janett_marposnel

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    Cover des Buches Was Dir Deine Krankheit sagen will (ISBN: 9783636070968)

    Bewertung zu "Was Dir Deine Krankheit sagen will" von Kurt Tepperwein

    Was Dir Deine Krankheit sagen will
    janett_marposnelvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Ursache für unsere Krankheit liegt oftmals in uns selbst, auch wenn es keiner von uns wahrhaben will.
    100 Symptome und ihre geistigen Entsprechungen

    Wir werden in ein intaktes medizinisches System hinein geboren und gehen selbstverständlich mit jedem Symptom zum Arzt, der Abhilfe schaffen soll. Dadurch verlernen wir, selbst nach der Ursache unserer Krankheit zu suchen und im Laufe der Zeit werden wir perfekt darin, die eigentliche Ursache der Krankheit rigoros zu verleugnen.   

    Doch unser Körper lässt sich nicht belügen. Aus Druck heraus, verleiht sich der Körper irgendwann Ausdruck und die Krankheit zeigt, welchen Bereich unseres Lebens wir vernachlässigt haben. 100 Symptome mit den geistigen Entsprechungen sind in diesem Buch aufgeführt. Meistens gibt das erkrankte Organ oder der Name der Krankheit bereits Auskunft über den Mangel in uns:  

    Der Allergiegeplagte ist gegen einen bestimmten Bereich seines Lebens allergisch geworden. Auch wenn die Medizin viele Erklärungen und Mittel gegen die Symptome zur Linderung parat hat, die Ursache kann der Allergiker nur in seinem eigenen Leben finden. Der Asthmatiker sollte sich überlegen, was in seinem Leben ihn so in die (Brust-) Enge getrieben hat, dass er anfing, jemandem etwas husten zu wollen. Wer Magenprobleme hat, sollte herausfinden, was in seinem Leben für ihn unverdaulich     geworden ist. Krampfadern geben den Hinweis, dass ich in einer     bestimmten Lebenssituation zu verkrampft bin. Beim Schnupfen habe ich gerade die Nase voll von etwas in meinem Leben, auch wenn jeder von uns denkt, man bekommt einen Schnupfen durch Ansteckung oder Verkühlung. Dass viele im Alter eine Lesebrille brauchen, liegt oft daran, dass wir durch Erziehung und gesellschaftliche Prägung in einem für uns unsichtbaren Verhaltensmuster verharren. Je älter wir werden, umso mehr halten wir an Gewohnheiten und Meinungen fest. Unsere geistig seelische Haltung war und ist nicht flexibel genug, die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu erkennen und damit fehlt es uns an Weitsicht. 

    Im Laufe des Lebens lernen wir gut uns selbst und andere zu täuschen. Mit Händen und Füßen wehren wir uns, was Knochenbrüche oft nach sich zieht, gegen die Wahrheit, damit unser in den Himmel ragendes     Kartenhaus, welches wir uns über Jahre hinweg mühsam aufgebaut     haben, nicht zusammenbricht. Erst wenn es in sich zusammengefallen ist,   entdecken wir unten am Boden die Erkenntnis. Soweit muss es aber nicht kommen. 

    Was man benötigt, ist ein tiefes inneres Verständnis für seinen Körper, um die Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele (be-) greifen zu können und somit die Ursache der jeweiligen Krankheit zu erkennen. Je flacher dieses Verstehen ist, umso mehr empfindet der Leser dieses Buch ad absurdum.

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    Cover des Buches Geistheilung durch sich selbst (ISBN: 9783744837095)

    Bewertung zu "Geistheilung durch sich selbst" von Kurt Tepperwein

    Geistheilung durch sich selbst
    janett_marposnelvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: "Das Bewusstsein ist eine Nussschale auf dem Ozean des Unterbewusstseins", sagte Freud. Aber es gibt Wege, dass Unterbewusstsein zu knacken.
    Ein Navigator für das Unterbewusstsein

    In diesem Buch geht es darum, mit Hilfe des Unterbewusstseins das eigene Leben in gesunde und zufriedene Bahnen zu lenken.

    Im ersten Teil erklärt der Autor wie man das allein bewerkstelligen kann, indem er den Leser in die Sprache des Unterbewusstseins einführt und anschließend zeigt, wie man sich einen geistigen Entspannungsort selbst kreiert, um von dort Kontakt zum Unterbewusstsein herzustellen. Dort angekommen, kann man mit Hilfe verschiedener Tafeltechniken die eigenen gewünschten Impulse setzen, um sein Leben lebenswert und glücklich zu gestalten.   

    Im zweiten Teil geht es um die Hypnomeditation, eine Kombination zwischen Hypnose und Meditation, die der oben beschriebenen Psychokybernetik ähnelt, aber durch einen Fachmann erfolgt. Hier führt der Autor zahlreiche erfolgreiche Beispiele aus seiner Praxis auf. 

    Mir hat die Einfachheit der Sprache des Autors gefallen, die ein wunderbar unangestrengtes Lesen bereitet sowie die Struktur des Buches, denn an den Seitenrändern ist der Inhalt jeweils fett und knapp, für ein späteres Nachschlagen, zusammengefasst. 

    Das Bewusstsein schwimmt wie eine Nussschale auf dem Meer des Unbewussten, sagte einst Sigmund Freud und Kurt Tepperwein sorgt mit seinem kleinen Buch für die Navigation.

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    Cover des Buches Ach, könnt' ich Euch nur ändern ... (ISBN: 9783952487907)

    Bewertung zu "Ach, könnt' ich Euch nur ändern ..." von Horst Vogel

    Ach, könnt' ich Euch nur ändern ...
    janett_marposnelvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wer die Nase von sich und den anderen voll hat, findet in diesem schlauen Buch brauchbare Informationen, um sein Leben sinnvoll zu ändern.
    Ich bin die Ursache. Punkt.

    Die Hauptaussage des Buches ist: ICH bin die Ursache. Egal, was im Leben passiert, es ändert nichts an der Tatsache, dass ICH selbst der Auslöser für das Geschehene bin. Kein anderer, nur Sie allein. Spüren Sie jetzt einen Widerstand? Wann immer Sie einen Widerstand in sich fühlen, sollten Sie genau hinschauen. Nur so erlangen Sie Erkenntnis, auch wenn diese weh tut. Das ist der erste Schritt.

    Jetzt brauchen Sie noch die Bereitschaft, Ihre, von Kindheit an, einprogrammierten Verhaltensmuster, umzuschreiben. Das heißt im Klartext, Sie werden einen anderen niemals ändern können. Wenn Sie etwas oder jemanden anders haben möchten, ist der einzige Weg sich selbst, seine Einstellung, sein Verhalten etc. zu ändern und Horst Vogel erklärt in diesem Buch mit Hilfe seiner acht Prinzipien die schrittweise Änderung der eigenen festgefahrenen Prinzipien.

    So früh wie möglich erziehen uns unsere Eltern mit dem Mechanismus von Lob und Tadel. Diese allgemein übliche Taktik erstickt leider unsere natürlichen Bedürfnisse mit der Zeit. Wir verlernen auf unser Bedürfnis bzw. Gefühl zu hören und erwarten nur noch Lob oder Tadel als Bestätigung für unser Tun. Es fällt uns immer schwerer, uns von innen heraus selbst zu bestätigen, weil wir täglich lernen, dass eine Bestätigung ausschließlich von außen kommt. Allmählich erlischt das Ur-Gefühl unserer wahren Persönlichkeit und wir bauen eine zweite, aus dem Verstand lebende, Persönlichkeit (Ego) auf.

    Diese zweite Persönlichkeit hat mit großem Einfallsreichtum gelernt, innere Bedürfnisse zu unterdrücken und dafür gesorgt, dass unser Grundbedürfnis tief in uns vergraben bleibt. Meistens können wir es noch nicht einmal benennen und die einzige Möglichkeit mit ihm Kontakt aufzunehmen ist, es zu unterdrücken, sobald es in Erscheinung tritt. Hier fand ich das Beispiel der Mutter mit dem persönlichen Bedürfnis nach Harmonie bildhaft, die ihr Kind, das Heiligabend zu spät zum Kaffee kommt, erstmal maßregelt und somit nicht nur ihr Harmonie-Bedürfnis unterdrückt, sondern das Kind gleich noch mit. Wüsste die Mutter um ihr Bedürfnis, würde sie sich freuen, dass jetzt alle zusammen am Kaffeetisch sitzen.

    Es ist schwierig, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, wo es doch viel einfacher ist, andere für irgendetwas verantwortlich zu machen. Hier hat der Autor einen wirkungsvollen Tipp parat. Wir denken und sprechen oft in der „man“ Form, hinter der „man“ sich gut verstecken kann. Ersetzen Sie diese durch „ich“, wird es viel persönlicher für Sie und Ihr Handeln viel bewusster.

    Dass die Umsetzung der acht Prinzipien Geduld erfordert, wird dem Leser intuitiv durch die Rahmenerzählung, in der die Entwicklung der jungen Rechtsanwältin Claudia, die am Anfang auch ihre Mitmenschen für alles verantwortlich macht, deutlich. Ihre Begegnungen im Park mit dem älteren Herren und seinem Terrier erstrecken sich nämlich über vier Jahreszeiten plus einen Winter.

    Sollten Sie nun immer noch Lust haben, das Buch zu lesen, tun Sie es und Ihr Leben wird in jeder Hinsicht vollkommener werden, sobald Sie verstanden haben, dass Sie die Ursache sind.

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    Cover des Buches Sigmund Freud und das Geheimnis der Seele. Die Biographie (ISBN: 9783784422534)

    Bewertung zu "Sigmund Freud und das Geheimnis der Seele. Die Biographie" von Georg. Markus

    Sigmund Freud und das Geheimnis der Seele. Die Biographie
    janett_marposnelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessante Biographie und absolut empfehlenswert für alle Laien der Psychologie.
    Der Vater der Psychoanalyse speziell für den Laien

    Den Erfinder der Seelen-Couch lernt man Dank Georg Markus, dem Autor des Buches, vor allem durch den regen Briefwechsel, den Sigmund Freud mit mehreren Menschen seines Umfeldes führte, gut kennen. Viele Fotos unterstützen zudem das Bild des Familienmenschen Freud, dem Vater von sechs Kindern. Im Hause Freud in Wien ging es trotz der großen Familie und einiger Schicksalsschläge immer besonnen und freundlich zu.

    Sigmund Freud musste vor allem am Anfang seiner Karriere viele Niederlagen einstecken und mehr als einmal mitansehen, wie andere Menschen seine Lorbeeren ernteten. Da es sein Ziel war berühmt zu werden, ließ er sich von seinen niederträchtigen Kollegen nicht unterkriegen. Seine aufrichtige Ehrlichkeit wurde ihm manchmal zum Verhängnis, machte ihn als Arzt aber sehr menschlich und empathisch. Was ihn außerdem positiv von den anderen Göttern in Weiß unterschied: Sigmund Freud selbst war sein bester Patient. Das Geheimnis der Seele erschloss sich ihm zum großen Teil durch Selbstreflexion und Selbstanalyse. Er wusste, dass er den Patienten in seiner Gesamtheit sehen muss, um ihm helfen zu können und ließ irgendwann von der Hypnose ab, wodurch der Patient nun selbst tätig werden musste, um in sein Unterbewusstsein vorzudringen. Diese Methode wird bis heute praktiziert.

    Georg Markus wollte mit dieser Biographie die Entwicklung und Bedeutung der Psychoanalyse für den Laien zugänglich machen und das ist ihm wirklich gut gelungen.

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    Cover des Buches Loslassen ... und heilen: Deep Field Relaxation (DFR) - die Tiefenfeldentspannung (ISBN: 9783867310888)

    Bewertung zu "Loslassen ... und heilen: Deep Field Relaxation (DFR) - die Tiefenfeldentspannung" von Clif Sanderson

    Loslassen ... und heilen: Deep Field Relaxation (DFR) - die Tiefenfeldentspannung
    janett_marposnelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Gros der Leser glaubt wahrscheinlich den Inhalt des Buches zu verstehen, tut es aber nicht.
    DFR - D as F unktioniert R elativ

    Clif Sanderson spielt mit den Erwartungen seiner Leser, die sich nicht erfüllen, weil es in diesem Buch um WuWei geht, das Nichtstun oder auch Handeln durch Nicht-Handeln. Leider versteht der westlich denkende Mensch diese Lebenseinstellung eher selten. Man fühlt sich am Ende des Buches enttäuscht, weil die DFR-Methode nicht erläutert wird und doch wird sie erläutert.

    Es ist eben kein großes Ding mit der Heilung. Man braucht NUR einen Raum, eine Liege oder einen Sessel, 20 Minuten Zeit und eventuell eine Mind-CD. Nachdem der DFR-Heiler sich das Leiden des Hilfesuchenden angehört hat, sagt er: “Mal schauen, was WIR tun können.“, legt seine Hände zur Beruhigung zuerst auf die Schultern des Kranken und anschließend hält er dessen Hinterkopf. Danach lässt er seinen Patienten weitere 20 Minuten allein im Zimmer, um ihn dann ohne viel Worte zu verabschieden.

    Klingt einfach? Ist es auch, wenn der Weg der Erkenntnis für den Heiler kein Buch mit sieben Siegeln ist. Wenn er kein Suchender mehr ist, wenn er weiß, dass er nichts weiß, wenn er alles loslassen kann, sogar seinen Verstand, wenn er sein Ego hinter sich gelassen hat, wenn er das Universum bzw. das Feld fühlen, wenn er in der Leere die Vollkommenheit sehen kann. Das ist allerdings ein langer Entwicklungsprozess und der Autor sorgt mit seinem Buch für Verwirrung.

    Clif Sanderson tut so, als wäre es kein Problem, diesen hohen Berg zu erklimmen, denn wir alle können ihn erklimmen. Vollkommen richtig. Wenn da nicht unsere Gesellschaft wäre, die den Menschen von Geburt an zum Egomanen formt, der nur nach außen gerichtet ist und dem es unglaublich Mühe bereitet nach innen zu schauen. Durch seine laxe Art schürt der Autor bei vielen Interessierten Erwartungen, Absichten und Illusionen. Also genau das, was vermieden werden soll, um heilen zu können.

    Dieses Buch ist ein Paradoxon. Für gereifte Spirituelle hält es keine neuen Erkenntnisse bereit, außer ein paar leicht selbstverliebt anklingende Anekdoten aus dem Leben von Clif Sanderson, und das Gros der Leser glaubt alles zu verstehen, tut es aber nicht. Das birgt eine Gefahr in sich. Deshalb leider nur zwei Sterne.

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    Cover des Buches Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren (ISBN: 9783407864444)

    Bewertung zu "Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren" von James Kingsland

    Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren
    janett_marposnelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Entwicklung unseres Gehirns - Fluch und Segen zugleich.
    Der Zerstreuungsmodus und seine Folgen

    James Kingsland stellt die Theorie auf, dass sich in unserem Gehirn, im Gyrus cinguli, ein Zerstreuungsmodus evolutionstechnisch entwickelt hat, der gleichermaßen Fluch und Segen für uns Menschen ist.

    Um überleben zu können, haben wir uns als Primaten zu größeren Gruppen zusammengeschlossen. Dadurch entwickelten wir zum einen die Fähigkeit, uns in andere Artgenossen einzufühlen und zum anderen eine Sprache zur Verständigung. Das ist der Segen des Zerstreuungsmodus. Doch das genügte uns nicht.

    Wir fingen an, uns mit Gruppenmitgliedern zu vergleichen und um besser zu werden, begann unser Gehirn sich der Vergangenheit zu erinnern und vergangene Erlebnisse auf die Zukunft zu konstruieren. Das haben wir soweit perfektioniert, dass sich unsere Gedanken heute NUR noch in der Vergangenheit oder in der Zukunft befinden.

    Zeitgleich entwickelte sich aus einfachen Gesten unsere Sprache, bis letztendlich unsere Sprache zu dem Stoff wurde, aus dem unsere Gedanken sind. Seitdem sprechen wir gedanklich mit uns selbst und sinnieren über das was war oder was sein wird. Der Fluch ist nun, dass wir das nicht abstellen können. Wir können uns nicht mehr auf das, was im Moment geschieht, konzentrieren. Daraus erwachsen Krankheiten wie beispielsweise Depressionen, Schizophrenie oder Alzheimer.

    Hier setzt die Wissenschaft an und fand heraus, was Buddha seinerzeit gelehrt hat. Wenn wir unseren affenartigen Geist unter Kontrolle bringen, indem wir uns in Achtsamkeit üben, werden wir weniger krank. Im Grunde genommen brauchen wir nur bewusst leben, um ein gesundes und erfülltes Dasein führen zu können.

    Wenn da nicht die herangezüchtete dominante falsche Vorstellung von uns selbst wäre: Unser Ego, welches durch unsere einmalige Fähigkeit uns in andere Menschen hineinzuversetzen, emporstieg. Erst begannen wir alles und jeden mit uns zu vergleichen, um besser zu werden, woraus sich später Besitzrechte über alle möglichen Menschen, Dinge und Erfahrungen entwickelten, die zu einem großen ICH heranwuchsen. Die zweite Kehrseite unseres Einfühlungsvermögens ist die Täuschung. Wir sind perfekt darin geworden, andere und sogar uns selbst zu täuschen, weil wir es können.

    Nun stehen wir da mit einem riesigen ICH, das ständig vergleicht, bewertet und urteilt, das alles besser weiß, nie die Klappe hält und mittlerweile mit nichts und niemandem mehr im Einklang ist. Am wenigsten mit sich selbst. Aus diesem Grund fällt es uns schwer, Achtsamkeitsmeditation zu praktizieren, weil unser Ego uns im Griff hat.

    Einleuchtend und strukturiert deckt James Kingsland mit seinem Buch diesen Teufelskreis an Hand seiner evolutionären Entwicklung auf und zeigt gleichzeitig einen Ausweg, um dabei festzustellen, dass sich Buddhas tiefe Einsichten mit den Ergebnissen der heutigen Hirnforschung decken.

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    Cover des Buches Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen (ISBN: 9783442219162)

    Bewertung zu "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen" von Jack Kornfield

    Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen
    janett_marposnelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Strenggenommen gibt es keine erleuchteten Menschen, nur erleuchtetes Handeln.
    Erleuchtet durch den Alltag

    Mit der Erleuchtung ist es so eine Sache, denn selbst ein erleuchteter Mensch kann vieles in seinem Leben falsch machen. Wer ein erleuchtetes Erlebnis bereits hatte, weiß, wie viel Euphorie einen danach begleitet. Plötzlich sieht man die Welt und sich im Bezug zur Welt viel klarer. Alles ist im Einklang. Alles ergibt einen Sinn. Alles fällt leichter. Ernsthafte Probleme verschwinden, weil es keine ernst zu nehmenden Probleme waren und damit bleibt mehr Zeit und Kraft, sich selbst zu lieben und diese Liebe mit allem und jedem zu teilen. Man möchte die ganze Welt umarmen und hier gabelt sich der Weg: Wer jetzt weiterhin in höheren Sphären verweilt und keine Kartoffeln schält oder Wäsche wäscht, wie es der deutsche Buchtitel empfiehlt, wird samt seiner Erleuchtung in ein dunkles Erdloch fallen, denn Erleuchtung ist kein Dauerzustand, sie existiert nur in Augenblicken.

    Mit zunehmender spiritueller Reife greift man nicht mehr nach den Sternen, sondern lebt mit den Sternen zusammen, weil man endlich zu Hause ist. Hier richtet man sich ein und während man seine spirituelle Praxis übt, also bildlich gesprochen zu Hause aufräumt und putzt, lernt man sich selbst besser kennen und damit die Menschen und das Universum besser verstehen.

    Jack Kornfield beschreibt leicht verständlich den Prozess der Erleuchtung von Anfang bis Ende mit all seinen Schönheiten und Schwierigkeiten. Um seine eigenen Erfahrungen zu untermauern, hat er viele andere Menschen mit Erleuchtungserfahrungen interviewt und führt deren persönliche Erlebnisse zum besseren Verständnis zahlreich auf. Somit ergibt das Zitat von Suzuki Roshi am Anfang des Buches, dass es streng genommen keine erleuchteten Menschen gibt, sondern nur erleuchtetes Handeln, am Ende des Buches einen Sinn.

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    Cover des Buches Der Vierte Weg (ISBN: 9783936718300)

    Bewertung zu "Der Vierte Weg" von Peter D. Ouspensky

    Der Vierte Weg
    janett_marposnelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Fachbuch für alle, die sich selbst verstehen möchten. Denn das ist der Anfang.
    Wir ertragen uns nur selbst, weil wir uns nicht kennen

    Wenn wir zur Welt kommen, ist unser Gehirn und unser Wesenskern unberührt wir ein Stück Wachs. Durch Erziehung und Erfahrungen werden tiefe Bahnen in das Wachs geritzt. Je tiefer die Bahnen werden, umso mechanischer wird unser Denken. Wir denken und handeln laut Gurdjieff und Ouspensky wie Maschinen.

    Um aus diesem Auto-System herauszukommen, müssen wir das Wachs nach und nach erhitzen bis es unberührt und glatt ist. Jetzt sind wir ein unbeschriebenes Blatt. Wir sind NICHTS. Alles ist ausgelöscht. Unsere komplette Identifikation, unsere falsche Persönlichkeit bzw. unser Ego, das durch Erfahrungen, Idole, durch vergleichen, bewerten und urteilen entstanden ist, löst sich auf und wir sind frei in unserem Denken und Handeln. Nichts läuft mehr mechanisch in vorgeschriebenen Bahnen. Alle Wege stehen uns offen, denn so unbenutzt und unbeschrieben sind wir ALLES und NICHTS zugleich.

    Das ist ein steiniger und vor allem langer Weg, der niemals endet. Auf diesem Weg müssen wir mit vielen Gewohnheiten harte Kämpfe ausfechten, um Hunderte von ICHs, die alle in uns wohnen und alle etwas anderes wollen, loszuwerden. Der Kampf besteht aus Achtsamkeit und wird in diesem Buch einleuchtend beschrieben.

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    Cover des Buches Meine gute alte Zeit (ISBN: 9783596168026)

    Bewertung zu "Meine gute alte Zeit" von Agatha Christie

    Meine gute alte Zeit
    janett_marposnelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gutes Buch für Agatha Christie-Fans. Nicht mehr und nicht weniger.
    Von Agatha Miller zu Lady Mallowan

    Agatha Miller beschreibt ihre Kindheit und Jugend ausgesprochen detailliert, sodass mich das Lesen zeitweise ein wenig ermüdete. Jedes Kindermädchen und jeden Schulwechsel, und diese waren zahlreich, durchlebt sie genauso in allen Einzelheiten wie jeden fehlgeschlagenen Versuch ihres ersten Mannes, Archibald Christie, mit ihr eine Ehe einzugehen. Mich hätten die Tage interessiert, an denen sie, nach der Trennung von Archibald, spurlos verschwand, aber dabei handelt es sich, auf Grund eines Nervenzusammenbruchs, um ein großes Loch in ihrem Leben.

    In dem Buch kommt oft zum Ausdruck, dass die befangene Agatha Christie sich selbst lange Zeit nicht als Autorin gesehen hat. Das Schreiben war für sie ein Zeitvertreib, der am Anfang nach und nach ein wenig Geld in die knappe Haushaltskasse brachte und ihr später gestattete, ihre Vorliebe für Häuser auszuleben. Trotz ihres Erfolges konnte sie ihre Schüchternheit nie abschütteln und so war sie bis zum Schluss ein ständiger Begleiter.

    Agatha Christie war eine sensible Frau, die versuchte hinter die Geheimnisse des Lebens zu kommen und sie war aufmerksam im Umgang mit ihren Mitmenschen. Durch diese Achtsamkeit entwickelte sie eine kluge Menschenkenntnis, die ihre Krimis vielleicht so beliebt machten. Außerdem reiste sie gern, wobei sie das Reisen damals mit dem Orient-Express bevorzugte und auf einer ihrer Reisen lernte sie Max Mallowan, ihren zweiten Ehemann kennen.

    Die spätere Lady Mallowan veröffentlichte ihre Biografie mit 75 Jahren und schreibt auf den letzten Seiten, dass sie sich auf den Tod vorbereitet hat, um ihm mit Würde und Entschlossenheit gegenüberzutreten. Gleichzeitig wusste sie zu schätzen, dass sie vom Glück erheblich begünstigt war. Sie schenkte Familienmitgliedern zu besonderen Anlässen die Rechte an ihren Büchern. Eine hervorragende Idee wie ich finde. So haben die Menschen, die ihre Welt ausmachten, noch nach ihrem Tod etwas von ihr. 

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    Cover des Buches Was Hemingway von Freud hätte lernen können (ISBN: 9783442730971)

    Bewertung zu "Was Hemingway von Freud hätte lernen können" von Irvin D. Yalom

    Was Hemingway von Freud hätte lernen können
    janett_marposnelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Yalom ist ein schreibender Therapeut, der mit Herz arbeitet und nicht mit Verstand.
    Schreibender Therapeut mit Herz

    Für mich als Yalom-Einsteiger weckt dieses Buch die Lust, mehr von Irvin D. Yalom zu lesen. Als Mensch, Arzt und Autor wirkt er sympathisch und verständnisvoll. Seinen Geschichten kann man entnehmen, dass er die Weisheit der Seele seines Patienten respektiert, was ihn vom herkömmlichen Schulmediziner differenziert und als Mensch mit Herz ausmacht und als Autor schreibt er flüssig und witzig, was das Lesen zu einem intelligenten Amüsement werden lässt.

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