linda-liest

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    Cover des Buches Tödliche Sonate (ISBN: 9783453422674)

    Bewertung zu "Tödliche Sonate" von Natasha Korsakova

    Tödliche Sonate
    linda-liestvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Spannender unterhaltsamer Krimi. Natasha Korsakova überzeugt nicht nur als Violinistin, sondern auch als Autorin.
    Natasha Korsakova überzeugt nicht nur als Violinistin, sondern auch als Autorin.

    Cremona, 12. August 1716

    Das Buch beginnt mit einem Prolog, etwa 300 Jahre vor der eigentlichen Handlung des Buches, zu einer Zeit, in der Antonio Stradivari gelebt und seine weltbekannten Geheimnis umwobenden Geigen hergestellt hat.

    Rom, 24. Januar 2017

    Nach einem kurzen Blick in die Vergangenheit, um die Atmosphäre des Buches zu unterstreichen, befindet sich der Leser in der Gegenwart und lernt den Protagonisten Commissario Di Bernardo kennen, der auch direkt schon zum zentralen Mordfall an der einflussreichen Musikagentin Cornelia Giordano gerufen wird, um zu ermitteln und den dahinter steckenden Mörder zu finden.

    Bevor ich auf Details eingehe, muss ich eines bereits vorweg loswerden. Es gibt so tolle fesselnde Bücher, die nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben, nur weil Autoren noch nicht bekannt genug sind oder das Werbebudget vielleicht entsprechend auch noch nicht so hoch ausfällt. Zu genau diesen Büchern gehört dieses hier für mich, denn es ist großartig und einfach nur mitreißend. Echte Fakten rund um die weltbekannte Stradivari und nahezu perfekte Repliken gepaart mit einer fiktiven Ermittlungsgeschichte in einem sicherlich nicht immer einfachen Musikbusiness. Ein vermutlich noch immer echter Geheimtipp, der sich viel schneller rumsprechen sollte, denn die Autorin besitzt Talent – nicht nur als Violinistin sondern auch als Autorin.

    Und da sind wir auch gleich bei einem wesentlichen Punkt des Buches. Als Leser merkt man sofort, dass sich die Autorin in der Welt der Musik auskennt und für Geigen brennt, eben voll in ihrem Element ist. Als bekannte Violonistin lässt Natasha Korsakova dieses Wissen natürlich auch in ihr Erstlingswerk einfließen. Das überzeugt.

    Das Buch wechselt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Leser steckt also permanent in den Ermittlungsarbeiten rund um den Mord an der extrem einflussreichen Musikagentin drin, erfährt aber auch regelmäßig etwas über das Leben von Stradivari und seiner Arbeit, das zum Glück nur in kleinen Portionen und nicht zu ausschweifend. Der Kern des Buches bleibt die Ermittlung und das ist gut so. Die Atmosphäre durch solche Einschübe aus der Vergangenheit, um den Zauber des Geigenbaus zu unterstreichen ist aber dennoch wertvoll für das Erlebnis dieses Buch zu lesen.

    Die Charaktere in dem Buch sind umfassend ausgearbeitet und ermöglichen es fast durchgehend auf neue Indizien und Spuren herein zu fallen, so dass erst kurz vor Schluss die wahren Beweggründe für den Mord und der echte Täter identifiziert wird. Ich hatte keine Ahnung. Und genau so sollte es bei jedem guten Thriller sein. Wenig überraschend fiel für mich jedoch das Geheimnis rund um eine gewisse im Mittelpunkt des Buches stehende Geige aus, da hatte ich schnell einen Verdacht, den die Autorin auch immer wieder unterstützt hat und dann auch deutlich vor dem Ende des Buches bestätigt hat. Das tat dem Buch aber keinen Abbruch, der Mord war schließlich weiterhin ungelöst.

    Alles in allem kann ich an dem Buch praktisch nichts kritisieren, es hat mich super gut unterhalten, ich wollte und habe es verschlungen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Einfach nur gut.

    Meine vollständige Rezension (inkl. Überblick über alle Charaktere) gibt es auf meinem Buchblog: Resümee

    Dort gibt es auch einen Beitrag mit meinen Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, und einigen Informationen zur Autorin: Ausblick

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    Cover des Buches Der Fahrer (ISBN: 9783499000386)

    Bewertung zu "Der Fahrer" von Andreas Winkelmann

    Der Fahrer
    linda-liestvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannung auf höchster Stufe.
    Spannung auf höchster Stufe

    Krystina Zollers sitzt nach einer langen Schicht endlich im Auto auf dem Weg nach Hause, als sie plötzlich von einem Streifenwagen angehalten wird.

    So ein Mist, auch das noch. Jetzt wird ihr doch tatsächlich noch das zu schnelle Fahren und der Mai Tai, den sie mit einem ihrer Kunden getrunken hat, zum Verhängnis – wie ärgerlich.

    Einmal ausgestiegen, bemerkt sie, das etwas nicht stimmt. Genau in dem Augenblick wird sie auch schon ausgenockt…

    Derweil überrascht Rebecca ihren Freund und Kollegen Jens Kerner mit einer Überraschungsparty zu seinem Geburtstag. Der Abend scheint perfekt, bis sie zu einem Vorfall und bis sie zu einem neuen Fall gerufen werden…

    Ach ja. Was gibt es zu dem Autor schon zu sagen? Andreas Winkelmann zeigt sich bei diesem Thriller mal wieder in absoluter Höchstform. Ich habe lange nicht geahnt, wer hinter den Morden steckt. Ständig hat Winkelmann es geschafft mich auf falsche Fährten zu schicken. Mehr kann man von einem fesselnden Thriller nicht erwarten. Spannung auf höchster Stufe. Doch nehmen wir uns jetzt doch einen Moment Zeit in das eine oder andere Detail dieses Werkes einzugehen.

    Die Charaktere sind großartig herausgearbeitet. Winkelmann gehört auf jeden Fall nicht zu den Autoren, die ihre Protagonisten oberflächlich und unausgereift gestalten. Ganz im Gegenteil. Winkelmann begründet die Wesenszüge, aber auch die Gedanken der Charaktere umfangreich. Das liebe ich, denn er arbeitet nicht nur seine Hauptcharaktere wie Jens Kerner detailliert aus, sondern auch die Beweggründe des Mörders scheinen auf kranke Art einen tatsächlichen Grund zu haben, der nicht zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt, wie bei einigen anderen Autoren, dessen Namen ich hier nicht als Beispiele nennen möchte. ;)

    Winkelmann überzeugt neben der detaillierten Ausarbeitung der Charaktere gleichzeitig auch bei der Gestaltung der Beziehung zwischen den Charakteren. Besonders hervorzuheben ist hier für mich die sich über Büchern langsam entwickelnde Liebesbeziehung zwischen den beiden Kollegen Rebecca und Jens, aber auch die Beziehung zwischen der Kriminalrätin Mareike Baumgärtner und ihren Ermittlern, zu denen u.a. Rebecca und Jens gehören. Insbesondere bei Ermittlerreihen bin ich ein großer Fan von Beziehungen, die sich Stück für Stück, entsprechend der geschehenen Handlungen, weiterentwickeln. Genau das schafft Andreas Winkelmann.

    Obwohl ich das gesamte Buch unfassbar genossen habe, hatte es für mich dennoch ein Manko in der Charaktergestaltung und dieses betrifft Jens Kerner’s Bruder Karsten. Hier reißt Winkelmann ein kaputtes Brüderverhältnis an, dass er im Buch immer wieder zum Thema macht, es dann aber zum Ende hin unaufgeklärt bzw. unfertig beschrieben übrig lässt. Ich als Leser habe dazu noch einige unbeantwortete Fragen, als wäre der Platz im Buch aufgebraucht gewesen oder aber der Autor plant das in einem weiteren Buch wieder aufzugreifen. Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass mich die Szenen so wie in dem Buch beschrieben, unbefriedigt zurückgelassen haben. Hier hat mir einfach etwas gefehlt und zwar bis zum Schluss.

    Das war allerdings mein einziger Kritikpunkt. Alles andere hat für mich gestimmt und dieses Buch zu einem Must-Read dieses Jahres gemacht. Wer Spannung sucht, kann um Winkelmann keinen Bogen machen! …und erst recht keinen Bogen um „Der Fahrer“ – ein großartiger und absolut mitreißender Thriller.

    Meine vollständige Rezension, inkl. einer Übersicht über alle Charaktere, findet ihr auch meinem Buchblog: Resümee

    Dort gibt es auch einen Beitrag mit meinen Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Ausblick

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    Cover des Buches Sag einfach nur ja (ISBN: 9783426441879)

    Bewertung zu "Sag einfach nur ja" von Anna Bell

    Sag einfach nur ja
    linda-liestvor einem Monat
    Kurzmeinung: Vollgepackt mit Humor und Romantik.
    Vollgepackt mit Humor und Romantik.

    Penny träumt davon, wie sie mit einem weißen Kleid wie eine Prinzessin in ihren Jimmy Choo’s zum Altar schreitet, um Mark zu heiraten.

    Die Realität sieht ein bisschen anders aus, in einer alten Jeans und einem Schlabber-Pulli vom Feinsten versucht sie beim Online-Bingo das schnelle Geld zu machen, um sich daraus ihre Traumschuhe für ihre Hochzeit zu holen, für die sie noch nicht einmal den Antrag bekommen hat.

    Richtig gehört: Sie ist noch nicht mal verlobt. Und wie beim Glücksspiel üblich auch keine Traumschuhe reicher, denn sie verliert kurz vorm Sieg.

    Als Mark nach Hause kommt und mit ihr ausgehen möchte ist sie nur wenig begeistert, wirft sich dann aber doch in Schale.

    Nach dem Dessert ist es soweit. Er fragt sie, ob sie ihn heiraten möchte. Euphorisch sagt sie ja und bietet auch gleich noch an die gesamte Hochzeitsorganisation zu übernehmen. Er darf nämlich nicht herausfinden, dass sie das extra über Jahre befüllte Hochzeitssparkonto für Glücksspiele missbraucht hat.

    Das Buch war extrem unterhaltsam, es ging direkt auf der ersten Seite wahnsinnig lustig los und blieb bis zum Ende einfach nur unterhaltsam. Ich kann das Buch also mit reinem Gewissen jedem empfehlen, der gerne Liebesromane liest, die dann auch noch von Hochzeiten handeln, die ja allgemein den Ruf haben besonders romantisch aber auch kitschig zu sein. Das, was mir an diesem Roman besonders gefallen hat ist, dass es zwar ein Liebesroman ist, dabei aber auf keinen Fall schnulzig rüberkommt. Der Leser nimmt die Gefühle in der Beziehung wahr, empfindet sie aber nicht als schnulzig. Ich für meinen Teil habe jedenfalls bei zu schnulzigen Büchern schnell genug und ertrage das Lesen dann nicht mehr. Doch nicht bei diesem Buch, von vorne bis hinten einfach nur gut.

    Auch mochte ich die Charakterentwicklung der Protagonistin Penny. Während sie zu Beginn noch sehr oberflächlich erscheint, in dem sie von dem Teuersten vom Teuersten träumt, als sie sich ihre Hochzeit in Gedanken ausmalt und auch nach dem Antrag ihres Traummanns eigentlich erstmal nur ihre eigenen Wünsche der Hochzeit im Kopf hat, merkt sie im Verlauf der Planung und ihrer gemachten Fehler, durch die Spielsucht, doch noch, worauf es eigentlich ankommt. Die Größe und der Preis der Hochzeit entscheidet nicht über die Zukunft und das Glück des Hochzeitspaares.

    Alles in allem ein wirklich gelungener Liebesroman, vollgepackt mit humorvollen romantischen Szenen.

    Meine vollständige Rezension, inkl. einer Übersicht über alle Charaktere, findet ihr auf meinem Buchblog: Resümee

    Dort findet ihr auch einen Beitrag mit meinen Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe (plus Infos zur Autorin): Ausblick


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    Cover des Buches The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman (ISBN: 9783499002649)

    Bewertung zu "The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman" von Lyssa Kay Adams

    The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
    linda-liestvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Humorvoll anders.
    Humorvoll anders.

    Profisportler Gavin und Thea, eine Kunstbegeisterte, sind verheiratet und haben zwei gemeinsame Töchter.

    Gavin versteht die Welt nicht mehr, betrinkt sich hemmungslos in einem muffigen Hotelzimmer. Etwas besseres kann er sich zwar leisten, hat es sich jedoch nicht verdient. Grund dafür ist Thea. Sie will die Scheidung, vollkommen unerwartet trifft ihn das aus dem Nichts.

    Doch sicher ist er sich mit einem: Er will sie zurück, die Liebe seines Lebens.

    Dafür will er alles geben, ist zu allem bereit. In einem Buchclub voller Männer, die mithilfe von Liebesromanen ihre Frauen besser verstehen wollen, verspricht er sich Unterstützung.

    Zu dem Buch gibt es nicht viel zu sagen. Es ist grandios, Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ein wahres Meisterwerk im Genre Liebesroman, urkomisch und doch die richtige Portion Romantik. Ein absolutes Jahreshighlight und ich freue mich jetzt schon unheimlich auf den zweiten Teil der Reihe, der im August erscheinen soll.

    Bei diesem Liebesroman stimmt einfach alles. Die Charaktere sind interessant und wirken sympathisch, machen dabei aber dennoch eine Entwicklung im Verlauf des Buches durch. Diese Entwicklung ist bei allen drei Hauptcharakteren erkennbar: Gavin – dem Ehemann, Thea – der Ehefrau und auch bei Liv, der Schwester von Thea. Alle drei verändern ihre Sicht- und Verhaltensweisen im Verlauf des Buches zum Positiven.

    Aber das ist noch längst nicht alles, was das Buch zu bieten hat. An vielen kleinen Stellen trotzt es vor Humor. Auch wenn so einem Buchclub auch immer etwas Unmännliches anhängt, machen die Sprüche und Witze der Mitglieder die ganzen Situationen im Buchclub, der quasi eine Selbsthilfegruppe ist, stimmig. Viele kleine Anekdoten machen das Lesen super unterhaltsam und wer dabei nicht mindestens hin und wieder lächeln oder hemmungslos losprusten muss, macht etwas beim Lesen falsch. Definitiv ein Liebesroman-Hochgenuss.

    Die letzten beiden Kapitel wurde es etwas arg kitschig aber ein Liebesroman muss halt auch immer eine Portion Kitsch beinhalten. Dafür, dass es mir bei sowas immer schnell zu viel wird, kann die Autorin ja nichts und zwei kurze vor Kitsch triefende Kapitel ertrage sogar ich.

    Bis auf diesen kleinen Kritikpunkt kann ich wirklich nichts aussetzen, einfach ein unfassbar guter Roman, den ich an zwei Tagen ausgelesen habe. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer vielleicht: Ab in die Buchhandlung und besorgt euch dieses Buch. ;)

    Meine vollständige Rezension, inkl. einer Übersicht über die Charaktere, gibt es auf meinem Buchblog: Resümee

    Dort gibt es auch einen Beitrag zu meinen Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Ausblick 

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    Cover des Buches Die Wächter (ISBN: 9783453272217)

    Bewertung zu "Die Wächter" von John Grisham

    Die Wächter
    linda-liestvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Von der Realität inspiriert und dadurch fesselnd und berührend.
    Von der Realität inspiriert und dadurch fesselnd und berührend.

    Cullen Post arbeitet als Anwalt bei Guardian Ministries, einer Organisation, die versucht unschuldig Verurteilte aus dem Gefängnis frei zu bekommen.

    Mehrjährige nervenaufreibende Kämpfe, die kurz vor knapp zu einer aufgeschobenen Hinrichtung oder einer Vollstreckung dieser führen.

    Unschuldig Verurteilte aus dem Gefängnis oder gar dem Todestrakt zu befreien ist langwierig, schließlich behaupten auch viele unschuldig zu sein, obwohl sie kaltblütige Täter sind.

    Beweise zu finden, teils Jahrzehnte nach der Verurteilung, ist alles andere als leicht.

    Ich bin mir unschlüssig, wie ich dieses Buch bewerten soll. Ich habe unverhältnismäßig lang gebraucht, um es zu beenden. Scheinbar hat es Grisham einfach nicht geschafft mich zu fesseln. Immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen, weil es mich müde gemacht hat, ich die Story nicht mitreißend genug empfand. Kein gutes Zeichen.

    Heute konnte ich das Buch jedoch beenden und habe auch die Anmerkungen des Autors gelesen, einfach aus Neugier. Manchmal lese ich diese Teile in Büchern und manchmal nicht. Jedenfalls blicke ich jetzt ganz anders auf das Buch als während des Lesens. Zu diesem Buch hat Grisham ein realer Fall inspiriert von einem Mann namens Joe Bryan, der für den Mord an seiner eigenen Frau drei Jahrzehnte unschuldig im Gefängnis sitzt. Vieles in diesem Buch baut auf Parallelen zu diesem Fall auf und zu demjenigen, der in der „echten Welt“ in einer Hilfsorganisation für Gerechtigkeit kämpft. Besonders mitgenommen hat mich, dass dieser Mann nach vielen Jahren verzweifelten Kampfes erst Ende März diesen Jahres (2020) frei kam, mit 80 Jahren. Unglaublich. Auf tatsächlich geschehenen Ereignissen basierende Filme und Bücher haben immer einen speziellen Reiz und ich muss gestehen, dass dies auch bei mir zieht. Mit dem Wissen dieser Details konnte ich das Buch im Nachhinein doch noch lieb gewinnen. Mir hätte es also viel gebracht, wenn ich die Anmerkungen des Autors vorm Lesen der eigentlichen Story gelesen hätte. ;)

    Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich vor dem Lesen der Anmerkungen alles schlecht fand. Ganz so ist es nicht. Es gab durchaus interessante Momente aber diese wurden für mich durch zu viele auftauchende Personen und Begegnungen gestört, die auf mich eingeschoben und verwirrungsstiftend gewirkt haben. Stattdessen hätte ich mir gewünscht ausgewählte Charaktere etwas tiefgehender kennen lernen zu dürfen. Vielleicht sind es aber auch genau diese vielen Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und Sichtweisen, die alte Fälle neu aufleben lassen und die notwendig sind, um bei kalten Fällen neue Beweise aufdecken zu können. Und trotzdem: Es geht hier schließlich um ein Buch mit einer Geschichte. Leser wünschen sich Protagonisten intensiver zu erfahren und das war einfach nicht gegeben. Selbst über die zwei Hauptcharaktere Quincy Miller und Cullen Post weiß ich nicht viel.

    Insgesamt muss ich also sagen, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat wie „Das Bekenntnis“, welches im vergangenen Jahr erschienen ist. Vieles hat mich an der Umsetzung der Geschichte gestört und dennoch übt die Verbindung zu diesem realen Fall einen ganz speziellen Reiz aus, der das Buch durchaus lesenswert macht. Über die Parallelen zur Realität sollte man aber vor dem Lesen etwas wissen, um das Buch auch wirklich schätzen zu können.

    Vollständige Rezension inkl. einer Übersicht über alle Charaktere gibt es auf meinem Buchblog: Resümee

    Dort gibt es auch einen Beitrag mit meinen Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Ausblick

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    Cover des Buches Verhängnisvolle Nähe (ISBN: 9783641229672)

    Bewertung zu "Verhängnisvolle Nähe" von Sandra Brown

    Verhängnisvolle Nähe
    linda-liestvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Gefangen zwischen Gefühlen und der Wahrheit.
    Gefangen zwischen Gefühlen und der Wahrheit.

    Kerra führt das Interview ihres Lebens. Jahrelang hat Major Franklin Trapper, der seit dem Bombenanschlag als Nationalheld gefeiert und verehrt wird, keine Interviewanfragen mehr angenommen. Doch ihr ist es gelungen.

    Kurz vor der Verabschiedung sucht Kerra nochmal die Toilette von Franklin auf, als sie einen Schuss wahrnimmt und kurz darauf ein Rütteln an der Badtür. Ihr bleibt nur eines. Sie muss fliehen, wenn sie überleben will.

    Sechs Tage zuvor.

    Nach dreizehn fehlgeschlagenen Versuchen ein Interview mit Franklin zu bekommen, versucht es Kerra bei dessen Sohn John. Das Verhältnis der beiden ist aber mehr als schlecht, weshalb John Kerra anfangs nicht so recht helfen möchte ihr ersehntes Interview zu bekommen.

    Vor diesem Buch hier habe ich erst ein Buch („Stachel im Herzen„) von Sandra Brown gelesen und das, obwohl die Autorin bereits unfassbar viele Bestseller veröffentlicht hat. Ich muss sagen, dass mir dieses Buch hier definitiv besser gefallen hat. Die Geschichte, welche Sandra Brown hier kreiert hat, hat mir einfach deutlich mehr zugesagt. Es war aber nicht nur die Story, sondern auch die Charaktere.

    Kerra, die neugierige aber doch nach festen Prinzipien vorgehende Journalistin auf der einen Seite und John, der ehemalige im Ansehen und Achtung gefallene Agent mit seiner rebellischen Natur auf der anderen Seite. Die beiden gemeinsam bilden für mich ein Vorzeigepaar in einem Buch. Gegensätzlich genug aber dennoch ähnlich, so dass die Verbindung zwischen ihnen glaubhaft bleibt. Ich mochte die kleinen Neckereien und Spielchen zwischen den beiden Protagonisten. Da Kerra und John zum Teil sehr unterschiedliche Meinungen vertreten und beide die Hauptcharaktere des Buches repräsentieren, ermöglicht dies eine Identifikation sehr verschiedener Leser mit den Protagonisten.

    Die Story nimmt viele kleine Wendungen und unterschiedliche Begegnungen mit Charakteren ermöglichen dem Leser nach und nach Vermutungen anzustellen, die dann doch wieder überworfen werden müssen. Dabei sind diese Wendungen jedoch nicht erzwungen und auch nicht vollkommen fernab jeglicher Glaubwürdigkeit, wie in vielen anderen Büchern. Ich mochte das.

    Insgesamt ist es Sandra Brown hiermit gelungen einen wirklich guten spannenden Thriller zu schreiben mit interessante Charakteren, die man im Verlauf des Lesens förmlich liebgewinnen muss.

    Die vollständige Rezension (inkl. einer Übersicht über die Charaktere) gibt es auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen

    Dort findet ihr auch einen Beitrag mit meinen Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe und einigen Informationen zur Autorin: Vor dem Lesen

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    Cover des Buches Denn du gehörst mir (ISBN: 9783453272262)

    Bewertung zu "Denn du gehörst mir" von Mary Higgins Clark

    Denn du gehörst mir
    linda-liestvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Solide spannend geschriebener Thriller
    Solide spanned geschriebener Thriller

    Bobby und Mindy, zwei Geschwister, die mit Bauklötzen spielen und der große Bruder, der seine Chance sieht seine kleine Schwester zu ärgern, in dem er ihren Turm umstürzt, so dass sie weint.

    Das sind so alltägliche Herausforderungen, mit denen sich das Kindermädchen Caroline rumschlägt.

    Ein Geräusch, klingend wie ein Schuss, lässt Caroline zusammen zucken. In der Garage entdeckt sie im Auto den Vater der beiden Kinder Martin Bell, wie er blutend über dem Lenkrad lehnt.

    Es war also wirklich ein Schuss, den sie vernommen hat. Ein tödlicher Schuss.

    Das Buch ist bereits der sechste Band aus der Reihe rund um Laurie Moran und ihrer Sendung, welche sich um ungelöste Mordfälle dreht. Ich habe mit diesem Buch erst zwei davon gelesen und kann dennoch sagen, dass ich die Bücher sehr schätze. Mary Higgins Clark und Alafair Burke sind bzw. waren ein gutes Team, denn leider ist Mary Higgins Clark Anfang des Jahres verstorben. Nun bleibt es also erstmal offen, ob noch weitere Bücher aus der Reihe erscheinen oder diese nun abgeschlossen ist.

    Die Schreibweise von „Denn du gehörst mir“ ist schlicht und konsistent logisch. Als Leser hat man keinerlei Probleme bei der Story durchzublicken und muss auch nichts hinterfragen, da alles konsequent glaubwürdig erklärt wird. Ich mag solche leichten Thriller hin und wieder gerne. Für mich kann es zwar auch gerne blutig und widerwärtig hergehen in Büchern oder Filmen, ich mag es aber auch solche seichten Thriller-Geschichten zu lesen. Und genau solch eine ist das.

    Obwohl dieses Buch also zu einer Reihe gehört ist es möglich für neue Leser einzusteigen und den vollen Durchblick zu haben, ohne die Vorgänger zu kennen. Alles Wesentliche wird beschrieben, sei es nun die Rolle einzelner Charaktere oder Schicksalsschläge einzelner Protagonisten, die bereits früher in der Handlung vorgefallen sind.

    Besonders mag ich die Beziehung zwischen Alex und Laurie, so beständig und ruhig. Mit jedem weiteren Buch kommen sie in ihrer Beziehung ein Stück voran. Ich mag diese Entwicklung total.

    Insgesamt ist es ein solide geschriebener und gleichzeitig mitreißender Thriller, der mir aber vermutlich nicht lange im Gedächtnis bleibt. Eben eine nette Ermittlungsgeschichte für nebenbei und dennoch empfehlenswert weil gut gemacht.

    Der Link zu meiner vollständigen Rezension (inkl. Charakterübersicht): Nach dem Lesen

    Dort findet ihr auch einen Beitrag mit meinen Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen des Buchs begonnen habe: Vor dem Lesen

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    Cover des Buches Verlobung mit Hindernissen (ISBN: B081S5HWRR)

    Bewertung zu "Verlobung mit Hindernissen" von Fran C. Stuart

    Verlobung mit Hindernissen
    linda-liestvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Paradebeispiel für einen humorvollen Liebesroman
    Paradebeispiel für einen humorvollen Liebesroman

    Kurz und Knapp: Sue Watson, eine 29-jährige Verlagsangestellte, führt eine mehr oder minder glückliche Beziehung mit Lance. Gegensätze ziehen sich schließlich an, so sagt man, oder? Doch als Sue auf Arbeit Bekanntschaft mit ihrem neuen Chef macht, traut sie ihren Augen nicht. Der neue Chef ist kein Unbekannter, sondern Rupert – ihre große unerwiderte Liebe noch aus alten Schultagen. Um vor ihm gut dazustehen, erfindet Sue kurzerhand ihre Verlobung mit Lance. Doch schon kurze Zeit später beginnt alles aus den Fugen zu geraten. 

    Ein Wechsel aus Instruktionen für einen Bungeesprung von einem Staudamm und den angsterfüllten Gedanken von Sue Watson, die diesen gleich vor sich hat, es aber eigentlich gar nicht machen möchte und nur für ihren Freund Lance hinter sich bringen will…

    Energiegeladen und humorvoll, so startet der Leser in den Liebesroman „Verlobung mit Hindernissen“ von Fran C. Stuart, denn direkt im Anschluss an das Bungeejumping folgt der romantische Teil mit einem Dinner im Kerzenschein und einem unerwarteten Heiratsantrag. Der Antwort schuldig wirft die Autorin den Leser jedoch einen Monat zurück.

    Zuerst muss ich loswerden, dass mich das Buch extrem gut unterhalten hat und auch wenn die Story vielleicht nicht vor Hochspannung zu Atemnot führt, war es trotzdem unfassbar mitreißend. Meine Neugier darauf, wie es wohl weitergeht, war unentwegt vorhanden. Das schaffen gerade in letzter Zeit, wo ich mich recht wenig neben der Arbeit zum Lesen motivieren kann, nur sehr wenige Bücher. „Verlobung mit Hindernissen“ ist eines davon.

    Die Autorin ist in London geboren und aufgewachsen. Vermutlich hat sie deshalb auch London als Handlungsort ihres Buches gewählt. Etwas Vertrautes, ein Ort, den sie kennt. Ich finde es gelungen, mag London als Ort für Liebesromane ohnehin.

    Die Protagonisten des Buches lernt der Leser ausreichend kennen, für mich sind vier davon am entscheidendsten für die Story. Da gibt es den eher uncharmanten Chef Albert Cliffson, der unentwegt die alten Standards seines Verlags aufrechterhalten will und noch nicht so richtig begreift, dass der Verlag dringend mit der Zeit gehen sollte, um bestehen zu bleiben. Und da gibt es Sue, eine Angestellte des Verlags und der Mittelpunkt des Buches. Ihr Potential in dem Unternehmen wird noch nicht so richtig erkannt, überwiegend erledigt sie Assistenzaufgaben und bekommt kaum bis sogar keine Chancen sich kreativ zu beteiligen. Hinzu kommt ihr Privatleben. Sie glaubt zwar glücklich in ihrer Beziehung mit Lance, einem Zahnarzt, zu sein, scheint in dieser Beziehung aber im Grunde eine ganz andere Person zu sein als in ihrem restlichen Alltag, in dem sie so gar nicht spontan ohne nachzudenken agiert. Sue befindet sich also noch mittendrin herauszufinden, was sie konkret vom Leben erwartet und wie sie das zu erreichen vermag. Als dann plötzlich ihre alte Jugendliebe Rupert als neuer Chef des Verlags im Büro steht, dreht sich alles in ihrem Kopf, so dass sie sogar so weit geht eine Verlobung mit ihrem Freund zu erfinden. Schrittweise beginnt Sue dann aber damit sich selbst zu finden und sich zu entfalten, was vor allem damit verbunden ist endlich dem nachzugehen, was sie im Grunde möchte.

    Und dieser schrittweise Weg dahin ist von der Autorin Fran C. Stuart äußerst charmant und witzig präsentiert. Für mich ein Paradebeispiel für einen humorvollen Liebesroman. Ein bisschen unglaubwürdig dabei fand ich aber die Tatsache, dass Rupert immer vor Ort ist. Ich kaufe die Geschichte an diesen Stellen einfach nicht so richtig ab. Für mich wirkt es einfach komisch, dass Rupert permanent da ist, sei es nun beim Anschauen einer potentiellen Hochzeitslocation oder beim Familienessen. Ein gutes Verhältnis zwischen Sue’s Eltern und Rupert ist mir als Grund dafür einfach nicht ausreichend genug. Ich meine, wenn ich in einer festen Beziehung bin und meine Eltern jemanden aus meiner Schulzeit einladen, in den ich jahrelang verliebt war, das fänd ich schon unpassend und schräg. Oder geht das etwa nur mir so? Vielleicht sollte ich sowas bei einem Liebesroman aber auch einfach nicht so genau hinterfragen, irgendwie muss Sue am Ende ja mit dem Richtigen zusammen kommen. ;)

    Schwierig fand ich am Ende aber wirklich die kreative Idee von Sue, um den Verlag voranzubringen. Lernstorybücher mit spielerischen Elementen wie eine Geschichte mit einer Figur, die nach und nach mit dem Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten weitere Gegenstände erhält, wie zum Beispiel eine Lupe, finde ich toll. Game-based Learning ist generell voll mein Ding. Die Erweiterung des Ganzen um zwei Varianten, einmal für Mädchen in pink und rosa und einmal für Jungs war mir dann aber doch zu viel. Das erinnert mich zu sehr an Überraschungseier. Ich liebe Ü-Eier, habe die Aufschlüsselung in Mädchen und Jungs Ü-Eier aber von Beginn an gehasst und dabei bin ich gar nicht so versessen auf den ganzen Gender-Kram. Eigentlich lege ich darauf so gar keinen Wert. Nur bei Ü-Eiern irgendwie und die Analogie zu den Lernstorybüchern war mir einfach zu viel, deshalb auch nicht mein Fall. Ich glaube aber, dass das anderen Lesern so gar nicht negativ aufstößt, nur mir irgendwie.

    Alles in allem habe ich das Buch aber verschlungen, musste regelmäßig lächeln und einmal sogar aus vollem Herzen lachen. Das Buch hat mich zum Lachen gebracht, mir einfach Freude bereitet. Genau deshalb ist es meinen Erwartungen an einen tollen Liebesroman auch gerecht geworden und ich kann es euch nur empfehlen.

    Meine vollständige Rezension inkl. einer Übersicht über die Charaktere findet ihr auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen

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    Cover des Buches Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen (ISBN: 9783570165577)

    Bewertung zu "Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen" von Lena Kiefer

    Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen
    linda-liestvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Mitreißendes Finale und unerwartetes Ende
    Mitreißendes Finale und unerwartetes Ende

    Ich muss gestehen, ich bin ein bisschen traurig, dass ich die Welt rund um Ophelia Scale jetzt verlassen muss. Die Jugendbuch-Reihe mit Fantasy-Elementen um die von Technik völlig losgelöster Welt hat mich wirklich verzaubert. Dennoch ist das Finale dieser Trilogie ein würdiger, spannender und gleichzeitig auch emotional gelungener Abschied. Ein Abschied von der Geschichte und auch von den Charakteren, die ich so liebgewonnen habe.

    Nichtsdestotrotz hat sich die Autorin laut ihrer Danksagung noch ein Schlupfloch gelassen, um die Geschichte vielleicht doch noch weitergehen zu lassen oder zumindest einen kleinen Spin-Off hinterher schießen zu können. Davon bin ich kein wirklicher Fan. Ich verstehe, dass Autoren Geld verdienen müssen aber dieses restlose Ausschlachten einer wunderschönen Geschichte, wie es heutzutage immer häufiger vorkommt, ist gar nicht meins. Doch das nur beiläufig, schließlich geht es in diesem Beitrag hauptsächlich um den Abschluss der Trilogie.

    An den ersten Band kommt das Finale nicht heran, zu originell und noch nie gelesen war der Auftakt der Reihe, zu hoch die Anforderungen dem durchgehend gerecht zu werden. Und dennoch: das Niveau ist hoch. Die Buchreihe bleibt eines meiner absoluten Lese-Highlights, sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr. Ich weiß, dass ich mich noch lange an die Geschichte erinnern werde. Ein Satz, den ich von vielen anderen Büchern nicht behaupten kann.

    Besonders fasziniert hat mich die Liebesgeschichte. Logisch, ich bin ein Mädchen und will „Liebesschnulzen“ auch in Bücherwelten, trotzdem bin ich da häufig relativ kritisch. Es darf nicht zu kitschig werden, muss mit Charme echt wirken. Diese Dreiecksbeziehung, auch wenn der Begriff hier falsch gewählt ist, da es sich eigentlich um keine handelt, zwischen Ophelia, Knox und Lucien ist unglaublich. Auf der einen Seite Knox, der gemeinsam mit Ophelia mit der Widerstandsgruppe ReVerse groß geworden ist und auf der anderen Seite Lucien, der als Mitglied der Königsfamilie mitverantwortlich für die Ursache des Widerstands, der Abkehr jeglicher Technologie, ist. Aber nicht diese beiden widersprüchlichen Seiten, für welche die beiden stehen, ist es, was mich fasziniert. Vielmehr gefällt mir die Entwicklung von Knox, die gerade auf den letzten Seiten des Buches nochmal eine ungeahnte und doch von mir so sehr herbeigewünschte Änderung durchmacht.

    Die künstliche Intelligenz der Omni, welche droht die gesamte Welt zu beherrschen und mit der Ophelia etwas Emotionales seit der Kindheit verbindet, war mir die meiste Zeit etwas zu oberflächlich. Rein rational operierend mochte ich sie lieber, doch im Finale agiert sie plötzlich auch etwas unbedarft. Der Grund dafür war für mich nicht wirklich greifbar, obwohl ich weiß, dass es immer heißt, dass eine echte künstliche Intelligenz so etwas wie ein Bewusstsein erreichen und haben muss. Und obwohl beim großen Höhepunkt selbstverständlich die künstliche Intelligenz im Mittelpunkt steht, habe ich es geliebt. Die Omni entscheidet sich selbstlos und damit völlig unerwartet.

    Insgesamt war die Buchreihe unfassbar fesselnd, der Schreibstil der Autorin einfach nur mitreißend und die gestaltete Geschichte ein Highlight. Ich habe selten so eine gelungene Trilogie gelesen, absolut zu empfehlen.

    Meine vollständige Rezension (inkl. Charakterübersicht und Fotos) gibt es auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen

    Dort findet ihr auch meine Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Vor dem Lesen

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    Cover des Buches Dich schickt der Himmel (ISBN: 9783442487905)

    Bewertung zu "Dich schickt der Himmel" von Sophie Kinsella

    Dich schickt der Himmel
    linda-liestvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Endlich wieder ein Liebesroman, in dem sich die Autorin in ihrer Bestform präsentiert.
    Endlich wieder ein Liebesroman, in dem sich die Autorin in ihrer Bestform präsentiert.

    Fixie arbeitet in dem Tante-Emma-Laden der Familie. Jeder aus der Familie arbeitet da. Manche mehr als andere, aber das ist okay. Familie geht schließlich vor. Immer.

    Fixie kann Dinge nicht ignorieren. Sobald sie etwas sieht, das irgendwie nicht ins Bild passt, muss es behoben werden und zwar fix. Daher auch ihr Spitzname Fixie. Fixie fixt es eben.

    Gegenüber ihrer Mutter und ihrer gemeinsamen Mitarbeiter übernimmt sie gelegentlich auch Verantwortung, doch in Gegenwart ihrer Geschwister ist sie wie ausgetauscht. Verschüchtert, zurückhaltend. So auch als ihr Bruder Jake überteuertes Öl für den Laden kaufen will.

    Am Abend steht der Geburtstag ihrer Mutter an. Den ganzen Tag hat die Mutter gekocht, wie jedes Jahr. Doch dieses Jahr ist etwas besonderes, zumindest für Fixie. Ryan ist zurück, zurück aus Los Angeles. Ryan, die große Jugendliebe von Fixie.

    Fixie schwärmt schon seit Jahren für ihn. Immer wieder wurde ihr das Herz gebrochen. Immer wieder von ihm.

    Beim Lesen der ersten Kapitel dachte ich mir direkt: Jackpot. Endlich wieder ein Buch von Kinsella, in dem sich die Autorin in ihrer Bestform präsentiert. Humorvoll, sarkastisch und romantisch. Leider hielt das Gefühl nicht lange an. Während die ersten Kapitel noch vor lustigen Passagen nur so sprudelten, haben sich die späteren Kapitel eher so ohne echte Schmunzler lesen lassen. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass das Buch langweilig wurde. Das wurde es nicht aber es konnte die hohen Erwartungen, die sich mit den ersten Kapiteln geformt haben, trotzdem nicht erfüllen. Es startete eben sehr hoch und ging dann bergab auf ein normal interessantes, aber konstantes, Niveau.

    Trotz der abflachenden Unterhaltungskurve hat mich die erzählte Geschichte gut unterhalten. Natürlich gibt es bei solchen Liebesromanen keine überraschenden Wendungen. Beim Klappentext weiß man direkt, was einen erwartet und wie die Story beginnt und endet. Es geht einzig und allein um die Umsetzung, um die Nebengeschichten. Das ist Sophie Kinsella gelungen. Die Geschichte hat mich durchweg interessiert und ich wollte weiterlesen weil mich der Weg der Liebe in dem Buch interessiert hat.

    Leider wurde ich am Ende enttäuscht. Die Hauptliebesgeschichte wurde mir im Detail nicht ausreichend zu Ende erzählt und auch die Nebengeschichte rund um die Schwester von Fixie bleibt offen zurück. Ehrlich gesagt hat mich das ein bisschen sauer gemacht. Die ganze Zeit über ist alles detailliert erzählt, die Gefühlswelt, die Handlungen aber ausgerechnet das Finale wird kurz und knapp abgehandelt. Warum? Sind Sophie Kinsella hier die Seiten ausgegangen? Wie auch immer es dazu kam, es ist einfach nur schade. Das Buch wirkt dadurch unfertig.

    Insgesamt behalte ich das Buch aber trotzdem in guter Erinnerung. Die Liebesgeschichte und auch die parallelen Geschichten haben mich gut unterhalten, auch wenn der ein oder andere Wermutstropfen zurückbleibt.

    Vollständige Rezension (mit Fotos und Charakterübersicht): Nach dem Lesen

    Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Vor dem Lesen


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