Bücher mit dem Tag "14. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "14. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

169 Bücher

  1. Cover des Buches Saeculum (ISBN: 9783785577837)
    Ursula Poznanski

    Saeculum

     (1.831)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Tolles Buch, spannend geschrieben, nicht nur für Jugendliche

  2. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.564)
    Aktuelle Rezension von: Waldspaziergang

    Der Name der Rose enthält viele Gedanken. Gedanken zur Wahrheit und Wissenschaft, die zum Nachdenken anregen, zum Realisieren oder Überdenken seiner eigenen Meinung, seiner Überzeugung zum Thema. Eine Tiefe wird geöffnet in die einzudringen man eingeladen ist. Auch einige Andere Themen werden angesprochen, doch im Vordergrund steht die Suche der Wahrheit.          

    William von Baskerville (eine Erinnerung an Sherlock Holmes weckend) und sein Begleiter Adson ermitteln in einer angesehenen Abtei in Italien, die überschattet wird von der mysteriösen, Nebel umwobenen Bibliothek, deren Betreten allen verboten ist.        
    Eine dunkle Macht scheint umzugehen und immer wieder neue Opfer zu fordern. Hinweise, und Verdächtige gibt es genug. Doch die Zusammenhänge sind verworren. Nutzbringend ist auch nicht die Versammlung Königs- und Papsttreuer Gesandter, zu deren Besprechung William ausgesandt wurde und die zwischen den im Streit liegenden Parteien vermitteln soll. Ihr Ergebnis ist das noch deutlichere Zerwürfnis und die Verhaftung zweier Schuldiger, die die Taten nicht begangen haben, die man ihnen vorwirft.
     Nachdem alle Verdächtige, Einer nach dem Anderen, selbst zum Ofer wurden, blieb letztlich nur noch einer übrig, der von William schließlich gestellt, zum Äußersten schritt und in seinem Wahn die Schrift des Philosophen vor aller Augen bewahren zu müssen, sich selbst mit ihr vernichtet und dabei die ganze Bibliothek in Flammen setzt, mit der schließlich die ganze Abtei zugrunde geht.     

    Ein entmutigendes Ende, wie schmerzlich die Vorstellung von brennenden Büchern und brennendem Fleisch doch ist. Auch William ist entmutigt, muss er am Ende feststellen, dass die Verschwörung, der er auf der Spur zu sein glaubte, nie existierte. Jeder Mord hatte seine eigenen Motive, hing ungebunden und eher zufällig mit den Anderen zusammen.

    Manchmal zeigen mir Bücher neue Gedanken und manchmal helfen sie mir schon vorhandene Gedanken wahrzunehmen. Wie William glaube ich nicht an eine Wahrheit, keine die wir sehen können. Wie William glaube ich an eine Vielzahl, dutzende von Möglichkeiten, die wir nur durch Wahrscheinlichkeiten und Indizien gegen einander abwägen können. Und wie „Der Name der Rose“ so schön veranschaulicht ist am Ende wahrscheinlich keine von ihnen richtig.

    In diesem Gedanken liegt für mich der Hauptwert des Buches. (Ich glaube darin eine Anleitrung für meinen wissenschaftlichen Bericht gefunden zu haben ;)) Daneben gibt es immer wieder mal schleppende Passagen über die Politik, Architektur, Religion der Zeit und die Visionen Adsons, nicht zu vergessen immer mal wieder kleine lateinische Texte, denen ich mit meinem drei Jahre zurückliegendem Schullatein nicht beizukommen vermag. Die Texte sind am Ende des Buches nachzuschlagen und auch die zuvor genannten Passagen, mag man sie sich Satz für Satz zu Gemüte führen und durch Nachschlagewerke ergänzen oder schon ein Vorwissen über die gegebenen Zustände haben, sind gewiss lehrreich. Doch ich sitze abends gemütlich in meinem Sessel warm eingewickelt in meine Decke weit entfernt von Laptop, Handy oder Duden, und so fielen mir genannte Passagen doch eher lästig und seufzend sehnte ich die Seiten mit mehr Absätzen herbei.

    Ein letztes noch: den Titel des Buches finde ich genial! Auf Seite 590 fiel mir auf, dass er sich mir immer noch nicht recht erklären wollte. Ich vergaß darüber und dann auf der letzten Seite, im letzten Satz (den ich auch noch nachschlagen musste) fiel plötzlich alles perfekt ineinander.

  3. Cover des Buches Das Spiel der Könige (ISBN: 9783404163076)
    Rebecca Gablé

    Das Spiel der Könige

     (644)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Der dritte Teil der Waringham-Saga ist meiner Meinung nach der beste: das Wechselspiel zwischen Blanche und Julian gibt dem ganzen etwas mehr Dynamik. Gablé erzählt wie immer spannend und detailreich, ohne im Wirrwarr von gefühlt hunderten Henrys und Edwards verloren zu gehen. Der beste deutsche historische Roman, den ich je in die Finger bekommen habe.

  4. Cover des Buches Der Halbbart (ISBN: 9783257071368)
    Charles Lewinsky

    Der Halbbart

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Diana42

    Leider habe ich lange für das Buch gebraucht, ich fand es sehr langatmig und wenig spannend. Die Erzählung kreiste immer wieder um sich selbst. Für mich leider keine Leseempfehlung 

  5. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404167890)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

     (1.282)
    Aktuelle Rezension von: Bettina_Reuter

    Gesichildert wird das Leben im Dorf Kingsbridge zur Zeit des 14.Jdts. Zwar eine Art Fortsetzung seines Buches "Die Säulen der Erde", steht es jedoch für sich und man kann es auch ohne Kenntnis des Vorläufers gut lesen.

    Detailreich und sehr gut recherchiert schildert Ken Follett das Leben der Bewohner und ich habe beim Lesen viel über das Leben im Mittelalter gelernt. Man taucht quasi ein in das vielschichtige Alltagsleben je nach Bevölkerungsschicht: einfache Handwerker, arme und unfreie Landbewohner, das Leben der Mönche und Nonnen im Kloster, die Rolle der Frauen in der Gesellschaft, Ritter und Grafen und schließlich das harte Leben der Geächteten, auf sich gestellt im Wald. Dies alles zu lesen war für mich durchaus lehrreich, eine angnehme Art, Geschichte zu erfahren.

    Mich störte jedoch zunehmend die klare Unterteilung in Gut und Böse. Auch wenn die "guten" Akteure durchaus auch ihre Fehler hatten und ein wenig reflektierten, fühlte ich mich jedoch etwas an "Denver-Clan" erinnert. Wer diese Serie der 80er noch kennt ; ) Das war mir etwas zu platt.

    Der Schreibstil war angenehm, vielleicht etwas zu saftig. Eher ein Urlaubs-Schinken, dann aber wegen der 1300 Seiten eher als E-Book!

    Aber ich glaube nicht, dass ich ein weiteres Buch von Ken Follett lesen werde, sondern für gute Geschichtsdarstellung lieber auf die Suche nach anderen Autoren gehe.

  6. Cover des Buches Wölfe (ISBN: 9783832161934)
    Sabine Roth

    Wölfe

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Das Königreich England im Jahr 1520 hat immernoch keinen männlichen Erben. Sollte der König sterben würde dem Land ein Bürgerkrieg bevorstehen. Henry VIII. möchte Anne Boleyn heiraten und seine bestehende Ehe annulieren lassen. In dieser Zeit wird aus Thomas Cromwell ein wohlhabender Mann. Cromwell arbeitet sich von ganz unten nach oben und gehört irgendwann sogar zum engsten Beraterkreis des Königs. 

    Hilary Mantel hat hier einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben. Ganz anders als andere verliert sie sich nicht in Beschreibungen der Zustände, Kleidung, Orte etc. sondern beschränkt sich eher auf die Vielschichtigkeit der Charaktere, Machenschaften, Intrigen und politischen Wendungen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da manchmal zunächst nicht erkennbar ist wer spricht und auch Szenenwechsel nicht deutlich gemacht werden. Nach einiger Zeit bin ich aber gut damit klar gekommen. Cromwell ist für mich eine faszinierende historische Persönlichkeit und ich habe seinen Weg durch dieses Buch besser nachvollziehen können. Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin diesen mitunter sicherlich zweifelhaften Menschen nicht bewertet. Jeder Leser darf sich hier sein eigenes Bild schaffen.

    Fazit: Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss und sollte. Nichts um es "mal eben nebenbei" zu lesen. Ein historischer Roman mit literarischem Anspruch. Ein anspruchsvolles und spannendes Zeitportrait. Wirklich empfehlenswert aber bestimmt nichts für Jedermann.


  7. Cover des Buches Die Hüter der Rose (ISBN: 9783404156832)
    Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose

     (775)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    England im frühen 15. Jahrhundert: Dem jungen John of Waringham, Robins jüngstem Sohn,  droht eine klerikale Laufbahn, was absolut nicht dessen Vorstellungen entspricht. Und so beschließt der Dreizehnjährige, Waringham hinter sich zu lassen, und flieht auf den Hof in Westminster. Dort legt er eine Steilkarriere hin, findet neue Freunde und Feinde und wird zum gefeierten Kriegshelden im Hundertjährigen Krieg gegen Frankreich. Ein Sammelsurium von höfischen Intrigen, Abenteuern, Freundschaft und Liebe. 

    Der zweite Teil der Waringham-Saga steht dem ersten in keinster Weise nach. Auch hier legt die Autorin einen bildgewaltigen Epos hin, der sich über mehrere Jahrzehnte der englischen und auch französischen Geschichte zieht, und dabei das Hochmittelalter wieder auferstehen lässt. Der fesselnde und bildhafte Schreibstil von Rebecca Gablé reißt einen beim Lesen derart mit, dass man das Buch kaum noch aus den Händen legen kann. dazu trägt auch der Spannungsbogen, der sich beständig aufbaut, und immer wieder in kleinen und auch größeren actionreichen Szenen wieder entlädt. Zum vollkommenen Lesegenuss tragen sicherlich auch die Protagonisten bei. Zwar ähnelt John in gewissen Zügen seinem Vater Robin aus dem ersten Band, allerdings ist John trotzdem facettenreich und tief gestaltet und vor allem ein enormer Sympathieträger. Bemerkenswert ist aber auch die Recherchearbeit, die die Autorin hier geleistet hat. Die Intrigen am Hof, der lange andauernde zermürbende Krieg, aber auch das Leben von Adel und einfacher Bevölkerung im mittelalter werden anschaulich und authentisch dargelegt, und man kann hier wirklich beim Lesen einiges Lernen. 

    In meinen Augen ist das Buch einfach rundum gelungen und eine große Leseempfehlung für Fans des Mittelalters. 

  8. Cover des Buches Die Bastardtochter (ISBN: 9783499268014)
    Petra Schier

    Die Bastardtochter

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Akantha
    „Die Bastardtochter“ von Petra Schier ist der dritte Band ihrer Kreuz-Triologie (Band eins: „Die Eifelgräfin“, Band zwei: „Die Gewürzhändlerin“). Die Autorin selbst gibt am Ende zwar an, man könne die Teile auch in umgekehrter Reihenfolge lesen, da würde ich jedoch nicht zustimmen. Im finalen Buch wurde auf sehr viele vergangene Ereignisse Bezug genommen, die wichtig für die Geschichte sind. Nicht zuletzt das Motiv des Antagonisten ist stark in der Vergangenheit verankert, aber erstmal zum Anfang:

    Protagonistin ist Enneleyn, die uneheliche Tochter des Grafen Johann von Manten. Er hat sie als Tochter anerkannt, sodass sie mit ihm und seiner Frau Elisabeth in seinem Haushalt in Koblenz lebt (Die Geschichte dieses Paares beinhaltet vor allem der erste Band der Reihe). Gesellschaftlich haftet Enneleyn jedoch immer noch ein Makel an und so ist sie mehr als bereit den charmanten Ritter Guntram von Eggern zu heiraten. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich zeigt, dass ihr Ehemann, statt liebevoll und einfühlsam, brutal und hinterhältig ist. Enneleyn scheint nur eine Figur in seinem bösartigen Plan zu sein.

    Der andere Protagonist, neben Enneleyn, ist Anton Bongert, der Bruder der Gewürzhändlerin Luiza (ihre Erlebnisse sind vor allem dem zweiten Band der Trilogie zu entnehmen) und selbst ein Kaufmann. Die Geschichte wird im Wechsel aus seiner und Enneleyns Perspektive erzählt. Diese Methode soll eigentlich dazu dienen, dass der Leser sich in diese beiden Charaktere gut einfinden kann. Bei mir hat das leider nicht geklappt.
    Natürlich trägt allein Enneleyns Charakter, ihr Stolz und vor allem ihre Schicksalsergebenheit und Gottsfurcht die Geschichte. Doch ich war auf jeder Seite entsetzt, was sie über sich ergehen lässt, wie untätig sie ist und wie sie sich selbst immer tiefer in die Opferrolle fallenlässt. Entgegen entsprechender Komplimente, die sie erhält, war sie keine starke Frau, was ein krasser Gegensatz zu den ersten beiden Bänden der Reihe ist. Elisabeth und Luzia lassen sich darin nichts gefallen, treten für sich ein und sind wirklich stark. Enneleyn ist natürlich ob ihres Ehemannes nur zu bedauern, aber kein Charakter mit dem ich mich identifizieren oder ihn bewundern könnte.

    Der Leser bleibt die ganze Zeit dran, weil er vor allem Guntrams Plan aufdecken will. Hierzu hat Petra Schier auch in schöner Regelmäßigkeit Hinweise eingestreut, sodass man sich nicht durch das Buch durchquälen muss. Aufgrund von Enneleyns Passivität zieht sich die Erzählung allerdings sehr in die Länge. Erst am Ende, als sie aktiv wird, wird es nochmal spannend und auf einmal geht alles ganz schnell. Trotzdem wäre es angenehmer, wenn man auch bei dem persönlichen Erzählstrang von Anfang an neugierig und voll freudiger Erwartung die Seiten umschlägt.

    Als einen kleinen Missgriff empfinde ich außerdem die Sprache eines kleinen spanischen Jungen, der deutsch lernt. Vermutlich um die Authentizität zu erhöhen, gibt die Autorin seine deutschen Sätze exakt wieder, mit allen falschen Konjugationen, Aussprachen und auch wie er sich selbst korrigiert. Das ist bereits nach kurzer Zeit anstrengend und so nervig für den Leser, dass ich seine wörtliche Rede gerne überspringen wollte. Der Plan, dass es authentisch oder niedlich erscheinen könnte, ist an mir leider ins Gegenteil verkehrt.

    Erwähnenswert, aber ohne Einfluss auf meine Beurteilung, ist für die komplette Trilogie definitiv noch die mystische Komponente. Es gibt eine Reliquie, mit der Dinge geschehen und die Ereignisse auslöst, welche nicht rational erklärbar sind. Im besten Fall sollte dies etwaigen Leser gefallen, da es ein wichtiges Motiv der Geschichte ist. Mir sagt es nicht so sehr zu, aber die tollen Charaktere in den ersten beiden Bänden und die spannende Handlung konnte darüber hinwegtragen. In „Die Bastardtochter“ ist das leider nicht gelungen.

    Abgesehen von einer Stadtkarte zu Beginn des Buches, findet sich zum Schluss noch ein Personenregister mit Hinweis auf historische Persönlichkeiten. Außerdem ist auf der letzten Seite ein mittelalterliches Rezept von einem Gericht angegeben, das im Buch vorkommt, sowie eine neuzeitliche „Übersetzung“, die das Nachkochen erleichtert. Eine hervorragende und amüsante Idee! Zu der Mahlzeit kann ich leider noch kein Feedback geben, werde es aber definitiv ausprobieren.

    Insgesamt hat mir das Finale leider nicht so gut gefallen, wie die ersten beiden Bände. Enneleyn ist für meinen Geschmack keine interessante Protagonistin und durch ihren zurückhaltenden Charakter wurde die Geschichte stark gelähmt. Die Grundidee war allerdings spannend und ich habe mich gefreut, die Charaktere und ihren Humor wiederzutreffen. Daher komme ich zu 3 von 5 Sternen.
  9. Cover des Buches Der König der purpurnen Stadt (ISBN: 9783404152186)
    Rebecca Gablé

    Der König der purpurnen Stadt

     (587)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Im Jahr 2002 erschien der Roman "Der König der purpurnen Stadt" von der Königin der historischen Romane Rebecca Gablé im Bastei Lübbe Verlag.


    London im Jahr 1330: Nach dem Tod seiner Mutter geht der achtzehnjährige Jonah Durham bei seinem Cousin Rupert in dessen Tuchladen in die Lehre. Dort hat er einen schweren Stand, denn Rupert ist gewalttätig und zu Jonah oft ungerecht. Einzig seine Großmutter Cecilia schenkt ihm etwas Zuneigung. Jonah möchte ein erfolgreicher Tuchhändlerwerden, doch dazu muss er in der elitären Londoner Tuchhändlergilde aufgenommen werden. Als er König Edward und seiner Frau, Königin Philippa begegnet, kommt er seinem Traum näher. Er wird Hoflieferant und der jüngste Kaufmann in der Gilde. Gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er den Londoner Tuchhandel. Mit seinem Erfolg erntet er auch Neid und wird zum Opfer von Intrigen.

    Diesen historischen Roman lässt die Autorin wieder im Mittelalter in England spielen, doch dieses Mal ist kein Adliger der Protagonist, sondern ein Kaufmann und Wollhändler aus London. Jonah Durham ist eine Figur, mit der man sich auf eine abenteuerliche Reise machen kann, denn sein Erfolg im Beruf, sein Aufstieg in die elitäre Tuchhändlergilde ist seinen Neidern ein Dorn im Auge. Er muss einiges einstecken, bis er diesen Aufstieg geschafft hat und auch danach hat er einige Feinde. Seine Liebe zur Königin Philippa macht die Sachen um einiges schwerer als es schon der Fall ist.


    Auch dieser Roman ist der Autorin wunderbar gelungen, das London des 14. Jahrhunderts und das damalige Kaufmannsleben zeichnet sich als Kopfkino ab und die Hauptfigur Jonah hat mit seinem Lebenswandel einige Intrigen und Abenteuer zu bestehen, die mit Liebe, Leid und Freud beim Leser für gute Unterhaltung sorgen.


    Es entsteht ein guter Einblick in die Gebräuche der Zünfte und Gilden und das Leben des Mittelstands wird hier authentisch nachempfunden. Aus dieser Sicht hat man eine neue Perspektive auf die Adelsherren, den König und die Ritter und lernt die politische und gesellschaftliche Struktur Londons kennen.

    Anhand einiger weiblicher Charaktere verdeutlicht die Autorin gezielt die Rolle der Frau im Mittelalter mit ihrer unterwürfigen Stellung, sie zeigt die vorherrschende Gewalt und Unterdrückung, jedoch ohne diese Rolle zu stark zu dramatisieren. Die Darstellung von Königin Philippa gefällt mir ausgesprochen gut, denn sie weiß sich trotz der Abhängigkeit von ihrem Mann durchaus geschickt und mit intelligenten Schachzügen zu wehren und ihre Interessen durchzusetzen.

    Es ist die Kunst der Autorin, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und man kann sich gut in die Figuren hineinversetzten und ihr Handeln nachvollziehen, wenn auch nicht billigen. Mir erschien die Hauptfigur Jonah mit seinen negativen Zügen zwar nicht unbedingt als Sympathieträger, doch er wird damit auch glaubhaft. Gegen die anderen Romane fehlt es der Geschichte insgesamt ein wenig an Spannung.

    Doch auch dieser Roman ist wieder gut recherchiert und hat reichlich Unterhaltungspotential.
    Obwohl hier einige Figuren aus anderen Bänden eingebunden werden, ist dieser Roman eine eigenständige Geschichte.

    Am Ende lösen sich die Intrigen und Bosheiten von Jonahs Neidern und Gegner in Wohlgefallen auf, was einem Roman dieser Art einen guten Abschluss verpasst.


    In diesem Roman taucht Rebecca Gablé ins Tuchhändler-Milieu ein und bringt mit stimmiger Hintergrund-Zeichnung eine interssante Geschichte zu Papier, die mit ihren bisherigen Romanen vielleicht nicht ganz mithalten kann, aber dennoch für gute Leseunterhaltung sorgt.

  10. Cover des Buches Eine unbeugsame Braut (ISBN: 9783736307025)
    Simona Ahrnstedt

    Eine unbeugsame Braut

     (75)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Das Buch wird rasendschnell dumm. Das beginnt damit, dass die Figur in einem See nackt badet und danach sich von der Sonne trocknen lässt. Ich war schon an so vielen Orten und Seen, nur habe ich noch nie eine nackte und junge Frau entdecken können. Schon gar nicht eine, die sich von der Sonne trocknen lässt. Auch nicht einen nackten Mann mit einem Adoniskörper, was für mich natürlich idealer wäre.

    Danach wird sie entführt, nackt vor einem Ritter präsentiert, der sie zuerst begutachtet und erst später ihr einen Umhang gibt. Doch sie bewahrt ihre Würde, indem sie sich weigert, etwas anderes als den Umhang anzuziehen. Wie bewahrt man da die Würde? Wie funktioniert das? Da baumeln vor einem die Titten und die Dame bewahrt ihre Würde, weil sie sich nicht bedeckt. Ich meine, man wird schon dadurch erniedrigt, dass man nackt von einem See zu einem Bauernhof gebracht  und dann nackt vor einem völlig Wildfremden präsentiert wird, der zuerst einmal die Dame begutachtet und erst nach einer Weile einen Umhang anbietet.

    Der Ritter Markus begleitet sie zurück zu ihrem Hof. Auf dem Weg dorthin attackiert aus einem Missverständnis der Zwillingsbruder den Ritter und Markus bringt ihn aus Notwehr um. Woraufhin die Halbbrüder den Markus gefangen nehmen, und die Protagonistin hat dabei ein schlechtes Gewissen! Sie wird entführt, nackt vor einem Mann gestellt, der sie halbnackt zurückführt und schließlich bringt er ihren Zwillingsbruder vor ihren Augen um und sie hat Gewissensbisse? Ich meine, versetzt die Autorin sich beim Schreiben nicht in die Figuren? Achtet sie nicht auf die Gefühle? Stattdessen serviert sie uns einen wirklich schlechten Porno.

    Schließlich soll sie den Ritter, den Mörder ihres Zwillingsbruders heiraten. Dabei redet sie davon, dass sie Alex will. Sie nennt ihn das beste, was ihr je geschehen könnte, beschreibt ihn als liebevoll, zuvorkommend, perfekt, und plötzlich liebt sie ihn wie einen Bruder, wobei ich anmerken muss, dass die Liebe zu ihrem Bruder absolut nichts wert ist, schließlich vergibt sie den Mord nicht nur, er wird einfach aus der Geschichte gestrichen, als hätte es nie stattgefunden.

    Wieso glauben so viele Autoren, dass aus einer Zwangsehe etwas Wunderbares wachsen kann. In der Wirklichkeit wird man keinen Menschen finden, der glücklich zwangsverheiratet wurde. Die meisten werden dabei vergewaltigt, so wie in dieser Geschichte auch! Er vergewaltigt sie und das lässt eine tiefe Narbe zurück. Aber die Figur hier ist so blöd, dass sie sich an frühere Geschehnisse einfach nicht erinnern möchte. Entführung, Mord, Zwangsheirat, Vergewaltigung. Alles nur Sachen von Gestern, die die Figur gekonnt vergisst, um sich auf das nächste Problem zu konzentrieren.

    All die Vorarbeit weicht dann schließlich einer zähflüssigen Handlung, die nach der Hochzeitsnacht jegliche Spannung verliert und zu einem langweiligen Alltag wird, der langatmig den Marktblödsinn beschreibt, als wäre es etwas Besonderes oder gar Einmaliges. Ich kenne Märkte und ich verstehe nicht, was diese Beschreibungen sollen. So ein Markt verliert ziemlich schnell ihren Reiz, wenn man vorher entführt wurde, Zeuge eines Mordes, zwangsverheiratet und schließlich auch noch vergewaltigt wurde! Ich bin mir sicher, die Autorin ist noch in ihrer Anfangsphase, aber wenn ich der Figur einen IQ-Wert geben sollte, liegt dieser weit unter 50.

    Und wenn eine Autorin schreibt, ein Gefühl wäre undefinierbar, dann verliert die Autorin jede Achtung vor mir. Jedes Gefühl ist definierbar, jedes Gefühl kann man beschreiben, jedes Gefühl kann man dem Leser mitfühlen lassen.

    Keine Ahnung, ob das Buch einen historischen Wert hat, das kann ich nicht beurteilen, aber in der Gefühlsebene versagt sie komplett und die Figur wird dümmer, als man es erlauben kann. Abgebrochen auf Seite 116.

  11. Cover des Buches Die Gabe des Himmels (ISBN: 9783442483198)
    Daniel Wolf

    Die Gabe des Himmels

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Hikari51

    Auch in diesem Band führt uns eine spannende Handlung die Probleme der Zeit, des beginnenden 14. Jh, vor Augen. Die Zünfte begehren gegen die Übermacht der Patrizier auf. Die Medizin steckt in den Theorien der Antike fest. Viele Oberen der Kirche sind vom "rechten Weg" abgekommen. Die Pest zieht durch das Land und spitzt die Situation zu. Die Angst sucht Schuldige, sucht ein Ventil. Machthungrige nutzen die Situation und schüren den Hass gegen die jüdische Gemeinde. In Vielen Regionen Europas kommt es zu Progromen. Im Ort des Geschehens können diese gerade noch vermieden werden.

  12. Cover des Buches Die Salbenmacherin (ISBN: 9783839217313)
    Silvia Stolzenburg

    Die Salbenmacherin

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Schmusekatze69

    Olivera (16) lebt mit ihrer Familie in Konstantinopel und wünscht sich, dass ihr Vater endlich einen Heiratskandidaten für sie aussucht. Sie selbst hat schon eine jungen Mann ins Auge gefasst. Laurentius ist ein Handelspartner ihres Vaters und kommt aus Tübingen. Mit Hilfe einer List und Ihrer Großmutter, bekommt sie die Zustimmung und reist kurze Zeit später mit Lauenz nach Tübingen ab. Was aber als Liebesheirat begann, entpuppt sich bald als großer Fehler. Gewalt und  Jähzorn werden genau so wie Unaufmerksamkeit zur Tagesordnung. Was dann Oliver entdeckt, bringt ihr Leben in Gefahr. 

    Silvia Stolzenburg läßt unterschiedliche Kulturen des 15. Jahrhunderts aufeinander prallen. Sie bringt Missverständnisse und Aberglauben gegenüber anderen Kulturen sehr bildlich herüber. Auch über die Handelsware zwischen dem Orient und Europa werden glaubwürdig und sehr informativ dargestellt. Die Ablehnung dunkelhäutiger Frauen gegenüber, machen das Leben zur damaligen Zeit nicht einfach. Die Autorin großen Wert auf eine genaue Darstellung der damaligen Zeit mit   Gesellschaftsform oder den Lebensumständen. Alles verknüpft sie auch noch einen spannenden Krimi. Dem Leser wird schnell klar, dass Laurenz etwas verbirgt. Seine eigenes Gewissen lastet auf ihm und lässt ihn unberechenbar werden. Interessant sind auch die Informationen über einer Salbenmacherin, ihrer Arbeit und ihrer Zusammenarbeit mit einem Apotheker. Ein großartiges Buch und für jeden der historische Bücher liebt sollte es ein Muss werden. ⭐⭐⭐⭐⭐

  13. Cover des Buches Tod im Beginenhaus (ISBN: 9783499243813)
    Petra Schier

    Tod im Beginenhaus

     (127)
    Aktuelle Rezension von: julestodo
    Der gelungene  Einstieg in die Serie um die Apothekerstochter Adelina. Eine taffe junge Frau, die weiß, was sie will und sich durchsetzt.
    Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, der Titel hat mich sofort neugierig gemacht auf das Buch. Ich bin nicht enttäuscht worden!
    Die Lektüre dieses Buches kann ich jedem nur empfehlen!
  14. Cover des Buches Im Zeichen des Löwen (ISBN: 9783442490035)
    Daniel Wolf

    Im Zeichen des Löwen

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    In Daniel Wolfs aktuellem Roman, der in Friesland im 14. Jahrhundert spielt, geht es um zwei verfeindete Familien. Die Blutfehde ist zwischen Wilke Tammen Osinga und Enne Rycken entbrannt, denn alles beginnt damit, dass Wilke eine Nachricht erhält, Enne hätte seinen ältesten Sohn Unicke umgebracht. Wilke Tammens Rache ist furchtbar, und er verpflichtet seine ganze Familie, ihn zu unterstützen, auch seinen Sohn Jann Wilken, den er eigentlich verachtet, weil er als Bastard geboren ist. Und obwohl er kaum ein gutes Wort oder einen Blick für Jann übrig hat, erwartet Wilke, dass auch dieser Sohn ihm in den Kampf folgt. Dabei möchte Jann nichts lieber, als Schiffe konstruieren und bauen. Das ist seine ganze Leidenschaft, und darin ist er richtig gut, nur leider kann er offiziell nie ein Schiffbauer werden, denn als Bastard wird ihm der Zutritt zur Gilde nicht gestattet. Zudem ist er auch noch unglücklich in Jorien verliebt, die Tochter des Schiffbaumeisters Folkmar Peters, bei dem er arbeitet. Auch hier hat er wieder schlechte Karten, denn als Bastard bleibt ihm auch diese Verbindung verwehrt.

    Enne, der Erzfeind der Familie Osinga, ist das Oberhaupt der Familie Hylkena zu Duvelslond. Eigentlich besteht Ennes Familie nur noch aus ihm selbst und seiner Schwester Alke, die eine gefürchtete Alchimistin ist.

    Alle Tragödien, sie sich im Verlauf des 925 Seiten starken Romans ereignen, haben direkt oder indirekt ihren Ursprung in dieser unglücklichen Fehde zwischen den beiden Familien. Was sich alles abspielt, darauf möchte ich gar nicht näher eingehen, um die Spannung nicht zu zerstören. Jann, der wichtigste Charakter im Roman ist ein sympathischer Mann, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt, obwohl ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Er baut erfolgreiche Geschäftsbeziehungen nach Lübeck auf und findet dort einflussreiche Freunde. Hier fließt auch ein Teil der Geschichte des damaligen Städtebündnisses, der Hanse, mit ein.

    Auch Bremen spielt eine nicht unwesentliche Rolle im Roman, denn dort lebt Folkmars Schwester, Theda Peters und leitet den Beginenorden Sankt Katharinen. Auch hierzu entstehen im Lauf des Romans einige Verknüpfungen.

    Die Handlung erstreckt sich über 33 Jahre, beginnend im Jahr 1350, bis 1383, wo man im Epilog erfährt, wie es mit den lieb gewonnenen Charakteren weiter geht. Ja, lieb gewonnen habe ich einige Charaktere. Da ist zum einen Jann, der unermüdliche Kämpfer, der stets für Gerechtigkeit einsteht und sich vom Leben nicht unterkriegen lässt. Auch sein Bruder Abbe, Wilkes Drittgeborener, ist ein kluger und sympathischer Mensch, mit dem es aber das Leben auch nicht gut gemeint hat, denn er ist ein Krüppel und hat damit nicht viel mehr Rechte als ein Bastard. Im Verlauf der Geschichte wird immer wieder klar, wie ungerecht (oder auch selbstgerecht) die Menschen damals dachten und handelten. Jemand, der eine angeborene Behinderung aufwies, wurde abfällig betrachtet, und hinter einem körperlichen Gebrechen wurde auch schnell eine geistige Störung vermutet und der Betroffene als dumm und unzurechnungsfähig abgestempelt.

    Alles in allem beweist sich Daniel Wolf hier wieder als grandioser Erzähler mit einem enormen historischen Wissen. Vor allem der Schiffbau der damaligen Zeit wird sehr detailliert dargestellt. Auf der inneren hinteren Buchklappe ist eine Kogge aus dem 14. Jahrhundert abgebildet. Auch gibt es hinten im Buch glücklicherweise ein Glossar der friesischen und maritimen Begriffe, mit denen ich teilweise so meine liebe Not hatte.

    Es waren raue, gefährliche Zeiten, die damals in Friesland herrschten, und die Ereignisse sind auch ungeschönt dargestellt. Gerade das Los der einfachen Bevölkerung wird immer wieder thematisiert. Vor allem das Leben in Warfstede kann man sich bildhaft vorstellen, denn von dem Ort gibt es eine kleine Karte vorne im Buch. Auch ein Personenverzeichnis findet man dort, was auch wichtig ist, denn es sind im Verlauf der Geschichte sehr viele Charaktere eingebunden.

    Mir hat Janns Geschichte gut gefallen, auch wenn mich die vielen Fachbegriffe und Erläuterungen zum Koggenbau ziemlich an meine Grenzen gebracht haben. Das ist auch der Grund, wieso ich ziemlich lange an dem Buch gelesen habe, denn manchmal ging es nur „häppchenweise“ vorwärts, da es doch ein paar Längen in der Geschichte gibt. Auch einige Handlungen der an sich guten Charaktere waren für mich manchmal fragwürdig und irritierend.

    Ich muss gestehen, dass für mich das Buch nicht ganz an die Fleury-Saga heran kommt. Da hinter dem Titel „Im Zeichen des Löwen“ angegeben ist, es würde sich um die Friesen-Saga 1 handeln, gehe ich davon aus, dass es demnächst weitere Bände dazu geben wird. Darauf bin ich auf jeden Fall gespannt.

  15. Cover des Buches Frevel im Beinhaus (ISBN: 9783499254376)
    Petra Schier

    Frevel im Beinhaus

     (85)
    Aktuelle Rezension von: bettinahertz

    Inhalt: „Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz darauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben.
    Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet …“

    Im Roman „Frevel im Beinhaus“ reisen wir wieder nach Köln ins 14. Jahrhundert. Autorin Petra Schier nutzt als historischen Hintergrund die Verurteilung eines Klerikers, die in Zeiten der Absetzung König Wenzels in den Geschichtsakten auftauchte. Daraus strickt Petra Schier einen packenden historischen Roman, der mit hervorragenden Krimielementen gespickt ist.

    Der Schreibstil ist wieder toll zu lesen, sehr anschaulich erleben wir Köln im 14. Jahrhundert und tauchen buchstäblich in eine andere Zeit ab. Petra Schier kann herrlich lebendig schreiben, ich hatte alles stets vor Augen und konnte mich in allen Situationen hineinversetzen.

    Zu Beginn des Romans tauchen wir wieder in Adelinas Haushalt bzw. in ihre Apotheke ein. Es war mir eine Freude, alle Personen der Familie, Freunde und Bekannte wieder zu treffen. Es ist einige Zeit zum Vorgängerband vergangen und man konnte von jedem seine persönliche Entwicklung verfolgen. Hinzu kommt die persönliche Geschichte des städtischen Hauptmanns Tillmann Greverode. Diesen Part finde ich absolut gelungen!

    Adelinas Mann Neklas Burka, städtischer Medicus, gerät in einem schlimmen Verdacht und wer Adelina kennt, weiß, dass sie nicht eher ruhen wird, bis der wahre Schuldige gefunden ist. Dabei gerät sie in immer verstricktere Situationen und ein Ausweg erscheint schier unmöglich. Wer hat es auf ihre Familie abgesehen? Ist es Bruder Thomasius, um den es lange Zeit ruhig war? Holt Neklas Vergangenheit ihn wieder ein?

    Petra Schier glänzt nicht nur mit historischen Aspekten, sondern knüpft auch hier einen spannenden Kriminalfall ein. Ich fand es außerordentlich interessant, wie damals ermittelt wird, für einen Unschuldigen keine leichte Kost. Der Spannungsbogen ist enorm hoch, man mag das Buch kaum aus der Hand legen.

    Ein Personenverzeichnis, Nachwort und ausführliches Glossar machen diesen Roman zu einer kompletten Einheit. Insgesamt ist es ein weiterer lesenswerter Roman aus der Adelina Reihe. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und fünf Sterne.

  16. Cover des Buches Die Arznei der Könige (ISBN: 9783404176465)
    Sabine Weiß

    Die Arznei der Könige

     (30)
    Aktuelle Rezension von: nirak03

    Jakoba hat sich in ihrem Leben eingerichtet, endlich hat sie in einem Kloster Frieden gefunden. Sie darf als Krankenpflegerin arbeiten und lernen. Doch dann zwingt ihr Bruder sie dazu, das Kloster zu verlassen und eine neue Ehe einzugehen. Ihr Ehemann stellt sich sehr schnell als brutaler Schläger heraus. An seiner Seite wird Jakoba kein gutes Leben führen können. Es kommt zum Schlimmsten und die junge Frau ergreift die Flucht. Allein auf sich gestellt begibt sie sich auf eine gefährliche Reise ohne Ziel. Sie trifft auf unerwartete Hilfe in Form eines Mannes und seiner Frau. Arnold ist Theriak-Krämer und seine Frau Mona unterstützt ihn. Jakoba kann die Zwei davon überzeugen, sie mitzunehmen und ihr die Kunst des Heilens und das Geheimnis des Theriaks anzuvertrauen. Ihr Weg führt sie bis nach Paris, zu noch größeren Geheimnissen und an den Königshof.


    Jakoba, die Heilerin, hat tatsächlich gelebt, und zwar im 14. Jahrhundert. Auch wenn es nicht viel über diese Frau an Material zum Nachlesen gibt, war sie trotzdem weit ihrer Zeit voraus. Die Autorin Sabine Weiß hat diese historische Figur als Vorbild für ihre Jakoba verwendet. Geschickt erzählt die Autorin aus dem Leben der Frau und wie sich ihr Weg gestaltet haben könnte. Allerdings lässt Sabine Weiß Jakoba ihren Weg von Lüneburg aus antreten, das historische Vorbild stammte vermutlich aber aus Florenz (laut Wikipedia).


    Auch wenn der Lebensweg, der hier beschrieben wurde, nicht unbedingt historisch korrekt war, hat mich die Geschichte trotzdem gut unterhalten. Die Autorin versteht es, eine gute Geschichte zu erzählen. Jakoba hat großes Interesse an der Heilkunst und an der Herstellung des berühmten Theriaks. Ihr Wille zu lernen, wird geschickt mit der Geschichte ihrer Flucht und ihrem Leben verwoben.


    Das Schicksal dieser jungen Frau hat dann auch einiges zu bieten. Mir hat sie als Charakter gut gefallen. Sie hat immer versucht, nicht aufzugeben und ihre Ziele verfolgt. Auch wenn ihr Handeln so manches Mal etwas in den Hintergrund gerutscht ist, weil andere Charaktere der Geschichte mehr Raum gebraucht haben, blieb sie doch immer präsent.


    Vor allem Arnold und seine Frau Mona nehmen einen guten Teil der Handlung ein. Mir hat dieser geheimnisvolle Krämer gut gefallen und ich hätte tatsächlich gern noch mehr von ihm und seinen geheimen Unternehmungen gelesen. Auch seine Frau fand ich gut gezeichnet. Es gab noch einige Protagonisten mehr, die mir gut gefallen haben und die diese Geschichte zu einer guten Geschichte gemacht haben.


    Der leichte Erzählstil von Sabine Weiß trägt mit dazu bei, dass das Buch sich quasi von allein liest. Dabei verknüpft die Autorin geschickt historisches Hintergrundwissen mit ihrer fiktiven Geschichte. Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den Überblick über die Protagonisten und ein Nachwort zum Schluss klärt Fiktion und Wahrheit.


    Fazit:


    „Die Arznei der Könige“ ist ein unterhaltsamer, fiktiver historischer Roman über das Leben im 14. Jahrhundert. Der Kampf um ein eigenständiges Leben, gerade für eine Frau wird anschaulich geschildert. Die Liebesgeschichte ist nicht zu vordergründig und doch immer gegenwärtig. Mir hat die Mischung gut gefallen. Ich hatte schöne Lesestunden.

  17. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833303944)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (303)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam

    Der Titel des Buches (engl. „The Historian“) ist zugleich Motto, Charakterisierung aller Hauptpersonen und Auflösung eines großen Rätsels zum Ende hin – und könnte damit kaum treffender gewählt sein.
     Eingleisig oder gar schmalspurig wird der Roman deshalb nicht. Im Gegenteil. In drei Generationen spielt die Handlung und wir reisen in verschiedenen Zeiten des 20. Jahrhunderts (30er, 50er, 70er) von Amsterdam, nach Istanbul, Budapest, Südfrankreich und Rumänien, immer auf den Spuren Vlad III. und den Zeugnissen über ihn aus dem 15. Jahrhundert. Die treibenden Kräfte sind die großen Fragen: Wo ist das Grab des vermeintlichen Grafen Dracula? Und liegen dort wirklich seine sterblichen Überreste?

    Unerwarteter Erfolg für einen viktorianischen Roman …

    Als der Debütroman von Elizabeth Kostova 2005 in den USA erschien, landete er direkt auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerlisten (New York Times u.a.). Zwei Jahre zuvor war „The Da Vinci Code “ von Dan Brown (dt. „Sakrileg“) erschienen und zu den Topsellern in der Branche aufgestiegen. Das Publikum war begierig auf Thriller, die Action und die Suche nach Rätseln in der Geschichte verbanden, weshalb die Verlagswelt sich in einer Auktion um die Rechte für dieses Werk überbot und damit ein groteskes Stück Buchgeschichte schrieb. Nachdem der Verlag Little, Brown and Company bereits 2 Millionen als Honorar für die Autorin aufgewendet hatte, musste ein gigantisches Marketing mit TV-Werbung und zehntausenden Vorabexemplaren folgen. Ein riskantes Buchpokerspiel …

    Am ersten Tag des Erscheinens wurde in den USA 80.000 Exemplare verkauft. Nach nur einer Woche lagen die Verkaufszahlen bereits so hoch (ca. 700.000), dass The Historian sich auf den Platz 1 geschoben hatte. Das ist eine waschechte american success story und in diesem Fall ein besonderer Glücksfall für die Leserwelt. Durch spekulative Marktmechanismen wurde ein sonst eher leises und anspruchsvolles Werk in Welt der Massenware hochgepusht.  

    Niemand war mehr über den Erfolg erstaunt als die Autorin selbst: „It’s a literary novel, not a commercial novel“. Nach ihrer Meinung hatte sie einen langsamen, viktorianischen Roman geschrieben. Ihre Helden stolpern nicht abgebrüht, abenteuerlustig und plündernd wie India Jones durch unentdeckte Überreste der Vergangenheit, sondern sie sind echte Historiker und Bibliothekare, die sich in mühevoller Kleinarbeit durch vergilbte Karteikartenkataloge kämpfen und die Geheimnisse der Vergangenheit in unzugänglichen Faksimiles akribisch entziffern.

    In Deutschland erschien das Buch noch im gleichen Jahr (2005) bei Bloomsbury (engl. Verlag, bei dem Harry Potter im Original erschien), aber die Resonanz war sehr verhalten. Ich kann nur mutmaßen, ob das vergleichsweise schmale Marketing der Grund war, oder vielleicht die etwas eigene deutsche Leserschaft. Tatsächlich dominierten den deutschen Fantasy-Markt in dieser Ära Zwerge, Orks, Elfen und natürlich die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Obwohl ebenfalls 2005 (und auch bei Little, Brown and Company) Stephenie Meyer mit dem ersten Buch ihrer Twilight-Serie einen Vampir-Boom in den darauffolgenden Jahren auslöste, wurde Der Historiker von dieser Welle nicht mitgerissen. Mein böser Verdacht ist, dass das deutsche Fantasy-Publikum schlicht keine anspruchsvolle Kost gewohnt war und deshalb das Dargebotene nicht zu würdigen wusste. Das Urteil mildernd muss ich hinzufügen, dass der viktorianische Schauerroman eine lange und würdige Tradition in den englischsprachen Ländern besitzt und die Geschmacksnerven der Leserschaft besser auf einen über 800 Seiten langen Roman eingestellt sind, in dem der interessante, aber normale Historiker-Alltag nur an einzelnen Stellen von dem Unheimlichen durchbrochen wird. Hoch spannend bleibt es allemal – auf zum Inhalt:

    Geschichten über Geschichte

    In ihrer Kindheit bereiste Elizabeth Kostova (geb. 1964) mit ihrer Familie die südeuropäischen Ostblockstaaten und erinnert sich gerne an die Geschichten, die ihr Vater zur Unterhaltung auf den langen Fahrten über Dracula erzählte. Damit war nicht nur ihr Interesse an dieser schillernden Gestalt zwischen Mythos und historischer Realität geweckt, sondern auch die Erzählform für ihren ersten Roman gefunden. In dem fiktiven Epilog stellt sich eine amerikanische Geschichtsprofessorin vor, die in Rückblenden von ihren Erlebnissen als Sechzehnjährige berichtet, natürlich auf Reisen durch Europa mit ihrem Vater, dem sie ganz langsam das große Geheimnis um ein kleines Büchlein entlockt, das in seinem Inneren nur einen großen, zornigen Drachen beherbergt – das Zeichen des Ordo Draconis, dem Vlad der III. angehörte, weshalb er den Beinamen Drăculea trug.

    Ihr Vater, den wir als Paul kennenlernen, berichtet von den seltsamen Begebenheiten, wie er in den 50ger Jahren als Student in Oxford bei seinen Unterlagen plötzlich dieses leere Buch fand. Als er seinen Geschichtsprofessor Rossi zu Rate zieht, offenbart ihm dieser, dass auch er ein solches Buch besitzt und seine Nachforschungen ihn zu dem walachischen Fürsten (heutiges Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert geführt haben. Aus unerfindlichen Gründen übergibt der sonst so rationale Professor Paul die Aufzeichnungen über seine Suche nach dem Grab und fügt fast ängstlich hinzu: „Dracula … Vlad Țepeș … lebt noch“ (35). Am gleichen Abend verschwindet Rossi spurlos; zurück bleiben nur ein paar Tropfen Blut. Verzweifelt sucht Paul in den Unterlagen nach Hinweisen, was seinem Professor passiert sein könnte, und trifft in der Bibliothek auf eine junge Doktorandin, die Rumänin Helen. Nach einer zaghaften Annäherung der beiden zeigt sich, dass Helen den Professor durch ihre Arbeit über Vlad III beeindruck möchte, weil sie dessen uneheliche Tochter ist. Paul erzählt ihr von seinem Verdacht, was mit dem Professor geschehen sein könnte, aber ein Bibliotheksangestellter belauscht das Gespräch und beißt Helen in den Hals. Überhastet brechen die beiden nach Istanbul auf, wohin eine erste Spur weist.

    Immer weiteren Dokumenten und ihren Geheimnissen folgend reisen Paul und Helen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien, werden von Untoten heimgesucht, entdecken nach langen Mühen tatsächlich das Grab des Fürsten, treffen auf den sterbenden Professor, erfahren die wahre Geschichte der Begegnung zwischen ihm und Helens Mutter aus seinen persönlichen Aufzeichnungen und begegnen dem leibhaftigen Vlad Dracula … Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne doch auf gemeine Art zu spoilern.

    Inzwischen ist jedoch auch der Vater der Erzählerin spurlos verschwunden und die 16-Jährige macht sich in Südfrankreich auf die Suche nach ihm, denn sie vermutete ihn an einem der letzten Orte, wo Dracula noch eines seiner geheimen Gräber besitzt. Sie wird von unheimlichen Wesen verfolgt, aber auch von einem studentischen Gentleman wacker unterstützt.

    Die verschiedenen Erzählebenen verflechten sich im Laufe des Romans so stark miteinander, dass man als Leser die Geschehnisse in drei Zeiten fast synchron erlebt. Von Rossi erfahren wir durch seine Briefe und Tagebucheinträge, von Paul aus dessen eigenen Schilderungen auf der Reise mit seiner Tochter und zuletzt und parallel alles in der Erzählgegenwart von dieser selbst. Historik und die persönlichen Schicksale verweben sich auf brillante Art in den Historikern selbst.

    Durch Geschichten in der Kindheit der Autorin wird das Interesse an Geschichte geweckt und daraus entsteht wieder die Lust auf Geschichten … Das ist die Geschichte des Buches Der Historiker.

    Übrigens sind die historischen Hintergründe und Orte des Romans sehr gut recherchiert und stimmig, nur die Fakten um das Grab sind fiktiv und die Dokumente und Zeugnisse dazu fast komplett erfunden (ich habe selbst schon zum Thema Vlad III. geforscht).

    Eine eigenwillige Hommage an Bram Stoker

    Der Historiker liegt weitab vom üblichen Fantasy-Mainstream und ist durchaus ein Art Kunstwerk. Elizabeth Kostova hat 10 Jahre daran gearbeitet – manche der bekannteren Fantasy-Autoren bringen deutlich mehr als ein Werk pro Jahr heraus. Daraus lässt sich ersehen, welche Arbeit hinter diesem Buch steckt. Das macht einen Unterschied und der Unterschied ist spürbar.

    Die Autorin hat sich eine interessante Mischung ausgedacht, indem sie historische Briefe, Dokumente und persönliche Berichte mit der Rahmenhandlung einer Ich-Erzählerin verbindet, die uns als LeserIn zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit einlädt. Dabei nutzt die Amerikanerin ein Gestaltungsprinzip ihrer großen literarischen Vorlage, Bram Stokers „Dracula“ (1897), der seine Vampir-Geschichte als Tatsachendokumentation in Form von Tagebucheinträgen und Zeitungsartikel präsentiert.

    Kostova stellt dieses Prinzip nicht in Frage, ironisiert es nicht. Eingebettet in eine rückblickende Erzählung umspinnt sie auf diese Weise unseren modernen, rational und historisch geprägten Geist und verführt uns für die Zeit des Lesens, daran zu glauben, dass Dracula tatsächlich noch bis ins letzte Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat und, wenn ich den Epilog richtig verstehe, vielleicht sogar noch heute.

    Vampirisches?

    Kommen Vampir-Freunde auf ihre Kosten? Vielleicht nicht, je nach dem. Wer Bram Stokers Dracula mag, wird den Historiker noch weit mehr mögen, weil die Erzählweise viel moderner und weniger weitschweifig, blumig und umständlich ist. Und ein paar typische Gerne-Elemente finden sich durchaus. Bisse, Blut, Werkzeuge für die Vampirjagd (Silberdolch), Angriffe durch dienende Untote (Vampire), bezwingende Hypnose, Fledermausschatten, Särge und Grüfte …
    Am meisten enttäuscht am ganzen Buch hat mich die Begegnung mit Dracula selbst – er ist anders als meine Vorstellung von ihm … und nicht übermäßig böse. Schade – ich hätte mich gerne mehr gegruselt.
     Die Büchlein mit den leeren Seiten und dem Drachen hat er übrigens selbst gedruckt und verteilt … Warum? Wenn ich das mal so ganz verstanden hätte. Ich finde es nicht stimmig.

    Trotz der Umfänglichkeit des Buches bleibt vieles über Vlad Dracula offen, wie er zum Vampir wurde, wie viele seiner Art es noch gibt – reizvoll und unbefriedigend zugleich, aber in jedem Fall anregend für
     die eigene Fantasie. Und das schätze ich durchaus.

    Einordnung in der Literatur und Kritik

    Ein Feuilletonist der FAZ betitelte (2005) seine Rezension sarkastisch „wie man einen Roman pfählt“ und spielte damit auf die grausamen Hinrichtungsmethoden des historischen Vlads und auf Längen des Romans an, eine beliebte Kategorie der Literaturkritik, die wenig besagt. Tatsächlich ging es mir an einigen Stellen aber ähnlich und ich musste zwischendurch mein Durchhaltevermögen bemühen, um dran zu bleiben. Die Frage ist, wodurch diese Längen entstehen.
    Ausführlichere Berichte von der Reise, Beschreibungen der Landschaft und der Städte, Details des Interieurs – all das gehört zum Schmuckwerk und literarischen Gewand eines Romans, der sich an die viktorianische Erzählweise des 19. Jahrhunderts anlegen will, dennoch wirkt es ungewohnt. Die Gothic Novel lebt davon, dass in die alltäglich erlebte Wirklichkeit plötzlich das Übersinnliche hereinbricht und alles in Frage stellt, weshalb man in der Literaturforschung von magischem Realismus spricht.
    Die Längen haben also System. Trotzdem erwarten die Lesegewohnheiten des 21. Jahrhunderts etwas mehr Spannung. Mir hätte es geholfen, wenn die äußeren Orte ähnlich wie bei Dan Browns Thriller in einem direkten Zusammenhang mit der historischen Detektivarbeit gestanden hätten. Aber man kann auch nicht alles in einem Buch haben.
    Der Historiker bietet zudem eine wunderschöne und tragische Liebesgeschichte, lässt das Leben im Rumänien und Bulgarien der 30er und 50er Jahre szenisch vor Augen treten und erzeugt eine leicht gruselige, melancholische Stimmung, die perfekt zu der Erzählung passt.

    Und noch ein Zitat:

    „Es ist eine Tatsache, dass wir Historiker uns für Dinge interessieren, die zum Teil unser eigenes Ich widerspiegeln, vielleicht den Teil, den wir am liebsten nicht näher untersuchen würden, es sei denn auf dem Feld der Wissenschaft. Und je mehr wir in unsere Interessen eintauchen, desto mehr ergreifen sie von uns Besitz.“ (314)

  18. Cover des Buches Noras Welten - Durch den Nimbus (ISBN: 9783492260367)
    Madeleine Puljic

    Noras Welten - Durch den Nimbus

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Fukurou

    Wir Reisen mit Nora in diesem Buch in ein Buch.

    Gemeinsam mit dem Psychologen Ben wollte sie eigentlich ihre Fähigkeit oder Fluch, wie man es nimmt in den Griff bekommen. Denn durch das Lesen kann sie unbeabsichtigt in deren Geschichten Fallen.

    Doch durch ein Missgeschick landen nun beide in der Welt von Eldinor und müssen einen Weg hinaus finden..

  19. Cover des Buches Die Henkerin (ISBN: 9783404166329)
    Sabine Martin

    Die Henkerin

     (103)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie
    Das Cover gefällt mir.
    Die Sprache ist sehr angenehm und auch Leser, die nicht so oft historische Romane lesen können hier gut zurecht kommen.
    Der Einstieg war schon sehr erschreckend und grausam; aber auch spannend zu lesen. Diese Spannung wurde über die meisten Teile des Buches aufrecht erhalten.
    Melisande finde ich als sehr angenehme Person. Sie ist mutig und klug und sie reift im Laufe der Geschichte noch weiter heran.

    Was mir hier sehr gut gefallen hat war die Atmosphäre vergangener Tage. Gerade die Folterszenen waren sehr erschreckend dargestellt - so gut habe ich dies noch nicht erlesen.
    Aber auch der Alltag klang sehr interessant.


    Das Ende lässt mich gespannt auf den 2. Band erwarten.
  20. Cover des Buches Die Eifelgräfin (ISBN: 9783499249563)
    Petra Schier

    Die Eifelgräfin

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Auf diese Trilogie hatte ich mich sehr gefreut, da ich auch Abenteuer und Spannung von einem historischen Roman erwarte. Leider habe ich diesen ersten Teil nach 107 Seiten Langeweile abgebrochen. Es ging in der ganzen Zeit nur um das etwas nervige Kennenlernen in einer beginnenden Liebesgeschichte. Fuer mich persoenlich nichts, wer soetwas gerne liest, fuer den ist es sicher unterhaltsam.

  21. Cover des Buches Die Bärenführerin (ISBN: 9781503900714)
    Lea Weisz

    Die Bärenführerin

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Agnes von Langerode, soll mit Bernhard von Hinzweiler verheiratet werden, aber als die Gauklertruppe in der Stadt war, schlägt ihr Hez für einen Anderen. Kilian, der Bärenführer hat ihr Herz erobert. In ener Nacht und Nebelaktion flieht sie von dem Gut ihres Vaters und lässt alles zurück. Nun muss ihre Schwester Beth an ihrer Stelle Bernhard heiraten... Agnes hingegen hat auch ihre Probleme und es droht die Liebe ihres Leben zu verlieren...

    Ein schönes Roman, der mal was für Zwischendurch und für's Herz ist. Der leichte Schreibstil lässt einen duchr das Buch und die Handling fliegen. Mir hat es sehr gut gefallen und daher volle Sterne.

  22. Cover des Buches Robin - Die Flucht (ISBN: B01MG12SJ8)
    Rebecca Gablé

    Robin - Die Flucht

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_de_Mora

    Robin - Die Flucht - ist der erste von drei Teilen des Hörspiels. Das Hörspiel beruht auf dem ersten Roman der Waringham-Saga von Rebecca Gablé - Das Lächeln der Fortuna.

    Nachdem seine Mutter an der Pest gestorben ist, schickte der Earl of Waringham seinen Sohn Robin in ein Kloster. Während sein Vater an der Seite des schwarzen Prinzen in Frankreich kämpft, büffelt der junge Robin Latein. Als sein Vater wegen Hochverrats angeklagt wird und den Gerüchte zu folge Selbstmord begangen hat, flieht Robin dennoch nach Waringham zurück, obwohl er den Anspruch auf das Erbe seines Vaters verloren hat. In Waringham wird er als Stalljunge auf dem ehemaligen Gestüt seines Vaters angestellt. Robin kann sehr gut mit Pferden umgehen und es passieren nicht erklärbare Situationen bei der Arbeit mit den Pferden.

    Als der neue Earl auf Waringham einzieht, macht dessen Sohn Mortimer Robins Leben zur Hölle...

    Die Aufmachung und Umsetzung des Hörspiels ist sehr gelungen. Ich mag die Stimme von Detlef Bierstedt sehr, denn diese ist angenehm und er spricht nicht hastig. In seiner Stimme ist auch der Spannungsbogen zu spüren, die die Geschichte ausmacht.

    Ich mag historische Geschichten über England sehr. Die fiktiven Elemente passen sehr gut zu den historischen Gegebenheiten. Das macht für mich auch ein guter historischer Roman aus, indem man etwas über die Geschichte erfährt, die gut recherchiert worden ist. 

    Zu dieser Zeit spielt der Adel und auch der Krieg eine grosse Rolle. Es geht um Macht und günstige Beziehungen, die sich auf das Wohlergehen der Leute auswirken.

    Robin ist sehr sympathisch. Durch seine sensitive Seite spürt er oft, welche Leute es gut mit ihm meinen und welche nicht. Er handelt nicht übervorteilt. Wenn er jedoch etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht er es auch durch.

    Das Hörspiel ist ein ein kurzweiliger Hörspass. Die Sprache ist sehr gut gewählt und die Geschichte kommt flüssig daher.

    Ein durchaus gelungenes Hörspiel, das jeden historischen Fan bezaubern wird. Eine spannende und fesselnde Geschichte.

  23. Cover des Buches Legenden des Krieges: Das blutige Schwert (ISBN: 9783499290763)
    David Gilman

    Legenden des Krieges: Das blutige Schwert

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Gnadenlos, brutal und grausam, so ist es im Krieg. Die Geschichte um Blackstone hat mir sehr gefallen, wird sie doch schonungslos erzählt. Ich muss aber sagen das ich mir mehr von diesem Buch erwartet habe. Der Schreibstil hat mir nicht so gefallen aber nach etwas Einlesezeit ging es dann. In der Mitte des Buches wurde es dann langweilig für mich. Das letzte Drittel hat mich  dann aber entschädigt. Bin mir noch nicht sicher ob ich den nächsten Teil lesen werde. 

  24. Cover des Buches Verschwörung im Zeughaus (ISBN: 9783499259227)
    Petra Schier

    Verschwörung im Zeughaus

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Lesestunde_mit_Marie
    „Verschwörung im Zeughaus“ ist der 5. und vorletzte Band aus der Reihe um die Apothekerin Adelina und ihre Familie. Die Geschichten spielen im mittelalterlichen Köln und behandeln jeweils einen spannenden Kriminalfall, in den Adelina oder einer ihrer Lieben verstrickt wird. Jeder Band kann einzeln gelesen werden, da die Kriminalfälle in sich abgeschlossen sind und Petra Schier die Leser jedes Mal gut mit kurzen Einschüben in die vorangegangenen Geschehnisse holt, die jeweils als Kenntnis von Nöten sind, um den Kontext zu verstehen. Aber natürlich können die Charakterentwicklungen besser nachvollzogen werden, wenn man alle Bände nacheinander liest. Ich selber habe zuvor Band 1 und 4 gelesen und fand mich wunderbar zurecht. Da mir die Reihe aber so gut gefällt, werde ich nun auch noch Band 2 und 3 lesen. Band 6 liegt schon bereit.

    Im fünften Teil "Verschwörung im Zeughaus" dreht sich alles um verschwundene Waffen und falsche Abrechnungen im sogenannten Zeughaus. Dieses Mal ist es Tilmann Greverode, der Hauptmann der Stadtwache und Adelinas Halbbruder, der unter Verdacht gerät, in furchtbare Machenschaften verstrickt zu sein und gar seinen guten Freund Clais van Dalen, seines Zeichens ebenfalls Hauptmann der Stadtwache, heimtückisch ermordet zu haben. Doch Tilmann, selber schwer verletzt, rettet sich zu seiner Schwester Adelina und bittet sie, ihn zu verstecken. Adelina, die von der Unschuld ihres Bruders überzeugt ist, nimmt die Ermittlungen auf und wird wieder einmal tatkräftig durch Freunde und Familie unterstützt. Hierbei gehen ihnen zahlreiche verwirrende und widersprüchliche Hinweise zu.

    Auch diesmal hat es Petra Schier geschafft, mich in die Welt der mittelalterlichen Domstadt hineinzuversetzen. Hierbei versteht sie es meisterhaft den Leser in den spannenden Kriminalfall zu verwickeln und auf falsche Fährten zu locken.

    Nicht minder interessant sind neben dem Kriminalfall auch die privaten Entwicklungen und Ereignisse im Hause Burka. In Band 5 steht neben Adelinas Bruder Tilmann Mira, die junge und widerspenstige Adelige, die sich in der Apothekerausbildung befindet, im Mittelpunkt. Daher gibt es auch entsprechende Perspektivwechsel in der Erzählung, die sehr bereichernd wirken. Vor allem die feurigen Streitgespräche zwischen Mira und Tilmann haben es in sich.

    Auch diesmal schaffte es Petra Schier, mich mit dem Ausgang des Kriminalfalls zu überraschen. Die Charakter sind klug angelegt und entwickelt worden.

    Fazit:
    Wer historische Romane und Kriminalfälle mag, sollte sich die Adelina-Reihe von Petra Schier nicht entgehen lassen. Ein Einstieg ist aus meiner Sicht in jeden Band der Reihe möglich. Spannung vor historischem Hintergrund sorgen hier für kurze Weile.

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