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vielleser18

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    Cover des Buches Träume im Wind (ISBN: 9782496711400)

    Bewertung zu "Träume im Wind" von Noa C. Walker

    Träume im Wind
    vielleser18vor 13 Tagen
    Kurzmeinung: hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt
    Drei Frauen und eine geheimnisvolle Erbschaft

    Der neue Roman von Noa C. Walker (das Pseudonym von Elisabeth Büchle und ihrem Ehemann ) spielt an der Alabasterküste in der Normandie. Die drei jungen Frauen Marly, Joscelin und Lucienne reisen aus ihren unterschiedlichsten Heimatländern an, um ein überraschendes Erbe anzutreten. Sie haben bislang noch nie etwas von dem Anwesen, das sie gemeinsam geerbt haben, gehört und auch noch nie voneinander. Während eine von ihnen gleich verkaufen möchte, sehen die beiden anderen darin die Chance ihres Lebens.

    Atmosphärisch, geheimnisvoll und spannend zu lesen, so beginnt nicht nur diese Geschichte, sondern sie bleibt auch durchgehend fesselnd und abwechslungsreich. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Figuren, ob Haupt - oder Nebenfiguren, sind authentisch, lebendig und besitzen eine ungeheure Tiefe.
    So unterschiedlich alle auch sind, sie ergänzen sich und harmonisieren miteinander (sie müssen es nur erst selbst herausfinden).

    Da ist die Französin Joscelin, die strategisch und vorausschauend denkt, dabei aber kühl und unnahbar auf andere wirkt. Und Lucienne, die in Kanada aufgewachsen ist und in ihrem bisherigen Leben immer wieder unter Zurückweisungen geleitten hat, die sie zu einer stillen, nicht an sich selbst glaubenden schüchternen Frau gemacht hat, die zudem ein kleines Geheimnis hat, als sie anreist. Und da ist die deutsche Marly, die so viel Liebe zu geben hat, die positive Schwingungen verteilt, obwohl auch sie in ihrer Vergangenheit sich oft abgeschoben und ungeliebt gefühlt hat und die mit sich selbst und ihrern Erinnerungen hadert, denn von Anfang an fühlt sie eine große Verbindung zu dem Haus und der Parkanlage. 


    Die Autorin hat die Geschichte geschickt aufgebaut und erst nach und nach kristallisiert sich alles, was hinter allem und hinter jeder Figur steckt, heraus. So bleibt es immer sehr spannend und man rätselt mit. Darüber hinaus fehlt es nicht an Humor, Drama, Liebe und berührenden und ans Herz gehenden Szenen. Ich habe das Buch durchgesuchtet und wollte am Ende gar nicht, dass es endet, die Figuren und das Setting waren mir so ans Herz gewachsen. Zum Glück wird es eine Fortsetzung mit einer Nebenfigur geben, darauf freue ich mich nun ganz besonders.

    Fazit: unbedingt selber lesen ! Von mir eine 100%ige Leseempfehlung.

    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Das verborgene Paradies (ISBN: 9783404187751)

    Bewertung zu "Das verborgene Paradies" von Luca Di Fulvio

    Das verborgene Paradies
    vielleser18vor 13 Tagen
    Die Inquisiton

    Ein italienischenes Bergdorf Anfang des 17. Jahrhunderts. Susanna wächst in einem Kloster auf. Schon früh erkennt ihr Gönner ihre Intelligenz und sie erhält eine für diese Zeit für Frauen seltene Möglichkeit: Unterricht, Förderung und Bildung. Schön früh besteht eine Verbindung mit dem im nicht weit entfernt lebenden Klosterschüler Daniele. 20 Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut. Jahrelang haben sie sich nicht gesehen. Doch nun hat sich alles geändert, dramatisch verändert. Susanna wird nicht nur beschuldigt ihren Mann und die Dienstmagd ermordet zu haben, sondern wird auch der Hexerei angeklagt. Wenn sie einer retten kann, wenn es überhaupt eine kleine Chance geben sollte, dann kann nur Daniele helfen. Doch wird dieser seine selbst gewählte Einsamkeit verlassen und ihr helfen wollen?

    Luca di Fulivo hat einen für mich sehr unter die Haut gehenden neuen historischen Roman geschrieben. Mit hat vor allem sehr gut gefallen, dass alle Protagonisten eine sehr große Tiefe besitzen, dass man sich diese, ihre Handlungen und ihr Umfeld sehr gut vorstellen kann. Die Handlung wird interessant aufgebaut und punktet auch mit den sich abwechselnden Handlungssträngen (Zeitpunkt der Anklage und der Kindheit/Jugendzeit von Susanna und Daniele). Dabei steigert sich die Grundspannung im Verlauf stetig. Der Prozess und alles was rundherum passiert geht unter die Haut. Man kann hier mitfühlen und auch mitleiden und kann sich vorstellen, dass es nicht nur im Roman so passiert, sondern dass es früher durch die Inquisition solche ähnlich gelagerten Fälle gegeben hat, dass Menschen verbrannt wurden, weil man sie nicht verstanden hat, weil man sie irgendwie vielleicht auch einfach loswerden wollte, oder weil sie nicht in die Zeit passten. Hier gelingt es di Fulvio, dass man sich das Leben von damals vorstellen konnte, die Ohnmacht, die schiere Ausweglosigkeit. Aber auch die Rollen der Frau zu der damaligen Zeit, den Mangel an Bildung für diese, aber auch für das normale Volk, so dass dieses gelenkt und verführt werden konnte. Mich hat die Geschichte von Susanna und Daniele berührt.


    Einziger Kritikpunkt: der Klappentext suggeriert, dass es auch um Galileo Galilei geht, doch es geht mehr diese Zeit, in der dieser auch lebte, um seine Erkenntnisse, die hier auch erwähnt werden, um den allgemeinen Aufbruch, den zögerlichen Wandel von Vorstellungen, um kirchlichen Einfluss und kirchliche Weltvorstellungen, um Ketzer und Hexenwahn.Ich hatte aufgrund des Klappentextes eine andere Erwartungshaltung. Dennoch bin ich froh diesen Roman entdeckt und gelesen zu haben, er hat mich in diese dunkle Zeit mitgenommen und mir diese eindrücklich,berührend und fesselnd erzählt näher gebracht.

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    Cover des Buches Schmetterlingsgelbes Sommerglück (ISBN: 9782496711332)

    Bewertung zu "Schmetterlingsgelbes Sommerglück" von Andrea Micus

    Schmetterlingsgelbes Sommerglück
    vielleser18vor 13 Tagen
    Auszeit auf Teneriffa

    𝓢𝓬𝓱𝓶𝓮𝓽𝓽𝓮𝓻𝓵𝓲𝓷𝓰𝓼𝓰𝓮𝓵𝓫𝓮𝓼 𝓢𝓸𝓶𝓶𝓮𝓻𝓰𝓵𝓾𝓮𝓬𝓴

    ist der zweite Band der Teneriffa-Reihe von Andrea Micus. Es ist aber eine eigenständige Geschichte, auch wenn viele der Figuren aus dem ersten Band hier eine (Neben)Rolle spielen.
    Gaby, seit einigen Jahren Single, glaubt am Ziel ihrer Wünsche zu sein, denn auf einer Dating Plattform hat sie Viktor kennengelernt. Bislang haben sie nur telefonisch Kontakt, da Viktor auf Teneriffa lebt und ein Treffen immer im letzten Moment geplatz ist. Nun nimmt Gaby die Sache in die Hand, nimmt Urlaub und will Viktor auf Teneriffa überraschen. Und dass ihre Freundin Sabine ebenfalls inzwischen auf Teneriffa lebt, nimmt ihr die Scheu vor dem großen Schritt.
    Doch kaum auf Teneriffa angekommen, kommt alles anders als gedacht.

    Wieder einmal hat mich die Autorin mit einem ihrer Romane auf eine tolle Auszeit nach Teneriffa mitgenommen. Neben einer Liebesgeschichte mit Hindernissen, abwechslungsreich und lebendig erzählt, bekommt man durch die wunderschönen Naturbeschreibungen die Inselwelt näher gebracht. Gefallen hat mir auch, dass einige Personen aus dem ersten Band hier wieder ein Gastspiel hatte und wir somit auch deren Leben weiterverfolgen können.
    Andrea Micus Romane erzählen Liebesgeschichten von Frauen, die um die 50 sind und bei denen neben dem Herz natürlich auch der Kopf eine große Rolle in Liebesdingen spielt. Bei der großen Frage, wie trifft man (heutzutage) als alleinstehende Frau (oder auch Mann) den passenden Partner, spielt hier natürlich auch das Internet mit Dating Plattformen eine große Rolle, mit allen Vor-, aber auch den Nachteilen.
    #andreamicus hat diese Themen glaubwürdig und interessant in eine schöne Geschichte verpackt und die Protagonistin Gaby wurde dabei lebensnah beschrieben.  Diese hat das Herz auf dem richtigen Fleck und ist dennoch gefeit vor den Fallstricken in Liebesdingen. Durch die verschiedenen Komplikationen, so will ich es einmal nennen, wurde Spannung erzeugt und man flog nur durch die Seiten. Ein Buch, dass definitiv Lust auf eine Reise nach Teneriffa macht.

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    Cover des Buches Wer hat Heidi getötet? (ISBN: 9783740815363)

    Bewertung zu "Wer hat Heidi getötet?" von Marc Voltenauer

    Wer hat Heidi getötet?
    vielleser18vor 13 Tagen
    Spannende Unterhaltung

    𝕎𝕖𝕣 𝕙𝕒𝕥 ℍ𝕖𝕚𝕕𝕚 𝕘𝕖𝕥ö𝕥𝕖𝕥?...

    ...ist der zweite Krimi von Marc Voltenauer, der im Emons-Verlag auf Deutsch erschienen ist. Ein neuer Fall für Kommissar Andreas Auer, auch diesmal ist der Schauplatz das malerische Schweizer Bergdorf Gryon.

    Okay, anfangs brauchte ich etwas um hineinzukommen, viele Figuren, die irgendwie eingeordnet werden mussten und einige Handlungsstränge, die auch für den Leser erst aufgedrösselt werden mussten. Es war wie ein Warm-up mit einer leichten Grundspannung. 𝗗𝗼𝗰𝗵 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝘂𝗿𝗯𝗼 𝗴𝗲𝘇ü𝗻𝗱𝗲𝘁. es kam Schlag auf Schlag, die Geschichte entwickelte eine unheimliche Dynamik und damit eine ungeheure Sogwirkung. Die letzten 150 Seiten konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr weglegen. Spannung pur. Wirklich eine Leseempfehlung! Lasst euch darauf ein, haltet am Anfang durch und ihr werdet reichlich belohnt! Die Geschichte brauchte diese Einführung, die Personen mussten "bekannt" gemacht werden, brauchten Hintergrund und ja, es mussten auch falsche Fährten gelegt werden.

    Kurz zum Inhalt: eine Auseinandersetzung und Schuldzuweisungen um getötete Kühe führen dazu, dass einer der beiden am Ende tot ist. Ist der andere der Mörder? Oder hat Andreas Auer recht, der daran nicht glauben will. Zudem verschwinden Frauen aus der Umgebung. Die erste kann fliehen, wird aber lebensgefährlich verletzt, die andere wird tot aufgefunden. Hängen die Fälle zusammen? Auer ermittelt teilweise auf eigene Faust. Dieser Fall bringt ihn auch persönlich an seine Grenzen.

    Durch die beiden parallel erzählten Fälle und die sich abwechslenden Sichtweisen ist dem Autor wieder ein spannender Krimi gelungen. Durch die vielen Personen, die hier kleinere oder größere Rollen spielen und wirtschaftliche Verflechtungen, sollte man allerdings aufmerksam lesen. Aber auch wenn ich zwischenzeitlich mal dbei den Zusammenhängen oder der ein oder anderen Figur überlegen musste, um sie einzuortnen, tat dies dem Lesegenuss keinen großen Abbruch. Genial fand ich, dass man lange rätseln konnte, sich auf falsche Fährten hat führen lassen und die Spannung hochgehalten wurde und das wahrlich bis zum Ende. Ich freue mich daher schon auf ungemein auf den nächsten Band !





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    Cover des Buches Inselblüten und Meer (ISBN: 9782496711097)

    Bewertung zu "Inselblüten und Meer" von Anja Saskia Beyer

    Inselblüten und Meer
    vielleser18vor einem Monat
    Mallorca-Reihe Band 3

    Mit dem romantischen Buch Inselblüten und Meer von Autorin Anja Saskia Beyer gab es bei mir wieder Mal eine gedankliche Auszeit auf Mallorca. Dies ist der dritte Band der Mallorca-Sehnsucht- Reihe um fünf Freundinnen. Alle sind aber unabhängig voneinander zu lesen, es empfiehlt sich aber, das Lesen der einzelnen Bände in der fortlaufenden Form.

    Hier steht nun Teresa im Mittelpunkt. Die Mitte dreißigjährige kam nach dem Tod ihrer Mutter vor zwei Jahren auf die Insel. Sie führt ein kleines Geschäft am Meer und kennt sich mit Kräutern, Blumen und Blüten und deren Heilkräften aus. Der attraktive Simon möchte aufgrund eines Artikels in einer Zeitung Teresa engagieren, damit sie für ein Geschäftsessen ein exklusives Blütendinner zubereitet. Teresa zögert, doch da ist auch noch Simons Mutter, die ihre Mutter kannte und die ihr nun endlich, nachdem sie lange Teresa gesucht hatte, die letzten Wünsche von ihrer Mutter überreichen kann. Zwischen Simon und Teresa knistert es gewaltig, doch etwas steht zwischen ihrer aufkeimenden Liebe.....

    Anja Saskia Beyer hat mich wieder fesseln können und mir nicht nur die Insel näher gebracht, sondern auch durch die vielen sehr interessanten Ausführungen über heilkräftige Blumen und Kräuter, mir auch einiges beigebracht. Die Themen Trauer, Enttäuschungen aufarbeiten, Beziehungsbrüche, Liebeskummer sind in eine tiefgehende und trotzdem auch romantische Geschichte gepackt, die Hoffnung und Lebenswillen ausstrahlt. Die Figuren hatten Ecken und Kanten, waren nicht immer vorhersehbar, sondern hatten ihr Eigenleben. So blieb die Geschichte spannend zu lesen. Am Ende vielleicht etwas zu glatt, aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt.
    Hervorragend eingearbeitet wurde auch eine "Lebensfreude -to-do-Liste" in Form einer bucket-list, die Teresa abarbeiten soll und die ihr hilft sich wieder aufzurichten und Träume zuzulassen.

    Nach Band 1 und  Band 3 muss ich Band 2 nun unbedingt noch nachholen. Zudem freue ich mich, dass Band 4 schon am 18.4.23 erscheinen wird. Übrigens sind auch alle Cover der Reihe einfach traumhaft gestaltet.

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    Cover des Buches Inselhoffnung (ISBN: 9782496712513)

    Bewertung zu "Inselhoffnung" von Jette Hansen

    Inselhoffnung
    vielleser18vor einem Monat
    Föhr-Reihe Band 2

    Der zweite Band der Föhr-Reihe von Autorin Jette Hansen.

    Nachdem ich im Frühjahr den ersten Teil Inselluft beendet hatte, war ich natürlich gespannt, wie es mit Sarah und Marten, aber auch Fee und ihrer Tochter Ida weitergeht. Lange musste ich zum Glück nicht warten.

    Sarah hatte Marten ihre Vergangenheit verschwiegen. Doch als plötzlich ihre 16jährige Tochter Emily, die sie nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte, vor der Tür steht, muss sie Marten die Wahrheit sagen und davor hat sie einen Heidenbammel. Auch bei Fee gibt es wieder einige Turbulenzen, als Idas Vater wieder zurück auf die Insel kommt.

    Wieder einmal konnte mich Jette Hansen mich mit ihren Figuren fesseln und natürlich auch mit dem tollen Setting Föhr. Auch wenn ich noch nie da war, man kann sich sehr vieles bildhaft vorstellen. Ich hatte immer das Gefühl beim Lesen, die Orte und das Meer vor Augen zu haben. Diese Beschreibungen haben mir richtig Lust gemacht eines Tages mal dort Urlaub zu machen und die verschiedenen Plätze, die hier beschrieben werden, aufzusuchen.

    Die Turbulenzen in den Beziehungen der Protagonisten machen die Geschichte spannend. Die Dialoge sind wieder sehr lebendig und sorgen dafür, dass man sich in diese hineinfühlen. 

    Freundschaft, Liebe, Verdrängung, Vergangenheit, Familienbande, Zweifel, aber auch Mut, Veränderungen, Entscheidungen, die man treffen muss und Verzeihen, das sind die Themen, um die es sich in diesem Band geht. Ein zu langes Schweigen wird mit der Zeit immer schwerer, ein immer größerer Ballast. Wie reagiert ein Partner, der Lügen über alles verabscheut? Welches Risiko wiegt großer ? Ein weiteres Verschweigen oder ein Geständnis? Wie würde man selbst - unter diesen Vorrausetzungen - handeln?

    Sarah, aus deren Sicht die Geschichte geschildert wird, ist eine sympathische junge Frau, die in ihrer Jugend traumatische Erfahrungen gemacht hat, die sie nie aufgearbeitet, sonden nur verdrängt hat und die ihr daher immer wieder erneut im Wege stehen, um glücklich zu werden. Sie wirkt, so wie sie hier dargestellt wird, sehr authentisch. Ich konnte ihre Zweifel, ihre Ängste mehr über sich zu erzählen, sehr gut nachempfinden.  Bei Emily hatte ich das ein oder andere Mal ein bisschen Bedenken was ihre (unabhängige) Rolle in der Geschichte angeht, aber vielleicht passte es so dramaturgischer besser. Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt.
    Ich habe sehr gerne diese Geschichte weiterverfolgt und bin nun natürlich mächtig gespannt, wie es im dritten Band, der dann Inselfest heißen wird und der im März 2023 erscheinen wird, weitergeht.

    Falls ihr die Reihe noch nicht kennen solltet, fangt bitte mit Band 1 an ! Es ist zwar keine Voraussetzung, aber dennoch ratsam, da es sich immer um die selben Protagonisten handelt.

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    Cover des Buches Die Schneekönigin - Kristalle aus Eis und Blut (ISBN: 9783764532796)

    Bewertung zu "Die Schneekönigin - Kristalle aus Eis und Blut" von C. E. Bernard

    Die Schneekönigin - Kristalle aus Eis und Blut
    vielleser18vor einem Monat
    Ein bekanntes Märchen neu erzählt

    Ein Märchen für Erwachsene, inspiriert von der Geschichte Hans Christian Andersens.

    Greta lebt mit ihrem Mann Kay und dem gemeinsamen Sohn Unik im hohen Norden. Sie ist Herrin auf der Burg der Weißen Raben. Es ist das Jahr 1843. Das Eis des Fjords friert nicht mehr zu, Nachschubwege sind abgeschnitten. Als Unik lebensbedrohlich erkrankt, macht sich Greta auf den gefährlichen Weg zur Eiskönigin. Um ihn zu retten nimmt sie es mit den verschiedensten Prüfungen, die ihr nun bevorstehen, auf.

    C.E.Bernhard weiß zu erzählen und den Leser zu fesseln. Nach märchenhafter Manier kommen verschiedene fantastische Gestalten vor: eine Mahr, ein Irrwisch, weiße Frauen, ein Luchs, Geister, eine Eschenfrau.... Nicht alle meinen es gut mit Greta. Diese folgt ihrem Herzen und ihrem Verstand, angetrieben von dem Willen den Sohn zu retten. Düster sind die Bilder, die die Autorin zeichnet, phantasievoll die Ereignisse, spannend die ganze Geschichte. Überraschende Wendungen am Ende dann.... damit hatte ich gar nicht gerechnet. Dennoch passt das Ende zu dieser Geschichte, ich glaube, es hätte gar nicht anders ausgehen dürfen.

    Es ist eine andere Geschichte als die von Hans Christian Anderson, aber dennoch beibt der Grundstock erhalten. Raffiniert fand ich das kurze Auftauchen von Hans Christian Anderson in der Geschichte, der dadurch - so impliziert diese Geschichte - die Idee für sein Märchen durch die Erzählung einer Frau bekommen hat (genau wie die Brüder Grimm hat auch Anderson seine Ideen aus Geschichten, die Frauen ihm erzählten, gezogen und diese neu erzählt). Im vorliegenden Roman fand ich auch das Nachwort von C. E. Bernard sehr informativ und ein passender Abschluss zu ihrer Adaption.

    Ziemlich schnell habe ich die 352 Seiten lesen können und mich gedanklich auf eine phantastische Reise begeben.

    Das Cover und vor allem der tolle schwarze Buchschnitt (der Erstausgabe, die weiteren haben diesen nicht) machen schon optisch einiges her, wunderbar gestaltet !

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    Cover des Buches Schlangen im Garten (ISBN: 9783257072174)

    Bewertung zu "Schlangen im Garten" von Stefanie vor Schulte

    Schlangen im Garten
    vielleser18vor einem Monat
    Anders, aber wieder ein sehr intensiver und tiefgründiger Roman

    "𝘒𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘧𝘳𝘢𝘨𝘵, 𝘰𝘣 𝘴𝘪𝘦 𝘦𝘪𝘯 𝘚𝘵𝘪𝘨𝘮𝘢 𝘸𝘰𝘭𝘭𝘦𝘯. 𝘌𝘴 𝘪𝘴𝘵 ü𝘣𝘦𝘳 𝘴𝘪𝘦 𝘨𝘦𝘬𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯, 𝘶𝘯𝘥 𝘯𝘶𝘯, 𝘥𝘢 𝘦𝘴 𝘴𝘪e 𝘧𝘪𝘦𝘣𝘳𝘪𝘨 𝘥𝘶𝘳𝘤𝘩𝘥𝘳𝘪𝘯𝘨𝘵, 𝘯𝘶𝘯 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘦𝘳𝘸𝘢𝘳𝘵𝘦𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘴𝘪𝘦 𝘨𝘦𝘸𝘢𝘱𝘱𝘯𝘦𝘵 𝘴𝘪𝘯𝘥, 𝘥𝘢𝘮𝘪𝘵 𝘬𝘭𝘢𝘳𝘬𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘴ä𝘮𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦 𝘙𝘢𝘵𝘴𝘤𝘩𝘭ä𝘨𝘦 𝘢𝘯𝘯𝘦𝘩𝘮𝘦𝘯, 𝘥𝘪𝘦 𝘪𝘩𝘯𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘨𝘦𝘧𝘳𝘢𝘨𝘵 𝘻𝘶𝘨𝘦𝘵𝘳𝘢𝘨𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯." (𝘚𝘦𝘪𝘵𝘦 86)

    Wie soll ich diesen Roman beschreiben? Außergewöhnlich, ungewöhnlich, sprachgewaltig, intensiv. Sätze voller Tiefgang, voller Trauer, aber auch humorvoll und vor allem anders, als man es gedacht hat. Ein modernes Märchen, zeitgenössisch mit fantastischen Elementen, wie zum Beispiel ein Traueramt und so manche skurrile Begebenheiten.

    Familie Mohn hat ihren Mittelpunkt verloren. Johanne. Adam seine Frau, die Kinder ihre Mutter. Da ist Steve, der schon studiert und Linne und Micha, die 12- und 11jährigen, die mit einem Schlag erwachsen geworden sind. Es geht um Verlust, Trauer (Bewältigung), um Dunkelheit, die alles durchdringt, um Unverständnis und Ablehnung, aber auch um ungewöhnliche Menschen, die einen Rettungsanker auswerfen. Dies alles eingebettet in kraftvolle Bilder und eine fabulöse und sehr intensive Geschichte, mit einer Sprachgewandtheit, die den Leser auch herausfordert, aber intensive Bilder erzeugt. Es bleibt am Ende Hoffnung und Mut nach einem dunklem Weg.

    Stefanie vor Schulte hat wieder einen Roman vorgelegt, den man nicht so einfach weglesen kann. Man muss sich auf die Bildern, die sie da malt, auf die Sprache, die Figuren, die Geschichten, einlassen. Ein Roman, den man sicherlich mindestens zweimal lesen muss, um alle Tiefgründe zu entdecken/aufzudecken. Wenn man sich darauf einlassen kann, dann wird man immer wieder überrascht. Ich mag ihre Fantasie, aber auch die Art, wie sie das Thema Trauer anpackt. Trauer ist nicht gleich Trauer. Bei jedem ist sie anders und das zeigt sie auf. Es gibt keinen vorbestimmten Weg, auch wenn sich dies so manche wünschen oder gar verlangen. Trotz der Thematik ist das Buch hoffnungsvoll, es zeigt, dass es Wege aus dieser Trauer gibt, auch wenn sie von ganz anderen Seiten kommen, als man gedacht hat.

    Der Autorin ist nach "Junge mit schwarzem Hahn" wieder ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der anders ist, aber dennoch wieder eine kunstvoll gesponnene Geschichte ist und die Themen Trauer und Hoffnung vereint. Wie sie dies in Worte zu kleiden vermag, in Szenen und Metaphern, mit Figuren füllen kann, die so besonders und anders und dennoch alle Teile von uns tragen, ist wieder einmal besonders.

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    Cover des Buches Im Dienst der Hoffnung (ISBN: 9783957349170)

    Bewertung zu "Im Dienst der Hoffnung" von Brigitte Liebelt

    Im Dienst der Hoffnung
    vielleser18vor 2 Monaten
    Interessant zu lesen

    Über das Leben und Wirken von 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿𝗶𝗸𝗲 𝗙𝗹𝗶𝗲𝗱𝗻𝗲𝗿, der "Mutter der Diakonissen".

    Sie und ihr Mann Theodor haben Anfang des 18. Jahrhunderts die Kaiserwerther Diakonie gegründet und die Krankenpflege als Lehrberuf ins Leben gerufen und somit den Weg geebnet, dass ledige Frauen einen Beruf erlernen konnten und dafür bezahlt wurden. Außerdem wurde die Krankenpflege professioneller . Friederike Fliedner war aber auch mehrfache Mutter und musste die Sorge um ihre Familie und die beruflichen Anforderungen jeden Tag neu bewältigen. Durch ihren Glauben tief verwurzelt, konnte sie Kraft schöpfen.

    Das Buch ist eine Mischung aus Roman und Sachbuch. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und das Leben von Friederike Fliedner in vielen Facetten, insbesondere aber ihr Wirken für die Diakonie, nachgezeichnet. Deren Leben war kein einfaches, sie musste persönliche Schicksale ertragen und aushalten. Ihren festen Glauben, der sie durch alles getragen hat, hat die Autorin wunderbar dargestellt. Der biografische Roman setzt seinen Schwerpunkt auf die Erzählung über das Leben von Friederike Fliedner und weniger auf spekulative Lebenssituationen und ist daher sehr authentisch, etwas weniger romanhaftig, sondern mehr biografisch aufgebaut, wenn auch Dialoge und Gedanken und Alltagsabläufe das ganze "auflockern" und dadurch Friederike Fliedner auch eine Stimme bekommt. Ich fand es sehr interessant in eine andere Zeit einzutauchen und vor allem über die Entstehung der strukturierten Krankenpflegeschule zu lesen, aber auch über die persönlichen Kraftanstrengungen, die dem Wirken der Eheleute voran ging. Denn beide haben daran gewirkt, ihre Kraft, ihre Zeit, ihre Visionen und ihre ganze Energie in dieses Wirken zu legen. Nur gemeinsam konnten sie dies Erschaffen.

    Interessant war auch das Nachwort und das Kapitel "Was wurde aus...", bei dem man über die einzelnen Figuren aus Friederikes Umfeld und ihre Lebensdaten und ihr weiteres Wirken informiert wurde.

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Prost, auf die Singles (ISBN: 9782496711592)

    Bewertung zu "Prost, auf die Singles" von Friedrich Kalpenstein

    Prost, auf die Singles
    vielleser18vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder einmal Top!
    Wieder einmal top!

    Auch der vierte Brunngries-Krimit des Autors Friedrich Kalpenstein hat mich wieder gefesselt, zum Schmunzeln und zum Miträtseln gebracht, kurz gesagt: bestens unterhalten.

    Am Ufer der Traun wird morgens die junge Tanja Kleinschmidt tot aufgefunden. Am Abend zuvor war sie, wie auch Kommissar Felix Fink, bei einer Speeddating-Veranstaltung im Krause. Dort war sie allen Teilnehmern unangenehm aufgefallen. Aber ist das ein Grund zum Mord gewesen?

    Tischler und Fink ermitteln wieder in bekannter Weise, es macht einfach Spaß sie beim Ermitteln zu erleben, aber auch ihre privaten Erlebnisse zu verfolgen, genau wie ihre Gespräche über Weißwürste und Trachtenjanker, Dackel Resi, am Stammtisch oder die Dispute mit dem Vorgesetzten Schwenk zu verfolgen, alles halt mit bayrischem Humor. Dennoch werden die Ermittlungen ernsthaft und vor allem gewissenhaft geführt, der nötige Ernst gewahrt und dies Mischungen machen die Krimis von Friedrich Kalpenstein zu etwas ganz besonderem. Ich lese sie unheimlich gerne und freue mich auch jedesmal auf die Fortsetzung/den neuen Band mit einer weiteren Geschichte, einem neuen Fall und erneuten Ermittlungen.

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