Bücher mit dem Tag "15. jahrhundert"
89 Bücher
- Iny Lorentz
Die Wanderhure
(3.756)Aktuelle Rezension von: liselotte20Die Wanderhure von Iny Lorenz entführt uns ins frühe Mittelalter.
Die junge Adlige Marie gerät durch einen bösen Komplott in die Gefangenschaft und wird danach schwer misshandelt und aus der Stadt geworfen. Nicht einmal ihr Jugendfreund Michel kann ihr nun helfen. Nur durch Hilfe der Wanderhure Hilde überlebt Marie und muss es nun der anderen Frau gleichtun und ihren Körper verkaufen.
Mir gefällt die Reihe, sehr leicht zu lesen und man kann prima abschalten. Natürlich ist dies kein Historikroman der einem Wissen vermittelt, wer das möchte liest eben andere Romane.
- Eva Völler
Zeitenzauber
(1.631)Aktuelle Rezension von: GlitzerFehler„Die magische Gondel“ hat mich von der ersten Seite an abgeholt. Das Buch verbindet auf leichte, unterhaltsame Weise Zeitreise-Abenteuer mit historischem Flair. Besonders gut gefallen hat mir, wie anschaulich Eva Völler die Epoche beschreibt, in die die Protagonistin Anna hineingezogen wird. Die historischen Details wirken lebendig, ohne den Lesefluss zu bremsen, und machen die Begegnung mit dem Venedig der Vergangenheit zu einem echten Leseerlebnis.
Anna selbst ist für mich einer der größten Pluspunkte des Romans. Ihre Art ist erfrischend – sie ist neugierig, entschlossen und gleichzeitig angenehm bodenständig. Gerade ihre modernen Gedanken in einer völlig fremden Zeit sorgen immer wieder für witzige und charmante Momente, ohne ins Lächerliche abzudriften. Man begleitet sie gern, weil sie verständlich reagiert und dennoch den Mut aufbringt, sich auf die ungewohnte Situation einzulassen.
Auch die Mischung aus Spannung, Romantik und humorvollen Szenen fand ich gut ausbalanciert. Die Handlung liest sich flüssig, ist abwechslungsreich und hält genug Überraschungen bereit, um neugierig auf den weiteren Verlauf der Reihe zu machen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Bände, die ich hoffentlich bald besitzen werde.
- Eva Völler
Zeitenzauber
(1.019)Aktuelle Rezension von: Julia1717In dem Buch reist Anna wieder in der Zeit, um dort dieses Mal Sebastiano zu retten, der dummerweise sein Gedächtnis verloren hat.
Mit hat es sehr gut gefallen, da mir, wie beim ersten Teil, der humorvolle, schöne Schreibstil und die Figuren sowieso das Setting gefallen hat! Ich fande allerdings nur schade, dass mir an einem bestimmten Teil der Geschichte zu sehr der Geschichte Die drei Muskettiere nacherzählt wurde… Sonst sehr gut!
- Rebecca Gablé
Die Hüter der Rose
(808)Aktuelle Rezension von: Reisefreundin"Die Hüter der Rose" spielt von 1413 bis 1442 in der Zeit von Heinrich V. und Heinrich VI. Die Hauptperson ist Robins Sohn John of Waringham.
Mir hat der fast nahtlose Anschluss an "Das Lächeln der Fortuna" gefallen, quasi eine Fackelübergabe an die nächste Generation. Örtlich pendelt der Roman zwischen Frankreich und England hin und her. Die bekanntesten Ereignisse dieser Zeit (die Schlacht von Agincourt und die Geschehnisse rund um Jeanne d'Arc) werden geschickt eingeflochten. Zudem werden mit der Geburt der Zwillinge Julian und Blanche of Waringham die Grundlagen für den 3. Teil der Waringham-Saga gelegt. Ebenfalls eingeführt wird der Stammvater des späteren Königshauses der Tudor. "Die Hüter der Rose" ist wieder ein unterhaltsamer und lehrreicher Ausflug in die englische Geschichte.
- Rebecca Gablé
Das Spiel der Könige
(669)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDas Spiel der Könige spielt nach dem 100jährigen Krieg in der Zeit der Rosenkriege von der ersten Schlacht von St. Albans 1455 bis zur Schlacht von Bosworth 1485. Die Hauptpersonen sind die Zwillinge Julian und Blanche of Waringham, Kinder von John of Waringham.
Die Einführung der dritten Generation erfolgte bereits im Vorgänger-Band "Die Hüter der Rose". "Das Spiel der Könige" beginnt mit dem Tod von John of Waringham, dessen Geschichte damit zuende ist. Personentechnisch wird es langsam unübersichtlich, denn die Königshäuser Lancaster und York mit ihren weitverzweigten Verwandschaftsverhältnissen stehen hier im Mittelpunkt. Dass viele Personen die gleichen Vornamen tragen, macht die Sache nicht einfacher. Hilfreich ist daher der Stammbaum der Hauptpersonen im Schutzumschlag (gebundene Fassung) sowie die vorangestellte Liste der handelnden Personen, damit man überhaupt noch mitkommt. Die Geschichte von Blanche wirkte für mich leider arg konstruiert und brachte m. E. den Hauptplot kaum weiter. Deshalb einen Stern Abzug.
- Rebecca Gablé
Der dunkle Thron
(463)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDer dunkle Thron spielt von 1529 bis 1553 und damit hauptsächlich in der Regierungszeit von Heinrich VIII. Die Hauptperson ist Nicholas of Waringham der Urenkel von Julian of Waringham. Somit gibt es keine nahe familiäre oder geschichtliche Bindung mehr an die Vorgänger-Bücher.
Die Geschichte startet neu mit Nicolas of Waringham, der zum Beschützer der späteren Königin Mary wird, dem Kind aus der ersten Ehe des berüchtigten Heinrich VIII mit Katharina von Aragon. Durch die Augen von Nick wird dieses Kapitel englischer Geschichte beleuchtet, welches mit der Thronbesteigung durch Mary I. endet.
Wer den Fernsehmehrteiler "Die Tudors" mit Jonathan Rhys-Meyers als König Heinrich VIII und dem späteren "Superman" Henry Cavill als Charles Brandon (Duke of Suffolk, Günstling Heinrichs VIII.) mochte, der wird auch dieses Buch mögen.
Der Roman ist geeignet für alle, die nicht die gesamte Waringham-Saga lesen wollen (solche Menschen soll es ja geben), denn er ist in sich abgeschlossen.
- Luca Di Fulvio
Das Kind, das nachts die Sonne fand
(220)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch ist so bildlich beschrieben, dass ich mich total in die Geschichte und Zeit hineinversetzt fühlte. Super geschrieben, es liest sich auch etwas wie ein Märchen. Liebe, Abenteuer allerdings auch die Brutalität der damaligen Zeit wird sehr deutlich dargestellt und es fasziniert und entsetzt zugleich. Ich bin begeistert und kann diesen abenteuerlichen Historienroman absolut empfehlen!
- Gordana Kuić
Die Legende der Luna Levi
(11)Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310Im Jahre 1492 werden per kaiserlichem Erlass die Juden aus Spanien vertrieben. Wer nicht rechtzeitig außer Landes ist, auf den wachtet der Scheiterhaufen. Unter ihnen ist die 17jährige Blanka, die nach dem Tod des Großvaters alleine dasteht. Ihr Großvater hat allerdings dafür gesorgt, dass sich jemand um Blanka kümmert. Es ist ein junger Mann, der Inquisitor war und sich nun mit den vertriebenen Juden auf einem Schiff nach Istanbul bringen lässt. In Istanbul werden sie von der dortigen jüdischen Gemeinde aufgenommen. Blanka kennt Solomons Geheimnis. Solomon macht in Istandbul Karriere, aber die Schatten der Vergangenheit lassen sich nicht so einfach vertreiben.
Ich bin eigentlich ein Fan von historischen Romanen, aber noch nie habe ich mich so schwer getan. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass es sich um ein Sachbuch handelt und nicht um einen Roman. So viele historische Fakten prasselten auf mich ein und der Schreibstil war so nüchtern und komplex, dass die Geschichte um Blanka und ihre Familie für mich ins Hintertreffen geraten ist. Daher waren auch die Figuren nicht farbig genug dargestellt, ihnen fehlte einfach Tiefe in der Darstellung. Sie blieben mir dadurch fremd und ich konnte mich nicht mit ihnen identifizieren und nicht mit ihnen fühlen. Die titelgebende Figur Luna wurde auch nicht unbedingt hervorgehoben, sondern eher Solomon.
Die Autorin hat bestimmt sehr gut recherchiert und wollte diese Informationen weitertragen, aber sie sind bei mir vielleicht angekommen, aber nicht hängengeblieben. Es gab eine Menge Information über das Judentum, das auch mit anderen Religionen verglichen wurde.
Wer auf viele Informationen aus ist, dem wird diese komplexe Geschichte bestimmt zusagen. Ich bin mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen und nun enttäuscht.
- Ursula Niehaus
Die Seidenweberin
(77)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch hat mich einfach nur gefesselt, die Geschichte der Protagonistin, wie sie um ihre Weberei kämpfen musste und auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten empfand ich als sehr gut recherchiert und packend geschrieben.
Ich konnte mich sowohl in die Charaktere sehr gut hinein fühlen, als auch in die damalige Zeit mit alle ihren Unannehmlichkeiten und Problemchen.
5 von 5 Sternen! - Sylvia Klinzmann
Im Schatten des roten Stieres
(19)Aktuelle Rezension von: nirak03Alessia Bertorelli de Salvatierra lebt in Rom des Jahres 1497, sie ist die Tochter von Alvaro, einem bekannten Anwalt der Stadt. Alessia ist mal gerade 15 Jahre alt und hat große Träume für ihre Zukunft. Sie verliebt sich in den mittellosen Maler Giacomo. Ihr Leben könnte so einfach sein, doch dann erreicht die Familie ein Brief und die Vergangenheit des Vaters holt sie alle ein. Es stellt sich heraus, dass er ein unehelicher Sohn des Papstes Alexander VI. ist. Jenes Papstes, der wohl unter seinem bürgerlichen Namen Rodrigo Borgia besser bekannt sein dürfte. Für die 15-Jährige beginnt ein Leben in unmittelbarer Nähe dieser Familie, die für ihre Intrigen und Machtkämpfe bekannt sind. Alessia muss für ihre Liebe, ihre Freiheit und ihr Leben den Kampf aufnehmen.
Als ich dieses Buch gesehen habe, stand schnell für mich fest, ich muss es unbedingt lesen. Der Inhalt klang gut. Ein Spiel um Macht und Intrigen ist doch immer wieder spannend zu lesen. Die ersten Seiten waren dann auch schnell gelesen und der Erzählstil hat mir gut gefallen. Leider habe ich erst spät festgestellt, dass es sich hier um einen zweiten Teil handelt. Einige Rückblenden sorgen zwar für den nötigen Überblick über die Geschehnisse aus der Vergangenheit von Alvaro und seiner Frau, und doch hatte ich immer wieder das Gefühl, mir würden einige Informationen fehlen. Ich rate daher dazu, zunächst den Vorgängerroman „Die Stickerin von Sevilla“ zu lesen. Für mich war es nun leider zu spät, da ich nun ja das Ende der Stickerin kannte. Aufgrund dessen habe ich nach dieser Erkenntnis nicht so wirklich in die Handlung des Buches hineingefunden, obwohl die Intrige rund um Alessia wunderbar aufgebaut worden ist. Ihr Leben im Kreis der Borgias beschreibt Sylvia Klinzmann anschaulich und auch glaubwürdig.
Die Autorin hat es geschickt verstanden, das Leben ihrer Protagonisten in Szene zusetzen und gleichzeitig das historische Zeitgeschehen mit einzuflechten. Das Leben dieser Epoche wird durchaus lebendig, das Handeln der Charaktere ist nachvollziehbar und die Liebesgeschichte rund um Alessia ist anschaulich zu lesen. Doch mich konnte es einfach nicht richtig fesseln und in seinen Bann ziehen.
Zu Beginn klärt ein umfangreiches Personenregister darüber auf, welche Protagonisten historisch belegt sind und welche der Fantasie der Autorin entstammen. Am Ende gibt es ein Glossar der fremden Begriffe. Ein klärendes Nachwort ist hier allerdings nicht vorhanden. Dafür passt das Cover perfekt zur Geschichte. Das Wappentier der Familie Borgia auf dem roten Cover macht sich einfach gut und hat mir gut gefallen.
Fazit:
Auch wenn mich „Im Schatten des roten Stieres“ jetzt nicht so in den Bann gezogen hat wie erwartet, ist das Buch doch eine schöne Liebesgeschichte vor historischem Hintergrund, die gut unterhält.
- Noah Gordon
Der Medicus von Saragossa
(263)Aktuelle Rezension von: LuliaSpannende Reise des Protagonisten durch Spannien, der vor dem Hintergrund der Judenverfolung im Mittelalter. Durch die vielen Recherchen des Autors zu dem Thema, wirkt die Handlung sehr authentisch und glaubwürdig. Der Schreibstil verleitet einen regelrecht zum Weiterlesen und man ist aufs Neue gespannt wohin es die Hauptfigur als nächstes verschlägt.
- Wolfgang Hohlbein
Am Abgrund
(380)Aktuelle Rezension von: TanteGhostDer Protagonist ist von Anfang an interessant und weiß nicht einmal selber, was er genau ist. Er gerät unfreiwillig in ein Abenteuer.
Inhalt: Andrej will in das Dorf seiner Kindheit zurück kehren. Er möchte seinen Sohn wiedersehen und die Trauer um seine Frau verarbeiten. Doch im Dorf angekommen sieht er nur noch eine menschenleere Siedlung und im großen Wehrturm findet er die Leichen all jener, die er eben noch vermisst hat.
Einzig ein Junge, ein Familienmitglied, aber eben nicht sein Sohn, hat überlebt und kann ihm erzählen, was passiert ist.
Frederic und Andrej machen sich an die Verfolgung der Entführer und der Dorfbewohner, welche sie mitgenommen haben. Dabei stoßen sie auf ihre Widersacher und Andrej seine Weichheit sorgt später dafür, dass unschuldige Gasthausbesucher in einem höllischen Flammenmeer umkommen müssen.
In Constanta angekommen, scheinen Frederic und Andrej so ziemlich an ihrem Ziel zu sein. Doch sie haben sich mit ziemlich zwielichtigen Leuten eingelassen, die Andrej jetzt in die Pfanne hauen.
Andrej gerät in Gefangenschaft und in den Strudel von Machenschaften mächtiger Leute. Und er lernt etwas wichtiges über sich und seine Familie.
Fazit: Oh man, schon wieder eine Reihe. Ich kann aber auch machen, was ich will. Jedes, aber auch jedes Buch, was mich in irgendeiner Form anmacht, was ich gern lesen wollen würde, ist Teil einer Reihe. - So auch hier. Einziger Vorteil: In diesem Fall handelt es sich um den ersten Band eben dieser Reihe. Und eins ist mal klar, wenn mich der Band hier überzeugt, dann werde ich mir wohl auch die folgenden noch irgendwie holen müssen. Da führt wohl kein Weg daran vorbei *seufz - Kann nicht mal jemand das Erschaffen von immer und immer wieder neuen Reihen einfach verbieten…. das wäre doch mal was. - Alles klar, es werden wohl die die nächsten 9 Folgebände auch noch werden.
Der Start in die Reihe war spannend und authentisch. Hohlbein hat hier kein langes Vorgeplänkel gemacht und ist gleich voll in die Handlung eingestiegen. Gleich zu Anfang bin ich auf den Protagonisten neugierig geworden. Dass er nicht ganz “normal” ist, war mir von Anfang an klar und dass er so auffällig wenig über sich selber wusste, hat die Handlung nur noch zusätzlich aufgepeppt.
Alles an der Handlung war so beschrieben, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam oder die Handlung gestoppt hätte. Ich hatte die ganze Zeit diesen Andrej vor meinem geistigen Auge, wie er mit seinen langen schwarzen Haaren den Schwarm aller Frauen verkörpert, gleichzeitig aber auch irgendwie naiv und unwissend durch die Welt tappt. - Ich bin wirklich klasse unterhalten worden und bereue die Lektüre in keiner Weise.
Wie schon einmal gesagt, müssen hier unbedingt die Folgebände ran. Mich interessiert einfach, wie es mit diesem seltsamen jungen Mann weiter geht. Was er noch über sich lernt, wie sich sein Körper noch weiter verändert und was mit Frederic, sein kleiner Verwandter, noch wird.
Ich kann dieses Buch wirklich ruhigen Gewissens empfehlen. Es ist zwar schon etwas älter, wenn man nach dem Erscheinungsdatum geht, aber der Leser wird gut unterhalten. Es hat Spannung, es hat Drama und es hat Mystik. Wolfgang Hohlbein hat hier ein Werk abgeliefert, was durchaus mit zu seinen besten gezählt werden kann.
Aber Vorsicht, es handelt sich hier um den Auftakt zu einer Reihe. Ihr lauft Gefahr, da in eine wirklich spannende und umfangreiche Geschichte hinein zu geraten.
- Eva Völler
Zeitenzauber - Die magische Gondel
(76)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAnna ist siebzehn und mit ihren Eltern in Venedig im Urlaub. Im Hotel lernt sie einen Jungen kennen, der auch allein mit seinen Eltern in den Urlaub gefahren ist. Aber immer noch besser als bei der Oma oder Tante zu bleiben. Bei einem gemeinsamen Ausflug entdecken sie eine rote Gondel. Sind nicht normalerweise alle Gondeln schwarz? Die Jugendlichen sind verwirrt und Anna fühlt das komische Kribbeln. Sie hatte das schon lange nicht mehr gehabt und jedes mal ist etwas passiert. Bei einer historischen Bootsparade sieht Anna die rote Gondel wieder und plötzlich verschwimmt alles um sie und als sie wieder zu sich kommt, ist sie im Jahre 1499!
Ein wunderbares Buch, ein großartiges Fantasieabenteuer und eine starke und sehr sympathische Heldin. Alles vor der bezaubernden Kulisse Venedigs. Ab 14 Jahren.
- Iny Lorentz
Die Wanderhure und der orientalische Arzt
(48)Aktuelle Rezension von: KiraNearTitel: Die Wanderhure und der orientalische Arzt
Autor*in: Iny Lorentz
Erschienen in Deutschland: 2021
Originaltitel: -
Erschienen -: -
Übersetzer*in: -
Weitere Informationen:
Genre: Historisch, Action, Hetero
Preis: € 20,00 [D] | € 20,60 [A]
Seiten: 573
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-65389-0
Verlag: Droemer Knaur GmbH & Co. KG
Inhalt:
Deutschland, 1442: Marie und Michel trauen ihren Augen nicht: Vor ihnen auf dem Weg liegt eine junge, schwer verletzte Frau - einen Pfeil mitten durch die Brust. Michel lässt den geheimnisvollen orientalischen Arzt Rasul al Hakimi holen, den sie erst am Vorabend in einer Herberge kennengelernt haben. Ihm gelingt es, das verletzte Edelfräulein am Leben zu erhalten. Doch Marie und Michel geraten dadurch mitten in die Fehde mehrerer verfeindeter Adelsgeschlechter, die um die Vorherrschaft kämpfen. Der orientalische Arzt scheint mehr darüber zu wissen, als er zugibt. Um das Schlimmste zu verhindern, muss Marie das Geheimnis des Arztes aufdecken.
Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
Das hier ist mittlerweile der achte Band der Reihe - wow, das ist auch ziemlich beeindruckend, finde ich. Als ich mich in der Bibliothek nach den Büchern der "Das Lied von Eis und Feuer" gesucht habe, habe ich die Bücher von Iny Lorentz gefunden, darunter auch mehrere Bände der "Wanderhuren"-Reihe. Daher war es auf jeden Fall ein Muss für mich, das Buch auszuleihen und es zu lesen, da ich die Reihe doch recht gerne mag. Und das habe ich in den letzten Tagen auch getan.
Das Buch selbst hat wie gewohnt angefangen, wie ich es eben von der Reihe her kenne, auch wenn sie chonologisch gesehen vor dem einen oder anderen Band spielt, der davor erschienen ist. Auch in diesem Band hier lebt Michel noch und die Kinder sind auch noch deutlich jünger. Allein schon durch diesen Einstieg war ich wieder in der Stimmung, in die mich die Bücher von Iny Lorentz bringen und ich hatte dadurch von Anfang bis zum Ende wieder viel Spaß beim Lesen.
Auch die Charaktere, egal ob die bekannten oder die unbekannten, die Guten wie die Bösen, haben auch wieder so agiert, wie ich es aus den Büchern davor her kenne. Klar, bei Iny Lorentz kann man so manchen Storyverlauf und den Ausgang bereits meilenweit vorhersehen. Man weiß, egal, wie viel Drama die Charaktere erleben, am Ende bekommen alle, was sie verdient haben. Die Guten bekommen ihr verdientes Happy End, die Bösen werden vom Karma bzw Schicksal bestraft. Grad das finde ich halt so entspannend, ich weiß in etwa, was ich erwarten kann und dass es am Ende gut ausgehen wird.
Doch das wie, und was die Charaktere dabei alles erleben werden, zumal nicht immer garantiert ist, dass alle Charaktere das Buch bis zum Schluss überleben - das sind so Punkte, die man nicht vorher erkennen kann. Ich weiß, ich weiß, das habe ich bereits mal bei einem anderen Band des Autorenpaars geschrieben, ich wollte es auch nur mal kurz erwähnen, da es auch hier wieder der Fall ist.
Es gab aber auch einen Punkt, der mir bei dem Buch nicht so gut gefallen hat und der mir ein bisschen den Lesespaß geraubt hat. Und zwar geht es um die ganzen Adelsgeschlechter, sowohl die aus dem Kleeblatt, als auch die restlichen, genauso wie die Namen der Häuser und Umgebungen. So kam ich sehr oft durcheinander, wer jetzt zu wem gehört, wer mit wem verfeindet war etc. Lediglich bei den Kitbitzsteinern kam ich mit (weil ich die ja schon kannte) und bei den Charakteren, die direkt mit ihnen zu tun hatte. Sonst musste ich immer wieder überlegen: Ok, das Haus gehört da hin und das da hin, das hat mir dann wie gesagt den Lesespaß ein wenig genommen. Zwar bin ich irgendwann klargekommen, aber das war erst ab der Hälfe des Buches. Da wurden es dann weniger Namen, die für mich total verwirrend in den Raum geworfen wurden und dann ging es mit dem Lesen noch einfacher. Es wäre hilfreich gewesen, hätte es zumindest noch eine kleine Karte gegeben, damit ich mir die Aufteilung der Gegenden noch besser hätte vorstellen können.
Abgesehen davon hat mir das Buch gefallen. Was hinter dem Geheimnis des Arztes steckt, ist natürlich sehr schnell erkennbar, wie es typisch für diese Reihe ist. Das Wie, wie es aufgedeckt wird, das hat mich dagegen immer wieder zum Nachdenken gebracht. Und es wurde sogar hier und da ein wenig spannend, was ich klasse fand. Das Ende war auch total in Ordnung. Jeder hat das bekommen, was er/sie verdient hat und alle offenen Dinge wurden bis dahin oder spätestens da dann geklärt.
Fazit:
Die Verwirrung hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, aber ja, so schlimm war es jetzt auch nicht. Ich bin trotzdem recht gut mit der Story mitgekommen und klar, es gibt am Ende des Buches eine Charakteraufstellung. Dennoch, eine Karte zusätzlich hätte echt ganz gut getan.
Aber abgesehen davon war es wieder ein ganz solider Roman, er bekommt von mir insgesamt vier Rubine. Und ich freue mich schon darauf, irgendwann den nächsten Band "Die junge Wanderhure" zu lesen, auch, wenn ich heute noch nicht sagen kann, wann das sein wird.
- Petra Schier
Das Kreuz des Pilgers
(161)Aktuelle Rezension von: clara_mag_normanKoblenz im Jahre 1379: Reinhild verliert ihren Mann bei einer Handelsreise infolge eines Überfalls. Mit diesem Verlust kehren sie und ihre Jugendfreunde in die Heimat zurück. Abwechselnd wird aus der Sicht Reinhilds, die nun alleine für ihren Sohn zu sorgen hat, Palmiros, der einige Geheimnisse mit sich herumträgt, und des stillen Conlin erzählt.
In einer angemessenen altertümlichen Sprache und mit viel Einfühlungsvermögen lesen wir aus der Lebenswelt dieser drei Personen, ihren Schicksalsschlägen, den Geschäftsführungen und erfahren einiges aus deren Liebesleben. Um all diese Themen kreist das mysteriöse Kruzifix, das für diesen Roman titelgebend ist. Die Autorin spart nicht an Details, was die zum Teil vorherrschende Brutalität der damaligen Lebenswelt angeht.
Mir hat die Lektüre viel Freude bereitet, da sie sich angenehm liest und der Leser immer wieder etwas unerwartet Neues erfährt, ohne dass die Handlung abgedroschen klingt. Für Leser von historischen Romanen ein vielgestaltiges neues Werk.
- Nina Blazon
Feuerrot
(121)Aktuelle Rezension von: ButtaIch bin ein großer Fan von Nina Blazon schons eit einigen Jahren und das nicht nur von ihrer Fantasy. Ihr Schreibstil ist spannend und flüssig und die Beschreibungen bildhaft, man kann sich gut in die charactere reinversetzen.
Zeitweise ist dieses Buch etwas schlepppend aber es kommt immer weider Spannung auf und man bekommt guten einblick in die Zeit der Hexenverfolgung.
- Catherine Shepherd
Der Puzzlemörder von Zons: Thriller
(189)Aktuelle Rezension von: Ente-LuliDer erste Teil der Zons- Krimireihe, Der Puzzlemörder von Zons, bildet den Auftakt zur genannten Reihe.
Da ich schon viele Teile der Reihe kenne und den zeitlichen Wechsel zwischen 1495 und der Gegenwart liebe, wollte ich nun auch den Anfang der Reihe lesen.
Die Teile lassen sich alle unabhängig voneinander lesen und jeder Fall ist in sich abgeschlossen, aber die Ermittler und ihr Umfeld ziehen sich natürlich durch alle Teile und mich interessierten nun einfach mal die Anfänge.
Ich mochte auch diesen Teil der Reihe und bin froh nun auch den Anfang zu kennen, aber dieser Teil hat durchaus noch etwas Luft nach oben.
Mir haben einige Details gefehlt und die Story scheint ein wenig zu kurz zu kommen. Das gelingt der Autorin in den späteren Teilen deutlich besser, aber meine Lücke schießt sich langsam...
- Ulrike Schweikert
Die Dirne und der Bischof
(63)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Mir gefällt diese Art von historischem Roman in dem historisch belegte Ereignisse und Personen mit einer fiktiven Erzählung und fiktiven Figuren zu einer unterhaltsamen Einheit verschmelzen werden. Das ist in vorliegendem Fall sehr gut gelungen. Die Autorin hat das Leben und Denken der damaligen Zeit sehr gut dargestellt. Die Figuren sind gut gezeichnet und man kann sich gut in sie hinein fühlen. Ein ordentlicher Spannungsbogen tut sein Übriges um den Leser bei der Stange zu halten.
Die Schreibweise ist locker und leicht und gut lesbar; stellenweise vielleicht ein wenig zu §schmalzig". Aber das ist Geschmacksache und tut dem insgesamt guten Eindruck keinen Abbruch. Ich werde sogleich den zweiten Band der Reihe lesen....!
- Robert Preis
Gottes Plagen
(17)Aktuelle Rezension von: peedee1463. Stjepan Tomašević, der letzte König von Bosnien, wird enthauptet. Vor seinem Tod hat er seine hochschwangere Frau Helena verraten, der es aber gelingt, mit einem kleinen Gefolge zu fliehen. Auf der Flucht kommen mehrere Begleiter ums Leben. Johannes, ein Pilger, steht ihr zur Seite; er will nach Graz des Heiligen Römischen Reichs, um die Menschen vor der Gefahr zu warnen. Nicht nur die Osmanen folgen ihnen, sondern auch Krankheiten und Plagen...
Erster Eindruck: Das Cover ist sehr ausdrucksstark und wirkt dreidimensional – gefällt mir sehr gut.
Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Recherchearbeiten für einen historischen Krimi stelle ich mir sehr aufwändig vor – hierfür meinen besten Dank. Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte, die auch die Entstehung des Grazer Gottesplagenbildes thematisieren soll.
Wem kann man überhaupt trauen? Einer ist im Moment dein Freund, aber im nächsten Moment steckt sein Schwert in dir! Wer ist Johannes wirklich? Ist er ein Mönch, Pilger, Ritter? Was hat es mit diesem geheimnisumwobenen Buch auf sich?
Haris kam mir vor wie Hulk: selbstverständlich nicht grün, aber riesig, stark und furchtlos – und mit einem weichen Herzen, trotz allem. Er will Johannes wiederfinden, um ihn zu töten (als „Dank“ dafür, dass Johannes ihn trotz Armverlust hat überleben lassen), aber ihm ist bewusst, dass Johannes nicht sein Feind ist, sondern zu einem Gefährten geworden ist.
Die Beschreibungen waren (leider) sehr plastisch und ich empfand nur schon die ersten 80 Seiten als sehr brutal – für mich an der Grenze des Erträglichen. Nach dem ersten Viertel des Buches, in dem Helena, Johannes und Haris auf der Flucht sind, habe ich mich gefragt, wie lange diese sich stets wiederholende Präsentation von brutaler Gewalt weitergehen würde. Das Gelesene hatte einige Längen, die mir in Kombination mit den grausamen Szenen zunehmend Mühe bereiteten – ich war nahe dran, aufzugeben. Aber da ich begeisterte Stimmen zu diesem Buch gehört hatte, wollte ich dranbleiben. Aber nach 234 von 576 Seiten war meine Schmerzgrenze erreicht und ich habe das Buch abgebrochen. Mir ist bewusst, dass das Mittelalter keine Zeit von Friede, Freude, Eierkuchen war, aber die Zurschaustellung der Gewalt (bis Seite 234) war mir zu brutal. Schade. - Nancy Bilyeau
Die letzte Nonne
(8)Aktuelle Rezension von: robbylesegernspannender historischer Thriller "Die letzte Nonne" von Nancy Bilyeau bietet spannende Unterhaltung vor einem interessanten und gut recherchierten historischen Hintergrund. Die Zeit Heinrich VIII. ist abgesehen von seinem "hohen Verschleiß" an Frauen, bei denen er auch nicht davor zurückschreckte sie hinrichten zu lassen, bekannt für sein gespaltenes Verhältnis zur Kirche.Er war zwar katholischen Glaubens, wollte aber , dass die Kirche ihn als Oberhaupt anerkannte und auch seine Ehen, die einzig und allein dem Zweck dienten einen männlichen Erben zu zeugen.Auch Cromwell, der für den "neuen Glauben" stand, steht für diese Zeit und die Schließung vieler Klöster, um die es z. T. auch in diesem Roman geht.Wichtiger Bestandteil dieses Krimis, ist aber auch die Aethelstan Krone, die es tatsächlich gegeben hat.Auch die Protagonistin dieses Romans, Joanna,ist keine fiktive Person. Der Leser taucht schnell in die Geschichte ein, bei der es zum großen Teil um das Auffinden der Aethelstan Krone geht und um ihre mystische Wirkung.Mit Mystik habe ich ja immer so meine Probleme, hier in diesem Buch hat mich das aber gar nicht so gestört, weil es irgendwie passte. Die Zeit in der dieser Krimi spielt, wird meiner Meinung nach gut von der Autorin eingefangen. Joanna wirkte mir manchmal ein bisschen zu forsch für ihre Zeit, wenn man aber bedenkt, welche Intension sie trieb, ist ihr Handeln aber durchaus vorstellbar.Die Autorin hat mich eigentlich von Anfang an neugierig auf die Handlung des Buches gemacht und ich finde, das ist auch eine Stärke dieses Buches, der sehr lebhafte und spannende Erzählstil, der auch an keiner Stelle unglaubwürdig wirkte. Für mich war dieses Buch ein spannender Ausflug in die Zeit Heinrich VIII. und ich kann ihn gutes Gewissens Freunden englischer Geschichte empfehlen. - Ulrike Schweikert
Das Antlitz der Ehre
(27)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen kurzen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Das Buch ist die Fortsetzung des Buches "Die Dirne und der Bischof". Insofern sind dem Leser die Hauptakteure bereits bekannt. Sie sind recht gut gezeichnet. Das gilt auch für weitere Figuren des Buches. Die Handlung ist ordentlich aufgebaut und punktet mit Abwechslung und einer Portion Spannung. Die echten historischen Fakten bilden den Hintergrund für eine leichte fiktive Handlung mit einem Schuss Liebelei.
Der Schreibstil war für meinen persönlichen Geschmack das deutlichste Manko . Er war mir zu einfach, stellenweise bemüht um Begriffe der damaligen Zeit einzubauen um damit eine historische Stimmung zu erzeugen. Dabei sind Wortwahl und Satzbau gelegentlich in eher "süsslich-schmalzige" Gefilde abgerutscht. Das hat meinen Lesegenuss doch deutlich eingeschränkt.
- Conn Iggulden
Sturmvogel
(70)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer britische Autor Conn Iggulden befasst sich im Roman "Die Rosenkriege - Sturmvogel" mit dem Beginn, bzw. vielmehr der Vorgeschichte der Rosenkriege ab dem Jahr 1443.
Recherchetechnisch okay, handwerklich gut schafft es Iggulden dennoch nicht, mich gänzlich in das England des 15. Jahrhunderts zu entführen. Grund ist wohl, dass er es leider an guten Charakteren mangeln lässt, mit denen man als Leser mitfiebern könnte. Die Personen des Königshofes sind nicht sehr faszinierend angelegt - was ich schade finde, denn diese haben größtes Potenzial.
Als begeisterter Leser der Waringham-Saga von Rebecca Gablé kenne ich da bessere Umsetzungen. Die einzige interessante Figur dieses Romans war der Spion Derry Brewer, der allerdings weder sehr sympathisch noch sehr nahbar angelegt ist. König Henry VI. kann Iggulden leider keine neuen Seiten abgewinnen, er ist der fromme, friedliebende, aber schwache Herrscher, den ich von Gablé kannte.
Ohne meine Vorkenntnisse aus den Waringham Büchern hätte ich wohl auch mit dem Prolog nichts anfangen können, Alice Perrers ist einfach keine so bekannte Persönlichkeit, dass man sie einfach mal völlig unerklärt in den Raum werfen kann (ich kannte sie aus "Das Lächeln der Fortuna", in welchem ich sie als einen der faszinierendsten Charaktere dieses Romans wahrgenommen habe).
Nein. Mehr als 3 Sterne werden das hier leider nicht.























