sarah Lark die Geschichte der deutschen Journalistin Stephanie. Als sie sich aus Recherchezwecken mit Neuseeland beschäftigt und sich auf die Reise begibt, beginnt für sie nicht nur ein neues Abenteuer, sondern auch eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Ihre Wurzeln liegen in Neuseeland, Erinnerungen an diese Zeit hat sie jedoch nicht. Was Stephanie nicht ahnt, ist, dass ihr Leben auf ungewöhnliche Weise mit der Geschichte eines Maori-Mädchens verbunden ist.

    Auch in diesem Buch konnte Sarah Lark mit ihrem Schreibstil punkten. Dieser war sehr mitfühlend, spannend und aufregend gestaltet und hat wunderbar mit der erzählten Geschichte harmoniert. Dieses Mal hat mich jedoch die Handlung überrascht, da sie etwas düsterer und geheimnisvoller war. Sie erzählt also keine für Sarah Lark typische Auswanderergeschichte, sondern gibt einen Einblick in die Maorikriege um 1860. Diese werden teilweise sehr anschaulich und ausführlich rekapituliert und lassen erahnen, welche Folgen sie für die Maori-Bevölkerung hatten. Sarah Lark entwirft die Geschichte Maramas, die zwar als Häuptlingstochter geboren wurde, nach dem Angriff auf ihren Stamm aber verschleppt und unter den pakeha aufgezogen wird. Ihre Geschichte wird in Tagebucheinträgen geschildert und zeigt exemplarisch das Schicksal vieler Maori-Kinder. Besonders der geschichtliche Teil und die Kriege konnten meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen und lehrten mich wieder einmal einen Teil der neuseeländischen Geschichte.

    Die Geschichte von Stephanie hat mich hingegen weniger berührt, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht spannend war. Sarah Lark hat an einigen Stellen überraschende Wendungen eingebaut und dadurch die Handlung interessant gemacht. Auch die Verbindung, die sie zwischen den beiden Geschichten aufbaut wurde, ist zwar tragisch, aber gleichzeitig auch schön und total herzerwärmend. Besonders die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich seinen Ängsten zu stellen und diese zu verarbeiten. 

    Alles in allem fand ich den Roman wieder einmal wunderbar und sehr interessant. Besonders der Fokus auf einem anderen Teil der Maori-Geschichte konnte mich begeistern und hat mich erneut einiges gelehrt. Dennoch muss ich sagen, dass die Geschichte an einigen Stellen etwas langatmig war und ich die Herangehensweise Stephanies und ihre Gefühle nicht ganz nachvollziehen konnte. Da mich aber das Schicksal von Marama berührt hat, die Verstrickung der beiden Erzählstränge gut gelungen ist und ich die zum Teil doch etwas dunklere Erzählung mochte, gefällt mir der Roman ganz gut. Alles in allem muss ich jedoch gestehen, dass der Roman nicht mit anderen Sarah Lark Romanen mithalten kann, da mir die Figuren und die gesamte Handlung dort einfach besser gefallen haben.

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    Cover des Buches Italienische Nächte (ISBN: 9783453291737)

    Bewertung zu "Italienische Nächte" von Katherine Webb

    Italienische Nächte
    dragis_lieblingsbuechervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Traurige und hoffnungslose Sommerromanze vor der Kulisse Italiens.
    Hoffnungslose Sommerromanze

    Bei diesem Buch musste ich direkt an die wunderschöne Landschaft Italiens denken und hatte sehr hohe Erwartungen.
    Doch leider kam es nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
    Der Roman spielt um das Jahr 1921 und beschreibt, wie die Britin Clare ihrem Mann nach Italien folgt. Dort offenbaren sich für Clare nicht nur viele Geheimnisse, sie lernt auch das Leben der italienischen Bürger kennen und begreift, dass die Kluft zwischen arm und reich größer denn je ist. Diese allein kann aber nicht verhindern, dass sich Clare unsterblich in den Landarbeiter Etorre verliebt.
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    Was diesem Buch zugute geschrieben werden muss, sind die Beschreibungen der Landschaft. Hinzu kommt der dreiteilige Aufbau des Buches. Die Kapitel sind sowohl aus der Sicht von Clare, als auch der von Ettore verfasst. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, doch trotzdem haben sie eine wunderschöne, wenn auch kurze gemeinsame Zeit. Das Besondere ist, es gibt eine Clare vor und nach deren Begegnung. Das Buch gibt einen wirklich krassen Einblick in die Gesellschaftstruktur der damaligen Zeit und verdeutlicht die Konflikte zwischen den reichen Grundbesitzern und den Tagelöhnern. Einige Stellen haben wirklich zum Nachdenkem angeregt und mich persönlich echt mitgenommen. Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch absolut nicht begeistern, um nicht zu sagen es war bis dato das schlechteste, was ich je gelesen habe. Ich fand die Liebesgeschichte zwischen Clare und Ettore zwar sehr schön, doch wurden sehr viele Klischees bedient. Um nicht zu spoilern, halte ich mich kurz. Jedes Mal, wenn ich mich in die Geschichte vertiefte und einen Charakter sympathisch fand, starb dieser, wodurch ich nicht nur traurig, sondern total sauer war. Viele Handlungen waren zu anschaulich beschrieben, einige und besonders das Ende wurden dann zu schnell eingeleitet. Dadurch, dass es viele Handlungsstränge gab, fehlte mir der Fokus der Haupthandlung. Ging es um die Beziehung der beiden, die Konflikte, die Geheimnisse? Alles zusammen bildete ein schlüssiges Bild, ließ jedoch die Akzentuierung fehlen.Der ganze Verlauf des Buches hat mich nicht mitreißen können und mich so oft einfach fassungslos stehen lassen.

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    Cover des Buches Bridget Jones' Baby (ISBN: 9783442487486)

    Bewertung zu "Bridget Jones' Baby" von Helen Fielding

    Bridget Jones' Baby
    dragis_lieblingsbuechervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Witziger und unterhaltsamer Roman
    Süßer Liebesbeweis

    Witz, Charme und Selbstironie.
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    Mit diesen drei Schlagworten würde ich Bridget Jones beschreiben. Nicht, dass diese Worte ausreichen würden, denn sie ist so viel mehr. Sie ist nicht nur lustig, verpeilt, tollpatschig, verträumt und sarkastisch, sondern auch liebevoll und total bodenständig. Anders gesagt, Bridget ist eine von uns. Eine ganz normale Frau, die auch mal Fehler macht, wo nicht alles perfekt läuft und die gelernt hat wieder aufzustehen.
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    Als ich die ersten beiden Filme um Bridget Jones gesehen habe, war ich restlos begeistert. Ich konnte mich in vielen Situationen wiedererkennen und war Bridget so unfassbar dankbar, dass sie nicht perfekt daherkommt. Sie spricht über Typen, Frustessen, Liebekummer, Gewichtsprobleme und vieles mehr. Das alles erzählt sie so humorvoll, dass man sie lieben muss.
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    In diesem Buch geht es um Bridgets neues Leben als werdende Mutter. Obwohl sie sich in den besten Lebensjahren befindet, einen gut bezahlten Job hat, läuft es mit den Typen nicht immer ganz so glatt. Nun ist sie auch noch schwanger. Das Problem ist, das Baby hat zwei mögliche Väter. Chaos und Missgeschicke sind da vorprogrammiert.
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    Das Buch ist eine Art Tagebuch, in dem Bridget als Ich-Erzählerin ihre Geschichte und die ihres Babys aufschreibt. Das Besondere dabei ist, dass sie die Erzählungen an ihr Baby richtet, was dazu führt, dass sie sich öfter mal entschuldigen oder rechtfertigen muss. Der Roman hat eine klare Struktur, einen guten Aufbau und ist einfach geschrieben. Manchmal gibt es nur kurze Anekdoten oder Phrasen, die mit Zeitangaben und Daten versehen sind. Er lässt sich daher wunderbar lesen und ist eine witzige Lektüre für zwischendurch.

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    Cover des Buches Richer than Sin (ISBN: 9783736312821)

    Bewertung zu "Richer than Sin" von Meghan March

    Richer than Sin
    dragis_lieblingsbuechervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Kleinstadtgeschichte
    Moderne Liebesgeschichte im Stile Romeo und Julias

    “Unsere Familienfehde ist der Stoff aus dem Legenden gemacht sind ..." Der neue Roman von Megan March erzählt die Geschichte von Whitney und Lincoln. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten und ihre Familien seit langem eine Fehde gegeneinander führen, hat die Liebe sie stark erwischt.  Er ist der reiche Erbe, sie die gefallene Frau eines Superstars. Die beiden haben sich vor 10 Jahren in einer Bar kennengelernt und sich unsterblich ineinander verliebt, bis sie durch ein einschlagendes Ereignis getrennte Wege gingen. Doch die Gefühle füreinander blieben ... 

    Ich fand die beiden Protagonisten super sympathisch und habe sie ins Herz geschlossen. Lincoln ist zwar super reich und Millionenerbe, verhält sich aber keineswegs abfällig oder arrogant. Im Gegenteil er ist wahnsinnig sympathisch und total herzlich. Was mich allerding gestört hat, ist, dass er sich sehr stark von seiner Familie beeinflussen lässt. Whitney fand ich echt liebenswert. Dadurch, dass Lincoln aber einen angeseheneren Ruf hat, muss sie für ihre Beziehung und die Fehler geradestehen, was ich wiederum etwas lächerlich fand.  

    Der Schreibstil war unglaublich fesselnd. Die ganze Zeit hat man mitgefiebert und wollte unbedingt erfahren, warum und wie die beiden auseinander gingen. Die Geschichte schildert aus der Perspektive beider Protagonisten einerseits die Ereignisse vor 10 Jahren und andererseits die Geschehnisse der Gegenwartnach Whitneys Rückkehr. Das Kleinstadtleben in Gable ist unglaublich charismatisch und hat einen gewissen Charme. Dennoch erschien die Fehde etwas weithergeholt und übertrieben, als würde man im vergangenen Jahrhundert leben. Obwohl ich die liebevollen Gesten Lincolns gegenüber Whitney total gemocht habe, hat er in der Stadt einen gewissen Sonderstatus, der wiederum Whitney zu Unrecht abwertet. Der Roman hat mich bei der Leseprobe total gepackt und ich wollte unbedingt weiterlesen. Allerdings ist die erste Euphorie relativ schnell abgeebbt. Das ganze Setting ist spannend und unterhaltsam, allerdings bleiben auch nach dem Lesen noch einige Fragen offen. Man erfährt zwar einiges über die Umstände der Beziehung, dennoch nicht wirklich, warum sie auseinander gingen. Durch den ansprechenden Schreibstil und die beiden herzlichen Protagonisten ist der Roman dennoch ganz gut gelungen und macht Vorfreude auf den zweiten Teil.

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    Cover des Buches Der Glasmurmelsammler (ISBN: 9783596521418)

    Bewertung zu "Der Glasmurmelsammler" von Cecelia Ahern

    Der Glasmurmelsammler
    dragis_lieblingsbuechervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante Geschichte um die besondere Kraft der Murmeln
    Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben?

    Als Fergus Boggs, der Glasmurmelsammler, nach einem Schlaganfall im Pflegeheim landet, wird sein gesamtes Leben auf Kisten verteilt, eingepackt und weggeschlossen. Als einige der Kisten auf Umwegen bei seiner Tochter Sabrina landen, traut sie ihren Augen nicht. Vor sich, in mehreren Kisten verstaut, handschriftlich beschriftet und säuberlich aufgelistet, befindet sich eine Glasmurmelsammlung. Es werfen sich viele Fragen auf: Wer ist Sabrinas Vater wirklich? Was bedeuten die Murmeln?
    Um diese Fragen zu beatworten, begibt sich Sabrina nicht nur auf die Suche nach Antworten, sondern lernt ihren Vater kennen und findet zu sich selbst.


    Cecilia Ahern erzählt in ihren Romanen besondere Geschichten und besitzt einen sehr guten Sprachstil . Auch dieses Mal war es stilistisch und sprachlich wieder ein Genuss und ein Highlight eines davon zu lesen. Der Stil, die mitfühlende Erzählart, die Wortwahl und die Intention hinter jedem Satz sind bemerkenswert. Dieses Mal fiel es mir jedoch besonders schwer mich auf die Geschichte einzulassen und mit den Charakteren zu sympathisieren. Obwohl ich Murmeln außerordentlich schön finde, kann ich persönlich nicht viel mit ihnen anfangen. Dass sie selbst dann für einen Menschen eine so große Bedeutung einnehmen, für die er seine Familie belügt und bereitwillig ein Doppelleben lebt, erscheint mir nicht ganz nachvollziehbar. Fergus Boggs ist da aber andres. Murmeln sind sein Leben. Genau das macht Cecilia Ahern in diesem Roman sehr deutlich. Dafür konzipiert sie einen doppelten Handlungsstrang. Zum einen wird die Geschichte des jungen, schüchternen Fergus in Rückblenden erzählt, nämlich aus der Ich-Perspektive. Zum anderen geht es in der Gegenwart um seine Tochter Sabrina, die ihrerseits versucht, das Leben zu begreifen.Das besondere hierbei ist, dass Fergus und Sabrina mehr gemein haben, als zunächst angenommen wird. 

    Gerade indem sich Sabrina mit der Geschichte und Vergangenheit ihres Vaters beschäftigt, lernt sie sich selbst kennen und begreift warum sie ist, wer sie ist.
    Was mir an diesem Buch gefallen hat, war der große zeitliche Rahmen, der die Geschichte von Fergus abbildet. Gleichzeitig aber spielt die Handlung der Gegenwart an einem einzigen Tag. Dadurch wurde der Kontrast zwischen der Schnelllebigkeit und Ruhelosigkeit von Sabrina und der Unbeweglichkeit, dem Vergangenheitsbezug von Fergus deutlich. Allerdings konnte ich mich bis zum Ende nicht mit der Geschichte anfreunden. Viele Stellen habe ich kritisch gesehen und konnte nicht nachvollziehen, warum Cecilia Ahern gerade sie gewählt hat. Auch der gesamte Verlauf von Fergus Leben erscheint wie ein Schrei nach Aufmerksamkeit, das Nacheifern seines großen Bruders. Dennoch hat die Geschichte auch etwas Trauriges und die Murmeln sind eine Art Flucht aus der Realität und eine Therapie im weitesten Sinne. Nichtsdestotrotz finde ich den Roman vorallem sprachlich und stilistisch wunderbar und würde immer empfehlen, sich selbst ein Urteil zu bilden.

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    Cover des Buches Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1) (ISBN: B07ZTNR1F3)

    Bewertung zu "Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)" von Piper Rayne

    Lessons from a One-Night-Stand (Baileys-Serie 1)
    dragis_lieblingsbuechervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr witzig, charmant und super sexy .
    Heißes Liebesgerüchte aus Lake Starlight

    Als Holly und Austin eine aufregende Nacht in seinem Jeep verbringen, ahnen sie nicht, dass sie zum heißesten Gesprächsthema der Stadt werden. Als ob das nicht schon genug wäre, müssen sie sich fortan auch jeden Tag wieder sehen. Er ist Higschool-Coach, sie die neue Schulleiterin und seine Chefin. Zwischen den beiden entwickelt sich eine vertraute Zweisamkeit, durch sie sich immer näher kommen und zueinander angezogen fühlen. 

    Von vorne herein hat mich das Ambiente des Buches beeindruckt und für sich gewonnen. Der Kleinstadtcharme von Lake Starlight in Alaska hat mich direkt in seinen Bann gezogen und die Bewohner haben mich herzlich aufgenommen. Die beiden Protagonisten sind sehr liebenswürdige und wundervolle Charaktere, die dem Buch das gewisse Etwas verleihen. Da sie mir von Anfang an  sehr sympathisch waren, konnte ich so ohne Weiteres mit ihnen sympathisieren. Holly ist selbstbewusst und willensstark. Sie ist ein totaler Kopfmensch, hat für gewöhnlich immer einen Plan und ist sehr strukturiert. Austin ist liebevoll, mitfühlend und sehr charmant. Er ist einer der guten Sorte und nicht nur ein verständnisvoller Familienmensch, sondern auch ein wunderbarer Zuhörer und guter Freund. 

    Der Schreibstil des Autorenduos ist schlicht und klar, aber voller Witz und Humor. Besonders die Strukturierung der Kapitel und die Perspektivwahl haben mir gefallen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Holly und Austin verfasst und zwischendurch direkt an den Leser gerichtet, wodurch man in die Geschichte und Gedankenwelt der Figuren einbezogen wird. Sowohl die Neckereien zwischen den beiden Protagonisten, wie auch der gesamte Familienklan der Baileys runden die Handlung ab. Die Geschichte ist abwechslungsreich, lustig und sexy, aber keineswegs kitschig. 

    Obwohl der Plot an sich nichts Neues ist und es viele Liebesgeschichten dieses Genres gibt, schaffen es die Autorinnen dennoch, den Leser für sich zu gewinnen. Der Roman ist witzig, gleichzeitig charmant und verführerisch. Ein absoluter Wohlfühlroman, der mir nach langer Zeit endlich wieder zum Lachen gebracht hat. Absolut empfehlenswert. 

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    Cover des Buches Wie ein einziger Tag (ISBN: 9783453408708)

    Bewertung zu "Wie ein einziger Tag" von Nicholas Sparks

    Wie ein einziger Tag
    dragis_lieblingsbuechervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Eine besondere Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen.
    Noah und Aliie

    Der Roman erzählt die Geschichte von Noah und Allie. Während Noah als einfacher Junge in einer Kleinstadt in North Carolina aufwächst, gehört Aliie zur gehobeneren Bevölkerungsschicht. Dennoch kreuzen sich ihre Wege irgendwann. Als Allie eines Sommers mit ihrer Familie in Noahs Heimatstadt Urlaub macht, verlieben sich die beiden unsterblich ineinander und wissen, dass es die große, wahre Liebe ist. Doch trotzt eines wundervollen Sommers mit großen Gefühlen, trennen sich die Wege der beiden und sollen sich erst viele Jahre später erneut kreuzen. Doch auch nach vielen Jahren der Sehnsucht, des Vermissens und der Trennung können sich die beiden nie wirklich voneinander loslösen. Als Allie ein Bild von Noah in der Zeitung entdeckt, macht sie sich, allen Konventionen zum trotz, direkt auf die Suche nach ihm. Die beiden bekommen eine zweite Chance, die ihre Liebe jedoch auf eine große Probe stellt. 


    Nicholas Sparks erzählt die Geschichte der Beiden so mitfühlend, real und tiefgründig, dass man sich sofort in ihre Liebe verliebt. Trotz der verschiedenen Lebensumstände der Beiden, trotzt ihrer unterschiedlichen Interessen und Charaktere sind sie wie füreinander gemacht. Sie ergänzen und vervollständigen sich. Man verliebt sich in den träumerischen, poetischen Noah und in die liebevolle, aufgeschlossene Allie. Man kann gar nicht anders, als den Roman zu lieben. Große Gefühle und Tränen sind vorprogrammiert.


    Der Roman ist einfach und lässt sich in einem Rutsch lesen. Dennoch geht er einem direkt ins Herz und bietet sehr viele Emotionen. Absolut empfehlenswert.

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    Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)

    Bewertung zu "Sturz der Titanen" von Ken Follett

    Sturz der Titanen
    dragis_lieblingsbuechervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wundervoller Einblick in die Anfänge der Geschichte des 20 Jahrhunderts.
    Drei Länder - Drei Familien - Ein Jahrhundert

    Kann das Leben weitergehen, wenn ein Weltkrieg nicht nur die Seelen der Menschen verwundet, sondern auch so viel Schaden und Leid angerichtet hat?

    Vor dem geschichtlichen Hintergrund zweier Weltkriege und der Spaltung der Welt erzählt Ken Follett im ersten Teil der Sturz der Titanen Reihe die Leben dreier Familien unterschiedlicher Stände. Während Ethel Williams, die Tochter eines Bergarbeiters aus der walisischen Kleinstadt Aberowen, ihre neue Stelle als Dienstmädchen im Hause der Lord Fitzherberts antritt, treffen der deutsche Diplomat Walter von Ulrich und die englische Lady Maud in London aufeinander. Währenddessen erfahren Grigori und Lew Peschkow, was es heißt, zur russischen Arbeitergesellschaft zu gehören.

    Ich fand das erste Buch der Reihe trotz seiner über 1000 Seiten wunderbar. Ich habe es tatsächlich relativ schnell gelesen und war direkt begeistert. Ken Follett versucht mit seinem Roman die Jahre von 1911 bis 1933 bildhaft aufleben zu lassen. Dabei geht er sowohl auf politische Spannungen, Geschlechter- und Standeskonflikte wie auch auf das gesellschaftliche Leben vor einem drohenden Weltkrieg ein. Besonders die immer stärker werdende Verflechtung der unterschiedlichen Familien und die Kreuzung ihrer Wege fand ich sehr interessant und spannend. Seine Figuren werden durch die Ereignisse älter, reifer und ernster. Dennoch verlieren sie ihren Lebensmut und Glauben nicht, sondern trotzen den Konventionen der Zeit.

    Er besitzt dabei zwar einen sehr klaren, präzisen Sprachgebrauch lässt die Figuren jedoch so real erscheinen, dass man sich in das vergangene Jahrhundert hineinversetzt fühlt.
    Kann den Roman nur weiterempfehlen.

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    Cover des Buches Die Frau, die allen davon rannte (ISBN: 9783442749874)

    Bewertung zu "Die Frau, die allen davon rannte" von Carrie Snyder

    Die Frau, die allen davon rannte
    dragis_lieblingsbuechervor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Geschichte einer Frau, die Konventionen trotzt und Rekorde aufstellt.
    Geschichte der Aganetha Smart

    Kann man vor seinen Problemen weglaufen? Kann man die Vergangenheit wirklich hinter sich lassen?
    Wenn es nach Aggie geht, ganz sicher. Da sie Anfang des 20. Jahrhunderts als jüngstes Kind einer Großfamilie geboren wurde, musste sie sich bereits in jungen Jahren durch das Leben kämpfen. Sie hütete Geheimnisse, trotzte den Konventionen ihrer Zeit und erreichte Außergewöhnliches.
    Die einst lebensfrohe Aggie ist einer alten, vergesslichen Frau gewichen, die sich nur noch bruchstückhaft an ihr altes Leben erinnert oder erinnern möchte. Erst als sie von zwei jungen Personen im Altersheim abgeholt wird, wird sie nicht nur mit der Vergangenheit konfrontiert, sondern muss sich neuen Fragen stellen, die ihr Leben noch einmal Revue passieren lassen.
    Carrie Snyder erzählt in Rückblenden die Geschichte von Aganetha Smart, einer fiktiven Olympialäuferin und lässt diese in der Gegenwart noch einmal aufleben. Flüssig, klar und emotional.
    Allein der Titel springt einem direkt ins Auge und verspricht Großes. Daher habe auch ich mir viel erhofft. Ich muss aber sagen, dass das Buch dem Titel nicht gerecht wird. Ich finde die Geschichte teilweise echt langatmig und an einigen Stellen weit hergeholt. Nichtsdestotrotz mag ich die Perspektive aus der Sicht der ernsten, älteren Allie und die Rückblenden aus Sicht der jungen Allie. Gerade dies lässt den Roman nicht langweilig werden. Hinzu kommt eine unerwartete Wendung der Ereignisse, die am Ende Geheimnisse offenbart und die Spannung aufrecht erhält.
    Ich kann den Roman trotz allem als leichte Lektüre für zwischendurch empfehlen.

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