time_keeps_painting

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Chemie des Todes (ISBN: 9783499256462)

    Bewertung zu "Die Chemie des Todes" von Simon Beckett

    Die Chemie des Todes
    time_keeps_paintingvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend, manchmal zu detailverliebt
    ...ganz schön viele Details

    Thriller lese ich nicht sehr häufig, da sie mir oft zu nah gehen. Die Chemie des Todes hat mir sehr gut gefallen. Die Details (hinsichtlich der menschlichen Verwesung) waren mir zum Teil zu viel. Die Geschichte aber spannend und für mich mit einem unerwartenden Ende.

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    Cover des Buches Schluss mit Muss (ISBN: 9783898836548)

    Bewertung zu "Schluss mit Muss" von Tanja Mairhofer

    Schluss mit Muss
    time_keeps_paintingvor einem Monat
    Kurzmeinung: Joah, die ersten Kapitel lesen sich ganz nett; dann hat man jedoch das Gefühl, dass sich alles wiederholt.
    Kann, muss man aber nicht gelesen haben.

    Joah, die ersten Kapitel lesen sich ganz nett; dann hat man jedoch das Gefühl, dass sich alles wiederholt. Und es wird zunehmend zynischer und manchmal auch ein wenig beleidigend "den Anderen" gegenüber. Mir ging es zumindest so, dass es irgendwann zwei Seiten gab und es wurde dann ziemlich schwarz und weiß. Am Ende ist das Mantra "Schluss mit Muss" auch eine einzige Aufforderung, alles so zu belassen wie es ist, wird schon gut sein oder werden oder auch nicht, ist dann halt auch egal.

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    Cover des Buches Der Fall Collini - Filmausgabe (ISBN: 9783442718665)

    Bewertung zu "Der Fall Collini - Filmausgabe" von Ferdinand von Schirach

    Der Fall Collini - Filmausgabe
    time_keeps_paintingvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein großartiges Buch! Brilliant, kurzweilig, spannend, unvorhersehbar.
    Ein großartiges Buch! Brilliant, kurzweilig, spannend, unvorhersehbar.

    Ein großartiges Buch! Brilliant, kurzweilig, spannend, unvorhersehbar. Ich habe es verschlungen. Worauf es hinausläuft, konnte ich nicht vorher absehen. Umso toller fand ich die geschichtliche und juristische Wendung. Man nimmt aus diesem Buch sehr viel zwischenmenschliches, aber auch sachliches mit.

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    Cover des Buches Eine eigene Zukunft (ISBN: 9783458177838)

    Bewertung zu "Eine eigene Zukunft" von María Dueñas

    Eine eigene Zukunft
    time_keeps_paintingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schade. Ich mochte die Geschichte, aber den Schreibstil überhaupt nicht.
    Schade

    Ich fand die Idee des Buches so toll, aber um es gleich vorweg zu nehmen: Für mich persönlich konnte sie nicht so umgesetzt werden. Der Vater vermacht den Töchtern nach seinem Tod seinen Restaurant. Seine Töchter, aufgewachsen in Spanien sind ihm erst kurz vor sein Ableben nach New York gezogen. Auf einmal auf sich allein gestellt, übernehmen sie das schlecht laufende Restaurant und damit verändert sich alles. Die Geschichte ist super, die Charaktere mochte ich auch, aber leider den Schreibstil überhaupt nicht. Es gibt kaum Dialoge. Getragen wird das Buch von dem allwissenenden, unemotionalen Erzähler. Man kommt so kaum an die Geschichte heran. Immer wenn man denkt, jetzt geht es los, passiert irgendwie doch nichts. Schade.

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    Cover des Buches Leere Herzen (ISBN: 9783630875231)

    Bewertung zu "Leere Herzen" von Juli Zeh

    Leere Herzen
    time_keeps_paintingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich mochte das Buch nicht sonderlich, die Story so naja, der Schreibstil gar nicht meins.
    Mir hat es nicht so gefallen

    Die Idee Buches, also damit meine ich die Geschäftsidee der Hauptprotagonistin Britta, ist genial. Tiefgründig, poltik- und gesellschaftskritisch. Auch die Idee, das Buch zeitlich in unserer nahen Zukunft spielen zu lassen und uns somit einen kleinen Ausblick, wie es sein könnte,zu gönnen, gefällt mir.

    Aber die Story, in die diese tollen Ideen eingebettet wurden, ist leider lahm. Britta ist mir absolut unsympathisch, auch mit den anderen Charakteren konnte ich nicht viel anfangen. Mir waren sie, wie die Story selbst, zu naheliegend, zu vorhersehbar, zu langweilig. Den Verlauf der Story konnte man schnell erahnen.Auf unvorhersehbare Wendungen wartet man vergeblich. Wirklich schade, mit der Idee wäre so viel mehr möglich gewesen.

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    Cover des Buches Cainstorm Island – Der Gejagte (ISBN: 9783423762427)

    Bewertung zu "Cainstorm Island – Der Gejagte" von Marie Golien

    Cainstorm Island – Der Gejagte
    time_keeps_paintingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein großartiger Debütroman. Ich sehne den zweiten Teil herbei.
    absolute Leseempfehlung

    Es geht um Emilio. Emilio lebt auf Cainstorm Islang. Das Leben von Cainstorm Island ist von Armut und Banden-Brutalität geprägt. Dem Gegenüber steht Asaria. Asaria auf der anderen Seite des Meeres. Dort gibt es alles, was es auf Cainstorm Island nicht gibt - Reichtum, Wohlstand. Vor allem aber Oberflächlichkeit und Langeweile, die dazu führt, dass die Asarianer einzelnen Bewohnern von Cainstorm Island viel Geld versprechen, wenn sich diese einen Chip einsetzen lassen, der mit den Augen verbunden ist und alles überträgt, was der Träger sieht. Emilio lässt sich auf diesen Deal ein um für sich und seine Familie Geld zu verdienen in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Als Emilio in Gefahr gerät und einen Bandenchef in Notwehr tötet, zeichnet der Chip alles auf und für Emilio beginnt eine Hetzjagt. Aber hinter ihm sind jetzt nicht nur die Bandenmitglieder her, die sich rächen wollen, sondern auch ein ganz anderer Feind.

    Ich kann für dieses Buch nur eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen. In wenigen Tagen habe ich es gelesen und war begeistert. Die Geschichte rund um Emilio ist toll gelungen. Die Kritik an Gesellschaft gar nicht zu überlesen und man findet sich und die heutige Welt so oft wieder, dass es manchmal sehr beängstigend ist. Wie viel ist eine gute Livesendung wert? Diese Frage würden auch hier viele sehr unterschiedlich beantworten.

    Wirklich wunderbar gelungen...und wer weiß, vielleicht geht es ja für Emilio noch weiter. Mich würde es freuen :)

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    Cover des Buches An den Ufern der Seine (ISBN: 9783608964011)

    Bewertung zu "An den Ufern der Seine" von Agnès Poirier

    An den Ufern der Seine
    time_keeps_paintingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein absolutes Lesemuss. Ich bin vollends überzeugt und ganz verzückt von diesem Buch.
    Ein Gewinn für jeden Leser.

    An den Ufern der Seine
    von
    Agnès Poirier

    Verlag und Erscheinungsjahr
    Verlag Klett-Cotta, 2019

    Originalausgabe
    Left Bank. Art, Passion and the Rebirth of Paris, 1940-1950 im Verlag Bloomsbury Publishing, London, Oxford, New York, 2018

    Klappentext
    Vor dem Hintergrund weltgeschichtlicher Verwerfungen erlebt Paris in den Jahren 1940 bis 1950 seine Wiedergeburt: Mit großer Erzählkunst lässt Agnès Poirier den Flair und das geistig-künstlerische Leben in einer der aufregendsten Metropolen der Welt lebendig werden. Ein unvergleichlich inspirierendes Porträt einer ganzen Epoche, deren Errungenschaften unser Dasein und Lebensgefühl bis heute revolutionieren.

    Worum es geht…
    Paris, 1930-1940, 10 Jahre einer Stadt und der Menschen, die in ihr leben. Es herrscht Ausnahmezustand in Europa. Die Politik spitzt sich immer weiter zu. Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Die Stadt wird von den Deutschen besetzt. Die Pariser fliehen, gehen in den Untergrund oder versuchen in Angesicht des Feindes die Besatzung zu überleben. Nach Kriegsende kommt ein völlig neues Lebensgefühl auf, eine neue Freiheit, die genutzt werden will. Agnès Poirier zeichnet das Bild einer Generation, die den Krieg überlebt hat und nun versucht, diese Chance in ihrem Sinne zu nutzen und eine neue Welt nach ihren Vorstellungen zu erschaffen. Das Hauptaugenmerk der Autorin liegt dabei auf Schriftsteller, Künstler und andere Intellektuelle, insbesondere auf Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. Sie lässt dabei nichts aus – der Eintritt Frankreichs in den Krieg, die Bedeutung der Stadt Paris im Weltgeschehen, die Besatzung, die Befreiung, die Jahre danach und die Entwicklung in eine Zeit danach. Es geht dabei aber eben nicht um Politik, sondern um die Menschen, die diese Zeit erlebt haben, um Philosophie, Zeitgeist, Literatur und Kunst dieser eindringlichen Jahre.

    Wie es mir gefallen hat…
    Ich kann es nur in die Welt rufen: Was für ein tolles Buch! Ich habe von dem Buch über vorablesen.de erfahren und mich dort erfolgreich für ein Rezi-Exemplar beworben. Ich wusste zunächst nicht genau, was da auf mich zukommt und bin umso begeisterter. Als Geschichtsliebhaberin habe ich natürlich viel für die Geschehnisse unserer Vergangenheit übrig und Agnès Poirier lässt den Leser voll und ganz in die Welt dieser so eindrucksvollen 10 Jahre abtauchen. Ich hatte das Gefühl dort zu sein, mit Simone de Beauvoir im Kaffeehaus zu sitzen oder mit Jean-Paul Sartre Amerika zu entdecken. Das Buch hat viel Spaß gemacht, war aber auch genauso eindrucksvoll. Es ist unvorstellbar, was in 10 Jahren passieren kann – politisch, gesellschaftlich, künstlerisch. Oft kennt man die Vergangenheit nur aus dem Geschichtsunterricht, selten schaffen es Werke den Leser so zu vereinnahmen und zurückzuholen in die Zeit, von der sie erzählen. Umso schöner ist es ein Buch zu haben, dass es schafft, einem diese Gefühle so nah wie möglich zu bringen, nicht die Theorie zu erörtern und wissenschaftlich abzuhandeln, sondern bis ins kleinste Detail das Leben der Menschen dieser Zeit wiederzugeben, ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Träume und Wünsche.
    Eine absolute Leseempfehlung für jeden, der sich von Vergangenem mitreißen lassen möchte.

    Gedankenwerk.
    Man kommt nicht umhin an den Krieg zu denken oder viel mehr daran, was für ein Glück wir haben, damit nur im Geschichtsunterricht konfrontiert zu werden. Ich mag mir nicht ausmalen, wie es gewesen sein muss. Eine Familie zu haben, ein zu Hause, eine Arbeit und dann plötzlich kann all das weg sein. Einfach so und man kann nichts dagegen tun. So viel Leid und Grausamkeit gehen mit Kriege einher. Zweitrangig ist dabei eigentlich die vermeintlich große Politik dahinter. Am schlimmsten traf es schon immer die Zivilgesellschaft, Menschen, die das nie wollten, nie Einfluss hatten, jedoch am meisten leiden mussten. Am eindrucksvollsten ist das erste Kapitel des Buches – die Zeit des Krieges und der Besatzung, aber auch der Befreiung. Wie muss er sein, der Moment, in dem man weiß, es ist vorbei. Der Krieg ist vorbei. Man ist befreit. Frei. Es ist geschafft. Man hat überlebt. Für mich unvorstellbar. Ich kann davon nur lesen, versuchen mir einen Eindruck zu verschaffen, aber verstehen, voll und ganz verstehen, werde ich es nie können.

    Zitate.
    Menschen sagen nur das, was sie sagen wollen, und ihre jeweilige Wahrheit ist nicht die ganze Wahrheit. […] Häufig ist das, was sie verbergen, ebenso interessant, wie das, was sie zur Sprache bringen. (S. 30)

    Überall herrschte Brüderlichkeit. In den Straßen und Bars sagen Gaullisten, Kommunisten, Katholiken und Marxisten zusammen – sie hatten Seite an Seite gekämpft und schworen, nichts würde sie wieder trennen. (S. 129)

    Die Zeit der Selbstgefälligkeit und Doppelbödigkeit war vorbei. Man musste Position beziehen, seine Stimme erheben, aktiv werden, auch auf die Gefahr hin, dreist und rücksichtslos zu erscheinen. Man musste sich engagieren, mit Haut und Haaren, in der Gesellschaft in der man lebte und in der umgebenen Welt. (S. 163)

    Der Krieg hat jeden von uns nackt zurückgelassen. (S. 167)

    Wie ist es möglich, als Frau in einer männlichen Welt ein freies, unabhängiges und autonomes Leben zu führen? (S. 220)

    […] dass Frauen nicht „als Frauen“ geboren, sondern von der Gesellschaft dazu konditioniert wurden, sich mit einer passiven, abhängigen Rolle abzufinden, sprich sich in die Rolle des Objekts drängen zu lassen. Auf diese Weise würden sie daran gehindert, selbst Subjekt zu sein und die Ambition zu haben, sich durch finanzielle Unabhängigkeit und Arbeit zu emanzipieren. (S 446)

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    Cover des Buches Evanna Athos und die Zeiten der Macht (ISBN: 9783746013978)

    Bewertung zu "Evanna Athos und die Zeiten der Macht" von Felicitas Sturm

    Evanna Athos und die Zeiten der Macht
    time_keeps_paintingvor 2 Jahren
    Tolles Erstlingswerk!

    Worum geht’s?

    Evannas Vater verschwindet spurlos und für sie bricht eine Welt zusammen. Als dann die Einladung einer renommierten Privatschule in  Wales kommt, ergreift sie die Gelegenheit die letzten Monate der Trauer und Verletzlichkeit hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Und ihr Leben wird sich sehr schnell ändern. Denn sie findet nicht nur wahre Freunde, sondern kommt auch hinter das Geheimnis der Schule und auch hinter ihr eigenes, das sie selbst noch gar nicht kannte.

     

    Wie es mir gefallen hat!

    Ich wurde von der Autorin eingeladen, an der Leserunde teilzunehmen und habe dann tatsächlich auch ein Rezensionsexemplar gewonnen, habe gleich mit den Lesen angefangen und habe es auch regelrecht verschlungen. Ich finde es toll, dass heute so viele (vor allem so junge) Autorinnen wie Felicitas Sturm die Möglichkeit haben, ihre Werke zu veröffentlichen. Sonst wäre uns hier wirklich etwas entgangen. Die Geschichte rund um Evanna, ihre Freunde und dem Geheimnis ihrer neuen Schule ist für mich sehr gelungen. Natürlich gibt es hier und da ein paar Stellen, die vielleicht etwas tiefer hätten gehen können. Mir war es auch zeitweise zu oberflächlich oder thematisch zu schnell abgehakt. Ich hätte auch nichts gegen die ich-Perspektive von Evanna gehabt. Aber nichtsdestotrotz ein gelungener Roman, in dem es um Freunde, Familie, Abendteuer und Magie geht, und vielleicht ja im nächsten Teil auch ein bisschen mehr um die Liebe ;)

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    Cover des Buches Das Bosskonzept (ISBN: 9783947860005)

    Bewertung zu "Das Bosskonzept" von Kristin-Juliane Helmes

    Das Bosskonzept
    time_keeps_paintingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein rundum gelungenes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der Lust hat, sein eigener Boss zu werden.
    Ich habe jetzt einen Anwalt :)

    Mit „Das Bosskonzept“ gibt K.-J. Helmes ein gutes Werk an die Hand, damit wir uns unserem ungenutzten Potential stellen und uns der Verantwortung für unser eigenes Leben bewusst werden.

    Was ich besonders an K.-J. Helmes mag ist ihre Deutlichkeit. Das beginnt schon damit, dass wir als Leser geduzt werden. Sie schreibt, wie sie auch mit uns reden würde. Ihre Ansage zu Beginn des Buches „DU WIRST STERBEN. NOCH LEBST DU. MACH WAS DRAUS!“ gibt gleich einmal den Ton an, mit dem es durch das Buch geht. Ich mag das. Sie versucht nicht betont philosophisch oder humoristisch zu sein, sie redet drauf los, nicht viel drum herum und bringt ihre Ansätze auf den Punkt.

    Ich muss allerdings zugeben, dass mit der Aufbau des Buches es etwas schwer gemacht hat. Als Leser ist man nach den einführenden Worten erst einmal selbst dran. Es geht daran Fragen zu beantworten, Übungen durchzuführen. Mir ist schon klar, worum es dabei geht. Dennoch – und ich halte mich schon für ziemlich reflektiert – fällt es schwer von jetzt auf gleich so ehrlich mit sich und der Welt zu sein. Ich denke, wir verfallen alle sehr schnell, gerade in solchen Übungen – in bekannte Muster und machen es uns gern einfach. Nach wir Leser diesen - nicht unbeachtlich aufwendigen - Teil geschafft haben, übernimmt wieder K.-J. Helmes. Sie bringt einem ihre Boss-Regeln, ihren EigenSinn und Vorschläge für Denk- und Verhaltensweisen näher, die mir persönlich gut gefallen haben. Jetzt erst – also ziemlich am Ende des Buches – erzählt sie auch mehr über sich. Zum Schluss stellt sie ihren Boss-Clan vor, Persönlichkeiten aller couleur, die sie zu ihrem Boss und EigenSinn interviewt hat.

    Für mich hat genau dieses Ende das Buch ausgemacht. Die Geschichte von K.-J. Helmes zu erfahren, wie sie zu ihrem Boss wurde und ihren EigenSinn entdeckt hat und dann darüber hinaus auch ihre Interviewpartner. Mit diesem Wissen und positiven Einflüssen gestärkt, wäre der erste Teil vielleicht ein bisschen leichter gefallen. Nichtsdestotrotz ein rundum gelungenes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der Lust hat, sein eigener Boss zu werden.

    Besonders gut hat mir übrigens „der innere Anwalt“ gefallen, den ich auch bereits engagiert habe.

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    Cover des Buches Abgeschlagen (ISBN: 9783426524381)

    Bewertung zu "Abgeschlagen" von Michael Tsokos

    Abgeschlagen
    time_keeps_paintingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich ein rundum gelungener Roman, der mich zu einem Tsokos-Fan gemacht hat.
    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

    Abgeschlagen von Michael Tsokos ist der Auftakt einer neuen True-Crime-Reihe, aber gleichzeitig auch die Vorgeschichte von Sebastian Fitzeks Abgeschnitten. Michael Tsokos gilt als Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner. Bislang veröffentlichte Tsokos vor allem Sachliteratur und unterstützte als Co-Autor mit seiner Expertise andere Bestseller-Autoren wie Fitzek oder Gößling. Im März 2019 erscheint mit Abgeschlagen im Droemer Knaur Verlag sein ganz eigenes Werk, in dem er den Rechtsmediziner Paul Herzfeld auf blutige Spurensuche schickt.
    Der Kieler Rechtsmediziner Paul Herzfeld liebt seine Arbeit, seine Lebensgefährtin und seine Tochter. Als sich die Leichenfunde in Kiel und Umgebung häufen, beängstigende Parallelen zu längst abgeschlossenen Fällen auftauchen und das Verhalten seines Vorgesetzten nicht nur unerträglich arrogant wird, sondern auch bedrohlich, wird Paul Herzfeld misstrauisch. Als dann auch noch seine Familie durch seine eigenmächtigen Ermittlungen in Gefahr gerät, muss er den Sektionssaal verlassen und dringend handeln.
    Am beeindrucktesten an diesem Thriller sind natürlich die Obduktionsberichte, bis ins kleinste Detail kann Tsokos hier alles rund um Verletzungen, Tötungsmerkmale und Leichenzustände beschreiben. Das ist unfassbar interessant, aber auch nicht immer leicht verdaulich. Die Erzählweise der personalen Multiperspektive ist sehr gelungen, baut Spannung auf und bringt dem Leser viele Charaktere sehr nah. Gerade in der ersten Hälfte nimmt die Handlung mehrmals einen anderen Verlauf als man zunächst glauben mag, leider hält das nicht bis zum Schluss. Meiner Meinung nach verrät der Prolog schon zu viel, was das Ende vorhersehbar macht.
    Tsokos geht es hier aber nicht allein nur um seinen Fachbereich; er spricht auch weitere Themen wie Sensationsjournalismus und vorzeitige Haftentlassungen sowie scheinbare Resozialisierung von Gefangenen an. Gern hätte das sogar noch ein bisschen mehr sein können.
    Für mich ein rundum gelungener Roman, der mich zu einem Tsokos-Fan gemacht hat. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

           

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    • 24.12.1987

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