quatspreche

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    Cover des Buches In Kalabrien (ISBN: 9783608962178)

    Bewertung zu "In Kalabrien" von Peter S. Beagle

    In Kalabrien
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Peter S. Beagle hat natürlich nicht einfach eine Fortsetzung geschrieben, sondern ein ganz spezielles Buch geschaffen.
    In Kalabrien

    Nachdem sein Meisterwerk Das letzte Einhorn mich so sehr bezauberte, musste ich auch sein neustes Buch lesen. Doch Peter S. Beagle hat natürlich nicht einfach eine Fortsetzung geschrieben, sondern ein ganz spezielles Buch geschaffen. Es spielt in einer abgelegenen Region in Italien: In Kalabrien.

    Okay diese Geschichte ist etwas anders. Ich glaube so ein Buch habe ich noch nie gelesen. Ich kann es auch ganz schlecht irgendwo einordnen.

    Es geht um einen in die Jahre gekommenen Mann, der einen Hof im abgelegenen Teil von Kalabrien bewirtet. Er hat ein paar Kühe, Ziegen und Katzen und lebt seit Jahren allein.

    Plötzlich und ohne Vorwarnung erscheint ihm ein Einhorn. Und es ist nicht alleine unterwegs. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich sein ganzes Leben. Er wird aktiver, sein Herz beginnt wieder für die Schönheit des Lebens zu schlagen. Aus dem Eigenbrötler wird ein stolzer, liebender Mann, der mit seiner Vergangenheit abschließen kann.

    Und doch passiert noch so viel mehr. Ist es das Einhorn? Ist es verantwortlich für all die Veränderungen? Oder kommt das Einhorn zu den Menschen, die im Begriff sind sich zu verändern und das Potential dafür in sich tragen?

    Der Leser sollte jedenfalls keine Fortsetzung erwarten, sondern eine einzigartige Geschichte über einen Mann, der ein Einhorn sah.

    Originalbeitrag: In Kalabrien

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    Cover des Buches Tod vor der Morgenmesse (ISBN: 9783746622989)

    Bewertung zu "Tod vor der Morgenmesse" von Peter Tremayne

    Tod vor der Morgenmesse
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Insgesamt erscheint mir dieser Teil als der bisher schwächste von allen. Der Ansatz mit den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten entfällt
    Tod vor der Morgenmesse

    Fidelma wird einige Monate nach dem Überfall auf ihre Familie zu dem feindseligen Stamm der Uí Fidgenti gerufen – um Todesfälle aufzuklären. Mit Eadulf im Schlepptau (jedoch wieder ohne ihren Sohn) geht die toughe Ermittlerin routiniert ans Werk. Auch in diesem Band stößt sie auf Hinterlisten und Heimtücke.

    Insgesamt erscheint mir dieser Teil als der bisher schwächste von allen. Der Ansatz mit den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten entfällt wieder total. Auch das Thema des Falls ist nicht neu, sondern aus mehreren vorherigen Handlungssträngen zusammengeschoben und wieder aufgewärmt. Ohne Tiefe und ohne Gefühle.

    Was mich am meisten enttäuscht hat, war Fidelmas Reglosigkeit. Darauf, dass Ihre Familie wieder bedroht wurde, dass so viele Menschen sterben mussten, dass so eine große Verschwörung vor sich ging….das tut sie alles mit einem Achselzucken ab. Ja was soll ich da noch weiter zu sagen?

    Die einzige Gefühlsregung gab es, als Bücher verbrannt wurden. Das kann ich verstehen, aber es wirkt sich sehr übertrieben.

    Naja, bei so einer langen Reihe bin ich nicht überrascht, dass nicht jeder Band die gleiche Qualität aufbringt. Ich lese trotzdem weiter!

    Originalbeitrag: Tod vor der Morgenmesse

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    Cover des Buches Legenden des Krieges: Der große Sturm (ISBN: 9783499291005)

    Bewertung zu "Legenden des Krieges: Der große Sturm" von David Gilman

    Legenden des Krieges: Der große Sturm
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Im Grunde geht die Geschichte genau so weiter, wie sie verlaufen musste.
    Der große Sturm

    Nach dem etwas ruppigen und dramatischen Ende des vorherigen Teils ist ein Jahr vergangen. Thomas Blackstone hat sich aufgerappelt und sinnt auf Rache. Doch der englische König hat andere Pläne für ihn. Gut ist, dass er seine Rachepläne wohl dadurch in die Tat umsetzen kann. Und dann trifft er auf die Hexe.

    Thomas Blackstone hat sich verändert. Nachdem seine Tochter und seine Frau abgeschlachtet wurden, fiel er in ein tiefes Loch. Doch das Leben geht weiter und der englische König benötigt einen seiner besten Männer im Krieg gegen die französische Krone. Doch Thomas ist ruhig geworden. Ruhig und wütend. Und noch erbarmungsloser, was seine Prinzipien angeht.

    Nachdem er auf die Heilerin Aelis trifft, spürt er, dass sein Herz noch nicht ganz zu Stein erstarrt ist, doch sein Geist ist hart wie Granit. Die ungewöhnliche Frau bringt Unruhe in seine Truppe, lässt viele an sich zweifeln und scheint nicht nur für Thomas eine Prüfung zu sein. Und doch ist sie am Ende der Trumpf, ohne den alle Leben verbraucht gewesen wären.

    Im Grunde geht die Geschichte genau so weiter, wie sie verlaufen musste. Thomas scheint mir ein immer mehr wie ein bretonischer Abklatsch von Bernard Cornwells Uthred zu sein: Ein wütender, einsamer Superkämpfer, immer am Rande des Todes, den Kampf suchend, mit unerhörtem Glück und mit einem Ohr vom König gehört. Das Intermezzo mit Aelis war spannend und hat eine Wendung in die Geschichte gebracht – aber genau das gleiche gab es auch in der Uthred-Saga.

    Da ich die Saga von Bernard Cornwell sehr mag finde ich den Vergleich jetzt nicht allzu schlimm. Aber leider ist es auch nichts neues mehr. Spannender hätte ich es gefunden, wenn Thomas bei seinem Bogen geblieben wäre. Warum der Break am Anfang gemacht werden musste, ist mir noch nicht ersichtlich geworden. Schwertschwingende Superritter gibt es nun wirklich schon genug. Etwas Neues wäre wünschenswert gewesen. Aber mit dem Klassiker liegt wohl kein Autor daneben.

    Im Ganzen ist die Geschichte von Thomas Blackstone traurig und düster. Der Abenteuersinn ist verschwunden, kein Heldentum ist geblieben. Es geht nur noch um Rache, Vergeltung und Mord. Es ist bis zum Schluss guter Schreibstil, hinterlässt aber keinen entspannten Eindruck, sondern eher Furcht vor dem, was noch kommen muss.

    Originalbeitrag: Der große Sturm

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    Cover des Buches Der Tod soll auf euch kommen (ISBN: 9783746622422)

    Bewertung zu "Der Tod soll auf euch kommen" von Peter Tremayne

    Der Tod soll auf euch kommen
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Er hat in diesem Band so einiges aufgeholt, was er bisher vernachlässgt hatte. Endlich bekam ich einen Einblick in Fidelmas Gefühlsleben.
    Der Tod soll auf euch kommen

    Der 12. Band endete mit einem fetten Cliffhanger und ich kam nicht umhin sofort den nächsten Teil zu lesen. Und diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Peter Tremayne hat in diesem Band so einiges aufgeholt, was er bisher vernachlässgt hatte. Endlich bekam ich einen Einblick in Fidelmas Gefühlsleben und kann sie nun sehr viel besser verstehen.
    Spannend war es außerdem.

    Fidelmas und Eadulfs Sohn wurde entführt und die Amme, die auf ihn aufpassen sollte, wurde tot im Wald gefunden. Das Rästel scheint unlösbar, denn Fidelma ist kaum in der Lage einen klaren Gedanke zu fassen. Doch nach einer kurzen Trauerphase macht sie sich an die Arbeit.

    Gleichzeitig ringt Eadulf mit sich und es passiert, dass das Paar getrennt von einander arbeitet und damit das ganze Buch in zwei Handlungsstränge spaltet. Fidelma ermittelt vor Ort und ihr angelsächsischer Verlobter nimmt die Spur seines Sohnes auf.  Doch damit nicht genug. Unterwegs geraten beide in Gefangenschaft, können sich daraus befreien und entgehen nur haarscharf dem eigenen Tod.

    Es laufen so viele Handlungsstränge zusammen, wie schon lange nicht mehr. Und endlich kommen Fidelmas Gedanken deutlich zum Vorschein. Sie ist offenbar schwer damit beschäftigt eine Entscheidung zu treffen und versucht alle Parameter zu analysieren. Dabei stößt sie jedoch auf einen ihrer größten persönlichen Fehler: die Nichtbeachtung ihrer Gefühle.

    Das Ende des Bandes fordert jedoch noch keine Entscheidung von ihr, so wie es üblich ist in Tremaynes Büchern. Und wieder ist es ein Klassiker, mit Wendungen, Spannungen und vielen lateinischen Zitaten.

    Originalbeitrag: Der Tod soll auf euch kommen

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    Cover des Buches Tod bei Vollmond (ISBN: 9783746621289)

    Bewertung zu "Tod bei Vollmond" von Peter Tremayne

    Tod bei Vollmond
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich hatte diesmal das Gefühl, dass die Haupthandlung auf Fidelmas und Eadulfs Beziehung liegt.
    Tod bei Vollmond

    Der 12. Band der Fidelma und Eadulf Reihe birgt einige Überraschungen. Die beiden sind zurück in Irland und werden nach längerer Zeit zu einem Fall hinzugerufen. Zwischen dem vorherigen Band in dem jetzigen liegt etwa ein Jahr, indem Fidelma ein Kind gebar und nun mit Eadulf bei ihrem Bruder in Irland wohnt.
    Eigentlich mag ich es nicht zu spoilern, aber ich bin langsam unsicher, welche Handlung in der Buchreihe nun die richtige/wichtige ist.

    Schon kurz nach der Geburt ihres Kindes nimmt Fidelma einen Auftrag an, was Eadulf zu einigen Fragen veranlasst. Fidelma trägt deswegen einen inneren Konflikt aus, von dem der Leser nur am Rande etwas mitbekommt. Die Frage, ob eine Frau ihr Leben komplett umstellen MUSS, sobald sie ein Kind bekommen hat, beschäftigt das Paar sehr. Und mich persönlich auch. Jedoch, und das ist für den Autor typisch, erfahre ich keine Entscheidungen, sondern nur vage Andeutungen. Langsam nervt es mich ein bisschen. Peter Tremayne kommt immer wieder mit höchst gesellschaftskritischen Themen um die Ecke und lässt sie einfach im Raum stehen, ohne ein Statement zu setzen. Da frage ich mich, ob er will, dass seine Leser sich damit auseinandersetzen?

    Der Auftrag an sich ist auch wieder ein typischer, verstrickter Fall mit mehreren Handlungssträngen, die sich erst am Ende auflösen. Viele verdächtige Personen und herrschsüchtige Charaktere sind wieder dabei. Doch ich hatte diesmal das Gefühl, dass die Haupthandlung auf Fidelmas und Eadulfs Beziehung liegt. Wie sie sich ständig gegenseitig das Leben retten und ihre Liebe beweisen, obwohl sie kein einziges Wort darüber mit dem Leser wechseln.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht, denn langsam wachsen die beiden mir wirklich ans Herz und die Frage, wie Fidelma nun ihre Lage löst oder ändert, will noch beantwortet werden. Typisch seriös löst sie die Fälle dieses Romans mit den unschlagbaren Argumenten des wundersam fortschrittlichen, frühmittelalterlichen irischen Rechtssystems.

    Originalbeitrag: Tod bei Vollmond

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    Cover des Buches Das dunkle Archiv (ISBN: 9783404209033)

    Bewertung zu "Das dunkle Archiv" von Genevieve Cogman

    Das dunkle Archiv
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Als Irene erfährt, dass diese Neutralität der Bibliothek gefährdet ist, greift sie sofort ein und wird direkt zwischen die Fronten geschickt
    Das dunkle Archiv

    Nach den letzten Vorkommnissen des vorherigen Bandes hatte Irene eigentlich vor etwas durchzuatmen. Doch wieder ist es ihr nicht gegönnt, denn diesmal steht eine hochrangige Drachenfrau vor ihr. Was diese behauptet erfüllt die Bibliothekarin mit Schrecken und fordert eine sofortige Handlung.

    Und wieder geht es in Das dunkle Archiv um das Bestehen der Bibliothek, doch in einer ganz anderen Art und Weise, als es bisher der Fall war. Als Neutrale Zone stellt die Bibliothek einen Bereich zwischen allen Welten dar, der sich in keine politische Angelegenheit einmischt – und auch keiner Partei hilft.

    Als Irene erfährt, dass diese Neutralität der Bibliothek gefährdet ist, greift sie sofort ein und wird direkt zwischen die Fronten geschickt. Wie immer ist die Protagonisten mutig und tough und glänzt in Schauspielerei, Ideenreichtum und Scharfsinn. Aber so langsam ist sie mir zu perfekt. Sie kann ungeheuerliche Dinge tun, den ganzen Tag lang. Ich erinnere mich an den zweiten Teil, wo sie sehr schwache Momente hatte, auch geschlafen hat und ihre Macht, die ihr die Bibliothek gab, nicht ewig nutzen konnte.

    In diesem Teil ist das anders. Gefühlt unerschöpflich arbeitet sich Irene durch die Geschichte. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen, ich mag die Settings (das sie in jedem Buch andere sind) und es war bis zum Schluss sehr spannend. Aber ich fand es ab einem bestimmten Punkt sehr unrealistisch und geradezu albern. Es hat mich dann sehr gestört, dass ich immer darüber nachdachte, während die Geschichte weiter voran schritt.

    Also bin ich im Endeffekt zwiegespalten. Ich finde es gut, dass sich zum Schluss einiges zwischen den Protagonisten ändert. Eine Veränderung in der Beziehung war eine gute Entscheidung der Autorin den Plot in eine bestimmte Richtung zu verschieben.

    Ich freue mich auf den nächsten Teil!

    Originalbeitrag: Das dunkle Archiv

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    Cover des Buches Verneig dich vor dem Tod (ISBN: 9783746621050)

    Bewertung zu "Verneig dich vor dem Tod" von Peter Tremayne

    Verneig dich vor dem Tod
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: In diesem Band passieren einige Dinge, die wichtig sind für die übergreifende, persönliche Geschichte der beiden Ermittler.
    Verneig dich vor dem Tod

    In dem 11. Teil der Fidelma-Reihe muss ihr treuer Begleiter Eadulf den aktiven Part übernehmen, denn Fidelma ist durch eine starke Erkältung ans Bett gefesselt. Da der angelsächsische Mönch und Gelehrte nicht immer die klügste Rolle zugewiesen bekam, war ich überrascht, dass er nun die Hauptrolle übernehmen sollte.

    In diesem Band passieren einige Dinge, die wichtig sind für die übergreifende, persönliche Geschichte der beiden Ermittler. Ich will nicht spoilern, aber ich war so überrascht und verwirrt, dass ich über die Plötzlichkeit etwas traurig war. Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass ich, als die eifrige Leserin, mehr erfahren würde zu den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten. Aber ab diesem Teil ist mir klar, dass der Autor ausschließlich über die Verbrechen berichten will und die Gefühlswelt einfach überspringt. Auf Fidelmas letzte, alles verändernde Aussage, kommt keine Erwiderung, denn das Buch ist zu Ende.

    Ich bin von diesem Vorgehen etwas enttäuscht, muss ich gestehen. Ich bin immer wieder gefesselt  von den spannenden Romanen, und würde gerne mehr von den Menschen erfahren, die mich nun schon so lange begleiten. Natürlich kann ich jetzt vieles aus dem Zwischenraum herauslesen, denn sonst hätte einiges nicht geschehen können, aber das ist nicht das Gleiche, wie die Worte durch den Autor transportiert zu bekommen. Um nicht noch verwirrender zu werden: Zu Beginn des Romans erfahre ich, dass Fidelma und Eadulf ganz öffentlich eine Beziehung angeben! Und zum Schluss lässt sie dann die Bombe platzen: Sie ist schwanger! !!! Und ich als Leser darf von dem Ganzen sonst nichts mitbekommen. Es gibt keine Küsse, keine Zärtlichkeiten, keine lieben Worte, keine Heimlichkeiten. Wieso dann überhaupt diese Beziehung so aufbauen? Um künstlich weitere Komplikationen zu erzeugen? ??

    Und trotzdem verschlang ich wieder die Geschichte. Ich litt mit den ungerechten Vorwürfen und Anschuldigungen und zitterte mit den Protagonisten an den entsprechenden Stellen. Wieder konnte ich viel über die frühmittelalterliche Rechtsgrundlage und Geschichte der angelsächsischen Gebiete erfahren. Oftmals stelle ich mir Fidelma und Eadulf mit erhobenem Finger erzählend wie ein Oberlehrer vor, wenn es die Vorträge über Geschichte gibt. Es wirkt leider immer noch konstruiert und nicht sehr glaubhaft innerhalb eines Gesprächs eingebunden. Aber offenbar ist das auch so gewollt. Peter Tremaynes Geschichten haben eher etwas von einem Fachbuch über frühmittelalterliches, irisches Recht in Prosaform, als von einem vollwertigen Roman. Aber ich mag es sehr!

    Originalbeitrag: Verneig dich vor dem Tod

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    Cover des Buches Der Wald - ein Nachruf (ISBN: 9783453280410)

    Bewertung zu "Der Wald - ein Nachruf" von Peter Wohlleben

    Der Wald - ein Nachruf
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Also eines muss ich deutlich sagen: Peter Wohlleben hat wirklich Ahnung von dem was er tut.
    Der Wald

    Peter Wohlleben liebt seinen Wald. Das spürt man in jeder Zeile dieses Buchs. Ich wollte schon immer mehr über den Wald wissen und wurde bei dem Buch „Der Wald. Eine Entdeckungsreise“ nicht enttäuscht.

    Also eines muss ich deutlich sagen: Peter Wohlleben hat wirklich Ahnung von dem was er tut. Die Leidenschaft für den Wald, die er, nach seinem Bericht, schon in der Kindheit verspürte, griff auf mich über. Das Gefühl, einem lebenden, atmenden, pulsierenden Geschöpf gegenüberzustehen, wurde für mich bei Spaziergängen im Wald immer deutlicher.

    Toll finde ich auch den geschichtlichen Abriss, den er gleich zu Anfang gestellt hat. Dabei meine ich nicht seinen Biografie, sondern die Erklärung darüber, wie der Wald in Deutschland überhaupt entstanden ist. Warum kein Stückchen Wald mehr natürlich gewachsen ist, warum es keine Urwälder mehr in Deutschland gibt. Das erschafft eine ganz neue Perspektive.

    Die Meinung des Autos ist im ganzen Buch wirklich stark vertreten. Aber sie hat mich aufgerüttelt. Sie veranlasste mich über das Wesen eines Waldes, über Bäume und seine Lebewesen nachzudenken und sie wahrzunehmen. Es geht sogar so weit, dass ich über aktuellen Maßnahmen des allgemeinen Naturschutzes nachdachte, was eh seit einiger Zeit ein großes Thema für mich ist. Zu erfahren was eigentlich wirklich hinter den Kulissen ablief, was früher (vor meiner Geburt) alles geschah und wie mit Naturschutz umgegangen wird, macht mich ein wenig traurig. Und wütend.

    Aber Wut bringt mir nichts, wenn ich die Energie nicht umwandeln kann. Umdenken, neue Wege schaffen, mit anpacken, Hilfestellungen leisten. Und das nicht auf Zuruf, sondern durch Eigeninitiative. Das sind die Ergebnisse, die ich aus Peter Wohllebens Buch gezogen habe. Und damit, finde ich, hat er total recht!

    Originalbeitrag: Der Wald

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    Cover des Buches Die Bibliothek der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520277)

    Bewertung zu "Die Bibliothek der besonderen Kinder" von Ransom Riggs

    Die Bibliothek der besonderen Kinder
    quatsprechevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Im Grunde ist der letzte Band nicht nur eine Ergänzung und schlüssiges Ende der Geschichte, sondern mit ganz viel innerem Konflikt gefüllt.
    Die Bibliothek der besonderen Kinder

    Nach dem rasanten und spannenden Ende des zweiten Bandes verschlägt es Emma und Jacob nun alleine in das London des 21. Jahrhunderts. Doch sind sie wirklich alleine, auch wenn es erst den Anschein hat? Und wie können sie alleine alle anderen Freunde und besonderen Kinder retten?

    Im Grunde ist der letzte Band nicht nur eine Ergänzung und schlüssiges Ende der Geschichte, sondern mit ganz viel innerem Konflikt gefüllt. Es geht vor allem um die eigene Persönlichkeit und das Gefühl etwas besonderes zu sein. Und das bedeutet hier nicht eine bestimmte Kraft zu haben (denn das haben alle), sondern zwischen den Besonderen Kindern besonders zu sein. Und das sind sie alle. Doch wenn man, wie Jacob, dazu über seinen Schatten springt und seine Ängste besiegt, kann man wirklich besonders sein. In der Regel ist man dann der Held.

    In der Geschichte ist Jacob der Protagonist und der Leser erhält tiefen Einblick in sein Seelenleben. Unter anderem finde ich es spannend, dass ab einem bestimmten Punkt der Meinung ist, es gäbe zwei Jacobs. Der alte, der eher ängstlich und zurückgezogen war, und der neue, der mutig und tapfer gegen jede Widrigkeit kämpft. Vielleicht ist es manchmal wirklich so, dass wir in uns das Gefühl haben zwei Persönlichkeiten zu haben. Nicht als Schizophrenie, sondern als ganz normale Reaktion des Gehirns auf persönliche Veränderungen. Dank Ransom Riggs und seine außergewöhnliche Erzählung habe ich selbst für mich eine Antwort für diesen Sachverhalt gefunden.

    Die Geschichte hat einen besseren Ausgang als ich es gehofft hatte und gab mir ein sehr gutes Gefühl, voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Denn für meine persönliche Zukunft bin auch ich mit verantwortlich und sollte dafür, wie Jacob und Emma, kämpfen.

    Ich war/bin begeistert von der ganzen Serie und kann sie nur weiterempfehlen.

    Originalbeitrag: Die Bibliothek der besonderen Kinder

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    Cover des Buches Das Kloster der toten Seelen (ISBN: 9783746620350)

    Bewertung zu "Das Kloster der toten Seelen" von Peter Tremayne

    Das Kloster der toten Seelen
    quatsprechevor 2 Jahren
    Das Kloster der toten Seelen

    Nachdem Fidelma und Eadulf gemeinsam in seine Heimat segeln wollten, ging alles schief. Nach einem starken Sturm läuft das Schiff einen geschützten Hafen in Wales an und bleibt dort für einige Nächte. Als es wieder ausläuft sind die beiden Protagonisten nicht an Bord, denn Fidelma wurde vom König des Gebiets darum gebeten eine mysteriöse Sache zu untersuchen.

    Das Kloster der toten Seelen ist ein wichtiges Kloster der Gegend und wird oft von Pilgern aufgesucht. Doch eines morgens entdeckt ein junger Mönch, dass das Kloster komplett leer ist. Das halb aufgegessene Abendbrot liegt noch auf den Tischen, nichts ist verwüstet, es gibt keine Anzeichen für Leben. Nicht mal die Tiere sind noch vorhanden. Wie bei einem Geisterkloster ruht eine unheimliche Stille über dem Ort. Doch als Fidelma und Eadulf dort angelangen, entdecken sie die wenigen Geheimnisse, die dieser Ort birgt.

    Die Gefahren, in die sie dieses Mal geraten, scheinen viel bedrohlicher, als in Irland. Denn hier, auf der britischen Insel, existiert ein großer Konflikt zwischen, Angelsachsen und Briten. Neben den politischen Verworrenheiten und den Vorurteilen, muss Eadulf erneut um sein Leben fürchten. Und diesmal viel realer als noch vor Monaten in dem irischen Kloster. Doch dank der Unterstützung der walisischen Königsfamilie konnte sie erneut mehrere Morde und eine Verschwörung aufdecken.

    Ein neuer Aspekt erschwert die Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern: Eadulfs angst vor den Briten. Als angelsächsischer Mönch hätte er sich in einem britischen Landesteil auch fürchten müssen, denn die über Jahrhunderte verfeindeten Völker und die damit eingesessene Furcht voreinander, kann nicht durch eine einzige irische Frau geschlichtet werden.

    Der Autor hat über die Protagonisten versucht die englische Geschichte zu erzählen, was manchmal zu überlangen Monologen geführt hat. Ja, die Geschichte ist etwas verworren, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und die Angelsachsen haben die britischen Gebiete wohl gewaltsam erobert. Aber ich bin der Meinung, dass man das anders hätte beschreiben können. Verwunderlich ist, das die sonst so kluge Fidelma von der Geschichte des Landes GAR KEINE Ahnung hatte.

    Schön finde ich aber wieder die kleinen Fortschritte in deren Beziehung, die immer deutlicher auf ein Ziel hinaus laufen. Und wieder einen fetten Dämpfer am Ende bekommen. Wieso???? Wieso nur? Um das ganze Geplänkel noch weiter in die Länge zu ziehen? Um diese unrealistisch platonische Beziehung auf eine neue Stufe zu heben?? Es ist mir unerklärlich!

    Originalbeitrag: Das Kloster der toten Seelen

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