einz1975

  • Mitglied seit 19.06.2017
  • 8 Freunde
  • 249 Bücher
  • 248 Rezensionen
  • 249 Bewertungen (Ø 3.67)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne49
  • 4 Sterne92
  • 3 Sterne87
  • 2 Sterne19
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    Cover des Buches Katalysatoren (ISBN: 9783442232512)

    Bewertung zu "Katalysatoren" von Frederik Pohl

    Katalysatoren
    einz1975vor einem Monat
    Kurzmeinung: Retro – von Innen und Außen.
    Frederik Pohl & C.M. Kornbluth - Katalysatoren

    Wer sind diese beiden Autoren Frederik Pohl & C.M. Kornbluth? Beide in den 20er Jahren in New York geboren, fanden sie irgendwann den Zugang zu Science Fiction und zu einer Freundschaft mit Isaac Asimov. So verwundert es nicht, dass in dieser Sammlung von Kurzgeschichten Werke aus verschiedenen Jahrzehnten zu finden sind. Man merkt dabei auch deutlich wann diese jeweils entstanden sind. So wird in den Geschichten aus dem Jahr 1940 noch viel holpriger und nicht so rund geschrieben, wie später bei „Niemand würde es wagen“ oder „Unternehmen Kerbsäge“. Die Autoren nehmen sich meist recht ähnliche Themen zur Wahl.

    Eine Figur erlebt in einer oft recht normal wirkenden Zukunft recht seltsame Dinge. Wo das eine mal ein Haustier völlig selbstverständlich mit seinem Herrchen reden kann, ist es das andere mal die Reise durch die Zeit, welche das Leben der Person oder gar der Menschheit ändert. Leider bleiben oft viele Geschichte nicht wirklich lange hängen. Die Komplexität der Erzählung basiert dabei nicht auf den Inhalt, sondern auf die verschachtelte Schreibweise. Krieg ist ein ewiger Begleiter des Buches. Neben den Russen, die wohl zu erwartenden Gegner, haben auch die Marsianer lernen müssen, dass die Menschen nicht aufzuhalten sind.

    Dennoch gibt es kleine Perlen, welche man sich bei Gelegenheit ruhig einmal genauer anschauen sollte. „Unternehmen Kerbsäge“ ist eine Geschichte eines Soldaten, welcher gefangen und gefoltert wurde. Er verlor dabei zwar sein Ansehen in seinen eigenen Reihen als er zurückkam, überlebte aber die Folter und Erniedrigungen. Jetzt bekommt er erneut eine Chance sich zu beweisen und gerät wieder in Gefangenschaft... aber vielleicht war das alles gar nicht so ungewollt? Das gleiche gilt für die erste Geschichte „Kettenreaktion“. Hier wird aus der Sicht von drei völlig unterschiedlichen Personen erzählt, welche am Ende durch kleine Details zusammenfinden.

    Fazit:
    Retro – von Innen und Außen. Wer ein wenig Zeit übrig hat und gern Kurzgeschichten liest, der wird nicht alle, aber einige der kleinen Ausflüge in die Science Fiction mögen. Zeitlich unterschiedlich und im Sprachgebrauch mittlerweile weit überholt, haben die beiden Autoren kleine Funken von Ideen, welche weit über die Normalität hinausgehen. Sci-Fi ist hier nicht immer der Flug durchs all oder Aliens die unsere Welt vernichten wollen. Vielmehr die Menschheit selbst in ihrer Eigenart und Entwicklung wird betrachtet und was sie aus den Individuen macht. Für Fans der Autoren sicherlich unvergessen und für alle anderen, nur zur Ergänzung zu empfehlen...

    Matthias Göbel

    Autoren: Frederik Pohl & C.M. Kornbluth
    Übersetzung: Tony Westermayr
    Taschenbuch: 155 Seiten
    Verlag: Goldmann Verlag
    Erscheinungsdatum: 1962
    ISBN: 3442232511 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Star Trek - Deep Space Nine: Gamma - Ursünde (ISBN: 9783966580618)

    Bewertung zu "Star Trek - Deep Space Nine: Gamma - Ursünde" von David R. George III.

    Star Trek - Deep Space Nine: Gamma - Ursünde
    einz1975vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ich hoffe auf neue Welten mit spannenden Geschichten, die eines Benjamin Sisko weiterhin würdig sind, der Anfang ist immerhin solide ...
    Star Trek – Deep Space Nine: Gamma - Ursünde

    Captain Benjamin Sisko hatte zum Ende der Serie den Weg in den Himmlischen Tempel gefunden und später in den folgenden Büchern wieder hinaus. Mittlerweile sind ein paar Jahre vergangen und doch gab es da Erlebnisse, die ihn und seine Familie bis heute prägen. Seine Tochter Rebecca ist mittlerweile in einem Alter, in dem sie versteht was passiert und nach dem die Sternenflotte Captain Sisko und die Mannschaft der U.S.S. Robinson erneut auf eine ausgedehnte Forschungsmission in den Gamma-Quadranten geschickt hat, ist sie und ihre Mutter mit an Bord. In einer Region des Quadranten, die bisher als unerforscht gilt, trifft die Crew auf eine völlig neue Spezies.

    Leider stellt sich heraus, dass sie weder an Kommunikation interessiert sind, noch dass sie zuhören wollen. Mit einer sehr interessanten Idee schickt der Autor diese Wesen nun auf die Menschen los und nimmt ihnen die Kinder von der Robinson. Währenddessen erleben wir was einige Jahre zuvor auf Bajor passiert ist, als Benjamin Sisko nicht mehr bei der Sternenflotte war und sich ausschließlich seiner Familie gewidmete. Hier kam es ebenfalls zu einer Entführung ihrer Tochter, nur diesmal von einem Anhänger der Ohalavaru, einer Sekte, die nach der Entdeckung alter Schriften neu aufgeflammt ist. Damals wie heute sind die Gefühle der Eltern völlig nachvollziehbar am Boden.

    Warum, weshalb und auch das wie, spielt jedes mal eine wichtige Rolle. Im Verlauf der beiden Geschichten wird auf der einen Seite mit detektivischen Mitteln das Problem gelöst, wobei im Jetzt Sisko nur mit Gewalt sein Ziel erreichen kann. Ich hatte eigentlich gehofft, dass es eine andere Lösung gibt, aber David R. George III zeigt uns den Abgesandten von seiner härteren Seite. Wenn man zurückblickt, nicht ganz im Stil von Star Trek, aber dafür mit neuen Waffen, Kreaturen und Wunder der Technik. Immerhin schön zu sehen, dass die Sternenflotte wenigstens wieder zurückfindet zu ihrer eigentlichen Mission – Erforschen und neue Zivilisationen kennenlernen.

    Im Endeffekt der richtige Weg, denn Deep Space Nine ist schon länger auf dem Weg eine völlig neue Geschichte für sich zu schreiben, mit neuen Figuren und eigenen Abenteuern und so bekommt Sisko auch eine zweite Chance neu anzufangen. Ich hoffe nur er besinnt sich wieder friedlicherer Mittel und es wäre schön die Crew der Robinson etwas näher kennenzulernen. Ansonsten gibt es mit der zweiten Geschichte einen guten Rückblick über Ereignisse, eines durch die Religion zum Wahnsinn getrieben Gläubigen, von denen es wohl zu jederzeit einige gibt.

    Fazit:
    Eine zweite Chance und neue Wege... Der Weg des Benjamin Sisko war nie einfach. Egal ob als Captain oder als Abgesandter, nie war er gewiss, dass seine Entscheidungen zu einem Guten Ergebnis führen, aber immer im Herz, Gutes zu tun. Eltern und ihre Kinder schweißt ein Band zusammen, dass wenn es unterbrochen wird, unheimlich viel Kraft und neue Gefühle aufbringt. Mit der Entführung seiner Tochter wird Sisko auch gewaltbereiter als bisher bekannt und doch hat er die Chance mit seiner Mission einen neuen Schritt für sich und seiner Familie zu machen. Ich hoffe auf neue Welten mit spannenden Geschichten, die eines Benjamin Sisko weiterhin würdig sind, der Anfang ist immerhin solide durch David R. George III eingeläutet worden.

    Matthias Göbel

    Autor: David R. George III
    Übersetzung: René Ulmer
    Taschenbuch: 448 Seiten
    Verlag: Cross Cult Verlag
    Erscheinungsdatum: 06.04.2020
    ISBN: 9783966580618 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Star Trek - Voyager 15 (ISBN: 9783966580670)

    Bewertung zu "Star Trek - Voyager 15" von Kirsten Beyer

    Star Trek - Voyager 15
    einz1975vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Stern geht auf Reisen... und manchmal trifft man sich wieder.
    Star Trek - Voyager 15: Architekten der Unendlichkeit - Band 2

    So ein Landurlaub ist schon etwas feines, wenn man bedenkt, wie eng so ein Raumschiff doch werden kann. Nachdem die Crew um Admiral Kathryn Janeway einen seltsamen Planeten mit mehrere Biosphären gefunden hat, erholen sich die Mitglieder ein wenig, wobei andere mit der Erforschung beschäftigt sind. Genau hier liegt auch das Geheimnis des Buches, denn es löst endlich die im erste Teil begonnenen Rätsel. Da haben wir zum einen die Krankheit und die helfenden Gene eines Crewmitgliedes. Es wird viel über ihr Volk, ihre Herkunft und die geschichtlichen Probleme aufgedeckt.

    Doch interessanter ist der Planet selbst, denn was anfänglich zum Urlaub machen eingeladen hat, wandelt sich langsam zu einer ernstzunehmenden Bedrohung. Dabei werden verschiedene Aspekte gleich mit bearbeitet. Wie wertvoll fühlt man sich wohl in so einer Struktur wie der Sternenflotte? Hat man wirklich jeweils die Chance die gleiche Anerkennung zu bekommen, wie andere? Kann es auch sein, dass man einfach vergessen wird, auch wenn man genauso gut ist wie sie? Sicherlich muss man nicht gleich sein Leben opfern? Oder doch?

    Es gibt auch Neuigkeiten zu Kim's Kind und wir erfahren auch warum Icheb Schwierigkeiten mit Beziehungen hat. Doch all das ist nur Beiwerk, bei dem viel größeren sternebewegenden Ereignis, welches die Voyager miterlebt. Die gewaltigen Kräfte welche hier beschrieben werden, kann man sich sicher nicht einmal ansatzweise vorstellen. Warum der Roman allerdings zweigeteilt wurde ist nicht ganz ersichtlich, denn es ist unabdingbar Teil eins gelesen zu haben. Immerhin lässt Kirsten Beyer mit dem Ende wieder einen neuen Strang offen und erwähnt, dass wir noch nicht einmal in der Mitte der Geschichte um Kathryn Janeway sind.

    Die Idee der lebenden Technologie ist im Ansatz nicht neu, hat hier aber einen völlig anderen Hintergrund. Vielleicht ist auch nur die Definition von Leben mit den heutigen Worten nur nicht endgültig richtig und wir können in ein paar Jahrhunderten anders darüber denken. Zumindest hat die Voyager ein gewaltiges Abenteuer hinter sich und neben dem neuen Teammitglied, sind es die bekannten Charaktere, welche sich auch hier ein klein wenig weiterentwickelt haben und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass sie selbst als Vorbild nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen haben.

    Fazit:
    Ein Stern geht auf Reisen... und manchmal trifft man sich wieder. Was vor vielen tausend Jahren begonnen hat, findet hier seinen Abschluss. Ob gewollt oder nicht, erlebt der Konvoi um die Voyager ein atemberaubendes Ereignis, welches spannend geschrieben und mit guten Charakteren gefüllt ist. Alles klingt nach einem mehr als würdigen Abenteuer und so ist es auch. Die Crew taucht in das Unbekannte und findet dabei Wissen, was erschreckend und faszinierend zugleich ist.

    Matthias Göbel

    Autorin: Kirsten Beyer
    Übersetzung: René Ulmer
    Taschenbuch: 238 Seiten
    Verlag: Cross Cult Verlag
    Erscheinungsdatum: 28.05.2020
    ISBN: 9783966580670

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Sonntags kommt das Alien (Soontown 1) (ISBN: B086Z1ZJ3G)

    Bewertung zu "Sonntags kommt das Alien (Soontown 1)" von Clark C. Clever

    Sonntags kommt das Alien (Soontown 1)
    einz1975vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Unglück kommt selten allein...
    Clark C. Clever - Sonntags kommt das Alien (Soontown 1)

    Warum gerade Sonntag das Alien kommt, ist nur der glückliche Zufall der Ereignisse. Wir schreiben das Jahr 2068. In Soontown, Kalifornien, einem kleinen Kaff, in dem so gut wie nichts aufregendes passiert, ist lediglich eine ansässige kleine Bar der Quell für Geschichten und Zusammenkunft. Gerade als ein heftiges Gewitter aufzieht, ist Hank noch einmal mit seinem Hund im kleinen Wald neben der Stadt unterwegs und da passiert es. Etwas seltsames kracht vom Himmel auf die Erde und wäre das nicht schon aufregend genug, taucht auch noch ein Roboter auf. Das in der Gegend ein Labor für synthetische Menschen ist, erfährt man auch eher nebenbei und schon haben wir mehrere Rätsel gleichzeitig auf dem Tisch.

    Denn es ergibt sich zur selben Zeit, dass eines dieser Testobjekte aus dem Labor ausbricht und sich ihren Weg durch die Dunkelheit bahnt. Es kommen noch zwei Teenager, das FBI und ein Professor mit ins Spiel, was meiner Meinung nach etwas zu viele Personen geworden sind, aber man somit aus mehrere Blickwinkeln die Situationen erleben kann. Der synthetische Mensch ist der eigentliche Star der Geschichte, auch wenn die Idee dahinter nicht bis zum Ende hin endgültig erzählt wird. Man stelle sich aber vor, es gibt die Möglichkeit ganze Körperteile wachsen zu lassen. Nicht nur Arm, Bein, Finger, vielmehr den kompletten Körper eines Menschen. Aus gesetzlicher Sicht ist es in dieser Zeit verboten diese Teile dann zusammenzusetzen, aber wie das mit Gesetzten so zu jeder Zeit ist...

    Es war interessant zu erfahren wie dieses Lebewesen sich fühlt und was es erlebt hat, allein mit diesem Storystrang wäre das Buch schon ausreichend spannend gewesen, denn irgendwann kippt der Roman und aus der armen Kreatur wird ein Monster. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord und das ein Highschool-Schüler schlauer ist als das FBI? Ja, es gibt diese Ausnahmen, hier wirkt es jedoch zu konstruiert. Die Zukunft klingt ansonsten gut durchdacht. E-Roller, fliegende Taxis und Holos zur Kommunikation und zum Zeitvertreib, klingen nach schönen technischen Spielereien, welche ruhig hätten genauer beschrieben werden können. Die Bar als Treffpunkt finde ich auch recht nett, da es zeigt, dass der Mensch eben doch noch die Geselligkeit vorzieht und nicht nur im Netz hängt.

    Nur sollten sich einige Figuren der Geschichte ernsthaft Sorgen um ihren gesundheitlichen Zustand machen, so viel Alkohol kann einfach nicht gut sein. Das Ende lässt genau vermuten um was es in der Geschichte eigentlich gehen sollte und rundet das Katz und Maus Spiel ab. Die irreführenden Wege welche Clever aufbaut lösen sich auf und das Gesamtbild wird sichtbar. Der Autor gibt sich allerhand Mühe den Figuren Tiefe zu geben. Hier ein paar Infos aus der Vergangenheit und da ein wenig Backgroundinfos, warum man so geworden ist wie man ist. Das funktioniert recht gut, auch wenn einige Charaktere durchsichtig bleiben. Humor findet man auch, nur bin ich hin und hergerissen, wie ernst der Autor sein Buch selber nimmt. Am Ende hat der Mensch es allerdings auch hier wieder geschafft, Gott gespielt und dabei Leben genommen, statt zu erhalten.

    Fazit:
    Ein Unglück kommt selten allein... Egal welcher Wochentag, es kann immer etwas passieren, was das Leben durcheinanderbringt. Hier ist es ein Absturz, eine Flucht und ein Gewitter. Mit futuristischem Charme greift der Autor in das Leben einer künstlich geschaffenen Lebensform und lässt sie auf eine Kleinstadt los. Ein grandioser Plot, welcher durch die Zombie-Momente verloren geht. Alle anderen Elemente sind aller Akte X ähnlich und fügen sich am Ende auch zum selben Ergebnis, dass eben nicht immer alles so ist wie die Regierung uns es glauben lassen mag. Für meinen Geschmack etwas zu viele Figuren und ein paar zu viel unglücklich gewählte Zufälle, aber so ist das Leben eben, man weiß nie was als nächstes passiert.

    Matthias Göbel

    Autor: Clark C. Clever
    E-Book: 310 Seiten
    Erscheinungsdatum: 14.05.2020
    ISBN: B086Z1ZJ3G 

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Cover des Buches Die Liebenden, Science-Fiction-Roman, (ISBN: B003N4NVCO)

    Bewertung zu "Die Liebenden, Science-Fiction-Roman," von Philip José Farmer

    Die Liebenden, Science-Fiction-Roman,
    einz1975vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Herausfordernd seltsam…
    Philip José Farmer – Die Liebenden

    Die fernen Welten, sind manchmal viel näher als man meinen mag. Philip José Farmer zählt sicherlich mittlerweile zu den Science-Fiction-Autoren, welche man als Fan des Genres schon einmal gehört haben sollte. Mit „The Lovers“ schlug er damals ein Kapitel auf, welches gesellschaftlich das Leben seiner eigenen Zeit besser wiederspiegelte, als manch zeitgenössischer Roman. In der Hauptrolle erleben wir Hal. Ein junger sehr spezialisierter Lehrer einer Universität, welcher sich in seinem aktuellen Leben mehr schlecht als recht durch die Zeit boxt. Seine Beziehung zu seiner Frau ist unwirklich, da er sie weder liebt noch sie in irgendeiner Form anziehend findet. Doch so ist das eben, wenn man kollektiv vereinigt wird, ohne dass man die Chance hatte sich kennenzulernen. 

    So lernen wir auf den ersten Seiten nicht nur ihn kennen, sondern auch die Zeit, in der er lebt. Alles wird auf irgendeine Weise kontrolliert und überwacht. Allein dieses Gefühl wird aus den 60er Jahren mittransportiert und landet wie hier in der Zukunft. Die Menschen haben mittlerweile Raumschiffe entwickelt und fliegen hinaus zu den Sternen, kommen jedoch meist ohne Fund auf anderes Leben zurück. Bis Hal eines Tages die Möglichkeit bekommt sein Sprachtalent einzusetzen, da ein Planet mit Lebewesen gefunden wurde, welche nun besucht werden sollen. Jetzt hat Hal die Chance sein altes Leben komplett hinter sich zu lassen und er begibt sich auf ins Abenteuer.

    Die Aliens beschreibt Farmer recht interessant und sie unterscheiden sich von uns Menschen schon recht deutlich. Interessant wird es aber, als Hal eine Frau trifft, welche sehr menschlich aussieht, er sich in sie verliebt und er sie fortan vor allen anderen versteckt. Doch was sie wirklich ist, erfährt er erst zu Schluss. Bis dahin wird das Thema Rassismus, Angst vor dem Anderen und der typisch menschliche Drang, alles mit einer Bombe zu töten was unterschiedlich ist, unter die Lupe genommen. Sprache spielt ebenso eine große Rolle, wie die Entdeckung der Gefühle in sich selbst. Doch hat Farmer mit diesem Text sicherlich nicht die gesamte neue Zeit überstanden, da es oft doch sehr zäh und stockend vorangeht. Sprünge in der Handlung sind ebenfalls keine Seltenheit und manch Idee ist zu einfach aus dem Hut gezaubert und dennoch hat das Ende in seiner Gänze das Überraschungsmoment und schenkt dem Leser noch einmal Sci-Fi pur.

    Fazit:
    Leben und lieben, solange sich die Erde dreht... Auf fernen Welten wird es irgendwann Leben geben und selbst wenn wir es nur dahingebracht haben. Doch auch hier werden sie sich finden, die Liebenden und sich fortpflanzen und ihr Leben leben. Zurückblickend bleibt die Geschichte von Philip José Farmer zwar nachhaltig im Kopf, kann jedoch aufgrund ihrer konfusen Wortstruktur nicht jeden Leser erreichen. Herausfordernd seltsam…

    Matthias Göbel

    Autor: Philip José Farmer
    Übersetzung: Jürgen Inhoff
    Klappenbroschur: 158 Seiten
    Verlag: Knaur Verlag
    Erscheinungsdatum: 01.07.1978
     ISBN: 9783426007037

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Star Wars: Der Sammler (ISBN: 9783833238314)

    Bewertung zu "Star Wars: Der Sammler" von Kevin Shinick

    Star Wars: Der Sammler
    einz1975vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: ...und doch liest sich der Roman so gut, als würde man das erste mal von Star Wars und der Macht erfahren.
    Kevin Shinick - Star Wars: Journey to Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers - Der Sammler

    Mittlerweile sind die Skywalkers Geschichte und doch sind sie immer noch ein Grund für mehr Geschichten. Karr ist ein Junge, welcher mit seinen Eltern auf einem kleinen Planeten außerhalb der bekannten Regionen lebt. Sein Leben ist nicht immer leicht, denn es plagen ihn seltsame Ohnmachtsanfälle und das Sammeln von Jedi-Artefakten hat ihn nicht unbedingt viele Freunde gemacht. Vielmehr wird er ausgelacht, einzig seine Großmutter hält an ihn fest. Sie berichtet von der Macht, von den Jedi, wer sie waren und was aus ihnen geworden ist. Denn mittlerweile sind sie verschwunden. Legenden und Erzählungen sind übrig geblieben, aber kann man all das glauben?

    Ich habe mich allerdings die ganze Zeit gefragt, gibt es denn da keine Archive? Kein Internet oder ähnliche Datennetze? Kann man so schnell aus der Geschichte verschwinden? Vielleicht war es auch der Imperator, welcher mit seiner Order 66 dafür gesorgt hat, dass nicht nur die Person der als Jedi verschwindet, sondern auch alle Aufzeichnungen, Erwähnungen, damit sie regelrecht aus der Geschichte getilgt werden. Wie dem auch sei, es gibt immer noch allerhand Lebewesen die sich an die Jedi erinnern und genau diese sucht Karr nun. Er will alles erfahren und bricht mit einer Freundin auf, um sein Lebenstraum zu erfüllen – Finde einen echten Jedi!

    Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Die Erste Ordnung hat sich in der Galaxis breit gemacht und da gilt es ein wenig Vorsicht walten zu lassen. Doch Karr ist überzeugt, dass die Macht ihn leiten wird und so ist es auch. Ein Hinweis nach dem anderen gehen die beiden nach und treffen dabei auf überraschend viele neue Figuren aus den aktuellen Filmen. Es finden sich sogar Verweise auf unsere alten Helden wie Luke, Han und Obi-Wan. Damit schließt sich der Kreis und der Einstieg in den Aufstieg Skywalkers bringt kleine Erinnerungen an völlig andere Zeiten zurück. Wo noch Jedi die Galaxis schützen, Sith bekämpft wurden, die Macht ein unbestreitbarer Bestandteil des Lebens war und das Gute gewann, auch wenn sie eigentlich verloren haben.

    Der Roadtripp von Karr durch die Galaxis und die kleinen Artefakte welche verschollene Ereignisse zu Tage fördern, sind nicht nur etwas für Kenner. Als Leser identifiziert man sich schnell mit der Hauptfigur und folgt ihr getrost, auch wenn es überraschend wenig kämpferische Szenen gibt. Es reicht völlig aus dem Jungen bei der Entdeckung seiner Fähigkeiten zu beobachten und durch die schnellen vielen Schauplätze, gibt es üppig Abwechslung für den Leser. Wie genau es mit Star Wars weitergehen wird bleibt eher ungewiss und doch kann so ein kleiner Ausblick wie „Der Sammler“ neue und alte Fans begeistern.

    Fazit:
    Kevin Shinick versucht es nicht mit brachialer Gewalt uns zu erklären, was in den letzten 30 Jahren passiert ist. Das Schicksal der Jedi schließt so viele Leben ein, dass sie immer noch Funken in Lebewesen wecken und sie sich auf die Suche nach der Wahrheit begeben. Neben all den neuen Charakteren, hat der Autor aber darauf geachtet, dass ein Held neben einem Droiden steht, Freunde an seiner Seite sind und das ein Abenteuer auf sie wartet, welches ihr Leben verändert. Also im Endeffekt eben doch alles wie gehabt und doch liest sich der Roman so gut, als würde man das erste mal von Star Wars und der Macht erfahren.

    Matthias Göbel

    Autorin: Kevin Shinick
    Übersetzung: Andreas Kasprzak
    Klappenbroschur: 316 Seiten
    Verlag: Panini Verlag
    Erscheinungsdatum: 17.12.2019
    ISBN: 9783833238314

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Star Wars: The Old Republic Sammelband (ISBN: 9783833236303)

    Bewertung zu "Star Wars: The Old Republic Sammelband" von Sean Williams

    Star Wars: The Old Republic Sammelband
    einz1975vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Zwei brillante und herausragende Geschichten, aus der Old Republic und da steckt noch viel mehr drin.
    Star Wars: The Old Republic – Sammelband 1: Eine unheilvolle Allianz/Betrogen

    BioWare hat mit der Einführung von Star Wars: The Old Republic ein unglaubliches Geschenk für alle Fans von Star Wars auf die Beine gestellt. LucasArts hätte somit nichts besser machen können, als den kreativen Köpfen einfach freien Lauf zu lassen und die Ergebnisse sprechen für sich. Nach zwei wunderbaren Einzelspieler-Games, ging es mit dem Onlinespiel weiter und hier gibt es weiter viele Geschichten aus der alten Republik. Basierend darauf, startet man im ersten Sammelband mit der Story „ Eine unheilvolle Allianz“. Hier ist ein junger Jedi dabei, mitten in einen Kampf einzugreifen, wobei er zuvor erfahren hat, dass er noch nicht zur Ritterprüfung zugelassen wird. Ein Freibeuter entert ein Schiff und die Hutten bieten die Reste dieses Schiffes zum Verkauf an.

    Dabei wird das Imperium (die Sith) und die Republic eingeladen mitzubieten. Um was genau es geht, bleibt lange Zeit ungenannt. Es stellt sich heraus: Ein Navigationscomputer und ein außergewöhnliches Objekt aus seltenen Metallen steht zum Angebot. Da nun Sith, Jedi, Imperium und Republic hinter diesen Objekten her sind, macht das die Sache komplett und man darf sich auf eine wirklich wendungsvolle Geschichte freuen. Auf der Suche nach den Koordinaten aus dem Nav-Computer, gibt es allerhand Kämpfe und mächtige Schlachten. Miteinander und untereinander stehen sich die bekannten Feinde nicht immer gegenüber, denn manchmal ist der Feind meines Freundes... na ihr kennt den Spruch. Darauf zielt im Endeffekt die gesamte Story ab, jedoch dauert es schon eine ganze Weile, bis man alles aufgedeckt bekommt.

    Die Figuren bekommen mit jedem Schritt immer mehr Farbe. Ob der Jedi, welcher sich selbst findet und über seine bisherigen Fähigkeiten hinauswächst oder auch die Sith-Schülerin, welche am Ende selbst den Rat der Sith völlig überrascht. In diesem Band wurden sehr interessante Charaktere geboren, welche durchaus das Zeug haben zu mehr. Der Autor hat ebenfalls einen schönen Spannungsbogen gefunden, so dass sich Action und Inhalt gut abwechseln. Die Macht hat hier an vielen Stellen auch wieder ihren eigenen Weg und führt vielleicht auch unbewusst das Schicksal aller Protagonisten zusammen. Ein mehr als gelungener Auftakt und wer schon Fan der Spiele war, findet weiteres Futter.

    Nachdem man schon in der ersten Geschichte tief in Star Wars eintauchen konnte, geht es in „Betrogen“ mit einer völlig neuen Charakter-Gruppe weiter. Die Sith machen sich auf nach Coruscant. Ihr Ziel ist der Jedi-Tempel. Darth Malgus führt den Angriff an und sein Hass und seine Wut auf die Helle Seite ist so groß, dass er fast im Alleingang alle Jedi des Tempels tötet. Ein Schmuggler geht auf der anderen Seite seiner Arbeit nach, wobei das Glück ihm nur selten zur Seite steht. Vielmehr rutscht er immer tiefer in den Sog und muss am Ende auch noch Drogen schmuggeln, was er nie wollte, aber jetzt muss, um endlich abschließen zu können. Als der Tempel zerstört wird, spürt eine Schülerin, dass ihr Jedi-Meister sein Leben verloren hat.

    Von Anfang an weiß man, dass diese drei Einzel-Geschichten irgendwie zusammenfinden werden, was sie auch machen. Doch zuerst erfährt man, dass der Krieg zwischen Imperium und Republic erneut verschoben werden soll, denn im Hintergrund gibt es Friedensverhandlungen, so dass die Sith sich von Coruscant wieder zurückziehen werden. Darth Malgus hingegen erkennt für sich, dass dies der falsche Weg wäre. Nur der Kampf und der Hass kann das Imperium stärken und voranbringen. Das ist der einzige Weg und er versteht nicht, warum die anderen Sith nicht seinen Idealen folgen wollen. Diese lächerliche Schwäche wird sie alle fallen lassen... Na solche Sprüche sind nichts Neues und haben die Jahrtausende überdauert.

    Doch ist dieser Sith auch etwas anders, denn er ist auch verliebt. Gefühle sind auch nicht den Jedi fremd, jedoch sollen sie sich davon verhalten, denn nur so sind sie unantastbar für die Dunkle Seite. Das Zwischenspiel ist auch hier wieder schön ausgewogen. Es wird allerhand gekämpft, mit Blaster und Schwert, aber auch Raumschiffe bekommen ihren Auftritt. Die Charaktere werden schön langsam eingeführt und man erfährt jeweils so viel Hintergrund, dass jeder Einzelne den Leser ans Herz wächst. Sehr interessant fand ich diesmal die Seite der Sith, wie anschaulich beschrieben wurde, dass der Hass und die Emotionen die Macht stärken, aber den Lenker dahinter auch auffressen. Die Jedi-Schülerin hingegen kann aus ihrer Trauer kaum ausbrechen und schafft es nur in dem sie sich von den Jedi selbst abwendet, auch keine alltägliche, aber notwendige Entscheidung.

    Fazit:
    Zwei brillante und herausragende Geschichten, aus der Old Republic und da steckt noch viel mehr drin. Vielleicht liegt es an den neuen Charakteren und ihre unbekannten Wegen, dass diese Storys so fesseln. Inhaltlich greifen Hell und Dunkel nach der Macht und schicken ihre Jünger aus, um den Leser zu fesseln, was sie auch mit Leichtigkeit schaffen. Das Mysterium hinter Star Wars bekommt kleine Einblicke in die Macht und der jeweiligen Seite, vergisst aber niemals die Figuren. Hier werden selbst einfachste Menschen zu Helden, von den man gern mehr erfahren würde. Wer sich bisher noch nicht getraut hat Star Wars: The Old Republic eine Chance zu geben, sollte mit dieser Sammelausgabe im hochwertigen Hardcoverband den Anfang machen.

    Matthias Göbel

    Autorin:
    Sean Williams, Paul S. Kemp
    Übersetzung: Jan Dinter
    Klappenbroschur: 764 Seiten
    Verlag: Panini Verlag
    Erscheinungsdatum: 03.07.2018
    ISBN: 9783833236303

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Star Wars™ - Schülerin der dunklen Seite (ISBN: 9783734161063)

    Bewertung zu "Star Wars™ - Schülerin der dunklen Seite" von Christie Golden

    Star Wars™ - Schülerin der dunklen Seite
    einz1975vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Christie Golden fühlt sich in den Sternen ob in Star Trek: Voyager oder wie hier in Star Wars mehr als wohl und das spürt man auch.
    Christie Golden – Star Wars: Schülerin der Dunklen Seite

    Macht hin oder her, wenn man von ihr berührt wird, gerät man unweigerlich in Versuchung. Asajj Ventress ist im Star Wars Universum nicht nur mit offenen Armen willkommen geheißen worden, sie hat mehr als einmal die Wege der mächtigsten Jedi gekreuzt die wir kennen. Aktuell verdient sie ihr Geld als Kopfgeldjägerin und geht ihrem ehemaligen Meister Count Dooku aus dem Weg. Dieser hingegen verübt ein Verbrechen nach dem anderen an den verschiedenen Völkern der Republik und dem Jedi-Rat bleibt kein anderer Ausweg, als dass sie ein Attentat auf ihn verüben müssen. Denn erst wenn er nicht mehr ist, wird das Blutvergießen endlich ein Ende finden. Wie wir aus Star Wars: The Clone Wars wissen, dauert der Krieg wahrlich schon viel zu lange.

    Der Rat schickt nun Quinlan Voss aus, ein Jedi, welcher nicht immer den geraden Weg gegangen ist, aber in vielen Bereichen mit der Macht bestens vertraut ist. Er soll sich zuerst Asajj nähern und sie überreden mit ihm zusammen Dooku zu töten. Diese Phase des Buches liest sich so schnell, dass man wünschte, sie würde nicht aufhören. Die kleinen Sticheleien untereinander und die verstohlenen Blicke, welche am Ende zu Liebe führen, finden hier ihren Anfang. Ja, richtig gelesen, Asajj Ventress ist mehr als nur das kalte Monster, welches man sonst so kennt. Quinlan hingegen ist von Anfang bis Ende ein sehr sympathischer Charakter, auch wenn er seine Schwächen hat, wie eben jedes Lebewesen.

    Genau diese macht sich aber auch der dunkle Lord zu nutzen. Nachdem Asajj sich schon ordentlich um Voss gekümmert hat und ihm die ersten Wege zur dunkeln Seite gezeigt hat, vollendet er nun das Werk. Genau darum geht es in der zweiten Hälfte des Buches. Neben dem eigentlichen Auftrag Dooku zu töten, wird hier wieder der Kampf Hell gegen Dunkel aufgezeigt. Die Macht im inneren und das Zerreißen der Seele auf der Suche nach dem richtigen Weg. Nicht jeder schafft den Sprung wieder hinaus und Quinlan hält nur eine Person am Leben - Asajj Ventress. Nicht das hier etwa eine schmalzige Liebesgeschichte geschrieben wurde, es geht eher darum aufzuzeigen, wie sehr sich zwei einsame Herzen finden und ihren Hass und Trauer im Innern umwandeln in ein Gefühl, dass für beide unmöglich gehalten wurde.

    Da Star Wars gern den Weg des Dramas geht, müsst ihr am Ende schon mit ein wenig Gänsehaut rechnen. Dafür werdet ihr unentwegt mit vielen Kämpfen und Jagden belohnt. Hier wird ein Kopfgeld eingeholt, da eine Flucht vor Dooku und seinen Droiden. Schön fand ich auch die Einbindung aller bekannten Figuren zu dieser Zeit. Von Boba Fett, über Yoda, Obi Wan Kenobi, Anakin Skywalker oder Mace Windu, alle sind dabei und spielen überraschend nur eine Nebenrolle. Die beiden Hauptfiguren Asajj Ventress und Quinlan Voss schreiben hier mehr als ihre eigene Geschichte und ich hätte mich wirklich gefreut, wenn diese Geschichte auch optisch noch einmal umgesetzt worden wäre, denn die Qualität und die Tragik ist weitreichend und mitreißend.

    Fazit:

    Möge die Macht mit ihr sein... Christie Golden fühlt sich in den Sternen ob in Star Trek: Voyager oder wie hier in Star Wars mehr als wohl und das spürt man auch. Die Geschichte reißt den Leser von Anfang an mit. Man wünscht sich das Dooku endlich sein Ende findet und Quinlans Art das Leben zu sehen und zu erleben, bringt selbst das kälteste Herz der Galaxis zum erweichen. Mutig, taktvoll, ehrlich und mit einer schönen Mischung aus hetzenden Szenen und ruhigen liebevoll gestalteten Momenten, hat Star Wars hier viel mehr zu bieten, als in manch Hauptgeschichte.

    Matthias Göbel

    Autorin: Christie Golden
    Übersetzung: Tobias Toneguzzo, Andreas Kasprzak
    Broschur: 409 Seiten
    Verlag: Blanvalet Verlag
    Erscheinungsdatum: 21.11.2016
    ISBN: 9783734161063

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Star Trek - Deep Space Nine (ISBN: 9783959811484)

    Bewertung zu "Star Trek - Deep Space Nine" von Una McCormack

    Star Trek - Deep Space Nine
    einz1975vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Spione, Lügen, Rätsel und Mysterien sind und bleiben das Hauptaugenmerk, wenn es um Elim Garak und Cardassia geht.
    Una McCormack - Star Trek – Deep Space Nine: Mysterien

    Bajor und Cardassia haben im Star Trek Universuim schon oft eine Rolle gespielt. Nicht nur in Star Trek - Depp Space Nine bewegten die Völker und Charaktere die Gemüter. Einer der wohl geheimnisvollsten Personen war und ist Elim Garak, der aktuelle Kastellan der „Cardassianischen Union“. Als Oberhaupt der politischen Macht auf einem vom Krieg gebeutelten Planeten ist es seine Kraft und sein Geschick, wie sich das Volk in den nächsten Jahren verändern wird. Der Aufbau nach dem Dominion-Krieg nimmt immerhin langsam Formen an. Die Gebäude und Straßen erstrahlen im alten Glanz, wobei alles nicht mehr ganz so ist wie zuvor. Überraschend wird Katherine Pulaski einer Ehre zu Teil, mit welcher sie nicht gerechnet hätte.

    Aufgrund ihrer Teilnahme an der Heilung der Andorianer, bekommt sie eine der höchsten Auszeichnungen, welche die Universität von Cardassia zu bieten hat. Wehrendessen muss sich Garak mit dem Thema der Aufarbeitung der Kriegsverbrechen beschäftigen. Hierbei geht es nicht nur um das Militär, welches an vorderster Front stand, vielmehr geht es auch um das Aufdecken von Verbrechen die kaum einer kennt. Natima Lang gerät nun in die Ermittlungen und wird plötzlich mit einer Tat in Verbindung gebracht, welche nicht nur ihr Leben zerstört, sondern zuvor vielen Kindern keine echte Kindheit bescherte.

    Schon auf den ersten Seiten fragt man sich allerdings als Leser, worauf Una McCormack wirklich hinaus will. Es ist etwas schwer dem Thema zu folgen und auch wenn Garak als Meister der Täuschung und des Geheimnisvollen gilt, hat er hier meine Meinung nach nicht alle Fäden in der Hand. Die Seiten schwimmen so dahin und die Geschichte bekommt mit kleinen Nuancen zwar Tiefe und man erfährt wie Cardassia nach dem Dominion-Krieg aussah, doch reicht es nicht den Leser wirklich zu fesseln. Zudem kommt hinzu, dass Katherine Pulaski nicht nur in Star Trek - The Next Generation etwas unsympathisch rüberkam, hier ist sie genauso kratzbürstig und widerspenstig.

    Das stört zwar der Figur nicht, aber auch hier gewöhnt man sich nur schwer an ihre Art. Das „große“ Geheimnis ist am Ende auch sehr schnell gelöst und es hallt sehr wenig nach, was man aus der Geschichte mitnimmt. Die Frage allerdings bleibt, was ist mit Julian Bashir? Wird er aus seiner Starre wieder erwachen und wird Garak sein Volk als Führer wirklich in eine bessere neue Zukunft führen können? Ich gebe zu, dass ich schon sehr erstaunt war, dass gerade ein Spion, Mörder und Ausgestoßener der Führer dieses Volkes geworden ist, aber Cardassianer hatten schon immer den Hang Rätsel zu lieben, ob als Geschichte oder in Realität.

    Fazit:
    Garak und seine Geheimnisse... Spione, Lügen, Rätsel und Mysterien sind und bleiben das Hauptaugenmerk, wenn es um Elim Garak und Cardassia geht. Ein starker Auftritt seiner Person, doch der Geschichte selbst nicht ganz würdig. Zu oft verliert sich der Fanden und man wird von Nebensächlichkeiten abgelenkt. Agenten-Geschichten haftet immer ein wenig der Duft des Kalten Krieges an und genau davon hätte sich die Autorin befreien sollen. Wer dennoch Elim Garak mal wieder in seiner unnachahmlichen Art erleben mag, findet hier gute Ansätze.

    Matthias Göbel

    Autorin: Una McCormack
    Übersetzung: René Ulmer
    Taschenbuch: 345 Seiten
    Verlag: Cross Cult Verlag
    Erscheinungsdatum: 11.03.2020
    ISBN: 9783959811484

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches The Plus One - Sie baut sich Mr. Right einfach selbst (ISBN: 9783453320338)

    Bewertung zu "The Plus One - Sie baut sich Mr. Right einfach selbst" von Sarah Archer

    The Plus One - Sie baut sich Mr. Right einfach selbst
    einz1975vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Nichts für den Leser der wirklich knallharte Science Fiction erwartet, aber eine Abwechslung bei all der Action...
    Sarah Archer – The Plus One: Sie baut sich Mr. Right einfach selbst

    Einsamkeit macht nicht nur traurig, sondern auch krank. Wer nie gelernt hat sich sozial mit anderen auseinanderzusetzen, kann davon mehr als ein treffendes Lied singen. Meist liegt es nicht daran, dass man nicht will, vielmehr hat man so genaue Vorstellungen wie der Partner/in an seiner Seite sein sollte, dass nie der/die Richtige in Sichtweite scheint. Kelly ist eine neunundzwanzigjährige Roboteringenieurin. Kaum einer kann ihr das Wasser reichen. Schon seit vielen Jahren ist sie weltweit gefragt und zählt zur absoluten Spitze ihrer Zunft. Die Technologie der Robotik hat sich gut entwickelt, so dass man heute schon Bewegungen und Körper so gut nachbauen kann, dass sie dem echten Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen.

    Was jedoch noch immer fehlt ist die Gestik, Mimik und ein Intellekt, der eine Maschine menschlich machen soll. Kelly arbeitet, wie viele andere, an einem Pflegeroboter. Dieser soll nicht nur zuhören und im Haushalt helfen können, vielmehr soll er ein Freund und Begleiter sein. Überstunden und endlose Fragen, die zu beantworten sind, beherrschen ihren Alltag. Dabei hat sie ihr Privatleben völlig außer acht gelassen. Wo ihre Geschwister Familien gegründet haben und sich ihre jüngere Schwester auf eine Hochzeit vorbereitet, ist sie immer noch allein, was Kellys Mutter langsam große Sorgen bereitet. Jetzt soll sie zumindest auf der Hochzeit mit einem Mann auftauchen und schon beginnt auch noch der private Stress.

    Mit ihrer besten Freundin begibt sich Kelly ins Nachtleben und versucht hier ihr Glück an der Männerfront. Dann noch einmal online mit einer Dating-App, doch Mr. Right scheint es einfach nicht zu geben. Wie der Name des Buches es schon verrät, schnappt sie sich ein paar Teile von der Arbeit und bastelt sich ihren eigenen Mann aus Draht, Metall und Plastik. Bevor sie ihn präsentiert, lernt Kelly sich erst einmal selbst kennen. Sie erlebt wie sich ein Leben zu zweit anfühlt. Sie lernt wie es ist zusammen auszugehen, überrascht zu werden, zusammen zu lachen, getröstet zu werden und sie lernt wie es ist sich zu verlieren.

    Doch so leicht sich alles anhört ist es am Ende nicht. Kann man eine Maschine lieben? Vielleicht ist dies die grundsätzliche Frage in dieser Geschichte, zumindest kämpft die Autorin darum, dass man sich als Leser die Frage selbst stellt. Kellys Entscheidungen, ein riesiges Geflecht aus undurchdringlichen Lügen auszubauen, konnte nicht ewig halten und so wird aus der Liebeskomödie ein Drama, ohne im Happyend zu enden. Sarah Archer möchte allen noch einmal mitgeben, dass das Leben wirklich stattfindet, draußen in der Realität, ohne dass man mit dem Schraubenziehen daran drehen kann und es sich so zurechtrückt, wie man es gern hätte.

    Fazit:
    Aus der Not heraus geboren, ein Leben verändert und doch kein eigenes Leben gefunden. Wir werden in der Zukunft sicherlich mit Robotern zusammenleben. Sarah Archer hat mit ihrer Geschichte über die Liebe zu einem Roboter keine innovativen Blicke auf die Zukunft gewährt, beschreibt aber anschaulich und gedankenversunken, wie sich sozial zurückgezogene Genies in ihrer Haut und in ihrem Kopf fühlen. Der Hauptfigur nimmt man ihre unschuldige Art ab und Ethan scheint wahrlich mehr zu sein, als nur ein Flickenteppich aus Computerkomponenten. Nichts für den Leser der wirklich knallharte Science Fiction erwartet, aber eine Abwechslung bei all der Action, ob im All oder in einer unwirklichen Zeit.

    Matthias Göbel

    Autorin:
    Sarah Archer
    Übersetzung: Stefanie Frida Lemke
    Klappenbroschur: 352 Seiten
    Verlag: Heyne Verlag
    Erscheinungsdatum: 13.01.2020
    ISBN: 9783453320338


    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Über mich

    • männlich
    • 02.08.1975

    Lieblingsgenres

    Science-Fiction

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks