sursulapitschi

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    Cover des Buches Wenn Nashörner lieben: Roman (ISBN: B08MD9K6SD)

    Bewertung zu "Wenn Nashörner lieben: Roman" von Claudia Lampert

    Wenn Nashörner lieben: Roman
    sursulapitschivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Originell angelegte Liebesgeschichte, geht leider in absurder Dramatik unter. Kommt nicht an den Mondgartentraum heran.
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    Cover des Buches Die Wand (ISBN: 9783548288123)

    Bewertung zu "Die Wand" von Marlen Haushofer

    Die Wand
    sursulapitschivor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Eigentlich findet hier ein Kammerspiel statt, das sich liest wie ganz großes Kino, das fesselt ohne Action und das wirklich sehr berührt.
    Kammerspiel mit großer Wirkung

    Eigentlich passiert kaum etwas in diesem Buch, trotzdem erlebt man viel. Dieses Buch nimmt mit.

    Da ist eine Frau in einer Ausnahmesituation, allein in einer Berghütte, für immer? Sie weiß nicht, wie es passieren konnte, aber es ist nun mal so, sie kommt dort nicht weg und muss sich mit der Situation arrangieren, für ihre Verpflegung sorgen, Holz hacken, jagen, überleben und darüber nachdenken.

    Sie schlägt sich gut, kommt aber körperlich und emotional deutlich an ihre Grenzen und nimmt den Leser dabei mit. Etwas Verhängnisvolles liegt in der Luft.

    Mit diesem Buch schreibt sie quasi ums Überleben. Es ist ein Bericht über ihre Erlebnisse und Erfahrungen aber auch ein Halt, ein Zeitvertreib, der ihre Gedanken in Bahnen lenkt und sie beschäftigt. Das Papier wird nicht ewig reichen und es gibt dann nichts mehr. Was dann? Wie lange reichen die Streichhölzer? Was dann?
     Marlen Haushofer ist hier ein Kunststück gelungen. Eigentlich findet hier ein Kammerspiel statt, das sich liest wie ganz großes Kino, das fesselt ohne Action und das wirklich sehr berührt.

    Ein Buch, das uns vor Augen führt, was wirklich wichtig ist.

     

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    Cover des Buches Schurken der Landstraße (ISBN: 9783462052374)

    Bewertung zu "Schurken der Landstraße" von Michael Chabon

    Schurken der Landstraße
    sursulapitschivor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Michael Chabon schreibt wunderbar, das steht außer Zweifel. Allerdings reizt er hier seine Erzählkunst aus bis zur Grenze des Erträglichen.
    Eine Geduldsprobe

    Für dieses Buch braucht man viel Geduld.

    Erst einmal ist das Setting ungewöhnlich. Hat jemand schon von Chasarien gehört? So hieß eine Kaukasusregion im 10. Jhd., heute ist dort Georgien.

    Dort haben sich ein fränkischer Jude und ein afrikanischer Söldner zusammengefunden und schlagen sich gemeinsam durchs Leben. Zelikman und Amram sind kampferprobt und gewitzt und bekommen den Auftrag ein vaterloses Prinzlein zum Onkel zu begleiten. Nur sind diese Zeiten sehr bewegt. Christen, Juden und Muslime sind sich niemals eins und ab und an kommen Nordmänner, die Rus, und machen ganze Dörfer nieder.

    Michael Chabon schreibt wunderbar, das steht außer Zweifel. Allerdings reizt er in diesem Werk seine Erzählkunst aus bis zur Grenze des Erträglichen.

    „Zelikman schnellte herum und stellte fest, dass er – ein wortloser Tadel seiner tollkühnen Idee, Amram eigenhändig vor einer ganzen Kompanie schwer bewaffneter Kavalleristen retten zu wollen – vom Bankert eines Bergtarpans und eines arabischen Muttertiers gebissen worden war, dessen Blutlinie sich bis zu den Al Khamsa zurückverfolgen ließ, jenen fünf Mutterstuten aus dem Stall des Propheten darselbst.“

    In ewig lange, verschachtelte Sätze stopft er so viele Informationen, dass man sich fragt, ist das nun genial oder unverschämt. Das ist geistreich und eloquent, nur leider auf Dauer kein Vergnügen für den Leser.

    Eigentlich hätte dieses Buch mich begeistern müssen. Es verbindet exotische Historie mit einem Hauch von tausenundeiner Nacht, ist gekonnt und mit Humor erzählt, nur fordert es den Leser wirklich sehr. Und eigentlich halte ich einiges aus, aber hier komme ich an meine Grenzen.

     

     

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    Cover des Buches Und es schmilzt (ISBN: 9783596298372)

    Bewertung zu "Und es schmilzt" von Lize Spit

    Und es schmilzt
    sursulapitschivor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Die ekelhafteste Geschichte, die man sich vorstellen kann in tollem Erzählstil. Von dieser Autorin lese ich nie wieder etwas.
    Kommentare: 7
    Cover des Buches Grandhotel Odessa - Die Stadt im Himmel: Die Grandhotel-Odessa-Reihe 1 (ISBN: B08PM89JL9)

    Bewertung zu "Grandhotel Odessa - Die Stadt im Himmel: Die Grandhotel-Odessa-Reihe 1" von Charlotte Roth

    Grandhotel Odessa - Die Stadt im Himmel: Die Grandhotel-Odessa-Reihe 1
    sursulapitschivor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Wunderbarer Schmöker um eine Hoteliersfamilie, Träume, Liebe und auch um Russland im Wandel der Zeiten, humorvoll und fesselnd.
    Geschichte mit Gefühl, Eleganz und Humor

    Ein neues Buch von Charlotte Roth, das auch noch vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum bei Audible zu haben ist, ich bin begeistert.

    Diesmal gibt es sogar gleich eine veritable Saga zu lesen. Da ist ein Luxushotel, mitten in Odessa, das seinen Gästen jeden Wunsch erfüllt und sehr en vogue ist 1910. Man kommt zur Sommerfrische, parliert français, Russland hin oder her, genießt Strand, Sonne, Kaviar und sündenschwarzen Mokka. Dieses Hotel war einst der Traum von Philipp Liebenthal, der 20 Jahre vorher nicht nur Geld für diesen Traum opferte.

    Hier geht es um Träume, Lebensziele, Liebe, Leidenschaften und auch um Russland im Wandel der Zeiten. Es lauert ein Krieg im Hintergrund, die feine Gesellschaft wird sich noch umgucken.

    In ihrem unvergleichlichen Erzählstil verbindet Charlotte Roth Historie mit Dramatik und schafft es tatsächlich, trotz großer Gefühle die Kitschklippe zu umschiffen. Ich hatte großen Spaß an ihren ausgesuchten Formulierungen. „Lidija Petrowna bewegte ihre Leibesfülle langsam und selten.“ darf man da beispielsweise  lesen und freut sich.

    Liebevoll und mit Humor entwirft sie ein kompliziertes Netz von originellen Figuren und Beziehungen, die schicksalhaft mit diesem Hotel und seinen Besitzern verbunden sind.

    Dieses Buch ist ein wunderbarer Schmöker, in den man sich fallen lassen kann, es macht Spaß, fesselt und bringt einem auch lebendig diese Zeit nahe. Noch nie hat mir jemand so plausibel die Entstehung des Ersten Weltkriegs erklärt wie Leo Ullrich. Danke.

    Den zweiten Teil gibt es schon im März, ich freue mich drauf.

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    Cover des Buches Die Frauen von Paris (ISBN: 9783746636283)

    Bewertung zu "Die Frauen von Paris" von Pam Jenoff

    Die Frauen von Paris
    sursulapitschivor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Tolles Thema, liest sich leicht und verstört den Leser weder durch stilistische Finessen noch durch Anspruch.
    Kriegsschmonzette

    Dieses Buch lotet einen eher unbekannten Aspekt des Zweiten Weltkriegs aus. Es wurden tatsächlich britische Frauen zu Agentinnen ausgebildet und in Frankreich für Sabotageakte gegen die Nazis eingesetzt.

    So wird die SOE (Special Operations Executive) auch auf Marie aufmerksam, die in London lebt und französische Bücher liest. Gute Französischkenntnisse sind für potenzielle Agentinnen unabdingbar.

    Gespannt kann man hier ihre Rekrutierung und Ausbildung verfolgen und begleitet sie dann tatsächlich nach Frankreich.

    Parallel dazu lernt man Eleanor kennen, die dazu auserkoren wurde, die neue Section F zu leiten, nach und nach aber über Ungereimtheiten stolpert.

    Das alles hätte als Thema für einen guten Roman durchaus gereicht, die Autorin erweitert das Szenario aber noch. Es ist kurz nach dem Krieg als Grace in einem Bahnhof in Manhattan über einen Koffer stolpert, in dem Fotos von zwölf Frauen in Uniform zu finden sind. Neugierig geworden fängt sie an zu recherchieren, was natürlich die Geschichte der Frauen der Section F hübsch von hinten aufrollt, allerdings sollte man nicht darüber nachdenken, warum Grace wohl all das tut, was sie so tut. 90% ihrer Aktivitäten lassen sich nur mit „sie konnte einfach nicht anders“ erklären, was ich dann doch etwas dürftig finde.

    Grace Recherche nebst lauwarmer Liebesgeschichte hätte man sich getrost sparen können und machen aus diesem eigentlich spannenden historischen Roman die übliche Schmonzette. Kommt man nicht mehr aus ohne Koffer mit Fotos und Geheimnissen, die zu lüften sind? Offensichtlich hat hier die Autorin ihrem Thema nicht getraut und die hoch spannende Grundidee mit einem ordentlichen Kitschpolster versehen.

    Dieses Buch liest sich leicht und verstört den Leser weder durch stilistische Finessen noch durch Anspruch. Es hat mir ein spannendes Thema in Großschrift nahegebracht, zu dem ich mir aber doch noch gehaltvollere Lektüre suchen werde.

     

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    Cover des Buches Berlin Prepper (ISBN: 9783518470930)

    Bewertung zu "Berlin Prepper" von Johannes Groschupf

    Berlin Prepper
    sursulapitschivor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Origineller, toll erzählter Thriller, der zeigt, wohin rechtes Gedankengut führt. Schräge Typen, fiese Geschichte, einige Überraschungen.
    Kommentare: 1
    Cover des Buches Dry (ISBN: B08M6FB9BP)

    Bewertung zu "Dry" von Neal Shusterman

    Dry
    sursulapitschivor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Eine schlecht erzählte Katastrophe, wenig originell, mit viel Drama aus der Klischeekiste
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    Cover des Buches Der verlorene Sohn (ISBN: 9783351037833)

    Bewertung zu "Der verlorene Sohn" von Olga Grjasnowa

    Der verlorene Sohn
    sursulapitschivor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Zu wenig Ambiente. Eher ein persönlicher als ein historischer Konflikt. Ich mag es lieber umgekehrt.
    Dürftig

    Das Thema ist höchst originell. Vom Kaukasischen Krieg hört man selten.

    Es ist 1839 als der kleine Jamalludin als Geisel an die Russen übergeben wird. Er ist neun Jahre alt und nur das Leben bei den Awaren gewohnt, ein großer Kulturschock. Das Leben am Hof des Zaren ist anders als alles, was er bisher kannte.

    Leider wird genau das nur sehr oberflächlich herausgearbeitet. Jamalludin vermisst eindrucksvoll sein zu Hause, aber die tatsächlichen kulturellen Unterschiede werden nur angekratzt. Der Hof in St.Petersburg ist prächtig, Jamalludin ist es gewohnt, auf dem Boden zu sitzen. Sehr viel mehr erfährt man nicht.

    Das Buch konzentriert sich auf Jamalludins inneren Konflikt, ein Junge zwischen zwei Kulturen, die beide Vor- und Nachteile haben, vernachlässigt dabei aber sträflich das Ambiente sowie historische und politische Randinformationen. Auch die zahlreichen auftretenden Protagonisten lernt man kaum kennen. Sie kommen und gehen und rauschen am Leser vorbei.

    Man kann dieses Buch durchaus lesen, allerdings hatte ich deutlich mehr erwartet.

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    Cover des Buches Alle sind so ernst geworden (ISBN: 9783257071542)

    Bewertung zu "Alle sind so ernst geworden" von Martin Suter

    Alle sind so ernst geworden
    sursulapitschivor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Zwei Herren plappern und erwarten, dass das reicht, die Menschheit zu unterhalten, dabei weiß die Menschheit, sie hätten uns mehr zu sagen.
    Hält nicht, was die Werbung versprach

    Das Beste an diesem Buch war die originelle Werbekampagne. Das Buch selbst ist ein Dialog. Zwei Autoren mit Esprit und Humor unterhalten sich, verströmen Esprit und Humor und beweisen, dass auch geniale Autoren nicht einfach so Geniales aus dem Ärmel schütteln.

    Es ist ganz nett, wenn sich zwei kluge, originelle Herren über Banalitäten unterhalten und auch aus einfachsten Dingen Philosophisches ableiten, nur möchte ich dann am Ende entweder eine Pointe oder eine Moral von der Geschicht. Diese zwei Herren plappern und erwarten, dass das reicht, die Menschheit zu unterhalten, dabei weiß die Menschheit, sie hätten uns mehr zu sagen, ach täten sie es doch.

    Dabei glänzt Herr Suter noch gelegentlich mit Ironie, während Herrn von Stuckrad-Barres Versuche, gleichzeitig witzig und gescheit zu sein, in nahezu dramatischer Weise scheitern. Am Ende wäre mir ein Monolog fast lieber gewesen.

    Also: ein schlechtes Buch und in Verbindung mit der aufgeblasenen Werbekampagne eine Frechheit.

     

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