ellapunkt

  • Mitglied seit 16.08.2018
  • 53 Bücher
  • 3 Rezensionen
  • 4 Bewertungen (Ø 3.75)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Cover des Buches Liebe verletzt (ISBN: 9783733504328)

    Bewertung zu "Liebe verletzt" von Rebecca Donovan

    Liebe verletzt
    ellapunktvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Teenie-Drama, getarnt unter häuslicher Gewalt
    Abbruch auf S. ~200 - eine einzige Qual!

    Vorweg möchte ich sagen - ich habe das Buch mehrmals angefangen und jetzt ca. auf S. 218 abgebrochen und gebe es zurück an meine Freundin, die es mir empfohlen hat.

    Warum schreibe ich dennoch eine Rezension, wenn ich das Buch nicht ganz gelesen habe?

    Weil ich finde, dass Leute wissen sollten, dass dieses Buch einen extrem mitnehmen kann, wenn man empfindlich (egal auf welche Art) auf das Thema Gewalt und Verarbeitung dieser reagiert.

    Also, was war so schlimm, dass ich abgebrochen habe?

    - Das Teenie-Drama war extrem künstlich und so wie sich der Charakter verhalten hat, war extrem auffällig, dass mit ihr etwas nicht stimmt (geht nirgendwohin, redet nur mit einem extrem belieben Mädchen, zieht sich voll zurück). Mega auffällig, besonders bei einer klassischen Highschool, wo Außenseiter direkt auffallen - dass sie da auf Grund eines Mädchens komplett ok ist, halte ich für unrealistisch.

    - Unrealistisch auch wie sie auf die Gewalt reagiert, rein  medizinisch. Innerhalb weniger Tage wird ihr Rücken blutig gepeitscht (beim Training geht Blut durch ihr Trikot), sie wird mit einem ALUMINIUM Baseballschläger mehrmals heftig geschlagen, bekommt Kinnhiebe, etc. etc.... Es ist einfach NICHT möglich, dass sie mit solchen Verletzungen dauerhaft funktionierend Tag für Tag in die Schule geht, da Sport macht und auch sitzt ohne zusammenzubrechen.

    - Für mich aber persönlich am schlimmsten ist, dass sie die Kinder der Tante schützen will und nur deshalb nichts sagt. Wenn ihre Freundin daraufhin Todesangst (!!!) um sie hat, nennt sie diese eine Schlampe und bedroht sie damit, das überall herumzuerzählen, wenn sie irgendwo was bzgl. der häuslichen Gewalt sagt.

    - Das Evan sich sie auf mysteriöse Weise rauspickt ist auch viel zu random und dann da so krass dran bleibt, ist halt auch komplett unreal.

    Fazit: Dass man sich mit einem Charakter wohlfühlen soll, der sein Leben riskiert, damit die kleinen Kinder bleiben können, was ein extrem gefährliches und ungesundes Heim ist, ist einfach kompletter Bullshit und wie sie damit umgeht total toxisch für alle Beteiligten. (Meiner Meinung nach!)

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Das kalte Reich des Silbers (ISBN: 9783570165492)

    Bewertung zu "Das kalte Reich des Silbers" von Naomi Novik

    Das kalte Reich des Silbers
    ellapunktvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Interessanter Take zu Historic Urban Fantasy mit kleinen Schwächen, aber märchenhafter Stimmung!
    Märchenhaft kühl

    Ich hab dieses Buch mit einer Freundin  zusammen gelesen und dafür war das Buch sehr gut geeignet, weil auf Grund der vielen Perspektiven viel passiert  und man unendlich lange philosophieren kann, aber zurück zum Anfang.


    Entgegen dem Klappen- oder Rückentext geht es in dem Buch nicht ausschließlich um Mirjem, Tochter eines Geldeintreibers und ungewollte Königin der Eiswesen (Staryk), sondern auch um Wanda + ihren kleinen Bruder Stephon und Irina + ihre Zofe. Alle diese Charaktere nehmen im Laufe der Story auch ihre eigene Firstperson-Erzählperspektive ein, was am Anfang höchst verwirrend war, aber im Laufe des Lesens super interessant war, weil jede Perspektive (trotz Firstperson) ihre eigenen Charakteristiken hatte.

    Die einzelnen Handlungsstränge zu analysieren würde deutlich den Rahmen dieser Rezension sprengen, deshalb sei gesagt, dass jede Story ihre positiven und negativen Eigenschaften hatte, aber insgesamt total ausgewogen war. Besonders schön war es, dass gegen Ende (typisch für Fantasy Epos) die Storystränge zusammengelaufen und sich verflochten haben. Der Schreibstil war trotz unterschiedlicher  Charakter sehr neutral und wenig blumig, was teilweise emotionale Verbundenheit gefordert hat - ich hatte einfach nie das Gefühl, in den Charakteren drinzustecken, sondern vielmehr ein Märchen zu lesen, was...

    ...uns schon zu meinen Kritikpunkten führt!

    Die Parallelen zum Märchen Rumpelstilzchen waren deutlich, aber meiner Meinung nach wurde für diese Parallelen auch Tiefe geopfert. Wenn der Charakter etwas getan hat, dann ist er los gelaufen und hat das und das gefühlt, es fühlte sich so und so an und dann hat er es so und so trotzdem gemacht. Man hatte die Intention, die Handlung und die Folgen, aber für mich war es trotzdem relativ oberflächlich, weil es immer sehr steif von Statten gingen.

    Der zweite Kritikpunkt bezieht sich auf das Setting allgemein - was ist das?  Am Anfang ist es mir sehr schwer gefallen, die Welt einzuordnen. Urban Fantasy? High Fantasy? Historic Fantasy? Auf einmal spielte die Diskrimierung von Juden eine Rolle, aber es gab auch Magie. Gerade zu Beginn (später war natürlich mehr Klarheit, auch durch Gewöhnung an die Welt) hätte ich mir eine deutlichere Beschreibung gewünscht irgendwie.

    Zuletzt dann noch (und hier ACHTUNG SPOILER) - das Ende. Als ich das Buch gekauft habe, dachte ich tatsächlich, ist das vllt. so ein Twilight Ding - Monster x Mensch? Schnell kristallisierte sich jedoch raus, dass da nix romantisches im Spiel war, was auch vollkommen fine war. Umso überraschter war ich dann, als sich dann im Ende bei Irina und Mirjem auf einmal die männlichen Counterparts in romantische Höhepunkte verwandelten - Mirnatius "sah Irina an, wie die schöne Frau auf Erden" und der Staryk-König geht auf die Knie und macht einen Antrag. Das kam für mich so überraschend und gerade die Staryk--KönigxMirjem Beziehungsentwicklung war für mich auf wenigen Seiten zu gezwungen. Für mich persönlich hätte ich lieber 20 Seiten mehr genommen, wenn sich da etwas hätte entwickeln können, aber so sind wir wieder beim Märchenstyle, wo sie am Ende einfach *zack* aufwachen aus dem Negativen und die Charaktere dann plötzlich heiraten.

    Fazit: Auch wenn ich nicht immer Spaß beim Lesen hatte, ehrlicherweise, weil auch vieles passiert, mit dem man nicht so d'accord war, hab ich immer mitgefiebert und wusste nie, was als nächstes passiert. Ich liebe Märchen über alles und konnte daher die Parallelen als gut empfinden, aber für manch einen bleibt gerade der Schreibstil eventuell zu unleidenschaftlich! Trotzdem ein interessanter Versuch Märchen und Urban Fantasy zu kombinieren!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Rubinrotes Herz, eisblaue See (ISBN: 9783426509562)

    Bewertung zu "Rubinrotes Herz, eisblaue See" von Morgan Callan Rogers

    Rubinrotes Herz, eisblaue See
    ellapunktvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ganz besondere Geschichte, die eiskalt besticht
    Der Titel ist Programm - herzlich und eisig zugleich!

    Das Buch behandelt die Jugend von Florine, die an der Küste Maines lebt. Als ihre Mutter verschwindet, ändert sich alles.


    Selten hat mich ein Buch so restlos begeistert. Die Detailliertheit mit der hier vorgegangen wird, ist großartig. Verschiedene Details fügen sich stets zu einem großen Ganzen zusammen - egal ob bei Handlungssträngen oder Beschreibungen.

    Stil: Obwohl die Charaktere stark ausgeprägte Eigenheiten haben wirken sie sehr echt und realistisch, aber doch besonders und man durch die Perspektive von Florine ihre Gefühle und Handlungen gut nachvollziehen kann.

    Story: Die Story fühlt sich an, als hätte man sie vor Jahren in der Zeitung gelesen - man will wissen was passiert ist, wie es den Charakteren damals davor und danach ergangen ist und warum ihnen Unglück geschehen ist. Ein weiterer Punkt, der mich frustriert, aber auch begeistert hat, weil er für mich irgendwie eine Lektion des Lebens war: SPOILER weder der Charakter noch der Leser erfährt, was geschehen ist. Manchmal gibt es eben keine Auflösung. Wie auch der Charakter das verarbeitet und damit umgeht hat mich tief berührt.

    Fazit: Ein sehr leidenschaftliches Buch (rubinrot), was aber nicht überemotional ist und eine Geschichte auf kühle (eisblaue) Art erzählt und den Leser mitnimmt in eine andere Realität!


    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)

    Bewertung zu "Blutige Stille" von Linda Castillo

    Blutige Stille
    ellapunktvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr realistischer, düsterer Krimi mit kleineren Klischees angereichert
    Realistisch und niedergeschlagen?

    Kate Burkholder muss einen sehr grauenhaften Fall lösen, bei dem eine amische Familie brutal abgeschlachtet wurde. Schafft sie es, trotz ihrer persönlichen Vergangenheit, die überraschen bei dem Fall wieder hochkommt?


    Ich hab das Buch vor einigen Monaten für eine lange Zugfahrt mitgenommen und nicht realisiert, dass es der zweite Band der Kate Burkholder Reihe ist. Vorne weg: Man versteht das Buch also auch, wenn man die anderen Teile nicht gelesen hat.

    Was mir von vornherein positiv aufgefallen ist, sind die gefühlvollen und detaillierten Beschreibungen. Obwohl sehr grausig und realistisch (besonders die Darstellung von Schusswunden), sind auch Begebenheiten und Gefühle sehr genau dargestellt.

    Was mir nicht so gut gefallen hat ist die Ich-Perspektive in der Gegenwart und die super niedergeschlagene Stimmung - der Charakter der Kate Burkholder, sowie der Love Interest, sind so unfassbar tragisch, dass es doch sehr gestellt wirkt (aus meiner Perspektive, da ich nicht so auf Charaktere stehe, die keinerlei Freude im Leben empfinden können und emotional am Ende sind).

    Vom Stil weg, zur Story hin: der Fall war wirklich super interessant und besonders gereizt hat mich der Aspekt der Amisch-Kultur, weswegen ich das Buch überhaupt mitgenommen hatte. Soviel und tiefblickend darüber zu erfahren, während ein spannender Fall mit der Geschichte der Opfer erzählt wurde, war großartig. Lediglich der Weg, wie der Fall sein Ende fand, fand ich etwas unlogisch denn...

    SPOILER: dass eine extrem fokussierte, steife und erfahrene Polizistin wie Kate einem mehrfachen Mörder und Sexualstraftäter sowie potentiellem Snuffilmvertreiber eine Falle stellt mit nur zwei Mann als Verstärlkung, während das Gelände so groß ist wie ein Fußballfeld, fand ich total unrealistisch. Es war halt klar, dass das in die Hose geht! Wie die Situation allgemein verlaufen ist, war jedoch wieder spannend.


    Fazit: Ich finde ein paar weniger Klischees (steife Polizistin, die bemüht ist hart zu sein, Alkohol für hartgesottene Polizistin als Lösung für emotionale Probleme, generell emotionale Verklemmtheit und Dauerpessismis) würden gut tun, aber ein Klasse Fall mit viel Polizeiarbeit und Spannung!

    Kommentare: 2
    3
    Teilen

    Über mich

    • weiblich
    • 14.02.1994

    Lieblingsgenres

    Jugendbücher, Fantasy, Krimis und Thriller, Romane

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks