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wordworld hat gelesen…
19 Bücher im Jahr 2026

Cover des Buches Darwin gefällt das (ISBN: null)
Buch wurde am
14. März beendet
Cover des Buches Good Vibrations (ISBN: null)
Buch wurde am
10. März beendet
Cover des Buches Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht (ISBN: null)
Buch wurde am
10. März beendet
Cover des Buches Plantopedia (ISBN: null)
Buch wurde am
08. März beendet
Cover des Buches Two Can Play (English Edition) (ISBN: null)
Buch wurde am
01. März beendet
Cover des Buches Paladin's Strength (The Saint of Steel Book 2) (English Edition) (ISBN: null)
Buch wurde am
01. März beendet
Cover des Buches Salt Water – Salzwasser (ISBN: null)
Buch wurde am
01. März beendet
Cover des Buches Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke (ISBN: null)
Buch wurde am
01. März beendet
Cover des Buches Wut und Böse (ISBN: null)
Buch wurde am
21. Februar beendet

Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches Darwin gefällt das (ISBN: 9783442143108)

Bewertung zu "Darwin gefällt das" von Anna Bühler

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Kurzmeinung: Eine Sachbuchsammlung, die einen größeren Wert auf den Unterhaltungswert als die Detailrichtigkeit des Inhalts legt.
Völlig absurd und auf tragische Weise zum totlachen

"Darwin gefällt das" habe ich auf Bookbeat beim Stöbern entdeckt und direkt spontan mit dem Hören begonnen. Da ich kein großer Podcast-Fan bin, habe ich von Anna Bühlers und Christian Alts gleichnamigem Podcast-Format bisher noch nichts gehört. Die Idee, in einem Buch 21 der verrücktesten, unbekannten Geschichten der Menschheit zu sammeln, hat mich aber sofort überzeugt. 208 hoch unterhaltsame Seiten später, bin ich nun ein Fan der beiden und überlege tatsächlich doch mal in den Podcast reinzuhören...

Egal ob es um einen Flug mit einem Gartenstuhl und 42 Heliumballons in die Stratosphäre, wahnwitzigen selbstgebastelten Reaktoren im Gartenschuppen oder absolut vermeidbare Tode durch misslungene Zaubertricks geht - alle vorgestellten Geschichten sind völlig absurd und auf tragische Weise zum totlachen. Mit einer guten Portion Schadenfreude, aber auch immer ausreichend Bewunderung für die verrückten und teils mutigen Unterfangen, die den Menschen nicht selten einen vermeidbaren und verfrühten Tod beschert haben, berichten die beiden Autoren, wie es zu den abenteuerlichen Vorkommnissen kam. Dabei werden gerade so viele Hintergrundinformationen eingebunden, dass man sich die jeweiligen Unterfangen gut vorstellen kann, jedoch nicht überfrachtet wird. 

Nicht alles ist dabei wissenschaftlich und historisch zu 100% korrekt dargestellt. Wenn vom "Überleben des Stärksten" nach Darwin gesprochen wird, radioaktive Kontamination durcheinander geworfen wird oder mal eine Jahreszahl nicht ganz sitzt, kann man das dem Buch aber gerne verzeihen, da "Darwin gefällt das" in erster Linie unterhalten und nicht belehren möchte. Besonders hervorheben möchte ich auch das Gespür der beiden, hinter dem Irrsinn die großen menschlichen Sehnsüchte hervorzuheben und ein Loblied auf die unerschütterliche Kreativität und den Erfindergeist der Menschen zu singen.  Auch wenn ich häufiger den Kopf darüber schütteln musste, wie unsere Spezies es bis an die Spitze der Evolution geschafft haben kann und manche Geschichten auch ethisch sehr fragwürdig fand, so war ich nach sehr unterhaltsamen 200 Seiten traurig, dass das Buch nur so kurz war und kann diese historische Pleite-, Pech und Pannenshow nur weiterempfehlen! 

 

Fazit

"Darwin gefällt das" ist eine Sachbuchsammlung, die einen größeren Wert auf den Unterhaltungswert als die Detailrichtigkeit des Inhalts legt. Mit 21 irrwitzigen Vorkommnissen gelingt es den beiden Autoren allerdings, den Blick auf unerzählte Perspektiven zu lenken und uns LeserInnen gleichzeitig an der Intelligenz der Menschheit zweifeln und ihre absurde Widerstandsfähigkeit bewundern zu lassen. 

 

Cover des Buches Good Vibrations (ISBN: 9783550050527)

Bewertung zu "Good Vibrations" von Stefan Kölsch

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Kurzmeinung: Ein sehr spannendes und gut verständliches Sachbuch zu wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirkung von Musik auf Gehirn und Gesundheit!
Bietet interessante Einblicke und alltagstaugliche Impulse!

In seinem Sachbuch "Good Vibrations" zeigt der Neurowissenschaftler und Violinist Stefan Kölsch, wie stark Klänge und Melodien auf Psyche und Körper wirken können. Was wir wohl alle schon am eigenen Leib erfahren haben, wenn wir bei einem mitreißenden Konzert waren, mit einer guten Playlist beim Sport zu Höchstleistungen aufgefahren sind, oder bei emotionaler Filmmusik ein Taschentusch auspacken mussten, wird hier auf 384 Seiten wissenschaftlich ausgerollt. Vor allem für mich als Psychologin mit ausgeprägtem Interesse am menschlichen Gehirn, Musik im Allgemeinen und Therapieformen, klang das Buch hochinteressant. 

Der Autor fasst in vier Teilen, die wichtigsten Studienergebnisse der letzten Jahrzehnte laienverständlich zusammen, ohne dabei die notwendige wissenschaftliche Tiefe zu verlieren. Er erklärt anschaulich, wie und wo im Gehirn Musik wirkt, wie Musik Emotionen beeinflusst und bei Krankheiten helfen kann. Dabei arbeitet er mit gut gewählten Beispielen, die die Inhalte greifbar machen, bindet immer wieder Tipps mit ein und berichtet auch von eigenen Studien. Eine gewisse Bereitschaft, sich auf wissenschaftliche Arbeitsweisen und neurowissenschaftliche Zusammenhänge einzulassen, ist beim Lesen definitiv hilfreich, Vorwissen ist jedoch nicht erforderlich. 

Besonders spannend fand ich die Abschnitte über den angeborenen Sinn für Musik, der selbst bei Menschen ohne musikalische Ausbildung vorhanden ist, sowie die Forschung zum Einfluss von Musik auf das Nervensystem. Auch der Einsatz von Musik bei Krankheiten wie Depression, Demenz, Autismus oder Schizophrenie wird sehr interessant dargestellt. Am Ende des Buches widmet sich der Autor praktischen Alltagsempfehlungen, etwa Musikmeditation, der Verbindung von Sport und Musik oder Möglichkeiten, gezielt die eigene Stimmung durch passende Musik zu beeinflussen. Eine schöne Idee ist dabei einen sogenannten „Musiktresor“ anzulegen: eine persönliche Sammlung von Songs, die mit positiven Erinnerungen verknüpft sind und die man bewusst nutzen kann, um seine Stimmung zu heben.

Mein einziger Kritikpunkt an diesem hochinteressanten und übersichtlich gestalteten Sachbuch: Leider wirkt das Buch mit der Zeit etwas redundant. Da Stefan Kölsch die Abschnitte so konzipiert hat, dass einzelne Kapitel unabhängig voneinander gelesen oder bei Bedarf übersprungen werden können, wiederholen sich manche Punkte immer wieder. Wer das Buch – so wie ich – von der ersten bis zur letzten Seite liest, wird daher feststellen, dass einige Inhalte mehrfach aufgegriffen werden. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich davon aber nicht stören lassen und Wiederholungen oder uninteressante Passagen geflissentlich überspringen!

"Was unterscheidet den Menschen von Tieren? Einige Wissenschaftler sagen: Sprache, Mathematik, Schach. Douglas Adams meinte: "Das Rad, New York, die Kriege." Und ich sage: "Musik."

 

Fazit

Insgesamt ist "Good Vibrations" ein sehr spannendes und gut verständliches Sachbuch, das wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkung von Musik auf Gehirn, Emotionen und Gesundheit anschaulich und praxisnah vermittelt. Trotz einiger Wiederholungen bietet es viele interessante Einblicke und alltagstaugliche Impulse, daher eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für Musik interessieren.

 

Kurzmeinung: Mit klugen Gedanken, literarischen Bezügen und viel persönlicher Wärme zeigt Gabriele von Arnim, dass Zuversicht kein naiver Optimismus ist!
Ein kleines, aber bemerkenswertes Buch über eine große Frage: Wie lebt man in einer fragilen Welt, ohne den Mut zu verlieren?

In den letzten Jahren sind viele Bücher erschienen, die versuchen, auf die Krisen unserer Gegenwart mit Analysen, Diagnosen oder politischen Forderungen zu reagieren. "Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht" von Gabriele von Arnim wählt einen anderen, persönlicheren Ansatz. In Form eines langen, essayistischen Briefes an ihre Enkel schreibt die Journalistin und Autorin über ein Wort, das heute fast altmodisch wirkt und doch vielleicht dringender gebraucht wird als je zuvor: Zuversicht.


"Ich glaube ja tatsächlich daran — findet Ihr das naiv? —, dass es unsere Bestimmung ist, zu versuchen, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben."

Auf knapp achtzig Seiten denkt Gabriele von Arnim über die Bedeutung von Zuversicht in unserer Gegenwart nach und geht dabei auf ihr Verhältnis zu Hoffnung, die Herkunft des Wortes und unseren Umgang mit einer Welt, die gleichzeitig schön und erschreckend sein kann, ein. Dafür blickt sie durchaus nüchtern auf die Realität und benennt Themen wie die Klimakrise, politische Verwerfungen und die vielen Abgründe unserer Welt. Gleichzeitig hebt sie aber auch hervor, dass Zuversicht bedeutet, die Dinge klar zu sehen, nicht zu beschönigen oder zu verdrängen, und dennoch handlungsfähig zu bleiben. So wichtig kritisches Reflektieren, Realismus und Selbstschutz in Krisenzeiten auch sind, für so unentbehrlich halte ich, sich eine gewisse Hoffnung beizubehalten, um nicht in Passivität und Zynismus zu verfallen. Da halte ich es wie die Autorin und würde mir lieber als naiv als zynisch betiteln lassen. 


"Wir leben alles auf einmal, leben den Widerspruch und halten ihn kaum aus: Die Welt ist grausam, und das Leben ist schön."

Der Ton des Buches ist dabei klug, warm und immer wieder selbstironisch. Trotz der Schwere der Themen liest sich der Text leicht und beinahe tröstlich. Es ist eines dieser Bücher, das man problemlos an einem Abend lesen kann und das dennoch lange nachwirkt, weil viele der Gedanken darin im Kopf weiterarbeiten. Besonders schön fand ich die vielen literarischen Bezüge im Buch. Immer wieder zitiert Gabriele von Arnim andere AutorInnen oder WissenschaftlerInnen, deren Gedanken sie inspiriert haben. Diese Offenheit wirkt sehr sympathisch, als würde sie ihre Leserinnen und Leser mit in ihre persönliche Bibliothek nehmen, in der Bücher Trost, Orientierung und neue Perspektiven schenken können. 


"Die Welt mit ihren Herausforderungen wahrnehmen und trotzdem gern und engagiert in ihr leben. Das ist die große Kunst. Die Kunst der Zuversicht."

 


Fazit


"Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht" ist ein kleines, aber bemerkenswertes Buch über eine große Frage: Wie lebt man in einer fragilen Welt, ohne den Mut zu verlieren? Mit klugen Gedanken, literarischen Bezügen und viel persönlicher Wärme zeigt Gabriele von Arnim, dass Zuversicht kein naiver Optimismus ist, sondern eine bewusste Haltung.

Cover des Buches Plantopedia (ISBN: 9783747404485)

Bewertung zu "Plantopedia" von Lauren Camilleri

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Kurzmeinung: Die übersichtlichen Porträts, hilfreichen Pflegehinweise und die hochwertige Gestaltung machen das Buch zu einem idealen Nachschlagewerk!
Ein ebenso informatives wie ästhetisches Nachschlagewerk für Pflanzen-Ethusiasten!

Beim Stöbern in einer Gärtnerei ist mir vor ein paar Wochen der Sachbuch-Bildband "Plantopedia" von Lauren Camilleri und Sophia Kaplan in die Hände geraten. Das fast 600seitige Werk stellt über 130 Pflanzenarten, darunter Blattpflanzen, Sukkulenten und Kakteen, vor und gibt Pflegeanweisungen, um die grünen Mitbewohner langfristig am Leben zu erhalten. Für mich als große Zimmerpflanzen-Enthusiastin natürlich ein gefundenes Fressen. Da mir sowohl Aufmachung als auch Struktur des Nachschlagwerks sehr gut gefallen hat, habe ich beschlossen, es Euch kurz vorzustellen. 

Zunächst möchte ich einmal die hochwertige Gestaltung mit dem pflanzenbedruckten, geprägten Einband in der deutschen Ausgabe des mvg Verlags hervorheben. Gemeinsam mit den lebendigen Illustrationen und wunderschönen, ästhetischen Fotos der vorgestellten Pflanzenarten ist es das Durchblättern somit ein wahrer Genuss! 

Nach einer kurzen Einleitung zu Geschichte und Klassifizierung von Zimmerpflanzen, stellen die Autorinnen im Stil einer im Titel angelehnten Enzyklopädie die schönsten Pflanzen vor. Dafür gibt es nach einer zusammenfassenden Einführung in eine Pflanzenfamilie jeweils Kurzporträts, die den Schwierigkeitsgrad der Aufzucht, die Ansprüche der Pflanzen hinsichtlich Licht, Wasser, Erde und Luftfeuchtigkeit, die Art der Vermehrung, Wuchs, Standort und die Haustier- und Kinderfreundlichkeit vorstellen. Außerdem erfahren wir in den Porträts, was bei Schädlingsbefall zu tun ist und lesen zumeist auch eine kurze Einordnung woher diese Pflanze kommt, wo sie ursprünglich wächst und wie sie es überhaupt zur Zierpflanze in unseren Wohnungen geschafft hat. Es handelt sich also um eine schöne Mischung aus Sachbuch und Bildband, bei der man Neues lernen und gleichzeitig in Bildern schwelgen kann.

Mit den 130 verschiedenen Pflanzengruppen und Unterarten sind definitiv die wichtigsten Vertreter abgedeckt, auch ein paar Raritäten, die ich noch nie gesehen habe, sind dabei. Natürlich kann dieses Buch nicht alle Pflanzen aufführen, die sich in unseren Wohnungen und auf Balkonen tummeln, die Ergänzung mit Internetforen und anderen Büchern ist also definitiv hilfreich. Als Überblicks- und Nachschlagwerk finde ich aber großartig, was die beiden Autorinnen zusammengetragen haben. Ich besitze eine ganze Menge der abgebildeten Pflanzen und überlege mir bei anderen, sie mir noch zuzulegen. Ein Buch zu besitzen, das mich darin bestärkt und unterstützt, ist deshalb also definitiv eine gute Idee! 


Fazit

Mit Plantopedia haben Lauren Camilleri und Sophia Kaplan ein ebenso informatives wie ästhetisches Nachschlagewerk geschaffen, das Pflanzenwissen und Bildband auf gelungene Weise miteinander verbindet. Die übersichtlichen Porträts, hilfreichen Pflegehinweise und die hochwertige Gestaltung machen das Buch zu einem idealen Begleiter für alle, die ihre Zimmerpflanzen besser verstehen und pflegen möchten.

Cover des Buches Two Can Play (English Edition) (ISBN: B0FQMP5WCB)

Bewertung zu "Two Can Play (English Edition)" von Ali Hazelwood

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Kurzmeinung: Eine typische Ali Hazelwood Novelle, die mit leichtem Humor, gemütlicher Atmosphäre und prickelnder Anziehung überzeugt und unterhält.
Eine kurzweilige Novelle!

Handlung: Da alles, was von Ali Hazelwood erscheint, mittlerweile ohne zu zögern auf die Wunschliste wandert, habe ich schon lange vor Erscheinungstermin gespannt auf ihren neuen Kurzroman "Two Can Play" gewartet. Die Geschichte war letztes Jahr bereits als Audio-Only erschienen und hatte für Furore unter den Fans gesorgt, Anfang Februar kam nun endlich die Print-Version dazu auf den Markt. Dieses Mal steigt die Autorin ins Gaming-Universum ein, um eine Liebesgeschichte zwischen den Spieldesignern zweier konkurrierender Videostudios zu erzählen. Die eigentliche Handlung ist dabei schnell erzählt, der Hauptkonflikt basiert auch eigentlich nicht auf mehr als einem Missverständnis, das rasch beigelegt werden kann, bevor die Geschichte Richtung Happy End steuert. Für eine Novelle ist der geradlinige Plot ohne große Überraschungen genau richtig, viel mehr als 200 Seiten hätte die Autorin hier aber auch nicht herausschlagen können. Trotz oder gerade aufgrund der einfachen Handlung verfliegen die Seiten also wieder im Nu.

Schreibstil: Der Großteil der Handlung spielt in einem Chalet in den Bergen, was dem herrlich nerdigen Buch zusätzlich einen gemütlichen Anstrich verleiht. Zwischen heißer Schokolade, frisch gefallenem Schnee,  einem dampfenden Whirlpool, stichelnden Teammitgliedern und natürlich Videospielen fliegen hier aber trotz gemütlicher Atmosphäre ganz schön die Funken... Wie gewohnt gelingt es der Autorin auch auf wenigen Seiten Humor, Atmosphäre und prickelnde Anziehung zu verbinden. 

Figuren: Viola und Jesse sind lebendige, liebeswerte Figuren, die trotz der eingeschränkten Seitenanzahl ausreichend Ecken und Kanten sowie eine Hintergrundgeschichte erhalten, um mit ihnen mitfiebern zu können. Auch hier gilt: Für eine Novelle sind beide in genau richtigem Umfang ausgestaltet, sie haben meiner Meinung nach aber auch nicht unbedingt das Potenzial, einen Roman in voller Länge zu tragen. 

"And yet he adds, lower, as if not meant for anyone's ears, "It's an ode to the enduring power of love, to wanting and to the way the feeling can survive for the longest of time, even without having.”


 

Fazit

"Two Can Play" ist eine typische Ali Hazelwood Novelle, die mit leichtem Humor, gemütlicher Atmosphäre und prickelnder Anziehung überzeugen und unterhalten kann. Für einen längeren Roman wären mir Figuren und Handlungsaufbau zu flach gewesen, als Novelle ist beides allerdings genau richtig.

Kurzmeinung: Aufgrund der großartigen Figuren und der dynamischen, überraschend epischen Quest für mich etwas stärker als Band 1!
Verbindet Humor, Abenteuer, leichten Horror und eine wunderbar reife Romance!

"Paladin´s Strength" ist der zweite Band der Saint-of-Steel-Reihe von T. Kingfisher, die mir von einer Freundin empfohlen wurde. Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat, war ich natürlich direkt gespannt auf die Fortsetzungen, die sich jeweils um einen anderen Paladin des gefallenen Orden rund um den Saint of Steel drehen.

"What's so funny?" Istvhan swept more food into the pack. How much did a bear eat? Was she going to kill deer or something? Should he help? "I was just thinking, first you're with Beartongue and now you're chasing after someone with an actual bear's - " "Galen." "Look, I'm just saying you have a type. A weirdly specific type.”

In Band 2 steht Istvhan im Vordergrund, der mir schon im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen ist. Der charmante Krieger ist hier ausgezogen, um dem Ursprung der Mordserie, die Stephen und Grace im ersten Band aufgedeckt haben, auf den Grund zu gehen und verstrickt sich dabei in ein spannendes Abenteuer ... und natürlich auch eine zarte Romanze. Während "Paladin´s Grace" mit dem gemütlichen Erzähltempo, dem einzelnen Schauplatz in einer Stadt und einzelnen Spannungselementen einen klassischen Cozy-Fantasy-Plot hatte, ist "Paladin´s Strength" mit einer Quest, die mehrere Länder überspannt, sowie voller Wendungen und Action ist, eigentlich fast eher als Fantasy-Abenteuer einzustufen. Das kam für mich eher unerwartet, hat aber ganz wunderbar zu den Figuren und der generellen Atmosphäre der Reihe gepasst und uns die Möglichkeit gegeben, die Welt der Reihe etwas weiter zu erkunden...

"I somehow thought you had experience with stealth missions.” . “Domina, I’m a berserker.” “Perhaps you gnawed your shield very quietly?”.

Auch im zweiten Teil möchte ich T. Kingfishers warmen, humorvollen und angenehm unaufgeregten Schreibstil hervorheben. Noch häufiger als im ersten Teil beweist sie hier jedoch auch, dass sie zusätzlich ebenfalls spannende Szenen und einen leichten Horror-Einschlag meistern kann. Besonders die trockenen, natürlichen Dialoge haben mir gut gefallen und mir ein ums andere Mal ein Lachen entlockt. Generell liest sich die Geschichte sehr originell und lebendig, auch wenn eigentlich gar nicht viel Außergewöhnliches passiert. Was ziehe ich daraus? Ich muss definitiv mehr von der Autorin lesen!

"Protect the nun!” roared Istvhan, yanking his sword free.“Protect your own damn self!” Clara roared back."

Das große Highlight der Geschichte waren für mich aber auch hier wieder die Figuren, die frischen Wind in die Welt der typischen Fantasyhelden bringen. Während Istvhan mich ja wie gesagt bereits in Band 1 um seinen Finger gewickelt hat, ist vor allem Clara ein Quell ständiger Überraschung und Bewunderung für mich gewesen. Groß, stark und mit viel Schwung entspricht sie allem anderen als dem Stereotyp einer kleinen, schlanken, zerbrechlichen Damsel in Distress, das ich leider immer noch viel zu häufig im Fantasy-Genre lese. Ebenfalls toll ist, dass beide Figuren mit über 30 deutlich älter sind, als die durchschnittlichen (humanoiden) Fantasy-Figuren und sowohl Reife als auch schmerzende Gelenke mitbringen.

"You are not a failure, you know,” he said, “simply because you can’t endure something unendurable."

Die Beziehung der beiden ist so wunderbar auf Augenhöhe (im wahrsten Sinne des Wortes, wo doch beide fast gleich groß und gleich breit sind), dass mir mal wieder vor Augen geführt wurde, wie häufig sonst ein Macht- und Kraftgefälle zwischen den Figuren besteht und die Geschichte stört. So kann ich guten Gewissens sagen, dass die beiden mir noch einen Deut besser gefallen haben als Stephen und Grace. Ich freue mich nun auf jeden Fall sehr auf die ausstehenden beiden Teile!

"The larger part of power was understanding the power you had over others, even if you would rather not have had that much power in the first place."



Fazit

Mit "Paladin's Strength" beweist T. Kingfisher erneut, wie stimmig sie Humor, Abenteuer, leichten Horror und eine wunderbar reife Romance verbinden kann. Für mich war dieser zweite Band sogar noch einen Tick stärker als der Auftakt, vor allem wegen der großartigen Figuren und der dynamischen, überraschend epischen Quest.

Cover des Buches Salt Water – Salzwasser (ISBN: 9783492073097)

Bewertung zu "Salt Water – Salzwasser" von Brianna Wiest

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Kurzmeinung: Erreicht trotz starker Passagen in der Gesamtheit nicht die Tiefe, die ich mir von zeitgenössischer Lyrik erhoffe.
Eine mittelmäßige Sammlung mit vereinzelten Highlights...

Nachdem mich das erste Buch von Brianna Wiest - "101 Essays, die dein Leben verändern werden" - leider gar nicht überzeugen konnte, habe ich ihre Bücher in den letzten drei Jahren eigentlich großzügig umschifft. Nachdem ich zwei sehr vielversprechende Ausschnitte aus ihrer Lyrik-Anthologie "Salt Water" gelesen habe, habe ich dann aber doch beschlossen, ihr nochmal eine Chance zu geben. 

Direkt vorab kann ich sagen: Die Sammlung enthält - wie ich schon durch die Schnipsel, die ich online gesehen habe, angenommen hatte - durchaus einige berührende, sprachlich schöne Passagen. Einzelne Gedichte tragen echte emotionale Tiefe in sich und entfalten beim Lesen eine sanfte, tröstliche Wirkung. Auf knapp 200 Seiten behandelt die Autorin Themen wie Selbstliebe, Heilung nach Trennungen, Verbundenheit mit dem eigenen Körper, Natur und Beziehungen sowie das Leben an sich. Dabei lesen wir das Gedicht in dieser Ausgabe jeweils in Originalsprache und danach in einer deutschen Übersetzung, was mir tatsächlich trotz der Redundanz ganz gut gefallen hat, da die Texte in den beiden Sprachen ganz unterschiedlich wirken und mich mal auf deutsch und mal auf Englisch besser abgeholt haben. 

"Your mind is fire. It can heat your house. Or burn it to the ground."

So toll einzelne Gedichte auch waren, leider konnte mich ein Großteil der Texte nicht nachhaltig erreichen. Viele Gedichte wirken eher wie aneinandergereihte Gedanken oder pointierte Einzeiler, die für sich genommen funktionieren mögen, in ihrer Gesamtheit jedoch häufig oberflächlich bleiben. Ich habe schon in Brianna Wiests Essay-Sammlung vom inhaltlichen "Niveau von Pinterest-Zitaten" gesprochen und dieser Eindruck drängt sich bei einigen generischen, schwachen Texten leider auch wieder auf. So sehr ich mich mittlerweile an formlose Insta-Poetry gewöhnt habe, so hätte ich mir hier doch mehr Tiefgang gewünscht. Ein prägnanter Satz allein macht für mich noch kein gelungenes Gedicht, und zu viele Texte erschienen mir unfertig oder inhaltlich zu wenig ausgearbeitet.

"maybe you were the hero you were waiting for. maybe you were the love of your life all along. maybe you were always happy. and just thought you needed the reassurance of someone safe to let yourself feel it"

Hinzu kommt, dass manche Ratschläge oder Botschaften sehr vereinfachend formuliert sind und wenig Raum für komplexere Lebensrealitäten lassen. Trotz dieser Kritikpunkte habe ich die Anthologie nicht ungern gelesen: Es gibt einzelne starke Momente und gelungene Passagen, die zeigen, welches Potenzial in Brianna Wiests Sprache liegt und die dafür sorgen, dass man trotzdem bis zum Ende weiterliest. In Zukunft werde ich es aber trotzdem dabei belassen und mich anderen Autorinnen zuwenden.

"The little pieces of me, the things I would become. The things I would still love, they'd grow, and they'd evolve, and they'd become. At its core, my whole life blossomed from seeds within me, I spent my years scavenging for them, but all I had to do was water them and give them light. What was already within me would inevitably grow. My job was not to plant them, but to make sure I was well enough to let them take root."

 

Fazit

Insgesamt bleibt für mich in "Salt Water - Salzwasser" trotz starker Passagen der Eindruck einer mittelmäßigen Sammlung mit vereinzelten Highlights zurück, die in ihrer Gesamtheit nicht die Tiefe erreicht, die ich mir von zeitgenössischer Lyrik erhoffe.

 

Kurzmeinung: Weniger zeitlose Seelenmedizin, sondern eher ein literarisches Zeitdokument mit Licht- und Schattenseiten.
Für meinen Geschmack zu zynisch und misogyn!

Im Rahmen der Klassiker Challenge habe ich im Februar "Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke" parallel als Hörbuch gehört Die erstmals 1936 erschienene Gedichtsammlung von  Erich Kästner umfasst etliche ganz unterschiedliche Gedichte, die jeweils zur Linderung eines Leidens vorgeschlagen werden. 

"Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke" hinterließ bei mir einen eher gemischten Eindruck. Obwohl das Buch drei Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten veröffentlicht wurde, ist es nicht politisch, sondern kreist stattdessen um existenzielle und zwischenmenschliche Themen wie Vergänglichkeit, Lebensüberdruss oder Beziehungsfragen. Die Gedichte werden jeweils zu verschiedenen Anlässen vorgeschlagen, beispielsweise "wenn Krankheiten quälen", "man an die Mutter denkt", "man die Natur vergessen hat" oder "wenn das Selbstvertrauen wackelt", um nur einige der 36 Kategorien zu nennen. 

"Wir sitzen alle im gleichen Zug und reisen quer durch die Zeit. Wir sehen hinaus. Wir sahen genug. Wir fahren alle im gleichen Zug. Und keiner weiß, wie weit."

Formal reicht die Bandbreite der Gedichte dabei von längeren, gereimten Stücken bis hin zu sehr kurzen, pointierten Ein-Satz-Gedichten. Manches ist mit ironischem Augenzwinkern formuliert, doch häufig schwingt auch ein zynischer oder leicht depressiver Ton mit. Dadurch empfinde ich die „lyrischen Heilmittel“ nicht immer als aufmunternd und tröstend, sondern teilweise eher ernüchternd und desillusionierend. Auch wenn einige wirklich tolle, spritzige Gedichte dabei waren, hat mich ein Großteil der Texte leider nicht abholen können. Das lag sicherlich auch zum Teil daran, dass die im Text dargestellten Geschlechterrollen und das Frauenbild Kästners aus heutiger Sicht nicht gut gealtert sind, sodass ich bei einigen stark misogynen Aussagen beim Lesen geradezu zusammengezuckt bin. 

"Das ist das Verhängnis: zwischen Empfägnis und Leichenbegängnis nicht als Bedrängnis."

 

Fazit

Die originelle Idee, Gedichte als „Hausmittel“ für unterschiedliche Lebenslagen zu präsentieren, ist charmant und bringt immer wieder sprachlich kluge, pointierte Momente hervor. Einzelne Verse haben mich mit ihrer Klarheit und Bildkraft wirklich überzeugt. Gleichzeitig wirkten viele Texte auf mich eher ernüchternd als tröstlich, teils zynisch, teils spürbar in ihrer Zeit verhaftet – insbesondere im Hinblick auf das Frauenbild. So sehe ich die Sammlung weniger als zeitlose Seelenmedizin, sondern eher als literarisches Zeitdokument mit Licht- und Schattenseiten.

Cover des Buches Wut und Böse (ISBN: 9783446271159)

Bewertung zu "Wut und Böse" von Ciani-Sophia Hoeder

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Kurzmeinung: Scharf beobachtet, gut recherchiert und zugänglich geschrieben, macht das Buch Mut, Wut ernst zu nehmen und als Kraftquelle zu nutzen.
Eine kluge, intersektionale und augenöffnende Analyse weiblicher Wut

In den letzten Jahren habe ich bereits einige feministische Sachbücher gelesen, die mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und Perspektiven auf unsere Gesellschaft blicken. Ciani-Sophia Hoeder hat sich die Linse der Female Rage für ihr Buch ausgesucht. Wobei hier eigentlich schon das Problem beginnt, denn wie die Autorin bereits zu Beginn ganz richtig hervorhebt, gibt es so etwas wie "weibliche Wut" eigentlich gar nicht. Wut ist eine Basisemotion, wie weder gut noch schlecht, weder männlich noch weiblich sein kann, sondern einfach als Signal dafür verstanden werden muss, dass gerade etwas nicht in Ordnung ist, eine Ungerechtigkeit behoben werden oder die Aufmerksamkeit auf etwas gelenkt werden soll. 

Nachdem sie Wut als Gefühl analysiert hat, bezieht sie historische wie aktuelle Beispiele ein, um aufzuzeigen, welches transformative Potenzial in kollektiver Wut steckt und wieso die Wut von Frauen und Mädchen im Patriarchat seit Jahrhunderten eingeschränkt und kontrolliert wird. Zicken, Diven, Hysterikerinnen und Schreckschrauben; Scold´s Bridle, Frauenverbrennung, Frauenwahlrecht und 48er Revolution; Tone Policing, Self Silencing, Dauerlächeln und toxische Positivität; #Aufschrei, #Metoo und Women´s March. Wie all das zusammenhängt und eine Geschichte von Wut und Mut erzählt, wird auf den knapp 200 Seiten aufgeschlüsselt. 

"Wut ist nicht sexy. Sie passt nicht in den sorgfältig gemanagten Instagram-Feed hinein. Sie wird mit Yoga, Meditation und einem fast schon neurotischen Self-Care-Hype wegmeditiert. Dabei sind die Folgen von internalisierter Wut desaströs. Essstörungen, Selbstverletzungen, Kopfschmerzen, ein mangelndes Selbstwertgefühl, erhöhte Angstzustände, Burn-out, Depressionen — ihre Unterdrückung hat ernst zu nehmende Krankheiten zur Folge."

Dabei gibt die Autorin auch den Anstoß, sich der eigenen Wut zu nähern, sich zu fragen, wann man zuletzt wütend war und wie man dies geäußert hat und wie dieser Emotion in der Kindheit begegnet wurde. „Wut und Böse“ ist kein Aufruf zur blinden Zerstörung – niemand muss gleich eine halbe Stadt in Schutt und Asche legen wie der Hulk. Vielmehr zeigt das Buch, dass Wut dann produktiv wird, wenn sie etwas an unserer Situation verändert. Wenn aus Wut Mut wird. Wenn wir lernen, hinzuhören und unsere Emotionen als politischen und persönlichen Kompass zu begreifen.

"Brav sein zahlt sich nicht für Frauen aus, sondern für diejenigen, die ihre Macht über brave Frauen erhalten wollen."

Besonders spannend fand ich ihren intersektionalen Blick. Sie betrachtet den Umgang mit Wut nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Herkunft, Rassismus, Klassismus und weiteren Diskriminierungsformen. Dabei lässt sie zahlreiche Expertinnen und Betroffene zu Wort kommen, wodurch ein vielschichtiges, eindrückliches Gesamtbild entsteht, das ich demnach nur weiterempfehlen kann. Einen kleinen Abzug gibt es von mir für das sehr ungleichmäßig vertonte Hörbuch, das die Autorin selbst einspricht... 

 

Fazit

Mit „Wut und Böse“ gelingt Ciani-Sophia Hoeder eine kluge, intersektionale und augenöffnende Analyse weiblicher Wut. Scharf beobachtet, gut recherchiert und dennoch zugänglich geschrieben, macht das Buch Mut, dieses Gefühl ernst zu nehmen und als Kraftquelle für Veränderung zu nutzen. 

 

Cover des Buches Die Suche nach Zuhause (ISBN: 9783492065979)

Bewertung zu "Die Suche nach Zuhause" von Marie Luise Ritter

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Kurzmeinung: Marie Luise Ritter überzeugt mit warmer, bildhafter Sprache und vielen berührenden Gedanken rund um das Thema Zuhause und Heimat.
Eine inspirierende, persönliche Mischung aus Ratgeber, Autobiografie und Roman!

Nachdem mir "Vom Glück, allein zu sein"  und "Von der Kunst, das Leben leicht zu nehmen" von Marie Luise Ritter so gut gefallen haben, habe ich beschlossen, auch ihr neustes Buch, "Die Suche nach Zuhause" der Journalistin und Influencerin zu lesen, beziehungsweise zu hören. Auf knapp 240 Seiten widmet sich die Autorin der Frage, was Heimat eigentlich bedeutet und wie man sich ein Zuhause findet beziehungsweise aufbaut. Genau wie in ihren Vorgängern geht sie diese Fragen nicht systematisch an, um mit einem strukturierten Masterplan all unsere Probleme zu lösen, sondern erzählt vielmehr mithilfe von Anekdoten und Gedanken von ihrer ganz persönlichen Suche, nach einem Für-Immer-Ort. Sie nimmt mit in ihr eigenes Leben, erzählt von einem halben Jahr in Paris, neuen Bekanntschaften und Freundschaften, bedrückenden Stressmomenten, Herausforderungen und wie sie trotz allem weiterträumt und -sucht. 


Diese wilde Mischung aus Ratgeber, Reisebericht, Sachbuch, Essay, Tagebuch und Roman wird ganz sicher nicht jedem gefallen. Für mich ist die Art und Weise, in die eigene Gedanken und Gefühlswelt mitzunehmen, aber ein wahres Highlight. Mit ihrem präzisen, aber bunten Schreibstil, der selbst schon von Leichtigkeit und Lebensfreude trieft, malt Marie Luise Ritter Orte, Menschen und Gefühle geradezu auf die Seiten und verpackt ihre Erlebnisse so authentisch und liebenswert, dass sich die Bücher immer anfühlen wie eine freundschaftliche Umarmung. Stilistisch steht ihr neustes Werk den Vorgängern also in nichts nach. Anders als die zwei Bücher zuvor, hat mich das Thema aber nicht ganz so sehr abholen können. Das lag zum Einen daran, dass sich die Herangehensweise inhaltlich etwas verzettelt las, als hätte die Autorin uns auf ihren Prozess mitgenommen, aber selbst nicht ganz gewusst, worauf sie mit diesem Roman heraus wollte. Vielleicht lag es zum anderen aber auch daran, dass das Thema für mich aktuell nicht so sehr relevant ist... Nichtsdestotrotz hat das Buch mir anregende Hörstunden beschert und ich werde auch gerne wieder zum nächsten Werk der Autorin greifen!




Fazit


In "Die Suche nach Zuhause" überzeugt Marie Luise Ritter erneut mit warmer, bildhafter Sprache und vielen berührenden Gedanken rund um das Thema Zuhause und Heimat. Auch wenn mich das Thema diesmal nicht ganz so stark packen konnte, insgesamt eine inspirierende, persönliche Mischung aus Ratgeber, Autobiografie und Roman!

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