lehmas

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    Cover des Buches Heute nicht9783257012637

    Bewertung zu "Heute nicht" von Julian Meyer

    Heute nicht
    lehmasvor 3 Monaten
    Ein liebevolles Bilderbuch mit humorvollen Illustrationen

    Während man auf den ersten Seiten des Buchs Mitleid mit den Tieren hat, freut man sich immer mehr mit den Tieren, deren Laune sichtlich steigt. Und als dann alle auf der letzten Seite einträchtig beim Sonnenuntergang sitzen, schließen auch wir mit einen glücklichen Seufzer dieses schöne Bilderbuch. 

    Gerade bei kleinen Kindern kann die Stimmung von jetzt auf nachher kippen. Da sagt man unbeabsichtigt das Falsche, schneidet das Brot nicht wie vorgestellt oder hat das Lieblingsshirt nicht parat und schon herrscht Weltuntergangsstimmung. Ablenkung hilft da oft, denn genauso schnell wie die die Wut und Verzweiflung kommt, verfliegt sie auch wieder.

    Die Geschichte wird in kurzen knackigen Reimen erzählt und durch farbenprächtige lustige Bilder ergänzt. Beides greift hier ganz toll ineinander. Durch die kurzen Texte und die große Schrift hatte auch mein Erstklässler große Freude daran, das Buch selbst zu lesen. 

    Wenn man einen schlechten Tag erwischt, hilft es, den Blick auf schöne Dinge zu richten. Ein liebevolles Buch mit humorvollen Reimen und Illustrationen, das uns voll und ganz überzeugen konnte.
            

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    Cover des Buches Max und Mux und der Riesenwunschpilz9783414825636

    Bewertung zu "Max und Mux und der Riesenwunschpilz" von Sven Maria Schröder

    Max und Mux und der Riesenwunschpilz
    lehmasvor 3 Monaten
    Eine lustige Geschichte mit zauberhaften Illustrationen

    Max und Mux sind beste Freunde. Max wohnt mit seinem Hund Hansi in einer hohlen Eiche mit 4 Stockwerken. Mux wohnt am Ende der Wiese mit Eichhörnchen Erika in einem Baumhaus voller Bücher.

    Eines Tages entdeckt Max ein riesiges Pilz-Buch. Es ist so groß, dass er es kaum tragen kann. Zusammen mit Mux studiert er die Vielfalt der Pilze bis sie auf einen weiß-blauen Wunschpilz stoßen. Am 1. Juli um Punkt 12 Uhr soll auf dem Pilz ein kleines Männchen erscheinen und demjenigen, der ihm einen Goldtaler gibt, einen Wunsch erfüllen.

    Max und Mux vermuten den Pilz im Dunkelwald. Während der abenteuerlustige Max am liebsten sofort losziehen möchte, ist Mux eher ängstlich, denn der Dunkelwald befindet sich direkt neben dem Riesengebirge und den Riesen möchte er nun wirklich nicht begegnen. 

    Schlussendlich machen sich die beiden Freunde aber auf die Suche nach den Riesenwunschpilz und erleben dabei jede Menge Abenteuer. Werden Max und Mux den Pilz schließlich finden und welchen Wunsch werden sie haben?

    Dieses Bilderbuch geht schon fast als Vorlesebuch durch oder man könnte es auch als XXL-Bilderbuch bezeichnen, denn es hat doppelt so viele Seiten wie ein klassisches Bilderbuch und auch etwas mehr Text. Somit ist es super für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren geeignet, die schon eine etwas längere Geschichte hören wollen. 

    Aber es gibt nicht nur viel zu lesen, sondern auch zu schauen. Sven Maria Schröder hat sich in seinen Bildern so richtig ausgetobt. Neben Max, Mux, Hund Hansi und Eichhörnchen Erika gibt es in den Illustrationen noch ganz viele Nebendarsteller zu entdecken. Besonders die vielen kleinen Mäuse haben es uns angetan. So gibt es viele kleine Geschichten in den Bildern zu entdecken. Und auch das Vorsatzpapier wurde super mit einer Karte des Fabelwaldes genutzt.

    Fazit:
    Eine spannende wie auch lustige Geschichte mit zauberhaften Illustrationen, die mit vielen Details zum Entdecken einladen.

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    Cover des Buches Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche9783414825681

    Bewertung zu "Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche" von Lydia Ruwe

    Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche
    lehmasvor 3 Monaten
    Eine gelungene Kombination von Kinderalltag, Natur und einem magischen Geschöpf!

    Irmelina Geisterkind gehört zu den Naturgeistern. Naturgeister sind nicht zu verwechseln mit Gespenstern. Es sind kleine Geschöpfe, die in ihrem kleinen Reich leben und nicht von Menschen gesehen werden können, außer von Kindern und Erwachsenen, die schon in ihrer Kindheit Bekanntschaft mit Naturgeistern gemacht haben. Irmelina, von allen kurz Irmi genannt, bekommt zu ihrem 10. Geburtstag endlich ihr eigenes Geisterreich. Die Vorfreude währt allerdings nicht lang, denn es ist ausgerechnet die alte Dorfeiche von Hügelhausen. Geht es vielleicht noch langweiliger? Obwohl es eigentlich verboten ist, verlässt Irmi ihr Geisterreich und trifft auf ihrem Ausflug auf das Mädchen Juna und begeht gleich den nächsten Verstoß gegen die Gesetze der Naturgeister.

    Irmi ist es eigentlich strengstens verboten, sich einem Menschenkind zu zeigen. Aber Wirbelwind Irmi zeigt sich ganz unbefangen der kleinen Juna, deren Sommerferien gerade begonnen haben. Die Beiden schließen Freundschaft und treffen sich von nun an jeden Tag an einer geheimen Stelle am Bach. Nur dumm, dass Junas Eltern ihr verboten haben, außerhalb des Dorfes zu spielen und ihr auf die Schliche kommen. Auch bei Irmi kündigen sich die Eltern zu Besuch an und sie hat sich noch nicht richtig um ihr neues Geisterreich gekümmert.

    Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Ein Dorf mit einer alten Eiche, Kinder, die sich innerhalb des Dorfes frei bewegen und spielen und dann eben diese Fantasy-Komponente mit den Baumgeistern. Gerade die Naturgeister haben mich sehr neugierig gemacht und ich hätte mir gewünscht, dass dieser Teil der Geschichte noch einen größeren Schwerpunkt im Buch eingenommen hätte. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass dies in den nächsten Bänden geschieht.

    Die Illustrationen von Julia Bierkandt gefallen mir sehr gut. Man sieht ihn an, was für ein fröhlicher Wirbelwind Irmi ist. Die Schrift und der Zeilenabstand ist angenehm groß und die Sätze nicht übermäßig lang, so dass das Buch für Kinder von 8-10 Jahren gut zu lesen sein sollte. Aber auch zum Vorlesen eignet sich die Geschichte bestens, auch schon für Kinder ab etwa 6 Jahren.

    Eine gelungene Kombination von Kinderalltag, Natur und einem magischen Geschöpf! Wir sind sehr gespannt, wie es mit Irmelina Geisterkind weitergeht.

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    Cover des Buches Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau9783748800163

    Bewertung zu "Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau" von Janet Clark

    Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau
    lehmasvor 3 Monaten
    Kurzmeinung:
    Ein humorvoller Reihenauftakt

    Mina hat Geburtstag und da klingelt es auch schon an der Tür. Das werden wohl die Gäste sein. Als Mina die Tür öffnet, steht da allerdings ein ihr völlig unbekannter Junge, der dann auch noch behauptet, er hätte die Geburtstagsparty abgesagt. Das kann er doch nicht ernst meinen, oder?

    Die arme Mina will es gar nicht glauben. Wahrscheinlich ist das der Partyscherz ihrer besten Freundin Isabell. Noch seltsamer wird es, als ihre Mutter den Jungen gar nicht sieht. Verwirrung auf ganzer Linie bei der armen Mina.

    Der Junge heißt Julius und ist ein Geist. Da er für ein Geisterkind ein zu schlechtes Karma hat, nämlich 007 ( = kurz vor Nacktmull) wie das Himmelhandy weiß, wurde er zu Mina geschickt.

    Damit Mina ihm sofort helfen kann, hat er ihre Party abgesagt und da Julius sich auch sonst nicht sehr nett verhält, sinkt der Karmalevel dann auch noch.

    Nach einem völlig verrückten Partynachmittag akzeptiert Mina das Unwahrscheinliche und Julius bekommt eine Mission, für die er 35 Karmapunkte bekommen kann: den Klau aus der Klassenkasse der 5a aufklären, den Dieb stellen und sein Problem zur allgemeinen Zufriedenheit lösen.

    Während Mina sogleich unsere Sympathie hatte, stößt Julius mit seinem Benehmen an. Er macht eigentlich nur das, was er für Spaß hält. Nur das er der Einzige ist, der Spaß hat. Es ist kein Wunder, dass er ein Karmaproblem hat und er ist auch recht begriffsstutzig und versteht nicht, dass sein egoistisches Benehmen der Grund für das Nacktmull-Karma ist. Gegen Ende des Buchs wird es natürlich besser, denn Julius entwickelt sich. Isabell und Anton sind Minas Freunde. Sie sind sehr verschieden, scheinen aber schwer in Ordnung zu sein.

    Wir sind schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht. Wir hätten es übrigens toll gefunden, wenn man z.B. auf dem Vorsatzpapier eine Karmalevel-Übersicht finden würde, die zeigt, welche Karmalevel es gibt.

    Insgesamt hat uns der erste Band von "Mina und die Karmajäger" gut gefallen, auch wenn wir über Julius nur den Kopf schütteln konnten. Aber dadurch kamen auch lustige Situationen zu Stande, die uns lachen ließen. Janet Clark hat einen lockeren und sehr lebendigen Schreibstil, der aufs Beste unterhält. Wir sind gespannt, wie sich Julius' Karma in zweiten Band weiterentwickeln wird.


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    Cover des Buches Die Mühlenkinder9783789110474

    Bewertung zu "Die Mühlenkinder" von Antonia Michaelis

    Die Mühlenkinder
    lehmasvor 4 Monaten
    Fantasievoll, spannend, zum Selberlesen für 8Jährige zu anspruchsvoll

    Die Geschichte, von den Mühlenkindern ist ein Märchen voller Fantasie. Antonia Michaelis beschreibt die Gegebenheiten, die Natur, die magischen Wesen, aber auch die Gefühle der Mädchen sehr bildhaft und ausführlich, so dass man sich gut in die Figuren hineinversetzen kann. Dabei hält die Handlung viele Überraschungen und Wendungen bereit, so dass man kaum zum Luftholen kommt. Ganz viel Abenteuer für die Mühlenkinder und auch für den Leser. 

    Die drei Mädchen sind auf sehr verschiedene Weise starke Persönlichkeiten. Die Ich-Erzählerin Liv kann mit Mädchenkleidern nichts anfangen. Mit ihrem mutigen Verhalten, den kurzen Haaren, Hose, Hemd und Waffe wird sie oft für einen Prinzen gehalten. Die kleine Jorunn ist impulsiv und gerade heraus. Die älteste Mühlentochter Marit wirkt eher ruhig, aber sie tritt für die jüngeren Geschwister ein und will sie beschützen. Also keine hochnäsigen Prinzessinnen, die einen Prinzen zu ihrem Schutz brauchen, sondern mutige und selbständige Abenteurerinnen. 

    Ich selbst hatte etwas Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzufinden. Obwohl die Schwestern sehr sympathisch sind und in den 144 Seiten richtig viel passiert, musste ich mich erst an den außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin gewöhnen. Dieser ist auf seine Weise ausnehmend schön und besonders, aber mir liegt er einfach nicht. Mir waren es teilweise schon zu viele Beschreibungen, die meiner eigenen Fantasie zu wenig Platz ließen und auch die Bandwurmsätze waren nicht mein Ding. 

    Empfohlen wird das Buch ab 8 Jahren und ich kann dem nur eingeschränkt zustimmen. Ein achtjähriges Kind, das dieses Buch selbst lesen möchte, muss schon ein sehr guter Leser sein. Die Schrift ist für ein Kinderbuch ab 8 Jahren recht klein und die Sätze gehen nicht selten über 5-6 Zeilen. Für den durchschnittlichen 8-Jährigen Leser ist das sehr anspruchsvoll. Natürlich kann man das Buch auch vorlesen. Hier sollte das Kind nicht zu ängstlich sein, da es teilweise schon etwas traurig und düster zugeht, wie es nun mal in Märchen ist.




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    Cover des Buches Die Tierwandler 1: Unser Lehrer ist ein Elch9783522185387

    Bewertung zu "Die Tierwandler 1: Unser Lehrer ist ein Elch" von Martina Baumbach

    Die Tierwandler 1: Unser Lehrer ist ein Elch
    lehmasvor 4 Monaten
    Ein schöner Reihenauftakt mit sympathischen Figuren

    Die Figuren sind mir gleich ans Herz gewachsen. Merle, die gerne in Bäumen rumklettert, und der pfiffige und schlagfertige Finn sind Sympathieträger. Teilweise fand ich die Handlung etwas vorhersehbar, aber ich habe mich nicht gelangweilt, sondern fühlte mich gut unterhalten. Süße Illustrationen und eine recht große Schrift sowie kurze Kapitel machen das Buch für Kinder ab 8 Jahren rund. Sehr schön finde ich auch die Nutzung des Vorsatzpapiers, um vorne Bilder der Personen zu zeigen und hinten eine Karte mit dem Schulgelände. Dem Buch liegen (zumindest in der aktuellen Auflage) Wackellesezeichen bei.

    Wenn man alle Bände von "Die Schule der magischen Tiere" gelesen hat, findet man bei "Die Tierwandler" neuen Lesestoff. Ähnlich wie bei der beliebten Kinderbuchreihe, gibt es hier eine feste Schülergruppe, die ihr Geheimnis zusammenschweißt. Es gibt sogar einen Schwur ähnlich wie bei der Schule der magischen Tiere. Auch bei den Tierwandlern werden wohl nun 2-3 Kinder pro Band ihre Tierwandler-Fähigkeit entdecken. 

    Fazit: Ein schöner Auftakt um Kinder mit Tierwandler-Fähigkeiten. Die Handlung ist teilweise etwas vorhersehbar, aber immer unterhaltsam. 

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    Cover des Buches Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht!9783505142932

    Bewertung zu "Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht!" von Jo Simmons

    Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht!
    lehmasvor 4 Monaten
    Lustige Geschichte, die auch nachdenklich macht

    Mein Großer fand diesen Titel sofort toll und hat sich direkt erkundigt, ob das auch wirklich geht. Ja, er würde seinen Bruder auch manchmal gern umtauschen, aber im Laufe der Geschichte wurde auch er nachdenklich. 

    Auf die Frage, wie ihm das Buch gefallen habe, antwortete er mit "Gut". (Ich liebe seine wortreichen Bewertungen! Warum viel erzählen, wenn man doch alles in einem Wort ausdrücken kann.)  Auf Nachfrage kam dann noch, dass er alle Brüder lustig fand, nur der Erdmännchen-Bruder war doof. Insgesamt hat er die Vorlesezeit genossen und am Ende oft "noch ein Kapitel" gefordert. 

    Auch ich als Vorleserin habe mich gut unterhalten gefühlt und fand den Erdmännchen-Bruder nicht so interessant, was wohl auch daran lag, dass er nicht sprechen konnte. 

    Obwohl das Buch ab 9 Jahren ist, hat es eine recht große Schriftgröße und einen großen Zeilenabstand, so dass der junge Leser schnell im Buch vorankommt. Find ich klasse! Die comicartigen Illustrationen passen super zum witzigen Charakter der Geschichte. 

    Fazit: Eine lustige Geschichte mit völlig verrückten Geschwistern, die aber auch eine tiefere Botschaft hat und über die guten Seiten des eigenen Bruders/der eigenen Schwester nachdenken lässt. 

            

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    Cover des Buches Alle behindert!9783954702176

    Bewertung zu "Alle behindert!" von Horst Klein

    Alle behindert!
    lehmasvor 6 Monaten
    Regt zum Nachdenken und Diskutieren an

    Nun kommt also Klett Kinderbuch mit seinem neusten Werk "Alle behindert!" um die Ecke. Bereits das Cover ist provozierend. "Glotz nicht so!" steht da und "...Du kommst auch darin vor". Wie jetzt? Wieso bin ich da drin? Neugierig wie ich bin, folge ich der Aufforderung des Covers, denn auch "Schau rein!" steht da drauf.

    Im Buch finde ich eine Sammlung von Kindersteckbriefen. Jedes der Kinder hat eine Behinderung/Beeinträchtigung. Dabei steht das Kind selbst im Mittelpunkt. Ich erfahre, was es gerne mag und was nicht so. Ich lerne mehr über die Merkmale und Auswirkung der jeweiligen Behinderung und finde Tipps, wie ich auf das jeweilige Kind am besten zugehe, was ich besser bleiben lasse und wie ich mit ihm spielen kann. Die Steckbriefe sind offen und ehrlich und geben kurz und knapp Aufschluss über die jeweiligen Kinder mit ihren Beeinträchtigungen.

    Um diese Steckbriefe zusammenzustellen, wurden in einem großen Aufruf über Social Media Betroffene gebeten, über ihre besonderen Kinder zu berichten. Aus diesem Input wurden frei erfundene Kinder erstellt und beschrieben. Da die Auswirkung einer Behinderung sehr vielfältig sein kann, war es sicher nicht einfach, hier einen allgemeinen Steckbrief zu erstellen und ich denke mir, dass es sehr ergreifend war, von den vielen persönlichen Geschichten zu hören. Hut ab vor den Autoren, die den Mut hatten, diese Schicksale auf ein Kind zu komprimieren. So wird natürlich nicht jede Mutter oder jeder Vater eines besonderen Kindes dem jeweiligen Steckbrief uneingeschränkt zustimmen können. Auch musste eine Auswahl an Beeinträchtigungen betroffen werden.

    Was für viel mehr Aufregung und Diskussionen sorgt, sind die Kinder, die mit unerwarteten Beeinträchtigungen in Erscheinung treten. So haben sich ein Angeber, eine Tussi, ein Mitläufer, ein Rüpel, eine Schüchterne, ein Essensnörgler, eine Hochbegabte, ein Bildschirmsüchtiger und ein Dicker zwischen die Kinder mit den Behinderungen "gemogelt", die ich wohl in diesem Buch erwartet habe. Ob ich das nun gut finde? Ehrlich gesagt, denke ich darüber jetzt schon länger nach. Die Botschaft, dass jeder irgendwie anders ist und das Inklusion auch Kinder betrifft, die zwar augenscheinlich erstmal keine Behinderung haben, aber in unserer Gesellschaft anecken und dann doch einsam am Rande ihrer Klasse stehen, öffnet Augen. Ich finde es gut, auch über diese Kinder bewusst nachzudenken und ich finde es auch gut, dass es Tipps für den Umgang mit diesen unterschiedlichen Typen von Kindern gibt. Aber ich kann auch verstehen, dass Kritiker hier schimpfen, dass Kinder mit "echten" Beeinträchtigungen sich nicht ernstgenommen fühlen.

    Ganz am Ende gibt es dann noch einen offenen Steckbrief, in dem der Besitzer des Buchs, sich selbst festhalten kann, sei es nun mit einer Behinderung oder einer besonderen Eigenheit. Jeder ist eben irgendwie anders.

    Die ausführliche Rezension findest du auf meinem Kinderbuchblog Familienbücherei.





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    Cover des Buches Die Waschanlage der Schutzengel9783943833355

    Bewertung zu "Die Waschanlage der Schutzengel" von Petra Steckelmann

    Die Waschanlage der Schutzengel
    lehmasvor 6 Monaten
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    Cover des Buches Wild Claws (2). Der Biss des Alligators9783401604541

    Bewertung zu "Wild Claws (2). Der Biss des Alligators" von Max Held

    Wild Claws (2). Der Biss des Alligators
    lehmasvor 7 Monaten
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