Bücher mit dem Tag "16. jahrhundert"
119 Bücher
- Ken Follett
Das Fundament der Ewigkeit
(250)Aktuelle Rezension von: Yvihh85Das Fundament der Ewigkeit hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und zählt für mich zu den stärksten Romanen der Kingsbridge-Reihe. Ken Follett verbindet Geschichte und Fiktion erneut auf beeindruckende Weise und erschafft eine Handlung, die durchgehend spannend und emotional bleibt.
Besonders gelungen fand ich die Figuren. Sie wirken glaubwürdig, entwickeln sich nachvollziehbar weiter und machen es leicht, mit ihnen mitzufiebern. Jede Perspektive trägt etwas zur Geschichte bei und keine fühlt sich überflüssig an.
Auch die Einbindung historischer Persönlichkeiten und Ereignisse ist Follett hervorragend gelungen. Vor allem die Rolle des Attentäters hinter dem Schießpulverkomplott verleiht dem Roman zusätzliche Spannung und zeigt, wie geschickt der Autor historische Fakten in seine Erzählung einwebt.
Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Glaubensrichtungen. Der Roman beleuchtet die Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten differenziert und zeigt, wie fanatischer Glaube, Macht und Politik untrennbar miteinander verbunden waren. Dabei regt die Geschichte immer wieder dazu an, die eigenen Ansichten zu hinterfragen.
Neben den politischen und religiösen Konflikten nimmt auch die Liebe einen großen Raum ein. Gerade weil sie immer wieder an Standesunterschieden, religiösen Gegensätzen und politischen Intrigen zu zerbrechen droht, wirken die Beziehungen besonders intensiv. Die Liebesgeschichten sind nie kitschig, sondern glaubwürdig und emotional erzählt. Sie geben der Handlung Wärme und Menschlichkeit und sorgen dafür, dass man mit den Figuren bis zum Schluss hofft, leidet und mitfiebert.
Für mich ist Das Fundament der Ewigkeit ein fesselnder, kluger und emotionaler Historienroman, der Geschichte lebendig werden lässt. Ein absolutes Highlight und für mich einer der besten Romane von Ken Follett.
- Rebecca Gablé
Der Palast der Meere
(235)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDer Palast der Meere spielt von 1560 bis 1588 zur Zeit von Elisabeth I. Die Hauptpersonen sind Nicholas’ Kinder Isaac und Eleanor.
Dieser Roman spielt nicht nur in England, sondern auch in Spanien, Afrika und den amerikanischen Kolonien. Da in den Vorgänger-Büchern häufig betont wurde, dass so gut wie alle Waringham seekrank werden, erschien es mir arg konstruiert, dass Isaac sich als blinder Passagier auf ein Schiff schleicht. Die Geschichte wird zweigeteilt: ein Teil folgt Isaac, der sich meist irgendwo in der Weltgeschichte herumtreibt. Der andere Teil folgt Eleanor, die in England bleibt, nah bei Königin Elizabeth I.
Der Roman wirkt für mich unentschlossen und schwankt zwischen den beiden Geschwistern Eleanor und Isaac sowie zwischen England und anderen Ländern hin und her. Insgesamt für mich der bisher schwächste Teil der Waringham-Saga.
- Rebecca Gablé
Der dunkle Thron
(465)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDer dunkle Thron spielt von 1529 bis 1553 und damit hauptsächlich in der Regierungszeit von Heinrich VIII. Die Hauptperson ist Nicholas of Waringham der Urenkel von Julian of Waringham. Somit gibt es keine nahe familiäre oder geschichtliche Bindung mehr an die Vorgänger-Bücher.
Die Geschichte startet neu mit Nicolas of Waringham, der zum Beschützer der späteren Königin Mary wird, dem Kind aus der ersten Ehe des berüchtigten Heinrich VIII mit Katharina von Aragon. Durch die Augen von Nick wird dieses Kapitel englischer Geschichte beleuchtet, welches mit der Thronbesteigung durch Mary I. endet.
Wer den Fernsehmehrteiler "Die Tudors" mit Jonathan Rhys-Meyers als König Heinrich VIII und dem späteren "Superman" Henry Cavill als Charles Brandon (Duke of Suffolk, Günstling Heinrichs VIII.) mochte, der wird auch dieses Buch mögen.
Der Roman ist geeignet für alle, die nicht die gesamte Waringham-Saga lesen wollen (solche Menschen soll es ja geben), denn er ist in sich abgeschlossen.
- Philippa Gregory
Die Schwester der Königin
(249)Aktuelle Rezension von: Penelope1EHrlich gesagt, hatte ich mir nicht allzuviel erhofft von diesem historischen Roman - er stand in meinem Regal und wartete darauf, endlich gelesen zu werden.
Aber das Buch hat mich nicht nur von Anfang bis Ende gefesselt, sondern regelrecht geflasht: Das Leben am englisch- königlichen Hof rund um König Henry VIII. Frauen, die wie Schachfiguren eingesetzt werden, ohne eigene Rechte und Wünsche. Sie haben zu tun, was man bzw. die Familie von ihnen verlangt - es sind ja nur Mädchen/Frauen, die strategisch eingesetzt werde.
Die Pläne der Familie der Boleyns gehen eindeutig in eine Richtung: Sie wollen König Henry zum ersehnten Sohn und Thronfolger verhelfen - koste es was es wolle - das stellt sich immer mehr heraus. Sicherlich wird dabei der eine oder andere Titel, das eine oder andere Gut und natürlich eine gehobene Stellung für den einen oder anderen aus der Familie herausspringen- so der Plan. Sollte es gar gelingen, eine der beiden Geschwister auf den Thron zu erheben? Königin Catherine als rechtmäßige Gemahlin und Königin wird dabei zunächst als lästiges Übel hingenommen...
Die Boleyn-Geschwister halten zusammen - oder vielleicht doch nicht ? Spannend zu sehen, wie sich das Geschwister-Trio aus zwei jungen Frauen und einem Bruder im Familienverbund verhält und wer hier das Sagen hat, wer befiehlt, wer führt aus... Oder ist doch alles ganz anders?
Die Geschichte und der Machtkampf um HenryVIII, Krone und Macht nimmt ihren Lauf, die Zeit scheint allen davonzulaufen. Am Hof herrschen üble Zustände - sehr schön wird hier das Mittelalter am Hofe König VIII lebendig. Die zunächst 14-jährige Mary Boleyn erzählt in der ICH-Form von ihren Eindrücken und Erlebnissen am Hofe, von Gehorsam, Verführungskünsten, Liebe, aber auch davon, wie sie nach und nach zu tiefgreifenden Erkenntnissen gelangt, die sie einerseits verzagen lassen, andererseits aber auch Mut geben, ihr Leben zu verändern und in eine Richtung lenken, die zum Wohle ihrer Kinder und ihr selbst gereichen sollen.... ob es gelingt...?
Wie gesagt, ein herrlich spannender und lebendiger Roman vor dem wahren Hintergrund des Schicksals von Henry VIII, dessen offensichtlich größter Wunsch ist, einen männlichen Thronfolger in die Welt zu setzen. Aber auch vor der Tatsache, dass Frauen im 16. Jahrhundert lediglich als Spielbälle dienten, die man beliebig verheiraten, ins Kloster schicken oder verbannen konnte.
Mich hat das Schicksal der Protagonisten absolut gebannt - und mich neugierig auf das weitere Schicksal der "Boleyn-Familie" und der Tudors gemacht, sodass ich auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin Philippy Gregory lesen werden, die dieses Thema behandeln. Flüssig, spannend, ergreifend und fesselnd - absolut top und empfehlenswert ! - Matt Haig
Wie man die Zeit anhält
(419)Aktuelle Rezension von: LennyEin gutes Buch, aber nur eine kurze spannende Stelle. Die ganze Zeit warte ich auf die Message....und natürlich kamen viele Hinweise zu den wichtigen Punkten im Leben. Ich habe das Buch als gut empfunden, aber richtig gepackt hat es mich nicht.
Das Cover finde ich sehr gut! Die Zeit möchte man sehr gerne anhalten, wenn man gerade mega glücklich ist und auch wenn man Angst hat, jemanden zu verlieren. Wenn man soooo viel Lebenszeit bekommt möchte man natürlich, dass alle, die man um sich hat ebenfalls soooo viel Zeit haben.
- Maggie O’Farrell
Judith und Hamnet
(89)Aktuelle Rezension von: JasdinBasiert auf Shakespeares tragischen Verlust seines Sohnes Hamnet. Wir durchleben das Kennenlernen seiner Frau Agnes, die Geburt seiner ersten Tochter Susanna und schließlich die der Zwillinge Judith und Hamnet. Als diese 11 Jahre alt sind tritt der Schwarze Tod ins Haus. Vier Jahre später schreibt Shakespeare das Stück „Hamlet“.
Ein sehr gefühlvolles und bedrückendes Buch. Was der Verlust des eigenen Kindes auslösen kann vermittelt O‘Farrell hier sehr emotional, aber auch alles was davor passiert ist. All die Begegnungen, Zwischenebenen und das Leben davor werden hier so atmosphärisch geschildert.
In der ersten Hälfte hatte mir zunächst noch der kleine Funke gefehlt, der mich komplett in die Geschichte ziehen sollte. Zumal ich ab und an über die Zeitsprünge gestolpert bin,die nicht immer gleich erkennbar waren und dadurch stockte manchmal der Lesefluss.
Die zweite Hälfte hat für mich dann vollends abgeholt und mich in der emotionalen Welle mitgerissen.
Das Buch ist wirklich ein gelungenes ergreifendes Werk, was wahre Tatsachen mit gefühlvollen fiktiven Elementen vereint.
4 von 5 ⭐️
- Elif Shafak
Der Architekt des Sultans
(86)Aktuelle Rezension von: carathis"Die Wahrheit fällt nicht vom Himmel. Sie entspringt der Erde, entspringt harter Arbeit."
Diesem Sinnspruch folgend, begleiten wir Sinan, den Hofarchitekten im Istanbul des 16. Jahrhunderts und seinen Schülern in diesem Roman. Elif Shafak erzählt nuancenreich vom Elefantenführer Jahan und seinem Elefanten Chota, wie sie in den Sultanspalast kommen und sich dort emporarbeiten. Diese beiden liebenswerten Hauptfiguren, erleben einige unangenehme Prüfungen und stolpern von einer kuriosen Aufgaben zur nächsten. Sie erleben Krieg, prachtvolle Auftritte, aber auch stolze Momente als Erbauer historischer Monumente.
Jahans Naivität lässt ihn oft tollpatschig wirken, doch seine Ehrlichkeit und sein offenes Herz leiten ihn. Dieses Herz fügt ihm gleichzeitig Schmerzen zu. Die emotionale Tiefe lässt sich gut anhand eines Zitats darlegen, welches Jahans Mutter ihm mitgab:
Was immer du tust, füge nie jemandem Leid zu und lass dir selbst von niemandem wehtun. Sei weder ein Herzensbrecher noch lass dir dein Herz brechen."
Nun, ich überlasse es euch selbst herauszufinden, ob er dem Rat seiner Mutter gefolgt ist.
Die Geschichte beginnt ruhig und sanft. Doch sollte man sich nicht über die leisen Stiche hinwegtäuschen. Ein feines Netz aus Intrigen wird gesponnen, dessen Ursprung sich erst am Ende zeigt.
Shafak erzählt die Geschichte Istanbuls über fast 100 Jahre entlang des Lebens von Jahan und Chota, das die Herrschaft dreier Sultane überspannt. Die Stadt war und ist ein buntes Sammelsurium von Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Religionen. Diese leben mal mehr, mal weniger friedlich miteinander. Es zeigt sich, dass bereits früher gern Sündenböcke für diverse Katastrophen gesucht wurden, die zum Beispiel Schuld daran sein sollen, dass die Pest wütet.
Neben diesen eher grausamen Episoden in der Geschichte und auch im Leben der Hauptfiguren, spielt die Kunst, die Architektur und die Meisterwerke Sinans und seiner Schüler eine gewichtige Rolle. Trotz offensichtlichem Drang nach Perfektionismus hinterlässt er doch in den fertigen Bauwerken immer einen Fehler, "denn nur Gott kann perfekt sein". Der Roman zeigt, dass durch hingebungsvolle und harte Arbeit gewaltiges, Jahrhunderte Überdauerndes geschaffen werden kann. Vielleicht wird in Summe die Errichtung eines Bauwerks zu viel dargestellt, wodurch es zu ein paar wenigen Längen kommt.
Die letzten hundert Seiten spannen abschließend noch einen erkenntnisreichen und atemraubenden Bogen über die Erlebnisse des Jahan. Sodass mir am Ende nur zu sagen bleibt, dass es sich lohnt, diesen bildgewaltigen Roman zu lesen. Schon allein viele literarische Weisheiten zu sammeln.
Wenn du etwas aus ganzer Seele tust, spürst du einen Fluss in dir, eine Freude.
- Noah Gordon
Der Medicus von Saragossa
(264)Aktuelle Rezension von: NephilimleserInhalt:
1492: Jona Toledano ist der mittlere Sohn des jüdischen Silberschmieds von Toledano. Nachdem ein paar Jahre zuvor sein ältester Bruder ermordet wurde, steht nun die Vertreibung der Juden aus Spanien bevor. Durch verschiedene Ereignisse, ist nur noch Jona übrig. Von nun an beginnt eine abenteuerliche Reise, bis Jona nach verschiedenen Berufen, seine Berufung zum Medicus findet.
Das Buch:
Ich habe die Ausgabe 1999 aus dem Blessing Verlag und damit die schön gestaltete deutsche Erstausgabe.
Meine Meinung:
Das 512 Seiten starke Buch zieht sich sehr in die Länge. Nach einigen Irrungen und Wirrungen von Jona, beginnt sein Interesse daran Heiler zu werden, auf Seite 289. Man hat also ziemlich viele Personen und Begegnungen im Buch, die sich einfach nur ziehen. Einige kommen zwar immer wieder vor, aber auch die langen und wiederkehrenden Beschreibungen über die Inquisiton ziehen sich.Das Buch ist zwar abenteuerlich aber man muss sich gefasst darauf machen, dass es trotz immer wieder spannender Stellen, erst in der 2.Buchhälfte interessanter wird.
- Ildefonso Falcones
Die Pfeiler des Glaubens
(96)Aktuelle Rezension von: Maimouna19Schauplatz von Ildefonso Falcones „Die Pfeiler des Glaubens“ ist das Andalusien im 16. Jahrhundert. Es ist die dunkle Zeit des Konfliktes zwischen Islam und Christentum und umfasst die Zeit vom Aufstand der spanischen Mauren in 1568 bis zur ihrer endgültigen Vertreibung aus Spanien. In dieser Zeit lebt der junge Maure Hernando Ruiz, dessen Geburt die Folge einer Vergewaltigung seiner muslimischen Mutter durch einen katholischen Priester ist. Sein Stiefvater, ein muslimischer Maultiertreiber, sieht in ihm nur den verhassten Christenbastard. Hernando wird von allen maurischen Bewohnern des Dorfes der „Nazarener“ genannt, da er in christlicher Religion unterrichtet wird. Doch in seinem Innersten ist und bleibt er Moslem, wird auch im Koran unterrichtet und kann Arabisch schreiben.
Auf über 900 Seiten wird nun die Geschichte von Hernando erzählt, der sein Leben dem Kampf um das Überleben seines Volkes und seiner Kultur sowie der Aussöhnung der beiden Religionen widmet.
Falcones „Kathedrale des Meeres“ habe ich mit Begeisterung gelesen, das Buch hat mich bis zur letzten Zeile gefesselt. Bei „Die Pfeiler des Glaubens“ war leider das Gegenteil der Fall, ich war mehrmals versucht, es einfach abzubrechen.
Das Buch ist nach dem typischen Schema eines historischen Romans gestrickt: Kämpfe, Intrigen, Vertreibungen, gleich mehrere Liebesgeschichten. Der Erzählstil ist allerdings recht schlicht, die Figuren bleiben blass und die Überfrachtung der Geschichte mit Details erzeugt keinerlei Spannung, sondern Langeweile pur.
Der Funke ist bei mir nicht übergesprungen, das Buch hatte echte Längen und es mangelte an Tiefe. Eigentlich schade, denn das Thema – Konflikte zwischen Christentum und Islam – ist nach wie vor aktuell und auch historisch wurde sehr sorgfältig recherchiert.
Mein Bedarf ist nach dieser Lektüre erstmal für lange Zeit gedeckt, so schnell kommt mir kein historischer Roman mehr auf den Lesestapel!
- Oliver Pötzsch
Die Burg der Könige
(122)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEine intensive Geschichte voller geschichtlicher Fakten. Die Handlung beginnt im Jahr 1524. Alles dreht sich um die Burg Trifels, die Burg der Staufer.
Wir begleiten dabei die junge Burgherrin Agnes sowie Mathis, den Sohn des Burgschmieds.
Oliver Pötzsch hat dabei einen unglaublich bildhaften Schreibstil. Ich konnte in diese Geschichte eintauchen, dabei sein und habe ganz nebenbei noch ein bisschen gelernt.
09.01.2026
- Yrsa Sigurdardottir
Das letzte Ritual
(259)Aktuelle Rezension von: tanyafroschEin Buch das sich wirklich gut und leicht lesen lässt, was nicht nur der Schreibweise zu verdanken ist. Die Geschichte der Hexenverfolgung wird kurz, aber hervorragend erklärt. Zudem konnte ich mein Allgemeinwissen in anderen Bereichen aufbessern. Es gab immer wieder spannende Momente, die mir keine Chance gaben, nicht weiter zulegen. Es war abwechslungsreich und spannend. Nur das Ende, bezogen auf die beiden Hauptfiguren, fand ch nicht so gut.
- Astrid Fritz
Die Hexe von Freiburg
(221)Aktuelle Rezension von: MelLilaDieses Buch las sich durchaus erwartungsgemäß. Es ist aber immer wieder erschreckend zu sehen, oder in diesem Fall halt zu lesen, wie die Hexenprozesse abgelaufen sind. Ansonsten kann ich mich dem Klappentext nur anschließen, eine für ihre Zeit unfassbar starke Frau mit einem schlimmen Schicksal.
- Astrid Fritz
Henkersmarie
(57)Aktuelle Rezension von: MalkaMit Henkersmarie gelingt Astrid Fritz ein eindrucksvoller historischer Roman, der lange nachhallt. Im Mittelpunkt steht Marie, die Tochter eines Henkers, die im spätmittelalterlichen Freiburg lebt – gesellschaftlich ausgegrenzt, zwischen Schuldzuweisung und Vorurteilen gefangen. Die Autorin erzählt Maries Lebensweg mit großer Nähe zur Figur und macht ihre innere Zerrissenheit, ihren Wunsch nach Anerkennung und ihre leise Rebellion gegen die ihr zugedachte Rolle eindringlich spürbar. Dabei verwebt Fritz persönliche Schicksale geschickt mit historischen Ereignissen und zeichnet ein authentisches Bild einer Zeit, in der Herkunft über Leben und Chancen entschied.
Der Schreibstil ist klar, bildhaft und zugleich angenehm unaufgeregt. Astrid Fritz versteht es, historische Details präzise einzubauen, ohne den Erzählfluss zu bremsen. Besonders überzeugend ist ihre Sprache in den leisen Momenten: Gedanken, Ängste und Hoffnungen der Protagonistin wirken glaubwürdig und emotional, ohne pathetisch zu sein. Die Atmosphäre der Stadt, der Gerüche, der Enge und der sozialen Härte wird sehr plastisch dargestellt und zieht Leserinnen und Leser tief in die Handlung hinein.
Kritisch ließe sich anmerken, dass einige Nebenfiguren etwas blasser bleiben und bestimmte Konflikte – gerade gegen Ende – schneller aufgelöst werden, als man es sich wünschen würde. Dennoch mindert das den Gesamteindruck kaum. Henkersmarie ist ein starkes, bewegendes Buch über Ausgrenzung, Selbstbehauptung und weibliche Stärke in einer gnadenlosen Zeit. Ein historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt – absolut lesenswert.
- Oliver Pötzsch
Der Lehrmeister (Faustus-Serie 2)
(113)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDeutschland im Jahr 1518: Sechs Jahre nach seiner Flucht aus Nürnberg ist der Betrüger und selbsternannte Schwarzkünstler Johann Georg Faustus ein ewig heimatloser Reisender zusammen mit seinen Gefährten, dem Studenten Karl Wagner und seiner Tochter Greta.
Ende Oktober des Jahres führt der Weg die drei Reisenden nach Bamberg, wo sich nach dem gescheiterten Augsburger Reichstag, auf dem der zum Ketzer erklärte Martin Luther der Inquisition entkommen konnte, die Gesandten treffen. An diesem Ort holt Johann sein alter Feind wieder ein: Tonio del Moravia. Gilles de Rais. Der Teufel selbst ...
Ja - es ist wohl ein Buch, das zu Übertreibungen neigt. Und natürlich ist nicht alles, was hier geschieht, historisch belegt, manches sogar bewusst abgewandelt. Doch es stört nicht.
Nicht hier.
Denn Oliver Pötzsch ist ein Könner. Er zeichnet ein Bild der Renaissance in Deutschland, Frankreich und Italien, dass man glaubt, er wäre dabei gewesen, glauben WILL, dass seine Geschichte wahr ist ...
Pötzsch erschafft eine Atmossphäre wie kein Zweiter: SO ETWAS will ich geboten kriegen, wenn ich über die Renaissance lese. Ein pralles, lebendiges Bild einer so fremden Epoche, die gar nicht so fremd ist, wie wir glauben.
Die Welt des Jahres 1518 ist verrückt. Irrsinnig. Aber ist sie das nicht auch heute?
Tatsächlich fällt mir außer Pötzsch nur noch Andrzej Sapkowski ein, der ein ähnliches Bild dieser Zeit zeichnen kann. Ein Bild von prallem Leben. Prunk. Zugleich auch Dreck. Grausamkeit. Blut. Glauben und Unglauben. Aberglauben. Liebe. Leidenschaft. Gelehrtheit. Dummheit. Wahnsinn. ... Der einzige Wunsch an dieses Buch, der nicht in Erfüllung gegangen ist: Es kam leider - leider - nicht zu einer Begegnung zwischen Faust und Luther. DAS wäre mein absoluter Höhepunkt für diesen Roman gewesen. Aber man kann nicht alles haben.
Auch so bleibt dieses Buch grandios. Wer die Bücher von Sapkowski gelesen hat, oder die anderen Werke Pötzschs kennt, oder in der selben Zeit spielende Filme/Serien wie "Borgia" oder "Die Tudors" gesehen hat, der dürfte bei diesem Pötzsch auf seine Kosten kommen.
Fazit: 10 Sterne!!!
- Bruno Preisendörfer
Als unser Deutsch erfunden wurde
(13)Aktuelle Rezension von: M.Lehmann-PapeDie innere Herausbildung einer Nation
Martin Luther hat die deutsche Sprache, den Wortschatz, die Grammatik, nicht erfunden. Deutsch wurde schon gesprochen, im Alltag benutzt. Mit vielen Dialekten und eher für praktische Zwecke wie den Handel oder Bestellungen eingesetzt. Mal auch für die ein oder andere Erklärung.
Doch die Sprache auch auf oberer Ebene „dem Vlk“ zur Hand zu geben, die Bibel auf Deutsch zu übersetzen, poetisch, heute leicht gedrechselt klingend, das ist nicht nur das wesentliche Element der Herausbildung des Protestantismus, das ist auch eine immense Freiheit für den einzelnen Bürger oder Mitbewohner, der nun „heilige Wahrheiten“ in seiner eigenen Sprache hören kann, mithin sich selbst ein Bild machen kann, von Inhalt und Bedeutung.
Machtwissen, dass über Jahrhundert allein bei den Herrschenden und hier im speziellen bei der katholischen Kirche lag. Machtwissen, mit dem man Angst machen konnte.
In Verbindung mit dem Buchdruck war es fast von heute auf morgen plötzlich möglich, Gedanken zu verbreiten und dies in jener Sprache, die „das Volk“ verstand. Grundvoraussetzung für die Bildung einer allgemeinen, inneren Identität. Und nichts Anderes geschah zur damaligen Zeit und gilt heute als anerkannt im Blick auf das Werden einer Nation. Über die gemeinsame Sprache.
Profund und breit nimmt Preisendörfer in seinem neuen Buch den Lehrer mit und mitten hinein in diese Zeit, wobei er sich beileibe nicht nur über grammatikalische Spitzfindigkeiten auslässt. Im Gegenteil, praktisch wird es, dass Leben der damaligen Zeit in Burg und Stadt, vom Handwerk bis zu den Bauern, von der Häuslichkeit über den tiefen, angstvollen Glauben an die Strafen der Hölle. Selbst die gängige Kleidung, der Umgang und das Verständnis des eigenen Leibes (der „Hülle“) werden penibel in einzelnen Kapiteln betrachtet und sehr bildreich und vielfältig vor Augen gelegt.
Dass da das „Alter“ mitsamt dem „Altenteil“ und die entscheidenden Fragen von Tod und Auferstehung nicht fehlen dürfen, ist selbstverständlich.
Die Sprache und ihre „Ausbreitung“ und Nutzung legt Preisendöfer dabei wie eine große Klammer um all die einzelnen Lebensbereiche und verweist so auch auf wichtige sprachliche Entwicklungen jener „Zeitenwende“, die den Keim für die deutsche Nation gesetzt hat.
Gerade diese Verbindung hinein in das Alltägliche, in Dürers Atelier, in Luthers Pfarrhaus, in Arbeitsstätten hinein bis hin zum (ganz praktischen) Raubrittertum, es wird mehr und mehr deutsch gesprochen und es wird der Alltag der Menschen plastisch und konkret erlebbar. Was den Ausführungen viel „Fleisch“ an den Knochen bringt und den Leser durchgehend hoch informiert zurücklässt.
Vom alltäglichen Überlebenskampf über bildreiche Darstellungen hygienischer „Un-Zustände“ (bis hin zum Ausbruch der Pest) bildet dieses Buch eine überaus realistische Darstellung des „wahren Lebens“ ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Eine sehr zu empfehlende, sehr fundierte, sehr informative Lektüre. - Iny Lorentz
Flammen des Himmels
(71)Aktuelle Rezension von: BluejayPrimeKlar, hohe Literatur sucht man bei diesen Schreibern eh vergebens, doch die meisten ihrer Bücher sind immerhin unterhaltsam und kurzweilig. Das hier zieht sich über Stunden als Wechsel zwischen völlig an den Haaren herbeigezogener, exzessiver Gewalt und langweiligen, "wir diskutieren mal die historische Lage"-Szenen zwischen den männlichen Charakteren hin. Die Protagonistin ist wie immer die einzige mit Durchblick, unfehlbar, wunderschön und schlau, aber das an sich kennt man ja ebenfalls schon und wäre kein Störfaktor, wären nicht diesmal auch wirklich alle anderen Charaktere absolute Parodien im Stil von Cartoon-Bösewichten, die nur mit ihrer Libido denken und ansonsten nichts zu tun haben. Persönliches Highlight sind Dinge wie "ach, der hat mich zwar mit seinem Kumpel zusammen abgefüllt und missbraucht, aber anfreunden können wir uns ja trotzdem, immerhin hatte der voll die schlimme Kindheit" und "wenn ich der Trulla nur lange genug nachlaufe, wird sie sich schon irgendwann in mich verknallen, richtig?", zusätzlich zu der Szene, wo die Protagonistin den nackten Körper ihres missbrauchten jüngeren Bruders (im Teenageralter) bespannert und Vermutungen über seinen Penis anstellt. Was zum Teufel bin ich lesend?
Das Thema "Inquisition" ist in seiner Aufarbeitung hier eine böswillige Karikatur, die mit historischer Realität kaum etwas zu tun hat. "Sauber recherchiert" sind hier nur die ganz, ganz groben Fakten, die man in ihrer Form so auch auf Wikipedia nachlesen kann. Man kann es lesen, um sich drüber lustig zu machen, aber dafür würde ich eher empfehlen, das Buch aus der Bücherei oder einem Bücherschrank zu angeln, anstatt Geld dafür auszugeben. - Marie Brennan
Der Onyxpalast: Die Schattenkönigin
(27)Aktuelle Rezension von: Lesedrache_93Wer historische Fantasy mag, wird dieses Buch hier bestimmt richtig gut finden. Mir war es zwischendrin ein bisschen zu langatmig. Es ist durchaus gut geschrieben, aber die Geschichte nimmt erst ab der Hälfte fahrt auf. Am Anfang sind es schon ziemlich viele Namen, die mir das ganze nicht unbedingt leichter gemacht haben.
Dieses Buch ist für Fans der englischen Geschichte eine Empfehlung!
- Charlotte Thomas
Die Liebenden von San Marco
(72)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeIch bin immer wieder erstaunt, wie viel Inhalt Historische Romane oftmals haben. Das ist auch bei diesem nicht anders.
Die Geschichte beginnt in Venedig im Jahr 1510; die Pest bricht aus und schon ist man mittendrin im Geschehen. Und es geschieht eine ganze Menge! Über Liebe, Dramatik, Mord zu Abenteuer und Intrigen. Es ist wirklich viel los.
Es war spannend und sehr unterhaltsam, in diese Geschichte einzutauchen, die oftmals Wendungen und Überraschungen bereithielt.
Meine Lust, mehr Historische Romane zu lesen, ist wieder gewachsen :)
12.09.2024
- Hilary Mantel
Spiegel und Licht
(15)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch sage noch einmal, dass ich "Wölfe" faszinierend fand. Bei "Falken" ging es dann schon deutlich abwärts, aber ja: Ich quälte mich durch, auch wenn das Buch zäh und nicht spannend war.
"Spiegel und Licht" konnte ich nicht mehr beenden.
Das Buch beginnt im Jahr 1536, direkt nach Anne Boleyns Hinrichtung (seltsamerweise nicht da, wo "Falken" endete, es scheint mehr oder weniger ein alternatives Ende für "Falken" zu schreiben; den Sinn dahinter muss man nicht verstehen). Danach geht es um - ja, was? Thomas Cromwells Gedankenleben. Am Rande werden dann auch die geschichtlichen Ereignisse der damaligen Zeit geschildert, die durchaus etwas zu bieten hätten, wenn man sie in anschaulicher, epischer Form geboten kriegen würde. Aber nein: Wir Leser befinden uns immer nur in Cromwells Kopf - der am Ende des Buches vermutlich abgeschlagen wird, denn eine weitere Fortsetzung gibt es nicht.
Wie Mrs. Mantel Cromwells Sturz umsetzt, werde ich wohl nie erfahren. Und das muss ich auch gar nicht. Ich weiß, dass der gute Mann 1540 durch ein Intrigenspiel gestürzt und von einem sehr unerfahrenen Henker enthauptet wurde, die Szene kriegte ich in der "Henry VIII"-Verfilmung aus dem Jahr 2003 (meiner Meinung nach noch immer eine der besten Verfilmungen) schon sehr blutig in visueller Form und in Rebecca Gablés "Der dunkle Thron" in schriftlicher Form geboten. Ich kenne die Szene - wozu mir da noch mehr von diesem Geschreibsel antun?
Ich bin ehrlich verwirrt. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich Hilary Mantels Schreibstil über die Bücher hinweg großartig geändert hat und weiß, dass ich ihn in "Wölfe" noch anspruchsvoll und gut fand, aber jetzt ging er mir so auf den Zeiger, abgehackt und wirr, dazu die fehlende Handlung, das Ausufern in sinnfreie Banalitäten und immer wieder, immer wieder das Innenleben Cromwells.
Eigentlich mag ich es, etwas über die Gedanken und Gefühle des Protagonisten zu wissen, denn das erzeugt Nähe und Identifikationsmöglichkeiten ... allerdings sind die Gedankenspiele Cromwells nur selten nachvollziehbar.
Das Erzählen im Präsens nervte mich. Die Nicht-Handlung. Der Protagonist. Dieses Buch ist ein unbeschreibliches Ärgernis.
1 Stern für alles bis Seite 317. Ich höre auf!
Empfehlen kann ich die Reihe - trotz gutem Start, wie ich damals empfand - leider nicht mehr. Wer "Wölfe" lesen möchte, dem rate ich nicht ab. Aber danach: Lasst es gut sein. Teil 2 und Teil 3 sind der absolute Flop!
Wer diese Epoche in anschaulicher Weise nahe gebracht kriegen will, dem empfehle ich "Der dunkle Thron" von Rebecca Gablé (Teil 4 der Waringham-Saga, kann aber durchaus separat gelesen werden). Ich selbst werde mich erstmal anderen Büchern und zum Thema der englischen Renaissance dann den Büchern von C.J. Sansom zuwenden, die mir empfohlen wurden.
- Maggie O'Farrell
Hamnet: WINNER OF THE WOMEN'S PRIZE FOR FICTION 2020: WINNER OF THE WOMEN'S PRIZE FOR FICTION 2020 - THE NO. 1 BESTSELLER
(9)Aktuelle Rezension von: ComputermascheDas Buch erzählt die Geschichte von Shakespeares Familie. Shakespeare wird dabei nicht namentlich genannt. Das fand ich besonders Spannend an dem Buch. Dadurch rücken die Kinder und die Frau von ihm viel mehr in den Vordergrund.
Die Geschichte wird über viele Rückblicke erzählt. Das hat mir an den Buch besonders gut gefallen. Die Sprache ist sehr ausschmückend und stimmungsvoll. Das hat es am Anfang schwierig für mich gemacht um das Englisch zu verstehen, aber man kommt gut rein in das Englisch.
- Eva-Isabel Schmid
Paracelsus - Die Fragen der Toten
(35)Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaberIn Italien angekommen, studiert Paracelsus in Ferrara und verlässt die Universität als Arzt. Bei seinen Reisen durch Europa steht die Suche nach der Seele des Menschen weiter im Vordergrund, aber er lernt auch viel in dieser Zeit. In Basel ist eine Pest-Epidemie ausgebrochen und man holt ihn zurück in die Stadt. Der Kampf dagegen wird jedoch hauptsächlich von seinem Freund und früheren Studienkollegen Caspar bestritten.
Der bekannte Arzt wirkte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die Zeit ist nachvollziehbar beschrieben, die medizinischen Details verständlich dargestellt und die Charaktere klar entwickelt. Leider gibt es auch einige Längen, was den Lesefluss nicht gerade positiv beeinflusst. Die Geschehnisse sind nicht immer chronologisch, auch das erschwert das Lesen. Nicht so gut gefallen haben mit die Abschnitte mit den okkulten Einschlägen, die jedoch nicht so ausführlich stattfinden, wie im ersten Band. Leider konnte mich auch der zweite Band nicht wirklich abholen.
- Christiane Lind
Geheimnisse der Gaukler: Historischer Roman
(37)Aktuelle Rezension von: Cari2000London im 16. Jahrhundert lebt in diesem Buch: Der Lärm der Gassen, das wilde Treiben in den Theatern und Tavernen von Southwark. Wer sich für das Elizabethanische England und die Zeit Shakespeares interessiert, findet hier die passende Zeitmaschine.
Im Zentrum steht Alice, eine junge Frau, die ihrem brutalen Ehemann entkommt, indem sie sich als Mann verkleidet. Sie schlägt sich durch, landet in der Welt der Gaukler und Schauspieler, und begegnet niemand geringerem als Christopher Marlowe, der sie in seine Theatertruppe aufnimmt. Ab da entfaltet sich ein fesselndes Spiel aus Maskerade, Leidenschaft und Gefahr.
Was mir gefallen hat ist die Mischung aus Spannung und Atmosphäre. Lind schreibt lebendig und mit spürbarer Liebe zum Detail. Man merkt, dass sie sich in der Zeit auskennt. Das Theaterspiel, die gesellschaftlichen Zwänge, das Leben der einfachen Leute. Besonders gelungen fand ich, wie sie starke Frauenfiguren zeichnet, die sich in einer Männerwelt behaupten müssen, ohne dabei unrealistisch modern zu wirken.
Die Story ist an einigen Stellen etwas vorhersehbar und der Mittelteil hat auch ein paar Längen, für mich war das aber verschmerzbar. Die Geschichte hat Herz, Tempo und eine bildhafte Sprache, die einen bis zum Schluss mitnimmt. Ein Roman für alle, die historische Stoffe mit Emotion und einer Prise Theaterzauber lieben.
- Iny Lorentz
Ein verhängnisvolles Testament
(59)Aktuelle Rezension von: anne_foxDas verhängnisvolle Testament ist ein weiterer historischer Roman von der Bestsellerautorin Iny Lorentz. Im Jahre 1590 hatten Frauen noch überhaupt keine Rechte und so verliert auch Elisabeth von Thannsberg ihren Besitz nach dem Tod ihre Ehemanns, da kein männlicher Nachfolger mehr da ist. Anna eine entfernte Verwandte traut dem Ganzen nicht und macht sich auf zur Recherche, ob das alles Rechtens ist. Sie stößt dabei auf viele Ungereimtheiten zum Unmut von Geiern die sich den Besitz unter den Nagel reißen wollten. Letzendlich schafft si das auch.
Fazit:
Ein Roman voller Intrigen, Mord und Totschlag, ganz nach dem bekannten Chema der Autorin.























