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monerl

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Der Verdacht (ISBN: 9783844541656)

    Bewertung zu "Der Verdacht" von Ashley Audrain

    Der Verdacht
    monerlvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Ein richtig packendes Buch mit für Mütter interessantem und schwierigem Thema. Ruhig aber intensiv erzählt. Das Ende ist der Knaller!
    Kommentare: 3
    Cover des Buches Die verschwundene Schwester (ISBN: 9783844540932)

    Bewertung zu "Die verschwundene Schwester" von Lucinda Riley

    Die verschwundene Schwester
    monerlvor 14 Tagen
    Cover des Buches Robert Kochs Affe (ISBN: 9783777629179)

    Bewertung zu "Robert Kochs Affe" von Michael Lichtwarck-Aschoff

    Robert Kochs Affe
    monerlvor einem Monat
    Die Entwicklung der Bakteriologie

    Meine Meinung
    Vor 111 Jahren, am 27.05.1910 ist Robert Koch gestorben. Der Mann, dessen Name uns nun schon seit Beginn des Coronaausbruchs in Deutschland im Jahr 2020 begleitet. Denn das Robert-Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention, wie man auf der Seite des RKI nachlesen kann.

    Wer war Robert Koch, dass so ein wichtiges Institut nach ihm benannt wird?

    Er entdeckte den Tuberkulose-Erreger, entwickelte das „Tuberkulin“, erforschte die Cholera und entwickelte neue Forschungsmethode und Färbetechniken, mit denen man Bakterien nachweisen konnte. Dies lesen wir unter anderem im ersten Teil des literarischen Sachbuchs von Michael Lichtwarck-Aschhoff.

    Hier treffen wir auch auf den Arzt und Mikrobiologen Walther Hesse und seine Frau Fanny, mit deren Hilfe über Agar-Agar, dem pflanzlichen Geliermittel, Bakterien festgesetzt und vermehrt werden konnten.

    Im ersten Teil erfahren wir auch, wie Koch die „gesunden Bazillenträger“ Kopfzerbrechen bereiteten. Denn, wo Bazillen waren, gab es Krankheiten. Wie konnten also Leute von Bazillen befallen sein und keine Krankheitssymptome haben? Wie und durch welche Maßnahmen Robert Koch die Typhus-Epidemie in Trier unter Kontrolle zu bekommen versuchte, bereitet die Leserschaft etwas auf den zweiten Teil in Deutsch-Ostafrika vor.

    Über Johann Kindsmüller, der als Soldat Teil der zweiten Expeditionsgruppe nach Afrika an den Viktoriasee war und deswegen in psychologischer Behandlung ist, die nunmehr schon 20 Jahre andauert, wird die Leserschaft in das dunkelste Kapitel von Robert Kochs Seuchenbekämpfung mitgenommen. Die Schuld, die Robert Koch und alle Teilnehmenden dort auf sich geladen hatten, in dem sie die an der Schlafkrankheit erkrannte afrikanische Bevölkerung in abgeschotteten Lagern zusammenpferchten und sie als menschliche Versuchsopfer missbrauchten, mit Gift behandelten und trotz aller Nebenwirkungen, wie dauerhaften Erblindungen, weiter machten, ist sehr groß.

    Dieser zweit Teil ist voll von Rassismus, Unterwerfung, Unterdrückung, Ausrottung der Seuche, des Schlechten, des Aufstandes (Maji-Maji-Aufstand) der Bevökerung als Vorbereitung der Kolonialisierung und den Bau der Usambarabahn in Deutsch-Ostafrika.

    „Der Professor glaubte, an den Gleisen, das sei die Seuche. Er selbst würde mit dem größeren Teil des Expeditionskoprs, wie geplant, weiter zum Victoria-See ziehen. Oberarzt Stuhlinger sollte die Lage an den Gleisen aufklären und das Notwendige veranlassen. Der Professor gab ihm freie Hand zu tun, was eben getan werden musste. Was immer es kostete.“ (Buch S. 109)


    Nach alledem fällt es nicht schwer nachzuvollziehen, warum der Patient Kindsmüller in all den Jahren diese Expeditionsreise psychisch nicht verarbeiten konnte. Dabei verarbeitet der Autor geschickt einige Originalzitate Kochs, die offenlegen, um was es auf dieser Expedition ging.

    Danach geht es zum dritten und letzten Teil, der seitenmäßig recht kurz ist, nach New York, wo Robert Koch Mary Mallon kennenlernen sollte, die als „Typhoid-Marry“ bekannt wurde. Sie war eine gesunde Typhus-Trägein, die nie erkrankte aber über Jahre hinweg viele Menschen ansteckte und dafür auf Lebenszeit eingesperrt wurde. Doch Koch lernte Mary nie persönlich kennen, da er dort selbst erkrankte und unwürdige Darmspülungen über sich ergehen lassen musste.

    „Ich halte gar nichts von der Vorstellung Ihres deutschen Herrn Koch wir seien eine Art Gefäß, das möglichst sauber gehalten werden muss, nichts Fremdes darf sich darin aufhalten, das Fremde sei schon die Krankheit.“ (Buch S. 275)


    Letztendlich ist dies ein spannendes Buch über den Mikrobiologen Robert Koch, der bei näherer Betrachtung aus heutiger (und vielleicht auch damaliger) Sicht ein bisschen zu stark seinem Forscherdrang nachgab und damit seine vermeintliche „weiße Weste“ beschmutzte.

    Der Autor Michael Lichtwarck-Aschoff betrachtet in seinem Buch Abschnitte aus Robert Kochs Leben und wirken, über die diskutiert werden darf und soll. Es sind die zwei Seiten der „Forschungs-Medaille“, die betrachtet werden müssen. Was darf Medizin, was darf Forschung? Wo wären wir heute ohne solche Forscher und Entdecker? War es der damalige Zeitgeist oder spielt auch Gesinnung eine große Rolle? Und gerade auch in Verbindung mit der derzeitigen Forschung und Suche nach einem Impfstoff gegen Covid-19 und die Immunisierung der Menschen, wie weit darf gegangen werden, um Massen zu retten? Wie sollten Impfstoffe verteilt werden und wie sieht es praktisch aus?


    Fazit
    Ich habe sehr viel gelernt durch dieses Buch. Die weitere Recherche über die Geschehnisse und Personen, die im Buch vorkommen, haben mein Wissen in den Bereichen deutsche Kolonialgeschichte, medizinische Forschung und Mikrobiologie erweitert. Noch besser hätte es mir jedoch gefallen, wenn diese drei Teile ausgewogener und feiner miteinander verbunden gewesen wären. Obwohl der Autor im Nachwort erwähnt, dass die Episoden im Buch fiktional sind, hätte ich gerne deutlicher gewusst, was genau ausgedacht war und was nicht, ohne alles recherchieren zu müssen. Eine Auflistung der echten und der erfundenen Personen hätte mir auch schon weitergeholfen. Dennoch ein außergewöhnliches Buch in außergewöhnlichen Zeiten, das sich zu lesen lohnt!

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Ein letzter erster Augenblick (ISBN: 9783764507336)

    Bewertung zu "Ein letzter erster Augenblick" von Holly Miller

    Ein letzter erster Augenblick
    monerlvor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine schön-tragische Liebesgeschichte, die das Herz rührt. Zukunft trifft Gegenwart und zerstört die Vorstellung von einem gemeinsamen Leben
    Eine tragisch-schöne Liebesgeschichte

    Meine Meinung
    Dass diese Geschichte tragisch enden wird, ist von vorneherein klar. Beworben als eine Mischung zwischen „Die Frau des Zeitreisenden“ und „Ein ganzes Halbes Jahr“ kann man kaum auf ein Happy End warten. Mich reizen gerade solch traurige Liebesgeschichten und deshalb habe ich zugegriffen und wurde auch nicht enttäuscht.

    Holly Miller hat sich für ihr Debüt einen sehr interessanten Plot ausgedacht. Wer mit paranormalen Geschehnissen nichts anfangen kann, sollte unbedingt die Finger von diesem Buch lassen, denn der Grund für diese tragische Liebesgeschichte ist, dass Joel von Menschen, die er liebt, hin und wieder die Zukunft erträumt. Manchmal kann er die negativen Ereignisse verhindern, manchmal nicht. Hin und wieder träumt er auch von den schönen Sachen, die ihm auch das Leben mit dem zukünftigen Wissen erleichtern.

    Doch, wie lässt es sich mit diesem Wissen in einer Beziehung leben? Welche Verantwortung trägt Joel gegenüber seiner Partnerin, deren Zukunft er weiß? Wie egoistisch darf er sein? Auf diese Fragen baut die Autorin ihre spannende Geschichte auf.

    Der Prolog hat schon mächtig Kraft, denn wir erfahren aus Callies Sicht, dass sie sehr leidet. Und so steigt schon zu Beginn die Spannung, wie die Geschichte auf dieses Ereignis im Prolog zusteuern wird.

    Zu Beginn lernen wir die beiden Protagonisten Callie und Joel kennen, wie ihr Leben bisher verlaufen ist und wo sie stehen, als sie aufeinander treffen. Dies geschieht nicht zu ausufernd und auch nicht zu wenig. Die Autorin hat ein Händchen dafür die Story voranzubringen, ohne dass sich die Leserschaft langweilt.

    Die Liebe zwischen Callie und Joel ist tief und emotional (aber nie kitschig), bis Joels Traum wie eine mächtige Bombe in ihre Beziehung einschlägt.

    Wir erfahren immer aus wechselnder Sicht aus dem Leben von Callie und Joel. Dies gefällt mir ausgesprochen gut! So fühlt man sich beiden nah, leidet mit ihnen und bekommt mit, was in ihrem Leben passiert.

    Je näher das Ende kommt, desto kürzer wird der Abstand zum besagten Ereignis aus Joels Traum. Ein kleiner Funke Hoffnung begleitet die Leserschaft bis zum letzten Augenblick! Und doch ist das Ende unausweichlich und hart. Das Schicksal lässt sich letztendlich nicht betrügen.


    Fazit
    Ein sehr gelungener, tragischer Liebesroman, der ans Herz geht und der sich sicherlich auch wunderbar als Film machen würde. Ich bin schon sehr auf das nächste Buch der Autorin gespannt, und ob sie an dieses herausragende Debüt wird anknüpfen können. Ein Highlight unter Liebesgeschichten und absolut empfehlenswert!

    Kommentare: 4
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    Cover des Buches Ein einfaches Leben (ISBN: 9783844531367)

    Bewertung zu "Ein einfaches Leben" von Min Jin Lee

    Ein einfaches Leben
    monerlvor einem Monat
    Cover des Buches Couchsurfing in Saudi-Arabien (ISBN: 9783890295701)

    Bewertung zu "Couchsurfing in Saudi-Arabien" von Stephan Orth

    Couchsurfing in Saudi-Arabien
    monerlvor einem Monat
    Kurzmeinung: Der Autor offenbart wunderbar die Gegensätze dieses Landes & der Menschen. Kaum für den Tourismus geöffnet, wg. Corona wieder geschlossen.
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    Cover des Buches Die vierte Schwester (ISBN: 9783869745909)

    Bewertung zu "Die vierte Schwester" von Kate Atkinson

    Die vierte Schwester
    monerlvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein total interessanter erzählender Krimi, der mir großen Spaß gemacht hat. Kommt ganz ohne Thrill aus & wird am Ende schlüssig aufgelöst.
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    Cover des Buches Balkan Blues (ISBN: 9783442716647)

    Bewertung zu "Balkan Blues" von Elvira Mujčić

    Balkan Blues
    monerlvor einem Monat
    Cover des Buches Die Herrenausstatterin (ISBN: 9783832165178)

    Bewertung zu "Die Herrenausstatterin" von Mariana Leky

    Die Herrenausstatterin
    monerlvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ich konnte mit der Geschichte leider so gar nichts anfangen. Das war mir zu viel magischer Realismus. Damit komme ich nicht gut zurecht.
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    Cover des Buches Der große Sommer (ISBN: 9783832181536)

    Bewertung zu "Der große Sommer" von Ewald Arenz

    Der große Sommer
    monerlvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Wohlfühlbuch mit Erschütterung, auf die ich so nicht gekommen wäre. Für Jugendliche wahrscheinlich ein Top-Buch. Mir fehlte bisschen was
    Als Jugendbuch top, mir etwas zu schlicht

    Meine Meinung:

    Dem Autor ist ein echtes Jugendbuch gelungen.  In einer langsamen Erzählung lernt die Leserschaft die vier Jugendlichen kennen, die einen unvergesslichen Sommer in ihrer Jugend erleben, das Geschwisterpaar Frieder und Alma, der gemeinsame beste Freund Johann und Beate, Frieders erste große Liebe.

    Schulprobleme werden erörtert, Frieders Sitzenbleiben und das Lernen für die Nachprüfung während der Sommerferien und zwar mit dem Großvater. Dabei lernt Frieder mehr über seine Familie. Die Vergangenheit und Kindheit seiner Mutter als auch seiner Großmutter und warum der Großvater nicht Opa genannt werden möchte.

    Ewald Arenz beschreibt den Sommer mit viel Atmosphäre und weckt damit auch die Sehnsucht danach. Schleichend spitzt sich die Geschichte auf einen Punkt zu. Es ist zu fühlen, dass etwas wohl schlimmes geschehen wird, doch erahnen lässt es sich nicht. Meine Vermutung wurde glücklicherweise nicht bestätigt.

    Mit seinem Roman hat der Autor einen schönen und gut lesbaren Jugendroman geschrieben, den ich in erster Linie auch dieser Zielgruppe empfehlen würde. Mir waren die Handlung und der Höhepunkt etwas zu schlicht. Beates Reaktion konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie erschien mir etwas zu übertrieben. Doch wenn ich mich an meine Jugendzeit zurückerinnere, bin ich sicher, dass ich diesen Roman mit ca. 14 Jahren ganz sicher geliebt hätte, deshalb vergebe ich wohlwollende 4 Sterne.

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