fuxli

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    Cover des Buches Die Kunst des logischen Denkens (ISBN: 9783424200911)

    Bewertung zu "Die Kunst des logischen Denkens" von Maria Konnikova

    Die Kunst des logischen Denkens
    fuxlivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist eine Frechheit
    Ganz schön dreist

    Der Titel des Buches ist irreführend, denn es geht überhaupt nicht um logisches Denken – und schon gar nicht in dieser krausen Schreibweise, die zeigt, dass der menschliche Geist auch mit solchen Texten klarkommt. Nein, der Untertitel verrät es eher: Es geht darum, so zu denken, wie Sherlock Holmes. Allerdings hätte Holmes dieses Buch nach den ersten dreißig Seiten an die Wand geschmissen. Denn es ist eine ziemliche Frechheit, einen mit einem berühmten Detektiven zu locken, ein Buch mit immerhin 400 Seiten vorzulegen – und dann fröhlich vor sich hin zu schwafeln.

    Ich hoffte auf Ratschläge zu Beobachtung und Logik – vielleicht sogar eine neuartige Weise, den gesunden Menschenverstand anzuwenden. Fehlanzeige. Im Prinzip lässt sich das Ganze so zusammenfassen: Glauben Sie nicht sofort alles, was man Ihnen sagt und springen Sie nicht zu Schlussfolgerungen, bevor Sie alle Fakten kennen.
    Das auf 400 Seiten aufzublasen, ist schon irgendwie eine Kunst – eine Kunst der Wiederholung und des Aufblähens durch Kindheitserinnerungen und das Anbringen von Zitaten und Analysen aus Sherlock Holmes Büchern. Wobei man die Bücher gelesen haben sollte, um zu wissen, worauf die Autorin da anspielt.
    Das ständig wiederholte Konzept der Achtsamkeit ist mit Sicherheit eine gute Sache. Es wird nur nie genug erklärt, um praktisch anwendbar zu werden.
    Ein Beispiel? Nach der zehnten Wiederholung „Es ist ein langer Weg zu lernen, so zu denken wie Sherlock Holmes. Aber es ist machbar“ blätterte ich 20 Seiten nach vorn. Und was las ich? „Sie können lernen, wie Sherlock Holmes zu denken. Es ist ein langer Weg, aber …“ Aaaaah!!!

    Als ich das Buch weglegte, war ich ziemlich sauer über die Dreistigkeit, dem Leser so vollmundig etwas zu versprechen, und dann nur seine Zeit zu verschwenden.
    Dieser Wälzer ist eine Unverschämtheit. Das ganze Buch kann in einem 1-seitigen Aufsatz zusammengefasst werden, mit Schriftgröße 14.

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    Cover des Buches Sterben auf Portugiesisch (ISBN: 9783328103110)

    Bewertung zu "Sterben auf Portugiesisch" von Heidi van Elderen

    Sterben auf Portugiesisch
    fuxlivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzweilig und spannend
    Wohltuend anders

    Raquel ermittelt wieder. Dieses Mal sogar mehr als im ersten Teil des Buches, in dem man ihr diverse Heldentaten eigentlich nur angedichtet hat, um sie vor dem Metzger zu bewahren.

    Auch dieses Mal spielt das Ganze im Alentejo, dieses wunderbaren Landstrich Portugals, den ich persönlich der viel bekannteren Algarve jederzeit vorziehe.

    Es ist Hochsommer, der Schweiß bricht einem schon aus, wenn man atmet – und dann wird eine Leiche gefunden, die auf skurrile Art ermordet wurde. Im Laufe der Zeit kommen noch zwei weitere Tote dazu und damit viel mehr Arbeit, als bei so einem Klima gesund ist.


    Natürlich ist auch dieses Mal wieder Fernando Valente an der Seite des Polizeischweins, dieser liebenswerte Looser, der, wenn es darauf ankommt, erstaunlich scharfsinnig ist. Er hat Probleme, denn der Gatte seiner großen Liebe ist nach einem langen Auslandsaufenthalt heimgekehrt, seine Jugendliebe hat sich in den Kopf gesetzt, dass sie zusammen gehören und dann taucht da noch ein geheimnisvolle Schöne auf, die Fernando gehörig den Kopf verdreht. Auch Malfalda ist wieder dabei, Fernandos fröhliche Großmutter und selbstverständlich seine verbitterte Mutter.


    Das ist alles sehr lustig, doch ein bisschen viel. In der ersten Hälfte des Buches ist der Mord eigentlich totale Nebensache. Und obwohl ich die Familie Valente durchaus liebenswert finde, würde ich doch lieber einen Krimi lesen, statt einer Komödie. Insofern war ich nach der ersten Hälfte schon ein wenig unwillig. Doch dann nimmt die Handlung ziemlich plötzlich an Fahrt auf und es wird richtig fesselnd. Das Ende ist fast schon dramatisch und überhaupt ist es nur Raquel zu verdanken, dass alles gut ausgeht.


    Letztlich ist es dann also doch ein richtig guter Krimi geworden, der sich nicht nur durch das Setting (und das Schwein) wohltuend von anderen Portugalkrimis abhebt, sondern auch noch spannend und obendrein vergnüglich ist.


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    Cover des Buches Die schönsten Pflanzen, die wenig Wasser brauchen für Garten, Balkon und Terrasse - 66 trockenheitsverträgliche Stauden, Sträucher, Gräser und Blumen, die heiße Sommer garantiert überleben (ISBN: 9783809440925)

    Bewertung zu "Die schönsten Pflanzen, die wenig Wasser brauchen für Garten, Balkon und Terrasse - 66 trockenheitsverträgliche Stauden, Sträucher, Gräser und Blumen, die heiße Sommer garantiert überleben" von Ursula Kopp

    Die schönsten Pflanzen, die wenig Wasser brauchen für Garten, Balkon und Terrasse - 66 trockenheitsverträgliche Stauden, Sträucher, Gräser und Blumen, die heiße Sommer garantiert überleben
    fuxlivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Für Balkone nicht sehr hilfreich
    Der Titel ist irreführend

    Der Titel ist irreführend. Balkon und Terrasse – also Topf- und Kübelpflanzen – sind in diesem Buch kaum zu finden. Das ist natürlich ausgesprochen schlecht, wenn man gerade dafür Tipps sucht. Und da es ja doch wesentlich mehr Balkone als Gärten gibt, ist das auch sehr schade.

    In Zeiten des Klimawandels, wenn die Temperaturen steigen und das Grundwasser sinkt, macht man sich natürlich so seine Gedanken, was man am besten anpflanzt. Bienenfreundlich sollten die Blumen möglichst auch sein. Das ist auch sinnvoll, denn auf Balkonen wird selten mit Insektiziden gespritzt – ein wichtiger Ort für zum Beispiel Bienen also.

    Das Buch erklärt, wie sich Pflanzen gegen Trockenheit schützen, widmet sich verschiedenen Gartenarten wie Prärie- oder Kiesgarten, gibt Tipps zur Beschaffenheit des Bodens und zur Bewässerung. Balkone und Terrassen werden unter „Mediterrane Träume“ auf vier Seiten abgehandelt. Das war‘s dann auch schon. Denn in dem großen Teil, in dem einzelne Pflanzen vorgestellt werden, findet sich nur selten der Satz „Für Kübel geeignet“. Wobei zu sagen ist, dass zum Beispiel Oregano sehr gut im Topf gedeiht. Ich habe meinen schon seit Jahren. Im Buch wird das mit keinem Wort erwähnt.

    Für jemanden wie mich bringt das Buch also überhaupt rein gar nichts. Gartenbesitzer werden da vermutlich eher glücklich.

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    Cover des Buches Die Tote von Rosewood Hall (ISBN: 9781477821183)

    Bewertung zu "Die Tote von Rosewood Hall" von Annis Bell

    Die Tote von Rosewood Hall
    fuxlivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Kein Krimi, aber auch kein richtiger historischer Roman
    Historisch falsch und auch nicht spannend

    Tja, ich weiß nicht so recht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Ein Krimi soll es sein – nein, nicht wirklich. Es ist eher ein historischer Roman, aber auch nicht so richtig, denn die Empfindungen sind viel zu sehr auf die heutige zeit zugeschnitten. Waisenkinder die schmutzig sind, in abgetragenen Sachen rumlaufen, geschlagen werden und stinken – und das jeden Tag aufs neue ganz schrecklich finden. Es ist schrecklich, keine Frage – aber der Mensch hat als Überlebensstrategie die Fähigkeit, abzustumpfen. Wer Tag ein Tag aus mit Gestank leben muss, wird ihn irgendwann nicht mehr riechen. Er wird sich an den Dreck gewöhnen und an das Ungeziefer. Was uns heutzutage die Nase rümpfen lässt, fand man damals nicht wirklich so schrecklich und abstoßend.
    Vielleicht ein Liebesroman? Ja, schon eher. Denn eigentlich ist schon auf Seite vier klar, wer hier wen am Ende kriegen wird. Der Heldin wird stilgerecht heiß und kalt. Sie fühlt sich geborgen und sicher in der Gesellschaft eines Mannes, den sie nicht kennt. Männer, die sie kennt findet sie dagegen abstoßend, weil sie sie einfach nicht verstehen und ja doch nur hinter ihrem Geld her sind … oder hinter ihrem Titel – den sie aber auch als Ehemänner gar nicht übernehmen dürften, denn das geht nur umgekehrt.

    Fest steht, dass es von Vorteil ist, wenn der Leser gerne Beschreibungen liest. In den Schilderungen von Häusern, Gärten, Umständen usw. geht die Handlung manchmal regelrecht unter. In Sachen Handlung, finde ich außerdem, wird sehr viel verschenkt. So bleibt alles blass. Es fehlt das Leben, das Prickeln … und ja, es fehlt die Spannung.

    Andererseits ist das Buch ganz nett zu lesen, so als Zeitvertreib und nebenher. Nichts, was einen wirklich fesselt und mitreißt, aber gut genug, um zum Beispiel Wartezeiten zu überbrücken. Wenn dann das Warten vorbei ist, kann man das Buch ohne Bedauern zur Seite legen. Einen Spannungsbogen, der einen unbedingt wissen lassen will, wie es weitergeht, gibt es nicht. So kann man es liegen lassen, bis man mal wieder etwas leichte Lektüre braucht, um Zeit rumzukriegen ...

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    Cover des Buches Balkon für Faule (ISBN: 9783809437703)

    Bewertung zu "Balkon für Faule" von Ursula Kopp

    Balkon für Faule
    fuxlivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Nützliche Tipps und Anregungen
    Nützliche Tipps und Anregungen

    Vielleicht ist es nicht ganz die richtige Zeit, im Oktober ein Buch über Balkonbepflanzung zu lesen? Doch, ist es! Speziell wenn man keinen Balkon haben will, in dem jedes Jahr aufs Neue einjährige Pflanzen blühen. Das sieht zwar toll aus, aber ich will einen Balkon, auf dem nicht nur etwas blüht, sondern auch wächst und sich über Jahre entwickelt. Kurz, ich möchte so etwas wie einen Garten, nur im Kübel. Und als bekennenden Faulenzer hat mich der Titel des Buches gleich angesprochen.

    In dem Buch stand vieles, das ich schon wusste – ich habe meinen Balkon ja nicht erst seit gestern. Aber insbesondere die Gehölze fand ich sehr interessant. Die Listen und Portraits einzelner Pflanzen inklusive Tipps zum Standort fand ich sehr gut. Leider gibt es nicht zu allen gezeigten Pflanzen ein Portrait, da wird man zusätzlich noch googeln müssen. An und für sich bin ich aber ganz zufrieden. Nur eine Aufteilung nach Jahreszeiten hätte ich schön gefunden. Nicht alle Pflanzen sollten schließlich im Frühjahr gepflanzt und im Herbst geschnitten werden.
    Was ich als Katzenbesitzer aber vor allem zu bemängeln habe, ist, dass es keine Aussagen gibt, welche Pflanzen giftig sind. Das wäre unbedingt noch erforderlich – auch für Familien mit Kindern.

    Als Einstieg in einen Mehrjahresbalkon ist das Buch aber, besonders mit seinen Gestaltungsbeispielen, durchaus zu empfehlen.

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    Cover des Buches Das Keltenritual (ISBN: 9783740804725)

    Bewertung zu "Das Keltenritual" von Christof Weiglein

    Das Keltenritual
    fuxlivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein 'gebrochener' Kommissar, der sich selber leid tut und eine verfolgte Kollegin - entschieden zu viele Klischees!
    Schon wieder ein Kommissar, der sich nur selber leid tut!

    Der Magdalenenberg ist ein eisenzeitliches Fürstengrab, von dem in jüngster Zeit zunehmend bezweifelt wird, ob es wirklich von einem keltischen Stamm ist. Ein Sternenkalender ist es definitiv nicht. Aber was soll's, das ist dichterische Freiheit. Und spannend ist die Idee allemal. Da ich ohnehin eine Schwäche fürs Schwäbische habe, hab ich mich schon sehr auf die Lektüre gefreut.

    Es fing auch spannend an. Dann kam Panther – ungepflegt, unpünktlich, unzuverlässig. Leider ist die Ursache dafür nicht etwa, dass er so cool ist – nein, er hat gerade eine Trennung hinter sich, versinkt in Selbstmitleid und trinkt zu viel. Schon wieder ein Säufer mit Beziehungsproblemen!
    Aber damit nicht genug. Seine Kollegin ist auf der Flucht vor einem Ex, der sie fertig machen will. Sie ist zwar Polizistin, benimmt sich dabei aber wie ein Mäuschen. Noch ein Klischee.
    Ich hab es wirklich langsam satt.
    Die einzig sympathische Figur im Buch – Achtung Spoiler – stirbt, und das auch noch ziemlich brutal und langwierig. Der 'Held' überlebt, lernt aber nichts dazu und spielt am Ende Spielchen mit seinem Therapeuten.

    Das Buch an sich wäre ja ganz spannend, aber diese Standardcharaktere gehen einfach auf die Nerven. Klar, es schreibt sich einfacher. Aber als Leser fühlt man sich doch allmählich ziemlich ver…laden. Es sollte für einen guten Autor mit Fantasie doch möglich sein, mal die eingelaufenen Pfade der Stereotypen zu verlassen!

    Apropos eingelaufene Pfade: Die Landschaftsbeschreibungen sind alle ganz wunderbar. Aber dann machen Leute den Mund auf und – alle sprechen Hochdeutsch! Kein einziger Schwabe weit und breit – auch kein Badener. Noch nicht einmal eine Klangfärbung bei den Endungen in Richtung Dialekt. Zugegebenermaßen ist es natürlich schwerer, Dialekt zu schreiben, noch dazu so, dass auch Nichtschwaben mitkommen. Aber das sollte es doch wert sein!
    So habe ich einfach nur das Gefühl, dass da ein Buch routiniert aber ohne Herzblut runter geschrieben wurde, damit mal wieder ein bisschen Geld damit verdient wird. Schade, die Grundidee wäre nämlich wirklich gut.

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    Cover des Buches Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet (ISBN: 9783732547654)

    Bewertung zu "Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet" von Ellen Barksdale

    Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet
    fuxlivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Weder witzig noch spannend
    Der Rest der Serie wird ohne mich stattfinden

    Ziemlich am Anfang steht ein ziemlich witziger Dialog, in dem ein Mr. Cresnick und seine Frau erfahren, dass Mr. Cresnicks einziger Bruder Stuart gestorben ist. Prima, dachte ich mir, das klingt nach einem amüsanten Buch. Leider war dem nicht so. Nicht nur, dass das Ehepaar oder der tote Bruder nie wieder auftauchen oder eine Rolle spielen, der Dialog ist eigentlich der einzige pfiffige im ganzen Buch.
    Auch der Prolog hat eigentlich keinen Bezug zum Rest vom Buch. Die Dame spielt zwar noch mit, aber was sie da um den Schlaf bringt, wird nie geklärt.

    Die Handlung ist eher mager, der 'Krimi' vorhersehbar und so offensichtlich, dass man sich fragt, warum die ach so kluge Tante nicht gleich darauf kam. Und die Charaktere … Glenn ist ein unsympathischer Yuppie mit Anwandlungen, weil die Autorin ja erklären muss, warum Nathalie ihn liebt. Louise lebt eigentlich nur, um mit jedem zweiten Satz „Ihre Tante wäre stolz auf Sie“ sagen zu können. Und Nathalie selbst … nennen wir sie farblos. Keine der Figuren hat einen eigenen Charakter. Alle sind austauschbar und machen eben, was gerade für die Handlung am einfachsten ist.
    Kein Wunder, dass es schon so viele Fortsetzungen gibt. Solche Bücher sind einfach schnell geschrieben.

    Eines weiß ich genau: Die Serie, die mit diesem Buch begann, wird ohne mich stattfinden.

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    Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Digitalisierung (ISBN: 9783328600015)

    Bewertung zu "Eine kurze Geschichte der Digitalisierung" von Martin Burckhardt

    Eine kurze Geschichte der Digitalisierung
    fuxlivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Faszinierender Blick hinter die Kulissen
    Faszinierender Blick hinter die Kulissen

    Natürlich weiß ich, dass Konrad Zuse den ersten funktionierenden Computer gebaut hat, und dass der Begriff „Bug“ für einen Computerfehler daher kommt, dass damals tatsächlich Motten das Ding zum Erliegen bringen konnten, wenn sie sich auf die Relais setzten. Mit ist auch bekannt, dass schon vor ihm Babbage an einem Computer gebaut hat. Und um die Bedeutung der Lochkarte einschätzen zu können, muss man nur mal eine Folge von „Raumpatrouille Orion“ anschauen.
    Der Name Alan Turing sagt mir auch etwas, seit ich „The Imitation Game“ mit dem großartigen Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle sah.
    Es ist also überflüssig, dieses Buch zu lesen, oder? Mitnichten! Die Menge an neuen Informationen allein ist die Lektüre schon wert, und dann noch dieser leichte immer ein wenig amüsierte Stil! Wirklich wunderbar.

    Es wird nichts ausgelassen, von den ersten Versuchen mit Strom bis hin zu unserer „Modernen“ Welt. Auch das dunkle Kapitel von IBM, dass die Firma so gerne totschweigt, ist nicht ausgespart. Denn ohne IBM bzw. ihre deutsche Niederlassung und ihre Maschinen zur statistischen Erfassung wäre es den Nazis nie möglich gewesen, so effizient gegen die Juden vorzugehen, wie sie es taten.
    Manchmal ist es schon verwunderlich, über welche Ecken und Kurven, unter Zugrundelegung völlig falscher Annahmen, oder einfach nur durch Zufall Entdeckungen stattfanden oder Entwicklungen gemacht wurden, aus denen letztlich unsere digitale Welt entstand.

    Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der mal ein wenig hinter die Kulissen schauen will.

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    Cover des Buches Die Hochstapler (ISBN: 9783328101758)

    Bewertung zu "Die Hochstapler" von Sabine Durrant

    Die Hochstapler
    fuxlivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wär ein tollles Buch ohne der Hauptdarsteller
    wenn er nur nicht so ein Hohlkopf wär!

    Der Ich-Erzähler Paul ist, anders kann man es nicht sagen, ein arroganter Hohlkopf, nur auf sich selbst fixiert und überzeugt, der Größte zu sein, weil er vor zwanzig Jahren mal ein gutes Buch geschrieben hat. Vor zwanzig Jahren! Selbst der größte Trottel könnte ja mal auf die Idee kommen, dass das schon ziemlich lange her ist.
    Paul schnorrt sich mit Angeben und Lügen durchs Leben, und gibt den großen Star, auch wenn er eigentlich nur ein jämmerlicher Versager ist. Und das ist das große Problem des Buches. Denn wie soll mich das Schicksal von jemandem interessieren, der mir komplett unsympathisch ist?

    Im Laufe des Buches macht er so einiges mit, und er verdient jede einzelne Minute davon. Und das Ende – irgendwie offen. Bei einem Thriller erwarte ich da eigentlich besseres. Der letzte Satz zeigt außerdem, dass Paul nichts aus seinen Erlebnissen gelernt hat. Mag er noch so sehr das Gegenteil behaupten. Letztlich erhofft er sich einfach nur neuen Ruhm. Immer noch ein Arschloch (Entschuldigung), immer noch derselbe eingebildete Hohlkopf.

    Nun muss man natürlich auch sagen, dass es für das Talent der Autorin spricht, die Figur so hinzukriegen, dass sie einen so abstößt. Ihre Sprache und ihr Stil sind tatsächlich großartig. Sie versteht es, alles aus der Sicht eines Mannes zu schreiben, ohne zu sehr in Klischees abzudriften, oder aus der Rolle zu fallen. Alles kommt authentisch rüber.

    Ich werde bestimmt noch mehr von dieser Autorin lesen, aber ich würde mir wünschen, dass ihr nächster Protagonist wenigstens ein bis zwei sympathische Züge hat.

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    Cover des Buches Die Sieben Türen (ISBN: 9783492312189)

    Bewertung zu "Die Sieben Türen" von Daniel Sánchez Pardos

    Die Sieben Türen
    fuxlivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: stellenweise zu labng geraten und insgesamt nicht wirklich prickelnd
    Bin nicht recht damit warm geworden

    Der Ich-Erzähler wird beinahe von Pferden über den Haufen gerannt, hat vor der Beschreibung dieses Ereignisses aber noch jede Menge Zeit für Lokalkolorit. Seltsam. Auch, dass erst einen große Menschenmenge herumsteht, er aber anscheinend alleine in gefahr geriet – und dass die Pferde danach wieder brav stehenbleiben, ist schon seltsam.
    Überhaupt geht es im ersten Drittel des Buches eigentlich nur darum, wie schön Barcelona ist, wie die Sehenswürdigkeiten aussehen, die Straßen, die Häuser … Es ist mehr ein Touristenführer als ein Roman. Zugegeben, danach wird es dann spannender. Aber auch die zweite Hälfte ist an einigen Stellen zu lang geraten. Weniger wäre mehr gewesen.
    Die Stimmung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ist dafür, denke ich, recht gut eingefangen.

    Mit den Protagonisten bin ich irgendwie nicht recht warm geworden. Gabriels Mutter finde ich sogar absolut unausstehlich. Und was mir gar nicht eingeht, ist, warum der Autor mit Antoni Gaudí eine bekannte historische Figur eingebaut hat und dann keinerlei Bezüge zu dieser Figur herstellt. Gaudí war ein spanischer Architekt und herausragender Vertreter der katalanischen Bewegung des Modernismus. Der Gaudí hier zeigt keinerlei Interesse an Architektur. Stattdessen wird er als halbseidener Gauner hingestellt, dem man nur bedingt trauen kann. Diese Figur hätte jeden beliebigen Namen haben können. Da kommt man sich als Leser doch ziemlich veralbert vor.

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