geschichtsmagie

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    Cover des Buches Um Leben und Tod9783328100676

    Bewertung zu "Um Leben und Tod" von Henry Marsh

    Um Leben und Tod
    geschichtsmagievor einem Jahr
    Unglaublich, faszinierend und ein bisschen unheimlich

    Die letzte Woche hat mich im Leben als Medizinstudentin zusätzlich als Input das Buch „Um Leben und Tod“ von Dr. Henry Marsh begleitet – am 13.03.2017 im Spiegel Buchverlag erschienen umfasst es 368 Seiten – und jede einzelne davon hat mich zutiefst beeindruckt.


    Wie arbeitet ein Hirnchirurg? Wie fühlt es sich an, in das Organ zu schneiden, mit dem Menschen denken und träumen? Und wie geht man damit um, wenn das Leben eines Patienten von der eigenen Heilkunst abhängt? Operationen am Innersten des Menschen sind immer mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Henry Marsh, einer der besten Neurochirurgen Großbritanniens, erzählt beeindruckend offen, selbstkritisch und humorvoll von den Ausnahmesituationen, die seinen Arbeitsalltag ausmachen. Seine Geschichten handeln vom Heilen und Helfen, vom Hoffen und Scheitern, von fatalen Fehlern und von der Schwierigkeit, die richtige Entscheidung zu treffen.


    Als ich „Um Leben und Tod“ das erste Mal bei studylikegranger auf ihrem Instagramprofil gesehen habe, wusste ich sofort: Das muss ich lesen! Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Der Untertitel „Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern“ fasst die Thematik des Buchs besser zusammen, als ich es je könnte. Jedes der 25 Kapitel startet mit einer Krankheit (vor allem Gehirntumore) oder einem Symptom in der Überschrift: Oligodendrogliom, Tic douloureux oder dergleichen. Und passend dazu wird dies in dem Kapitel durch einen bestimmten Patient, eine bestimmte Operation oder „Schlüsselereignisse“ in Henrys Arztleben verdeutlicht. Allein diese Gliederung hat mir persönlich unheimlich gut gefallen, da man Neues, Faszinierendes über das menschliche Gehirn lernt und gleichzeitig in jedem Kapitel miträtseln konnte, bei wem denn nun das Oligodendrogliom auftritt und wie das Ganze endet.

    Aber ist das Buch denn nur etwas für Medizinstudenten, Ärzte oder diejenigen, die es mal werden wollen? Im Gegenteil. Durch viele Erklärungen zwischendurch, die aber keineswegs ausarten, ist „Um Leben und Tod“ sehr verständlich geschrieben und gerade wegen der Thematik würde ich sagen, dass das Buch gerade Nicht-Mediziner anspricht. Die zusammengefasste Botschaft ist nämlich: Ärzte sind keine Götter in Weiß – sie irren, sind menschlich, machen fatale Fehler, treffen richtige und falsche Entscheidungen und sie haben auch keine Kontrolle über Zufälle, Schicksal (?).

    So erfährt man in diesem Buch erstaunlich gut, wie es ist, ein Neurochirurg zu sein. Plötzlich versucht man als Leser selbst, die schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen, rechtfertigt sich zusammen mit dem Arzt, warum der Patient nicht gerettet werden konnte, … Gerade manche Kapitel, manche Patientengeschichten, sind mir dabei emotional sogar sehr nahe gegangen.

    Alles in allem habe ich mit „Um Leben und Tod“ (das Motto der Hirnchirurgen: ein Leben durch eine OP zerstören oder vielleicht doch noch ein paar Jahre herausholen?) wichtige Lektionen für mich und meine Zukunft als Studentin gelernt. Gerade dadurch, dass Henry Marsh so schonungslos über seine eigene Person und seine begangenen Fehler schreibt, konnte ich sehr viel aus dem Buch mitnehmen, wie ich später mal mit der ganzen Thematik umgehen möchte.

    Abgesehen von „Heilen, Hoffen und Scheitern“ führt einen dieses Buch natürlich ein in die faszinierende, ein klein wenig unheimliche, aber vor allem unglaubliche Welt des wichtigsten Organgs: das Gehirn. Hierbei wird der Leser auch selbst zum Nachdenken angeregt. Ist unsere Seele, unser Bewusstsein etwa nur ein Zusammenspiel aus etlichen Nervenzellen und elektrischen Signalen? Es scheint immer wieder unbegreiflich zu sein, dass all diese Gedanken, die ich in gerade diesem Moment formuliere, lediglich von dieser grauen, wackelpuddingartigen Masse stammen sollen.

    Zusammengefasst möchte ich nur sagen: Lest dieses Buch, mein neuestes Jahreshighlight! Man fängt an, sich mit Dingen zu beschäftigen, die im normalen Alltag total untergehen. Der Arzt wird für den Leser plötzlich zu einem normalen Menschen; eine Lektion, die auch ich immer wieder verinnerlichen muss, und vieles mehr. „Um Leben und Tod“ wird für jedermann eine großartige Lektüre sein.

    Vielen Dank an den Spiegel-Buchverlag und die Betreiber des Bloggerportals für dieses tolle Rezensionsexemplar! ♥
    Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass
    niemand meine Meinung erkauft.

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    Cover des Buches Gold und Schatten9783846600801

    Bewertung zu "Gold und Schatten" von Kira Licht

    Gold und Schatten
    geschichtsmagievor einem Jahr
    Perfekte Mischung aus Fantasy- und Liebesroman

    Ich durfte diesen Monat „Gold und Schatten – Das erste Buch der Götter“ von Kira Licht als Rezensionsexemplar lesen. Der 544 Seiten lange erste Teil der Götterreihe aus dem ONE-Verlag hat mich sofort überzeugt. Warum, erfahrt ihr jetzt.


    Gerade erst nach Paris gezogen, verliebt sich die sechzehnjährige Livia Hals über Kopf in Maél. Seine Welt sind die düsteren Katakomben unter den Straßen der Stadt. Die beiden kommen sich schnell näher, doch der draufgängerischen Maél geht immer wieder auf Abstand. Was hat er zu verbergen? Und warum um alles in der Welt kann Livia plötzlich Botschaften hören, die Bäume und Pflanzen zuflüstern? Ist sie dabei, den Verstand zu verlieren? Als es Livia schließlich gelingt, die einzelnen Fäden miteinander zu verknüpfen, kann sie kaum glauben, welches Geheimnis sich ihr offenbart. Denn dass sie Maél kennengelernt hat, war alles andere als ein Zufall…


    Dieses Buch hat für mich zu einem derjenigen gehört, bei denen ich bereits auf der ersten Seite wusste, dass es mir gefallen würde.

    Fangen wir allerdings zunächst mit meinen einzigen Kritikpunkten an:

    Wie man dem Klappentext entnehmen kann, handelt die Geschichte von Livia, welche an sich plötzlich außergewöhnliche Fähigkeiten entdeckt, d.h. der Roman besitzt eindeutig einen Fantasyaspekt. Als es zum Beispiel darum geht, wie ihre Freunde auf diese nicht menschlichen Aspekte reagieren, war ich erstaunt, dass diese alles sofort akzeptierten und noch nicht mal ein bisschen schockiert waren. Auch bei Livia selbst hatte ich im Buch mehrmals das Gefühl, sie würde Tatsachen ohne großes Erstaunen akzeptieren, bei denen ich als Leser total schockiert gewesen wäre. Es lässt sich aus meiner Sicht also sagen, dass der Roman noch realitätsgetreuer gewesen wäre, wenn die Einführung in die Fantasywelt überraschender gestaltet worden wäre.

    Des Weiteren wird in diesem ersten Teil der Dilogie – wie es im ersten Satz des Klappentextes heißt – die Beziehung von Livia zu Maél thematisiert. Grundsätzlich geben die beiden ein tolles Paar ab; jede Menge realistische Gefühlsachterbahnen, ein Hin und Her, das trotzdem nicht zu übertrieben wirkt und ein Bauchkribbeln, das auch beim Leser ankommt. An manchen Stellen muss ich aber anmerken, dass mir diese Gefühle ein bisschen zu schnell gingen. Klar ist Liebe auf den ersten Blick ein bekanntes Buchphänomen, aber die Entwicklung der romantischen Gefühle (jedenfalls von Livias Seite aus) hätte doch etwas ausgearbeiteter sein können.

    Ansonsten bin ich insgesamt hellauf begeistert, sodass diese zwei Kritikpunkte nicht wirklich viel zur Bewertung beitragen. „Gold und Schatten“ war das erste Buch, welches ich von Kira Licht gelesen habe. Der Schreibstil hat mir von Anfang an hervorragend gefallen, da er die perfekte Frische von Livias Alter vermittelt und die Autorin auf wunderschöne Beschreibungen, Vergleiche etc. zurückgreift.

    Ein weiterer Punkt ist das allgemeine Thema dieses Romans. „Gold und Schatten“ ist wie gesagt ein Fantasyroman, ohne dabei zu sehr von der normalen Welt abzuweichen, sodass das Buch sicher vielen Lesern gefallen könnte. Wie der Titel „Das erste Buch der Götter“ bereits verrät, kommen auch allerlei Götter aus der griechischen Mythologie im Buch vor, in eine mitreißende Geschichte verpackt und auch für diejenigen verständlich, die sonst keine Ahnung davon haben.

    Alles in allem hat Kira Licht für mich die perfekte Mischung aus Liebes- und Fantasyroman gefunden: genug Spannung – es gab keine Stelle im Buch, an der ich nicht weiterlesen wollte - und trotzdem ein großes Gefühlsspektrum von Wut zu Trauer zu einem Kribbeln im Bauch. Da das Buch mit einem großartigen Finale auch genug Fragen für einen zweiten Teil offen lässt, werde ich mir diesen dann unbedingt auch anschaffen. Ich bin begeistert und vergebe daher fünf Sterne!

    Vielen Dank an den ONE-Verlag und die Bastei Lübbe AG für dieses tolle Rezensionsexemplar! ♥
    Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass 
    niemand meine Meinung erkauft.

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    Cover des Buches All in - Zwei Versprechen9783736308350

    Bewertung zu "All in - Zwei Versprechen" von Emma Scott

    All in - Zwei Versprechen
    geschichtsmagievor einem Jahr
    Leider abgebrochen

    Im Januar und Februar dürfte ich an der Lesejury-Leserunde zu „All in - Zwei Versprechen“ von Emma Scott teilnehmen. Der Roman ist am 31.01. im LYX-Verlag auf Deutsch erschienen; es handelt sich dabei um den zweiten Teil der Buchreihe. Vom ersten Moment an wusste Theo, dass Kacey die Eine für ihn war. Doch sie gehörte zu dem Menschen, für den er alles tun, alles aufgeben würde. Theo war für Kacey bestimmt, doch sie nicht für ihn. Als ihrer beider Leben entzweigerissen wird, weiß Theo, dass nur er Kacey vor dem Ertrinken retten kann und dass nur sie die Scherben seines Selbst wieder zusammensetzen könnte. Doch darum zu wissen, ist eine Sache - das Glück anzunehmen eine ganz andere. Zu Beginn möchte ich bei den Menschen, die hinter der Lesejury stecken, dafür entschuldigen, dass meine Rezension nun sehr verspätet eintrifft. Ich habe die Klausurenphase wohl unterschätzt und das Buch zusätzlich abgebrochen, da es mir aus folgenden Gründen doch nicht sooo gut gefallen hat. Bei „All in“ handelt es sich um den zweiten Teil der Buchreihe. Ich stand diesem von Anfang an sehr skeptisch entgegen, da in Band 1 die Liebesgeschichte von Kacey und dem todkranken Jonah thematisiert wird. In Band 2 geht es nun um die Liebesgeschichte, die sich zwischen Kacey und Jonahs Bruder Theo entwickelt. Auf mich hat allein diese Tatsache ein bisschen so gewirkt, als könne die Autorin die Charaktere nicht ruhen lassen und müsse nun auf Zwang noch eine Fortsetzung produzieren. Die Tatsache, dass sich Gefühle zwischen Kacey und Theo entwickeln sollten, fand ich einerseits seltsam faszinierend (Ist es moralisch okay, sich in den Bruder deines toten Freundes zu verlieben?), andererseits extrem unrealistisch (Wer verliebt sich statistisch gesehen danach ausgerechnet in den Bruder?) und schade, da so die wichtigen Botschaften aus Band 1 in den Hintergrund rückten. Ich muss zugeben, dass die Autorin es hinbekommen hat, dass ich mich als Leser diesmal auch in Theo verlieben konnte. In den Theo, der mir im ersten Teil noch sehr unsympathisch und ruppig vorkam. Auch ist es durchaus großartig, wie man durch die sich abwechselnden Erzählsichten hautnah miterleben kann, wie sich auf ganz feinfühlige Art langsam Gefühle in Kacey einschleichen und wie stark die von Theo von erster Sekunde an sind. Es hat etwas Fesselndes, den beiden Charakteren durch ihr Leben zu folgen und vor allem die Spuren der Geschehnisse aus dem vorherigen Band zu sehen. Die Rahmenbedingungen wie beispielsweise der ausdrucksstarke Schreibstil von Emma Scott oder die wechselnden Erzählsichten gefallen mir natürlich immer noch sehr gut und die Charaktere sind prinzipiell immer noch sehr realitätsgetreu und greifbar. Es ist aus diesem Grund schwer zu beschreiben, warum ich das Buch nicht zu Ende lesen wollte. Einerseits hatte ich das Gefühl, dass ich gar nicht mehr weiterlesen müsste, weil die Handlung so glasklar und langweilig vor mir lag. Die Hauptperson macht genau die gleichen Alkoholprobleme durch wie zuvor und Theos Probleme waren auch genau dieselben. Abgesehen davon schien nicht viel zu passieren, außer dass sich die beiden verlieben würden und natürlich nicht zusammen sein DÜRFEN. Irgendwie wurde dieser klassische 0815-Aufbau einer Liebesgeschichte aus meiner Sicht nicht spannend genug ausgekleidet. Andererseits hat allein die Tatsache eines zweiten Teil sich falsch für mich angefühlt, da sie die sehr viel dramatischere und meiner Meinung nach noch eher realistischere Liebesgeschichte von Kacey und Jonah einfach auslöscht. Als Abschluss wäre das Ende von Teil 1 zwar sehr viel trauriger, aber auch eindrucksvoller gewesen, als die Geschichte gezwungen weiterzuspinnen. Alles in allem mag „All in - Zwei Versprechen“ sicherlich vielen Lesern total gut gefallen haben - das Buch ist schließlich überhaupt nicht schlecht geschrieben! Ich konnte mich aus den oben genannten Gründen trotzdem nicht so ganz mit dem Roman anfreunden. Vielen Dank an den LYX-Verlag und die Betreiber der Lesejury für dieses tolle Rezensionsexemplar! ♥ Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.

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    Cover des Buches All In - Tausend Augenblicke9783736308190

    Bewertung zu "All In - Tausend Augenblicke" von Emma Scott

    All In - Tausend Augenblicke
    geschichtsmagievor 2 Jahren
    Wunderschön, aber vorhersehbar

    Diesen Monat durfte ich dank des LYX-Verlags diesen tollen Liebesroman lesen: „All in – Tausend Augenblicke“ von Emma Scott. Dieses Buch ist am 26.10.2018 erschienen und im Folgenden erzähle ich euch, warum es mir sehr am Herzen liegt.



    Kaceys Leben als Rockstar ist ein Tanz auf dem Vulkan, den sie nicht überlebt hätte, wäre Jonah Fletcher nicht in ihr Leben getreten. Ihn zu lieben ist ein Sprung ins Ungewisse, der größtes Glück oder größten Schmerz bringen kann. Doch ganz gleich, was kommt, Kacey weiß, dass sie nicht mehr zurück kann - und dass Jonah es wert ist, alles zu riskieren.



    Als ich dieses Rezensionsexemplar als Päckchen vor meiner Tür gefunden habe, habe ich mich riesig darüber gefreut, da ich mir zumindest beim LYX-Verlag immer sicher sein kann, eine großartige und umwerfende Liebesgeschichte in den Händen zu halten. So war es auch diesmal.

    Der Leser wird direkt von Kapitel eins an in das Geschehen hineingeworfen, ohne große Erklärungen. Trotzdem war von Anfang an verständlich, worum es ging; besonders Kaceys Gefühle waren sehr greifbar, ohne dass viel Vorgeschichte benötigt wurde.

    Berichtet wird immer mal wieder abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen Kacey und Jonah. Dies hat mir bei - entgegen meiner sonstigen Präferenzen - hier wirklich gut gefallen, da wirklich beide Sichtweisen für das Fortschreiten der Geschichte erforderlich waren und nichtsdestotrotz die Szenen zum Glück nicht komplett identisch aus zwei verschiedenen Sichten niedergeschrieben wurden. Beide Protagonisten wurden von Emma Scott so gestaltet, dass man sie als Leser nur lieben kann: mit Ecken und Kanten an der Oberfläche, aber im Großen und Ganzen so, dass man sie nur lieben kann! Beispielsweise konnte ich als Leserin es Jonah nie übel nehmen, wenn er Kacey von sich gestoßen hat oder Kacey es nicht übel nehmen, wenn sie doch wieder zum Alkohol gegriffen hat. Warum nicht? Weil diese beiden Charaktere ansonsten einfach liebenswert waren; durch die Ich-Perspektive kennt der Leser all ihre tiefsten Seelenabgründe, Gedanken und ehrlichsten Gefühle und fühlt mit ihnen.

    Alles in allem ist aber die Thematik das, was dieses Buch meiner Meinung nach so wunderschön und besonders macht. Natürlich möchte ich hier nichts für potenzielle Leser des Buchs spoilern, aber im Großen und Ganzen geht die Thematik in eine wirklich tiefgründige, ehrliche und auch traurige Richtung. Dem Leser wird aufgezeigt, wie schön das eigene Leben ist, wie sehr man es und seine Nächsten schätzen sollte. Das eine oder andere Mal habe ich Lebensweisheiten in diesem Buch in Form von wundervollen Zitaten gefunden, die ich am liebsten alle markiert hätte. Neben dem Unterhaltungsaspekt - eine Liebesgeschichte, die einen mitreißt und alles andere vergessen lässt - besitzt "All in - Tausend Augenblicke" also schlussendlich auch einen lehrenden, zum Nachdenken anregenden Aspekt.

    Die Atmosphäre des Buchs ist meiner Meinung nach ebenso nicht zu unterschätzen. Durch die sehr malerische Sprache Emma Scotts (zahlreiche einzigartige Vergleiche und Beschreibungen) wirkt die Stimmung sehr lebendig. Der Roman ist zwar kein typisches Herbstbuch, passt aber aufgrund seiner gemütlichen Atmosphäre perfekt in diese Jahreszeit.

    Der einzige Kritikpunkt, der mir zu diesem Buch einfällt, ist letztlich, dass für mich ab einem gewissen Zeitpunkt sehr ersichtlich war, auf welches Ende die Handlung hinausläuft. Natürlich habe ich trotzdem noch mitgefiebert. Allerdings finde ich es doch abschließend ein bisschen enttäuschend, (fast) genau zu wissen, was passieren wird, und somit die Spannung der Handlung zu verlieren.

    Zusammengefasst ist "All in - Tausend Augenblicke" für mich aber das, was ein LYX-Liebesroman immer verspricht: Eine grandiose Liebesgeschichte zum Dahinschmelzen und nebenbei noch eine Tiefgründigkeit, die ich nicht missen möchte.


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    Cover des Buches Private - Eine von euch9783570312100

    Bewertung zu "Private - Eine von euch" von Kate Brian

    Private - Eine von euch
    geschichtsmagievor 2 Jahren
    Unsympathische, kindische Hauptperson

    Weil der Klappentext auf den ersten Blick sehr vielversprechend erschien, habe ich diesen Monat „Private – Eine von euch“ von Kate Brian gelesen. Dieses Buch ist ein Reihenauftakt, der am 10.09.2018 im cbt-Verlag erschienen ist.


    Als die 15-jährige Reed Brennan einen Platz an der elitären Easton-Academy ergattert, erhofft sie sich eine goldene Zukunft. Doch ihr Schicksal liegt in den Händen der Billings-Girls: reich, schön, intelligent, selbstbewusst – und die vier mächtigsten Mädchen der Highschool. Reed setzt alles daran, um in ihren exklusiven Zirkel aufgenommen zu werden. Doch hinter ihren Designer-Sonnenbrillen verbergen die Billings-Girls dunkle Geheimnisse und machen Reed das Leben schwer. Die neue Highschool würde zur Hölle, wäre da nicht der attraktive Thomas…


    So vielversprechend wie der Klappentext klingt, so enttäuschend war die Umsetzung letzten Endes. Die Beschreibung erweckte anfangs rasch Ähnlichkeiten zu Büchern wie „Night school“ oder sogar der Serie „Gossip Girl“, was ich beides sehr geliebt habe: Themen wie Highschool, Glamour und Intrigen, gepaart mit einer typischen Internatsatmosphäre. Nun – nach Beenden des Buchs – kann ich sagen, dass „Private 1“ meiner Meinung nach leider nicht annähernd an diese Vorreiter herankommt.

    Der Leser begleitet die fünfzehnjährige Reed bei ihrem ersten Jahr an der Academy, wobei alle Gefühle und Gedanken direkt durch den Ich-Erzähler weitergegeben werden. Normalerweise hilft diese Perspektive ungemein, die Protagonisten zu verstehen und um sich mit ihnen identifizieren zu können, doch mit Reed hatte ich persönlich so meine Probleme. Zunächst ist mir aufgefallen, dass sie für ihr Alter doch noch sehr kindisch und vor allem schwach handelt, denkt und fühlt. Das gesamte Buch handelt dadurch quasi ausschließlich davon, wie Reed versucht, von den Billings-Girls in die Clique aufgenommen und beliebt zu werden. Ein Großteil der Szenen zeigt, wie sie sofort spurt, wenn die Billings-Mädchen sie z.B. herumkommandieren oder wie sie sich unterwürfig entschuldigt etc. Die Hauptperson, die Reed verkörpert, wird dadurch schlichtweg als sehr schwach und größtenteils nervig bzw. unsympathisch dargestellt.

    Für mich war diese Protagonistin nichts, u.a. auch wegen der Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Geschichte zwischen ihr und einem Nebencharakter aufbaut. Diese schritt – wie sehr viele Handlungsstränge in diesem Buch - viel zu schnell voran, um noch realistisch zu sein, und ließ Reed wiederum erneut sehr unreif und naiv wirken. Zudem ist das Beziehungsbild, das in diesem Buch abgebildet wird, nicht gerade gesund, weshalb mir dieser Aspekt der Geschichte leider nicht gefallen hat.

    Zusammenhängend mit den oben aufgeführten Punkt ließ die erhoffte Internatsatmosphäre leider zu wünschen übrig. Natürlich entstand in Ansätzen durch die Themensetzung dieses spezielle, geheimnisvolle Gefühl von Intrigen und Machenschaften, aber im Gegensatz zu anderen Büchern überwiegt hier in „Private 1“ dann doch das grundsätzlich Negative der Zickerei. Die tolle Internatsatmosphäre, bei der man sich wünscht, selber in einem Internat oder einer Academy zu leben, kommt durch die negativen Gefühle und schwachen Handlungen der Hauptperson letztlich nicht so stark rüber.

    Der Schreibstil von Kate Brian hebt sich nicht von der Masse ab, ist aber angenehm lesbar. Auffällig für das Buch ist, dass die Kapitellänge wirklich durchgehend sehr kurz gehalten ist, teilweise so, dass Kapitel nur eineinhalb Seiten lang sind. Mich persönlich hat dies etwas im Lesefluss gestört, andererseits konnte man das Buch natürlich immer problemlos am Ende des Kapitels aus der Hand legen. Einhergehend mit den kurzen Kapiteln ist der Handlungsfortschritt, welcher dadurch meistens eher abgehackt und plötzlich auf den Leser wirkt. Wie bereits bei der Liebesgeschichte erwähnt, schreitet die Handlung fast unrealistisch schnell voran.

    Zusammengefasst ist die Grundidee von „Private – Eine von euch“ zwar sehr verlockend, die Umsetzung kommt hauptsächlich durch die schwache, naive Hauptperson und ihre nicht nachvollziehbaren Handlungen jedoch nicht an diese Erwartungen heran. Letztendlich bin ich mir nicht sicher, ob ich den zweiten Teil dieser Private-Reihe überhaupt lesen möchte und werde mir dies wohl noch einmal durch den Kopf gehen lassen.


    Vielen Dank an den cbt-Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse bzw. an die Betreiber des Bloggerportals für dieses Rezensionsexemplar! ♥
    Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass
    niemand meine Meinung erkauft.

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    Cover des Buches Cinder & Ella9783846600702

    Bewertung zu "Cinder & Ella" von Kelly Oram

    Cinder & Ella
    geschichtsmagievor 2 Jahren
    Starke Protagonistin

    Im Rahmen der Lesejury durfte ich folgenden Einzelband in einer wundervollen Leserunde mit anderen Bücherverrückten lesen: „Cinder & Ella“ von Kelly Oram. Dieser Roman erscheint am 28.09.2018 im ONE-Verlag und ist eine etwas andere Nacherzählung des Cinderella-Märchens.


    Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella ist schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.


    Die Charaktere von „Cinder & Ella“ sind aus meiner Sicht ein ausschlaggebender Punkt dafür, weshalb mich dieser Roman von Anfang an in seinen Bann ziehen konnte.

    Ella ist durch ihre Art, wie sie mit ihrem Unfall umgeht und sich durchs Leben kämpft, eine superstarke Protagonistin, die mich wirklich von tiefstem Herzen beeindrucken konnte. Toll finde ich allerdings auch, dass die Autorin ebenfalls ihre Schwächemomente zeigt und aus ihr nicht eine Art Superheldin macht, die alle schlimmen Dinge ohne weiteres wegsteckt. Die Charaktere, besonders Ella, sind dementsprechend meiner Meinung nach ausnahmslos sehr realistisch entworfen worden.

    Cinder ist mir sehr sympathisch und hat auf jeden Fall Bookboyfriendmaterial. Anfangs wirkt seine Persönlichkeit noch etwas unausgereift, was daran liegen könnte, dass sehr viel mehr aus Ellas Sicht als aus seiner erzählt wird. Mit der Zeit waren aber auch seine Handlungen, Meinungen und Gefühle sehr viel nachvollziehbarer, weshalb es sich hierbei nur um einen winzigen Kritikpunkt handelt.

    Was insbesondere die Nebencharaktere ausmacht, ist die unglaublich große Charakterwandlung mancher Figuren in diesem Buch. Personen, die mir anfangs regelrecht zuwider waren, sind mir gegen Ende so sehr ans Herz gewachsen. Und sogar Personen, die ich nie sympathisch fand, konnte ich in irgendeiner Art und Weise verstehen, so realistisch waren die Akteure ausgearbeitet.

    Der Schreibstil von Kelly Oram passt aus meiner Sicht perfekt zum Buch; sehr jugendlich und locker, spart an den passenden Stellen aber auch nicht an einer etwas ruppigeren Wortwahl. Ich finde die Abwechslung aus Chatverläufen und normalen Erzählungen sehr gelungen. Noch dazu passt es in diesem Roman tatsächlich, dass sich die Sichten von Ella und Cinder abwechseln, da beide sich schließlich tatsächlich nur aus dem Internet kennen.

    Die Handlung schreitet alles in allem in einem perfekten Tempo fort: nicht unrealistisch schnell, aber andererseits auch nicht so langsam, dass sich das Buch zieht. Ich persönlich wollte am Ende eines Leseabschnitts in der Leserunde oftmals gar nicht aufhören zu lesen, da Kelly Oram auch am Ende vieler Kapitel einen regelrechten Schocker eingebaut hat und die Spannung so konstant recht hoch war.

    Die Atmosphäre des Buchs würde ich durchweg als sehr emotional bezeichnen, positiv sowie negativ. Der Leser befindet sich auf einer Gefühlsachterbahn; fiebert mit Cinder und Ella mit, weint mit Ella, wenn sie von ihrem Klassenkameraden beleidigt und angegriffen wird und verspürt genau die Wut auf z.B. ihren Vater. Einhergehend mit dieser heftigen Emotionalität ist die Themensetzung des Romans, welche ich an dieser Stelle hoch loben möchte: Auch wenn es sich durch die Cinderella-Nacherzählung um ein Märchen handeln soll, werden aktuelle Themen wie Mobbing, Suizidversuche, körperliche Behinderung und Selbstakzeptanz angesprochen.

    Alles in allem ist bei diesem Buch ausnahmsweise sogar das Ende so gut, wie ich es nicht erwartet hätte. Der Leser bekommt sein märchenhaftes Happy End, die Geschichte wird perfekt abgerundet, indem endlich alle Figuren mit sich im Reinen sind oder daran arbeiten – es wird schlichtweg alles an den rechten Platz gerückt. Trotzdem hat dieser Roman zum Glück - jedenfalls aus meiner Sicht - keineswegs ein Gefühl von zu viel Märchen in mir hinterlassen. Ich als Leserin habe auch nach Beenden immer noch das Gefühl, dass diese Geschichte wahr sein könnte und das alle Charaktere sehr realistisch ausgearbeitet wurden.

    Zusammengefasst ist „Cinder & Ella“ ein etwas anderes Cinderella-Märchen mit wichtiger Thematik, starken Protagonisten und Charakterwandlungen und natürlich einer unglaublich berührenden Liebesgeschichte.

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    Cover des Buches Das unsichtbare Mädchen9783570312346

    Bewertung zu "Das unsichtbare Mädchen" von Charis Cotter

    Das unsichtbare Mädchen
    geschichtsmagievor 2 Jahren
    Vorhersehbar

    Diesen Monat durfte ich folgendes Buch als Rezensionsexemplar lesen: „Das unsichtbare Mädchen“ von Charis Cotter, ein Einzelband aus dem cbt-Verlag. Der Roman mit dem meiner Meinung nach wunderschönen Cover ist am 10.09.2018 erschienen und handelt von einer eher ungewöhnlichen Freundschaft.


    Die Freundschaft von Polly und Rose beginnt mit einem Dachboden und einem Geheimgang. Während Polly auf der Flucht vor ihrer lauten Großfamilie ist, wird Einzelkind Rose von einer rätselhaften Begabung verfolgt. Stück für Stück kommen die beiden Mädchen einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur…


    Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Buch erwartet habe, als ich es angefragt und begonnen habe – aber definitiv nicht das.

    Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass die Geschichte immer abwechselnd aus Pollys und Roses Sicht erzählt wird. Die Kapitel sind hierbei zwar immer von einer normalen Länge, allerdings wechseln die Sichtweisen teilweise jede zweite Seite, was meiner Meinung nach vergleichsweise sehr, sehr oft ist. Vermutlich wollte die Autorin damit bezwecken, dass man sich als Leser gut in beide Protagonisten hineinversetzen kann. Aus meiner Sicht hätten diese häufigen Sichtwechsel jedoch nicht sein müssen: Mich hat es meistens nur aus dem Lesefluss gebracht, da die Erzählungen so ein wenig abgehackt waren. Zudem wird des Öfteren das gleiche Geschehen zwei Mal erzählt, einmal aus Pollys und dann noch einmal aus Roses Sicht, wodurch es zu unnötigen Dopplungen gekommen ist.

    Eine kleine Überraschung gab es für mich, als man erfahren hat, dass die beiden Hauptpersonen nicht – wie erwartet – Teenager, sondern gerade mal zwölf Jahre alt sind. Positiv ist, dass sich dies auch im Schreibstil widerspiegelt, da dieser dementsprechend kindliche Sprache beinhaltet und an die Umstände angepasst wurde. Für mich persönlich aber eher kritisch war, dass ich mich nicht richtig mit den Protagonisten identifizieren konnte und sogar eine gewisse Distanz zwischen mir als Leser und den Charakteren geherrscht hat, obwohl natürlich auch ich einmal so klein gewesen bin.

    Zur Themensetzung des Buchs kann ich nur wiederholen, was vorab bereits verraten wird: Es handelt sich um eine Geschichte über Geister, Tod, Familie und Freundschaft. Diese Themen wurden meiner Meinung nach auch sehr gut umgesetzt. Einerseits konnte man sich über Seiten hinweg so richtig gruseln, das Buch rief tatsächlich trotz des jungen Alters der Protagonisten ein sehr beklemmendes Gefühl beim abendlichen Lesen in mir hervor. Andererseits werden auch ganz andere Gefühle zur Gefühlsachterbahn verarbeitet, von Freude über gemeinsame Interessen und neue Freundschaften über Wut bis Trauer.

    Etwas schade finde ich es abschließend, dass „Das unsichtbare Mädchen“ für mich sehr vorhersehbar geblieben ist. Die Wendungen waren meiner Meinung nach nicht wirklich überraschend und vor allem das Ende habe ich schon etliche Kapitel vorher erahnt, weil sich eigentlich kein anderes Ende angeboten hätte. Verständlicherweise wird einem ein bisschen der Spaß bzw. Drang genommen, weiterzulesen, sodass ich mir weniger offensichtliche Handlungsstränge gewünscht hätte.

    Zusammengefasst ist dieser Roman aufgrund der andauernd schnellen Sichtwechsel, der sehr jungen Charaktere und voraussagbaren Wendungen leider für mich nicht mehr als ein kleines Vergnügen geworden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass „Das unsichtbare Mädchen“ vor allem von jüngeren Lesern als spannend empfunden wird.

    Vielen Dank an den cbt-Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse bzw. an die Betreiber des Bloggerportals für dieses tolle Rezensionsexemplar!
    Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.


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    Cover des Buches Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick9783499275388

    Bewertung zu "Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick" von Kelly Moran

    Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
    geschichtsmagievor 2 Jahren
    Zuckersüß und romantisch

    Kürzlich durfte ich dank Vorablesen.de das erste wunderschöne Buch aus dem Kyssverlag lesen: „Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick“ von Kelly Moran. Hierbei handelt es sich um den ersten Teil einer romantischen Trilogie rund um drei Tierärzte.


    Kleine Stadt, große Gefühle

    Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt...

    Vor dem Lesen dieses Buchs hatte ich bereits relativ hohe Erwartungen an die Liebesgeschichte, da ich durch Bookstagram etc. bis dorthin nur positive Meinungen mitbekommen habe. Letzten Endes wurde ich nicht enttäuscht, denn „Redwood Love“ ist eine der süßesten und intensiveren Liebesgeschichten, die ich seit längerer Zeit gelesen habe.

    Bezüglich der Charaktere kann ich nur sagen, dass tatsächlich ausnahmslos alle super umgesetzt wurden. Erstaunlich positiv war für mich das Erlebnis, dass ich mich zu hundert Prozent in eine Protagonistin hineinversetzen kann, die in einer ganz anderen Lebenssituation steckt als ich und bereits sehr viel mehr Lebensjahre hinter sich hat. Obwohl ich sonst echte Probleme damit habe, konnte ich mich mit der erwachsenen Avery als Mutter und arbeitende Frau identifizieren und es war trotzdem, als sei sie meine fiktive Freundin. So gesehen ist dieser Roman für jeden Leser etwas, auch für die etwas Jüngeren.

    Ansonsten ist Avery eine bemerkenswerte Protagonistin. Wie sie mit vielen Situationen in ihrem Leben umgeht und versucht, alles alleine zu organisieren und daran nicht zerbricht, ist beeindruckend. Andererseits hat Kelly Moran hierbei auch eine Hauptperson erschaffen, die noch sehr viele Unsicherheiten aufweist. Die unperfekte Ader hat mir persönlich besonders an ihr gefallen, da sie zeigt, dass man nicht perfekt sein muss, um geliebt zu werden. Zusammen mit Cade O‘Grade – dem männlichen Protagonist mit eindeutigem Bookboyfriend-Charakter, genügend Sexappeal und einem großen Herz für alle Tiere und Menschen – sind praktisch alle Szenen voller witziger Dialoge, feuriger Emotionen und Tiefgang.

    Hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch einmal Averys autistische Tochter Hailey. Alle Erzählungen von ihr bringen das Herz des Lesers zum Schmelzen. Es wurden jedenfalls meine Augen bezüglich dieser Behinderung geöffnet und Kelly Moran schafft es spielerisch, diesbezüglich bestehende Klischees oder Vorurteile aus der Welt zu räumen. Allein schon deswegen ist „Redwood Love 1“ meiner Meinung nach sehr lesenswert.

    Wie dem Klappentext schon entnommen werden kann, spielt sich die gesamte Geschichte in einem idyllischen kleinen Städtchen namens Redwood ab. Diese Atmosphäre voller Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Nachbarschaft zu jedem macht das Buch zu einem gemütlichen Wohlfühlort. Auch toll ist es, dass in diesem Roman neben zwischenmenschlicher Liebe die Liebe zu Tieren aufgegriffen wird, dadurch, dass Cade und seine Brüder als Tierärzte arbeiten und sich ein Großteil der Handlung innerhalb der Praxis abspielt.

    Der Schreibstil von Kelly Moran ist mir zwar nicht negativ aufgefallen, sticht aber aus der Masse ebenfalls nicht herausragend positiv hervor. Die Wortwahl ist sehr locker und alltäglich gehalten und sorgt für einen angenehmen Lesefluss ohne Stolperer.

    Zum Fortschreiten der Handlung kann ich sagen, dass mir die aufkeimenden Gefühle manchmal sogar etwas zu langsam vorangeschritten sind. Anders ausgedrückt: Der Liebesgeschichte fehlt es teilweise an Drama, Konflikten und Problemen. Ich habe mich gefragt, weshalb die Charaktere noch auf der Stelle treten bzw. was sie davon abhält, zusammenzukommen. Positiv an dieser langsamen Geschwindigkeit war natürlich, dass alle Gefühle sehr realistisch auf den Leser wirken konnten.

    Zusammengefasst ist „Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick“ aber eine zuckersüße, gemütliche Liebesgeschichte, die trotzdem einige wichtigere Themen anspricht, ohne den Spaßfaktor zu verlieren. Ich werde mir auf jeden Fall die Fortsetzungen kaufen, wenn sie erscheinen, und kann jedem den Trilogieauftakt nur ans Herz legen!

    Vielen Dank an Vorablesen.de und den Kyss-Verlag für das Rezensionsexemplar. Es handelt sich bei dieser Buchbesprechung daher um unbezahlte Werbung.

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    Cover des Buches Mein Traum von dir9783442487448

    Bewertung zu "Mein Traum von dir" von Melanie Harlow

    Mein Traum von dir
    geschichtsmagievor 2 Jahren
    Schön, aber auch nicht mehr

    Überraschenderweise durfte ich diesen Monat folgendes Buch als Rezensionsexemplar lesen: „Mein Traum von dir“ von Melanie Harlow. Hierbei handelt es sich um einen Einzelband aus dem Goldmann-Verlag, welcher am 20. August 2018 erschienen ist.


    Margot Lewiston weiß, was sich gehört. Als Senatorentochter wurden ihr gute Manieren und Stil in die Wiege gelegt. Doch als ihr Exfreund auf einer Gala zu weit geht, löst sie einen Skandal aus. Margots Mutter hält es für das Beste, wenn ihre Tochter aus der Stadt verschwindet, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Und so nimmt die junge Marketingexpertin den Auftrag an, der entlegenen Farm der Valentini-Brüder zum Erfolg zu verhelfen. Dort trifft sie auf den mürrischen, wenn auch unverschämt attraktiven, Jack Valentini. Schnell wird ihr klar, dass das Gespött der Detroiter High Society nichts gegen den Umgang mit diesem Cowboy ist...


    Zunächst muss ich sagen, dass dieses Buch für mich das erste von Melanie Harlow war, weshalb ich ohne große Erwartungen an die Geschichte herangegangen bin und so die schöne, emotionsgeladene, aber nicht allzu besondere Liebesgeschichte genießen konnte.

    Der Leser verfolgt die Handlungen der Geschichte abwechselnd jeweils kapitelweise aus der Sicht der beiden Hauptpersonen Margot und Jack. Dadurch, dass dies auch am Anfang jedes Kapitels vermerkt wurde, war leicht erkennbar, welcher Charakter gerade seine Gefühle offenbart. Doch selbst ohne die direkte Namensnennung konnte ich persönlich deutliche Unterschiede in der Erzählweise der Autorin erkennen, je nach dem, welcher Protagonist sich gerade zu Wort meldete, was meiner Meinung nach immer ein großer Pluspunkt ist.

    Margot und Jack stellen aus meiner Sicht recht eigenwillige Charaktere dar. Einerseits entsprechen beide extrem einigen Klischees: das verwöhnte Stadtmädchen trifft auf den grummligen Farmer. Obwohl ich sonst überhaupt kein Fan von solchen ausgelutschten Klischees bin, ist die Umsetzung in „Mein Traum von dir“ doch gelungen, da sowohl Margot, als auch Jack sich diesen Klischees bewusst sind und sich selbst regelmäßig darüber lustig machen. Wie die Autorin hier mit den Klischees spielt und gegen Ende dann doch mit ihnen bricht, die Charaktere an ihren Stereotypen wachsen lässt, hat mir überaus gut gefallen.

    Ansonsten auffallend positiv war, dass Melanie Harlow es für mich persönlich geschafft hat, auch die Hürde des Alters verblassen zu lassen. Obwohl beide Hauptpersonen über dreißig Jahre alt sind und somit ihre Lebenslage so überhaupt nicht meiner ähnelt, konnte ich mich dennoch zu hundert Prozent in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern.

    Der Schreibstil von Melanie Harlow ist meiner Meinung nach nichts Außergewöhnliches und sticht nicht aus der Masse der Autoren von Liebesgeschichten hervor. Nichtsdestotrotz ließ sich „Mein Traum von dir“ sehr schnell weg lesen und die bereits oben erwähnten Unterschiede in der Wortwahl, wenn die Sicht von Margot zu Jack wechselt oder andersherum, sind positiv zu vermerken.

    Wie im Klappentext schon deutlich wird, geht es in diesem Roman hauptsächlich um die sich entwickelnden Gefühle von Margot und Jack. Schön war, dass trotzdem ein paar kleine Hintergrundhandlungen mit ins Buch geflossen sind, wie z.B. die Geschichte von Georgia und Pete, die ihr eigenes Restaurant eröffnen möchten. Abgesehen davon schafft die Valentini Brothers Farm ein idyllisches Ambiente für emotionsgeladene Szenen, bei denen der Leser mitfiebern kann, sowie für einige erotische Episoden.

    Aus meiner Sicht ist die Liebesgeschichte von Margot und Jack wunderschön für Zwischendurch und die gemeinsamen Szenen lassen sich zwar genießen, aber so richtig ist der Funke nicht auf mich übergegangen. Um fünf Sterne zu erhalten und mein Herz zum Schmelzen zu bringen, müsste „Mein Traum von dir“ noch eine ganz individuelle Note, etwas Tiefgründigeres, Besonderes abgesehen von der Liebesgeschichte enthalten.

    Zusammengefasst ist dieser Roman eine tolle, gefühlvolle Liebesgeschichte mit Farmer-Atmosphäre und Charakteren, die trotz Klischees liebenswert und eigen sind – aber eben auch nicht mehr.

    Vielen Dank an den Goldmann-Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse bzw. an die Betreiber des Bloggerportals für dieses tolle Rezensionsexemplar!
    Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass
    niemand meine Meinung erkauft.

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    Cover des Buches Tell me three things9783846600726

    Bewertung zu "Tell me three things" von Julie Buxbaum

    Tell me three things
    geschichtsmagievor 2 Jahren
    Klares Fünf-Sterne-Buch

    Die Leserunde bei der Lesejury ist nun zu Ende. Zusammen gelesen haben wir den Einzelband „Tell me three things“ von Julie Buxbaum. Dieses Buch ist am 29.06.18 im ONE-Verlag erschienen und handelt von Jessies Leben:


    An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?


    Zuallererst möchte ich anmerken, dass dieser Roman mein erster von Julie Buxbaum war. Deshalb hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde. Die Leseprobe hatte mich allerdings bereits positiv überrascht und so letzten Endes auch das Buch.

    Eine Sache, die „Tell me three things“ so besonders für mich gemacht hat, war der Schreibstil der Autorin. Ich kann gar nicht so genau beschreiben, warum er mir so gut gefallen hat, aber meiner Meinung nach hatte dieser Schreibstil und die Art, wie Julie Buxbaum sich ausgedrückt hat, etwas total Zartes, Zauberhaftes. Trotzdem hat sie es geschafft, die wichtigen Aussagen genau auf den Punkt zu treffen. Besonders abwechslungsreich werden die Erzählungen der Geschichte durch die eingebauten Email-Verläufe von Jessie und SN. Die Mischung aus Emails und wirklichen Erzählungen aus der Ich-Perspektive von Jessie ist perfekt aufeinander abgestimmt, sodass weder das eine, noch das andere mir zuwider geworden ist.

    Anzumerken ist, dass es sich bei diesem Buch zwar um ein Jugendbuch handelt, die ganze Thematik allerdings trotzdem noch einen nachdenklichen Touch erhält. Man könnte meinen, dass typische Highschool-Probleme den Hauptanteil einnehmen, aber nein: Immer wieder war ich von den tiefgründigen Gesprächen oder auch einfach berührenden Szenen im Buch überrascht.

    Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jessie, der Protagonistin. Diese war mir von Beginn an unglaublich sympathisch, z.B. auch, weil man sich durch die Ich-Perspektive sehr gut in sie hineinversetzen kann. Durch die so sehr greifbaren Gefühle und Gedanken von ihr kann man richtig mitfiebern und sich ihr nahe fühlen.

    Für einige in der Leserunde waren – wie ich das mitbekommen habe – lediglich die Szenen interessant, in denen der mysteriöse SN aufgetaucht ist. Natürlich ist es sehr spannend, mitzuraten, wer hinter den Nachrichten von SN steckt. Aber für mich persönlich steckten auch in den Szenen in ihrer neuen Schule, mit Liam oder Ethan, mit ihrer neu zusammengewürfelten Familie etc. viel Potenzial. Es wird somit das Thema Familie und Freunde angesprochen, Konflikte tauchen auf und besonders erwähnenswert sind viele positive Charakterwandlungen.

    Einziger Kritikpunkt von meiner Seite aus ist, dass durch zahlreiche Andeutungen für mich und auch viele andere sehr früh klar war, wer hinter SN steckt. Dadurch wurde der Spannung ein wenig Wind aus den Segeln genommen. Es wäre besser gewesen, wenn die Andeutungen noch etwas mehr verschleiert gewesen wären. Dadurch, dass SN zum Glück nicht das einzige Thema des Buchs war, ist dies letztlich aber gar nicht so schlimm gewesen. Empfehlen kann ich das Buch trotzdem.

    Das Ende kommt hier allerdings doch etwas abrupt. Die Auflösung aller Probleme und Mysterien wird auf wenigen Seiten abgehandelt und hätte durchaus flüssiger eingeleitet werden können.

    Alles in allem kann ich nach Beenden von "Tell me three things" eigentlich nichts Negatives berichten. Mir hat die Themensetzung von Liebe, Freundschaft, Familie und Einfinden in ein neues Leben sehr gut gefallen. Besonders der lockere Schreibstil, gepaart mit den eingestreuten Emails, hat es mir angetan. Für mich ist dieser Einzelband ein klares Fünf-Sterne-Buch!

    Vielen Dank an den ONE-Verlag bzw. an das Lesejury.de-Team für dieses tolle Rezensionsexemplar und die Leserunde! ♥
    Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass
    niemand meine Meinung erkauft.


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