supersusi

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    Cover des Buches Ausgezeichnete Morde (ISBN: 9783426305034)

    Bewertung zu "Ausgezeichnete Morde" von Teresa Pütz

    Ausgezeichnete Morde
    supersusivor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Für jeden Krimifan was dabei. Habe viele tolle Autoren kennengelernt. Großartig !
    tolle Kurzkrimis

    Ich liebe dieses Buch !  Kurzkrimis von 11 Autoren, die alle mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden. Bei den meisten muß ich sagen :zu Recht. Ich bin ganz begeistert, da ich viele neue Autoren kennengelernt habe. Zum Beispiel weiß ich, dass ich anscheinend nichts verpasst habe, wenn ich keinen Fitzek lesen werde. Aber die meisten anderen Krimis haben mir gut gefallen und zum Lesen anderer Bücher angeregt.

    Die Geschichte von Judith W. Taschler hat mir gut gefallen und da jedem Krimi ein kurzes Portrait folgt, sprang mir der Buchtitel "Roman ohne U " ins Auge. Den hatte ich doch noch ungelesen im Regal stehen ! Also habe ich den dann erstmal dazwischen geschoben und gelesen. Sehr erschütternd. 

    Bei den "Schnüffelschwestern" von Tatjana Kruse ( Arsen mit Spitzenhäubchen lässt grüßen) habe ich so gelacht, dass ich mir direkt eins ihrer Bücher gekauft habe und auch das erst lesen mußte, bevor ich mit den ausgezeichneten Morden (ich liebe solche Wortspiele) weitermachen konnte. 

    Eigentlich ist jeder Krimi abgeschlossen, darum habe ich mich bei "Torso" etwas geärgert, da dies nur der Anfang eines Krimis war und weil er aber so spannend war, ich mir das Buch kaufen mußte, um zu wissen, wie es weitergeht. Allerdings hat es sich gelohnt.

    Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich es behalten werde und ich kann es nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach neuen Krimiautoren ist. Habe nun noch einige Autoren auf meiner Liste, nach denen ich die Augen aufhalten werde. Am Ende des Buches werden noch kurz verschiedene Krimipreise vorgestellt.

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    Cover des Buches Die Sau ist tot (ISBN: 9783954514618)

    Bewertung zu "Die Sau ist tot" von Rudolf Jagusch

    Die Sau ist tot
    supersusivor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Via Mala in der Eifel
    grausig und düster

    Klaus sitzt in U-Haft und bittet seinen Freund, seine Verteidigung zu übernehmen. Er schildert ihm, was ihn dazu gebracht hat, seinen Schwiegervater zu ermorden und den Schweinen zum Fraß vorzuwerfen. Die Abgründe, die sich auftun, sind erschreckend und man kann Klaus sehr gut verstehen, ja, man fragt sich, ob einem selbst eine andere Lösung eingefallen wäre.

    Anfangs tat ich mich mit den hölzernen, steifen Dialogen etwas schwer (Gespräch zwischen Klaus und seinem Anwalt-Freund, Kennenlernen von Helene), aber als Klaus dann ins erzählen kommt, bessert sich dies. Die Geschichte von Klaus liest sich flüssig, die Charaktere sind gut dargestellt und nur Helene bleibt etwas blass und wirkt nicht ganz so authentisch. Via Mala in der Eifel mit einem überraschenden Ende.

    Wer kurze Lokalkrimis mag, die etwas düster sind, ist hier richtig. Ich möchte gar nicht wissen, in wievielen Familien es so zugeht. 

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    Cover des Buches Hintergangen (ISBN: 9783492303668)

    Bewertung zu "Hintergangen" von Rachel Abbott

    Hintergangen
    supersusivor 15 Tagen
    Kurzmeinung: sehr spannend, ungewöhnlich und geschickt aufgebaut.
    spannend

    Als Laura den Multimillionär Hugo kennenlernt, ist sie so angetan von ihm, seiner Fürsorge, seinen guten Manieren, seiner Großzügigkeit, dass sie über einige kleine Merkwürdigkeiten hinweg sieht, zumal er immer eine Erklärung parat hat. Auch dass er eine Stiftung gegründet hat und Gutes tut gefällt ihr. Da ist sie auch gerne bereit, auf seine Wünsche einzugehen, was ihre Hochzeit angeht, schließlich plant er ihr zuliebe eine Überraschung. Jahre später ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst.

    Hugo wird tot aufgefunden. Und anhand von Briefen, die Laura ihrer Freundin geschrieben, aber nie abgeschickt hatte, erfährt man sehr geschickt gemacht, wie ich finde, wie die Ehe ausgesehen hat. Man versteht Laura, auch als sich immer neue Abgründe auftun. Für Hugos Tod hat Laura ein Alibi, aber gibt es noch mehr Leute, die einen Grund hätten, ihn zu beseitigen ? Je mehr die Polizei gräbt, um so geheimnisvoller wird alles. Und immer neue Spuren müssen verfolgt werden. Und was ist das dunkle Geheimnis in Hugos Vergangenheit und Familie ?

    Sehr spannend, gut geschrieben, Charaktere nachvollziehbar. Habe das Buch verschlungen und lese gerne mehr von der Autorin. Ein guter Krimi.

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    Cover des Buches Opferzeit (ISBN: 9783453437494)

    Bewertung zu "Opferzeit" von Paul Cleave

    Opferzeit
    supersusivor 18 Tagen
    Kurzmeinung: spannend
    spannend

    Spannend und so gut wie der erste Teil, den man, wie ich finde, vorher gelesen haben sollte (der 7. Tod).

    Der Serienkiller Joe sieht die Welt etwas anders. Er findet sein Verhalten völlig normal und versteht gar nicht, was die anderen für ein Problem damit haben. Er ist sicher, dass er schnell aus der Haft entlassen wird und dass man wegen ihm die Todesstrafe wieder einführen will, blendet er völlig aus. Nur seine Mutter kann ihn in Bezug auf Realitätsverkennung noch toppen. Sie heiratet an dem Tag, an dem sein Prozeß beginnt und erwartet, dass er zur Hochzeit kommt. Er soll denen mal sagen, dass er den Tag frei brauche. Ich mag diesen Humor. z.B. S. 44 als Joe seinen Gefängnisalltag beschreibt und dass ca 30 Gefangene Mittags in den Gemeinschaftsraum dürfen " Einige von uns machen ihr eigenes Ding, einige versuchen, spitz gefeilte Zahnbürsten in ihre Mithäftlinge zu stecken, und  einige versuchen. Körperteile in ihre Mithäftlinge zu stecken." Oder wenn er seine Isolationshaft beschreibt : "In meiner Zelle kann ich nicht viel tun, trotzdem habe ich immer noch die Wahl. Ich kann auf meiner Bettkante sitzen und die Wand oder die Toilette anstarren, oder ich kann auf der Toilette hocken und das Bett anstarren." Aber am schönsten und lustigsten sind nach wie vor die Dialoge mit seiner Mutter.

    Aber der Humor ist nur ein Stilmittel. Eigentlich ist es ein spannender Krimi und die Brutalität von Mellissa ist ziemlich abschreckend. Es ist also kein seichtes Buch. Leider ist es weit über ein Jahr her, dass ich Teil eins gelesen habe und ich wünschte, es wäre bei dieser Lektüre noch präsenter gewesen. 

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    Cover des Buches Norderney, Morderney (ISBN: 9783404169498)

    Bewertung zu "Norderney, Morderney" von Theodor J. Reisdorf

    Norderney, Morderney
    supersusivor einem Monat
    Kurzmeinung: Leider fand ich es so langweilig, dass ich nur das erste Buch gelesen habe und die anderen beiden Krimis nicht.
    langweilig

    Was hab ich mich auf dieses Buch gefreut ! Und dann war der erste Krimi so langweilig, dass ich die anderen beiden gar nicht gelesen habe. Meine Rezi bezieht sich also nur auf "Mörderische Friesenhochzeit" :

    Die ersten 100 Seiten waren nur Einleitung scheint mir. Es lies sich gut lesen, aber es war weder spannend, noch passierte irgendetwas. Dann kommt jemand bei einer Hochzeitsfeier zu Tode. Der Tod wird als Unfall eingestuft. Irgendwann wird ermittelt. Sehr zäh und langsam. Und irgendwann findet man raus, was passiert ist. Ende.

    Habe die anderen beiden Krimis kurz angelesen, aber sie sind wohl nach dem gleichen Muster gestrickt. Sind ja auch vom gleichen Autor. Auch wenn es sich leicht lesen liess und man daher flott voran kam (und als Roman wären die ersten 100 Seiten ja auch nicht schlecht), ist das Leben zu kurz und bei über 400 Büchern auf dem SuB, lese ich lieber etwas mit mehr Spannung. Die Figuren sind mäßig interessant, die Handlung in sich logisch, aber obwohl es ein Krimi ist, eher seicht.

    Fazit : Kann man lesen, man verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht liest.

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    Cover des Buches »Schizophrenie ist scheiße, Mama!« (ISBN: 9783596189144)

    Bewertung zu "»Schizophrenie ist scheiße, Mama!«" von Janine Berg-Peer

    »Schizophrenie ist scheiße, Mama!«
    supersusivor einem Monat
    Kurzmeinung: sollte Pflichtlektüre werden für alle, die in der Psychiatrie arbeiten
    ein wichtige Buch !

    Ein großartiges Buch. Großartig deswegen, weil es so wichtig ist.

    Die Autorin bekommt einen Anruf aus dem Internat, sie möge bitte ihre Tochter abholen. Und damit beginnt ein Alptraum sowohl für die Mutter, als auch natürlich für Lena, ihre Tochter. Ob es sich dabei um Schizophrenie handelt, oder um eine manisch-depressive Erkrankung mit psychotischen Episoden ist im Grunde nebensächlich (es existieren beide Diagnosen für Lena, was öfter vorkommen kann, wenn man bei verschiedenen Psychiatern ist). 

    Das Leid der Tochter, ihre Ungeduld, ihre Ängste, ihr Bemühen um Normalität und ihr Scheitern, ihr ausuferndes, lautes irrationales Verhalten, ihre Anschuldigungen (aus Verzweiflung, aus wahnhaftem Erleben heraus), ihr Geld ausgeben, ihre Verwahrlosung - das alles ist für die Mutter nur schwer zu ertragen und auszuhalten. Sie will helfen und unterstützen, sie will das Leid ihrer Tochter lindern und ihr beistehen. Aber wie ? Was kann sie tun ? Was braucht ihr Kind jetzt ? Was ist richtig, was ist falsch ? Völlig allein gelassen von Ärzten und Pflegekräften sucht sie nach Informationen über die Erkrankung und versucht ihr möglichstes, um Lena zu helfen. Sie sucht Wohnungen, wenn Lena wieder rausgeflogen ist, sie gibt ihr Arbeit, sie besucht sie täglich in der Klinik, sie putzt und räumt auf, wenn Lena es nicht schafft, sie versucht sie zu motivieren ihre Medikamente zu nehmen und sie moralisch zu unterstützen und aufzubauen. Sie gibt ihr Bestes. Aber das ist nicht leicht bei so einer Erkrankung.

    Viel Zeit und Energie hätte sie sich sparen können, wenn sie von Ärzten und Pflege aufgeklärt worden wäre über die Erkrankung und was sie erwarten kann. Ich arbeite seit 25 Jahren in der Psychiatrie und weiß, dass Angehörige kaum wahrgenommen werden, dass sie in erster Linie gesehen werden, als die, die den Patienten die Sachen bringen (Zigaretten, Kleidung, Geld, Shampoo etc.), dass man sich zu wenig Zeit für sie nimmt und in ihrer Verzweiflung oft alleine lässt. Ich verweise meist auf Angehörigen Gruppen, die bei uns an der Klinik sehr gut sind und wo Angehörige die nötige Unterstützung bekommen, die der Autorin hier so dringend fehlt. In Angehörigen Gruppen erhalten die Eltern/Geschwister/Kinder/ Partner/Freunde nicht nur Psychoedukation, also Aufklärung und Infos über die Erkrankung, die Medikamente und deren Nebenwirkung und  wie sie mit dem Patienten und dessen Verhalten umgehen können, sondern auch Unterstützung, Anteilnahme, Entlastung, das Gefühl, sie stehen nicht alleine da, andere machen die gleichen Erfahrungen, Trost Hoffnung und Zuversicht. In den Gruppen berichten Angehörige davon, was bei ihnen geholfen hat, was funktioniert hat und was nicht. Sie werden Schuldgefühle los (Hab ich was falsch gemacht, bin ich schuld, was hätte ich anders machen können, hätte ich sie besser auf der Schule gelassen trotz mobbing, hätte ich strenger sein müssen oder lascher, hätte ich mehr Zeit mit ihm verbringen sollen oder ihm mehr Freiraum gönnen sollen usw.) und können auch ihrem Ärger Luft machen. Manche Erkrankungen z.B. Depressionen können wütend machen und fast alle Erkrankungen lassen einen verzweifeln und lösen Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit aus. Hier kann man sagen, wie man sich fühlt ohne, dass man schief angesehen wird. Hier geht es um einen selbst, nicht um den Patienten, auch wenn über ihn, seine Erkrankung und sein Verhalten gesprochen wird. Es gibt Ratschläge und Infos bzgl. Betreuung, Einweisung oder was man macht, wenn der Sohn sich verbarrikadiert hat, wenn er aus Verfolgungswahn aggressiv wird, wenn er aufgrund von Vergiftungsideen nicht mehr ißt und trinkt, wenn der Mann in seiner Manie alles Geld verschenkt oder sonstwie ausgibt, wenn die Patienten sexuell völlig enthemmt sind und Job, Wohnung etc. verlieren, wenn sie Kontakt abbrechen und nur noch sich zurückziehen und verwahrlosen etc. 

    An dieser Stelle möchte ich auch auf den Trialog hinweisen, den es in vielen Städten gibt. Dort sitzen Angehörige, Patienten und Profis (Psychiater, Pflege, Sozialarbeiter, Therapeuten) zusammen, ohne miteinander zu tun zu haben . Es sind also nicht die Angehörigen der Patienten, die daran teilnehmen, sondern Fremde. Und dann schildert jeder wie er das Verhalten der Patienten, ihre Erkrankung etc. erlebt. Wären es die Angehörigen des Patienten, wären die Emotionen zu hoch, um informativ seine Sicht der Dinge darlegen zu können, aber auch so erfährt man viel von der Sicht der anderen und versteht so viel besser, warum sich jemand weigert, die Medikamente zu nehmen, warum in der Klinik auf Tagesstruktur Wert gelegt wird, warum die Eltern einen haben einweisen lassen, warum man Nachts alle Möbel auf die Straße räumt, um Angreifer abzuwehren, warum es in der Klinik nachts keinen Kaffee mehr gibt etc. etc.  Alle 3 Teilnehmergruppen profitieren enorm von diesem Austausch, der ja auch völlig ohne Schuldzuweisungen abläuft, da die drei sonst nichts miteinander zu tun haben. 

    Für Profis : Ich finde, dieses Buch sollte jeder, der in der Psychiatrie arbeitet als Pflichtlektüre lesen, egal ob Arzt, Therapeut, Pflege oder Sozialarbeiter. Denn es ist so, wie die Autorin es schildert, die Angehörigen kommen oft zu kurz und werden mit ihren Fragen und Sorgen allein gelassen. Wir versuchen zwar uns Zeit für Angehörigengespräche zu nehmen, aber auf einer Akutstation ist dies nicht immer möglich und so verlieren wir die Angehörigen oft aus dem Blick. Dieses Buch würde uns wieder bewußtmachen, dass wir uns mehr Zeit nehmen (müssen). 

    Für Angehörige ist dieses Buch auch sehr hilfreich, da sie sich hier sicher wiederfinden werden und merken, sie stehen nicht alleine da. Auch sind im Anhang viele nützliche Adressen und Literatur aufgeführt.

    Für Patienten kann dieses Buch auch hilfreich sein, damit sie -ähnlich wie beim Trialog- besser verstehen können, warum Angehörige oder Freunde sie in die Klinik gebracht oder eine Betreuung eingerichtet haben und wie ihre Erkrankung auf Außenstehende wirkt. Vielleicht ermöglicht dies Buch ihnen, mit ihrer Familie ins Gespräch zu kommen, was sie sich in einer Krankheitsphase für sich wünschen, was sie als hilfreich empfinden etc.

    Für  Nichtbetroffene : Psychische Erkrankungen sind immer noch mit einem großen Stigma behaftet, oft , weil es befremdlich wirkt und Angst macht. Was man nicht versteht, wird abgelehnt. Auch die Autorin stößt -selbst im Freundeskreis- auf Unverständnis, Ablehnung und völlig deplazierte "gute Ratschläge". Dieses Buch gibt einen guten Einblick in die Schwierigkeiten, mit denen es betroffene Familien zu tun haben und ich finde, es ist immer gut seinen Horizont zu erweitern, um mehr Verständnis für andere Menschen zu haben. Also, liebe Leute, lest dieses Buch.

    Ich habe schon viel Literatur zu diesem Thema gelesen, sowohl von Patienten selbst, als auch von Angehörigen (auch die Bücher  "Der Tag an dem meine Tochter verrückt wurde" und "Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen" sind sehr gut). Dieses hier finde ich aber besonders eindringlich, da es hier wirklich um die Erfahrungen als Angehörige geht und nicht die Erkrankung selbst im Mittelpunkt steht. Und wie gesagt, ich halte es für alle, die in der Psychiatrie arbeiten für ein Muß, damit die Angehörigen und ihre Bedürfnisse wieder mehr gesehen werden. Ich werde es jetzt nachkaufen und allen jungen Kolleginnen schenken.

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    Cover des Buches Aus schwarzem Wasser (ISBN: 9783423230193)

    Bewertung zu "Aus schwarzem Wasser" von Anne Freytag

    Aus schwarzem Wasser
    supersusivor einem Monat
    Kurzmeinung: ein wahrer Pageturner . Eins der spannensten Bücher, die ich gelesen habe und auch sprachlich toll.
    ein echter Pageturner

    Super ! Ganz große klasse. Eins der spannensten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich will hier nicht viel verraten, nur erstmal die Empfehlung aussprechen, nicht den Klappentext zu lesen, denn dann sind die ersten Seiten noch eindrucksvoller und spannender. Das Buch hat mich regelrecht mitgerissen und es war lange nicht klar, in welche Richtung es geht.

    Es geht um geheime Forschungen, soviel verrate ich doch. Die Geschichte wird durch Personenwechsel und Zeitsprünge vorangetrieben, denen man aber sehr gut folgen kann, da sie deutlich gekennzeichnet sind. Die Figuren sind sympathisch und nachvollziehbar. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. Klar gibt es auch hier mal kleine Mängel, aber die fallen nicht ins Gewicht. Der Schluß hat mir nicht ganz so gut gefallen, weil es noch vieles gab, worüber ich mehr hätte lesen wollen und ich fand ihn etwas zu konstruiert.

     Sprachlich war es eine positive Überraschung, vor allem zu Beginn. Das hat man bei Thrillern selten. Es gibt richtig poetische Metaphern ("Die seltsame Leere, die sie zurücklässt, breitet sich in mir aus, wie Tinte auf einem nassen Stück Papier " um nur eine davon zu nennen) und auch stilistisch bin ich beeindruckt. 

    Wer Spannung und Geheimnisse mag und einen Pageturner sucht, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich werde ab jetzt nach der Autorin Ausschau halten.

    Klare Leseempfehlung.

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    Cover des Buches Das Kind in mir will achtsam morden (ISBN: 9783453424449)

    Bewertung zu "Das Kind in mir will achtsam morden" von Karsten Dusse

    Das Kind in mir will achtsam morden
    supersusivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: toller Humor, so gut, wie der erste Teil. Habe sehr gelacht
    toller Humor, so gut wie Teil eins

    Ein  wunderbar humorvolles Buch, das seinem Vorgänger "Achtsam morden" durchaus das Wasser reichen kann. Man muß den Vorgänger nicht lesen, aber ich glaube, einfach um des Lesevergnügens willen sollte man dies tun.

    Björn ist Anwalt und hat nun 2 Mafiaclans zu leiten. Wie er da reingeschlittert ist, möchte ich hier nicht verraten, aber er hat alle Hände voll zu tun und leitet auch noch einen Kindergarten. Auch wenn er dank seines Therapeuten nun ganzheitlich und achtsam mordet, möchte er gar nicht mehr morden, denn das hat er ja nie gewollt. Es hat sich nur halt immer so ergeben. Aber irgendwie passiert ihm doch wieder ein Mord. Sein Therapeut zeigt ihm den Zugang zum inneren Kind. Ob ihm dies weiterhilft ?

    All die vielen kleinen, beiläufigen Bemerkungen sind herrlich. z.B. bei der Beschreibung von Nils  "Sein flaumiger Oberlippenbart passte weder in die Alpen noch in sein Gesicht."  Oder "Nils war exakt der Typ Mensch, dessentwegen man Urlaub in den Alpen macht: Um ihn wenigstens eine Woche nicht zu sehen". Diese saloppen und sarkastischen Beschreibungen haben es mir angetan : "...irgendwelche Schwachmaten mit Testosteron-Fehlfunktion..." Das Buch wimmelt nur so von unscheinbaren und doch witzigen Bemerkungen, die dem Buch die richtige Würze geben : " Das ist der Vorteil von Ikea Möbeln. Zerstört oder unzerstört sehen sie fast gleich aus."  oder "Die Frau, die keinen Sex mit mir haben wollte, war sauer, weil sich eine andere Frau dafür bedankte, auch keinen Sex mit mir gehabt zu haben. Und wer ging zum Coaching, um sein vermeintlich irrationales Handeln in den Griff zu bekommen? Ich."

    Besonders schön fand ich auch das mit den Spielplatzverwüstern, dass sie nun die Gelegenheit hätten einen Beschwerdebrief bzgl. des Reinigungszyklus an die Stadtverwaltung zu schreiben."...versuchte ich meinen inneren Zwiespalt zwischen Mitleid und Genugtuung wertneutral zu formulieren." Ich freue mich sehr, dass der Autor nicht all sein Pulver im ersten Buch verschossen hat, sondern wir auch hier auf unsere Kosten kommen. Mein absoluter Favorit ist die Stelle mit der Katze, die ich hier nicht wiedergeben kann ohne zu spoilern.

    Vom Konzept des inneren Kindes habe ich schon gehört, finde es hier aber sehr gut und anschaulich erklärt, für alle, die damit nicht vertraut sind, sodass es auch für Laien nachvollziehbar ist. Auch manche "Weisheiten" machen nachdenklich oder sind sehr treffend. " Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Wenn ihm niemand das Vertrauen gibt, dass er dort keimen kann, oder von einem Vogel in eine neue Heimat geflogen wird, bleibt dem Apfel nur, im Schatten des Baumes zu verrotten."

    Insgesamt ein toller Lesegenuß, der einen oft zum Lachen brachte. Ein herrliches Buch.

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    Cover des Buches Tod im Sommerhaus (ISBN: 9783442461882)

    Bewertung zu "Tod im Sommerhaus" von Åke Smedberg

    Tod im Sommerhaus
    supersusivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Tue mich mit dem Schreibstil schwer
    geht so

    Ein altes Ehepaar wird brutal mit einer Axt ermordet. Bald wird klar, dass es sich bei dem Opfer um einen Verbrecher handelt, der seinerseit Furore machte. Ist das die späte Rache eins seiner Opfer ?

    Es wird ermittelt. Ich schreibe "es", weil ich ehrlich gesagt manchmal nicht wußte von wem die Rede ist. Polizei, ehemaliger Polizist, Ex Krimineller-jetzt-Journalist (?). Ich bin nicht mehr durchgestiegen. Vielleicht war ich auch nur unkonzentriert, da ich z.Z. viel Stress habe. Oder die ähnlichen Namen haben mich durcheinander gebracht. Es ließ sich aber trotzdem gut lesen und nachdem ich aufgegeben habe und es mir egal war, wer wer war, kam ich auch beim Lesen schneller voran. Natürlich wollte man wissen, was passiert ist und warum, aber es blieb meistens nur mäßig spannend. Die Dialoge empfand ich als zäh, da oft vieles nicht gesagt wurde und nur angedeutet wurde oder man um den heißen Brei herum redete. Ich glaube, dass Verhöre mit Leuten, die auf stur schalten sicherlich so ablaufen und auch, dass wenn man was zu verbergen hat, nicht offen mit Journalisten redet, aber es ist beim lesen, wenn man in der Geschichte voran kommen will, sehr unbefriedigend. Der Schreibstil ist auch nicht mein Fall. Das heißt nicht, dass er schlecht ist, nur , dass ich persönlich ihn nicht mag. 

    Eine Empfehlung dafür oder dagegen kann ich nicht aussprechen. Ob ihm der Stil gefällt, muß jeder selbst herausfinden. 

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    Cover des Buches Kreuzstich Bienenstich Herzstich (ISBN: 9783426503676)

    Bewertung zu "Kreuzstich Bienenstich Herzstich" von Tatjana Kruse

    Kreuzstich Bienenstich Herzstich
    supersusivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein heiterer Krimi, der, obwohl auch spannend, vor allem durch seine sympathischen, menschlichen Charaktere besticht und eher locker flockig
    heiterer Krimi

    Ein heiterer Krimi, der, obwohl auch spannend, vor allem durch seine sympathischen, menschlichen Charaktere besticht und eher locker flockig daher kommt. Kommissar Seifferheld, nach einem Arbeitsunfall Frührentner, sieht einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen einiger alleinstehender Männer, deren Ableben aber eindeutig als Unfälle deklariert wurden. Seine ehemaligen Kollegen nehmen ihn nicht ernst und lachen ihn nur aus. Tief gekränkt versucht er einen Lockvogel zu finden, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

    Habe das Buch sehr gerne gelesen. Der Humor ist sehr schön und eigentlich wichtiger als die Auflösung. So ist das Buch auch aufgebaut. Es ist sehr leichte Kost und macht Spaß. Ich denke, ich werde mir mehr Bücher aus der Reihe zulegen, wenn ich mal was Kleines, Heiteres für Zwischendurch lesen möchte. Auch möchte ich wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht und ob der Kommissar bei seinem heimlichen Hobby, dem Besticken von Kissenbezügen, erwischt wird. Es ist ihm nämlich sehr peinlich ein so unmännliches Hobby zu haben.

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    • weiblich
    • 05.06.1968

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