his_and_her_books

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    Cover des Buches Die fünf Gaben (ISBN: 9783551583635)

    Bewertung zu "Die fünf Gaben" von Rebecca Ross

    Die fünf Gaben
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: ein interessanter Einstieg in eine neue Reihe, bei der es jedoch einige Durststrecken zu überwinden gab
    ein interessanter Einstieg in eine neue Reihe


    Inhalt:
    Vorsicht vor dem Klappentext! Er nimmt zu viel von dem Inhalt des Buches vorweg!
    Brienna wurde vor sieben Jahren von ihrem Großvater ins Haus Magnalia gebracht, wo sie eine der fünf Gaben studieren soll. Doch sie selbst weiß genau, dass sie kein naturgegebenes Talent hat. Und doch wurde sie angenommen und steht nun kurz davor, eine Berufene zu werden und einen Gönner zu finden, bei dem sie ein neues Leben beginnen kann.
    Während ihrer Studien hat es ihr Master Cartier, ihr Ausbilder in der Gabe des Wissens, sehr angetan. Und doch muss sie nun von ihm fort - und wer weiß, ob sie sich überhaupt wiedersehen werden. 


    Meinung:
    WARNUNG vorab:
    Wer gerne die der Geschichte vorangestellten Namens- und Häuserübersichten stöbert, sollte gewarnt sein. Insbesondere nach Briennas Namen zu suchen, spoilert die Identität des Vaters, der erst sehr spät offenbart wird und eigentlich ein Plottwist darstellen sollte.


    Jugendhighfantasy steht grad sehr hoch bei mir im Kurs und so musste ich natürlich auch zum ersten Band von "Valenias Töchter" greifen und stürzte mich sogleich in die Seiten.
    Die Ernüchterung kam ziemlich schnell. Denn vorerst heißt es, sehr viel über die Geschichte des Landes, des Nachbarlandes, der Kriege und der zig involvierten Familien zu lernen. All diese Informationen wurden in den Unterricht von Protagonistin Brienna verpackt, die damals eine außerordentliche Zulassung zum Haus Magnalia bekam - nachdem sie ihr Großvater dorthin gebracht hat, weil Brienna Waise ist. Ihre Mutter ist tot, ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Sie weiß nur, dass sie zum Teil Maevanierin ist, Blut des Nachbarlandes in sich trägt, das unter dem aktuellen König zu leiden hat.
    Während ihrer Studien in Magnolia kommen sich Brienna und ihr "Master" Cartier näher - so nahe es die Statuten zulassen (keine Berührung einer Arden/"Studentin") - dies war auch der rote Faden, der mich die lange Informationsflut dennoch neugierig hat verfolgen lassen. Von ihm erhält Brienna auch das erste Buch, das ihr Ahnengedächtnis erweckt. Dieses Detail fand ich in der Geschichte sehr gelungen und hielt mich bis zum Ende bei der Stange. Während manche andere Dinge so ausführlich dargebracht wurden, verlieren sich andere beinahe - ich hoffe, dass da so einiges in der/den Fortsetzungen aufgegriffen wird.


    Ansonsten dauerte es wirklich lange, bis die Geschichte in Fahrt kommt - doch selbst dann ist sie stets ruhig und die Bedrohung ist kaum greifbar. Dasselbe gilt für Briennas Motivation. Sie entwickelt sich, gibt sich kämpferisch, aber leider konnte ich kaum mit ihr fühlen.


    Rebecca Ross schildert ihre Geschichte in Ich-Perspektive von Brienna. Ihre Ausdrucksweise ist klar, dem High-Fantasy-Genre angemessen leicht historisch angehaucht.
    Der Weltenbau der Autorin gefiel mir richtig gut. Im unterdrückten Königreich Maevana herrscht derzeit ein König, obgleich es immer eine Königin sein sollte. Doch nachdem sie betrogen, ihr und ihrer Familie die Magie geraubt wurde, sitzt eine grausame Famillie an der Spitze des Reiches, in dem Frauen auch im Kampf und Krieg gleichgestellt sind. Die Unterschiede zwischen Maevana und Valenia könnten größer nicht sein. Maevana ist kämpferisch und roh, während in Valenia die Kunst geschätzt wird.


    Erst ab Mitte des Buches ging es in Sachen Spannung bergauf. Es gab kleinere Spannungsspitzen, neue interessante Figuren und sogar Twists, ehe das Buch nach einem sehr kurzen Showdown absolut zufriedenstellend endet, weshalb ich mir bis zur Sichtung des Internettitels nicht sicher war, dass es sich wirklich um eine Reihe handelt.


    Urteil:
    Mit "Die fünf Gaben" hat Rebecca Ross einen interessanten Einstieg in ihre Welt erschaffen, bei dem es jedoch einige Durststrecken zu überwinden gab. Als große Pluspunkte sehe ich das Frauenbild in Maevana und das "abgeschlossene" Ende ohne Cliffhanger. Sehr gute 3 Bücher für den Auftakt von "Valenias Töchter".


    Reihe:
    1. Die fünf Gaben
    2. ?




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    Cover des Buches Vertrauen und Verrat (ISBN: 9783551583833)

    Bewertung zu "Vertrauen und Verrat" von Erin Beaty

    Vertrauen und Verrat
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Rätselraten, einen Hauch kribbelnder Romantik und Spannung
    Rätselraten, einen Hauch kribbelnder Romantik und Spannung


    Zitat:
    "Je mehr Sage über das Verkuppeln lernte, desto mehr bekam sie den Eindruck, dass es wesentlich zum Erhalt der Nation beitrug."
    (S. 90)
    "Sie hatte diesen Job aus Verzweiflung angenommen und stellte ihre Entscheidung häufig in Frage, ... Jetzt erkannte sie jedoch, dass es die beste Entscheidung seit langem gewesen war. Denn es war ein Schritt in Richtung Freiheit.
    (S. 92)


    Inhalt:
    Sage ist eigentlich im heiratsfähigen Alter, aber sie ist eigenwillig, ein Sturkopf und alles andere als eine Lady, die man vermitteln kann. Sie würde lieber eine Lehre beginnen und für sich selbst sorgen, um nicht länger ihrem Onkel auf der Tasche zu liegen. Dennoch bekommt sie die Chance, auf die Hohe Kupplerin Mistress Rodelle zu treffen - doch das Gespräch endet nicht mit der Zusage, Sage zum Concordium mitzunehmen, sondern mit einer Anstellung bei der Kupplerin. Sage soll für diese die Eigenheiten der anderen Teilnehmerinnen ausspionieren, während sie sich als eine von ihnen ausgibt, um für die Ladys den perfekten Partner unter dem Adel und den anderen heiratsfähigen Männern zu finden.
    Sage willigt ein, macht sich etliche Notizen zu den Frauen - auch während der langen Reise zum Concordium, auf der sie alle von einer Truppe Soldaten zum Schutz begleitet werden. Auch diese sind potentielle Kandidaten für eine Vermittlung, daher tut hier Sage ebenfalls ihr bestmögliches, mehr über die Männer herauszufinden - während unter ihnen welche sind, die unbedingt ihre Geheimnisse beschützen müssen.


    Meinung:
    Ich durfte dieses Buch weit vorab lesen, kannte außer einer sehr knappen Inhaltsangabe rein gar nichts über das Buch, weder Cover noch finaler Klappentext, noch die zahlreichen kritischen Stimmen zum Original (die ich im Nachhinein gelesen habe), worüber ich sehr froh bin, denn so konnte ich völlig unbefangen und ohne jegliche (durch das Marketing geschürte) Erwartung an den Spitzentitel des Frühjahrsprogramm herangehen und war nahezu von der ersten Seite an gefesselt.


    Zu Beginn lernt der Leser Sage kennen, die so gar nicht in dieses historisch anmutende Setting passt. Statt sich zu kleiden wie eine Lady (die sie mehr oder weniger geworden ist, nachdem auch noch ihr Vater gestorben und sie zu ihrem Onkel gezogen ist), trägt sie lieber Hosen, steckt ihre Nase in Bücher, anstatt die Pflichten einer Ehefrau einzustudieren und kletterte im Kindesalter lieber auf Bäume.
    Aufgrund dieser Eigenarten sollte sie froh sein, die Chance auf einen Ehemann zu bekommen, die die Connections ihres Onkels möglich machen. Doch das ist sie so gar nicht das, was sie will - und was man deutlich spürt. Mit dem Arrangement, das ihr die Kupplerin vorschlägt, kann sie jedoch leben und nimmt sich der Aufgabe gerne an.


    Zeitgleich begleitet der Leser auch eine Handvoll Soldaten, die die Frauen beschützen sollen, weil es immer stärkere Unruhen jenseits der Grenzen gibt und bereits einige Truppen ausländischer Soldaten aufgespürt wurden.


    Die Soldaten wurden nun dazu abgeordnet werden, eine Horde Frauen zum Concordium zu begleiten und zu schützen, wo sie endgültig vermittelt werden sollen. Ehe jetzt Aufschreie kommen: nein, es ist weder sexistisch noch antifeministisch, sondern durch das historische Setting sogar sehr plausibel. Hochzeiten werden politisch arrangiert, zukunftsträchtige Verbindungen müssen geschaffen werden, um zu verhindern, was damals zum großen Krieg geführt hat. Doch die Arbeit von Kupplerin Mistress Rodelle geht wesentlich tiefer, wie auch unsere Heldin Sage bald herausfindet. Sie sucht auch nach den persönlichen besten Verbindungen für "ihre Mädchen" und stellt es später nur so dar, dass die Männer "die Wahl" haben. Also keine Angst.


    Während mich Sage mit ihrer Art und ihrer neuen Arbeit als Spionin unter den Ladys schon bei der Stange hielt, konnte mich der andere Handlungsstrang zu Beginn noch nicht ganz so begeistern (militärische Strategien und Entwicklungen), doch das sollte sich beim Zusammentreffen von Soldaten und Ladys bzw. beim Treffen von "Maus" und "Star", den von den Soldaten vergebenen Codenamen, ändern. Schnell wird klar, dass der Leser selbst angehalten ist, herauszufinden, wer der unter den teils sehr "berühmten" Soldaten der Spion ist, der seinerseits mehr über die Ladys im Erfahrung bringen soll. Dass dies dann zu romantischen Verwicklungen kommt, kam mir dann sehr entgegen.


    Die Lage des großen Trosses spitzt sich immer weiter zu und nun kommen die wahren Stärken von Sage zum Tragen und sie wird die Heldin, die man begleiten möchte, kann ihre Stärken nutzen und sich endlich beweisen.


    Die Spannung wird nicht zuletzt durch das Rätselraten angeheizt, das mir zuletzt ein kleines bisschen zu gewollt wirkte (aber dennoch gut gemacht war! Wer "Der Kuss der Lüge" gelesen hat, wird hier ebenso mitraten und mitfiebern) - doch die toughe Protagonistin und die Interaktionen mit Ash machten so viel Spaß, dass dies dem Lesegenuss keinen Abbruch tut. Der Spannungsbogen spannt sich parallel zur Bedrohung durch die Feinde des Landes an und spätestens ab dem Showdown ist es unmöglich, das Buch zur Seite zu legen.


    Das Ende ist vorerst zufriedenstellend, doch natürlich muss ich wissen, wie es mit Sage und "ihm" weitergeht.


    Urteil:
    Mit "Vertrauen und Verrat" hat Erin Beaty einen gelungenen Reihenauftakt mit einer toughen Heldin geschaffen, die absolut nicht den gültigen Konventionen ihrer Zeit entspricht. Rätselraten, einen Hauch kribbelnder Romantik und Spannung durch die Bedrohung von außen machen das Buch zu einem echten Highlight, das ich mit verdienten 5 Büchern honoriere.


    Das Label "Fantasy" weckt jedoch völlig falsche Erwartungen, da es außer dem Setting eines fiktiven Landes (bisher?) absolut unfantastisch ist, sondern sich eher historisch anfühlt, was auch die Heiratsvermittlung plausibel macht, weshalb diesbezüglich niemand aufschreien muss.


    Reihe:
    1. Vertrauen und Verrat
    2. Originaltitel: The Traitor's Ruin (Erscheinungstermin 2018)
    3. ?






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    Cover des Buches Diamonds For Love – Voller Hingabe (ISBN: 9783492311618)

    Bewertung zu "Diamonds For Love – Voller Hingabe" von Layla Hagen

    Diamonds For Love – Voller Hingabe
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Klischee, Kitsch, Übertreibung - und trotzdem ein enormer Lesesog
    Klischee, Kitsch, Übertreibung - und trotzdem ein enormer Lesesog


    Inhalt:
    Ava hat ein Ziel: Ihre eigene Wohnung in New York. Dafür ist sie bereit, hart zu arbeiten. Als Marketingreferentin wird sie von ihrem Boss weltweit eingesetzt. Ihr neuester Auftrag ist es, die aktuelle Kampagne von Bennett Enterprises zu entwerfen und zu begleiten. 
    Doch schon die erste Begegnung mit dem CEO Sebastian Bennett sorgt für Ablenkung und eine große Gefahr für ihren Traum: Denn laut ihrem Arbeitsvertrag sind Kollegen - und Chefs - absolut tabu.


    Meinung:
    "Diamonds for Love" erreichte mich als Überraschung vom Verlag und ich gebe zu, dass ich ohne dies vermutlich niemals zugegriffen hätte. Der Klappentext klingt einfach zu klischeehaft, zu oft gelesen. Und dennoch wollte ich dem Buch eine Chance geben ...


    ... und kam erst (nach ernsthaften Bemühungen) nach der Hälfte wieder davon los. Das Buch strotzt vor besagtem Klischee. Ich könnte einige Dinge nennen, die - objektiv gesehen - wirklich nicht sehr gut waren: Mindestens einmal pro Seite werden sie oder er als heiß empfunden, Bauchmuskeln, Beine, Brüste oder ähnliches erwähnt, der reiche und doch arme Junge, das Mädchen, das ganz anders ist als alle Millionen anderen vor ihr ... Doch das war egal. Es hat Spaß gemacht, zu verfolgen, wie sich die beiden annähernd, versuchen, zu widerstehen, dann doch flirten, das Prickeln ... 


    Die Figuren sind der Autorin Layla Hagen sehr gut gelungen. Sie hat ihren Protagonisten, die abwechselnd in Ich-Perspektive erzählen, ausreichend Tiefe gegeben, um sie interessant zu machen. Ava hat den Traum einer eigenen Wohnung, später vielleicht einer Familie. Sie ist bisher immer an die falschen geraten (wie ihre Mutter) und daher skeptisch gegenüber Männern. Sebastian hat eine riesengroße Familie, die für ihn an erster Stelle steht. Er sucht schon immer nach dem, was seine Eltern seit so vielen Jahren haben: Glück in der Liebe. Doch aufgrund seines Aussehens und Vermögens zieht er immer die falschen Frauen an - wie auch seine Geschwister.


    Ab einem gewissen Punkt wurde für meinen Geschmack jedoch zu sehr an der Story gespart und zu viel Fokus auf Intimszenen und Stellungswechsel gelegt. Jegliche angedeutete Konflikte verpufften förmlich, bevor sie zur Hürde werden konnten und so wurde es ein wenig langweilig. Natürlich ist klar, wie es ausgehen wird (in Band 2 geht es nicht mehr um die beiden, sondern um bisherige Nebenfiguren), aber etwas mehr Kampf hätte ja auch nicht geschadet.


    Urteil:
    Klischee, Kitsch, Übertreibung - das alles spricht eigentlich gegen das Buch und trotzdem übte es einen Lesesog aus, dem ich mich nicht entziehen konnte. Und genau das erwarte ich von solch einem Buch. Es muss mich neugierig machen, abholen und erst am (kitschigen!) Ende wieder hinauslassen. Ab einem gewissen Punkt war die Geschichte etwas zu eintönig und vor lauter Sexszenen war der kleine Konflikt nicht mehr zu finden, was für einen kleinen Dämpfer meiner Euphorie sorgte. Knappe 4 Bücher für "Voller Hingabe".


    Reihe:
    1. Diamonds for Love: Voller Hingabe
    2. Diamonds for Love: Verlockende Nähe
    3. Diamonds for Love: Entflammte Sehnsucht
    4. Diamonds for Love: Verhängnisvolle Liebe 


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    Cover des Buches Young Elites - Die Herrschaft der Weißen Wölfin (ISBN: 9783785584163)

    Bewertung zu "Young Elites - Die Herrschaft der Weißen Wölfin" von Marie Lu

    Young Elites - Die Herrschaft der Weißen Wölfin
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: düster, eingehüllt in Stimmen und Illusionen, die nicht nur die Hauptfigur Adelina an ihre Grenzen brachten
    düster, eingehüllt in Stimmen und Illusionen


    Inhalt:
    Adelina sitzt auf dem Thron, eine grausame Herrscherin, die den "normalen" Menschen nun das antut, was ihr und allen anderen Malfettos angetan wurde, während sie an der Seite ihrer Armee ein Land nach dem anderen annektiert. Doch dann kommt eine Nachricht der Dolche: Ihre Schwester Violetta liegt im Sterben und Raffaele bittet sie um Hilfe.


    Meinung:
    Nach den letzten Erkenntnissen über die Fähigkeiten, die sich gegen die Begabten richten, musste ich natürlich wissen, wie es mit all den Malfettos weitergeht.
    Ein Jahr ist vergangen, seit Adelina den Thron an sich gerissen hat. Seither hat sie ihre grausame Herrschaft auf zahlreiche weitere Länder ausgedehnt. Sie sieht überall Feinde und ihre inneren Stimmen schüren ihre Angst vor Verrat. Schon während des zweiten Bandes durchdrang die Dunkelheit immer mehr von Adelina, sodass sie zuletzt einsam auf dem so heiß ersehnten Thron sitzt. Nun greifen die Illusionen immer weiter nach ihr, während sie Land für Land nach ihrer Schwester durchsucht - bis eines Tages ein Brief eintrifft, dass Violetta im Sterben liegt. Sofort macht sie sich auf, nicht nur ihre Schwester, sondern das ganze Land zu holen - landet jedoch in einer seltsamen Allianz, die alles Gekannte verblassen lässt.
    Mit Adelina bin ich nie komplett warm geworden. Für ein Jugendbuch ist sie eine wirklich außergewöhnliche Protagonistin, oftmals hat man eher den Eindruck, sie sei die Antagonistin der Reihe. Diese Erkenntnis führte im finalen Band dann dazu, dass ich erkannte, was mir - neben der Antipathie - in der Reihe fehlte: der Held, der wahre Protagonist, der für mich anfangs in Enzo zu erkennen war. So tat ich mich in all den Kapiteln wirklich schwer, mich in der Geschichte zu orientieren, mich niederzulassen und komplett mitzufiebern, auch wenn sie ihre Passagen in Ich-Perspektive erzählt, während eine dritte Person von allen anderen zu Wort kommenden Figuren berichtet.
    Die erschaffene Welt von Marie Lu, wie sie seit dem Blutfieber bekannt war, beginnt sich zu verändern. Die Gaben richten sich gegen ihre Herren, die Dunkelheit greift auf die Ozeane über und vergiftet sie. Marie Lu hat ihre Welt wundervoll weitergesponnen, von Beginn an grandios durchdacht und konsequent umgesetzt.
    So blieb auch die Spannung immer erhalten, ein Sog entstand und man verfolgte die Geschichte gerne - wenn auch in diesem Band die "Stimmen" überhandnahmen und mich ein ums andere Mal skeptisch die Brauen heben ließen. Der Showdown dann jedoch hat es in sich, war emotional und ich sehnte nichts mehr herbei als ein Happy End. Ob ich dies bekommen habe, verrate ich an dieser Stelle aber nicht.


    Urteil:
    "Die Herrschaft der weißen Wölfin" war düster, eingehüllt in Stimmen und Illusionen, die nicht nur die Hauptfigur Adelina an ihre Grenzen brachten. Eine konsequente Verfolgung ihres besonderen Weges, letzte Entwicklungen und unerwartete Wendungen sowie jede Menge Action sorgten trotz gewohnter Antipathie zu Adelina für einen Lesesog, der mit einem emotionalen Abschluss belohnt wurde. Knappe 4 Bücher für Marie Lus "Young Elites" und eine Reihenempfehlung an alle, die nicht immer auf der Seite der Helden stehen wollen.


    Reihe:
    1. Young Elites: Die Gemeinschaft der Dolche
    2. Young Elites: Das Bündnis der Rose
    3. Young Elites: Die Herrschaft der weißen Wölfin


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    Cover des Buches Pheromon 1: Pheromon (ISBN: 9783522505536)

    Bewertung zu "Pheromon 1: Pheromon" von Rainer Wekwerth

    Pheromon 1: Pheromon
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: punktet mit Spannung aus zwei Perspektiven
    punktet mit Spannung aus zwei Perspektiven


    Zitat:
    "Die Szenerie im Jugendhaus wirkte auf den ersten Blick normal. Jugendliche hingen ab, tranken, quatschten oder spielten Billard, aber die Gerüche erzählten eine andere Geschichte. Eine Geschichte, deren Text er nicht verstand. Noch nicht."
    (S.166)


    Inhalt:
    Jahrelang wurde Jake von Heuschnupfen geplagt und trägt Kontaktlinsen. Von einen Tag auf den anderen ist er kerngesund. Der Heuschnupfen ist weg, Kontaktlinsen benötigt er nicht mehr. Mehr noch, er kann plötzlich riechen, was andere Menschen fühlen. Nur der goldene Schimmer in seinen Augen beunruhigt ihn. Etwas ist hier sehr seltsam. Als sich Serena, ein wunderschönes Mädchen an seiner Schule, für ihn interessiert und zu einer Party bei sich einlädt, stimmt Jake zu. Doch seltsame Dinge passieren auf der Party. Plötzlich erscheint Serena in einem anderen Licht. Jake will den Dingen auf den Grund gehen. Und ehe Jake sich versieht, steckt er mitten im Kampf um das Überleben der Menschheit.


    Meinung:
    "Pheromon" ist eines dieser Bücher, die mir in letzter Zeit ständig auf sämtlichen Social Media Kanälen begegnet sind und um Aufmerksamkeit gerungen haben. Irgendwann bin nun auch ich nicht mehr standhaft geblieben und musste zu dieser Geschichte greifen. Einerseits, weil ich Rainer Wekwerth sehr schätze. Andererseits, weil sich die Idee wirklich sehr gut anhörte und ich zudem erleben wollte, wie sich die Geschichte im Autorenduett Wekwerth - Thariot lesen wird.


    Der Beginn gefiel mir dann auch schon wirklich gut. Ich erhielt die Basics zum Leben des Protagonisten Jake. Grundsätzlich ist Jake auch mit seinem Leben zufrieden. Er spielt Football und ist ein halbwegs passabler Schüler. Klar, dass es ihn fast umhaut, als er plötzlich vom seit Jahren wiederkehrenden Heuschnupfen befreit ist und zudem überirdisch gut riechen kann. Gefühle anderer Menschen sind für ihn nun kein Geheimnis mehr. Doch natürlich kann er sehr gut damit leben. Erst, als die Merkwürdigkeiten um ihn herum, allen voran das Verhalten von Serena, immer mehr werden, drängt es ihn zum Handeln.


    Die Geschichte in "Pheromon" wird hauptsächlich aus zwei Perspektiven erzählt. Genutzt wird hierbei für die Erzählung die dritte Person in Vergangenheitsform. Zum einen erlebte ich die Geschehnisse im Jahr 2018 an Jakes Seite; andererseits hielt mich Travis im Jahr 2118 auf dem Laufenden. Dass es hier einen konkreten Zusammenhang zu den Erlebnissen geben musste, lag damit von vornherein auf der Hand. Doch war ich neugierig, welche Schnittpunkte hier zum Vorschein kommen würden.


    Die Geschichte selbst liest sich sehr flüssig. Das Autorenduo hat sich hier wirklich sehr gut ergänzt und die wechselnden Perspektiven fachten meine Neugier an. Auch wenn die Darstellung der Handlung auf mich teilweise statisch konstruiert wirkte, tat dies meinem Lesefluss keinen entscheidenden Abbruch. Ein wenig mehr Charaktertiefe wäre das Sahnehäubchen für meinen Lesegenuss gewesen, doch allein schon die Entwicklungen im weiteren Verlauf der Geschichte hielten mich bei den Seiten. 
    Zugegebenermaßen tat ich mich, unabhängig von den bis dahin erlebten stilistischen Höchstleistungen, etwas schwer mit der immer präsenter werdenden Lösung. Ich hatte innerlich gehofft, dass meine Erwartung hierzu getäuscht wird und ich doch noch überrascht werde. 


    Auch wenn das Ende für mich dann nicht unbedingt überraschend ausgefallen ist, erlebte ich darauf zusteuernd einen enormen Showdown, der nochmals ein hohes Tempo in die Geschichte gebracht hat. Damit bescherte mir "Pheromon" schöne Lesestunden und ich freue mich auf weitere Werke von Rainer Wekwerth, ggf. ja wieder im Duo mit Thariot.


    Am Ende muss ich auf jeden Fall noch auf die Optik des Buches hinweisen. Der Buchschnitt ist einfach genial gestaltet!


    Urteil:
    "Pheromon" punktet mit Spannung aus zwei Perspektiven und beschreibt ein Szenario, das der Menschheit hoffentlich erspart bleibt. Meine Lesestunden an der Seite von Jake und Travis belohne ich mit sehr guten 3 Büchern.


    Für alle, die Dingen auf den Grund gehen wollen, dabei vor unkonventionellen Methoden nicht zurückschrecken und das Wohl der Gesamtheit im Auge behalten.




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    Cover des Buches Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels (ISBN: 9783959671675)

    Bewertung zu "Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels" von Kristen Orlando

    Black-Angel-Chroniken - Im Zeichen des schwarzen Engels
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: eine erfrischend neue Idee mit vielen tempo- und actionreichen Szenen
    eine erfrischend neue Idee mit vielen tempo- und actionreichen Szenen


    Zitat:
    "Eine kleine Berührung und ich bin wie elektrisiert. Hoffentlich geht dieses Gefühl wieder weg. Tut es aber nicht. Die Sehnsucht ist immer da, wartet unter der Haut, um hervorzubrechen."
    (S.37)


    Inhalt:
    Seit frühester Kindheit wird Reagan für ihr späteres Leben trainiert. Denn sie soll ein Black Angel werden, genau wie ihre Eltern. Die Black Angel sind eine Geheimorganisation, der die gefährlichsten Missionen anvertraut werden. Unzählige Male musste die Familie zwischenzeitlich umziehen, immer wieder wurden sie von ihren Gegnern aufgespürt. 
    Doch dieses Mal ist alles anders. Denn Reagan hat nun echte Freunde gefunden. Und das Kribbeln, das sie empfindet, wenn Luke in der Nähe ist, spricht eine deutliche Sprache. Immer hieß es, Reagan hätte eine Wahl. Hat sie diese Wahl wirklich? Doch ehe Reagan einen endgültigen Entschluss fassen kann, geraten die Ereignisse aus dem Ruder. Reagan handelt instinktiv. Und gerät damit in große Gefahr, denn der Tod ist nicht fern.


    Meinung:
    Auf "Black Angel Chroniken" bin ich aufmerksam geworden, weil mich der Klappentext und die Idee hinter der Geschichte neugierig gemacht haben. Kaum war das Buch nun bei mir eingezogen, habe ich es auch gleich zur Hand genommen.


    Kristen Orlando hielt sich dann auch nicht mit langen Einführungen auf, sondern brachte mich unmittelbar ins Geschehen. Wieder einmal herrschte für Reagan und ihre Eltern große Gefahr. Sie wurden aufgespürt, ein bewaffneter Mann ist in ihr Haus eingedrungen. Mit viel Glück kommen sie heil aus dieser Situation heraus. Doch nun steht, wie so viele Male zuvor schon, wieder kurzfristig ein Umzug und eine neue Identität an.


    Reagan fühlt sich in der neuen Umgebung unerwartet wohl. Richtige Freunde kannte sie bisher nicht, doch nun hat sie diese gefunden. Auch Luke, der gleich im Haus nebenan wohnt, scheint auf einer Wellenlänge mit ihr zu liegen. Doch eigentlich kann sich Reagan diese Gefühle nicht leisten. Zu groß ist die Gefahr, dass sie das liebgewonnene Umfeld in Nacht und Nebel wieder verlassen muss. Als Black Angel Familie können sie immer und jederzeit von ihren Gegnern entdeckt und getötet werden.


    Kristen Orlando verschaffte mir mit ihrem angenehmen und flüssigen Schreibstil wahrhaft schöne Lesestunden. Die in Ich-Perspektive in Gegenwartsform erzählende Reagan hielt mit Informationen nicht hinter dem Berg und ließ auch Emotionen zu, die bei mir ankamen. Die Autorin geizte nicht mit tempo- und actionreichen Szenen, erreichte damit, dass mein Lesetempo kontinuierlich anzog.


    Die in der Geschichte enthaltenen Charaktere empfand ich als authentische Figuren. Mit der Protagonistin Reagan erschuf Kristen Orlando eine wirklich charakterstarke Person, die mich direkt von der ersten Seite an für sich einnehmen konnte. Reagan hatte vor mir keine Geheimnisse. Ihre innere Zerrissenheit zwischen ihrer Zukunft als Black Angel und einem normalen Leben war durchweg zu spüren. Natürlich kann sie ihre Natur nicht abstreiten, doch nun erlebt sie zum ersten Mal, was es heißt, normal zu leben. Zumindest so normal, wie es der Familienalltag mit den täglichen Trainings und den Einsätzen ihrer Eltern zulässt.


    Die Idee zur Geschichte empfand ich tatsächlich als neu. Auch wenn in einigen Szenen sicherlich etwas überzogen wird, konnte ich mich dem Sog der Handlung selten entziehen. Ab einem gewissen Punkt zog das Tempo dann nochmals deutlich an und mündete in einem riesigen Showdown. Hier allerdings passten die Bausteine dann nicht immer hundertprozentig zueinander, was dem Lesefluss jedoch kaum bremste. 


    Das Ende gestaltete Kristen dann sicherlich nicht ganz so, wie es erwartet hatte, konnte mich damit dennoch vollends zufriedenstellen. Resümierend kann ich feststellen, dass mir "Black Angel Chroniken" temporeiche Lesestunden verschafft hatte.


    Urteil:
    "Black Angel Chronken" glänzt mit einer erfrischend neuen Idee und vielen tempo- und actionreichen Szenen, hat dabei viele gute Ansätze mit enormen Potential. Meine Lesestunden an der Seite von Reagan belohne ich deshalb mit sehr guten 4 Büchern.


    Für alle, die mit permanenter Gefahr leben können, dabei ihr Innerstes nicht vernachlässigen und im richtigen Moment den Mut zum Handeln aufbringen.






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    Cover des Buches Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft (ISBN: 9783401603087)

    Bewertung zu "Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft" von Anna Ruhe

    Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Kindergeschichte mit einer fantastischen Grundidee
    Eine wundervolle Kindergeschichte mit einer fantastischen Grundidee


    Meinung:
    Ich liebe die Bücher von Anna Ruhe. Sie erschafft ein jedes Mal eine wunderbar phantasievolle Welt, in die es sich lohnt, tief einzutauchen. Die junge Stimme von Uta Dänekamp passt in diesem Fall wieder einmal perfekt zu Luzie, aus deren Sicht die Geschichte in Ich-Perspektive erzählt wird. 


    Nach einem kurzen "Expeditionstagebuch" wird der Hörer in Luzies Leben geworfen, die ganz frisch mit ihrer Familie in eine alte Villa gezogen ist, in der es überall seltsam riecht. Nach so vielen fremden Düften, die Luzie nicht zuordnen kann. Es gibt überall geheime Schränke, Türen und ... einen verborgenen Schlüssel, der sie, ihren neuen Nachbarn Mats, der sich für ihren Geschmack zu sehr an der alten Villa interessiert, und ihren kleinen Bruder Benno anspornt, nach dem Schloss zu jenem Schlüssel zu suchen. Dabei stoßen sie auf die "Duftapotheke" und ihre Düfte. Versehentlich geht ein Flakon kaputt und ein Unwetter geht auf die alte Villa nieder. Doch viel schlimmer muss der Duft in jenem Fläschchen sein, das plötzlich spurlos verschwunden ist.


    Die Grundidee mit den Düften, die verschiedene Dinge anstellen, ist wunderbar neu. Die oftmals eingeflochtenen beiläufigen Erklärungen, wieso es nicht so abwegig ist, dass verschiedene Gerüche das können, hat mich begeistert. So kennt es doch beispielsweise jeder, dass ein bestimmter Geruch an etwas erinnert, oder? Wenn dann noch ein Hauch Magie hinzukommt ... 
    Selbstverständlich gibt es dadurch in der Geschichte unzählige Düfte. Ich hatte beim Hören ständig einen Hauch davon in der Nase, aber vermutlich kann die Zielgruppe mit mehr als der Hälfte davon nichts anfangen, aber das tut dem Spaß daran keinen Abbruch und bietet eine wunderbare Gesprächsvorlage.


    Die Geschichte entfaltet sich Stück für Stück, der Hauch Abenteuergeschichte, der Luzie, Mats und Benno umgibt, während sie die verborgene Duftapotheke aufspüren, wird begleitet von den merkwürdigen Ereignissen, die den Auftakt für die zweite Hälfte des Buches bilden. So bleibt es durchweg spannend, interessant und dem Zuhörer wird es unmöglich gemacht, die Geschichte zu pausieren. 


    Leider war es ziemlich klar, wer der "Schurke" der Geschichte ist, hier hatte ich gehofft, dass das Schwarz-Weiß-Denken nicht ganz so extrem wäre, doch mit ein paar Kniffen konnte mich die Autorin auch über diese kurze Enttäuschung hinwegführen. Da ich rund 30 Jahre über dem Alter der Zielgruppe bin, ist dies aber absolut zu verschmerzen und Hörer/Leser ab 8 fühlen sich natürlich liebend gerne bestätigt.
    Das Ende war dem Zielalter entsprechend positiv und ich hatte nach Abschluss der Geschichte ein wunderbar gutes Gefühl, auch wenn ich Uta Dänekamp noch ewig hätte zuhören können. Das Buch ist abgeschlossen, bietet aber wie auch schon Mount Caravan die Möglichkeit einer Fortsetzung. 




    Urteil:
    Erneut habe ich ein Kinderbuch von Anna Ruhe mit Begeisterung beendet. Auch mit der "Duftapotheke" erschafft sie ihre eigene, ganz besondere Welt und führt den Leser/Zuhörer tief hinein, ehe sie ihn wieder entlässt. Perfekt gesprochen von der jungen und in genau dem richtigen Maß auf die neugierige Luzie passenden Stimme von Uta Dänekamp wird die Duftapotheke zu einem Hörspaß - nicht nur für die Leser ab 8. Verdiente 5 Bücher für "Die Duftapotheke: Ein Geheimnis liegt in der Luft".




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    Cover des Buches Snöfrid aus dem Wiesental - Das ganz und gar fantastische Geheimnis des Riesenbaumes (ISBN: 9783401710457)

    Bewertung zu "Snöfrid aus dem Wiesental - Das ganz und gar fantastische Geheimnis des Riesenbaumes" von Andreas H. Schmachtl

    Snöfrid aus dem Wiesental - Das ganz und gar fantastische Geheimnis des Riesenbaumes
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: tiefgründiger, etwas anders und dennoch ein echter Snöfrid
    tiefgründiger, etwas anders und dennoch ein echter Snöfrid


    Meinung:
    Nachdem uns die ersten beiden Abenteuer von Snöfrid begeistern konnten, mussten wir natürlich auch zu dem „ganz und gar fantastischen Geheimnis des Riesenbaumes“ greifen.
    In gewohntem Erzählton führt Andreas H. Schmachtl in die Geschichte ein und gibt dem (Mit-)Leser seine Wissen über die Recherche über jenes Wesen, das auf den Namen Snöfrid hört und gleichzeitig ein Snöfrid ist, mit.
    Danach startet Snöfrids drittes Abenteuer – oder auch nicht. Denn Snöfrid, auch wenn das eigentlich so komplett gegen die ruhige und besonnene Natur eines Snöfrids geht, sehnt sich nach einem Abenteuer – doch es ist ruhig im Wiesental. Seeeeehr ruhig und Snöfrid bleibt nichts anderes übrig, als sich ein Hobby zu suchen und Moos zu züchten/beobachten. Bis ... ja bis es Ärger mit den Bauern im Tal gibt und Snöfrid gemeinsam mit dem Kauz Björn fliehen muss. Ihr Weg führt sie zu Asgrimur, dem anderen Snöfrid, auf der anderen Seite des Wiesentals. Doch dort müssen die Freunde feststellen, dass dieser ebenfalls geflohen ist. Die Horde Bauern auf den Fersen machen sich Snöfrid und Björn auf in die „Lautlosen Wälder“, wo nun wirklich das größte und gefährlichste Abenteuer auf die beiden wartet.
    Im Gegensatz zu den Vorgängern war „das Geheimnis des Riesenbaumes“ oftmals sehr tiefgründig, wenn auch nach wie vor locker erzählt. Gier wird angesprochen - die nach Besitz und Macht -, dann geht es um Kriege, kriegerische Stimmungsmache. All dies wird wohl eher den erwachsenen (Vor-)Lesern auffallen, doch auch mein 7-jähriger Sohn, der das Buch nicht bis zum Vorlesen abwarten konnte und selbst weitergelesen hat, fand es teils beklemmend, ehe er dann zum Ende hin von wirklich allen hinabziehenden Gefühlen befreit wurde.
    Selbstverständlich verzichtet Andreas H. Schmachtl nicht auf das gewohnt „Hm“ und „Hu“ zur Unterhaltung, doch es kommen noch weitere fantastische Eigenschaften eines Snöfrids zum Vorschein.
    Die Spannung war – für das junge Zielpublikum – teils kaum auszuhalten, wurde jedoch immer wieder durch witzige Sprüche aufgelockert. Insbesondere Snöfrids neuer Begleiter Svenni hat es meinem Sohn angetan. Denn das Einhörnchen ist so ganz und gar nicht glitzerschleudernd und regenbogenverursachend, wie Snöfrid und auch alle anderen denken – es kann fliegen und wird zu einer tollen Ergänzung des Abenteurer-Teams.
    Ich muss wohl nicht erwähnen, dass am Ende der Geschichte alles gut wird und wir natürlich auf das letzte Wort „Ende?“ bald ein weiteres Abenteuer folgt. 
    Abgerundet wird die in drei Teile untergliederte Geschichte wieder durch die zauberhaften und amüsanten Illustrationen des Autors.


    Urteil:
    „Snöfrid aus dem Wiesental – Das ganz und gar fantastische Geheimnis des Riesenbaumes“ ist tiefgründiger und ernster als seine Vorgänger, bietet dennoch die gewohnte Mischung aus wundervollem ganz besonderem Erzählstil, einer tollen Heldenreise eines sonst so unfreiwilligen Helden mit einer Prise Humor und voller spannender Wendungen und vermittelt dazu noch einige Werte über Freundschaft. Verdiente 5 Spielsachen für unseren Snöfrid.








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    Cover des Buches Luna - Im Zeichen des Mondes (ISBN: 9783492704526)

    Bewertung zu "Luna - Im Zeichen des Mondes" von Anne Buchberger

    Luna - Im Zeichen des Mondes
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: zahlreiche gute Ansätze, die leider oft untergegangen sind
    zahlreiche gute Ansätze, die leider oft untergegangen sind


    Inhalt:
    Damals wurde Königin Lynda gesagt, dass sie die nächste Mondprinzessin gebären würde und sie entschied sich, das Kind, das so nie hätte entstehen sollen, zu bekommen.


    Etwas mehr als 13 Jahre später übt Annalina, die Kronprinzessin des Ardenreichs, fleißig mit ihrer Magie, doch mehr als alle anderen bringt sie nicht zustande.
    Dennoch soll sie zur Akademie der Meere, um dort weiter ausgebildet zu werden. Die weite Strecke darf nicht mit Drachen zurückgelegt werden, daher macht sich ein Tross aus Annalina und ihrer Begleitung auf die gefährliche Reise und Annalina trifft auf das Mädchen, von dem sie in letzter Zeit immer wieder träumt.


    Meinung:
    Gleich zu Beginn muss ich erwähnen, dass meine Erwartungen an „Luna - Im Zeichen des Mondes“ ganz andere waren. Ich habe durch das Label „You&ivi“ und das Alter der Protagonistin eine viel „jüngere“ Geschichte erwartet, habe aber eine Story bekommen, die sich eher wie etwas ältere Fantasy las, was sich immer etwas unstimmig anfühlt.


    Annalina ist nicht die vom Volk erwartete mächtige Mondvogel-beseelte Person und ihre Mutter, die Königin, distanziert sich immer weiter von ihr, ganz offensichtlich enttäuscht über diesen Umstand. Denn das Volk braucht diese besonderen Kräfte, um über die dunkle Magierin Gwenda siegen zu können, die immer mehr an Einfluss gewinnt - trotz des etwas unsteten Bündnisses mit dem Regenkönig.


    In dieser gefährlichen Zeit soll Annalina durch das ganze Reich reisen, um an der Akademie der Meere zu lernen. Neben ihren drei Beschützern wird die Reisegruppe noch durch ihre zwei Freunde ergänzt, die die Erlaubnis kurzfristig bekommen, Annalina zu begleiten. Schnell wird klar, dass die Reise sogar noch gefährlicher ist, als anfangs gedacht.


    Die von Anne Buchberger entwickelte Welt hat zahlreiche tolle Ansätze, erschloss sich jedoch noch nicht bis in die Tiefe. Auch der Schreibstil las sich für mich etwas abgehackt, meist nicht so jung, wie die Altersangabe erwarten lässt, aber für einen Titel der nächsten Alterskategorie war alles etwas zu wenig definiert und tiefgründig.


    Die Spannung hingegen würde ich wieder dem Alter ab 10 zuordnen, auch wenn es insgesamt größtenteils sehr ruhig zuging. Ein winziger Hauch Romantik in Form von etwas mehr als Freundschaft gibt es ebenso wie für die Zielgruppe vermutlich durchaus unerwartete Wendungen.


    Urteil:
    Die Bewertung von „Luna - Im Zeichen des Mondes“ ist mir sehr schwer gefallen. Die zahlreichen guten Ansätze und Ideen sind leider oftmals untergegangen und der für mich nicht dem Alter entsprechende Erzählstil tat sein Übriges. 3 Bücher für Luna und ihre Freunde.


    Reihe:
    1. Luna: Im Zeichen des Mondes
    2. ?
    ?


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    Cover des Buches Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt (ISBN: 9783959671316)

    Bewertung zu "Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt" von Amy Tintera

    Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
    his_and_her_booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: absolut fesselnd und doch romantisch
    absolut fesselnd und doch romantisch


    Inhalt:
    Emelinas Eltern wurden im Krieg gegen die Ruined getötet und sie ist auf Rache aus. Sie tötet die Mörderin ihrer Eltern und nimmt ihre Identität an, reist an den verfeindeten Hof von Lera, wo irgendwo ihre entführte Schwester gefangen gehalten wird.
    Das Mädchen, deren Identität sie angenommen hat, ist Mary, die Prinz Casimir versprochen ist, und nun ist es an Em, Cas zu heiraten, am Hof von Lera zu leben und gemeinsam mit den Verbündeten der Ruined Lera zu Fall zu bringen, nachdem sie ihre Schwester gefunden hat.
    Womit sie jedoch nicht gerechnet hat: Prinz Casimir ist nicht der erwartete Bösewicht und Em alias Mary muss sich eingestehen, dass sie Gefühle für ihn entwickelt.




    Meinung:
    Aktuell liebe ich Bücher rund um fantastische Königreiche und so hatte mich der Klappentext zu „Die Legende der vier Königreiche: Ungekrönt“ schnell überzeugt. 
    Schon das erste Kapitel hat es in sich. Protagonistin Emelina tötet Mary auf deren Reise an den Königshof, wo sie Prinz Casimir von Lera heiraten soll und nimmt eiskalt deren Identität an. Daraufhin reist sie mit ihrem Freund Aren, einem begabten Ruined, an den Hof von Lera, um alles für den Angriff des Königs von Olso vorzubereiten und ihre Rache zu bekommen. 
    Schnell findet die Vermählung von „Mary“ mit Prinz Casimir statt, der so finster und arrogant ist, wie Em ihn sich vorgestellt hat. Doch dass auch er nicht mit einer arrangierten Hochzeit oder den kriegerischen Taktiken seiner Eltern einverstanden ist, erkennt sie erst später. Zu spät. Denn sie und Cas kommen sich immer näher, verstehen einander und dennoch steuern die beiden auf den unvermeidlichen Ausgang zu: Den Tod der Königsfamilie beim Angriff der Krieger von Olso und den übrigen Ruined.


    Ich war vom ersten Kapitel an gefesselt, nicht zuletzt dank des leichtgängigen Erzählstils von Amy Tintera. Ohne anfänglichen Infodump führt sie den Leser in die von ihr erschaffene Welt und schafft es, ohne großartige Schnörkel alles zu beschreiben und die von Kriegen geplagten Königreiche zum Leben zu erwecken. Dabei muss sich der Leser Stück für Stück die Vergangenheit aneignen. Ab und an gibt es Stellen, an denen ich mir mehr Infos gewünscht hätte, um die Geschichte rund zu machen und leichter folgen zu können, aber das ist Jammern auf hohem Niveau und hat meinen Lesegenuss nicht beeinträchtigt.


    Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven in dritter Person erzählt, sodass man tiefere Einblicke in beide Seiten bekommt. Die Figuren sind genau im richtigen Maße ausgestaltet und handeln gut begründet und authentisch. Die „Liebesgeschichte“ entwickelt sich langsam und nicht überstürzt. Em und Cas begegnen sich erst mit Widerwillen, ehe sie hinter die Fassade des anderen blicken.
    Auch die wichtigsten Nebenfiguren sind nicht blass und runden die Geschichte gut ab.
    Der Fantasy-Anteil ist (in diesem Band?) noch relativ gering. Man erfährt nur am Rande von den Fähigkeiten der Ruined, so ist es vielleicht auch für Nicht-Fantasy-Leser eine Empfehlung.


    Die Spannung wird durch den unausweichlichen Angriff auf Lera konsequent gesteigert, während der Leser eifrig die Entwicklung zwischen Em und Cas und deren jeweiliges Dazulernen verfolgt. Mit einigen kleinen Wendepunkten schafft es Amy Tintera, das Tempo wieder zu pushen, auch wenn der Plot insgesamt vorhersehbar ist. Dennoch entwickelt die Geschichte ihren eigenen Sog, dem man nicht entrinnen kann.
    Das Ende bietet dann einen Übergang zum nächsten Band, auf den ich mich schon sehr freue.




    Urteil:
    Trotz kleinerer Mängel konnte mich Amy Tintera mit „Die Legende der vier Königreiche: Ungekrönt“ vollkommen mitreißen. Eine interessante Welt, ein kleiner Hauch Fantasy und dabei eine großartige Entwicklung der Protagonisten, sowohl in charakterlicher als auch romantischer Hinsicht, sorgten für einen absoluten Lesegenuss, den ich mit haarscharfen 5 Büchern belohne.




    Reihe:
    1. Die Legende der vier Königreiche: Ungekrönt
    2. Die Legende der vier Königreiche: Vereint (April 2018)
    3. Originaltitel: Allied






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