Bücher mit dem Tag "14. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "14. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

67 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404178117)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

    (1.347)
    Aktuelle Rezension von: Mikey

    „Die Tore der Welt“ ist die Fortsetzung von „Die Säulen der Erde“ und ca. 200 Jahre später am gleichen Ort, der Abtei und Stadt Kingsbridge, angesiedelt.

    Im Prinzip ist es auch fast ein neuer Aufguss der gleichen Geschichte, es geht wieder um Macht und Intrigen, Gewalt und Liebe. Auch begegnen uns die gleichen Charaktere (in anderen Personen). Es geht diesmal nicht um den Bau einer Kathetrale sondern einer Brücke, wir haben aber wieder den Verhinderer (hier der Prior Godwin), wir haben den von Ehrgeiz zerfressenen Gewaltmensch (Ralph, der Bruder des Baumeisters) und wir haben die vorerst unerfüllbare Liebesgeschichte zwischen Merthin (dem Baumeister) und Caris, einer für die Zeit wieder sehr eigenständigen und fortschrittlichen jungen Frau und späteren Mutter Oberin des Nonnenklosters.

    Diesmal haben wir aber auch einen (im Vorgänger - abgesehen vom Kathedralenbau - vermissten) roten Faden, der die Geschichte zusammenhält und erst am Schluss zur Auflösung kommt, nämlich ein Brief, den ein Ritter (Thomas) bei sich trug, als er von seinen Verfolgern bedrängt wurde, und den Merthin, der als Kind Zeuge wurde, vergraben hat. Ein Eid bindet ihn seitdem an Thomas, das Geheimnis zu wahren. Soviel zum Inhalt.

    Meine Kritik: Es ist unbestritten so, dass wir es mit einer der Gewalt zugeneigten Zeitepoche zu tun haben. Ich finde es darum auch in Ordnung, wenn Follett sich drastischer Schilderungen bedient. So möchte ich garnicht beanstanden, wie in anderen Rezensionen hier zu lesen, dass des öfteren bei der Schilderung von Sexszenen von deftigen Ausdrücken Gebrauch gemacht wird, auch Gewaltszenen dürfen durchaus dem Vorgang entsprechend geschildert werden, dass aber Follett es für notwendig erachtet, im Detail zu beschreiben, wie einem Menschen als Strafe bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird, ging mir zu weit und ich habe diese Zeilen übersprungen.

    Kritisieren muss ich auch, dass die Geschichte anfangs meines Erachtens nach nicht recht in Gang kam. Spannung hat sich erst später eingestellt. Auch die wieder sehr plakativen Figuren mag man monieren. Positiv gegenüber dem Vorgänger ist aber hervorzuheben, dass es nicht so ein Hin und Her gab in der Handlung, sondern ein Gesamtkonzept in der Geschichte erkennbar ist. Auch der Schreibstil ist wieder angenehm zu lesen und animiert zum Weiterlesen. Besonders gut hier, dass Follet in diesem Teil offensichtlich nicht ab dem letzten Viertel keine Lust mehr hatte und nur noch zu einem Ende kommen wollte. Auch die letzten Kapitel sind richtig ausgearbeitet und der Ausgang des Romanes überzeugend, wenn auch etwas zu pilcherhaft.

    Insgesamt wieder ein spannendes Buch und ich kann diesmal auch gern 4 Sterne vergeben.

  2. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783404189120)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

    (1.430)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Das Lächeln der Fortuna" ist Gablés erster Roman um die Familie Waringham, wenn auch zeitlich die Bücher "Teufelskrone" und "Drachenbanner" früher angesiedelt sind und m. E. daher zuerst gelesen werden sollten.

    Gablé nimmt sich viel Zeit für die einzelnen Charaktere. Die Hauptfigur - Robin of Waringham - ist uneingeschränkt  positiv dargestellt und wird über das ganze Buch hinweg eng durch Höhen und Tiefen begleitet. Ich war mit dem guten Ende für den Pferdenarren Robin mehr als zufrieden. 

  3. Cover des Buches Die Hüter der Rose (ISBN: 9783404189137)
    Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose

    (809)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Die Hüter der Rose" spielt von 1413 bis 1442 in der Zeit von Heinrich V. und Heinrich VI. Die Hauptperson ist Robins Sohn John of Waringham. 

    Mir hat der fast nahtlose Anschluss an "Das Lächeln der Fortuna" gefallen, quasi eine Fackelübergabe an die nächste Generation. Örtlich pendelt der Roman zwischen Frankreich und England hin und her. Die bekanntesten Ereignisse dieser Zeit (die Schlacht von Agincourt und die Geschehnisse rund um Jeanne d'Arc) werden geschickt eingeflochten. Zudem werden mit der Geburt der Zwillinge Julian und Blanche of Waringham die Grundlagen für den 3. Teil der Waringham-Saga gelegt. Ebenfalls eingeführt wird der Stammvater des späteren Königshauses der Tudor. "Die Hüter der Rose" ist wieder ein unterhaltsamer und lehrreicher Ausflug in die englische Geschichte.

  4. Cover des Buches Die Kathedrale des Meeres (ISBN: 9783328103134)
    Ildefonso Falcones

    Die Kathedrale des Meeres

    (528)
    Aktuelle Rezension von: oldjoe1610

    Sehr gut recherchiertes Buch. Der Autor hat fundierte geschichtliche Kenntnisse und baut diese zu einem wirklich interessanten historischen Roman aus. Zwischendrin ist er manchmal relativ langatmig aber schlussendlich hätte ich gerne noch weiter gelesen. Nachdem ich schon einige historische Romane gelesen habe, die im heutigen Deutschland spielten war der Schauplatz hier (Barcelona) auch sehr interessant.

  5. Cover des Buches Das Spiel der Könige (ISBN: 9783404189144)
    Rebecca Gablé

    Das Spiel der Könige

    (670)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    Das Spiel der Könige spielt nach dem 100jährigen Krieg in der Zeit der Rosenkriege von der ersten Schlacht von St. Albans 1455 bis zur Schlacht von Bosworth 1485. Die Hauptpersonen sind die Zwillinge Julian und Blanche of Waringham, Kinder von John of Waringham. 

    Die Einführung der dritten Generation erfolgte bereits im Vorgänger-Band "Die Hüter der Rose". "Das Spiel der Könige" beginnt mit dem Tod von John of Waringham, dessen Geschichte damit zuende ist. Personentechnisch wird es langsam unübersichtlich, denn die Königshäuser Lancaster und York mit ihren weitverzweigten Verwandschaftsverhältnissen stehen hier im Mittelpunkt. Dass viele Personen die gleichen Vornamen tragen, macht die Sache nicht einfacher. Hilfreich ist daher der Stammbaum der Hauptpersonen im Schutzumschlag (gebundene Fassung) sowie die vorangestellte Liste der handelnden Personen, damit man überhaupt noch mitkommt. Die Geschichte von Blanche wirkte für mich leider arg konstruiert und brachte m. E. den Hauptplot kaum weiter. Deshalb einen Stern Abzug.

  6. Cover des Buches Der König der purpurnen Stadt (ISBN: B005246CVK)
    Rebecca Gablé

    Der König der purpurnen Stadt

    (609)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Im London des 14. Jahrhunderts arbeitet sich der Tuchhändler Jonah Durham konsequent nach oben und gerät so in den erlauchten Kreis König Edwards und Königin Philippas.


    Es war praktisch nur eine Frage der Zeit, bis ich mich als Fan historischer Romane zur Zeit des Mittelalters auch mal mit Rebecca Gablé befasse. Und ich muss sagen, es hat sich vollauf gelohnt.

    Denn auf über 900 Seiten erstreckt sich alles, was ich an diesem Genre so liebe: Politik anhand historischer Fakten, Intrigen, Liebschaften, all das und noch viel mehr spannend und lebendig erzählt.

    Was das Buch nochmal besonders aufwertet, sind in meinen Augen zwei Dinge. Zum einen hat es, trotz der Tatsache, dass es sich, wie so oft in diesem Genre, um einen extrem langen Roman handelt, kaum bis keine nennenswerten Längen. Immer passiert irgendetwas, das spannend genug ist, um am Ball zu bleiben und ich hatte nicht den Eindruck, dass die Handlung an einer Stelle merklich abflachen würde.

    Zum anderen ist das die Person Jonah Durhams. Zuerst dachte ich, ihm fliegt das Glück schon recht stark zu, andererseits: Er macht zur rechten Zeit am rechten Ort das Richtige. Doch das Schöne ist: Das tut er auch oft genug nicht. Auch er scheitert, meistert scheinbar ausweglose Situationen und hat nicht zuletzt in meinen Augen auch nicht immer den besten Charakter. Aber genau das macht ihn und damit auch das Buch so lebendig und glaubwürdig.


    So bin ich vollauf begeistert und kann nur jedem raten, der bislang warum auch immer einen Bogen um Rebecca Gablé gemacht hat, ihre Romane zu lesen. „Der König der purpurnen Stadt“ erscheint mir hier als sehr guter Start in die Welt des mittelalterlichen Englands.

  7. Cover des Buches Der Bogenschütze (ISBN: 9783499258336)
    Bernard Cornwell

    Der Bogenschütze

    (104)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich gebe zu, dass ich der reinen Story dieses Romans bis vor Kurzem 3 Sterne gab, und dies auch heute noch tun würde. Der Plotverlauf ist mittelmäßig bis in Ordnung. 

    Die Scheinfakten Cornwells, die die Lebensumstände im 14. Jahrhundert und die Kriegsführung betreffen, sind vor allem eines: hollywood-tauglich. Aber NICHT realistisch.

    Auf die Romanhandlung will ich hier nicht noch einmal genauer eingehen - Bernard Cornwell siedelt sein fiktives Abenteuer/Drama im England und Frankreich der Jahre 1342 bis 1346 an und lässt dabei die Anfangszeit des 100jährigen Krieges ... auf seine ganz eigene (unhistorische) Weise lebendig werden.

    Lebendig ist die Geschichte. Und auch wenn ich wohl das Gegenteil von einem Cornwell-Fan bin, hat sein Roman/seine Bogenschützen-Trilogie mich doch dazu gebracht, mich mit dem 14. Jhd. auseinander zu setzen - wobei ich auf ein ganz anderes Bild stieß als Cornwell es schildert.

    "Der Bogenschütze" spielt im "finsteren Mittelalter", wie es uns Kinofilme und leider sogar manche Dokus (terra x bekleckert sich da nicht mit Ruhm) suggerieren - was aber mit der Realität der 1340er Jahre nichts zu tun hat.


    Ich werde bei der Bewertung dieses Buches die Falschdarstellung von Personen geistlichen Standes außer Acht lassen, da diese in einem Cornwell-Roman als gegeben angenommen werden darf, aufgrund von Cornwells irrationalem Hass auf das Christentum (habe dazu schon genug kommentiert, werde mich dieses Mal daran nicht aufhalten, zumal die Delegitimation des Christentums im "Bogenschützen" tatsächlich sogar kaum vorhanden ist).

    Als der König der Schlachtbeschreibungen - wie Cornwell genannt wird - überrascht der Autor gerade in diesen mit erstaunlich viel Klischees und Falschinformationen: Schwerter durchschlagen Helme (in der Realität nicht möglich), Pfeile durchschlagen Rüstungen (in der Realität nicht möglich), der Schwertkampf ist ein wildes Gehacke (was er nicht war, Schwertkampf war KampfKUNST, Fechten, nicht wilde Prügelei) ... Alles perfekt für Action-B-Movies! Aber nicht für einen Roman, dem das Prädikat "historisch" verliehen wurde.

    Und so geht es munter weiter: Die Darstellung der Schlacht von Crécy ist ein Alptraum. Der König von Frankreich lässt sich von einem Astrologen beraten, der im 14. Jahrhundert etwas über die Konstellation des Planeten Neptun faselt (Astronomie 6 - setzen, Mr. Cornwell!). 

    König Johann (der Blinde) von Böhmen stirbt in der Schlacht und Prinz Edward verflucht ihn.

    Zur Erklärung: Prinz Edward erwies dem toten böhmischen König, der trotz seiner Erblindung in den Krieg gezogen war, die größte Ehre mit den Worten: Hier liegt der Fürst der Ritterlichkeit, doch er stirbt nicht. Und nahm dessen Wappenspruch "Ich dien" in sein eigenes Wappen auf - wo wir ihn bis heute in den Wappen der englischen Royals finden.

    Aber egal. Zu edlen Gesten sind Cornwells Figuren nicht fähig. Sein Mittelalter ist barbarisch bis ins kleinste Detail - das sagt viel über den Autor, seine Weltsicht und seine Liebe zu Gewalt aus, nichts aber über das 14. Jhd.

    Doch es kommt ja sogar noch schlimmer: In diesem Roman (und ich schäme mich, dass mir DAS beim letzten Lesen entgangen ist) wird behauptet, dass Prinz Karl, der Sohn des blinden König Johann, in Crécy starb - auf der Leiche seines Vaters verblutete. Ein Schockbild, in dem der Autor vielleicht schwelgte, das aber völliger Müll (sorry) ist: Denn dieser Prinz Karl wurde im selben Jahr 1346 zum deutschen König und späteren Kaiser Karl IV.  Bernard Cornwell - sie haben nicht recherchiert!

    Hinzu kommt dann noch der obligatorische Dreck in den Straßen (der sich durch keine Quelle belegen lässt), die Rohheit, die an Schwachsinn grenzende Dummheit von Menschen (besonders Adliger und eines Bischofs - da stehen mir schon die Haare zu Berge, aber okay, das ist halt Trivialliteratur ...)


    Der eine Stern ist noch zu viel. Wenn man sich mit dem 14. Jahrhundert auskennt, wird man dieses Buch verfluchen. Wenn man sich nicht auskennt, wird man nach dem Lesen mit Fehlinformationen angefüllt sein - wie ich zunächst. Gott sei Dank, dass ich recherchiert habe!

    Ich vermute, dass es mit den anderen Büchern der Trilogie auch so sein wird wie mit diesem ... und ich habe, ehrlich gesagt, gar keine Lust, diese ein zweites Mal zu lesen. Das hier war mir eine Lehre!

    Mal sehen, ob "Das Zeichen des Sieges" sich nach der Recherche auch als absoluter Schund herausstellt ... Ich habe meine Vermutungen ...


    Ja. Dies ist nur ein Roman. Unterhaltungsliteratur, und ich möchte sagen, solche ohne hohen Anspruch. Aber auch Trivialliteratur, die keine Bildungsabsicht hat, sollte nicht verdummen und mit Desinformationen um sich werfen. 

  8. Cover des Buches Der Wanderer (ISBN: 9783499258343)
    Bernard Cornwell

    Der Wanderer

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Nachdem der König von der Existenz des heiligen Gals erfahren hat, beauftrag er Thomas, dessen Vater der letzte Besitzer war, ihn zu suchen. Thomas reist zunächst nach England und gerät gleich mitten in den Kampf gegen die Schotten. Die Suche führt ihn dann wieder nach Frankreich durch Feindesland und Thomas muss sich mal als Priester und mal als Schotte verkleiden um nicht getötet zu werden. Aber auch seine Feinde haben vom Gral erfahren und sind hinter ihm her.------------- Wieder spannend und blutig geht die Geschichte hier weiter. In diesem Teil geht es jetzt endlich mehr um den Gral aber die Geschichte ist mit diesem  Teil noch nicht fertig und ich bin gespannt wie es weiter geht.

  9. Cover des Buches Im Zeichen des Löwen (ISBN: 9783442490035)
    Daniel Wolf

    Im Zeichen des Löwen

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Nati92

    Ein tolles Buch über das Mittelalter, nur diesmal mit weniger Rittern, Burgen und Königen, dafür mit Friesen, Wattenmeer und Schiffen. Auch wenn man nicht viel mit dem Schiffsbau am Hut hat, schafft es der Autor, einem dieses Thema etwas näher zu bringen. Man merkt, er hat sich mal wieder ausgezeichnet über das Thema informiert, bevor er das Buch geschrieben hat.... Und wer noch nicht genug von dem Buch alleine hat, es gibt noch eine eigene Website, in dem einem die Charaktere nochmal näher gebracht werden. Mein Fazit: Daniel Wolf hat mal wieder sehr viel Liebe und Herzblut in eine Geschichte gesteckt. 

  10. Cover des Buches Die heimliche Heilerin (ISBN: 9783548289359)
    Ellin Carsta

    Die heimliche Heilerin

    (93)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Genre: Historischer Roman

    Erwartung: Spannung und die vergangene Atmosphäre erleben.

    Meinung:

    Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Das Buch ist spannend und abwechslungsreich geschrieben. 

    Madlen war als Charakter gut gelungen. Ich mag ihren Mut und ihre Hilfsbereitschaft. Sie hatte es nicht leicht und hat ihr Glück verdient.

    Die Atmosphäre war ganz gut gelungen. Was mir hier wieder besonders aufgefallen ist - und was zu dieser Zeit ja auch oft war -ist der Zustand, dass sich die Meinung der Menschen sehr schnell ändern kann. Auch das Frauen nicht so viel Wert sind wie Männern wurde hier wieder deutlich

    Fazit: 4 Sterne von mir gibt es für das Buch.

  11. Cover des Buches Rungholts Ehre (ISBN: 9783734105517)
    Derek Meister

    Rungholts Ehre

    (77)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    Meister hat mit den Büchern um den übergewichtigen Patrizier Rungholt eine sehr unterhaltsame Mittelalter-Krimireihe geschaffen. Mir persönlich gefallen die ersten beiden Bände am besten, da ich großer Fan von Lübeck und der Hanse bin. Teil 3 fand ich aufgrund des Schauplatzes (Süddeutschland) schwach und nicht zur Reihe passend.  Teil 4 und 5 gefielen mir wieder. Ich mag historische Romane und Krimis, bei denen ich miträtseln kann. Beide Kriterien sind zu 100 % erfüllt worden.  

  12. Cover des Buches Das Kreuz des Pilgers (ISBN: 9783749901586)
    Petra Schier

    Das Kreuz des Pilgers

    (163)
    Aktuelle Rezension von: ses

    Es geht um den jungen Palmiro und seinen Freund Conlin die von ihrer Pilgerreise ein wertvolles Kreuz mitbringen, das viele Geheimnisse hütet und schon einmal viel Unheil angerichtet hat. Gleichzeitig geht es auch um das zusammengebrochene Leben von Rheinhild, die nach dem Tod ihres Ehemanns langsam Gefühle für jemand anderen entwickelt. Obwohl sie weiß, dass ihr Vater eine solche Verbindung nie gutheißen würde.

    Das Cover passt sehr gut zu dem Inhalt des Buches und es spiegelt die Handlung gut wieder.
    Mir hat der Schreibstil von Petra Schier sehr gut gefallen. Sie entführt den Leser in das frühe Koblenz. Ein historischer Roman mit religiöser Handlung. Die Charaktere werden sehr stark beschrieben, da man das Buch aus unterschiedllichen Perspektiven liest und so einerseits die Gedanken und Hintergründe der Protagonisten kennt und andererseits auch weiß, wie sie auf andere wirkt. Das ist sehr schön, um sich in die Geschichte hineinzu versetzen.

    Es ist ein sehr spannendes Buch, über das man teilweise auch viel nachdenken kann. Es fesselt und es beschreibt gut die frühere Zeit. Auch die Sprache, die verwendet wird, stammt von damals. Das ist stark und macht es leichter, die Zeit zu verstehen.
    Hilfreich waren auch die Karte von Koblenz und das Personenverzeichnis am Anfang des Buches, da es sonst manchmal etwas verwirrend gewesen wäre.

    Es war sehr unterhaltsam, das Buch zu lesen und ich bin froh, das ich mir die Zeit dazu genommen habe. Ich kann es nur weiterempfehlen und gebe fünf Sterne!



  13. Cover des Buches Legenden des Krieges - Das blutige Schwert (ISBN: 9783499290763)
    David Gilman

    Legenden des Krieges - Das blutige Schwert

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Yannick_Gabriel

    INHALT :

    England, 1346. Thomas Blackstone ist Freisasse und steht in der Gunst seines Herrn. Die Mutter starb bei der Geburt seines jüngeren Bruders, der Vater bei einem Unfall im Steinbruch. Jetzt ist Thomas sechzehn und sorgt alleine für sich und seinen tauben Bruder Richard. Aber dann kommt der Morgen, an dem Richard und Thomas verhaftet werden weil man Richard vorwirft, er habe ein Mädchen ermordet. Hängt man den Jungen für diesen Mord, dann hängt man auch Thomas, denn er ist der Vormund seines Bruders und für ihn verantwortlich. Doch Lord Marldon ist dem toten Vater der Brüder zu Dank verpflichtet und versucht, die beiden zu retten. Zwar gelingt das mit Hilfe einer List, doch die Jungen haben ihr Land verloren und kein Zuhause mehr. Zudem müssen sie verschwinden. Da trifft es sich gut, dass beide treffsichere Bogenschützen sind. Englands König braucht genau solche Männer in seinem Heer, denn er will seine Ansprüche auf französisches Gebiet durchsetzen. Und so landen Thomas und Richard ohne viel Federlesens in Frankreich, der eine gerade vierzehn, der andere sechzehn Jahre alt. Bald stehen sich das englische und das weit überlegene französische Heer in Crécy gegenüber. Und danach wird für Thomas nichts auf dieser Welt mehr so sein, wie es einmal war.

          WAS MIR GEFALLEN HAT :

    • David Gilman schreibt eine Brutale Einführung in Thomas Blackstone's Anfänge in frühen Jugendjahren. Er ist ein interessanter Charakter und das 1/3 des Buches ist wirklich sehr spannend und voller Handlung.
    • Die Schlachten und kleineren Scharmützel sind detailreich und ausführlich beschrieben. Die Taktik und Strategie der einzelnen Personen wird fast minutiös beschrieben, so dass man doch sehr tief in diese Passagen des Buches eindringen kann.
    • Als Geschichts-Liebhaber ist die Thematik ein absoluter Volltreffer. Ich habe mich immer für den 100-Jährigen Krieg interessiert, wodurch für mich die Welt und die Ereignisse durch diesen Fakt doch spannender wurden.

          WAS MIR NICHT GEFALLEN HAT :

    • David Gillman's Schreibstil ist mir persönlich fast ein wenig zu vulgär und manchmal schleichen sich doch einige größere Logik-Fehler ein, welche das Gesamtbild des Buches ein wenig runterziehen. Thomas Blackstone zbs. wirkt oft wie ein Superheld und kann alles direkt besser als andere Ritter mit jahrelanger Übung. Dies wirkt in einem Buch, welches doch sehr darauf bemüht ist realistisch zu wirken als kleiner Störfaktor.
    • Bis auf Thomas Blackstone wirken alle anderen Charaktere doch sehr platt. Dies kann sich zwar in den Folgetiteln noch ändern, ist aber etwas, was andere Autoren doch mit ein bisschen Finesse besser hinkriegen.

      FAZIT und PUNKTEZAHL :

      Das Blutige Schwert ist ein solider Einstieg in die ''Legenden des Krieges''-Saga über den Langbogenschützen Thomas Blackstone. Nun ja... ich sag's mal so: Ich werde den Folgeteil lesen, war am Ende des Buches aber auch schnell bei einem anderen Titel und habe mir nachträglich nicht wirklich weiter Gedanken gemacht über David Gilman's Start in diese Reihe.
      Positives überwiegt aktuell noch negatives, aber man muss schauen ob der Autor den Bogen schafft mich vollkommen für seine Historischen Romane zu gewinnen. Fans des Genres können einen Blick wagen, wirklich jemand aus dem Stehgreif empfehlen würde ich es aber vermutlich auch nicht.

      72 / 100 Punkten

  14. Cover des Buches Timeline (ISBN: 9783641128036)
    Michael Crichton

    Timeline

    (371)
    Aktuelle Rezension von: nina17s

    Ich hab mich an machen Stellen echt zwingen müssen weiter zu lesen, aber am Ende hat es sich trotzdem gelohnt. Sehr ausführlich wurden die Physikalischen Dinge erklärt, habe davon allerdings auch nur die hälfte verstanden😂

    Dennoch hat es an Spannung nicht gemangelt.

    Es hat sich allemal gelohnt dieses Buch zu lesen.

  15. Cover des Buches The Bear and The Nightingale (ISBN: 9781785031052)
    Katherine Arden

    The Bear and The Nightingale

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3

    Die Geschichte verbindet das historische Russland mit seiner Folklore, den Traditionen, Legenden und Mythen und eine epische Familiengeschichte mit der Emanzipation eines jungen Mädchens. Ich war erst skeptisch, ob eine Amerikanerin eine gute Geschichte schreiben kann, die in Russland spielt, aber sie hat mich angenehm überrascht. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass Katherine Arden nach der Schule ein Jahr in Moskau verbracht und anschließend unter anderem Russisch studiert hat.

    Vorgelesen wird die Geschichte von Kathleen Gati, einer Kanadierin, deren Eltern aus Ungarn stammten. Ob sie selbst so einen starken osteuropäischen Akzent hat oder ihn sich antrainiert hat, weiß ich nicht, aber er gibt der Geschichte auf jeden Fall eine passende Note. Die Handlung war mir persönlich zu langatmig, aber da sie sehr märchenhaft und auch spannend, die ewige winterliche Atmosphäre sehr eindringlich beschrieben ist, war es ganz nett, das Hörbuch zu hören.

    Es ist zwar der erste Teil einer Trilogie, aber da die Story in sich abgeschlossen ist, kann man sie auch einzeln lesen bzw. hören. Ich werde diese Trilogie aber nicht weiter verfolgen.

  16. Cover des Buches Die Jahre des schwarzen Todes (ISBN: 9783453527126)
    Connie Willis

    Die Jahre des schwarzen Todes

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Mat_Ru

    Genial! Historisch so recherchiert und beschrieben, dass es glaubwürdig ist, Zeitreisen und ihre Tücken, sympathische Charaktere, und trotz der Jahre kann man die Geschichte immer wieder lesen, es wird nicht langweilig, man entdeckt auch Neues. Wer Zeitreisen, Geschichte, historische Recherechen liebt, ein Must Read. 

  17. Cover des Buches Die Arznei der Könige (ISBN: 9783404176465)
    Sabine Weiß

    Die Arznei der Könige

    (34)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Im Lübbe Verlag erschien 2018 der historische Roman Die Arznei der Könige von Sabine Weiß.  

    Lüneburg im 14. Jh.: Jakoba lebt nach dem Tod von Mann und Sohn im Kloster und findet in dieser Abgeschiedenheit ihren Seelenfrieden. Sie erlernt die Heilkunde der Kräuter und hilft in der Krankenpflege. Doch ihr Bruder holt sie aus dem Kloster und verheiratet sie für seine Zwecke erneut, diese Ehe ist geprägt von Gewalt. Später flieht Jakoba gemeinsam mit dem Theriak-Krämer Arnold durch deutsche Städte nach Venedig und nach Paris. Sie erwirbt Kenntnisse als Heilerin und wird sogar an den Königshof geholt. 

     
    Der Roman startet mit Jakobas Zeit in einem Kloster und man erfährt, warum sie dort lebt und wie es ihr ergeht. Was dann folgt ist richtig dramatisch und die fesselnden Schilderungen machen von Anfang an neugierig auf den weiteren Lebensweg Jakobas. Die Handlung wird sehr lebendig erzählt wird und die bildhaften Szenen spielten sich vor meinem geistigen Auge ab, sodaß ich den Schmöker innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe.

     
    Jakoba ist eine menschliche und sehr empathische Protagonistin, die das Wohl von Kranken über ihre eigenen Wünsche stellt, aus diesem Grund hat sie sofort alle Sympathiepunkte auf ihrer Seite. Man fühlt mir ihr und möchte die Untaten ihrer Gegenspieler einfach nur von ihr abwehren. Die Figur ihrer Jakoba hat Sabine Weiß nach dem Leben der historischen Figur Jakoba la Félice de Alemania erdacht, sie war in der frühen Medizingeschichte eine berühmte Heilerin.


    Gemeinsam mit dem Heiler Arnold und seiner Frau Mona erlebt Jakoba auf ihrer Reise im Knobelwagen die Widrigkeiten ihrer Zeit, mangelnde Hygiene und auch schlechte Erlebnisse, es kommt zu Überfällen durch Widersacher und so wird es spannend und abenteuerlich und die Lektüre entfesselt einen echten Lesesog. 


    Die Handlung hat einige wenige Längen, ansonsten wird alles sehr stimmig und abwechslungsreich geschildert. Durch die eingebauten Informationen über politische und gesellschaftliche Gegebenheiten erhält man ein passendes Bild dieser Zeit und die Beschreibung der Art und Weise der frühen Heilkunst und die Überheblichkeit der Ärzteschaft sind informative und stimmige Fakten, die die Geschichte passend untermalen.
    Zum Theriak, dem Medikament der Könige, und seinen Anwendungsbereichen hätte ich gern noch mehr erfahren. 


    Dieser lesenswerte Roman ist mit seiner fiktiven Handlung sehr unterhaltsam, die bildhaften Beschreibungen der Schauplätze und die stimmig wirkende Atmosphäre der damaligen Zeit sind gut eingefangen. Der Wunsch einer Frau nach einem selbstbestimmten und eigenständigen Leben Jakobas stand für mich besonders im Fokus.

     

  18. Cover des Buches Die Bärenführerin (ISBN: 9781503900714)
    Lea Weisz

    Die Bärenführerin

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Agnes von Langerode, soll mit Bernhard von Hinzweiler verheiratet werden, aber als die Gauklertruppe in der Stadt war, schlägt ihr Hez für einen Anderen. Kilian, der Bärenführer hat ihr Herz erobert. In ener Nacht und Nebelaktion flieht sie von dem Gut ihres Vaters und lässt alles zurück. Nun muss ihre Schwester Beth an ihrer Stelle Bernhard heiraten... Agnes hingegen hat auch ihre Probleme und es droht die Liebe ihres Leben zu verlieren...

    Ein schönes Roman, der mal was für Zwischendurch und für's Herz ist. Der leichte Schreibstil lässt einen duchr das Buch und die Handling fliegen. Mir hat es sehr gut gefallen und daher volle Sterne.

  19. Cover des Buches Blut und Silber (ISBN: 9783426638361)
    Sabine Ebert

    Blut und Silber

    (171)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Wieder einmal gelingt es der Autorin aus historischen Fakten und Ereignissen in Kombination mit einer spannenden Geschichte ein beeindruckendes Buch zu schreiben. Es reicht vielleicht nicht ganz an die Bücher der Hebammen-Reihe und der Reihe Schwert und Krone heran, ist aber immer noch so gut, dass es mit 5 Sternen gewertet werden muß.

    Das aktuelle Buch ist ziemlich kampf- und schlachtenlastig. Dabei komme es auch zu recht grausamem Begebenheiten, die aber zu damaliger Zeit im Kriegsfall üblich waren. Auch die vielen Torturen und Ungerechtigkeiten unter denen die Menschen seinerzeit unter der Willkür der Herrschenden zu leiden hatte werden eindrucksvoll geschildert.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde mit Sicherheit weitere Bücher der Autorin lesen.

  20. Cover des Buches Die Erben der Erde (ISBN: 9783328105114)
    Ildefonso Falcones

    Die Erben der Erde

    (17)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Die Fortsetzung von „Die Kathedrale des Meeres“

    Barcelona, im Jahr 1387: Der zwölfjährige Hugo Llor hat einen großen Traum: Er möchte eines Tages ein bekannter Schiffsbaumeister werden. Dank Arnau Estanyol, der den Jungen ins Herz geschlossen hat, arbeitet er inzwischen in einer Werft am Hafen. Doch plötzlich kommt alles anders und Hugos Leben ändert sich von Grund auf. Schließlich sucht er sich Arbeit in den Weinbergen und lernt dort die Nichte des jüdischen Weinbergbesitzers kennen – und verliebt sich in sie. Schon bald bekommt Hugo den erschreckenden Hass der unterschiedlichen Volksgruppen hautnah zu spüren. Nach dramatischen Ereignissen nimmt sein Leben eine erneute Wende…

    „Alle wussten, wer Arnau Estanyol war, und seine Geschichte flößte ihnen Bewunderung ein. Es gab noch etliche Zeitzeugen, die erzählen konnten, wie viele Dienste er der Zunft und ihren Mitgliedern schon erwiesen hatte. Hugo stellte sich still und leise neben ihn.“ – Seite 10, eBook

    Vor mehreren Jahren habe ich den Vorgänger „Die Kathedrale des Meeres“ gelesen und so den Lebensweg der Hauptfigur Arnau Estanyol mit Spannung verfolgt. Auf die Fortsetzung des Romans war ich demnach sehr gespannt. Die Hauptfigur in „Die Erben der Erde“ ist der anfangs zwölfjährige Hugo Llor, dessen Vater auf See verstorben ist. Doch auch Arnau Estanyol begegnen wird hier wieder, für den der Junge eine Art Schützling geworden ist. Jedoch nimmt die Handlung schon ziemlich am Anfang einen dramatischen Verlauf und für Hugo ändert sich plötzlich alles…
    Auf knapp 928 Seiten wird Hugos Lebensgeschichte über viele Jahre bis weit hinein ins Erwachsenenalter erzählt – er erlebt Freud und Leid, Glück und Pech, hat Freunde und Feinde. Es gibt überraschende Wendungen.
    Ildefonso Falcones gibt hier das Barcelona Ende des 14./ Anfang des 15. Jahrhunderts sehr gut wieder und beschreibt detailreich den Weinanbau und die Herstellung. Auch das damalige Leben und die historischen Ereignisse sind sehr gut recherchiert und gut in die Handlung eingearbeitet.
    Insgesamt ist Hugos Weg interessant zu verfolgen, jedoch gibt es hier immer wieder Längen, was die Spannung oft dämpft. Es gibt viele packende Abschnitte mit interessanten Entwicklungen, aber dann auch wieder einige Seiten, wo der Geschichte der Schwung fehlt – das fand ich sehr schade. Doch trotz einiger langatmiger Abschnitte lohnt sich das Weiterlesen, denn die Geschichte nimmt gerade zum Ende hin nochmal an Fahrt auf.

    Auch das Meer konnte ihn nicht beruhigen. Er suchte Frieden im Wellenrauschen und in der sanften Brise, doch erinnerte sich nur an Dolcas Verachtung für das Meer: „Es macht nichts anderes, als sich zu bewegen.“ Vielleicht hatte sie recht… - Seite 589, eBook

    Noch zu der Frage, ob man dieses Buch auch lesen kann, ohne den Vorgänger zu kennen: Ja. Es gibt einige kleinere Rückblicke, die wichtig für diese Geschichte sind, aber da die Hauptfigur eine andere ist und einen eigenen und anderen Lebensweg hat, ist „Die Erben der Erde“ auch geeignet für diejenigen, die den ersten Band nicht kennen.

    Mein Fazit: Ein umfangreicher historischer Roman, der seine Stärken und Schwächen hat. Besonders gelungen sind die detailreichen Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze und das Barcelona des 14./15. Jahrhunderts. Es gibt viele interessante und packende Abschnitte, jedoch wird es auch regelmäßig etwas langatmig, was die Spannungskurve leider etwas dämpft. Doch auch wenn mich dieses Buch nicht an allen Stellen überzeugen konnte, lohnt es sich, die Geschichte auf jeden Fall zu Ende zu lesen, da sich die Handlung über viele Jahre erstreckt und die Veränderungen, sowohl im Leben der Hauptfigur als auch historisch sehr interessant sind. Von mir gibt es positive drei Sterne.
  21. Cover des Buches Im Bann des Adlers (ISBN: 9783442492381)
    Daniel Wolf

    Im Bann des Adlers

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Im Bann des Adlers von Daniel Wolf hat mich direkt ins Friesland des 14. Jahrhunderts katapultiert – mit einer packenden Geschichte voller Intrigen, Schicksalsschläge und einer ordentlichen Portion Piratenromantik. Folkmar Osinga, ein talentierter Schiffszimmermann, steht im Zentrum dieses historischen Romans. Sein Leben scheint perfekt, bis er Opfer einer Intrige wird, die ihn zwingt, seine Heimat zu verlassen. Von da an nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, besonders als er den berüchtigten Vitalienbrüdern begegnet.

    Daniel Wolf versteht es, historische Details lebendig zu machen. Die Beschreibungen von Friesland, den politischen Machtkämpfen und den Fehden der Häuptlinge sind so anschaulich, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Besonders spannend fand ich den Einblick in die Welt der Vitalienbrüder und die Darstellung der damaligen Schifffahrt. Die historischen Hintergründe wurden gut recherchiert und geschickt in die Handlung eingebaut, was dem Buch eine authentische Note verleiht.

    Die Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn sie manchmal ein wenig vorhersehbar handeln. Folkmar selbst ist ein sympathischer Held, der trotz aller Widrigkeiten versucht, seine Prinzipien zu wahren. Seine Entwicklung ist glaubwürdig und sorgt dafür, dass man mit ihm mitfiebert. Almuth, die ebenfalls einen wichtigen Part in der Geschichte spielt, bringt emotionale Tiefe und zeigt, wie schwierig das Leben für Frauen in dieser Zeit war. Abbe Osinga, Folkmars Onkel, sticht besonders hervor – er hat sich mit seinem Mut und seiner Stärke trotz körperlicher Beeinträchtigungen in mein Herz geschlichen.

    Der Roman ist lang, keine Frage, aber für Fans von ausführlichen historischen Geschichten ist das genau richtig. Klar, an einigen Stellen hätte man vielleicht etwas kürzen können, da sich manche Handlungsstränge ein wenig ziehen. Aber insgesamt fand ich das Buch trotzdem spannend und unterhaltsam. Die politischen und persönlichen Intrigen sorgen für genug Drama, um die über 1.000 Seiten zu rechtfertigen.

    Fazit: Im Bann des Adlers ist ein gelungener historischer Roman mit viel Herz, einer Prise Abenteuer und jeder Menge friesischer Atmosphäre. Wer Lust auf eine spannende Zeitreise hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen – aber ein bisschen Sitzfleisch braucht man schon. Ich habe die Lesereise jedenfalls genossen und freue mich auf mehr von der Familie Osinga!

  22. Cover des Buches Das Gutenbergkomplott (ISBN: 9783765540486)
    Christoph Born

    Das Gutenbergkomplott

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Aurelio

    In der einstigen Welthauptstadt Rom ereignet sich anno 1453 ein mysteriöser Mord. Der Leser wird Zeuge, wie sich ein Mann namens Sebastiano in den Vatikan einschleicht und dort Kardinal Martini, einen möglichen Nachfolger von Papst Nikolaus, ersticht. Die Spur führt über Guido Bologna, einen aufwärtsstrebenden Ordensmann, weiter zu Kardinal Angelini. Bologna bittet den Kardinal, ihn nach Mainz zu entsenden. Er wolle dort einen Schatz bergen, der Rom die verlorene Macht zurückbringen sollte.

    Im darauffolgenden Jahr tritt der junge Rechtsgelehrte Thomas Berger in Mainz eine Stelle als Richter an. Als er sich mit der Auslegung von Recht und Ordnung seines Vorgesetzten, des Kurfürsten Dietrich von Erbach konfrontiert sieht, fragt er sich, ob ihm Steininger, der Freund seines Vaters, mit dem Angebot des Richteramts einen Bärendienst erwiesen hat. Thomas' erster Fall lässt nicht lange auf sich warten. In einer Waldhütte wird eine Frau tot aufgefunden. Klara Roth führte offensichtlich ein zwielichtiges Leben. Sie hinterlässt ein Geheimnis, für das sich noch jemand interessiert: Guido Bologna und seine Gehilfen. Indes reißt dem Kurfürsten der Geduldsfaden, er mischt sich in die Ermittlungen ein. Thomas verliert seine Stelle und muss die Stadt verlassen. Doch er entschließt sich zu bleiben, um den Fall auf eigene Faust zu lösen. Zusammen mit Katharina Roth, der Schwester der Ermordeten. Es gelingt den beiden, Klaras Geheimnis zu lüften. Die Spur führt zu Johannes Gutenberg, einem Mann, der Gerüchten zufolge an einer neuen Methode des Buchdrucks arbeitet. Für Bologna ist der Zeitpunkt gekommen, seinen Plan zu vollenden. Katharina und Thomas geraten in Gefahr…

    „Das Gutenbergkomplott“ von Christoph Born ist ein anschaulich und flüssig erzählter historischer Roman, in dem sich zwei fiktive Handlungsstränge erst getrennt, bald ineinander verwoben von einem Schauplatz zum nächsten dahinziehen, wobei sich der eine liest wie ein spätmittelalterlicher Spionagethriller, der andere wie ein spannend inszenierter Kriminalroman. Die Reise durch die Vergangenheit führt vom Vatikan über die Lateranbasilika weiter nach Mainz zur Residenz des Kurfürsten, in das damalige Mainzer Kaufhaus oder durch ein verborgenes Tunnelsystem. Johannes Gutenberg und sein Start-up-Unternehmen rücken zunehmend in den Vordergrund. Gutenberg gewährt Thomas einen faszinierenden Einblick in die Buchdruckkunst und das von ihm entwickelte Druckverfahren mittels Druckerpresse und beweglicher Metall-Lettern. Auch die Auseinandersetzungen mit dem Investor Johannes Fust werden thematisiert. Die Figuren sind durchwegs menschlich gezeichnet und wirken entsprechend real. In ihren Lebensweisen und Begegnungen spiegeln sich menschliche und gesellschaftliche Aspekte wider, etwa das immerwährende Thema des Konflikts zwischen Tradition und Aufbruchstimmung, wie es sich zur Zeit des Epochenumbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit besonders kontrastreich manifestiert haben mochte. Die eingeflochtene Liebesbeziehung integriert sich zwar gut in die Handlung, allerdings hätte ich sie mir fantasievoller gewünscht. Befremdlich fand ich zudem den kurzatmigen Ausgang der Geschichte. Abgesehen davon scheint Christoph Born aber die Rezeptur von der Tinte, mit der sich ein geschichtlich bedeutsames Ereignis in ein erlebbares Lesevergnügen umschreiben lässt, offensichtlich zu kennen.

  23. Cover des Buches Die Brücke der Ewigkeit (ISBN: 9783548064079)
    Wolf Hector

    Die Brücke der Ewigkeit

    (134)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox

    Der Roman spielt im 14. Jahrhundert und es geht um die Magdalenen Brücke über die Moldau bei Prag. Die alte Brücke wird komplett bei einer Flutkatasthrophe zerstört. Gerade befinden sich Jan Othin und seine Mutter auf der  Brücke. Er schwört bei Gott, wenn seine MUtter und er das Unglück überleben würde er eine neue stabile Brücke die für immer hält bauen. Er stößt bei seinem Plan eine Brücke für die Ewigkeit zu bauen Jahre später immer wieder auf Freinde und sie muss ja auch finanziert werden. Aber er kann sein Versprechen trotz aller Hindernisse, einlösen.
    Fazit:
    Historischer Roman mit vielen Längen. Deshalb konnte mich der Roman auch nicht fesseln

  24. Cover des Buches Die Rache der Duftnäherin (ISBN: 9783426515013)
    Caren Benedikt

    Die Rache der Duftnäherin

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Die Duftnäherin Anna ist jetzt glücklich mit Gawin verheiratet, sie haben 3 gemeinsame Kinder und leben glücklich im Hause von Anna's Großvater Siegbert von Gossen.

    Siegbert reist mit einem Schiff nach Flandern um dort die letzten Handelswaren zu verkaufen um in Bremen wieder gesichertes Einkommen zu haben. Doch leider kehrt Siegbert nicht mehr nach Hause, stattdessen kommt ein Brief seines Handelpartners wo denn Siegbert bleibe...

    Anna reist sofort nach Flandern um dort Siegbert zu suchen.

    Ein sehr spannend geschriebener Historienroman. Mir hat er sehr gut gefallen. Der Anfang war etwas langatmig, aber dann hat es wieder sehr viel Spaß gemacht das Buch zu lesen!

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