vielleserin

  • Mitglied seit 06.10.2007
  • 99 Bücher
  • 98 Rezensionen
  • 99 Bewertungen (Ø 3.32)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne9
  • 4 Sterne39
  • 3 Sterne30
  • 2 Sterne17
  • 1 Stern4
  • Sortieren:
    Cover des Buches Origin (ISBN: 9781595145956)

    Bewertung zu "Origin" von Jessica Khoury

    Origin
    vielleserinvor 7 Jahren
    Cover des Buches Alles Anders (ISBN: 9783551310040)

    Bewertung zu "Alles Anders" von Kari Ehrhardt

    Alles Anders
    vielleserinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Alles Anders" von Kari Ehrhardt

    Kurzbeschreibung
    Aphrodita Anders ist fast fünfzehn Jahre alt, hat eine ziemlich ungewöhnliche Familie und eine ganze Reihe von Problemen. Schließlich ist es nicht gerade leicht, in der Schule anerkannt zu werden, wenn man Pluderhosen tragen muss, in einem ehemaligen Badezimmer wohnt, die Mutter unverständliche Kurzfilme dreht und der Opa ein Tattoo-Studio hat.
    Besonders die Jungs machen Aphrodita das Leben in der Schule schwer.
    Es hilft alles nichts: ein neues Leben muss her! Aphrodita legt sich daher in den Sommerferien einfach eine neue Identität zu. Sie wird zu Katja Neumann, wohnt bei ihrer besten (und normalen) Freundin Hannah und freundet sich mit einer Band aus einer anderen Schule an. Es sieht so aus, als würde der Plan funktionieren - zumal der gutaussehende Gitarrist Fabian auf Aphrodita alias Katja aufmerksam wird.
    Leider gibt es da noch den Schlagzeuger Paul, der nur zu gut über Aphroditas wahres Leben bescheid weiß.
    Damit Paul sie nicht verrät, muss Aphrodita sich etwas einfallen lassen - und da ist ein nächtlicher Einbruch im eigenen Haus nur der Anfang ...

    Meine Meinung
    Ich habe "Alles Anders" in Windesweile verschlungen. Egal ob zu Hause, im Bus oder beim Warten irgendwo, ich konnte es nicht aus der Hand legen, denn es ist auf der einen Seite wirklich witzig geschrieben, spielt aber auf der anderen Seite aber auch mit Konflikten. "Alles Anders" ist abwechslungsreich und originell durch die verückte Familie des Mädchens und die vielen nicht wirklich vorhersehbaren Verläufe der Handlung.
    Mir hat gefallen, dass Aphrodita nicht nur das "Opfer" in der Geschichte (Opfer von ihrer Umgebung, Familie und Klassenkameraden), nein sie macht auch ziemliche Fehler und muss daraus lernen, was aber im Leben von einem Teenager und eigentlich jedem nun mal dazugehört.
    Absolutes Highlight ist aber, wie gesagt, für mich ihre Familie. Mit sehr viel Detail bekommt diese beschrieben aus Aphroditas Sicht ein richtiges Gesicht. Richtig involviert hat mich der Gedanke, wie unmöglich sich eigentlich Aphroditas Eltern benehmen. Sie müssten doch sehen, dass ihre Tochter in der Schule ziemlich leidet und helfen ihr dabei überhaupt nicht.
    Ich empfehle "Alles Anders" allen, die sonst auch gerne temporeiche Komödien lesen.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Cover des Buches A Swift Pure Cry (ISBN: 9780385609692)

    Bewertung zu "A Swift Pure Cry" von Siobhan Dowd

    A Swift Pure Cry
    vielleserinvor 8 Jahren
    Rezension zu "A Swift Pure Cry" von Siobhan Dowd

    Zum Inhalt
    Südirland, 1984 - Als Shells Mutter stirbt, wird ihr Vater zum religiösen Fanatiker. Da er meistens auf Sauftour geht, muss Shell sich um ihre kleinen Geschwister kümmern. Und eigentlich auch um sich selbst. Die zarte Freundschaft mit dem neuen jungen und idealistischen Pater Rose bringt Licht in ihren harten Alltag. Doch der Klatsch der Gemeinde erstickt diese Beziehung bald und Shell vertreibt sich nun die Zeit mit ihrem Schulkamerad Declan ...

    Zur Autorin
    Siobhan (sprich Schyvonne) Dowd wurde 1960 in London geboren. Ihre Eltern stammten aus Irland, wo sie auch einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Sie ging in London auf eine katholische Schule und studierte in Oxford, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Sie arbeitete als Redakteurin bei PEN International und als freischaffende Autorin. 2006 veröffentlichte sie ihren Debütroman "Ein reiner Schrei" ("A Swift Pure Cry") Im August 2007 verstarb sie an Brustkrebs.

    Meine Meinung
    Ich habe das Buch in zwei Abenden/Nächten auf Englisch gelesen und muss sagen, dass es mich unheimlich berührt hat. Dowd hatte eine unglaubliche Erzählkunst, wobei das Buch auch in einem irischen Dialekt geschrieben ist, so dass ich über viele Satzstrukturen stolpern musste. Zum Glück hat die englische Ausgabe eine sehr knappe Inhaltsbeschreibung, so dass wirklich nicht wusste, was passieren würde. Wer das Buch auch Deutsch lesen möchte, dem rate ich nicht den ganzen deutschen Klappentext zu lesen, da er schon ziemlich viel von der Handlung verrät.
    Das sehr anrührende Drama entführt den Leser an einen rauen, trostlosen. düsterschöne irischen Ort und thematisiert viele für mich interessante Themen: Fanatismus, Erwachsenwerden, Irland, Kleinstadt Skandale, Trauer, die Erste Liebe etc.. Ich kann dieses Jugendbuch sehr, sehr empfehlen!

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Cover des Buches The Fault in Our Stars (ISBN: 9780525478812)

    Bewertung zu "The Fault in Our Stars" von John Green

    The Fault in Our Stars
    vielleserinvor 8 Jahren
    Rezension zu "The Fault in Our Stars" von John Green

    Auf den neuen Roman von John Green hab ich mich gefreut. Das erste mal ist sein Hauptcharakter ein Mädchen und er beschäftigt sich nach zwei eher unernstgemeinten Szenarien mit einem echten "Problembuch"-Thema. Ich war sehr gespannt, wie John Green auf seine typische Art mit dem Thema Krebs und tödliche Krankheit umgehen wird. "The Fault in Our Stars" beinhaltet einige sehr clevere, einfühlsame, tiefsinnige und mutige Passagen. Viele Gespräche zwischen Hazel ihrem Freund oder ihren Eltern sind schlicht großartig. Leider, leider wirkte manches aber auch etwas unauthentisch. Die Charaktere waren zum Teil zu weise für ihr Alter. Gut, John Greens jugendliche Figuren sind oft schlau und nachdenklich - so wie er und wie er sich seine Leserschaft vorstellt. Wahrscheinlich sind die vielen, vielen John Green Fans auch gerade begeistert von den intelligenten Dialogen etc, auf mich wirkten alles aber nach einer Welle etwas langweilig. Trotzdem ist das Buch von hoher Qualität. Es ist wie gesagt mutig, ehrlich. Es berührt und ist so viel mehr als das typische "Problembuch", was man sonst so kennt. Ich habe mir einfach noch mehr fesselnde Genialität gewünscht.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Cover des Buches Die Lilienvilla (ISBN: 9783414822970)

    Bewertung zu "Die Lilienvilla" von Karen McQuestion

    Die Lilienvilla
    vielleserinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Lilienvilla" von Karen McQuestion

    Die amerikanische Jugendbuchautorin Karen McQuestion hat "Die Lilienvilla" über Amazon-Self-Publishing veröffentlicht. Es ist ein Mädchen-Thriller mit ungewöhnlicher Grundidee, atmosphärischen Setting und einer Story, die man gut weglesen kann. Empfehlenswert für junge Leserinnen zwischen 12 und 14 Jahren. Das schöne ist, dass Karen McQuestion ohne große Umschweife stets auf den Punkt kommt. "Die Lilienvilla" kann man gut und schnell lesen, so dass das Buch ein Erfolgserlebnis ist für die Zielgruppe.

    Ihr Bösewicht Lillian Bittner erinnert mich an einen weiblichen Mr. Burns. Das große Herrenhaus stellt eine gute Kullisse für die Gruselstory dar. Ein wenig hat das Buch auch etwas von V.C. Andrews Schauerromanen (nur nicht ganz so verrucht).

    Spoiler, Spoiler, Spoiler, Spoiler, Spoiler, Spoiler, Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler,Spoiler, Spoiler, Spoiler, Spoiler:
    Verstanden hab ich zum Schluss nicht, warum Lillian unbedingt wollte, dass Angie in der Villa bleiben sollte. Hab ich vielleicht überlesen. Wollte sie, dass Angie ihre Mom entdeckt?

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Cover des Buches Zirkel (ISBN: 9783837306057)

    Bewertung zu "Zirkel" von Sara B. Elfgren

    Zirkel
    vielleserinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Zirkel (6CD)" von Mats Strandberg

    Das Buch "Zirkel" der erste Teil einer Trilogie um ein paar schwedische Schülerinnen, die (unfreiwillig) einen magischen Hexenbund bilden. Im ersten Teil wird zum einen die Welt mit seinen Regeln etabliert und zum anderen werden mysteriöse Mordfälle an zwei Hexenbundmitglieder gelöst.

    Also mir hat das Hörbuch nicht sooo gut gefallen. Die Sprecherin Marie Bierstedt ist zwar super und eine echte Entdeckung für mich. Sie liest eindringlich und gibt jedem Charakter einen eigenen Touch. Die Story an sich mochte ich nicht, denn leider wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einige Figuren sind für mich etwas unnötig und das Buch hat viele Längen. Alles ist düster, alle haben es furchtbar schwer. Humor (von mir aus auch nur leichter oder schwarzer Humor) fehlt den Autoren komplett. "Zirkel" hat Elemente aus "Buffy", "Pretty Little Liars" und anderen Serien. Es würde mich nicht wundern, wenn das Autorenteam gerne amerikanische Fernsehserien schaut. Leider springt aber sozusagen der Funke nicht auf mich über bei dieser Geschichte. Ich denke die größten Mankos sind st für mich, dass zu viele Charaktere als Hauptfiguren gewählt wurden, so dass keine Figur wirklich gut und tief dargestellt ist. Alle Figuren wirken wie Soap-Opera-Figuren ohne Tiefe eben. Das zweite Manko ist die Langeweile, die sich so für mich beim Hören ergibt. Ich weiß noch nicht, ob ich mir auch noch Teil 2 und Teil 3 reinziehen will.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Cover des Buches Me and Earl and the Dying Girl (ISBN: 9781419701764)

    Bewertung zu "Me and Earl and the Dying Girl" von Jesse Andrews

    Me and Earl and the Dying Girl
    vielleserinvor 9 Jahren
    Rezension zu "Me and Earl and the Dying Girl" von Jesse Andrews

    Mir hat diese Tragikkomödie sehr gut gefallen, Jesse Andrews hat eine schräge, witzige Erzählung geschrieben.
    Inhalt:
    Greg war schon immer ein Außenseiter. Er ist intelligent, aber hat einen merkwürdigen Sinn für Humor. Er ist launisch und etwas besserwisserisch. Und er hasst es peinlich berührt zu werden. Leider hat er aber auf Grund seines Aussehens (nicht sehr hübsch, etwas dicklich), seines Charakters und seiner Tollpatschigkeit viele peinliche Erlebnisse gehabt.

    Auf der High School entschloss er sich (zunächst als Witz und später ganz im Ernst) seine Mitschüler und die streng untergliederten High School Hierarchien und das Gruppenverhalten zu überlisten. Er wollte es schaffen, von jeder Clique akzeptiert zu werden und sich mit jedem quasi zu befreunden. Der Trick ist, dass er sich eigentlich mit niemand wirklich anfreunden kann, damit er nicht aufgrund der einen Freundschaft automatisch bei anderen Mitschülern durchfällt. Wie ein Spion freundet er sich oberflächlich mit allen (und eigentlich eben niemanden) an. Sein einziger echter Freund ist Earl, ein schwarzer, armer, kleinwüchsiger Junge. Seit Jahren drehen die beiden Kurzfilme, nachdem sie Fans von Werner Herzogs Film „Aguirre, der Zorn Gottes“ mit Klaus Kinsky wurden.

    Gregs Leben verändert sich, als er sich mit Rachel, einem Mädchen befreundet, das mit ihm früher im gleichen Bar Mitzvah Unterricht war. Rachel ist heute an Leukämie erkrankt und wird wahrscheinlich daran sterben. Ihre Mom und Gregs Mom glauben, dass Greg sie aufmuntern und auf andere Gedanken bringen kann. Und so besucht Greg zunächst widerwillig Rachel. Er kommt ihr aber näher als erwartet. Es deprimiert ihn ihr beim Sterben zuzusehen. Dennoch haben diese Erlebnisse den Effekt, dass er sich für jemanden anderen als sich selbst beginnt zu interessieren und zu sorgen. Für Rachel gibt Greg außerdem sein „inkognito-Spion-Verhalten“ in der Schule auf. Rachel darf sogar als erste Person überhaupt Greg und Earls Filme sehen. Sie machen ihr unheimlichen Spaß und so wollen Greg und Earl einen Film nur für sie drehen ...

    Meinung:
    Gregs Ich-Erzählung in “Me, Earl and the Dying Girl“ ist besonders während der ersten Hälfte des Buches sehr witzig zu lesen. Das Buch ist in vielerlei Hinsich gewagt, mutig, originell und clever. Es erinnert mich sehr an die MTV Sitcom “Awkward”. Gregs Gedanken und Stimme sind voll von schwarzem Humor und unterhalten unheimlich gut.
    Der Anfang wirkt zugegeben etwas albern auf Leser, die lieber ernstere Bücher mögen. Ab dem Zeitpunkt, an dem Greg über seine Lieblingsfilme und eigenen Filme sowie Rachels Krankheit erzählt, bekommt „Me, Earl and the Dying Girl“ einen Ton wie er in John Greens Büchern zu finden ist. Die zweite Hälfte des Romans ist leider nicht ganz so witzig und kurzweilig. Gregs und Earls Dialoge werden nach einer Weile repetitiv. Gerade Earls Parts zu lesen ist nach einer Weile mühselig. Das Buch kriegt aber dann wieder sozusagen die Kurve. Denn die Qualität nimmt zum Ende hin wieder zu.

    Jesse Andrews schafft es sein Buch nicht pathetisch, melodramatisch oder kitschig enden zu lassen. Er lässt Greg bis zum Schluss sich selbst treu bleiben und bietet seinen Lesern ein sehr lustiges und gleichzeitig auch ernstes Jugendbuch, das Jungs und Mädchen ab 13 Jahren gefallen wird, die z.B. Fans von John Greens Büchern sind.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Cover des Buches Sternenfeuer - Gefährliche Lügen (ISBN: 9783426283615)

    Bewertung zu "Sternenfeuer - Gefährliche Lügen" von Amy Kathleen Ryan

    Sternenfeuer - Gefährliche Lügen
    vielleserinvor 9 Jahren
    Rezension zu "Sternenfeuer: Gefährliche Lügen" von Amy Kathleen Ryan

    „Sternenfeuer“ oder "Glow" (im Original) ist der Auftakt einer Science-Fiction Reihe, die auf Raumschiffen spielt. Es gibt fast keinen Lebensraum mehr auf der Erde und so sind zwei Raumschiffe im Weltall unterwegs, um einen neuen Planeten zu erreichen. Die New Horizon wurde mit einem Jahr Vorsprung vor der Empyrean losgeschickt. An Board beider Schiffe sind die ersten Siedler für die neue Erde. Die Besatzung der New Horizon ist sehr religiös, das Leben ist konservativ, strenger geordnet und es scheint alles geregelter zu sein. Allerdings hat eine Pastorin Anne Mather die Oberhand und unterdrückt jeden, der ihr widerspricht. Die Menschen auf der Empyrean halten sie und ihre Anhänger für gottlos. Frauen wird auf der Empyrean weniger Respekt entgegengebracht als auf der Empyrean. Auf beiden Schiffen wurden lange Zeit keine Kinder geboren, bis die Empyrean eine medizinische Lösung fand.
    Kieran (heute 16) ist das erste Kind gewesen. Waverly (15) ist ihm zur Frau versprochen. Schon bald sollen sie heiraten. Es wird von ihnen wie allen Teenagern erwartet, mindestens 4 Kinder zu bekommen. Die Menschen auf der New Horizon sind aufgrund einer Intrige des Kapitäns der Empyrean kinderlos geblieben. Anne Mather sinnt auf Rache und außerdem steht sie unter Druck, denn ihre Siedler verzweifeln an der Kinderlosigkeit. Sie und einige Crewmitglieder greifen die Empyrean an, töten unzählige Menschen und entführen alle Mädchen. Kieran und viele Jungs bleiben zwar unverletzt, doch fast alle Erwachsene (darunter natürlich auch ihre Eltern) sind verschollen oder abgesperrt in einem nuklear verseuchten Teil des Raumschiffes. Es beginnt ein Machtkampf zwischen Kieran und einem anderem Jungen, der an eine moderne Version von „Der Herr der Fliegen“ erinnert. Waverly und die anderen Mädchen sind unterdessen an Board der New Horizon. Dort wollen sie liebevolle Pflegeeltern, die nichts von Anne Mathers Verbrechen wissen, aufnehmen. Anne Mather behauptet, die Empyrean sei von alleine in Gefahr gewesen und sie habe nur die Mädchen gerettet. Inzwischen sei das andere Raumschiff explodiert. Waverly glaubt ihr nicht, und sie will nicht vergessen oder verzeihen, was wirklich passiert ist. Als sie an Board einige Gefangene der Empyrean entdeckt, wird sie von deren Wächtern angeschossen. Sie wird behandelt und dabei entfernen ihr Ärzte Eizellen, die sofort einigen Frauen der New Horizon eingepflanzt werden. Auch die anderen Teenager-Mädchen sollen Spenderinnen sein, bis sie irgendwann einen der Männer an Board heiraten und selbst Kinder gebären werden. Waverly und einige Freundinnen geben nicht auf und versuchen wieder auf die Empyrean zurückzukehren...
    Meinung:
    Amy Kathleen Ryan kann packend schreiben und zieht ihre Leser schnell in die Geschichte hinein. Es ist interessant, am Anfang das Leben auf der Empyrean mal aus der Sicht von Kieran und mal aus der Sicht von Waverly dargestellt zu bekommen. Waverly ist kritischer und hinterfragt viel mehr als Kieran. Dies hilft ihr auch auf der New Horizon, nicht Anne Mathers Lügen zu glauben und ein “frommes Schaf” in deren Kongregation zu werden. Amy Kathleen Ryan stellt viele wichtige Fragen in ihrem Buch und regt den Leser zum Nachdenken an. Ganz zentral ist das Thema Religion in ihrer Geschichte. „Glow“ ist ein ernstes Buch und auf keinen Fall eine Art Seifen Oper, die im Weltall spielt.
    Leider wurde ich nach einiger Zeit müde das Buch zu lesen. Als Kieran und Waverly getrennt werden, erzählt Amy Ryan einige Kapitel lang mal Kierans Geschichte auf der Empyrean und mal Waverlys Geschichte auf der New Horizon. Waverlys Erlebnisse fand ich viel spannender zu verfolgen, als Kieran. Erstes zählt „Der Herr der Fliegen“ nicht zu meinen Lieblingsbüchern und zweitens mochte ich Kieran bereits zu Beginn des Buches nicht besonders. Ich muss gestehen, dass ich diese Teile also ziemlich quergelesen habe. Was mich allerdings auch gestört hat, waren viele Ungereimtheiten. Warum wurde eine religiöse Besatzung für die New Horizon zusammengestellt und einer säkularen Siedlergruppe vorausgesendet? Am Ende sollten doch beide Gruppen auf der neuen Erde ein neues Leben beginnen? Sollten dort zwei Kolonien entstehen? Das empfand ich beim Lesen als so unsinnig, dass ich Amy Ryan die ganze Dramatik ihres Buches nicht mehr ganz abnehmen konnte. Wieso sind auf Anne Mathers Schiff nicht noch andere Religionen vertreten? Unglaubwürdig fand ich auch, dass Anne Mather nicht auch an den jüngeren Jungs interessiert war. Immerhin wären möglichst viele Kleinkinder auf der New Horizon begehrte Adoptivkinder gewesen. Gestört hat mich außerdem, wie Kieran und Waverlys Liebesbeziehung dargestellt ist. Am Anfang der Geschichte, als beide zusammen an Board der Empyrean sind, birgt ihre Beziehung interessantes Potenzial. Sie sind einander praktisch seit Geburt versprochen, doch gerade Waverly sehnt sich insgeheim danach, keiner Vorbestimmung folgen zu müssen. Dann als beide getrennt werden, sehnt sie sich doch nach Kieran? Und nur nach Kieran? Ich fand diesen Part sehr unglaubwürdig. Ich brauche nicht in jeder Story eine zum-Mitschmachtende-Liebesgeschichte, aber Nachvollziehbarkeit ist dennoch wichtig für mich.
    Alles in allem empfand ich „Glow“ nur als ein durchschnittliches oder halb-befriedigendes Leseerlebnis. Amy Ryanhat versucht ein sehr ambitioniertes Buch zu schreiben, verzettelt sich dann aber zu sehr für meinen Geschmack. Mir hat "Glow"also leider nur bedingt gefallen.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Cover des Buches Glow (ISBN: 9780312590567)

    Bewertung zu "Glow" von Amy Kathleen Ryan

    Glow
    vielleserinvor 9 Jahren
    Rezension zu "Glow" von Amy Kathleen Ryan

    „Glow“ ist der Auftakt einer Science-Fiction Reihe, die auf Raumschiffen spielt. Es gibt fast keinen Lebensraum mehr auf der Erde und so sind zwei Raumschiffe im Weltall unterwegs, um einen neuen Planeten zu erreichen. Die New Horizon wurde mit einem Jahr Vorsprung vor der Empyrean losgeschickt. An Board beider Schiffe sind die ersten Siedler für die neue Erde. Die Besatzung der New Horizon ist sehr religiös, das Leben ist konservativ, strenger geordnet und es scheint alles geregelter zu sein. Allerdings hat eine Pastorin Anne Mather die Oberhand und unterdrückt jeden, der ihr widerspricht. Die Menschen auf der Empyrean halten sie und ihre Anhänger für gottlos. Frauen wird auf der Empyrean weniger Respekt entgegengebracht als auf der Empyrean. Auf beiden Schiffen wurden lange Zeit keine Kinder geboren, bis die Empyrean eine medizinische Lösung fand.
    Kieran (heute 16) ist das erste Kind gewesen. Waverly (15) ist ihm zur Frau versprochen. Schon bald sollen sie heiraten. Es wird von ihnen wie allen Teenagern erwartet, mindestens 4 Kinder zu bekommen. Die Menschen auf der New Horizon sind aufgrund einer Intrige des Kapitäns der Empyrean kinderlos geblieben. Anne Mather sinnt auf Rache und außerdem steht sie unter Druck, denn ihre Siedler verzweifeln an der Kinderlosigkeit. Sie und einige Crewmitglieder greifen die Empyrean an, töten unzählige Menschen und entführen alle Mädchen. Kieran und viele Jungs bleiben zwar unverletzt, doch fast alle Erwachsene (darunter natürlich auch ihre Eltern) sind verschollen oder abgesperrt in einem nuklear verseuchten Teil des Raumschiffes. Es beginnt ein Machtkampf zwischen Kieran und einem anderem Jungen, der an eine moderne Version von „Der Herr der Fliegen“ erinnert. Waverly und die anderen Mädchen sind unterdessen an Board der New Horizon. Dort wollen sie liebevolle Pflegeeltern, die nichts von Anne Mathers Verbrechen wissen, aufnehmen. Anne Mather behauptet, die Empyrean sei von alleine in Gefahr gewesen und sie habe nur die Mädchen gerettet. Inzwischen sei das andere Raumschiff explodiert. Waverly glaubt ihr nicht, und sie will nicht vergessen oder verzeihen, was wirklich passiert ist. Als sie an Board einige Gefangene der Empyrean entdeckt, wird sie von deren Wächtern angeschossen. Sie wird behandelt und dabei entfernen ihr Ärzte Eizellen, die sofort einigen Frauen der New Horizon eingepflanzt werden. Auch die anderen Teenager-Mädchen sollen Spenderinnen sein, bis sie irgendwann einen der Männer an Board heiraten und selbst Kinder gebären werden. Waverly und einige Freundinnen geben nicht auf und versuchen wieder auf die Empyrean zurückzukehren...

    Meinung:

    Amy Kathleen Ryan kann packend schreiben und zieht ihre Leser schnell in die Geschichte hinein. Es ist interessant, am Anfang das Leben auf der Empyrean mal aus der Sicht von Kieran und mal aus der Sicht von Waverly dargestellt zu bekommen. Waverly ist kritischer und hinterfragt viel mehr als Kieran. Dies hilft ihr auch auf der New Horizon, nicht Anne Mathers Lügen zu glauben und ein “frommes Schaf” in deren Kongregation zu werden. Amy Kathleen Ryan stellt viele wichtige Fragen in ihrem Buch und regt den Leser zum Nachdenken an. Ganz zentral ist das Thema Religion in ihrer Geschichte. „Glow“ ist ein ernstes Buch und auf keinen Fall eine Art Seifen Oper, die im Weltall spielt.
    Leider wurde ich nach einiger Zeit müde das Buch zu lesen. Als Kieran und Waverly getrennt werden, erzählt Amy Ryan einige Kapitel lang mal Kierans Geschichte auf der Empyrean und mal Waverlys Geschichte auf der New Horizon. Waverlys Erlebnisse fand ich viel spannender zu verfolgen, als Kieran. Erstens zählt „Der Herr der Fliegen“ nicht zu meinen Lieblingsbüchern und zweitens mochte ich Kieran bereits zu Beginn des Buches nicht besonders. Ich muss gestehen, dass ich diese Teile also ziemlich quergelesen habe. Was mich allerdings auch gestört hat, waren viele Ungereimtheiten. Warum wurde eine religiöse Besatzung für die New Horizon zusammengestellt und einer säkularen Siedlergruppe vorausgesendet? Am Ende sollten doch beide Gruppen auf der neuen Erde ein neues Leben beginnen? Sollten dort zwei Kolonien entstehen? Das empfand ich beim Lesen als so unsinnig, dass ich Amy Ryan die ganze Dramatik ihres Buches nicht mehr ganz abnehmen konnte. Wieso sind auf Anne Mathers Schiff nicht noch andere Religionen vertreten? Unglaubwürdig fand ich auch, dass Anne Mather nicht auch an den jüngeren Jungs interessiert war. Immerhin wären möglichst viele Kleinkinder auf der New Horizon begehrte Adoptivkinder gewesen. Gestört hat mich außerdem, wie Kieran und Waverlys Liebesbeziehung dargestellt ist. Am Anfang der Geschichte, als beide zusammen an Board der Empyrean sind, birgt ihre Beziehung interessantes Potenzial. Sie sind einander praktisch seit Geburt versprochen, doch gerade Waverly sehnt sich insgeheim danach, keiner Vorbestimmung folgen zu müssen. Dann als beide getrennt werden, sehnt sie sich doch nach Kieran? Und nur nach Kieran? Ich fand diesen Part sehr unglaubwürdig. Ich brauche nicht in jeder Story eine zum-Mitschmachtende-Liebesgeschichte, aber Nachvollziehbarkeit ist dennoch wichtig für mich.
    Alles in allem empfand ich „Glow“ nur als ein befriedigendes Leseerlebnis. Amy Ryan hat versucht ein sehr ambitioniertes Buch zu schreiben, verzettelt sich dann aber für meinen Geschmack zu sehr . Mir hat "Glow"also leider nur bedingt gefallen.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    Cover des Buches The Selection (ISBN: 9780062059932)

    Bewertung zu "The Selection" von Kiera Cass

    The Selection
    vielleserinvor 9 Jahren
    Rezension zu "The Selection" von Kiera Cass

    „The Selection“ ist der Auftakt zu einer Dystopie-Serie, die an „The Hunger Games“ ein wenig erinnert, aber weniger grausam ist.

    Inhalt:
    America Singer lebt in einem Königreich. Die USA gibt es nach großen Kriegen nicht mehr und eine neue Gesellschaft hat sich entwickelt. Ein strenges Kastensystem unterteilt die Menschen. Americas Familie gehört in die 5. Kaste, die Kaste der Künstler. Man kann nur z. B. durch Heirat als Frau aufsteigen, aber eigentlich erwarten alle, dass man innerhalb seiner Kaste heiratet. Künstler dürfen keinen anderen Beruf ergreifen. America ist in Aspen einem Nachbarn und Angehörigen der sechsten Kaste, den Dienern verliebt. Doch ihre strenge Mutter würde eine Ehe mit ihm niemals billigen. Auch Aspen will nicht, dass America die Musik für ihn aufgibt.
    Der Sohn des Königs, Maxton, soll ein Mädchen aus dem Volk heiraten. Dafür dürfen sich alle Mädchen zwischen 16 und 20 Jahren für eine Lotterie anmelden. 35 glückliche Kandidatinnen sollen für ein paar Wochen auf das Schloss ziehen und der Prinz schickt nach und nach einige Mädchen nach Hause, bis er seine Braut gefunden hat. Fernsehteams berichten regelmäßig, damit das Volk unterhalten wird. America wird von ihrer Mutter genötigt sich anzumelden, obwohl sie überhaupt kein Interesse an Maxton hat. Sie liebt ja Aspen. Als eine der wenigen Kandidatinnen einer niedrigen Kaste kommt sie in die Show. Aspen löst ihre heimliche Verlobung auf, damit America eine Chance auf Glück bekommt.

    Zum ersten Mal findet America Freundinnen. Aber auch einige Feinde unter den aufgetakelten, gerissenen Kandidatinnen. Mit Maxton versteht sie sich überraschend gut. Doch schnell stellt sie klar, dass ihr Herz vergeben ist. Sie und Maxton werden gute Freunde und sie bietet Maxton an, sein „Maulwurf“ unter den Kandidatinnen zu sein. Denn America will eine ihrer Freundinnen als Gewinnerin am Ende sehen. America schafft es aber nicht sich völlig Maxtons Charme zu entziehen. Wird sie weiterhin auf Aspen hoffen oder wird sie vielleicht doch den Contest gewinnen?

    Meinung:
    „The Selection“ lässt sich in Windeseile lesen. Die Prämisse ist gut und gerade der Anfang mit der Beschreibung von America und Aspens verbotener/heimlicher Liebesbeziehung ist packend. Auch die Umstände wie für America die Show beginnt sind spannend und gut geschrieben. Gerade ihre Interviews und Vorbereitungen auf ihre Rolle als Kandidatin erinnern tatsächlich an „The Hunger Games“. Alles ist im Grunde wie bei Katniss, ohne die lebensbedrohliche Düsternis. Leider, leider sind einige Details an „The Selection“ etwas albern, widersprüchlich und undurchdacht. In ihrer Summe mindern sie die Qualität des Buches. Auch dass es eine Fortsetzung geben wird, finde ich etwas unnötig. Bzw. das wahrscheinliche Thema der Fortsetzung ist enttäuschend für mich. Schade finde ich auch, dass Kiera Cass es nicht schafft, wie Suzanne Collins Reality TV Shows zu hinterfragen, kritisieren und clever darzustellen. Die Boshaftigkeiten und Intrigen und auch die gespielten/Fake-Emotionen , mit denen bei ähnlichen Shows die Zuschauer bei Laune gehalten werden, sind viel zu brav im Buch dargestellt. Etwas mehr Überzogenheit hätte ich für ein intelligente Unterhaltung gebraucht. Kiera Cass thematisiert hingegen die Dramatik und die Tragödie, mit denen Menschen in festen Kastensystemen gut, doch wie gesagt, wird das Buch ab der Mitte immer seichter und auch „lame“.
    Fazit: Wenn man Reality-Shows, auf die „The Selection“ anspielt, mag, kann man mit großem Enthusiasmus das Lesen beginnen. Kiera Cass gelingt es aber nicht solche TV-Formate gut genug darzustellen. Viele Kleinigkeiten sind missglückt an „The Selection“, weshalb die Geschichte, die eigentlich große Gefühle und Dramatik birgt, unausgegoren wirkt und den Leser nicht bis zum Schluss mitreißt und begeistert.

    Kommentieren0
    7
    Teilen

    Über mich

    vielleserin ist ein Mysterium. 🕵️‍♂️

      Freunde

      Was ist LovelyBooks?

      Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

      Mehr Infos

      Buchliebe für dein Mailpostfach

      Hol dir mehr von LovelyBooks