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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Sternenfeuer - Gefährliche Lügen (ISBN: 9783426283615)

    Bewertung zu "Sternenfeuer - Gefährliche Lügen" von Amy Kathleen Ryan

    Sternenfeuer - Gefährliche Lügen
    flyingellevor 9 Jahren
    Rezension zu "Sternenfeuer: Gefährliche Lügen" von Amy Kathleen Ryan

    Aufmachung & Details:
    Sternenfeuer - gefährliche Lügen besitzt wirklich ein wunderschönes Cover. Es erregte sofort meine Aufmerksamkeit, denn die Kette auf dem weißen Grund ist ein echter Eyecatcher. Meiner Meinung nach wurde der Stein der Kette, der dem Weltraum nachempfunden wurde, toll eingeflochten. Eines meiner Lieblingscover seit langem!
    Dann gab es noch etwas im innerem des Buches, was mir auffiel. Am Anfang eines jedem Kapitel wurden tolle Bilder im Stil des Steines abgebildet. Das war ein wirklich schönes Extra. Kurz: Ich bin mit der Gestaltung dieses Buches vollkommen zufrieden.

    Idee & Umsetzung:
    Die Idee von zwei völlig verschiedenen Raumschiffen, die beide eine langjährige Reise ins Weltall antreten und sich nun in die Quere kommen, fand ich toll. Sowieso finde ich den Weltraum als Ort für ein Buch total interessant und könnte mir gut vorstellen, auch weitere Bücher mit dieser Überschneidung zu lesen. Amy Kathleen Ryan hat sich das Leben der Bewohner auf so einem Raumschiff sehr genau überlegt. Mich persönlich überkam ein Drang, selber in ein Raumschiff zu steigen und loszudüsen.
    Allerdings gab es auch eine Sache, die mich störte. Die dystopischen Ansätze, auf die dann allerdings nicht eingegangen wurden. Was ist auf der Erde passiert, dass die Bewohner hinderte, dort weiter zu leben? Und was ist mit New Earth? Wie wurde dieser Planet entdeckt, wie sieht er aus. Solche Fragen hätte ich gerne noch beantwortet haben.
    Für mich ist es zudem noch wichtig zu sagen, dass das Buch einen stark religiösen Zug annahm. Das ist nichts grundsätzlich negatives und ich kann nicht sagen, dass es mich wirklich gestört hat, allerdings muss ich zugeben, dass ich persönlich nicht viel mit so etwas anfangen kann, da ich nicht wirklich freundlich dem Christentum gesinnt bin. Allerdings fand ich es interessant, wie die unterschiedlichen Parteien aufeinander trafen: Stark religiös und Atheistisch, teilweise schon feindlich gegenüber Religion eingestellt. Davon hoffe ich noch mehr im zweiten Band zu lesen, denn das macht Sternenfeuer zu viel mehr als einem normalen Jungendbuch.
    Noch eine weitere Tatsache ließ dieses Buch aus den Jugendbuch Schuhen wachsen: Amy Kathleen Ryan gelingt es in umwerfender Manier das Szenario einer Gesellschaftsneubildung darzustellen. Durch das alleinige vorhanden sein von Kindern wurde dies noch um ein vielfaches interessanter. Sehr glaubhaft wurde mir als Leser dargestellt, wie diese Kinder mit der neuen Situation umgehen. Ein riesiger Pluspunkt, auf den ich nicht viel mehr eingehen will, da ich Spoiler fürchte.

    Schreibstil:
    Amy Kathleen Ryans Stil ist einfach und jugendlich, so dass ich mich von Anfang an wohlfühlte. Die ernsten Themen in der einfachen Sprache verpackt waren eine tolle Kombination und wirkten auf keinen Fall zu anspruchslos. Es ist stets flüssig und ich habe dieses Buch in wenigen Tagen durchgelesen. Nie wird es dröge oder langweilig, denn obwohl es vielleicht nicht immer hoch her geht, war ich nie gelangweilt. Einzig allein ein paar mehr Beschreibungen über den Weltraum hätte ich mir gewünscht, denn das ist ja das phantastische an diesem Buch. Ansonsten kann ich den sauberen Stil von Amy Kathleen Ryan nur loben.

    Charaktere:
    Waverly war mir eine sehr sympathische Protagonistin. Sie hatte eine starke Meinung und ließ sich durch nichts verunsichern, war fest entschlossen und ließ sich nicht verbiegen. Und trotzdem behielt sie bei all ihrer Entschlossenheit auch ihre Menschlichkeit. Ich konnte stets mit ihr Mitfühlen und habe ihre Entscheidungen nachvollziehen, ja sogar bewundern können. Waverly war für mich ein Mädchen, wie ich es gerne sein würde und besitzt Charakterzüge, die den meinen ähneln. Ich habe erst einmal stärker erlebt, und das war bei Alice, die Protagonistin der Unter dem Vampirmond-Reihe.
    Es gab auch andere Charaktere, die mir sehr sympathisch waren, wie zum Beispiel eine Freundin Waverlys, Samantha. Und auch wenn mir die meisten Charaktere nicht sonderlich sympathisch waren - was allerdings meines Erachtens auch von der Autorin beabsichtigt war -, fand ich sie immer interessant, da sie mehrere Dimensionen besaßen. Es gab immer noch eine Schicht tiefer zu entdecken, und jeder Charaktere ließ in verschiedene Einsichten seines Seins einblicken. Amy Kathleen Ryan gelang es wirklich herrlich, Personen darzustellen.

    Ende:
    Ein Ende, dass definitiv nach einem zweiten Teil verlangt. Obwohl vielleicht eine Sache erledigt ist, und nun neue Aspekte in den Buchverlauf einbringt, gibt es noch viele Dinge, die sich klären müssen. Ich bin schon total gespannt auf den nächsten Teil.

    Fazit:
    Ein sehr schönes Buch, dass einiges mehr her gibt als die typische Jugendbuch Dystopie. Die tolle Umsetzung und die interessanten Charaktere haben es zu einem wirklich lesenswertem Buch gemacht. Mir fallen nicht viele Minuspunkte ein, doch ich bin noch nicht völlig gepackt von der Geschichte. Mir fehlt der Wow Faktor. Doch vielleicht kommt der ja im zweiten Teil, den ich mir auf jeden Fall kaufen werde. Ich vergebe 8 Elfies, was 4 Sterne im normalen System wären.

    Zitate:
    Manchmal in unserem Leben müssen wir uns einem großen Verlust stellen. Die Leere des Verlusts türmt sich auf, und wir haben keine andere Wahl, als sie zu ertragen. - Seite 196

    Tränen rollten über Sarahs sommersprossige Wangen. "Gott sei Dank."
    Samanthas Mienenspiel verhärtete sich. "Diese Schlampe." - Seite 134

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    Cover des Buches Plötzlich Fee - Winternacht (ISBN: 9783453267220)

    Bewertung zu "Plötzlich Fee - Winternacht" von Julie Kagawa

    Plötzlich Fee - Winternacht
    flyingellevor 9 Jahren
    Rezension zu "Plötzlich Fee - Winternacht" von Julie Kagawa

    Um es kurz zu sagen: Der erste Teil der Reihe hat mir besser gefallen. Für mich fehlte einiges an Spannung, was selbst die toll gestaltete und erzählte Feenwelt nicht mehr retten konnte. Dieser Teil der Reihe hat mir auf keinen Fall total missfallen, doch für mich lag es zu nah am ersten Teil. Es war nicht mehr wirklich etwas neues und ich hatte diese pure Begeisterung vom Vorgänger verloren. Trotzdem hat dieses Buch natürlich auch einige Vorzüge, die im ersten Teil präsent waren, und diese, samt den Nachteilen, führe ich euch nun genauer auf.

    Aufmachung & Details:
    Nun, wirklich kreativ ist das Cover ja nicht gerade, immerhin gleicht es dem ersten Teil aufs Haar, bloß dass der Stil geändert und das Auge umgedreht wurde. Trotzdem gibt es Pluspunkte für etwas anderes als ein Mädchengesicht und ich finde die deutschen Cover um einiges schöner als die Englischen. Die winterliche Gestaltung fand ich auch sehr gelungen und echt schön, aber ich glaube, man hätte sich da etwas kreativeres ausdenken können.
    Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt, allerdings wird dies nur von einer Schneeflocken bevölkerten Seite unterteilt, und nicht vielleicht mit einem schönem Zitat. Ansonsten sind mir keine inhaltlichen oder gestalterischen Details aufgefallen.

    Idee & Umsetzung:
    Die Erwartungen, die ich an das Buch hatte, wurden eingehalten, allerdings nicht übertroffen. Ich fand es teilweise etwas zäh, wie schon erwähnt fehlte mir die Spannung. Obwohl es teilweise neue Erkenntnisse gab, kann ich nur von einem sagen, dass mich wirklich schockiert hat, obwohl, so glaube ich es jedenfalls, mehrere Dinge diesen Effekt haben sollten. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin vielleicht in eine neuere Richtung einschlägt, denn dieses Buch ähnelte von dem Verlauf und der Geschichte dem ersten sehr stark. Kleinere Elemente, wie zum Beispiel eine Dreiecksgeschichte - die mein Herz allerdings nicht erweicht, sondern eher erzürnt hat -, werden eingebunden, doch dieses leicht desinteressierte "Gähn. Hatten wir das nicht schon mal?"-Gefühl konnte nicht vertrieben werden.
    Um es noch einmal zusammen zu fassen: Viel zu nah am ersten Teil, viel zu wenige neue Einflüsse. Keine Spannung und keine Überraschungen, die zu einem richtig guten Buch gehören.

    Schreibstil:
    Julie Kagawas Schreibstil ist unverändert gut. Obwohl ich mich vielleicht ein klein wenig weniger für die Beschaffenheit des Feenreichs begeistern konnte, war ich stets beeindruckt von ihrer Fähigkeit, diese toll ausgedachte Welt zu beschreiben, sodass man diesen fantasievollen Ort immer vor seinem geistigen Auge sehen konnte. Trotz dieser Beschreibungen als definitives Highlight fand ich die anderen Aspekte ihres Stils auch außerordentlich gut. Er ist klar strukturiert und stets flüssig, die Beschreibungen sind immer schön, egal, ob Meghan sich im Feenreich aufhält oder nicht, und ihr gelang es sehr gut, die verschiedenen Menschen bzw. Wesen darzustellen. Dieses sich herziehen lag definitiv inhaltlich, nicht stilisch.

    Charaktere:
    Meghan war mir weiterhin sympathisch. Mir gefällt ihre ziemlich direkte Art und ihre feste Bindung zu ihrer Familie und ihren wenigen Freunden, die mich stets beeindruckt hat. Ich konnte ihre Empfindungen und Handlungen stets nachempfinden, obwohl ich mir eine weitere Wandlung gewünscht hätte, denn ich konnte keine wirkliche Weiterentwickelung entdecken.
    Wogegen man in Pucks Verhalten eine eindeutige Wandlung sehen konnte. Er war selbstverständlich wieder an Meghans Seite, unverändert in seinem stets humorvollem und leicht verspottendem Verhalten. Allerdings zeigte er in diesem Band auch eine ernstere Seite und man erhielt einiges mehr an Tiefblick.
    Ash allerdings ist mir unsympathisch. Während ich im ersten Band noch für seine Ernsthaftig- und Sturheit schwärmte, ging sie mir in diesem Teil auf die Nerven. Für mich hat er tiefliegende Entscheidungsprobleme und verdient es mal, durchgeschüttelt zu werden. Gegen Ende wurde er mir zwar wieder recht sympathisch, allerdings kann ich ihm durch diese 15 Seiten nicht die restlichen 480 verzeihen.
    Die anderen Charaktere fand ich toll. Teilweise waren es alte Bekannte aus dem Vorgänger, die entweder einen größeren Anteil im zweiten fanden, ihre vorige Präsenz wieder aufnahmen oder komplett neue Charaktere, die alle sehr interessant waren. Nie gleicht jemand einem anderen, sie haben allesamt einen interessanten Tiefgang und machen neugierig.

    Ende:
    So Romantisch. Mehr kann ich gar nicht sagen. Ich bin ein typisches Mädchen, dass man mit solchen leicht kitschigen Momenten gut einfangen kann. Ich bin geschmolzen, als das große Finale kam. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich mir den nächsten Band sofort holen muss. Ich finde es ziemlich traurig, da ich nach dem beenden des ersten Bandes meine neue Lieblingsserie erspähte, doch ich fürchte, für mich ist jetzt schon die Luft ein wenig raus.

    Fazit:
    Ich kann es eigentlich in sehr wenigen Worten zusammenfassen: Für mich ist die Spannung verschwunden. Das zweite Buch hat mich viel zu sehr an den ersten erinnert, die Begeisterung, die ich vorher spürte, war verschwunden. Obwohl es natürlich auch einige Vorzüge an diesem Buch gab, war es mir einfach zu sehr die selbe Geschichte wie ein Band vorher. Ich weiß noch nicht, ob ich mir den dritten Band dieser Reihe holen werde. Elfie ist 6 mal im Raum herum geflogen, was 3 Sterne im normalen System sind. Mehr ist für mich bei dem zweiten Band der Plötzlich Fee Reihe leider nicht drin.

    Zitate:
    Vielleicht spielte er ja wegen der Königin den Coolen, aber zumindest Hallo hätte er doch sagen können. Ich machte mir eine gedankliche Notiz, ihn später deswegen anzumotzen, wenn wir allein waren. - Seite 33

    Schmerz flammte in meiner Brust auf, so heftig, dass ich laut aufkeuchte. Fühlte sich so ein gebrochenes Herz an? War es möglich, an diesem Schmerz zu sterben? Ich hatte die Mädchen in der Schule immer für melodramatisch gehalten, wenn sie wochenlang rumheulten und jammerten, weil sie von ihren Freunden verlassen worden waren. Ich hatte immer gedacht, dass es völlig unnötig wäre, so ein Theater zu machen. Aber ich war auch nie zuvor verliebt gewesen. - Seite 64

    Er war ein Schwindler. Er hatte mich benutzt, um seine eigenen Ziele zu erreichen.
    Und das Traurigste daran war, dass ich ihn noch immer liebte. - Seite 64

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    Cover des Buches Julia für immer (ISBN: 9783863960216)

    Bewertung zu "Julia für immer" von Stacey Jay

    Julia für immer
    flyingellevor 9 Jahren
    Rezension zu "Julia für immer" von Stacey Jay

    Ich reg mich gar nicht lange über das absolut unkreative und klischeehafte Cover auf, sondern lobe das, was darunter steckt! Wenn man den Schutzumschlag entfernt, kommt ein wirklich schöner Buchdeckel zum Vorschein, der genau in den selben Farben wie das Cover gehalten ist, allerdings aus verschiedenen, edlen Mustern und Ranken besteht. Ich persönlich finde das viel schöner als das 0-8-15 Mädchengesicht, was man zuerst sieht, aber das ist Geschmackssache.
    Ganz zu Beginn des Buches ist ein altes, italienisches Sprichwort zu finden und am Anfang jedes Kapitels befindet sich über der Kapitelzahl ein schönes Emblem. Ansonsten sind mir keine inhaltlichen Zusätze oder weitere Verzierungen aufgefallen, was ich allerdings in Ordnung fand.

    Idee & Umsetzung:
    Die Idee von Romeo und Julias völliger Neuinszenierung fand ich auf jeden Fall sehr gut! Es weckte von Anfang an meine Neugier und ist etwas völlig neues auf dem Markt, jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, etwas Ähnliches je gelesen zu haben.
    Allerdings ist es hier die Umsetzung, die mir nicht gefallen hat. Zu Anfang fiel es mir unglaublich schwer, mich in die Geschichte einzulesen und den Faden zu finden. Als Leser taucht man plötzlich in ein verwirrendes Szenario ein, ohne auflösende Informationen zu erhalten, dafür kommen immer mehr Eindrücke und Storyfetzen auf einen zu. Nach einiger Zeit hatte ich den Faden zwar gefunden und es fiel mir merklich leichter in der Handlung zu recht zu kommen. Trotzdem, wirklich begeisterter wurde ich nicht. Julia ist total verwirrt und hat keine Ahnung, was sie bloß tun soll, was nicht nur anstrengend, sondern auch langweilig für den Leser ist. Ich konnte lange Zeit keine wirkliche Handlung erkennen, bis die Story dann ein wenig an Fahrt zunahm. Und dann gab es noch eine Sache, die mich ziemlich störte: Es ging alles irgendwie so einfach, so schnell. Auf unrealistische Weise passierten Dinge von dem einen Moment zum anderen, und so verlor das Buch um einiges an seiner Echtheit. Dies zog sich wie der Faden, den ich zu Anfang vergeblich suchte, durch das ganze Buch: Bis zum Ende können die Dinge sich in zwei Sätzen ändern, obwohl das vorher völlig unmöglich schien. Allgemein kann ich nicht sagen, dass ich die Geschichte gut umgesetzt fand, meines Erachtens wurde einiges an Möglichkeiten nicht genutzt.

    Schreibstil:
    Obwohl ich, wie ich gerade ausführlich erzählte, von der Umsetzung nicht wirklich begeistert war, konnte ich das Buch flüssig lesen. Stacey Jay gelang es, durch kleine Spannungen den Leser am Ball bleiben zu lassen und fiel durch ihren ordentlichen Stil positiv auf. Obwohl ich finde, dass sie sich schon ein wenig altertümlicher hätte ausdrücken können - ich empfand die Ausdrucksweisen Romeo und Julias, und auch die Beschreibungen von Orten, Menschen oder Dingen im Erzählermodus, als etwas zu aktuell -, kann ich nicht wirklich etwas schlechtes über ihren Stil sagen. Ich war nicht gefesselt, aber auch nie gelangweilt.
    Hauptsächlich werden die Geschehnisse aus der Sicht von Julia erzählt, doch einzelne Kapitel sind aus der Sicht von Romeo geschrieben. Für die beiden verschiedenen Protagonisten wurden unterschiedliche Schriftarten gewählt, und ich hatte auch das Gefühl, dass Romeo sich in seinen Gedanken ein wenig gehobener ausdrückte.

    Charaktere:
    Das monumentalste, was mich an diesem Buch störte, war, dass ich einfach nicht mit Julia zurecht kam. Meines Erachtens ist sie ziemlich egoistisch und verhält sich wie ein kleines Kind, was alles nur aus ihrer Sicht sieht und nie auf die anderen eingeht. Obwohl sie ein schlechtes Gewissen hat, zieht sie die Dinge einfach weiter durch, egal, wie furchtbar sie zu sein scheinen. Sie ist einer der unausgeglichensten Personen, von denen ich je gelesen habe und erwähnt andauernd, dass sie diese und jene Person hasst. Für ein 700 Jahre altes Mädchen verhielt sie sich einfach kindisch. Selbstverständlich hatte sie auch ihre positiven Eigenschaften, doch ich fand, dass ihre schlechten diese um ein vielfaches übertreffen. Ich kann nicht wirklich darauf eingehen, ohne zu spoilern, deswegen lasse ich das Thema nun ruhen, aber ich kann zusammenfassend sagen, dass ich weder Julias Taten noch ihre Gefühle nachvollziehen konnte.
    Romeo hingegen fand ich wahnsinnig interessant. Er war böse und total verrückt, doch gerade dieses unberechenbare machte ihn interessant. Er hatte ein Haufen viel echter wirkende Probleme und viel interessantere Gedanken. Obwohl er natürlich auch seine Minuspunkte hatte, war er einfach der viel facettenreichere und ansprechendere Charakter.
    An den anderen Personen, egal ob magisch oder nicht, konnte ich ebenso wenig finden wie an Julia. Sie blieben mir einfach viel zu sehr an der Oberfläche, und selbst als versucht wurde, Intimität und echte Emotionen herzustellen, gelang dies nicht wirklich und ich war nicht berührt.

    Ende:
    Das Ende wurmt mich. Denn aufgrund der letzten 10 Seiten habe ich das Gefühl, dass mir der zweite Band um einiges besser gefallen könnte, wenn dieser so wird, wie ich mir das vorstelle. Außerdem gibt es noch ziemlich viele Geheimnisse, die mich dann doch interessieren. Die Chancen stehen ziemlich gut, dass ich es mit Romeo für immer noch einmal probieren werde, aber sollte dieser Teil mich nicht versöhnlich stimmen, wars das wohl für mich, was diese Reihe angeht.

    Fazit:
    Ich glaube, dass das Buch eigentlich sehr gut sein könnte. Ich persönlich hab mich bei der Gestaltung, die die Geschichte annahm, einfach nicht wohl gefühlt, und mit Julia konnte ich mich kein bisschen anfreunden. Ohne diese beiden Dinge hätte dieses Buch wohl das Potential gehabt, eines meiner Lieblingsbücher zu werden. Ich vergebe für dieses Buch 7 kleine Elfies, was 3,5 Sterne im normalen System wären. Ich persönlich würde eher 3 Sterne als 4 geben, da ich einfach zu viele große Störeffekte beim lesen hatte.

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    Cover des Buches Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz (ISBN: 9783863960179)

    Bewertung zu "Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz" von Kimberly Derting

    Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz
    flyingellevor 9 Jahren
    Rezension zu "Dark Queen" von Kimberly Derting

    Aufmachung & Details im Buch:
    Das Cover finde ich in Ordnung. Mädchen als Cover sind bei mir meistens schon ein Minuspunkt, da so etwas nun wirklich wie Sand im Meer gibt. Na ja, wenigstens starrt sie nicht vom Buchcover herauf, sondern zeigt etwas mehr Indivuallität.
    Den Titel fand ich, bevor ich das Buch durchgelesen hatte, ziemlich doof. Nach beenden des Buches konnte ich den Sinn verstehen, hätte ihn aber mehr für den zweiten Teil verwendet. Nun ja, ich bin gespannt, wie der dann heißen wird.
    Ich konnte keine Details im Buch entdecken, weder inhaltliche Extras wie eine Karte oder kleine Zitate, noch Verzierungen, außer die Außenseite des Buches ohne Umschlag. Dort ist teilweise ein weißes Muster auf dem schwarzen Grund zu finden, was das allerdings genau darstellen soll, weiß ich selber nicht. Für mich sieht es wie Fußabdrücke aus, aber wirklich Sinn ergeben würde das natürlich nicht.

    Idee & Umsetzung:
    Auf jeden Fall eine richtig, richtig gute Idee! Etwas komplett neues, das noch niemand je verwendet hat. Ich fand die Idee auch gut umgesetzt, alles stimmig und so wie ich es erwartet hatte. Ich persönlich hätte mir ein klein wenig mehr Infos über die Welt, in der Charlie wohnt, gewünscht, die zwar zur Mitte des Buches kamen, aber dann doch nur in rauen Mengen. Aber anstonsten fand ich alles sehr gut dargestellt. Und, ich muss es erwähnen, ich fand es sehr gut, dass es in diesem Land nur Königinnen gibt! Das hat meine feministische Ader jubeln lassen. Die Rebellen, die dort in rauen Mengen und herrlich geplant vorkommen, haben mich ebenfalls begeistert, allerdings stehe ich auch auf Rebellen.

    Schreibstil:
    Kimberly Derting hat einen schönen Schreibstil. Sie weiß sich auszudrücken, die Sätze waren immer korrekt und ich konnte es flüssig lesen, ohne mich anstrengen zu müssen. Obwohl ich nie gelangweilt war, kann ich nicht sagen, das ich immer gefesselt war. Ich war eher stets leicht interessiert, und das ist auch das, was mich an dem Buch stört. Es hat mir gefallen, auf jeden Fall, aber die pure Begeisterung, dieses "Ich muss wissen wie es weiter geht"-Gefühl war einfach nicht da. Und das stört mich dann doch und drückt den eigentlichen Wert des Buches.

    Charaktere:
    In diesem Buch gab es dutzende tolle Charaktere, die mir alle auf verschiedene Weise gefallen haben. Alle außer Charlie, mit der ich nicht ganz warm wurde. Ich kann nicht sagen, dass ich sie nicht mochte oder dass ich ihre Gefühle und Handlungen für völlig verrückt erklärt habe. Trotzdem blieb sie mir ein wenig unsympathisch, was hauptsächlich an ihrer meinungslosen und etwas langweiligen Art. Selbstverständlich hatte sie auch Momente, in denen ich mich gut mit ihr identifizieren konnte, aber die schlechten überdeckten die wenigen guten.
    Die anderen Charaktere fand ich aber allesamt toll. Sie waren interessant, denn jeder hatte tausende Facetten und viele Geheimnisse. Teilweise war ich wirklich überrascht bis geschockt, was hinter den Bewohnern Ludanias so alles steckte, und manchmal kam es schon fast zu überrascht, fast schon unmöglich. Trotzdem hat mir immer gefallen, was sich hinter den Fassaden versteckt hatte.
    Gerade Max, aber auch Xander (Oh bitte, bitte keine Dreiecksgeschichte!) oder viele andere Rebellen haben mir gut gefallen. Was die Gestaltung einer interessanten Person angeht, hat Kimberly Derting auf jeden Fall Ahnung!

    Ende:
    Man könnte denken, dass nun alles abgeschlossen ist. Doch in den letzten Sätzen wird klar, dass es noch lange nicht vorbei ist. Ich weiß nicht genau, ob ich mich auf den zweiten Teil freue und ihn wirklich lesen will, aber ich denke schon, dass ich die Geschichte verfolgen werde, allein schon aufgrund der vielen Charaktere.

    Fazit:
    Dark Queen hat tolle Ansätze, doch meine kleinen Differenzen mit der Protagonisten und die fehlende Begeisterung drückt das Buch etwas. Trotzdem ist die Idee einzigartig und ich bin ein großer Fan von Rebellen und Königlichen Geschichten. Ich vergebe für dieses Buch 7,5 kleine Elfies, was 3,75 Sterne im normalen System macht, also 4 Sterne.

    Zitate:
    Aber ich war pragmatisch. Ich verbrachte meine Tage nicht damit, von einem anderen Leben zu träumen, oder von Wegen, den Beschränkerungen meiner Klasse zu entfliehen - vor allem, weil es keine gab. Ich war, was ich war, und nichts würde etwas daran ändern. - Seite 63

    Ich fragte mich, warum ich in die Klasse der Kaufleute und Händler geboren worden war. Warum waren wir besser als manche und doch nicht so gut wie andere? Dabei kannte ich die Antwort. Es hatte nichts mit uns zu tun. Es war einfach Schicksal. - Seite 31

    Ich liebte Stimmen, das war schon immer so gewesen. Worte hatten Bedeutungen, aber Stimmen enthielten Gefühle. - Seite 130

    "Wir wollen das nicht, Charlie. Wir wollen nicht kämpfen, aber es kann auch nicht so weitergehen. Wir haben es verdient, zu wählen und vor allem wer wir sein wollen." - Seite 280

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    Cover des Buches Ruht das Licht (ISBN: 9783839001189)

    Bewertung zu "Ruht das Licht" von Maggie Stiefvater

    Ruht das Licht
    flyingellevor 9 Jahren
    Rezension zu "Ruht das Licht" von Maggie Stiefvater

    Ich bin ganz verliebt in die Geschichte von Sam und Grace. Eigentlich mag ich es nicht, wenn die Romantik der Fantasy die Show stiehlt, doch bei den Wölfen aus Mercy Falls wurde alles so wunderschön aufgezogen. Mir hat der zweite Band noch um einiges mehr als der erste gefallen, denn hier bekam die Fantasy wieder eine etwas größere Rolle. Es wurde ein Gleichnis geschaffen, dass mich über das ganze Buch hin begeisterte.

    Aufmachung & Details im Buch:
    Das Cover von Ruht das Licht ähnelt stark seinem Vorgänger, nur das diesmal alles in winterlichen Farben gehalten ist. Im Umschlag des Buches sind anstatt Blütenblättern nun Schneeflocken, alles ist in verschiedenen Blautönen gehalten, abgesehen von kleinen Details, die dadurch noch mehr herausstechen. Auch der Titel hat mir von der Gestaltung und, von der Bedeutung, gut gefallen. Der Satz, von dem wir inzwischen ja nun wissen, dass er "Nach dem Sommer ruht das Licht in deinen Augen" ergibt, wird weitergeführt. Für mich ist es jedenfalls ein Satz, vielleicht habe ich das aber nur reininterpretiert. Mir gefällt die Idee, die Lösung sozusagen erst durch den dritten Band zu erhalten, das gleicht sich mit dem Inhalt des Buches.
    Etwas enttäuscht war ich durch das Fehlen der Gradangaben. Mir persönlich haben sie gut gefallen, und auch wenn sie im zweiten Teil etwas weniger Sinn als im ersten gemacht hätten, wäre es doch schön gewesen, sie da zu haben. Allerdings nur ein kleiner Minuspunkt in der sonst sehr schönen Aufmachung.

    Idee & Umsetzung:
    Die Trilogie um Sam und Grace war für mich schon immer mehr romantischer Natur als Fantasy. Wie schon erwähnt, stört mich so etwas eigentlich extrem, für mich sollte die Fantasy im Vorder- und die Natur im Hintergrund stehen. Bei diesen Romanen stört es mich allerdings nicht wirklich. Denn die Liebe wird hier so schön dargestellt, dass man gar nicht anders kann, als sie vor die Fantasy zu stellen. Es wirkt niemals unnatürlich oder kitschig, sondern einfach nur ehrlich.
    Und doch kommt die Fantasy im zweiten Band eine etwas größere Rolle als in dem Vorgänger. Natürlich hat sich die Geschichte nicht geändert, es sind nur neue Details hinzugekommen. Durch das lösen eines Rätsels, was besonders gegen Ende stark im Vordergrund stand, kam zusätzliche Spannung hinzu. Man hat sich gefragt, was es denn nun wirklich mit dem Wolfsvirus auf sich hat.
    Was die Umsetzung der Idee angeht, hat sich Maggie Stiefvater noch um einiges gesteigert, für mich eindeutig besser umgesetzt als in Nach dem Sommer.

    Schreibstil:
    Im Gegensatz zum vorigen Band wird die Geschichte nun aus vier Sichten erzählt: Wie gehabt Sam und Grace, allerdings auch aus der Sicht von Isabel und Cole. Man könnte meinen der ständige Perspektivenwechsel könnte einen anstrengen, doch mir hat es gefallen. Man konnte die Geschehnisse aus ganz verschiedenen Seiten sehen und sie so besser in sich aufnehmen.
    An Maggie Stiefvaters Stil hat sich an sich nichts geändert. Ich kann nicht sagen, dass ich ein riesen Fan ihres Schreibens bin, allerdings auch Niemand, der ihn auch nur ansatzweise schlecht findet. Das ganze Buch hindurch lässt sich flüssig lesen, ich bin über nichts gestolpert. Die Wortwahl ist weder zu gehoben noch zu einfach, sondern einfach natürlich. Besonders schön fand ich die Beschreibungen von Orten und Gefühlen, die zum Beispiel durch Gerüche oder ähnliches ergänzt wurden. So konnte man sich die Stimmung des Ortes viel besser vorstellen, und bei Gefühlen denken; "Ja, das kenne ich". Das alles hat mich das Buch viel besser lesen lassen.

    Charaktere:
    Ich glaube, zuerst sage ich etwas über die vier Protagonisten. Angefangen mit Grace: Sie war mir noch sympathischer als im ersten Band! Früher war sie das Mädchen, dass in den Jungen mit den riesigen Problemen verliebt war. Obwohl sie durchaus einige Kleinigkeiten in ihrem Leben hatte, die nicht stimmten, war ihr Leben insgesamt ziemlich schön. Alles was man von ihr erfuhr, war, wie sehr sie Sam liebt. In diesem Teil war das komplett anders. Grace wurde um einiges interessanter, tiefgründiger. Ich war nicht mehr gelangweilt, sondern interessiert an ihren Gedanken. Meines Erachtens hatte sie sich durch Sam verändert, ist ihm ähnlicher geworden. Der sich allerdings auch weiterentwickelt hat. Das fand ich so schön an den beiden: Eigentlich hat sich nicht viel verändert, man merkt nur, dass sie sich weiterentwickelt haben.
    Und da wären noch Isabel und Cole. Schon im ersten Teil habe ich Isabel geliebt! Ich habe einfach eine Schwäche für solche Charaktere, die sich von außen hin stark geben, obwohl sie eigentlich sehr verletzlich und traurig sind. Isabel war ein Paradebeispiel für solche Charaktere, ich habe die Abschnitte aus ihrer Sicht geliebt. Ihren inneren Konflikt fand ich am interessantesten, ihre Sprüche am lustigsten, ihre Art am verlockendsten. Definitiv mein Lieblingscharakter im gesamten Buch!
    Cole fand ich aber extrem interessant. Er ist klar ein extrem kaputter Mensch, der schon einiges schlimmes erlebt hat. Würde ich ihn persönlich kennen, würde ich ihn wohl hassen, doch dieses arrogante Verhalten in Verbindung mit seinen privaten Gedanken, haben ihn extrem interessant gemacht.
    Alle vier Charaktere waren toll und einzigartig. Ich konnte jedes Gefühl nachvollziehen, jeden Schmerz, jede Sorge, jede Freude. Ich habe mich nie gewundert, warum der eine jetzt Dies und Das getan hat, es machte einfach Sinn. Ich steckte perfekt in jeder einzelnen Figur, natürlich in der einen mehr als in der anderen, aber das heißt nicht, dass ich eine komplett unsympathisch fand, auf gar keinen Fall.

    Ende:
    Auf jeden Fall ein sehr spannendes Ende. Es gibt ein ziemliches Drama, Rätsel werden aufgedeckt und gleichzeitig werden neue Fragen gestellt. Als Leser fragt man sich, was wohl jetzt passieren könnte, wie es die Protagonisten schaffen, da nur rauszukommen. Ich kann den nächsten Band kaum abwarten.

    Fazit:
    Um es ganz kurz zu sagen: Viel, viel besser als der Vorgänger! Eigentlich fällt mir kein negatives Wort zu diesem Buch ein. Die pure Begeisterung, die mir schon im ersten Buch fehlte, ist hier zwar nicht komplett ausgebreitet, aber in Ansätzen vorhanden. In Hoffnung auf die absolute, 100 % Begeisterung runde ich auf 5 Sterne auf, mir fällt einfach nichts wirklich ein, wofür das Buch einen Punkteabzug verdient hätte!

    Zitate:
    Dies ist die Geschichte eines Jungen, der ein Wolf war, und eines Mädchens, das zu einem wurde. - Seite 7

    Dies ist eine Geschichte über Liebe. Ich wusste nicht, dass es so viele Arten von Liebe gibt, und auch nicht, was Menschen aus Liebe alles tun. Ich wusste nicht, dass es so viele Arten des Abschiedes gibt. - Seite 8

    "Ich denke darüber nach, mich umzubringen." ... "Ja, dachte ich mir schon. Warum sagst du so was überhaupt? Willst du, dass ich es dir ausrede? Der Einzige, der dir das aus- oder einreden kann, bist doch du selbst." - Seite 255

    "In diesem Moment habe ich dich so geliebt, Sam Roth." Über meine Haut lief ein Schauder. Ich schluckte. Ich wusste ja, dass sie mich liebte, aber sie sprach es fast nie aus. Das allein hätte mir als Geburtstagsgeschenk gereicht. - Seite 112

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    Cover des Buches Hex Hall - Wilder Zauber (ISBN: 9783802582394)

    Bewertung zu "Hex Hall - Wilder Zauber" von Rachel Hawkins

    Hex Hall - Wilder Zauber
    flyingellevor 10 Jahren
    Rezension zu "Hex Hall 01" von Rachel Hawkins

    Meinung:
    Abgesehen von der House of Night-Reihe habe ich nie Bücher gelesen, in denen magische Wesen auf einem Internat unterrichtet werden. Das Konzept hat mir aber sehr gut gefallen, und deswegen hatte ich so großes Interesse an der Hex Hall-Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht: Mir hat Hex Hall - Wilder Zauber sehr gut gefallen!

    Aufmachung & Details im Buch:
    Das Cover finde ich wunderschön. Obwohl es nicht wirklich einzigartig ist, bzw. heraus sticht, gefallen mir gerade die Kleinigkeiten. Die Gemäuer im Hintergrund, die flimmernden Lichtpunkte, die Risse im Bild, die große Blume im Vordergrund. Die Farben harmonieren wunderbar und bilden ein tolles Zusammenspiel. Einziger Markel: Das Mädchen entspricht leider nicht meiner Vorstellung von Sophie. Ansonsten gefiel mir das Cover super gut, genauso wie der Titel. Er ist passend zum Inhalt, ohne zu viel zu verraten. Mir persönlich gefällt es immer gut, wenn Reihen einen Obertitel haben, der immer der selbe bleibt, während sich nur die Untertitel ändern.

    Idee & Umsetzung:
    Zuerst hatte ich sehr einfache Vorstellung von diesem Buch: Junge Hexe lernt bessere Zauber in einem Internat. Dazu das typische Drumherum: Freundschaft, Liebe, irgendein Feind. Schon nach kurzer Zeit merkte ich, wie viel mehr darin steckt. Durch verschiedene Feinde, von denen man nie wirklich weiß, wer nun der Hauptgegner ist, viele Geheimnisse und eine interessante Protagonistin runden das ganze ab. Rachel Hawkins hat noch viel mehr aus der Story gemacht, als vorhanden war und durch interessante Ideen eine spannende Welt mit Hexen, Vampiren, Feen und anderen magischen Wesen geschaffen.

    Schreibstil:
    Hier möchte ich zwei Dinge hervorheben: Zum einen war Hex Hall wahnsinnig witzig. Die ironischen Sprüche, mit der sich Sophie das ein oder andere mal aufs Korn nahm haben mich köstlich unterhalten. Es war genau mein Humor und ich war überrascht, wie oft ich laut loslachen musste.
    Auf der anderen Seite muss ich noch etwas sagen: Mir persönlich war es ein wenig zu gruselig! Teilweise herrschte dort düstere Stimmung und das Szenario wurde zwar sehr spannend, aber meine Nerven waren davon nicht so begeistert. Natürlich muss ich dazu über mich sagen, dass ich definitiv eher zartbesaitet bin und mich schnell grusel. Der Gruselfaktor ist natürlich nicht schlimm, es kam einfach nur unerwartet und mir persönlich hat es nicht so gut gefallen.
    Allgemein ist der Schreibstil sehr jugendlich, aber nie zu einfach. Rachel Hawkins schreibt flüssig und hat mich gut durch die Geschichte geführt, die Umgebung wurde treffend und gut beschrieben und dargestellt. Es ist eigentlich durchgehend spannend und man ist nie gelangweilt.

    Charaktere:
    Sophie, die Protagonistin, war mir überaus sympathisch. Sie ist tollpatschig und begibt sich öfter mal in peinliche Situationen, weiß sich allerdings zu wehren. Ich konnte sie immer verstehen, auch wenn sie manchmal vom rechten Weg abkam. Sie war authentisch und wie eine wirkliche Jugendliche. Ihre Gefühle und Handlungen waren stets realistisch und mit ihr konnte ich noch mehr in die Geschichte eintauchen.
    In diesem Buch gab es viele verschiedene Charaktere. Obwohl sie alle Prodigien waren, waren sie normale Jugendliche und Erwachsene. Alle waren realistisch dargestellt, ihre Handlungen konnte ich mir durchaus vorstellen. Viele von ihnen hatten Geheimnisse und man kam nur langsam dahinter, das machte es nur noch spannender.

    Ende:
    Kein offenes Ende, kein Cliffhänger, aber dennoch spannend. Es wurde so einiges aufgedeckt und man fragt sich als Leser, was aus gewissen Personen noch wird, wie es mit Sophie weitergeht und was aus der Handlung wird. Ich persönlich muss mir bald den nächsten Teil zulegen!

    Fazit:
    Ein toller erster Teil, der mehr zeigt, als man erwartet. Sollte sich dies noch steigern, wovon ich überzeugt bin, hat die Hex Hall-Reihe alle Voraussetzungen, um richtig gut zu werden! Elfie ist 7,5 mal wild im Raum herum geflogen. Das macht 3,75 Sterne im normalen System, demnach also 4 Sterne.

    Zitate:
    Es ist quasi ein Naturgesetz, dass meine Mutter nie anders als unverschämt gut aussieht. Obwohl sie bloß Jeans und ein T-Shirt trug, drehten sich immer wieder irgendwelche Leute nach ihr um.
    Vielleicht starrten sie auch mich an, während ich diskret versuchte, mir den Schweiß zwischen den Brüsten wegzuwischen, ohne den Eindruck zu erwecken, mir selbst an die Wäsche zu gehen. Schwer zu sagen. - Seite 21

    Ich fragte mich, ob sie dieses abwechselnde Reden zu dritt vorher wohl geprobt hatten. Dabei stellte ich mir vor, wie sie in ihrem Zimmer im Kreis saßen, sich die Haare bürsteten und festlegten: "Okay, ich werde also sagen, dass wir uns mies fühlen, und dann sagst du, dass dein heißer Freund sie bedauernswert findet." - Seite 106

    Ich achte im Allgemeinen darauf, nicht vor anderen zu weinen, erst recht nicht vor scharfen Jungs, in die ich mal ziemlich verschossen war, bevor sie versuchten, mich zu erwürgen. - Seite 119

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    Cover des Buches Die Stadt der verschwundenen Kinder (ISBN: 9783453528000)

    Bewertung zu "Die Stadt der verschwundenen Kinder" von Caragh O'Brien

    Die Stadt der verschwundenen Kinder
    flyingellevor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Stadt der verschwundenen Kinder" von Caragh O'Brien

    Caragh O'Briens Die Stadt der verschwundenen Kinder hat mich bereits nach dem lesen des Klappentextes interessiert. Ich habe schon viele Dystopien gelesen, in denen die Umwelt thematisiert wird, und gerade das wird in Die Stadt der verschwundenen Kinder nicht thematisiert. Genau deswegen wollte ich es lesen und, wie erwartet, hat es mir gut gefallen.

    Aufmachung & Details im Buch:
    Mir gefällt das Cover sehr gut. Langsam ähneln sich Jugendbücher von ihren Covern her immer mehr, indem hübsche Mädchengesichter abgebildet werden. Dieses Cover hat etwas mysteriöses mit den hellen Farben auf dunklem Grund. Wirklich passend für den Inhalt finde ich es jetzt nicht, allerdings auch nicht unpassend.
    Anders ergeht es mir mit dem Titel: Den erachte ich als sehr passend zum Buch, allerdings nicht zu viel verratend.
    Dazu gibt es noch eine Karte der Stadt hinter den Mauern, die einem hilft, sich zurecht zu finden. Manchmal habe ich dort nachgeschaut, um Gaias Weg zu verfolgen, war aber nicht wirklich abhängig davon, um der Geschichte folgen zu können. Trotzdem finde ich, dass Karten immer ein toller Zusatz sind. So kann man sich Orte und Reisen viel besser vorstellen.

    Idee & Umsetzung:
    Dystopien gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Die berühmten Themen habe ich alle schon mehrmals gelesen, und gerade deswegen interessierte mich die Stadt der verschwundenen Kinder. Kinder sind ja bekanntlich die Zukunft eines Landes, aber nicht nur das wird thematisiert. Meiner Meinung nach stehen mehr die sozialen Unterschiede im Vordergrund: Hinter der Mauer wimmelt es vor Luxus, aber die Menschen dort haben ganz andere Probleme, die ihnen der Luxus nicht entschädigen kann. Vor der Mauer herrscht Armut, aber die Menschen machen das beste daraus und sind glücklich. Für mich gibt das Buch noch viel mehr Dinge her, die laut dem Klappentext von statten gehen, obwohl er durchaus das Geschehen wiedergibt. Caragh O'Brien hat ihre Idee toll umgesetzt und sogar noch mehr daraus gemacht

    Schreibstil:
    Caragh O'Briens Stil ist sehr detailliert. Sobald es ihre Protagonisten in eine neue Umgebung führt beschreibt sie diesen ganz genau, jeden Lichtfleck und jede Farbe. Man könnte meinen das es einem ein wenig zu viel sein könnte, doch bei mir war das kein bisschen der Fall. Ich konnte mir alles vorstellen und tauchte nur noch mehr in die Welt von Gaia ein. Es war immer spannend und ich habe mich kein bisschen gelangweilt. Obwohl keine schwierigen Wörter benutzt werden, war es ein gehobener Stil. Die Wörter waren stets schön und ich habe keinen einzigen komischen Satz entdecken können.
    Bilder wurden sogar richtig aufgemalt, in riesigen Buchstaben und Zeichen. Als Gaia hinter ein Rätsel kam, konnte man als Leser es mit ihr lösen und genau verstehen, was sie meinte, denn eben dieses Rätsel wurde aufgezeichnet und einem verdeutlicht. Das hat mich ganz besonders begeistert und ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem es genauso war.

    Charaktere:
    Gaia, die Protagonistin, war mir sehr sympathisch. Sie ist kein hübsches Mädchen, dass durchs Leben lacht - ganz im Gegenteil. Sie hat es schwer und kämpft sich durch, doch genau das hat mir so gefallen. Ich konnte ihre Handlungen und Gefühle stets nachempfinden und würde es wohl genauso machen wie sie. Ihre große Liebe zu ihren Eltern hat mich beeindruckt, genauso wie ihre Person an sich.
    Sergeant Leon Grey spielt ebenfalls eine große Rolle. Er war ein eher undurchsichtiger Charakter, von dem man nie 100 % sagen konnte, was er wohl tun wird. Trotzdem hat er mir, je mehr man über ihn erfuhr, immer besser gefallen. Ich habe die Gespräche zwischen ihm und Gaia geliebt, denn sie waren spielerisch und immer wieder interessant. Er war ein sehr gut dargestellter Charakter, über den ich gerne noch mehr erfahren würde.
    So geht es mir mit vielen der Nebencharakter. Ich habe von keinem gelesen, der nicht interessant war, der nicht realistisch und gut dargestellt wurde. Von einigen hoffe ich noch mehr zu erfahren, denn sie blieben kaum erwähnt, um andere muss ich trauern. Ich habe selten ein Buch erlebt, in der die Personen so gut dargestellt waren, keiner war unrealistisch. Und obwohl einige sehr unsympathisch waren, hoffe ich dennoch mehr über ihre Beweggründe zu erfahren.

    Ende:
    Definitiv ein sehr spannendes Ende. Teils würde ich es als Happy End beschreiben, auf der anderen Seite sind schreckliche Dinge geschehen. Diese machen es so spannend und dringend, den 2. Band zu lesen! Ich persönlich muss ihn mir auf jeden Fall bald kaufen, denn ich will unbedingt wissen, wie es auf der Reise weitergeht.

    Fazit:
    Caragh O'Briens Die Stadt der verschwundenen Kinder besitzt großartige Anlagen. Ich kann über keinen Aspekt etwas richtig negatives sagen. Trotzdem ist der Funke bei mir noch nicht hundertprozentig übergesprungen. Ich bin mir trotzdem ziemlich sicher, dass das in den folgenden Bänden der Fall sein wird und besorge mir den zweiten Teil sehr bald, denn ich bin von einer Steigerung überzeugt. Elfie ist 8,5 mal wild im Raum herum geflogen. Das wären 4,25 Sterne im normalen System, also 4 Sterne.

    Zitate:
    "Gebrauche deinen Verstand, Gaia, und denk daran, dass wir alle verwundbar sind. Besonders, wenn wir lieben."
    "Da hast du etwas falsch verstanden", sagte Gaia und dachte an ihre Eltern. "Liebe macht uns stark." - Seite 25

    Gaia blinzelte, und die Erinnerung ließ von ihr ab. Zurück blieb nur ein Hauch der alten Scham. Selbst die schlimmsten Gefühle wurden mit der Zeit vertraut und erträglich. - Seite 52

    "Du hast immer eine Wahl, Gaia. Du kannst immer Nein sagen." Seine Stimme klang seltsam hohl. "Sie können dich dafür töten, aber du kannst Nein sagen." ... "Es gibt ein paar Dinge, die wir nicht mehr infrage stellen können, sobald wir sie getan haben, denn sonst könnten wir nicht weiterleben. Und wir müssen weiterleben, jeden einzelnen Tag." - Seite 151

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    Cover des Buches Ashes - Brennendes Herz (ISBN: 9783863960056)

    Bewertung zu "Ashes - Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick

    Ashes - Brennendes Herz
    flyingellevor 10 Jahren
    Rezension zu "Ashes - Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick

    Als Alex im Waucamaw Naturschutzgebiet wandern gehen will, trifft sie die kleine Ellie und ihren Großvater. Kurz nach dieser Begegnung spielt die Natur verrückt, die Tiere drehen durch und Menschen sterben ohne ersichtlichen Grund. Alex und Ellie versuchen Hilfe zu holen, doch dabei stoßen sie auf etwas schreckliches: Teenager, die ihre Mitmenschen bei lebendigem Leibe verspeisen. Die ganze Welt hat sich verändert und nichts ist mehr so wie vorher. Auch Alex spürt Veränderungen in ihrem Körper, die sicher nicht normal sind. Dann trifft sie Tom und verliebt sich in ihn. Schließlich geht alles schief und Alex, Tom und Ellie verlieren sich aus den Augen. Auf der Suche nach Hilfe findet Alex in einem kleinen, stark religiösem Dorf Unterschlupf. Doch Rule hat ein schreckliches Geheimnis...

    Viele fanden Ashes - brennendes Herz ja wirklich toll. Für mich ist es ein gutes Buch, bei dem es noch Luft nach oben gibt. Es hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, aber die pure Begeisterung habe ich nicht gespürt. Ich glaube, dass der 2. Teil definitiv besser sein und mich dann vielleicht sogar wirklich begeistern wird!

    Aufmachung:

    Das Cover finde ich total schön. Das Mädchen auf dem Cover ist wahrscheinlich Alex und passt gut in meine Vorstellung von ihr. Zudem befinden sich noch ein paar Vögel direkt über dem Titel, die auch unter dem Umschlag zu finden sind. Insgesamt ist alles in hellen bis dunklen Blautönen gehalten, die etwas düster und mysteriös wirken. Für mich hat das gut zum Buch gepasst.
    Ashes ist ein Titel, der wirklich gut zum Buch passt. Auf fast jeder Seite wird von Asche geredet, und für Alex hat es eine besondere Bedeutung. Für mich waren diese Wiederholungen ein schönes Detail. Nur den Untertitel, "brennendes Herz" konnte ich nicht wirklich im Buch wiederfinden, aber vielleicht lag das auch an mir.

    Idee & Umsetzung:

    Die Idee von Zombies (jedenfalls würde ich die "Veränderten" so beschreiben, obwohl sie nie direkt so genannt wurden, immerhin essen sie Menschenfleisch) ist jetzt nicht unbedingt neu, wurde aber interessant aufgegriffen und kombiniert. Anstatt irgendeines Virus, der auf Menschen übergeht, wurden die Menschen durch EMPs (Elektromagnetische Empulse) verändert. Das ganze fand ich schrecklich interessant, da es dort nicht nur um diese Zombies ging, sondern auch andere bemerkenswerte Dinge. Leider wurde gerade darauf nicht viel eingegangen, was ich ein wenig schade fand. Sicher, es wäre merkwürdig gewesen, wenn den Charakteren Es hätte mich dann doch interessiert, mehr darüber zu erfahren, aber vielleicht folgt das ja noch.
    Anfangs gefiel mir die Umsetzung sehr gut, langsam kam Alex den Geheimnissen auf die Spur. Man konnte selber miträtseln und machte sich seine Gedanken, die man dann wieder verwarf.
    Nebenbei, so wie ich es am schönsten finde, floss dann noch die Liebe zwischen Alex und Tom ein. Es war total schön gemacht, die beiden passen einfach toll zusammen und agierten süß zusammen. Ich hatte wirklich Spaß beim lesen.
    Einzig allein merkwürdig fand ich diesen religiösen Touch, der rein kam, als Alex schließlich in Rule war. Für mich hatte es starke Züge einer merkwürdigen Sekte und ich konnte mir das nicht erklären. Es wirkte alles so geplant und ich fragte mich, wie das kam. Für mich passte es einfach nicht ganz ins Bild, wirkte ziemlich unnatürlich zwischen all den stimmigen Sachen und störte mich dann doch ein wenig.
    Ansonsten wurde alles gut und natürlich umgesetzt, ich könnte mir definitiv vorstellen, dass es tatsächlich so laufen würde, so grausam das auch sein mag.

    Schreibstil:

    Ilsa J. Bicks Stil ist eher einfach, aber schön zu lesen. Ich fühlte mich sofort wohl mit ihrem lockeren Stil und kam schnell ins Buch rein. Er war flüssig und half mir, der Geschichte zu folgen. Sie schafft es in einfachen Worten, Begebenheiten zu beschreiben, ohne anspruchslos zu wirken. Teilweise wurden mir die Sachen sogar zu gut beschrieben, denn es kam nicht selten vor, das ich laut "Uäh!" rief, während dort beschrieben wurde, wie abgeknabberte Menschen auf den Straßen lagen. Trotzdem ist das durchaus positiv.
    Leider war es nicht immer spannend, obwohl man das bei den Begebenheiten eigentlich meinen könnte. Trotzdem war es nie langweilig, und gegen Ende wird es dann doch sehr spannend.
    Mich hat der Humor des Buches dann eher begeistert. Es passiert mir leider nicht oft, dass ich bei einem Buch lachen muss, sondern eher leicht grinsen. Ilsa J. Bick hat es allerdings geschafft, mich öfter zum lachen zu bringen. Ihr gelang es gut, ironische und witzige Gespräche zu gestalten, die das Buch nochmal aufpeppte.

    Charaktere:

    Ich muss gestehen, dass die Protagonistin, Alex, mir anfangs nicht wirklich sympathisch war. Sie war ziemlich ruppig und ohne ersichtlichen Grund stark genervt. Sicher, sie hatte es bis jetzt sehr schwer im Leben und es wird eigentlich auch nicht besser, sondern schlimmer, aber wirklich verstehen konnte ich sie trotzdem nicht. Später wurde sie dann etwas sympathischer und auf den letzten 100 Seiten begann ich, sie wirklich zu mögen. Erst dort konnte ich ihre Leiden mitfühlen, was mir anfangs doch etwas schwer viel. Trotzdem ist Alex ein gut gestalteter Charakter, dessen Handlungen ich nachvollziehen konnte und öfter wohl ganz genauso gehandelt hätte. Mir tat es etwas leid, dass ich mich erst spät mit ihr anfreunden konnte, aber ich glaube, dass es im 2. Teil definitiv besser sein wird.
    Auf Alex' Reise trifft sie viele Menschen, doch einige bleiben besonders hängen und begleiten sie auch teilweise auf ihrem Weg. Zuerst wäre da Ellie, das kleine Mädchen, mit dem Alex reist. Ich empfand sie als sehr authentisch, denn ihre bockige Art passte zu einem Kind und war verständlich.
    Später auf ihrem Weg treffen die beiden Tom, den ich sehr interessant fand. Er war zwar sehr nett und unheimlich süß zu Alex und Ellie, doch er hegte auch viele Geheimnisse, von denen die meisten noch nicht aufgedeckt sind. Leider blieb er für mich ein wenig auf der Oberfläche, obwohl er schrecklich romantisch war, was vielleicht auch an seinem Typ lag. Ich hoffe, dass es im 2. Teil mehr Hintergrundinformationen und Gefühle in Sache Tom gibt.
    Und dann kam Chris... für mich der interessanteste Charakter im ganzen Buch. Um ihn wabern noch mehr Geheimnisse als um Tom. Das Verhalten, dass er an den Tag legte, war einfach süß und ich glaube, obwohl er in diesem Buch eigentlich zu den Bösen gehörte, dass er definitiv eine gute Seele hat. Ich hoffe, dass er im 2. Teil ebenfalls wieder vorkommt und eine tiefere Rolle bekommt.
    Neben diesen Charakteren gibt es noch viele weitere Personen, einige kommen wirklich nur für ein paar Seiten vor, andere spielen eine große Rolle. Meiner Meinung nach verhielten sich diese Nebencharaktere realistisch.

    Ende:

    Ein Wort: Cliffhänger. Und zwar ein ganz schlimmer. Während es das gesamte Buch sich teilweise etwas zog, ging es auf den letzten 20 Seiten nochmal richtig los. Etwas unerwartetes passiert und im letzten Satz wird ein großes Geheimnis aufgedeckt, das es einem unmöglich macht, dem 2. Band nicht entgegen zu fiebern. Ich persönlich kann die Fortsetzung kaum abwarten!

    Fazit:

    Allgemein finde ich, dass das Buch noch besser sein könnte. Leider blieben einige Charaktere auf der Oberfläche und Dinge werden nicht aufgeklärt. Viele kleine Dinge zerstören das Buch etwas und rauben ihm die Qualität, die es eigentlich haben könnte. Trotzdem gefiel mir das Buch ziemlich gut und ich glaube, dass der 2. Band definitiv besser wird. Ich vergebe 4 Sterne.

    Zitate:

    Er blickte zu ihr hinab. Zarte, makellose Schneekristalle legten sich auf sein Haar. "Meinst du das ernst?"
    Sie waren einander so nahe, dass sie das Pulsieren seiner Halsschlagader sah. "Ja", antwortete sie, "das meine ich ernst."
    "Dann möchte ich, dass du mir etwas versprichst", sagte er.
    Alex Herz begann laut und heftig zu pochen. "Was?"
    "Falls ich mich verändere", begann Tom, "versprich mir, dass du mich umbringst." - Klappentext/S. 238

    "Du hattest recht." Eine einzelne Träne rann ihm aus dem Augenwinkel über die Schläfe ins Haar. "Dass ich auf der Suche nach meinem Schicksal bin. Ich werde ... kann dir jetzt nicht alles erzählen. Ein schlechter Zeitpunkt. Aber ich wollte, dass du weißt", er öffnete die Augen und heftete den fiebrigen Blick auf sie, "dass ich es gefunden habe. Ich bin meinem Schicksal begegnet."
    "Ich auch", erwiderte sie und meinte es auch so. Zum ersten Mal seit ewigen Zeiten wollte sie eine Zukunft haben, und sie wollte, dass Tom Teil davon war. - S. 283

    "Als Arzt habe ich allerdings gesehen, was passiert, wenn Menschen unter großem Stress stehen. Das bringt nicht immer ihre besten Seiten zum Vorschein. Wenn man Angst hat, wird man aggressiv. Man entdeckt ganz neue Seiten an sich. Man feilscht und schachert, um zu überleben. Man jagt Wundermitteln hinterher und glaubt jeden Unsinn, der einem Hoffnung gibt. Wenn aber alle Hoffnung dahin ist, dann sei auf der Hut." - S. 373

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    Cover des Buches Die Bestimmung (ISBN: 9783570161319)

    Bewertung zu "Die Bestimmung" von Veronica Roth

    Die Bestimmung
    flyingellevor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Bestimmung" von Veronica Roth

    Sobald ich den Klappentext von Die Bestimmung gelesen hatte, war ich neugierig. Als ich dann anfing zu lesen, war ich begeistert! Innerhalb von Sekunden war ich völlig von dieser Welt eingenommen, innerhalb von einigen Stunden war ich schließlich fertig mit dem Buch.

    Aufmachung:
    Das Cover finde ich echt schön. Es ist eher schlicht, aber mit einem großen, auffälligem Zeichen, was, glaube ich, das Zeichen der Ferox darstellen soll oder auf jeden Fall mit ihnen zusammenhängt. Ich persönlich hätte es toll gefunden, wenn die anderen Zeichen ebenfalls irgendwo Platz gefunden hätte, immerhin gehören sie auch dazu. Trotzdem gefällt mir das Cover gerade wegen dem schlichtem so gut, es passt einfach zum Buch. Genauso wie der Titel, der, wenn man sich nur konzentriert, ganz schön zum nachdenken anregt. Meine Gedankengänge hierzu werde ich allerdings nicht aufschreiben. Auf jeden Fall ist alles stimmig in seiner Schlichtheit und passt gut zum Buch.

    Idee & Umsetzung:
    Die Idee der 5 Nationen fand ich aufregend anders. Das ist mal ein völlig neues Szenario, dass die Welt, oder zumindest einen abgegrenzten Teil davon, in Gruppen aufteilt, die sich völlig anders als die übrigen 4 verhalten. Man überlegt sich selber, in welche Nation man wohl am besten passen würde und begleitet Tris in eine der 5. Die Aufnahmeprüfungen fand ich toll, genauso wie die ganze Gestaltung der Ferox. Dort ging es auf jeden Fall brutal zu, was eigentlich das ganze Buch so bleibt. Auf der einen Seite fand ich es gut, denn es war angebracht in der Lage und realistisch. Auf der anderen Seite war es dann doch ein wenig heftig, ich bin an etwas seichtere Bücher, in denen nicht ganz so viele Menschen sterben gewohnt. Trotzdem hat es an der Stimmung nichts weggenommen, sondern eigentlich nur noch drauf gelegt. Die großartige Idee wurde wirklich großartig umgesetzt und hat mich einfach nur begeistert!
    Die Liebe zwischen den beiden Protagonisten hat mir ebenfalls zugesagt. Es hat ganz schön lange gedauert, bis die beiden auch nur ihren ersten Annäherungsversuch hatten, aber sie haben einfach toll zusammen gepasst und waren schließlich unglaublich süß zusammen. Und ganz besonders gefallen hat mir, dass Tobias Tris mal zur Abwechslung nicht gesagt hat, sie sei wunderschön, obwohl sie sich doch hässlich findet, denn das kommt wirklich in jedem Buch vor. Tobias hat viel schönere Worte gefunden, um seine Zuneigung auszudrücken und kam so auch viel besser rüber.

    Schreibstil:
    Veronica Roth weiß ihre Leser zu fesseln. Ab der ersten Seite war ich im Buch drinnen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt kleine Verwirrungen, am Anfang musste ich immer nachgucken, welche Fraktion sich denn wie verhält, aber bald konnte ich es im Schlaf aufsagen und mich einfach nur aufs Buch konzentrieren. Die Geschichte wird von Veronica Roths Beschreibungen untermalt, sie bildet ein ganz eigenes, leicht düsteres Szenario. Mir sind besonders die schönen Darstellungen der Personen aufgefallen, die alle unterschiedlich und nicht dem typischen Schönheitsideal entsprachen. Aber auch die Orte wurden so beschrieben, dass man sie sich vorstellen konnte.
    Flüssig wird man durch das gesamte Buch geführt, die Spannung ist durchweg da und dreht zum Ende nochmal gehörig auf.

    Charaktere:
    Ehrlich gesagt bin ich mir bei meiner Meinung über Tris, die Protagonistin, nicht so sicher. Zu Anfang war sie mir mehr als sympathisch, sie war einfach ein Mädchen, dass den Wunsch nach Freiheit hatte und stärker werden wollte. Das könnte genauso gut ich sein. Doch mit der Zeit erreichte Tris ihr Ziel: Sie wurde Stärker. Und ich fand, dass sie so damit auch ein wenig herzlos wurde. Egal was für einen schrecklichen Schicksalsschlag sie erleiden musste, sie gab sich "5 Sekunden der Schwäche" (Ein Zitat, genauso stand es da!) und machte weiter. Das war der Moment, wo es für mich ein wenig unrealistisch wurde, denn Tris wurde zunehmender gefühllos und wahnsinnig egoistisch. Trotzdem konnte ich ihre Handlungen teilweise eins zu eins nachempfinden und -vollziehen, es gab nur einige Momente in denen sie sich meiner Meinung nach schrecklich verhielt. Das schwenkte ebenfalls öfters, so dass ich mich nicht festlegen konnte, ob ich sie nun total sympathisch oder schrecklich finden sollte. Tatsächlich waren die Szenen, in der ich sie wirklich gerne mochte, mit Tobias. Die beiden sind total süß zusammen, sie führten wirklich amüsante Gespräche und waren ein tolles Paar. Sowieso mochte ich Tobias total gerne, die Sympathie wuchs nur noch mehr, je weiter ich bei dem Buch voran kam und er entwickelte sich bald zu meinem Lieblingscharakter in diesem Buch. Aber auch die anderen Charaktere fand ich toll: Tris Freunde bzw. Bekannte von den Ferox sowie ihre Familie hatten alle etwas für sich und waren interessante Personen. Manche blieben etwas an der Oberfläche und ich hätte mir mehr Erklärungen besonders seitens der "Bösen" gewünscht, aber vielleicht folgt das ja noch.

    Ende:
    Kein Cliffhänger, aber definitiv ein spannendes Ende! Ich frage mich, was wohl als nächstes passieren wird, denn auf den letzten Seiten ist alles offen. Es hat sich definitiv etwas verändert, die große Katastrophe wurde zwar halbwegs abgewehrt, doch man fragt sich wirklich, wie es jetzt noch weiter geht. Der 2. Teil wird sehnlichst erwartet!

    Fazit:
    Ein tolles Buch, das mich von Anfang an gefesselt hat. Gerade die außergewöhnliche Idee hat mich zum weiterlesen bewegt, ich war einfach nur komplett begeistert. Das Buch kann ich 100 % weiterempfehlen, der zweite Band soll bitte schleunigst kommen! Für dieses Buch vergebe ich 5 fliegende Bücher.

    Zitate:
    Dann, mit einem leisen Aufschrei, den ich nicht unterdrücken kann, strecke ich die Hand aus - und mein Blut tropft zischend auf die Kohlen. Ich bin nicht selbstlos. Ich bin mutig. - Seite 51

    ... Mein Problem ist wahrscheinlich eher, dass ich, selbst wenn ich nach Hause ginge, nicht dorthin passen würde, zu den Menschen, die geben, ohne lange nachzudenken, und die sich um andere kümmern, ohne lange zu fragen. - Seite 77

    "Die Ängste verschwinden also nicht?"
    "Manche verschwinden, manche werden durch neue ersetzt." Er hakt seine Daumen in die Gürtelschlaufen. "Aber es geht nicht darum, all seine Ängste loszuwerden. Das ist unmöglich. Es geht darum zu lernen, seine Ängste zu beherrschen und sich von ihnen unabhängig zu machen. Das ist der springende Punkt." - Seite 236

    Wer er auch sein mag, ich mag ihn sehr. Jetzt fällt es mir leicht, es einzugestehen, hier im Dunkeln, nach allem, was passiert ist. Er ist weder süß noch liebenswürdig, und schon gar nicht besonders nett. Aber er ist klug und tapfer, und obwohl er mich gerettet hat, hat er mich behandelt, als wäre ich stark. Allein das reicht mir schon. Mehr brauche ich über ihn gar nicht zu wissen. - Seite 284

    Jetzt bin ich wieder mehr ich selbst. Mehr brauche ich nicht: Ich muss mir nur sicher sein, wer ich bin. - Seite 340

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    Cover des Buches Delirium (ISBN: 9783551582324)

    Bewertung zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    flyingellevor 10 Jahren
    Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Endlich! Sobald ich von Delirium erfahren habe, wollte ich es haben. Lauren Oliver steht schon länger auf der Liste mit Autoren, von denen ich etwas lesen will und da ich der absolute Dystopien Fan bin, bietete sich dieses Buch an. Und jetzt kann ich auch von mir behaupten, dass ich infiziert bin! Ja, ich habe amor deliria nervosa und kann das erscheinen des zweiten Bandes kaum abwarten!

    Aufmachung:

    Ich muss gestehen, dass ich das Cover nicht so schön fand. Der Schriftzug hat mir sehr gut gefallen, aber das Mädchen fand ich irgendwie nicht so schön. Da hat mir das schlichte englische Cover im Taschenbuch Format viel besser gefallen, da es einfach Lena ist. Genauso habe ich mir Lena vorgestellt. Nach dem lesen muss ich allerdings sagen, dass das deutsche Cover perfekt passt! Sicher, dass dort überall das Wort Liebe hingekritzelt ist fand ich schon vor dem lesen nett anzusehen und hat das Cover noch ein wenig gerettet, aber jetzt ergibt es Sinn. Es passt perfekt zum Buch und hat echte Bedeutung. Ich finde es viel schöner als vor dem lesen und nun ist es das Buch, dessen Cover mit am besten zum Buch passt!
    Zudem wurde zu Anfang jedes Kapitels ein Auszug aus Büchern, Gedichten etc. der Regierung eingebunden. Ein wirklich schönes Detail, was einem die Auswirkungen der "Krankheit" noch einmal vor Augen führt und einen immer wieder erschaudern lässt.

    Idee & Umsetzung:

    Die Idee ist noch nie dagewesen und völlig neu. Und mich persönlich hat es begeistert! Das ausgefallene Szenario Lauren Olivers hat mich in den Bann gezogen, denn obwohl es Züge vom allbekannten Dystopie Szenario besitzt (die Regierung besitzt die alleinige Macht, die Bürger ahnungslos etc.), war es wieder total eigen. Die Menschen verhalten sich völlig anders, das ganze System ist anders. Es war erschreckend und ich konnte es mir doch irgendwie vorstellen. Insgesamt war diese Dystopie endlich mal etwas neues, stimmig und einfach gut!
    Trotzdem war mir die Liebe zwischen Alex und Lena ein wenig zu heftig. Durch die Krankheit wurde es verständlicher, aber die existiert, so wie ich das verstanden habe, ja nicht wirklich. Von daher war Lena einfach besessen von Alex, nicht nur verliebt. Da er allerdings der einzige und vor allem erste Junge war, mit dem sie je Kontakt hatte, konnte ich es wieder etwas nachvollziehen. Trotzdem wurde ich von Lenas Besessenheit teilweise abgeschreckt und fühlte mich ein wenig überrumpelt.

    Schreibstil:

    Lauren Oliver schreibt wunderschön. Sie hat es auf einzigartige Weise geschafft, Orte und Momente zu verfassen, die man gerne selber sehen bzw. erleben würde. Kurz um: Ich war ganz verliebt in ihre Darstellungen! Und ganz nebenbei hat es Lauren Oliver noch geschafft, einen locker leicht durch das Buch zu führen, obwohl es nicht immer spannend war. Es war auf keinen Fall langatmig, aber eben auch nicht bis zur Sehne spannend. Trotzdem konnte ich, als ich richtig im Buch drinnen war, nicht mehr aufhören zu lesen und habe das Buch in einer Nacht durch gelesen. Öfter mal gab es die Frage: Schlafen oder lesen?, wobei ich mich immer für lesen entschieden habe. Völlig flüssig und am Band wurde man von Ereignis zu Ereignis geführt und wurde dabei nie überrumpelt. Lauren Oliver weiß definitiv wie man mit Worten umgeht!
    Mit der Übersetzung war ich sowie ich das einschätzen kann, zufrieden. Das Buch habe ich in Englisch angelesen, und die Vergleiche die ich dadurch ziehen konnte waren gut.

    Charaktere:

    Mit Lena, der Protagonistin, war es für mich Anfangs ein wenig schwer. Ihre Gedanken waren so sehr von System eingenommen, und wovon ich Anfangs fasziniert war wurde mir dann zu sehr runtergebetet. Sobald Lena einen halbwegs interessanten Gedanken hatte, hat sie ihn verdrängt. Trotzdem war Lena mir auf ihre Art sympathisch, und zwar dadurch, dass sie so viele Schwächen hat. Sie hat oft Angst, sie ist niemand besonderes und sie versucht ihren Weg zu finden. Und das mochte ich schließlich an ihr. Das hat mich dazu gebracht, mit ihr mitzufühlen und sie so real werden lassen. Zum Teil hatte sie wirklich interessante Gedankengänge (ich spiele hier auf ihre "2 Ichs" an, siehe Zitate), was das ganze nur noch abgerundet hat.
    Alex hingegen ist so ein typischer Traumtyp. Ich hab mich gefragt, woher er seine gute Laune nimmt, die echt immer da war. Aber er war einfach zum niederknien süß, sein Verhalten hat mich immer wieder aufseufzen lassen, schlicht: Ich konnte verstehen, warum Lena ihn so gerne mag!
    Hana, Lenas beste Freundin, mochte ich ebenfalls sehr gerne. Obwohl es leider alles ziemlich auf der Oberfläche blieb, war sie mir echt sympathisch. Lenas Familie hingegen fand ich grauenvoll! Schließlich hatten sie alle ihren Eingriff hinter sich und waren so schrecklich gleichgültig, erst ihr Verhalten hat mir gezeigt, wie der Eingriff bei den Menschen wirkt.

    Ende:

    Ich bin gefoltert! Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht. Lange habe ich nicht mehr ein so spannendes Ende gelesen, man fragt sich, was die Protagonistin jetzt tun wird, sie ist einer völlig neuen Lage und ihre Welt steht auf dem Kopf. Man macht sich um andere Personen Sorgen und bangt, dass es ihnen gut geht. Ich kann den 2. Teil wirklich kaum abwarten!

    Fazit:

    Mit Delirium wurde eine wunderbare neue Welt geschaffen, deren Charaktere sofort ins Herz treffen. Man hat mitgefühlt und die von Lauren Olivers wunderbar gestaltete Welt und ihre Geschichte hat einen mitgerissen. Trotz einiger Mäkel habe ich nach beenden dieses Buches diese Begeisterung gespürt, wie sie nur bei manchen Büchern da ist. Ich gebe Delirium 5 Sterne.

    Zitate:

    Ich bin niemand besonderes. Ich bin einfach nur ein Mädchen. Ich bin eins siebenundfünzig groß und in jeder Hinsicht Mittelmaß. Aber ich habe ein Geheimnis. Sie können Mauern bis zum Himmel bauen und ich werde doch einen Weg finden, darüber hinweg zufliegen. Sie können mich mit hunderttausend Armen festhalten und ich werde doch einen Weg finden, mich zu wehren. Und es gibt viele von uns da draußen, mehr als ihr denkt. Menschen, die sich weigern, den Glauben aufzugeben. Menschen, die sich weigern, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Menschen, die in einer Welt ohne Mauern leben und lieben. Menschen, die gegen Gleichgültigkeit und Zurückweisung anlieben, aller Vernunft zum Trotz und ohne Angst. - Seite 409/Klappentext

    Der Gedanke, dass ich immer noch die Krankheit im Blut habe, gefällt mir nicht. Manchmal kann ich sie regelrecht spüren, wie sie sich in meinen Adern windet wie etwas Verdorbenes. - Seite 7

    Manchmal glaube ich, ich habe zwei Ichs, von denen eins direkt über dem anderen dahingleitet: mein Ich an der Oberfläche, das nickt, wenn es nicken soll, und sagt, was es sagen soll, und ein anderer, tiefer liegender Teil, der Teil, der sich Sorgen macht und träumt und "grau"* sagt. Meistens bewegen sie sich synchron und ich bemerke den Spalt zwischen ihnen kaum, aber manchmal fühlt es sich an, als wäre ich zwei völlig verschiedene Menschen und könnte jeden Augenblick auseinander brechen. - Seite 51 *: Das mit dem grau versteht man nur, wenn man das Buch gelesen hat.

    Das Leben ist seltsam. Es schleppt sich weiter dahin, blind und unbewusst, selbst wenn deine kleine private Welt sich dreht und verändert oder ganz auseinander bricht. Heute hast du noch einen Platz und einen Weg; morgen hast du dich im Dickicht verirrt.
    Und trotzdem geht die Sonne auf und Wolken ballen sich zusammen und treiben vorüber. Da wird dir bewusst, dass das meiste davon - vom Leben, der unaufhörlichen Existenz, nichts mit dir zu tun hat. Es schließt dich überhaupt nicht mit ein. Es wird weiterdrängen, selbst wenn du über die Kante gesprungen bist. Selbst wenn du tot bist. - Seite 285

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