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kingofmusic

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    Cover des Buches Jack (ISBN: 9783257068566)

    Bewertung zu "Jack" von Anthony McCarten

    Jack
    kingofmusicvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Kongeniales (fiktionales) Verwirrspiel rund um Jack Kerouac mit zahlreichen nicht vorhersehbaren Wendungen.
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    Cover des Buches On the Road (ISBN: 9783499253836)

    Bewertung zu "On the Road" von Jack Kerouac

    On the Road
    kingofmusicvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Zu Recht ein Klassiker!
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    Cover des Buches Die Stimmen aus der Unterwelt (ISBN: 9783406688768)

    Bewertung zu "Die Stimmen aus der Unterwelt" von Heinrich Detering

    Die Stimmen aus der Unterwelt
    kingofmusicvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Meine Verehrung für Bob Dylan wächst von Buch zu Buch, Album für Album, Lied für Lied, Text für Text.
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    Cover des Buches Catfish (ISBN: 9783849303631)

    Bewertung zu "Catfish" von Maik Brüggemeyer

    Catfish
    kingofmusicvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr amüsantes Roadmovie gespickt mit Zitaten von/mit/über Bob Dylan und seinen Songs. Trotzdem bleibt er ein (spannendes) Mysterium.
    Kommentare: 1
    Cover des Buches Bob Dylans Like a Rolling Stone (ISBN: 9783462034875)

    Bewertung zu "Bob Dylans Like a Rolling Stone" von Greil Marcus

    Bob Dylans Like a Rolling Stone
    kingofmusicvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Manchmal etwas überambitioniert und ausschweifend, daher "nur" 3,5*. Trotzdem bleibt das Buch in meiner Bibliothek *g*.
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    Cover des Buches Bartleby, der Schreibgehilfe (ISBN: 9783328108580)

    Bewertung zu "Bartleby, der Schreibgehilfe" von Herman Melville

    Bartleby, der Schreibgehilfe
    kingofmusicvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Zeitlos und tragisch. Aber durch den augenzwinkernden Humor gut und leicht zu lesen.
    Tragischer Held

    „Ich möchte lieber nicht.“ Diesem nur vier Wörter umfassenden Satz entspringt eine selten erlebte (literarische) Traurigkeit auf der einen, humorvoll-groteske Verweigerungshaltung auf der anderen Seite. Seit kurzem gehört dieser Satz zu denen, die ich mein Lebtag nicht mehr vergessen werde.

    Hermann Melville kennen die meisten von uns als Autor von „Moby Dick“. Mit „Bartleby, der Schreibgehilfe“ hat er aber zwei Jahre später eine Kurzgeschichte veröffentlicht, die ebenso zum Kanon der Weltliteratur gehört und nun in einer quietschgelben und farbenfrohen Version im Penguin-Verlag erschienen ist (übersetzt von Elisabeth Schnack und mit einem Nachwort von H. M. Compagnon versehen, der die Erzählung und Bartleby in den literatur-(historischen) Kontext stellt).

    Erzählt wird die Geschichte eines tragischen Helden und dem ersten verewigten und auch sympathischen „Arbeitsverweigerer“ der Literatur, der aber auch Mitleidempfinden auslöst

    Der Ich-Erzähler, ein New Yorker Anwalt Mitte des 19. Jahrhunderts erzählt rückblickend die Geschichte seines Angestellten Bartleby, den er auf Grund höherer Arbeitsbelastung eingestellt hat. Von vornherein „glänzt“ Bartleby durch seine pflichtbewusste Arbeitsweise, seine kaum wahrnehmbare Anwesenheit (ja, hört sich kurios an, ist aber so). Doch dann...

    …fällt der bereits oben zitierte Satz. Und es beginnt eine tragikomische Odyssee, in der sich die Lage immer weiter zuspitzt, bis sie in einer Tragödie endet, die so nicht abzusehen war. Während andere literarische Figuren, nach denen Bücher oder Geschichten benannt sind (Oliver Twist, Nikolas Nickleby etc.) „episch“ breit ausgelegt sind, bedarf es hier nur gut 80 Seiten, um alles (oder nichts) über das Leben des Bartleby zu erfahren.

    So oder so: ich habe ein klares Bild von Bartleby vor Augen, bringe ihm den tiefsten Respekt entgegen (ich wünschte mir gelegentlich, ich hätte auch diese notwendige „Durchschlagskraft“, um meiner Vorgesetzten ein „Ich möchte lieber nicht.“ entgegenzuschmettern, damit sie evtl. versteht – ach, lassen wir das *g*) und habe genauso viel Mitleid mit ihm.

    Die Erzählung wird meine Stammbibliothek in jedem Fall nicht mehr verlassen :-).

    Somit ganz klare 5* und eine zeitlose Leseempfehlung!

    ©kingofmusic

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Der Flussregenpfeifer (ISBN: 9783570104330)

    Bewertung zu "Der Flussregenpfeifer" von Tobias Friedrich

    Der Flussregenpfeifer
    kingofmusicvor 3 Monaten
    Ein Mann und sein (Falt-)Boot

    Oskar Speck – ein Name, der mir bis zur Lektüre von „Der Flussregenpfeifer“ von Tobias Friedrich überhaupt nichts sagte. Nun, ich kann jetzt sagen (falls der Name irgendwo mal wiederauftaucht) „Ich weiß, was er getan hat.“

    Und seine „Leistung“ (zu Zeiten des Nationalsozialismus mit dem Faltboot von Ulm aus bis nach Australien zu paddeln) ist durchaus etwas, was man anerkennen muss/ kann/ sollte. Und hätte Tobias Friedrich in seinem Debüt-Roman mehr Wert auf die Reise an sich, die (fiktiven und realen) Gedanken von Oskar Speck, seine Erlebnisse während der Reise gelegt, hätten wir es hier (wahrscheinlich) mit einem nachhaltig wirkenden historischen Roman zu tun.

    Doch leider verliert sich der Autor im Laufe der 500 Romanseiten in zu vielen Belanglosigkeiten, zu vielen Andeutungen die Reise betreffend (die aber leider nicht vertieft werden, sondern nur in Nebensätzen zu finden sind), zu banalen und pseudo-komischen Dialogen – sprich: Spannung kommt so gut wie nicht auf, alles bzw. viel plätschert wie ein ruhiger Fluss dahin, der ab und an mal zu einer Stromschnelle wird und sich genauso schnell wieder beruhigt.

    Am meisten Spannung kam für mich auf, als Oskar im australischen Internierungslager war und letztlich flüchten konnte. Danach/ davor/ dazwischen jedoch musste ich mich oft überwinden, überhaupt weiterzulesen, weil die Story nicht das leistet, was sie (wahrscheinlich) hätte leisten können. Es ist halt doch ein Unterschied, ob ich (kurze) Texte für Musikbands schreibe oder einen 500-seitigen Roman…

    Die meisten (oder alle) Figuren bleiben erschreckend blass und verpuffen im Laufe der Lektüre im Nichts der Fluss-, äh, ich meine Gehirnwindungen der geneigten Leserschaft. Auch einige (ob fiktiv oder nicht) „Zufälle“, bei denen die Hauptpersonen aufeinandertreffen ohne sich zu erkennen (oder erkennen wollen – wir wissen es nicht), haben bei mir eher Kopfschütteln und Fragezeichen in den Augen ausgelöst…

    Tobias Friedrich hat sich (wie wir im Anhang erfahren) mit Oskar Specks umfangreichem Nachlass befasst, der sich im National Maritime Museum in Sydney befindet. Leider hat er das (scheinbar vorhandene) Potential nicht ausreichend genutzt, um einen spannenden und nachhaltigen Roman zu schreiben. Die von Herrn Friedrich frei übersetzten Zitate von Mark Twain zählen für mich zu den „Highlights“, die sich jedoch an zwei Händen abzählen lassen.

    So leid es mir für Herrn Friedrich und „Der Flussregenpfeifer“ tut: eine Leseempfehlung kann ich nicht unbedingt aussprechen. Aber ich bin sicher, dass der Roman auch so seine Leserinnen und Leser findet. Denn wenigstens sind die Gestaltung des Schutzumschlags und auch die Gestaltung des Textes an sich durchaus gelungen. Wer darauf Wert legt, wird hier bestens bedient.

    Für mich bleiben unterm Strich 2* übrig.

    ©kingofmusic

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Bob Dylan - Highway 61 Revisited (ISBN: 9783941376175)

    Bewertung zu "Bob Dylan - Highway 61 Revisited" von Colin Irwin

    Bob Dylan - Highway 61 Revisited
    kingofmusicvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Zum drin versinken und immer wieder hervorholen.
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    Cover des Buches Das Mädchen, das man ruft (ISBN: 9783803133458)

    Bewertung zu "Das Mädchen, das man ruft" von Tanguy Viel

    Das Mädchen, das man ruft
    kingofmusicvor 3 Monaten
    Von Macht und Ohnmacht

    Ehrlich gesagt habe ich mir bei dem Titel „Das Mädchen, das man ruft“, dem neuen, im französischen Original 2021 veröffentlichten Roman von Tanguy Viel und hier 2022 im Klaus Wagenbach Verlag (Übersetzung: Hinrich Schmidt-Henkel) erschienen, keinen Kopf über die Bedeutung desselben gemacht.

    Relativ zu Anfang aber wird deutlich, dass es sich um die (freie?) Übersetzung von „Call Girl“ handelt. Nun…

    Aber der Titel ist (im Nachhinein betrachtet) gut gewählt – passend zum (meiner Meinung nach) leicht undurchsichtigen Charakter von Laura, deren Geschichte die Leserinnen und Leser hier nach und nach erfahren.

    Es ist die (altbekannte) Geschichte „Ich tue dir einen Gefallen, sehr gerne sogar, aber ich erwarte auch etwas dafür!“ Laura kehrt in die Stadt ihres Vaters Max Le Corre, eines ehemaligen Boxprofis und jetzt Chauffeur des Bürgermeisters, zurück. Da die Wohnsituation in der kleinen bretonischen Küstenstadt schwierig ist, lässt Max seine Verbindungen „nach ganz oben“ spielen und sein Chef ergreift nur zu gern die Gelegenheit…

    Die sich zuspitzende Situation erzählt Tanguy Viel in etlichen Thomas Mann-Endlossätzen und würzt das Ganze mit teilweise äußerst klugen und schönen Metaphern, die zwar auch mal über das Ziel hinausschießen, aber da sei hier großzügig der Mantel des Schweigens drüber ausgebreitet. Denn der Großteil weiß wirklich zu gefallen bzw. zu begeistern.

    Man könnte dem Autor vorwerfen, dass seine Charaktere zu „holzschnittartig“ sprich zu eindeutig böse oder (wie in Lauras Fall) naiv daherkommen und so das Ganze etwas „vorhersehbar“ ist. Nein, ist es ganz und gar nicht – das kann ich versichern.

    Ich gebe zu, „Das Mädchen, das man ruft“ ist kein Buch für´s Wartezimmer oder für´s Sofa, wenn nebenbei der Fernseher läuft – dafür ist es sprachlich und thematisch zu komplex und auch wenn der Roman nur 160 Seiten hat, braucht es seine Zeit, um sich an die wechselnde Perspektive, die Bandwurmsätze und die nie (offen, aber deutlich genug beschriebenen) Handlungen und Ungeheuerlichkeiten zu gewöhnen. Und trotzdem kann man es ab einem bestimmten Punkt nicht mehr aus der Hand legen, weil man wissen will, wer hier eine Niederlage „kassiert“ und wer „oben auf“ ist bzw. bleibt.

    Wer also komplex-kompakte Geschichten mag, dem sei dieser Roman ans Herz gelegt.

    Von mir gibt´s sehr gute 4* und ergo eine Leseempfehlung.

    ©kingofmusic

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Was es braucht in der Nacht (ISBN: 9783423290128)

    Bewertung zu "Was es braucht in der Nacht" von Laurent Petitmangin

    Was es braucht in der Nacht
    kingofmusicvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegende Vater-/Sohn-Geschichte. Lässt mich als 3-facher Vater nachdenklich zurück.
    Einmal Vater, immer Vater

    Geht es nur mir gedanklich so oder wird die Literatur immer „schwerer“? Schwer im Sinne von „aufs Gemüt schlagen“ oder auch thematisch? Okay, keiner zwingt einen, Bücher vom Schlage „Was es braucht in der Nacht“ von Laurent Petitmangin zu lesen, aber wenn es von der Kritik Lobeshymnen hagelt – nun, dann kann (und sollte) man skeptisch bleiben oder sich einfach blind in die Reihe der Lesenden eingliedern und sich eine eigene Meinung bilden.

    In diesem Fall, soviel vorab, hat der DTV-Verlag, der das Debüt des Franzosen hier in Deutschland veröffentlicht hat (Übersetzung: Holger Fock und Sabine Müller), den richtigen Riecher gehabt und sich einen (zukünftigen) Goldesel an Land gezogen.

    Laurent Petitmangin lässt seinen Ich-Erzähler, einen alleinerziehenden Vater zweier Söhne, Monteur bei der Bahn und Sozialist, eine zutiefst bewegende, nachhallende Geschichte erzählen, die sich um die (wie ich bestätigen kann) besondere Magie einer Vater-/Sohn-Beziehung, der Radikalisierung des Sohnes, den (widersprüchlichen) Gefühlen den eigenen Sohn betreffend und der Frage, ob und wenn ja wie viel man richtig oder falsch gemacht hat, dreht.

    Dabei regiert in diesem Roman die (typisch männliche?) Verknappung der Gefühlsbekundungen. Die geneigte Leserschaft sollte also auf die Zeilen „zwischen den Zeilen“ achten und den Stolz, die Liebe, die Verzweiflung dort herauslesen :-). Keine Ahnung, warum es uns Männern (dem Großteil) nach wie vor so schwerfällt, offen und ehrlich über unsere Gefühle zu sprechen. Haben wir Angst, uns zu blamieren? Egal, ich bilde mir hier kein Urteil, das evtl. auf mich selbst zurückfallen könnte *g*.

    Entsprechend braucht der Roman auch nicht viele Seiten; knapp 160, die aber mehr Aussagekraft haben, als mancher 1000 Seiten-Wälzer. Das durchaus offen angelegte Ende verlangt den Leserinnen und Lesern noch einmal alles ab und beschließt einen Roman, der zu den definitiven Highlights in diesem Jahr gehören wird.

    5* und eine glasklare Leseempfehlung.

    ©kingofmusic

    Kommentare: 2
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    Über mich

    • männlich
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