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knuddelbacke

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches „Doch meine Seele hat Narben“ - Wie Niusia Horowitz dank Oskar Schindler den Holocaust überlebte (ISBN: 9783570314340)

    Bewertung zu "„Doch meine Seele hat Narben“ - Wie Niusia Horowitz dank Oskar Schindler den Holocaust überlebte" von Reiner Engelmann

    „Doch meine Seele hat Narben“ - Wie Niusia Horowitz dank Oskar Schindler den Holocaust überlebte
    knuddelbackevor 3 Tagen
    Direkt und erschütternd - aus dem Leben eines jüdischen Mädchens

    Wer sich wie ich schon früh mit dem Holocaust und der Verfolgung der Juden auseinander gesetzt hat, dem ist der Name „Oskar Schindler“ ein Begriff. Während des 2. Weltkrieges hat er gemeinsam mit seiner Frau Emilie circa 1200 bei ihm Angestellte jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten gerettet.

    Niusia Horowitz ist eine der von Oskar Schindler Geretteten. Sie erzählt in diesem Buch Ihre ganz persönliche Geschichte und die Ihrer Familie. Dadurch , dass Ihr Name auf Oskar Schindlers berühmter Liste stand, konnte ihr Leben gerettet werden. Doch zu welchem Preis ?


    Das Buch befasst sich anders wie zunächst von mir erwartet nicht überwiegend mit Oskar Schindler und seiner Liste. Vielmehr wird das Leben Niusias nachgezeichnet. Beginnend im Krakauer Ghetto über das polnische Lager Plaszow bis hin zu einigen Wochen in Auschwitz Birkenau zeichnet dieser Zeitzeugenbericht ein sehr erschütterndes und reelles Bild eines jüdischen Mädchens während des Holocaust . Durch die vielen beigefügten Fotos und Dokumente aus Niusias Leben wird das ganze Grauen für die jungen Leser greifbar .Sie geben der unmenschlichen Fratze des Holocaust ein ganz persönliches Gesicht und schaffen es den Leser zu berühren . Geschrieben für Jugendliche ab 14 ist das Buch in der Sprache einfach und verständlich gehalten. Beschönigende Umschreibungen sucht man ebenso vergeblich wie andere rhetorische Feinheiten . Das Grauen der Nazis wird genauso dargestellt wie es gewesen ist.


    Zum Schluss erhält man einen guten aber seltenen Einblick in das Seelenleben der Holocaust-Überlebenden wie Niusia. Diese Ausführungen waren für mich besonders wertvoll und hätten gerne detaillierter dargestellt werden können. Angefangen bei den quälenden Schuldgefühlen, den Holocaust überlebt zu haben (während Millionen anderer kaltblütig und systematisch ermordet wurden), bis hin zu der Tatsache, dass die Erfahrungen und das Erlebte von den Betroffenen oft jahrelang zum Tabuthema erklärt wurden.


    Ein erschütterndes Jugendbuch, ein Zeitzeugenbericht der unheimlich wichtig ist, wenn wir uns gegen das Vergessen einsetzen wollen. Stellenweise für meinen Geschmack etwas zu langatmig und direkt, wenn man bedenkt, dass die angesprochenen Leser noch relativ jung sind.

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    Cover des Buches Jetzt verstehe ich die Bäume (ISBN: 9783845847030)

    Bewertung zu "Jetzt verstehe ich die Bäume" von Roland Bock

    Jetzt verstehe ich die Bäume
    knuddelbackevor 21 Tagen
    Interessant, vielfältig und bunt

    Ich erinnere mich noch an den Sachkunde-Unterricht (ja so hieß das damals) in der Schule. Wir bestimmten Bäume an Hand der Blätter und ich weiß noch genau wie viel Spaß mir dieses sammeln der Blätter und bestimmen der Bäume machte. Leider muss ich gestehen, dass heute knappe 30 Jahre später kaum etwas von diesem Wissen hängen geblieben ist und ich bereits mehrere Male ins straucheln geriet als meine Tochter mich fragte um welchen Baum es sich bei diesem oder jenem Exemplar handelte.


    Das Sachbuch von Roland Bock ist stimmig und einfach aufgebaut. In einer kleinen Einleitung erfahren die Kinder ab 6 wie sie Kinderleicht mit dem Buch und den enthaltenen Baumkarten zu echten Baumexperten werden können. Jedem der 14 dargestellten einheimischen Baumarten ist eine Doppelseite gewidmet, wo die Kinder nicht nur erfahren wie genau die einzelnen Blattarten beschaffen sind, sondern noch allerhand nützliches Wissen rund um den Baum . Und nicht nur Kinder können eine Menge lernen. So wusste ich z.B. bisher nicht, dass die Walnuss nach Zitronen riecht und mit Ihrem Geruch lästige Mücken , Fliegen und Motten vertreibt. Als Eselsbrücke dient immer ein Wort , passend zu einem Merkmal des Baumes. So fällt es nicht nur den Kindern kinderleicht die Bäume in der Natur zu erkennen und zu bestimmen. Die Infos rund um die Baumarten sind spannend und informativ , gleichzeitig aber auch kurz gehalten und aus wesentliche reduziert.


    Gleich am nächsten Tag haben meine 5 Jährige Tochter und ich uns die Baumkarten geschnappt und haben auf dem Weg zur Kita Ausschau nach Birken, Ahorn und Eichen gehalten. Ein richtiges kleines Abenteuer ist somit entstanden und meine Tochter hat sich sehr darüber gefreut ihr neues Wissen anwenden zu können. Die Baumkarten in der praktischen Größe sind seitdem ein ständiger Begleiter wenn wir im Wald und auf den Wiesen unterwegs sind.


    Ich würde das Buch bereits für Kinder ab 5 Jahren empfehlen, denn nicht nur in sprachlicher Hinsicht können jüngere Kinder das Buch bereits begreifen. Auch die Illustrationen sind diesem Alter entsprechend: eine Mischung aus Fotos und Zeichnungen die sich großzügig und anschaulich über die Doppelseiten erstrecken haben meine Tochter immer wieder zum staunen gebracht.


    Unser Fazit : Ein rundum gelungenen Sachbuch, welches Kindern und Eltern die 14 häufigsten Baumarten nahe bringen und mit den Baumkarten und dem Baumquiz am Ende für spannende Abwechslung sorgen.

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    Cover des Buches Kein Bett in der Nacht (ISBN: 9783957284877)

    Bewertung zu "Kein Bett in der Nacht" von Maria Inês de Almeida

    Kein Bett in der Nacht
    knuddelbackevor 23 Tagen
    Ein warmes und einfühlsames Buch

    „Kein Bett in der Nacht“ fiel mir bei Recherchen zum Thema Obdachlosigkeit im Bereich Bilderbuch ins Auge. Ich bin mit meiner 5 Jährigen Tochter in den vergangenen Monaten öfters in Köln unterwegs gewesen, und nicht selten sahen wir in den Morgenstunden, kurz vor Ladenöffnung, Obdachlose Ihre Habseligkeiten zusammen packen. Ich glaube meine Erklärungen waren gar nicht mal schlecht. Trotzdem wollte ich gerne eine passende , altersgerechte Lektüre zu dem Thema im Bücherschrank wissen .

    Schon die ersten Sätze des Buches konnten mich überzeugen. Denn klar und ohne viel Schnörkel wird hier auf den Begriff Obdachlosigkeit eingegangen.

    „ Obdachlose sind Menschen, die aus finanziellen und / oder sozialen Gründen keinen festen Wohnsitz haben und deshalb auf der Straße oder in einem improvisierten Unterschlupf lesen. Ich bin überhaupt kein Fan davon Kindern das Leben schön zu reden. Aber kindgerecht sollten die Umstände und Widrigkeiten des Lebens schon erklärt werden, vor allem wenn Kinder (wie meine Tochter) ganz gezielt danach fragen. Daher fand ich den Einstieg in das Buch sehr gelungen.

    Erzählt wird dieses Buches von einem Erwachsenen, der sich selber aber daran erinnert was er über die Obdachlosen in Kindheitstagen dachte. So wird ganz unbewusst ein Bogen geschlagen zu den Lesern die nun selber dieses Buch in Händen halten.

    Und was ich besonders gelungen fand : Das Kind wird aktiv und beschließt jedes Jahr zu Weihnachten Sachen für die Obdachlosen zu sammeln und zu spenden. Dabei lernt es den ein oder anderen Obdachlosen und dessen Geschichte kennen .Die jungen Leser erfahren so, dass es vielerlei Gründe für die Obdachlosigkeit gibt, welche Bedürfnisse und Wünsche sie haben und das man sich nicht scheuen sollte mit diesen Menschen zu reden. Denn ein guter Zuhörer, der sich nicht scheut Fragen zu stellen ist diesen Menschen , die oft sehr einsam sind, sehr willkommen. Die Kinder werden in dieser Geschichte ermutigt Fragen zu stellen und Ihre kindlichen Ansichten zu bewahren, bis ins Erwachsenenalter, denn die kindlichen Ideale und Vorstellungen sind oftmals gar nicht so verkehrt in der Welt der Erwachsenen.

    Ihr seht also, in diesem Buch geht es umso viel mehr als einfach nur um das Thema „Obdachlosigkeit“. Überraschend und unerwartet hat dieses Bilderbuch so viele Facetten.

    „Die Illustrationen von Catia Vidinhas haben meiner 5 Jährigen Tochter übrigens so gut gefallen, dass sie sich zu dem Satz hinreißen ließ, dass die Illustratorin aber sehr gut zeichnen könnte.Das hat sie so klar und deutlich bisher bei noch keinem Bilderbuch geäußert. Mir haben die Illustrationen, die überwiegend in Blautönen gehalten sind auch sehr gut gefallen. Die kühlen Blauvariationen habe ich als überaus passend zum Thema empfunden. Denn ohne schützende Vier Wände sind die Protagonisten dieses Buches vor allem einem ausgesetzt : den Naturgewalten wie Wind, Nässe und Kälte.







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    Cover des Buches Das Geheimnis hinter den Geschichten (ISBN: 9783961770755)

    Bewertung zu "Das Geheimnis hinter den Geschichten" von Ebi Naumann

    Das Geheimnis hinter den Geschichten
    knuddelbackevor 2 Monaten
    Ein Schatz, eine wundervolle Sammlung

    In diesem wunderbaren großformatigen Buch erfahren  wir mehr über all jene Autoren und Autorinnen, die teilweise schon Generationen von Kindern mit Ihren Geschichten und Ihrer Fantasie verzaubert haben und noch viele weitere Generationen verzaubern werden.  Vor mir liegt ein einzigartiges Sachbuch in dem es eine feine und bunte Sammlung von den uns so vertrauten Autoren aus Kindheitstagen gibt.  Jeder Autor bzw jede Autorin wurde dabei auf ganz eindrucksvolle Art und Weise von Katrin Engelking illustriert. Allein diese wunderbaren Illustrationen machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderen.  Es ist wie ein Schatz , an dem man sich nicht satt sehen kann, den man an sich drücken und nie wieder loslassen möchte.
    Die Ausstattung des Buches ist ebenso hochwertig wie der Inhalt. Sanft schmiegt sich das Halbleinen an meine Finger während ich das Buch in meinen Händen halte und ich bestaune den Buchvorsatz auf dem fliegende Bücher zu sehen sind. Alles schreit geradezu danach, dass es in diesem Buch um das wohl wichtigste Vermächtnis der Menschen geht- um Bücher, Kinderbücher um genau zu sein. Doch nein, eigentlich geht es um die Menschen, die uns diese wunderbaren Geschichten geschenkt haben.
    Man erfährt viel über die Kindheit und wie die Autoren/innen zu den Geschichten der uns bekannten Figuren wie Pippi Langstrumpf, Räuber Hotzenplotz oder den Mummins (um nur einige zu nennen) gekommen sind. "Das Geheimnis hinter den Geschichten" , wenn man es so nennen will. Ich fand es interessant und faszinierend wie unterschiedlich teilweise die Leben gewesen sind, und welche Gemeinsamkeiten es dennoch gab. Einige Autoren haben sich gegenseitig beeinflusst, andere weisen Parallelen auf, obwohl sie sich nie getroffen haben. Auch der Urpsprung der Kinderbuchfiguren wird anhand dieser tollen Sammlung klar.
    Der Text ist dabei kindgerecht geschrieben. Informativ und dennoch spannend erfahren mit dieser Sammlung Kinder ab circa 10 Jahren wem sie das ein oder andere Buch im Ihren Bücherregal zu verdanken haben. Die Portraits sind kurz gehalten und bieten dennoch einen guten Überblick über das jeweilige Autorenleben. Bereits mir Bekanntes mischt sich mit lustigen Anekdoten und erstaunlichen Hindergrundfacts.
    Mich haben die Portraits dazu angeregt mehr über die Väter und Mütter der Helden meiner Kindheit zu erfahren. Ich möchte noch weiter abtauchen in die Biografien von Astrid Lindgren, Erich Kästner und Mark Twain.
    Am Ende vermag ich gar nicht zu sagen, welcher Autor für mich am herausragensten gewesen ist. Ich kann nicht sagen wessen Leben mich mehr beeindruckt, oder wessen Figuren mir mehr gefallen haben. Nur eines kann ich mit Gewissheit sagen: Das ich allen zutiefst dankbar für Ihre Liebe zur Phantasie, zu Büchern und dem geschriebenen Wort bin. Ihre Figuren und Bücher sind ein Vermächtnis, dass ich nun auch mit meiner 5 Jährigen Tochter in Form Ihrer Kinderbücher erleben darf.
    Sicherlich gibt es genug Stoff für einen Folgeband, denn noch so viele andere Kinderbuchautoren gehören zu den Begleitern meiner Kindheit und der meiner Tochter . Sehr würde ich mich über eine Fortsetzung dieses Schatzes freuen.

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    Cover des Buches Zwei Handvoll Leben (ISBN: 9783426282106)

    Bewertung zu "Zwei Handvoll Leben" von Katharina Fuchs

    Zwei Handvoll Leben
    knuddelbackevor 2 Monaten
    Spannend und authentisch fängt dieser Roman den Zeitgeist einer ganzen Generation ein

    „Zwei Handvoll Leben“ stand auf meinem Geburtstagswunschzettel. Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen spielt der Roman von Katharina Fuchs in Berlin (ich habe einen Faible für diesen Schauplatz) und zum anderen stand das KaDeWe im Mittelpunkt des Geschehens. Ich habe selber eine Ausbildung in einem großen Warenhaus gemacht und dort 13 Jahre lang gearbeitet. Mich fasziniert dieser Schauplatz und im Falle des KaDeWe nicht zuletzt weil es ein solch Geschichtsträchtiger Platz ist.


    Dieser Roman hat meine Erwartungen völlig übertroffen. Am Ende des Buches steht die Begegnung der 2 Frauen um die es in diesem Buch geht. Doch bis dahin ist es ein langer und schwerer Weg. Charlotte wächst auf dem väterlichen Landgut in Sachsen auf. Sie hat dort ein privilgiertes Leben, doch der zweite Weltkrieg verändert auch Ihr Leben für immer. Im krassen Gegensatz dazu steht die junge Anna, die es aus dem beschaulichen Spreewald in die Großstadt Berlin verschlägt.  Diese gegensätzlichen Leben und Unterschiede in allem was die zwei Frauen betrifft haben das Buch für mich zu einer spannenden Lektüre gemacht.


     Immer wieder findet in der Erzählung ein Wechsel zwischen den beiden Frauen statt. Man ist hin- und hergerissen und fühlt sich ähnlich wie die beiden Protagonistinnen. Auch diese müssen sich wie ein Ball gefühlt haben, auf der Suche nach Ihrem Platz in einem neuen leben, dass sie sich selber so nicht ausgesucht hatten. Man merkt dem Buch an, dass die Autorin ganz viel Herzblut hineingesteckt hat. Die Geschichte von Anna und Charlotte ist gleichzeitig die Geschichte von Katharina Fuchs Großmüttern. Die Geschichte einer ganzen Generation von Frauen. Geprägt von 2 Weltkriegen mussten diese Frauen den Verlust Ihrer Männer, Ihrer Söhne , Ihres ganzen Lebens hinnehmen. Sie erlebten den Aufstieg und den Fall Hitlers und mussten immer hinten anstehen. Niemand fragte danach, wie es Ihnen ging, wie sie fühlten und was sie wollten. Sie funktionierten einfach. „Zwei handvoll Leben“ gibt diesen Frauen auf eine spannende und vor allem authentische Art und Weise eine Stimme. Ich habe es geliebt in diese Zeit abzutauchen und ich habe mit Charlotte und Anna auf nahezu jeder Seite mitgefiebert. Am Ende führt sie die Ehe der beiden Kinder zusammen, hier endet das Buch und ich verspürte einen Hauch von Wehmut – das untrügliche Zeichen dafür, dass ein Buch sich fest in meine Gedanken gegraben hat.


    Katharina Fuchs hat es geschafft den Zeitgeist einer ganzen Generation in einem authentischen und spannenden Roman zu verpacken , wie ein kostbares Geschenk, welches den Leser am Ende der Lektüre wehmütig zurücklässt.

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    Cover des Buches Im Wald der wundersamen Wege (ISBN: 9783480237289)

    Bewertung zu "Im Wald der wundersamen Wege" von Ramona Wultschner

    Im Wald der wundersamen Wege
    knuddelbackevor 2 Monaten
    Aufregend, Spannend, Abwechslungsreich - einfach toll geschrieben

    Da lang! Oder da! Das Cover ist Programm. Im Wald der wundersamen Wege ist nicht einfach ein Vorlesebuch, sondern ein Mitmach-Buch bei dem die Kinder entscheiden wie die Geschichte weitergeht.


    Grete und Hannes sind zu Besuch bei Ihrer Oma Elfie, deren Haus direkt am Waldrand liegt. Als bei einer Wanderung zunächst einige Dinge verschwinden und Oma Elfie beginnt von Glitzerschatten, Seeungeheuern und dem berüchtigten Räuberschatz zu erzählen ist die Neugier der Geschwister geweckt. Am nächsten Tag machen sie sich auf zu einer eigenen Wanderung durch den Wald . Ausgehend von der großen Tanne, die einen tollen Rundumblick über den Wald bietet kann das Abenteuer beginnen.


    Das Buch besteht aus 12 einzelnen Kapiteln, die jedoch alle miteinander verbunden sind. Am Ende jedes Kapitels kann man zwischen 2möglichen Fortsetzungen der Geschichte entscheiden. Sollen Grete und Hannes der Pfützenspur folgen oder sollen sie schauen was im Wald geglitzert hat?


    Die Illustrationen im Buch haben uns total angesprochen . Bunt und detailliert gibt es auf jeder Seite was zu entdecken. Doch wer genau hinschaut kann bereits auf dem Cover des Buches viele der zauberhaften Gestalten entdecken.So wimmelt es im Wald der wundersamen Wege offenbar von Gespenstern, Einhörnern und Seeschlangen. Die Geschichten sind zauberhaft geschrieben und beinhalten mal mehr und mal weniger Magie. Die Flora und Fauna sind durch die Illustrationen wunderbar dargestellt und man bekommt richtig Lust selber hinaus in den Wald zu gehen und sich auf die Suche nach magischen Wesen zu begeben.


    Bei unserem ersten Streifzug durch den Wald haben wir 4 verschiedene Abenteuer erlebt. Doch insgesamt bietet das Buch 32 verschiedene Möglichkeiten mit Hannes und Greta durch den Wald der wundersamen Wege zu wandeln. So kann man das Buch immer wieder zur Hand nehmen ohne das es langweilig wird. Meine Tochter mochte es total, die verschiedenen Wege auszuprobieren. Die Idee hinter dem Buch funktioniert also wunderbar. Irgendwie hat man das Gefühl die Geschichte selber „mitzuschreiben“. Das ist toll und kommt sehr gut an.


    Richtig toll fand ich dabei, dass auf übliche Klischees verzichtet wurde . So flechtet Hannes beispielsweise in einem der Abenteuer dem Einhorn die Haare und findet Einhörner und Glitzerstaub im Allgemeinen auch gar nicht uncool wie man es von einem Jungen erwarten würde.


    Die Abenteuer , die Greta und Hannes erleben sind spannend und witzig zugleich. Immer wieder gibt es auf den Illustrationen viel zu entdecken und auch zu Lachen gab es eigentlich in jeder einzelnen Geschichte etwas.


    Ein abwechslungsreiches interaktives Buch welches bei unserer 5 Jährigen Tochter sehr gut ankam. Für Spannung und Spaß ist garantiert und wir können das Buch nur wärmstens weiter empfehlen.


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    Cover des Buches Mordseefest (ISBN: 9783404187928)

    Bewertung zu "Mordseefest" von Emmi Johannsen

    Mordseefest
    knuddelbackevor 2 Monaten
    Typische Urlaubslektüre mit neugieriger Ermittlerin

    Ich hatte mich sehr auf den dritten Borkum Krimi von Emmi Johannsen gefreut. Ohne die Vorgänger zu kennen, wollte ich diesen so außergewöhnlich anmutenden Krimi (siehe Cover) unbedingt lesen. Verspürte ich doch seit meinem 3-wöchigen Borkum-Aufenthalt Ende Januar /Anfang Februar eine solche Sehnsucht nach den weiten des Borkumer Strandes, dass ich mich vor allem auf den Lokal-Kolorit des Buches freute. Ein verunglückter Fallschirmspringer und die Frage ob Unfalltod oder Mord klang nach nach einer spannenden Lektüre.


    Ich kannte weder das Ermittler Duo Caro Falk und Jan Akkermann, noch einen Ihrer 2 Vorgängerfälle. Da die Handlung hier aber für sich steht und nur an wenigen Stellen Bezug zu den vorherigen Fällen hergestellt wird ist dies aber auch kein Muss und man konnte dem neuen Fall auch ohne jegliche Vorkenntnisse prima folgen.


    Alles in allem habe ich einen recht unterhaltsamen Krimi aus norddeutschen Gefilden lesen dürfen. Da ich selber bereits auf Borkum gewesen bin gefiel mir vor allem der Lokal- Kolorit. Viele Plätze und Dinge habe ich wieder erkannt, für mich eines der Highlights beim lesen. Die Atmosphäre war teilweise so authentisch, dass ich die Handlung teilweise wie bei einem Krimi im Fernsehen vor meinem inneren Auge ablaufen sah. Für alle Ortsunkundigen gibt es aber auf der ersten Seite eine gute Darstellung der Insel und der häufigsten Schauplätze des Kriminalromanes.


    Genossen habe ich beim lesen das typische Inselfeeling und dir Darstellung der eingeschworenen „Dorf-Gemeinde“. Es gibt nicht vieles was den Insulanern verborgen bleibt. Irgendjemand hat immer etwas beobachtet – und genau dieses „dörfliche Insel-Leben“ hat die Autorin sehr gut dargestellt.


    Schauplatz und Atmosphäre konnten mich als Leser auf jeden Fall begeistern. Anders die Charaktere. Diese waren mir alles in allem ein wenig zu oberflächlich dargestellt. Zwar sind Caro und Jan als Hobby-Detektive unterwegs , aber ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle mehr Realitätsnähe gewünscht. Caro ist mit Ihrer Neugier recht offensiv und teilweise kann man Caro nur als nervend und übergriffig bezeichnen. Natürlich gibt es neugierige Menschen, ich selbst zähle mich auch dazu. Aber Caro wird mir zum Ende des Buches hin von Seite zu Seite unsympathischer und vor allem unglaubwürdiger . Ihr Drang alles wissen zu wollen lässt sie auch vor Lügen nicht zurückschrecken und das führt zu einem faden Beigeschmack .



    Der Handlungsstrang wird durch Rückblenden unterbrochen, in denen die Leser etwas von einem lange zurückliegenden Verbrechen erfahren Mit der Zeit formt sich ein neues Bild längst zurückliegender Geschehnisse und die Wirkung auf die Gegenwart wird sichtbar. Ich konnte diese Rückblenden jedoch lange gar nicht als solche Einordnen ,und habe mich andauern gefragt ob mir beim lesen etwas entgangen ist. Erst zum Ende hin ergeben sie einen Sinn und fügen sich in die Geschehnisse der Gegenwart ein.


    Alles in allem ist der dritte Borkum Krimi ein unterhaltsamer, seichter Krimi, den ich mir als Urlaubslektüre sehr gut vorstellen kann. Recht einfach gehalten in der Sprache gibt es einige humorvolle Begebenheiten, die mich ein wenig an Gaby Hauptmann erinnern lassen.

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    Cover des Buches Heute pflanz ich, morgen koch ich … (ISBN: 9783791375175)

    Bewertung zu "Heute pflanz ich, morgen koch ich …" von Felicita Sala

    Heute pflanz ich, morgen koch ich …
    knuddelbackevor 2 Monaten
    Ein buntes und vielfältiges Buch und viel mehr als ein Kochbuch für Kinder

    „Heute pflanz ich, morgen koch ich“ gehört zu jenen Büchern, die es bereits mit dem Cover schaffen alle Blicke auf sich zu ziehen. Ich sah das Buch in der Vorschau des Verlages, las den Titel und den Zusatz „Tipps zum Gärtnern , Ernten und Rezepte für Kinder“ und wusste sofort, dass ich dieses Buch für meine 5-Jährige Tochter haben wollte.


    Von klein auf zogen wir mit Ihr die eigenen Pflanzen auf dem Balkon, ernteten sie und machten daraus z.B. Tomatensalat oder leckere Butterbrote mit selbstangebauten Schnittlauch. Wenn Papa kocht und Mama bäckt hilft sie gerne mit und weiß die benötigten Zutaten sehr genau aufzuzählen.


    Dieses Buch nimmt uns mit auf die Reise nach Blumenstadt in die Gartenstraße 10, wo eine große Hausgemeinschaft einen eigenen Garten hegt und pflegt. In jedem Monat erntet ein Hausbewohner andere Zutaten aus dem Gemeinschaftsgarten und so begeben wir uns auf eine Reise durch das ganze Jahr, beginnend im April mit der Spargelquiche und endend im März mit Kräuterfalafel.


    Das Buch verknüpft auf eine ganz wundervolle und geschickte Art und Weise kleine Geschichten der Hausbewohner mit den folgenden Rezepten. So versucht der kleine Ramon zum Beispiel herauszufinden ob Salatgurken schwimmen können. Eben jene Salatgurken die wir dann für die selbstgemachte Zaziki benötigen. Die großformatigen Illustrationen erzählen so zum einen die Geschichte, und zeigen auf der anderen Seite aber auch sehr anschaulich welche Zutaten wir für das Rezept benötigen. Meine Tochter liebt es die einzelnen Zutaten mit Hilfe der Illustrationen aufzuzählen und sie anschließend aus meinem Mund beim vorlesen des Rezeptes wieder zu hören.


    Die Rezepte sind dabei ebenso vielfältig und bunt wie die Bewohner der Gartenstraße 10. Dieser Multikulturelle Aspekt hat mir besonders gut gefallen und bringt sehr viel Abwechslung auf den Tisch. Die 12 Rezepte sind dabei einfach und leicht nachzukochen und nehmen uns mit auf eine kulinarische Reise um die Welt.


    Die Rezepte und Illustrationen sind mediterran angehaucht, was der Autorin und Illustratorin Felicita Sala „Geschuldet“ ist. Mit diesem Bilderbuch ist bereits das zweite Buch der Italienerin bei Prestel zum Thema Essen und Kochen erschienen. Beide gehören zu der bisher 3 Bände umfassenden Reihe „Rezept Bilderbücher“ .


    Am Ende dieses außergewöhnlichen Rezeptbuches steht dann noch ein Mini-Glossar in dem die kleinen Köche erfahren wie genau das anbauen und ernten der Zutaten von statten geht, welche Ausrüstung man zum Gärtnern braucht und welches Obst und Gemüse in welcher Jahreszeit geerntet wird.



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    Cover des Buches Minna Melone - Wundersame Geschichten aus dem Wahrlichwald (ISBN: 9783570179598)

    Bewertung zu "Minna Melone - Wundersame Geschichten aus dem Wahrlichwald" von Sven Gerhardt

    Minna Melone - Wundersame Geschichten aus dem Wahrlichwald
    knuddelbackevor 2 Monaten
    DAS schönste Buch seit Langem

    Minna Melone – Wundersame Geschichten aus dem Wahrlichwald ist eines der schönsten Bücher welches wir in den vergangenen Monaten gelesen haben. Wenn nicht sogar DAS schönste.


    An einem bis dato gewöhnlichen Tag taucht Minna Melone, Ihres Zeichens Wanderratte, voll beladen mit einem Bollerwagen im beschaulichen Wahrlichwald auf. Auf Ihrer kleinen improvisierten Bühne erzählt sie fortan jeden Abend fantastische und abenteuerliche Geschichten aus Ihrem Leben. So nimmt sie nicht nur die Bewohner des Wahrlichwaldes mit auf spannende und außergewöhnliche Abenteuer sondern erobert sehr schnell auch die Herzen der Zuhörer zuhause.


    Sven Gerhart ist hier eine Geschichte über Geschichten gelungen, die man oft sucht aber selten findet. Jede einzelne der 12 Geschichten steckt voller Magie und Zauber und ist ein Plädoyer an die grenzenlosen Möglichkeiten der Phantasie. Bei den fantastischen Reisen nimmt Minna Melone die Kinder mit an ferne Orte wie Grönland, New York oder das Bermudaviereck ( ja genau, das Bermuda VIERECK ihr habt richtig gelesen.


    Doch in dem Buch steckt noch so viel mehr. Es geht um Mut und Freundschaft , um Vorurteile und Toleranz. Denn nicht alle Bewohner des Wahrlichwaldes sind der Wanderratte von Anfang an wohl gesonnen. Erst nach und nach füllen sich die Zuschauerreihen vor der Bühne , denn es gibt Tiere im Wald die Phantasie für gefährlich halten.


    Die einzelnen Kapitel sind von der Länge her perfekt für eine Gute-Abend Geschichte ab 5 Jahren und werden dabei von den wunderbaren Illustrationen Mareike Ammerskens unterstrichen. Uns hat es sehr gut gefallen, dass diese manchmal eine ganze Doppelseiten eingenommen haben und uns so eine Menge Möglichkeiten zum schauen und entdecken boten.


    Jede einzelne Geschichte steht für sich, und dennoch bauen sie aufeinander auf. Sie sind mal spannend, mal lustig und dann schlagen sie zwischendurch auch immer mal wieder einfühlsame und ruhige Töne an. Das Buch ist so unterhaltsam und abwechslungsreich, wie man es sich für das eigene Kind und sich selber nur wünschen kann. Ein tolles Leseerlebnis für die ganze Familie.


    Meine Tochter kann kaum erwarten weitere Geschichten von Minna Melone zu lesen und wir hoffen sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.


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    Cover des Buches Flüchtiges Glück (ISBN: 9783785727935)

    Bewertung zu "Flüchtiges Glück" von Ulla Mothes

    Flüchtiges Glück
    knuddelbackevor 2 Monaten
    Emotional, tiefgreifend und lange nachhallend

    „Flüchtiges Glück“ ist ein vielschichtiger Roman , der am Ende der Nachwendezeit spielt aber dennoch mehrere Generationen umfasst. Dieser Roman steckt voller Emotionen, denn es geht um Familie, Vertrauen und nicht zuletzt um Enttäuschungen: Es geht um das Leben, um das vergangene Leben, ebenso wie um das zukünftige. Ein Buch voller Gegensätze: Licht und Schatten, Vertrauen und Verrat. Familie und Staat.

    Die Geschichte von Jola und Raik könnte sich genauso in der ehemaligen DDR zugetragen haben. Beide sind das erste Mal verliebt, ineinander. Doch bevor sich zwischen den beiden mehr als eine zarte Jugendromanze entwickeln kann flieht Jola kurz vor dem Mauerfall mit Ihrer Familie in den Westen. Erst Jahre später treffen sich die beiden in Berlin wieder. Die Liebe entflammt erneut, doch auf schicksalhafte Art und Weise, durch Verrat von Vertrauten werden die beiden getrennt. Erst als Jolas Tochter Milla selber Mutter wird und anfängt nach Ihren eigenen Wurzeln zu suchen wird das ganze Ausmaß der lange zurückliegenden Handlungen einzelner Personen deutlich.

    Meistens gehen mir Rezensionen leicht von der Hand. Doch manchmal, so wie im Fall von „Flüchtiges Glück“ schaffe ich es einfach nicht die Gedanken in meinem Kopf zu ordnen. Das passiert immer dann, wenn ein Buch einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Die Geschichte von Raik und Jola hallt lange in mir nach. Die verlorene Zeit, all die verlorenen Erinnerungen , Emotionen und Geschichten, die es nun nie geben wird. Emotional hat mich die Autorin sehr berührt. Teilweise blieb ich nach dem lesen einzelner Passagen fassungslos und nachdenklich zurück. Der flüssige Schreibstil harmonierte wunderbar mit der emotionsgeladenen Geschichte . So war es mir als Leser möglich mit vollends in die verschiedenen Konstellationen einzufinden und dem Klang der Zeit zu folgen.

    Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet, ebenso wie die Schauplätze. Egal ob die Chemiearbeiter-Stadt Wolfen im Wandel der Zeit, oder die Bundeshauptstadt Berlin, der Klang der Zeit hallt auf fast jeder Seite nach und man fühlt sich teilweise sehr realistisch in die entsprechende Zeit versetzt. Man spürt den Hauch der Zeit . Ohne zunächst die Biografie der Autorin zu kennen wird einem als Leser schnell klar, dass hier jemand weiß wovon er schreibt. Selbst in Brandenburg geboren , stellte die Autorin 1986 einen Ausreiseantrag und lebt heute selber in Berlin.

    Mein Fazit: Ulla Mothes ist mit „flüchtiges Glück“ ein emotionsgeladener Roman über Schuld und Sühne, über Verrat und Vertrauen gelungen, der auf eine einzigartige Weise das Gefühl einer ganzen Generation eingefangen hat .Nachdenklich bleibe ich als Leser zurück und frage mich welchen Blick man wohl auf meine Generation und meine Familien einst werfen wird

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    • weiblich
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