Bücher mit dem Tag "10. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "10. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Das Haupt der Welt (ISBN: 9783404172009)
    Rebecca Gablé

    Das Haupt der Welt

     (324)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Zwar mag das Buch für einen historischen Roman immer noch okay sein, aber für ein Werk von Rebecca Gablé finde ich es leider sehr schwach. Die Geschichte war langatmig, hat sich gezogen und von vielen Wiederholungen gelebt. Es ging im Grunde nur darum, dass Tugomir irgendwen geheilt hat und derjenige ihm dann einen Gefallen schuldig war etc. Das langweilt irgendwann. Mit den Charas bin ich diesmal auch nicht so wirklich warm geworden.

    Wer das erste Mal etwas von Gablé liest sollte lieber mit "Das Lächeln der Fortuna" oder "Das zweite Königreich" anfangen.

    Ich fand das Buch leider nicht gut, ich erwarte einfach mehr von dieser Autorin und hoffe, dass die anderen Bücher, die ich noch nicht kenne, mich wieder mehr begeistern werden.

  2. Cover des Buches Feuer und Wind (ISBN: 9783736302310)
    Larissa Brown

    Feuer und Wind

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Chronikskind

    Puuhhh ... ich lese ja so gut wie nie historische Bücher und auch bei Zeitreisen bin ich immer ein bisschen vorsichtig. Dieses Buch hier hat leider auch nicht dazu beitragen können, dass sich daran etwas ändert.

    Fangen wir mal mit dem positiven an: der Schreibstil liest sich gut. Er wirkt zwar relativ emotionslos und ist sehr beschreibend, aber an sich liest er sich relativ schnell weg. Also in der Hinsicht hatte ich nie den Eindruck, dass es zäh wirkte. Auch wenn ich die langen Naturbeschreibungen irgendwann überblättert habe, weil es in der Masse zu viel wurde.

    Das Setting rund um Island fand ich auch sehr schön und konnte es mir sehr gut vorstellen. Klingt jetzt vielleicht wiedersprüchlich, aber ich hätte gerne mehr von der Insel gesehen. Den Großteil der Handlung bleibt man an derselben Stelle, wohingegen ich gerne Island erkundet hätte. Tja, das war dann aber auch schon alles, was mir gut gefallen hat - leider.

    Ich weiß gar nicht, womit ich mich schwerer getan habe: mit der Handlung oder den Figuren. Wahrscheinlich war es beides zusammen, was für mich nicht so richtig harmoniert hat.

    Die Handlung kann man aus dem Klappentext relativ gut rauslesen, denn mehr passiert nicht. Im Grunde geht es nur um die Liebesgeschichte, mehr nicht. Selbst das Setting in der Zukunft findet kaum Beachtung - ehrlich gesagt hab ich das gar nicht mal wirklich verstanden, weil über diese Welt so gut wie nichts erklärt wird. Schade, denn da hätte man sicher viel draus machen können. Aber auch insgesamt hätte ich mir einfach mehr gewünscht ... im Grunde vergehen einfach nur die Tage, man erlebt den Alltag, aber es passiert nichts. Die Handlung dümpelt vor sich hin und irgendwie kommen Gefühle bei Jen auf, die ich irgendwie nicht so ganz nachverfolgen konnte. Was vermutlich aber auch am Schreibstil lag, da man insgesamt kaum Emotionen gespürt hat.

    Für meinen Geschmack hätte man auch die Hälfte der Seiten rauswerfen können ... am Inhalt der Handlung hätte das nicht wirklich was geändert. Witzigerweise kam mir das Ende dann total abrupt vor ... plötzlich überschlagen sich auf den letzten 20 Seiten die Ereignisse, es passiert mal was und dann ist es einfach abrupt zu Ende. Irgendwie passte die Aufteilung für mich einfach nicht.

    Zu den Charakteren kann man eigentlich nicht viel sagen. Die Handlung wird ausschließlich aus der Sicht von Jen erzählt, alle anderen tauchen zwar auf, aber so richtig konnte ich mir nur von den wenigsten einen Eindruck machen. Mehr Sichtweisen wären definitiv schön gewesen, so hätte man insgesamt einen besseren Eindruck bekommen können.

    Jen selbst ist mir irgendwie unsympathisch und distanziert. Ihre Gefühle bzw. die Entwicklung derer hab ich nicht so ganz nachvollziehen können - vor allem am Ende nicht. Da machte sie auf einmal einen Sprung, wo mir eindeutig nicht klar geworden ist, wo das herkam oder warum.

    Heirik hat mir gut gefallen, ebenso wie Betta. Ansonsten waren alle anderen ziemlich blass. Auch die Personen aus Zukunft sind kaum präsent gewesen.

    Was ich auch noch zu bemängeln habe, waren die fehlenden Dialoge. Der Großteil der Handlung wird über Erzählungen rübergebracht - so nach dem Motto "ich redete mit xy über dies und das". Aber das Gespräch selbst bekommt man nicht. Das hat die Handlung jetzt auch nicht unbedingt interessanter gemacht und die Charaktere erst recht nicht.

    Mein Fazit
     Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Den Schreibstil fand ich zwar okay und auch das Island-Setting hat mir gefallen, aber das war es auch schon. Die Handlung empfand ich als zu lang und sehr langweilig, weil einfach nichts passiert ist. Die Protagonistin konnte mich auch nicht von sich überzeugen, vor allem weil ich ihren Wandel nicht verstanden habe. Zudem haben mir einfach Dialoge gefehlt, vieles wird einfach nur nacherzählt und das war die Dauer ermüdend.

  3. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (542)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Bernard Cornwell ist ein hochgelobter Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe, als Einstieg in sein Werk entschied ich mich für „Das Letzte Königreich“, den Beginn der sog. Uhtred-Saga. Leider wurde ich sehr enttäuscht, habe ich den Schreibstil doch als sehr langatmig empfunden und fand die Geschichte insgesamt seelenlos. Ich habe mich durch das Buch gekämpft, war aber häufiger davor das Lesen abzubrechen. Bei mir entstanden bei der Lektüre keinerlei Emotionen, auch einen Bezug zu den Figuren konnte ich nicht aufbauen. Weitere Bände aus dieser Reihe werde ich nicht lesen, aber ich gebe dem Autor noch eine Chance und werde mir als nächstes seine Artus-Reihe genauer anschauen. Doch nun zum Buch.

    Uhtred, Sohn des Aldermanns Uhtred, wohnhaft auf der Bebbanburg, begegnet 866 im Alter von zehn Jahren erstmals den Dänen. Sein ältester Bruder wird ermordet, als dieser die Dänen näher auskundschaften soll. Im Jahr 867 zieht Uhtreds Vater dann in den Krieg gegen die Dänen, wird aber vernichtend geschlagen und der Zehnjährige wächst fortan bei den Feinden auf, und zwar bei seinem Ziehvater Ragnar und dessen blindem Vater Ravn. Er freundet sich auch mit Rorik, dem zweiten Sohn Ragnars an, und wird schon bald von Ragnar als seinesgleichen akzeptiert. Ab 868 beginnen die Nordmänner ihren Machtbereich zu erweitern, Uhtred ist an Ragnars Seite mittendrin. Zuerst fällt Northumbrien, dann Mercien, später Ostanglien. Der Autor betont dabei auch, dass es vor allem um einen Aufeinanderprall zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen geht. Uhtred durchläuft eine Ausbildung und integriert sich mit der Zeit so gut, dass er als Däne, als einer von den ihren, akzeptiert wird. Dann geht es gegen Wessex, man eilt von Schlacht zu Schlacht. Doch diese werden weder opulent, noch mitreißend in Szene gesetzt. Als einzige Ausnahme kann die Schlacht am Ende des Buchs angeführt werden, in der der gereifte Uhtred gegen Ubba in den Kampf zieht. Anders als die anderen Provinzen Englands erringt Wessex jedoch einen Sieg gegen die Wikinger, keine Seite kann sich danach so richtig durchsetzen. 871 wird Alfred neuer König von Wessex, es kommt zu einem Friedensvertrag. Als Uhtred 16 Jahre alt ist, wird sein Ziehvater Ragnar brutal und heimtückisch von einem alten Feind ermordet. Uhtred schwört Rache. Er begibt sich mit Brida in den Süden von Mercien, von dort verschlägt ihn das Schicksal nach Wessex zu König Alfred. Uhtred gibt ihm wichtige Informationen zu den Dänen und Alfred will, dass Uhtred auf einem seiner Schiffe das Kommando führt. Jahre später treffen die Dänen und Alfred erneut im Kampf aufeinander, diesmal kämpft Uhtred auf englischer Seite, beide Seiten können sich nicht durchsetzen. Uhtred heiratet und er erhält das Kommando über die Flotte von Alfred. Er reift zu einem Anführer heran. 

    Das Problem bei der Darstellung dieser Ereignisse ist aber, dass keinerlei Emotion beim Lesen aufkommt, der Stil ist viel zu sachliche, nüchtern und distanziert. Die Charaktere bleiben flach, die Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren sind oberflächlich. Die Protagonisten besitzen keinerlei psychologische Tiefe. Dies wird allzu deutlich, wenn man sich z.B. das Verhältnis von Uhtred und seiner Freundin Brida anschaut, die praktisch nicht vorkommt. Das alles ist richtig enttäuschend. Das einzige, was dieses Buch in Hülle und Fülle bietet ist Brutalität in Kampfhandlungen, doch diese wird nicht einmal sonderlich kreativ oder gar fesselnd in Szene gesetzt, sondern sie langweilt. Insgesamt fehlte mir in dieser Geschichte eine Art übergeordnetes Ziel. Worauf zielt die Handlung ab? Wo geht die Reise hin? Dass ein Handlungsziel fehlt, darunter leidet die Motivation, überhaupt weiterzulesen, denn man weiß überhaupt nicht, worauf die Entwicklung Uhtreds hinauslaufen soll, zumal er wie ein emotionsloser „Brocken“ dargestellt wird. 

     

    Fazit: Ein langatmiger historischer Roman, der keinerlei Emotion beim Lesen auslöst und nur flache Charaktere sowie oberflächliche Beziehungsverhältnisse aufweist. Eine herbe Enttäuschung!

  4. Cover des Buches Die Herren des Nordens (ISBN: 9783499245381)
    Bernard Cornwell

    Die Herren des Nordens

     (321)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Wie bereits in der Überschrift dargelegt handelt es sich um den dritten Teil der "Uhtred-Saga". Die Handlung schließt sich unmittelbar an die Geschehnisse des Vorgängerbandes an. Es ist daher ratsam, die Bücher in richtiger Reihenfolge zu lesen. Notfalls geht es auch als "stand alone", dann gehrt aber doch ein gutes Stück Lesegenuß verloren.

    Erneut muss sich der namensgebenden Held vielen Gefahren stellen und schrammt ziemlich oft nur um Haaresbreite am eigenen Tod vorbei. Da hat der Autor denn auch mehrfach Wunder bzw. das Wohlwollen verschiedener Götter bemüht. Das war mir stellenweise etwas zu dick aufgetragen, hat aber letztendlich doch zum Spannungsgehalt des Buches beigetragen.

    Die Schreibweise ist gut und flüssig lesbar. Geschickt hat der Autor die Reihe sozusagen als Rückblick bzw. Tagebuch des Protagonisten angelegt. Das gibt der Geschichte Würze, Natürlich ist damit aber auch klar, daß der Protagonist alle Abenteuer schlussendlich doch zumindest überlebt.

  5. Cover des Buches Der Heidenfürst (ISBN: 9783499268465)
    Bernard Cornwell

    Der Heidenfürst

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das ist nun schon der siebte Band der "Uhtred-Saga" und die Reihe hat noch nichts von ihrem Reiz verloren. Im Gegenteil, von Band zu Band stellt sich das unstillbare Verlangen nach einem weiteren Buch ein. Das ist schon bemerkenswert!

    Es gelingt dem Autor immer wieder, dem Leser die damalige von vielen Kriegen und Auseinandersetzungen  geprägte Zeit näher zu bringen. Diesmal spielt die Handlung im beginnenden 10. Jahrhundert und befasst sich mit einem Meilensein in der Entwicklung zu einem vereinten England. Dabei begleiten den Leser die vertrauten Figuren, wenngleich immer einige ausscheiden müssen und dafür neue hinzu kommen. 

    Mich konnte dieser Band wieder überzeugen und ich freue mich schon auf das nächste Buch.

  6. Cover des Buches Der weiße Reiter (ISBN: 9783499242830)
    Bernard Cornwell

    Der weiße Reiter

     (342)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der zweite Band um Uhtred von Bebbanburg schliesst sich zeitlich gesehen unmittelbar an den Vorgängerband an und setzt die Geschichte somit nahtlos fort.

    Das Buch ist in einem guten Tempo geschrieben, von ein paar Längen mal abgesehen. Es gibt keinen wirklich durchgängigen Spannungsbogen, aber geschickt gesetzte Spannungsspitzen entscheiden dafür in ausreichendem Maße.

    Die Figuren sind gut und mit der nötigen Tiefe gezeichnet. 

    Der Schreibstil ist gut, wenngleich mir nach wie vor die Verwendung von historischen Ortsbegriffen nicht sonderlich gefällt. Die stören den Lesefluss doch nicht unerheblich. Gut gelungen sind jedoch die diversen Schilderungen des Schlachtengetümmels mit all seinen Schrecken.

    Ich bin gespannt wie die Geschichte weitergeht...!

  7. Cover des Buches Die dunklen Krieger (ISBN: 9783499272189)
    Bernard Cornwell

    Die dunklen Krieger

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Habe nach den ersten Seiten sehr deutlich gemerkt, dass Teil 8 bei mir etliche Jahre zurückliegt. Einige Sachen kamen beim Lesen dunkel wieder hoch, während sich andere Details sehr fremd angefühlt haben. Was wohl ein guter Grund sein sollte, um die Reihe (da nun vollständig erschienen) möglichst in einem Rutsch fertigzulesen.

    Aus dem genannten Grund hatte ich auch einige Einstiegsschwierigkeiten und musste mich endlich mal zwingen, das Buch auch mal weiter zu lesen. Als ich dann drin war, las es sich locker von der Hand. Auch wenn ich die eine oder andere Wiederholung (und zwar im Wortlaut) nicht gebraucht hätte. Als Teil einer längeren Reihe bleibt aber nicht viel zu sagen, außer, dass wir wieder unserem Prota Uhtred in seine kleineren und größeren Schlachten folgen.

    Anmerkung: Klapptext ist völligst übertrieben. Von wegen ist schnell in Verruf wegen seiner familiären Verbindungen zum Feind… Vermute ich leider auch beim kommenden Bd.12…

  8. Cover des Buches Der Flammenträger (ISBN: 9783499291104)
    Bernard Cornwell

    Der Flammenträger

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Wenn ich schon einmal im Historien-Flow bin, kann ich die Reihe auch weiterlesen und hoffentlich gleich noch beenden.

    Wie immer haben wir viele kleinere wie größere Gefechte. Und dies in aller Regel nicht ohne die schlauen Einfälle und Taktiken unseres Protagonisten. Gefühlt bin ich wieder über die Seiten geflogen. Und ich schätze, dass mit diesem Band nun einige treue Leser der Reihe zufrieden sein werden, denn auf das Ende in diesem Buch mussten wir nun 10 Bände lang warten. Oder um den Buchdealer meines Vertrauens sinngemäß zu zitieren, als ich mir Bd. 8 abholte: „Die Fans im näheren Umkreis sind leicht genervt, und wollen, dass der Schlappschwanz von Prota sich endlich sein Schloss zurückholt.“ Fand ich damals äußerst interessant.

    Da ich das schon weiß, finde ich den Abschied von Ethelflaed durch den Autoren ein bisschen wenig. Hatte gehofft, dass wir davon vielleicht ein wenig mehr mitbekommen würden… Vielleicht eine kleine Kampfszene oder dergleichen.

  9. Cover des Buches Wolfskrieg (ISBN: 9783499276521)
    Bernard Cornwell

    Wolfskrieg

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Auch in diesem Teil hat sich unser Protagonist nicht nur seinem neuen Feind Sköll zu stellen. Es reiht sich also nicht nur Kampf an Kampf. Taktisches Handeln findet ebenfalls genügend Platz. Und ich freue mich schon drauf, wenn dieser taktische Strang im kommenden Band abgehandelt wird.

    Mein persönliches Highlight: Uhtreds Reaktion auf die schwangere AElswyth.

    Wie immer flott geschrieben. Was mir aber immer wieder auffällt, sind Wiederholungen vor allem bei bestimmten Beschreibungen, die eigentlich nicht sein müssten. Auch weil das meist noch im gleichen Kapitel passiert.

    Spoiler: 

    Ich finde es ein bisschen schade, dass das Geschehen um Stiorra im Off abgehandelt worden ist. Daraus hätte man auch eine erste Begegnung mit dem neuen Gegner Sköll machen können.

  10. Cover des Buches Die Salzpiratin (ISBN: 9783548288543)
    Beate Maly

    Die Salzpiratin

     (32)
    Aktuelle Rezension von: schafswolke
    Ursel geht lieber auf die Jagd, anstatt sich um den Haushalt zu kümmern. Ihr beschauliches Leben endet schlagartig, als an einem Sommerwendenfest ihr Zuhause überfallen wird. Sie findet ein neues Zuhause bei den Salzpiraten, allerdings verkleidet sie sich dort als einen jungen Mann. Doch sie lebt stets mit der Angst entdeckt zu werden. Wird sie noch einen Platz in der Gemeinschaft haben, wenn ihr Geheimnis entdeckt wird?

    "Die Salzpiratin" lässt sich gut und flüssig lesen. Man erlebt mit Ursel die Schrecken ihrer Jugend und ihr neues Leben als Salzpirat. Über die Zeit um 950, gibt es nicht so viele Aufzeichnungen, trotzdem hat es die Autorin geschafft, mich mit in diese Zeit zu nehmen. Christlicher Glauben und Gottes Wille zählen auch hier mehr als ein paar Menschenleben.
    Es gibt hier auch eine kleine Liebesgeschichte, aber die bleibt frei von Kitsch oder großer Romantik. Für mich wirkte das sehr authentisch.

    Ich habe das Buch nur ungern zur Seite gelegt und vergebe 4 Sterne.
  11. Cover des Buches Das weiße Gold des Nordens (ISBN: 9783499267147)
    Axel S. Meyer

    Das weiße Gold des Nordens

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Di_ddy


    „Das weiße Gold des Nordens“ ist ein historischer Roman, in dem es grob gesagt um Wikinger geht. Wikinger, und die Christen, die am missionieren waren. Beide waren nicht grad für ihre Feinfühligkeit bekannt, d.h. das Buch ist stellenweise schon derbe blutig. 
    Da wird auch nicht vor Tieren, Frauen oder Kindern Halt gemacht, nur so viel vorab. Mir macht das immer bissle zu schaffen, aber das Mittelalter ist meine liebste Zeit, deshalb muss ich damit leben. Denn es war nun mal so… 
    Schwierig waren die vielen nordischen Namen und Begriffe, die haben mir das Lesen zusätzlich erschwert. 
    Ansonsten ist das Buch spannend geschrieben, so wie es von dem Autor auch sonst gewohnt bin. 



    Fazit: Wer auf Wikinger steht, kommt hier definitiv auf seine Kosten


  12. Cover des Buches Das Haupt der Welt (ISBN: 9783838772219)
    Rebecca Gablé

    Das Haupt der Welt

     (33)
    Aktuelle Rezension von: DanielaN

    Der Roman handelt in erster Linie vom slawischen Fürsten Tugomir, der mit seiner Schwester als Geisel an den Hof des Sachsenkönigs Heinrich verschleppt wurde. Aber es geht auch sehr stark um das Leben von Otto den Großen, der seinem Vater Heinrich auf den Thron folgt. Die Wege von Otto und Tugomir kreuzen sich immer wieder und man liest/hört nicht nur einen spannenden Roman, der von Hass, Intrigen und Liebe, von Freundschaft und Krieg erzählt. Sondern man bekommt nebenbei und interessanter, als es jeder Unterricht sein könnte, die Geschichte des 10. Jahrhunderts erzählt. 

    Detlef Bierstedt liest mit seiner angenehmen Stimme den Roman aus meiner Sicht hervorragend. Ich kannte ihn bereits als Erzählstimme von der Jonah-Trilogie.

    Ich war begeistert und werde mir gleich ein weiteres Hörbuch von Rebecca Gablé holen.

  13. Cover des Buches Das Königsschwert (ISBN: 9783499003325)
    Bernard Cornwell

    Das Königsschwert

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Und wieder begleiten wir Uhtred durch das England des 9.Jhd. Neben den mal mehr, mal weniger taktischen Auseinandersetzungen überschattet der Tod Edwards teils die Geschehnisse, die aber zu weiteren Konfrontationen führen. Denn durch Edwards Tod entbrennt der Krieg um die Nachfolge auf seinen Thron. Obwohl er doch eigentlich alles sauber geregelt zu haben meinte. Doch beide Brüder meinen, der einzig Richtige für die Krone zu sein…

    Ich habe zwischendurch wirklich gemerkt, dass mir nach nun mehreren Bänden der Reihe ein wenig die Luft und die Lust ausgeht. Dass ich eine Pause bis zum letzten Band bräuchte.

    Vor allem in den beiden ersten Ober-Kapiteln hat mich der Prota teils dezent genervt mit seiner ewigen Unentschlossenheit. Kriegt nach seiner Meinung eigentlich genug Zeichen von den Göttern und macht dann doch das Gegenteil und trifft hirnrissige Entscheidungen. Eine Pleite jagte die nächste. Das hat es für mich nur sinnlos in die Länge gezogen.

    Wenn man die Vorgänger bedenkt... Und ich weiß, dass der Autor bessere Plots schreiben kann. Was ein weiterer Grund war, warum sich dieser Teil extrem für mich gezogen hatte.

    Auch Teile des erzählerischen Hintergrundgeschehens, der in den vorherigen Bänden nach meinem Gefühl noch als Tatsache hingestellt wurde, wurde hier komplett über den Haufen geworfen, was ich nun nicht so geil fand. Stichwort Enkel & Königsschwester. Da hätte ich lieber dazu was gelesen, als diese Patzer in Dauerschleife.

  14. Cover des Buches Der Herr der Schlacht (ISBN: 9783499006159)
    Bernard Cornwell

    Der Herr der Schlacht

     (8)
    Aktuelle Rezension von: andre-neumann

    Die letzten 10 Jahre war ein neuer Band der grandiosen Uhtred-Reihe fester Bestandteil meines jeden Sommerurlaubs. Den vorletzten habe ich sogar am Strand unterhalb der echten Festung Bebbanburg (Bamburgh) gelesen. Dies nun ist der leider letzte Band - ebenso fesselnd geschrieben wie die Vorgänger. Ein würdiger Abschluss einer tollen Reihe. Absolut lesenswert - aber am besten mit Band 1 beginnen.

  15. Cover des Buches Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada (ISBN: 9783906240787)
    Dorothe Zürcher

    Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Calla66
    Eigentlich zählt dieses Buch nicht zu den Büchern die ich normalerweise lese. Eine Heiligengeschichte.
    Aber das Buch hat mich doch vollkommen überzeugt.
    Die Geschichte einer wirklich außergewöhnlichen Frau. Ein Leben das so faszinierend und einmalig ist, dass man dieses Buch nur gebannt lesen muss.
    Nach einem schrecklichen Ereigniss bei dem sie Morde, Vergewaltigungen und andere schlimme Dinge mit ansehen muss, wendet sich Wiborado oder in der deutschen Form Vuiberat dem Glauben zu.
    Die christlichen Psalme lernt sie voller Leidenschaft auswendig, sie ißt kaum noch und verzichtet auf jedlichen Luxus.
    Sie weigert sich den ihr vorgegebenen Weg mit Heirat und Kindern zu gehen, aber auch ein normales Leben im Kloster ist nicht ihr Lebensziel.
    Sie pflegt Kranke in einem Laienkrankenhaus und dann begiebt sie sich gemeinsam mit ihrem Bruder auf eine Pilgerreise nach Rom.
    Sie ist so stark im Glauben, aber trotzdem weiß sie viel über die Geschehnisse in der Welt und hat ein enormes Einfühlungsvermögen wenn es um die „große Politik“ und die Verwicklungen inAdel und Kirche gehen.
    Sie hat soviel Mut und die Entscheidung sich einmauern zu lassen ist etwas was mich sehr beeindruckt hat.
    Alle Schmerzen und alles Leid hält sie aus.
    Die Autorin schafft es wirklich diese Frau lebendig werden zu lassen. Der Schreibstil ist der Zeit perfekt angepasst und doch klar verständlich.
    Und es gibt noch viele weitere Figuren, die man voller Interresse kennenlernt. Deren Leben und Handlungen perfekt in die Geschichte passen. So wie ihre Magd, die mehr als eine Bedienstete ist, sie begleitet sie bis zum Schluß. Oder ihr Bruder, dem sie eng verbunden ist.
    Es ist sehr gut recherchiert, niemals langweilig ein wirklich sehr gelungenes historisches Buch.
    Viele Kleinigkeiten sind toll beschrieben und verleihen der Geschichte ganz viel Lebendigkeit und Bildhaftigkeit.
    Mein Fazit:
    Die Geschichte der Wiborata hat mich vollkommen überzeugt. Sie beeindruckt und fesselt mich als Leser. Man fühlt sich in der behandelten Zeit, ist fast wie vor Ort und erhält einen sehr guten Eindruck vom Leben der Menschen im 10.Jahrhundert nach Christus. Von den Schwierigkeiten mit denen man kämpfen musste ,
    Ich gebe diesem Buch meine volle Leseempfehlung und bereue nicht es gelesen zu haben. Es war eine wirklich beeindruckende Erfahrung.-
  16. Cover des Buches Das Blut der Pikten (ISBN: 9783453419391)
    Bastian Zach

    Das Blut der Pikten

     (10)
    Aktuelle Rezension von: derMichi
    Wie schon in ihrem Drehbuch zum Schlachtfest "Northmen - A Viking Saga" inszeniert das Autorenduo Zach und Bauer hier jede Menge gefühltes Mittelalter, ergänzt um manche reizvolle Idee. Erneut steht eine Schar Krieger im Mittelpunkt, die sich im Feindesland beweisen muss. Erkenntnisse über das Leben der historischen Pikten sind rar, ihre Spuren verlieren sich im neunten Jahrhundert. Also kann mit ihnen alles mögliche passiert sein und da ist es keine allzu weit hergeholte Idee, die letzten Überlebenden auswandern zu lassen. Warum es nun ausgerechnet Grönland sein musste und warum die Siedler dort über Generationen hinweg nie auf Wikingerstämme treffen, die dort zur selben Zeit gesiedelt haben müssten, bleibt unklar.

    Auf der Coverabbildung und in vielen Namen finden sich zudem allerhand keltische Elemente, als die Kriegerschar jedoch von einem Fischer in einer offenbar rekonstruierten Form von frühem schottischen Gälisch angesprochen werden, versteht niemand ein Wort. Erstaunlicherweise kann aber einer der Pikten Ogham lesen, das zwar untypischerweise nicht in den Rand eines Steines sondern auf eine ebene Oberfläche geritzt wurde, und führt das auf eine mit ins Exil genommene fortlaufende Tradition zurück. Dergleichen Ungereimtheiten kann man im Rahmen eines Abenteuerromans mit historischem Hintergrund gerade noch akzeptieren, der prinzipiell interessante Gedanke der Rückkehr der letzten Pikten hätte besser recherchiert aber noch glaubwürdiger gewirkt.

    Nachdem das eigentliche Abenteuer ab Seite einhundertfünfzig endlich beginnt, driftet die Erzählung leider in bekannte Klischees ab. Zuvor reißen die Autoren noch allerhand Interessantes an, beispielsweise eine Religion, die aus Elementen des überlieferten Götterglaubens der Pikten und christlichem Gedankengut besteht, wie es auch am wahrscheinlichsten ist. Kaum befinden sich die Krieger jedoch an Bord des Schiffes deutet sich ein Bruderzwist zwischen den Stiefbrüdern Caitt und Kineth an. Aufgrund ihrer sehr eindeutigen Charakterzeichnung ist abzusehen wie das ganze ausgeht. Gegner und Mitstreiter sterben unter verschiedenen Umständen, die meisten Hauptfiguren bleiben jedoch zugunsten einer im nächsten Jahr folgenden Fortsetzung unangetastet.

    Zudem wird manches Ideal etwas überstrapaziert, denn für Päderastie und mörderische Verschwörungen sind natürlich größtenteils christliche Mönche zuständig, während die Pikten, sowie ihre Freunde und Verbündeten, selbst heute als feministisch wahrgenommenen Ideen wie selbstverwalteten Frauendörfern aufgeschlossen gegenüber stehen. Doch auch dieser Aspekt dient eher als Vorwand für genüsslich beschriebene Kopulationsszenen, in denen sich volle Brüste an Körper schmiegen, Frauen Männer unterwerfen und flotte Dreier in gemütlichen Hütten stattfinden. In der Figur des literarisch und historisch verbürgten Egill Skallagrímsson findet sich ebenfalls eine grundsätzlich gute Idee, die sogar eine Lücke in dessen Lebenslauf zu schließen versucht. Leider bleibt es auch hier bei einer groben und austauschbaren Charakterzeichnung, ähnlich wie bei vielen anderen Angehörigen der Kriegerschar.

    Für begeisterte Leser von Abenteuerromanen wie Giles Kristians "Götter der Rache" ist "Das Blut der Pikten" durchaus zu empfehlen. Die Schreibe ist schnörkellos, die Handlung tritt selten allzu lange auf der Stelle und über diese Eventualität der piktischen Geschichte wurde noch nicht viel geschrieben. Wer mit Rücksicht auf Zeitgeist und Eigensinn geschriebene Historienromane à la Gablé oder Cornwall vorzieht, wird hier allerdings nicht glücklich.

    Seitenzahl: 560
    Format: 12,1 x 18,9 cm, Klappenbroschur
    Verlag: Heyne
  17. Cover des Buches Das Lied des Todes (ISBN: 9783499257674)
    Axel S. Meyer

    Das Lied des Todes

     (31)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf
    bildet leider nur die Kulisse für diesen Roman. Harkon - der Held der Reihe - steht im Mittelpunkt. Seine Rache an Thankmar, dem älteren Halbbruder König Otto´s, für einen Überfall auf seine Heimat ist der zentrale Handlungsstrang. Der im 10.Jahrhundert noch nicht entschieden Kampf zwischen den alten Götter und dem Christentum wird in Person der Velva thematisiert.


    Thankmar wird als ein sehr intriganter und verbitterter Mensch geschildert, der seine Zurücksetzung gegenüber Otto nie verwunden hat. 

    Der Roman hat leider seine Längen. Nicht immer kann die Motivation der handelnden Personen nachvollzogen werden. Daher nur 4 Sterne.
  18. Cover des Buches Die Waffen nieder! (ISBN: 9783373003281)
    Bertha von Suttner

    Die Waffen nieder!

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Icelegs

    Martha Althaus gehört zu den jungen Frauen der Wiener Hocharistokratie. Sie verliert ihren ersten Mann im Krieg und stellt von da an Kriege in Frage. Ihre Einstellung findet keinen Anklang in der Gesellschaft, nur ihr zweiter Mann Friedrich – selbst Offizier – versteht und teilt ihre Ansichten. Nachdem Martha selbst einen Kriegsschauplatz aufsuchte, verstärkt sich ihr Hass gegen den Krieg noch mehr.

    Als Tendenzroman erkennt man in dem Buch eindeutig die Absicht der Autorin, die Notwendigkeit eines Krieges zu widerlegen und zu Friedenswünschen anzuregen. Da Martha selbst nicht von Anfang an des Buches dieser Überzeugung ist, kann man miterleben, wie sie ihre eigenen Schlüsse zieht und welche Hinterfragungen sie letztendlich zu ihrer Meinung bringen.

     

    Martha Althaus wird wie alle anderen Kinder ihrer Gesellschaftsschicht und ihrer Zeit dazu erzogen, den Krieg als etwas Notwendiges und auch als etwas Gutes zu sehen. Kriege können dem eigenen Land Ruhm bringen und den Soldaten Auszeichnungen – wer anderer Meinung ist, ist nicht patriotisch und verwehrt den Soldaten eine gute Karriere. Martha aber hinterfragt vieles und will sich nicht mit der letzten Antwort jeder Diskussion „das verstehst du nicht“ zufrieden geben. Auch kann sie nicht glauben, dass Kriege Gott gewollt sind. Sie denkt auch über die Landesgrenzen hinaus und trauert nicht nur um die österreichischen Gefallen: denn auch in anderen Ländern wird um die Verluste geweint. Damit denkt Martha viel weiter als die meisten ihrer Zeitgenossen. Mit ihrem zweiten Mann Friedrich kann sie über ihre Gedanken sprechen und gemeinsam stellen sie sich die Frage, warum es Kriege überhaupt geben muss. Mit ihrem Vater führt sie hitzige Diskussionen, da er ihre Meinung nicht teilt und auf Gegenargumenten beharrt, auch wenn diese bei näherer Betrachtung nicht stichhaltig sind. Ihre Versuche andere Menschen zu überzeugen, dass Frieden das Wünschenswerteste überhaupt sein sollte, scheitern immer wieder, und doch gibt sie sich nie geschlagen und diskutiert immer wieder von neuem.

     

    Der Roman ist in der 1. Person, aus der Sicht von Martha verfasst. Die Erlebnisse sind aber nicht gegenwärtig, Martha erzählt nur ihre Geschichte und verweist immer wieder auf die roten Hefte, die ihr als Tagebücher dienten, und dank jenen sie noch vieles genau schildern kann. Dabei wird die politische Situation der Zeit beschrieben, aber auch ihre eigenen Gedanken, ihre Erfahrungen als junge Dame in der Gesellschaft, ihre Liebesbeziehungen und ihr Rolle als Mutter. Auch die Gesellschaft, das damalige Leben mit seinen Umständen und die allgemeine Stimmung in der der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts  bringt Martha mit ihrer Geschichte näher.


    Meine Meinung

    Ich habe dieses Buch als Frauenliteratur vor dem 2. Weltkrieg für den Deutschunterricht gewählt - weswegen diese Rezension auch relativ umfangreich ist und eben alles abdeckt, was mein Deutschlehrer so von einer Buchbeschreibung verlangt ;) Ich habe das Buch aber wirklich sehr interessant gefunden und kann es absolut weiterempfehlen. Meine Begeisterung rührt besonders daher, dass die Autorin mit ihrer Figur Martha verständlich erklärt, wie und warum die damalige Begeisterung für Kriege entstand. Bis auf die längeren Erläuterungen der politischen Hintergründe fand ich alles sehr spannend zu lesen und war von der Geschichte gefesselt.


  19. Cover des Buches Land im Sturm (ISBN: 9783404179732)
    Ulf Schiewe

    Land im Sturm

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    „Land im Sturm“ ist eine wirklich ausgedehnte Geschichtsreise. Vom Zehnten bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert werden verschiedene Familien vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse beleuchtet.

     

    Mit „Land Im Sturm“ hat sich Ulf Schiewe ein wahres Mammutprojekt vorgenommen. 900 Jahre Geschichte auf knapp ebenso vielen Seiten, das ist eine klare Ansage. Natürlich kann man hier nicht jedes Jahr behandeln, stattdessen wurden sich fünf Jahre herausgegriffen und episodenartig aneinandergereiht. In jedem dieser Teile stehen eine Familiensituation bzw. eine Situation eines Paares im Vordergrund, hinzu wird das Ganze mit wirklich gut recherchierten und detailliert beschriebenen geschichtlichen Hintergründen angereichert.

    Das Unterteilen des Buches in einzelne Abschnitte ist einerseits vorteilhaft, denn theoretisch kann man dann „Land Im Sturm“ dementsprechend einteilen, was vielleicht hilfreich für diejenigen ist, die vom Umfang des Romans abgeschreckt sind. Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Raum zur Kritik. Mir kam es nämlich oft so vor, dass ich aus einer Epoche herausgeworfen wurde, nur, um in die nächste geworfen zu werden. Zwar hat sich Ulf Schiewe bemüht, durch konsequent gleiche Namen der Hauptcharaktere durch die einzelnen Teile hinweg so etwas wie Konsistenz zu schaffen, dennoch sind die Übergänge lose bis praktisch nicht vorhanden.

    Zudem bemerkte ich in der Mitte des Romans ein leichtes Absteigen der Handlung. Gerade im dritten Teil war für mich die Handlung etwas zäher als in den anderen Teilen, bei denen praktisch ständig etwas passiert.

     

    So ist „Land Im Sturm“ ein wunderbarer Historischer Roman für diejenigen, die mal Geschichte im Schnelldurchlauf erleben wollen. Die eher episodenartige Erzählweise sollte einen dabei jedoch nicht abschrecken.

  20. Cover des Buches Die fremde Königin (ISBN: 9783404184613)
    Rebecca Gablé

    Die fremde Königin

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Meggi20

    Im Gegensatz zu "das Haupt der Welt" finde ich die Charaktere dieses Buches manchmal ein wenig farblos. Mit Adelheid und Gaidemar könnte ich mich nicht so sehr anfreunden wie mit Tugomir im ersten Teil. 

    Etwas traurig war ich auch, dass die altgeliebten Charaktere fast bis garnicht mehr auftauchen - diese Geschichte steht eben auf eigenen Füßen ( besser gesagt Seiten:)). Das sollte man bedenken. 

    Ansonsten ist es ein sehr farbenprächtiger schillernder Roman und auch wenn er nicht zu Gables besten Büchern zählt, lohnt es sich durchaus, ihn zu lesen. 

  21. Cover des Buches Die ihre Toten essen (ISBN: B0030YKK12)
    Michael Crichton

    Die ihre Toten essen

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Schurken der Landstraße (ISBN: 9783462052374)
    Michael Chabon

    Schurken der Landstraße

     (14)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Für dieses Buch braucht man viel Geduld.

    Erst einmal ist das Setting ungewöhnlich. Hat jemand schon von Chasarien gehört? So hieß eine Kaukasusregion im 10. Jhd., heute ist dort Georgien.

    Dort haben sich ein fränkischer Jude und ein afrikanischer Söldner zusammengefunden und schlagen sich gemeinsam durchs Leben. Zelikman und Amram sind kampferprobt und gewitzt und bekommen den Auftrag ein vaterloses Prinzlein zum Onkel zu begleiten. Nur sind diese Zeiten sehr bewegt. Christen, Juden und Muslime sind sich niemals eins und ab und an kommen Nordmänner, die Rus, und machen ganze Dörfer nieder.

    Michael Chabon schreibt wunderbar, das steht außer Zweifel. Allerdings reizt er in diesem Werk seine Erzählkunst aus bis zur Grenze des Erträglichen.

    „Zelikman schnellte herum und stellte fest, dass er – ein wortloser Tadel seiner tollkühnen Idee, Amram eigenhändig vor einer ganzen Kompanie schwer bewaffneter Kavalleristen retten zu wollen – vom Bankert eines Bergtarpans und eines arabischen Muttertiers gebissen worden war, dessen Blutlinie sich bis zu den Al Khamsa zurückverfolgen ließ, jenen fünf Mutterstuten aus dem Stall des Propheten darselbst.“

    In ewig lange, verschachtelte Sätze stopft er so viele Informationen, dass man sich fragt, ist das nun genial oder unverschämt. Das ist geistreich und eloquent, nur leider auf Dauer kein Vergnügen für den Leser.

    Eigentlich hätte dieses Buch mich begeistern müssen. Es verbindet exotische Historie mit einem Hauch von tausenundeiner Nacht, ist gekonnt und mit Humor erzählt, nur fordert es den Leser wirklich sehr. Und eigentlich halte ich einiges aus, aber hier komme ich an meine Grenzen.

     

     

  23. Cover des Buches Die Abenteuer des Röde Orm (ISBN: 9783423216821)
    Frans G. Bengtsson

    Die Abenteuer des Röde Orm

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Humorvoll und spannend erzählt, wird hier die volle Bandbreite, der von den Wikingern bereisten Länder wiedergegeben. Ein Klassiker, entstanden zwischen 1941 und 1945. Sprachlich aus heutiger Sicht sicher kein modernes Buch, was der Geschichte allerdings keinen Abbruch tut. Für Liebhaber der raubeinigen Wikinger, eigentlich schon fast eine Pflichtlektüre.

  24. Cover des Buches Das frühe Mittelalter (ISBN: 9783596600106)
    Jan Dhondt

    Das frühe Mittelalter

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    War noch Band 9 („Die Verwandlung der Mittelmeerwelt“) empfehlenswert, so war dieser Band des französischen Historikers Jan Dhondt eine Enttäuschung. Er bleibt mit den Fakten sehr oberflächlich, scheut Jahreszahlen und erzählt allenfalls die prägenden, herausragenden Ereignisse und Tendenzen. War der neunte Band für Vorlesungsnachbearbeitung und Klausurvorbereitung noch empfehlenswert, ist dieser Band leider allenfalls etwas zur Unterhaltung.

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