zeilensehnsucht

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Wenn Donner und Licht sich berühren (ISBN: 9783736308305)

    Bewertung zu "Wenn Donner und Licht sich berühren" von Brittainy C. Cherry

    Wenn Donner und Licht sich berühren
    zeilensehnsuchtvor einem Jahr
    Cover des Buches Das Geheimnis meines Mannes (ISBN: 9783404171484)

    Bewertung zu "Das Geheimnis meines Mannes" von Liane Moriarty

    Das Geheimnis meines Mannes
    zeilensehnsuchtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte zum miträtseln, mitlachen und mittrauern.
    Eine Geschichte zum miträtseln, mitlachen und mittrauern.

    Meine Erwartungen:
    Das letzte Buch von Liane Moriarty welches ich gelesen habe, hatte mir wirklich gut gefallen, weshalb ich nicht gezögert habe zu einem Weiteren zu greifen. Ich mag ihre Schreibweise sehr gerne und war sehr gespannt, mit welchen Geheimnissen die Protagonisten und ich hier zu kämpfen haben.

    Das Cover:

    Das Cover gefällt mir wirklich gut. Es ist eine rosa Blüte abgebildet, die wirkt, als würde sie zersplittern, was ein wenig auf den Inhalt der Geschichte schließen lässt.

    Die Charaktere:
    Cecilia war mir sehr sympathisch. Sie ist eine sehr engagierte, selbstbewusste und liebevolle Frau und Mutter, die alles für ihre Familie tut. Sie steht mitten im Leben und der Leser hat den Eindruck, dass sie nichts wirklich erschüttern könne.

    Tess mochte ich ebenfalls äußerst gerne. Sie hat zwar an einigen Stellen mit sich selbst zu kämpfen, liebt ihre kleine Familie jedoch mit Inbrunst.

    Rachel ist eine nette ältere Dame, die mit ihrer Vergangenheit stark zu kämpfen hat. Ihre Tochter ist einst ermordet worden und selbst viele Jahre später ist es ihr nicht möglich, ihre diesbezüglichen Empfindungen unter Verschluss zu halten.

    Sie alle drei sind Spitzenmütter, jede auf ihre eigene und besondere Art. Sie wirken glatt vorbildlich, sind jedoch nicht so "perfekt", dass die Geschichte an Realität verliert. Sie haben Ecken und Kanten, welche diese drei unterschiedlichen Damen umso authentischer machen.

    Meine Meinung:
    Die Geschichte um die oben beschriebenen drei Frauen wird aus ihren jeweiligen Blickwinkeln geschildert. Dies hat dafür gesorgt, dass sich der Leser sehr früh gut in sie hineinversetzen konnte. Der Schreibstil ist leicht und angenehm.

    Schnell wird dem Leser klar, dass diese Frauen mehr miteinander verbindet, als zunächst klar ist. Ich hatte während des Lesens viel Zeit damit verbracht vor mich hinzurätseln, worin genau diese Zusammenhänge bestanden.

    Leider hat die Geschichte meiner Auffassung nach erst richtig an Fahrt aufgenommen, als schon ein wenig mehr als die Hälfte des Buches um war. Die Vorgeschichte hätte meiner Meinung nach abgekürzt werden können, denn es viel mir zeitweise ein wenig schwer am Ball zu bleiben. Ich fühlte mich zwischendurch öfter dazu verlockt das Buch für den Tag wegzulegen und mich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

    Versteht mich nun jedoch bitte nicht falsch, die Geschichte ist trotzdem nicht langweilig. Viel eher haben mir die Wendungen und Zusammenhänge, nachdem die Geschichte erstmal an Fahrt aufgenommen hat, gut gefallen. Insbesondere die Auflösung wirkt plausibel und zieht den Leser in seinen Bann.

    Ich konnte praktisch zu jeder Zeit nachempfinden, was die Hauptprotagonistinnen empfunden haben, auch wenn ich persönlich wohl das ein oder andere Mal anders agiert hätte.

    Da gibt es zum Beispiel Cecilia, die einen Brief von ihrem Mann entdeckt, auf welchem steht, dass dieser nur im Falle seines Todes zu öffnen sei. Cecilia hat sich zunächst dagegen entschieden diesen zu öffnen. Sie hat mit ihrem Ehemann John-Paul telefoniert, der sie ausdrücklich darum gebeten hat, den Brief nicht zu lesen. Nur wirkt er auf Cecilia so, als würde er ihr etwas verheimlichen. Was denkt ihr, wie würdet ihr reagieren? Würdet ihr ihn direkt öffnen oder würdet ihr zumindest versuchen eurem Ehemann insoweit zu vertrauen? Wird es wohl bloß ein "typischer" Abschiedsbrief sein, oder gleicht dieser möglicherweise einem Geständnis?

    Tess hingegen, hat sich nicht nur mit einem "möglicherweise" rumzuschlagen, denn ihr Ehemann und ihre Cousine beichten ihr gleich zu Beginn der Geschichte, dass sie sich ineinander verliebt hätten. Gerade, da Tess und ihr Ehemann einen gemeinsamen Sohn haben, kann sie nicht begreifen wie ihr geschieht. Was also sollte man an ihrer Stelle tun?

    Rachels Geschichte ist eine äußerst niederschmetternde. Der Leser erfährt Stück für Stück was mit ihrer Tochter geschah - vor so vielen Jahren. Diese Erinnerungen werden in ihr wieder hoch geholt, weil ihr Enkelsohn nach New York ziehen soll. Er ist praktisch alles für sie und sie kann sich ihr Leben nicht mehr ohne den Kleinen vorstellen, jedoch hat sie keine Wahl. Wie genau soll sie den Umzug verkraften, welcher eine weitere Lücke in ihrem Herzen hinterlassen wird?

    Für das Ende hätte ich mir noch ein kurzes weiteres Kapitel gewünscht, in welchem die Zukunft der Protagonisten beschrieben würde. Es bleiben dann ja doch noch einige Fragen offen, bei denen sich die Leser auch nur ausmalen können, wie es möglicherweise weitergeht. Möglichkeiten gibt es da äußerst viele, weshalb ich persönlich offene Enden nicht besonders mag - da mag ich es doch lieber, wie beim Rest der Geschichte, von der Autorin festgelegt.

    Wer von euch nun also eine Geschichte sucht, bei der er miträtseln, mitlachen und mittrauern möchte, der ist bei diesem Buch schon an einer guten Adresse. Ich vergebe aufgrund der Längen und dem Ende 3,5 von 5 Sterne.

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    Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499266720)

    Bewertung zu "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr
    zeilensehnsuchtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine unglaublich liebevolle Geschichte voller Trauer, Liebe und Freude. Empfehlenswert!
    Eine unglaublich liebevolle Geschichte voller Trauer, Liebe und Freude

    Meine Erwartungen:
    Ich nehme gerne Abstand von gehypten Büchern, da ich meistens einfach zu viel von ihnen erwarte. Nun hat mich der Klappentext dann doch so sehr angesprochen, dass ich mich dran gewagt habe, in der Hoffnung, dass das Buch hält, was es verspricht.

    Das Cover:

    Das Cover ist wunderschön! Ein Mädchen auf einer Wiese lässt auf eben dieser einen Vogel fliegen, was durchaus auf den Inhalt schließen lässt, da Vögel für Freiheit und dementsprechend auch irgendwie Selbstfindung stehen. Die roten Blüten, die das Cover umranden, verleihen dem Cover das gewisse Etwas.

    Die Charaktere:
    Louisa Clark ist mir von vornerein sympathisch. Sie hat eine sehr liebenswürdige Art und einzigartige Sicht auf die Dinge. Zu Beginn wirkt es ein wenig so, als würde sie vieles über sich ergehen lassen und sich ebenso dem beugen, was andere von ihr wollen/von ihr verlangen. Dies ändert sich jedoch im Laufe des Buches. Sie macht eine große Entwicklung durch und der Leser verfolgt ihre Selbstfindung mit großer Begeisterung.

    Will Traynor kann man schwer durchschauen. Dem Leser ist zwar klar, dass es sich bei seinen andauernden "Wegstoßaktionen" um eine Art Schutzmechanismus handeln muss, trotzdem viel es einem Anfangs schwer seine guten Seiten anzunehmen. Wenn man ihn dann jedoch erst einmal näher kennenlernt, fällt einem auf, was für eine unglaublich interessante Person er ist. Seine sarkastische Art und die Weise, wie er es trotz seiner Lämung schafft, den Leuten aufgrund seiner Intelligenz das Gefühl zu geben, dass er für Jedermann wissen würde, was das Beste für ihn sei, finde ich grandios.

    Meine Meinung:
    Im Vorfeld las ich einige Kritik darüber, dass einige der Informationen über Tetraplegie so wie sie in dem Buch stehen, nicht korrekt seien. Da ich von diesem Thema jedoch keine Kenntnis besitze, kann ich natürlich nur über meine subjektive Meinung über diese fiktive Geschichte verfassen.

    Ich bin sehr begeistert von Jojo Moyes Roman. Die Geschichte ist anders als die meisten Liebesromane, die gesamte Thematik ist anders. Sie berührt den Leser zutiefst. Der Roman befasst sich mit den Themen Tetraplegie und Suizidhilfe - Themen, denen die meisten Menschen wohl zunächst aus dem Weg gehen. Insbesondere die Suizidhilfe ist ein großes Streitthema und kommt einem Dilemma gleich, bei dem ich den Hut vor Jojo Moyes ziehen muss, dass sie es gewagt hat, sich mit diesem Thema zu befassen und eine Geschichte hierüber zu verfassen.

    Louisa hat ihren Job verloren und wird nun, ohne Erfahrungen in dem Bereich zu haben, als Wills Pflegerin eingestellt. Auch wenn sie den Job und zunächst auch Will nicht ausstehen kann, arbeitet sie weiterhin für ihn. Sie hat keine anderen Perspektiven und ihre Familie benötigt das Geld. Mit Wills zynischer Art erschwert er Louisa das Zusammenleben und ihre Arbeit zunächst, doch es kommt der Tag, an dem sie beide sich aufeinander abstimmen. Will kann, wenn er es denn möchte, tatsächlich sehr charmant sein. Dies sieht auch Louisas Freund, der Extremsportler und Personal-Trainer Patrick. Der Haussegen hängt somit sehr bald schief.

    Wir haben es hier mit keiner klassischen Liebesgeschichte zu tun, die Gefühle die beide füreinander entwickeln kommen schleichend und einen wirklichen Ausbruch gibt es erst zum Ende der Geschichte.

    Ich habe aufgrund von Lous und Wills Schlagabtauschen nicht selten gelacht, hatte auf der anderen Seite jedoch auch jede Menge Gründe einige Tränen zu vergießen.

    Sehr gut gefielen mir die Nebencharaktere. So mochte ich Louisas herzliche Familie sehr gerne und auch Nathan mochte ich in den Szenen, in denen er eine größere Rolle spielte, wirklich gern. Durch diese Leute wurde die Geschichte erst so richtig abgerundet.

    Ich habe jedoch auch einen Kritikpunkt, den ich nicht äußern kann, ohne euch zu spoilern, weswegen ich diesen nun im Folgenden in der Schriftfarbe Weiß verfassen werde, sodass nur diejenigen, die das Buch schon gelesen haben oder eben diejenigen die sich spoilern lassen möchten, sich diesen Text markieren können:

    Mich hat ein Satz, den Will gegen Ende des Buches sagte, sehr bestürzt. Er sagt in diesem, dass er sich niemals umstimmen lassen hätte. Das gesamte Buch handelt davon, dass Louisa versucht ihm seinen Willen zu Leben wiederzugeben und diese Tatsache hat mich massiv gestört. Es besagt somit einfach, dass es niemals auch nur den Hauch einer Chance gegeben hat, Will davon zu überzeugen, weiterzuleben. Wieso also lässt er Louisa überhaupt an sich heran, wenn er doch ganz genau weiß, dass er ihr das Herz brechen wird? Ich persönlich finde, dass dies eine sehr egoistische und gar eklige Art ist. Natürlich hat sich Louisa im Laufe des Buches sehr ins Positive verwandelt, dies konnte Will jedoch nicht vorhersehen, weswegen mich diese Tatsache einfach ägert.

    Es ist und bleibt trotzdem eine unglaublich liebevolle Geschichte voller Trauer, Liebe und Freude für die ich sehr gerne 4 von 5 Sterne vergebe.

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    Cover des Buches Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis (ISBN: 9783423761826)

    Bewertung zu "Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis" von Sarah J. Maas

    Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
    zeilensehnsuchtvor einem Jahr
    Grandiose Fortsetzung!

    Das Cover:
    Das Cover ist wunderschön abgestimmt auf den ersten Band, dieses mal in Gelbtönen. Ein echter Hingucker. Im Vergleich zum ersten Teil wirkt es außerdem ein wenig düsterer.

    Meine Meinung:
    Der zweite Band hat einige Veränderungen mit sich gebracht.

    Es beginnt damit, dass sich der Großteil der Geschichte nicht mehr am Hof des Frühlings abspielt, sondern am Hof der Nacht. Wie genau es dazu kommt, möchte ich nicht weiter erörtern – damit würde ich euch nämlich die Spannung nehmen und euch grob spoilern. Ihr werdet es noch früh genug erfahren!

    Erwähnung verdient, dass sich die zwischenmenschlichen Beziehungen umkrempeln. Während Tamlin im ersten Band noch als liebenswert und freundlich bekannt gewesen ist, werden dem Leser nun seine Schattenseiten offenbart.

    Nach den Geschehnissen unter dem Berg hat er sich sehr verändert. Er wird besitzergreifend und übervorsorglich. Letzteres kann zwar unter gewissen Umständen noch ganz niedlich sein – hier nimmt es jedoch gewaltige Ausmaße an. Insbesondere aufgrund von Tamlins Verhalten findet auch Feyre verständlicherweise nicht so richtig ins Leben zurück. Was ihr passiert ist kann sie kaum verkraften und wenn sich dann der eigene Geliebte unmerklich verändert, dürfte sich ein "drüber wegkommen" dann tatsächlich schwer gestalten.

    Mindestens das 100-fache dessen, was Tamlin nun an Sympathie einbüßt, erhält Rhysand in diesem Teil. Der Leser erfährt viel über seinen Hintergrund und kann förmlich beobachten, wie sich das, was wir zunächst als Arroganz und schlichtweg Bosheit abgetan haben, unter den vorliegenden Umständen in etwas Nettes und Aufopferungsvolles verwandelt. Ich mochte ihn ja vorher schon irgendwie echt gerne – nun bin ich absolut verrückt nach ihm. Ein Bookboyfriend ganz nach meinem Geschmack.

    Viele haben die Spannung in diesem Band bemängelt, wobei ich gestehen muss, dass es mir in dieser Hinsicht absolut nicht so ging wie den Meisten. Wir haben neue – wieder einmal toll ausgearbeitete – Charaktere kennengelernt, wobei mir hier einer wohl ganz besonders gefällt. Nicht zwingend, weil er besser ist als die Anderen oder weil ich für ihn sehr viel mehr Sympathie aufweise o.ä., viel eher, weil er den Namen meines kleinen Bruders, Cassian, trägt und nebenbei bemerkt, habe ich den Namen in keinem einzigen Buch, welches ich jemals gelesen habe, gefunden. Somit ist dies eine kleine Prämiere für mich, die mir dieses Buch sozusagen noch ein wenig mehr versüßt.

    Einzig die Tatsache, dass Lucien, den ich im ersten Band noch wirklich gerne hatte, kaum Erwähnung in diesem Teil erhält, finde ich ein wenig Schade.

    Die Geschichte ist absolut mitreißend und ich mochte dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Mir haben die verschiedenen Charaktere und die Story einfach so grandios gefallen!

    Ich bin nun äußerst gespannt auf den dritten Band (insbesondere aufgrund des Cliffhangers) und gehe stark davon aus, dass ich mir auch diesen sehr schnell zulegen werde. Ich vergebe liebend gerne 5 von 5 Sterne.

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Du bist mein Feuer (ISBN: 9783745700060)

    Bewertung zu "Du bist mein Feuer" von Isabelle Ronin

    Du bist mein Feuer
    zeilensehnsuchtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: In diesem Buch steckt sehr viel Potenzial, welches einfach nicht ausgeschöpft wurde..
    In diesem Buch steckt sehr viel Potenzial, welches einfach nicht ausgeschöpft wurde..

    Das Cover:
    Das Cover gefällt mir gut. Mit dem schwarzen Hintergrund und der roten Blüte ist es ein Hingucker und die Farbe der Blüte passt gut zum Inhalt, schließlich wird Veronica von Caleb immer „Red“ genannt.

    Die Charaktere:
    Veronica ist sympathisch. Obwohl sie schwierige Familienverhältnisse hat und alleine dasteht, versucht sie das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie reißt sich zusammen und ackert, um das zu erreichen, was sie sich für ihr Leben vorstellt.

    Caleb mochte ich gerne. Auch wenn behauptet wird, dass er ein Playboy ist, kam dies niemals durch, ausschließlich Erzählungen von früher ließen dies durchscheinen. Er tut alles für seine Freunde und ist ein sehr familiärer Mensch. Diese Art Mensch mag ich alleine aus diesem Grund schon immer besonders gerne.

    Meine Meinung:
    Grundlegend mochte ich die Geschichte, ich habe jedoch auch einiges an Kritik zu äußern.
    Die Geschichte besitzt meiner Auffassung nach kaum Tiefe und ist in sich an einigen Stellen nicht schlüssig.
    Es beginnt damit, dass Caleb „Red“ im Club begegnet und er, ein angeblicher Playboy höchster Güte, verliebt sich augenblicklich so sehr in sie, dass er sie gleich bei sich wohnen lässt. Red ist nämlich aus ihrer Wohnung geflogen und hat keine Bleibe, ist also in diesen Club gegangen um sich ordentlich zu betrinken und nach Möglichkeit alles zu verdrängen. Dass er sie, nachdem er erfuhr, dass sie kein zu Hause mehr hat, bei sich aufgenommen hat, kann man ja wohlmöglich noch nachvollziehen – er selbst wohnt in einer großen Wohnung alleine und wenn er gut erzogen wurde und Mitgefühl besitzt, ist es nachvollziehbar, dass er ihr in ihrer Situation helfen wollte. Seine Gefühle für sie sind für mich jedoch nicht zu begreifen. Er hat sie nur einmal in einem Club tanzen gesehen und schon soll er ihr so dermaßen verfallen sein, dass er alles für sie hinwirft, sie gar liebt? Das wiedersetzt sich einfach der Realität.

    Auch ist es nicht so, wie in vielen anderen Geschichten üblich und wie es realitätsgetreuer wäre, dass die beiden sich langsam annähern und immer weiter ineinander verlieben. Für beide ist offensichtlich von vorne rein klar, dass sie sich absolut lieben und das einzige woran es scheitert, ist, dass Red ihn immer mal wieder wegstößt – aufgrund eines Traumas in ihrer Vergangenheit.

    Die Liebesgeschichte hat sich in meinen Augen förmlich überschlagen und das ist es, was mich an dieser Geschichte wirklich stark gestört hat. Ich konnte vieles nicht nachempfinden und wurde somit einfach nicht wirklich warm mit ihr.

    Auch die Stimmungsschwankungen die z.B. Red hatte, waren für mich manchmal kaum erträglich. So sagt sie in einem Moment wie sehr sie ihn hasst, dass er ihr Herz gebrochen hätte und sie ihn nie wieder sehen möchte, weil er sie wohlmöglich betrogen hat, im Nächsten sagt sie, sie wolle ihn zurück – um jeden Preis. Jeder normale Mensch würde sich doch in so einem Moment, wenn einem klar wird, dass man vielleicht einen Fehler gemacht hat, so etwas denken wie: „Ich sollte mir vielleicht doch erst mal seine Seite anhören, bevor ich ihn so von mir wegstoße“, aber doch nicht direkt flennend zurück gerannt kommen, bevor man die Fakten kennt oder man sicher weiß, was eigentlich vorgefallen ist.

    Das klingt nun alles ziemlich grob und niederschmetternd, jedoch sind dies wirklich die Punkte und Beispiele hierfür, die mich massiv geärgert haben während des Lesens.
    Jedoch ist er trotzdem so, wie bereits oben angemerkt, dass ich die Geschichte trotzdem mochte. Ich mochte den Schreibstil der Autorin, die Charaktere und auch den Verlauf der Geschichte. Ich denke, dass in diesem Buch sehr viel Potenzial steckt, welches einfach nicht ausgeschöpft wurde.
    Ich glaube durchaus, dass ich den zweiten Band auch noch lesen werde und kann mir auch vorstellen, weitere Bücher der Autorin zu lesen – dies jedoch in der Hoffnung, dass mehr aus der Geschichte herausgeholt wird und ich nicht so sehr mit der Nähe zur Realität zu hadern habe.

    Ich vergebe 3 von 5 Sterne.

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    Cover des Buches Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen (ISBN: 9783423761635)

    Bewertung zu "Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas

    Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
    zeilensehnsuchtvor einem Jahr
    Ein genialer Reihenauftakt für eine vielversprechende Fantasy-Reihe!

    Meine Erwartungen:
    Ich habe mich nun ausnahmsweise wieder richtig auf einen schönen Fantasyroman gefreut und konnte es kaum abwarten in eine neue und fremde Welt einzutauchen. Somit bin ich sehr gespannt auf die Fae und die Geschichte der jungen Feyre gewesen.

    Das Cover:
    Das Cover gefällt mir wirklich gut. Ich mag den Verlauf der Farbe sehr gerne und auch das Mädchen auf dem Cover, das sowohl Pfeil und Bogen hält, passt gut zu der Hauptprotagonistin der Geschichte - der jungen Jägerin Feyre.

    Die Charaktere:
    Feyre ist stark. Im Laufe der Geschichte beweist sie diese Stärke auch immer wieder von Neuem: Um ihre Familie zu beschützen bringt sie sich selbst in Gefahr und trotzt allen Risiken. Sie beweist sich gegenüber ihren Entführern und versucht sich nicht unterkriegen zu lassen und auch die Geschehnisse unter dem Berg zeigen, dass sie alles daran gesetzt hat, sich nicht unterkriegen zu lassen. Sie ist eine sehr liebenswerte und - wenn sie aufgeweicht ist - sympathische Person.

    Tamlin hat sich eigentlich von vornerein als netter und zuvorkommender High Lord herausgestellt. Auch wenn sein Auftreten zunächst sehr brutal gewirkt hat, wird dem Leser schnell klar, dass es sich um eine Rolle gehandelt hat, die er hat spielen müssen. Ich mochte ihn wirklich gerne und möchte noch mehr von ihm lesen – gerade wenn es um seine Beziehung zu Feyre geht.

    Lucien hat mir als Nebencharakter wirklich sehr gut gefallen. Er hat viele Facetten und ich mochte seine Art wirklich gerne – ich fand ihn kurz gesagt einfach sehr, sehr interessant.

    Bei Rhysand geht’s ans Eingemachte. Er ist ein Bad Boy wie’s im Buche steht (sprichwörtlich ausgedrückt) bei dem der Leser dazu verleitet werden soll, ihn nicht zu mögen, vielleicht sogar ihn zu hassen. Jedoch blickten bei ihm immer wieder – wenn auch nur für kurze Momente – Charakterzüge durch, die mir sehr gut gefallen haben. Ich bin ein großer Fan von seinem Charakter und der Darstellung dessen.

    Zitate:
    „»Wir brauchen dich hier nicht, Feyre«, sagte sie. »Blick nicht zurück.«
    Ich stieg in die Stiefel und steckte die Jagdmesser ein, die ich mir im Laufe der Zeit hier stillschweigend verschafft hatte.
    »Vater hat einmal zu dir gesagt, dass du nicht zurückkommen sollst«, sagte Nesta. »Und heute sage ich es dir. Wir können für uns selbst sorgen.«
    Früher hätte ich ihre Worte als Kränkung verstanden, aber heute begriff ich, was für ein Geschenk sie mir damit machte.“ (S. 315 ff. | Feyre)


    Meine Meinung:
    Also zu erst muss ich sagen, dass auch wenn es mir zunächst schwer gefallen ist, die Namen „auszusprechen“ oder eben zu denken, mir diese eher außergewöhnlichen Namen sehr gefallen haben! Ich finde es schön, dass wir es hier mit extraordinären Namen zu tun haben und nicht, wie in vielen anderen Büchern, auf „typische“ Namen stoßen.

    Die Geschichte und ihr Werdegang haben mir sehr gut gefallen. Die Welt ist detailliert herausgearbeitet worden, sodass es dem Leser ein Leichtes ist in diese einzutauchen. Die Kulissen fand ich einfach klasse.

    Die Seiten sind beim Lesen wahrlich davongeflogen und ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen.

    Um ihre Familie zu ernähren ist Feyre gezwungen zu jagen. Eines Tages jedoch tötet sie ein Tier, welches gar keines ist. Dies hat zur Folge, dass sie der High Lord des Reichs des Frühlings in sein Land entführt, in welchem sie ab diesem Tag zu leben hat.

    Ihr ganzes Leben lang wurde ihr Hass gegenüber dem Fae-Reich geschürt, denn nicht ohne Grund gibt es eine große Mauer zwischen diesen Reichen. Nun jedoch lebt sie in mitten ihres Feindes und muss sich dort Gefahren stellen, die sich nicht nur auf die andersartigen Kreaturen beziehen - auch ihr Herz ist in Gefahr.

    Ihre Versuche sich einerseits von dort zu befreien, sich andererseits irgendwie einzugewöhnen, sind spannend zu beobachten und ihre Entwicklung oder gar Wandlung ist wirklich gut dargestellt und nachvollziehbar.

    Ich vergebe liebend gerne 4,5 von 5 Sterne, da mich dieses Buch wirklich für sich vereinnahmen konnte und nun kann ich es kaum abwarten den zweiten Band der Reihe zu lesen!

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    Cover des Buches Fatimas Flucht (ISBN: 9783732561803)

    Bewertung zu "Fatimas Flucht" von Eva Völler

    Fatimas Flucht
    zeilensehnsuchtvor 2 Jahren
    Süß für Zwischendurch

    Meine Erwartungen:
    Wenn man den ersten Band der Time School Reihe gelesen hat, wird man vor vollendete Tatsachen gestellt. Man stellt fest, dass es gleich zwei neue Chraktere gibt die einem noch gänzlich unbekannt sind und mit denen man als Leser dann natürlich auch erstmal warm werden muss. Erhofft habe ich mir somit, dass ich nun auch zu Fatima, eine der neuen Charaktere, eine Beziehung aufbauen kann.

    Das Cover:
    Das Cover gefällt mir äußerst gut, da es vom Stil her dem der Reihe entspricht - hier jedoch orientalisch angehauchte Objekte mit eingebaut wurden. So ist eine orientalische Stadt, eine Wüste und die dazugehörigen Kamele abgebildet.
     
    Meine Meinung:
    Bei dem Prequel "Fatimas Flucht" handelt es sich wieder um eine kostenfreies E-Book mit insgesamt niedlichen 61 Seiten. Diese Zusatzstory ist orientalisch angehaucht und der Leser fühlt sich trotz der geringen Seitenanzahl in eine andere Welt versetzt.

    Fatima ist eine sehr willensstarke Person, die sich über ihre Stärken und Vorzüge durchaus im Klaren ist. Sie setzt diese gezielt ein, wenn es Ihrer Sache dienlich ist.

    Lesen ließ sich das Buch mal wieder fantastisch, vom Inhalt her war ich leider nicht vollends überzeugt. Für Zwischendurch ist es durchaus schön und amüsant zu lesen gewesen, doch hat mir hier eindeutig die Tiefe gefehlt. Es wirkte auf mich viel oberflächlicher, als Kurzgeschichten in diesem Format es normalerweise sind oder eben sein können.

    Außerdem muss ich leider auch gestehen, dass ich keine besonders enge "Beziehung" zu ihr aufbauen kann, da sie zwar sympathisch ist, mir die ein oder andere Art und Weise die Dinge anzugehen jedoch etwas gegen den Strich geht.


    Ich vergebe in Hinblick darauf, dass es nunmal schwer ist, in einer Kurzgeschichte durch Tiefe punkten zu können, 3 von 5 Sterne.

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    Cover des Buches Nur noch ein einziges Mal (ISBN: 9783423740302)

    Bewertung zu "Nur noch ein einziges Mal" von Colleen Hoover

    Nur noch ein einziges Mal
    zeilensehnsuchtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr einfühlsamer und doch, aufgrund seiner Thematik, sehr niederschmetternden Roman.
    Ein sehr einfühlsamer und doch, aufgrund seiner Thematik, sehr niederschmetternden Roman.

    Meine Erwartungen:
    Aufgrund des Klappentextes habe ich persönlich noch wenig erahnen können. Ich habe mich auf eine interessante Dreiecksbeziehung mit viel Gefühl gefreut und doch etwas anderes erhalten.

    Das Cover:
    Das Cover sagt zunächst wenig aus. Der Titel ist in Großbuchstaben abgedruckt, und daneben wird eine "zerbrochene" Orchidee abgebildet. Sie wirkt wie zersplittert. Wenn ich das Cover in Bezug zum Inhalt setze, finde ich die Idee dahinter, dass eine Blume zerbrochen wurde schon wirklich gut. Ich hätte einzig die Orchidee mit einer Lilie ausgetauscht - dies hätte einen besseren Bezug zu den Geschehnissen.

    Die Charaktere:
    Lily ist eine starke, junge Frau die es nicht immer ganz einfach hat. Sie ist sehr liebenswert aufgrund ihrer Art, wie sie mit anderen Menschen umgeht. Sie ist sehr ehrgeizig und, was mir besonders gefiel, nicht so naiv wie die meisten Frauen in solchen Romanen.

    Mit Ryle musste ich am Anfang erst einmal warm werden. Er hat die ein und andere kleine Eigenart besessen, bei der ich persönlich dachte, ich könnte nicht damit leben. Sehr schnell hat er mich jedoch vom Gegenteil überzeugt und mich komplett für sich vereinnahmt. Gäbe es da nicht diesen einen Teil seiner Vergangenheit, der offenbar starke Auswirkungen auf seine Gegenwart hat, wäre er mit Sicherheit der Traumtyp schlechthin.

    Atlas ist so ein herzensguter und fürsorglicher Mensch, dem man nur das aller Beste wünschen kann. Er ist einfühlsam und großzügig, wodurch es mich umso mehr gefreut hat, dass er erfolgreich "weiter geschwommen" ist und nach und nach ein Leben erhalten hat, dass es sich zu leben lohnt.
    Wer auf der Suche nach einem neuem "Good Guy"-Bookboyfriend ist - hier habe ich den perfekten Kandidaten!

    Zitate:
    "Ich liebe es, zum Himmel aufzuschauen und mich bedeutungslos zu fühlen." (S. 10 / Lily)

    "Ja, kann sein. Ich bin noch zu jung, um das zu beurteilen, vielleicht liebt man wirklich anders, wenn man reifer und erfahrener ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass das Gewicht der Liebe für alle Menschen gleich ist, ganz egal, wie alt sie sind." (S. 231 / Lily)

    Meine Meinung:
    Es fällt mir schwer meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Dies ist nicht der Fall, weil es mir nicht gefallen hat, wohl eher, da es mir trotz des heiklen Themas so gut gefallen hat.

    Der Klappentext führt den Leser in eine falsche Richtung wie mir scheint. Womit ich in diesem Buch konfrontiert wurde, hat mich während des Lesens recht brutal erwischt. Wahrscheinlich ist es besser so, da ich als Leserin ansonsten von vorne rein etwas befangen gewesen wäre, wenn es um Ryle geht.

    So jedoch konnte ich mich, genauso wie Lily, erst einmal richtig in ihn verknallen, um dann den Boden unter den Füßen weggerissen zu bekommen.

    Ich als Leserin wurde in diesem Buch mit einigen Gewalttaten konfrontiert, die mir Gänsehaut bereitet haben. Sowohl in Lilys Vergangenheit, in die wir durch sogenannte Briefe an Ellen (im Prinzip handelt es sich hierbei um Tagebucheinträge) entführt werden, als auch in ihrer Gegenwart geschehen Dinge, von denen man sie keinem wünscht.

    Es hat mir wirklich gut gefallen, dass ich recht detaillierte Eindrücke ihrer Vergangenheit erhalten habe und auch der Schreibstil war mal wieder erste Klasse.

    Atlas kam mir in dem ganzen Geschehen tatsächlich ein wenig zu kurz. Ich fand es zwar wirklich gut, dass man dauerhaft das Gefühl hatte es geht um Lily und nicht direkt um ihre Beziehungen, jedoch hat mir Atlas einfach super gefallen (insbesondere in der Vergangenheit!) und ich hätte gerne noch ein wenig mehr von ihm gehabt.

    Ich vergebe gerne 4 von 5 Sterne für diesen einfühlsamen und doch, aufgrund seiner Thematik, sehr niederschmetternden Roman.

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    Cover des Buches Im leuchtenden Sturm (ISBN: 9783959671200)

    Bewertung zu "Im leuchtenden Sturm" von Jennifer L. Armentrout

    Im leuchtenden Sturm
    zeilensehnsuchtvor 2 Jahren
    Cover des Buches Glanz der Dämmerung (ISBN: 9783959671668)

    Bewertung zu "Glanz der Dämmerung" von Jennifer L. Armentrout

    Glanz der Dämmerung
    zeilensehnsuchtvor 2 Jahren

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