pelznase

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    Cover des Buches Infinity Drake - Scarlattis Söhne (ISBN: 9783785580646)

    Bewertung zu "Infinity Drake - Scarlattis Söhne" von John McNally

    Infinity Drake - Scarlattis Söhne
    pelznasevor 5 Jahren
    Schlicht weg überzogen - Action ist nicht gleich Spannung

    Auf dieses Buch war ich sehr neugierig. Vom ersten Moment an, in dem ich davon hörte. Das klang ganz nach meinem Geschmack mit einem Killerinsekt und einer Bedrohung für die Menschheit. Immerhin ist das doch mal eine nette Abwechslung zu all den Geschichten, in denen die Menschheit sich wie auch immer selbst zugrunde richtet um dann darum zu kämpfen, wieder auf die Beine zu kommen. Das auffällige coole Cover tat sein Übriges dazu. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich es in einer Leserunde auf loveylbooks lesen durfte.
    Doch leider stellte sich sehr bald heraus, dass "Infinity Drake" und ich keine Freunde werden würden. Warum? In erster Linie, weil die Geschichte gespickt ist mit (vermeintlich) wissenschaftlichen Begriffen, unter denen ich mir nicht nur nichts vorstellen konnte, sondern bei denen ich sogar die Vermutung hatte, dass sie etwas beschreiben, was es eigentlich gar nicht gibt. Es ist schon blöd, wenn man von etwas liest und keine Bilder davon vor Augen hat, weil man aus dem Begriff nichts ableiten kann, was ein Bild ergeben würde.
    Ein paar Begriffe und / oder Namen habe ich gegoogelt. Das hat teilweise geholfen, aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr dazu. Es fallen so viele derartige Begriffe, da hätte ich mir jeden Abend eine Liste für google machen können. So macht mit Lesen keinen Spass. Ich möchte beim Lesen das Geschehen vor mir sehen können. Das hat die Reihe "BZRK", weit besser hinbekommen. An diese erinnerte mich "Infinity Drake" in Sachen Wissenschaft, Kampftechnik und dem Blick auf die Makroebene oft.
    Zweitens bin ich halt jemand, für den Action nicht automatisch Spannung bedeutet. Mir geben seitenlange Schilderungen irgendwelcher Kämpfe überhaupt nichts. Natürlich gehört Action zu dieser Geschichte, doch es hätte weniger sein dürfen. Viel zu selten wird auf Spannung aus der Atmosphäre oder einer bedrohlichen Situation gesetzt. Dabei hätte die Geschichte davon einige mehr hergegeben, da bin ich sicher. Für 9 Millimeter große Menschen gibt es sicher genug Gefahren, die nicht mit irgendwelchen Waffen daherkommen. Doch das spielt die Story nur ganz selten mal aus. Diese Passagen haben mir dann widerum gut gefallen. Gleichzeitig habe ich mich aber darüber geärgert, dass sie so selten sind und stattdessen lieber rumgeballert wird.
    Das bringt mich zum nächsten Minuspunkt. Mit "Infinity Drake" hat man ein Buch in der Hand. So eines mit Text und ohne Bilder. Keinen Comic! Und in solch ein Buch gehört für mich kein *kawumm*,* zisch* oder *wkztwkztwkzt* und *drrrrrrrt*.
    So richtig gut haben mir nur einige wenige Szenen gefallen. Beispielsweise eine, in der sich Finn und seine Truppe durch einen Vorgarten kämpft oder als er und seine Kollegin Delta in ein Haus eindringen und es aus einem so ganz anderen Blickwinkel sehen als man es als normal großer Mensch gewöhnlich tut. Das erinnerte mich ziemlich an den Film "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft", und den mag ich schon immer ;)
    Das Killerinsekt selbst fand ich ganz cool. Aber eine coole Killerwespe kann halt nicht eine ganze Geschichte retten.

    Ich habe es als sehr mühsam empfunden, das Buch zu lesen. Anfangs bin ich noch über diese ganzen bildlosen Begriffe gestolpert, dazu noch alle naselang vermeintlich erklärende Fußnoten, irgendwann habe ich darüber einfach hinweggelesen. Das hat es etwas leichter gemacht. Und auch die Schauplatzwechsel haben es mir nicht leichter gemacht. Nomalerweise sorgt sowas immer für Auflockerung. Aber eben nicht, wenn es an diesen anderen Schauplätzen genauso krude zugeht.

    Vom Cover bin ich noch immer angetan. Ich mag das knallige Gelb mit den schwarzen Kontrasten, die fiese Wespe und den von Blitzen durchzogenen Titelschriftzug. Die kleine Gestalt auf den Buchstaben ist mir dagegen erst recht spät aufgefallen.

    Fazit: Mir was hier alles einfach zu viel. Zu viele unnötig ausgewalzte Action- und Kampfszenen. Sowas sorgt nicht automatisch für Spannung. Zu viel wissenschaftliches Geschwafel, das keine Bilder im Kopf aufkommen ließ und stattdessen Zweifel schürte, ob es das alles überhaupt gibt. Zu viele Verstrickungen, die man in diesem ersten Band gar nicht durchschaut. Zu viele so sonderbar "talentierte" Figuren, dass es bei einigen schon eklig wirkte. Wirkliche Spannung kam bei mir selten auf, gelacht habe ich kaum, obwohl John McNally unverkennbar eine gewisse Komik einfließen lässt. Und dann noch diese frappierende Ähnlichkeit mit "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" und "BZRK". Ich habe nichts dagegen, wenn ich in Geschichten Ideen aus anderen Geschichten wiederfinde, aber hier war es mir zu deutlich und zu schlecht gekreuzt. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

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    Cover des Buches Tief im Wald und unter der Erde (ISBN: 9783442469550)

    Bewertung zu "Tief im Wald und unter der Erde" von Andreas Winkelmann

    Tief im Wald und unter der Erde
    pelznasevor 6 Jahren
    Kein sonderlich einzigartiger Täter, aber dennoch sehr spannend!

    Andreas Winkelmann gehört schon länger zu meinen Lieblingsthrillerautoren. Bei diesem Buch hatte ich anfangs allerdings das seltsame Gefühl, Kommissarin Nele Karminter bereits vorn irgendwoher zu kennen. Ich habe kurz nachgeschaut und sie in "Bleicher Tod" gefunden, das ich vor Längerem gelesen habe. Irgendwie habe ich die Sache mit ihr also quasi von hinten aufgezäumt.
    Das hatte aber widerum den Vorteil, dass ich sie nicht erst noch kennenlernen musste. Stattdessen habe ich sie im Laufe dieser Geschichte einfach nur noch besser kennengelernt. Es ist also kein Problem, wenn man in die Thriller mit ihr so quer einsteigt wie ich.
    Das Buch beginnt mit einem Rückblick in das Jahr vor dem, in dem die eigentliche Handlung spielt. Schon dieser Rückblick lässt einen schaudern und sorgt für eine wohlige Gänsehaut. Ich fand ihn sogar etwas gruselig und war damit gleich gut eingestimmt auf den Rest der Geschichte.
    Ich muss gestehen, dass ich Züge irgendwie auch unheimlich finde. Speziell, wenn es dunkel ist und diese Tonnen an Metall in unaufhaltsamem Tempo vorbeirauschen. Das habe ich bisher zum Glück nur in Bahnhöfen erlebt, aber an einer einsamen Bahnschranke, abends im dunklen Wald, muss das noch viel unheimlicher wirken. Entsprechend schauerlich fand ich hier die Szenen an der einsam gelegenen Bahnschranke.
    Erschreckend regelmäßig und schnell hintereinander verschwinden an dieser Schranke junge Mädchen. Nele Karminter und ihr Team müssen herausfinden, wer dahinter steckt und wo sich die Mädchen befinden.
    Ich fand diese Jagd nach dem Täter durchweg sehr spannend und habe ordentlich mitgefiebert. Dabei hat mir besonders gefallen, dass die Ermittlungen keineswegs immer wie am Schnürchen verlaufen. Lange haben sie gar keinen Anhaltspunkt, fischen praktisch im Trüben und obendrein sitzt ihnen noch die Chefetage im Nacken. Ich kann mir gut vorstellen, dass Polizeiarbeit in der Realität auch manches Mal so aussieht. Daher mag ich es einfach gerne, wenn Ermittler in Büchern keine Überflieger sind, die den Täter im Nu erwischen. Außerdem freundet man sich hier wirklich leicht mit Nele, ihrer Freundin Anou, dem Kollegen Tim usw an. Das macht es umso spannender, denn natürlich sorgt man sich vor allem um Figuren, die man mag.
    Genauso gut hat mir der Schlupfwinkel des Täters gefallen. Solch eine Anlage ist irgendwo schon eine coole Vorstellung. Vielleicht ein wenig gruselig und sicher auch gefährlich, aber eben auch so cool, dass ich mich dort gerne mal genauer umschauen würde.
    Der Täter selber dagegen hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Natürlich ist er grausam, skrupellos und krank im Kopf, somit also absolut nach meinem Geschmack, aber mir fehlte das gewisse Etwas. Das, was ihn besonders macht und von anderen Psychopathen abhebt. Denn außer einer äußerlichen Eigenschaft gibt es keinen nennenswerten Unterschied zu seinen Kollegen. Und die sind schließlich genauso grausam, skrupellos und krank im Kopf. Andererseits sage ich mir, dass 2009 vielleicht noch nicht so viele Thriller in den Regalen der Buchhandlungen standen und entsprechend weniger Psychopathen dort unterwegs waren als heute. Das kann sein.
    Ob man das Motiv bzw den Auslöser für seine Taten für überzeugend hält, das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe ja etwas gegen diese Theorie mit der schlimmen Kindheit und finde sie nicht zwangsläufig überzeugend.
    Übrigens musste ich ab und zu schmunzeln. Denn man navigiert in dieser Geschichte noch mit Landkarten! Und wenn man Infos über eine Gegend braucht, dann schmeißt man nicht kurz mal google an, sondern fragt bei Ortskundigen nach. Das ist irgendwie niedlich ;)

    Das Buch liest sich prima und zügig weg. Andreas Winkelmann gehört für mich zu den Autoren, die beweisen, dass auch ein flüssiger und unterhaltsamer Schreibstil im Nullkommanix für Spannung und eine düstere Atmosphäre sorgen kann. Die Kapitel sind hier recht lang, zumal jedes von einem ganzen Tag erzählt. Das bedeutet aber auch, dass einen jedes ein ordentliches Stück voran bringt.

    Bei dem Cover habe ich lange überlegt, ob mir der blutrote Fleck etwas sagen soll. Soll das eine Silhouette von irgendwas sein? Dann habe ich Andreas Winkelmanns "Hänschen klein" daneben gelegt und beschlossen, dass es einfach nur ein blutroter Fleck und wohl ein "Markenzeichen" seiner Thriller aus 2009 / 2010 ist. Das ist auch in Ordnung, Blutrot passt zu einem Thriller. Und ein Wald, wie er im oberen Teil des Motivs zu sehen ist, spielt in der Geschichte eine große Rolle.

    Fazit: Ein spannender Thriller, nach dem ich mich auf den kurzen Wegen in meiner dunklen Wohnung durchaus etwas unwohl gefühlt habe. So müssen solche Bücher bei mir wirken, dann mag ich sie. Außerdem fand ich es schön, Kommissarin Nele Karminter etwas besser kennenzulernen und konnte gut nachempfinden, unter welchem Druck sie und ihr Team bei den Ermittlungen stehen. Der Täter hätte für mich gerne etwas einzigartiger sein dürfen, abe 2009 tummelten sich vielleicht noch nicht so viele Psychopathen in den Bücherregalen, so dass dieser hier damals tatsächlich besonders grausig wirkte.

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    Cover des Buches Dash & Lilys - Ein Winterwunder (ISBN: 9783570308868)

    Bewertung zu "Dash & Lilys - Ein Winterwunder" von Rachel Cohn

    Dash & Lilys - Ein Winterwunder
    pelznasevor 6 Jahren
    Enttäuschung im winterlichen New York

    Irgendwie war mir bereits vor dem Lesen dieses Buchs klar, dass ich es besser hätte sein lassen. Mit meiner aktuellen ich-will-hier-weg-Einstellung und dem Wissen, wie schön New York ist und dass es wohl vorläufig keine Gelegenheit geben wird, nochmal dorthin zu kommen, musste es einfach in zumindest einer Hinsicht für Tränen gut sein. Keine Tränen der Rührung allerdings.
    Aber auch davon abgesehen konnte mich "Dash & Lilys Winterwunder" nicht richtig von sich überzeugen. Dabei fand ich die Idee mit dem Notizbuch, den Rätseln und der Schnitzeljagd durch die Stadt wirklich toll. Das versprach für mich einfach eine schöne, spannende und kribbelnd romantische Liebesgeschichte.
    Eine Liebesgeschichte ist es tatsächlich, doch das Kribbeln wollte sich bei mir kaum mal einstellen. Das fand ich ausgesprochen schade. Es muss ja nicht gleich kitschig von der Decke tropfen, aber ein paar Schmetterlinge sollte man auch als Leser im Bauch fühlen bei einer solchen Lovestory.
    Woran lag es nun, dass das bei mir nicht der Fall war?
    Da kommen mehrere Faktoren zusammen. Beispielsweise mochte ich Dash und Lily zwar, aber ich habe mich ihnen nie so richtig nahe gefühlt. Lily fand ich cool mit ihrem schrägen Kleidungsstil, Dash mochte ich speziell für seine etwas eigenbrötlerische Art, aber so richtig warm wurde ich trotzdem nicht mit ihnen. Und ohne das kann ich mich nur schwer in Figuren einfinden und einfühlen. Das braucht es aber unbedingt, wenn ich wenigstens ein paar von ihren Schmetterlingen fühlen möchte.
    Hinzu kam noch, dass die beiden mir für ihr Alter eine ganze Ecke zu vernünftig, ernsthaft und tiefsinnig waren . Dass sie einen zu erwachsenen Blick auf viele Dinge hatten. Bei ihren Erzählungen bin ich manchmal erst beim zweiten Lesen mitgekommen, und ich bin doppelt so alt wie sie. Das darf nun niemand falsch verstehen, ich mag vernünftige Kids, aber bei Dash und Lily war es mir doch zu viel um es glauben zu können. So sympathisch ich ihre Liebe zu Büchern, Wörtern und der Sprache auch fand.
    Und dann gab es noch eine Reihe von Schilderungen, die schlichtweg kürzer hätten sein können. Dash und Lilly gingen mir auf einige Erlebnisse und Ereignisse in ihrem Leben zu ausführlich ein. Das hätte es für die eigentliche Story aber überhaupt nicht gebraucht. So etwas nimmt bei mir immer Fahrt aus einer Geschichte und lenkt vom eigentlichen Gefühl ab, das ein Buch hervorrufen soll.
    Ein weiterer Knackpunkt hat nicht direkt etwas mit Dash und Lily zu tun. Auf dem rückwärtigen Cover steht "New York im Schnee und eine hinreißende Liebesgeschichte - mehr braucht es nicht für die perfekte Weihnachtslektüre". Allerdings schneit es bis fast zu Ende hin überhaupt nicht in der Geschichte. Nennt mich kleinlich, aber wenn so etwas auf ein Cover gedruckt wird, dann sollte es auch stimmen. In echt mag ich Schnee nämlich zwar gar nicht, finde aber Liebesgeschichten in solch winterlicher Szenerie durchaus schön und romantisch. Und auch für echtes weihnachtliches Flair gehört Schnee dazu. Somit wollte sich bei mir ebenso wenig weihnachtliche Stimmung einstellen. Und die kriege ich sonst -wenn es ein Buch geschickt macht- auch mitten im Sommer hin.
    Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, das funtkioniert trotz stattlicher 320 Seiten. Aber es war ein langer Abend, denn wie schon geschrieben, musste ich einige Sätze zweimal lesen bis ich sie völlig erfasst und verstanden hatte. Das Buch ist nichts, was man einfach mal so locker weg liest. Es fordert Zeit, Ruhe und Konzentration ein. Für ein wenig Auflockerung sorgt, dass die Geschichte abwechselnd von Dash und Lily erzählt wird.
    Wer auf eine solche Szene wie auf dem Cover in der Geschichte hofft und danach sucht, der wird enttäuscht werden. Dabei ist das Motiv doch wirklich wunderschön winterlich, romantisch und fröhlich. Solch eine Geschichte hätte ich gerne gelesen. Die Skyline im Hintergrund verdeutlicht sofort, wo die Handlung spielt.
    Fazit: Die Idee mit dem Notizbuch, den Rätseln und der Schnitzeljagd gefiel mir außerordentlich gut. Das sorgte anfangs für Spannung und ließ mich auf eine kribbelig-aufregende Lovestory hoffen. Doch leider wurde daraus nichts. Es stellte sich kaum mal ein solches Kribbeln ein, Dash und Lily waren mir für zwei Teenie viel zu ernsthaft und tiefsinnig, mit ihnen wurde ich nie so richtig warm. Das brauche ich aber, wenn ich das eben erwähnte Kribbeln spüren will. Es gab einige zu ausführliche Abschnitte, die die Handlung nicht weiterbrachten, und obendrein kam kein winterlich-weihnachtliches Gefühl auf, weil es erst zum Ende hin schneit und weder Dash, noch Lily ein richtig schönes Weihnachten erleben.

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    Cover des Buches Wach auf und schrei! (ISBN: 9783423716109)

    Bewertung zu "Wach auf und schrei!" von Lotte Kinskofer

    Wach auf und schrei!
    pelznasevor 6 Jahren
    Spannung aus unerwarteter Richtung

    Ein Jugendthriller, da kann ich einfach nicht nein sagen. Außerdem klang der Klappentext wirklich interessant.
    Es gab zwar gleich zu Anfang einen kleinen Dämpfer, weil Miriam nicht mehr im Teenageralter ist, doch diese Tatsache trat schnell in den Hintergrund. Denn Laura liegt im Koma, nachdem sie einen Unfall hatte. Und wenig später -es sind keine drei Seiten- stirbt Miriams zweite beste Freundin Kim bei einem Bergunfall. Es ist also gleich von Anfang an etwas los und man wird direkt in die Geschichte hineingeschubst. Ich mag es, wenn sich Bücher nicht mit langen Vorreden aufhalten.
    Wenn man den Rückentext nicht gelesen hat, dann ahnt man spätestens bei Miriams Unfall, dass all das keine Zufälle sein können. Das wäre wirklich extrem seltsam.
    Auch Miriam kommen nach diesem Unfall Zweifel und sie beginnt -soweit sie es im Krankenhaus kann- Nachforschungen anzustellen. Ehe sie es sich versieht, ereignen sich weitere unheilvolle Vorfälle. Das fand ich alles soweit ganz spannend.
    Genauso wie die Frage, ob und wie Miriam mit ihrem neuen Freund, dem Krankenpfleger Daniel, den Täter entlarven würde. Der ist nämlich durchaus clever und gewitzt und absolut kaltschnäuzig, wenn es um die Durchsetzung seiner Pläne geht.
    Was ich dagegen überhaupt nicht spannend fand, ist die Frage, wer der Täter ist. Das lag für mich so ziemlich von Anfang an klar auf der Hand. Ich habe mich oft gewundert und den Kopf darüber geschüttelt, dass Miriam das nicht viel schneller erkennt.
    Ich schätze aber, dass die Story nicht darauf ausgelegt ist, ihre Spannung aus dieser Frage zu ziehen. Dafür ist die Antwort zu offensichtlich. Vermutlich soll die Spannung wirklich eher daher rühren, wann und wie Miriam dahinter kommt. Und ob und wie sie und Daniel dem Täter das Handwerk legen, und das funktioniert einwandfrei. Beim Finale habe ich mich tatsächlich dabei erwischt, wie ich am Fingernagel geknabbert habe.
    Mein spezieller Liebling hier war Krankenpfleger Daniel. Er ist einfach total nett und witzig. Ich habe oft über seine Sprüche und die schlagfertigen Diskussionen zwischen ihm und Miriam lachen müssen. Und auch Miriams Bettnachbarin ist nach dem ersten Schrecken einfach ein Original, liebenswert und alles andere als auf den Kopf gefallen. Ein Thriller darf also auch ruhig mal witzige Szenen haben.

    Mit 268 Seiten ist “Wach auf und schrei!” nicht gerade ein Wälzer. Ich habe es an einem Abend gelesen. Es ist einfach angenehm kurz, aber nicht zu kurz, und leicht zu lesen. Die Kapitel haben im Schnitt eine ganz ordentliche Länge. Mit jedem kommt man ein gutes Stück voran. Außerdem sorgen Kapitel aus Sicht des Täters für Abwechslung.

    In einer der letzten Rezis hatte ich bereits mal erwähnt, dass ich weiße Cover nicht besonders mag. Zu einem Thriller passen sie für mich einfach nicht richtig. Thrillercover sollten für mich eher düster sein. Dafür gefällt mir aber die schaurige Schriftart beim “…schrei”. Und auch den Kontrast der roten Blüten mag ich gerne. Es sind schöne Akzente im sonst eher schlichten Motiv.

    Fazit:  Wer der Täter ist, das wird einem bei “Wach auf und schrei!” wirklich sehr schnell klar. Aus dieser Richtung kann also keine Spannung aufkommen. Die zieht die Geschichte hauptsächlich aus der Frage, wann Miriam die Sache durchschauen wird. Und ob es Daniel und ihr gelingen wird, den Täter zu entlarven und ihm das Handwerk zu legen. Ich gehe davon aus, dass das auch genauso gewollt ist. Und bei mir hat es prima funktioniert. Ein schöner Thriller-Happen für zwischendurch!

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    Cover des Buches Australien? Australien! (ISBN: 9783764170165)

    Bewertung zu "Australien? Australien!" von Tino Schrödl

    Australien? Australien!
    pelznasevor 6 Jahren
    Ich komme um vor Neid und was macht Meo?

    Dieses Buch habe ich aus verschiedenen Gründen gelesen. Erstens fand ich Titel und Cover witzig. Zweitens finde ich Australien toll und möchte un-be-dingt mal dorthin. Drittens mag ich solche Roadmovies per se gerne. Und viertens ist mein erklärtes Ziel derzeit: weg hier! Und sei es nur mit einem Buch.
    Genau damit hängt es zusammen, dass ich mich anfangs mit Meo und seiner Einstellung sehr schwer getan habe. Es ist für mich stumpf nicht nachvollziehbar, dass jemand, dem die Chance geboten wird, für eine Zeit nach Australien zu gehen, dankend und sogar ziemlich panisch abwinkt.
    Weiterhin habe ich über den Teenie Meo allgemein den Kopf geschüttelt. Ein Fünfzehnjähriger, der am liebsten zuhause rumsitzt, der ständig Panik vor Krankheiten hat, der Veränderungen generell nicht mag. Das einzig teeniemäßige an ihm war, dass er gegen die Pläne seiner Eltern bockt. Ich musste sogar seinem Vater recht geben als der ihn als “Pfeife” bezeichnet. Es stimmt ganz einfach.
    Natürlich geht es dann doch auf die große Reise. Zum Glück, wie ich fand. Ich fand echt, dass Meo mal einen solches “Donnerwetter” braucht. Dass er nicht seinen spießigen Kopf durchsetzt und dass er mal merkt, dass es noch etwas anderes auf der Welt gibt als sein sicheres Zimmer. Anfangs sträubt er sich natürlich weiter. Und so normal ich das für einen Teenie finde, das heißt nicht, dass ich das okay finde. Ich hätte den Bengel schütteln mögen!
    Deshalb war bei mir auch eine gute Portion Boshaftigkeit dabei als Meo und Odette plötzlich auf sich gestellt sind. So nach dem Motto: nun sieh mal zu, wie du klar kommst, Junge!
    Natürlich sind Meo und seine Freundin Odette zunächst restlos überfordert mit der Situation, aber der Wille treibt sie doch voran. Dabei geraten sie in manch seltsame und auch gefährliche Situation, was für Spannung sorgt. Gleichzeitig erfährt man einiges über Land und Leute, was ich ausgesprochen interessan fand. Und ich war -gefährlich hin oder her- neidisch, so neidisch! I Was würde ich für Meos Chance geben! So habe ich Meos und Odettes Erlebnisse nur so aufgesogen und ich bin mir nach diesem Buch umso sicherer, dass ich irgendwann mal nach Australien muss. Soweit man der Ueberreuter Seite entnehmen kann, reist Tino Schrödl gern und viel durch die Welt, deshalb glaube ich ihm seine Beschreibungen. Er schildert Australien und seine Bewohner so anschaulich, dass er einfach dort gewesen sein muss. Und demnach bietet Autralien so viel Schönes…
    Natürlich macht es Meo nicht gleich zu einem anderen Menschen, dass er sich alleine mit Odette durch Australien schlagen muss, aber nach und nach verändert er sich dann doch. Das fand ich wirklich schön zu verfolgen, und es hat mich in meiner Ansicht bestärkt, dass der Junge solch einen Kulturschock einfach mal brauchte. Gelegentlich hat er zwar mal einen Rückfall, aber er hat nie genug Zeit, um sich wieder total in sein Schneckenhaus zu verkriechen.
    Genauso gut hat es mir gefallen, wie Odette sich entwickelt. Das Mädchen ist trotz aller Widrigkeiten einfach nur pfiffig und cool. Von ihr könnte Meo eine ganze Menge lernen. Sie nimmt viele Dinge wesentlich lockerer und hilft Meo aus manchem Tief heraus.
    Das Ende fällt erfreulicherweise sehr authentisch aus. Alles andere hätte ich nicht geglaubt bzw als unglaubwürdig rosarot abgetan. Entsprechend war ich froh über diesen Verlauf. Und so wenig ich anfangs mit Meo zurechtkam, ich wäre neugierig darauf, nochmal von ihm zu hören.

    Meo erzählt seine Geschichte selber und legt dabei einen herrlichen Humor an den Tag, den ich ihm angesichts seines Gehabes nicht zugetraut hätte. Ich habe oft geschmunzelt, gegrinst und manches Mal sogar gelacht. Und wenn sich ein Buch so spaßig liest, dann ist es im Nu ausgelesen. Ich habe es als eBook gelesen und die ziehen sich für mich -jedenfalls gefühlsmäßig- oft ganz schön. Doch “Australien? Australien!” hatte ich nach zwei Abenden durch.

    Das Cover finde ich witzig mit diesem Krokodil-Warnschild. Außerdem ist es mit den knalligen Farben ein echter Hingucker.

    Fazit: Mit Meo hatte ich lange meine Probleme. Es ist, wie es ist: er ist anfangs tatsächlich eine Pfeife. Zum Glück verändert ihn der Roadtrip durch Australien klar zum Besseren. Dafür sorgen interessante, aufregende und mitunter auch gefährliche Situationen. Das ist spannend und interessant. Man erfährt eine Menge über Australien und die Menschen dort. Zusammen mit der witzigen Erzählweise sorgte das dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und ja: wie gerne hätte ich mit Meo getauscht.

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    Cover des Buches Salt & Storm - Für ewige Zeiten (ISBN: 9783737351003)

    Bewertung zu "Salt & Storm - Für ewige Zeiten" von Kendall Kulper

    Salt & Storm - Für ewige Zeiten
    pelznasevor 6 Jahren
    Flaute zu Beginn, Sturm zum Ende hin

    Dieses Buch wurde mir quasi von einer Flaschenpost ins Haus gespült, worüber ich mich sehr gefreut hatte. Es stand nämlich ohnehin bereits auf meinem Wunschzettel.
    Allerdings dauerte es nur wenige Seiten, da stand die Sache mit “Salt & Storm” und mir bereits auf der K(l)ippe. Die Geschichte spielt nämlich im Jahre 1860. Wer mich kennt, der weiß, dass das viel, viel, viel zu lange her ist um für mich noch interessant zu sein.
    Ich habe aber die Zähne zusammengebissen, was auch gar nicht mal so schwer fiel. Erstens fand ich, dass die Geschichte für diese Zeit schon sehr modern geschrieben ist. Zweitens gefiel mir Averys burschikose Art, die ebenfalls nicht so recht in die Zeit passte. Zu dieser burschikosen Art zähle ich es jedoch nicht, dass sie so oft so bockig und widerspenstig ist. Damit wurde mir doch etwas zu sehr übertrieben. Das wäre sicher nicht nötig gewesen. Und drittens hatte ich vom ersten Moment an eine Stimme zu Avery im Ohr, die mir die Geschichte erzählte und im Nu eine geheimnisvolle und schöne Atmosphäre heraufbeschwor. Da habe ich die einsame Insel schnell vor mir gesehen, das kleine Örtchen, in dem Avery lebt, die Hütte ihrer Großmutter, das Meer und den Hafen mit seinen Schiffen. Ich mag das Meer und daher haben Geschichten rund um das Meer per se einen Stein bei mir im Brett.
    Spannung kam dagegen für mich erst auf als Tane auf der Bildfläche erschien. Immerhin weiß man als Leser durch den Klappentext bereits, was auf Avery zukommt, wenn sie sich verliebt. Tane hat außerdem eine Bitte an Avery, die ebenfalls für Spannung sorgt. Und seinerseits kann er Avery eventuell helfen, zu einer richtigen Hexe zu werden. Beides fand ich wirklich ganz spannend. Den Part um Tane etwas mehr als den um Avery. Dafür kam in ihrem Teil für mich sehr gut rüber, wie sehr es sie quält, dass die Magie in ihr nicht “ausbrechen” kann. Das kann man beim Lesen tatsächlich fühlen.
    Was ich nicht nachempfinden konnte, das waren Averys plötzliche Gefühle für Tane. Anfangs hegt sie alles andere als liebevolle Gefühle für ihn, motzt mit ihm herum, aber als er ihr dann hilft und total nett und gefühlvoll mit ihr umgeht, da ist es mit einem Mal um sie geschehen. Avery fühlt in Sachen Hexendasein und Magie so viel, da wäre für ein bisschen Romantik sicher auch noch Raum gewesen. Es hätte gar nicht so viel sein müssen. Eben einfach genug um diesen Gefühlswechsel nachvollziehen zu können.
    Selbstverständlich können und wollen die beiden -vor allem Avery- nicht einsehen, dass es für ihre Liebe nach all diesen Kämpfen keine Chance geben soll, und sie stemmen sich nach Kräften gegen dieses Schicksal. Obwohl ihre Liebe für mich -wie gesagt- nicht so rüber kam, habe ich es ihnen doch gegönnt. Dabei kommt es zu einem sehr dramatischen Vorfall auf hoher See, der wunderbar konsequent endet. Mehr möchte ich dazu nicht verraten, außer dass mich ein anderes Ende enttäuscht hätte.
    Die Geschichte hatte für mich also ihre Schwächen, aber durchaus genauso viele Stärken. So bleibt ein guter Gesamteindruck zurück. Ich befürchte, es ist einmal mehr ein Serienauftakt, aber erstmal möchte ich daran nicht glauben. Die Geschichte könnte problemlos für sich stehen und braucht in meinen Augen keinen zweiten oder gar dritten Teil.

    Wie schon erwähnt, hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Einfach weil er nicht nach 1860 klingt, sondern deutlich moderner. Das wirkt vielleicht etwas skurril, für mich aber genau richtig. Mit einer altertümlichen Erzählweise wäre das Buch bei mir tatsächlich nach ein paar Seiten unten durch gewesen. So aber lässt es sich prima und zügig lesen, ohne dass dabei die Atmosphäre auf der Strecke bleibt.

    Das Cover finde ich wunderschön mit den türkisfarbenen Wasserwirbeln und dem Mädchen mit dem rabenschwarzen Haar, das einen so tollen Kontrast zum Türkis bildet. Endlich mal ein Mädchengesicht / Mädchenkopf auf einem Buchcover, das nicht fotorealistisch ist. So hebt sich “Salt & Storm” gut von vielen Genrevertretern ab.

    Fazit:  Die Geschichte hat ihre Schwächen. Beispielsweise dauert es, bis es wirklich spannend wird. Außerdem wurden mir Averys und Tanes Gefühle für einander nicht intensiv genug beschrieben. Und ab und zu war mir Avery auch unnötigerweise zu bockig und widerspenstig. Doch als Tane auftaucht, kommt die Story in Sachen Spannung und Dramatik ordentlich in die Gänge. Außerdem konnte ich mir die Insel sehr gut vorstellen und Averys Gefühle um die unterdrückte Magie wirkten schön intensiv. Einen dicken Pluspunkt verdient sich “Salt & Storm” mit seinem konsequenten Ende, das hoffentlich auch das Ende ist. Eine Fortsetzung wäre nicht notwendig.

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    Cover des Buches Raum 213 - Arglose Angst (ISBN: 9783785578728)

    Bewertung zu "Raum 213 - Arglose Angst" von Amy Crossing

    Raum 213 - Arglose Angst
    pelznasevor 6 Jahren
    Deutlich besser als Band 1!

    Band 1 dieser Reihe konnte mich zwar nicht komplett begeistern, war aber von der Grundidee her immerhin so interessant, dass ich an der Serie drangeblieben bin.
    Wenn man den Vorgänger kennt, dann weiß man natürlich bereits, dass mit diesem Raum 213 an der Eerie High School irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Dass es dort zu seltsamen Vorfällen gekommen ist und dass die wildesten Gerüchte kursieren, die man als Schüler dort besser ernst nehmen sollte. Kennt man Band 1 nicht, so ist das aber kein Problem. Man kann problemlos mit diesem Teil in die Reihe einsteigen, denn er gibt einem genau wie Band 1 alles nötige Wissen über Raum 213 dafür an die Hand. Außerdem dreht sich die Geschichte um andere Figuren. So sind auch in dieser Hinsicht keine Vorkenntnisse nötig.
    Bereits auf der dritten Seite hält Madison die geheimnisvolle Einladung zur Party in Raum 213 in der Hand, die mit dem Satz “Bewahre Stillschweigen, sonst könnte das deine letzte Party gewesen sein…und sei pünktlich!” endet.  Weil das Verbotene schon immer einen besonderen Reiz ausgeübt hat, beschließt Madison wider besseren Wissens zur Party zu gehen. Außerdem wird auch ihr großer Schwarm Elijah mit von der Partie sein. Zunächst ist die Geschichte also eine relativ normale Teenie-High-School-Lovestory, was zumindest für mich etwas Klassisches hat. So etwas habe ich früher geliebt und heute versetzt es mich stets um die paar Jahre zurück, was ich wirklich schön finde.
    Schon als sich die eingeladenen Kids abends vor der Schule treffen, geschieht Seltsames. Niemand ist da um sie in die Schule zu lassen. Wer hat sie eingeladen? Dann taucht der seltsame Sohn des Hausmeisters auf (den ich schon ganz schön gruselig fand) und lässt sie hinein. Ich weiß noch ganz genau, wie gruselig ich meine alte Grundschule früher fand. Entsprechend gut konnte ich Madisons Angst nachvollziehen als sie durch die dunklen Flure zu Raum 213 gehen. Hier war also schon die erste Gänsehaut fällig.
    In Raum 213 angekommen, sieht zunächst alles nach einer ganz normalen Party aus. Musik, Alkohol, Tanzen und Knutschen, besser könnte es nicht sein. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Zwischenfall und plötzlich wollen alle nur noch raus aus Raum 213. Da entfaltet dieser sein unheimliches Eigenleben. Die Tür lässt sich nicht mehr öffnen, die Lichter fallen teilweise aus und die Musik verändert sich. Was wird noch geschehen?
    Ich fand das sehr anschaulich und eindringlich beschrieben. So konnte ich mir gut vorstellen, wie es in diesem finsteren Raum mit den zuckenden Lichtern und der psychedelischen Musik sein muss, wenn man nichts mehr richtig sehen und hören kann. Wenn also quasi die wichtigsten Sinne in solch einer Situation ausgeschaltet sind. Ich konnte die Panik der Kids gut nachvollziehen und fand besonders die Erscheinungen gruselig, die sie sehen. Sei es eine Fratze im Fenster oder auch ein Kreuz auf dem Schulhof. Anfangs versuchen sie noch, Ruhe zu bewahren, aber all das sorgt schnell dafür, dass die Stimmung kippt und Panik aufkommt. Zu lesen, wie einige der anfangs so vernünftigen Kids regelrecht den Verstand zu verlieren scheinen, das ist nicht ohne!
    Das Geheimnis um Raum 213 wird natürlich auch in diesem Band (noch?) nicht aufgelöst, dafür bekommt man aber eine Antwort auf die Frage, wer hinter der Einladung und dem dramatischen Vorfall steckt. Wer an den Einladungen beteiligt war, hatte ich mir zwar schon gedacht, aber wer das Drama angezettelt hat, das hat mich doch überrascht. Ich fand nur das Motiv etwas schwach, zumal das vorher nicht mal angedeutet wird. Also denke ich wie Madison, dass der Raum selber auch seinen Teil dazu beigetragen hat, dass die Party so ausgeufert ist.

    Band 1 habe ich mir noch eingeteilt um ihn besser genießen zu können. Bei Band 2 ging das nicht und ich habe ihn in einem Rutsch gelesen. Aber ich habe länger dafür gebraucht als es beim ersten Teil sicher gedauert hätte. Denn als die Party ihre verhängnisvolle Wendung nimmt, ist es mit den Dialogen, die sich so leicht lesen lassen, weitestgehend vorbei. Stattdessen wird beschrieben, was vor allem Madison in dem Raum sieht und erlebt, und solche Schilderungen lesen sich naturgemäßig nicht so flott. Sonst bin ich kein Fan davon, aber hier wirkt die Story genau deshalb so gut, weil die Ereignisse in Raum 213 so intensiv beschrieben werden.

    Ich weiß immer noch nicht, was es mit der Covergestaltung dieser Reihe auf sich hat. Nach Thriller sieht das auch bei diesem zweiten Band nicht aus. Aber aus den roten Farbklecksen kann man mit etwas Phantasie wenigstens Blutstropfen machen. Enttäuschend fand ich es, dass dieses Mal kein Downloadcode für das eBook beilag.

    Fazit: Kurz und knapp: wow! Ein super spannender und gruseliger zweiter Band, der seinem Vorgänger spielend den Rang abläuft. Lediglich am Ende offenbarte sich eine kleine Schwäche, die für mich aber nicht sonderlich ins Gewicht fiel. Die Reihe steigert sich, was mich wirklich freut und mir Lust auf Band 3 und 4 macht, die sicher bald gelesen werden.

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    Cover des Buches Schmetterlingsschatten (ISBN: 9783401061771)

    Bewertung zu "Schmetterlingsschatten" von Veronika Bicker

    Schmetterlingsschatten
    pelznasevor 6 Jahren
    Die unglaubwürdige Entwicklung von Elena bremst die Spannung aus

    Es war mal wieder an der Zeit für einen Arena Thriller. Meine Wahl fiel auf “Schmetterlingsschatten”, da sich der Klappentext vielversprechend anhörte.
    Leider wurde dieses Versprechen für mein Empfinden nicht eingehalten. Dabei bringt die Geschichte eigentlich alles mit, was ich an einem Thriller mag. Es wird eine Leiche gefunden und ehe es Elena sich versieht, werden Zusammenhänge und Ähnlichkeiten mit dem Unfalltod ihrer Schwester Laura deutlich. Was geschah mit dem ermordten Mädchen im Wald? Führte tatsächlich ein Unfall zum Tod ihrer Schwester, oder steckte mehr dahinter? Und wieso zeigt ausgerechnet jetzt eine Clique und ein Junge Interesse an Elena, der sie bisher kaum beachtet hat? Spannende Fragen eigentlich und ich habe durchaus eine Weile geknobelt, was vorgefallen sein könnte. Außerdem konnte ich Elenas Neugierde auf die Wahrheit gut verstehen.
    Allerdings konnte ich den Rest von Elenas Wesen und Verhalten kaum bis gar nicht verstehen, und genau das hat mir “Schmetterlingsschatten” letztlich verleidet. Ja, Elena ist mit ihrer egoistischen Mutter gestraft und auch Lauras Tod belastet sie noch sehr. Das ist verständlich. Daher hatte ich ihr ein wenig Aufheiterung  wirklich gegönnt. Entsprechend habe ich mich zunächst noch darüber gefreut, dass Tristan auf der Bildfläche erschien. Vielleicht würde er ein wenig Spass in Elenas Leben bringen. Gewissermaßen tut er das auch, jedoch machen er und seine Clique binnen kürzester Zeit eine solche Rebellin aus Elena, dass ich es als schlichtweg unglaubwürdig empfunden habe. Obendrein hatte ich Elena als ausgesprochen klug eingeschätzt. Jedenfalls solange bis sie sich für Tristan und seine Freunde mehrere Male in Gefahr begibt. In Lebensgefahr sogar! Wo bitte ist da plötzlich Elenas Verstand geblieben? Andererseits, irgend wie habe ich doch die ganze Zeit gehofft, dass Elenas Irrsinn sich letztlich auszahlen würde.
    Es war also ein einziges Hin und Her für mich beim Lesen. Mal mochte ich Elena und konnte sie verstehen, dann wieder hätte ich sie am liebsten geschüttelt. Und insgesamt habe ich ihr diese Wandlung einfach nicht abgenommen, was mich geärgert hat.
    Wenn ich mich über eine Hauptfigur ärgere, dann hilft auch der beste Krimi oder Thriller nichts mehr. Die Geschichte hat zwar einzelne spannende Momente, doch das Geschehen, wenn Elena mit Tristan zusammen ist, lenkt immer wieder davon ab. So wurden schnell andere Fragen spannend. Beispielsweise, was Elenas Mutter zu ihrer neuesten Eskapade sagen würde. Oder zu welcher Irrsinnstat sich Elena als nächstes würde hinreißen lassen. Das sind nur leider nicht die zentralen Fragen in diesem Thriller, und wenn man die so leicht aus den Augen verliert, dann spricht es nicht eben für eine wirklich interessante Geschichte.
    Als wenig glaubwürdig habe ich auch den Showdown am See empfunden. Es gab einfach Figuren in dieser Geschichte, die ich mir nicht als rächender Messerschwinger vorstellen konnte. Entsprechend habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt als eine dieser Figur genau das tut.
    Das Ende selber hielt dann keine weiteren Überraschungen parat. Irgendwie hatte ich mir das trotz allen Hoffens für Elena und ihre Schwester schon gedacht gehabt. Und zwar nicht, weil ich so talentiert im Knobeln und Kombinieren bin, sondern weil es erstens gar nicht anders sein konnte und zweitens von Anfang an mit dem sprichwörtlichen Handschuh zu fühlen war.

    Mit seinen 206 Seiten ist “Schmetterlingsschatten” kein Wälzer. Umso ungewöhnlicher ist es, dass ich dafür mehrere Abende gebraucht habe. Aber es hat mich inhaltlich einfach nicht gefesselt. Vom Schreibstil her gibt es nichts daran auszusetzen. Außer vielleicht, dass es für einen Jugendroman eine Spur zu dröge geschrieben ist. Trotzdem liest es sich an sich ganz gut und zügig. Die Kapitel sind nicht zu lang und die den Kapiteln vorangestellten Texte lockern zusätzlich auf.

    Bei diesem Titel ist es nur logisch, dass auf dem Cover ein Schmetterling zu sehen ist. Allerdings muss man genau hinschauen. Auf den ersten Blick könnte er einem entgehen. Für mich ist Pink aber nicht gerade eine Farbe für einen Thriller, und sonderlich geheimnisvoll wirkt diese Gestaltung ebenfalls nicht. Stände nicht “Thriller” drauf, könnte man das Buch auf Anhieb leicht in ein ganz anderes Genre einordenen.

    Fazit: Grundsätzlich ist das Rätsel um das ermordete Mädchen und Lauras Tod durchaus spannend. Daraus hätte man etwas machen können. Leider durchläuft die anfangs kluge und vernünftige Elena im Laufe der Geschichte eine Wandlung, die ich ihr nicht abkaufen konnte. Ich habe mich oft wirklich sehr über sie geärgert. Und wenn ich mich über eine Hauptfigur ärgere, übertüncht das problemlos selbst die spannendste Handlung. Da ist es nicht verwunderlich, dass es bei dieser eher leidlich spannenden Story erst recht passiert ist.

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    Cover des Buches Eisblau ist die Liebe (ISBN: 9783440144961)

    Bewertung zu "Eisblau ist die Liebe" von Lena Klassen

    Eisblau ist die Liebe
    pelznasevor 6 Jahren
    Lena Klassen kann nicht nur Fantasy!

    Von Lena Klassen kannte ich bislang nur die Dystopie “Wild” aus dem Drachenond Verlag, die mir damals wirklich gut gefallen hatte. Deshalb war ich neugierig, wie sie sich im Thriller-Genre schlagen würde. Dass es ein Thriller für Jugendliche ist, kam mir dabei umso mehr entgegen.
    Der Start in die Geschichte verlief einige Seiten etwas holprig. Ich habe immer so meine Probleme damit, in kurzer Zeit mehrere Figuren kennenzulernen. So schnell kann ich sie mir meist nicht merken. Zum Glück fiel es aber dann doch sehr leicht, zumal die Charaktere alle etwas Markantes an sich haben, woran man sie immer wieder erkennt.
    Für den Aufhänger dieses Thrillers muss man allerdings eines ganz sicher: daran glauben, dass man sich auf den ersten Kuss verlieben kann, obwohl man sich zuvor seit dem ersten Blick nicht ausstehen konnte. Ich bin leider so unromantisch, dass ich daran nicht glaube. Entsprechend hatte ich so meine Schwierigkeiten mit Lunas Schwärmereien. Aber immerhin ist sie dabei so süß, dass ich es mir ihr zuliebe eingeredet habe soweit es halt ging.
    Letztlich lenkte mich der Thriller dann auch ausreichend davon ab. Als Lunas neue große Liebe David auf einem zufrorenen See verschwindet und man neben einem Loch im Eis seinen Schal findet, stet für die Polizei bald fest, dass er dort eingebrochen ist. Das klingt natürlich naheliegend, aber Luna kann und will es sich einfach nicht vorstellen. Ich war dabei hin- und hergerissen. Einerseits wäre es natürlich möglich, denn die Kids wagen sich oft auf die Eisfläche öhne sicher zu wissen, dass sie überall trägt. Andererseits häufen sich bei Luna plötzlich die Anzeichen dafür, dass David doch nicht tot ist. Ich konnte mich bis zuletzt nicht entscheiden, ob ich ihn für tot halten sollte, oder eben nicht. Das hat einen Großteil der Spannung ausgemacht.
    Ebenso spannend fand ich auch Lunas Nachforschungen, die sie zusammen mit einigen Freunden aus der Schule unternimmt. Dabei kommen viele Dinge ans Tageslicht, die stets ein neues Licht auf das Rätsel um David werfen. Da macht es Spass, mitzuknobeln. Vor allem, weil man nach und nach an einen Punkt gelangt, wo man sogar an Lunas Freunden zu zweifeln beginnt. Das macht den Fall umso interessanter und einige Male habe ich auch um Luna gebangt. Es geht hier nämlich durchaus gut zur Sache. Einigen der Chraktere geht es ganz schön an den Kragen. Da wird man sich wohl um die Hauptperson sorgen dürfen.
    Zwischenzeitlich hatte ich allerdings auch die Angst, die Geschichte könnte hinsichtlich des Grundes für Davids Verschwinden abheben und unglaubwürdig werden. Der Grund für diese Bedenken war ein Treffen von verschiedenen Erwachsenen, die mit David, Luna und den anderen Kids verwandt sind. Glücklicherweise war dies nicht der Fall. Darüber war ich erleichtert.
    Das Ende bzw die Auflösung hat mir gefallen. Vor allem das böse Erwachen kurz zuvor als ich erkennen musste, dass ich mich von den Charakteren absolut aufs Glatteis habe führen lassen. Mit diesem Dreh hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Sehr schön! So gehört sich das für einen Thriller / Krimi!Zum Schluss habe ich noch eine Frage, die vielleicht bieder klingt, aber sei’s drum: heißen die Kids heute wirklich so? Luna, Scarlett, Miko? Ich will niemandem zu nahe treten, der so heißt, aber auf mich wirken solche Filmstar-Namen bei Kindern und Jugendlichen irgendwie sperrig. Gut, dass es hier noch einen “altmodischen” Sebastian, David und eine Nicole gab. Es wird noch dauern bis Lunas und Scarletts so normal für mich klingen.

    Wenn ein Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, erleichtert es mir immer das Lesen. Ich finde, dieser Schreibstil ist besonders locker und leicht zu lesen. Entsprechend flogen die Seiten von “Eisblau ist die Liebe” nur so dahin. Luna erzählt wunderbar anschaulich und viele Dialoge bringen zusätzlich Tempo in den Lesefluss.

    Der Look des Buchs orientiert sich am Farbton aus dem Titel. Die Kratzer wirken wie Kratzer im Eis, was ebenfalls gut passt. Die Schrift im Hintergrund habe ich erst auf den zweiten Blick entdeckt. Eine schöne Idee. So als könnte man durch den Deckel hindurchsehen wie durch eine Eisfläche.

    Fazit:  “Eisblau ist die Liebe” ist ein durchweg spannender Jugendthriller, der einen mit grausigen Begebenheiten und zahlreichen Wendungen bei Laune hält. Ich musste mich zusammenreißen, ihn nicht auf einmal zu verschlingen. Lena Klassen kennt sich offensichtlich nicht nur mit Fantasy und Dystopien aus, sondern auch mit Thrillern. Ich würde mich freuen, mal wieder einen Jugendthriller von ihr zu lesen.

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    Cover des Buches Grimmbart (ISBN: 9783426199381)

    Bewertung zu "Grimmbart" von Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Grimmbart
    pelznasevor 6 Jahren
    Der längste Einstieg in einen Kluftinger-Krimi seit Start der Serie

    Endlich ein neuer Fall für Kommissar Kluftinger! Das Buch war seit Ewigkeiten vorbestellt und wurde natürlich sofort gelesen als es eintraf. Kluftingers Krimis gehören zu den Büchern, die bei mir gar nicht erst auf dem SUB landen.
    Ich hatte sicher keine allzu hohen Erwartungen an “Grimmbart”, nachdem mir der Kommissar im vorigen Band eine ganze Ecke zu dusselig dargestellt wurde. Ich erwartete einfach ein spannendes und unterhaltsames Krimivergnügen.
    Daran kann es also nicht liegen, dass es stolze 16 Kapitel dauerte bis mich der Krimi endlich packte. Es war zwar nicht gerade langweilig bis dahin, aber nicht griffig. Natürlich, es gab einen Mord, dessen Umstände recht seltsam sind, es gab mehrere Verdächtige und einen Schauplatz mit Gruselpotenzial, aber so richtig ausgereizt wurde das für mich nicht. Stattdessen habe ich die ersten Ermittlungen als ziemlich blindes Herumstochern empfunden. Mir ist schon klar, dass wohl kaum ein Kommissar in der Realität sofort auf der richtigen Fährte ist. Deshalb darf Kluftinger das auch nicht sein, sonst wäre es kaum glaubhaft. Aber etwas zügiger hätte es schon gehen dürften. 16 von 36 Kapiteln Anlauf ist viel. Ich habe in der Zeit versucht, selber zu Kombinieren, aber das führte ebenso wenig zu einem Zipfel der Wahrheit, daher war das recht frustrierend. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich mich über Kluftingers Privatleben nur amüsieren kann, wenn er auch bei der Arbeit etwas zustande bringt. Somit konnte mich sein Privatleben in diesen Kapiteln nicht über das Herumstochern hinwegtrösten. Und leider, leider habe ich weder das Schloss, noch den Märchenwald als schaurig empfunden. Daran hat sich bis zum Ende übrigens nichts geändert.
    Doch dann war es endlich soweit. Nach sechzehn Kapiteln erwischte mich “Grimmbart” doch noch, und zwar so richtig. Endlich hatte ich das Gefühl, dass die Ermittlungen in die richtige Richtung gehen, endlich konnte ich richtig miträtseln. So mag ich das bei Krimis, dann finde ich sie auch spannend. Es gab eine Reihe interessanter Verdächtiger, es tauchten erste (mögliche) Zusammenhänge auf, immer wieder gab es Wendungen, die einen in eigenen Verdächtigungen wieder ins Wanken brachten, und Kluftinger hat mich dieses Mal wieder mit seiner Clverness beeindruckt. Man traut es ihm zwar in gewissen Situationen gar nicht zu, aber er ist eben doch ein wirklich guter Kommissar, der außerdem über ein verlässliches Bauchgefühl verfügt. Das kann auch nicht schaden. Und genauso möchte ich Kluftinger -zumindest in seinem Job- erleben.
    Sein Privatleben dreht sich in diesem Band ganz klar um die Hochzeit seines Sohnes mit der Japanerin Yumiko, kurz “Miki” genannt. Das ist verständlich, denn eine Hochzeit ist eine große Sache, die viel Planung erfordert. Typisch Kluftinger will er das aber nicht so recht einsehen. Auch aus finanziellen Gründen nicht, denn die Kosten häufen sich zusehends. Und sei es nur durch spezielle Kloschuhe für Mikis Familie, weil man so etwas in Japan halt benutzt. Mit der japanischen Verwandtschaft und Kluftinger prallen zwei Welten aufeinander.  Ich fand das ziemlich witzig, auch wenn ich Kluftingers Englisch teilweise zum Fremdschämen empfunden habe. Aber wenn man diese Sprache halt kaum spricht, dann ist das wohl einfach so. Seine japanischen Gäste arrangieren sich ja auch damit und es entsteht sowas wie ein freundliches Einvernehmen.
    Beim Finale finden Krimi und das Hochzeitsthema dann gelungen zusammen. Da geht es ebenso rasant und spannend wie auch rührend zu. Eine schräge Mischung, die aber dennoch stimmig ist. Das beweist einmal mehr, dass ein Krimi durchaus ein echter Krimi sein kann, auch wenn sich ein weiterer relaitv großer Teil um das Privatleben des Kommissars dreht.

    Durch die besagten ersten 16 Kapiel habe ich mich ziemlich gequält, so ungerne ich es zugebe und so ungerne ich es über einen Kluftinger-Krimi sage. Das hatte aber inhaltliche Gründe. Geschrieben ist “Grimmbart” im bereits von der Reihe gewohnten lockeren und unterhaltsamen Stil, der sich eigentlich lesen lässt wie nix, dem es aber dennoch gelingt, im Nu Spannung aufkommen zu lassen. Das hat der Umschwung nach diesen Kapiteln wieder einmal sehr gut bewiesen. Von da an konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

    Ich möchte die Verkehrsschilder auf dem Cover der Kluftinger-Krimis zurück. Ich seufzze sehnsüchtig bei jedem neuen Buch. Mir fehlen sie einfach. Da nützt auch der Kasten im Verkehrschildstyle um die Namen der Autoren herum nicht viel. Trotzdem gefällt mir dieses Cover wirklich gut. Es wirkt mit dem Schloss hinter dem Gitter und den finsteren Himmel recht unheimlich. Und der Dachs schaut angemessen böse aus dem Pelz.

    Fazit:  Der Anlauf bis mich der Krimi so richtig packte, dauerte mir ganz klar zu lang. Bis dahin wirkten alle Ermittlungen wie ein blindes, ziemlich orientierungsloses Herumstochern. Zum Glück bekam die Geschichte dann doch noch den richtigen Dreh. Plötzlich konnte ich mitknobeln, die Verdächtigen wurden zunehmend interessant und Kluftinger hat mich mit seiner Cleverness mehrmals beeindruckt. In Kluftis Privatleben dreht sich alles um die Hochzeit seines Sohnes und den japanischen Familienbesuch der Braut. Das sorgt für Spass und Turbulenzen, wächst sich dann aber doch zu einem schönen Einvernehmen aus. Diese Entwicklung hat mir gefallen.

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