phantastische_fluchten

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    Cover des Buches Das Zeitalter der Helden 1 - Erwachen: Roman (Zeitalter der Helden-Trilogie) (ISBN: B07R6HJYMP)

    Bewertung zu "Das Zeitalter der Helden 1 - Erwachen: Roman (Zeitalter der Helden-Trilogie)" von Richard Morgan

    Das Zeitalter der Helden 1 - Erwachen: Roman (Zeitalter der Helden-Trilogie)
    phantastische_fluchtenvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: der eine Stern geht ausschließlich an den Verlag, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so viele Fehler beinhaltet
    Eine tolle Geschichte leider total vermurkst

    Ringil Eskiath hat in seinem Leben schon an vielen Schlachten teilgenommen. Er ist der Held der Galgenschlucht, wo er fast im Alleingang den Einmarsch der fremden Truppen aufgehalten hat. Dabei verlor er viele Freunde aber auch seine Illusionen über Tapferkeit und Mut. 

    Mittlerweile lebt er in einem kleinen Dorf nahe der Galgenschlucht und erzählt für Kost und Logis seine Kriegsgeschichten und führt Schaukämpfe auf. Gelegentlich verteidigt er die Dorfbewohner auch gegen Überfälle oder Ghule, die aus dem Grab steigen.

    Als seine Mutter ihn aufsucht und um einen Gefallen bittet, ist das ruhige Leben des Kämpfers vorbei. Er soll seine Cousine finden, die in die Sklaverei verkauft wurde. Und Ringil merkt, dass seine Zeit in dem abseits gelegenen Dorf vorbei ist. 


     

    Die Suche nach seiner Cousine führt ihn an Orte seiner Jugend. Er muss feststellen, dass sich dort vieles verändert hat. Nicht nur sein alter Liebhaber Milcar. Eine neue Generation Sklavenhändler hat das Zepter übernommen, der Sklavenhandel wurde legalisiert und die Seilschaften sind kaum zu überblicken. Ringil ist sich sicher, dass seine alten Bekannten unmöglich so ein erfolgreiches und großes Unternehmen aufziehen konnten. Als er immer tiefer in den Sumpf aus Verbrechen und Korruption eindringt, findet er heraus, dass es Mächte hinter den Menschen gibt, die die Welt in einen erneuten Kriegen stürzen möchten.

    Das kann Ringil natürlich nicht zulassen. Hilfe bekommt er von Egar, dem Drachentöter und Lady Arceth, eine Kiriatherin,  die von einem fremden Volk abstammt, das die Welt nach dem Krieg verlassen hat.

    Kommentar:

    Ich habe das Buch vor zehn Jahren schon einmal gelesen, damals erschien es unter dem Titel »Glühender Stahl« und hat von mir die volle Punktzahl erhalten.  

    Meine Kritik der Neuauflage fängt schon bei der Wahl des Titels  an. 

    »Glühender Stahl« war ein sehr zweideutiger aber passender Titel. Ringil lebt seine Leidenschaft für Männer aus und macht keinen Hehl aus seinen Neigungen. Dafür wird er von seinen Mitmenschen verachtet und gemieden, in der Miltärakademie vergewaltigt, verprügelt und ausgegrenzt. Weder sein Vater noch sein Bruder können für den Jungen Verständnis aufbringen.

    Als Ringil zu einem der fähigsten Krieger des Landes und ein Schwertmeister wird, lassen die körperlichen Angriffe nach, die verbalen jedoch nicht. Der junge Krieger wendet sich vom höfischen Leben ab und findet in den »Niederungen« Freunde und zahlreiche Liebhaber. Er weiß also nicht nur sein Schwert aus Stahl zu führen.

    Ich habe gelesen, dass viele das Buch als Porno bezeichnen, was ich völlig ungerechtfertigt finde. Ringil lebt seine Begierden aus und der Autor beschreibt die Liebeszenen ungeschönt und direkt. Sie sind aber nicht um der Effekthascherei willen geschrieben sondern fügen sich fließend in die Geschichte ein. Ich kann nicht verstehen, warum Leser die teilweise wirklich inhaltslosen Romancy Bücher verschlingen, sich aber hier von den Sexszenen abgestoßen fühlen, nur weil es sich um Liebe zwischen zwei Männern handelt. Und da Ringil sich jahrelang in den Slums herumgetrieben hat, verfügt er auch über eine sehr unverblümte und  ausdruckstarke Sprache, die sicherlich viele Leser, die Blümchensex bevorzugen, abschreckt. 

    Diese Kombination aus »High Fantasy« und Erotik habe ich bisher in keinem Fantasy Roman gefunden. 

    Das Volk von Lady Arceth kam den Menschen einst in einem Krieg zu Hilfe. Sie bliebt alleine zurück, als Beraterin des Imperators. Sie fühlt sich, ebenso wie Ringil, zum eigenen Geschlecht hingezogen. Das sie aber von einem sehr mächtigen Volk abstammt und nicht von dieser Welt ist, wird ihr das eher nachgesehen als Ringil. Die Menschen fürchten die Kiriath und diese Furcht macht Arceth einsam, denn niemand nähert sich ihr. 

    Egar, der Drachentöter, stammt aus dem hohen Norden. Er hat im Krieg zu viel erlebt und gesehen und kommt mit der Kleingeistigkeit seines Volkes nicht mehr zurecht. Er ist ein ebenso großer Krieger wie Ringil, den er trotz seiner Neigungen, als gleichberechtigten Kämpfer und guten Freund akzeptiert. Egar schaut auf die Herzen der Menschen, unabhängig von Herkunft und Neigung. Erkennt er Mut, Tapferkeit und Gerechtigkeit reicht er seinem gegenüber die Hand zur Freundschaft. 

    Der eher banale und nichtssagende Titel »das Zeitalter der Helden, Erwachen« passt somit nicht zu dieser spannenden Geschichte, die Ihresgleichen sucht.

    Mein zweiter Kritikpunkt, den ich ausschließlich dem Verlag anlaste und weder Richard Morgan noch Alfons Winkelmann, sind die vielen Fehler im Buch, die es dem Leser unmöglich machen, in diese faszinierende und spannende Geschichte einzutauchen. Ich habe dazu auf meinem Blog einen extra Beitrag veröffentlicht, in dem ich Original und Neuauflage gegenüber gestellt habe und es ist erschütternd, wie diese Buch »verschlimmbessert« wurde.  

    Zu Beginn dachte ich noch, dass es sich um ein oder zwei Flüchtigkeitsfehler handelt, ab Seite 50 bis Seite 300 habe ich mir die Mühe gemacht, die Fehler zu notieren. Es fehlen halbe Sätze oder Sätze sind so verdreht, dass sie keinen Sinn mehr ergeben. Es fehlen Wörter im Buch und man hat einen Eimer Kommata über die Geschichte ausgeleert, die sich wahllos verteilt haben. 

    Hätte ich die Geschichte nicht vorher schon gekannt, hätte ich das Buch fassungslos und entsetzt auf Seite gelegt. Ich bin mir sicher, dass Alfons Winkelmann, für dieses mit Fehlern überfrachtete Buch, keine Schuld trifft, denn die Erstveröffentlichung ist nahezu fehlerfrei und spannend formuliert. In dieser Ausgabe verliert sich die Spannung in der Masse an Fehlern.

    Mir fällt somit sehr schwer, das Buch zu bewerten. Geht es alleine nach Richard Morgans außergewöhnlichem Roman, bekäme er sicher wieder die volle Punktzahl.

    Leider hat der Leser hier aber keine Chance, diese Außergewöhnlichkeit zu entdecken. Wenn ich nach Korrektur, Lektorat und Layout gehe, bekommt das Buch ein mangelhaft.  

    Fazit:

    Ich empfehle daher jedem Leser, sich die Erstauflage mit dem Titel »Glühender Stahl» zu besorgen, dann erhält er eine erotische, spannende und unterhaltsame Geschichte über drei Menschen, die anders sind als die Menschen ihrer Umgebung und daher ausgegrenzt werden. Ihre Außergewöhnlichkeit macht sie zu Kameraden und Freunden, die wieder mal die Welt retten müssen. Mit viel Wortwitz erzählt.

    Ich habe den Verlag angeschrieben und warte noch auf eine Reaktion. 

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    Cover des Buches Iugulus (Karl Seitz ermittelt: Sein erster Fall) (ISBN: B08B1W3H83)

    Bewertung zu "Iugulus (Karl Seitz ermittelt: Sein erster Fall)" von Peter Hohmann

    Iugulus (Karl Seitz ermittelt: Sein erster Fall)
    phantastische_fluchtenvor 22 Tagen
    ein schrulliger, bärbeißiger neuer Ermittler in München

    Als seine Kollegin und Partnerin Katrin Fischbach ihren Job kündigt und sich versetzen lässt, ist Karl Seitz wie vor den Kopf gestoßen. Sie war die einzige, die mit seiner rücksichtslosen, cholerischen, mürrischen und manchmal sehr chauvinistischen Art zurechtkam. Nun muss er sich nicht nur eine adäquate Partnerin heranziehen sondern sich auch noch mit einem merkwürdigen Mord herumschlagen. Das Opfer wurde gesteinigt, eine Tötungsart, wie es sie in  München seit dem finsteren Mitterlalter nicht mehr gab. Und auch der Leichenbeschauer Kalkrieder, mit dem sich Seitz immer wieder verbale Gefechte liefert, erklärt mit Begeisterung, dies sei seine erste Steinigung in 25 Jahren Dienstjahren.

    Der Hauptkommissar ermittelt zusammen mit Maria Strobl an diesem Mordfall. In ihr erkennt er ein Potenzial, mit dem man arbeiten kann. Maria hingegen erkennt ihre Chance zu zeigen, was in ihr steckt, allerdings bietet das Verhalten ihres Partners Anlass zur Sorge.


    Da wird ein weiteres Mordopfer gefunden, dieses Mal vollständig verbrannt. Die Tötungsarten lassen auf ein religiöses Motiv schließen, als ein drittes Opfer gefunden wird, das gekreuzigt wurde. Karls Seitz und seine neue Partnerin müssen sich zusammen raufen und all ihre Kräfte bündeln, um dem Mörder auf die Spur zu kommen.

    Und sie kommen ihm näher als ihnen lieb ist.


    Kommentar:

    Ich lese nicht gerne aktuelle Krimis aber ich war sehr neugierig auf dieses Buch, da Peter Hohmann vorher im Bereich Fantasy unterwegs war und ich einen Vergleicht ziehen wollte.

    Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt.

    Karl Seitz ist ein sehr ambivalenter Charakter. Als Vorgesetzter ist er oft ein regelrechtes Ekelpaket  und er hält mit seiner schlechten Laune nicht hinter dem Berg, lässt sie immer wieder an Kollegen und Kolleginnen aus. Nur seine Erfolgsquote rettet ihn vor einem Disziplinarverfahren und sein Chef hält immer wieder seine schützende Hand über ihn. Vielleicht, weil er weiß, wie sehr Karl Seitz innerlich leidet. Der Hauptkommissar ist ein einsamer Mann, der innerlich von Schmerz zerfressen wird. Ein Mann, der unfähig ist, eine Beziehung zu seinen Kindern aufzubauen, der nur in seiner Arbeit Ablenkung von seinen Sorgen findet.

    Maria Strobl ist ihm ähnlicher als sie wahrhaben möchte. Sie hat so gut wie kein Privatleben, nur mit ihrer Freundin Lilly trifft sie sich ab und zu. Aber als der Mörder zuschlägt ist 110 % Einsatz gefragt und Verabredungen bleiben auf der Strecke. In Maria steckt der Ehrgeiz, ein vollständiger Ersatz für Katrin Fischbach zu werden, auch wenn sie weiß, wie unausstehlich Karl Seitz werden kann. 

    Der Autor verfügt hier über sehr viel Wortwitz und über eine sehr bildhafte Sprache. Hier zwei Beispiele:

    Seite 111:

    »obwohl sie es nicht wollte, kletterte Karl auf Marias heutiger Symphatieskala von Vollarschloch zu Arschloch.«

    Seite 116

    »Außer diesem und Karls übermotorisiertem Penis-Upgrade befand sich ein in die Jahre gekommener Mercedes Transporter auf dem Parkplatz.

    Das bezieht sich auf den Mustang des Hauptkommissars, mit dem er sich rücksichtslos durch Münchens Verkehr drängelt, sehr zum Leidwesen seiner Partnerin, die während dieser Fahrten regelmäßig eine Kotztüte parat hat.

    Persönlich mag ich es nicht, wenn das Privatleben der Ermittler in einem Krimi eine große Rolle spielt und sie persönlich in Kriminalfälle hineingezogen werden. Bestes Antibeispiel ist für mich der Dortmunder Tatort, in dem jeder des Teams private und persönliche Probleme hat und Faber teilweise völlig aus der Rolle fällt. 

    Hier hat der Autor allerdings eine perfekte Balance geschaffen. Ohne die Informationen aus seinem Privatleben wäre es für den Leser schwer, Verständnis für Seitz Verhalten aufzubringen. Karl Seitz wäre nur eine sehr negativ gezeichnete Figur, die man nicht leiden könnte. So bringt man ein gewisses Maß an Verständnis für ihn auf, auch wenn es ihn nicht unbedingt symphytischer macht.  Maria Strobl kann gut kontern, da sie aber am Anfang ihrer Karriere steht, weiß sie noch nicht, wie weit sie mit ihren Kontern bei dem Hauptkommissar gehen kann. 

    Es ist spannend zu lesen, wie sich die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere einander annähern und lernen, sich gegenseitig zu akzeptieren. Die Dialoge sind dabei teilweise wirklich sehr amüsant und unterhaltsam. Lebensecht und glaubhaft. Überhaupt verfügt Peter Hohman über eine sehr saloppe, bodenständige, ungekünstelte, glaubhafte und überzeugenden Sprache. Der Krimi ist wie aus einem Guss, ich habe ihn an einem Tag durchgelesen. Immer, wenn die Spannung kaum zu ertragen war oder das Szenario zu düster wurde, kam wieder ein verbaler Schlagabtausch zwischen Kalkrieder und Seitz oder Maria und Seitz. Eine gelungene Mischung, die mich absolut überzeugt hat.

    Der Autor streut im Laufe der Geschichte immer wieder Gedanken des Mörders ein, das Buch beginnt sogar damit, was man durchaus als kleinen Prolog ansehen kann. Und, nachdem ich vorher ein Verlagsbuch gelesen habe, das wirklich vor Fehlern strotze, weiß ich es sehr zu schätzen, dass dieses SP Buch in meinen Augen wirklich fehlerfrei war.

    Ich wusste nicht, was das Wort IUGULUS bedeute, somit erhalten wir auch noch eine kleine Geschichtsstunde.

    Fazit:

    Ein spannender, teilweise humorvoller Krimi mit einem skurrilen Charakter, bei dem es zuerst schwer fällt, ihn zu mögen. Dem Leser ergeht es wie Maria Strobl. Man erkennt seine Genialität, muss ihn aber nicht mögen. Und wie sie, lernen wir Karl Seitz im Laufe der Ermittlungen besser kennen und verstehen und können sein Verhalten letztendlich akzeptieren.

    Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar. Mein Beitrag ist keine Werbung sondern meine subjektive Meinung. Das Buch ist als Print und Ebook erhältlich.

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    Cover des Buches Der Wächter von London: Alex Verus 4 (ISBN: B088LP2PH4)

    Bewertung zu "Der Wächter von London: Alex Verus 4" von Benedict Jacka

    Der Wächter von London: Alex Verus 4
    phantastische_fluchtenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine deutliche Steigerung zu den vorherigen Bänden. Es wird düsterer aber auch spannender
    Wer seine Freunde angreift, greift ihn an!

    Alex Verus hat endlich so etwas wie Frieden und Ruhe gefunden. Mit Anne und Variam hat er nun zwei weitere Menschen, denen er bedingungslos vertrauen kann. Wie er, haben auch diese beiden eine Vergangenheit, die sie mit den Schwarzmagiern verbindet.

    Obwohl Luna, Sonder, Anne und Variam um Alex Vergangenheit wissen, hat er ihnen doch nie die ganze Wahrheit über seine Zeit bei dem Schwarzmagier Robert Drakh erzählt. Bis diese Vergangenheit ihn nun einholt und nicht nur Alex, sondern auch seine Freunde in Gefahr bringt. Und obwohl er in die Zukunft sehen kann, ahnt er nicht, was auf ihn zukommt.  

    Kommentar:

    Ich stehe der Reihe seltsam ambivalent gegenüber. Ich mag Alex Verus nicht besonders und sein ewiges Understatement geht mir gehörig auf die Nerven. Stets betont er, wie überlegen ihm die anderen Magier sind und das er nur ein kleines Licht ist. Und stets gewinnt er dann die Kämpfe.  Währen da nicht die anderen Charaktere wie Luna, Arachne, Sonder und jetzt auch Anne und Variam, hätte ich die Serie sicher nicht weiter verfolgt. Dass die Ereignisse aus Sicht von Alex erzählt werden, macht es mir nicht leichter, ihn zu mögen, denn oft befleißigt er sich eines sehr lehrerhaften Tons und ist sich nicht zu schade, Fakten, die der Leser nun schon kennt, immer wieder zu erklären und zu verdeutlichen.

    Aber ich muss gestehen, dieser Band hat mich wirklich gefesselt.  Als der erste Angriff auf Alex Verus erfolgt, wissen die Freunde noch nicht, warum der Magier verfolgt und bedroht wird. Nein, nicht nur bedroht, der junge Will trachtet Alex nach dem Leben. Er möchte ihn tot sehen und er lässt sich durch nichts aufhalten. Will hat eine Gruppe gebildet, die sich die »Nightstalker« nennt und die sich zum Ziel gesetzt hat, alle Schwarzmagier zu bekämpfen. Nur ist Alex Verus ja schon lange kein Schwarzmagier mehr. Warum also ist er das Ziel ?

    Alex bleibt nichts anderes übrig, als seinen Freunden Details aus seiner Vergangenheit zu offenbaren. Und diese sind schrecklich und kaum zu glauben. Und es stellt die vier Freunde vor eine schwere Entscheidung. Glauben sie weiter an den Magier und akzeptieren ihn als das, was er jetzt ist? Oder wenden sie sich ab, weil sie mit dem Gehörten nicht umgehen können?

    Alex Verus bekommt hier einige neuen Facetten. Auch der Leser ist geschockt über das, was er erfährt. Und je mehr Alex bedroht ist oder je mehr er seine Freunde in Gefahr sieht, umso mehr wandelt er sich. Aus dem introvertierten, zurückgezogen lebenden Mann wird ein Magier, der vor nichts zurückschreckt, um seine Freunde und sich zu schützen.

    Die Geschichte entwickelt sich dieses Mal wirklich sehr gelungen.  Zuerst wird die Freundschaft geschildert, die dieses Quintett nun verbindet. Alex teilt seine Wohnung mit Anne und Variam. Aus dem Einsiedler ist ein offener und freundlicher Mann geworden, der sich endlich wieder dem Leben zuwendet. Als der erste Angriff der »Nightstalker« erfolgt spielen die Freunde gerade zusammen »Catan», die Atmosphäre ist locker und entspannt. Doch je weiter die Erzählung fortschreitet, umso dunkler und düsterer wird sie und die Entwicklung zieht den Leser total in ihren Bann.

    Dieses Mal ist sein Understatement gerechtfertigt denn Will hat Adepten um sich geschart, die zusammen sehr mächtig sind. Lee, der Finder, kann Alex überall aufspüren, weglaufen und verstecken ist also keine Option. Nur in Arachnes Höhle ist er sicher, denn dir dortigen Schutzbanne sind sehr stark und schirmen ihn vor den Angreifern ab. Verstecken ist aber auf Dauer keine Lösung, seine Freunde möchte er nicht in Gefahr bringen, also muss eine andere Antwort her. Und die ist so drastisch, dass es sogar mir die Sprache verschlagen hat. Aber sie ist auch glaubhaft und überzeugend, so das sogar ich dieses Mal überzeugt war. 

    Für Leser, die Urban Fantasy mögen, die in London spielt, ist dieses Buch empfehlenswert. Auch wenn die Romane für sich alleine gelesen werden können, empfiehlt es sich, sie in Reihenfolge zu lesen, denn die Entwicklung der Charaktere und ihre Beziehung zueinander spielt eine große Rolle und vertieft sich von Band zu Band.

    Das Cover ist dieses Mal in schwarz gehalten, es passt somit zu der Geschichte, die wesentlich düsterer ist, als die vorherigen Bände. 

    Fazit:

    Für mich der bisher beste Band der Reihe. Es war wichtig, die drei anderen Bücher zu lesen, um die Handlungen der einzelnen Personen nachzuvollziehen. Insgesamt baut sich die Serie langsam auf und steigert sich von Band zu Band. Alex Verus wird mir wohl nie symphytisch sein aber immerhin verstehe ich ihn nun besser. 

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    Cover des Buches Anton Serkalows Nighthunter: Sammelband 2 (ISBN: 9798635904701)

    Bewertung zu "Anton Serkalows Nighthunter: Sammelband 2" von Anton Serkalow

    Anton Serkalows Nighthunter: Sammelband 2
    phantastische_fluchtenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut gelungener Genre Mix, der zu fesseln vermag. Western meets Horror
    Horror meets Western, besser geht es kaum

    Hier handelt es sich um den zweiten Sammelband der Nighthunter Reihe, der weitere drei Abenteuer des Skinwalkers und Louis Royaume beinhaltet.


    Ich lese normalerweise keine Horrorromane. Es gibt einige wenige Ausnahmen wie Stephen King oder Clive Barker. Und jetzt noch Anton Serkalow. Ich muss zugeben, dass mich die erste Geschichte an den Rand meiner »wasichanhorrorertragenkann« Grenze gebracht hat aber da die mich die Reihe mittlerweile wirklich gefesselt hat, bin ich dran geblieben. Und vor allem für die dritte Geschichte in diesem Sammelband hat sich das gelohnt.


     


    Die Posaunen von Jericho

    Die Geschichte spielt 1880 und findet somit vor den Ereignissen statt, die sich  in der Geschichte »die Nacht der Ghule« ereignen. Im Eisenbahnercamp verschwinden immer mehr Menschen. Die abergläubischen Arbeiter sind sich sicher, dass ein Dämon in der Mine sein Unwesen treibt. Der Aufseher jedoch glaubt, dass die Arbeiter lediglich desertieren, da ihnen die Arbeit zu schwer und der Lohn zu gering ist.  

    Doch bald muss er sich eines Besseren belehren lassen. Wesen, klein wie Kinder, mit Flügeln und spitzen Zähnen, fallen erst über das Arbeitercamp, dann über die Stadt Jericho her. 

    Hier treffen Louis Royaume, der Geistwolf und der Pinkerton Detektiv Horace Whittmore wieder aufeinander. Und der Detektiv muss sich die Frage stellen, ob er die wahre Natur des Vampirs in all seinen Tiefen ausgelotet hat. 

    Wie schon in der Einleitung geschrieben, hat mich diese Geschichte hart an meine Grenzen gebracht. So klein diese Wesen auch sind, so grausam und brutal sind sie. Sie fallen in Scharen über ihre Opfer her, zerfetzen sie, saugen ihr Blut. Der Autor hat das ziemlich drastisch und ungeschönt geschildert, das Grauen hat mich total gepackt und ich fühlte mich genauso hilflos und verängstigt wie die Bewohner der Stadt, die nirgendwo Schutz finden. Horace Whittmore, der stets für alle Ereignisse eine rationale Erklärung sucht, muss zum ersten Mal anerkennen, das es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als die Schulweisheit es einem beibringt.


    Das Geheimnis von Bright Hope 1882

    Horace Whittmore verfolgt immer noch die Spur der beiden Nighthunter. Er ist sich sicher, auch für die Ereignisse in Jericho eine rationale Erklärung zu finden. Für ihn ist Louis Royaume ein Mörder, raffiniert und durchtrieben, der eine Menge Tricks auf Lager hat. Unter anderem, die Zigarette ohne einen Streichholz zum brennen zu bringen. 

    Es ist Winter und der Detektiv fühlt sich krank. Er ist meilenweit von jeder größeren und bekannten Stadt entfernt, da taucht vor ihm das Ortsschild » Willkommen in Bright Hope« vor seinen müden Augen auf. Für ihn Rettung in letzter Sekunde, fühlt er sich doch schon von Wölfen und anderen Kreaturen verfolgt. Umso heimeliger wirken der kleine Ort und die Freundlichkeit von Ma Eugenia, die dort eine öffentliche Küche betreibt. Auch hier wird Horace weiter von Visionen und Alpträumen geplagt, die er auf seinen geschwächten Zustand schiebt. Doch schon bald muss er erkennen, dass er in eine Falle gelaufen ist und ausgerechnet sein Erzfeind eilt ihm zu Hilfe. 


    Geisterreiter der Prärie

    Horace Whitmore und Louis Royaume sind auf dem Weg nach Chicago. Es ist das erste Mal, dass die beiden Männer mehr Zeit miteinander verbringen und der Detektiv akzeptiert nach und nach das Wesen seines Feindes. Unterwegs werden sie von Fort Rice aus um Hilfe gebeten. Ein Hexer der Indianer schart immer mehr junge Krieger um sich, überfällt die Siedlungen der Weißen und entführt junge Mädchen. Da der Trupp die Telegrafenverbindung zerstört, können sich die Forts untereinander nicht verständigen und vor der drohenden Gefahr warnen.  Die Niederlage General Custers steckt den Weißen noch in den Knochen, sie befürchten, dass der Hexer die Stämme aufwiegelt und einen neuen Krieg entfacht. Whittmore und Royaume werden gebeten, die Angelegenheit zu untersuchen.


    Diese Geschichte hat mir besonders gut gefallen, denn trotz aller Grausamkeit stehen hier zwei Männer im Vordergrund, die beginnen, sich zu respektieren. Ich finde es sehr amüsant, wenn Horace Whittmore aller Klischees aufzählt, die über Vampire bekannt sind und Louis sie alle in Frage stellt. Die Rückblicke in die Vergangenheit des Vampirs bereichern die Geschichte ungemein und vermögen es, den Leser absolut in den Bann zu ziehen.

    Natürlich vergleicht man diese Rückblicke mit den Geschichten von Lestat de Lioncourt  und Louis de Pointe du Lac. Ich finde es interessant, dass viele der bekannten Vampire aus Frankreich kommen und einen französischen Ursprung haben. Das wäre sicher mal einer Recherche wert.

    Aber Louis Royaume ist keine Kopie, kein Abklatsch. Anton Serkalow hat hier eine sehr glaubhafte Figur geschaffen, die ihre Sucht in den Griff zu bekommen versucht und gegen Dämonen kämpft. Ihm zu Seite, Skinny, der Geistwolf, ein Gestaltwandler, der dem Vampir einige Jahrhunderte an Wissen und Erfahrung voraus hat. Er ist es, der Whittmore dazu bringt, Louis in einem anderen Licht zu sehen. Eine Stelle im Buch, die mich schwer beeindruckt hat und zeigt, wie der Gestaltwandler zu dem Vampir steht. 

    Auch in diesem Sammelband findet man wieder viele Anspielungen auf die Popkultur. Dieses Mal muss der Leser sie nicht erraten, es wurden Fußnoten eingeführt, die einige Begrifflichkeiten und Quellen erklären. 

    Auf Seite 129 erinnert mich die beschrieben Szene sehr an den Film Gody Army, in der Asmodeus genau so da hockt, wie Luzifer in dem Film. Deadwood erwähnt der Autor selbst. Wer die Serie kennt, kann so in etwa die Atmosphäre dieser Romane vorstellen, nur eben gruseliger, da hier neben Menschen auch Vampire, Gestaltwandler, Ghule, Zombies Dämonen, Engel und andere Wesen existieren.

    Auch wenn man die Geschichten alle einzeln lesen kann, sollte man sich nicht des Vergnügens berauben, sie in Reihenfolge zu lesen und so die Entwicklung der Charaktere zu erleben. Vor allem der Pinkerton, der alles logisch, rational und wissenschaftlich zu erklären versucht, wird dem Leser mehr und mehr symphytischer. Drei starke Charaktere, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, die alle drei zu fesseln und zu überzeugen vermögen.

    Bisher kenne ich nur ein vergleichbares Trio: Edmund Reid, Captain Homer Jackson und Detective Sergeant Bennet Drake. Aus der Serie Ripper Street. Allerdings gibt es dort auch starke Frauen, die ich bisher hier vermisst habe. Ich hoffe, sie bekommen noch ihren Auftritt.

    Der Schreibstil des Autors ist etwas eigen, er wirkt teilweise selbstironisch. Die Atmosphäre ist düster, fesselnd und alles wirkt authentisch. Ich lese gerne und viel moderne Westernromane ( Longmire, Hillerman) und diese Geschichten von Anton Serkalow können da durchaus mithalten, auch wenn sie ein anderes Publikum bedienen. Gerade die Szenen, in denen Horace Whittmore Selbstgespräche führt um in der Einsamkeit nicht den Verstand zu verlieren, sind sehr eindringlich und glaubhaft. Viele Szenen liefen wie ein Film vor meinen Augen ab, so eindringlich und bildhaft sind sie beschrieben.

    Ich wollte schreiben, dass mir die Geschichten aus dem ersten Sammelband besser gefallen haben aber nach reiflicher Überlegung muss ich sagen, dass es nicht stimmt. Denn während es dort „nur“ einzelne Geschichten waren, sind diese drei Erzählungen wie ein Fluss, in dem alles zusammen fließt. Man beginnt, die Zusammenhänge zu erkennen und wird süchtig nach mehr.  

    Hat mir schon das Cover zu Band eins sehr gut gefallen, ist dieses Cover noch faszinierender und beeindruckender. Vor allem die gelben Augen überzeugen den Leser, dass Geistwolf mehr ist, als ein Indianer und Schamane. 

    Fazit:

    Dieses Buch kann man keinem Genre zuordnen. Ich habe letztens einen Roman gelesen, der als New Weird bezeichnet wurde. Dies hier betitelt man als Weird-West Serie. Aber egal, wie man es nennt, Horrorfans, Westernfans und Menschen, die spannende und außergewöhnliche Geschichten mögen, werden voll auf ihre Kosten kommen. Nur die Schmusevampirfraktion sollte die Finger von diesem Buch lassen, denn hier glitzert nichts, sondern das Blut fließt in Strömen.

    Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar. Meine Rezension ist keine Werbung sondern meine subjektive Meinung.

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    Cover des Buches Vakkerville-Mysteries - Teil 3: Spiegelgrund (ISBN: 9781973148388)

    Bewertung zu "Vakkerville-Mysteries - Teil 3: Spiegelgrund" von Anton Serkalow

    Vakkerville-Mysteries - Teil 3: Spiegelgrund
    phantastische_fluchtenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: der Horror steigt gewaltig. Spannend bis zum letzten Buchstaben. Abseits des Mainstream aber ungemein fesselnd und unterhaltsam
    ein gewaltiges Finale, das jeden Leser überzeugt

    Eine undurchdringliche Nebelwand wallt über der Stadt.

    Für Vakkerville Band drei »Spiegelgrund« kann man als Leser unmöglich noch eine vernünftige Inhaltsangabe schreiben, ohne zu viel zu spoilern. Die Ereignisse spitzen sich zu und -wie der Titel schon vermuten lässt- findet das Showdown in der Anstalt »Spielgrund« statt. Das Personal und die Insassen suchen verzweifelt einen Weg nach draußen und Samira, Lida und die Polizei bemühen sich, einen Zugang zu finden. Für den Innensenator ist es eine Chance, sich als Problemlöser zu profilieren aber es geht um seine Tochter. Was ist wichtiger? Beruf oder Karriere?

    In diesem Band erhält Pietro, der andere Pfleger neben Fabio, eine bedeutende Rolle. Und er muss sich dabei ausgerechnet mit Dr. Tobiasz Munte arrangieren, einem Arzt, vor dem er wenig Respekt hat. Aber in der Not frisst der Teufel eben fliegen. Auch der bisher schweigsame Emir, der zwei Bände durchgehend keine Miene verzogen hat, tritt nun in Aktion. 



     

    Einige der Protagonisten sind Mobbingopfer. Lilian-Charlotte akzeptiert die Geistkinder als neue Freunde. Besser Geister als Freunde als keine Freunde. Das Schicksal der drei Kinder berührt sie tief und sie öffnet ihren Schutzpanzer um ihnen zu helfen. Aus der bockigen, verzogenen, einsamen Göre wird eine Streiterin, ich fand das einen sehr schönen Wandel. 

    Jede der Personen, die in der Anstalt gefangen ist, ist gleichzeitig auch in ihrem eigenen Alptraum gefangen. Die Kindheitstraumata einiger Personen werden Wirklichkeit. Doch indem sie über ihre Ängste und Erlebnisse sprechen, sich dem anderen gegenüber öffnen, verlieren diese Horrorszenarien an Kraft. Die Schilderungen dieser Alpträume sind so intensiv und eindringlich wie bei Stephen King. Es ist dann interessant zu lesen, wie wer damit umgeht. Wer die Kraft besitzt, sich dem entgegen zustellen und wer beinahe seinen Verstand verliert. Hier bekommen die Protagonisten nochmal neue Facetten, zeigen, welche Stärken oder Schwächen in ihnen stecken. Einiges hat mich insgesamt etwas an Stephen King erinnert. Scheuch und Duddits sind beides Männer, deren Fähigkeiten nicht erkannt werden, da sie als »Zurückgeblieben« angesehen werden. Viele Kinder haben furchtbares erleiden müssen, man zieht indirekt einen Bezug zu ES oder auch zu stand by me. King hat es immer geschafft, mich mit seinen Romanen, in denen Kinder eine Rolle spielen, zu beeindrucken und zu überzeugen. Und auch das, was Anton Serkalow hier schildert, erschüttert und überzeugt den Leser.

    Die afrikanischen Legenden erscheinen manchem Leser als langweilig, zäh oder überflüssig. Aber ich finde, dass sie viel dazu beitragen, Fabio besser zu verstehen. Jeder Mensch gibt dem Tod einen andere Gestalt, von der Atmosphäre her erinnert es bei diesen Szenen an Anansi Boys von Neil Gaiman. 

    Ich merke schon, ich ziehe viele Vergleiche. Ich mag das eigentlich nicht sonderlich, denn jedes Werk sollte für sich stehen. Aber der Autor bedient sich selber der Pop Kultur, so hat ein Zimmer die Nummer 42. Öffnet man dieses Zimmer, erhält Pietro dann die Antwort auf alle Fragen?

    Was mich an den drei Bänden besonders erschüttert hat ist, was aus Stammtischparolen passieren kann. Man sitzt bei Bier und Korn zusammen, gibt ohne Sinn und Verstand irgendwelche Thesen und Slogans von sich. Andere nehmen das Gesagte auf, verdrehen es, fassen es in neue Slogans und finden Anhänger, die ihnen hirnlos folgen. Und die Gewalt eskaliert. Menschen, die anderes sind, werden diffamiert und ausgegrenzt. Was man nicht versteht, was einem Angst macht wird zum Feindbild. Das ist leider durchaus auch in der Realität so. Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile gegenüber Behinderten, staatliche Überwachung, ob eingebildet oder nicht, Ausverkauf der Innenstädte, all das können wir täglich in unserem Umfeld erleben. 

    Man sieht, obwohl es sich um einen Horroroman handelt, bringen mich die Ereignisse zum Nachdenken. Die Komplexität des Ganzen macht es einem schwer, die Eindrücke, die dieses Buch vermittel, in Worte zu fassen. Leser, die eine einfach gestrickte, geradliniger Story mögen,  sollten die Finger von dieser Serie lassen. Menschen, die unvorhersehbare Geschichten mögen, immer gewürzt mit einer Prise Humor, Menschen die Geschichten mögen, die zum Nachdenken anregen, sind hier genau richtig.

    Ich wusste nicht, was mich erwartet, als ich Vakkerville gekauft habe. Ich habe zuerst Nighthunter gelesen und war total begeistert von den Geschichten und dem Schreib-und Erzählstil.  Ich wollte mehr von diesem Autor lesen. Das Vakkerville so ganz anders ist hatte ich nicht erwartet. Anders aber fesselnd. 

    Man sollte die Serie in Reihenfolge lesen. Auch wenn es eine kurze Zusammenfassung gibt, ist die Geschichte viel zu komplex um in der Mitte einzusteigen. Man muss die Vorgeschichte der Protagonisten kennen, wie und warum sie in die Ereignisse verwickelt werden. Dies wird kontinuierlich aufgebaut und jede noch so kleine Nebenfigur trägt ihren Anteil zu den Ereignissen bei.

    Fazit: 

    Unbedingt lesen aber sich auf eine sehr komplexe Geschichten mit vielen Handlungssträngen einstellen. 

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    Cover des Buches Die schwarze Schar (ISBN: 9783453320895)

    Bewertung zu "Die schwarze Schar" von Nicholas Eames

    Die schwarze Schar
    phantastische_fluchtenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder sehr humorvoll und sehr unterhaltsam. Rse ist die wahre Tochter ihres Vaters
    Wie tritt man aus dem Schatten seines Vaters?

    »Wir werden wie Riesen sein, uns wird die Welt zu klein«

    (Clay Cooper) 

    Rose stand stets im Schatten ihres Vaters. Die Truppe des »Goldenen Gabe«, die »Saga« wurde zur Legende, die Taten Gabriels, Clay Coopers oder Moogs sind  unerreichbar. Egal was Rose und ihre Truppe »die Fabel« an Aufgaben übernehmen, nie ist es genug, stets ist sie die Tochter, die von ihrem Vater in Castia gerettet wurde.

    Um dieser Schmach endgültig zu entkommen, übernimmt Rose einen Auftrag, an dem bisher jeder Söldnertruppe gescheitert ist. Dafür riskiert sie das Leben aller Mitglieder, zu denen auch die junge Tam Hashford gehört, die mit den Erzählungen über die Abenteuer der alten Söldnertruppen aufgewachsen ist. Schnell muss das junge Mädchen, das als neue Bardin engagiert wurde, erkennen, dass Legende und Wahrheit weit auseinander klaffen.  Nur eines scheint zu stimmen: Barden überleben nicht lange!

     Kommentar.

    Könige der Finsternis war eines meiner Highlights 2019 und ich war gespannt, ob Nicholas Eames es schafft, einen weiteren, grandiosen Band zu veröffentliche, ohne sich zu wiederholen. »Die schwarze Schar« kann für sich alleine stehen, man braucht den Vorgängerband nicht zu kennen, um der Geschichte folgen zu können. Ich werde auch aus diesem Buch viel zitieren. Rose erklärt selbst am besten, warum sie keine Grenzen kennt:

     » Ich bin mit den Geschichten meines Vaters aufgewachsen, mir wurde der Ruhm mit dem Löffel eingetrichtert, bis ich selbst danach gegiert habe- bis ich geglaubt habe, ohne ihn zu verhungern zu müssen.«

    » Ich wurde zum Auslöser für das größte Abenteuer meines Vaters, Ich war nichts weiter als eine der vielen Jungfrauen in Nöten, sagte sie verbittert. Da wusste ich, dass ich der Welt so in Erinnerung  bleiben würde, wenn ich nicht etwas wirklich Bemerkenswertes unternahm. «

     Das erklärt den Ehrgeiz der jungen Frau, der sie oft bis an den Rand des Abgrunds führt.

    Die Fabel besteht aus folgenden Mitgliedern:

     Brune, ein Vargyr, der Schamane der Truppe, ein Bär von einem Mann.

     Roderick ist der Bucher, es organisiert die Aufträge und handelt Verträge aus. Er ist ein Satyr, muss das aber vor den Menschen verbergen, da diese anderen Wesen sehr voreingenommen gegenüber stehen.

     Freiwolk ist ein Druin. Ihr besonderes Merkmal sind ihre langen Ohren. Daher werden sie oft Hasenohren genannt, doch würde ich das einem Druin niemals laut ins Gesicht sagen. Die Konsequenzen sind nicht schön. Sie sind eine sehr langlebige Rasse, seit den Ereignissen aus Buch eins aber nicht mehr sonderlich beliebt. 

     Cura ist eine Hexe und Beschwörerin, die über eine unglaubliche Macht verfügt. Sie ist ebenso wild wie Rose und liebt die Gefahr. Mit ihrem vorlauten Mundwerk und ihrer Respektlosigkeit fordert sie ihre Gegner oft heraus.

     Tam Hasford ist gerade mal siebzehn Jahre alt. Ihr Onkel Bran schlägt ihr vor, für die Truppe zu singen, da diese einen neuen Barden sucht. Und für Tam wird ein Traum wahr. Ihre Vorstellung gefällt Rose und sie nimmt das junge Mädchen auf. Tam ist eine Träumerin und Idealistin. Doch schon bald merkt sie, dass das Leben auf der Straße nichts mit den Balladen gemein hat, die in den Schenken vorgetragen werden. Traum und Realität klaffen weit auseinander. Die Kämpfe in der Arena sind schmutzig und grausam, die Gegner sind eher Opfer.

    Auch wenn Brontide mit seiner zerstörerischen Horde immer weiter in das Land vordringt, erkennt Tam in den Gegnern denen sie gegenüberstehen Gefühle wie Angst, Hoffnung, Wut, Trauer. Die gleichen Gefühle, die ein Mensch empfindet.  Warum gibt es also keine Möglichkeit, dass Wesen wie Oger, Zentauren, Minotauren, Rag, Sinu und  viele andere, einfach zusammen leben?

    Je öfter die Truppe in den Arenen kämpft, desto mehr beschleichen sie Zweifel an der Richtigkeit ihrer Handlung. 

    Was mir in diesem Buch so gut gefallen hat, ist der sehr trockene Humor, der mir im ersten Buch schon positiv aufgefallen ist. Cura liest sehr viel. Hier ein Dialog zwischen ihr und Tam:

     Tam konnte sich nicht zurück halten, einen Blick auf den Titel zu werfen. „Elfen muss man helfen“. 

    „Um was geht es da?“

    „Um Elfen.“

    „Nur um Elfen?“

    „Und darum, ihnen zu helfen.“

     Oder ein Gespräch zwischen Tam und Brune:

    „Hast Du jemals Sagrut probiert?“

    „Sagrut?“

    „Schlimmes Zeug“,  verkündetet Brune. „Schmeckt wie saure Milch und Pferdeblut.“

    Tam zog die Nase kraus. „Woraus besteht es denn?“

    „Aus saurer Milch und Pferdeblut.“

    Man könnte meinen, der Autor wäre Fan der Rambo Filmreihe, in der sich ähnliche Dialoge finden.

    Die Buchtitel, die Cura liest, sorgen ebenfalls für ein Schmunzeln bei den Lesern. 

     »Schund und Sühne, die Erinnerungen eine Kobold Folterers«. Oder auch »Skelette im Schrank, ein nekromantischer Führer zur Selbstoffenbarung.« 

     Im Laufe der Geschichte merken wir, dass nicht nur Rose ein Opfer ihres Vaters ist. Alle aus der Fabel haben ein gespaltenes Verhältnis zu ihren Erzeugern und müssen sich während ihrer Reise durch das Land ihrer Wut und ihren Ängsten stellen. Der Weg  zum größten Abenteuer wird gleichzeitig auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst. Das macht diese Fantasy Geschichte in meinen Augen zu etwas Besonderem. Sie bietet nicht nur Spaß und gute Unterhaltung, sondern sie regt auch zum Nachdenken an. 

    Während es in »Könige der Finsternis« einen kompletten, durchgehenden Handlungsstrang gab, die Rettung von Rose, zersplittert die Geschichte hier etwas. Das Buch beginnt langsam, wir lernen Tam kennen und ihren Wunsch, aus dem langweiligen, starren Alltag auszubrechen. Ihre Mutter, eine Bardin, ist früh gestorben. Der Vater, ein ehemaliger Söldner, kann den Tod seiner Frau nicht verwinden und hütet seine Tochter wie einen Augapfel. Er möchte mir allen Mitteln verhindern, dass sie sich einer Truppe anschließt, notfalls mit Gewalt. Als er merkt, dass er Tam nicht aufhalten kann, übergibt er ihr die Laute ihrer Mutter, für mich eine sehr rührende Szene in dem Buch. Junge Menschen müssen ihre eigenen Wege gehen und ihre eigenen Fehler machen und aus ihnen lernen. Das ist in der Realität nicht anders.

    Danach zieht sich die Geschichte etwas, als »die Fabel« sich aufmacht, ihren neuen Auftrag auszuführen. Während alle Söldnertruppen gegen den Riesen Brontide ziehen, führt Rose ihre Freunde in die andere Richtung, was für viel Gerede sorgt. Während ihrer Reise zum Zielort treten sie in verschiedenen Arenen auf und bestreiten dort einige Kämpfe. Das ist zwar sehr abwechslungsreich geschildert, bringt die Handlung aber nicht wesentlich voran. Aber hier denkt Tam das erste Mal über die Wesen nach, erkennt das erste Mal, dass sie durchaus so fühlen, wie ein Mensch. Und sie hinterfragt, warum der Mensch sich über diese Wesen stellt, die lediglich den Wunsch nach Leben haben. Erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte nochmals volle Fahrt auf, wenn die Generationen aufeinander treffen.

    Die Nebenfiguren sind teilweise sehr liebenswerte und lustige Charaktere. Da ist Bran, Tams Onkel, der seine Nichte tatkräftig unterstützt, sofern er seine Nase nicht gerade in einem Whiskeyglas stecken hat. Oder Doshi, der Kapitän eines Luftschiffes, der über sich hinauswächst. Und auch Lady Jane und ihre Seidenstrümpfe haben erneut einen Auftritt.

    Sprachlich gibt es nicht zu meckern. Michela Siefener hat hier eine prime Übersetzung abgeliefert und ich frage mich, ob das Zitat zu Beginn der Rezension, vielleicht eine Idee von ihm war. Denn es ist 1:1 aus dem Lied von Heinz Rudolf Kunze, das vor langer Zeit ein Mega Hit war. 

    Und mein letztes Zitat, das ich einfach wunderschön finde:

    „Ruhm verblasst. Gold rinnt durch die Finger wie Wasser oder Sand. Die Liebe ist das Einzige, wofür es sich zu kämpfen lohnt.“

    Fazit:

    Obwohl der Könige der Finsternis einen Tick besser war, kann ich dieses Buch durchaus empfehlen. Das Weltensetting ist gelungen, bevölkert von unzähligen, teils abstrusen Wesen. Der Humor kommt nicht zu kurz aber es gibt durchaus auch ernsthafte Szenen, von denen wir Parallelen zu dem Hier und Jetzt ziehen können. 


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    Cover des Buches Battle Mage - Rückkehr des Drachen (ISBN: 9783453320598)

    Bewertung zu "Battle Mage - Rückkehr des Drachen" von Peter A. Flannery

    Battle Mage - Rückkehr des Drachen
    phantastische_fluchtenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine atemberaubende und zu Tränen rührende, absolut spannende Geschichte
    Unfassbar gut, besser als teil 1 und der war schon genial

    Falco, Malaki und Bryna sind in der Akademie endlich akzeptiert. Es war ein langer und schwerer Weg für die Freunde aus Caer Dour. Und Obwohl Falco die Unterstützung von Aurelia, einem alten Kampfmagier, des Chevaliers und der Königin besitzt, legen ihm die Magier immer noch Steine in den Weg. Sie versuchen mit allen Mitteln, Falco zum Scheitern zu bringen. Als der Tag der Prüfung näher rückt, scheinen die Magier ihrem Ziel einen Schritt näher. Denn der Ritus von Assay ist eine Prüfung, bei der sie sicher sind, dass der junge Mann scheitern wird. Und mit dem Scheitern des Rituals  wäre es für Falco auch nicht möglich, einen Drachen zu rufen.

    Meredith und Aurelian Cruz haben Falco auf alles vorbereitet, was ihm im Labyrinth begegnen könnte. Sie konnten ihn jedoch nicht auf die Heimtücke der Magier vorbereiten. 


    Kommentar;

    Nachdem ich von Band eins völlig begeistert war, hatte ich die Befürchtung, dass der Spannungsbogen im weiteren Verlauf der Geschichte nicht gehalten werden kann. Weit gefehlt! Dieses Buch hat mich in atemlose Spannung gehalten und mir an manchen Stellen tatsächlich die Tränen in die Augen getrieben. Ich erwähne hier Seite 400 und Seite 537. 

    Die Geschichte ist sicher nicht innovativ. Drei Außenseiter, mit Meredith sogar vier, die ihren Weg finden müssen. Die ihr Leben lang wegen ihres Aussehens, ihrer Schwäche oder ihrer Träume gehänselt wurden. Aber was der Autor draus macht ist einfach grandios. Er weiß geschickt mit den Emotionen des Lesers zu spielen und der permanente Szenewechsel sorgt für erhebliche Spannung. Ich fand es auch interessant, dass eine Szene oftmals aus zwei Perspektiven erzählt wurde. Das mag langweilig klingen oder den Eindruck vermitteln, dass der Autor sich wiederholt und somit  die Geschichte künstlich in die Länge zieht. Aber ich fand es spannend, ein Ereignis aus der Sicht der Dämonen oder aus der Sicht der jungen Leute zu erfahren. Die verschiedenen Blickwinkel ermöglichen  eine breite Palette an Gefühlen. Auf der einen Seite Arroganz und  Selbstsicherheit, die Unerschütterlichkeit des Glaubens an den Sieg. Auf der anderen Seite der Mut, die Verzweiflung aber auch die tiefen Bande der Treue und Freundschaft, welche die Kämpfer immer weiter vorantreibt, selbst wenn sie wissen, dass sie nicht gewinnen können. Und hier bedeutet eine Niederlage nicht den Tod sondern ewige Qual. Jeder Tote auf Seiten der Heere von Grimm bedeutet einen weiteren Kämpfer auf der Seite des Bösen. Und immer mehr Kampfmagier fallen den Dämonen zum Opfer, so dass die Soldaten schutzlos der Aura der Dämonen ausgeliefert sind.

    Falco versucht alles, um die Heere zu schützen doch er kann nicht überall sein und ohne einen Drachen ist er nur ein Krüppel, der seine Fähigkeiten nicht voll einsetzen kann. Er möchte sich schnellstmöglich dem Ritus unterziehen, um einen Drachen rufen zu können, auch, wenn die Gefahr besteht, dass es ein schwarzer Drache sein könnte. Und ich muss sagen, das mich dieser Abschnitt der Erzählung wirklich tief berührt und absolut gefesselt hat. Man kann die Ängste des jungen Mannes nachvollziehen, ist fassungslos darüber, was er alles auf sich nimmt und erträgt und wundert sich, woher er die Kraft nimmt, den Tücken der Magier zu widerstehen. 

    Neben den zahlreichen Schlachten und zeitweise sehr herzzerreißenden Momenten gibt es aber auch Phasen des Glücks und ein bisschen Humor. Wenn Falco auf Fossetta trifft, die Frau, die ihn großgezogen hat oder wenn eine Hochzeit stattfindet. Die Bande, die Alex, Quirren, Falco, Malaki, Bryna und Meredith zusammenhalten sind fest und unzerreißbar und der Glaube aneinander treibt sie zu Höchstleistungen.

    Nur zum Ende hin wurden mir die Schlachten etwas zu viel und ich habe teilweise Seiten überblättert, weil ich endlich wissen wollte, wie es weiter geht. Da haben mich die ausführlichen  Beschreibungen der Kämpfe dann eher gestört. Nicht, weil sie schlecht waren sondern weil ich es nicht erwarten konnte, zu lesen, wie es endet.

    Der Autor hat seine Figuren zwar klar in Gut und Böse unterteilt, scheut sich aber auch nicht vor unbequemen und unpopulären Entscheidungen, die den Leser teilweise fassungslos zurücklassen. Ich sage wieder nur: Seite 400. 

    Ich kann bei diesem Band kaum sagen, wer meine Lieblingsfigur ist. Ich mag sie einfach alle. Vor allem Aurelian Cruz und seinen Drachen, es ist eine Freude zu lesen, wie sie wieder in die Schlacht ziehen und neuen Lebensmut finden. Dussaules Schicksal rührt einen und man kann seine Verzweiflung, seine Schuldgefühle und seine Trauer verstehen und der Lauf, den die Geschichte nimmt, macht es für ihn nicht einfacher. Ich mag Sidian und natürlich die Freunde. Alle Figuren verfügen über ausreichend Tiefe, so dass sie nicht zu eindimensional wirken. Sie mutieren nicht von jetzt auf nachher zu Helden sondern sie durchlaufen eine glaubhafte Entwicklung. Erschreckend ist allerdings das junge Alter der Kämpfer. Alle sind erst zwischen siebzehn und zwanzig, haben aber Erlebnisse hinter sich, mit denen kaum ein älterer Mensch aufwarten kann. Ihnen zur Seite stehen der Chevalier, Aurelian Cruz und Ritter Cabal, der sich zuerst gegen Malaki stellt.

    Vieles an der Erzählung erinnert an das Rittertum des Mittelalters, Begriffe wie Ehre, Treue und Pflicht werden sehr hoch gehalten. Es fließen viele französische Begriffe mit ein, vor allem in der Kommandostruktur der Ritter. 

    Die Erzählweise ist sehr flüssig, leider kommt es mehrmals Wortdoppelungen, was aber durchaus an der Übersetzung liegen kann.

    Das Cover passt sehr gut zu der Geschichte, im inneren gibt es wieder eine Karte, um den Ereignissen zu folgen.

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    Cover des Buches Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass (ISBN: 9783734162107)

    Bewertung zu "Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass" von Jodi Taylor

    Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass
    phantastische_fluchtenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: chaostisch, leibenswert, amüsant
    Band 2 steigert sich noch etwas gegenüber Band 1

    Den Historikern des St Mary's Instituts fällt ein Manuskript von Shakespeare in die Hände, in der der Verlauf der Geschichte eine andere Wendung nimmt. Nicht Königin Maria Stuart wird geköpft, sondern Elizabeth I. Während die erste Hälfte des Skripts von dem großen Meister selbst stammt, ist die zweite Hälfte des Schriftstücks eine Fälschung. Doch wer hätte Interesse daran, den Verlauf der Geschichte zu ändern.

    Madeleine »Max« Maxwell stellt ein Team zusammen, das den Vorfall untersuchen soll. Denn es scheint, als beabsichtige jemand die Zeit zu manipulieren. Dumm nur, dass im Schottland des 16. Jahrhunderts Frauen nichts zu sagen haben. So muss Max das Zepter aus der Hand geben und mit ansehen, wie Chief Farrell mit der Königin flirtet. Doch Max wäre nicht Max, wenn sie nicht einen Weg finden würde, in das Geschehen einzugreifen und die Zeit zurecht zu rücken. 


     

    Kommentar:

    Das Buch setzt sich aus mehreren Geschichten zusammen, die fließend ineinander übergehen. Zu Beginn besucht Max mit ihrer Freundin Kal zusammen das London des Jahres 1888. Kal wird das Institut verlassen und jedem Mitglied steht ein letzter Sprung zu einem Ziel seiner Wahl zu. Kals Traum war es schon immer, das viktorianische London zu besuchen und Jack The Ripper zu treffen. Für mich als Leserin ist es unbegreiflich, wie man den Wunsch haben kann, einen brutalen Massenmörder zu treffen, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Beide Frauen sind der Meinung, dass sie mit ihrer Ausbildung, ihrem Wissen und ihren modernen Waffen jeder Gefahr gewachsen sind. Welch kolossaler Irrtum.

    Nach den anstrengenden Einsätzen soll Max sich, auf Anweisung von Dr. Bairstow, dem Leiter des Instituts, ein paar Tage Ruhe gönnen. Zusammen mit Leon bekommen sie einen Platz in dem sehr teuren und nobel ausgestattetem »Roten Haus«, ein Haus für die Reichen, Mächtigen und Schönen. Doch wo Maxwell ist, gibt es weder Ruhe noch Erholung.

    Neben diesen drei Handlungssträngen gibt es noch eine Reise in die Zukunft, etwas, was normalerweise vermieden wird. Während man der Reise in die Vergangenheit historisch relevante und bekannte Ziele ansteuern kann, ist ein Sprung in die Zukunft immer ein Wagnis, denn man weiß nicht, wie sich die Dinge entwickelt haben und wo man im Endeffekt landen wird. 

    Um das Ganze etwas aufzuheitern, werden die Anwärter auf eine Dodo Jagd geschickt, in der wir endlich erfahren, warum diese Vögle ausgestorben sind.

    Und Peterson und Maxwell stranden in Ninive 650 vor Christus. Ohne Hilfsmittel, Geld und ohne Kenntnis der Sprache müssen sie versuchen zu überleben, bis Rettung eintrifft.

    Wie alle diese faszinierenden Ereignisse zu einer Geschichte geknüpft werden, müsst ihr selbst erlesen.

    Mir hat Band zwei noch etwas besser gefallen als der erste Band. Maxwell hat ihre Selbstzweifel überwunden und wirkt nicht mehr so anstrengend auf den  Leser.  Sie hat im Institut eine Heimat und eine Familie gefunden und geht in ihrem Beruf auf. Geblieben sind ihre freches und vorlautes Mundwerk und ihre Unfähigkeit, Anweisung zu akzeptieren. Sie handelt stets aus dem Bauch oder aus dem Herz heraus und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. Das bekommt vor allem Chief Farrell zu spüren, als er sich mit Maxwell anlegt. Aber auch, wenn es zum Krach kommt, auf den Missionen sind sie ein Team und können sich blind aufeinander verlassen. Und wenn es noch so chaotisch zur Sache geht.

    Die wiederkehrenden Nebenfiguren wie Mrs. Patridge, Peterson oder Major Guthrie beleben die Geschichte ungemein und der stetige Wettkampf zwischen den einzelnen Abteilungen sorgt für eine Menge Humor.

    Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, was man gerade bei der Ermordung Thomas Beckets kontrollieren kann, die tatsächlich so stattgefunden hat. Man liest also nicht nur einen amüsanten, spannenden und manchmal auch traurigen Zeitreiseroman sondern erfährt auch viel über historische Ereignisse. Aber ob das mit den Dodos so stimmt?

    Es ist durchaus möglich, diesen Band eigenständig zu lesen, allerdings bemerkt man dann nicht die Entwicklung der einzelnen Charaktere, die gerade bei Max gewaltig ist, sowie ihre tiefe Beziehung zueinander. 

    Max ist das wandelnde Chaos, sie ist undiszipliniert, emotional und aufbrausend ich denke jedoch, wer im St. Mary's  Institut arbeitet, kann und darf nicht normal sein. Und dass sie für ihre Freunde und Kollegen einsteht, zeigt sie in diesem Buch auf erschreckende Art und Weise, nichtsdestotrotz sind ihre Handlungen konsequent.

    Für mich ist es ein amüsanter und unterhaltsamer Zeitreiseroman, der zwar nicht über die Tiefe eines Romans von Tim Powers verfügt aber unsagbar viel Spaß macht.

    Das Cover passt sich dem ersten Band an, sie sind nett, sagen aber über den Inhalt des Romans nichts wesentliches aus.  Aber die fünf Fragen an die Autorin, die innen im Buchdeckel eingeprägt sind, sollte man unbedingt lesen.

    Wie schon bei Band eins, finde ich den deutschen Titel nicht so gelungen.  »a symphony of echoes« passt da wesentlich besser. Ich frage mich dann schon, wo da der kausale Zusammenhang besteht und ob die Titelvergeber das Buch auch gelesen haben..

    Ich bedanke mich bei Randomhouse für das Rezensionsexemplar, meine Meinung ist subjektiv und keine Werbung.

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    Cover des Buches Die Zeit des Feuers - Blut und Knochen 2 (ISBN: 9783734161957)

    Bewertung zu "Die Zeit des Feuers - Blut und Knochen 2" von John Gwynne

    Die Zeit des Feuers - Blut und Knochen 2
    phantastische_fluchtenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Spannung bleibt erhalten, auchw enn manche Personen schon zu gut sind
    es geht spannend weiter

    Die Geschichte ist wieder auf vier Personen aufgeteilt:

    Drem

    Der junge Mann lebte bisher alleine mit seinem Vater im in der Ödnis, weitab der Zivilisation. Erst vor kurzem hat ihm sein Vater etwas über seine Herkunft erzählt. Drem ist ein ruhiger, besonnener Mann, den das einsame Leben stark geprägt hat. Zu seinem Leidwesen wird er in den Krieg zwischen den Kadoshim und den Ben-Elim mit hineingezogen, denn die Kadoshim haben damit begonnen, im Norden ein Heer auszuheben. Ein Heer, das nicht aus Menschen besteht. Drem schickt eine Nachricht nach Dun Seren, dem Wohnsitz der Giganten, um den »Orden des strahlenden Sterns« über die bevorstehende Gefahr zu warnen und setzt damit die Ereignisse in Gang.


    Riv

    Rivs Traum ist es, endlich ihre Prüfung zu bestehen und damit zu den Weißschwingen zu gehören. Eine Elitetruppe, die den Ben-Elim in absoluter Treue und Gehorsam dient. Als sich aber ihr wahres Wesen offenbart und sie erfährt, wer ihr Vater ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Kol, der neue Anführer der Ben-Elim, nimmt die junge Frau mit nach Dun Seren, wo all ihre Glaubensgrundsätze in Frage gestellt werden. Die Ben-Elim scheinen nicht die allmächtigen Wesen zu sein, wie es ihr bisher erzählt wurde. Die einfache, klare Struktur des »Ordens des Strahlenden Sterns« spricht sie an und sie fühlt sich in Dun Seren sehr wohl.


     


    Bleda 

    Der junge Krieger wurde als kleines Kind von den Ben-Elim als Geisel genommen und in der Tradition der Weißschwingen und der Ben-Elim erzogen. Niemals jedoch vergisst er seine wahre Herkunft und sein wahres Selbst. Nach außen hin trägt er eine Maske der Gleichmut, doch innerlich brodelt es ihm. Als Uldin, der Anführer der Cheren und Erdene, seine Mutter beschließen, dass er mit Jin verbunden werden soll, sieht er es als seine Pflicht an, zu gehorchen, um Frieden zwischen den Pferdeclans zu bringen. Auch wenn sein Herz schon lange jemand anderem gehört. 


    Fritha

    Fritha wurde ebenfalls in Drassil ausgebildet. Als sie von einem Ben-Elim ein Kind erwartet, soll sie dieses Kind töten. Fritha weigert sich und flieht aus Drassil, doch die Ben-Elim kennen keine Gnade und dulden keine Mißgeburten. Sie verfolgen Fritah und töten alles was ihr lieb und teuer ist. 

    Der Hass der jungen Frau ist unermesslich und so wendet sie sich an die Feinde der Ben-Elim. Als Hohepriesterin der Kadoshim verfügt sie über Erdmagie und ist in der Lage, Wildlinge zu erschaffen. Mörderische Kreaturen, denen ein Mensch kaum gewachsen ist. 


    Der stetige Wechsel zwischen diesen vier Charakteren sorgt für einen hohen Spannungsbogen. Der Leser erfährt, warum einige Protagonisten so handeln, gerade bei Fritha bringen wir dadurch ein bisschen Verständnis auf, auch wenn ihre Taten nicht zu rechtfertigen sind. Mich hat es gewundert, dass Cullen keine eigenen Kapitel bekommen hat, denn als direkter Nachfahre von Corben spielt er eine wichtige Rolle.

    Das Bindeglied zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart stellen die Giganten dar, ein immerwährendes Ärgernis in den Augen der Ben-Elim, denn die Giganten kennen den wahren Ablauf des damaligen Krieges, bei denen die Ben-Elim nicht so gut wegkommen, wie in ihren eigenen Erzählungen.

    Drem, Cullen und Keld gelingt es, Dun Seren zu erreichen und den »Orden des Strahlenden Sterns« vor der Mobilmachung der Kadoshim zu warnen. Nur ein vereintes Heer aus Weißschwingen, Ben-Elim. Giganten, Menschen und den Pferdeclans könnte die Feinde bezwingen. Doch die ehemaligen Verbündeten sind untereinander zerstritten, es fehlt das Vertrauen und jeder möchte eigene Wege gehen. So ebnen sie dem Feind den Weg, bis es zu spät ist.

    Sprachlich ist das Buch wieder auf hohem Niveau und ich habe mir wieder viele schöne Sätze notiert.

    Zitat von Seite 41, ein Gedanke von Riv: »Folgen und Gehorchen ist viel einfacher als zu entscheiden, was richtig ist«.

    Oder auf Seite 129: » Es liegt eine Welt zwischen Worten und Wirklichkeit«, murmelte Vald.

    Die Personen sind nicht eindimensional sondern sie denken über ihr Handeln nach, hinterfragen sich und treffen unbequeme und auch unpopuläre Entscheidungen. Teils aus Liebe, teils aus Hass oder Machtgier. Einige Figuren, wie Fritha oder auch Kol, sind sehr ambivalent. Auch wenn hinter Kols Handlungen stets der eigene Vorteil steht.


    Dieser zweite Zyklus ist keinesfalls ein Abklatsch der ersten vier Bände, die in dieser Welt spielen. Es ist eine eigenständige Geschichte, die über hundert Jahre nach den Ereignissen des Krieges spielt. Die Welt hat sich verändert, doch die Herzen der Menschen sind stets gleich. Wie schon bei »die Getreuen und die Gefallenen« finde ich das junge Alter der Protagonisten teilweise erschreckend. Riv ist gerade 17 Jahre alt, Bleda, Drem, Fritha  und Cullen nicht wesentlich älter. Doch in ihrem jungen Leben haben sie schon sehr viel Leid erfahren, was sie stark geprägt hat.

    Cullen bringt etwas Humor in die Erzählung, durch seine stürmische, teils leichtsinnige und freche Art, fordert er das Schicksal geradezu heraus. Und mit seinem Charme wickelt er immer wieder alle um den kleinen Finger. Er und Drem werden gute Freunde, auch wenn er Drem immer »Jungchen« nennt, ebenso wie Balur Einauge. Während Drem das von einem Jahrhunderte alten Giganten durchaus akzeptieren kann, kommt es zwischen ihm und Cullen dadurch oft zu kleinen Wettkämpfen,

    Wenn ich eine Lieblingsfigur wählen müsste, wäre es wohl Hammer, die alte Bärin von Sig oder auch Keld, der Waldläufer. 

    Obwohl dies mittlerweile der sechste Band von John Gwynne ist, kommt keinen Moment Langeweile auf, an einer Stelle hatte ich sogar Tränen in den Augen, so sehr schafft es die Geschichte, mich einzufangen. Wolfgang Thon bleibt seinem Niveau ebenfalls treu und präsentiert eine gelungene Übersetzung. 

    Das Buch verfügt wieder über Kartenmaterial und ein Glossar, was ich persönlich immer sehr hilfreich finde. 

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    Cover des Buches Gefährten der Hoffnung (ISBN: 9783957202659)

    Bewertung zu "Gefährten der Hoffnung" von Jörg Krämer

    Gefährten der Hoffnung
    phantastische_fluchtenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein momentan sehr aktuelles Szenario, das uns zum Nachdenken bringt. Auf welcher Seite stünden wir?
    Das Anlitz der Erde nach dem Virusbefall

    Erik und Hajo waren seit der Schulzeit die engsten Freunde. Nach der Schule absolvierten beide eine Ausbildung zum Einzelkämpfer beim Militär. Nach einer Schlägerei, bei der Erik vollkommen die Kontrolle verliert, muss er ins Militärgefängnis. Wieder ist es Hajo, der ihn aus der Misere holt. Die Armee braucht dringend Freiwillige für einen Einsatz in Syrien und Hajo meldet sich und seinen Freund dafür an. Obwohl der quirlige junge Mann verheiratet ist und zwei Kinder hat, kann er keinem Abenteuer widerstehen. Erik ist der ruhigere und nachdenklichere der beiden Freunde, umso mehr hat es erstaunt, dass er bei der Schlägerei so völlig ausgerastet ist. 

    Der Einsatz in Syrien verläuft ereignislos und mit der Übergabe der Biowaffen an die Amerikaner ist der Einsatz der deutschen Truppe beendet. Bis sich ein Selbstmordattentäter mit einem der LKW in die Luft sprengt.


     

    Von einem Moment auf den anderen verändert sich das Antlitz der Welt, denn in dem LKW befand sich ein Behälter mit einem mutierten Virus, der sich rasend schnell ausbreitet. 

    Kommentar:

    Ich habe die Rezension drei mal begonnen und wieder abgebrochen, weil ich es schwer finde, meine Meinung in Worte zu fassen. Vielleicht liegt es am aktuellen Zustand unserer Welt in Zeiten von Corona, dass mich diese Thema mehr beschäftigt als sonst, obwohl der Autor das Buch schon 2019 veröffentlicht hat.

    Die Welt hat sich verändert und Erik und Hajo stehen plötzlich auf unterschiedlichen Seiten. Denn der Befehl lautet, die betroffenen Orte vollständig zu säubern. Erik weigert sich, diesem Befehl zu gehorchen und desertiert, während Hajo hofft, durch die Eliminierung der Kranken seine Familie vor Ansteckung schützen zu können.

    Die Geschichte setzt einige Monate nach den Ereignissen ein. Erik ist sesshaft geworden und lebt mit seiner großen Liebe Irinskat und deren Tochter Nanuk zusammen auf einem großen Gehöft in der Nähe seiner Heimatstadt Witten. Erzählt wird die Geschichte von dem putzigen Waldkauz Zach, einem Freund der kleinen Nanuk. Da es nur noch wenige Menschen gibt, werden die Tiere zutraulicher und die Natur erholt sich, die Luft wird klarer. 

    Es kommt auch zu einigen Veränderungen: Menschen, die an dem Virus nicht sterben, mutieren zu sogenannten Roks, die nur noch aus primitiven Urinstinkten heraus handeln und über keinen klaren Verstand mehr verfügen. Einige Auserwählte können mit Tieren mental in Kontakt treten. So kann Erik mit seinem Bärenhund Odin kommunizieren und Odin wiederum mit Zach, dem kleinen Kauz.

    Sowohl die Geschichte als auch die Sprache des Autors haben mich an Bücher aus den 80er Jahren erinnert, wo alles noch relativ klar und einfach strukturiert war. Jörg Krämer vermeidet jegliche Abschweifung und Ausschmückung, er erzählt die Geschichte Eriks schnörkellos und sehr geradlinig. Daher umfasst das Buch gerade mal 234 Seiten. Sehr erfrischen in der heutigen Zeit, in der Bücher immer dicker werden und Geschichten sich endlos hinziehen. Sein Satzbau passt zu dieser Zurückhaltung. Die Sätze sind kurz und knapp und prägen sich dadurch viel besser ein. Hier ein Beispiel:

    »Krachend traf die Machete auf Beton. Erik war zur Seite gerollt. Sein Tritt brach dem Soldaten das Knie. Der sackte heulend zusammen. Das gelbe Licht in Eriks Augen wurde heller. «

    Es sind erfrischend einfache, klare Sätze, die nichtsdestotrotz sehr eindringlich erscheinen. Mir gefällt diese Art des Schreibens. Und trotz der Knappheit der Sätze, wirkt die Erzählung sehr lebendig, der Leser lebt und agiert mit den Figuren. Zach ist einfach niedlich. Ein kleiner Waldkauz, der gerne ein Held sein möchte, um seine große Liebe, die Waldkauzdame Lea zu beeindrucken. Odin ist ein treuer, vierbeiniger Freund, der zu einer Kampfmaschine mutiert, sobald Erik in Gefahr gerät. Und das passiert oft, denn Irinskat und Nanuk werden entführt und Erik begibt sich mit seinen beiden seltsamen Gefährten auf die Suche nach ihnen.

    Die Geschichte baut sich aus zwei Handlungssträngen zusammen. Der Vergangenheit, die Freundschaft zwischen Hajo und Erik bis zum Ausbruch des Virus und ihrer Trennung. Und die Gegenwart, in der Erik die Entführer seiner Frau verfolgt. 

    Das Cover erinnert ebenfalls an die Bücher der 70er und 80er Jahre, es weist direkt auf den Inhalt des Buches hin, ebenfalls ohne Schnörkel.  

    Keine Apokalypse sondern ein mutierter Virus verändert das Leben der Menschen. Wie würden wir uns verhalten? Würden wir unsere Menschlichkeit behalten oder uns marodierenden Banden anschließen? Eine Frage, die momentan nicht so abwegig ist. Eine spannende Erzählung, die zu unterhalten weiß aber auch zum Nachdenken anregt.

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    Über mich

    exzessiver High Fantasy Fan, am liebsten lese ich auf dem Sofa mit meiner Katze auf dem Schoß. VRS geht garnicht!!! Fanatischer Seriensammler wie man sieht

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