Bücher mit dem Tag "16. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "16. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

346 Bücher

  1. Cover des Buches Wie man die Zeit anhält (ISBN: 9783423281676)
    Matt Haig

    Wie man die Zeit anhält

     (348)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    Eine wunderbare Geschichte über das Leben, die Liebe und die Zeit!

    „Ich ertrinke nicht mehr in der Vergangenheit und ich habe keine Angst mehr vor der Zukunft. Wie könnte ich? Die Zukunft bist du.“

  2. Cover des Buches Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783442381388)
    Deborah Harkness

    Wo die Nacht beginnt

     (480)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    Auch der zweite Teil der Reihe hat mich nach wenigen Seiten wieder in seinen Bann gezogen und ich habe ihn gelesen, als würde er noch zum ersten Band gehören. Generell hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Geschichte einfach konsequent weiter gedacht und weiter erzählt wurde, so dass man fast nicht mal auf den Gedanken kommt, dass es unterschiedliche Teile sind.
    Am Ende des ersten Teils entscheiden sich Diana und Matthew, den Reise in die Vergangenheit - in das London Elizabeth I. zu wagen, da sie in der Gegenwert scheinbar ihren Widersachern nichts entgegen zu setzen haben.
    Doch obwohl Diana Historikerin ist, hat sie zunächst große Anpassungsschwierigkeiten - Etikette, Tonfall und Aufführen einer Dame von Stand lassen sich nicht so ohne Weiteres aus Büchern erlernen. Und auch Matthew erscheint ihr verändert, gerade im Kreis seiner Freunde.

    Zu diesem Buch kann ich wirklich nur sagen - es war einfach nur gut, ich habe es geliebt, es wird mein Haus nicht mehr verlassen und ich werde es wieder lesen. Es gab Szenen, bei denen ich richtig schluchzen musste, vor allem wenn es um die Familie von Diana ging. Mir  beweist das einfach, dass die Geschichte mich absolut gefesselt hat und bisher ist der zweite Teil der Reihe mein Lese-Highlight des Jahres



  3. Cover des Buches Das Mädchen, das den Himmel berührte (ISBN: 9783404167777)
    Luca Di Fulvio

    Das Mädchen, das den Himmel berührte

     (458)
    Aktuelle Rezension von: JennysWorldofBooks

    ⭐️Meinung


    Eine atemberaubende Geschichte von kühnen Lebensträumen - und von einer Liebe über alle Grenzen hinweg.


    Der Roman spielt im Jahre 1515 und erzählt die Geschichte von Mercurio und Guiditta. Mercurio ist ein Bettlerjunge, der in der Gosse groß geworden ist und sein Überleben mit Taschendiebstahl und meisterhaften Verkleidungen sichert. Dabei wird er tatkräftig von seinen 2 Freunden Bernadette und Zolfo unterstützt.


    Durch einen Zufall trifft er auf das jüdische Mädchen Guiditta, die mit ihrem Vater untertaucht, um vor den gläubigen Christen in Sicherheit zu sein.


    Eine meisterhafte Liebesgeschichte beginnt, die einen steinigen Weg über die Judenverfolgung, Eifersucht, Hass und falschen Glaubenssätzen, gehen wird.

    Mercurio geht über alle Grenzen, um seine große Liebe zu retten. Er schafft es, sich von der Gosse zu befreien und viele tolle Menschen für sich und sein Vorhaben zu gewinnen.


    Der Schreibstil ist fesselnd , die Charakter werden bildhaft und mit viel Liebe beschrieben. Die Umstände des Lebens von früher werden so detailgetreu dargestellt, dass ich ab und an eine Gänsehaut bekam. Es ist erschreckend zu sehen, wieviel Macht die „Herrscher“ dort haben und besonders die Kirche.


    Absolut empfehlenswert!


    Eine Buch, das mein Herz berührte.


  4. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783431039269)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Fe

    Ich liebe die große Waringham-Saga von Rebecca Gablé sehr, auch wenn ich dieses Mal einen Punkt abziehen muss. Der Handlungsstrang vom jungen Isaac hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mit Eleanor wurde ich jedoch lange Zeit nicht so richtig warm. Gegen Ende hat sie mich dann aber doch noch gepackt. Ein toller Roman, vor allem für Waringham-Fans!

  5. Cover des Buches So finster, so kalt (ISBN: 9783426514931)
    Diana Menschig

    So finster, so kalt

     (142)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Merles Oma ist verstorben, weshalb sie zum Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. In Omas Knusperhäuschen, mitten im Wald, stößt sie auf ihre makabere Familiengeschichte. Denn die uralte Erzählung ist wahr! Doch nicht die Alte ist hier die Hexe, sondern vielmehr Greta scheint dämonischer Natur zu sein. 

    Eine bunte Mischung verschiedener Märcheninhalte wurde hier in einen Topf geworfen, ein Hauch"Exorzist" und eine Prise (leider oft kitschige) Romantik zugefügt. Die Ambivalenz und (teils tussig nervige) Unsicherheit der Protagonistin übertragen sich auf den Leser. Eine Einschätzung der Ereignisse ist lange nicht eindeutig möglich, die Entwicklung unvorhersehbar. Es bleibt somit spannend bis zum Schluss. Alles in allem eine gute Lektüre für Zwischendurch. 

  6. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

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    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

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    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  7. Cover des Buches Wölfe (ISBN: 9783832161934)
    Sabine Roth

    Wölfe

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Das Königreich England im Jahr 1520 hat immernoch keinen männlichen Erben. Sollte der König sterben würde dem Land ein Bürgerkrieg bevorstehen. Henry VIII. möchte Anne Boleyn heiraten und seine bestehende Ehe annulieren lassen. In dieser Zeit wird aus Thomas Cromwell ein wohlhabender Mann. Cromwell arbeitet sich von ganz unten nach oben und gehört irgendwann sogar zum engsten Beraterkreis des Königs. 

    Hilary Mantel hat hier einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben. Ganz anders als andere verliert sie sich nicht in Beschreibungen der Zustände, Kleidung, Orte etc. sondern beschränkt sich eher auf die Vielschichtigkeit der Charaktere, Machenschaften, Intrigen und politischen Wendungen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da manchmal zunächst nicht erkennbar ist wer spricht und auch Szenenwechsel nicht deutlich gemacht werden. Nach einiger Zeit bin ich aber gut damit klar gekommen. Cromwell ist für mich eine faszinierende historische Persönlichkeit und ich habe seinen Weg durch dieses Buch besser nachvollziehen können. Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin diesen mitunter sicherlich zweifelhaften Menschen nicht bewertet. Jeder Leser darf sich hier sein eigenes Bild schaffen.

    Fazit: Ein Buch für das man sich Zeit nehmen muss und sollte. Nichts um es "mal eben nebenbei" zu lesen. Ein historischer Roman mit literarischem Anspruch. Ein anspruchsvolles und spannendes Zeitportrait. Wirklich empfehlenswert aber bestimmt nichts für Jedermann.


  8. Cover des Buches Plötzlich Shakespeare (ISBN: 9783499268274)
    David Safier

    Plötzlich Shakespeare

     (1.083)
    Aktuelle Rezension von: Mandarine_110

    Zwar nicht das beste Buch von David Safier aber eine sehr lustige,  skurrile Handlung.   Gut für zwischendurch wenn man einfach mal lachen möchte. 

    Vermittelt auch eine wichtige und sehr wahre Message!  ;)


  9. Cover des Buches Das letzte Ritual (ISBN: 9783442714407)
    Yrsa Sigurdardottir

    Das letzte Ritual

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    ein mystischer Island-Krimi mit viel historischer Info und spannender Story

  10. Cover des Buches Feuer und Glas - Der Pakt (ISBN: 9783453267381)
    Brigitte Riebe

    Feuer und Glas - Der Pakt

     (238)
    Aktuelle Rezension von: cecilyherondale9
    Ich rezensiere das Buch "Feuer und Glas  der Pakt" von Brigitte Riebe, welches der erste Band einer Reihe ist.

    Cover:
    auf dem Cover sieht man ein hübsches Mädchen mit halblangen feuerroten Haaren und grünen Augen. Sie blickt, beinahe sehnsüchtig, jemanden an, den der Leser nicht sieht. Im hintergrund sieht man Venedig.

    Inhalt:
    Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus - und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen - außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit...


    Das Buch ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Es wurde aus der Erzähler-Perspektive verfasst. Ich freue mich schon auf den zweiten Band und möchte wissen wie es weitergeht. Das Ende ist zwar klar als solches zu erkennen, aber es ist dennoch offen. Ich finde besonders das Glossar am Ende auch hilfreich, denn ich wusste vorher kaum etwas über Venedig im 16.Jahrhundert und dadurch kam ich in dem Buch besser zurecht.
    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und gebe 4 1/2 sterne..
  11. Cover des Buches Der Pirat (ISBN: 9783426517482)
    Mac P. Lorne

    Der Pirat

     (48)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    »Der Pirat« ist ein Buch bei dem ich ins Schwärmen geraten könnte! Schon das Thema, Francis Drake und englische Geschichte, faszinieren mich schon seit Langem. In Kombination mit guter Recherche und spannender Vermittlung ergibt das für mich nicht weniger als den perfekten historischen Roman!

    An historische Romane stelle ich sehr hohe Erwartungen was Recherche und Wahrheitsgehalt angeht. Das Werk von Mac P. Lorne konnte mich in beiderlei Hinsicht absolut überzeugen, ja mehr noch: begeistern! Auch die Vermittlung der geschichtlichen Inhalte gelingt ihm meisterhaft. Er lässt Drake, Elizabeth I und andere historische Figuren lebendig werden, nimmt den Leser mit auf spannende Kaperfahrten und erklärt ganz nebenbei Englands beginnenden Aufstieg zur Weltmacht. 

    Ein gewisses Interesse für Seefahrt sollte der Leser aber mitbringen, denn Lorne schildert die Seemanöver sehr detailliert und geht auch auf die Besonderheiten bei der Konstruktion der neuen englischen Schiffe ein. Dabei verwendet er natürlich einige nautische Fachbegriffe, den Lesefluss hat das aber nicht gestört und notfalls hilft das angehängte Glossar gut weiter. Für mich war dieser Teil sehr faszinierend und lehrreich, denn dass die Engländer so große Vorteile aus moderneren Schiffen mit besseren Kanonen zogen wusste ich noch gar nicht. Der Leser kann mitverfolgen wie England modernisiert und aufrüstet, Spanien aber an vergangenem festhält, während alle Zeichen auf einen Krieg hindeuten.

    Der Höhepunkt des Romans ist natürlich die Schlacht gegen die Spanische Armada. Lorne beschreibt diese so detailreich, dass man sich die Manöver und die Scharmützel sehr gut vorstellen und den Kanonendonner fast hören kann. Kurze Perspektivwechsel zu den Spaniern ermöglichen dem Leser auch einen Einblick in deren Denkweise und runden die Erzählung ab.

  12. Cover des Buches Krone der Welt (ISBN: 9783404183074)
    Sabine Weiß

    Krone der Welt

     (72)
    Aktuelle Rezension von: buchstabentraeume

    „Krone der Welt“ ist eine sehr gute Beschreibung des menschlichen Strebens nach Größe und Macht. Als historischer Roman in einem Bereich angesiedelt, der dem Leser zwar bekannt, aber geschichtlich nicht ähnlich geläufig ist wie Mittelalterromane oder die Geschichte der Weltkriege, kann der Autor mit guten Recherchen und plastischen Charakteren dem Leser die Geschichte der Stadt Amsterdam näherbringen. Dabei wird die Geschichte nie langweilig, obwohl sie historischer Abriss einer Zeit ist, die zwischen wirtschaftlichem Aufschwung, religiösen Kriegen, menschlicher Schwäche und unbändigem Erfindergeist schwankt. Der Autor schafft es jedoch, den Leser mit den Protagonisten tief in diese Zeit eintauchen und miterleben zu lassen, wie sich ein Sumpf in eine Weltstadt entwickelt, trotz aller Widerstände und Nöte. Natürlich braucht es den Guten ebenso wie den Bösewicht, das Prinzip im ewigen Streit gegen die Leidenschaft.
    Am Ende bricht das Buch relativ abrupt ab, was den Leser etwas unschlüssig zurücklässt, zumal ein zweiter Teil nicht wirklich denkbar ist, der Leser aber das Gefühl bekommt, unbedingt an dem Leben der Hauptfiguren weiter teilhaben zu wollen und die Entwicklung der Krone der Welt weiterzuverfolgen.

    Fazit: Was man erdenken kann, kann man auch erschaffen.

  13. Cover des Buches Witch Hunter (ISBN: 9783423717557)
    Virginia Boecker

    Witch Hunter

     (904)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Dieses Buch stand bereits so lange auf meiner Wunschliste, als es dann endlich bei mir einziehen durfte, war ich doch neugierig, da ich es bisher kaum in der Community gesehen habe

    .

    Das Cover fällt durch seine helle Farbe mit dem groß gestalteten, schwarzen Titel recht gut auf, dennoch trifft es meinen Geschmack leider nicht.


    Die Geschichte spielt in einem Land, in welchem jegliche Art von Magie verboten ist, Hexen und Magier verfolgt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Dies fand ich wirklich interessant.


    Die Charaktere haben mir an sich sehr gut gefallen, dennoch muss ich gestehen, dass ich mir generell mehr Einblicke in die Charakter der Protagonisten gewünscht hätte.

    Elizabeth war ein wirklich selbstsicherer, mutiger und starker Charakter, sie war im Großen und Ganzen ein toller Hauptprotagonistin. Dennoch fand ich auch sie stellenweise einfach zu „lasch". Der Wandlungsprozess ihrer Loyalitäten, ihrer Einstellungen fand praktisch gar nicht statt, von der einen auf die andere Seite änderte sie einfach ihre Meinung.


    Die Handlung begann wirklich großartig, doch leider kam die schnelle Ernüchterung. Ich kam zu Beginn sehr schnell in die Geschichte hinein, war wirklich begeistert von dem Einstieg. Jedoch ließ dies sehr schnell nach. Die Handlung verlor schnell jegliche Spannung und selbst wenn sich der Spannungsbogen nochmals aufbauen wollte, sackte er so schnell wieder ab, dass meine Enttäuschung nur noch größer wurde. Auch vermisste ich ganz stark das Hexen, die Magie. Für eine Geschichte über die Hexen war davon für meinen Geschmack viel zu wenig in der Geschichte. Selbst das Finale konnte mich nicht mehr überzeugen. Für mich plätscherte die Geschichte einfach viel zu sehr vor sich hin. Auch die Liebesgeschichte zwischen Elizabeth und John verlief mir viel zu sehr im Hintergrund.


    Den Schreibstil der Autorin fand ich trotz allem wirklich angenehm, das Wortbuilding hat mir doch gefallen. Ich kam gut und flüssig durch die Geschichte.

    Mein Fazit:

    So gut die Geschichte begonnen hatte, so schwächer wurde sie leider.  Zu Beginn dachte ich wirklich, dass ich hier endlich ein wirklich tolles Hexenbuch gefunden habe. Doch schnell merkte ich, dass mir bei den Charakteren doch etwas Tiefe fehlt, dass sie mir einfach alle etwas zu „lasch“ waren. Hier hätte ich mir definitiv mehr Einblicke in die Charaktere gewünscht, da ich sie alle sehr liebenswürdig empfunden hatte. 

    Elizabeth war zwar ein selbstbewusster, starker und mutiger Charakter, welcher mir als Hauptprotagonistin sehr gefallen hat. Doch ging mir leider die Veränderung ihrer Einstellung, ihrer Loyalität zu schnell, diese konnte ich nicht zu 100% nachvollziehen. 

    Die Handlung war leider nicht gut. Der Spannungsbogen konnte sich nie so wirklich aufbauen, selbst wenn ich dachte, dass jetzt endlich einmal Fahrt in die Handlung aufgenommen wurde, so flachte alles so schnell wieder ab. Was mir auch wirklich sehr gefehlt hat, war schlicht und ergreifend die Magie. Diese kam so gut wie gar nicht vor, da hätte ich mir von einer Geschichte über Hexen doch wirklich mehr gewünscht. Auch die Liebesgeschichte zwischen Elizabeth und John spielte sich lediglich nebenbei ab.

    Kurz gesagt, leider mal wieder ein Reinfall. Dieses Buch konnte mich leider rein gar nicht begeistern. Hier hätte meiner Meinung nach noch viel mehr Potential gesteckt. 


  14. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

     (241)
    Aktuelle Rezension von: BookishJulii
    Als absoluter geschichtlicher Fan von Anne Boleyn und ihrer Schwester und allen Film- und Serienadaptionen die es zu diesen historischen Figuren gibt, musste ich natürlich auch das Buch dazu lesen. Der Film zu diesem Roman hat mich schon auf ganzer Länge überzeugt und auch das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen.

    Die Geschichte ist sicher bekannt: Obwohl zuerst Anne Boleyn für den König Heinrich VIII auserwählt wurde, verliebt sich dieser in ihre Schwester Mary. Er nimmt sie als seine Mätresse mit zu sich in den Palast, wo sie streng nach Protokoll und den Anweisungen ihrer Familie dem König dienlich sein muss. Doch als sie schwanger wird und ihm eine Tochter gebärt, verliert er das Interesse an ihr. Danach tut Anne alles in ihrer Macht stehende, um den König um ihren Finger zu wickeln. 

    Die Geschichte ist voller Intrigen und Ränkespiele innerhalb des Palastes. Die Familie verschachert ihre beiden Töchter als Lustgespielinnen für den König, ganz egal wie viel sie dafür aufs Spiel setzen. Der König ist wie ein verzogener Bengel, Anne dagegen wie ein störrisches Kind, das solange bockt bis sie bekommt was sie will.
    Marys Geschichte ist herzergreifend und zeigt Wendungen und Schicksalsschläge, die mir im Film verborgen blieben.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und fand es grandios. Es ließ mich nicht nur einmal mit absoluter Gänsehaut zurück. Ein Muss für alle, die englische Geschichte lieben.
  15. Cover des Buches Tod im Beginenhaus (ISBN: 9783499243813)
    Petra Schier

    Tod im Beginenhaus

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Die Geschichte spielt in Köln im späten 14. Jahrhundert. Eine an sich schon sehr spannende Zeit, wie ich finde. Es geht um Adelina, Tochter eines Apothekers. Sie gerät in diesem ersten Band der Reihe in einen Kriminalfall, den sie aufklären möchte. Etwas Hilfe bekommt sie vom Medicus, der zurzeit bei ihnen zur Untermiete wohnt.
    Die eigentliche Krimihandlung ist vielleicht ein bisschen dünn, trotzdem fand ich die Geschichte spannend und vor allem unterhaltsam. Alleine die Schilderungen des alltäglichen Lebens in dieser Zeit sind spannend.
    Ich mochte das Buch und werde die Reihe weiterlesen!

  16. Cover des Buches Judith und Hamnet (ISBN: 9783492070362)
    Maggie O'Farrell

    Judith und Hamnet

     (33)
    Aktuelle Rezension von: lilli1906

    Von diesem Buch hatte ich schon viel gelesen und gehört  bevor ich es endlich gelesen habe. Und obwohl es mir tatsächlich gefallen hat, verstehe ich die Begeisterung nicht in vollem Umfang.


    Es ist gut geschrieben,  aber schon der Titel "Hamnet und Judith" passt nicht so richtig. In meinen Augen hätte es eher "Agnes" heißen müssen, denn das ist der Name der Protagonistin   um die es wirklich geht. 

    Wir lernen Agnes schon bei ihrer Geburt kennen und erleben mit ihr einen großen Teil ihres Lebens. Einschließlich den Verlust ihres Sohnes Hsmnet  den ihr Mann William später in dem Stück Hamlet auf der Bühne verarbeitet. 


    Diesen Aspekt der Geschichte fand ich spannend, den familiären und emotionalen Hintergrund der Tragödie.


    Auch Agnes ist eine überaus interessante und schwer zu greifende Persönlichkeit,  was auch wirklich gut rüberkommt.


    Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und vermag besonders die emotionalen Aspekte der Geschichte tatsächlich fühlbar zu machen. Gerade den Verlust des Sohnes macht sie so auch für den Leser spürbar. Man leidet mit Agnes.


    William, der Vater  ist so oft abwesend von der Familie, dass er auch für mich als Leser abeesend war. Ich konnte zu ihm keine Beziehung aufbauen, völlig egal  wer er ist. Und das hat mich gestört. Während die Autorin die Gefühle der anderen transparent und spürbar machen konnte  ist ihr das bei William nicht gelungen.


    Es gibt auch ein paar Momente in der Geschichte, die mir ein bißchen zu abwegig waren. Auch das hat mich gestört.


    Dennoch war es im Großen und Ganzen ein gutes Buch, dem ich 3 von 5 Sternen geben würde. Ich bin aber sicher, dass es keins ist, das mir im Gedbleiben wird.

  17. Cover des Buches Der Onyxpalast: Die Schattenkönigin (ISBN: 9783959816861)
    Marie Brennan

    Der Onyxpalast: Die Schattenkönigin

     (24)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Auf den Auftakt rund um die 4teilige Reihe des Onyxpalastes von Marie Brennan, war ich immens gespannt.
    In das Cover hab ich sofort verliebt.
    Klassisch, elegant, aber auch sehr fantastisch und magisch angehaucht.
    Etwas, was den Inhalt einfach perfekt wiedergibt.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend und leicht. Leicht verständlich, in seiner Ausführung. Es wird eine gehobene Sprache verwendet. Da es im 15. Jahrhundert spielt, passt das einfach perfekt.
    Hinzu kommt, dass es stückweise wirklich sehr weise und poetisch wirkt.
    Am Anfang hätte ich nie erwartet, dass mich dieses epische Werk so begeistern würde.
    Denn ich brauchte eine geraume Zeit um hineinzufinden. Die Konstellationen untereinander zu verstehen und einfach die Komplexität zu begreifen.
    Dabei haben es die Charaktere geschafft mich am meisten zu beeindrucken.
    Ich war fasziniert von den beiden Königinnen Elisabeth und Invidiana.
    Licht und Schatten. So lässt es sich am besten umschreiben.
    Zwei Frauen ,die unterschiedlicher kaum sein könnten und aufgrund dessen ,diese Story so herausragend gut machen.
    Die eine geliebt, die andere gefürchtet.
    Ich war begeistert von ihrer Intensität. Wobei ich tatsächlich sagen muss, dass sie zwar recht blass blieben, aber wie Herrscher über allem schweben.
    Allein die Atmosphäre, die Explosivität des Ganzen, ist so gewaltig, dass man sich dem nicht entziehen kann.

    Eine ganz besondere Verbindung konnte ich zu Deven und Lune aufbauen. Zwei Charaktere, die diese Geschichte beherrschen und zum zentralen Punkt werden. Zum größten Teil begleiten wir die beiden, was Ihnen enorm viel Tiefe und Ausdruck verschafft.
    Lune kam mir erst etwas kühl und kalkuliert vor. Aber je mehr ich sie kennenlernte, umso mehr schloss ich sie in mein Herz.
    Verletzlich, loyal, aber dennoch sehr stark und mutig. Sie geht über ihre Grenzen hinaus, ohne sich nur einmal umzublicken.
    Und das ist einfach so großartig.
    Ebenfalls haben mich die Schwestern Goodmeade begeistert. Weise und voller Elan, den man Ihnen gar nicht zutraut.

    Die Story selbst brauchte erst etwas Anlaufzeit, um sich richtig entfalten zu können. Dabei hat dies die Autorin in fünf Akte unterteilt.
    Man wird hineingezogen in eine Welt aus Dunkelheit und Schmerz.
    Trauer und Angst.
    Intrigen und Manipulationen.
    Von dieser Kombination war ich unglaublich begeistert. Denn anfangs hatte ich nicht das Gefühl, dass sich die Emotionen so Bahn brechen könnten, wie sie es letztendlich taten.
    Doch die Welt, die Charaktere entwickelten sich immer mehr und zeigten, dass sie einfach mehr sind.
    Lune und Deven haben am meisten zu kämpfen und geraten in einige gefährliche Situationen, die sie alles kosten könnten.
    Doch sie sind raffiniert und nicht auf den Kopf gefallen, weshalb sie immer wieder ein Schlupfloch fanden.
    Beängstigend hingegen waren die Fae und die Magie an sich.
    Wenn man die Story versteht, begreift man erst, wie gefährlich.
    Es ist verstörend, wozu sie imstande sind.
    Wie sie manipulieren und intrigieren.
    Aber nicht jeder ist gleich. Weshalb es auch sehr abwechslungsreich und unglaublich spannend gehalten ist.
    Dabei verliert sich die Autorin in sehr vielen Details, was der Story aber noch mehr Intensität und Konturen verschafft.
    Ich hab einfach ununterbrochen mitgefiebert und mitgezittert.
    Denn hier geht es nicht um den einzelnen Menschen. Es geht um alles. Um die ganze Welt.
    Um die Dunkelheit, die alles beherrscht und in Ketten legt.
    Besonders der psychologische Aspekt wiegt hier so verdammt schwer.
    Zarte, reine Seelen werden zerstört und umgekehrt. Doch wenn keine Hoffnung mehr da ist, was bleibt dann noch?

    Etwas aufgelockert wird das Ganze durch eine sanfte, sehr zarte Liebesgeschichte. Die kaum wahrnehmbar, aber dennoch sehr intensiv ist und einfach die Emotionen unglaublich verstärkt.
    Die Handlung lebt von Entwicklungen, die den Nervenkitzel erhöhen.
    Stellenweise ist es sehr grausam und beklemmend. Aber nicht weil es so brutal ist.
    Sondern weil man es hier mit Machtspielen und Niedertracht zutun bekommt.
    Es gab einige Wendungen, die ich so gar nicht erwartet habe. Die mich sprachlos gemacht und gleichzeitig so viel nachvollziehbarer gemacht haben.
    Die Blickwinkel verschieben sich.
    Es wird reiner, klarer .
    Das Ende beinhaltet keinen Cliffhanger, hat mich dennoch unsagbar berührt.

    Ich bin sehr gespannt, was im nächsten Band passiert.
    Denn ohne Frage, hat die Autorin etwas sehr Einzigartiges und faszinierendes zu Papier gebracht, das trotz der Perfidität, einen Hoffnungsschimmer schenkt.

  18. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Erwin-Reader

    Das fiktive Kingsbridge und die englische Handlung sind hier zu eng gefasst. Meisterhaft versteht es Follett, die Zusammenhänge und Verbindungen aufzuzeigen zwischen den Protestanten in ganz Europa. So unterschiedlich die Motive auch sind, in "Das Fundament der Ewigkeit" werden alle Handlungsstränge in England zusammengeführt. Der Kampf gegen die spanische Armada ist hier fast schon ein vorweg genommener Höhepunkt des Plots.

    Wenngleich Ned Willard der Protagonist der Geschichte ist, so wird er doch stark von tollen Frauenfiguren herausgefordert, bzw. unterstützt.

    Eindeutig lesenswert.

  19. Cover des Buches Die Ratsherrentochter (ISBN: 9783839215029)
    Petra Waldherr

    Die Ratsherrentochter

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Durch die Heirat ihrer Mutter müssen auch die 20jährige Anna, ihr Bruder Peter und die treue Magd Walburga ihre Heimat verlassen und im Februar 1523 nach Wymphen, dem Wohnort ihres Stiefvaters und Ratsherren Steffen Brel ziehen. Bereits wenige Monate nach ihrer Ankunft wird Anna durch eine gemeine Intrige des Mordes beschuldigt und zum Tod durch das Schwert verurteilt. Der junge Scharfrichter Michael Kremer soll sie hinrichten, doch er hat sich bereits seit Annas Ankunft in Wymphen heimlich in die hübsche junge Frau verliebt. So macht er von seinem Recht der „Freibitte“ Gebrauch, sie zu ehelichen und so vor der Hinrichtung zu bewahren. Damit entgeht Anna zwar dem Tode, lebt aber nun als Weib eines Henkers ausgestoßen und verachtet am Rande der Gesellschaft. Verzweifelt versucht sie, mit Michaels Hilfe, den wahren Mörder zu entlarven. Wird ihnen das gelingen und wird Anna ihre bürgerlichen Rechte zurück erhalten? … 

    Die Autorin Petra Waldherr wurde 1974 in Möckmühl (Kreis Heilbronn) geboren. Sie ist in der Finanzbuchhaltung tätig und schreibt nebenher historische Geschichten aus einer Vergangenheit, die sie schon immer faszinierte. Neue Ideen dafür findet sie in der Natur ihrer schönen Heimat, wo auch die Schauplätze des Romans „Die Ratsherrentochter“ angesiedelt sind. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Süddeutschland nahe der Burgenstraße und der Württembergischen Weinstraße. 

    In einem angenehm gefälligen Schreibstil, die wörtliche Rede leicht der Zeit angepasst, entführt uns die Autorin ins ausgehende Mittelalter und lässt uns am damaligen Leben teilhaben. Da sie dabei sehr gut recherchiert hat und auch die örtlichen Gegebenheiten stimmen, kann man gut in das Geschehen eintauchen und fühlt sich bald selbst als Bewohner von Wymphen. Man erhält Einblick in das alltägliche Leben, erfährt Aufschlussreiches über den Beruf des Henkers, ist beim Sammeln von Kräutern dabei und lernt ganz nebenbei noch die Herstellung von Seife. Eine einfühlsame Liebesgeschichte und die spannende Verfolgung des tatsächlichen Mörders sind die Grundlage des Romans und machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Neben den fiktiven Protagonisten sind auch einige historische Personen in die Handlung einbezogen. Diese sind am Ende des Buches gelistet. Ein Glossar über die wichtigsten damals verwendeten Begriffe und ihre Bedeutung ist ebenfalls im Anhang zu finden. 

    Fazit: Ein historischer Roman vom Feinsten, informativ und unterhaltsam. 

  20. Cover des Buches Katharina von Bora & Martin Luther (ISBN: 9783451068836)
    Maria Regina Kaiser

    Katharina von Bora & Martin Luther

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Da ich von der Autorin schon die Roman-Biographie  "Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates" mit viel Freude gelesen habe,  war ich sehr neugierig auf dieses Buch mit der  Lebensgeschichte von Katharina von Bora (1499 - 1552).

    Die Erzählung beginnt mit einem   jungen Mädchen, das als Waise in die Obhut ihrer Tanten ins Kloster Mariathron übergeben wurde. Dort lernte sie lesen, schreiben und rechnen.  So gut es ging, verbrachte sie viel Zeit in der klostereigenen Landwirtschaft.   Aus Überzeugung wurde sie eine Braut Christi und ein späterer Aufstieg zur Priorin und Äbtissin zeichnete sich schon früh ab.   Durch einen Zufall bekamen sie und  Mitschwestern  Schriften des Ketzers Luther in die Hände.    Katharina fühlte sich sofort angesprochen davon und ihre Gelübde waren nur noch eine Last für sie.   An Ostern 1523  fliehen neuen  Nonnen aus dem Kloster Mariathron und finden Zuflucht in Wittenberg bei Martin Luther höchstpersönlich.  Katharina war dabei und über die Zeit entwickelte sich eine Beziehung zum Doktor Luther. 

    Frau Kaiser hat sehr glaubwürdig, den historisch - reformatorischen  Zeitgeist, die  Armut der einfachen Leute, den Bauernkrieg   und die Pest,  mit dem  Lebenslauf von Katharina von Bora verbunden. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde gerne weitere Biographien dieser Art lesen. 

  21. Cover des Buches Flammen des Himmels (ISBN: 9783426504093)
    Iny Lorentz

    Flammen des Himmels

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Inhaltsangabe (übernommen)

    Münster im 16. Jahrhundert: Schon dreimal musste die Familie der jungen Frauke Hinrichs fliehen, um nicht als Wiedertäufer entlarvt und umgebracht zu werden. FRaumes Vater glaubt seine Familie durch den Schutz des Rates selbst dann noch in Sicherheit, als der Inquisitor Jacobus von Gerwardsborn in der Stadt auftaucht. Doch der Rat braucht ein Opfer ...


    Das Cover zeigt gleich auf das es sich um einen historischen Roman handelt.

    Ich habe allerdings nicht das Buch gelesen, sondern es als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat dabei einen guten Job gemacht und den einzelnen Charakteren unterschiedliche Stimmen gegeben, auch wenn das Holländische nicht so echt rüber kam, wie vielleicht erhofft.

    Frauke ist eine taffe, junge Frau, die das Pech hatte das ihre Eltern zu den Wiedertäufern gehörten, die von der Inquistion verfolgt wurden.

    Gegenüber den Lutheranern, die auch so langsam immer mehr wurden, zeigten sie die Wiedertäufer nicht nur starke Zweifel an der römisch katholischen Kirche und lehnten sie ab, sondern spielten ihren Glauben als den alleinig wahren empor und träumten davon die Katholiken.beim jüngsten Gericht brennen zu sehen.

    Geschichtlich habe ich zuvor nie von denWiedertäufern gehört, aber das was ich nun hier im Hörbuch mitbekam hat mich doch sehr an eine Sekte erinnert. Ich war schockiert, wie die Menschen damals selbst nach mehrmaligem Verschieben des vorhergesagten Termins für das jüngste Gericht immer noch Anhänger hatten, die dafür sogar in den Tod gehen wollten.

    Leider gab es nicht so viel Handlung und Reisen,wie ich mir erhofft hatte. Eigentlich könnte man alles in wenigen Sätzen zusammen fassen, was ich hier wegen spoilern natürlich nicht tue.

    Die Verbindungen innerhalb der Familien und auch die Liebesbeziehungen bleiben mir hier zu starke Randnotizen und selbst die Charaktere der Verfolger sind nicht so herausgearbeitet, dass ich sie mir vor meinem inneren Augenvorstellen konnte.

    Das Buch war gut und hat mir auch geschichtliches Wissen gebracht, aber da bin ich vom Autorenpaar Iny Lorentz fesselndere Geschichten gewohnt.



  22. Cover des Buches Das Handelshaus (ISBN: 9783499274435)
    Axel S. Meyer

    Das Handelshaus

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    Bei „Das Handelshaus“ hat mich das ausgesprochen gelungene Titelbild (welch erfreuliche Abwechslung vom öden Einheitsbrei der ewig gleichen 08/15 „Frau vor Gebäude“-Titelbilder!) sofort angesprochen. Auch der Klappentext klang vielversprechend – ein bedeutendes Handelshaus wird vom Untergang bedroht, dazu familieninterne Konflikte und das Ganze vor dem Hintergrund des 16. Jahrhunderts. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.

    Es beginnt mit einem spannenden und eindringlichen Rückblick in die Kindheit der Loytz-Brüder. Hier schon haben mir die historischen Details gefallen und auch der Einblick in die Familiendynamik war gelungen. Nach dem Rückblick geht die Geschichte dann erst mal recht geruhsam los, hier begegnen uns die Loytz-Brüder als erwachsene Männer. So richtig lernen wir sie leider im Laufe des Buches nicht kennen, die Charakterentwicklung ging mir allgemein nicht tief genug. Während uns der mittlere Bruder Stephan allmählich vertrauter wird, bleibt der jüngste Bruder eine Randerscheinung, kommt über weite Strecken gar nicht vor, so daß es etwas seltsam anmutet, als er im letzten Teil des Buches plötzlich eine größere Rolle einnimmt. Der älteste Bruder bietet in seiner verstörenden Art viel Potential, welches aber nicht ausgeschöpft wird, so daß spätere Entwicklungen befremdlich wirken. Die Großmutter wird zwar ständig erwähnt, bleibt aber nahezu eigenschaftslos. Vielleicht ist diese nicht so sorgfältige Charakterzeichnung mit ein Grund, daß Handlungen und Entscheidungen der Charaktere häufig nicht ganz nachvollziehbar sind, auch wenn sie uns gerne weitschweifig erklärt werden.

    Das erste Drittel des Buches ist fast episodisch, gerade am Anfang wechseln Schauplätze und Perspektiven so oft, daß ich keinen richtigen Bezug zu der Geschichte aufbauen konnte. Der Mittelteil ist dann fokussierter und widmet sich auch dem Kernthema mehr. Hier habe ich gebannt und mit Freude gelesen. Dann dreht der Autor plötzlich auf und das so plötzlich und extrem, daß es mir zu viel war. Die Geschichte wurde mit einem Mal viel zu übertrieben und ab da verlor ich die Leselust, so daß mir der Ausgang schließlich egal war. Insofern konnte die Geschichte mich ebenfalls nicht überzeugen. Am besten war sie, wenn sie sich auf die alltäglichen Gegebenheiten des Handelslebens und die Familiendynamik konzentrierte.

    Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Ein wenig amüsiert hat mich die Tendenz, viele neue Abschnitte erst mal mit einem Wetterbericht zu beginnen. Absolut lobenswert ist die historische Recherche – hier habe ich eine ganze Menge gelernt und meistens war das Wissen gut eingearbeitet. Leider erstreckte sich das nicht auf die Dialoge. Nun müssen diese nicht künstlich auf altertümlich getrimmt sein, das wirkt oft eher lächerlich. Aber ein wenig Gefühl für die Zeit sollten sie schon vermitteln und moderne Ausdrücke wie „das kann er vergessen“ o.ä. sind in einem im 16. Jahrhundert spielenden Buch fehl am Platz. Die Dialoge haben mich meistens ziemlich aus der Epoche rausgerissen, was gerade angesichts der sorgfältigen historischen Hintergrundinformationen schade ist. Ebenfalls gestört haben mich die häufigen Wiederholungen und Erklärungen des Offensichtlichen.

    So widmet sich „Das Handelshaus“ einem interessanten Thema, welches uns sorgfältig recherchiert geschildert wird und zu dem der Autor sich viel hat einfallen lassen – vielleicht etwas zu viel. Leider wurde es für meinen Geschmack aber nicht überzeugend präsentiert.

  23. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)
    Friedrich Schiller

    Maria Stuart

     (550)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Schulbuch, Pflichtlektüre... Naja, normalerweise kann mich das, was ich für die Schule lesen "muss" tatsächlich nicht so überzeugen. Nicht, dass ich die Romane/Dramen schlecht finde, auch kann ich bis zu einem gewissen Grad verstehen, warum vieles "älteres" heutzutage noch gelesen werden soll, aber die Geschichten konnten nie dieses brennende Begeisterung in mir wecken, die mich privat dazu bringt, Seite um Seite umzublätter, ohne zu merken wie die Zeit vergeht, gar zu vergessen, dass ich überhaupt lese, und die Figuren nicht nur vor meinem inneren Auge lebending werden, sondern tatsächlich neben mir zu stehen scheinen. "Maria Stuart" war aber wider Erwarten anders als die Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. 

    Zugegebenermaßen war ich anfangs recht skeptisch, denn das Lesen von Schillers "Die Räuber" war wirklich ein Kraftakt für mich und auch als ich die ersten Szenen dieses Dramas gelesen habe, hat mir die nicht so leicht zugängliche Sprache zu schaffen gemacht und vor allem wie unfassbar lang ich fürs Lesen gebraucht habe. Auch dass Figuren an verschiedenen Stellen anderes genannt wurden oder über sie gesprochen wurde, während sie nicht anwesend oder überhaupt noch nicht aufgetreten waren, hat es kompliziert gemacht. Das fehlende geschichtliche Hintergrundwissen hat das Ganze nicht vereinfacht.

    Mit diesen Schwierigkeiten bin ich allerdings zunehmend gut zurecht gekommen, was den Lesefluss natürlich ungemein verbessert hat. Ich habe angefangen, weit über die vorgegebenen Szenen hinauszulesen, weil ich tatsächlich wissen wollte, wie es weiter geht. 

    Auch für die Figuren sind immer lebendiger geworden, sodass ich nicht wie anfangs verwirrt war, sondern ein Gefühl für sie bekommen habe, sie einschätzen konnte und gespannt war, welche Entscheidungen sie treffen würden.

    Was auch zu meinem Vorteil war, war, dass mir Schauplatz und Handlungszüge nicht so fremd waren, da ich auch sonst sehr gerne Romane lese, die an Königshöfen spielen, in denen Intrigen und Macht, Familie und Liebe eine große Rolle spielen. 

    Auch das sie Emanzipation der Frau eine so große Rolle gespielt hat, hat mir sehr gut gefallen, da ich das nicht erwartet hätte - gerade da es sich um so ein "altes" Drama handelt. Jedoch waren Maria und Elisabeth beides starke Frauenfiguren und insbesondere erstere auch in anderen Bereichen ein Vorbild. 

  24. Cover des Buches Die falsche Patrizierin (ISBN: 9783839215784)
    Susann Rosemann

    Die falsche Patrizierin

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    Die falsche Patrizierin von Susann Rosemann, spielt im Jahre 1524 in Ulm. Mein erster Gedanke war, die Patrizier waren doch erst viel später und nicht in dieser Zeitspanne, also bin ich dem Buch gegenüber schon mal sehr skeptisch gewesen.

    Wobei ich mich hier auch bei der Autorin bedanke, die am Ende des Buches meine Gedanken bzgl. des Begriffes bestätigt und erklärt hat, dass dies nur ein kleiner Trick war, um es - wie soll ich sagen - flüssiger für den Leser zu beschreiben.

    Komme ich nun also einmal zu dem Buch. Susann Rosemann schafft es, eine sehr spannende Geschichte zu beschreiben, wie eine Gauklerin zu einer Patrizierin werden kann. Da sie einen wirklich sehr schnell auf die Reise in das alte Ulm mitnimmt. Auch werden die Intrigen, die gesponnen werden, sehr plastisch beschrieben und man kann sich einfach vorstellen, dass es genauso abgelaufen ist.

    Sie beschreibt die Figuren mit einfachen Mitteln aber trotzdem nicht eindimensional. Man kann sich in Laila sehr schnell hineinversetzen. Man spürt ihre Ängste, ihre Nöte.

    Ich hätte mir gewünscht, wenn sie die Geschichte um Ihren Vater noch etwas genauer beschrieben hätte und am Ende musste ich für mich feststellen, dass das Buch zu schnell zu Ende ging. Man kann sagen 100 Seiten mehr wären mir persönlich sehr recht gewesen aber ich denke, dass dieses Buch für Menschen die historische Romane aus der Zeit mögen, ein schönes Buch für trübe Tage mit einer Tasse Tee in der Hand genau das richtige ist.

    Und man sollte es einfach als einen flüssig und schnell erzählten Roman sehen, der auf alle Fälle lesenswert ist, und ruhig ein wenig mehr Beachtung bekommen sollte.

    Literaturlounge

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