martinabauer

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    Cover des Buches Joslyn Myers (ISBN: B01GCZYRNC)

    Bewertung zu "Joslyn Myers" von David Pawn

    Joslyn Myers
    martinabauervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein blutiges Rache-Epos
    Rache ist ein Gericht, das kalt serviert wird

    Selbst die schlimmsten Schurken halten sich an einen gewissen Ehrenkodex. So auch die Dickson-Brüder, und er lautet, auf ihren Raubzügen keine Frauen zu erschießen.
    Dennoch erwischt ein Querschläger die Mutter des jungen Mädchen Joslyn Myers. Ihr Vater zerbricht bald an seinem Kummer, und Joslyn ist auf sich allein gestellt – was in einer rauhen Männerwelt Freiwild gleichkommt. Für geraume Zeit findet sie Unterschlupf in einem Saloon, bis ein Sadist auf sie aufmerksam wird. Für Joslyn beginnt ein schrecklicher Leidensweg, bis sie in dem Revolvermann Robert McFarlayne eine Art Freund findet. Doch auch dieses Glück ist nur von begrenzter Dauer.
    Joslyn erlebt viel Leid, bis sie schließlich in einer kleinen Stadt landet, die von drei angesehenen Bürgern geführt wird; den Dickson-Brüdern, die Joslyn für ihr ganzes Elend verantwortlich macht. Doch niemand will ihr Glauben schenken, denn mittlerweile hält man die Brüder für ehrbare Leute.
    McFarlayne hat Joslyn das Schießen beigebracht, aber gegen drei Mitglieder einer ehemaligen Räuberbande hat Joslyn praktisch keine Chance. Doch der Gedanke an Rache beherrscht die junge Frau schon ihr halbes Leben. Mit Köpfchen und eisernem Willen setzt sie alles daran, den kaltblütigen Mördern das Handwerk zu legen.
    Tarantino hätte seine Freude an diesem Stoff. Eine schöne Frau als Racheengel in einem blutigen Western, die trotz aller Widrigkeiten und Schwierigkeiten ihren Weg geht und sich zu behaupten weiß, auch wenn ihr das Schicksal nicht nur Steine in den Weg legt, sondern ganze Felsblöcke – daraus ließe sich ein guter Film drehen. Ich habe mit Joslyn mitgefiebert, habe gehofft, dass sie in dieser schmutzigen, von Männern und Revolvern beherrschten Welt nicht nur besteht, sondern ihr Glück findet. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen war ich mir hier nicht sicher, ob die Hauptfigur überleben wird. Ob sie es tut, werde ich hier natürlich nicht verraten.

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    Cover des Buches Das Messias Casting (ISBN: B015ZHCERY)

    Bewertung zu "Das Messias Casting" von M.P. Anderfeldt

    Das Messias Casting
    martinabauervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Eine außergewöhnliche Geschichte!
    Tolle Romanidee!

    Ein Messias-Casting – darauf muss man erstmal kommen. Gleichzeitig frage ich mich, warum bisher noch keiner drauf gekommen ist. Es würde ja in die heutige Zeit passen, wo Musiker, Supertalente und Hobbybäcker im Fernsehen präsentiert, bloßgestellt und von der breiten, fernsehglotzenden Masse beurteilt werden. Warum nicht auch ein Messias? Es muss ja kein echter sein – Hauptsache, er lässt sich vermarkten und erfüllt seinen Zweck. Für kurze Zeit jedenfalls. Jesses!

    Eine Selbstmordserie ruft ein internationales, eilig zusammengestelltes Komitee auf den Plan. Ein Mitglied ist der Werbetexter Stefan Berger, dem bis zuletzt nicht ganz klar ist, warum ausgerechnet er dafür ausgewählt wurde. Allerdings kann seine Idee seine mächtigen Auftraggeber überzeugen: Die Welt braucht einen neuen Messias! Gejagt von unbekannten Feinden und unterstützt von der Dolmetscherin Momoko findet Stefan den Heilsbringer in Japan. Stefan setzt alles daran, den Messias zu beschützen, aber da ist ein Scharfschütze unterwegs, der den Messias für den Baalspriester hält und liquidieren möchte …

    Der Unterhaltungswert der Geschichte ist hoch, es wird nie langweilig und die Geschichte schlägt einen Haken nach dem anderen. Allerdings lässt der Autor am Ende einige Fragen offen, die mich von Anfang an brennend interessierten: Was hat es denn nun mit der Selbstmordserie auf sich? Wer waren denn nun Stefans Auftraggeber, die am Ende in Island ums Leben kamen? Leute von der Regierung? Und warum wollten sie mit allen Mitteln die Selbstmorde stoppen? (Blöde Frage eigentlich, aber ich denke, dass sich sehr mächtige Menschen nicht übermäßig um ein paar tote Jugendliche scheren).Viele Figuren werden recht oberflächlich abgehandelt, deren Motivation für ihr Tun mir nicht ganz klar ist. Sie tauchen auf und verschwinden wieder (Desiree), dabei steckt in den Figuren Potenzial, das leider ein Stück weit verschenkt wurde, denn sie bleiben für mich sehr blass.

    Es ist natürlich reine Geschmackssache, aber ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht. Obwohl ich mich für einen humorvollen Menschen  halte, musste ich mich an den locker-flockigen, heiteren Erzählton in dieser Geschichte erstmal gewöhnen. Alles in allem gebe ich dreidreiviertel Sterne und ein dickes Lob für die tolle Romanidee.

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    Cover des Buches Infektion (ISBN: 9783738024388)

    Bewertung zu "Infektion" von Ly Fabian

    Infektion
    martinabauervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein intelligenter Zombie-Roman
    Ausbruch der Apokalypse

    Eine Seuche breitet sich rasend schnell über den Erdball aus und verwandelt die Menschen in Zombies. Die Erkrankung durchläuft verschiedene Phasen und scheint nicht heilbar zu sein.
    Die Schülerin Marie wird Zeugin, wie eine Freundin auf dem Schulhof gebissen wird und an der Seuche erkrankt. Mit ihrer Mutter und anderen Personen sucht Marie Zuflucht in einem Krankenhaus, wo sie die Ärzte und Schwestern bei der Arbeit unterstützt. Währenddessen herrscht vor den Türen der Klinik die Apokalypse: Plünderer sind unterwegs, Zombies taumeln durch die Straßen. Macht das Leben überhaupt noch Sinn?

    „Infektion Zombie“ ist kein Horrorroman nach dem gängigen Muster. Spritzendes Blut und Splatter sucht man hier vergeblich. Die Zombies selbst spielen eher eine untergeordnete Rahmenhandlung. Vorrangig wird die Geschichte eines jungen Mädchens erzählt, die einen Platz in einer Welt sucht, in der Endzeitstimmung herrscht, und die gezwungen ist, über sich selbst hinauszuwachsen. Marie lernt viel über die Pflege und Behandlung kranker Menschen, träumt von einem Medizinstudium in einer besseren Welt und wird von Mitarbeitern des Militärs in Kampfsport und Verteidigung unterrichtet, worin sie große Begabung zeigt.
    Sehr gelungen ist der Autorin die durchweg trostlose Atmosphäre, nur unterbrochen von einem winzigen Hoffnungsschimmer: Gibt es tatsächlich einen Zufluchtsort für Marie und ihre Freunde?
    Ich habe „Infektion Zombie“ sehr gerne gelesen. Trotzdem hätte ich mir hin und wieder etwas mehr Kontakt mit den Zombies gewünscht.
    Das Ende bleibt, wie viele Zombiegeschichten, offen. Vielleicht gibt es bald einen Teil 2?

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    Cover des Buches Zeit der Fliegen (ISBN: 9783426430750)

    Bewertung zu "Zeit der Fliegen" von L. S. Anderson

    Zeit der Fliegen
    martinabauervor 8 Jahren
    Rezension zu "Zeit der Fliegen: Thriller" von L. S. Anderson

    Sein letzter Auftrag endete in einer üblen Schießerei, die Ex-Polizist Walter Ross beinahe das Leben gekostet hätte.
    Unmittelbar nach einem mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt kehrt Walter nach Hause zurück und wird prompt erneut von seinen undurchsichtigen Auftraggebern kontaktiert: Harold Whittaker beauftragt Walter mit der Leitung des Sicherheitsdienstes von SouthWestPharmaVac., einer Pharmafirma mitten in der Wüste in der Nähe von Tucson, Arizona.
    Allein das hohe Gehalt bei verhältnismäßig geringem Arbeitseinsatz macht Walter stutzig. Schnell findet er heraus, dass die Firma einiges vor ihm zu verbergen versucht. So werden bestimmte Teile des Firmengeländes von seinen Überwachungskameras nicht erfasst, und seine Vorgänger sind beide bei Unfällen ums Leben gekommen. Sein Entschluss, beide Augen zuzudrücken, bis er sich finanziell saniert hat, bröckelt, als ein kleines Mädchen auftaucht, das anscheinend für Experimente in der Firma missbraucht werden soll. Fest entschlossen, die Herkunft der kleinen "Mija" zu ermitteln und ihre Eltern zu finden, flieht Walter mit dem Kind aus dem Firmenkomplex und begibt sich auf eine Reise nach Guatemala.
    Aber dieser Babysitterjob ist mit dem vorherigen nicht zu vergleichen. Denn sein neuer Schützling ist weit weniger wehrhaft als seinerzeit Carmen Whittaker, das riesige reiche Mädchen, das Walter aus einem Schweizer Internat abholen und wohlbehalten nach Hause bringen musste. Carmen ist es auch, die ihm umgehend zu Hilfe eilt und bei der Suche nach einer Heimat für die kleine Mija unterstützt. Zahlreiche Gegner stellen sich Walter in den Weg, und wieder ist er gezwungen zu töten, um sich und das Kind zu schützen. Besonders schwer fällt ihm das, weil einige seiner Widersacher weiblichen Geschlechts sind.

    Man muss "Entbehrlich", den ersten Teil der Walter Ross-Reihe, nicht unbedingt gelesen haben, um Zeit der Fliegen zu verstehen. Aber empfehlenswert ist es schon; nicht nur um die Hintergründe der Freundschaft zwischen Walter und Carmen zu erfahren, sondern weil "Entbehrlich" ein Muss für Fans jeglicher Art von Gangsterkrimis ist. Walter Ross ist wohl der netteste Killer, den die Literatur je hervorgebracht hat, und das Duo Whittaker / Ross hat für mich längst Kultstatus erreicht.
    Mit "Zeit der Fliegen" hat LSAnderson einen weiteren spannenden Thriller abgeliefert, dem ich gerne die Höchstzahl an Sternen gebe.

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    Cover des Buches Invasion der Götter (ISBN: B00AYQVRK2)

    Bewertung zu "Invasion der Götter" von Markus Schütte

    Invasion der Götter
    martinabauervor 8 Jahren
    Rezension zu "Invasion der Götter [SciFi - Thriller]: ehem. 'Rückkehr der Götter' - überarbeitete Version 2013" von Jason Atum

    Die Archäologen Jonathan Blanchard und Mortymer Hall entdecken in einer unterirdischen Höhle im Irak einen geheimen verborgenen Raum, der in der Überlieferung eines Brüderpaares aus dem 16. Jahrhundert erwähnt wurde, und in dem einer der Brüder zu Tode kam. Zu ihnen stößt der Berufssoldat Major Taylor Grand.
    In dem Raum befindet sich ein Portal, über das die Forscher zu ihrer Überraschung in Kontakt mit den Erschaffern der Menschheit treten.
    Währenddessen wird die Erde von Naturkatastrophen heimgesucht, die Weissagung der Maya bezüglich dem Weltuntergang scheint sich zu bewahrheiten. Jonathans Lebensgefährtin, die Linguistin Iris Decall, wird von dem beunruhigten Präsidenten der Vereinigten Staaten beauftragt, bei der Übersetzung historischer Schriften behilflich zu sein. Denn die Erschaffer der Menschheit planen deren Untergang.

    Außerirdische anstelle unserer bekannten Götter zu setzen, ist keine gänzlich neue Idee und wurde bereits im Kino durchgenudelt, aber Jason Atum hat diese Überlegung völlig neu und ganz anders – und meiner Meinung nach besser – ausgearbeitet.
    Ob es Absicht ist, dass die außerirdischen „Eliterassen“ sich nicht allzu sehr von den Menschen unterscheiden, kann ich nicht beurteilen; sie planen einen Genozid, morden und intrigieren … aber der Mensch ist „Gott“ bekanntlich nachempfunden.
    Die historischen und technischen Hintergründe sind gut und verständlich erklärt.
    Trotz der Vermischung verschiedener Genres – hauptsächlich Sci-Fi, aber auch religiöse und historische Inhalte, sowie die obligatorische eingebaute Liebesgeschichte, ist der Roman sehr gut strukturiert. Die einzelnen Kapitel und Abschnitte sind mit Ort und Datum versehen.

    Dieser Roman ist nicht leicht zu beurteilen. In sprachlicher Hinsicht habe ich nichts zu bemängeln; allerdings scheint mit der Plot sehr überladen durch die vielen auftretenden Rassen, Figuren, Raumschiffe, Portale uvm. Die Handlung hat mich anfangs stark in den Bann gezogen, aber im Lauf der Geschichte immer weniger angesprochen. Das war einfach nicht mehr so ganz mein persönlicher Geschmack.
    Dennoch vergebe ich vier Sterne wegen der professionellen Schreibe und Aufbereitung des Themas.

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    Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404158539)

    Bewertung zu "Die Blutlinie" von Cody McFadyen

    Die Blutlinie
    martinabauervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Blutlinie" von Cody McFadyen

    "Blutlinie" ist mein erster Roman von Cody McFayden, von dem ich von anderen Lesern nur Gutes gehört habe. Zunächst möchte ich betonen, dass der Thriller wunderbar geschrieben ist, er lässt sich wirklich flüssig lesen und ich war in kürzester Zeit durch.
    Dennoch wird es voraussichtlich mein letzter McFayden sein. Fast schon ärgerlich mutet die platte und klischeehafte Figurenzeichnung an: die arroganten, unerträglich selbstgerechten FBI-Agenten, allen voran "Zuckerschnäuzchen"; die unglaubwürdige Darstellung eines aufs Äußerste traumatisierten kleinen Mädchens, die ihre Fähigkeit zu sprechen verloren hat, aber nichtsdestotrotz munter mit Mimik und Gestik kommuniziert, ständig lächelt und unverständlicherweise sofort zu jedem in Smokys Umfeld Vertrauen fasst - vor allem zu ihr, der völlig Entstellten, die einem kleinen Mädchen wie ein Monster vorkommen muss. Smoky selbst, die sich wiederholt als eine der besten Schützinnen der Welt bezeichnet, ein wahres Naturtalent, aber im entscheidenden Moment schlechter zielt als ein Zweijähriger an der Wurfbude. Die Tochter, die an einer Stelle "mitten in die Brust" getroffen wird, an anderer an einem Schuss zwischen die Augen starb, obwohl sie doch nur eine einzige Kugel abbekommen hat; da ist dem Autor ein kleiner Fehler unterlaufen. Blutige und gewalttriefende Szenen spielen eine nicht unbeträchtliche Rolle. Das muss an sich nicht schlimm sein, hier würde es der Story aber zugute kommen, wenn statt der oberflächlichen Gewaltdarstellung etwas mehr psychologische Tiefe vorhänden wäre. Dennoch, wie gesagt, die Spannung ist durchaus vorhanden und ich habe schon schlechtere Bücher gekauft, aber weiterempfehlen würde ich "Blutlinie" nicht.

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    Cover des Buches Der Tod kann mich nicht mehr überraschen (ISBN: 9783943408072)

    Bewertung zu "Der Tod kann mich nicht mehr überraschen" von Heike Vullriede

    Der Tod kann mich nicht mehr überraschen
    martinabauervor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Tod kann mich nicht mehr überraschen" von Heike Vullriede

    Ein inoperabler Gehirntumor ist nicht das einzige Problem, mit dem Marvin Abel sich herumschlagen muss. Im Krankenhaus geschehen merkwürdige Dinge: da werden Fehldiagnosen gestellt und Krankenakten verwechselt, man versucht Marvin zu vergiften, sogar ein Mord soll passiert sein! Mit seiner Familie und seinen Freunden läuft es auch nicht besser: wenn sie sich nicht gerade innerlich von ihm distanzieren oder seinen Nachlass verplanen, überraschen sie Marvin mit unangenehmen Enthüllungen, die man nur einem erzählen kann, der sowieso bald abtritt. Der einzige, dem Marvin noch trauen kann, ist der gute alte Gevatter Tod ' und selbst der hält zuletzt eine Überraschung für ihn parat. ' Im Prinzip nicht unbedingt mein Genre, aber nachdem ich vor einiger Zeit auf eine Leseprobe des Romans gestoßen bin, war ich nun doch neugierig, wie die Geschichte ausgeht. Sensibel und einfühlsam, aber mit viel Humor beschreibt Heike Vullriede den raschen Verfall und die Einsamkeit eines Menschen, der am bösartigsten aller Gehirntumore erkrankt ist. Nicht nur als reine Unterhaltung gesehen, eignet sich der Roman meiner Meinung nach auch sehr gut für Betroffene und deren Angehörige, aber auch für Menschen, die beruflich mit dem Thema Sterben und Tod konfrontiert werden. Ich habe den Roman mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen; kurze Momente der Betroffenheit wurden durch den Sprachwitz und Schalk der Autorin, sowie durch Marvins eigenwilligem und beherzten Umgang mit seinem drohenden Ende bald durch ein Schmunzeln auf meinen Lippen abgelöst. Eine leichte Traurigkeit blieb am Ende dennoch zurück, und ich glaube, dass ich Marvin noch längere Zeit in Erinnerung behalten werde. Ein wirklich schönes Buch.

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    Cover des Buches Flammende Wut: Kurzgeschichte (ISBN: B008LZO9TY)

    Bewertung zu "Flammende Wut: Kurzgeschichte" von Christine Bendik

    Flammende Wut: Kurzgeschichte
    martinabauervor 8 Jahren
    Rezension zu "Flammende Wut: Kurzgeschichte" von Christine Bendik

    Edda hat einen Vorsatz für das Neue Jahr: sie will einen Neuanfang. Und der muss ohne ihren Ehemann stattfinden. Minutiös plant sie seinen Abgang; der lieblose Franz soll direkt ins Fegefeuer wandern. Aber was das Planen angeht, hat Franz ihr einiges voraus. – Bitterböse Kurzgeschichte, die den Leser trotzdem zum Schmunzeln bringt. Ähnlich wie die Wilden Wichtelweiber, die ich an dieser Stelle unbedingt empfehlen möchte, begeistert mich der Wortwitz dieser Autorin und die eigenwillige Schreibe, die mich vom ersten bis zum letzten Wort fesselt. In Zukunft werde ich bei jedem Silvesterböller an Mäuse denken :-) Unbedingt empfehlenswert!

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    Cover des Buches Das Samstagshuhn Oder: Drei Geschichten von der Liebe (ISBN: 9781479187058)

    Bewertung zu "Das Samstagshuhn Oder: Drei Geschichten von der Liebe" von Regina Mengel

    Das Samstagshuhn Oder: Drei Geschichten von der Liebe
    martinabauervor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Samstagshuhn Oder: Drei Geschichten von der Liebe" von Regina Mengel

    Drei Menschen sind auf der Suche nach der Liebe und ihrem Platz in der Welt, und erleben dabei so allerlei skurrile Dinge. Mit viel Wortwitz beschreibt die Autorin Regina Mengel die Problematik dieses so alltäglichen, und doch so schwierigen Lebensweges.
    Zum Teil driften die Stories ins Fantastische ab, und dennoch sind sie so glaubwürdig erzählt, dass ich regelrecht das Bedürfnis habe, nach einem Ortsschild mit der Aufschrift „Sehnsucht“ Ausschau zu halten. Die Figuren sind lebensecht gezeichnet, ihr Handeln nachvollziehbar. Meine Lieblingsgeschichte ist „Mintie“. Ach, nee, „Das Glück ist mit die Doofen.“ Oder doch das Samstagshuhn? Ich kann mich nicht entscheiden.
    Verlässlich wie die "Protagonistin" Antje (was für ein herrlicher Name für eine alternde Legehenne!) unterhält uns Regina Mengel mit drei absolut lesenswerten und toll erzählten Kurzgeschichten. Gerne mehr davon!

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    Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453267541)

    Bewertung zu "Der Anschlag" von Stephen King

    Der Anschlag
    martinabauervor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Anschlag" von Stephen King

    Historisch angehauchte Romane sind für gewöhnlich gar nicht mein Ding, aber ich komme nun mal an keinem Werk des Meisters vorbei.
    Das erste Drittel von "Der Anschlag" erinnert an Kings beste Zeiten. Ein todkranker Freund beauftragt den Lehrer Jake Epping mit der Rettung John F. Kennedys durch eine Zeitreise. Wer kann einem Sterbenden schon einen Wunsch abschlagen? Jake kann es nicht, obwohl er sich - und andere - durch seinen Zeitsprung in große Gefahr begibt. Das Wiedersehen mit der verfluchten Stadt Derry und zwei ihrer altbekannten Bewohner hat mich sehr gefreut und heimliche Hoffnung geweckt, das ES wieder zu treffen. Dies war nicht der Fall. Stattdessen findet Jake seine große Liebe.
    Und hier ließ der Roman für mich nach. Das Verhältnis zwischen Jake und seiner Sadie zieht sich wie Kaugummi in die Länge und lenkt ungemein vom eigentlichen Geschehen ab.
    Das Agieren der Romanfiguren, vor allem der weiblichen, passt für mich nicht wirklich in die 50er Jahre. Die Frauen wirken überaus selbstbewusst, bekleiden Führungspositionen und reden wie Zwanzigjährige im Jahr 2012. Sadie zeigt sogar den Stinkefinger. Ob es das in den 50er Jahren wirklich schon gab? Ihre Sprüche wie "Ich liebe dich und tue daher, was immer du willst" wirken aufgesetzt, denn sie handelt völlig emanzipiert.
    Mein Vorgänger bezeichnet die Figuren in "Der Anschlag" als idealisierte Gutmenschen. Ich stimme ihm zu.
    Geschrieben ist "Der Anschlag" natürlich großartig, sonst hätte ich kaum bis zum Ende durchgehalten, an dem King glücklicherweise wieder zu alter Form aufläuft.

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