tardy

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    Cover des Buches Die Herren der Zeit9783651025851

    Bewertung zu "Die Herren der Zeit" von Eva García Sáenz

    Die Herren der Zeit
    tardyvor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Aschluss der Kraken-Trilogie
    Die Herren der Zeit

    Eva Garcia Saenz' Kraken Trilogie findet mit "Die Herren der Zeit" einen gelungenen Abschluss. Mit diesem letzten Band bekommt man sogar zwei Bücher in einem. Jedoch erfordern beide sehr viel Konzentration und Durchhaltevermögen. Obwohl mir die meisten Namen schon aus den ersten beiden Romaen geläufig waren, bin ich hier durch die zahlreichen neuen Protagonisten doch einige Male an meine Grenzen gestossen. Ich musste leider oft eine Person nachschlagen, was den Lesefluss erheblich stört, so dass ich für den dritten Band länger gebraucht habe, als normal. Man merkt, dass die Autorin äußerst umfangreich recherchiert hat. Viele interessante Details schaffen eine einzigartige Atmosphäre und katapultieren den Leser direkt in die beiden Geschichten. Aber trotzdem bekommt der letzte Band von mir nicht die volle Punktzahl, denn dieses Mal ist die Schriftstellerin in meinen Augen über das Ziel hinausgeschossen. Manchmal ist weniger einfach mehr. Vor allem die ständigen Cliffhanger, das permanente Switchen von einer Zeitebene in die andere haben bei mir mehr Verwirrung verursacht und das sonst so harmonische Gefühl, welches ich bei Saenz' Büchern hatte, hat sich dieses Mal leider nicht eingestellt. Schade.

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    Cover des Buches Miracle Creek9783446266308

    Bewertung zu "Miracle Creek" von Angie Kim

    Miracle Creek
    tardyvor einem Monat
    Kurzmeinung: Alles ist anders
    Miracle Creek

    Auch wenn das Jahr noch jung ist, kann ich eines mit Bestimmtheit sagen. Angie Kims Debütroman "Miracle Creek" wird eines meiner diesjährigen Lesehighlights sein.

    Der Plot ist schnell erzählt. Eine koreanische Einwanderfamilie betreibt im verschlafenen Dorf Miracle Creek eine HBO-Anlage. Diese Überdruckkammer wird zur Therapie u.a. bei Autismus eingesetzt. Eines Tages passiert dort ein folgenschweres Unglück. Durch einen Brand explodiert ein Sauerstofftank. Zwei Menschen sterben. Elizabeth, die Mutter des achtjährigen Henry, eines der Opfer, wird angeklagt, den Brand absichtlich gelegt zu haben.

    Ich kann es eigentlich gar nicht richtig fassen, nicht benennen, warum mich dieser Roman so fasziniert.

    Der Schreibstil der koreanischstämmigen Autorin ist sehr vielschichtig. Nüchtern, prägnant, einprägsam. Aber dann doch wieder fast poetisch und leicht. Man liest und ist schnell gefangen, will nicht mehr aufhören. Der permanente Perspektivenwechsel tut sein übriges. Jeder Abschnitt wird von einem der Protagonisten erzählt. Dabei schildert jede/r seine ganz eigene Sicht auf das Erlebte. Kleine und größere Lügen kommen zum Vorschein. Jeder hat seine eigenen Wahrheiten. Jeder hat einen Grund für seine Entscheidungen und bringt dadurch das Fass zum überlaufen. Es ist wie bei einem Dominoeffekt, einmal losgetreten, kann man es nicht mehr stoppen.

    Das Buch hat so viele Facetten, dass man es nur schlecht einordnen kann. Eins ist es auf jeden Fall. Eine interessant, spannende Milieustudie, wie sie nur ein Einwanderland, wie Amerika, hervorbringen kann.

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    Cover des Buches Tage des Lichts9783746635668

    Bewertung zu "Tage des Lichts" von Ulrike Renk

    Tage des Lichts
    tardyvor einem Monat
    Kurzmeinung: Auch der dritte Teil hat mich wieder überzeugt
    Tage des Lichts

    1939. In Deutschland steht der Krieg vor der Tür. Gerade noch rechtzeitig kann Ruth ihre Eltern und ihre Schwester nach England holen. Aber auch dort ist es nicht mehr sicher. Die Meyers planen nach Amerika auszuwandern.  Wird dieser Plan gelingen?

    Der dritte Teil der Saga um die Jüdin Ruth Meyer und ihre Familie hat mich wieder einmal überzeugt. Ulrike Renk schreibt, wie gewohnt, spannend und detailliert und zieht den Leser erbarmungslos mit, egal ob er will oder nicht. Ihre Protagonistin Ruth, die ich in den ersten beiden Bänden schon lieb gewonnen habe, ist nun zu einer tapferen, jungen Frau geworden. Sie packt überall mit an und verliert trotz vieler Widrigkeiten nicht ihren Mut. Auch wenn viel Ungewissheit und Angst ihr Leben bestimmen, geht sie unbeirrt ihren Weg und lässt sich nicht aufhalten. Ihr Leben auf dem Bauernhof ist hart, denn Olivia, die Frau des Bauern, wäre lieber in der Stadt und überlässt Ruth nicht nur die meiste Arbeit, sondern auch noch die Erziehung der kleinen Tochter. Mich hat immer wieder erstaunt, was ein einzelner Mensch alles aushalten kann. Ulrike Renk lässt uns Leser an Ruths Leben sehr intensiv teilhaben und ich hätte sie am liebsten manchmal gepackt und in Sicherheit gebracht. Weg von dieser herrischen Frau, die gar nicht verstanden hat, welches Goldstück da bei ihr arbeitet.

    Und dann sind da noch die Zurückgebliebenen in Deutschland. Da mutet Ruths Leben fast paradiesisch an. Es gibt immer mehr Restriktionen, immer größer wird die Angst verhaftet zu werden, nur weil man ein Jude ist. Die gut recherchierten Einblicke in die Geschichte machen das Buch, welches nach den wahren Erinnerungen einer jüdischen Familie entstanden ist, noch einmal authentischer und erschrecken den Leser zutiefst. Unvorstellbar, was damals passieren konnte.


    Ulrike Renk begeistert mich aufs Neue und ich kann es kaum erwarten endlich den vierten Teil zu lesen.

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    Cover des Buches Die Galerie am Potsdamer Platz9783959674096

    Bewertung zu "Die Galerie am Potsdamer Platz" von Alexandra Cedrino

    Die Galerie am Potsdamer Platz
    tardyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Solider Debütroman
    Die Galerie am Potsdamer Platz

    Berlin 1930. Alice zieht es nach dem Tod ihrer Mutter zurück nach München,wo der Rest ihrer Familie lebt.. Dort wird sie allerdings nicht überall so herzlich aufgenommen, wie gedacht. Vor allem ihre Großmutter Helena möchte keinen Kontakt zum "Kuckuckskind". Der Liebe wegen bleibt sie trotzdem und eröffnet zusammen mit ihren Onkeln die Galerie Waldmann wieder.

    Alexandra Cedrino stammt selbst aus einer Kunsthändlerfamilie. Eigentlich die besten Voraussetzungen für diesen Roman. Der Schreibstil ist durchaus angenehm und die Geschichte liest sich recht flüssig. Mir fehlt es jedoch an einer gewissen Tiefe, denn die Charaktere wirken blass und konnten mich nicht so richtig begeistern. Mir scheint, die Autorin wollte zu viel auf einmal, hat alle angesprochenen Themen nur oberflächlich gestreift und sich nicht richtig mit ihnen auseinandergesetzt. Aber ich sehe durchaus Potential, sowohl im Thema, als auch in der Vertiefung der Darstellung. In den letzten Kapiteln des Buches hat uns die Autorin auch gezeigt, dass sie es kann und mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Ich werde den zweiten Teil sicher lesen und hoffe dann auf mehr Emotionen und Lebendigkeit.

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    Cover des Buches Denk-an-Sätze9783990934746

    Bewertung zu "Denk-an-Sätze" von Andreas Engel

    Denk-an-Sätze
    tardyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Zündende Denk-an-Sätze (nicht nur) über Wien
    Denk-an-Sätze

    Immer wenn ich in meiner Lieblingsstadt Wien bin, muss ich unbedingt mindestens einmal mit der Tram fahren. Am liebsten weit hinaus in die Vorstadt, denn dort trifft man sie ganz sicher. Leute wie die Frau Mariann und Leute wie den Havlitschek. Still, wie ein Mäuschen, lausche ich dann ihren Gesprächen, und auch, wenn ich den geliebten Wiener Dialekt nicht immer hundertprozentig verstehe, so ist es jedes Mal ein ganz großer Genuss.

    Das selbe Gefühl überkommt mich, wenn ich wieder einmal eines der Bücher von Andreas V. Engel in die Hand nehme. Ich lese und habe sofort diese wunderbare Sprachmelodie, dieses einzigartige Raunzen im Ohr. Sehe Wien vor meinem inneren Auge und bekomme wieder mal eine unbändige Sehnsucht nach dieser Stadt.

    Der Autor hat Wien und seinen Bewohnern ein ganz besonderes Denkmal gesetzt. Keines aus Stein und Bronze, aber eines aus wunderbaren Sätzen, die, egal ob in Reimform oder in Prosa, stets exakt den Nagel auf den Kopf treffen. Seine Gedichte und Texte sind witzig und, in einer angenehmen Art und Weise, auch spitz. Gerade so, dass es ein wenig weh tut, aber doch nicht zu sehr. Besser kann man die Wiener nicht kennenlernen, außer natürlich, man fährt direkt hin.

    Der Autor zeigt uns aber nicht nur die Seele der Wiener, sondern er spricht auch Dinge an, die jeden von uns betreffen können, die manch einer lieber nicht hören möchte. Er hält uns einen Spiegel vor, der manchmal noch etwas beschlagen ist und weichzeichnet, manchmal aber in der gnadenlosen Härte eines Bahnhofsneonröhrenlichts zuschlägt. Wenn man dann, wie ich, manches reflektiert und mal über sich selbst nachdenkt, hat der Schriftsteller schon sein Ziel erreicht.

    Ich wünsche uns Lesern, dass der Autor noch viele seiner zündenden Denk-an-Sätze mit uns teilt und, dass wir noch viel von ihm hören werden.

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    Cover des Buches Die englische Gärtnerin - Blaue Astern9783548060712

    Bewertung zu "Die englische Gärtnerin - Blaue Astern" von Martina Sahler

    Die englische Gärtnerin - Blaue Astern
    tardyvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Potenzial nicht komplett genutzt
    Blaue Astern

    Im Jahre 1920 hatten es die Frauen in England nicht leicht. Charlotte Windley hat sich ganz der Botanik verschrieben und träumt von einer Stelle in Kew Garden, einer imposanten Parkanlage, in der schon ihr Großvater gearbeitet hat. Und tatsächlich gelingt es ihr, wenn auch erst einmal nur als einfache Zeichnerin, denn die Wissenschaftlerstellen sind den Männern vorbehalten. Mit ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Können schafft sie es dann doch, bei einer Expedition berücksichtigt zu werden. Allerdings hat das Schicksal anderes mit ihr vor und sie muss schweren Herzens auf diese große Chance verzichten.

    Das Buch hatte mich sehr angesprochen. Auch wenn der Titel und das Cover eher einen seichten Roman suggerierten, hat mich die Leseprobe dann doch überzeugt. Allerdings konnte der Roman dann doch nicht komplett meine Erwartungen erfüllen. Der Schreibstil ist zwar packend und angenehm und ich hatte das Buch schnell gelesen. Auch die ausführlichen Beschreibungen der Parkanlage waren sehr interessant und gaben mir das Gefühl dabei zu sein. Aber die Protagonisten konnten mich leider nicht erreichen. Charlotte wirkt unglaubwürdig. Erst die große Kämpferin und dann knickt sie ein und gibt alles auf? Vieles ist mir zu vorhersehbar, zu langatmig und leider auch, wie schon erwähnt, teilweise zu unrealistisch. Alles in allem ist der Roman unterhaltsam und genau das Richtige, um sich in die Blumen- und Pflanzenwelt wegzuträumen.

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    Cover des Buches 17949783492061940

    Bewertung zu "1794" von Niklas Natt och Dag

    1794
    tardyvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Lässt mich enttäuscht zurück
    1794

    Der junge Adelige Eric Drei Rosen wird von seinem Vater auf eine Karibikinsel verfrachtet. Dort soll er seine große Liebe Linnea vergessen, eine Bauerntochter, die seine Familie nicht akzeptiert. Er lernt Ceton kennen, ein Monster in Menschengestalt, der ihn geschickt manipuliert. Zurück in der Heimat darf er endlich heiraten. In der Hochzeitsnacht passiert ein grausames Verbrechen. Linnea wird bestialisch emordet, offiziell von einem Rudel Wölfe, aber Eric glaubt, dass er der wahre Täter ist. Die Mutter der Braut glaubt die Geschichte nicht und bittet Jean Michael Cardell sich der Sache anzunehmen.

    1793 war eines meiner Highlights des letzten Jahres. Niklas Natt och Dag hatte mich absolut überzeugt. Mit seinem Plot, mit seiner Sprache, mit der abstossenden Brutalität, aber auch mit seinem poetischen, fast liebevollen Sprachstil. Mit diesem zweiten Teil hat er es leider nicht geschafft, mich erneut zu fesseln. Fast hatte ich das Gefühl, ich lese das erste Buch noch einmal. Die vielen Parallelen zur ersten Geschichte, die vielen Wiederholungen der brutalen Abhandlungen ermüden den Leser und wirken zu stark konstruiert. Der Fall selbst wirkt unglaubwürdig und zu sehr an den Haaren herbeigezogen und wird in meinen Augen leider zu sehr künstlich in die Länge gestreckt. Ich musste mich regelrecht zwingen weiter zu lesen. Dieser starke Sog, den ich im Vorgängerroman spürte, wollte sich diesmal so gar nicht einstellen. Sehr schade, denn die Sprache beherrscht der Autor wie kein zweiter.

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    Cover des Buches Neuschnee9783641253943

    Bewertung zu "Neuschnee" von Lucy Foley

    Neuschnee
    tardyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein äußerst spannendes Psychoverwirrspiel, das zum Fingernägelknabbern einlädt und die Gänsehaut wie ein Tattoo auf dem Körper fixiert.
    Neuschnee

    Lucy Foley hat ein sehr interessantes Buch geschrieben. Klar, das Setting ist fast schon ein Garant für einen spannenden Roman. Ein weit von der Zivilisation abgelegenes Gelände, der heftige Schneefall, der die Zufahrtsstraßen absperrt, ein geheimnisvoller Wildhüter, aber nicht weniger rätselhaft: die anderen Mitarbeiter auf der Lodge. Dann die verwöhnten Stadtmenschen, die sich treffen, um Silvester einmal ganz ursprünglich zu feiern. Das ist eine explosive Mischung. Aber Lucy Foley schafft noch mehr. Sie springt hin und her in den Zeitebenen und zwischen den Protagonisten, lässt die Charaktere einzeln zu Wort kommen. Das erhöht die Spannung enorm und verwirrt uns Leser permanent. Mich hat das so sehr an das Buch gefesselt, dass ich es in einem Rutsch durchlesen musste. Besonders prickelnd war, dass Lucy Foley uns über die Identität des Toten bis zum Ende im Unklaren gelassen hat. Da fällt es sogar einem eingefleischten Thrillerleser, wie mir, schwer, irgendwelche Spekulationen zu tätigen. So blieb natürlich auch der Täter eine große Überraschung, ebenso wie das Motiv. Mich hat der Roman schwer beeindruckt und ich wünsche mir, dass die Autorin schon bald mal wieder von sich hören lässt.

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    Cover des Buches Sweet Sorrow9783550200571

    Bewertung zu "Sweet Sorrow" von David Nicholls

    Sweet Sorrow
    tardyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr authentisch
    Sweet Sorrow

    Charlie Lewis ist ein typischer Teenager. Unsicher, unausgegoren, einfach nur durchschnittlich. Seine Eltern haben sich getrennt und er lebt bei seinem depressiven Vater, der zu viel trinkt und Charlie zu viel sich selbst überlässt. Erst als er Fran kennenlernt, scheint sein Leben wieder einen Sinn zu bekommen.

    David Nicholls Roman beschreibt in einer wundervollen klaren Sprache das einzigartige Gefühl der ersten Liebe. Bei jedem Satz wurde ich wieder in meine eigene Jugend zurückkatapultiert und konnte immer nur nicked zustimmen. Denn genauso war es. Wer von uns, egal ob Mann oder Frau, hat sie nicht selbst erlebt, diese Unsicherheit, dieses mangelnde Selbstwertgefühl, das dich beim Erwachsenwerden ständig begleiet. Immer gibt es jemanden, der scheinbar schöner, größer, mutiger, besser ist. Der dich klein macht und deine Unzufriedenheit damit nur noch größer. Charlie jedenfalls fühlt sich genauso. Er kämpft mit den ganz normalen Widrigkeiten seines Lebens. Der Scheidung der Eltern, dem kranken Vater, den sogenannten Freunden, den schlechten Noten, der ungewissen Zukunft. Aber dann kommt Fran, die ihn so akzeptiert, wie er ist. Die ihn ermutigt, fördert, das Beste aus ihm herauskitzelt. Und Charlie wächst über sich hinaus.

    Der Autor zieht den Leser mit seiner witzigen und modernen Sprache in den Bann und auch, wenn es einige Längen gab, die Geschichte vorhersehbar war, hat sie mich sehr gut unterhalten und begeistert.

    Ein wunderbar warmherziger Roman, der das Phänomen der ersten Liebe treffend beschreibt.

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    Cover des Buches Die Tränen von Triest9783453423794

    Bewertung zu "Die Tränen von Triest" von Beate Maxian

    Die Tränen von Triest
    tardyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Familiengeschichte über drei Generationen
    Die Tränen von Triest

    Johanna Silcredi, eine junge Innenarchitektin freut sich, ihren Geburtstag mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Roman zu feiern, denn sie hofft auf einen Heiratsantrag. Doch es kommt anders, als sie denkt. Ein weiteres unerwartetes Ereignis passiert und Johanna macht sich auf nach Triest, um endlich den wahren Vater ihres Großvaters zu finden.

    Beate Maxian erzählt in ihrem Roman von der interessanten und wechselhaften Geschichte einer Familie, die sich über drei Generationen hinzieht. Dabei erfährt der Leser außerdem sehr viel über die Geschichte Triests, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Man merkt, dass die Autorin sehr umfangreich recherchiert hat und durch ihre realistischen und lebendigen Beschreibungen kann man sich problemlos in die Atmosphäre dieser bezaubernden Stadt hineinfühlen und bekommt große Lust, auch einen Koffer zu packen und es Johanna gleich zu tun. Der lockere und leichte Schreibstil führt ebenfalls dazu bei, dass man sich schnell in der Geschichte verliert. Ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Auch wenn alles dann doch ein wenig zu perfekt klappt, einiges vorhersehbar ist, die Liebe zu reibungslos zuschlägt, hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich kann es nur weiter empfehlen. Jeder, der gerne einmal dem Alltag entfliehen möchte und der das trübe Wetter einfach satt hat, wird hier fündig werden. Ihn erwartet ein locker, leichter Roman mit genügend Tiefgang, bei dem vor allem Italien-Liebhaber auf ihre Kosten kommen.

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    Über mich

    • 14.01.2016

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