flumbooks

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    Cover des Buches Musashimaru (ISBN: 9783944751115)

    Bewertung zu "Musashimaru" von Choukitsu Kurumatani

    Musashimaru
    flumbooksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Musashimaru tut nicht viel. Er frisst Melone, pinkelt, ejakuliert zur Paarungszeit und verliert mit der Zeit seine Klauen. Mehr nicht.
    Aus dem Leben eines Nashornkäfers

    Phew. Ja, was soll ich sagen. Ich wurde mit der Geschichte überhaupt nicht warm. Kurumatani erzählt von sich und von seiner Frau, wie sie einen Nashornkäfer in einem Tokioter Park entdecken und diesen mit zu sich nach Hause nehmen, als Haustier. Sie nennen ihn Musashimaru. Nashornkäfer leben nicht länger als 4 bis 6 Monate, bestenfalls. Von diesem kurzen Leben des Käfers handelt das Buch, das sich auf etwa 50 Seiten erstreckt, auf den restlichen 10 Seiten wird vom Leben und Schaffen des Autors erzählt. Musashimaru tut nicht viel. Er frisst Melone, pinkelt, ejakuliert zur Paarungszeit und verliert mit der Zeit seine Klauen. Mehr passiert nicht, die Geschichte ist bloß eine Dokumentation dieses kurzen Lebens. 

    Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich eine Fiktion erwartet, eine Geschichte, ähnlich gut wie „Die Verwandlung“ von Kafka. Es reicht, wenn man sich das Gedicht auf Seite 31 und 32 durchliest, dann weiß man alles über Musashimaru und das Buch. Immerhin sind die wenigen schwarz-weißen Illustrationen ganz schön.

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    Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)

    Bewertung zu "Der Fänger im Roggen" von J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen
    flumbooksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Vielleicht konnte ich Holden auch nur deshalb hasslieben, weil er mich ein Stück weit an mein früheres Ich erinnert hat.
    Der Junge ohne Leidenschaften

    Nachdem ich im Kino war, um mir „Weathering with you“ von Makoto Shinkai anzusehen, wollte ich „Der Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger lesen, das im Film kurz eingeblendet wurde. Es scheint dort und hierzulande als Schullektüre zu fungieren, und da ich Schullektüren und Klassiker gerne mag, hatte ich es mir von einer Freundin ausgeliehen.

    Ich muss sagen, dass ich nur sehr schwer in die Geschichte von Holden Caulfiel reinkam. Er, der 16-jährige Protagonist aus betuchten Verhältnissen, erzählt von seinem dreitägigen Ausriss in sein geliebtes New York, nachdem er von seiner Schule Pencey in Pennylvania geflogen ist aufgrund seiner miserablen Leistungen und aus Angst, vor den Weihnachtsferien nach Hause zu fahren und seinen Eltern davon zu berichten, da er bereits mehrfach von anderen Schulen davor geflogen ist.

    Holden hasst überdies alles. Er hasst seine Schule, seine Lehrer, seine Mitschüler, das Kino, das Theater, die Darsteller und Schauspieler, die Clubs und Bars, die Gäste und Barkeeper darin und auch die Mädchen, die er gedatet hatte. Er hasst alles und jeden und findet alles falsch und nichtig. Alles, außer seine kleine Schwester, die liebt er abgöttisch, überhaupt mag Holden Kinder am liebsten, weil sie authentisch sind und wahrhaftig und kein falsches Spiel spielen.

    Er hält sich für den klügsten, sexiesten, hübschesten und reichsten Typen auf dem Planeten und obwohl er das Leben nicht versteht, will er trotzdem recht haben. Er regt sich fortwährend über die Heuchlerei und Oberflächlichkeiten seiner Mitmenschen auf und macht sich dennoch über das Aussehen anderer Leute lustig, so zum Beispiel über die schiefen Zähne, Pickel und abgestumpften Fingernägel seiner Mitschüler.

    In diesen Szenen konnte ich ihn am wenigsten, ja eigentlich gar nicht ausstehen. Er wirkt kindisch, fanatisch, einsichtig, oberflächlich und verhält sich aufsässig und rebellisch gegenüber Freunden, Eltern und anderen Autoritätspersonen, die es eigentlich nur gut mit ihm meinen und die nicht wollen, dass er sich durch seine Leidenschaftslosigkeit sein komplettes Leben verbaut.

    Und dann gab es wiederum Szenen, in denen er sich in Mitleid verlor und anfing zu weinen. In diesen Momenten zeigte er, dass er ja doch nur ein Jugendlicher war, der nichts mit sich und seinem Leben anzufangen weiß, und der dies mit Zigaretten, Alkohol und Nutten zu kompensieren versucht, und dass er eigentlich nur ein junger Mensch ist, der mit der schieren Auswahl an Möglichkeiten überfordert ist und auch mit den Anforderungen, die man an ihn hegt, ja dass er einen weichen Kern hat, von dem ich gerne öfters in der Geschichte gelesen hätte, und dass er ein Schöngeist ist auf der Suche nach Freiheit, Vorbildern und Lebensrezepten.

    Ich bin sehr zwiegespalten, was diesen Roman angeht, vor allem hat mir der Stil nicht gefallen, der äußerst bubenhaft ist und vulgär und ich musste nicht selten mit den Augen rollen. Trotzdem las sich der Roman äußerst schnell und flüssig, trotz oder gerade wegen dieser Jugendsprache, von der ich nicht sagen kann, ob sie damals zeitgemäß war. Sie wird sich natürlich nochmal durch die Übersetzung vom Englischen ins Deutsche unterscheiden.

    Vielleicht konnte ich Holden auch nur deshalb hasslieben, weil er mich ein Stück weit an mein früheres Ich erinnert hat, als ich in seinem Alter war, und dass ich einsehen musste, dass wir womöglich alle so sind wie er in dieser schweren Lebensphase… Insofern kann sich der heutige Leser womöglich immer noch gut mit ihm identifizieren, und dass ist mir beim Lesen immer am wichtigsten.

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    Cover des Buches Fireworks, Should We See It from the Side or the Bottom? (light novel) (ISBN: 9781975353261)

    Bewertung zu "Fireworks, Should We See It from the Side or the Bottom? (light novel)" von Shunji Iwai

    Fireworks, Should We See It from the Side or the Bottom? (light novel)
    flumbooksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Nett zu lesen vielleicht an sommerlich-sonnigen Tagen auf dem Balkon, im Garten, im Park oder am Strand.
    Ist ein Feuerwerk von der Seite aus betrachtet rund oder flach?

    Norimichi und seine Schulfreunde haben Sommerferien. In ihrem Ort soll ein Feuerwerksspektakel stattfinden. Er und seine Freunde fragen sich, ob ein Feuerwerk von unten oder von der Seite aus betrachtet werden soll, und ob es, je nach Perspektive, rund oder flach ist. Sie schließen eine Wette unter Jungs ab und wollen gemeinsam zum Leuchtturm gehen und es sich ansehen.


    Norimichi nimmt aber nicht am Treffen teil. Er verabredet sich mit seiner heimlichen Liebe Nazuna, die von Zuhause abhaut, weil ihre Mutter nochmal heiraten und umziehen will. Nazuna möchte aber nicht, sie will in der Stadt, auf ihrer Schule, bei ihren Freunden bleiben und nimmt sich vor, mit Norimichi nach Tokio auszureißen.


    Blöd nur, dass sie dabei von ihren Schulkameraden und ihrer Mutter verfolgt und immer wieder erwischt werden, wäre da nicht diese gläserne Kugel, die Nazuna am Strand gefunden hat: Diese entpuppt sich buchstäblich als Zeitkapsel, mit der Norimichi die Zeit verändern kann zu einem Punkt, an dem er die Verfolgung hätte abwenden können, und ändert damit auch die Welt und ihre physikalischen Gesetze: Mal ist das Feuerwerk tatsächlich flach, mal sieht es blumig aus oder es nimmt eine andere, sonderbare, für ein Feuerwerk untypische Form an. Nur daher rührt der Name des Romans.


    Ich fand es leider langweilig. Habe auch den Film zum Buch gesehen. Ein klassisches Teenie-Liebesdrama mit Zeitreise-Setting, das sich in Szenen-Recycling verliert; schon zu oft gelesen und gesehen. Nett zu lesen vielleicht an sommerlich-sonnigen Tagen auf dem Balkon, im Garten, im Park oder am Strand, leichte Lektüre trotz Englisch, aber nichts Atemberaubendes.


    Anmerkung zum Film: Der Stil hat mich leicht an Bakemonogatari erinnert, aber dafür, dass der Film vom Produzenten von Your Name., also von Makoto Shinkai?, sein soll, habe ich wesentlich mehr erwartet.

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    Cover des Buches Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat (ISBN: 9783888978562)

    Bewertung zu "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" von Pierre Bayard

    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    flumbooksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Der Name des Essays ist Programm. Er liefert, was er verspricht, nicht mehr und nicht weniger. Kann man lesen, muss man aber nicht.
    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat

    Wie verhält man sich gegenüber der Familie, vor Freunden, den Kollegen und dem Vorgesetzen, wenn über Bücher gesprochen wird, die man gar nicht kennt und nicht gelesen hat, die man bloß von Hörensagen kennt, die man nur quergelesen hat oder die man gänzlich las, deren Inhalt aber man vergessen hat, so dass man nicht mal mehr wiedergeben kann als das, was auf dem Klappentext steht?


     Muss man sich dessen schämen, wenn man Bücher nicht gelesen hat, die man gelesen haben sollte? Etwa Klassiker oder solche, über die man doziert oder referiert. Muss man sich dafür entschuldigen und rechtfertigen, oder kann man sich nicht einfach durchsetzen und behaupten, es sei der einzige Weg, Bücher in ihrer Kernessenz zu erfassen, wenn man sie nicht liest oder anderen zu lesen gibt und sich dessen Meinung einholt, um diese zu seiner eigenen zu machen.


    Davon handelt dieser Essay. Dabei greift der Autor, selbst Literaturprofessor, auf bekannte Schriftsteller, deren Romanhelden und ihre Haltung und Hommage an das Nichtlesen zurück. Bücher sollten nicht einzeln betrachtet werden, sondern immer im Kontext stehen mit dem gesamten Kanon der Literatur.


    Der Name dieses Essays ist Programm. Die Methode des Nichtlesen konnte ich hervorragend hieran testen, weshalb ich nur die Inhaltsangabe und das Nachwort gänzlich las und die Kapitel nur überflog um mir einen groben Eindruck zu verschaffen. Da der Essay liefert, was er verspricht, gibt es von mir 5/10 Sternchen. Kann man lesen, muss man aber nicht, um ihn zu mögen und zu verstehen.

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    Cover des Buches Die Großwäscherei (ISBN: 9783945370049)

    Bewertung zu "Die Großwäscherei" von Andor Endre Gelléri

    Die Großwäscherei
    flumbooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist, als könnte man die Waschmaschinen, Bügeleisen und Heizungsrohre riechen und spüren im Dunst der giftigen Chemikalien.
    Budapester Arbeiterklasse und Rotlichtmilieu der 1930er Jahre

    Der Hauptroman des ungarischen Schriftstellers Andor Endre Gellérie handelt von einer Budapester Großwäscherei der 1930er Jahre. Zu der Zeit erschien der Roman auch, um 1931 als Buchform. Dieser handelt vom Eigentümer der Großwäscherei, Jenö Taube, der mit seiner Macht und seinem Einfluss überfordert ist und versucht, seine Lebenskrise zu meistern. Um ihn scharen sich Waschfrauen, Heizer, Färbejungen, Bügelmädchen und Vorarbeiter im Überlebenskampf und in der Existenzsicherung, die alle ein wenig von seinem Geld und „Glück“ abhaben wollen. Seine Angestellten sind gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen und katastrophalen Wohnverhältnissen innerhalb der Stadt ausgesetzt und haben Träume und Visionen von einem besseren Leben in Zeiten den Frühkapitalismus. Durch surrealistische Fantasien und traumhafte Szenen und Sequenzen zeichnet der Autor ein Bild der damaligen Arbeiterklasse und des Rotlichtmilieus im Dunst der giftigen Chemikalien, in dem die Arbeiter tagtäglich schuften müssen, um sich über Wasser zu halten. Es ist, als könnte man die rotierenden Waschmaschinen, gleitenden Bügeleisen und pfeifenden Beheizungsrohre riechen und spüren in dieser hitzig-schwitzenden und stampfenden Kulisse, die mich beim Lesen in ihren Bann gezogen hat.

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    Cover des Buches Das Muschelessen (ISBN: 9783492274005)

    Bewertung zu "Das Muschelessen" von Birgit Vanderbeke

    Das Muschelessen
    flumbooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Atemlos und rasant.
    Vergleich eines totalitären und diktatorischen Staats

    Im Mittelpunkt der Erzählung „Das Muschelessen“ von Birgit Vanderbeke, die 1990 erschien, steht der totalitäre und gewalttätige Vater einer vierköpfigen Familie. Die Frau, der Sohn und die Tochter, Letztere gleichzeitig die Ich-Erzählerin, warten eines Abends auf seine Rückkehr am Esstisch, denn der Vater war unterwegs auf einer Geschäftsreise. Zu feiern gibt es seine vermeintliche Beförderung. Zum Anlass vorbereitet wurden Muscheln, die, außer der Vater, niemand zu essen vermag. Normalerweise steht das Essen täglich zur selben Zeit, nämlich um 18 Uhr, auf den Tisch, dementsprechend wird erwartet, dass der Vater pünktlich durch die Tür kommt. Dies allerdings geschieht nicht, er lässt stundenlang auf sich warten, und im Laufe dieser Zeit geraten die Familienmitglieder in ein hitziges und hemmungsloses Gespräch über den Vater und die, nach seinen Vorlieben und Vorstellungen konzipierte, „perfekte“ Familienidylle. Mutter/Frau, Sohn und Tochter haben sich seither immer seinen Anweisungen gefügt, niemand hat es je gewagt, sich gegen den Vater aufzulehnen, bis zu diesem Abend, an dem die eine oder andere Flasche Wein ebenso ihren Beitrag leistet. Hier wird ein Vergleich zum totalitären und diktatorischen Staat zu Zeiten der DDR gezeichnet. Der Text ist fließend, besitzt keine Absätze, und es kommt nicht selten vor, dass sich ein einzelner Satz, getrennt durch sehr viele Kommata, über mindestens 1-2 Seiten erstreckt, beim Lesen wird man geradezu atemlos, aber das mochte ich sehr, es ist sehr rasant und es ist atemberaubend zu lesen, wie und woran sich die einzelnen Familienmitglieder im Bezug und Verhältnis zum Vater erinnern. Am Ende ist es der Familie tatsächlich möglich, sich emotional vom Vater zu lösen und aus der Situation auszubrechen.

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    Cover des Buches Das Gesicht des Anderen (ISBN: 9783821801148)

    Bewertung zu "Das Gesicht des Anderen" von Kobo Abe

    Das Gesicht des Anderen
    flumbooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Abe war seinerzeit als der japanische Kafka bekannt.
    Erscheinung, Handeln und Wirkung

    Bei einem Arbeitsunfall wird das Gesicht des fiktiven Wissenschaftlers entstellt. Er konstruiert eine zweite Haut, die seiner echten derart gleicht, dass er sie seither als Maske trägt, wenn er sich innerhalb der Gesellschaft bewegt. Das Buch handelt von dem Schaffensprozess der Maske sowie von ihrer Wirkung auf die Gesellschaft: Tragen wir nicht alle eine Maske, und was steckt dahinter? Je länger der Wissenschaftler die Maske trägt, desto mehr entfremdet er sich von der Gesellschaft und seiner Frau, trotz seiner impulsiven Versuche der Integration. Auf sterile, nüchterne und psychoanalytische Weise wird hier die Erscheinung des Menschen, sein Handeln und sein Wirken auf die Gesellschaft beschrieben, deren Mitglieder im ständigen Versuch sind, ihr Gesicht zu wahren oder zu verstecken und mit ihren diversen Identitäten zurechtzukommen. Kobo Abe war seinerzeit als der japanische Kafka bekannt. „Das Gesicht des Anderen“ erschien im Jahre 1964, es ist aber, meiner Meinung nach, immer noch modern und passt sehr gut in unsere heutige Zeit, zum Beispiel im Hinblick auf Tätowierungen und Schönheits-OPs, die in unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

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    Cover des Buches Alice im Wunderland (ISBN: 9783458317425)

    Bewertung zu "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll

    Alice im Wunderland
    flumbooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ich kann es nur jedem ans Herz legen, die beiden Klassiker in die Hand zu nehmen und zu genießen, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch.
    Hommage an Lewis Carroll und Tim Burton

    „Alice im Wunderland“ ist ein typischer Klassiker für mich. Jeder kennt die Disney-Verfilmung und womöglich auch die beiden Adaptionen von Tim Burton, aber das Original und die Fortsetzung „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll haben sehr viele nicht gelesen. Vermutlich sind Klassiker generell Bücher, über die jeder spricht und die keiner gelesen hat und die als verhasste Schullektüre in der Oberstufe enden. xD Nun, Spaß beiseite. Ich finde es erstaunlich wie weitreichend „Alice im Wunderland“ ist und welchen Einfluss es bislang auf unsere (Literatur-)Geschichte und Popkultur hatte: Adaptionen in Buch, Film, Anime und Videospiel und nicht zuletzt auch in der Medizin (Stichwort „Alice-Im-Wunderland-Syndrom“, gibt es wirklich!). Ich kann es nur jedem ans Herz legen, die beiden Klassiker in die Hand zu nehmen und zu genießen, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Dieser Wortwitz ist grandios und ist nicht bloß etwas für Kinder, sondern auch und vor allem für Erwachsene, die sich mit viktorianischer Gesellschaftskritik anfreunden wollen.

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    Cover des Buches Brief an den Vater (ISBN: 9783866473065)

    Bewertung zu "Brief an den Vater" von Franz Kafka

    Brief an den Vater
    flumbooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ich war 19, als ich Kafka zu lesen begonnen hatte und bin heute 25. In dieser Zeit ist Kafka für mich zu einem Vorbild geworden.
    Womöglich DAS (auto-)biographischste Werk des letzten Jahrhunderts

    Ich war 19, als ich Kafka zu lesen begonnen hatte und bin heute 25. In dieser Zeit ist Kafka für mich zu einem Vorbild von Werk und Leben geworden, gerade weil er für mich ein Ratgeber war, der mich auf meiner Suche nach Wahrheit und Lebensrezepten begleitet hat. Ich kann sehr gut nachvollziehen, was Max Brod, man könnte sagen sein bester Freund und Mentor, in ihn gesehen hat und kann es auch auf mich beziehen, nämlich, dass gerade die Jugend, für Kafkas Werke, am zugänglichsten ist, obwohl man es ihnen womöglich nicht zutraut. Brod wusste es besser und so auch Kafka, der das Leben nicht verstand und trotzdem recht hatte. Kafkas „Brief an den Vater“ wurde in nur einer einzigen Nacht während eines produktiven Rauschs geschrieben und zählt heute womöglich zu DEN (auto-)biographischsten Werke des letzten Jahrhunderts, in dem er seine Vater-Sohn-Beziehung literarisch aufbereitet und verarbeitet. Das macht es zu meinem absoluten Lieblings-Klassiker.

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    Cover des Buches Love, Simon (Filmausgabe) (ISBN: 9783551317520)

    Bewertung zu "Love, Simon (Filmausgabe)" von Becky Albertalli

    Love, Simon (Filmausgabe)
    flumbooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: In allem war es sehr vorausschaubar, ich musste unabdingbar mit den Augen rollen und mit dem Kopf schütteln.
    Simon vs. the Homo Sapiens Agenda

    Mir hat "Love, Simon" leider überhaupt nicht gefallen. Sowohl das Buch als auch der Film @lovesimonmovie waren mir zu klischeehaft und kitschig. Da habe ich schon andere Teenie-Komödien lieber gemocht. Es war mir, als sei die Autorin bewusst auf diese LGBT-Pro-Schiene aufgesprungen, um zu polarisieren, und als hätte sie all das in ihr Buch gepackt, wovon sie ausging, dass es total "hip" bei den Teenies ist. In allem war es sehr vorausschaubar, ich musste unabdingbar mit den Augen rollen und mit dem Kopf schütteln. Womöglich gehöre ich einfach nicht mehr zur Zielgruppe. Ich fürchte, ich werde alt. Aber dann sei es so. xD

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    • männlich
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