Bücher mit dem Tag "1. fall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1. fall" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)
    Ethan Cross

    Ich bin die Nacht

    (1.242)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    Wer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war. 

    Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.

  2. Cover des Buches Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1) (ISBN: 9783548068374)
    Chris Carter

    Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1)

    (1.572)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    Der Kruzifix-Killer“ ist der Auftakt der Hunter-und-Garcia-Reihe und hat mich direkt von der ersten Seite an gepackt. Im Mittelpunkt steht der Profiler Robert Hunter, der gemeinsam mit seinem neuen Partner Carlos Garcia einen grausamen Serienmörder jagt. Der Killer hinterlässt ein Kreuz als Markenzeichen und scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein.

    Der Thriller ist packend ab der ersten Seite und durchgehend spannend. Die Handlung wird stetig vorangetrieben und entwickelt ein richtig rasantes Tempo. Durch Wendungen, diverse Mini-Cliffhanger an den Kapitelenden und die kurzen, spannenden Abschnitte wollte ich ständig wissen, wie es weitergeht. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Die Auflösung am Schluss kam für mich komplett unerwartet. So liebe ich es!

    Sehr gut gefallen hat mir auch der flüssige und sehr bildhafte Schreibstil. Ich konnte mir die Schauplätze, die Ermittlungen und vor allem die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen. Gleichzeitig lernt man Robert Hunter und Carlos Garcia im Laufe der Geschichte immer besser kennen. Auch Hunters Vergangenheit und seine Persönlichkeit geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

    Was man allerdings mögen muss, sind die sehr detaillierten Beschreibungen der Morde. Carter hält sich dabei definitiv nicht zurück und beschreibt das Grauen äußerst anschaulich und teilweise wirklich brutal. Für mich hat das die beklemmende Atmosphäre des Thrillers noch verstärkt, allerdings ist das wahrscheinlich nicht für Thriller-Neulinge oder Leser mit schwachen Nerven geeignet.

    „Der Kruzifix-Killer“ war mein erstes Buch von Chris Carter – und definitiv nicht mein letztes. Der Auftakt hat mich so überzeugt, dass ich die Hunter-und-Garcia-Reihe auf jeden Fall weiterlesen werde.


    Mein Fazit: Ein rasanter, düsterer und äußerst brutaler Thriller, der mich von Anfang bis Ende fesseln konnte. Für Fans von nervenaufreibenden Thrillern, die mit sehr bildlicher/grausamer Darstellung klarkommen, gibt es von mir eine glasklare Empfehlung!

  3. Cover des Buches Eine unbeliebte Frau (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 1) (ISBN: 9783548291772)
    Nele Neuhaus

    Eine unbeliebte Frau (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 1)

    (1.081)
    Aktuelle Rezension von: Zwischenzeilen

    Nele Neuhaus habe ich als Krimi-Fan spät entdeckt, wohl auch, weil ich zum Taunus als Ort der Geschehnisse keine Verbindung habe. Angefangen habe ich mit ihrem letzten Buch, dann habe ich mich chronologisch zurückgelesen - ihr erstes Buch ist mein letztes Buch. 

    Handlung unterm Summenstrich: Ein Oberstaatsanwalt mit Ambitionen erschießt sich, eine hübsche Frau mit zweifelhaftem Ruf stürzt von einem Aussichtsturm. Oder? Selbstmord - oder Mord? Die hübsche Isabel hinterlässt etliche Liebhaber, eine kleine Tochter und einen netten Mann. Gearbeitet hat sie für ein Gestüt, das quasi das Sylt unter den hessischen Gestüten ist. Hier geht es nicht um Pferdeliebe, sondern ums Sehen und Gesehen werden, und schon schnell wird das Gestüt der Dreh- und Angelpunkt des Romans.

    Wer Spaß an den "Desperate Housewifes" hatte, wird sich auch im Sumpf des Gestüts behaglich suhlen. Das klingt böse, aber es werfe diejenige den ersten Stein, die im Wartezimmer nicht nach der GALA greift, um sich mit Klatsch & Tratsch vorzüglich unterhalten zu lassen. 

    Und genau das gelingt dem Roman: eine sehr gute Unterhaltung. Selbst ich, die weder mit dem Taunus noch mit Gestüten viel am Hut hat, habe das Buch locker weggelesen. Dabei war es mir weniger wichtig, wer Isabel und den Staatsanwalt auf dem Gewissen hat, und mehr, was mit der kleinen Tochter passiert, ist sie doch die so ziemlich einzig Unschuldige im Labyrinth der Eitelkeiten, Eifersüchteleien und Machtspielchen. 

    Trotzdem gefallen mir die späteren Bücher besser. "Muttertag" ist ein Highlight, ebenso "Böser Wolf" und "Monster". 


  4. Cover des Buches Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1) (ISBN: 9783548066530)
    Richard Osman

    Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)

    (540)
    Aktuelle Rezension von: biadia

     Ein Krimi, der einfach gute Laune macht

    Ich hätte nicht gedacht, dass mich eine Gruppe rüstiger Senioren so schnell für einen Mordfall begeistern kann. 😄 „Der Donnerstagsmordclub“ von Richard Osman hat mich mit seinen außergewöhnlichen Charakteren, jeder Menge Humor und einer Geschichte, die immer wieder überrascht, richtig gut unterhalten.

    In Coopers Chase, einer Seniorenresidenz, haben sich Elizabeth, Joyce, Ibrahim und Ron zusammengefunden. Ihr gemeinsames Hobby: alte Mordfälle lösen, bei denen die Polizei nie den Täter gefunden hat. Als plötzlich ein echter Mord passiert, bekommen die vier Hobbydetektive die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen – und dabei sind sie der Polizei teilweise erstaunlich weit voraus.

    Was mir besonders gefallen hat, sind die vier Hauptfiguren. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und genau das macht ihre Dynamik so unterhaltsam. Jeder bringt seine eigene Persönlichkeit und Vergangenheit mit, und trotzdem funktioniert die Gruppe einfach wunderbar. Joyce fand ich dabei besonders sympathisch. Durch ihre Art und ihre Beobachtungen musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln.

    Der Humor ist für mich eines der größten Highlights. Viele Gespräche und Situationen sind herrlich trocken und manchmal so unerwartet komisch, dass ich beim Lesen wirklich lachen musste. Gleichzeitig bekommt die Geschichte auch eine ernstere Seite. Es geht um Freundschaft, das Älterwerden, Verlust und darum, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, bei denen man sich zugehörig fühlt.

    Auch der Mordfall selbst hat mir gut gefallen. Es gibt genügend Verdächtige, Hinweise und kleine Überraschungen, sodass man wunderbar miträtseln kann. Dabei steht für mich aber ganz klar die Gruppe im Mittelpunkt – und genau das macht diesen Krimi so besonders.

    „Der Donnerstagsmordclub“ ist für mich die perfekte Mischung aus Kriminalfall, Humor und liebenswerten Charakteren. Ein Buch, bei dem man nicht nur wissen möchte, wer der Täter ist, sondern vor allem gerne Zeit mit den Figuren verbringt.

    Für mich ein richtig schöner Wohlfühlkrimi und definitiv ein Buch, bei dem ich Lust auf die weiteren Bände bekommen habe. 💕📚

  5. Cover des Buches Der nasse Fisch (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2023) (ISBN: 9783492320399)
    Volker Kutscher

    Der nasse Fisch (Sonderausgabe Ein Buch für die Stadt Köln 2023)

    (462)
    Aktuelle Rezension von: SchmerseK

    Ein wirklich lesenswertes Buch! Volker Kutscher verbindet einen spannenden Kriminalfall mit dem faszinierenden Berlin der späten 1920er-Jahre. Die Atmosphäre dieser bewegten Zeit wird sehr lebendig eingefangen, und auch die Figuren sind interessant und keineswegs eindimensional. Gereon Rath ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten, dessen Weg ich gerne verfolgt habe. Für mich eine gelungene Mischung aus Krimi und Zeitgeschichte – spannend, atmosphärisch und absolut lesenswert. Ein toller Auftakt der Gereon-Rath-Reihe!

  6. Cover des Buches Nachttod (ISBN: 9783453441699)
    Johanna Mo

    Nachttod

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    „Nachttod“ von Johanna Mo ist der Beginn einer Reihe rund um die Kommissarin Hanna Duncker. Als Tochter eines Mörders hat sie es nicht leicht und als sie in ihre Heimat zurückkehrt, begegnet man ihr mit Skepsis und Hass. Zudem sieht sie sich mit einem schwierigen ersten Fall konfrontiert. Der Sohn ihrer einstigen besten Jugendfreundin wurde ermordet. Es gibt einige Verdächtige, aber das Opfer scheint auch viele Geheimnisse gehabt zu haben. Kann Hanna den Fall aufklären und ihren schlechten Ruf sowohl bei den Bewohnern Ölands als auch bei ihren Kolleg:innen aufbessern? 

    Das Buch ist spannend und atmosphärisch und lebt bis allem von einer sehr interessanten und facettenreichen Protagonistin. Ein roter Faden in der Handlung ist klar zu erkennen und auch die Nebengeschichte um die Vergangenheit von Hannas Vater fand ich gut gemacht. In einigen, aber sehr wenigen Passagen fand ich die Story jedoch einen kleinen Tick zu langatmig. Zudem kommt der Showdown recht unspektakulär daher, macht aber Lust auf die Folgebände. Ein guter Reihenauftakt, den ich gerne mit 4 Sternen würdigen möchte. 

  7. Cover des Buches Hitze (ISBN: 9783499272509)
    Jane Harper

    Hitze

    (175)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wow, was für ein Buch !

    Luke Hadler, seine Frau und sein Sohn werden erschossen aufgefunden. Es scheint eindeutig, dass Luke, seine Familie und dann sich selbst ermordet hat. Aber Lukes Eltern wollen sich damit nicht abfinden und bitten seinen Jugendfreund  Aaron Falk, der inzwischen als Polizist in Melbourne lebt, zur Trauerfeier zu kommen und bitten ihn dort, die Wahrheit herauszufinden. Es gibt die ein oder andere Unstimmigkeit, aber nichts, was Luke wirklich entlasten könnte. Aaron ist nicht willkommen in dem Dörfchen seiner Kindheit im australischen Nowhere. Er mußte damals mit seinem Vater fliehen und die Bewohner drohen ihm deutlich, er solle gefälligst verschwinden.

    Die Charaktere sind gut beschrieben, das Buch liest sich flüssig, Rückblenden sind kursiv gedruckt und dadurch deutlich erkennbar. Aber das Beste an dem Buch : es ist wahnsinnig spannend. Es gibt immer wieder Sackgassen und Wendungen, aber die richtig große Überraschung ist die Auflösung. Ein spannender Krimi, wie ich schon lange keinen mehr verschlungen habe. Werde jetzt gleich mal gucken, ob die Autorin noch weitere Bücher geschrieben hat.

    Klare Leseempfehlung.

  8. Cover des Buches Der Mann, der nicht mitspielt (ISBN: 9783462052909)
    Christof Weigold

    Der Mann, der nicht mitspielt

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Katl2

    Ein erfolgloser Schauspieler ist in Hollywood keine Seltenheit. Hardy Engel ist nur einer von vielen. Sein Versuch, als Privatdetektiv über die Runden zu kommen, ist ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Bis eines Tages eine attraktive, rothaarige Frau um eine Audienz bei ihm bittet. Und mit einem Schlag ändert sich im Leben von Hardy Engel alles. Seine Ermittlungen führen ihn hinter die Bühnen und Scheinwerferlichter von Hollywood zu den dunklen und verdorbenen Geheimnissen der Filmwelt. Schnell wird ihm klar, dass hier nichts so ist, wie es scheint und dass es manche Vorfälle gibt, die nie in das Licht der Öffentlichkeit geraten sollen. 

    Der Detektiv

    Hardys Wunsch, ein Komiker zu werden, ist nicht sonderlich von Erfolg gekrönt und so beschießt er, sich seine Erfahrungen als Polizist zunutze zu machen und beschließt, Privatdetektiv zu werden, anfangs mit einer niedrigen Beschäftigungsrate. Ein unscheinbarer Auftrag ändert dann alles. Seine Hartnäckigkeit und sein Talent, stehts zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, stoßen den zynischen und sturköpfigen Hardy mitten hinein in die Welt des Filmes, wo es von Geheimnissen und Unwahrheiten nur so wimmelt. Doch für Hardy Engel ist klar, dass er letztendlich nur der Wahrheit dient. Und die will er finden, koste es was es wolle.

    Ein Platz, an dem Träume zur Wirklichkeit werden

    Hollywood – ein Platz voller Träume, berühmter Persönlichkeiten und ein Himmel auf Erden. Zumindest scheint es so. Christof Weigold malt ein anderes Bild von Hollywood. Drogen, Alkoholismus und sexuelle Vergnügungen stehen an der Tagesordnung der großen Stars. Die vermittelte Illusion existiert nicht, und doch kämpft die Filmbranche darum, eben jene Illusion aufrecht zu erhalten. Doch der Skandal, der durch den Tod von Virginia Rappe ausgelöst wird, lässt die Fassade bröckeln und ermöglicht den Medien einen Blick hinter die sorgsam verborgenen Kulissen. Die Aufregung ist groß. Zeitungen erkennen ihre Chance zu Massenabnahmen ihrer Schlagzeilen, die Filmproduzenten fürchten um ihren Ruf, Schauspieler und Produzenten haben Angst um ihre Karriere. Am Ende ist sich jeder selbst der nächste. Und, wie Hardy später klarstellt: Im Krieg und im Film ist die Wahrheit das erste Opfer.

    Fazit

    Ein spannungsgeladener, actionreicher Kriminalroman der 1920er Jahre. Unerwartete Richtungsänderungen und Entwicklungen machen die Handlung unberechenbar und sorgen für eine fesselndes Leseereignis. Hardy Engel ist ein symphytischer Ermittler, der sich seiner eigenen Schwächen und Fehler durchaus bewusst ist und mit seinem zynisch-ironischen Blick auf die übertriebene Welt um ihn herum, einen angenehmen Gegenpol zu den undurchsichtigen Persönlichkeiten des Buches bildet. Ich habe diesen Ausflug in die Goldenen Zwanziger genossen, jede einzelne Seite davon. Für Menschen, die verwickelte Handlungsstränge lieben, ein absolutes Muss. 

  9. Cover des Buches Nachts schweigt das Meer (ISBN: 9783596703494)
    Kate Penrose

    Nachts schweigt das Meer

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Inspector Ben ist eigentlich nur zurück nach Hause, weil er den Kopf frei haben wollte. Er nimmt sich gerade eine "berufliche Auszeit" und will in seiner Heimat zur Ruhe kommen. Doch kurze Zeit nach seiner Ankunft, wird ein junges Mädchen tot gefunden. Für Ben ist klar, dass er die Ermittlungen leiten wird. Es gibt einige Verdächtige, doch alle haben ein Alibi. Es ist schwierig zu ermitteln in so einem kleinen Dorf, da jeder jeden kennt. Es scheint als habe der ein oder die anderen ein dunkles Geheimnis. Doch wer ist der Mörder? Kennt Ben ihn näher als ihm lieb ist?

    Ich fand diesen Krimi von Anfang an super spannend. Der Schreibstil ist packend und sehr atmosphärisch. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzten und an manschen Stellen ist es etwas gruselig. Die Autorin schaffte es, mich bis zum Ende auf die falsche Fährte zu führen was den Mörder betrifft.

    Ein sehr ambitionierter Krimi, ich freue mich auf weiter Fälle mit Ben.

  10. Cover des Buches Denn zum Küssen sind sie da (ISBN: 9783612272676)
    James Patterson

    Denn zum Küssen sind sie da

    (145)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Auf einer Universität verschwinden immer wieder junge Frauen. Manchmal tauchen sie tot wieder auf. Ein Psychopath, welcher sich selbst Casanova nennt, entführt und vergewaltigt sie. Nur die Medizinstudentin Kate McTiernan kann dem Mörder entfliehen. Psychologe und Kriminalpolizist Alex Cross mischt sich in den Fall ein, auch weil er ein persönliches Interesse hat, dass dieses Verbrechen aufgeklärt wird. Denn seine Nicht Naomi ist ebenfalls verschwunden.

     

    Leider kann ich Band 1 der Reihe nicht mehr zum Kauf finden, weshalb ich nun mit Band 2 in die Reihe gestartet bin. Das kann man auf jeden Fall machen und man versteht auch den aktuellen Fall. Allerdings werden schon immer wieder Bezüge zum ersten Fall getroffen und anscheinend wurde im ersten Band auch mehr auf Alex Background eingegangen. Das ist etwas schade, aber nicht weiter schlimm.

     

    Bei der „Women’s Murder Club“-Reihe von James Patterson bin ich auf dem aktuellen Stand der deutschen Veröffentlichungen, dass es mich nun nach anderen Bänden des Autors gedurstet hat.

    Und auch dieses Buch passt zu seinem Stil. Die Kapitel sind gewohnt kurz. Die Verbrecher sind ausgeklügelte Figuren und die Hauptfigur ist charakterstark. Vor allem sind die Kapitel aus Alex Cross Sicht aus der Ich-Perspektive, während die anderen aus der personellen Sicht sind. Dieses Stilmittel findet man eigentlich immer in seinen Büchern.

    Alex Cross ist ein schwarzer Cop und Psychologe. Dementsprechend wird auch immer wieder das Thema Rassismus angesprochen. Ich fand das in Ordnung und auch wichtig, dass das in Büchern thematisiert wird. Für mich war es auch nicht allzu präsent, sondern es wurde eben an ein paar Stellen darauf hingewiesen.

    Alex Art ist… speziell. Er hat Humor und bezeichnet sich selbst als Macho, dem ich auch nicht widersprechen würde. Ich fand ihn nicht unsympathisch, nur an manchen Stellen seltsam. Ich weiß auch nicht, ob es als Polizist so gut ist, wenn man schnell ausrastet.

     

    Mir ist aufgefallen, dass die Geschichte sich Zeit gelassen hat. Auch vom Schreibstil wirkt dieser wesentlich behäbiger. Einerseits fand ich das interessant, dass es hier nicht ganz so rasant zuging und man sich mehr mit Beschreibungen befasst, andererseits hat mir das Tempo auch etwas gefehlt. Das letzte Viertel war dann sehr spannend und sehr nervenaufreibend, während der Rest des Buches eine lauernde Spannung hatte. Gerade im Mittelteil hat sich die Geschichte schon sehr streckt.

    Auch war hier der Fokus etwas anders, als ich es sonst gewohnt bin. Die Ermittlungsarbeit war ziemlich im Hintergrund. Es wirkte fast so, als würden die Ermittler immer nur auf die nächste Handlung des Täters waren und hofften, dass er einen Fehler begeht, um ihn zu überführen. Stattdessen wurde sehr viel Wert auf die Beziehungen gelegt, besonders die von Kate und Alex. Das war gutgeschrieben und ich mag auch Charakterentwicklung, aber es war schon etwas seltsam.

    Es gab ein paar Szenen, wo ich die Stirn gerunzelt habe und es sehr dumm fand, was da passiert ist. Überhaupt Kate so sehr mit in den Fall einzubeziehen, obwohl sie doch ein Opfer oder eine Überlebende ist, wenn man es so will, empfand ich für fragwürdig. Auch dass sie irgendwann ihren Schutz runtergezogen haben, war fahrlässig.

     

    Spannend war es auf jeden Fall mit zu rätseln, wer denn nun Casanova ist. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich es doch längst wissen müsste, aber ich kam nicht darauf. Vielleicht hat mir auch die letzte Gehirnzelle dafür gefehlt, das kann ich nicht beurteilen.

    Dementsprechend fand ich die Auflösung sehr gut, wenn auch das Ende wegen einen bestimmten Grund für mich etwas unbefriedigend bleibt.

     

    Fazit: Mir hat der Thriller gut gefallen. Er hat mich gut unterhalten, war im Mittelteil etwas zäh, aber die Figuren gefallen mir. An Alex muss ich mich wegen seiner speziellen Art noch etwas gewöhnen, aber das wird noch. Mit Lindsay aus der „Women’s Murder Club“-Reihe musste ich auch erst warm werden. Nach dem ersten Band konnte ich sie beispielsweise nicht leiden, während ich sie inzwischen nach 20 Bänden ganz lieb gewonnen habe. Ich bin gespannt, ob sich der Schreibstil von Patterson merklich in der Reihe verändert wird. Ich vergebe 4 Sterne. 

  11. Cover des Buches Kalter Grund (ISBN: 9783404271146)
    Eva Almstädt

    Kalter Grund

    (243)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Kalter Grund“ von Eva Almstädt ist der erste Fall für die neue Lübecker Kommissarin Pia Korittki – und ein echter Lesetipp für alle Fans von soliden, spannenden deutschen Kriminalromanen.  
    Auf einem abgelegenen Bauernhof in Ostholstein wird eine dreiköpfige Familie brutal hingerichtet. Für Pia, die ganz neu in der dortigen Mordkommission ist, wird dieser schwere Fall zur ultimativen Bewährungsprobe. Nicht nur die Ermittlungen in dem verschwiegenen Dorf, in dem fast jeder ein Geheimnis hat, erweisen sich als tückisch. Auch an ihrem neuen Arbeitsplatz hat sie es nicht leicht und muss sich gegen ein von Vorurteilen geprägtes, männliches Kollegen-Team erst einmal durchbeissen. Als dann noch ein junges Mädchen spurlos verschwindet, spitzt sich die Lage dramatisch zu.
    Fazit:
    Eva Almstädt fängt den norddeutschen Lokalkolorit und den trügerischen Schein des ländlichen Raums hervorragend ein. Pia Korittki ist eine nahbare, authentische Ermittlerin mit Ecken und Kanten, deren Entwicklung man gespannt verfolgen möchte. Ein packendes Buch, das Lust auf die Folgebände macht!

  12. Cover des Buches Ein allzu schönes Mädchen (ISBN: 9783499332784)
    Jan Seghers

    Ein allzu schönes Mädchen

    (170)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    In einem Bergdorf im Elsass entdeckt die Madame Fouchard auf ihrem kleinen Bauernhof ein verwahrlostes Mädchen und nimmt sich ihrer an. Sie ist außergewöhnlich schön, benimmt sich aber eigenartig. Als die Bäuerin stirbt, verschwindet auch das Mädchen aus dem Dorf.
    Im Frankfurter Stadtpark wird die übel zugerichtete Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Wenig später taucht sein Wagen mit einer zweiten Leiche im Kofferraum auf. Kommissar Marthaler und seine Kollegen tappen im Dunklen. Doch je weiter die Ermittlungen kommen, desto öfter berichten Zeugen von einem allzu schönen Mädchen.

    Ein allzu schönes Mädchen erschien 2010 bei Rowohlt. Der 736 Seiten starke Krimi ist der erste von aktuell sechs Bänden in Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt.

    Die Geschichte spielt im Jahr 2000 in Frankfurt am Main. Als Rahmen hat Seghers einen (fiktiven?) Besuch des US-Präsidenten gewählt, so dass die Polizei äußerst ausgelastet und das innerstädtische Leben immer wieder gestört ist. Einzelne Schauplätze liegen auch im Elsass und in Saarbrücken.

    Segher beginnt die Geschichte mit einer ausführlichen Einführung im Elsass. Bis zum Auffinden der ersten Leiche und damit Kommissar Marthalers erstem Auftritt vergeht eine ganze Reihe von Seiten. Auch als die Geschichte Fahrt aufnimmt, bleiben die Umstände des Falles lange unklar. Seghers steigert die stressige Stimmung während der ersten Ermittlungsphase geschickt durch die erhöhte Medienpräsenz wegen des Besuchs des US-Präsidenten.

    Wie auch der fünfte Band, den ich ja unglücklicherweise zuerst gelesen habe, lebt Ein allzu schönes Mädchen einerseits von den Charakteren und andererseits von viel Lokalkolorit. Zu Ersterem muss ich im Vergleich aber sagen, dass da definitiv eine Steigerung stattfindet. Marthaler bleibt zwar kauzig, hat im ersten Band aber noch deutlich unsympathischere Wesenszüge. So reagiert er nicht nur ein Mal übertrieben aufbrausend. Seine Kollegen bleiben teilweise noch etwas blass – wie wichtig und sympathisch Carlos mal werden wird, kann man schon erkennen, besonders gut gefiel mir aber auch Manfred. Ein wenig amüsant fand ich, dass Tereza im ersten Band noch deutlich weniger gebrochen Deutsch spricht, als sie das im fünften Band tun wird.

    Sehr gefallen hat mir, dass die genauen Hintergründe der Taten lange unklar blieben. Seghers forciert geschickt einen Hergang samt Tatverdächtigem nach dem anderen. Am Ende wirft er alles nochmal um, um ganz am Ende schließlich die tatsächliche Auflösung der Fantasie der Lesenden zu überlassen. Die Geschichte selbst ist für einen Krimi schön. Ich weiß nicht genau, wie ich das ausdrücken soll, aber ich erwarte bei Krimis eigentlich keine Geschichten, die sich schön anfühlen. Krimis sind üblicherweise blutig, leichig und von Abgründen dominiert. All das trifft auf Ein allzu schönes Mädchen zwar auch zu, trotzdem hatte ich immer das Gefühl, mich in einer schönen Geschichte zu bewegen. Das hat mir sehr gefallen.

    Alles in allem ist Ein allzu schönes Mädchen ein schöner Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Charaktere haben noch Potential, machen aber schon neugierig. Gepaart mit viel Lokalkolorit und einer soliden Story ergibt sich ein spannender Krimi.

  13. Cover des Buches Tod im Tower (ISBN: 9781477524541)
    Emma Goodwyn

    Tod im Tower

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Kat.Ja

    Ein Mord während der Schlüsselzeremonie erschüttert den Tower of London.
    John Mackenzie, früherer Armeepsychologe und neues Mitglied der königlichen Wachtruppe, findet sich unversehens in der Rolle des Undercover-Ermittlers. Superintendent Simon Whittington - skrupellos, machthungrig, unwiderstehlich und Johns Nemesis aus Kindertagen - scheint den Fall schnell gelöst zu haben.
    Doch hat er wirklich den Richtigen verhaftet?
    John stürzt sich in eine riskante Suche nach der Wahrheit.
    Gut, dass er dabei auf die Hilfe des unnachahmlichen Mackenzie-Clans bauen kann!

    Dieser klassische britische Whodunit, angesiedelt innerhalb geschichtsträchtiger Mauern, ist der Auftakt zu einer Krimireihe um den "Beefeater" John MacKenzie.
    Nachdem er aus dem aktiven Militärdienst ausgeschieden ist, hat MacKenzie einen der seltenen (und daher begehrten) Plätze in der königlichen Wachtruppe innerhalb des Towers erhalten.
    Als es nicht nur zu einem Mordfall kommt, sondern auch noch einer seiner Kollegen verdächtigt und verhaftet wird, beauftragt ihn sein Chief in geheimer Mission intern Ermittlungen anzustellen.
    Die Handlung spielt daher auch größtenteils im Tower von London und als Leser(in) ist man bei jedem Schritt an der Seite des Beefeaters.
    So ganz nebenbei erfährt man viele interessante Dinge rund um die Historie des Ortes, so auch z.B. über die seit über 700 Jahren unverändert durchgeführte Schlüsselzeremonie!
    Jeder, der einmal nach London kommt, sollte sich eine Besichtigung (incl. Führung!) nicht entgehen lassen!
    Ich hatte schon das Vergnügen und kenne daher auch die beschriebenen Orte - ich fand alles sehr gut beschrieben!
    Völlig neu war mir aber, dass die Mitglieder der königlichen Wache mit ihren Familien im Tower eine Wohnung beziehen und dort auch leben!
    Der eigentliche Kriminalfall war eher ruhig angelegt, die Verdächtigen übersichtlich.
    Alles in allem ein gelungener Auftakt zu einer Krimireihe, bei der John MacKenzie noch häufiger auf seinen "Widersacher" Simon Whittington treffen wird. Hoffentlich auch wieder unterstützt von Nichte Renie ;-)

  14. Cover des Buches Die Erfindung des Abschieds (ISBN: 9783426511749)
    Friedrich Ani

    Die Erfindung des Abschieds

    (32)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Letzten Monat habe ich "German Angst", den zweiten Teil der Tabor-Süden-Reihe, gelesen und war hin und weg. Friedrich Ani hatte mich mit seinem Krimi geflasht und es war klar, dass ich den ersten Band unbedingt kennenlernen muss, um ein paar Hintergründe zu verstehen. (auch wenn sie für den zweiten Band nicht relevant sind)

    Hätte ich "Die Erfindung des Abschieds" als erstes gelesen, hätte ich diese Reihe niemals weiterverfolgt.

    Man hangelt sich von einer Seite zur nächsten, ohne dass wirklich etwas Spannendes passiert.
    Die psychologische Raffinesse, die ich im zweiten Band so geliebt habe, bleibt hier völlig auf der Strecke.
    Wendungen gibt es in meinen Augen überhaupt nicht. Es ist alles vorhersehbar oder wird einem auf dem Silbertablett serviert.

    Ja, Friedrich Ani hält unserer Gesellschaft mal wieder den Spiegel vor, aber die Story an sich ist doch schon sehr plump.
    Auf der anderen Seite schafft es der Autor, dass ich mich richtiggehend in eine Situation hineinsteigere. Was die Eltern mit dem Jungen machen, liegt Jenseits von Gut und Böse. Und wie die Polizei zu dem Ganzen steht, ließ mich nur noch mit dem Kopf schütteln.

    Ich hoffe, dass dieser erste Teil nur zum Warmwerden geschrieben wurde und die folgenden das Niveau des zweiten Teils haben.

    ©2023 a_different_look_at_the_book

  15. Cover des Buches Unsichtbare Spuren (ISBN: 9783426507445)
    Andreas Franz

    Unsichtbare Spuren

    (233)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieses Buch lässt mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Einerseits hat es mich durchaus unterhalten, daher auch gute drei Sterne, aber andererseits wirkte die ganze Geschichte sehr konstruiert auf mich. Ein Serientäter, der über 90 Morde begangen hat und auch immer wieder auf sehr ähnliche Weise gemordet hat und trotzdem findet über Jahre niemand einen Zusammenhang bei der Polizei. Das finde ich schon recht unwahrscheinlich. Dann natürlich die übliche furchtbare Kindheit des Täters, der Ermittler hat auch eine traumatische Vergangenheit. Finde ich an sich nicht schlimm bei Krimis, aber hier war es mir hin und wieder etwas zu viel. 

    Und obwohl ich die Kriminalgeschichte eigentlich nicht mochte, hatte das Buch trotzdem etwas, das mich dranbleiben ließ. 

    23.03.2024

  16. Cover des Buches Heldenfabrik (ISBN: 9783328100850)
    Christian v. Ditfurth

    Heldenfabrik

    (34)
    Aktuelle Rezension von: martina_turbanisch

    Die Berlin-Brandenburger Chemie AG (BBC) ist ein international agierender Konzern. Eine nächtliche Sitzung ist da nichts Besonderes und so treffen sich sieben  von neun Vorstandvorsitzenden  mal wieder zu eine späten Sitzung und werden dabei von einem Killerkommando überrascht. Schnell und präzise erledigt  das Kommando seinen Job und entsorgt die Leichen auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise. Sie werden zu einer Art Kranz zusammengebunden am nächsten Morgen in der Spree gefunden. In ihrer Mitte schippert eine Aktentasche, in der sich nichts weiter als ein Gedicht von Rainer Maria Rilke befindet. Der frisch von Hamburg nach Berlin gewechselte Kommissar Eugen de Bodt bekommt den Fall zugewiesen und ermittelt auf seine ganz spezielle Weise.

    Sie waren an den Händen zu einem Kranz zusammengebunden. Sieben Leichen. Sechs Männer, eine Frau. Er wollte wegblicken, konnte die Augen aber nicht von dem Bild lösen. Heldenfabrik, S. 17

    Mein Eindruck:

    Der Plot zu Heldenfabrik besteht im Grunde aus zwei, miteinander verwobenen Geschichten.

    Der Vorstand

    Zum einen geht es natürlich um die Morde an den Vorstandmitgliedern der  Berlin-Brandenburger Chemie AG. Nach den sieben in der Spree gefundenen Leichen sind auch die zwei, die nicht an dieser Vorstandssitzung teilgenommen haben, in Gefahr. Einen davon erwischt es dann auch recht schnell durch eine Bombe, trotzdem will niemand so recht mit der Sprache herausrücken, worum es hier gehen könnte. Vorstandsmitglieder von Chemie-Konzernen sind ja jetzt nicht unbedingt Sympathieträger und speziell diese hier haben gemauschelt, was das Zeug hält.

    Der Killer

    Der andere Handlungsstrang befasst sich mit André, einem der Killer - übrigens einem Vegetarier :-) Schnell stellt er fest, dass der Auftraggeber der ganzen Geschichte, dafür sorgt, dass keine Zeugen bleiben. Er flieht und hinterlässt dabei eine Spur aus Leichen, denn auch er will keine Zeugen hinterlassen. Schnell erkennt die Kriminalpolizei den Zusammenhang zwischen der Leichenspur von  André und dem Killerkommando – aber es nutzt ihnen erst mal nicht viel. André ist clever, aber ob ihm das was nutzt? Er muss ja nicht nur vor der Polizei fliehen, sondern auch vor seinem Auftraggeber.

    Der Kommissar

    Mitten in diesem Gewusel erscheint der frisch nach Berlin gewechselte Kommissar Eugen de Bodt ein bisschen wie ein Fels in der Brandung. Er ist intelligent, gebildet, sehr eigenwillig und er hasst seinen Beruf. Ursprünglich hat er ihn ergriffen um seinem Vater eins auszuwischen, jetzt hängt er in einer Art Dauerschleife darin fest. Allerdings scheint er mir ohnehin nicht so genau zu wissen, was er will und bei diesem Fall  wird er es wohl auch nicht herausfinden. Denn hier mischen jede Menge unterschiedlicher Behörden, mit ganz verschiedenen Motiven, mit und jede verschleiert so gut es geht relevante  Informationen und erhöhen so das Durcheinander. Zu allem Überfluss wird  de Bodt dann auch noch zwangsweise in eine andere Mordkommission versetzt – aber da hindert ihn nicht daran, weiter in diesem Fall zu ermitteln :-)

    Rasant, temporeich und spannend

    Heldenfabrik ist ein rasanter Thriller, der sehr viele, aktuelle Hintergründe einbezieht. Der stetige Wechsel zwischen der Perspektive des Killers und der Ermittler sorgt für viel Tempo und der etwas exzentrische Kommissar de Bodt hält die Geschichte zusammen. Ich mag Typen wie de Bodt, jedenfalls in Büchern :-)  Er hat was von einem Terrier, der unbeirrt einer Spur folgt und sich dann festbeißt um nie wieder loszulassen. Seine philosophische Ader finde ich spannend und auch seine etwas schwierige Art kommt bei mir trotzdem positiv und sympathisch rüber. Der Rest des Teams ist mir jetzt gar nicht so sehr in Erinnerung geblieben, ihre Eigenarten fand ich eher etwas bemüht.

    Schreibstil

    Christian von Ditfurths Schreibstil fällt für mich jetzt nicht unbedingt in die Kategorie „flüssig und leicht lesbar“ – man braucht eine Weile, bis man sich darauf einlassen kann, aber dann entwickelt sich Heldenfabrik mehr und mehr zu einem Pageturner. Die Mischung aus Krimi und Polit-Thriller entwickelt, bei mir jedenfalls, eine Art Suchtfaktor.  Zwischendurch habe ich mich immer wieder gefragt, wie weit Fiktion und Realität hier wohl tatsächlich auseinander gehen oder ob all das auch in der Realität möglich wäre. Vorstellbar wäre es jedenfalls.

    Mein Fazit:

    Heldenfabrik hat alles, was ein guter Thriller benötigt -Tempo, Spannung und etliche Wendungen. Für alle die gerne auch mal etwas Politischeres in die Hand nehmen, kann ich es wirklich nur wärmstens empfehlen.

  17. Cover des Buches Teufelsfrucht (ISBN: 9783462042870)
    Tom Hillenbrand

    Teufelsfrucht

    (228)
    Aktuelle Rezension von: Selfsoul

    Xavier ist Profikoch in Luxemburg. Stolz darauf nur frisch und regional zu kochen. Eines Tages bekommt er Besuch von einem Gastrokritiker. Dieser bricht tot während des Essens zusammen. 

    Xavier muss sich nun auf die Suche nach dem Täter machen. Aber es bleibt nicht bei einem Opfer. Was hat es mit der Superfrucht zu tun? Dieser Frage muss er nachgehen. 

    Spannend und interessanter Ausflug in die Welt der Gastronomie. 

  18. Cover des Buches Fuchsmädchen (ISBN: 9783328109631)
    Maria Grund

    Fuchsmädchen

    (160)
    Aktuelle Rezension von: WiebkeWiedeck

    Das Buch hat mich gefesselt und gleichzeitig in bestimmten Momenten abgestoßen, ich fand einige Vorgänge zu brutal und zu dicht, als dass ich sie für in irgend einer Weise realistisch hielt. Mich beschlich das Gefühl, dass die Brutalität und Dichte der Ereignisse Effekthascherei waren, um die Lesenden vor allem zu schockieren.

  19. Cover des Buches Der Angstmann (ISBN: 9783423254359)
    Frank Goldammer

    Der Angstmann

    (322)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Fis

    Der Krimi spielt in Dresden zwischen November 1944 und Mai 1945. Ein Serienmörder versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Nach dem Feuersturm auf Dresden scheint die Hoffnung berechtigt, dass er ums Leben gekommen ist. Doch nach Kriegsende tauchen neue Leichen auf.

    Goldammer verbindet den Kriminalfall mit den letzten Monaten des Dritten Reichs und den ersten Tagen der russischen Besatzung. Kommissar Max Heller versucht, in beiden Systemen nach seinen moralischen Vorstellungen zu handeln. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit ein Mitläufer, der sich nicht offen gegen ein System auflehnt, schuldig wird. Besonders interessant sind diesbezüglich die Dialoge zwischen Heller und dem Politkommissar Alexej Saizev.

    Der Kriminalfall ist spannend, führt über falsche Fährten und endet mit einer für mich überraschenden Auflösung. «Der Angstmann» hat mir sehr gut gefallen, weil der Roman Spannung mit Fragen über Schuld und moralische Verantwortung verbindet, ohne dabei in Moralismus abzurutschen.

  20. Cover des Buches Verborgen (ISBN: 9783328102892)
    Anna Simons

    Verborgen

    (56)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    „Vom Regen in die Traufe“ war mein erster Gedanke als ich mich ein wenig eingelesen hatte, denn eigentlich wollte Eva Korell mit ihrem Umzug nach München ihr altes Leben hinter sich lassen. Ein Leben, das geprägt war vom frühen Unfalltot ihrer Eltern und ihrer Unfähigkeit einer möglichen Liebe eine Chance zu geben. Aber auch ein Leben, dessen harte  Arbeit als Notfallärztin, sie langsam aber sicher zu zermürben schien. Als sie für die Stelle als Gefängnisärztin eine Zusage erhält, wähnt sie sich am Ziel für einen Neustart, doch nichts und niemand hat sie auf die Emotionen vorbereitet, die auf sie hereinbrechen, als sie merkt, dass sie in ihrem neuen Job doch nicht so gefühlsfrei arbeiten kann, wie sie sich das vorgestellt hatte und dass ihr durchaus nicht jeder wohlgesinnt ist, der ihr auf den Fluren der JVA begegnet. Schnell gerät Eva in eine Zwickmühle und bringt sich in eine Situation, die sie selbst das Leben kosten könnte …

    Ich bin ein großer Bewunderer von Frauen wie Eva, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen, abwägen was wirklich zählt und versuchen sich alleine durchzukämpfen. Doch das kann auch ein sehr einsames Leben sein, wenn man nach der Arbeit immer in eine leere Wohnung kommt. Ebendies bekommt auch unsere Protagonistin zu spüren und so stürzt sie sich eben mit vollem Eifer und Elan in ihre neue Arbeit. Die Autorin Anna Simons zeichnet ein anschauliches Bild vom Gefängnisalltag und allen damit verbundenen Tücken, die sich Eva in den Weg stellen. Hier dachte ich zum ersten Mal, dass ich kaum tauschen würde wollen. Ich konnte mich gut in die neue Gefängnisärztin reinversetzen, wenn ich auch nicht immer ihrer Meinung war. Aber wie sagt man so schön, vom gemütlichen Sofa aus lassen sich Probleme immer leichter lösen als wenn man mittendrin steckt. Ich würde sagen, ich bin angefixt, vergebe gerne 4,5 von 5 Sternen und freue mich schon auf den Folgeband!  

  21. Cover des Buches Der Knochenjäger (ISBN: 9783837110951)
    Jeffery Deaver

    Der Knochenjäger

    (16)
    Aktuelle Rezension von: steffis_bookworld
    Nachdem ich den Film schon vor Jahren gesehen habe und bis heute liebe, habe ich mich jetzt dazu entschieden das Hörbuch zu hören. Und ich finde es großartig!
    Der Protagonist ist zwar manchmal echt knurrig aber gerade seine Sicht auf die Dinge am Tatort waren absolut faszinierend. Auch die Protagonistin war sehr ansprechend, bis auf diese eine Situation, da hätte ich sie wirklich gern geschüttelt.

    Ich werde auf jeden Fall noch den zweiten Teil der Reihe als Hörbuch hören.
  22. Cover des Buches Augen im Dunkeln (ISBN: 9783548263205)
    Peter Robinson

    Augen im Dunkeln

    (20)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Inspector Banks erster Fall

    Banks ist aus London geflohen. Die Stadt war ihm zu laut und zu turbulent.

    In Eastvale tickt die Uhr langsamer, soziale Brennpunkte gibt es dennoch.

    Banks hat es in der Kleinstadt mit einem Spanner zu tun, der ihn an der Nase herumführt. Sein Chef schaltet die junge hübsche Psychologin Dr. Fuller ein und Bank bekommt Zweifel.

    Jedoch nicht an seiner Arbeit, sondern an seiner Ehe. Doch Fuller zieht ihm schnell den Zahn und beide reißen sich zusammen.

    Als dann plötzlich ein Einbruchstrupp seine Runden zeiht und dabei eine Leiche hinterlässt, ist Banks hellwach.

    Peter Robinson schafft es mit ruhigen Worten derart viel Spannung aufzubauen, dass man am Ende der Story nicht weiß, wie es um einen geschehen ist.

    Knall auf Fall schlägt Banks zu, lässt dabei sein neues Team weder zurück noch als Dorfpolizei glänzen.

  23. Cover des Buches Nordwesttod (ISBN: 9783749900039)
    Svea Jensen

    Nordwesttod

    (179)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Dieser Krimi ist irgendwie anders als andere, er ist spannend, aber nicht nervenzerfestzend. Er enthält viel Privates und Alltägliches der Ermittelnden, ist aber weder Cozy noch zum Schmunzeln. Und trotzdem ist es immer wieder nett, wenn z.B. die Kommissarin aus Gewohnheit "Grüß Gott!" sagt und ihr mit "Moin!" geantwortet wird. Nur eine Kleinigkeit hat mich genervt: Immer wieder sagen Figuren "Meines Erachtens nach..." oder "Meines Wissens nach...", das ist aber falsch. Es heißt zwar "Meiner Meinung nach...", aber "Meines Erachtens ist das so" oder "Meines Wissens ist das so." Aber das ist wirklich nur ein Detail. Ansonsten hat mir der Krimi sehr gut gefallen.

  24. Cover des Buches Die Nacht, in der der Kater sang (ISBN: 9783802598951)
    Andrea Schacht

    Die Nacht, in der der Kater sang

    (19)
    Aktuelle Rezension von: cat

    Jenny van Rosmalen zieht auf das Land und kauft nicht nur ein Haus, sondern übernimmt auch den dazugehörigen Kater gleich mit.

    Die Welt könnte schön sein, wenn da nicht ein Pferdemörder sein Unwesen treiben würde.

    Kater Ghizmo kommt ihm auf die Schliche aber wie soll er den Täter aufhalten?


    Ein schöner Katzenroman/ -Krimi.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Kapitel haben eine angenehme Länge.

    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und ihre Handlungsweisen logisch und die Gedankengänge nachvollziehbar. Sie sind sympathisch beschrieben und man kann sich mit Ihnen identifizieren.

    Das die Geschichte sowohl aus Jenny's als auch aus Ghizmo's Sicht beschrieben wird, finde ich sehr schön. Es lockert das Buch sehr auf und bringt die Geschichte so auch aus unterschiedlichen Richtungen immer weiter voran.

    Auch ist Ghizmo's Sicht sehr gut beschrieben und jeder Katzenkenner muss immer wieder schmunzeln, weil man einige Verhaltensweisen von Ghizmo sehr gut kennt.


    Es werden erst nach und nach die Hintergründe zu Jennys Vergangenheit geklärt. Außerdem werden auch immer wieder neue Spuren zum Täter gelegt, das macht die Geschichte spannend aber auch manchmal etwas langatmig.


    Alles im allen aber ein sehr schöner Katzenkrimi, der sehr zu empfehlen ist.

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