Bücher mit dem Tag "13. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "13. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

125 Bücher

  1. Cover des Buches Time School - Auf ewig dein (ISBN: 9783846600481)
    Eva Völler

    Time School - Auf ewig dein

     (368)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    So manchmal, liebe ich ja meinen "Job". Time School von Eva Völler, hätte ich sicherlich nicht gelesen, wenn es nicht in meinem Briefkasten gelandet wäre. Spätestens seit „Zurück in die Zukunft“ ist das Thema Zeitreise sehr präsent bei mir Obwohl mich diese Thematik schon länger interessiert, weiß ich nicht, ob ich auch nach dem Roman gegriffen hätte. Ich bin froh, dass der Roman mich gefunden hat.

    Gut, die Zeitenzauber Trilogie kenne ich nun nicht, da gibt es immer wieder in dem Buch so einige Hinweise. Was die handelnden Personen betrifft, würde ich mir doch das eine oder andere mehr an Information wünschen, aber, und dies ist mir wichtig, man kommt trotzdem recht schnell in die Geschichte rein.

    Man begibt sich per Zeitreise in die Zeit von Heinrich VIII. Man reist immer wieder nach Hampton Court Palace oder im letzten Teil auch mal in das noch größere aber nicht mehr existierende Palace of Whitehall und man bekommt einen möglichen Einblick in die Zeit der Tudors.

    Aber so ganz genau kann man dies nicht sagen. Ich hatte nur das Gefühl, dass sich die Autorin schon für die Zeit interessiert, sich aber auch einiges an künstlerischen Freiheiten genommen hat. Aber warum auch nicht! Es ist ein Fantasyroman und da darf man dies auch gerne tun.

    Wobei ich doch einiges an Theorien bemerkt habe, welche die Autorin immer wieder aufgreift, so zum Beispiel die Zeitströme, welche man immer wieder beachten sollte, dass man seinem eigenen Ich nicht begegnen sollte, da dies Folgen haben kann.

    Frau Völler hat dies alles sehr gut erklärt und einige Sicherheiten in das Zeitreisen eingebaut, so dass man dem eigentlichen Ich nicht begegnen kann. Dass dies zu Problemen führen kann, kennt der etwas erfahrenere Leser und Interessent von Zeitreisen. Auch den Eingriff anderer in die Träume kennt man und es ist immer wieder schön zu lesen und zu sehen, wie verschiedene Autoren mit den Themen umgehen.

    Erfrischend finde ich die Liebesgeschichte zwischen Anna und Sebastiano. Man merkt, dass sie sich lieben und es kommt auch zu erotischen Begegnungen, aber es ist immer so, dass man der Fantasie freien Lauf lassen kann und weder zu viel noch zu wenig beschrieben ist.

    Wirklich gelungen sind auch die anderen Personen, die seit der Zeitenzauber-Trilogie wohl neu dazugekommen sind und die in die Time School zur Schule gehen. Da wären Ole, der Wikinger, der ewige Haudegen, der immer wieder alles mit Fäusten und Waffen klären möchte. Trotzdem hat er ein sehr feines Gespür und ein großes Herz.

    Fatima, eine orientalische Schönheit, die einen eigenen Charme hat und die man am Anfang nicht unterschätzen sollte.

    Und zum Schluss kommt noch Walter hinzu, einer der gerne liest und weniger mit Waffen die Dinge klären will, sondern eher mit der Feder.

    Es ist ein Roman, der einiges zu bieten hat. Es ist gute Unterhaltung, mit einigen altbekannten Aspekten der Zeitreisen. Aber es kommt ja immer auf die Mischung an, und ich finde die Autorin hat es geschafft eine gute Mischung aus Herz, Spannung und auch ein wenig Geschichte zu finden. Für mich ist es ein gelungener Start in die Reihe, zumal die Charaktere der Personen sehr gut harmonieren und keiner überladen daherkommt und man immer das Gefühl hat es geht nur zusammen und nicht als Einzelner. Ich freue mich schon auf Frühjahr 2018 wo der zweite Band herauskommt - und sagt jemand, der noch nicht mal zur eigentlichen (jugendlichen) Zielgruppe gehört! Ich bin allerdings ein begeisterter Zeitreisender und freue mich über gut gemachte und nicht zu plumpe Bücher in diesem Genre

     https://www.literaturlounge.eu 

  2. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

     (318)
    Aktuelle Rezension von: Hexenlady70

    So nun muss ich aber auch noch meinen Senf dazugeben 😅🙈


    Leseeindruck von 

    Das Salz der Erde von Daniel Wolf 


    Ich hatte das Buch schon etwas länger auf meinem SuB liegen und bin drum herum geschlichen. 1150 Seiten sind schon eine Hausnummer und ich kannte den Autor auch noch gar nicht. 

    Meine Sorge war völlig unbegründet. Das Buch liest sich flüssig der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich auf keiner der vielen Seiten auch nur ansatzweise gelangweilt. Im Gegenteil, es fiel mir ausgesprochen schwer das Buch aus der Hand zu legen. 


    Zum Buch:  Die Fleury-Serie 1 Teil von 4

    Das Buch beginnt im Jahr 1187.

    Es geht um den Jungen Michel Fleury und das Leben in der damaligen Zeit.  Man bekommt Einblick in die Kaufmanns Gilde und dem täglichen hartem Leben. Das Buch spiegelt wie groß der Einfluss der Kirche war und mit welch grausamen Machenschaften, Feinde aus dem Weg geräumt wurden.

    Es geht um Verluste, Zusammenhalt, Liebe, Verrat, Krieg,  Machtkämpfe und Betrug.  Ein Buch welches mich wirklich beeindruckt hat. Ich freue mich jetzt tatsächlich schon darauf im Januar den zweiten Teil zu beginnen.  

    Von mir bekommt der Roman 5 Sterne und eine Leseempfehlung für jeden der gerne historische Bücher liest. 


    Klapptext: 

    Herzogtum Oberlothringen, 1187: Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Familiengeschäft. Die Kunst des Handels hat er in Mailand gelernt. Nun möchte er seine Heimatstadt Varennes-St. Jacques nach italienischem Vorbild zu einer freien Handelsstadt machen. Doch Varennes leidet unter dem korrupten Stadtherrn Bischof Ulman und dem grausamen Ritter Aristide de Guillory, der die Handelswege kontrolliert. Michel steht ein schwerer Kampf bevor. Und auch um seine Liebe muss er kämpfen, denn sein ehemaliger Freund Gaspard Caron verbietet Michel, seine Schwester Isabelle zu heiraten...

  3. Cover des Buches Das Licht der Welt (ISBN: 9783442480500)
    Daniel Wolf

    Das Licht der Welt

     (116)
    Aktuelle Rezension von: liselotte20

    Mit das Licht der Welt ist Daniel Wolf eine tolle Fortsetzung gelungen.

    Die Erzählung um die Familie Fleury geht vielseitig weiter. Mit weiteren korrupt und rachsüchtigen Plänen des Klerus und Adels hat es der Kaufmann Michel erneut schwer. Treue Freunde und alte Bekannte stehen ihm zur Seite und das Buch war durch den flüssig und detaillierten Schreibstil schnell gelesen.

    Mir hatte dieser zweite Teil erneut gut gefallen. 

  4. Cover des Buches Blut schreit nach Blut (ISBN: 9783743187450)
    Aikaterini Maria Schlösser

    Blut schreit nach Blut

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Das Cover ist leider nicht so meins, ich mag Gesichter auf dem Cover einfach nicht. Der Titel wirkt aggressiv, jedoch ist er wirklich passend gewählt. Auf dem Buchrücken der Wolf. Den hätte ich mir auch vorne gut vorstellen können.

    Die Geschichte finde ich gut. Sie baut sich mit und mit auf. Durch die vielen Beschreibungen der Entwicklung von Luna, konnte ich mich gut in sie rein versetzen. Ich fand es schön und in diesem Fall nicht langatmig. Mehr und mehr wollte ich wissen was nun als Nächstes mit ihr passiert. Jedoch ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Neben Blut und Gewalt gab es auch Übergriffe auf Frauen. Wenn man so etwas nicht lesen kann, sollte man die Finger von dem Buch lassen.

    Den Schreibstil mag ich. Das Buch ist nicht frei von Fehlern aber das stört mich nicht weiter.

    Die Bilder im Buch finde ich passend gewählt. Es macht Spaß sie sich anzuschauen.

    Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch. Und es macht Lust auf mehr, endet es doch mit einem Cliffhanger. Bis ich das Buch in Händen halte gehe ich wohl mit meinem kleinen Wolf spazieren, aber besser nicht bei Vollmond, oder was meint ihr?

  5. Cover des Buches Das Gold des Meeres (ISBN: 9783442483181)
    Daniel Wolf

    Das Gold des Meeres

     (75)
    Aktuelle Rezension von: liselotte20

    Nun tritteine neue Generation der Familie Fleury in den Mittelpunkt, in das Gold des Meeres tritt ein neuer junger Kaufmann in die Fußstapfen des Großvater.  Nicht ganz so einnehmen wie die Vorgänger, trotzdem ein tolles Lesevergnügen, ich bin gespannt auf den Finalen Band.

  6. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783732584321)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

     (1.390)
    Aktuelle Rezension von: Lissy_Booklove

    "Manchmal glaube ich, es gibt sie wirklich, die Dame Fortuna und ihr Rad. Denn so geht es. Auf und ab. Immer auf und ab." 

    Hallo zusammen, meine Rezension beginnt heute mit einem Zitat aus dem wunderbaren Buch "Das Lächeln der Fortuna". Es ist ein historischer Roman, den Rebecca Gablé geschrieben hat und der mich sofort begeistern konnte. Ich hatte es geschenkt bekommen und erst einmal skeptisch von den fast 1200 Seiten. Doch nach kurzer Zeit änderte sich das total und ich war mitten in der Geschichte drin, die von folgendem handelt:

    Robert, genannt Robin, Sohn von Gervais, Earl of Waringham, einem eher kleinen Landadligen, lebt ein eher unzufriedenes Leben in der verhassten Klosterschule. Wie so viele junge Leute besuchte Robin diese, träumte aber davon, nach der Ausbildung Ritter seines Königs, Edwards III zu werden, wie sein Vater.  Eines Tages bekam Robin die erschreckende Nachricht: Gervais ist tot, angeklagt als Hochverräter. Wie kann das sein, fragte sich Robin, da er doch immer ein treuer Ritter des Königs war... Robin, rechtmäßiger Erbe Waringhams, verliert sein Erbe und steht plötzlich vor dem Nichts. Außer seiner Schwester Agnes, einzig überlebenden der Familie und aktuell auch im Kloster, hat er niemanden, bei dem er bleiben könnte und beschließt, auszureißen und weit weg im Kloster, in Waringham ein neues Leben zu beginnen. Dort angekommen, sucht er nach Arbeit, welche er im Gestüt von Waringham findet, welches ziemlich erfolgreich ist durch seinen Verkauf von Schlachtrössern. Robin wird gut von Conrad, dem Stallmeister und Maria, seiner Frau aufgenommen, findet echte Freunde und einen guten Neuanfang. Doch bald kommt ein Earl nach Waringham, Geoffrey Dermond, ein guter Freund von Robins Vater, der warmherzig und treu versucht, Robin das Leben als Stallknecht auszureden und schließlich einen Ritter aus ihm zu machen. So lernt Robin Mortimer, Geoffreys Sohn kennen; die Jungen werden Erzfeinde fürs Leben... Viele Jahre vergehen, Robin und sein Freund Leofric, taubstumm, beschließen, in die Schlacht bei Najera zu ziehen - doch nicht als Pferdeknechte, als Earl of Waringham und sein Knappe - unter falschen Namen. Schließlich bekommt Robin immer mehr die Gunst von John of Gaunt, Duke of Lancaster. Zwischen den beiden Männern entsteht eine Freundschaft fürs Leben. Viele Jahre vergehen, Robin kehrt zurück in die Welt der Ritterschaft, an der Seite von Lancaster, und bekommt schließlich die Güter Fernbrook und Burton und gründet Familie. Politische Ereignisse wie die Bauernrevolte, Krönung des komplett unfähigen Königs Richard II und Auseinandersetzungen zwischen Adel und Kirche, arm und reich erlebt Robin hautnah mit. Doch auch Robin erreicht das Ziel, Waringham zurückzuerobern und glaubt, Fortuna meine es gut, sieht er sich bald Mortimer, seinem Feind auf Lebenszeit und den Strapazen Richards II gegenüber... 

    Ja, leider etwas zu lang. Am Ende habe ich es kurz gehalten... Robin war ein angenehmer Protagonist, schlau, hilfsbereit, treu und ehrlich, doch auf dem Platz meiner Liebling-Charaktere kommt er leider nur auf Platz 2. Platz eins teilen sich Leofric, Robins taubstummer Freund mit schwerer Kindheit, der mit Robin jeden doch so schweren Weg meistert, trotz seiner Strapazen immer positiv denkt und am Ende sein Glück findet. Als zweites ist es Henry, Sohn Lancasters. Er hat mich auch fortwährend beeindruckt - Mut, Tapferkeit und immer ein gutes Herz und ein offenes Ohr. Mortimer, Stephen, de Gray und andere, die "Bösen" hatten auch eine glaubhafte Geschichte. 

    Alles in allem einfach großartig - auf jeden Fall noch unzählige Male wieder!!! 

  7. Cover des Buches Das weiße Gold der Hanse (ISBN: 9783404178896)
    Ruben Laurin

    Das weiße Gold der Hanse

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Anet

    Ich hab mal etwas ganz anderes gelesenen. 

    In diesem Buch wird über Entstehung die Heilig Geist Hospiz in Lübeck erzählt. Ich fand das Deckblatt interessant . Immerhin wohnen wir in der Nähe von Lübeck. Zum Roman.... Er spielt ca 1270 in Lübeck, und einige andere Hansestädte. 

    Die Geschichte dreht sich um einen Stifter des Hospiz von Bertram Morneweg. Er erzählt sein Leben dem jungen Johannes von Köln, der keine Hoffnung sieht, seine Anna zu ehelichen.Weil er nicht standesgemäß sei. 

    Der Roman ist fesselnd geschrieben und gut recherchiert. 

    Teilweise sind Figuren frei erfunden, was der Sache aber kein Abbruch tut. 


    #dasweissegoldderhanse  #lübeck #rubenlaurin

  8. Cover des Buches Drachenbanner (ISBN: 9783785728086)
    Rebecca Gablé

    Drachenbanner

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Lesekatze-1407

    Im England im Jahr1238,  Adela of Waringham und Bedric, ein Sohn einer leibeigenen Bauernfamilie, sind zusammen aufgewachsen. Adela wird als Hofdame zur Schwester des Königs geschickt und soll später mit einem Ritter verheirate werden.

    Bedric bleibt zurück, ist der Willkür von Adelas Bruder ausgeliefert und schuftet auf den Feldern. Er erleidet das Elend der Leibeigenschaft in vollem Maße. Die Situation wird unerträglich, er flieht Richtung London, ohne zu wissen, dass Adela von ihm schwanger ist.

    Dem Schwager des Königs - Simon de Montfort - begegnet Bedric in London.

    1258 überziehen Seuchen und Missernten das Land, es bricht ein Krieg aus. Eine neue Zeit bricht an. In all den Jahren  haben Bedric und Adela einander nie vergessen.

    Ich bin eine begeisterte Waringham-Leserin, seit ich beim Stöbern in meinem Lieblingsbuchladen  „Das Rad der Fortuna“ entdeckt habe. Dieser Roman, der mich endgültig für Mittelalterromane begeistert hat. Zwar haben die 1700 Seiten „nur“ für ein Wochenende gereicht, denn ich konnte es nicht aus der Hand legen. Aber ab diesem Zeitpunkt warte ich mit Sehnsucht auf den nächsten Roman.

    Dieser Roman passt genau in die Qualitätsstufe, die man von Rebecca Gablé gewöhnt ist und erwartet.  Ich fand es wieder sehr gut, denn grundsätzlich mag ich lieber weiblich Protagonisten. Hier ist es Adela und Bedric die wir begleiten. 

    Ein sehr gelungener Roman, den ich wieder - nachdem ich das Glück hatte, ihn bei der Verlosung hier zu gewinnen -  in einem Rutsch durchgelesen habe!

  9. Cover des Buches Löwenblut (ISBN: 9783744874755)
    Monika Pfundmeier

    Löwenblut

     (34)
    Aktuelle Rezension von: SteffiVS

    Man sollte diesen Band nur lesen, wenn man den ersten gelesen hat, da sich viele Ereignisse auf den ersten beziehen. 

    Cäcilia spielt auch in diesem wieder eine tragende Rolle. Konradin zieht in den Krieg um sein rechtmäßiges Erbe zurückzuerlangen. Doch Charles D'Anjou führt den 16-Jährigen in einen Hinterhalt.

    Die Sprache des Buches ist sehr speziell, da es im mittelalterlichen Sprachstil geschrieben ist. Dies liegt sicherlich nicht jedem. Auch fehlt diesem im Gegensatz zum ersten etwas die Spannung.

    Man findet sehr viel Hintergrundwissen, sowohl am Anfang des Buches gibt es eine Kurzeinführung, als auch am Ende des Buches nochmals eine ausführlichere geschichtliche Erklärung.

  10. Cover des Buches Die Jüdin von Magdeburg (ISBN: 9783404183135)
    Ruben Laurin

    Die Jüdin von Magdeburg

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Marapaya

    Mit der „Jüdin von Magdeburg“ hat sich Ruben Laurin nach eigener Aussage den Traum erfüllt, einen Ritterroman zu schreiben. Nachdem in der „Kathedrale des Lichts“ der Dombau zu Magdeburg die tragende Rolle spielte, erweitert Laurin nun das Feld. Der Dom ist noch immer nicht fertig, aber der Heilige Mauritius steht schon in seiner Kranzkapelle und wird zum moralischen Vorbild für einen jungen, angehenden Ritter, der im Ringen einiger edler Herren um die Macht in der Domstadt unversehens zwischen die Fronten gerät. 

    Die Grundgeschichte ist klassisch angelegt – Junge trifft schönes Mädchen und verliebt sich, doch es gibt natürlich vielerlei Hürden und Verwicklungen zu überwinden. Den Rahmen gibt die Historie vor. Ein epischer Konflikt zwischen Markgraf Otto von Brandenburg und den Domherren in Magdeburg. Otto will seinen Bruder Erich an die Spitze des Magdeburger Erzbistums bringen, doch die Domherren wollen die Brandenburger nicht in ihrer Stadt und wählen einen anderen zum Erzbischof. Daraufhin zieht der tobende Otto mit seinen Verbündeten gegen das Erzbistum in den Krieg. Im Gefolge des Markgrafen ist der junge Ritter Wolfram von Hildesheim. Erst vor kurzem war er noch Knappe eines Ritters im Dienst der Magdeburger. Doch amouröse Verwicklungen brachten Wolfram in Schwierigkeiten, vor denen Otto ihn rettete. Nun muss er seinem Dienstherrn treu und loyal zur Seite stehen, obwohl sein Herz bei der schönen Jüdin in Magdeburg geblieben ist. 

    Laurins Roman ist dicht gewebt. Historische Persönlichkeiten wie die fromme Mechthild von Magdeburg werden zum Teil seines Figurenensembles, gestalten die Handlung mit. Religion und Glaube, Macht und Herrschsucht ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die Mystikerin Mechthild fühlt sich Gott und den Menschen verpflichtet, sie unterscheidet nicht zwischen Christen und Juden. Für den Großteil der Domherren zählt nur Macht und Geld, sie sehen nichts Unrechtes darin, den Juden vor der Stadt das fehlende Geld für den Dombau zu rauben. Ungläubige Menschenleben, die weniger zählen. Ein Diskurs, der auch heute leider noch allzu aktuell ist. 

    Die klassischen Zutaten eines Ritterromans dürfen natürlich nicht fehlen: Minnegesang, Turniere und Schlachtengetümmel. Wolfram in schwarzer Rüstung auf edlem Rappen bewährt sich im Kampf und kann dem sinnlosen Abschlachten doch wenig abgewinnen, zumal auf der Gegenseite auch Freunde von ihm stehen. Es gibt eine Reihe von unerwarteten Wendungen und zum Finale einige überraschende Enthüllungen, die für meinen Geschmack ein wenig zu viel des Guten sind. Die Geschichte hätte auch ohne funktioniert. Doch die mittelalterliche Atmosphäre überzeugt mich. Ebenso diese Mischung aus Religion, Politik, Glaube und Menschlichkeit. In der Figurengestaltung gibt es kleine Schwächen. Während die positiv angelegten Protagonisten recht ausgewogen mit Stärken und Schwächen dargestellt werden, sind mir ihre Gegenspieler zu einseitig angelegt. Durch und durch verdorben, böse und grausam. Das braucht es zum Teil für die Handlung und fällt bei mir kritisch ins Gewicht. 

    Als Kind der Mark Brandenburg habe ich mich aber im Großen und Ganzen sehr aufgehoben gefühlt in dieser Geschichte an mir zum Teil gut bekannten Schauplätzen. Ich freue mich auf neue Abenteuer rund um den Dom von Magdeburg, der noch ein, zwei Jahrhunderte brauchen wird bis zur Fertigstellung und so Raum für weitere Geschichten bereit hält. 

  11. Cover des Buches Das Spiel der Ketzerin (ISBN: 9783749901487)
    Manuela Schörghofer

    Das Spiel der Ketzerin

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Ingrids_Blog

    Als die Grafentochter Alida von Erkenwald nur knapp einem Mordanschlag entgeht, macht sie sich auf den Weg nach Worms, um ihren Vater zu befreien, der ein Gefangener des Kaisers ist.

    Begleitet wird sie von dem Kölner Juden Salomon und dessen Tochter Mirjam. Zwischen ihr und Alida, die sich nun Sara nennt und als Salomons Tochter getarnt wird, entwickelt sich eine zarte Freundschaft.

    Doch der Komtur des Deutschen Ordens, der sich Alidas Zuhause angeeignet hat, muss mit allen Mitteln verhindern, dass sie ihr Ziel erreicht und sein falsches Spiel auffliegt. Deshalb sendet er ihr den loyalen, strenggläubigen Ordensritter Richard von Thurau hinterher.

    Es gelingt ihm, die Reisegruppe aufzuspüren und gefangen zu nehmen. Doch dann läuft es für keinen mehr nach Plan. Die trotz allem aufkeimenden Gefühle zwischen Alida und Richard tragen ihr Übriges dazu bei, die Lage zu verkomplizieren.

    In diesem Roman legt die Autorin den Fokus deutlich mehr auf die Entwicklung zwischen den beiden Protagonisten. Erst war ich etwas skeptisch, wurde dann jedoch schnell in die Geschichte gezogen. Es darf zwischen den beiden nur langsam vorankommen, damit es glaubhaft bleibt. Das hat die Autorin geschickt gelöst. 

    Die spritzigen Dialoge, die ich schon aus ihren anderen Werken kenne, sind hier nochmals eine Spur scharfzüngiger. Richard, zu Beginn ein steifer, humorloser Mensch, dem ich wenig Sympathien entgegen bringen konnte, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem Menschen, der zwar nach wie vor seine Prinzipien hat, aber auch zunehmen misstrauisch gegenüber dem wird, was sein „Chef“ so von sich gibt.

    Die Protagonistin Alida trägt ihr Herz auf der Zunge, was sie öfter in Schwierigkeiten bringt. Aber gerade das, neben ihrem Mut und ihrem starken Willen, macht sie so sympathisch.

    Der Hauptantagonist ist an Intelligenz und Boshaftigkeit kaum zu überbieten. Geschickt versteht er es, Alidas und auch Richards Pläne immer wieder zu vereiteln. Er ist unberechenbar und seine ganze Niedertracht kommt erst zum Schluss in einem packenden Showdown zu Tage. Mega!

    Der packende Schreibstil, die liebevolle Ausarbeitung aller Charaktere ist wie immer hervorragend gelungen und man merkt der Geschichte wieder die gute Recherche an. In jedem ihrer Romane läuft ein Film vor meinen Augen ab und ich habe das Gefühl, hautnah dabei zu sein.

    Fazit: Der Autorin ist mal wieder ein Pageturner gelungen und ich freue mich schon auf das nächste Werk. Absolute Leseempfehlung!

  12. Cover des Buches Frevel im Beinhaus (ISBN: 9783499254376)
    Petra Schier

    Frevel im Beinhaus

     (87)
    Aktuelle Rezension von: bettinahertz

    Inhalt: „Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz darauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben.
    Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet …“

    Im Roman „Frevel im Beinhaus“ reisen wir wieder nach Köln ins 14. Jahrhundert. Autorin Petra Schier nutzt als historischen Hintergrund die Verurteilung eines Klerikers, die in Zeiten der Absetzung König Wenzels in den Geschichtsakten auftauchte. Daraus strickt Petra Schier einen packenden historischen Roman, der mit hervorragenden Krimielementen gespickt ist.

    Der Schreibstil ist wieder toll zu lesen, sehr anschaulich erleben wir Köln im 14. Jahrhundert und tauchen buchstäblich in eine andere Zeit ab. Petra Schier kann herrlich lebendig schreiben, ich hatte alles stets vor Augen und konnte mich in allen Situationen hineinversetzen.

    Zu Beginn des Romans tauchen wir wieder in Adelinas Haushalt bzw. in ihre Apotheke ein. Es war mir eine Freude, alle Personen der Familie, Freunde und Bekannte wieder zu treffen. Es ist einige Zeit zum Vorgängerband vergangen und man konnte von jedem seine persönliche Entwicklung verfolgen. Hinzu kommt die persönliche Geschichte des städtischen Hauptmanns Tillmann Greverode. Diesen Part finde ich absolut gelungen!

    Adelinas Mann Neklas Burka, städtischer Medicus, gerät in einem schlimmen Verdacht und wer Adelina kennt, weiß, dass sie nicht eher ruhen wird, bis der wahre Schuldige gefunden ist. Dabei gerät sie in immer verstricktere Situationen und ein Ausweg erscheint schier unmöglich. Wer hat es auf ihre Familie abgesehen? Ist es Bruder Thomasius, um den es lange Zeit ruhig war? Holt Neklas Vergangenheit ihn wieder ein?

    Petra Schier glänzt nicht nur mit historischen Aspekten, sondern knüpft auch hier einen spannenden Kriminalfall ein. Ich fand es außerordentlich interessant, wie damals ermittelt wird, für einen Unschuldigen keine leichte Kost. Der Spannungsbogen ist enorm hoch, man mag das Buch kaum aus der Hand legen.

    Ein Personenverzeichnis, Nachwort und ausführliches Glossar machen diesen Roman zu einer kompletten Einheit. Insgesamt ist es ein weiterer lesenswerter Roman aus der Adelina Reihe. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und fünf Sterne.

  13. Cover des Buches Die vierzig Geheimnisse der Liebe (ISBN: 9783036959122)
    Elif Shafak

    Die vierzig Geheimnisse der Liebe

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Stella_Stellaris

    Es handelt sich um einen Buch-im-Buch-Roman, bei dem das Thema Sufismus im Vordergrund steht. 

    Die vierzigjährige Ella führt ein wohlgeordnetes Leben mit Mann, Kindern, Haus und Hund. An der Oberfläche erscheint alles perfekt. Tief in ihrem Inneren ist Ella jedoch unglücklich. Durch ihre Arbeit lernt sie Aziz kennen und führt mit ihm einen regen Mailkontakt. Noch bevor sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen, hat Ella sich in Aziz verliebt.

    Das Buch-im-Buch handelt von dem Gelehrten und späteren Dichter Rumi und seinem Freund Schams-e Tarizi, einem Sufi und Wanderderwisch.

    Ich habe mich vor Jahren schon einmal kurz mit Sufismus beschäftigt. Dann hat das Leben andere Themen nach oben gespült. Deshalb war es nun eine Freude für mich Rumi, dessen Gedichte mich stets auf´s Neue tief berühren, beim Lesen zu begegnen. Sein Gefährte Schams-e Tarizi war ein persischer Mystiker und Wanderderwisch; er lebte im 12./13. Jahrhundert. 

    Das Buch steckt voller Liebe und regt zum Nachdenken an.

    Obwohl mir das Buch-im-Buch sehr gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin der Liebesgeschichte von Ella und Aziz mehr Raum gegeben hätte.

    Mein Fazit: Absolut lesenswert (und nicht nur einmal)!


  14. Cover des Buches Die Duftnäherin (ISBN: 9783426512937)
    Caren Benedikt

    Die Duftnäherin

     (65)
    Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books

    Die Duftnäherin von Caren Benedikt (Hörbuch)


    Inhalt:

    Wir schreiben das Jahr 1349 in Deutschland. Die sechzehnjährige Anna sieht eine Chance ihrem gewalttätigen, Alkoholikervater zu entkommen. Auf dem Weg nach Bremen, in die Heimatstadt ihrer Mutter lernt sie den jungen Gawin kennen, der sie auf ihrer Reise begleitet. Bei einer Seifensiedern erlernt sie das Siedehandwerk und kombiniert ihre neue Fähigkeit mit dem Schneidern. 


    Meinung:

    Dieses Hörbuch habe ich mir ganz spontan anhören wollen und war direkt tief in der Geschichte drin. Die Charaktere werden sehr schön beschrieben und erwachen durch ihre unterschiedlichen Facetten zum Leben. Es war so leicht die verschiedenen Personen ins Herz zu schließen oder gar zu verachten. Die Vorleserin,Gabriele Blum, hat die Geschichte angenehm und flüssig erzählt, wodurch es eine Freude war ihr zuzuhören. Nach dieser Geschichte bekommt man sofort Lust ein altes Hobby wieder aufleben zu lassen oder ein Neues zu beginnen. 

    Da es eine Fortsetzung gibt überlege ich mir diese bald zu beschaffen. Eine absolute Lese-/Hörempfehlung. 5/5 ⭐️

  15. Cover des Buches Jonah - Der Aufstieg (ISBN: B00SNFBU9Y)
    Rebecca Gablé

    Jonah - Der Aufstieg

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Jayvanh

    Buchbeschreibung / Klappentext von Jonah – Der Aufstieg:

    London, um 1337. Jonah Durham ist zu einem der einflussreichsten Kaufmänner Englands aufgestiegen. Er ist Schiffseigner, Hoflieferant und Ritter der Königin. Außerdem ist er verliebt – und das ausgerechnet in Giselle, die Tochter seines größten Widersachers. Während König Edward drauf und dran ist, das Land durch einen Krieg gegen Frankreich in den Ruin zu treiben, schlägt Jonah seinem Konkurrenten William de la Pole einen Handel vor: Die Hand seiner Tochter gegen eine Geschäftsidee, um die finanziellen Probleme des Königs zu lösen. Doch dieser Handel erweist sich als folgenschwer. Und damit nicht genug: den finanziellen Bankrott vor Augen, verlangt auch noch König Edward nach ihm. Jonah soll an seiner Seite in den Krieg ziehen…

    Mit “Jonah – Der Aufstieg” präsentiert Audible Entertainment den zweiten Teil der ungekürzten Hörspiel-Trilogie des Bestsellers “Der König der purpurnen Stadt”. Die große Tuchhändler-Saga von Rebecca Gablé wurde als aufwändiges Hörspiel in 3 Teilen produziert und von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge eindrucksvoll in Szene gesetzt.

    Wie schon bei “Jonah – Die Lehrjahre” ist auch im zweiten Teil die erste Riege der deutschen Sprecherszene vertreten: Neben Erzähler Detlef Bierstedt sind das u. a. Timmo Niesner (Jonah), Dorette Hugo (Giselle), Nicolas Artajo (Crispin), Marie-Isabel Walke (Annot), Ulrike Stürzbecher (Philippa), Norman Matt (Edward) und Stefan Kaminski (Waringham). Außerdem Oliver Siebeck, Vera Teltz, Uve Teschner, Elena Wilms, Reinhard Kuhnert, Greta Galisch, Erich Räuker, Robert Frank, Michael Iwannek und viele andere.

     

    Das Ergebnis ist ein Traum liebe Leser

    Es ist ja nun kein Geheimnis mehr, dass ich Rebecca Gable´s historischen Romane generell wahnsinnig toll und spannend finde und so auch Jonah – der Aufstieg. Für mich ist es wie ein Film ohne Bild der viele Oscars verdient hätte. Hier trifft man nicht nur Stimmen, in die man sich verlieben kann denn auch im zweiten Teil haben wir erneut tolle Hintergrundmusik und Geräusche die, die ganze Geschichte noch weiter aufwertet und unterstreicht. Das ganze Hörspiel lädt sofort zum mitfiebern ein und auch wenn man meiner Meinung nach kein großer Historien-Fan ist, so ist man doch gleich mitten in der Geschichte und man wird gefesselt.

    Anregung/Kritik:

    Wenn man etwas zum Kritisieren sucht dann wohl nur, das die Reihe der purpurnen Stadt auf 3 Teile gelegt wurde. Für jedes Hörbuch muss gezahlt werden, wobei man dieses Werk, vom Inhalt her, zu einem hätte machen können. Wenn man alle 3 Teile gehört und gekauft hat, liegt man demnach weiter oben im Preissektor als bei einem Taschenbuch. Mir ist das weniger wichtig, ich zahle gerne für gute Hörspiele, aber es gibt Menschen, die sich daran stören könnten.

    Alles in allem war ich wieder begeistert und möchte gar nicht so sehr auf die Geschichte eingehen. Für alle Interessierten empfehle ich einfach das Hörbuch und wünsche viel Spaß bei diesem Hörgenuss.

  16. Cover des Buches Die Perlenfischerin (ISBN: 9783404177752)
    Sabine Weiß

    Die Perlenfischerin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    3,5 Sterne, aufgerundet auf 4
    Die Geschichte spielt in Norddeutschland im 13. Jahrhundert. Hauptprotagonistin ist Ida, die zu Beginn der Handlung circa sechs Jahre alt ist. Ihr Dorf wird überfallen; viele werden getötet, viele vertrieben. Ida wird dabei von ihrer Familie getrennt und schließlich von einer Einsiedlerin gefunden, die sie bei sich aufnimmt und großzieht.
    Das hat mir sehr gut gefallen; ich konnte mich in die Geschehnisse gut hineinversetzen. Alles ist auch recht ausführlich beschrieben.
    Ida wächst heran, macht sich irgendwann auf die Suche nach ihrer Familie.
    Wir begleiten Ida eine ganze Weile, erleben ihre "Abenteuer" mit. Irgendwann heiratet sie, bekommt Kinder, später auch Enkelkinder...
    Und irgendwo hat mich dann die Geschichte ein bisschen verloren.
    Vielleicht war es einfach zu viel; ich bin mir nicht sicher. Das Buch hat knapp über 700 Seiten, aber daran kann es eigentlich nicht gelegen haben; da habe ich schon dickere Bücher gelesen.
    Trotzdem konnte mich die Geschichte irgendwann nicht mehr so fesseln wie zu Beginn. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Geschehnisse zum Ende hin irgendwie "liebloser" erzählt wurden. Das Politische rückte in den Vordergrund, was sicherlich auch interessant war, aber Ida und ihre Familie habe ich dabei ein wenig verloren bzw. vermisst. Sie war mir nicht mehr so nahe.
    Trotzdem aber ein sehr gutes Buch; schreiben kann die Autorin auf jeden Fall!

  17. Cover des Buches Die Sündenbraut (ISBN: 9783959674287)
    Manuela Schörghofer

    Die Sündenbraut

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Pixibuch

    Ein historischer Roman, der uns in die Welt des 13. Jahrhunderts ins Rheinland entführt. Fenja zieht mit ihrer Ziehmutter Runhild durch die Lande. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Heilerin und manchmal  essen sie auch die Sünden von Verstorbenen auf, was allerdings im Geheimen geschehen muß. Runhild warnt Fenja immer vor den Zisterziensern. Doch dann wird Rundhild ermordet und bevor sie stirbt, zeigt sie Fenja ein Tuch mit einem eingestickten Wappen. Fenja zieht nun alleine weiter und auf ihrer Reise trifft sie auf den verletzten Gerald, den sie gesund pflegt. Er schließt sich ihr an. Er hat für den Kaiser einen geheimen Auftrag zu erfüllen. Fenja sucht nach dem Wappen und ihrer Identität. Die Beiden erleben auf ihrer Wanderung so einige gefährliche Abenteuer und Fenja wird von einem Mönch verfolgt und entkommt knapp dem Tod. Ich muß schon sagen, fast mutet dieses Buch wie ein Krimi an. Denn Jemand möchte nicht, dass das Mädchen erfährt, wer ihre Eltern sind. Auch die Liebe darf in diesem Buch nicht zu kurz kommen, denn die beiden jungen Leute finden sich mehr als sympatisch, aber Gerald ist bereits einer anderen Frau versprochen, die er bald heiraten soll. Die Autorin läßt uns in eine mittelalterliche Welt blicken mit all ihren Beschwernissen und Gefahren. Wir erleben durch das Buch, wie die Leute damals lebten und arbeiteten. Ganz begeistert hat mich das Personenverzeichnis, denn so konnte man ohne weiteres immer wieder nachschlagen, welche Person wohin gehört. Auch das Glossar mit den damaligen Ausdrücken fand ich sehr interessant. Die Landkarte am Anfang des Buches zeigt den Weg, den Fenja gegangen ist und die Städte, die sie durchquert hat. Das Cover ist sehr schön gewählt und zeigt die Mode der damaligen Zeit. Auch dieser Roman der Autorin hat mich sehr begeistert. Das Buch ist trotz seiner vielen Seiten keinen einzigen Augenblick langweilig gewesen und man fiebert mit den Protagonisten richtiggehend mit.

  18. Cover des Buches Die Kerzenzieherin (ISBN: 9783426512944)
    Caren Benedikt

    Die Kerzenzieherin

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Susanne-Reither

    Auf jeden Fall spannend und voller kreativer Lösungen. Immer wieder wird Ellin über ihre Grenzen gestoßen. Rücksichtslos und ohne Gnade. Schnell erzählt, ohne viel auf die Zeit und die Gegebenheiten einzugehen. Dieser erste Teil ist vollkommen in sich abgeschlossen. Es bleiben keine Fragen offen. Erst ganz zum Schluss stellt sich eine Frage, die erst der zweite Teil beantworten wird, den man lesen kann, aber nicht muss.

    Genre: Historischer Roman

    Held: Frau

    Erzählperspektive: Beobachter

    Hauptthema: Flucht

    Handlungsort: Deutschland

    Stichworte Inhalt: Nonne, Mord, Flucht

    Serie: Erster Teil


    Figuren

    Verhalten: aktiv

    Liebe und Herzenswärme: +

    Hilfsbereitschaft: ++

    Distanziertheit (Figuren untereinander): ++++

    Intuition: +


    Stichworte Stil: aktiv


    Ich wünsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund. 


  19. Cover des Buches Das Buch von Eden (ISBN: 9783404155453)
    Kai Meyer

    Das Buch von Eden

     (157)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Der Roman spielt in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Abendland ist in den christlichen Überlieferungen und Mythen gefangen. Das Morgenland erlebt den Ansturm der Mongolen. Dies sind die groben Rahmenbedingungen.

    Die Geschichte beginnt mitten im Winter in der Eifel. Albertus Magnus und eine Novizin aus dem Frankenreich - Favola - tauchen in einem abgelegenen Kloster auf. Sie tragen ein gar seltsame und seltene Fracht mit sich; die letzte Pflanze aus dem Garten Eden. Das Ziel diese Pflanze in den verschwundenen Garten Eden zurückbringen auf Grundlage einer uralten und unvollständigen Karte. Mit den beiden Reisenden tauchen die Schergen des Erzbischofs von Köln, angeführt von Gabriel von Goldau, auf. 

    Zusammen mit Aelvin, Libuse und Corax von Wildenburg gelingt den Wanderern die Flucht aus dem Kloster mit knapper Not. 

    Der zweite Handlungsstrang spielt in Asien - irgendwo zwischen dem heutigen Irak und vermutlich Afghanistan. Dort belagert die große Horde den Hauptort der Nizarer. Sinaida, eine mongolische Prinzessin ist die Hauptfigur. 

    Nachdem ihr Ehemann und sie Opfer eines Machtspiels geworden sind, schwört sie Rache und flieht nach Persien.

    Fazit:

    Ein kurzweiliger, farbenprächtiger Roman. Von christlichen Mythen über Magie und die große mongolische Horde bis hin zum Fall Bagdads werden viele Themen angesprochen. 

    Viele Charaktere sind gut dargestellt. Insbesondere die Entwicklung von Aelvin vom unsicheren, zu Streichen aufgelegten Novizen hin zum erwachsenen Mann während der Reise hat mir gefallen. Sinaida ist vielleicht zu eindimensional in ihrem von Rache getriebenen Bestreben geraten.

    Von meiner Seite eine klare Leseempfehlung. Bei den Sternen habe ich zwischen 4 und 5 geschwankt und mich letztlich für 5 entschieden.


  20. Cover des Buches Blut und Silber (ISBN: 9783426638361)
    Sabine Ebert

    Blut und Silber

     (167)
    Aktuelle Rezension von: lille12

    Cover: Das Cover zeigt neben der jungen Frau (was ja irgendwie schon typisch für Historische Romane ist) im unteren Bereich eine brennende Stadt. Da "Blut und Silber" generell viel Krieg bot und es immer darum ging, Städte (wieder) für sich zu gewinnen, finde ich es sehr passend.

     

    Meinung: Ich stehe auf historische Romane und auf die Hebammen-Saga von Sabine Ebert. Eigentlich habe ich nur ein Buch gesucht, welches ich dazwischen schieben kann, bis Jane und ich am Montag unsere 12 Momente beginnen. Weit gefehlt. Erst war ich überrascht als mein Kindle plötzlich 12 Stunden Lesezeit anzeigte, dann habe ich gelesen und gelesen und gelesen. Auch da war ich wieder überrascht - Wie konnte mich das Buch so mitreißen? Und warum habe ich geschafft, mich ständig wieder an das Schicksal von Marthe und Christian zu erinnern, auch wenn davon gerade nicht die Rede war?

    Wieder einmal hat Sabine Ebert mich vollends überzeugt und es geschafft, ihrer Hebammen-Saga einen gebührenden Abschied zu schenken.

    Blut und Silber zählt eigentlich nicht zur Hebammen-Saga, meiner Meinung nach ist es aber empfehlenswert, diese  vorher oder gar nicht zu lesen, weil man sonst zu viel über das Schicksal von Marthe und Christian erfährt.

    Besonders gefallen hat mir das ausführliche Nachwort, in dem die Autorin aufzeigt, dass nahezu alles, was sie geschrieben hat, tatsächlich so passiert ist. Die gründliche Recherche überzeugt mich immer wieder. 

    Jetzt aber mal näher zum Buch. Natürlich sind mir Änne und Sibylla gleich ans Herz gewachsen, als ich das erste Mal ihre Namen gelesen habe - beide hatten ein schweres Schicksal zu tragen ehe sie sich kennenlernten. 

    Ich mochte auch die Art von Markus (in den ich mich selbst hätte verlieben können) und von Ulrich von Maltitz sehr gern. Die Charaktere sind nicht aalglatt und haben immer wieder Rückschläge zu verkraften. Auf unerklärliche Weise war mir der Medicus total unsympathisch. 

    So jetzt werde ich das Buch erst einmal etwas sacken lassen - es wurde nämlich eben erst beendet.

     

    Fazit: Schon für die gründliche Recherche hätte Sabine Ebert viele Preise verdient. Diese historischen Ereignisse dann noch in einen so fulminanten Roman zu packen, kann nicht leicht gewesen sein und ich spreche an dieser Stelle meinen ganzen Respekt aus. Natürlich spielt immer auch etwas Schicksal dazu, aber ohne wäre es ja langweilig, oder?

    5 von 5 Mäxchen!

     

    Apropos... Der lässt in den nächsten Tagen bestimmt auch noch etwas von sich hören. Momentan verdaut er noch "Blut und Silber".



    mehr auf http://celinesbuchwelt.jimdo.com

  21. Cover des Buches Tochter der Elbe (ISBN: 9783404169849)
    Ricarda Jordan

    Tochter der Elbe

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Malka
    Handlung: Es geht um eine junge Frau ( Hilke ), die ich persönliches Glück zu finden versucht. 
    Dabei erlebt sie eine Menge nicht immer positives. 
    Doch letztlich scheint das Glück doch auf ihrer Seite zu sein.  Lasst euch überraschen und lest selbst. 


    Sprache: Von der Sprache her fand ich den Roman verständlich. Die Autorin hat kaum oder so gut wie keine Fremdwörter benutzt, wo man hätte nachschlagen müssen. Ricarda Jordan hat die Handlung und die Personen sehr anschaulich beschrieben, so dass man sich in dieses Zeitalter und in diese Welt hinein versetzen konnte. 




    Fazit/eigene Meinung: 


    Für mich persönlich war dies der dritte Historische Roman den ich gelesen habe. Der Anfang bis zur zweiten Hälfte des Buches war für mich sehr langwierig, sodass ich mich Anfangs sehr überwinden musste weiter zu lesen. Doch dann, wo sich Hilke endlich auf den Weg macht ihren "Verlobten" zu suchen, wird es tatsächlich spannend. Ab da konnte ich das Buch nicht mehr weg legen. 
    Jedoch bleibt am Ende finde ich ein offenes Ende, so dass man schon neugierig wird, wie es denn nun noch weitergeht. 


    Auch super finde ich, dass die Autorin, erklärt oder schreibt, welche Personen aus ihrem Roman es wirklich gab und welche Handlungen oder Geschehnisse der Wirklichkeit entsprechen. 


    Also fangt an zu lesen. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. :)

  22. Cover des Buches Kains Erben (ISBN: 9783404169702)
    Charlotte Lyne

    Kains Erben

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Tintenfrosch
    Klappentext: 

    Isle of Wight, Ende des 13. Jahrhunderts: Ein entsetzliches Erlebnis hat Amicia die Heimat geraubt - und die Erinnerung. Einsam, verfolgt von Schreckensbildern und ohne Wissen um ihre Herkunft wächst sie unter der Obhut der Mönche von Quarr Abbey auf. Als diese sie mit der Pflege eines verletzten Ritters betrauen, schleichen sich neue Bilder in Amicias Träume: zwei eiskalte Augen, Szenen eines Massakers, ein nicht enden wollender Schrei. Amicia ist der Ritter unheimlich. Trotzdem wird sie mit ihm auf eine Reise geschickt. Eine Reise, die in die Schatten der Vergangenheit führt ...


    Mein Fazit: 

    Amicias Schicksal hat mich tief berührt. Die Handlung bleibt spannend und unvorhersehbar bis zu letzt. Obwohl sich die Handlung aus mehreren Figuren-Sichten zusammensetzt, hat mich keine Figur genervt. Was mir auch gut gefallen hat, der Roman kommt ohne ausschweifende Längen aus. Leider tendieren viele Autoren im historischen Roman dazu, den Leser auf über tausend Seiten opulent bis exzessiv mit geschichtlichen Fakten zu langweilen. 

    Stil und Charaktere: 
    Die Autorin schreibt ein Fenster in eine andere Zeit und sie baut unglaublich gefühlvoll ihre Figuren aus. Toll! 
  23. Cover des Buches Das Erbe der Braumeisterin (ISBN: 9783404169061)
    Charlotte Thomas

    Das Erbe der Braumeisterin

     (63)
    Aktuelle Rezension von: MissJaneMarple

    Meine Meinung:

    Charlotte Thomas hat es wieder geschafft mich restlos zu begeistern. 

    Die farbenfrohen, detailreichen Beschreibungen des mittelalterlichen Kölns und seiner Bewohner, lassen den Leser tief eintauchen in die Geschichte. 

    Die Charaktere haben alle ihr Päckchen zu tragen und auch das Leben im Mittelalter ist alles andere als einfach.

    Madlen kämpft um ihr Erbe und um ihr Glück. Johann kämpft mit den Geistern der Vergangenheit und sinnt auf Rache. Gemeinsam versuchen sie ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. 

    Die vielen Nebencharaktere tragen zu einem fulminanten Roman bei in dem man sich bis zur letzten Seite verliert, wie in den Gassen von Köln.


    Die Geschichte ist in vier Teile unterteilt und wird jeweils durch ein Bild, passend zum Abschnitt, eingeleitet. Es gibt keine wirklichen Kapitel, sondern durch Piktogramme abgeteilte Absätze. Diese passen jeweils zum Abschnitt. Im ersten Teil sind es Hopfendolden, im zweiten ein Ritterhelm usw. 

    Auch Zeitangaben helfen einem die Reihenfolge der Geschehnisse zu verfolgen.


    Auch überzeugt der Roman durch gute Recherche und großes Hintergrundwissen über das Bierbrauen im Mittelalter. 


    Fazit:

    Ein wunderbarer Mittelalterroman, der mich von der erste bis zur letzten Seite gepackt hat! 


  24. Cover des Buches Die Tore des Himmels (ISBN: 9783596183449)
    Sabine Weigand

    Die Tore des Himmels

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Verführt von der, auf der Erde kriechenden Schlange essen Adam und Eva von der Frucht des Baumes der Erkenntnis. Das Einverleiben der aus der Erde hervorgegangenen Frucht bindet den Körper der Menschen durch ihren erwachten Verstand so sehr an die Erde, dass ein Leben im Paradies nicht mehr möglich ist. Fortan mühen sie sich, um wieder zu Gott zurückzufinden, verfallen aber dabei immer wieder auf denselben Fehler, dies über die Sinne und mit Gewalt tun zu wollen.

    Zurzeit Jesu lagen die Römer zu Tische und erbrachen sich, um die Fressgelage weiter ausdehnen zu können. Um dies zu ermöglichen, eroberten sie den gesamten Mittelmeerraum.

    Dem setzte Jesus entgegen: "Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten."
    Johannes 6,35

    Im Hochmittelalter litt die Bevölkerung unter den Konflikten zwischen der weltlichen und geistlichen Macht, die einen Höhepunkt in den Kreuzzügen fanden.

    Durch den fiktiven Erzähler Primus kann man im Roman "Die Tore des Himmels" das Leiden und den Hunger gut nachvollziehen.

    Eindrücklich beschreibt Sabine Weigand in ihrem Buch entweder durch den allwissenden Erzähler oder durch die fiktive Dienerin Gisa, wie die junge, ungarische Prinzessin mehr als Mitgift als als Braut nach Thüringen verschleppt wird und sich dort einsam zu einer umstrittenen Gestalt entwickelt, die alle Standesdünkel ablegt, um dem Beispiel Christi bzw. Franz von Assisi in die Armut zu folgen.

    Die Autorin interpretiert das Verhalten Elisabeths eher psychologisch, lässt sie zu einer religiösen Fanatikerin werden, die dem Ziel, heilig gesprochen zu werden, alles unterordnet.
    Im Anhang begründet sie ihren frühen Tod mit einer religiösen Anorexie, einer gängigen Diagnose auch für andere Heilige, sagt sie.

    In unserer Zeit dominieren überfüllte Chips- und Süßigkeitenregale die Supermärkte auf Kosten der leidenden Bevölkerung in der Dritten Welt.

    Pro-Ana ist eine (Gegen)Bewegung der Gegenwart, die die Anorexie zur Religion erhebt.

    Martin Luther wies auf Christus, unserem wahren Lehrer. Die Heiligen, einschließlich Elisabeth, in deren Burg er als Junker Jörg zeitweise lebte, stieß er vom Thron.

    Wird es nicht Zeit, dass wir ihnen wieder folgen, den und dem Heiligen, weil es heil macht und uns wieder mit Gott verbindet? Wird es nicht Zeit, dass wir es für möglich halten, dass ein Korb voller Brot für die Armen, sich in einen mit Rosen gefüllten verwandelt, um sich so vor der Schwiegermutter zu schützen?

    Meinen Dank und meine Hochachtung an Sabine Weigand!

    Vera Seidl

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