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kleine_leseecke

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches BRENNWEITE (ISBN: 9783442759187)

    Bewertung zu "BRENNWEITE" von Bernhard Aichner

    BRENNWEITE
    kleine_leseeckevor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Aichner ist wieder in Höchstform. Schade, dass es wieder so schnell um war.
    Teil 3 lohnt sich wieder. Nichts wie ran!

    Inhalt

    Es sollte eine entspannte Liebesreise nach Tirol werden. Doch sehr schnell werden Bronski und Svenja auf den Boden der Tatsachen geholt. Im nahegelegenen Kloster gab es ein Wunder zu bestaunen. Wie durch Zauberhand ist ein blinder Mönch wieder gesundet. Das Berliner Journalistenpaar wittert die ganz große Story. Ehe sie es sich versehen, stecken sie mitten in einer riesigen Verschwörung. 


    Thema und Genre 

    >Brennweite< ist ein Krimi, angesiedelt in Österreich und Deutschland. Aichner ist für das Aufgreifen gesellschaftskritischer Themen bekannt und gefeiert. Beschrieben wird außerdem explizite Gewalt. 


    Charaktere

    Wie immer kommt Aichner mit wenigen und dafür charakterstarken Personen aus. Bronski ist zuweilen ein Jammerlappen. Er wird aber gut und gern von seiner Angebeteten Svenja auf den Boden der Tatsachen geholt. Die kleine Liebesgeschichte fügt sich prima ein, ohne aufdringlich zu werden. 

    Die Art und Weise, wie der Autor seine Täter auf- und ausbaut sticht hier nochmal besonders heraus. Das psychopathische liegt ihm einfach. 


    Handlung und Schreibstil

    Trotz dessen man hier Teil 3 vor sich hat, kommt man prima in die Geschichte. Kleine Erklärungen der Vorgeschichte machen den Einstieg leicht. Trotzdem empfehle ich, unbedingt die Vorgänger-Teile zu lesen, bevor man dieses Buch zur Hand nimmt. Die Hauptfiguren machen starke Entwicklungen durch. 

    Aichners Schreibstil ist einzigartig. Man liebt es oder man hasst es. Dazwischen gibt es nichts. Ich für meinen Teil liebe die außergewöhnliche Art der Erzählung. Dialoge werden in Aufzählungsform dargestellt. Dabei ersetzt ein Spiegelstrich die wörtliche Rede. Es entsteht eine ganz eigene Dynamik. Durch eine Leseprobe lässt sich schnell herausfinden, ob einem dieser Schreibstil liegt. 

    Nachdem der zweite Teil eher durchwachsen war, konnte mich >Brennweite< wieder voll abholen und restlos begeistern. Schon der Einstieg ist mehr als rasant und die Spannung wird hochgetrieben. Früh ist klar, worauf es hinausläuft. Einige Wendungen halten den/die Leser:in jedoch konstant bei der Stange. 


    Fazit 

    Die 5 🌟 hat sich Teil 3 der Bronski-Reihe wieder voll verdient. Die Leseempfehlung ist somit sicher. 

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    Cover des Buches Der Gefangene von London (ISBN: 9783734163043)

    Bewertung zu "Der Gefangene von London" von Benedict Jacka

    Der Gefangene von London
    kleine_leseeckevor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Eine der besten Geschichten um Magier Verus.
    Teil 8 der Verus-Reihe. Unbedingt beachten!

    Inhalt

    "Zum Bösen gezwungen" - so steht es als Überschrift über dem Klappentext und besser könnte man den Inhalt wohl nicht beschreiben. Alex Verus und seine Truppe leben nach den Ereignissen in Band 7 alles andere als selbstbestimmt. Während Vari und Luna mehr oder weniger den Absprung geschafft haben, stehen Alex und Anne weiterhin unter dem Todesurteil. Es sei denn, sie kooperieren. Die magische Welt von London steht Kopf. Und es wird gefährlich. Für unsere Lieblinge scheint die Situation aussichtslos. 


    Thema und Genre 

    "Der Gefangene von London" ist schon Teil 8 der Fantasy - Reihe rund um den Weissager Alex Verus. Neben einem magischen Worldbuilding greift Benedict Jacka auch immerwieder gesellschaftskritische Themen auf. 


    Charaktere

    Die Vielzahl der Charaktere macht es manchmal etwas schwierig der Geschichte zu folgen. Die Hauptcharaktere sind jedoch immer die gleichen und das ist gut so. Man schließt sie einfach ins Herz. Jeder hat für sich einen einzigartigen Charakter, der sich über die Bände immens weiterentwickelt. Allein deswegen empfiehlt es sich, die Bücher von Anfang an und in Reihenfolge zu lesen. 


    Handlung und Schreibstil

    Zur Handlung kann ich nicht allzuviel sagen, ohne direkt zu spoilern. Es ist halt eben ein Band 8. Das sollte man unbedingt berücksichtigen. Die Geschichte und die Hintergründe sind sehr komplex. Politische Ränke innerhalb der Magiergesellschaft sind dabei genauso vertreten wie manchmal schon etwas philosophisch angehauchte Gedankengänge von Verus. Das macht es zuweilen anspruchsvoll. Nicht in allen Bänden gelingt es Jacka dabei, eine konstante Spannung aufzubauen. Wie auch den Vorgänger "Der Mörder von London" konnte ich diesen Teil aber kaum weglegen. Von Langeweile keine Spur. Es hat einfach Spaß gemacht. Nun freue ich mich riesig auf Teil 9, der leider leider erst im Mai '23 erscheinen soll. 


    Fazit

    Verdiente 5 🌟 gebe ich sehr sehr gerne für eine der besten Geschichten der bisher erschienen Reihe. Auf dass noch viele weitere folgen. 

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    Cover des Buches Harzkinder (ISBN: 9783827195753)

    Bewertung zu "Harzkinder" von Roland Lange

    Harzkinder
    kleine_leseeckevor einem Monat
    Kurzmeinung: Lokalkrimi vom Feinsten
    Absolute Leseempfehlung für alle Freunde des Lokalkrimis

    Inhalt

    August 1980: Eine ganz normale 4-köpfige Familie. Vater, Mutter, Tochter und Sohn. Es soll ein schöner Familienurlaub im Harz werden. Doch am letzten Tag verschwindet der 4-jährige Sascha spurlos, nachdem er mit seiner Schwester am nahe gelegenen Wald eines Restaurants spielt. Immer in Sichtweite seiner Eltern. Nur ganz kurz waren sie abgelenkt. 

    August 2018: Hanka Altmann hat einige Jahre nach dem schweren Verlust ihres Sohnes wieder geheiratet. Doch glücklich ist sie nicht. Ganze 40 Jahre hat sie nach ihrem Sascha gesucht. Niemand hat ihr geglaubt. Bis sie im Supermarkt plötzlich von einem Mann mittleren Alters angerempelt wird. Sofort ist ihr klar: das ist er. Eine Suche voller Hindernisse beginnt. Wieder scheint sie völlig allein dazustehen. Jeder denkt, Sascha ist tot und Hanka verrückt. Bis sie an den Privatdetektiv Stefan Blume gerät. Endlich bekommt sie Hilfe. Und gerät dabei selbst in tödliche Gefahr. 


    Thema und Genre 

    Harzkinder ist ein Krimi, der sein Prädikat wertvoll absolut verdient. Angesiedelt in der ehemaligen DDR geht es um die dunklen Machenschaften von Stasi und Korruption im Verfassungsschutz. Die Leidtragenden: die Kinder. 


    Charaktere

    Eine sehr übersichtliche Anzahl an Charakteren, dafür jede mit ihrem ganz eigenen Charme, bilden das Grundgerüst der Geschichte. Alle sind sehr zufriedenstellend ausgearbeitet. Von Sympathieträger bis Antagonist konnte ich mich jederzeit problemlos in die Figuren hineinversetzen und die ganze Zeit mitfiebern, mitleiden und mitfreuen. 


    Handlung und Schreibstil

    Nicht nur die Ausarbeitung der Charaktere konnte mich überzeugen. Auch der Schreibstil und der Plot waren für mich als geübte Thrillerleserin wirklich gut gelungen. Für einen Krimi geht es mitunter schon manchmal etwas heftig zu. Aber gerade das finde ich gut. Es unterstreicht und beschreibt die Machenschaften der Behörden in der ehemaligen DDR sehr eindrücklich. Als Lokalkrimi war der Harz für mich Neuland. Nur gute 30km von mir entfernt, lauter Orte, die man kennt - das erschafft ein Gefühl, wie es schauriger nicht sein kann. Der leicht zu verstehende und äußerst flüssige Stil tun ihr Übriges. 


    Fazit 

    5🌟 für ein absolut top recherchiertes Buch, welches spannend ist und zum Nachdenken bringt! Die Kaufempfehlung für alle Freunde des guten Lokalkrimis ist sicher! 

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Schreib oder stirb (ISBN: 9783426282731)

    Bewertung zu "Schreib oder stirb" von Sebastian Fitzek

    Schreib oder stirb
    kleine_leseeckevor einem Monat
    Kurzmeinung: Unter der Gürtellinie, beleidigend und diskriminierend. Dieser Humor ist sehr fragwürdig. Spannung kommt daher gar nicht erst auf.
    Lohnt sich nicht.

    Ich bin ja schon lange kein sonderlicher Fitzek-Fan mehr. Als mir der @droemerknaur - Verlag das Buch anbot, dachte ich, ich gebe dem Autor doch nochmal eine Chance. Was soll ich sagen... Ich hab es bereut und tue dies immernoch. 

    Allein das Cover schreit mich schon an: "Lies mich NICHT!" Vielleicht hätte ich auf meine Intuition hören sollen. Ich bin ohne eine sonderliche Erwartung rangegangen. Im Laufe der ersten 60 Seiten (danach habe ich es abgebrochen!) kam ich aus dem Kopfschütteln nicht heraus:

    - dauerndes durch-den-Kakao-ziehen mehr oder weniger prominenter Menschen und das immer wieder unter der Gürtellinie. 

    - schlechte Assoziationswitze in einer Tour

    - fragwürdige Charakterbeschreibungen wie zB "Zähne wie Tante Erna aus Kempen". 

    - Werbeparodie auf verschiedenste Marken, Firmen und sogar Parteien 

    - ein Schreibstil wie er mehr durcheinander nicht sein könnte. Mehr Harken schlagen wohl nur meine Kaninchen. 

    Fazit 

    1 🌟 für eine sehr gute Storyidee. Die Geschichte hat richtig viel Potential. Nur leider machen die oben genannten Punkte das Leseerlebnis völlig kaputt. Eine Kaufempfehlung gebe ich nur für diejenigen Leser:innen, die mit dieser Art Trash-Humor klarkommen. Für alle anderen ist dieses Buch Trash (z. D.: Müll).

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    Cover des Buches Mörderfinder - Die Macht des Täters (ISBN: 9783596706686)

    Bewertung zu "Mörderfinder - Die Macht des Täters" von Arno Strobel

    Mörderfinder - Die Macht des Täters
    kleine_leseeckevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eines der besseren "Strobel-Werke". Spannung garantiert, konstant fesselnd, leider dennoch ein paar kleine Schwächen.
    Solide, spannend und doch...

    Ein sehr spannender Einstieg, konstant fesselnd und dennoch mit ein paar kleinen Schwächen hat mich der neueste Strobel sehr gut unterhalten. Trotzdem bleibt bei mir ein Gefühl von "kennst Du einen, kennst Du alle".

    Da dies zwar der zweite Mörderfinder, aber insgesamt der fünfte Bischoff ist, sollte man sich an die Reihenfolge halten um alle Hintergründe nachvollziehen zu können. Wem das nicht so wichtig ist, der kann die Bücher aber auch einzeln lesen.

    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Der Fluch von Pendle Hill (ISBN: 9783442485062)

    Bewertung zu "Der Fluch von Pendle Hill" von Oscar Muriel

    Der Fluch von Pendle Hill
    kleine_leseeckevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine interessante Geschichte, der es aber leider an Spannung fehlt. Definitiv nicht der beste Teil der Reihe.
    Teil 2 der "Frey and McGray" - Reihe.

    Der Londoner Inspector Ian Frey sitzt immernoch im schottischen Edinburgh fest und ist gezwungen mit dem egozentrischen Schotten Adolphus McGray zu arbeiten. Nur wenige Wochen nach den Ereignissen aus Band 1 bekommen es die beiden Männer mit einem skrupellosen Strychnin - Mord zu tun. Die ermordete junge Frau ist Schwester in der psychiatrischen Anstalt, in der sich auch McGrays Schwester aufhält. Schnell wird klar, dass das "Dezernat für Übersinnliches" dringend gebraucht wird. Es gehen Gerüchte um, dass Hexen ihr Unwesen treiben. 


    Es geht direkt spannend los. Mit dem sehr brutalen und detaillierten Einstieg freut man sich auf ein Buch voller Spannung, Rätsel und Magie. Leider wird es mit fortgeschrittener Story zunehmend trocken, dass es staubt. Nervig dazu sind McGrays Mobbing-Attacken gegenüber Frey. Was vielleicht lustig anmuten soll, schlägt schnell um in eine unglaubliche Respektlosigkeit und übelstes Mobbing. Das kann und will ich nicht gutheißen. Daher spreche ich auch eine DRINGENDE TRIGGERWARNUNG aus. 

    Die Handlung selbst wird bestimmt von einem gut zu lesenden Schreibstil, normalstarken Kapiteln und einer guten Idee hinter der Geschichte. Dabei hätte ich mir allerdings etwas mehr Lokalkolorit in Form von schottischer Geschichte und Mythologie gewünscht. Hier war das Potenzial absolut nicht ausgeschöpft. 

    Fazit: Aufgrund der oben genannten Schwachpunkte gebe ich gut gemeinte 3 🌟. Wenn man diese Reihe lesen möchte, sollte man UNBEDINGT die Folge einhalten. 

    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Das Geheimnis der Seerosenvilla (ISBN: B09QMFCSZK)

    Bewertung zu "Das Geheimnis der Seerosenvilla" von Gisela B. Schmidt

    Das Geheimnis der Seerosenvilla
    kleine_leseeckevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein absolutes Highlight!
    Highlight mit schockierende Kontext

    Inhalt

    Die junge Immobilienmaklerin Emilia bekommt den Auftrag, eine schöne alte Villa zu verkaufen. Als sie jedoch in die Kleinstadt Edelsbrunn kommt, merkt sie schnell dass etwas nicht stimmt. Bei ihrem Anblick tuscheln die Leute hinter vorgehaltener Hand und wenden sich erschrocken ab. Nachdem dann die Villa Gleißner zur Sprache kommt, erfährt sie ungeheuerliche Geschichten. Schockierende Wahrheit oder belangloses Gerede? Schnell kommt Emilia zusammen mit dem attraktiven Matthias einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur. 


    Thema und Genre 

    Dieses Buch ist eine Mischung aus (Psycho-) Thriller, Familiengeheimnis und Liebesgeschichte. 

    Eine unbedingte Triggerwarnung möchte ich den Themen "2. Weltkrieg" und "unerfüllter Kinderwunsch" aussprechen. 


    Charaktere

    Bei der Hauptfigur Emilia haben wir es mit einer taffen jungen Frau zu tun, die gerade einen Komplettumbruch ihres Lebens durchmacht. Dabei kommt sie gerade am Anfang etwas naiv und wenig selbstbewusst daher. Aber ihre Entwicklung im Laufe des Buches ist enorm. 

    Auf der anderen Seite haben wir Elfie Gleißner: ihre Geschichte bildet den zweiten Zeitstrang, welcher zur Zeit des 2. Weltkrieges spielt. Hier bleibt nur eine Frage: Was kann Unterdrückung und psychischer Missbrauch mit einem Menschen anstellen? Elfies Entwicklung schockiert! 

    Neben diesen beiden starken Frauen gibt es noch allerlei weitere Nebenfiguren. Dies aber ohne jemals unübersichtlich zu sein. Jede hat ihre Daseinsberechtigung und keine sollte fehlen. Für den nötigen Humor bei der ansonsten teilweise harten Kost ist aber definitiv gesorgt. 


    Handlung und Schreibstil

    Die Geschichte rund um die Villa Gleißner wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal 2019 (Emilia) und einmal zwischen 1932-1944 (Elfie). Mit einem recht anspruchsvollen aber flüssigen Schreibstil und ausführlichen aber nicht allzu langen Kapiteln fliegt man nur so durch das Buch. Psychologisch äußerst fordernd kommt man definitiv auch an seine Grenzen. Dabei kommt aber auch eine dezente Liebesgeschichte und ein spitzer Humor nicht zu kurz. Der Autorin ist eine hoch explosive und extrem unterhaltsame Mischung gelungen. Damit hat sie verdient ihren ersten Bestseller gelandet und es werden hoffentlich noch viele folgen. Wenn ich könnte, würde ich auch noch mehr Sterne geben. 


    Fazit 

    5+ 🌟 für ein absolutes Lesehighlight! Die Kaufempfehlung ist sicher! 

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    Cover des Buches Der Herzgräber (ISBN: 9783596001767)

    Bewertung zu "Der Herzgräber" von Jen Williams

    Der Herzgräber
    kleine_leseeckevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Viel verschenktes Potential, wenig Spannung.
    Vielversprechend aber leider nicht erfüllend

    nhalt

    Plötzlich und unerwartet stirbt Heather's Mutter - Suizid. Heather ist fassungslos. Was hat ihre Mutter dazu getrieben? Die Frage nach dem Warum ist groß. Um den Nachlass und die Beerdigung zu regeln, kommt Heather zurück ins sonst eher beschauliche ___. Schnell wird ihr klar: hier stimmt was nicht. Ihre Mutter hatte Briefkontakt zu einem verurteilten und inhaftierten Serienmörder. Und dann geschehen auch noch einige Morde mit der grausigen Handschrift des Mannes. 


    Thema und Genre 

    Ein Thriller, der Themen wie Kindesmisshandlung, Entführung und Sektengeschehen behandelt. Bei den Beschreibungen der Taten sollte man nicht allzu zart besaitet sein. 


    Charaktere

    Eigentlich dreht sich alles um die Hauptfigur Heather. Sie ist so präsent, dass neben ihr alle anderen Personen blass und unwichtig wirken. Vielleicht ist das so gewollt, um sämtliche Verdachtsmomente offen zu halten, jedoch ist die Art der Hauptfigur nicht gerade sympathisch. Naive und unlogische Handlungsweisen belasten die Beziehung zum Leser. 


    Handlung und Schreibstil

    Ich war sehr froh über den Wechsel der Perspektiven. Ein Strang beschäftigt sich mit Heather in der Gegenwart. Dieser Strang ist absolut vorherrschend und lässt die eigentliche Geschichte extrem in den Hintergrund treten. 

    Der Nebenstrang "Früher" befasst sich dagegen mit der Vorgeschichte des Mörders, mit dem Leben von Heather's Mutter und dem Leben in einer Kommune. Alles in kurze eingeschobene Kapitel gepresst und doch das interessantere an diesem Buch. Leider kommt das aber viel zu kurz. 

    Direkt zu Beginn steigt man sehr stark und spannend ein. Man freut sich wirklich auf ein gutes Buch. Schnell wird die Freude getrübt, wenn man eine naive und vor Selbstmitleid strotzende Heather über viele viele Seiten ertragen muss. Leider baut sich über den gesamten Mittelteil kaum mehr Spannung auf. Erst kurz vor Ende gibt es nochmal einen spannenden Showdown. Vieles bleibt absolut offen, was ich hier nicht breittreten kann, aber für mich essenziell für eine runde Story wäre. Damit meine ich nicht ein offenes Ende, sondern wirklich fehlende Zeile der Geschichte. 


    Fazit 

    3 🌟 für eine mega Idee, die aber das Potenzial absolut nicht ausschöpfen konnte. 

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    Cover des Buches Artemis (ISBN: 9783948972592)

    Bewertung zu "Artemis" von Charlotte Charonne

    Artemis
    kleine_leseeckevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Große Erwartung - herbe Enttäuschung. An Asklepios kommt Artemis leider überhaupt nicht ran.
    Leider nicht überzeugend

    Inhalt

    Das Ermittlerduo Ruby und Spike ist back: ihr neuer Fall ist eine unglaublich brutale Vergewaltigung. 5 Männer fallen über die junge Frau her und verletzen sie schwer. Nur kurze Zeit später wird ein Mann sauber kastriert aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass er Teil der Vergewaltiger-Bande war. Alles deutet auf Selbstjustiz hin. Aber wer ist das Phantom? 


    Thema und Genre 

    Angeschnitten werden viele Themen: Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Flüchtlingssituation, Depressionen und noch einige mehr. Ausgeschrieben als Thriller, empfinde ich es eher als Krimi. 


    Charaktere

    Ruby und Spike sind als Team ausgesprochen dynamisch. Jeder für sich bleiben sie jedoch blass und handeln oft sehr unüberlegt und unlogisch. 

    Überzogene Reaktionen und Handlungsweisen gibt's gerade von Ruby gratis und haufenweise dazu. Das von ihr gezeichnete Bild erinnert eher an einen pubertierenden Teenager als an eine taffe Polizistin. 

    Auch sonst blieben die weiteren Charaktere eher unnahbar und wenig greifbar. 


    Handlung und Schreibstil

    Der Einstieg war extrem spannend. Die Geschichte nahm direkt Fahrt auf. Um mithalten zu können, empfiehlt es sich, den Vorgänger gelesen zu haben. (Der war übrigens ein absolutes Highlight für mich!) 

    Den guten Auftakt konnte die Geschichte leider nicht lang halten. Es wurde ziemlich schnell ziemlich langatmig. Gefühlt wiederholt sich alles zig Mal. Während die Handlung somit recht eintönig vorangetrieben wird, sind die Ermittler größtenteils mit ihren Privatproblemchen beschäftigt. Außerstande diese wie Erwachsene zu lösen, ist man auch hier irgendwann genervt. Einzig und allein der außergewöhnlich ausgeschmückte Schreibstil erinnert noch an den ersten Erfolg Asklepios und ließ mich das Buch nicht abbrechen. Leider fehlt es mir an Raffinesse, an Wow-Effekt und ganz besonders an Spannung. All das machte den ersten Teil aus. Nicht nur einmal hatte ich das Gefühl, die Autorin läuft auf Sparflamme. Oder ist es dem Wechsel vom Selfpublisher zum Verlag geschuldet? Man kann nur spekulieren. Ich weiß jedenfalls, dass Frau Charonne DAS besser kann! 


    Fazit 

    Nette Story für zwischendurch, aber den großen Knall sollte man lieber nicht erwarten. Sehr gut gemeinte 3 🌟 - mehr ist leider nicht drin. Schade! 

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    Cover des Buches Die Begine und der Turm des Himmels (ISBN: 9783839201190)

    Bewertung zu "Die Begine und der Turm des Himmels" von Silvia Stolzenburg

    Die Begine und der Turm des Himmels
    kleine_leseeckevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Stolzenburg steht einfach für top recherchierte und lebendige Geschichte verpackt in eine spannende Krimistory.
    Geschichte hautnah in einem Krimi verpackt

    Inhalt

    Begine Anna und Siechenmeister Lazarus warten gespannt und ungeduldig auf Antwort aus Rom. Dürfen sie endlich den Bund der Ehe eingehen? 

    Doch ihre Euphorie wird durch eine Kette von schweren Unfällen auf der Münster-Baustelle überschattet. Hat der Magister die Finger im Spiel? 


    Thema und Genre 

    Das Buch spielt in Ulm im Jahre 1413. Zentral im Mittelpunkt steht dieses Mal die Baustelle des legendären Münster. Der historische Krimi beleuchtet das Leben und Leiden der Menschen im Mittelalter eingehend. 


    Charaktere

    Auch in diesem dritten Teil konnten mich die Figuren absolut mitnehmen. Die zeitweise Naivität der ehemaligen Begine Anna wirkt dabei aber manchmal schon unglaubwürdig. Welche Frau wird überfallen, fast geschändet und umgebracht und begeht denselben Fehler zwei Tage später wieder? Wohl kaum jemand. 

    Dennoch habe ich sie alle ins Herz geschlossen. Ob es der gewiefte Spielmann, der kluge Kaufmann, der böse Widersacher oder die liebenswerten Hauptfiguren sind - über ein Wiedersehen würde ich mich jedenfalls sehr freuen. Wer weiß... Ich hätte da so eine Idee... 😁


    Handlung und Schreibstil

    Die Handlung zieht sich wie ein roter Faden durch alle drei Bücher. Daher würde ich empfehlen, sie der Reihe nach zu lesen:

    1. Die Begine von Ulm 

    2. Die Begine und der Siechenmeister 

    3. Die Begine und der Turm des Himmels

    Wenn man gerade aber nur eins der letzten beiden zur Hand hat, kommt man trotzdem schnell in die Geschichte. Zahlreiche Wiederholungen und Erklärungen machen das einfach. Der geübte Stolzenburg - Leser wird sich immer wieder mit kleinen Déja-Vu's konfrontiert sehen. 

    Der Schreibstil von Frau Stolzenburg ist natürlich wie immer sehr facettenreich und leicht zu lesen. 

    Unterm Strich konnte mich dieser letzte Teil nicht so ganz überzeugen. Die Ängste und Probleme der Charaktere standen mir etwas zu sehr im Vordergrund. Das eigentliche Thema - nämlich die Ereignisse rund um den Münster gerieten mir zu sehr ins Hintertreffen. Das Ende und damit die Auflösung war (für mich) zu erwarten und kam mir zu abrupt. Da habe ich mir doch etwas mehr erhofft um der Geschichte einen würdigen Abschluss zu geben. 

    Nichtsdestotrotz haben mir die Erlebnisse rund um Anna und Lazarus sehr gut gefallen, ich habe mich immer gut unterhalten gefühlt. Kurz erwähnenswert ist auf jeden Fall noch die exzellente Recherche, was die damalige Medizin angeht. Dieses Mal haben wir es zwar mit  weniger, dafür aber umso kniffligeren Verletzungen zu tun. Da sollte man als Leser*in nicht allzu zart besaitet sein. 


    Fazit 

    Sehr gute 4 🌟 und eine Kauf- und Leseempfehlung für alle Freunde des mittelalterlichen Krimis. 

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