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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches All Saints High - Der Rebell (ISBN: 9783736311954)

    Bewertung zu "All Saints High - Der Rebell" von L. J. Shen

    All Saints High - Der Rebell
    zeilensprungvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: JAHRESHIGHLIGHT 2020! Dieses Buch muss man lesen. Trauer, Hoffnung, Schmerz, Liebe und Freundschaft. Es ist ein Meisterwerk und ich liebe es
    JAHRESHIGHLIGHT 2020!

    „Das Herz fragt nicht um Erlaubnis, um etwas zu fühlen. Es fühlt einfach.“ (S. 130)

    KLAPPENTEXT

    Nicht alle Liebesgeschichten sind gleich. Unsere hatte zerrissene Kapitel, fehlende Absätze und ein bittersüsses Ende

    Knight Cole und Luna Rexroth sind schon seit ihrer Kindheit beste Freunde, auch wenn sie völlig unterschiedlich sind. Knight ist Captain des Footballteams und der Star der Schule, Luna schüchtern, introvertiert und am liebsten für sich. Und dennoch fühlen sich die beiden, als wären sie zwei Teile eines Ganzen. Ohne den anderen sind sie einfach nicht vollständig. Aber genau dieses Gefühl hält sie davon ab, dem Knistern nachzugeben, das sie nun schon seit ein paar Jahren immer stärker spüren. Denn das Risiko, einander zu verlieren, ist mehr, als sie ertragen könnten...


    MEINUNG

    Diese Geschichte hat mich sprachlos zurückgelassen. In meinen Augen ist es ein Meisterwerk aus Freundschaft, Trauer, Zerstörung, Hoffnung und Schmerz. Ich litt so sehr mit Knight und Luna. Mein Herz ist nicht nur einmal entzwei gerissen. Wieder verliebte ich mich in den bombastischen Schreibstil, das Setting und die Charaktere. In meinen Augen harmoniert alles perfekt miteinander. 

    Bereis der erste Band „All Saints High - Die Prinzessin“ faszinierte und begeisterte mich. Die Geschichte war hart, vulgär aber auch liebevoll. Aber der zweite Band „Der Rebell“ ist komplett anders. Wir lernen Knight kennen, den Mädchenschwarm der All Saints High, der nichts anbrennen lässt. Mit seinem Lächeln schleicht er sich in die Herzen aller Mädchen und Höschen. Dagegen Luna, die nicht spricht und in sich gekehrt ist. Beide können unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch verbindet sie ein Band, welches über Freundschaft weit hinaus reicht. Sie sind Seelenverwandte. Ihre intensive Verbindung ist deutlich spürbar. Wahnsinn wie die Autorin mit Worten erschaffen hat. Die Beziehung der beiden ist so stark. Das gemeinsame Band ist die ganze Zeit sichtbar. Bekomme Gänsehaut, wenn ich an die beiden denke.

    Nach und nach lassen beide ihre Masken fallen und offenbaren ihr wahres Ich. Besonders Knight hat mein Herz im Sturm erobert. Er ist wahrlich der gebrochene Ritter (meiner Meinung passt der Originaltitel viel besser als der deutsche). Hinter seinem spitzbübischen Lächeln verbirgt sich ein riesiges Herz. Gott, die Welt braucht mehr Knights auf dieser Welt! Seine Wandlung im Buche brachte mich zum Verzweifeln. Seine arme gebrochenen Seele musste gerettet werden und das kann nur Luna. Aber auch sie ist nicht mehr die, die sie zu Beginn war. Immer mehr kommt sie aus sich heraus und findet endlich ihrem Weg und kann mit ihren Dämonen abschließen. Ihre Wandlung ließ mein Herz vor Freude hüpfen.

    Obwohl ihre Liebe wahrhaftig und echt ist, verletzen die beiden sich. Es scheint aussichtslos. Wie viel Schmerz kann ein Herz ertragen? Am liebsten wäre ich in Todos Santos einmarschiert, hätte die beiden mal kräftig durchgeschüttelt und ihnen ins Gesichte gebrüllt, dass sie sich endlich mal zusammenreißen sollen und zu ihren Gefühlen stehen sollen! Ihr Schmerz und ihre gebrochenen Herzen bluteten durch die Seiten. Ich fragte mich, wie viel mein eigenes Herz noch ertragen kann, bevor es auch anfängt zu bluten. 

    „Manchmal fragte ich mich, was wohl mehr schmerzte: jemanden ganz plötzlich zu verlieren wie bei einem Flugzeugabsturz oder Stück für Stück, wie es mir grade mit Knight passierte.“ (S. 82)

    Dann schlug die Geschichte eine Wendung ein, mit der ich niemals gerechnet hätte. Die „Sinners of Saint“ habe ich noch nicht gelesen, daher wusste ich nichts über Rosies (Mutter von Knight) Schicksal. Auf einmal gab es nur noch Trauer und Schmerz. Mir sind die Tränen gekommen, als ich das letzte Drittel des Buches gelesen habe. Die Worte sind so herzzerreißend und wahr, dass ich mehrmals schlucken musste. Der Schmerz hing über das letzte Drittel wie ein dichter Nebel. Das Thema Mutterliebe wird so rührvoll behandelt.

    Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wie das Buch endetet. Mein Herz bangte und hoffte auf ein Happy End für Luna und Knight.

    Wie bereits oben erwähnt ist dieses Buch ein Meisterwerk. Es enthält so viele Wahrheiten verpackt in wunderschönen Worten. Dein Herz wird zersprengen, weil die Trauer es zertrümmert. Aber dennoch wird es in deiner Brust anschwellen vor Liebe. Liebe wegen den kaputten Charakteren, die unendlich menschlich sind. Liebe wegen der Seelenverwandtschaft von Luna und Knight. Ich habe mich rettungslos in dieses Buch verliebt. Mit absoluter Gewissheit kann ich sagen, es ist ein Jahreshighlight 2020. Ich bin wahnsinnig gespannt auf Vaughn Spencers Geschichte. Und werde als Überbrückung endlich die „Sinners of Saint“ Reihe lesen.

    „Wenn du jemanden liebst, lass ihn nicht gehen. Überschütte ihn mit deiner Liebe, bis er begreift, dass er dir nicht entkommen kann.“ (S. 431)


    FAZIT

    Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die dir Herzchen und den Augen beschert und dich vor Kummer nicht schlafen lässt. Dieses Buch ist keine leichte Kost. Noch jetzt kreisen meine Gedanken um Luna und Knight. Die beiden haben einen besonderen Platz in meinem Herzen und in meinem Bücherregal. In meinen Augen hat das Buch mehr als 5 Sterne verdient!

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    Cover des Buches Heartless, Band 2: Das Herz der Verräterin (ISBN: 9783473401918)

    Bewertung zu "Heartless, Band 2: Das Herz der Verräterin" von Sara Wolf

    Heartless, Band 2: Das Herz der Verräterin
    zeilensprungvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Endlich eine Fantasyreihe, die man nicht aus der Hand legen kann! Es stimmt einfach alles. Freue mich auf Band 3!
    Tolle Fortsetzung!

    „Gefühle sind keine Juwelen, die man an- und ablegen kann, aber sie sind auch keine Tätowierungen, die man für immer hat.“ (S. 209)


    KLAPPENTEXT

    Zera hatte einen Auftrag: das Herz des Prinzen zu stehlen.

    Doch auch ein herzloses Mädchen kann sich verlieben …

    Prinz Lucien hätte nie erfahren dürfen, was Zera wirklich ist: eine Herzlose, die ihm wortwörtlich das Herz stehlen sollte. Nun hält der junge Prinz Zera auf Abstand. Doch die Erinnerungen an seine Blicke, seine Berührungen und seine Küsse brennen immer noch auf ihrer Haut.

    Da macht seine Schwester Zera ein verlockendes Angebot: Wenn sie ein uraltes magisches Monster zähmt, erhält sie ihr Herz zurück – und wird endlich frei sein …


    MEINUNG

    Nachdem mich „Der Kuss der Diebin“ begeisterte, wartete ich gespannt auf die Fortsetzung. Ein Jahr musste ich warten! Wirklich eine Frechheit, die Leser so lange auf dem Folgeband warten zu lassen. Aber eins kann ich sagen, das Warten lohnt sich! Der zweite Band knüpft nahtlos an dem fiesen Cliffhanger vom vorherigen Band an. Zu Beginn hatte ich ein paar Schwierigkeiten wieder in der Geschichte reinzufinden. Es war über ein Jahr her, als ich den ersten Band gelesen habe. Aber nach ein paar Seiten war ich wieder voll in der Welt von Zera und die Seiten rauschten nur an mir vorbei. Innerhalb von 24 Stunden verschlang ich dieses Buch. Sara Wolf hat einen unglaublich tollen Schreibstil. Poetisch, witzig, spannend und sarkastisch. Eine Mischung aus alt und neu, was ich sehr erfrischend finde. Ich war sehr gespannt, ob die Autorin es schafft, den ersten Band zu übertreffen. Aber die Fortsetzung hat noch eine Schippe drauf gesetzt: die Charaktere, Setting und Entwicklung der Geschichte ist grandios. 

    Dieses Buch hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Action, Verrat und Romantik. Alles ist gut durchdacht und baut aufeinander auf. Wir erfahren mehr über die Fantasywelt und warum Hexen und Menschen sich abgrundtief hassen. Der Weltaufbau ist wirklich faszinierend und ich bin sehr gespannt, was wir noch alles im nächsten Buch erfahren werden. 

    Auch der Humor spielt wieder eine große Rolle. Was habe ich gelacht über einige Dialoge. Wirklich super wie die Autorin immer an den richtigen Stellen einen Witz einbaut. Es wird nie erzwungen oder gekünstelt. Zu Zera passen die sarkastischen Antworten einfach. 

    Zera konnte mich schon in „Kuss der Diebin“ voll überzeugen. Sie ist tough, frech, witzig und cool. Egal wie aussichtslos die Lage ist, Zera hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Sie möchte endlich ihr Herz wieder haben und einfach ein Mensch sein. Sie hat ein klares Ziel vor Augen. Aber was, wenn das Ziel ins wanken gerät? Ihre Gedanken und die Glut werden viel thematisiert, was dem Leser noch näher zu ihr bringt. In einer Rezension las ich, dass es zu viel Geschwafel über Zeras Unherz und ihre Hin- und Hergerissenheit geht. Kann ich nicht bestätigen, denn in meinen Augen machen diese Gedankengänge Zera zu einer menschlichen Herzlosen. Zera steht ganz oben auf meiner Liste meiner Lieblings-Buchheldinnen. 

    Lucien überzeugte mich auch. Schon im ersten Band war ich angetan von ihm. Er ist nicht der typische Frauenheld, der Badboy, die in gefühlt jedem zweiten Buch zu finden sind. Er lässt seine weichen und harten Züge durchblitzen. In diesem Buch ist er eher im Hintergrund, aber seine Szenen mochte ich sehr gerne. Die Chemie zwischen Zera und ihm stimmt einfach. Jeder blinder sieht, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen. Aber beide kämpfen dagegen an. Ein Prinz und eine Herzlose? Das kann doch nicht gut gehen. Oder doch?

    Auch die Nebencharaktere glänzen in voller Pracht. Besonders Yorl (ein Celeon, der alles tut um ein Wissenschaftler zu werden) hab ich ins Herz geschlossen. Hoffe sehr wir sehen ihn im dritten Band wieder. Auch die verschollene Prinzessin Varia ist wirklich interessant. Bis zum Schluss wurde ich nicht schlau aus ihr. Auf welche Seite steht sie - auf der guten oder der bösen? Wofür wird sie sich zum Schluss entscheiden, für die Liebe oder Macht? 

    Huch, hat sie grade was von einem dritten Band gesagt?Ja, auch „Das Herz der Verräterin“ endet mit einem fiesen Cliffhanger. Zum Ende wird es nochmal richtig spannend und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Ich hatte keine Ahnung, wie das Buch endet. Ständig passierte was bzw. neues wurde offenbart. Das Buch ist durchweg spannend. Zum Schluss passierte eine Wendung, die ich niemals erwartet hätte.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: eine Karte der einzelnen Ländern wäre wirklich hilfreich. So kann der Leser sich besser orientieren, wenn einzelne Länder erwähnt werden. Auch ein Glossar der einzelnen Wesen wäre toll. Grade da die Wartezeit auf die Folgebände recht hoch ist. So kann der Leser nochmal nachschlagen, was für eine Rolle die jeweilige Person / Wesen spielen. 


    FAZIT

    Das lange Warten auf Band zwei hat sich gelohnt! Wir bekommen eine grandiose Fortsetzung mit einem fiesem Cliffhanger, der einen sofort den dritten Band herbeiwünscht. Zera glänzt wieder mit ihrer herrlichen Knodderschnauze und kämpft gegen die Gefühle in ihrem Unherz an. Wir erfahren viel über die Welt und sind auf der Suche nach einer uralten Macht, die alles verändern kann. Der Schreibstil ist wieder allererste Sahne und hat mich öfter zum Lachen gebracht. Von mir bekommt „Heartless - Das Herz der Verräterin“ klare 5/5 Sterne und ich hoffe, Band drei erscheint bald!

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    Cover des Buches All Saints High - Die Prinzessin (ISBN: 9783736311237)

    Bewertung zu "All Saints High - Die Prinzessin" von L. J. Shen

    All Saints High - Die Prinzessin
    zeilensprungvor einem Monat
    Kurzmeinung: Entweder liebt oder hasst man dieses Buch. Mich hat es komplett umgehauen und ich liebe es!
    SCULL EYES <3

    „Die eine opfert sich für mich, die andere opfert mich für sich.“ (S. 346)


    KLAPPTENTEXT

    Bereits mit unserem ersten Kuss waren wir dem Untergang geweiht ...

    Daria Followhill ist reich, wunderschön und das beliebteste Mädchen der All Saints High. Sie müsste sich wie eine Prinzessin fühlen. Doch ihr Leben ist alles andere als perfekt. Seit sie vor vier Jahren aus Eifersucht die Zukunft der gleichaltrigen Silvia Scully zerstört hat, plagen sie schlimme Schuldgefühle. Als sie nun erfährt, dass Silvias Zwillingsbruder Penn nach dem Tod seiner Mutter kein Zuhause mehr hat, sorgt sie kurzerhand dafür, dass ihre Eltern Penn bei sich aufnehmen. Und obwohl er keinen Zweifel daran lässt, dass er Daria hasst, ist sie machtlos gegen das heftige Kribbeln zwischen ihnen. Dabei weiß sie, dass seine Liebe sie zerstören könnte ...

     

    MEINUNG

    Ich gebe zu als ich das erste Mal das Buch und den Klappentext gesehen habe, da wollte ich es nicht lesen. Bin einfach zu alt für Highschool-Geschichten, dachte ich mir. Aber dann hat eine eine Buchbloggerin auf Instagram so von diesem Buch geschwärmt und da wurde ich doch neugierig. Also legte ich los mit dem Lesen und was soll ich sagen, ich bin der Geschichte komplett verfallen. Wir haben es klar mit einer Geschichte zu tun, die man entweder liebt oder hasst. Man kann sich nur für eine Seiten entscheiden. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich zur ersten Seite gehöre. Der Schreibstil hat mich echt umgehauen. Eigentlich bin ich kein Fan von extremer vulgärer, zugespitzter Sprache. Oft habe ich den Kopf geschüttelt und konnte nicht fassen, was da passierte. Vieles war übertrieben und unrealistisch, aber dennoch hat mich das Buch nicht losgelassen. Ich musste einfach weiterlesen, weil ich wissen musste wie es weitergeht. Die Seiten peitschten an mir vorbei und ich war wie im Rausch. Konnte einfach nicht aufhören zu lesen und hab die Geschichte über Daria und Penn verschlungen. Kein einziges Mal kam Langeweile auf und es war durchweg spannend. Es passierten Sachen, mit denen ich niemals gerechnet habe. 

    Wer eine seichte Liebesgeschichte erwartet, der ist hier eindeutig falsch. Bei „All Saints High“ geht es ruppig, hart und böse zu. Ich war fasziniert von der negativen Stimmung in diesem Buch. Wie gesagt, sonst lese ich solche Bücher nicht. Aber dieses hat es mir angetan. Als Leser muss einen bewusst sein, dass die Geschichte überladen ist mit Klischees und normale 18jährige sich niemals so übertrieben verhalten (hoffe ich doch). Aber in diesem Buch hat das zum ganzem Setting, zur Grundstimmung und zu den kaputten Charakteren gepasst. Charaktere, die kaputt und zerbrochen sind, sind mir die Liebsten. Keiner ist perfekt, alle haben eine Menge Fehler, welche sie menschlich und authentisch wirken lassen. Und in diesem Buch gibt es eine Menge davon.

    Daria Followhill ist attraktiv, reich und die Prinzessin der All Saints High. Ihr Verhalten gleicht dem einer verwöhnten Göre  – sie ist zickig, verletzend, ja regelrecht böse. Aber schnell ist klar, sie verhält sich so, um sich zu schützen. Hinter ihrer Maske aus Boshaftigkeit versteckt sich ein verletzliches Mädchen, dass sich nicht geliebt fühlt. Ihre Gefühls- und Gedankenwelt ist ein reines Chaos. Um sie herum ist eine meterhohe Mauer, denn tief im Inneren ist sie verletzlich und möchte nur die Aufmerksamkeit ihrer Mutter. Wenn ihr innerer Hulk zum Vorschein kommt und sie die Oberzicke raus lässt, dann tut es ihr im Nachhinein leid. Am besten gefällt mir ihre Wandlung im Laufe der Geschichte. Als Leser fühlt und sieht man deutlich, wie sie sich immer mehr bessert und ihr wahres Ich durchscheint. Es war so schön mitzuerleben, wie Daria immer mehr ihre Maske fallen lässt und zu dem Menschen wird, der sie in Wirklichkeit ist.

    Penn Scully - der Blechmann ohne Herz – ist der loyale Kapitän der Footballmannschaft. Er sieht wahnsinnig gut aus und lässt nichts anbrennen. Seine Familie stammt aus ärmlichen Verhältnissen und die Kluft zwischen Daria und ihn konnte nicht größer sein. Sie hassen sich aus tiefsten Herzen, aber dennoch ist da diese Verbundenheit zwischen den beiden. Sie verstehen sich ohne Worte und fühlen sich zueinander hingezogen. Bereits im ersten Kapitel war ich fasziniert von Penn Scully. Was hat es auf sich mit dem Jungen, der immer Löcher in seine T-Shirts hat? Seine Gedanken sind hart und vulgär, dennoch hat auch er eine liebe Seite. Besonders gefallen haben mir seine Gedichte. Sie sind wunderschön und schrecklich zu gleich. Auch Penn Scully durchlebt eine Wandlung, die rührenswert ist.

    Da es mein erstes Buch von L.J. Shen ist, kannte ich Jamie und Melody (Darias Eltern) noch nicht. Auch sie bekommen jeweils ein Kapitel, welches aus ihrer Sicht geschildert wird. Die Beziehung zwischen Daria und ihrer Mutter Melody ist traurig und gleichzeitig interessant. Beide tänzeln um einander rum, aber niemand sagt was konkretes. Immer mehr zerbricht ihre Beziehung und sie entfernen sich voneinander. Jamie ist der starke Vater, der immer für Daria da ist und sie im Arm nimmt. Die Geschichte der Eltern werde ich definitiv auch noch lesen.

    Wer eine rosige Liebesgeschichte erwartet, der ist hier falsch. Die Stimmung ist negativ, einige Dialoge sind zum Haareraufen und die Sexszenen wirken eher lieblos. Trotz der vielen Punkte hat mich das Buch einfach umgehauen. Trotz der Hässlich- und Boshaftigkeit hat es etwas an sich, was mich nicht mehr losließ. Die Charakter sind in ihren jungen Jahren zerbrochen und verstecken ihre guten Seiten. Ich musste einfach wissen wie die Geschichte endet und war fasziniert vom Setting und den Charakteren. Bin schon sehr gespannt auf die Folgebände und werde sie auf jeden Fall alle lesen. Ich brauche mehr von der All Saints High.


    FAZIT

    Überspitzt, klischeehaft, vulgär, gewaltigtätig, liebevoll und lesenswert – diese Wörter beschreiben die Geschichte perfekt. Eigentlich sind solche Geschichten gar nicht mein Geschmack, aber ich kann nur von diesem Buch schwärmen. Von der ersten Seite an war ich fasziniert von den Charakteren, die Umgebung und den Verlauf der Geschichte. Es bleibt durchweg spannend und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Entweder liebt oder hasst man diese Geschichte. Entscheidet selbst, zu welcher Kategorie ihr gehört. Von mir bekommt „All Saints High – Die Prinzessin“ 5/5 Sterne. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die weiteren Bücher aus der All Saints High.

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    Cover des Buches Wie die Ruhe vor dem Sturm (ISBN: 9783736312791)

    Bewertung zu "Wie die Ruhe vor dem Sturm" von Brittainy C. Cherry

    Wie die Ruhe vor dem Sturm
    zeilensprungvor einem Monat
    Kurzmeinung: Großartiges Buch mit einer geballten Menge an Emotionen. Eines meiner Jahreshighlights 2020!
    JAHRESHIGHLIGHT 2020!

    „Man musste nicht über die Liebe sprechen, um zu wissen, dass sie existierte. Liebe wurde nicht erst real, wenn jemand es laut aussprach. Nein, Liebe saß vielmehr ganz still da, in den Schatten der Nacht, und heilte die Risse in unseren Herzen.“ (S. 132)

     

    KLAPPENTEXT

    Als ich meine neue Stelle als Nanny einer reichen Familie antrat, konnte ich nicht ahnen, dass es Greyson Easts Kinder waren, die ich betreuen würde. Und auch nicht, dass der Junge, den ich einmal geliebt hatte, zum Mann geworden war - ein eiskalter, einsamer, unnahbarer Mann. Alles an Grey war in Schmerz versunken. Doch ab und zu sah ich den Jungen von damals in seinen sturmgrauen Augen - und ich wusste, dass es sich um ihn zu kämpfen lohnte.


    MEINUNG

    Dieses Buch ist unglaublich. Es hat mich alles fühlen lassen und mich komplett mitgerissen. Die Geschichte über Ellie und Grey ist herzzerreißend. Es war mein erstes Buch von Brittainy C. Cherry und ich werde auf jeden Fall noch mehr von ihr lesen. Der Schreibstil holt einen sofort ab und man versinkt komplett in der Geschichte. Alle Emotionen der Charaktere sind greifbar. Viele Textstellen habe ich mir markiert und danach in mein Buch geschrieben. Wahnsinn was für tolle Metaphern und Vergleiche die Autorin verwendet. Ich liebe es! Der Klappentext lässt nicht vermuten, was für eine geballte Geschichte auf einem zukommt. Ich wurde regelrecht überrollt von intensiven Gefühle und nicht nur einmal musste ich zum Taschentuch greifen. Tage später dachte ich immer noch über die Geschichte nach und finde die Botschaft, welche die Autorin vermitteln will, einfach klasse.

    Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Ellie und Grey verfasst. So bekommt der Leser einen guten Überblick über die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden.  Wir lernen Ellie und Grey kennen, die sich als Jugendliche kennenlernen und eine zarte Liebe entsteht. Ellie muss einen schweren Verlust verkraften und Grey ist an ihrer Seite. Er ist ihr Fels in der Brandung; die Schulter, an der sie sich anlehnt. Mein Herz habe ich ebenfalls an Grey verloren, denn er ist einfach nur perfekt. Auf dem ersten Blick wirkt sein Leben perfekt – der beliebte Schüler, reiche Eltern und ein gutes Aussehen. Aber tief in seinem Inneren ist er einsam. Zusammen mit Ellie entflieht er der Einsamkeit und fühlt sich endlich wieder lebendig. Die beiden helfen sich gegenseitig und es ist einfach die perfekte Jugendliebe. Leider trennen sich ihre Wege, aber vergessen haben sie sich nie. 15 Jahre später treffen sie wieder aufeinander, Ellie die Nanny und er ihr Arbeitgeber. Ich war geschockt, denn von dem damaligen Jungen, der immer einen aufmunternden Spruch auf den Lippen hatte, war nichts mehr da. Nun war da ein eiskalter Mann, der keine Gefühle zeigte. Mir brach es das Herz als ich den Schicksalsschlag der Familie East las. Da die Kapitel auch aus Greys Sicht geschildert wurden, hatte ich einen super Einblick in seiner Gefühlslage, die mir den Atem raubte. Geplagt von Schuldgefühlen und tiefer Trauer, ist er nicht mehr der Mann, der er mal war. Der Verlust raubt ihm den Atem und hindert ihn, sein Familienleben zu leben. Seine Gefühle konnte ich zu 100% nachempfinden, denn auch ich habe eine ähnliche Situation erfahren müssen. Das Leben ist nicht immer fair. Auch das Leben von Ellie und Grey hat Spuren bei den jeweiligen hinterlassen. Toll finde ich, dass Grey in kleinen Schritten seine Trauerbewältigt. Das ist absolut realistisch und glaubwürdig. Damals war er für Ellie da, nun ist sie für ihn da. Die Gedanken und Gefühle der beiden werden so detailliert und echt dargestellt. Wer viel Aktion möchte, der ist hier falsch. In diesem Buch geht es um Verlust und Trauer und wie wir mit ihnen weiterleben. Wie wir wieder richtig atmen können und das Leben wieder genießen können. Auch die Nebencharaktere sind alle toll ausgearbeitet. Besonders auf die Geschichte über Shay und Landen bin ich gespannt. 

    Ich möchte auch gar nicht zu viel verraten, denn die Geschichte ist wirklich lesenswert und jeder sollte sie lesen. Lasst euch von Ellie und Grey zeigen, dass nach jedem Tief wieder ein Hoch kommt. 

    „Manchmal muss man im Leben einfach springen. Du musst springen und hoffen, dass du fliegen kannst.“ (S. 347)


    FAZIT

    Ein großartiges Buch. Mehr gibt es nicht zu sagen. In meinen Augen ist alles stimmig und die Geschichte ist einfach nur perfekt. Wenn ich eine Libelle sehe, dann denke ich an Ellie und Grey. „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ zählt zu meinen Jahreshighlights 2020.

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    Cover des Buches New Dreams (ISBN: 9783426525845)

    Bewertung zu "New Dreams" von Lilly Lucas

    New Dreams
    zeilensprungvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder ein Wohlfühlbuch mit tollen Charakteren und ein Setting zum Verlieben <3
    In Green Valley leuchten die Sterne intensiver!

    „Es gibt keine schlechten Sterne.“ Er sah mich an und schmunzelte. „Nur Leute, die den Himmel nicht richtig deuten können.“ (S. 248)

     

    KLAPPENTEXT

    Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter bricht Elara fluchtartig zu ihrer Großmutter nach Green Valley auf – und wird mitten in der Nacht in den Rocky Mountains von einem Schneesturm überrascht. Zum Glück ist Noah zur Stelle, der sie mit nach Green Valley nimmt.

    In der idyllischen Kleinstadt in den Rocky Mountains will Elara sich über ihre Zukunft klar werden und beginnt, an der örtlichen Tankstelle zu jobben. Dort trifft sie Noah wieder, der in der angeschlossenen Autowerkstatt aushilft und davon träumt, als Astronaut zu den Sternen zu reisen.

    Hin- und hergerissen zwischen seinem Charme und Witz und seiner plötzlichen Unnahbarkeit, weiß Elara nicht, was sie von Noah halten soll – bis sie erfährt, dass seine Ex-Freundin nach einem schweren Autounfall im Koma liegt. Hat ihre Liebe gegen Noahs Schuldgefühle eine Chance?


    MEINUNG

    Endlich geht es wieder nach Green Valley! Die Reihe von Lilly Lucas lädt zum Wohlfühlen und Kopf ausschalten ein. Was habe ich mich auf den dritten Band gefreut und war sehr gespannt auf Elara und Noah, da wir sie noch nicht kannten.

    Der Einstieg gelang mir problemlos, was bei dem großartigen Schreibstil auch kein Wunder ist. Bereits bei den Vorgängern war ich fasziniert von den lockeren, leichten, witzigen und bildhaften Schreibstil. Die Autorin schafft es genau die richtige Menge an Witz, Tiefe und Leichtigkeit in ihre Charaktere und Setting einzubauen. Gott, ich liebe die Umgebung von Green Valley. Gerne würde ich eine Woche Urlaub in dieser Kleinstadt verbringen. Alles ist idyllisch und romantisch, da kann man nur sein Herz an dieses kleine Städtchen verlieren.

    Nebenbei ist das Cover wieder ein Traum. Passt perfekt zu den anderen und in meinen Augen bisher das Schönste der Reihe!

    Elara war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Gedanken nachvollziehen. Sie ist hin und her gerissen zwischen dem, was sie will und das, was ihre Mutter möchte. Ihre Ängste und Gedanken sind greifbar. Einige schreiben, sie wirkt unsympathisch, da sie vieles aus dem Bauch heraus entscheidet und ihre Haltung gegenüber einer Kleinstadt vor Vorurteilen überquillt. Mich stört’s nicht, da es Elaras Wandlung glaubhaft macht. Vom Großstadtmädchen, welches jahrelang die schlechten Seiten einer Kleinstadt eingetrichtert bekommt zum bekennender Green Valley Fan.

    Noah, oh Noah. Was für ein Bookboyfriend, der leider etwas zu kurz kam. Er ist hilfsbereit, der Retter in der Not und möchte es recht machen. Wir erfahren zwar einiges über ihn, aber leider nicht genug. Gerne hätte ich mehr Einblicke in seiner Gedankenwelt gehabt. Auch er weiß nicht, was er machen soll. Sein Kopf und Herz sagen ihn zwei verschiedene Sachen, aber wie soll er sich entscheiden? Seine Begeisterung für Astronomie war eine willkommene Abwechslung, denn sowas hab ich bisher in keinem Buch gelesen.

    Alles in allem war es eine wieder eine gute Geschichte aus Green Valley mit vielen bekannten Gesichtern. Es ist wie ein nach Hause kommen. Leider ging mir die Liebesgeschichte der beiden viel zu schnell und wirkte dadurch ein wenig unglaubhaft. Der Funke ist zwar übergesprungen und es gab viele tolle romantische Momente, die mein Herz höher schlagen ließen. Doch dann gestehen die beiden sich ihre Liebe und ich dachte mir nur „Huch, soweit sind wir schon?“ In meinen Augen verdient die Geschichte ein paar Seiten mehr, dann wäre die Liebesgeschichte der beiden auch glaubhafter rübergekommen. Denn die Chemie der beiden stimmt zu hundert Prozent überein.

     Aber dennoch fühlte es sich wie ein nach Hause kommen an und war genoss die Lesestunden in Green Valley.

     

    FAZIT

    Wieder schaffte es die Autorin, dass ich meine Welt komplett vergaß, weil ich von Green Valley träumte. Wie die Vorgänger ist der Schreibstil wunderbar und die Charaktere authentisch und facettenreich. Leider ging mir die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten einen Tick zu schnell. Daher vergebe ich 4/5 Sterne. Aber dennoch ist es eine tolle Geschichte, die zum Wohlfühlen einlädt und zum Träumen. Ich bin schon sehr gespannt auf Band vier und hoffe, es kommen noch viel weitere Bücher aus Green Valley!

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    Cover des Buches Sag ihr, ich war bei den Sternen (ISBN: 9783426524282)

    Bewertung zu "Sag ihr, ich war bei den Sternen" von Dani Atkins

    Sag ihr, ich war bei den Sternen
    zeilensprungvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Unglaublich Emotional, aber dieses grausame Ende versaute alles.
    Team Maddie oder Team Chloe?

    „Es ist herrlich - und gleichzeitig schrecklich. Wie wenn dir durch eine zufallende Tür noch ein letzter Blick auf etwas Wunderschöne vergönnt wird.“ (S.352)


    KLAPPENTEXT

    Stell dir vor, an deiner Seite steht der Mann, den du liebst. Du spürst seine Hand in deiner, und sie passt perfekt in deine. Es ist sein Lächeln, das dich morgens weckt. Die Zukunft gehört euch beiden, ihr werdet heiraten. Und in deinem Bauch wächst euer Kind heran. Allein der Gedanke daran lässt dein Herz überlaufen vor Glück.

    Doch dann: Ein unachtsamer Schritt. Ein abgelenkter Autofahrer. Ein schrecklicher Unfall.

    Du fällst in einen tiefen Schlaf. Und während du schläfst, geht das Leben einfach weiter. Wenn du erwachst, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Denn dein Happy End gehört nun einer anderen …


    MEINUNG

    Was für ein Buch. Der Klappentext verspricht eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der kein Augen trocken bleibt. Mit klopfenden Herz begann ich zu lesen und bereits nach den ersten Seiten hatte ich Tränen in den Augen. Gott, war das alles herzzerreißend und dramatisch. Ich war mir sicher, dieses Buch wird ein Jahreshighlight und es wird mich umhauen. Innerhalb von acht Stunden las ich es, da ich einfach nicht aufhören wollte. Es war so fesselnd und bewegend, da das Ende in keiner Weise voraussehbar. Mitten in der Nacht beendete ich das Buch, klappte es zu und musste mich erstmal sammeln. Ist es nun ein Jahreshighlight geworden? Nein. Aber warum, es startete doch so vielversprechend?

    Beginne ich mit den Charakteren. Die Geschichte wird aus der Sicht von Maddie (Exverlobte) und Chloe (Ehefrau) erzählt. Wir erfahren ihre Ängste und Sorgen, die Gewissensbisse und die brennende Eifersucht.

    Maddie war mir sofort sympathisch. Schon in den ersten Seiten mochte ich ihre lockere Art. Mein Herz brach, als ich ihr Schicksal verfolgte. Alles schien perfekt, dann ein kleiner Fehler und alles ist vorbei. Ihr Erwachen aus dem Koma war wirklich herzzerreißend. Trauer, Wut und Fassungslosigkeit - all das spürte ich auch. 

    „Ein Geist aus der Vergangenheit, der versuchte, in der Gegenwart Fuß zu fassen.“ (S. 133)

    Leider baute ich im ganzen Buch für Chloe keine Sympathie auf. In vielen Rezensionen las ich, dass beide Frauen unglaublich gut dargestellt werden und man sich in beide reinversetzen kann. Maddie und Chloe könnten unterschiedlicher nicht sein. Abgesehen von der Haarfarbe ist die eine aufgeweckt und alle schauen sich nach ihr um, während die andere ein graues stilles Mäuschen ist. Die ganze Zeit fragte ich mich, was Ryan in Chloe sah? Ja, sie stand ihn in der schweren Zeit beiseite, sowas schweißt zusammen. Aber der Funke zwischen den beiden ist einfach nicht übergesprungen. Ihre Liebesgeschichte hat nichts magisches an sich, wie die von Maddie und Ryan. Ich hatte eher das Gefühl, Chloe hat das komplette Leben von Maddie an sich gerissen und lebt es aus. In kleinen Schritten drängte sie sich in ihr Leben, während Maddie wie Schneewittchen im gläsernen Sarg lag.Das brach mir beim Lesen das Herz, denn das hat Maddie nicht verdient.

    „Mein Leben lag in Trümmern, und sie hatte die Einzelteile aufgesammelt und sie sich zu eigen gemacht.“ (S. 61)

    Komme ich zu Ryan. Im Laufe der Geschichte hätte ich ihn gerne eins über die Rübe gezogen und das nicht nur einmal. Sein Handeln konnte ich nicht nachvollziehen. Ja, sein Leben ging weiter und er musste Maddie gehen lassen, da ihr Zustand sich nicht besserte. Je mehr Seiten ich las, umso unsympathischer wurde er. Wieso verhält er sich so, nachdem sie wieder erwacht ist?Die Szenen, wo Maddie frisch im Koma liegt sind so schmerzvoll. Sein Kummer und Verzweiflung waren so greifbar. Nicht nur einmal musste ich schlucken, weil die Kapitel so emotional waren. 

    Allgemein lief alles ein bisschen zu reibungslos ab. Es gab nicht einen großen Krach zwischen den Dreien. Das fand ich ein bisschen unrealistisch. Alle waren besonnen und niemand haute mal auf den Tisch. Verflucht, alle Parteien mussten so viele angestaute Gefühle in sich tragen, die hätten doch mal überschwappen können. Das hätte der Geschichte ein bisschen mehr Pepp gebracht. 

    Komme ich zu den größten Kritikpunkt, weshalb das Buch auf keinen Fall ein Jahreshighlight wird - das Ende. Was zur Hölle hat sich die Autorin dabei gedacht? Für mich muss es nicht immer ein Happy End geben. Klar, sehnt sich jeder nach eins, aber das Leben ist kein Ponyhof. Aber dieses Ende traf mich so unvorbereitet, dass es mir die Luft raubte. Es ist so unfassbar unfair und grausam. Was hat die Autorin sich dabei gedacht? Hatte sie kein schlechtes Gewissen, als sie in die Tasten haute? Eins ist gewiss, sie machte mich sprachlos, aber auf keine positive Weise. 

    Das Buch ist in drei Teilen aufgeteilt. Den ersten würde ich glatte 5 Sterne geben, da er wirklich emotional und dramatisch ist. Ab dem zweiten Teil sagte mir die Geschichte immer weniger zu. Sie schlägt eine Richtung ein, die mein Herz erzittern ließ. Der Zauber zu Beginn war verflogen. Was zum größten Teil wegen Chloe ist, da ich sie einfach nicht mag. Liegt es daran, weil ich Team Maddie bin? Vielleicht. 

    Auch wenn sich das jetzt alles hart anhört, dass Buch fesselte mich komplett. Lange hatte ich kein Buch, was ich innerhalb von ein paar Stunden las. Ich flog regelrecht durch die Seiten und musste unbedingt wissen, wie es endete. Der Schreibstil ist auch flüssig und liest sich gut. Wahrscheinlich würde ich es anders bewerten, wenn dieses verdammte Ende nicht alles zunichte gemacht hätte. Ach, und wenn es Chloe nicht gab. Aber in vielen Rezensionen wurde Chloe als sympathisch und großherzig beschrieben. Ich gehöre ich zu den kleinen Prozentsatz, der das nicht so sieht. 


    FAZIT

    Eine schicksalshafte Geschichte über Liebe, Hoffnung, Familie, Mutterliebe und Freundschaft. Das Buch packt einen und man kann es schwer weglegen, weil man einfach wissen muss wie es endet. Das Ende hatte einen bitteren Beigeschmack und ist meiner Meinung nach nicht gut gewählt. Auch die Protagonistin Chloe schloss ich nicht in mein Herz. 

    „Sag ihr, ich war bei den Sternen“ bekommt von mir 3/5 Sterne.

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    Cover des Buches My First Love (ISBN: 9783453271630)

    Bewertung zu "My First Love" von Tanja Voosen

    My First Love
    zeilensprungvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Humorvolles Jugendbuch mit einigen Längen
    Humorvoller Schlussmach-Service

    „Jeder hat Geheimnisse. Kleine, große. Schreckliche, peinliche … manchmal habe ich das Gefühl, die ganze Gesellschaft baut auf Geheimnisse auf.“ (S. 66)


    KLAPPENTEXT

    Eigentlich wollte Cassidy einem Mädchen an ihrer Schule nur dabei helfen, ihren blöden Freund loszuwerden. Doch plötzlich hat die 17-Jährige sich damit den Ruf erworben, Beziehungen innerhalb eines Tages zerstören zu können. Die dankbaren Mitschüler bezahlen sie sogar für ihren »Schlussmach-Service«. Als Cassidy aber den ebenso gutaussehenden wie nervigen Colton von seiner Freundin »befreit«, fordert er sie zu einer unglaublichen Wette heraus: Statt Paare zu trennen, soll sie zwei ganz bestimmte Mitschüler verkuppeln. Nicht ahnend, welch finstere Hintergedanken Colton hegt, nimmt Cassidy die Herausforderung an. Und stolpert mitten hinein in ein Wirrwarr aus heimlichen Küssen, verschlungenen Intrigen und der ersten großen Liebe …


    MEINUNG

    Obwohl ich mit meinen 25 Jahren nicht zu der Zielgruppe dieser Geschichte zähle, war ich dennoch neugierig, da der Klappentext sich gut anhörte. Ich erwartete eine frische, witzige und gefühlvolle Geschichte über die erste Jugendliebe. Der Schreibstil von Tanja Voosen ist wirklich toll. Er ist modern, flüssig und bildhaft. Besonders der Humor hat es mir angetan, nicht nur einmal musste ich laut lachen. 

    Die Charaktere glänzen alle mit ihrer Einzigartig. Cassidy ist ein freches Mädchen, was immer eine sarkastische Antwort parat hat. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und so lernen wir sie intensiv kennen. Schnell wird klar, hinter ihrem frechen Mundwerk verbirgt sich mehr. Sie kommt aus keiner Bilderbuchfamilie und das setzt ihr sehr zu. Nebenbei verdient sie sich ihr Taschengeld über einen Schlussmach-Service, der wirklich amüsant ist und für viele ein Dorn im Auge ist.

    Ihre beste Freundin Lorn ist wirklich sympathisch. Lorn und Cassidy in Aktion sind einmalig und wirklich witzig. Beide besitzen den gleichen Humor und passen perfekt zusammen. Ihre Freundschaft ist goldwert und das ist deutlich zu spüren.

    Es wäre kein Jugendbuch, wenn es nicht auch männliche Charaktere gibt. Da haben wir Theo, der Cowboy mit dem Hut. Er hat ein großes Herz und jeder mag ihn. Dann haben wir noch seinen Cousin Colton, der mit Cassidy eine langjährige Feindschaft aufgrund ihres Schluss-mach-Service ausübt. Wenn Colton und Cassidy aufeinander treffen, dann fliegen die Fetzen. Ihre Wortgefechte und die schnippischen Antworten sind wirklich genial. Cassidy und Colton fühlen sich zueinander angezogen, obwohl sie sich doch nicht ausstehen können. Je näher sie sich kommen, umso mehr bekommen sie Schmetterlinge im Bauch. Colton ist ein interessanter Charakter, der viel zu bieten hat. Leider ist sein volles Potential nicht ausgeschöpft, was ich sehr schade finde. Zu Beginn kommt er gefühlt gar nicht vor und wenn nur kurz. Das änderte sich zum Schluss, aber eine wirkliche Bindung konnte ich nicht mit ihn aufbauen.

    Allgemein war der Einsteig in die Geschichte wirklich toll. Ich war sofort Feuer und Flamme für die Geschichte und der Humor haute mich regelrecht um. Das änderte sich aber mit der Zeit, weil die Geschichte langatmig wurde. Sie ist gut durchdacht und alles ergibt Sinn, aber mit ihren 444 Seiten ist sie doch recht lang und irgendwann war bei mir die Luft raus. Trotzdem zwängte ich mich weiter und war froh, als die Geschichte endete. Dennoch war es eine gutes Buch, was mich oft zum Lachen brachte und die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet. Es beinhaltet viele versteckte Weisheiten und vermittelt eine tolle Botschaft.


    FAZIT

    „My First Love“ ist ein tolles, witziges und erfrischendes Jugendbuch. Obwohl es einige Längen hatte, hatte ich ich viel Spaß beim Lesen. Ich gebe 4/5 Sterne.

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    Cover des Buches Die tausend Teile meines Herzens (ISBN: 9783423740418)

    Bewertung zu "Die tausend Teile meines Herzens" von Colleen Hoover

    Die tausend Teile meines Herzens
    zeilensprungvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Kein typisches CoHo Buch, aber dennoch bleibt es in Erinnerung.
    Anders, aber nicht schlecht

    „Das wahre Problem sind nicht die Konflikte, sondern dass keiner den Mut hat, den ersten Schritt zu tun und offen darüber zu sprechen.“  (S. 310)


    KLAPPENTEXT

    Stell dir vor, du triffst den Mann deiner Träume - und dann findest du heraus, dass er der Freund deiner Zwillingsschwester ist... Genau das ist es, was der 17-jährigen Merit passiert: Beim Shoppen in der Stadt lernt sie den überaus attraktiven Sagan kennen und verliebt sich so heftig in ihn, dass sie ihren üblichen Schutzpanzer fallen und sich schon bei ihrer ersten Begegnung von ihm küssen lässt.

    Leider stellt sich gleich darauf raus, dass Sagan kein anderer ist als der neue Freund ihrer Zwillingsschwester Honor... Und damit nicht genug: Anstatt ihr aus dem Weg zu gehen, bereichert Sagan im Folgenden das vielköpfige Elternhaus von Merit mit seiner täglichen Anwesenheit. Das aber führt das ohnehin schon chaotische Familienleben völlig ad absurdum - und stürzt Merit in eine tiefe persönliche Krise...


    MEINUNG

    Wenn ich sonst Bücher von Colleen Hoover beende, dann schwebe ich auf Wolke sieben und bin verliebt in die Geschichte. Ihre Bücher treffen einen mitten ins Herz und bleiben im Gedächtnis. „Die tausend Teile meines Herzens“ bleibt auch in meinem Gedächtnis, aber aus einem anderen Grund. Als ich das Buch beendete, da war ich verwirrt, weil ich nicht wusste wie ich es finden soll. Verwirrt, weil ich es gleichzeitig gut und schrecklich fand. Sowas hatte ich wirklich noch nie bei einem Buch. Entweder mag ich es, finde es nur okay oder bin enttäuscht. Aber bei „Die tausend Teile meines Herzens“ ist alles anders.

    Ich wurde bereits vorgewarnt, dass dieses Buch nicht mit den anderen vergleichbar ist. Diesmal haben wir keine intensive Liebesgeschichte, sondern eine verrückte Familie, die einfach nur schräg ist und somit für den einen oder anderen Lacher sorgt. Ich fand es sehr erfrischend, denn ich mag solche Arten von Geschichten. Zwischen meinen ganzen Herzschmerz und Dramen ist eine ulkige Familie eine schöne Abwechslung. Aber ich kann verstehen, dass einige mit der Familie Voss gar nicht mit warm wurden, denn sie ist sehr speziell. Apropos speziell – die Charaktere sind es auf jeden Fall. Da haben wir Merit, in deren Zimmer keine Fenster sind. Ihre Zwillingsschwester Honor verbringt die meiste Zeit in Foren für Sterbende. Der Bruder Utah ist nie spontan und der kleine Bruder Moby wurde nach einem Wal benannt. Die Eltern sind auch nicht ohne, da gibt es zwei Victorias und der Vater führte jahrelang Krieg gegen einen Hund. Ach und die anderen Bewohner wie Sagan und Luck sind auch keine typischen Normalos. Alles in allem ist das ganze Setting und die Charaktere sehr zugespitzt, aber mir gefällt das.

    Das Buch wird aus der Sicht von Merit erzählt. Sie ist eine sehr spezielle Person. Was hab ich über sie gelacht und mich gleichzeitig fremdgeschämt. Bei einigen Kapiteln habe ich die Hände über den Kopf geschlagen und wollte nicht weiterlesen, weil ich nicht fassen konnte, was da abging. Ansonsten sind Merits Gedanken wirklich interessant und ich habe sie gerne verfolgt. Nachvollzogen habe ich zwar nicht alle, aber dafür war es sehr unterhaltsam.

    Ich lese viel, dass es keine typische Colleen Hoover „Schnulze“ und daher doof ist. Kann ich nicht zustimmen, denn grade die Andersartigkeit der Geschichte macht sie gut. Der Schreibstil ist wie immer toll.

    Was auch von vielen ein Kritikpunkt ist, das die Liebesgeschichte mehr im Hintergrund ist. Sie ist nicht ganz so intensiv wie in den anderen Werken von Hoover, das ist wahr. Im Vordergrund steht ganz klar Merit und ihre Probleme. Das führt mich zum nächsten Punkt: wo ist der rote Faden in der Geschichte? Es werden so viele Problematiken angeschnitten, aber nicht vertieft. Eine Fülle von Problemen werden angesprochen, aber nicht weiter erläutert nur um schnell zum nächsten zu hetzen. Das Buch wirkte überladen und mir schwirrte der Kopf. Allgemein wirkten einige Kapitel zusammenhangslos und ich fragte mich, was das jetzt bezwecken sollte…

    Dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Geschichte ist so schräg und gefühlt in jedem Kapitel wird nochmal eine Schippe drauf gesetzt. Es passieren Wendungen mit denen ich nie gerechnet hätte. Ich musste öfter laut lachen und schüttelte den Kopf, weil das alles so witzig war.

    Die eigentliche Thematik ist wirklich wichtig und sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen. Einige Passagen im Buch habe ich mir markiert, weil sie hundertprozentig wahr sind.

    Was ich auch toll finde sind die Abbildungen von Sagans Zeichnungen. So fühlt man sich der Geschichte noch besser verbunden. Ich liebe es, wenn solche Zeichnungen im Buch gedruckt werden.


    „Ganz egal , wie oft oder wie lange man über eine Entscheidung nachdenkt - am Ende kann sie trotzdem nur entweder richtig oder falsch sein.“ (S. 61)


    Tja, jetzt die Frage aller Fragen, wie viel Sterne bekommt das  Buch? Immer noch bin ich mir unklar, ob ich es gut finde oder schlecht. Auf keinen Fall war die Geschichte ein Griff ins Klo, denn dazu hat sie mich zu sehr gefesselt und ich war fasziniert von den Charakteren. Aber es ist wahr, vom Hocker hat sie mich nicht gehauen, so wie die anderen Werke der Autorin. Dennoch behandelt es ein wichtiges Thema und wir sollten alle öfter die Perspektive wechseln und nicht nur auf uns schauen.


    FAZIT

    Colleen Hoover mal ganz anders, aber anders kann auch gut sein. ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich so gefesselt und geschockt über die Familie Voss war. Es ist nicht ihr bestes Werk und man muss diese Art von Geschichten mögen. „Die tausend Teile meines Herzens“ bekommen von mir 3/5 Sterne, da die Geschichte weder sonderlich gut noch schlecht war. Sie war einfach anders.

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    Cover des Buches Never Never (ISBN: 9783423740340)

    Bewertung zu "Never Never" von Colleen Hoover

    Never Never
    zeilensprungvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Bin sehr froh, dass ich das Buch doch noch eine Chance gegeben habe, trotz der schlechten Bewertungen. Es ist wirklich gut!
    CHARLiE & SiLAS

    „Vertrau deinem Instinkt und nicht deinem Herzen, denn dein Herz will es allen recht machen, und auch nicht deinem Hirn, weil es sich zu sehr auf die Logik verlässt.“ (S. 389)


    KLAPPENTEXT

    Charlize, genannt Charlie, und Silas, beste Freunde seit der Kindheit und heimliches Paar gegen den Willen ihrer Familien, wachen auf und erinnern sich an ... nichts. Beider Erinnerungen sind wie weggewischt. Was steckt dahinter? Oder besser: wer? Beim Versuch herauszufinden, wer sie sind und was passiert ist, kommen sie einer Familienfehde auf die Spur, in die sich ihre Eltern verwickelt hatten und die sie und ihre Liebe auseinandergetrieben hatte. Doch was hat das mit ihrem gemeinsamen Gedächtnisverlust zu tun? Und dann geschieht es erneut: Genau 48 Stunden nach dem ersten Mal erwacht Silas ohne Erinnerung an all das, was zuvor war. Und ohne Charlie – denn die ist wie vom Erdboden verschwunden.


    MEINUNG

    Die Meinungen zu „Never Never“ sind sehr gespalten. Kein Buch, was Colleen Hoover verfasst hat, hat so schlechte Bewertungen. Moment mal, aber da steht doch, dass Tarryn Fisher auch mit rumgewerkelt hat? Also ist es doch kein kein reines Hoover Buch, oder? Genau daran sollte man denken, wenn man das Buch liest. Also begann ich zu lesen und siehe da, ich wurde positiv überrascht, denn ich habe mit was ganz anderen gerechnet. Nach den Bewertungen habe ich eine langweilige Geschichte erwartet, die ich am liebsten abbrechen würden. Aber ich war Feuer und Flamme für Charlie und Silas. Der Schreibstil ist wie immer gut, aber bei Colleen Hoover auch kein Wunder. Zu Tarryn Fisher habe ich keinen Vergleich, da ich noch kein Buch von ihr gelesen habe, aber ich nehme einfach mal an, dass sie auch schreiben gut schreiben kann. 

    Wir lernen Charlie kennen, die sich an nichts erinnern kann. Sie weiß nicht mal, wie ihr Name ist und wie sie aussieht. Dann gibt es noch Silas, der auch nichts weiß. Mit den beiden machen wir uns auf die Suche nach Erklärungen. Obwohl sie sich gegenseitig nicht kennen, werden sie voneinander angezogen und spüren eine tiefe Verbundenheit zueinander. Was hat das alles zu bedeuten? Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und alle unterscheiden sich voneinander.

    Ich gebe zu, Charlie war mir manchmal ein bisschen suspekt. In der Vergangenheit war sie eine fiese Zicke, die kein leichtes Schicksal hatte. Grade im ersten Teil fragte ich mich, was Silas in ihr sieht. Ihr Verhalten macht sie wirklich unsympathisch. Aber nach und nach lernen wir Charlie besser kennen und merken, tief im Herzen ist sie gar nicht so. Die neue Charlie gefällt mir um einiges besser. Ihre freche Art machte sie immer sympathischer.

    Silas, was soll ich sagen, ich bin hin und weg. Seine Gefühle werden so gut beschrieben und alles kommt hautecht rüber, dass ich einige Male Herzchen in den Augen hatte. Allgemein hab ich lieber eine Kapitel gelesen, denn diese waren lebendig und gefühlsecht, was mir bei Charlies gefehlt hat. Mit seiner liebevollen Art und seiner Liebe zur Fotografie ist er ein wahrer Traum. Er kann super mit Worten umgehen, Charlie eher nicht so. Nach und nach wird klar, sie ergänzen sich wirklich perfekt.

    Der Aufbau der Geschichte ist wirklich gut durchdacht. Häppchenweise bekommen wir immer mehr Informationen, was geschehen ist und was für Menschen Charlie und Silas sind. Da ich als Leser genauso ahnungslos war wie die beiden Protagonisten war ich ganz gespannt, was noch alles kommt. Die Seiten fesselten mich und ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen. Besonders gefallen haben mir die Briefe - Gott, die Autorinnen haben echt ein Händchen für tolle Liebesbriefe. 

    Ich habe viel gelesen, dass es kein typisches Colleen Hoover Buch ist und es somit schlecht ist. Da kann ich nur den Kopf schütteln, denn es kann kein typisches Buch von ihr sein, da eine anderen Autorin noch mitgeschrieben hat. Ist doch klar, dass es sich unterscheidet von Hoovers anderen Werken. Grade das macht es interessant und erfrischend.

    Obwohl mir das Buch wirklich gefallen hat, habe ich dennoch einige Kritikpunkte. Zum einen verstehe ich manche Handlungen im Buch nicht. In meinen Augen haben sie nichts mit dem eigentlichen Ende zu tun. Sie wirken ein bisschen wie ein Lückenfüller. Dennoch war es sehr spannend das alles zu lesen. Der andere Kritikpunkt sind die ganzen Fragen, die ich noch habe. Vieles wurde aufgegriffen, die Informationen prasseln nur auf eine ein, aber vieles wurde nicht genau erklärt. 

    Viele bemängeln das Ende, was ich auch verstehen kann. Entweder mag man sowas oder nicht. Ich kann sagen, ich finde es großartig und gut durchdacht. Zu Beginn hätte ich mit was ganz anderen gerechnet. Aber genau das macht ein gutes Buch aus, dass man das Ende niemals erwartet hätte.


    FAZIT

    Ich empfehle jeden dieses Buch trotz der schlechten Bewertungen eine Chance zu geben. Mich hat es überzeugt und ich habe Charlie und Silas gerne auf ihren Weg begleitet. Dennoch bleiben in meinen Augen zu viele Fragen offen und einiges war verwirrend. „Never Never“ bekommt von mir 4/5 Sterne, da ich eine tolle Lesezeit hatte und mein Herz an Silas verloren habe.

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    Cover des Buches Der letzte erste Song (ISBN: 9783736309135)

    Bewertung zu "Der letzte erste Song" von Bianca Iosivoni

    Der letzte erste Song
    zeilensprungvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein würdiges Finale einer tollen Reihe! Ich liebe sie!
    WAS FÜR EIN TOLLES ENDE <3

    KLAPPENTEXT

    Wenn ein einziger Song alles verändert

    Ich werde nie wieder singen. Dieses Versprechen hat sich Grace vor langer Zeit gegeben. Doch als Masons Band eine Sängerin sucht, lässt sie sich dazu überreden, mitzumachen. Allerdings ist sie nicht auf das Prickeln vorbereitet, das sie plötzlich in Masons Nähe spürt - und auch nicht auf die Erkenntnis, dass sich hinter seinen vorlauten Sprüchen viel mehr verbirgt, als es den Anschein hat. Mit ihm gemeinsam Songs zu schreiben, fühlt sich richtiger an als alles andere. Aber Grace weiß, dass sie nie mehr als Freunde sein können. Denn Masons Herz gehört einer anderen ... 


    MEINUNG

    Wow, einfach nur wow. Was für ein gelungener Abschluss einer grandiosen Reihe. Es geht wieder zur Blackhill University und ich liebe es dort! Die Clique ist wieder in ihrem Element. Die Autorin beschreibt mit so viel Liebe und Detail den Zusammenhalt und die Verbundenheit der Truppe, das mein Herz vor Freude hüpfte. 

    Diesmal geht es um Grace und Mason. Endlich bekommt Mason seine eigene Geschichte. Er glänzte in allen Bänden mit seiner lockeren Art und mit witzigen Sprüchen. Daher war ich sehr gespannt auf seine Geschichte. Was soll ich sagen, sie hat mich komplett umgehauen. Mason ist liebevoll, er flirtet gerne und seine Leidenschaft ist Musik. Seine Zukunft ist genau geplant mit seiner Jugendliebe Jenny, mit der er eine On-Off-Beziehung wird. Aber Pläne können sich bekanntlich ändern, oder? Seine Gedanken sind absolut nachvollziehbar, denn er ist hin- und hergerissen zwischen seinen Gefühlen. In einigen Rezensionen lese ich, dass sie ihn als zu sanft beschreiben, da er doch sonst immer eine große Klappe hat. Das kann ich nicht bestätigen, denn die große Klappe hat er weiterhin, aber trotzdem glänzt er mit seinem großen Herzen. 

    Auch Grace überzeugte mit voller Pracht. Ich weiß noch, im ersten Band wirkte sie auf dem ersten Blick wie eine Zicke und nun entpuppt sie sich als eine meiner Lieblinge. Ihre Ängste, Zweifel und Sorgen sind überzeugend dargestellt. Ihre Mutter hätte ich am liebsten gegen die Wand geklatscht. Unglaublich diese Frau!

    Am besten gefällt mir die Chemie zwischen Mason und Grace. Das Knistern und die verstohlenen Blicke - hach, ich liebe es. Wirklich toll beschrieben mit so viel Liebe. Mein Herz schmolz regelrecht bei ihren gemeinsamen Kapiteln. 

    Besonders der Einbau von bestimmten Musikstücken verlieh dem Buch noch das gewissen Extra. Am besten hört ihr euch die Playlist an, denn sie ist so unglaublich gut! Ich bin sowas von verliebt in sie!

    Wie bereits erwähnt spielt die Clique auch wieder eine wichtige Rolle. Es ist so schön zu sehen, was mit den anderen Charakteren passiert und wie ihr Leben aussieht. Fühlte sich an wie ein Wiedersehen mit meinen alten Freunden. Dieser Zusammenhalt ist wirklich einmalig und genau der macht diese Reihe so besonders. Als ich den Epilog las, da musste ich schlucken, weil ich so gerührt war. In meinen Augen ein würdiges Ende für diese tolle Collegegeschichte.


    FAZIT

    Ein Finale, das mein Herz erwärmte. Mason und Grace überzeugen mich in jeder Hinsicht. Musik spielt eine wichtige Rolle und die Playlist ist ein Muss für jeden, der dieses Buch liest. Auch die anderen Charaktere sind wieder dabei und lockern die Stimmung mit den einen oder anderen Lacher. 

    „Der letzte erste Song“ ist ein tolles Ende mit viel Gefühl. Von mir bekommt er 5/5 Sterne. Ich danke Bianca Iosivoni für diese tolle Reihe

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