eclipse888

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    Cover des Buches Die Krone der Dunkelheit (ISBN: 9783492705264)

    Bewertung zu "Die Krone der Dunkelheit" von Laura Kneidl

    Die Krone der Dunkelheit
    eclipse888vor 2 Jahren
    Eher durchschnittliche Fantasy

    Ich bin bestimmt nicht die Einzige, die nach Berühre mich. Nicht. Laura Kneidls neues Buch kaum erwarten konnte. Dass ich Die Krone der Dunkelheit lesen würde, sobald es draußen war, war selbstverständlich. Nun habe ich es vor einigen Tagen beendet und bin zwiegespalten.


    Fangen wir mit den Figuren an. Insbesondere in englischen Büchern spielt diversity eine immer größere Rolle, wogegen man in Deutschland kaum oder zumindest sehr viel weniger davon mitbekommt. DKDD ist der erste deutsche Fantasyroman, in dem ich bewusst wahrgenommen habe, dass nicht alle Figuren weiß und hetero sind. Zwei der Hauptfiguren sind schwarz und es wird immer wieder darauf eingegangen, wie dies ihr Leben beeinflusst (oder eben nicht) und eine Nebenfigur ist schwul. Es ist definitiv ein Schritt in die Richtung und Laura Kneidl hat sich damit meinen Respekt verdient.


    Das Buch hat relativ viele Protagonisten die sich auf mehrere Handlungsstränge verteilen. Zum einen gibt es die Prinzessin Freya. Sie will das ihr zugedachte Schicksal, zu heiraten und irgendwann das Land zu regieren, nicht nimmt und unter anderem deshalb sucht sie nach ihrem Bruder Talon, der vor Jahren von Fae entführt wurde. Doch die beiden standen sich sehr nah und das merkt man Feyras Handlungen an. Sie vermisst ihren Zwillingsbruder, doch sie ist auch ein neugieriger Mensch und sie steht für das ein, woran sie glaubt.

    Eine ebenso starke weibliche Figur ist mein Liebling, die Kriegerin Ceylan, die um jeden Preis Wächterin an der Mauer sein will, die das Reich der Fae und der Menschen von einander trennt. Sie erinnerte mich öfter mal an Celeana aus der Throne of Glass-Reihe. Sie kämpft darum, ihrem Traum in einer männerdominierten Position nachgehen zu können und sie lässt sich nichts von ihnen gefallen.

    Weitere Hauptfiguren der Fae Prinz Kheeran, der Assassine Weylin, der beauftragt wurde, ihn umzubringen, sowie der Wächter Leigh, der Feyra auf ihrer Reise begleitet. Anders als bei den weiblichen Figuren hatte ich bei ihnen häufiger das Gefühl, dass sie nur einen „Daseinszweck“ haben. Es wird angedeutet, dass sie mehr ausmacht, als ihre jeweilige Aufgabe, doch insbesondere bei Weylin und bei Leigh kann man das fast vergessen.


    Man merkt schon an dieser Aufzählung, wie viele Protagonisten das Buch hat und aus der Perspektive von jedem von ihnen wird die Geschichte erzählt, von manchen mehr, von anderen weniger. Nach jedem Kapitel wechselt die Sicht. Das war eines meiner größten Probleme. Ich habe das Buch über einen relativ langen Zeitraum gelesen und musste mich immer wieder neu in der Welt einfinden und sobald ich gerade anfing, rein zu kommen, endete das Kapitel und ich konnte wieder von vorne anfangen. Ich kann mir vorstellen, dass Leser, die das Buch nicht so lange ziehen wie ich, dieses Problem nicht haben, doch ich habe mich zwischendurch einige Male dabei erwischt, dass meine Motivation, weiterzulesen, niedrig war.


    Ich mochte das World Building. Laura benutzt eine bildhafte Sprache, durch die die Umgebung greifbar wird und man einen Teil der Welt, die sie erschafft, miterlebt. Ich hätte mir noch ein wenig mehr über die Vergangenheit gewünscht, darüber, wie die Welt, wie sie dargestellt hat, entstanden ist. Vor allem was genau passierte, als Fae und Menschen sich von einander abgrenzten. Da DKDD erst der erste Band der Trilogie ist, finde ich das verzeihbar.


    Wie fand ich die Idee an sich? Naja, sie ist nichts komplett Neues. Die Prinzessin, die ihr Schicksal nicht mag, findet man in jedem zweiten YA Fantasy Buch, auch die Kriegerin, die sich beweisen will, ist in Fantasy nicht selten. Ähnliches trifft auf die Fae zu, die in Seelie und Unseelie aufgeteilt sind. Vielleicht habe ich kein Buch mit genau dieser Kombination gelesen, dennoch hatte ich das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben und zu wissen, in welche Richtung sich alles entwickelt. Mir fehlte dieser Funke, der der Kombination Leben einhaucht.


    Zuletzt will ich kurz auf die Beziehungen zwischen verschiedenen Figuren eingehen. Es gibt keine offene, im Zentrum stehende Liebesgeschichte, es werden lediglich Andeutungen gemacht, dass da in den folgenden Bänden noch was kommen könnte/wird. Ich mochte es, dass Laura den Figuren den Raum gegeben hat, ihre Ziele zu verfolgen, bevor etwas Ernsteres zwischen ihnen entsteht. Noch bin ich nicht bei allen überzeugt, dass sie tatsächlich ein Paar werden sollten, doch ich bin gespannt, wie sie sich noch entwickeln.


    Fazit

    Die Krone der Dunkelheit ist vielleicht nicht offiziell YA Fantasy, doch sie liest sich definitiv so. Es gibt bessere und schlechtere, dieses Buch würde ich etwas über dem Durchschnitt einordnen. Wenn man Lust hat, auf eine solche Geschichte, kann man es bestimmt ganz gut lesen, ansonsten verpasst man nicht allzu viel, falls man es ausfallen lässt.


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    Cover des Buches So brauch ich Gewalt (ISBN: 9783959626217)

    Bewertung zu "So brauch ich Gewalt" von Stefanie Mühlsteph

    So brauch ich Gewalt
    eclipse888vor 2 Jahren
    Auftragskillerinnen im historischen London

    Na, wer musste beim Lesen des Klappentexts auch an Marvel denken? Megan – Black Widow – hat tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten mit Natascha. Abgesehen von den offensichtlichen roten Haaren, haben beide Frauen die spezielle Art, ihren Körper einzusetzen, um ihre Opfer näher heranzulocken. Das war es auch schon an Ähnlichkeiten, sonst haben die beiden nichts mehr mit einander zu tun.

    Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, Megans und Abigails, und sie könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Beide Figuren sind vielschichtig aufgebaut. Megan ist ruhig und wie gesagt, ihre Art zu töten hat Stil. Abigail dagegen ist temperamentvoll, sie regt sich schnell auf, doch mit dem Colt macht ihr keiner etwas vor. Gerade in dieser Kombination spiegelt die Tötungsweise den jeweiligen Charakter gut wieder, finde ich. Ich mochte sie beide auf ihre Weise und besonders die Dynamik zwischen ihnen. Es hat Spaßgemacht, zu beobachten, wie sie sich gegenseitig gesehen haben zwischen dem ersten Aufeinandertreffen und der letzten Szene. Dennoch, Megan war mein Liebling. Im direkten Vergleich wirkt Abigail so gewöhnlich neben ihr, die typische Auftragsmörderin, wie ich mir eine im ersten Moment vorstellen würde.

    Im Gegensatz zu Megan und Abigail wirken die meisten Nebencharaktere dagegen recht eindimensional. Sie werden fast alle auf eine einzige Eigenschaft oder Funktion beschränkt, was ich schade fand. Einige hatten interessante Ansätze und konnten sich gefühlt nur nicht entfalten.

    Bis zur Hälfte etwa besteht das Buch aus mehreren Aufträgen von Megan und Abigail, bei denen sie teilweise aufeinander treffen und die scheinbar nicht mit einander zusammenhängen. Es dauert lange, bis ein roter Faden erkennbar wird. Gerade als es anfing, mich zu stören, dass es kein Ziel gibt, auf das die Geschichte hinarbeitet, kamen die Verbindungen zwischen den Ereignissen und das größere Bild langsam zum Vorschein. Ich kann damit leben, hätte es trotzdem gerne schon früher gesehen. So wirkt die erste Hälfte wie eine sehr lange Einleitung und dementsprechend hat der Rest der Geschichte weniger Raum.

    Ich sage das immer wieder: wenn ich irgendwas zum Schreibstil schreibe, dann nur, wenn er besonders gut oder besonders schlecht war. Im Fall von So brauch ich Gewalt ist es der erste Fall. Die Autorin hat eine geniale Balance gefunden. Einerseits passt er zum historischen Setting und wirkt leicht altmodisch, andererseits aber benutzt sie moderne Begriffe, die zu den modernen Ansichten von Hawk und Black Widow passen. Dadurch lässt sich das Buch einfach lesen. Zusätzlich habe ich mir während des Lesens bestimmt mindestens ein Dutzend Stellen markiert, Stephanie Mühlsteph bringt Sachen teilweise kurz und schön beschrieben auf den Punkt, da geht es gar nicht anders.

    Abschließend will ich noch sagen, dass mir am Ende noch zu vieles offen geblieben ist und ich auf eine Fortsetzung hoffe, in denen die Hintergründe der Sealgair erklärt werden. Wieso haben alle zum Beispiel Tiere als Codenamen? Wer sucht sie aus? Das wollte ich von Anfang an Wissen. Oder auch, wie das mit den Sealgair überhaupt anfing. Da sehe ich definitiv noch Potential.


    Fazit

    Auftragskillerinnen im historischen London und ein toller Schreibstil – was gibt es daran nicht zu lieben? Trotz meiner kleinen Kritikpunkte kann ich das Buch nur empfehlen, ich hatte eine Menge Spaß mit Abigail und Megan.

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    Cover des Buches Im Zauberbann des Schneemonds (ISBN: B079G4JC8N)

    Bewertung zu "Im Zauberbann des Schneemonds" von Natalie Luca

    Im Zauberbann des Schneemonds
    eclipse888vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kommt leider um längen nicht an die anderen Bücher der Autorin heran
    Unscheinbare Geschichte mit blassen Charakteren

    Ich habe mich sehr auf Natalie Lucas neues Buch gefreut. Sobald ich von ihrer neuen Reihe erfahren habe, habe ich gar nicht weiter darüber nachgedacht, ob ich es lesen werde – ich mag ihren Schreibstil sehr und bisher mochte ich alle Bücher von ihr, die ich gelesen habe. Leider ist „Im Zauberbann des Schneemonds“ die erste Ausnahme. Direkt nach dem Lesen habe ich dem Buch drei Sterne gegeben, doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr hat mich gestört.


    Ich lasse euch ein paar Wörter da: Vollmond, Jäger, Wolf. Woran denkt ihr? Werwölfe? Glückwunsch, ihr seid schneller darauf gekommen als Ari. Ich erwarte gar nicht, dass sie ganz alleine hinter die Geheimnisse Neuwalds kommt, aber wenn wir bei den Worten allein schon an Werwölfe denken, wieso nicht auch Ari, die noch viel mehr Hinweise hat? Wenigstens einen Gedanken à la „Glauben die tatsächlich an Werwölfe?“ hätte ich super gefunden. Es dauert lange, sehr lange, bis sie erfährt, was in Neuwald überhaupt los ist und selbst dann hat sie noch Probleme damit, es zu glauben, obwohl es wirklich überall um sie herum ist. Ihr muss alles Wort für Wort gesagt werden, von selbst kommt sie auf gar nichts. Sie hat sogar an einer Stelle das Wort „Werwolf“ gehört. Ihre Reaktion? Tja, drei Mal dürft ihr raten...



    Wobei die Wölfe selber ziemlich cool sind. Die Ideen und Strukturen sind interessant und gut durchdacht und obwohl man nicht viel davon mitkriegt, waren sie einer meiner Lieblingsteile des Buches. Das wäre einer der Punkte, die mich vielleicht reizen würden, die Reihe weiterzuverfolgen.

    Dagegen fand ich den Konflikt zwischen den Wölfen und den Jägern relativ eindimensional gehalten. Die Wölfe hassen die Jäger, die Jäger hassen sie Wölfe und sobald sie auf einander treffen und die Fehde erwähnt wird, bestehen sie nur noch aus Zorn und Hass und der Rest ihrer Persönlichkeit ist ausgelöscht. Außer den Protagonisten und den Leuten, mit denen sie direkt zu tun haben, kann ich über sonst niemanden etwas anderes sagen, als dass er zu einer der Gruppen gehört.



    Natalie hat es drauf, ruhige, zurückhaltende Protagonistinnen zu schreiben, in denen ich mich bis zu einem gewissen Grad wiederfinde. Auch Ari ist wieder so eine Protagonistin, die sich eher im Hintergrund hält. Leider hatte ich öfter das Gefühl, dass das nicht unbedingt zu der Geschichte passt, dass die Autorin in diesem Buch erzählt. Ari stolpert praktisch in einen bevorstehenden Krieg und ist Mitten drin. Völlig unabhängig davon, was sonst geschieht – das ist die Position, bei der es am gefährlichsten ist und bei der es meiner Meinung nach tödlich sein kann, wenn man nichts tut. Ari tut nicht viel und steht mitten zwischen den Fronten und so sehr ich verstehe, dass die Autorin sie bewusst anders machen wollte als die anderen Figuren um sie herum, wie zur Hölle hat sie es geschafft, nicht mal verletzt zu werden?


    Ein zentraler Punkt des Buches ist die „Liebesgeschichte“ zwischen Ari und dem Ordensbruder und Schüler Counselor Lykos. Ein Ordensbruder! Oh Gott, wie kann sie nur? Er ist doch ein ORDENSBRUDER!! Von Anfang an hält Ari ihre Liebe zu ihm genau deshalb für verboten, sogar noch, als sie erfährt, dass er bisher noch keine Schwüre abgelegt und deshalb auch kein richtiger Bruder ist. Wie wäre es mit dem Werwolf-Jäger Konflikt und dass die Gruppen sich sonst hassen und immer nur für sich bleiben? Wollt ihr mir weismachen, dass das nicht ein viel besseres Argument für diese verbotene Liebe gewesen wäre als irgendwelche Vorgeschobenen Ordensbruder-Ausreden? Wie auch immer, verboten oder nicht, die Liebe ist da. Nur leider war sie mir vollkommen egal. Ich sehe die Punkte, an denen sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln und vertiefen sollte, ich verstehe objektiv, wieso das an genau den Stellen passiert. Aber die Gefühle, die Lykos und Ari anscheinend haben, kommen nicht bei mir an. Es war nicht direkt eine Instalove, Ari fühlte sich nur vom ersten Moment an zu Lykos hingezogen und Lykos hatte keine tieferen Gefühle ihr gegenüber. Aber so fühlt es sich an. Von dieser anfänglichen Faszination kommt Ari nicht weg. Wenn ich einen Graphen zeichnen würde mit ihren Gefühlen ihm gegenüber, es wäre eine konstante Gerade, er TUT sich einfach nichts mehr. Bei Lykos dagegen kriegt man nicht viel mit. Es gibt diese paar Ereignisse, bei denen Ari mehr oder weniger was für ihn tut und er fühlt sich vermutlich dankbar und verpflichtet, diese Schuld zu begleichen. So kam es zumindest bei mir an. Später aus dem Nichts nennt er Ari „mein Herz“. Mag sein, dass er das wirklich fühlt und es nur die ganze Zeit verborgen hat oder ich nur zu doof bin seine Gefühle zu lesen, wenn nicht explizit steht, wie er sich fühlt. Aber für mich passt das nicht zusammen.


    Einen Punkt möchte ich noch ansprechen. Und zwar betrifft es die Familiennamen in dem Buch. Der einzige Nachname aus Neuwald, den ich noch im Kopf habe, ist von Grafenstein, der Name von Aris Familie. Dafür, dass diese Namen ziemlich wichtig für die Geschichte sind, finde ich das traurig. Die Jäger und die Wölfe haben alle längere Namen, mit denen sie angesprochen werden, wenn die Sprache auf sie fällt. Versteht mich nicht falsch, während des Lesens wusste ich, wer gemeint war und die Namen passen zu einem gehobenem Viertel Österreichs. Doch selbst da hätte ich keinen von ihnen nennen können, wenn mich jemand gefragt hätte. Sie bleiben nicht im Kopf.




    Fazit

    Leider hat mir Natalie Lucas neues Buch nicht gefallen. Von den Protagonisten und ihrer Beziehung unter einander, über die blassen Nebenfiguren bis zum Hauptkonflikt hat mich „Im Zauberbann des Schneemonds“ nicht überzeugen können. Ich lege euch ans Herz, eher Natalies andere Romane, „Unter goldenen Schwingen“ und „Gefährliche Wünsche“ zu lesen.



    Lieben Dank an Natalie Luca für das zur Verfügung Stellen eines Rezensionsexemplars.

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    Cover des Buches Bird and Sword (ISBN: 9783736305489)

    Bewertung zu "Bird and Sword" von Amy Harmon

    Bird and Sword
    eclipse888vor 3 Jahren
    Nettes Märchen für Zwischendurch

    3,5 Sterne





    Bird and Sword hat von mir 3,5 Sterne
    bekommen. Das ist ja an sich keine schlechte Wertung, aber ich will
    trotzdem etwas erklären, bevor ich richtig loslege. Und zwar habe
    ich von dem Buch kein Märchen erwartet und dementsprechen auch nicht
    einige Aspekte, die mich bei Märchen generell öfter mal stören.


    Ich habe also mit komplett falschen
    Erwartungen angefangen, die Geschichte ist sehr viel ruhiger als die
    actiongeladene Fantasy, die in Richtung Throne of Glass geht. Dennoch
    habe ich mich nach ein paar Umgewöhnungsseiten fallen lassen und
    Larks Geschichte und den märchenhaften (^^) Schreibstil genießen.
    Ich meine, hier sind einge Sätze, die ich mir markiert habe:





    „Die Feigen und Schwachen ließen
    zu, dass das Böse gedieh.“





    „Worte können grausam sein, wenn
    man die Wahrheit nicht hören will.“








    Völlig untypisch ist Lark eine
    unauffällige, graue Maus, die damit aber auch ganz zufrieden ist.
    Sie ist auf eine Art gar nicht besonders und will es auch gar nicht
    sein. Die hat einen fast naiven Glauben an das Gute, obwohl sie echt
    keinen Grund dafür hat, so, wie sie zu Hause behandelt wurde. Und
    auf ihre stille Art ist sie stark und lässt sich nicht von der Welt
    zerquetschen. Die Mischung ist klasse, ich mochte Larks Version einer
    toughen Protagonistin sehr gerne.


    Was mir sehr gefallen hat war das
    Magiesystem der Welt. Dass es mehr oder weniger normal ist, welche zu
    haben und man nicht direkt auserwählt ist, weil man ein paar
    Fähigkeiten hat. Und wie „alltäglich“ die Fähigkeiten sein:
    sich in Tiere Verwandeln, Heilen, Weissagen und Spinnen bzw. Stoffe
    in andere Stoffe verwandeln. Fähigkeiten, die dazu geeignet sind, im
    täglichen Leben genutzt zu werden. Auch Larks extrabesondere Gabe
    wirkt natürlich und passt vor allem super zu ihrem Charakter.


    Womit ich nicht völlig zufrieden bin,
    sind Tiras und die Liebesgeschichte zwischen ihm und Lark. Tiras ist
    vom Typ Prince Charming, er hat kaum Ecken und Kanten und ich habe
    das Gefühl, hätte er den Fluch nicht gehabt, wäre er völlig
    langweilig gewesen. Er war ganz nett, hat einige wahnsinnig tolle
    Sachen gemacht, doch seine Rolle und sein Charakter haben für mich
    nicht ganz zusammen gepasst.


    Jaa, wie gesagt ist es nach wie vor ein
    Märchen und weist Märchenaspekte auf. Märchen sind oft
    vorhersehbar und das Buch hier bildet leider keine Ausnahme. Der
    Bösewicht ist böse, weil er nun mal der Bösewicht ist und das
    selbe mit den Helden (wie Tiras). Ich bin kein großer Märchenfan,
    vielleicht stört das andere gar nicht so sehr, doch mich hat das
    gestört und ich habe bis zum Ende gehofft, dass es doch anders
    kommt, dass die Figuren mehr Tiefe und die Geschichte mehr Wendungen
    kriegt. Deshalb kam mir das Buch auch etwas zu lang vor für die
    Geschichte, einen Teil der zweiten Hälfte hätte man auch streichen
    können.


    Laut Goodreads gibt es einen zweiten
    Teil von Bird and Sword. Ich habe keine Ahnung, ob ich ihn lesen
    werde. Einerseits habe ich das Buch gerne gelesen und vieles hat mir
    gefallen, andererseits ist die Story abgeschlossen und ich kann mir
    nicht vorstellen, was da noch kommen soll, sodass es gezwungen wirkt.





    Fazit


    Bird and Sword ist ein nettes,
    märchenhaftes Buch, das man gerade zwischendurch gut lesen kann und
    meine „Probleme“ damit sind mein persönlicher Geschmack. Falls
    ich mit meinem jetzigen Wissen vor der Wahl stünde, hätte ich das
    Buch vermutlich trotzdem gelesen.

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    Cover des Buches Trust Again (ISBN: 9783736302495)

    Bewertung zu "Trust Again" von Mona Kasten

    Trust Again
    eclipse888vor 4 Jahren
    Ganz anders als Teil 1 und auch wieder nicht

    Happy End? Das gibt es doch nur im Film! Da ist sich Dawn Edwards ganz sicher. Seit sie ihren Exfreund in flagranti mit einer anderen erwischt hat, hat sie Männern abgeschworen und sich stattdessen ganz aufs College und das Verwirklichen ihrer Träume konzentriert. Vor allem für einen Weiberhelden wie Spencer Cosgrove ist in ihrem Leben kein Platz. Da können seine Annäherungsversuche noch so kreativ sein. Doch eines Tages entdeckt Dawn durch Zufall eine völlig neue Seite an Spencer und stellt fest, dass hinter seiner humorvollen Fassade ein dunkles Geheimnis steckt und er viel mehr als der Aufreißer ist, der er vorgibt zu sein ...

    Das ist bestimmt nicht meine ausführlichste oder wortgewandteste Rezension, aber was solls. Sowohl die tollen Sachen, als auch meine Probleme sollten trotzdem rüber kommen.
    Dawn und Spencer waren meine beiden Lieblinge in Begin Again und seit ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich auf ihre Geschichte gefreut und mal ehrlich, die Kurzbeschreibung klingt einfach nur gut. Nachdem ich die ersten zwei oder drei Kapitel gelesen habe, war ich aber erstmal sehr enttäuscht und musste Trust Again einige Tage zur Seite legen. Der Anfang ist durchtbar und wirkt, als hätte ein Teenager ihn geschrieben, der gerade erst entdeckt hat, was Sex ist. Der Stil hatte gar nichts mit Monas Stil aus Begin Again gemeinsam, fand ich. Zum Glück bleibt das Problem wirklich nur am Anfang, nachdem ich mich wieder heran gewagt habe, war es viel, viel besser.
    Alles in allem fand ich Dawns Geschichte besser als Allies. Allies Vergangenheit ist, ohne zu spoilern, speziell. Dawns Schicksal begegnet man zwar auch nicht an jeder Straßenecke, dennoch kommt sie mir glaubwürdiger vor, nicht ganz so krass. Ich konnte Dawn und ihren Konflikt verstehen, obwohl ich es auch hier wieder zu dick aufgetragen fand.
    Was ich an Dawn und Spencer so toll fand, ist, dass die zwei Freunde waren, bevor es mehr wurde, es aber kaum ihren Umgang mit einander verändert hat. Die Grenzen verschwimmen ein wenig, sodass man nicht zu 100% mit dem Finger zeigen und sagen kann „Da, da fängt es an“. Davon kann sich so mancher Autor gerne eine Scheibe abschneiden!
    Doch das Buch lebt, wie Begin Again schon, von all den alltäglichen Kleinigkeiten und den Charakteren. Sawyers Fotoshootings, Dawns Schreibwerkstadt, Livvy, sie machen das Buch erst besonders und verleihen ihm eine gewisse Tiefe und nach und nach gewinnt man auch die neuen Figuren lieb.

    Über die Autorin:
    Mona Kasten, geboren 1992, lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen im Norden Deutschlands. Ihre Vorliebe für Kaffee und Schokolade ist mindestens so groß wie ihre Faszination für Worte, die sich bereits im Kindesalter tief in ihr verankert hat. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, vloggt sie über Bücher, Filme und alles, was sonst noch Lebensfreude macht.

    Fazit

    Trust Again hat mich nicht vollständig überzeugen können, mich nach Startschwierigkeiten aber dennoch fesseln und unterhalten können.

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    Cover des Buches Fangirl auf Umwegen (ISBN: 9783646928877)

    Bewertung zu "Fangirl auf Umwegen" von Amelie Murmann

    Fangirl auf Umwegen
    eclipse888vor 4 Jahren
    Kurzweiliger Ausflug zur Wizarding World in Orlando

    Als sicherlich größter Booknerd auf Erden gehen für die 18-jährige Luna quasi alle Träume auf einmal in Erfüllung, als sie eine Reise zu den Universal Studios in Orlando gewinnt, um die »Wizarding World of Harry Potter« zu besuchen. Dort erwartet sie und die anderen Gewinner die ultimative Challenge zu ihrer Lieblingsbuchwelt und Luna ist mehr als nur bereit, alles daran zu setzen, den ersten Platz zu ergattern. Leider macht ihr dabei ein gewisser Leo immer wieder einen Strich durch die Rechnung und das, obwohl er nicht mal annähernd ihr Fanwissen besitzt. Nach erbitterten Kämpfen um Zauberstäbe und Schulschals platzt Luna schließlich der Kragen – und sie lernt Leo plötzlich von einer ganz anderen Seite kennen …

    Ich war nie der größte Fan von Harry Potter. Ich mag die Bücher und Filme, aber ich fand es eigentlich immer das Fandom selbst viel cooler und wie HP Menschen verbindet. Das Reden über HP selbst. (Ja, und jetzt eben auch die Wizarding World...). Und genau darum geht es in Fangirl auf Umwegen. Nicht um Harry Potter selbst, sondern ihn und seine Wirkung in der „realen Welt“.
    Hm, wo fange ich am besten an? Das Buch hat was von Panem (wegen dem Wettkampf), Charlie und die Schokoladenfabrik (wegen der goldenen Tickets für die Challenge) und Harry Potter (wegen des Handlungsortes), aber in Contemporary. Luna ist halt der absolute Booknerd, deshalb wird das ganze Buchzeug überallhin auf ihre Umgebung projiziert. Genau das hat Amelie gemacht: Sie hat genommen, was in allen unseren Booknerd-Köpfen ist und es zu einem Buch gemacht. Leute, ich finde das so cool! =D Es sind die ganzen Kleinigkeiten, die überzeugen. Dass Luna und Leo als Ginny und Draco „geshippt“ werden. Dass sie total begeistert sind über die Punkte in der Wizarding World, in denen man selbst zaubern kann. Oder wie sie mit ihrem Harry Potter-Wissen die Rätsel knacken.
    Luna und Leo sind zwei sympathische Protagonisten. Luna ist der typische Booknerd, in dem wir uns wohl alle ein bisschen wieder finden. Und Leo ist ein ganz lieber, wie Draco in netter. ^^ Die Szenen mit den zweien zusammen sind fluffig süß und witzig. Einerseits kommen die beiden sich langsam näher und andererseits neigen sie dazu, Wortgefechte zu führen.
    Am tollsten fand ich, wie Amelie die Wizarding World beschreibt und die magische Atmosphäre einfängt. Man merkt, dass sie den Park nicht nur kennt, sondern auch selbst liebt und das gibt dem Buch nochmal eine besondere Note. Wie schon erwähnt, ich will jetzt irgendwann auch unbedingt noch in die Wizarding World und ich gebe Amelie die Schuld daran.
    Hm, was könnte ich noch sagen? Die Geschichte ist sehr kurzweilig und lässt sich sehr schnell lesen. Als ich Fangirl auf Umwegen gelesen habe, hatte ich eigentlich kaum Zeit zum Lesen, war aber trotzdem nach zwei Tagen durch. Es packt, es fesselt und nimmt einen mit und man merkt gar nicht, wie die Seiten vorbei fliegen.

    Über die Autorin:
    Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. Ihr Debütroman »Wanderer. Sand der Zeit« ist bei Impress, einem Imprint des Carlsen Verlags, erschienen.

    Fazit
    Leute, das schlechteste, was ich über dieses Buch sagen kann, ist, dass ich mich an einer Stelle gefragt habe, ob Harley Quinn wirklich aus Deadpool ist oder ob da ein Fehler rein gerutsch ist. Höchstens noch, dass das Buch zu wenig Seiten hat und ich nur zu gerne noch weiter gelesen hätte, aber ich habe echt nichts zu bemängeln. Fangirl auf Umwegen ist super und ich kann es jedem empfehlen, auch nicht-Harry Potter-Fans.

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    Cover des Buches Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten (ISBN: 9783423761482)

    Bewertung zu "Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten" von Kevin Sands

    Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
    eclipse888vor 4 Jahren
    Liebevolle Figuren, coole Thematik (nicht nur) für Jungs

    »Verrate es niemandem«
    Bis zu dieser rätselhaften Warnung war Christopher Rowe eigentlich zufrieden mit seinem Leben als Lehrling des Apothekermeisters und Alchemisten Benedict Blackthorn. Er hatte ein Dach über dem Kopf, sein Meister lehrte ihn nicht nur, wie man Mittel gegen Warzen herstellt, sondern auch wie man verschlüsselte Botschaften knackt und Rätsel löst. Doch das alles ändert sich, als eine Serie mysteriöser Morde London heimsucht. Fast immer sind es Alchemisten, die getötet werden. Christopher spürt, dass sein Meister in Gefahr ist. Ihm bleibt nur wenig Zeit, die Mörder zu enttarnen und hinter ein Geheimnis zu kommen, das so mächtig ist, dass es die Welt zerstören kann …


    Das Cover hat es mir angetan, diese coole Mischung aus Mysterie, Abenteuer und Rätseln. Zu gefühlten 80% war es daran Schuld, dass ich den Blackthorn Code lesen wollte und ich hatte echt Erwartungen an das Buch. Die große Stärke des Buches ist die ganze Alchemie-/Apothekerthematik und dass es kaum andere (Jugend)Bücher aus dem Bereich gibt.
    Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Einerseits ist da Christopher, der ein bisschen eine Harry Potter-Rolle einnimmt, wenn ihr wisst, was ich meine. Er ist klug, hat Rätsel seines Meisters gelöst, die ich die paar Seiten, die ich Zeit gehabt hätte, sie zu knacken, nicht geschafft habe. Er ist loyal seinem besten Freund Tom gegenüber. Die Loyalität ist übrigens beidseitig, anfangs war ich mir zwar nicht so sicher, was das zwischen den beiden sein soll, doch mit der Geschichte entwickelt sich auch ihre Freundschaft insoweit, das man sieht, dass die zwei alles Mögliche für einander tun würden. Und Christophers Gefühle seinem Meister gegenüber, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen werde, sind glaubhaft beschrieben. Die zweite der Figuren ist der bereits erwähnte beste Freund Tom. Ich bin so froh, dass ich das Buch gelesen habe und nicht nach den ersten Kapiteln auf meinen Kopf gehört habe, der keine Lust auf so eine blöde Figur hatte! Am Anfang ist Tom nur der doofe Freund, der einfach allen Blödsinn mitmacht, den Christopher vorschlägt. Doch in ihm steckt noch viel mehr. Tom ist ein wunderbarer Freund und Bruder und ich mag ihn so sehr für alles, was er aus eigenem Antrieb für seinen besten Freund tut.
    Ich hatte das Gefühl, ich gehöre nicht zum angesprochenen Publikum. Es liest sich wie ein Buch für jüngere Jungs. Gründe: 1. Es kommen im ganzen Buch höchstens vielleicht 10 Mädchen oder Frauen vor. 2. Ständig kriegt irgendwer etwas in die Weichteile. (Kann mir übrigens mal jemand erklären, wieso das so lustig sein soll?) Das sind zwei Punkte, die ich herauskristallisiert habe. Die Geschichte hat einfach eine Atmosphäre um sich, die eher auf Jungs ausgerichtet ist, besser kann ich es nicht mehr beschreiben. Dennoch kann man das Buch auch so echt gut lesen. Es waren dadurch halt Kleinigkeiten dabei, die ich nicht so super fand, aber hey, ich hatte trotzdem Spaß an dem Buch!
    In diesem Buch gibt es keine Liebesgeschichte. Für mich etwas ungewöhnlich, in den meisten Büchern, die ich lese, gibt es wenisgtens am Rand eine, aber alles andere hätte auch nicht gepasst. Stattdessen wird der Fokus auf das Lösen des Rätsels, des Blackthorn-Codes, und die Such nach dem Mörder gelegt.

    Über den Autor:
    Kevin Sands hat Theoretische Physik studiert und bereits als Wissenschaftler, Unternehmensberater und Lehrer gearbeitet. Er lebt in Toronto. ›Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten‹ ist sein Debüt.

    Fazit
    Der Blackthorn-Code ist ein fantastisches Buch! Ich fühlte mich zwar nicht immer angesprochen und hatte einige Kleinigkeiten, die mich gestört haben, doch die tollen Figuren, die Thematik und der Handlungsverlauf gleichen das mehr als nur aus.

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    Cover des Buches Begin Again (ISBN: 9783736302471)

    Bewertung zu "Begin Again" von Mona Kasten

    Begin Again
    eclipse888vor 4 Jahren
    Ganz gut, aber überhypt

    *3,5 Sterne*

    Neuer Name, neue Frisur, neue Stadt: Hunderte Meilen von ihrer dunklen Vergangenheit entfernt will die junge Studentin Allie Harper noch einmal ganz von vorne beginnen. Alles, was ihr für den Neuanfang noch fehlt, ist ein WG-Zimmer. Als sie auf den unverschämt attraktiven Kaden White trifft, ist ihr klar: Dieser Kerl mit seinen Tattoos und der mürrischen Art ist so ziemlich der Letzte, mit dem sie sich eine Wohnung teilen will. Doch als alle Stricke reißen, bleibt Allie keine andere Wahl. Kaden, der eigentlich auf keinen Fall eine weibliche Mitbewohnerin haben wollte, stellt sofort Regeln fürs Zusammenleben auf: keine Gefühlsduselei und schon gar keinen Körperkontakt! Zunächst kein Problem, doch mit der Zeit kommen sich die beiden näher – und irgendwann weiß Allie nicht mehr, ob sie seine Regeln noch einhalten kann ...

    Begin Again wird zur Zeit ja desmaßen gehypt, hauptsächlich wohl wegen der Autorin, Mona. 66% der Bewertungen bei Goodreads sind 5 Sterne und als ich angefangen habe war der Prozentsatz noch höher und man konnte nichts außer völlig begeisterten Meinungen und Kommentaren lesen. Leute, ihr alle seid Schuld, dass meine Erwartungen so durch die Decke geschossen sind!
    Ich fand das Buch gut, aber eben nicht so überwältigend gut. Es ist eben typisch New Adult.
    Einen dicken Pluspunkt kriegt Begin Again von mir dafür, dass Allies Geschichte nicht das ewige „Ich wurde vergewaltigt und xy bringt mich darüber hinweg“ ist. Eine tragische Vergangenheit KANN auch anders aussehen, Begin Again ist dafür ein super Beweis. Gerade die amerikanischen Autorinnen können sich davon gerne ein Stückchen abschneiden.
    Dieses Buch besteht aus lauter super tollen sympathischen Charakteren. Ich finde Allies Persönlichkeit so gut beschrieben. Man fühlt mit ihr, versteht sie und versteht auch vor allem ihren Drang, sich von der Vergangenheit zu befreien. Dawn ist mein Liebling gewesen, die kleine, süße Dawn, die die beste Freundin ist, die Allie je hatte und die zu ihr gehört wie... [hier irgendwas einsetzen, was untrennbar mit einander verbunden ist] und ich freue mich schon wahnsinnig auf ihre Geschichte. Spencer, Ethan, Scott, Monica, sie alle kommen mir wie Freunde vor und es hat Spaß mit ihnen gemacht.
    Ihr merkt, wer in der Aufzählung fehlt? 100 Punkte an jeden, der Kaden gesagt hat. Kaden hat seine Momente, er kann echt süß sein und viele der Dialogie zwischen ihm und Allie machen Spaß zu lesen. Aber zu gefühlt 50% geht es bei dieser Art Bücher doch darum, dass man den Love interest mag und trotz seiner guten Momente hat Kaden mich leider nicht überzeugt. Ich werde nicht weiter ins Detail gehen, aber er hat so einige Aktionen abgezogen, die meiner Meinung nach unverzeihlich sind und ihn mir daher unsympathischer gemacht haben. Allie verzeiht ihm irgendwann (natürlich), aber ich konnte das nicht, ich hätte es ehrlich gesagt auch nicht allzu tragisch gefunden, wenn die zwei am Ende nicht zusammen gekommen wären.
    Allgemein war es mir manchmal etwas zu dick aufgetragen. Teilweise gibt es so unwahrscheinlich dramatische Szenen, bei denen ein, zwei Schichten weniger auch nicht geschadet hätten. Das ist nur mein persönlicher Geschmack und ich finde, die Geschichte hatte mit Allies Vergangenheit und meinetwegen noch der Beziehung zu Kaden schon genug Drama, es braucht doch nicht jeder eine furchtbar tragische Vergangenheit gehabt zu haben, bevor er an die Uni kam.

    Über die Autorin:
    Mona Kasten, geboren 1992, lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen im Norden Deutschlands. Ihre Vorliebe für Kaffee und Schokolade ist mindestens so groß wie ihre Faszination für Worte, die sich bereits im Kindesalter tief in ihr verankert hat. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, vloggt sie über Bücher, Filme und alles, was sonst noch Lebensfreude macht.

    Fazit
    Allgemein fand ich das Buch schon ganz gut. Ich würde, gerade, wenn man Mona und ihre Videos nicht kennt, raten, die Erwartungen vielleicht nicht gaaanz so hoch zu setzen und nicht die Neuerfindung des Genres zu erwarten, aber wenn man Lust auf eine coole Protagonistin, Spaß (nicht doppeldeutig gemeint ^^) und New Adult hat, macht man mit Begin Again sicher nicht viel verkehrt.

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    Cover des Buches Für dich soll's tausend Tode regnen (ISBN: 9783570171554)

    Bewertung zu "Für dich soll's tausend Tode regnen" von Anna Pfeffer

    Für dich soll's tausend Tode regnen
    eclipse888vor 4 Jahren
    Vollkommen überzeugende Geschichte mitten aus dem Leben

    Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen …

    Wisst ihr, was ich an diesem Buch so cool fand? (Na gut, einiges; aber ganz besonders cool?) Das Duo Anna Pfeffer hat das mit den deutschen Anspielungen drauf. In Büchern fallen oft Bemerkungen zu Disney, zu Harry Potter, zu irgendwelchen amerikanischen Superstars. Die beiden Autorinnen schaffen es, auch deutsche Anspielungen unterzubringen, ohne, dass es sich irgendwie anders oder gezwungen anfühlt. Wenn mir jetzt noch ein weiteres Beispiel außer Cro einfallen würde... Aber der reicht eigentlich völlig aus, um meinen Punkt zu machen. Das Buch spielt in Deutschland, wieso sollte die deutsche Kultur und die deutschen Stars da nicht einfließen?
    Das Buch glänzt mit der tollen Hassliebe-Beziehung, die sich von den vielen üblichen Geschichten aus dem Bereich unterscheiden. Eriks und Emis Hass auf einander geht fließend in eine Art Freundschaft und mehr über, sodass man nicht genau festmachen kann, wo der eine Abschnitt ihrer Beziehung endet und ein anderer anfängt. Es wird einem nicht von der großen, legendären Liebe erzählt, von der man als Leser aber nichts mitbekommt, nein, hier ist genau das Gegenteil der Fall und ich finde es toll. Das macht die Geschichte realistischer und, naja, so viel angenehmer zu lesen, weil man nicht alles vorgesetzt bekommt, sondern selbst entdecken darf, was sich zwischen Emi und Erik entwickelt.
    Emi ist eine fantastische Protagonistin. Sie ist vom Typ „sympathischer Außenseiter“, sie ist eine Einzelgängerin und sie hätte eigentlich locker die Rolle des beliebten Mädchens der Schule übernehmen können. Mit ihrem schwarzen Humor und ihrem Selbstbewusstsein hätte sie das Zeug dazu, wenn Make Up mal out wird und die „üblichen Beliebten“ ihren Reiz verlieren. Emis Art nimmt einen ein, ich bin ihr fast sofort verfallen.
    Erik... Erik lässt sich genauso wenig einfach in eine Kategorie stecken. Die zwei sind eben dynamisch und lebendig, unglaublich, wie gut das Autorenduo das eingefangen hat. Erik, dieser coole, unsympathische Blödmann, den man in jeder Szene etwas anders sieht.
    Wenn man es ganz genau nimmt, ist die Geschichte nichts Neues, aber Anna Pfeffer haben so viele kleine, originelle Sachen eingebracht, dass es mir fast so vorkommt. Dieses Buch ist mit so vielen einfach gar nicht zu vergleichen. Zum Beispiel Emis Hobby, skurille Tode zu sammeln und den Leuten um sie herum Tode zu verpassen, wenn sie von ihnen genervt ist. Wie cool ist das denn?? Es liest sich so gesagt etwas seltsam, aber glaubt mir, es ist witzig liebevoll geschrieben und es ist mir so neu gewesen. Oder, ein weniger extremes Beispiel: Emis Familie. In vielen Jugendbüchern ist die Familie die absolute Bilderbuchfamilie, der Horror oder gar nicht da. Aber Emis Familie ist so viel näher an der Realität dran. Die Familie ist da und spielt ein große Rolle in ihre Leben. Einerseits liebt Emi sie und andererseits ist sie genervt und streitet sich mit ihrem Bruder. JA! Genau so ist es, genau so nehmen Jugendliche ihre Eltern wahr, gerade in dem Alter. Und ich bin begeistert, wie toll Anna Pfeffer auch das getroffen hat.

    Über die Autorin(nen):
    Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet. Schon damals entwarfen sie Geschichten, die aus Lehrern paranoide Agenten und aus Mitschülern tragische Helden machten. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 71 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund und schreiben noch immer zusammen. „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ihr erster Jugendroman.

    Fazit
    Ich bin ganz und gar überzeugt und meinen Geschmack getroffen! Anna Pfeffer haben Personen und Beziehungen mitten aus dem Leben geschrieben und eine fesselnde Geschichte drum herum gewickelt. Es ist jetzt 10 Tage her, seit ich Für dich soll's tausend Tode regnen beendet habe und beim Tippen kriege ich gerade wieder große Lust, wieder in den tollen Schreibstil einzutauchen und zu den Figuren zurückzukehren.

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    Cover des Buches Monster Geek (ISBN: 9783959912716)

    Bewertung zu "Monster Geek" von May Raven

    Monster Geek
    eclipse888vor 4 Jahren
    Tolle Protagonistin und genialer Love interest

    45 Jahre in der Zukunft lebt Jessamine Diaz als Gildenjägerin. Im Untergrund verborgen, spürt sie Vampire, Werwölfe und andere absonderliche Wesen auf und bringt sie zur Strecke. Ein ansehnlicher Sold führt Jess von ihrer Heimatstadt Montreal nach Tschechien, wo seit zwei Wochen Kinder spurlos verschwinden. Obwohl sich Jess einredet, diesen Auftrag nur wegen des Geldes anzunehmen, weiß sie, dass sie es für die Kinder und deren zerstörte Familien tut, die sie an ihr eigenes Schicksal erinnern.
    Vor Ort mischt sich der Polizeichef Petr in ihre Untersuchungen ein und zudem kommt ihr der hartnäckige Pfarrer Matej in die Quere, der heißer aussieht, als gut für ihn ist. Damit bringen nicht nur die Monster, sondern auch die beiden Männer Jess gehörig ins Schwitzen...


    Leute? Martina Riemer/May Raven hat es drauf! Es geht zwar in eine andere Richtung als man es von ihr bisher kennt, aber trotzdem erkennt man ihren Stil wieder, wer Martinas YA/NA Bücher mochte, wird bestimmt auch mit Jess seinen Spaß haben.
    Jess ist cool. Sie ist eine coole, toughe und selbstbewusste Bad-Ass-Monsterjägerin mit einem weichen Kern und einer weiblichen Seite und dieser Mix ist echt gut gelungen. Es macht Spaß mit ihr und ich konnte sie oft gut verstehen. Am sympathischsten macht sie mir, dass sie sich für den Auftrag hauptsächlich wegen der Kinder entschieden hat, DAS ist Jess (zumindest eine Seite von ihr) und DAS ist es, was sie ausmacht.
    Jetzt überlege ich, wie ich etwas über Matej sagen kann, ohne wie ein sabbernder Teenie zu wirken. Äh, er ist nett? Wenn Matej nicht total heiß ist, dann weiß ich auch nicht und er ist tatsächlich nett, nicht der übliche Bad Boy, den man an dieser Stelle erwarten würde und in der Runde, in der ich dieses Buch gelesen habe, sind wir ihm alle verfallen. xD Auch hier wieder hat Martina einen hammer Mix geschaffen, auch wenn ich mir nach wie vor ziemlich sicher bin, dass sie ihn nur zum Pfarrer gemacht hat, um die ganzen Pfarrer-Witze bringen zu können. =P
    Aber auch die Welt um die Figuren herum wirkt ungewohnt und interessant. Zum einen wäre da eine Kleinstadt Tschechiens als Handlungsort. Man merkt, dass das Buch nicht in Amerika, Deutschland oder einem der anderen Länder stattfindet, in denen die Geschichte sich abspielt. Es ist so ein Gefühl beim Lesen, etwas Anderes. Zum Anderen spielt das Buch 45 Jahre in der Zukunft und Martina hat sich einiges für diese Zeit ausgedacht. Die technischen Entwicklungen finde ich besonders spannend, von den HandChips, die Handy, Kreditkarte und alles Mögliche andere ersetzen, bis hin zu den GleitZügen, mit denen man innerhalb von nur ein paar Stunden bis ans andere Ende der Welt reisen kann.
    Diese ganze Atmosphäre hat mir jedoch etwas besser gefallen als das Buch selbst. Monster Geek liest sich wie Nalini Singh, Jennifer Estep und andere bekannte Autorinnen aus der Richtung, auf deren Namen ich gerade nicht mehr komme (bzw. so, wie ich mir ihre Bücher in etwa auch vorstelle). Es hat typische Elemente, die man so schon hunderte Male gelesen hat und Wendungen, die mich genau deshalb nicht so überraschen und begeistern konnten, wie ich es gerne gewollt hätte. Gerade weil die Figuren und das ganze Drumherum so cool und besonders ist, hätte mir noch gefehlt, dass Jess' Fall weniger vorhersehbar ist und, naja, eben auch besonderer.
    Mein anderes kleines Problem, das ich habe, ist eines, dass ich mit Martinas Büchern generell habe. Für meinen Geschmack war das Buch an manchen Stellen einen Tick zu dramatisch, etwas zu dick aufgetragen. Das ist keine Kritik, aber da es auch in meine Wertung mit einfließt, wollte ich es zumindest mal erwähnt haben.

    Über die Autorin:
    May Raven schreibt Liebesromane mit und ohne Fantasy im Erwachsenenbereich, in denen es auch einmal so richtig heiß hergehen kann. Wie andere Autoren hat sie schon immer gerne gelesen, sich mit sexy Romanhelden auf spannende Ausflüge begeben und von mutigen Magiern, mystischen Wesen, blutigen Kriegern oder aber auch schillernden Glitzerstaub verzaubern lassen. Diese Liebe zu Büchern möchte sie mit ihren Geschichten anderen ebenfalls näher bringen und hofft, die Leser genauso mitzunehmen und zum Träumen zu bringen, wie es ihr beim Schreiben ergangen ist.

    Fazit
    Monster Geek glänzt mit tollen Figuren, super Witzen, einem ungewöhnlichen Handlungsort und macht Spaß! Ich habe noch etwas mehr von dem Buch erwartet, dennoch kann ich es echt empfehlen. Ich bin jedenfalls neugierig auf mehr von Jess und wie die Geschichte weiter geht.

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