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yvonne_pioch

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Kathrinchen Zimtstern (ISBN: 9783898766210)

    Bewertung zu "Kathrinchen Zimtstern" von Bastian Backstein

    Kathrinchen Zimtstern
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Kathrinchen Zimtstern" von Bastian Backstein

    "Kathrinchen Zimtstern" ist die Geschichte von einem Weihnachtsengelchen im Haus eines Archäologie-Professors mit Namen Schlumann (woran erinnert das nur?). Nur, dass Kathrinchen am 1. Dezember, als die Weihnachtsdeko-Figuren auf dem Dachboden des kleinen Hauses zusammengetrommelt werden, gar nicht da ist. Sie ist nämlich als Maskottchen des Professors mit zu seiner Forschungsreise aufgebrochen, um den Schatz der Aztek... äh, Atziputzi zu finden. Und dabei hat er Kathrinchen irgendwo in Afrika verloren und ist allein nach Hause zurückgekehrt.

    Kathrinchens Freunde, ein Pflaumentoffel (in Hessen als Quetschemännchen bekannt), einige Nussknacker-Soldaten, Räuchermännchen und musikalischen Engelchen, sind natürlich besorgt und beschließen, dass eine Abordnung von ihnen aufbrechen und Kathrinchen retten muss. Am Ende machen sich ausgerechnet ein alter und schon etwas kränklicher Räuchermann namens Arthur Grimmbart und ein sehr zartbesaiteter Nussknacker namens Johann Knatterburg auf die gefährliche Reise.

    Sowohl Kathrinchen als auch unsere zwei Helden erleben unterwegs einige Abenteuer, wozu beispielsweise die Begegnung mit einem Weihnachtself und zwei fiesen Ganoven, eine Wüstendurchquerung und ein Kampf mit bösen Stimmen gehören.

    Das liebevoll illustrierte Buch mit 24 Kapiteln kann sicherlich jedem Kind zwischen 5 und 10 Jahren das Warten auf Weihnachten versüßen. Doch auch Erwachsene dürften sich beim Vor- oder Mitlesen über die spannenden Abenteuer in den verschiedenen Regionen der Welt freuen und über manche Anspielung schmunzeln, die die Kinder noch nicht verstehen. Besonders die Charaktere wachsen dem Leser ans Herz, denn jede Figur hat ihre Eigenheiten.

    Ich selbst habe das Buch bereits zweimal gelesen und auch beim zweiten Mal noch Neues entdeckt. Daher kann ich es nur jedem ans Herz legen, der sich noch rasch in Weihnachtsstimmung bringen möchte.

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    Cover des Buches Unglaubliche Weihnachten (ISBN: 9783423713269)

    Bewertung zu "Unglaubliche Weihnachten" von Renus Berbig

    Unglaubliche Weihnachten
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Unglaubliche Weihnachten" von Renus Berbig

    Weihnachtsbräuche in aller Welt - die gilt es zu ergründen. Der Spickzettel des Weihnachtsmannes ist nämlich irgendwie abhanden gekommen und nun soll sein schnellster Weihnachtsbote Helge Rentier herausfinden, wie man denn nun eigentlich weltweit Weihnachten feiert.

    Helge reist in 24 verschiedene Länder, sodass man also jeden Tag im Advent eine Geschichte lesen kann. Der Untertitel des Buches lautet "24 Rätselreisen um die Welt". Rätselreisen sind es, weil Helge manchmal Dinge falsch versteht und der Leser raten kann, was von seinem Bericht denn nun den Tatsachen entspricht. Aber keine Sorge - am Ende jedes Kapitels klären Ochs und Esel darüber auf, wie es tatsächlich ist. Denn die stellen gleich zu Beginn des Buches klar, dass sie über alles Bescheid wissen - schließlich seien sie schon vor 2000 Jahren hautnah dabei gewesen.

    Das Buch ist eine stimmungsvolle Adventsbeschäftigung für wissbegierige Kinder und Erwachsene. Manche Fakten waren mir tatsächlich neu. Helges Berichte sind lustig geschrieben und die Illustrationen von Anke Kuhl passen sehr gut dazu. Und ganz nebenbei lernt man noch ein paar Wörter in der jeweiligen Landessprache. Auch das Cover sieht sehr schön aus. Daumen hoch für Idee und Umsetzung!

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    Cover des Buches Hinter verzauberten Fenstern (ISBN: 9783596809271)

    Bewertung zu "Hinter verzauberten Fenstern" von Cornelia Funke

    Hinter verzauberten Fenstern
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Hinter verzauberten Fenstern" von Cornelia Funke

    Cornelia Funke gilt spätestens seit ihrer Tintenwelt-Trilogie als die deutsche J. K. Rowling.Sie hat aber noch andere schöne Bücher geschrieben, so beispielsweise das Kinder-Weihnachts-Buch "Hinter verzauberten Fenstern".

    Zum Inhalt: Julia ist mit ihren 9 Jahren einfach schon zu alt für einen Schokoladen-Adventskalender. Das findet jedenfalls ihre Mutter. Deshalb bekommt Julia dieses Jahr einen Bildkalender von ihren Eltern, während ihr kleiner Bruder Olli das Schoko-Schmuckstück absahnt.

    Julia ist erst mal ziemlich beleidigt, doch dann muss sie zugeben, dass der Kalender mit dem großen Haus, dessen 24 Fenster sich öffnen lassen, ganz fantastisch funkelt in der Nacht. Und bald findet sie heraus, dass er auch einen fantastischen Inhalt hat. Das Kalenderhaus ist nämlich bewohnt und Julia kann dessen Anwohner besuchen. So trifft sie auf den Erfinder Jakobus Jammernich, Prinz Harry den Hässlichen, einen Riesen, zwei Elfen und 4 Zwerge. Und ehe sie sich versieht, steckt sie mitten drin in einem Abenteuer und muss das Kalenderland retten.

    "Hinter verzauberten Fenstern" ist ein liebevolles Plädoyer für fantasievolle Bildkalender, während die Schokoladenliebhaber nicht gut wegkommen (was ich persönlich ein bisschen schade finde). Auf jeden Fall aber beflügelt das leicht zu lesende Buch die Fantasie von Kindern. Julias Abenteuer sind fast so aufregend wie die von Pippi Langstrumpf und co.

    Das Buch ist sehr süß geschrieben und auch für junggebliebene Erwachsene zu empfehlen.

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    Cover des Buches Fischmarie (ISBN: 9783862860241)

    Bewertung zu "Fischmarie" von Peter Koebel

    Fischmarie
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Fischmarie" von Peter Koebel

    "Die Fischmarie" ist ein kurzweiliger Roman irgendwo zwischen Thriller und Generation Golf. Marie, die Ich-Erzählerin, erhielt bereits in der Schule ihren Spitznamen "Fischmarie", da ihre Eltern ein Fischgeschäft besaßen. Maries Leben lief nicht ganz wie geplant: Aufgrund eines tragischen Unglücks musste sie die Schule hinwerfen und den Familienbetrieb mitführen. Und hin waren ihre Zukunftspläne.

    Auch die erwachsene Marie scheint Schlamassel magisch anzuziehen, denn in diesem Roman sitzt sie in einem Polizeiverhör und wird beschuldigt, den Verleger Konstantin Krieg auf der Frankfurter Buchmesse ermordet zu haben, weil sie unglücklicherweise die Erste am Tatort war. Nun fragt sie ein Komissar Schneider über ihre Verbindung zu diesem Herrn Krieg aus und sie beglückt ihn dafür mit ihren Lebensweisheiten. Denn die Fischmarie ist reichlich nervös, da sie zwar diesen Mord nicht begangen hat, aber in anderer Hinsicht nicht gerade unschuldig ist ...

    Das Sympathische an der Hauptfigur ist, dass sie zum Philosophieren neigt, über die Welt, die Werbung, Männer und Frauen und vor allem die Buchbranche, auch wenn sie gar nicht vom Fach ist. Als Leser ist man immer hin- und hergerissen zwischen Lachen und dem Gedanken: Wo sie recht hat, hat sie recht.

    Dasselbe sagt übrigens die Fischmarie über Poupette, die Großmutter von Vic aus La Boum 2. Vic möchte von Poupette in einer Filmszene wissen, wie man sich beim Rendezvous mit einem Mann verhält bzw. worüber man redet. Und Poupette rät: "Wenn er klug ist, hörst du einfach zu, denn dann verstehst du sowieso kein Wort. Und wenn er dumm ist, hörst du einfach weg, denn die Dummen reden noch mehr." Die Fischmarie kommt übrigens auf die Szene, weil sie dem Komissar versucht zu erklären, warum sie auf der Buchparty von Konstantin Krieg den Partygästen nicht zugehört habe. Schneider seinerseits hat es nicht so mit Filmzitaten und ist reichlich genervt, während vor allem weibliche Leser sich schwer amüsieren.

    Wie es am Ende ausgeht, möchte ich nicht verraten, dafür aber eine dicke Leseempfehlung aussprechen. Es sei nur noch erwähnt, dass der Roman nicht nur in der Buchbranche spielt, sondern die Fischmarie sich auch gleich zu Beginn fragt, was eigentlich in ein gutes Manuskript gehört und wie viel so eine Hauptfigur oder Autorin eigentlich von sich preisgeben darf. Ganz ähnlich wie in einem Verhör eben.

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    Cover des Buches Gottesdiener und andere Liebhaber (ISBN: 9783896670786)

    Bewertung zu "Gottesdiener und andere Liebhaber" von Walter Keady

    Gottesdiener und andere Liebhaber
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Gottesdiener und andere Liebhaber" von Walter Keady

    Nein, liebe "Shades of Grey"-Leser - das Buch ist trotz des Titels kein Erotikroman. Vielmehr erzählt es die Geschichte eines typischen irischen Dorfes und seiner Bewohner, kurz nach dem 2. Weltkrieg. Eigentlich sind die Helden des Buches in dem Alter, sich auf erste Liebeleien und Beziehungen einzulassen. Auch Phelim O'Brien spürt diese Wünsche in sich. Aber da er sich entschieden hat, Priester zu werden, kann er seine Fleischeslust nicht ganz ungehindert ausleben.

    Phelim hat es nicht leicht. Emanzipierte Frauen, Sex außerhalb der Ehe und Kommunismus hält er für die Fänge des Satans und manche seiner früheren Schulkameraden demzufolge für gefallene Schäfchen. Phelims Sicht auf die Welt erinnert mich an den Pet Shop Boys-Song "It's a sin":

    For everything I long to do
    No matter when or where or who
    Has one thing in common, too:
    It's a sin

    "Gottesdiener und andere Liebhaber" ist ein Porträt aus einer vergangenen Welt in einer vergangenen Zeit - das macht seinen Charme aus. Es lebt auch von seinen Charakteren. Was mir ein wenig gefehlt hat, war der rote Faden. Der Erzähler springt kapitelweise von einem Protagonisten zum anderen, als würde er nicht einen Roman, sondern Kurzgeschichten erzählen. Das verwirrt insbesondere, wenn man das Buch nicht an einem Stück liest und jedesmal überlegen muss, mit wem man es aktuell zu tun hat: War das noch mal der Typ, der mit Annie May durchgebrannt ist oder der Bruder von diesem gewalttätigen Fiesling? Und was hat all das wieder mit Phelim zu tun?

    Ich kann das Buch also jedem empfehlen, der sich für Irland, den Klerus und seinen Einfluss interessiert.

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    Cover des Buches Kiharu - Memoiren einer Geisha (ISBN: 9783404263790)

    Bewertung zu "Kiharu - Memoiren einer Geisha" von Kiharu Nakamura

    Kiharu - Memoiren einer Geisha
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Kiharu - Memoiren einer Geisha" von Kiharu Nakamura

    Das Buch gliedert sich in 3 Teile. Der erste handelt von Kiharu Nakamuras Zeit als Geisha, der zweite vom Zusammenbruch der Geisha-Kultur nach dem zweiten Weltkrieg und der dritte von ihrem Leben in New York, wohin sie auswanderte.

    Kiharu Nakamura verstand sich zeitlebens (sie starb 2004) als Botschafterin der japanischen Kultur. Als erste Geisha lernte sie Englisch, um auch ausländische Gäste unterhalten zu können, beriet in New York bei Aufführungen der Madame Butterfly in Kostümfragen und bot in den USA japanischstämmigen Menschen einen Treffpunkt.

    Aber sie ist auch eine Kritikerin japanischer Vorurteile und Verhaltensweisen, etwa der Neigung ihrer Nachbarn, ihre Weltoffenheit und Art zu leben zu kritisieren, für die Aufname von jungen Leuten in ihr Haus kein Verständnis aufzubringen und Beziehungen zwischen ungleichen Paaren nicht zu dulden.

    Zu Beginn muss man sich an die Erzählstimme von Kiharu Nakamura erst einmal gewöhnen, vor allem als junge Geisha erscheint sie recht unbedarft, kann sich aufgrund ihrer Neugier und ihres Verstandes jedoch immer wieder behaupten. Stellenweise zieht sich das Buch in die Länge, wiegt dies jedoch durch eine Vielzahl spannender Informationen wieder auf.

    Kiharu Nakamura ist vielen Größen ihrer Zeit begegnet, etwa Charlie Chaplin und Jean Cocteau. Ihre Autobiografie war ein Weltbestseller und ist unbedingt lesenswert.

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    Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (ISBN: 9783492258364)

    Bewertung zu "Biss zum Ende der Nacht" von Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Biss zum Ende der Nacht" von Stephenie Meyer

    Teilweise habe ich wirklich bis zum Ende der Nacht geschmökert, denn der vierte Teil der Biss-Reihe war für mich am spannendsten. Zum ersten Mal hatte ich nicht zuvor schon den Film gesehen, oder jedenfalls nur zur Hälfte, da Breaking Dawn 2 ja erst im November in die Kinos kommt.

    Bella und Edward heiraten also endlich und erleben auf Bellas Wunsch ihre erste gemeinsame Nacht, noch bevor sie zum Vampir wird. Prompt wird Bella schwanger und die Cullens fragen sich, wie so ein Kind zwischen einem Mensch und einem Vampir wohl beschaffen sein könnte, ob es böse ist und Bella von innen her aussaugen wird. Als das Kind dann auf die Welt kommt, geschehen 3 Dinge: 1. Bella wird endlich gebissen, 2. Jacob ereilt die Prägung und 3. die Volturi werden auf das Kind aufmerksam und entschließen sich, den Cullens ein für alle Mal zu zeigen, wer der Herr in der Vampir-Gesellschaft ist. Wie es ausgeht, möchte ich hier nicht verraten.

    Viele Kritiker sagen, das Ende der Vampirsaga wäre vollkommen absurd, selbst wenn bis dahin alles funktioniert haben mag. Ich sehe das anders. Für mich ist es konsequent, dass Bella zum Vampir wird. Schließlich war das seit Band 1 die große Frage, die im Raum stand: Gibt sie für Edward und ihre Liebe alles auf? Zudem wird im letzten Band die Perspektive aufgebrochen, Teile des Buches sind aus der Sicht von Jacob erzählt. Auch das scheint mir sinnvoll, da sich Jacobs Geschichte ja immer mehr mit der von Bella verwoben hat und aufgrund ihrer Freundschaft sogar die uralte Fedhe zwischen Vampiren und Werwölfen (oder so etwas ähnlichem, siehe Band 4) begraben werden konnte.

    Die Geschichte funktioniert also für mich. Ich habe in der Reihe keine Logikfehler entdecken können, der Kreis schließt sich und alle Puzzleteile fügen sich ineinander. Eine Schriftstellerin a la J. K. Rowling, die permanent Kaninchen aus dem Hut zieht, ist Stephenie Meyer für mich nicht, ihre Figuren handeln erwartbarer, weniger überraschend. Und doch zieht die Geschichte in ihren Bann und ich kann mir den Hype darum nach der Lektüre durchaus erklären.

    Was den Reiz für die Leser ausmacht, ist aus meiner Sicht die Identifizierbarkeit mit Bella, trotz der übersinnlichen Geschichte dahinter, denn man kann jederzeit verstehen, wie sie fühlt und wer sie ist:
    Band 1: Die unsichere, zum ersten Mal Verliebte
    Band 2: Die unglücklich Liebende, Verlassene
    Band 3: Die Frau zwischen zwei Männern
    Band 4: Die glücklich Liebende, die eine Familie gründet

    Bella erlebt also fast alle Muster, die man sich in der Liebe denken kann und die im Alltag immer wieder vorkommen, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. (Nur die Phase "Ich bin unabhängig und will gerade mal keine Beziehung" lässt sie aus, da die ja auch nicht im Sinne der Erfinderin gewesen wäre.) Und damit ist die Geschichte fertig erzählt: Bella hat sich verliebt, ist durch Jahre voller Unsicherheiten gegangen und hat am Ende ihr Glück gefunden.

    Weitere Geschichten wie "Biss zum ersten Sonnenstrahl" oder die Begegnung aus der Sicht von Edward werde ich daher nicht mehr lesen. Aber dennoch kann ich die Bücher jedem empfehlen, der fähig ist, sich auf die oben genannten Grundmuster einzulassen und in diesem Rahmen eine romantische Liebesgeschichte mit fantastischen Elementen lesen möchte, die auf den Alltag übertragbar sind (siehe meine vorherigen Rezensionen).

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    Cover des Buches Winterwunder (ISBN: 9783453407664)

    Bewertung zu "Winterwunder" von Nora Roberts

    Winterwunder
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Winterwunder" von Nora Roberts

    Bei "Winterwunder" handelt es sich um den vierten und letzten Teil des Jahreszeitenzyklus von Nora Roberts.

    Das Setting: Vier Frauen und eine Hochzeitsagentur. Drei davon bereits glücklich unter der Haube, fehlt also nur noch die vierte. Und zwar ist das Parker, die kontrollierte, nichts an sich ranlassende Planerin der Gruppe. Und ihr männlicher Gegenpart ist Malcolm, den wir auch bereits in den vorherigen Romanen als Freund ihres Bruders kennengelernt haben.

    Parkers Charakterdarstellung finde ich sehr gelungen, man mag sie einfach, und auch Malcolm erhält auf jeden Fall den Sympathiebonus. Leider hat mir auch in diesem Band des Zyklus der Überraschungseffekt gefehlt: Man weiß eben von Anfang an, worauf die Geschichte hinauslaufen wird und der Roman bewegt sich auch relativ ungehindert auf sein Ziel zu.

    Deswegen sind die vier Bücher keineswegs schlecht und einzelne Gedankengänge durchaus schön gemacht. Auch von der Sprache gefällt mir der Zyklus recht gut. Aber er ist eben vorhersehbar und der Grundidee fehlen aus meiner Sicht ein paar Überraschungsmomente.

    Am besten hat mir "Herbstmagie" gefallen, was aber einfach daran liegt, dass ich mit den Charakteren Laurel und Del bzw. ihrer Liebesgeschichte am meisten anfangen konnte. Andere Leser mögen andere Vorlieben haben.

    Empfehlen kann ich die Romane allen Lesern, die gerne Liebesromane lesen, die im Hinblick auf die Handlung einigermaßen vorhersehbar sind, aber über liebevoll ausgestaltete Charaktere verfügen.

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    Cover des Buches Corpus Delicti (ISBN: 9783442740666)

    Bewertung zu "Corpus Delicti" von Juli Zeh

    Corpus Delicti
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Corpus Delicti" von Juli Zeh

    Corpus Delicti" erzählt die Geschichte von Mia Holl, einer früheren Anhängerin der "Methode", wie das Staatssystem in ihrer Welt heißt. Das Hauptanliegen der Methode ist, die Menschen möglichst gesund zu halten. Daher werden ihre Körperfunktionen ständig überwacht, ihre Hometrainer weisen ihnen Sportaktivitäten zu und der Genuss von Alkohol oder Nikotin ist strengstens untersagt. Mia, eine vernunftgesteuerte Naturwissenschaftlerin, verliert ihren Bruder Moritz, dem Verrat an der Methode nachgesagt wird. Moritz, der zu Unrecht eines Mordes beschuldigt wurde, hat sich das Leben genommen und Mia verliert in der Trauer um ihn den Boden unter den Füßen.

    Die Welt von Corpus Delicti ist düster, was noch dadurch verstärkt wird, dass das Urteil des Prozesses von Mia Holl gleich vorweggenommen wird - oder jedenfalls beinahe. Die Geschichte zeigt den Wandel einer methodentreuen Bürgerin zu einer Kämpferin, der jedes Mittel recht ist, um die Fehler der Methode aufzuzeigen.

    Der Roman eignet sich aus meiner Sicht tendenziell eher für Leser ab Mitte 20, die sich in Mias Geschichte vielleicht besser hineinversetzen können, weil sie den Tod eines engen Freundes oder Familienmitglieds wahrscheinlich schon miterlebt haben. Diese sind vielleicht auch eher mit den Grenzen des Rechtssystems vertraut, das ja auch in unserer Zeit nicht unfehlbar ist und können auch mehr mit der Fixierung des Staates auf Gesundheit anfangen.

    Sprachlich ist das Buch eine Herausforderung. Einerseits muss man sich gleich zu Beginn durch eine Lexikon-Definition von Gesundheit sowie das Protokoll einer Gerichtssitzung quälen und anschließend die Beschreibung einer nahezu toten Welt über sich ergehen lassen. Wer aber erst mal dort angekommen ist, wo Mia in Erscheinung tritt, wird mit vielen kleinen Gedanken in wunderschöner Formulierung belohnt, die man sich merkt.

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    Cover des Buches Die Auswahl (ISBN: 9783841421197)

    Bewertung zu "Die Auswahl" von Ally Condie

    Die Auswahl
    yvonne_piochvor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Auswahl" von Ally Condie

    In "Die Auswahl" steht Cassia Reyes kurz vor einem großen Tag: ihrem Paarungsbankett. Über ein Computerterminal in einem festlichen Saal wird sie dann erfahren, wer ihr Lebenspartner wird, weil er genetisch zu ihr passt. Sie freut sich, dass der Computer ihren besten Freund Xander ausgewählt hat, mit dem sie nun offiziell viel Zeit verbringen kann. Doch als sie sich zu Hause den Datenchip zu ihm ansehen will, wird das Bild eines anderen Jungen eingeblendet, den sie ebenfalls kennt: das von Ky.

    Schnell informiert sie der Staat, dass es sich um einen Irrtum handle, und sie sich ganz auf Xander konzentrieren solle. Aber Cassias Neugierde ist geweckt. Ky stammt aus den Provinzen außerhalb der überwachten Zone und beherrscht vieles, das Cassia fasziniert. Er kann beispielsweise schreiben, was in ihrer Welt nicht erlaubt ist und er kennt verbotene Gedichte.

    So sucht Cassia allmählich immer mehr nach Schlupflöchern im System, um mit Ky zusammen sein zu können und von ihm all die faszinierenden Dinge zu lernen.

    Jenseits des Paarungsrituals erfährt man über Cassias Welt, dass die Nahrung individuell auf jede Person abgestimmt wird, ein Computerterminal zu Hause die Menschen überwacht, die Abfallentsorgung nach illegalen Stoffen gescannt wird (zum Beispiel Papier) und die Kulturhistorie des Menschen auf ein Minimum reduziert wurde, das ins System passt. Die Welt ist sicher, im Vergleich zu den Äußeren Provinzen, in denen es ständig Krieg geben soll. Doch die Welt von Cassia ist langweilig. Sie ist auf Effizienz gepolt und erlaubt den Menschen, nur das zu lernen, was für ihren Beruf notwendig ist.

    Es ist kein Wunder, dass Teenager Cassia aus einer solchen Welt ausbrechen möchte, die ihren Wissensdurst beschneidet, ihre natürliche Entwicklung bremst und ihr nicht gestattet, mit dem Menschen zusammen zu sein, den sie immer interessanter findet.

    Mit diesen Themen richtet sich das Buch besonders an jüngere Leser, für die Themen wie die erste Liebe, die Bedeutung von Freundschaft (denn Cassia muss ja auch ihren besten Freund belügen) und der Wunsch, möglichst viel vom Leben zu haben und zu entdecken, sicherlich im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig ist es dank des Oberthemas "Wer bin ich und wie weit würde ich gehen, um das zu bekommen, was mir verlockend erscheint?" auch ein Buch für Erwachsene.

    Die Sprache ist einfach und das Buch flüssig zu lesen, wobei einige meiner Mitleser beklagten, es habe an einigen Stellen Längen, in denen zu wenig passiert.

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