miss_amanogawa

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Pflicht (ISBN: 9783750403505)

    Bewertung zu "Die Pflicht" von Hagen Thiele

    Die Pflicht
    miss_amanogawavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine düstere Geschichte über die Abgründe einer jungen und gezeichneten Seele.
    Jeder hat so seine Leichen im Keller...

    Ja, es geht um 18jährige Jugendliche. Ja, es ist eine Horrorgeschichte. Ja, eine übernatürliche. Nein, es ist KEIN Teeniedrama.

    Natürlich spielen zwischenmenschliche Beziehungen hier eine Rolle. Wie sonst soll man die Charaktere gut zeichnen und ihre Handlungs- und Denkweisen darstellen?


    Die Geschichte macht uns zu Beginn mit den drei Hauptagierenden bekannt. Dann folgen die  Geheimnisse und die Angst des Protas Erik, die langsamen Annäherungsversuche seitens Laura, die Hintergründe zu den beiden und Simon. Schließlich spitzt sich die Handlung zu, als Laura nach mehrmaligem Drängen und Bitten mit Eriks Pflicht konfrontiert wird. Ab da geht die Liebe den Bach runter und die Geschichte wird noch düsterer und brutaler.


    Hier geht es um die dunkelsten Ecken unserer Seele. Böse Gedanken und Wünsche, die wir nicht auf ewig wegsperren können. Irgendwann sind wir nicht mehr stark genug, das Dunkle bahnt sich seinen Weg nach draußen und wir sind machtlos.

    Laura, Simon und Erik sind Gezeichnete. Jeder hat eine Bürde zu tragen, doch Erik muss sich jeden Tag mit seiner mental und körperlich  auseinandersetzen. Er ist auf sich gestellt, zurückgezogen und einsam. Selbst nachdem er sich Laura anvertraut, sein Geheimnis preisgibt, bekommt er keine Unterstützung zu spüren und zerbricht letzten Endes an diesem Umstand.


    Ich hasste Laura und Simon für ihre Art, sich über die Entscheidungen und Gründe eines Menschen zu stellen, um ihre Erwartungen erfüllt zu bekommen, um ihren Willen durchzusetzen. Ich hasste es, dass Lauras  Drängen die Unsicherheit eines gezeichneten Jungen letztendlich nur noch verstärkt hat. Denn anstatt gemeinsame Sache zu machen, fühlt sie sich überfordert, ängstlich. Dass Erik seit Jahren in ebendieser Position steckt, ignoriert sie gekonnt, und sucht Trost bei dem personifizierten Unglück namens Simon, der ihrem Vater erschreckend ähnlich ist.


    Ich persönlich konnte mich sehr gut mit Erik identifizieren. Auch ich bin eine Gezeichnete. Mit einem einfühlsamen Blick dürfte das jedem Leser recht gut gelingen. Aber bitte, versteift euch nicht auf den romantischen Aspekt. Das ist hier nicht der Kern des Pudels.

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    Cover des Buches Das Dunkel von Mirandor (ISBN: 9798610216997)

    Bewertung zu "Das Dunkel von Mirandor" von Olaf Raack

    Das Dunkel von Mirandor
    miss_amanogawavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein High Fantasy Roman voll derbem Humor, epischer Schlachten und grandiosen Charakteren!
    Episches Erstlingswerk und perfekt für Tolkienliebhaber

    Wie kann man ein Monumentum diesen Ausmaßes fachgerecht bewerten?


    Die Geschichte ist abenteuerlich, sie ist komplex, es wird sehr viel gekämpft und gemordet, es gibt so viele Charaktere und Kreaturen, die man lieben und hassen muss. Es ist phänomenal.


    Jeder Charakter wird nach und nach vorgestellt. Da wären der skrupellose Söldner Lombar, der sich gerne einen über den Durst trinkt, und seltsamerweise durch seine ehrliche, plumpe Art endlich wieder einen Job an Land zieht. Zufällig ist er zugegen, als der König von Mirandor während eines Banketts von Gestaltwandlern, als Elfen getarnt, ermordet wird. Trojan und sein bester Freund Reltan, welche beide am Königshof leben, können den Mördern geradeso entkommen. Und Reltan nur knapp mit seinem Leben. 

    So will es das Schicksal, dass Trojan und Lombar sich begegnen und gemeinsam auf den Weg machen, um den Mörder des Königs zu finden und zu besiegen, und die Freundschaft zum Elfenvolk zu verteidigen. Denn einen Krieg zwischen den Völkern möchte niemand.


    Orks, Oger, Elfen, Zwerge, Gestaltwandler, junge Kämpfer und tapfere Krieger. Dieser High Fantasy Roman hat so ziemlich alles, was man sich wünscht. Ich wage wirklich einen Vergleich zum Gott der High Fantasy, Tolkien, zu ziehen. Denn dieser Roman beinhaltet genauso viel Freundschaft, Tapferkeit, Epicness, wundervolle Charaktere, eine außergewöhnliche Welt und unheimlich dolles Fernweh.

    Lombar ist ein ganz sympathischer Charakter, auch wenn er ein Säufer und Trottel vom Dienst ist, er hat viele gute Seiten. Die Elfen sind nicht nur hochnäsig, sie sind auch aufgeschlossen und sehr hilfsbereit. Die Zwerge kämpfen wie richtige Hau-drauf-Typen, haben aber auch sehr viel Verstand und wissen taktisch vorzugehen.


    Zu Beginn mögen einen das Königreich Mirandor und seine Bewohner noch erschlagen, weil es leider kein Glossar zu den Charakteren, Ländern und Völkern gibt. Das legt sich aber, wenn man mit der Truppe durch Wald, Wüste und Schnee streift und jede Figur ein bisschen besser kennen lernt. Hilfreich ist dabei besonders, dass sich Teile des Buches erst einmal separat auf ein Volk konzentrieren, bevor am Ende alle gegen alle kämpfen.


    Der Humor kommt keineswegs zu kurz. Lombar hat immer einen lockeren Spruch auf Lager und mit seiner sarkastischen Art schafft er es, jede noch so heikle Situation zu entschärfen. Diese Momente machen die Geschichte ebenfalls zu etwas ganz besonderem.


    Mein allereinziger Kritikpunkt sind die Sprünge bei den Kampfszenen gegen Ende des Buches. Da ging mir ab und zu etwas die Übersicht flöten. Es wird viel gekämpft und es ist sehr bildlich und verständlich beschrieben, aber manchmal war die Konzentration bei mir weg. Da wäre es von Vorteil, Szenensprünge auf einen Kapitelwechsel zu beschränken, statt diese mitten im Kapitel stattfinden zu lassen. (Aber zur Verteidigung: bei Kampfszenen schalte ich mental automatisch einen Gang runter, daher liegt es hier definitiv am Leser und nicht am Buch.)

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    Cover des Buches Bluttinte (ISBN: 9783749419739)

    Bewertung zu "Bluttinte" von Hagen Thiele

    Bluttinte
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und sehr unterhaltsam, aber mir persönlich ein wenig zu sanft ;)
    Ist das noch Realität oder kann das weg?

    Man könnte sagen, das erste Drittel habe ich sachlich nüchtern, das zweite angetrunken und im Rausch und das dritte gemütlich auf der Couch gelesen. Ja, so lässt sich die Geschichte wunderbar aufteilen.

    Dem Einstieg muss man zuallererst eine Chance geben. Die Umstände werden geklärt, Markus erzählt, wie es überhaupt dazu kam, dass er seinem Verleger das Auge ausgestochen hat. Wenn man die ersten Seiten gelesen hat, merkt man: der hat das so oder so irgendwie verdient. Blödes Arschloch.
    Seltsame, geradezu bedrohliche Dinge geschehen um den Meister des Schreckens herum, der Schreibfluss wird dadurch allerdings nur angekurbelt. Seltsamer Kerl denkt ihr? Dann wartet‘s mal ab. Das war ja noch der sachlich-nüchterne Teil.

    Der Suffpart war nicht nur von meinem, sondern auch von Markus‘ Alkoholgenuss gekennzeichnet. Wäre ich im Unteren Reich mit lauter orkähnlichen Kreaturen auf einem Schiff, das auf einem Fluss aus Blut dahinschippert, ich würde wohl auch ordentlich einen kippen. Hut ab für die Beschreibungen der Welt und die Tolkienanspielungen, das hat der Vorstellungskraft noch mehr Inspiration geliefert.
    Hier wird es dann auch zunehmend ekliger, verstörender und auch gefährlich. Jedenfalls für Markus. Betrogen vom einzigen Vertrauten auf diesem Horrortrip ins Zentrum der Welt, muss er Gräuel über sich ergehen lassen und mit ansehen, wie Menschen getötet werden.
    Ist das noch Realität oder kann das weg?
    Melpomenus zeigt sein wahres Gesicht und seine Absichten, die hinter dieser ganzen Reise stecken.

    Der gemütliche Teil spielt wieder in der „normalen“ Welt (was bitte ist schon normal) und man fragt sich langsam, ob Markus‘ Abenteuer nur ein Hirngespinst war, ein fiebriger Komatraum?
    Es kommt, wie man sich denken könnte, zu diversen eigenartigen Begebenheiten und einem Ende, das irgendwie plausibel klingt.


    Markus macht eine beachtliche Wandlung durch vom typischen Versager und Alkoholiker zu einem selbstbewussten, optimistischen Schriftsteller, der sich durchsetzen will. Bringt ihm letzten Endes zwar nicht viel, aber ich bin stolz auf ihn.
    Das Buch besitzt eine autobiografische Note, versucht der Herr Krüger doch verzweifelt, sich ein letztes Mal an seine Leserschaft zu wenden und sich zu erklären. Das bringt ihm vermutlich noch viel weniger, außer dass alle glauben, er hätte endgültig einen an der Waffel und es fehlten ein paar Porzellantassen seiner Exfrau im Schrank. Das erklärt jedoch den Sprachgebrauch und den Wortlaut.
    Die Geschichte ist einzigartig, und erinnert mich ein bisschen an den „Nachtwandler“ von Sebastian Fitzek. Da zweifeln Leser und Charakter letzten Endes auch an sich und der Realität im Buch.
    Horror-Fantasy ist eine tolle Verschmelzung zweier Genres, die sich gegenseitig ergänzen können, und das ist hier wirklich gut gelungen. Es ist eine Achterbahnfahrt, kombiniert aus ruhigen und aufregenden Stellen, vermischt mit kurzen Erzählungen, die mir sehr gut gefallen haben.
    Unter der Decke habe ich mich nicht verkrochen, dafür war mir das Buch dann doch zu seicht. ;) Aber sanfter, ausgeklügelter Horror ist dafür etwas für jedermann/ jedefrau.

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    Cover des Buches Kugelblitz (ISBN: 9783453320307)

    Bewertung zu "Kugelblitz" von Cixin Liu

    Kugelblitz
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr militärisch mit wieder recht abgestumpften Charakteren
    Was wäre, wenn du ein Naturphänomen zu kontrollieren versuchst?

    Zugegeben, ich bin bei diesem Werk vom Oberchinesen etwas zwiegespalten. 

    Ging es anfangs noch sehr interessant los mit einer vielversprechenden Entwicklung der Handlung, fand ich mich nach ca. 150 Seiten in einer zähen Erzählung über Physik und Waffenentwicklung wieder. Und der lässt sich nur bedingt folgen. Es ist wie in der Trisolaris-Erzählung: jeder, absolut jeder Charakter hat etwas mit Wissenschaft am Hut. Selbst die Piloten verstehen, was dort bequatscht wird.

    Es wird immer abstrakter, physikalischer, aber auch faszinierender. Wenn man nämlich einen Aspekt verstanden hat, erscheint der Rest nur cooler.

    Unglücklich beschrieben fand ich den ganz plötzlich eingeschobenen Krieg. Er war einfach da. Von heute auf Morgen. Vollkommen logisch erklärt.

    Und das ist auch das Hauptmanko des Buches, nämlich Logik. Alle Zusammenhänge sind in sich logisch, die Reaktionen der Charaktere, ihre Aktionen und Reaktionen, alles logisch. Aber mir fehlten die überzeugenden Gefühlsregungen und Gespräche. Es war einfach zu viel des Logischen. 

    Zum Schluss hat der Herr Autor dann meiner Meinung nach wirklich alles gegeben, was den Ausgang des ganzen Kriegs-Waffen-Physik-Breis betrifft. Auch wenn wieder einmal logische Erklärungen in Gespräche reingehämmert wurden. Quasi eine Erzählung in einer Erzählung. In einem hochemotionalen Moment. Stellt euch einen dramatischen Dialog in einem Musical vor und dann singen beide über ihre Vergangenheit. So läuft das bei Cixin Liu häufig ab. Es nimmt der zweifelsfrei unrealistischen Welt den letzten Funken Quasi-Realismus.


    Es war gewaltig, keinesfalls an den Haaren herbeigezogen, aber der distanzierte, überkorrekt förmliche Umgang der Charaktere ist nach wie vor sehr befremdlich und nimmt der Geschichte etwas die Spannung.

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    Cover des Buches Der rote Apfel (ISBN: 9783453423350)

    Bewertung zu "Der rote Apfel" von Mi-Ae Seo

    Der rote Apfel
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Außergewöhnlicher und kluger Thriller aus Südkorea

    Das Buch ist anders, als die Thriller, die ich bisher gelesen habe. Die Schilderungen sind klar und präzise und folgen einer gewissen Logik. Psychologie spielt hier eine wichtige Rolle, immerhin ist eine der Protagonisten, Sonkyong, Kriminalpsychologin.


    Wir haben vier zentrale Figuren: den Serienmörder Lee Byongdo, Sonkyong, ihren Mann und seine Tochter Hayong. Letztere zieht unerwartet zu ihrem Vater, nachdem die Großeltern bei einem Brand ums Leben kommen, und muss notgedrungen mit ihrer neuen Stiefmutter zurechtkommen.

    Sonkyong, völlig überrumpelt von der Situation, freundet sich langsam damit an, Mutter zu sein. Allerdings verhält Hayong sich nicht wie eine typische Zehnjährige. Hinzu kommt, dass Sonkyong überraschenderweise vom Serienmörder Lee Byongdo darum gebeten wurde, seiner Geschichte zuzuhören. Und so setzt sie sich mit dessen Gemüt auseinander und beginnt, gewisse Parallelen zwischen ihm und der Stieftochter zu erkennen. Nur weshalb unterstützt Sonkyongs Mann sie nicht? Was hat es mit dem Selbstmord von Hanyongs Mutter auf sich? War der Brand wirklich ein Unfall?


    Ihr seht, es verbinden sich viele Fäden miteinander. Die eine Geschichte existiert nicht ohne die andere. Jede Sichtweise ist sehr genau erdacht. Spannend und psychologisch entwickelt sich der Thriller von einer harmlosen Erzählung hin zum Einblick in die Köpfe kaputter Seelen, die von Kindheit an missachtet und verstoßen wurden. Wie wird jemand zum Mörder? Kann man eine junge Seele vor der Verderbtheit retten? Genau damit setzt sich Mi-Ae Seo auseinander.


    So klug und spannend einerseits erzählt wird, so sehr hat mich teilweise die Stimmung, der Erzählton des Buches gestört. Es wird zu viel erklärt. Und gerade diese Erklärungen nehmen an vielen Stellen die Spannung. Gerade der Höhepunkt der Geschichte, die Konfrontation, liest sich einfach nur wie ein Geplänkel. Dabei wird jemand mit dem Messer bedroht und beinahe zu Tode gewürgt. Da muss nichts erklärt werden.

    Zusätzlich verstehe ich nicht, wie eine Kriminalpsychologin sich so dermaßen unprofessionell anstellt, wenn es um ein Kind geht. Sie ist noch immer Psychologin. Anfangs kreisten ihre Gedanken um den Serienmörder, zum Ende hin zusätzlich um das Mädchen. Jede Handlung wird letzten Endes akribisch auseinandergenommen und analysiert. Etwas spät, findest du nicht auch, Sonkyong?


    Einerseits liest sich das Buch sehr gut. Man gerät nicht ins Stocken, die Sprache ist verständlich und recht melodiös und philosophisch. Auch der Verlauf der Handlung gefiel mir sehr gut. Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Spekulationen, die ich zu Beginn hatte, bewahrheiteten sich, und obwohl sehr viele Klischees eingebracht werden, war das Buch doch mal etwas anderes. Das war mein erster Thriller aus dem Asiatischen Raum.

    Andererseits gefielen mir die übertriebene Logik und die Erklärungen nicht. Das störte mich schon bei Cixin Liu. Sie nehmen der Geschichte einen Teil der realitätsnahen Erzählung und distanzieren den Leser vom Buch. Dieses typische "Ich werden in die Geschichte hineingezogen" trat bei mir nur stellenweise auf, leider zu selten.

    Dennoch empfehle ich diesen Thriller, denn für mich war es eine gelungene Handlung und eine Erfahrung, die ich jedem rate zu machen.

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    Cover des Buches Zerbrochene Sterne (ISBN: 9783453320581)

    Bewertung zu "Zerbrochene Sterne" von Ken Liu

    Zerbrochene Sterne
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Ganz nett, aber nicht das Allerbeste

    Seit Cixin Lius Trisolaris-Reihe ist chinesische Science Fiction auch bei uns im Westen heiß begehrt. Doch es gibt nicht nur den zweifachen  Hugo-Award-Gewinner. Diese Sammlung umfasst Geschichten der bekanntesten Autoren Chinas, von denen wohl kaum einer von uns etwas gehört hat.

    Unvoreingenommen kann man somit diverse Geschichten lesen, die sowohl  Zukunftsszenarien als auch Gesellschaftskritik beinhalten. Oder die Auseinandersetzung mit der Landesgeschichte.


    Jede Geschichte liest sich unterschiedlich. Mal liegt die Betonung auf der Gefühlswelt, mal auf der futuristischen Zukunft. Eines haben sie aber gemeinsam: sie sind einzigartig.


    Was mir jedoch wirklich sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass ein namhafter Autor als Mittel der PR genutzt wird, um dieses Buch zu vermarkten. Insbesondere weil seine enthaltene Geschichte kurz und wenig prägnant ist. Sie war nicht herausragend. Natürlich will man die Verkaufszahlen dadurch ankurbeln. "Seht her, von dem habt ihr schon was gelesen. Der ist hier enthalten." Funktioniert sicherlich auch. Aber ich bin schwer enttäuscht.

    Zwei Geschichten habe ich komplett übersprungen, ich wurde mit ihnen einfach nicht warm. Wer wenig über die Geschichte und Kultur Chinas weiß, würde wohl wie ich handeln.


    Die kurzen Essays zum Schluss bieten eine Einsicht in die Geschichte der Science Fiction in China und die Hürden, die sie überwinden musste, um heute international bekannt zu werden.


    Es war interessant, andere Autoren kennenzulernen, ihre Geschichten zu lesen, etwas Neues zu erfahren. Aber wirklich berauschend war die Sammlung leider nicht.

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    Cover des Buches Nachts im Wald (ISBN: 9783442159925)

    Bewertung zu "Nachts im Wald" von Kilian Schönberger

    Nachts im Wald
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Magisch, bezaubernd und atemberaubend schön

    Nachts, wenn die meisten Menschen schlafen, begibt sich Kilian Schönberger auf gefährliche Wanderschaft über Stock und Stein durch Deutschlands Wälder, um die Ruhe, Einsamkeit und Herrlichkeit der Natur zu genießen und einzufangen.

    In diesem beeindruckenden Büchlein bekommen wir eine Kostprobe dessen, was unserem Auge willentlich verborgen bleibt. Mystische Nebelfelder, magische Mondaufnahmen und unheimliche Geisterwälder.

    Gepaart mit Anekdoten und Geschichten zur Entstehung der Fotos, und Fakten zur Flora und Fauna der jeweiligen Orte, öffnet Schönberger uns die Tür zu einer fast unerkundeten Welt.

    Doch auch Gefahren lauern unter jedem kleinen Steinchen und Tautropfen, die dem Leser mit einem warnenden Ton aufgezeigt werden.


    Die Landschaftsaufnahmen sind sagenhaft, gewaltig und einmalig schön. Für mich als Angsthase bieten sie einen adäquaten Ersatz für Nachtwanderungen, die ich alleine wohl niemals unternehmen könnte und wollen würde. Die Geschichten sind informativ, lehrreich und hier und dort auch wirklich komisch (ich sage nur Kuhbonbon).

    Ich hätte mir noch viel mehr Bilder gewünscht, aber dafür folge ich dem Herrn einfach mal auf Instagram. Da gibt es nämlich noch viele weitere beeindruckende Landschaftsaufnahmen.

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    Cover des Buches Das Schwert der Totengöttin (ISBN: 9783426524527)

    Bewertung zu "Das Schwert der Totengöttin" von Katharina V. Haderer

    Das Schwert der Totengöttin
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Geralt lässt grüßen. Ein Muss für Fans des grummeligen Hexers und seiner düsteren Welt.
    Ganz große Fantasy mit düsterem französischen Flaire

    Alchemie. Magie. Ein mystisches Artefakt. Wandelnde Leichen. Und zwei Protagonisten, die nicht gegensätzlicher sein könnten.


    Wer Katharinas Auftakt zur BLACK ALCHEMY Reihe noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern. Besonders, wer Witcher 3: Wild Hunt gezockt hat. Denn dieses Buch hat alles, was das Witcher-Herz höher schlagen lässt.

    Magie und Militär, Chaos und Vernunft, Seite an Seite, um eine Armee von Toten zu bekämpfen.


    Wir lernen Mirage DeBois und Erik Zejn in ihrer "natürlichen Umgebung" kennen, begleiten sie bei ihrer nicht ganz so ungefährlichen Arbeit und erleben ihr erstes Aufeinandertreffen sogar schon gleich zu Beginn des Buches. Konflikte sind dabei vorprogrammiert.

    Auch wenn sich beide nicht ausstehen können, so merkt man doch, dass sie bald aufeinander angewiesen sind. Denn sie verstricken sich in eine Situation, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde.


    Klug und witzig, mit viel Situationskomik und tragischen Hintergründen, begleiten wir Mirage und Erik bei ihrer Aufgabe, die Menschen vor den Toten zu beschützen und das legendäre Artefakt Nifs Rückgrat zu finden. Denn die Menschen sind nicht dafür gemacht, dieses Schwert in den Händen zu halten.

    Die Sprache ist magisch und unterstützt die Spannung der Geschichte, die sich nicht schleppend entwickelt, sondern immer mehr an Fahrt aufnimmt.

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    Cover des Buches Body Art - Die Göttin: Festa Extrem (ISBN: B075K6TVQ6)

    Bewertung zu "Body Art - Die Göttin: Festa Extrem" von Kristopher Triana

    Body Art - Die Göttin: Festa Extrem
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gore und Sex ohne Ende. Genial!
    Ekelhaft ohne Ende, mir gefällt's!

    Okay, also das hier ist wie ein Splatterfilm auf Droge. Auf richtig hartem Scheiß. Es ist krank, pervers, blutig, eklig, sehr sonderbar und man sollte das Buch nicht lesen, wenn man einen schwachen Magen hat.


    Toxic Love hat mir schon irre gut gefallen, daher dachte ich mir, warum nicht.


    Aber Toxic Love war ja noch harmlos. Das bisschen Nekrophilie, pff. Body Art ist wie der perverse alte Onkel, der Dinge mit dir anstellt, die dich so richtig hart ficken, die dich in Blutrausch und Mordeslust versetzen.


    Leichen, Amputationen, Verstümmelungen. Und das alles während eines Pornodrehs. Auf freiwilliger Basis. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die auf sowas stehen.

    Eine Gottheit, die ihre Finger im Spiel hat und jeden dieser Menschen bei ihren düsteren Machenschaften begleitet und manipuliert.

    Am Ende gipfelt die Geschichte in einem Massaker und Fleischeslust.


    Wie gesagt, nicht lesen, wenn ihr vom Gedanken daran schon Albträume bekommt.

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    Cover des Buches Die geheime Welt der Gartendrachen (ISBN: 9783945465578)

    Bewertung zu "Die geheime Welt der Gartendrachen" von Eleanor Bick

    Die geheime Welt der Gartendrachen
    miss_amanogawavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ganz entzückendes und liebevoll gestaltetes Buch
    Die Drachen sind los!

    Eleanor Bick entdeckte während ihrer Aufenthalte in Dänemark und England die kleinen, putzigen Gartendrachen. Verborgen vor dem raschen Blick eines jeden, offenbarten sie sich ihr nach und nach und spornten sie an, weiter nach ihnen zu suchen und ihr Verhalten zu erforschen.

    Entstanden ist dabei dieses Buch, mit farbenfrohen, zuckersüßen Illustrationen.

    Gleichzeitig wird auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht: Bienen.

    Sie sind nämlich die Verbündeten der Gartendrachen.

    Und am Ende des Buches gibt es sogar Tipps für das eigene Blütenreich und Pflanzen, die Drachen und Bienen gleichermaßen erfreuen.

    Da bekommt man sofort Lust, Erde und Samen zu kaufen und drauflos zu gärtnern 😍

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    • 30.07.1996

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