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lauravoneden

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Wenn die Stille schreit (ISBN: 9783839200926)

    Bewertung zu "Wenn die Stille schreit" von Roman Klementovic

    Wenn die Stille schreit
    lauravonedenvor 2 Tagen
    Wenn die Stille schreit

    Tim hat einen langen Arbeitstag hinter sich, als er endlich mitten im Schneesturm zu Hause ankommt. Gerade eben hat er noch mit seiner Frau telefoniert, doch nun liegt sein abgelegenes Haus in völliger Dunkelheit vor ihm. Im Haus findet sich keine Spur von Natalie. Tim beschleicht ein ganz ungutes Gefühl, denn vor Kurzem wurde bekannt, dass sich zwei entflohene Mörder in der Gegend rumtreiben sollen. Inmitten der eisigen Kälte macht sich Tim auf die Suche nach seiner Frau…

    „Wenn die Stille schreit“ ist ein kurzer, knackiger Thriller, der mich sofort abholen konnte. Eigentlich bin ich gar kein so großer Freund von Kurzgeschichten, doch hier hat mich der Klappentext einfach so angesprochen, dass ich nicht widerstehen konnte.

    Es ist schon eine Kunst auf so wenigen Seiten, den Leser so zu fesseln. Hier bleibt keine Zeit für große Ausschmückungen und Beschreibungen. Man muss auf den Punkt kommen und dennoch einen Spannungsbogen zaubern, der den Leser anspricht. Und genau das ist dem Autoren wirklich wunderbar gelungen.

    Ich war sofort in der Geschichte drin und habe die kalte Atmosphäre förmlich selbst gespürt. Man konnte mit der Hauptfigur mitfiebern, die sich durch den Schneesturm kämpfte und gleichzeitig hat man auch etwas von der Hintergrundstory um das Ehepaar erfahren.

    Insgesamt war es einfach eine wirklich tolle Mischung aus Kurz und Knackig & trotzdem genug Informationen, um Spannung in die Geschichte zu bringen. Ich werde auf jeden Fall mehr von dem Autoren lesen, denn wer auf so wenigen Seiten so gut schreiben kann, wer weiß was er dann schafft, wenn er mehr Platz hat?

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    Cover des Buches Perfect Woman – Was weißt du wirklich über sie? - (ISBN: 9783453425446)

    Bewertung zu "Perfect Woman – Was weißt du wirklich über sie? -" von Andrea Bartz

    Perfect Woman – Was weißt du wirklich über sie? -
    lauravonedenvor 3 Tagen
    Perfect Woman

    Jung, dynamisch und attraktiv – so würde man Eleanor, eine Unternehmensgründerin, beschreiben. Inmitten von New York hat sie den Co-Working-Space “The Herd” für Frauen gegründet. Kein Wunder, dass jede Frau, die etwas auf sich hält, sich um eine Mitgliedschaft in diesem elitären Club reißt. Doch kurz vor einer bahnbrechenden Enthüllung, verschwindet Eleanor spurlos. Aufgrund ihrer Position hatte sie viele Feinde, doch würde jemand wirklich so weit gehen und Eleanor etwas antun? Ihre Teammitglieder Hana und Katie stellen bald fest, dass Eleanor anscheind einige düstere Geheimnisse hütete…

    An “Perfect Woman” hat mich vor allem der Klappentext gereizt, da leider das Cover gar nicht bei mir punkten konnte. Mit Nahmaufnahmen von Gesichtern werde ich mich wohl nie anfreunden können, aber das ist Geschmackssache. Die Story jedoch erschien mir modern, vermischt mit etwas Mysteriösem und einer Prise Frauenpower.

    Ich bin etwas schwer hineingekommen in die Story, nach etwa 100 Seiten nahm das Ganze jedoch an Fahrt auf. Zuvor haben wir uns sehr ausgiebig mit dem Rahmenkonstrukt des Unternehmens auseinander gesetzt und haben unsere beiden Hauptakteurinnen kennen gelernt. Hana und Katie sind Schwetsern und könnten unterschiedlicher nicht sein. Hana arbeitet bereits seit Jahren an der Seite von Eleanor und versucht nun ihre jüngere Schwester Katie auch im Co-Working-Space unterzubringen. Eleanor verschwindet recht früh in der Geschichte, was sie recht blass und glattgeschliffen bleiben lässt. Im Grunde passt dies jedoch sehr gut zur Story, denn “Perfect Woman” zeigt auf, dass hinter einer scheinbar perfekten Existenz etwas ganz anderes stecken kann.

    Nun wurde extra ein rein weiblicher Co-Working-Space erfunden, damit die Frauen dort ungezwungener ihrer Arbeit nachgehen können und fernab männlicher Existenz ihre Leistung erbringen können. Dennoch ging es auch bei “The Herd” immer darum, ein poliertes Image und makelloses Auftreten zu haben. Ich muss zugeben, so richtig habe ich den Sinn des rein weiblichen Co-Working-Spaces nicht verstanden. Die Grundidee ist schön, doch die Umsetzung war etwas zweifelhaft.

    Im Buch wechseln wir häufig die Geschehensorte und switchen immer zwischen der Ansicht von Hana und Katie. Einmal in Fahrt, war die Story durchaus spannend und konnte mich fesseln. Die Autorin hat so manches Mal versucht, den Leser auf’s Glatteis zu führen, und die Fäden haben sich tatsächlich erst ziemlich spät miteinander verknüpft. Insgesamt war “Perfect Woman” ein solides Buch, in das man sich zwar etwas reinkämpfen musste, aber am Ende wurde man belohnt mit einer stimmigen Geschichte.

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    Cover des Buches The Call (ISBN: 9783548064093)

    Bewertung zu "The Call" von E. G. Scott

    The Call
    lauravonedenvor einem Monat
    The Call

    Charlotte bekommt einen Anruf von der Polizei, da sie als Notfallkontakt einer unbekannten Toten aufgeführt ist. Sie soll nun Licht ins Dunkel bringen und die junge Frau identifizieren. Doch wer soll die Tote sein? Charlotte fällt einfach niemand ein und als sie dann in der Pathologie vor der Toten steht, kennt sie die Frau tatsächlich nicht. Warum aber hatte die Tote ihre Telefonnummer bei sich? Das wirft natürlich kein gutes Licht auf Charlotte und im Handumdrehen ist sie die Hauptverdächtige…

    “The Call” ist das Erstlingswerk von einem Autorenduo. Den Titel finde ich etwas unglücklich gewählt, weil er einfach nichtssagend und sehr austauschbar ist. Ich muss zugeben, dass ich relativ große Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzukommen. Man bekommt viele Bruchstücke geliefert, die lange keinen Sinn machen. Es dauert eine Weile bis man die einzelnen Passagen in einen Zusammenhang bringen kann und bis dahin hatte ich zunehmend mehr Fragezeichen vor Augen. Tatsächlich hatte ich sogar überlegt, das Buch abzubrechen. Nicht dass es irgendwelche groben Schnitzer gegeben hätte, aber ich bin einfach nicht in den Lesefluss gekommen. Die Sogwirkung, die eine Story im Idealfall haben sollte, hat gefehlt.

    Nun breche ich Bücher aber wirklich ungerne ab, also bin ich doch am Ball geblieben. Ab der Hälfte etwa wurde es tatsächlich besser. Während wir uns am Anfang hauptsächlich mit dem Beziehungsgeflecht von Charlotte beschäftigt haben, bei ihren Akupunktur-Sessions dabei waren und und irgendwelche Chats gelesen haben, geht es danach endlich mehr um die Tote und die Auflösung des Falles. Wir springen übrigens auch oft zwischen den Perspektiven umher, was fast ein bisschen erleichternd war, da die Hauptfigur Charlotte etwas nervig war. So viel zwischenmenschliche Naivität habe ich bei einer erwachsenen Frau, die ansonsten ja intelligent war, selten gesehen.

    Schlussendlich war die Story selbst wohl auch einfach nicht mein Fall. Alles ein wenig zusammengeschustert und ohne die nötige Spannung. Von der Aufmachung des Covers und des Klappentextes, war ich ganz angetan, aber die Story hat mich einfach nicht in seinen Bann ziehen können.

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    Cover des Buches Totenschrein (ISBN: 9783548290751)

    Bewertung zu "Totenschrein" von Ellison Cooper

    Totenschrein
    lauravonedenvor einem Monat
    Totenschrein

    Inmitten von Washington wird die grausam inszenierte Leiche einer Jugendlichen gefunden. Die Art der Tötung und die Aufmachung des Schauplatzes deutet auf einen Ritualmord hin. FBI Agentin Sayer Altair nimmt die Ermittlungen auf. Während die Spurensuche langsam an Fahrt aufnimmt, stellt sich heraus, dass das tote Mädchen zu einer Reisegruppe von Schülern gehört. Nach kurzer Recherche ist klar, dass die gesamte Reisegruppe samt Bus wie vom Erdboden verschluckt ist. Sayer ahnt sofort, dass der nächste Mord nicht lange auf sich warten lassen wird…

    “Totenschrein” ist das dritte Buch in der Reihe rund um die FBI Agentin Sayer Altair. Unterstützt wird sie von einem Team, welches wir bereits seit dem ersten Buch kennen. Sayer erfüllt weiterhin das Klischee einer eher zurückgezogenen Ermittlerin, wobei ihre Härte langsam etwas aufweicht. Ich mag sie als Figur wirklich gerne, da sie kein Blatt vor den Mund nimmt und Aufträge und Situation durchaus hinterfragt, statt einfach nur nach Befehl von Oben zu handeln.

    Auch im dritten Teil wird der rote Faden rund um den mysteriösen Tod ihres Verlobten weitergesponnen. Sayer war von Anfang an skeptisch, was den Tod ihres Verlobten anging, und nun findet sie auch in diesem Buch weitere Hinweise, die keinen Sinn ergeben.

    Der Fall selbst war wieder mal äußerst spannend! Beim zweiten Buch hatte kleine Abstriche gemacht, was die Story anging, aber dieser Teil hat es wieder vollkommen geschaft, mich zu begeistern! Stück für Stück kommen wir dem Täter näher und Sayer leistet wirklich tolle Ermittlungsarbeit. Sie lässt sich von ihrem Bauchgefühl leiten, anstatt starr auf die Richtlinien und Hinweise zu achten. Auch in diesem Buch wurde wieder ein interessantes Thema eingearbeitet, wir beschäftigen uns mit der ägyptischen Mythologie. Das Ganze wurde sehr passend eingearbeitet und war auch für Leute wie mich, die sich mit dem Thema noch gar nicht auseinander gesetzt haben, leicht verständlich.

    Auch Sayers Forschungen im Bereich der Psychopathie wurden wieder thematisiert und leiten uns zum Ende der Story sogar in ein kleines offenes Ende… Leider habe ich noch nichts bezüglich eines vierten Teils finden können, ich hoffe jedoch sehr, dass die Autorin die Reihe weiterführen wird.

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    Cover des Buches Sweet Goodbye (ISBN: 9783471360392)

    Bewertung zu "Sweet Goodbye" von Camilla Läckberg

    Sweet Goodbye
    lauravonedenvor 2 Monaten
    Sweet Goodbye

    Camilla Läckbergs Bücher rund um das Thema Rache hatten mich ja schon mit “Golden Cage” absolut überzeugt. Während die meisten Leser ihre Krimi Reihe besonders mögen, hat mir das Thema Rache einen Tick besser gefallen. Die Bücher waren bsiher allesamt super unterhaltsam zu lesen, wenngleich sie oft auch etwas überspitzt waren.

    Auch “Sweet Goodbye” ist in seinen Grundzügen eher etwas überzogen. Die vier Teenager Liv, Martina, Max und Anton werden als verzogene und egozentrische Unsympathen dargestellt. Im Laufe der Sory wechseln wir jedoch immer wieder die Sicht, so dass wir uns in jeden der Jugendlichen mal reinfühlen können. Schnell wird klar, dass im Grunde alle Vier sehr unglücklich sind aus verschiedenen Gründen. Nach außen jedoch machen alle Vier auf “cool”.

    Am Silvesterabend sitzen die vier Freunde zusammen und machen wie so oft eine kleine Privatparty. Liv schlägt ein Spiel vor, eine Art Wahrheit oder Pflicht. Zu Beginn ahnt keiner, dass das Spiel so sehr ausarten wird…

    Ich mag die Rache-Thriller von der Autorin sehr gerne, andere hingegen finden sie sehr untypisch für die Autorin. Da sieht man mal wieder, wie sehr die Meinungen auseinander gehen können. Auch “Sweet Goodbye” hatte eine spannende Grundidee, die jedoch gefühlt im Sprint abgehandelt wurde.

    Eine Sache fand ich außerdem sehr irritierend: Was bitte ist denn mit der Preisgestaltung los? 17€ für ein Buch mit 144 Seiten, wobei noch eine Leseprobe am Ende davon abzuziehen ist. Ja, es ist ein Hardcover, die naturgemäß preisintensiver sind, aber das ist dann doch etwas überzogen.

    Aus der Geschichte hätte man meiner Meinung nach getrost einen ganz normalen Roman machen können, statt dieser sehr abgespeckten Kurzgeschichte. Die Charaktere hätten dann mehr Tiefe bekommen und die Geschichte hätte sicherlich umfänglicher erzählt werden können. So war es zwar ein netter Zeitvertreib, aber tatsächlich ein äußerst kurzer.

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    Cover des Buches Tropische Gefahr (ISBN: 9783455011029)

    Bewertung zu "Tropische Gefahr" von B. M. Allsopp

    Tropische Gefahr
    lauravonedenvor 2 Monaten
    Tropische Gefahr

    Idyllische Strände, eine wunderschöne Kulisse und mitten im Paradies ein Mord – was braucht man mehr, um einen richtig spannenden Krimi abzuliefern? Ich war jedenfalls schnell überzeugt, dass “Tropische Gefahr” eine prima Sommerlektüre sein wird. Allein das Cover vermittelt schon eine richtig düstere, drückende Atmosphäre, gepaart mit dem weißen Sandtsrand und den Palmen.

    Detective Horseman kehrt nach seinem Einsatz in der Rugbymannschaft von Fiji in seine Heimat zurück – nachdem er jedoch wortwörtlich seine Wunden lecken musste, da er sich beim heldenhaften Einsatz für sein Land beim Rugby verletzt hat. Kaum zurück in der Heimat, hat er es mit einem rätselhaften Todesfall einer Bediensteten in einem Resort zu tun. War es ein unglücklicher Unfall oder doch heimtückischer Mord? Horsemann und seine Partnerin Singh sollen des Todesfall schnellstmöglich auflösen..

    Die australische Autorin hat offenbar viel Zeit in die Recherche gesteckt, denn die Umgebung hat sie wirklich sehr greifbar beschrieben. Der Roman spielt zwar auf Fiji, das Resort ist jedoch ihrer Fantasie entsprungen. Die Autorin hat es wunderbar geschafft die Mentalität und Geflogenheiten der Insel einzufangen. Die Geschichte war gespickt von landestypischen Ausdrücken, was ich immer sehr gerne mag. Nur an die Namen musste ich mich etwas gewöhnen, vor allem da Männernamen dort gerne mal mit einem -a enden, was in unserem Sprachgebrauch eher auf eine Frau schließen lässt.

    Gut fand ich, dass die Autorin es ganz subtil geschafft hat, die zeitgenössischen Probleme der Insel aufzugreifen. Tourismus gehört zu den größten Wirtschaftfaktoren des Inselstaates und wie wir uns alle vorstellen können, bringt dies auch negative Aspekte mit sich.

    Ehrlicherweise hatte ich etwas Probleme in das Buch hineinzukommen. Ich war nicht sehr gefeselt von der Story und auch Detective Horseman hat es mir nicht gerade einfach gemacht. Horseman war gefühlt selbst nicht ganz bei der Sache, seine Partnerin Singh dafür umso mehr. Die Story verläuft sehr ruhig, wir begleiten die reine Ermittlungsarbeit und lediglich zum Ende kommt ein wenig Spannung auf.

    Insgesamt hab ich mir wohl einfach etwas anderes vorgestellt. Ich mochte die Atmosphäre der Insel wirklich sehr, doch der Fall an sich und auch der fehlende Spannungsaufbau haben mir einfach nicht gut genug gefallen.

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    Cover des Buches Sommernacht (ISBN: 9783328106166)

    Bewertung zu "Sommernacht" von Lucy Foley

    Sommernacht
    lauravonedenvor 2 Monaten
    Sanfte Spannung

    Der Penguin Verlag versteht es einfach immer wieder, mich mit seinen Covern zu catchen. Auch schon das erste Buch der Autorin, “Neuschnee”, habe ich ganz spontan gekauft, weil Cover und Klappentext einfach zu gut geklungen haben. “Neuschnee” hat mir damals wirklich gut gefallen und als ich die Ankündigung für “Sommernacht” gesehen habe, war klar, dass ich auch dieses Buch lesen möchte. Der Inhalt klang wie für mich gemacht – eine Hochzeitsgesellschaft auf einer abgelegenen Insel, ein Sturm verhindert den Kontakt zum Festland und ausgerechnet dann findet man eine Leiche…

    Im Grunde also ein ähnliches Setting wie in “Neuschnee”: eine Gruppe mit Geheimnissen, abgeschnitten von der Außenwelt und ein Unbekannter fängt plötzlich an, die Gruppe zu dezimieren. Nur dass jetzt eben Sommer ist und das ganze auf einer Insel stattfindet. Ich muss ja sagen, dass ich ein Fan dieser Art Setting bin, welches ja auch sehr oft in Horrorfilmen Verwendung findet.

    Auch in “Sommernacht” wird zu Beginn des Buches schon vorweg genommen, dass etwas schreckliches passiert ist, denn offensichtlich hat es bei der Hochzeit einen Mord gegeben. Im Folgenden wechseln wir immer wieder die Erzählperson und auch die Zeitebene. Mal bewegen wir uns in der Vergangenheit, und vor “der Tat” und dann wieder “nach der Tat”. Dies kann sicherlich von einigen Lesern als anstrengend empfunden werden, ich kam damit aber gut zurecht. Die Unterscheidung zwischen den Erzählpersonen fällt hier recht leicht, da alle Personen sehr stark einem Stereotyp entsprechen. Man hat die zickige Braut mitsamt unscheinbarer Schwester, den fast schon zu attraktiven Bräutigam und allerlei klassische Randfiguren. Dem Stereotyp entsprechend bleiben alle Figuren etwas blass.

    Man merkt deutlich, dass die Autorin versucht hat, einen passenden Spannungsbogen zu kreieren. Die Geschichte beginnt mit einem großen Knall, verläuft dann langsamer und soll stetig die Spannung steigern bis zum großen Ende. Für meinen Geschmack hätte es ruhig etwas mehr Tempo sein können, da zeitweise wirklich nicht viel passiert ist. Nun hab ich aber keinen rasanten und blutigen Thriller erwartet, sondern eine spannungsvolle Geschichte rund um eine Gruppe mit dunklen Geheimnissen. “Sommernacht” erfüllt im Grunde genau diese Erwarten, nur eben mit einigen Abstrichen.

    Wer ein klassisches Horrorfilm Setting mag und gerne Geschichten liest, deren Spannung langsam und stetig ansteigt, der ist mit “Sommernacht” gut beraten. Ich finde übrigens, dass Lucy Foleys Bücher eine prima Grundlage für eine Verfilmung bieten würden.

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    Cover des Buches The Nothing Man (ISBN: 9783499005367)

    Bewertung zu "The Nothing Man" von Catherine Ryan Howard

    The Nothing Man
    lauravonedenvor 2 Monaten
    The Nothing Man

    Der offizielle Klappentext lässt schon erahnen, dass „The Nothing Man“ kein gewöhnlicher Thriller ist. Um aus dem riesigen Angebot an Thriller rauszustechen, hat man hier versucht etwas außergewöhnliches zu schaffen und so viel sei schon mal vorweg genommen – das ist eindeutig geglückt.

    Da ich wirklich hauptsächlich Thriller lese, habe ich schon viele Varianten gesehen, wie man einen Thriller spannend gestalten kann. Sei es durch Zeitsprünge, verschiedene Erzählpersonen oder auch gern genutzt: die Sicht des Mörders als Ich-Person. Man könnte meinen, irgendwann sind die Ideen ausgeschöpft und dennoch hat die Autorin es geschafft, hier eine neue Grundidee umzusetzen. Vielleicht gab es das aber auch schon, und es ist nur an mir vorbeigegangen – egal wie, mir hat die Umsetzung richtig gut gefallen!

    Da ich natürlich nicht zu viel verraten möchte, kann ich euch nur sagen, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird. Hauptsächlich Eve und Jim erzählen in der Gegenwart und Vergangenheit von den Geschehnissen. Die verschiedenen Fälle des Serientäters werden sehr eindringlich beschrieben und auch die Gefühlslage von Eve nach all dem Unglück ist sehr greifbar.

    Zum Ende hin gab es nochmal einen kleinen Spin, der sich in seinen Grundzügen vielleicht ein bisschen erahnen ließ. Trotzdem hat mich das Buch von vorne bis hinten so sehr fesseln können, wie schon lange kein Buch mehr. Beim Stöbern habe ich entdeckt, dass es von der Autorin bereits ein anderes Buch gibt, welches ins Deutsche übersetzt wurde. Außerdem hoffe ich, dass das bald erscheinende Buch „56 Days“ auch den Weg zum Rowohlt Verlag findet.

    Insgesamt ist „The Nothing Man“ ein sehr gelungener Thriller, der ohne Splatter und Gemetzel auskommt, sondern eher mit grausamer Realität punkten kann. Nachrichten aus aller Welt zeigen, dass genau solche Menschen existieren und unter uns leben. Niemand kann in die Köpfe anderer schauen, und vielleicht genau deswegen bleibt das Thema „Serienmörder“ so faszinierend für viele.

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    Cover des Buches Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du (ISBN: 9783328105473)

    Bewertung zu "Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du" von Claire Douglas

    Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du
    lauravonedenvor 2 Monaten
    Beste Freundin

    An den Büchern von Claire Douglas vorbeizukommen ist wahrlich schwer. Mit einer schönen Regelmäßigkeit erscheinen seit 2019 Thriller aus der Feder der Autorin. Die Cover sind alle in einem sehr ähnlichen Stil gehalten – eine Frau dreht uns den Rücken zu in einer düsteren Küstenlandschaft. Eigentlich mag ich Personen auf Covern nicht so sehr, aber diese Cover hier finde ich wirklich sehr ansprechend gestaltet.

    In „Beste Freundin“ begleiten wir die meiste Zeit Jess, die für eine journalistische Arbeit in ihre alte Heimat zurückkehrt. Ausgerechnet ihre damalige beste Freundin Heather soll zwei Menschen ermordet haben. Jess nimmt Kontakt zu Heathers Familie auf und beginnt zu recherchieren. Nach kurzer Zeit stellt sie fest, dass alle Hinweise sie in die Vergangenheit führen – ausgerechnet in jene Zeit als die Schwester ihrer besten Freundin spurlos verschwand. Hat der Doppelmord wirklich mit der seit jeher vermissten Flora zu tun?

    Die Story verläuft auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir Jess, die einfach nicht glauben möchte, dass ihre ehemals beste Freundin solch eine Tat begangen haben soll. In der Vergangenheit sind wir an der Seite von Flora und Heather, und begleiten somit Floras letzte Tage vor ihrem Verschwinden.

    Es bleibt bis zum Schluss relativ undurchsichtig was die tatsächlichen Vorkommnisse angeht, und ehrlicherweise fand ich das Ende etwas holperig und zu schnell herbeigeführt. Dennoch hatte ich viel Freude an der Geschichte. Man konnte mit den Figuren mitfiebern und die Handlung wurde stetig mit Spannung vorangetrieben. Das Ende hätte ich mir wie gesagt etwas ausgeschmückter gewünscht, aber das schmälert nicht die insgesamt wirklich tolle Story.

    Claire Douglas hat sich für mich in kürzester Zeit zu einer Autorin gemausert, deren Bücher ich ohne zu zögern kaufe. Keine Geschichte hat mich bisher enttäuscht, und so werde ich auch in Zukunft jeder Neuerscheinung freudig entgegen blicken.

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    Cover des Buches Das Buch des Totengräbers (ISBN: 9783864931666)

    Bewertung zu "Das Buch des Totengräbers" von Oliver Pötzsch

    Das Buch des Totengräbers
    lauravonedenvor 3 Monaten
    Das Buch des Totengräbers

    Der junge Polizei Inspektor Leopold von Hertzfeld wird nach seiner Versetzung nach Wien nicht gerade herzlich empfangen. Die Wiener begegnen dem vornehmen Hertzfeldt mit großer Skepsis. Und dann kommt Hertzfeld auch noch mit seinen jungen und frischen Ideen daher und liefert ganz andere Ansätze als seine alteingesessenen Kollegen – kein guter Start für den Inspektor. Hertzfeldt bekommt es mit einem Serientäter zu tun, der seine Opfer grausamst ermordet. Unverhofft bekommt er Hilfe vom Totengräber Rothmayer, der sich bestens mit Leichen auskennt.

    Das ganze Buch hatte eine wahrlich atmosphärische Stimmung inne. Der Autor hat den Zeitgeist und das alte Wien wunderbar eingefangen und ich hatte überhaupt keine Probleme, mich in die Kulisse einzufinden. Es war richtig erfrischend mal wieder einen Krimi mit historischem Kontext zu lesen.

    1893 ticken die Uhren natürlich noch etwas anders, aber es war toll zu sehen, wie Ermittlungsarbeit ohne all die technischen Neuerungen funktioniert. Auch das Zwischenmenschliche lief weitaus unbedarfter ab. Herztfeldts Annäherungen an die junge Telefonistin Julia waren jedenfalls ganz putzig zu beobachten.

    Sowohl Hertzfeldt als auch Julia und der Totengräber waren für sich genommen sehr spannende Charaktere. Für die Zukunft würde ich mir tatsächlich wünschen, dass man mehr vom Totengräber erfährt.

    Insgesamt hat mir der Auftakt wirklich gut gefallen und ich bin schon gespannt was der nächste Fall mit sich bringen wird.

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