hannah-bookmark

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    Cover des Buches True Crime International / Frankreich True Crime Wahre Verbrechen Echte Kriminalfälle (ISBN: 9783753122557)

    Bewertung zu "True Crime International / Frankreich True Crime Wahre Verbrechen Echte Kriminalfälle" von Adrian Langenscheid

    True Crime International / Frankreich True Crime Wahre Verbrechen Echte Kriminalfälle
    hannah-bookmarkvor einem Monat
    True Crime im Kurzformat

    Dieses Mal geht es in dem neuesten Buch von Adrian Langenscheid nach Frankreich, wo uns der Autor (zusammen mit einigen Co-Autoren) den grausigsten Verbrechern des Landes näher bringt. 


    Auch wenn ich die Fälle der ersten paar Geschichten bereits kannte (was durchaus mit meiner aktuellen True Crime Sucht zusammenhängen könnte), habe ich mich doch direkt von der Stimmung fesseln lassen und das Buch fast in einem Rutsch gelesen. 


    Leider sind mir jedoch auch hier, wie schon bereits im Band davor, wieder ein paar Qualitätsunterschiede im Schreibstil der verschiedenen Autoren aufgefallen. Die Geschichten des Hauptautors lesen sich flüssig und angenehm, wohingegen sich zum Beispiel die Story einer der Podcasterinnen wie eine stumpfe Aneinanderreihung von Tatsachen und Ereigniszeitpunkten anfühlte. Hier wäre für das Buch glaube ich mehr gewonnen, wenn sich die Anzahl der Co-AutorInnen für zukünftige Bände etwas reduzieren würde. Lieber Qualität als Quantität. 


    Nichtsdestotrotz habe ich die Kurzgeschichten insgesamt sehr gern gelesen. Die Auswahl ist interessant und die Länge genau richtig um den Leser am Ball zu halten. Von mir gibt es 4/5 🌟 und eine Leseempfehlung für jeden True Crime Junkie der sich für Crime Leckerbissen im Kurzformat begeistern kann. 

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    Cover des Buches Die Flüsse von London (ISBN: 9783423213417)

    Bewertung zu "Die Flüsse von London" von Ben Aaronovitch

    Die Flüsse von London
    hannah-bookmarkvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Langsames Erzähltempo und seltsame Wendungen lassen sich leider auch nicht durch tollen Humor und guten Schreibstil ausgleichen.
    Leider viel zu langsam!

    Für mich ging es tatsächlich das allererste Mal in die Welt des magischen Londons, obwohl die Bücher schon seit Jahren auf meiner Wunschliste stehen! 


    Zunächst einmal konnte mich sowohl der angenehme Schreibstil, wie auch der geniale Humor begeistern und fesselte mich direkt an die Seiten. Gespannt verfolgte ich den ersten Fall, der sehr erstaunlich brutal zutrug (was mich positiv überrascht hat). Ich erwartete nach diesem spannenden Einstieg eine Geschichte mit hohem Tempo und vielen plötzlichen Wendungen. Leider hat sich diese Hoffnung nicht wirklich erfüllt. 


    Zwar gibt es die ein oder andere unerwartete Wendung, diese erscheinen allerdings etwas aus der Luft gegriffen und teilweise sogar absurd. Auch der magische Anteil konnte mich hier leider nicht ins Boot der Aaronovitch Fans holen. Die Magie wird für meinen Geschmack viel zu sehr theoretisiert und bekommt dadurch einen etwas faden Beigeschmack. 


    Über diese beiden Punkte könnte ich vielleicht noch hinwegsehen, da sie nur relativ kleine Aspekte in der Geschichte darstellen. Was mich aber wirklich sehr gestört hat, war das ständige im Kreis drehen der Geschichte und das damit einhergehende langsame Erzähltempo. Nach einer gewissen Zeit scheinen sich Magie Lektionen und die immer gleichen Ereignisse nur noch abzuwechseln, was ich wirklich sehr schade fand. Spannung war bis ganz kurz vor Schluss leider Fehlanzeige. 


    Zu allem Überfluss konnte ich auch zum Hauptcharakter keine wirkliche Bindung aufbauen, zumal er sich in meinen Augen Frauen gegenüber mehr als einmal sehr unangemessen verhält. 


    Insgesamt konnte mich der Einstieg der Reihe leider nicht wirklich davon überzeugen an den nächsten Bänden dran zu bleiben. Ich habe jedoch schon von anderen gehört, dass ihnen der erste Band weniger gut gefallen hat und sie den Rest der Reihe dann aber viel lieber mochten. Also wer weiß, vielleicht gebe ich Herrn Aaronovitch zu einem späteren Zeitpunkt nochmal eine Chance. Zum jetzigen Moment bleibt mir jedoch nichts anderes übrig als „Die Flüsse von London“ mit 2🌟 zu bewerten. Den seit Jahren bestehenden Hype kann ich leider nicht nachvollziehen.

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    Cover des Buches Ein weißer Schwan in Tabernacle Street (ISBN: 9783423262781)

    Bewertung zu "Ein weißer Schwan in Tabernacle Street" von Ben Aaronovitch

    Ein weißer Schwan in Tabernacle Street
    hannah-bookmarkvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Langsames Erzähltempo und seltsame Wendungen. Trotz tollem Humor und Schreibstil kann das Buch leider nicht überzeugen.
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    Cover des Buches Wonderful Intrigues (ISBN: 9783841506351)

    Bewertung zu "Wonderful Intrigues" von Evelyn Uebach

    Wonderful Intrigues
    hannah-bookmarkvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Leider mehr Schein als Sein
    Interessanter Ansatz, leider mit viel Verwirrung und kleinen Logiklücken

    In „Wonderful Intrigues“ begleiten wir Elodie, die die besondere Fähigkeit des Gestaltwandelns beherrscht. Diese Gabe nutzt sie unteranderem um sich finanziell abzusichern und nimmt schließlich einen Job als Promi Double für eine bekannte Serien Schauspielerin an. Für diese soll sie eine PR-Fake Beziehung mit einem Schauspieler Kollegen führen.

    Der Einstieg in die Geschichte beginnt leider schon sehr verwirrend, denn der Leser wird mitten ins Geschehen geworfen und mit vielen verschiedenen Charakternamen konfrontiert, zu denen man zu diesem Zeitpunkt aber ja noch keine Verbindung hat. So fiel es mir sehr schwer mir zu merken wer mit wem wie in einer Beziehung/Feindschaft/Freundschaft steht.

    Noch mehr Verwirrung stiften dabei die eingestreuten Szenen der Seriengeschichte der Schauspielerin die Elodie doubelt. Dort gilt es dann ja noch eine neue parallele Geschichte zu verfolgen, die jedoch nicht wirklich mit dem Geschehen der eigentlichen Story im Zusammenhang steht. 

    Die Grundidee der Geschichte fand ich eigentlich sehr spannend und ich hätte noch gerne mehr über Elodie Gabe erfahren. Leider bleibt dieser Aspekt fast völlig außen vor. 

    Auch hat sich mir bis zum Schluss nicht so ganz erschlossen, warum Elodie überhaupt in diese Situation kommt, dass sie die Schauspielerin doubeln soll, um für sie ihre Fake Beziehung zu führen. Mir erscheint hier der Mehr-Aufwand, den die Schauspielerin betreiben muss um Elodie „einzuarbeiten“ und sich immer zu verstecken wenn Elodie als sie unterwegs ist einfach absurd und nicht glaubhaft. Ebenso die Geheimhaltung gegenüber dem Partner der Fake Beziehung. Warum, wenn es doch eh nur ein PR-Stunt ist? Hier wirkte die Situation für mich einfach zu erzwungen und zurecht gebogen, damit die Liebesgeschichte möglich gemacht wird.

    Zusätzlich entspinnt sich die Liebesgeschichte in eine sehr vorhersehbare Richtung, die so ziemlich den gesamten Mittelteil des Romans einnimmt. Hier hätte ich deutlich mehr Mystery, Spannung und Geheimnisse erwartet (wie es der Klappentext auch andeutet). Auch die Serienstränge werden immer komplizierter (mit einer zusätzlichen Parallelwelt), sodass ich am Ende wirklich gar nicht mehr folgen konnte. Für mich hätte nichts gefehlt, hätte es die Serienszenen nicht gegeben.

    Dennoch gab es zum Schluss noch die ein oder andere Wendung die mich positiv überraschen konnte. Auch die schlussendliche Auflösung fand ich in Ordnung, auch wenn es hier und da auch dort die ein oder andere kleine Logiklücke gab. Trotzdem bin ich immer ein Fan von realistischen Enden.

    Von mir kann es insgesamt für diese Geschichte leider keine Leseempfehlung geben. Die Handlungsstränge waren teilweise unnötig kompliziert aufgebaut, die vorhersehbare Liebesgeschichte viel zu präsent. Die eigentlichen interessanten Aspekte wie die Fähigkeit von Elodie und ihr Ursprung kamen dabei leider viel zu kurz. Alles in allem trotz einiger positiven Überraschungen für mich keine wirklich runde Geschichte, die mir zu viele Kanten hat um wirklich Spaß zu machen. Schade!

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    Cover des Buches Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut (ISBN: 9783743204089)

    Bewertung zu "Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut" von Namina Forna

    Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut
    hannah-bookmarkvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wichtige Themen, verpackt in einer fantastischen Welt.
    Wichtige Themen, verpackt in einer fantastischen Welt

    In dem ersten Band der Otera Reihe begleiten wir die junge Deka, die in einer Welt aufwächst in der Frauen nichts zu sagen haben und ihr Gesicht in der Öffentlichkeit mit einer Maske bedecken müssen. Alle Frauen müssen sich mit 16 Jahren einem „Reinheitsritual“ unterziehen und nur wenn sie rot bluten dürfen sie in der Gemeinde bleiben. Dekas Blut ist jedoch golden, weswegen sie als Dämon verstoßen wird.


    Die Erzählung beginnt sehr spannend und emotional mit dem Beginn von Dekas langem Leidensweg, denn sie war auch schon vor dem Ritual eine Fremde im Dorf, da sie die einzige Bewohnerin mit dunkler Haut ist. Es tut weh zu verfolgen wie Deka aufs Schlimmste verachtet und misshandelt wird, auch von ihr nahe stehenden Personen. Dabei legt der Schreibstil der Autorin eine unerwartete Brutalität an den Tag, der mich in dem Genre Jugendbuch doch etwas überrascht hat.


    Durch die Ausbildung zur Kriegerin im Dienste des Kaisers bietet sich Deka eine neue Chance und ihre Reise in die Hauptstadt und auch die Szenerien vor Ort werden toll beschrieben. Die Nebencharaktere die Deka dabei kennenlernt bleiben zwar noch etwas blass, aber ich kann mir vorstellen, dass diese vielleicht in den nächsten Bänden der Reihe noch etwas mehr Platz finden.


    Der Fantasy Aspekt der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die Welt ist kreativ und schlüssig dargestellt. Jedoch hätte ich mir mal eine Fantasy Story gewünscht, wo die Hauptfigur nicht etwas ganz besonderes und anders als alle anderen ist. Das Konzept habe ich einfach schon zu häufig gelesen. Insbesondere gegen Ende haben mich manche Szenen dann doch ein bisschen mit den Augen rollen lassen. Dazu muss ich leider auch die Liebesgeschichte zählen, die in meinen Augen überflüssig war und keinen Mehrwert hinsichtlich der Handlung bietet. Für mich waren zwischen Deka und ihrem Love Interest einfach keine Gefühle spürbar.


    Dennoch hat mich die Spannung der Handlung und auch die ein oder andere unerwartete Wendung sehr mitgerissen. Besonders der brutal ehrliche Schreibstil und die ungefilterten Gedanken der Protagonistin haben die Geschichte sehr real werden lassen und mir einige schöne Lesestunden beschert. Klare Leseempfehlung für Fans von Fantasy, starken Frauen und dem Kampf für Gleichberechtigung.


    4/5 Sternen

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    Cover des Buches Vielleicht auf einem anderen Stern (ISBN: 9783453360518)

    Bewertung zu "Vielleicht auf einem anderen Stern" von Karen Raney

    Vielleicht auf einem anderen Stern
    hannah-bookmarkvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Zu wenig Inhalt auf zu vielen Seiten. Dennoch ein schöner, wenn auch spezieller Schreibstil.
    Leider einige Längen

    „Vielleicht auf einem anderen Stern“ lässt uns teilhaben an der Geschichte von Maddie, die an Krebs leidet und beschließt nun doch noch ihren unbekannten Vater finden zu wollen. Außerdem wird uns gleichzeitig der Blickwinkel ihrer Mutter Eve eröffnet, die schwer mit Maddies Schicksal zu kämpfen hat. 


    Zu Beginn wird der Leser ohne großen Vorerklärungen in die Geschichte geworfen und zunächst ist nicht ganz klar: Wann spielt die Handlung? Wer sind die handelnden Personen? Wie stehen sie zueinander? 


    Der angenehme Schreibstil macht es dann jedoch recht leicht sich schnell in die Geschichte einzufinden. Besonders die Sicht von Maddie wird dabei sehr eindrücklich und intensiv geschildert. Eve bleibt als Charakter im Gegensatz dazu leider sehr blass. Der persönliche Stil der Autorin schlägt sich allerdings in allen Figuren gleichermaßen nieder, sodass jede Person zu philosophischen Ausführungen neigen, die sich auch mal über mehrere Seiten erstrecken können. Diese Art ist sicherlich nicht für jeden etwas. 


    Den Verlauf der Krebserkrankung zu begleiten ist bewegend und die Mutter-Tochter Beziehung oft rührend zu beobachten. Leider ruht sich die Geschichte zu sehr auf diesen beiden Handlungspunkten aus, sodass ab etwa der Hälfte des Buches nichts wirklich Neues mehr passiert. Hier hätten nach meinem Geschmack gut und gerne um die 200 Seiten gekürzt werden können. Diese Längen, besonders gegen Ende, haben das Buch dann leider zu keinem angenehmen Leseerlebnis mehr gemacht und ich habe tatsächlich einige Abschnitte (z.B. über detaillierte Ausführungen der Museumspädagogik) nur noch quer gelesen. 


    Insgesamt hat die langatmige zweite Hälfte die emotionale und bewegende Geschichte der ersten Hälfte in meinen Augen soweit gedrückt, dass ich nur sehr bedingt eine Leseempfehlung aussprechen würde. Schade, denn mir hat der spezielle Schreibstil der Autorin zu Beginn der Geschichte eigentlich sehr gut gefallen! 

    2/5🌟

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    Cover des Buches Let's go Himalaya! (ISBN: 9783740766979)

    Bewertung zu "Let's go Himalaya!" von Katja Linke

    Let's go Himalaya!
    hannah-bookmarkvor 4 Monaten
    Netter Reisebericht mit etwas holprigen Dialogen

    Die super schöne Gestaltung und der spannende Klappentext, der eine lustige Mutter-Tochter-Geschichte mit einem Himalaya Abenteuer verspricht, sind die Aspekte die mich neugierig auf „Let‘s Go Himalaya“ gemacht haben. 


    Direkt in den ersten Seiten wurde ich jedoch überrascht: Es handelte sich gar nicht -wie von mir angenommen- um einen Roman, sondern um einen autobiographischen Reisebericht! Nunja, schon einmal begonnen wollte ich das Buch trotzdem gerne beenden und wurde zunächst auch positiv überrascht von der bildlichen und sehr angenehmen Schreibweise der Autorin. 


    Sie beschreibt die beschwerliche Einreise über chinesische Grenzen und die Reizüberflutung durch die fremde Kultur. Dabei neigt sie jedoch zeitweise dazu sich etwas in Details über historische Hintergründe zu verlieren, die den betreffenden Abschnitten einen leichten Hauch von Reiseführer verleihen. 


    Die Passagen über die eigentliche Reise sind allerdings wiederum sehr spannend und berichten von interessanten Begegnungen. Leider fallen dabei die Dialoge oft etwas hölzern und überspitzt aus, sodass die Gespräche manchmal unnatürlich wirken. Besonders die Aussagen der 11-Jährigen Tochter der Autorin scheinen dabei etwas zu erwachsen für ihr Alter formuliert. 


    Ein paar mehr Fotos außer der beiden zu Beginn und zum Ende des Buches hätten zudem meiner Meinung nach die Geschichte noch etwas runder gemacht. Mir ist aber bewusst, dass dies bei Selfpublishing auch oft eine Kostenfrage ist. 


    Insgesamt ein netter Reisebericht mit Stärken und Schwächen, der sich angenehm lesen lässt, sich jedoch in meinen Augen nicht stark von der Masse der anderen Reiseberichte aus dem Himalaya abhebt. 

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    Cover des Buches Kinder ihrer Zeit (ISBN: 9783453291959)

    Bewertung zu "Kinder ihrer Zeit" von Claire Winter

    Kinder ihrer Zeit
    hannah-bookmarkvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Interessanter Einblick in das Leben der DDR mit Spannungselementen.
    Zwei getrennte Schwestern

    „Die Kinder ihrer Zeit“ entführt uns zurück in die Zeit des kalten Krieges. Berlin ist geteilt und der Bau einer Mauer steht kurz bevor, auch wenn noch niemand davon weiß. Wir begleiten abwechselnd die Zwillingsschwestern Alice und Emma, die jedoch nicht gemeinsam leben, da sie als Kinder auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt wurden. Die eine wächst in der BRD auf, die andere in der DDR. 


    Die Thematik der getrennten Schwestern fand ich sehr spannend, ebenso wie die allgegenwärtige Überwachung und Spionage in der DDR, die oft in das Geschehen einfließt. Leider ist trotz dieses vielversprechenden Ansatzes zu Beginn wenig von dieser Spannung zu merken. Bis etwa zur Hälfte des Buches dreht sich die Handlung viel um geschichtliche und politische Hintergründe, sowie das Alltagsleben der Figuren. Als dann endlich etwas Action aufkommt, war ich sehr gefesselt durch die vielen Entwicklungen. Dabei musste man beim Lesen jedoch sehr aufmerksam sein, denn oftmals gab es für spätere Entwicklungen nur kleine Hinweise, die beiläufig eingestreut wurden. Mir hat das gefallen, es erfordert allerdings etwas Konzentration. 


    Die Protagonisten sind toll gezeichnet und man spürt ihre Persönlichkeit in ihren Handlungen. Auch wenn ich nicht immer alle Entscheidungen vollkommen nachvollziehen konnte, so war die Gesamthandlung in sich doch logisch und schlüssig. 


    Der Schreibstil war für mich der Aspekt, der das Buch wirklich besonders gemacht hat. Mit einer sehr bildlichen und lebhaften Sprache vermittelt die Autorin ein realistisches Bild des damaligen Berlin und lässt den Leser in die Vergangenheit eintauchen. 


    Insgesamt kann ich das Buch an diejenigen Leser weiterempfehlen, die eine eher ruhige und ernste Geschichte mit spannenden Elementen über die Zeit der DDR suchen. Mir persönlich war es etwas zu langsam, hat mich aufgrund des tollen Schreibstils aber dennoch zum großen Teil überzeugt. 

    3,5/5 🌟 

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    Cover des Buches Wilde Freude (ISBN: 9783423282376)

    Bewertung zu "Wilde Freude" von Sorj Chalandon

    Wilde Freude
    hannah-bookmarkvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Beeindruckendes literarisches Werk über starke Frauen und den Wert von Freundschaft in schweren Tagen.
    Beeindruckende Lektüre

    „Wilde Freude“ war für mich wirklich ein sehr besonderes Buch. Obwohl es nicht sehr viele Seiten hat, hat es mich doch zutiefst bewegt und mitfühlen lassen. Wir begleiten Jeanne auf ihrer Reise durch den Krebs und lernen mit ihr neue Verbündete kennen, die zusammen einen letzten großen Coup -einen Überfall auf den bekanntesten Juweliers Paris‘- planen. Tragisch komisch beschreibt das Buch in seinem Stil wohl recht gut und trotzdem ist in dem melancholischen und oft auch metaphorischen Schreibstil eine unglaubliche Tiefgründigkeit zu erkennen, die mich sehr beeindruckt hat. Besonders berührt und auch oft zur Verzweiflung gebracht hat mich die Beziehung zwischen Jeanne und ihrem Mann, die durch Ignoranz und Gaslighting der feinsten Art geprägt war. Teilweise waren diese Szenen für mich schlimmer zu lesen, als wenn tatsächlich physische Gewalt aufgetreten wäre. Dennoch: Für mich ein überragendes literarisches Werk über Freundschaft, starke Frauen und die kleinen Dinge im Leben, das seines Gleichen sucht. Ganz klare Leseempfehlung! Mein Tipp: Viel Zeit lassen beim Lesen und langsam genießen.

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    Cover des Buches After the Fire (ISBN: 9783423650328)

    Bewertung zu "After the Fire" von Will Hill

    After the Fire
    hannah-bookmarkvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Faszinierend, fesselnd, einfach grandios!
    Nach dem Feuer...musst du alles hinterfragen

    Wow! Was für ein grandioses Buch! Wir begleiten die 17 jährige Moonbeam und werden gleich zu Beginn in ein Schreckensszenario aus Kugeln und Feuer geworfen. Nach und nach erleben wir auf den nächsten Seiten dann ihren Therapieprozess und hören abwechselnd Geschichten aus der Gegenwart und der Vergangenheit. Moonbeam erzählt dabei mit einer unglaubliche Stärke und auch mit erstaunlicher Selbstreflexion einer zu früh erwachsen gewordenen jungen Frau von ihren eindrücklichen Erlebnissen bei der Sekte der Legion Gottes. Obwohl es sich bei der Geschichte nur um eine Fiktion handelt, wirken die Geschehnisse doch sehr real und haben mich während des Lesens komplett in ihren Bann gezogen. Das Tempo in dem sich Ereignisse entwicklen ist eher bedächtig, aber eben dieser langsame Spannungsaufbau hat das Verfolgen der Erzählung umso spannender gemacht! Das psychologische Phänomen einer Sekte in der mehrere eigentlich gut gebildete Menschen bedingungslos einem Anführer und seinen Worten folgen fand ich schon immer sehr faszinierend und in meinen Augen hat der Autor das Gefühl und auch die Dynamik die dahinter steckt wirklich unglaublich gut eingefangen. Abschließend kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen: Lasst euch von Moonbeams Geschichte bewegen, fesseln, in den Bann ziehen. 

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    • 12.11.1994

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