kupfis_buecherkiste

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Oxford-Morde (ISBN: 9783847900474)

    Bewertung zu "Die Oxford-Morde" von Angelica Ammar

    Die Oxford-Morde
    kupfis_buecherkistevor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Wer Mordfälle aufgrund purer (mathematischer) Logik lösen mag, ist hier genau richtig. Must Read!
    Spannend und lehrreich

    Ein namenloser argentinischer Mathematik-Doktorand kann eine kleine Wohnung in Oxford bezogen, um seine Doktorarbeit voranzutreiben. Eines Nachmittags findet der Doktorand seine Vermieterin, eine ältere Dame, tot in deren Wohnung vor. Der Argentinier wird stutzig, ob dies wirklich ein natürlicher Tod war oder ob die ältere Dame ermordet wurde. Auch den Universitätsprofessor Arthur Seldom, der ebenfalls an den Tatort berufen wurde, plagen Zweifel. Besonders fallen den zweien verschiedene Symbole, die am Tatort hinterlassen wurden, ins Auge. Bei Recherchearbeiten stellen sich diese als wichtige Symbole der Pythagoräer dar. Um einen vierten Mord zu verhindern, wendet sich Seldom mit der Polizei an die Öffentlichkeit. Ob dies gelingt, dürft ihr sehr gerne selber erfahren.

    Martinez‘ Oxford Morde wurde ursprünglich als Pythagoras-Morde veröffentlicht und vom Eichborn in einer frischen Aufmachung wiederveröffentlicht. Eventuell hat manch Leser auch bereits den Film dazu gesehen. 

    Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, dass es einerseits keine blutrünstigen Morde waren. Stattdessen geschahen die Morde still, wenn nicht sogar fast unsichtbar. Die Tatmotive der Morde sind erschreckend menschlich, und haben ein sehr bedrückendes Gefühl hinterlassen. Wie weit kann ein Mensch gehen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten? Wie geht man damit um, wenn ein Mensch das eigene Leben zu sehr beherrscht, und man keinen Ausweg mehr sieht?

    Der menschliche Aspekt steht hier sehr im Fokus. Und doch hat der Autor es sich nicht nehmen lassen, dem Leser die Tür zur mathematischen Geschichte zu öffnen. Ich selbst bin noch nie ein großer Freund der Mathematik gewesen, und doch hat mich die Geschichte der Pythagoräer sehr fasziniert, weil sie in Kombination mit einem Hauch von Geheimloge und Mystik eine wundervolle Gesamtkomposition ergeben hat. 

    Die Geschichte um die Oxford Morde hat mir sehr gut gefallen. Spannend, ohne blutrünstig zu sein, geht es in diesem Buch mehr um die Lösung des Falles und die Ermittlungsarbeiten als um die Morde selber. Die Auflösung hat mich stückweit überrascht, obwohl man eventuell auch selber hätte darauf kommen können. Zudem hat der namenlose Protagonist meine Sympathie gewonnen, ebenso Arthur Seldom. Ich freue mich auf die nächste Geschichte mit den zwei Ermittlern.

    Vielen Dank an den Eichborn Verlag für das Rezensionsexemplar!




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    Cover des Buches Nachtangst (ISBN: 9783748515272)

    Bewertung zu "Nachtangst" von Emely Dark

    Nachtangst
    kupfis_buecherkistevor einem Monat
    Kurzmeinung: Es ist ein sehr persönlicher Thriller, der wahrlich unter die Haut geht!
    Eine Geschichte, die tief berührt


    Es gibt diese Geschichten, die unter die Haut gehen. Die einen wochenlang nicht loslassen, und einen tief berühren. Emely Darks Buch Nachtangst ist so eine Geschichte.

    Emely wächst in einer Familie auf, in deren Mitte der Vater den Alltag durch seinen tiefen Glauben beeinflusst. Dieser Glaube wird zu einer Belastung, an der die Familie schlußendlich zerbricht. Emely zieht mit ihrer Mutter in ein neues Zuhause, um den seelischen Misshandlungen des Vaters zu entgehen. Auf der neuen Schule lernt sie den stillen Jonas kennen. Der stellt ihr eines Tages Mic vor, und die beiden verlieben sich. Es ist die große Liebe, und Emely kann endlich ihre Dämonen aus der Kindheit loslassen. Doch das Glück wird jäh zerrissen: Mic stirbt bei einem tragischen Unfall mit Fahrerflucht. Das Fundament, was beide sich erarbeitet haben, zerbricht, und Emely steht wieder vor dem Nichts. Der scheinbar einzige Ausweg liefert Jonas: Emely rutscht in die Drogenszene ab. 

    Nachtangst ist eine Geschichte, für deren Rezension ich lange nach den passenden Worten gesucht habe. Wie bewertet man ein Buch, in dem so viel Tragik steckt? Eine Frau, die mehrfach Schutz gesucht hat, gefunden hat, und doch so schmerzlich verloren hat. Es ist das Zeitzeugnis einer Frau, die es auf so unglaubliche Art und Weise geschafft hat, sich von dem eigenen Grauen zu befreien. Es gehört so viel Kraft und Mut dazu, sich gegen den eigenen Vater zu stellen, auch wenn es allen Grund dafür gab. 

    Nachtangst hat mich auf mehrfache Weise berührt: ich habe mich für Emely so gefreut, als sie sich mit Jonas angefreundet hatte, als sie mit Mic die ersten Schmetterlinge im Bauch hatte. Die Trauer, als ihr nicht nur Mic genommen wurde. Die Wut, als Emely zu ihrem Vater zurück wollte, und die Befreiung, als sie den Fängen ihres Vaters entkommen konnte. 

    Anfangs habe ich mich gefragt, wieviel Wahrheit in dieser Geschichte steckt. Ich stimme Viki von Vikis Traumwelt zu, dass man es zu gegebener Zeit herausfiltern kann. Nachtangst spricht Bände. Einerseits keine leicht verdauliche Kost, und doch: man muss es in einem Zug lesen. Emelys Geschichte wird einen nicht loslassen. Man wird sie immer im Herzen tragen, und hoffen, dass sich diese Geschichte nicht nochmal wiederholen muss. 

    Emely: ich danke dir, dass du deine so persönliche Geschichte geteilt hast. Sie sollte jedem eine Warnung sein, anderen Menschen mehr zuzuhören, und ihnen in schweren Tagen besser helfen zu können.


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    Cover des Buches Ära des Verrats (ISBN: 9783750436275)

    Bewertung zu "Ära des Verrats" von S.D. Foik

    Ära des Verrats
    kupfis_buecherkistevor einem Monat
    Kurzmeinung: Was, wenn die Geheimdienste in aktuellen Geschehnissen mehr die Finger drin hat als man es erwartet? Ein sehr spannender Thriller!
    Spannend, brisant, hochaktuell!

    Spionage hat in der Weltgeschichte schon immer eine entscheidende Rolle gespielt. Mancher Spionageauftrag hat denVerlauf der Geschichte geprägt. Nur: vieles bekommt der normale Bürger gar nicht mit. Umso brisanter sind die Erkenntnisse, die die sogenannten Whistleblower an den Tag legen. Ein sehr bekannter Whistleblower ist Edward Snowden. Doch wie konnte er an so viele brisante Daten kommen, und warum hat er diese veröffentlicht? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Snowden konnte fliehen, und nicht nur die nationalen Geheimdienste machen Jagd auf den vermeintlichen Verräter. 

    Doch in den Reihen der Geheimdienste gibt es Stunk: es scheint einen Maulwurf zu geben, der sich nicht nur für einen Geheimdienst gearbeitet. 

    Gleichzeitig erfahren wir, dass auch bei der Entscheidung der Ukraine über den Eintritt in die Europäische Union die Geheimdienste ihre Finger im Spiel hatten. Nicht nur politische, sondern auch primär finanzielle Faktoren sind hier in die Entscheidung eingeflossen. Und doch: das Volk begehrt auf. 

    Foiks Schreibstil besticht durch prägnante Sätze. Er führt uns gezielt durchs Geschehen, setzt gekonnt Pausen, ergänzt Informationen über die Protagonisten, wo es nötig ist, ohne zu langweilen. Einige Protagonisten sind der Fantasie entsprungen, einige der Realität. Und doch wirken sie alle glaubhaft. Mit diesem Buch ist es dem Autor gelungen, schwer verdauliche Themen so aufzubereiten, dass sie für den Leser verständlich sind. Sicherlich muss man das ein oder andere Thema vertiefen, gerade wenn man sich mit den Themen nicht näher befasst hat. Aber gerade das hat mir besonders gut an diesem Buch gefallen. Es war anspruchsvoll, ohne zu überfordern, es war lehrreich und gleichzeitig hat es einem die Augen geöffnet, dass unsere Daten nicht immer so sicher sind, wie wir es gerne hätten. 

    Vielen Dank an Sebastian Foik für dieses Werk, es sei jedem wissbegierigem Leser ans Herz gelegt!




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    Cover des Buches Blutbuche (ISBN: 9783453439726)

    Bewertung zu "Blutbuche" von Ule Hansen

    Blutbuche
    kupfis_buecherkistevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, wie der Täter entlarvt wurde. ich hatte spannende Lesestunden!
    Spannend, brutal, gut

    Die polnische Polizei erhält einige Briefe, in denen Frauen um Hilfe rufen. Sie werden gefangen gehalten, misshandelt, und hoffen, dass sie mit den Briefen Hilfe von öffentlicher Stelle erhalten. Die polnische Polizei bittet die berühmte Berliner Fallanalystin Emma Carow um Hilfe. Zwar liegt der Verdacht nahe, dass die Verbrechen in Polen begangen werden, aber die Briefe sind auf deutsch verfasst. 

    Emma Carow ist für ihr analytisches Denken bekannt. In einem Team, das überwiegend aus Männern besteht, musste sie erst ihre Position stärken. Durch eine Vergewaltigung ist Emma zu einem sehr verschrobenen Menschen geworden. Geplagt von Albträumen und den immer noch andauernden Kontakt zu ihrem Vergewaltiger ist sie eigenbrötlerisch und launisch, nicht immer zum Gefallen ihrer Kollegen. Als die polnische Polizei sie um Hilfe bittet, versucht sie so viele Informationen wie möglich aus den Briefen in ein Täterprofil zu verarbeiten. Das erste Täterprofil lässt Emma jedoch wachsam bleiben. Ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass etwas nicht stimmt, und so fängt sie an, auf eigene Faust zu ermitteln. Und begibt sich in große Gefahr. Erst ihr Vergewaltiger kann ihr einen entscheidenen Tipp geben. 

    Blutbuche ist ein sehr spannender Krimi, auch wenn ich schnell für mich einen Verdächtigen gefunden habe. Aber mir gefiel die Herangehensweise der Täterermittlung. Auch wenn ich mich erst sehr sicher fühlte, was den Täter anbelangte, bekam ich meine Zweifel, da das Autorenduo um Ule Hansen immer wieder neue Fährten legte, und man sich erst zum Schluss sicher war, dass der Täter gefunden war. 

    Die Protagonisten waren glaubwürdig, und auch sympathisch. Carows stotternder Kollege war für mich Sympathieträger Nummer 1. Aber auch Carow selber konnte mich als eigenwillige Ermittlerin überzeugen. Geplagt von ihren Dämonen, ihrem Vergewaltiger zu verzeihen, hat für mich eine wichtige Rolle gespielt. So ist die Hauptprotagonistin mit ihren eigenwilligen Marotten und Verhaltensausbrüchen viel besser zu verstehen. Ihr Drang, das letzte Opfer zu retten, lässt sie nicht aufgeben. 

    Dieser Thriller hat mich positiv überrascht. Anfangs war ich aufgrund der Eingangsszene noch skeptisch, später konnte mich das Buch regelrecht fesseln. Das bewusste Legen falscher Fährten, insbesondere die des ältesten Baumes Polens, hat mir sehr gut gefallen. Der Täter war mir zwar recht schnell bewusst, aber ich fand es sehr spannend, wie die Ermittlerin seine Taten beweisen kann. Ebenso das Rangeln der deutschen und polnischen Behörden, wer diesen Fall für sich verbuchen darf, hat bei mir Anklang gefunden. Manch Platz in Berlin kannte ich bereits, und ich frage mich, wie oft diese öffentlichen Plätzen wirklich Schauplatz von Verbrechen geworden sin. Volle Punktzahl!




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    Cover des Buches Die Augen der Finsternis (ISBN: 9783548064147)

    Bewertung zu "Die Augen der Finsternis" von Dean Koontz

    Die Augen der Finsternis
    kupfis_buecherkistevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Mutter glaubt nicht an den Tod ihres Sohnes, und begibt sich auf eine gefährliche Suche nach ihrem Sohn. Mega spannend!
    eine spannende Suche nach einem todgeglaubten Jungen

    Dean Koontz ist für mich ein Autor, der aus der Horrorliteratur gar nicht mehr wegzudenken ist. Jedes Buch, das ich bisher von ihm gelesen habe, war spannend bis zum Ende. Auch „die Augen der Finsternis“birgt sehr viel Spannung. 

    Tina Evans hat bei einem tragischen Unfall ihren Sohn Danny verloren. Langsam wagt sie es, den Tod ihres Sohnes zu akzeptieren, als in Dannys Zimmer an einer Tafel steht: „Nicht tot!“. Tina hält dies für einen sehr üblen Scherz, und die Wunden reißen wieder auf. Zuerst verdächtigt sie ihren Ex-Mann, dieser kann aber glaubhaft nachweisen, dass er diese Tag nicht begangen hat. So erzählt Tina ihrem neuen Lebensgefährten Elliot von ihren Albträumen, in der Danny sie nachts ruft. Elliot zweifelt stark an Tinas Version, will ihr aber helfen, einen Schlussstrich zu ziehen.

    Bei ihren Ermittlungen wird das Duo verfolgt von einer Gruppe, die viel zu vertuschen hat. In den Bergen der Sierra Nevada gibt es ein geheimes Forschungslabor, in dem ein Virus namens Wuhan-300 erforscht wird. Die Auswirkungen des Virus und die Entwicklung eines Gegenmittels stecken noch in den Kinderschuhen. Danny und viele weitere Kinder wurden als lebende Forschungsobjekte entführt. Ob Tina mit Elliot Danny aus diesem Forschungslabor befreien kann, ist Gegenstand dieser Geschichte. 

    Zugegeben, nachdem die Geschichte im Zuge der aktuellen Coronapandemie gehyped wurde, war ich neugierig. Und doch: die Geschichte hat mit dem aktuellen Virus nicht allzuviel zu tun. Sicherlich spielt ein Virus und dessen Auswirkungen eine bedeutsame Rolle, jedoch finde ich den Aspekt, dass hier nicht nur ein Kind zu Forschungszwecken entführt wurde, viel bedeutsamer. Auch der psychologische Aspekt, dass eine Mutter nicht an den Tod ihres Kindes glauben kann, Bedenken hat, und den Tod nicht akzeptieren will, ist ein wesentlicher Gegenstand des Buches. So gleicht die Suche nach ihrem Sohn, die Tina mit Elliot beginnt, einer rasanten Flucht. Wo sind die ethischen Grenzen zu setzen, mit denen sich Ärzte und Forscher tagtäglich auseinander setzen müssen? 

    Zugegebenerweise hat Dean Koontz dieses Buch überarbeitet, und an die aktuellen Geschehnisse (nicht nur hinsichtlich der Corona-Krise) angepasst. Da ich die alte Fassung seines Buches „Die Augen der Finsternis“ nicht kenne, kann ich nur über diese aktuelle Fassung sprechen. Und die hat mir recht gut gefallen. Die Brisanz erscheint aktuell: ein Virus gerät ausser Kontrolle, ein Forschungslabor nimmt ethische Testregeln nicht allzu Ernst. Das Thema war, ist und wird sicherlich uns noch sehr lange verfolgen. 

    Wer bei diesem Buch jetzt vermutet hat, dass es nur um ein Virus geht, wird sicherlich enttäuscht sein. Dieses Buch erzählt viel mehr die Geschichte einer Frau, die nicht glauben will, dass ihr Sohn tot ist. Es ist eine Geschichte, bei der ein Virus eine wichtige Rolle spielt, um die Grundsituation herzustellen, und den Handlungsstrang zu vervollständigen. 

    Der Schreibstil Dean Koontz‘ hat mir sehr gefallen: flüssig, ohne ausschweifende Schnörkel, und konzentriert auf den Punkt gebracht. Das Cover selber ist passend gestaltet. Mir hat das Buch recht gut gefallen.

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    Cover des Buches Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite (ISBN: 9783748800132)

    Bewertung zu "Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite" von Paul Durham

    Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite
    kupfis_buecherkistevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Lesen ist hier Pflicht. Ein Buch voller Legenden, geheimnisvollen Runen und Geheimgängen, mutige Dorfbewohner und Legenden.
    wundervolles Jugendbuch

    In vielen Geschichten geht es um den Kampf Gut gegen Böse. Doch was, wenn das Böse einen noch schlimmeren Feind bekämpfen muss?

    In Morderfurt gibt es viele Sagen über die Ungeheuerlichen. Diese haben einst die Nobolde erfolgreich aus der Stadt vertrieben und sorgten dafür, dass das auch so blieb. Der Graf hatte mit den Ungeheuerlichen einen Pakt geschlossen, doch dieser ignorierte schlussendlich den Pakt, schob die Schuld den Ungeheuerlichen zu und so wurden diese aus der Stadt verbannt. Als die Nobolde zurück in die Stadt kommen, verursacht dies Chaos, Angst und falsche Gerüchte. Ein Plan muss her! Doch der Graf sieht gar nicht ein, die Stadt zu retten. Riley, kurz Rey genannt, ihre Mutter Abby, und der mysteriöse Harmlos nehmen sich der Situation an. 

    Diese Geschichte über die Ungeheuerlichen ist ein wundervolles Abenteuer. Ein verbitterter Graf hält eine Stadt in Atem, schikaniert mit seinen Schergen die Bevölkerung und brummt ihnen sehr fragwürdige Strafen auf. Im Schlammtümpelweg in Morderfurt lebt Riley, kurz Rey genannt, mit ihrer Mutter Abby und der kleinen Schwester Lottie. Abby betreibt einen Weidenladen, verkauft dort allerhand seltsamer Dinge, und ist selbst von den Schikanen der Öffentlichen betroffen. Als die Nobolde erscheinen, verschwindet sie Nacht für Nacht in die Dunkelheit. Rey wundert sich darüber, und stellt Nachforschungen an. Dabei helfen ihr ihre Freunde Folly und Quinn, und manchmal sogar ihre kleine Schwester Lottie. Eines Nachts tritt ein Mann namens Harmlos in Reys Leben, dessen Geschichte und vor allem wichtige Rolle im Kampf gegen die Nobolde erst nach und nach offenbart. Dieser führt sie nicht nur in die Geschichte der Ungeheuerlichen ein, sondern hilft Rey auch, die Nobolde wieder zu vertreiben. 

    Die Protagonisten sind unglaublich liebevoll gestaltet. Selbst der Graf, so grausam er ist, kann stellenweise durch seine tragische Vergangenheit an Sympathie gewinnen. Jeder Protagonist ist wie ein Zahnrad, das eine wichtige Rolle spielt, um die Geschichte weiter voran zu treiben. Die Stadt Morderfurt hat ihren eigenen Charme: dreckig, düster, unheimlich. Doch gerade die Bevölkerung, die im geheimen zusammen hält, macht das Städtchen zu einem lebenswerten Platz. Vieles geschieht wirklich im Geheimen: in vielen unterirdischen Gängen oder auf den Dächern verbünden sich die Bewohner mit den Ungeheuerlichen, um das Böse zu bekämpfen. Hilfe gibt es an manch unerwarteter Stelle. 

    Paul Durham hat hier eine Welt erschaffen, in die ich sehr sehr gerne abgetaucht bin. Geheimnisvolle Runen und Glücksbringer; Geheimgänge, Charaktere, mit denen ich mitfiebern konnte: Alles in allem einfach ein perfektes Buch. Harmlos hat mich sogar etwas an Staubfinger (Tintenherz) erinnert. In der Welt von Morderfurt geht es um Enttäuschung, um Legenden, Freundschaft, alte Pakte und Familiengeheimnisse! Es ist ein riesiges Abenteuer, das nach viel viel mehr Nachschub schreit! Ich denke, ich habe ein Jahreshighlight gefunden!

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    Cover des Buches Dann bleiben wir eben zu Hause! (ISBN: 9783548064345)

    Bewertung zu "Dann bleiben wir eben zu Hause!" von Renate Bergmann

    Dann bleiben wir eben zu Hause!
    kupfis_buecherkistevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Leider ein Renate Bergmann Buch, dass das Niveau der vorherigen Bücher nicht mehr halten kann.
    Leider nicht der stärkste Band aus der Renate Bergmannreihe

    Renate Bergmann ist in den letzten Jahren zu einem fiktiven Kultcharakter gewachsen. Eine ältere Dame entdeckt auf charmante Art und Weise das Internet, und berichtet aus ihrem Leben, wie sie mit ihren Freunden auf Beerdigungen geht, um Kuchen einzutuppern, oder im Supermarkt besondere Angebote abzustauben. Zudem berichtet sie sehr unterhaltsam, wie ernst (oder eben auch nicht) ihre Nachbarn die Kehrwoche nehmen. Doch viele Unternehmungen, die Renate Bergmann bisher erlebt hat, sind aufgrund der Coronakrise vorerst nicht möglich. Der Seniorensport findet Online statt, der Neffe kämpfen im Homeoffice mit der Internetgeschwindigkeit und -stabilität. Die Kinder wollen beschäftigt werden, da die Kitas erstmal geschlossen waren. Das Vorlesen über Videotelefonie stellt manchen Senior vor neue Herausforderungen, wird aber zur Enttäuschung der Omas teilweise zum Flop. Bei den Hamsterkäufen um Lebensmittel (besonders Hefe) und Hygieneartikel kann Renate Bergmann nur müde lächeln. Denn sowas hat sie bereits auf der Bräuteschule gelernt, und lebt die Vorratshaltung seit Jahren. 

    Gerade das bereits vorhandene Wissen einer Renate Bergmann, gespickt mit dem Aufgreifen bereits mehrfach im Internet erwähnten Sprüchebildern im Internet über die teils seltsam anmutenden Hamsterkäufen lässt meine persönliche Begeisterung für dieses Buch schrumpfen. Einerseits ist es ganz unterhaltsam, Anleitungen für Hefe zum Selbermachen, Kuchenideen aus wenigen Zutaten, Berichte über das lahme Internet und fehlendes Toilettenpapier oder Überfüllung der Wertstoffhöfe aufgrund geballter Ausmistaktionen zu lesen, andererseits: man kennt es schon zur Genüge. 

    Wer gerne nochmal eine Zusammenfassung der verrücktesten Ereignisse haben möchte, darf hier zu diesem Buch beherzt zugreifen. Die ersten Renate Bergmann-Bücher habe ich sehr gern gelesen, aber für mich kam dieses Buch leider nicht mehr an den Charme und Spaß der ersten Bücher heran. 




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    Cover des Buches Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft (ISBN: 9783401603087)

    Bewertung zu "Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft" von Anna Ruhe

    Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft
    kupfis_buecherkistevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wirklich schönes Abenteuer für Duftexperten, nicht nur für Kinder und Jugendliche!
    Duftes Buch

    Lange schleiche ich schon um die Buchreihe „Die Duftapotheke“ herum. Die Cover sind einfach unschlagbar schön: einerseits sehr bunt, ohne überladen zu wirken. Allein die vielen Details sind so detailliert ausgearbeitet, und auf dem ersten Teil ist sogar ein glänzender Silberdruck eingefügt. I am in love!

    Luzie zieht mit ihrer Familie in eine Villa ein. Ihre Mutter ist Restauratorin und soll die Villa auf Vordermann bringen. In der Nachbarschaft erzählt man sich allerlei Geschichten über diese Villa. Besonders der Nachbarsjunge Mats ist an der Villa stark interessiert. Schnell freunden sich die zwei an, und erforschen mit Luzies kleinem Bruder Benno die Villa. Die birgt nämlich allerlei Geheimnisse, vor allem im Keller. Dort entdeckt das Trio eine Duftapotheke: Regale voller Flakons, gefüllt mit allerlei Düften, die nicht nur Gutes bereitstellen. So stibitzt der kleine Benno einen Flakon, der fast den ganzen Ort ausser Gefecht setzt. Nun müssen die drei den Gegenduft finden, vor allem, bevor der Gärtner, der mit auf dem Gelände der Villa wohnt, sie erwischt. Denn der Gärtner wirkt auf die Kinder sehr verdächtig. 

    Der erste Teil der Duftapotheke – Ein Geheimnis liegt in der Luft hab ich innerhalb von kurzer Zeit verschlungen. Es ist eins dieser Bücher, bei denen ich sehr froh bin, dass es noch weitere Teile gibt. Die Geschichte über Düfte, die eine bestimmte Wirkung haben, ein Haus, das viele Geheimnisse birgt, eine Familie, die etwas anders ist als manch andere Familie: ich habe diese bunte Mischung wirklich sehr genossen. Die Protagonisten konnte ich mir wirklich super vorstellen, und ich habe sie alle geliebt, auch den grummeligen und verschrobenen Gärtner. 

    Viele verbinden mit Düften Erinnerungen. Aber Düfte und Aromen haben auch sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die eigene Stimmung. Manche Düfte und Aromen beruhigen, manche regen an, andere verändern die Stimmung. Dies hat Anna Ruhe wunderbar aufgegriffen. Es gibt sogar eine Duftkarte, die ich in ihrer Art nur von Whiskys kenne (sortiert nach Geschmacksrichtungen und Stärke). So konnten die Protagonisten immer nach dem Gegenduft suchen, den sie aktuell zu bekämpfen hatten. Die Autorin hat sic mit ihrer Geschichte richtig Mühe gegeben! 

    Innen wie aussen, es ist ein sehr lohnenswertes Buch! Übrigens ist dies der erste Teil, bereits im Herbst wird der fünfte Teil erscheinen!

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    Cover des Buches Drei Lieder für die Königstochter (ISBN: 9783958691735)

    Bewertung zu "Drei Lieder für die Königstochter" von Susanne Pavlovic

    Drei Lieder für die Königstochter
    kupfis_buecherkistevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über einen unliebsamen Barden, der eine Prinzessin und den König retten soll Viel zu kurz, und doch wunderschön
    Eine wunderbare Geschichte

    In einer Amrum Wolkenbox gab es mal ein Buch von Susanne Pavlovic mit dem Titel „Drei Lieder für die Königstochter“. Lange, viel zu lange lag das Buch auf meinem Bücherstapel. Auch wenn ich daheim kein eigenes Lagerfeuer hatte, war mir nach einer dieser Geschichten, die man sich gerne am Lagerfeuer erzählte. 

    Wolfram, der Spielmann, ist auf der Flucht. Er hat sich über den Thronräuber lustig gemacht, und das passt diesem so gar nicht, und lässt nach Wolfram suchen. Während er auf der Flucht ist, bekommt er einen Auftrag, der ihm reichlich unangenehm ist. Denn er soll bewusst ins Gefängnis gehen, um die Königstochter und ihren Vater, den rechtmäßigen König, zu befreien. 

    Um diesen Auftrag erfolgreich auszuführen, wird er mit reichlich zauberhaften Hilfen ausgestattet. Aber auch sein eigenes Talent wird gebraucht: so kann er mit drei Liedern die Königstochter befreien. 

    Es ist eine dieser Geschichten, in die man so schön schnell abtauchen kann. Susanne Pavlovic zieht einen schnell in den Bann, und lässt einen schnell im Geschehen ankommen, ohne einen zu überrumpeln. Und leider war diese Geschichte auch viel viel zu schnell vorbei. Denn ich wäre sehr gerne mit dem Barden und der Königstochter durch weitere Geheimgänge geflitzt.

    Das Schöne: dieses Büchlein, welches soooo schön gestaltet ist, stammt aus dem Feuerjägeruniversum. Und da heißt es: es gibt noch weiteren Lesestoff! 

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    Cover des Buches Opferfluss (ISBN: 9783453439450)

    Bewertung zu "Opferfluss" von Lorenz Stassen

    Opferfluss
    kupfis_buecherkistevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Was, wenn die Polizei die Fakten eines Falles verdreht, und damit einen erfahrenen Kollegen opfert? Ein wahrlich spannender Krimi!
    Spannend bis zum Schluss

    Moment habe ich wieder vermehrt Interesse an Krimis, und so durfte bei mir Opferfluss als Hörbuch einziehen. Besonders gefreut habe ich mich über den Sprecher Uve Teschner, der zu einen meiner Lieblingssprechern geworden ist. 

    Bei einem Polizeieinsatz gerät der Kommissar Rongen ins Zentrum der Ermittlungen, denn er soll einen Verdächtigen erschossen haben. Eine Zeugin, die der Kommissar gesehen hat, bleibt verschwunden. Da er sehr sicher ist, was er gesehen hat, seine Version aber nicht auf die Gegenliebe stößt, die er sich gewünscht hätte, sucht sich Rongen Hilfe. Und zwar bei dem Anwalt, mit dem ihm alles andere als eine tiefe Freundschaft verbindet. Nicolas Meller hat sich in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp als Anwalt gemausert, und soll nun Rongen aus der Patsche helfen. Dabei stößt Meller auf einige Ungereimtheiten innerhalb der Polizeibehörde, die ihn misstrauisch werden lassen. Trägt Rongen doch die Schuld, oder ist er selbst Opfer der Missetaten seiner Kollegen?

    Mit „Opferfluss“ ist Lorenz Stassen ein Krimi gelungen, der mir recht gut gefallen hat. Es ist ein sehr verhängnisvoller Ausflug in eine Welt, in der die Polizei in keinem guten Licht da steht. Spuren wurden gefälscht, die verantwortlichen Kollegen werden von den höchsten Rängen gedeckt. Meller begibt sich auf gefährliches Terrain, so dass er sogar die Aufmerksamkeit der russischen Mafia auf sich zieht. Kann Meller Rongen noch retten?

    Opferfluss ist eine Geschichte, bei der man hofft, dass sie im Alltag nicht allzuoft vorkommt. Die Geschichte empfand ich als fesselnd. Die Eingangsszene wurde geschickt in den weiteren Handlungsablauf eingeflochten, die Intrigen erst nach und nach aufgelöst. Es mutet erschütternd an, dass die Ermittler ohne weiteres einen Kollegen opfern, um ihre Interessen zu vertreten. Die Tragik und Tragweite wird erst im letzten Drittel offenbart. So ist und bleibt dieser Krimi spannend bis zum Schluss. Der Sprecher Uve Teschner leistet hierzu professionell seinen Beitrag zur Spannung bei. Mit einer wunderbaren Ruhe, ohne viel Schnörkel, trägt er diesen Krimi vor, und lässt einen gebannt zuhören. Eine wunderbare Sprecherauswahl. Sollte man gehört haben!

    Vielen Dank an RandomHouse Audio, dass ich dieser tollen Produktion lauschen durfte. 




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