leipzigermama

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches The Wedding Project (ISBN: 9782919800278)

    Bewertung zu "The Wedding Project" von Johanna Danninger

    The Wedding Project
    leipzigermamavor einem Monat
    Kurzmeinung: Unterschiedliche Charaktere prallen aufeinander
    Einsame Herzen finden zueinander

    Ich habe von der ersten Seite mit Claire und John mitgefiebert. Für mich waren sie trotz der anfänglichen Spannungen sofort als das Traumpaar ersichtlich. Ist aber auch nicht schwer, wenn das zweite Paar nicht mal eine eigene Stimme bekommt

    Es gab lustige Stellen, aber vor allem romantische und auch irgendwie tragische. So waren sich beide am Anfang nicht grün und doch merkten sie schnell was sie aneinander haben. Es war einfach fesselnd dieser ungewöhnlichen Ehe von der ersten Seite an zu folgen. Wie die Geheimnisse der beiden aufgedeckt wurden und wie der Gegenpart darauf reagierte. Es blieb dramatisch bis zur letzten Seite und auch der Epilog sorgt für ein paar Tränchen.

    Für mich war es ein wunderbarer Begleiter zum Urlaubsstart und innerhalb weniger Tage verschlungen. Band 2 steht auch schon in den Startlöchern

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    Cover des Buches Das Spiel – Es geht um Dein Leben (ISBN: 9783328105572)

    Bewertung zu "Das Spiel – Es geht um Dein Leben" von Jan Beck

    Das Spiel – Es geht um Dein Leben
    leipzigermamavor einem Monat
    Kurzmeinung: Nicht nur ein Mörder, viele Charaktere und spannend bis zum Schluss.
    Ungewöhnliches Ermittler-Duo

    Ursprünglich glaubte ich, dass man hier wie bei vielen anderen Thrillern, nur aus der Perspektive der Ermittler, vielleicht mal eines Opfers und evtl. auch kurz dem Mörder liest. Was gar nicht so weit hergeholt ist und grundlegend auch bei “Das Spiel” zutrifft. Nur gibt es hier viele Opfer, nicht nur einen Mörder und auch wichtige Nebencharaktere. Was wie eine bunte, überladene Mischung daher kommen könnte, wurde hier aber klasse umgesetzt. Und das eigentlich durch ein recht simples Mittel. Neben jeder Kapitelnummer stand Ort, Uhrzeit und Name. So wusste man immer bei wem man gerade ist und konnte nahtlos in die Story eintauchen.

    Das Ermittler-Duo lernt sich hier auch erstmals kennen, wird nur langsam miteinander warm und verspricht dennoch eine Menge Unterhaltung in weiteren Bänden.

    In “Das Spiel” hatte praktisch jeder sein Päckchen zu tragen, wurde kurz und knapp hervorgehoben ohne zu ausschweifend und langweilig das Leben bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Ich bin begeistert und preise es gerade bei Freunden und Bekannten an. Hier werden sicher noch weitere Fans zu dem Buch gewonnen

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    Cover des Buches Memory Game - Erinnern ist tödlich (ISBN: 9783764531829)

    Bewertung zu "Memory Game - Erinnern ist tödlich" von Felicia Yap

    Memory Game - Erinnern ist tödlich
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Bis zum Ende konnte ich den Unterschied zwischen Fakten und Erinnerungen nicht akzeptieren, das ist für mich einfach zu weit her geholt.
    Guter Einblick in die Beweggründe der 4 Protagonisten

    Es fiel mir bis zum Ende schwer, diese Trennung von Fakten und Erinnerungen zu akzeptieren. Denn Erinnerungen werden nicht gespeichert und müssen in Tagebüchern festgehalten werden. Fakten sind auswenig gelernte Tatsachen aus dem Leben und sind jederzeit im Kopf verfügbar. Wie zum Beispiel der Name des Ehemannes oder das Hochzeitsdatum oder wie man sich bei seiner Frau wieder einkratzen kann.
    Doch wie erkennt man eine andere Person wieder? Woher weiß ich, dass der Typ, der da neben mir im Bett liegt wirklich mein Mann ist? Ist das eine Erinnerung? Ein Fakt? Wie kann man sich an das Gesicht einer Person erinnern mit der man ein paar Mal aus war, wenn doch keine Erinnerungen gebildet werden.
    Versteht ihr was ich meine?
    Blendet man das aber aus und aktzeptiert einfach, dass die Welt in Memory Game einfach funktioniert, dann hat man mit diesem Buch tatsächlich ein sehr fesselndes in der Hand, welches auch zum Nachdenken anregt. Vor allem diese leicht philosophischen Einflüsse haben es mir angetan. Und einen kleinen Absatz daraus möchte ich euch nicht vorenthalten:


    „Was ist Liebe anderes als eine plötzliche Woge der Gewissheit? Was ist Liebe anderes als das Verlangen, diese erschreckende Magie aufs Neue zu erleben und sich daran zu erinnern, und wenn es nur das kaum merkliche Glitzern von Sternenstaub ist, den sie zurücklässt?“


    An sich, würde ich Memory Game auch nicht in die Kategorie Thriller einordnen. Denn so viel Thriller steckt da wirklich nicht drin. Ja, es gibt eine Tote. Doch das Buch beschäftigt sich letztendlich viel mehr mit dem Leben der Hauptfiguren. Das was sie bewegt und wie sie zu dem wurden was sie heute sind. Vor allem mit ihren Tagebucheinträgen. Ohne viel Krimi oder angsteinflössende Szenen. Da wird die Aufklärung des Mordfalls bald zur Nebensache und Ehebruch rückt vielmehr in den Vordergrund.
    Dennoch fand ich diesen Erzählstil – mit einem Wechsel der im Zentrum stehenden Hauptfiguren und Rückblenden durch lesen von Tagebucheinträgen – einfach fesselnd. Man wollte unbedingt mehr aus dem Tagebuch von Sophia erfahren. Doch auch diese Zitate und Zeitungsausschnitte zwischen den einzelnen Kapiteln lockerten das Buch weiter auf, gaben weitere Einblicke in diese Welt und sorgten dafür, dass man einfach weiterlesen musste.
    Ich würde so gern mehr über diese ominösen Experimente an Monos erfahren. Oder ob Hans doch noch auffliegt. Oder ob die Autorin erbarmen hat und noch ein paar Dinge, die sich widersprechen noch mal näher erläutert.
    Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch mit poetischen Aspekten, aber definitiv kein Thriller.

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    Cover des Buches Neanderthal (ISBN: 9783453318250)

    Bewertung zu "Neanderthal" von Jens Lubbadeh

    Neanderthal
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Schwungvolle, fesselnde Story von der ersten bis zur letzten Seite
    Drei Generationen von starken Frauen

    Meine Begeisterung für dieses Buch hielt von der ersten bis zur letzten Seite. Nur kann ich nicht nachvollziehen warum Kommissar Nix eine solch tragende Rolle im Plot zugewiesen wird. Er war gerade mal im ersten Teil relevant. Und das nach meinem Empfinden eigentlich auch eher nebensächlich.
    Vielmehr stehen hier drei Generationen von Frauen aus ein und der selben Familie im Mittelpunkt. Auf einzigartige Weise verbunden. Wobei es sich in allen drei Teilen vor allem um Sarah dreht.
    Alles nimmt seinen Anfang bei der Leiche eines Mannes, die unterhalb einer Brücke bei Düsseldorf gefunden wird. In einer Welt, in der durch Genhygiene Krankheiten, Behinderungen und andere Leiden beseitigt wurden, fällt sein Äußeres deutlich auf. Sein Gesicht ist einfach zu anders im Vergleich zu denen der Deutschen. Schnell wird klar, dass es sich hier um jemanden handelt, der kein normaler Mensch sein kann.
    Damit ruft der ermittelnde Beamter Philipp Nix die beiden Neandertaler Experten Sarah Weiss und Max Stiller auf den Plan. Sie sollen eine Einschätzung zu dem Toten geben. Leider reißt er sie damit mitten in ein Chaos aus geheimen Experimenten, Verfolgungen durch die Politik sowie platzenden Vorstellungen über die eigene Herkunft.
    Wie ich schon sagte: Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.
    Neben der Geschichte der Hauptfiguren in einer nicht all zu fernen Zukunft, tauchte Jens Lubbadeh auch in eine wirklich ferne Vergangenheit ab und gewährte einen Einblick in das Leben von Neandertalern und wie diese auf die aus Afrika eingewanderten Homo Sapiens reagierten. Seine Idee wie es zum Massensterben und dem Verschwinden dieser Menschenart kam, finde ich schlüssig und nachvollziehbar.
    Auch mögliche Zeitungsberichte und Diskussionen aus dem Fernsehen flossen in diesem Buch mit ein. Und verliehen der Story zusätzlich Schwung und Dramatik.
    Einzig die teilweise recht lang veranschaulichten Analysen und wissenschaftlichen Fakten waren etwas nervig. Aber das kam gerade mal an 2-3 Stellen im Buch vor und ließen sich schnell überwinden.
    Auch die Bösewichte fand ich zum Teil echt gruselig und rabiat. Aber was will man von machtbesessenen Frauen erwarten?
    Doch besonders die praktizierte Hygienepolitik fand ich wirklich gruselig. Krankenkassen spielten die wesentliche Rolle im zukünftigen Deutschland. Bereits vor der Geburt erfolgten Änderungen am Erbgut sodass Aussehen usw beeinflusst wurden. Und das sollte sogar durch die Krankenkassen gefördert werden. Alkoholkonsum, Rauchen und Fast Food werden nur noch heimlich genossen. Denn es ist verpönnt auch nur eines davon zu sich zu nehmen. Fahrstuhl fahren? Das machen nur Schwangere und Rentner! Vergleiche zu gewissen Ereignissen aus dem 20. Jahrhundert lagen einfach nicht mehr fern und man fragt sich wirklich: Haben die Deutschen denn gar nichts gelernt?
    Puh, nun habe ich aber viel dazu geschrieben und eigentlich gar nichts aus dem Buch ausgeplaudert. Lest es selbst. Er lohnt sich!

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    Cover des Buches Ohne Spur (ISBN: 9783423217644)

    Bewertung zu "Ohne Spur" von Haylen Beck

    Ohne Spur
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Charakter unzureichend ausgearbeitet, sodass man sich nur schwer in die Personen hinein versetzen konnte.
    Starkes Netzwerk aus Lügen und Intrigen

    Leicht und schnell lesbar, sodass man dieses Buch tatsächlich innerhalb eines Wochenendes durch hat. So packend, dass es tatsächlich noch mehr Seiten hätte haben können.
    Wer hier Audra glaubt, kann ich nicht weiter ausführen, ohne zu spoilern. Daher lasst mich auf einige andere Details eingehen.
    Also, ich hatte eigentlich schon bei der Kurzbeschreibung das Gefühl, dass hier die Polizei ein falsches Spiel spielt. Inwiefern das zutrifft wird nach und nach aufgedeckt und zeigt welche Abgründe die Psyche nehmen kann.
    Audra hatte kein leichtes Leben und hat es dank der aktuellen Entwicklungen erst recht nicht jetzt im Moment. Es wird immer wieder zwischen dem heute und der Vergangenheit hin und her gesprungen, wodurch sich die Puzzelteile Stück für Stück zusammensetzen.
    Mein einziges Manko ist, dass die Charaktere hier recht oberflächlich, einfach unzureichend ausgearbeitet sind. Dadurch fällt es etwas schwer sich in die Figuren hinein zu versetzen. Wobei ich eigentlich dachte, dass mir das allein durch die Tatsache, dass ich Mutter bin, leichter fallen würde.
    Ich kann mir „Ohne Spur“ sehr gut als Verfilmung vorstellen und malte mir nebenbei auch schon aus welche Schauspieler hier zum Einsatz kommen könnten.
    Auf jeden Fall ein gutes Buch für ein stürmisches Wochenende. Denn da kommt man nur schwer wieder von los.

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    Cover des Buches Heute wirst du sterben - The Teacher (ISBN: 9783732553730)

    Bewertung zu "Heute wirst du sterben - The Teacher" von Katerina Diamond

    Heute wirst du sterben - The Teacher
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: So gut geschrieben, dass man es ungern aus der Hand legen mag
    Ziemlich brutale und detailliert beschriebene Morde

    Anfangs war es für mich schwer der Story zu folgen, denn im ersten Drittel des Buches wird praktisch in jedem Kapitel ein neuer Charakter vorgestellt. Mal hat dieser eine tragende Rolle inne und mal stirbt er noch am Ende des Kapitels.
    An sich scheint “The Teacher” auch zwei – eigentlich sogar 3 – Handlungsstränge zu verfolgen. Wobei eigentlich der rund um Grey und Miles im Mittelpunkt stehen sollte. Aber irgendwie konnte ich mich vielmehr für Abbey und ihren Leidensweg erwärmen.
    Um euch mal einen kleinen Überblick zu verschaffen, hier die Haupt-Handlungsstränge des Buches:

    • Die Morde und alles zum Ermittler-Duo
    • Abbey heute und wie es ihr nach all ihren Schicksalsschlägen geht
    • Die Vergangenheit von Abbey, die nach und nach in die Handlung eingetreut wird

    Es dauerte eine Weile bis ersichtlich wurde inwiefern diese drei Hauptfiguren zusammenhängen und ich war von Adrian, Imogen und Abbey fasziniert. In jeden der Charaktere konnte ich mich reinfühlen.
    Ich möchte hier lieber nicht auf den Mörder eingehen, denn ich befürchte, dass ich – egal was ich hier schreibe – spoilern würde. Nur so viel: Ich war hier mit dem Ende sehr unzufrieden und hätte mir mehr polizeiliche Integrität gewünscht.
    Übrigens war ich ab und an etwas verwirrt. Vielleicht weil ich mir mitunter unwichtige Details gut merken kann. Daher war ich etwas überrascht in der Mitte des Buches von „der Typ aus den Zeitungen…dem der Bauch aufgeschlitzt wurde“ zu lesen. Das prägte sich mir ein, denn ich war mir sicher, dass die das Opfer noch nicht gefunden hatten. Das verwirrte vor allem dahingehend, dass man sich wieder unsicher war, wer denn hier nun der Mörder ist.
    Hier nun aber ein Spoiler. Wer das nicht wissen mag, bitte einfach überlesen:
    Was ich im Nachhinein einfach überflüssig fand, war die Story rund um Abbey. Sie hat nicht wirklich etwas mit dem hauptsächlichen Handlungsstrang der Story zu tun. Es ist schade. Denn so wirkte das Buch am Ende, als ob man nicht genug Material für die eine Story hatte und hier einfach eine zweite mit reingenommen hat.
    Fazit – hier bitte wieder weiterlesen 😉
    Das Buch hat einen schönen Schreibstil und man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Auch wenn ein paar der Inhalte hätten eingespart werden können. Auf jeden Fall perfekt für einen stürmischen Herbst mit einer guten Tasse Tee zu genießen.

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    Cover des Buches Zu nah (ISBN: 9783959671835)

    Bewertung zu "Zu nah" von Olivia Kiernan

    Zu nah
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Hauptfigur mit der man nur schwer warm wird.
    Nicht für jeden Thriller-Fan passend

    Dieses Buch spaltet irgendwie die Thriller-Lesergemeinschaft. Die einen tauchen voll und ganz in die Story rund um Frankie ein. Die anderen fanden es langweilig und vermissten schmerzlich die versprochene Spannung. Es kommt also tatsächlich darauf an zu welcher Gattung Thriller-Leser man gehört.
    Ich selbst bin auch etwas zwiegespalten. Es fiel mir unglaublich schwer mit Frankie warm zu werden. Und ich fragte mich nicht nur ein Mal, warum sie mit diesem Fall nach ihrem traumatischen Erlebnis betraut wurde. Da es sich hier um den ersten Band der Reihe handelt gibt es natürlich eine Menge Rückblenden in Form von “Halluzinationen” durch Frankie sowie das zugehörige Gerichtsverfahren. Wie stark beide Fälle miteinander vernetzt sind wird erst nach und nach klar. Und ja, Frankie ist hier der Hauptfaktor, der alles verknüpft. Ok, nicht nur sie, aber spoilern mag ich nicht.
    Viele werden das Buch wahrscheinlich nach den ersten Kapiteln aus der Hand legen. Denn es ist zwar ein grundsolider Vertreter des Genres, aber er sticht nicht aus der Masse heraus. Die Spannung bleibt so manches Mal auf der Strecke und man erkennt die eine oder andere Wendung durch andere Genrevertreter wieder. Auch wenn es so einige Wendungen und Verdächtige hier in dem Buch gibt. Ich fand es auch überraschend, dass eine Mitarbeiterin, die sich von der Forensik hochgearbeitet hat, so wenig über die Möglichkeiten wusste, die diese bietet. Oder irre ich mich gerade wegen ihrer Laufbahn? Ihr merkt schon, so einen bleibenden Eindruck hat es sich nicht hinterlassen 🙁
    Es ist zwar ein interessantes Buch für zwischendurch, aber nichts was wirklich vom Hocker wirft.

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    Cover des Buches Er weiß, wer du wirklich bist - The Secret (ISBN: 9783732553747)

    Bewertung zu "Er weiß, wer du wirklich bist - The Secret" von Katerina Diamond

    Er weiß, wer du wirklich bist - The Secret
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Kleine Details passen nicht bzw. werden im Nachhhinein verdreht.
    Teilweise unnötige bzw. unnatürliche Dialoge

    Ich gebe es ganz offen zu: Ich war enttäuscht.
    Ja, der Schreibstil war wieder ok. Flüssig und nicht mit total verkorksten Sätzen, die einem den Lesespaß nehmen. Aber es gab so viele Dialoge, die einfach keinen Sinn ergaben. Sie wirkten so extrem unnatürlich und erschienen mir auch recht oft unnötig.
    Zudem gab es wieder so viele Handlungsstränge, dass man anfangs etwas überfordert war von der ganzen Informationsflut. Es ging um die entführte Bridget, um Imogens Geschichte von vor zwei Jahren, um den Fall heute und um den Ehemann von Adrians Ex. Ja, dieses Mal wurde alles weit gekonnter verbunden als in Band 1 und am Ende ergab es tatsächlich auch Sinn. Aber es war, als würde man 4 Kurzgeschichten so zusammenbasteln, dass sie ein 300 Seiten-Buch ergeben.
    Und dann sind da wieder mal die berühmten „Filmfehler“. Ja, es ist ein Buch und kein Film. Aber kennt ihr das auch? Diese kleinen Details, die eigentlich total unwichtig sind und doch von manchen als so relevant eingestuft werden, dass sie im Kopf hängen bleiben. Warum auch immer, bei mir bleiben meist die unwichtigsten Dinge hängen. Daher fiel es mir auch an einigen Stellen auf, dass Tatsachen und Zeitabläufe doch verdreht waren. Ich frage mich dann immer, ob das Absicht war oder Autor sowie Lektor etwas verpennt haben oder einfach bei der Übersetzung etwas daneben ging.
    Auch wenn es hier wieder zahlreiche Wendungen gab, wo ich mich hinsichtlich der Mörder und der Dinge die ich annahm zu wissen, einfach geirrt hatte, fand ich dieses Buch am Ende einfach nicht gut genug, um bei der Reihe am Ball bleiben zu wollen. Wahrscheinlich liegt das neben den oben genannten Gründen auch an der Doppelmoral, die hier von den beiden Hauptfiguren an den Tag gelegt wird. Immerhin verdammten sie korrupte Polizisten und schauen dann bei offensichtlichen Straftaten weg.
    Es gibt sicher Thriller-Anhänger, denen „The Secret – Er weiß, wer du wirklich bist“ efällt. Aber meinen Lesegeschmack traf es dann leider nicht. Sorry.

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    Cover des Buches Die Vermissten (ISBN: 9783328103783)

    Bewertung zu "Die Vermissten" von Caroline Eriksson

    Die Vermissten
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Warum so viel hintergründige Gewalt?
    Nichts ist wie es scheint

    Es dauerte tatsächlich bis weit über die Hälfte des Buches hinweg, bis mir klar wurde, dass es sich hier um zwei unterschiedliche Vorleserinnen handelt. Die Stimmen sind sich verflucht ähnlich und erst durch das Gesagte begriff ich, was hier ablief. Vorher glaubte ich noch, dass Greta eine gespaltene Persönlichkeit habe ^_^’
    Mitunter glaubte ich wirklich, dass Greta Alex getötet habe und Smilla ein unschuldiges Opfer dieser verqueren Aktion wurde. Was wirklich ablief und wie schwer die Psyche von Greta tatsächlich angegriffen war, wurde nach und nach gelüftet. Dabei gab es so viele Wendungen, dass ich oft einfach nur verwirrt zurückblieb. Nicht weiter schlimm, denn schnell wurde ich wieder abgeholt und konnte irgendwie wieder in die Geschichte einsteigen.
    Nach und nach baut sich um das Verschwinden von Alex und Smilla die dunkle Vergangenheit von Greta auf und man erfährt, was hier wirklich passiert. Ganz nebenbei taucht auch noch eine Jugendliche aus der Region auf, die ebenfalls Greta heißt und ihrer Namensvetterin gar nicht so unähnlich ist. Auch Gretas Mutter spielt das gesamte Buch über eine wichtige Rolle.
    Es ist düster, verquer und mit wirklich viel hintergründiger Gewalt gekennzeichnet ohne so blutig wie ein Thriller zu sein. Ich weiß nicht, ob ich es lesen würde. Aber als Hörbuch kann ich es empfehlen.

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    Cover des Buches Einer wird sterben (ISBN: 9783596036981)

    Bewertung zu "Einer wird sterben" von Wiebke Lorenz

    Einer wird sterben
    leipzigermamavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wie kann man so lange in so einer Nachbarschaft leben und unwissend bleiben?
    So viele Fragen, die sich häufen und auf Antwort warten

    Oje, das war vielleicht mal nervenaufreibend? Immer wenn man glaubte, Stella wäre der ganzen Sache einen Schritt näher gekommen, nahm die Story eine neue Wendung und es kam das eine oder andere Geheimnis der Nachbarn heraus. Zum Teil schon recht verwirrend, dadurch aber auch nie so richtig langweilig.
    Es wirbelten regelrecht die Fragen in meinem Kopf umher:
    Ist Paul wirklich unterwegs? Liebt er Stella wirklich, oder hat er sie nur wegen dem gemeinsamen Geheimnis geheiratet? Was weiß der Psychologe vielleicht noch? Ist alles eine Farce? Oder ist die Bedrohung echt? Sind die beiden im Fahrzeug vielleicht auch ein Trugbild? Aber warum sehen die Nachbarn sie dann auch? Hat Stella vielleicht die selbe Krankheit wie ihre Mutter?
    Man steigt wirklich recht tief in die Psyche von Stella ein. Sie hat mit ihrer Mutter eigentlich schon genug für mindestens 2 Leben durchlitten. Dennoch traf sie das Schicksal wieder hart. Und das nicht nur ein Mal. Man könnte nun vielleicht an der einen oder anderen Stelle denken, dass sie es verdient hätte. Aber sie war unwissend und wohl auch naiv.
    Ich fand auch die beiden im Auto wirklich schräg. Warum konnte denn hier die Polizei nichts machen? Immerhin fühlt man sich doch belästigt, wenn da jemand tagelang vor dem Haus parkt. Das werde ich wohl mal recherchieren.
    Wenn ihr also mal einen tollen Psychothriller lesen wollt. Der im Großen und Ganzen ohne Blutvergießen auskommt. Dafür aber reichlich Geheimnisse ans Licht bringt. Dem möchte ich „Einer wird sterben“ ans Herz legen.

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