Bücher mit dem Tag "16.jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "16.jahrhundert" gekennzeichnet haben.

67 Bücher

  1. Cover des Buches Das Vermächtnis der Wanderhure (ISBN: 9783426635056)
    Iny Lorentz

    Das Vermächtnis der Wanderhure

     (708)
    Aktuelle Rezension von: Margarete-van-Marvik

    Wie immer war auch dieser Roman lesenswert. 

  2. Cover des Buches Der Anwalt des Königs (ISBN: 9783596175673)
    Christopher J. Sansom

    Der Anwalt des Königs

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71
    England, 1541. Der Anwalt Matthew Shardlake wird von Erzbischof Cranmer beauftragt, nach York zu reisen. Dort soll er die Inhaftierung von Edward Broderick überwachen und dafür sorgen, dass dieser unbeschadet nach London gebracht wird, um dort im Tower befragt zu werden. Den Grund der Festnahme erfährt Shardlake zunächst nicht. Außerdem soll er zusammen mit einem Anwalt vor Ort Petitionen der Bürger sichten, damit diese später dem König vorgetragen werden können. Zusammen mit seinem Gehilfen Barak macht er sich also auf in den rauhen Norden. Zur selben Zeit ist König Henry VIII. mit seiner Frau Catherine Howard und einem etwa 3000 Mann starken Tross ebenfalls auf dem Weg nach York.  Die Einwohner von York heißen die Londoner nicht gerade herzlich willkommen, denn sie sind mit vielen Änderungen, die Henry VIII. während seiner bisherigen Regentschaft vorgenommen hat, nicht einverstanden.   
    Während seines Aufenthaltes in York erlebt Shardlake mit, wie ein Glaser vom Dach der Kirche stürzt. Vor seinem Tod flüstert er dem Anwalt noch etwas zu, das er zunächst nicht deuten kann. Aber nun deutet es darauf hin, dass der Sturz kein Unfall war. Im Haus des Glasers findet Shardlake dann Papiere, deren Enthüllung die gesamte Monarchie erschüttern würde. Und irgendjemand versucht, dies mit allen Mitteln zu verhindern und schreckt auch vor brutaler Gewalt nicht zurück.

    Meine Meinung:
    "Der Anwalt des Königs" ist der dritte Teil der historischen Krimireihe um den "buckligen" Anwalt Matthew Shardlake. Nach dem Tod von Thomas Cromwell bekommt er nun einen neuen Auftrag von Erzbischof Cranmer. Er ist nicht begeistert, kann aber auch nicht ablehnen. Am liebsten würde er sich aus allen politischen Dingen raushalten, da solche Spießrutenläufe einfach nicht sein Ding sind. 
    Shardlake ist beileibe kein Superheld und das macht ihn so sympathisch. Mit seinem körperlichen Handicap hat er sich abgefunden, trotzdem leidet er oft unter dem Spott. Mitleid hatte ich besonders während der Szene mit König Henry. 

    Action und große Kampfszenen sucht man hier vergeblich. Trotzdem hat die Geschichte einen durchgehenden Spannungsbogen und man will dran bleiben und rätselt zusammen mit Shardlake, was hinter allem stecken könnte. 
    Die Beschreibung der Örtlichkeiten und der damaligen Gegebenheiten wird sehr authentisch dargestellt und der Leser ist hautnah dabei. Den andauernden Regen und nassen Herbst in York kann man sich lebhaft vorstellen. Auch die Zustände im Tower bei den Verhören lassen einen fast schaudern.
    Wie immer wird aus der Ich-Perspektive von Shardlake erzählt, so dass man auch dadurch hautnah am Geschehen ist.  

    Im Nachwort gibt C. J. Sansom einige Erklärungen zu den historischen Hintergründen. Und er schreibt auch, dass, so fantastisch das Geheimnis auch klingt, vieles darauf hindeutet, dass es tatsächlich wahr war. In diversen Quellen hat er Hinweise dazu gefunden. 

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht mit Matthew Shardlake und freue mich auf den nächsten Teil der Reihe. 
  3. Cover des Buches Feuertochter (ISBN: 9783426504086)
    Iny Lorentz

    Feuertochter

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Akantha
    „Feuertochter“ von Iny Lorentz spielt in Irland zum Ende des 16. Jahrhunderts. Abgesehen von einer Art Pro- und Epilog präsentiert sich die Handlung vor dem Höhepunkt des Neunjährigen Krieges. Englands protestantische Königin Elisabeth I. will das katholische Irland unter ihre Herrschaft bringen. Das lassen sich die irischen Clans nicht kampflos bieten. Protagonistin ist Ciara Ni’Corra, Schwester des Clanführers der Ui’Corra. Neben ihrem Hass auf die Engländer, toben in ihr allerdings auch seit ihrer Kindheit liebevolle Gefühle für den deutschen Söldnerführer in der Truppe ihres Bruders, Simon von Kirchberg.

    Das Buch ist überwiegend aus der Perspektive von Ciara geschrieben. Dies wird zwischendurch mit Passagen aus der Sicht anderer Clanmitglieder, sowie der Engländer einschließlich der Königin, unterbrochen. Vor allem auch die englische Situation zu erfahren, war sehr interessant, da man so die beiden Seiten des Krieges sehr viel besser mitverfolgen konnte. Insbesondere die Angst vor einem Krieg an mehreren Fronten, Schottland im Norden, Frankreich über den Ärmelkanal und Irland als mögliches Sprungbrett der Spanier kam dadurch sehr gut zur Geltung, während die irische Bevölkerung mehr einen Angriff auf ihre Religion und ihre Lebensweise wahrnahm. Hier hat auch das historische Nachwort einen großartigen Beitrag geleistet, die Grundlage für die heute noch währende Teilung zwischen Nordirland und Irland zu verstehen.

    Ergänzt wird der Anhang zudem mit einem Personenverzeichnis mit Kennzeichnung der historischen Persönlichkeiten und einem kurzen, aber wichtigen Glossar. Hier werden nicht nur altertümliche Begriffe erklärt, sondern auch die gälischen Namen der Städte deren gebräuchlicheren Benennungen zugeordnet. Diese Aufstellung ist zwar sehr hilfreich, kann allerdings meinen größten Kritikpunkt nicht aufwiegen:
    Neben den gälischen Namen der Städte, sind vor allem die der Charaktere sehr schwergängig und hemmen den Lesefluss enorm. Aodh Mór Ó Néill und Gamhain (laut Nachwort „Gaun“ ausgesprochen, was mich fast noch mehr verwirrt hat als das Ausbleiben einer Erklärung es gekonnt hätte) sind nur zwei Beispiele dafür. Auch die Städte blättert der Leser irgendwann nicht mehr nach, zumal hier definitiv eine Karte gefehlt hat, um das Geschehen besser nachvollziehen zu können. Wenn der Fokus auf der Authenzizität liegen sollte, ist die Entscheidung der Autoren natürlich verständlich, zugunsten des Leseflusses haben sich manche andere Autoren (bspw. Gablé) allerdings auch schon anders entschieden und diese Entscheidung wurde belohnt.

    Die Handlung rund um Ciara ist recht vorhersehbar, aber so kennt man es von den meisten Werken des Autorenduos und kann hier bewusst zu einem Buch greifen, welches keine (bösen) Überraschungen bietet. Die Liebesgeschichte entwickelt sich etwas anders, als man zunächst erwartet und dass die beiden den Leser hier nochmal auf’s Glatteis führen konnten hat mir gut gefallen.

    Der Verlauf der Ereignisse ist nicht unbedingt als „spannend“ zu bezeichnen, aber ich habe es grundsätzlich genossen, mal von einem Land und einem Krieg zu lesen, die im Genre der historischen Romane bisher nicht so groß ausgeschlachtet wurden. Die erste Hälfte ist etwas zäh und man mag stöhnen, wie viele Seiten noch vor einem liegen. Die zweite Hälfte geht sehr viel leichter von der Hand, konnte das Steuer aber nicht komplett rumreißen, um mich so richtig zu packen. Das Ende ist mal wieder von allem etwas zu viel des Guten, aber auch darauf war ich vorbereitet. Hier spielt sicherlich die Erwartungshaltung eine große Rolle und wenn man andere Werke aus der Feder von Iny Lorentz kennt, ist dieses Ende fast schon eine Art Signatur. Zusammenfassend komme ich daher zu 3 von 5 Sternen.
  4. Cover des Buches Das Buch des Teufels (ISBN: 9783596186716)
    Christopher J. Sansom

    Das Buch des Teufels

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    London 1543. Es sind unruhige Zeiten in England und Matthew Shardlake ist froh, dass er seit einiger Zeit nicht mehr als Anwalt für die Krone tätig ist, sondern nur ganz gewöhnliche Mandanten hat. Am Ostersonntag findet er allerdings einen guten Freund und Kollegen brutal ermordet in einem Brunnen am Lincoln's Inn. Und es bleibt nicht bei dem einen Toten. Erste Hinweise deuten auf einen religiösen Eiferer hin. Der königliche Coroner Harsnet nimmt die Ermittlungen auf und Erzbischof Cranmer bittet Shardlake um Mithilfe. Es ist allerdings höchste Diskretion geboten, König Henry VIII. darf nichts davon erfahren, da er gerade um die Hand der Witwe Catherine Parr angehalten hat. Cranmer hofft durch diese Heirat die Reformation im Lande weiter voran zu bringen. Shardlake sagt seine Hilfe zu, da er der Witwe seines Freundes versprochen hat, dessen Mörder zu finden. Zusammen mit seinem Gehilfen Barak begibt er sich auf die gefährliche Spurensuche. Dabei stoßen sie auf Prophezeiungen aus dem Buch der Offenbarung und während Harsnet glaubt, der Mörder sei vom Teufel besessen, ist Shardlake mehr und mehr davon überzeugt, es mit einem geisteskranken Fanatiker zu tun zu haben...

    "Das Buch des Teufels" ist der vierte Teil der historischen Krimireihe um Anwalt Matthew Shardlake und für mich war es der bisher spannendste.
    Wie immer erzählt Sansom sehr anschaulich und athmosphärisch, beim Lesen sieht man die damaligen Straßen von London vor sich und kann sich sehr gut in die jeweilige Situation hinein versetzen. Auch die Zustände im "Irrenhaus" Bedlam sind sehr gut beschrieben und man kann sich gut vorstellen, wie es damals dort für die Patienten gewesen sein muss.

    Schon seit einiger Zeit schwankt Shardlake in seinem Glauben und zweifelt an der Existenz Gottes, eine gefährliche Einstellung in der damaligen Zeit, während der Machtkampf zwischen Reformern und Katholiken immer schlimmere Formen annimmt. Aber gerade das macht den Anwalt so menschlich, ebenso wie seine körperliche Unzulänglichkeit durch seinen Buckel. Er ist kein Superheld und die brutalen Morde in diesem Fall machen ihm und auch Barak seelisch und körperlich zu schaffen.

    Wie immer werden hier historische Fakten und Fiktion wunderbar miteinander verwoben und die Spannung bleibt von Anfang an bestehen. Die Auflösung war für mich dann auch überraschend, als hat Sansom alles richtig gemacht. ;-)

    Das Buch ist zwar Teil einer Reihe, aber man kann es auch gut alleine lesen.

  5. Cover des Buches Die Lauscherin im Beichtstuhl (ISBN: 9783442362639)
    Andrea Schacht

    Die Lauscherin im Beichtstuhl

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Himmelsblume

    Kloster Knechtsteden, im Jahr des Herrn 1502. Mirza, die dreifarbige Klosterkatze, kennt sämtliche Schleichwege zu Beichtstühlen, Zellen und Kellergewölben. Als eines Tages Gewalt und Verderben in die friedliche Welt des Klosters einbrechen und es sogar zu einem Mordversuch kommt, kann die schlaue Ermittlerin auf Samtpfoten – unterstützt von »ihrem« Bibliothekar Pater Melvinius – die Quelle des Bösen aufdecken und altes Unrecht wieder gut machen …

    Mirza, die schlaue Klosterkatze, ermittelt in einem wahrlich fellsträubenden Kriminalfall!

    Für mich war es das Erste Buch von Autorin Andrea Schacht. Sie hat eine sehr angenehme Schreibweise entwickelt, die es einem leicht machte, der Story bildlich zu folgen und so der Handlung verständlich nachzuvollziehen. In die Geschichte über die dreifarbige Klosterkatze Mirza bin ich gut hineingekommen. Es ist schon erstaunlich, ein Krimi zu schreiben, bei denen eine Katze im Mittelpunkt steht. Sehr abwechslungsreich und auf jeden Fall ziemlich interessant.

    Als ich das Buch vor einigen Wochen entdeckt habe, war ich sehr fasziniert von diesem Buch. Der Klappentext war spannend geschrieben und obwohl das Buch mich sehr gefesselt hat, so ist dieses Buch eher etwas für Kids im Alter von 14 bis 17 Jahren bedacht.

    Moen, die alte Besitzerin von Mirza ist Tod. Meiko, der Gärtnerbursche aus dem nahen Kloster nimmt sie auf und steckt sie in die Klosterbibliothek, was Mirza zum Anfang gar nicht gefällt. Doch bald darauf lernt die dreifarbige Klosterkatze Pater Melvinius kennen. Er verwöhnt die kleine Katze und teilt sein Wissen mit ihr. Zusätzlich beschützt Pater Melvinius sie vor dem fiesen Diakon Arnoldus und deckt gemeinsam mit Mirzas ein Komplott am Schlösschen auf. Das Buch beginnt mit der Lebensgeschichte von Mirza. Dabei wird die Story in der Ich „aus der Sicht von Mirza erzählt.

    Neben Mirza, gibt es natürlich weitere Katzen im Buch, die im Laufe der Story immer wieder eine kleine Rolle spielen. Da dies das erste Band ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie in den nächsten Büchern immer wieder auftauchen werden. Dem Charaktere sind sehr unterschiedliche und zusammen Harmonieren sie gut Miteinader. Obwohl ich das Buch ganz süß fand, als Krimi würde ich dies nicht einstufen. Vielmehr als Roman, dass noch viel Luft nach oben bietet. Das Buch ist ideal für Katzenfans gedacht. Spannend, emotional und mitfühlend.

  6. Cover des Buches Die Purpurlinie (ISBN: 9783426197837)
    Wolfram Fleischhauer

    Die Purpurlinie

     (50)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Wie schon mal erwähnt, werden dieser Autor und ich nicht mehr die dicksten Freunde. Aber dieses Buch habe ich bis ganz zum Ende geschafft. Ich musste zwar wieder für Verworrenheit ein Sternchen abziehen, aber dieses Buch hat mir in den Grundzügen gut gefallen. Mal eine etwas andere Idee dahinter.
  7. Cover des Buches Die Tochter des Tuchhändlers (ISBN: 9783442466672)
    Constanze Wilken

    Die Tochter des Tuchhändlers

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Im Jahre 1525 heiratet Beatrice Rimortelli, die Tochter eines Tuchhändlers, Frederico Buornardi. Es handelt sich um eine arangierte Eheschließung und sie steht von Beginn an unter keinem guten Stern. Am Vorabend ihrer Hochzeit wird im Dom ein pästlicher Legat ermordet und Beatrice muss schon kurz nach der Heirat erkennen, dass ihr Ehemann eine Geliebte und viele Geheimnisse hat.....

    Meinung / Fazit:

    Es war für Beatrice kein leichtes Leben im Palazzo ihres Ehemanns, führte doch ihre Schwiegermutter dort ein strenges Regiment. Allein mit ihrem Schwiegervater und ihrem Schwager Tomeo verstand sie sich gut. Sie half ihrem Schwiegervater, einem gerechten Mann, gerne bei seiner Arbeit im Kontor, doch nach dessen Tod wurde sie zu einer Gefangenen im eigenen Haus.

    Ihr Mann, in diverse zwielichtige Geschäfte verwickelt, ließ sie wissen und spüren, dass es ihm bei der Heirat allein ums Geld ging.

    Die Geburt ihrer Tochter überlebte sie nur, weil der persische Arzt sie durch einen Kaiserschnitt entband. Um Beatrices Willen zu brechen, nahm ihr Mann ihr kurzerhand die Tochter weg und brachte sie nach Rom in eine Pflegefamilie, wo die Kleine fast gestorben wäre.

    Doch Beatrice war eine starke und intelligente Frau, sie ließ sich nicht unterkriegen und nahm den Kampf auf.

    Die Autorin schrieb vor realem historischen Hintergrund diese Geschichte der Tuchhändlerstochter Beatrice. 

    Gerade der historische Hintergrund war sehr informativ und fügte sich in die Geschichte gut ein. Der flüssige Schreibstil und der allmählich ansteigende Spannungsbogen ließen die Seiten so dahin fliegen.

    Für Leser historischer Bücher ein gelungener Roman.

  8. Cover des Buches Die Prinzen von Irland (ISBN: 9783453470729)
    Edward Rutherfurd

    Die Prinzen von Irland

     (45)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    "*Edward Rutherfurd*" schrieb die grosse Dublin-Saga "*Die Prinzen von Irland*". Der historische Roman erschien im Jahr 2007 als Taschenbuch im "*Heyne Verlag*".


    Der historische Roman "Die Prinzen von Irland" zeigt die Geschichte Irlands von den Kelten bis ins 16. Jahrhundert. Dies schildert Rutherfurd anschaulich anhand verschiedener Figuren und Familien und ihrem jeweiligen Werdegang. 

    Es beginnt mit der Liebesgeschichte zwischen Deirdre und dem keltischen Krieger Conall um 430 n. Chr. Die Nachfahren dieser Verbindung begleitet man im folgenden Roman und erfährt so einiges über die religiöse Entwicklung Irlands und die Entstehung Dublins.

    Die keltische Mythologie wurde bestimmt durch Opferkult, Weissagungen und Totengedenken. Dabei waren die Druiden die kultische und geistige Elite und für die Durchführung der kultischen Bräuche zuständig.

    Die Christianisierung durch den Missionar St. Patrick brachte den katholischen Glauben nach Irland. Die Besiedelung durch Wikinger und Engländer wurde von den Iren in zahlreichen Kämpfen zu verhindern versucht.

    In diesem Roman gelingt es dem Autor durch Einbindung historischer Fakten einen interessanten Abriss dieser Zeitspanne darzustellen. Dazu ist laut Nachwort des Autors eine umfangreiche Recherche von über hundert Büchern nötig gewesen.

    Sein umfassendes Werk wird dem Leser unterhaltsam und fesselnd mit einem gut lesbaren Schreibstil näher gebracht. An die keltischen Namen muss man sich erst einmal gewöhnen, ein Familienstammbaum erleichtert die Namensorientierung und die verwandtschaftlichen Beziehungen.

    Die Protagonisten sind zum Teil frei erfunden, teilweise aber auch historische Persönlichkeiten, die wirklich gelebt haben. So reist man durch den Roman und erlebt die jeweiligen Epochen hautnah mit.

    Die geschilderten Schlachten und Blutfehden sind spannend, die jeweiligen Lebensumstände der Fischer, Bauern, Mönche und Adeligen werden anschaulich erklärt, sodass man direkt in die damalige Zeit mit eintaucht und die bittere Armut und auf der anderen Seite das prunkvolle Leben gut miterleben kann. 

    Wenn Geschichte so vielschichtig und anschaulich dargestellt wird, kann man auch üppige 854 Seiten gefesselt weglesen. Dieser historische Roman ist eine mitreißende Verarbeitung von Geschichte und Fiktion, die sehr gelungen ist und die geschichtliche Entwicklung Irlands näher bringt.

  9. Cover des Buches Der König der Komödianten (ISBN: 9783404165940)
    Charlotte Thomas

    Der König der Komödianten

     (90)
    Aktuelle Rezension von: BuecherKadse

    „Der König der Komödianten“ von Charlotte Thomas aka. Eva Völler habe ich im Sommer 2013 wortwörtlich verschlungen. Es war in einer schwierigen Zeit ein großer Trost gewesen, obwohl es aus einem Genre kommt, mit dem ich an sich nicht viel am Brett hatte/habe. Es ist ein historischer Roman, der im Jahre 1549 in Italien spielt.

    Der junge Marco zieht aus, um die Welt zu entdecken – allerdings nicht ganz freiwillig.

    Auf seiner Flucht vor Unbekannten, die ihm ans Leder wollen, gerät Marco in eine Schauspielertruppe, die ihn schließlich auch bei sich aufnimmt.

    Eine unglaublich schöne Frau, eine unglaublich begehrenswerte Frau, ein totgeglaubter Zwillingsbruder, ein seltsamer Mäzen, ein undurchschaubarer Mönch, ein geheimnisvoller Patrizier… es gibt kaum eine Figur, die man sich in der mittelalterlichen Szenerie ausdenken könnte, die nicht in dieser Geschichte vorkommt. Aber alle wirken so menschlich und so real, dass man mit ihnen hofft, bangt, liebt, streitet und vieles mehr, bis zum Schluss wäre ich gerne ein Teil dieser Truppe von sonderbaren Sonderlingen gewesen.

    Marco fühlt sich dermaßen wohl bei ihnen, dass er seine wahre Berufung entdeckt - Die Schriftstellerei! Sein Traum wird es sein, sein eigenes Stück zu schreiben und nun, mit eben dieser Gruppe, auf die Bühne zu bringen. Doch nun geht es nicht nur mehr um seinen Traum ein Schriftsteller zu werden, sondern auch darum sich selbst und das Ensemble retten zu können. Langsam entwickelt sich Marco vom einfachen Kulissenschieber zum Autor seines eigenen Stücks - doch bis er dieses auf die Bühne bringen kann, muss er noch viel lernen. Über das Schreiben. Über die Liebe. Und vor allem über das Leben selbst.

    Man muss allerdings anmerken, dass die Handlungsstränge recht komplex sind.

    Fast nichts ist unwichtig und „Der König der Komödianten“ ist deshalb auch kein Buch, was man mal eben aufschlagen kann um zehn Seiten zu lesen, sondern man sollte sich die Zeit nehmen, die dieses Buch verlangt, um alle Zusammenhänge zu verstehen.

    Ich liebe es, wenn sich ein Autor/eine Autorin solche Mühe in die Planung und den Handlungsverlauf seiner/ihrer Geschichte gibt. Und Charlotte Thomas hat das allemal getan! Ich konnte nichts Unlogisches entdecken und es gibt auch keine Handlungsverläufe, die nicht aufgeklärt oder zu Ende gebracht wurden.

    In der Mitte war das Buch etwas langatmig und man dachte sich stellenweise "Aha. Ja und?", doch man versteht am Ende, dass das alles doch wichtig war und grinst hinterher über seine eigne Ungeduld, welche man anfangs hatte.

    Marcos Bühnenstück und sein Leben passen wie perfekte Zahnräder ineinander und beleben gegenseitig die Handlungsstränge – kurz gesagt: An sich ist dieses Buch nichts Besonderes und trotz der komplexen Handlungen ist Potenzial nach oben da. Dennoch macht diese „Unperfektheit“ dieses Buch für mich unschätzbar wertvoll. Es hat mich in einer Zeit aufgebaut, in der ich es bitter nötig hatte. Doch vor allem hat es mich dem Schreiben selbst wieder ein Stück näher gebracht.

    Und die eingebaute Liebesgeschichte zwischen Marco und seine Elena ist auch so rührend und so niedlich - sie ist real. Sie ist so, wie sie dir und mir hätte passieren können. Nur das unser Setting etwas moderner wäre. Wahrscheinlich. So im 21. Jahrhundert.


     Für alle die mit offenen Augen durch die Bücherwelt und #bookstagram gehen: Nehmt dieses Buch und lest es. Es ist eine Komödie, eine Liebesgeschichte - eine Geschichte über Freundschaft und Loyalität.

  10. Cover des Buches Die Teufelsbibel (ISBN: 9783404163267)
    Richard Dübell

    Die Teufelsbibel

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Sommerkindt
    Die Geschichte ist interessant ja aber viel zu langatmig.
    Mal abgesehen davon entführt der Autor den Leser in eine dunkle brutale Welt, in der das Wohlergehen der Menschen auf dem Wohlwollen anderer beruht. Weder die Kirche noch das normale Volk scheint den geringsten Begriff von gut oder böse zu haben bzw. nur in geringen Mase.
    Anfangs ist man von den vielen Protagonisten überfordert. Erst im Laufe der Geschichte klamüsert sich heraus wer wohin gehört.
    Wer historische Romane mag kann ich dieses Buch nur empfehlen alle anderen nur wenn sie grad Langeweile haben und mal in eine andere Zeit eintauchen will.
    Und die Geschichte hat eine wirklich überraschende Wendung.
    Es werden mehrere Handlungsbögen aufgebaut, was auch daran liegt das sich die Geschichte so zieht. Aber wenn man erstmal Blut gleckt hat bleibt man dran. Man braucht einfach nur einen sehr langen Aten.

  11. Cover des Buches Das Kreidekreuz (ISBN: 9783442372409)
    Ulrike Schweikert

    Das Kreidekreuz

     (79)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Der historische Roman "*Das Kreidekreuz*" ist die Fortsetzung von "*Die Tochter des Salzsieders*" von Autorin "*Ulrike Schweikert*"  aus dem "*Blanvalet Taschenbuch Verlag*" im Jahr 2009.

    Schwäbisch-Hall im 16. jahrhundert: Nur auf Drängen ihrer Familie und nicht aus Liebe hat Anne Katharina Vogelmann den Salzsieder und Ratsherrn Michel geheiratet. Die bis in ihren Heimatort führenden Unruhen der Bauernkriege bringen Rugger, Katharinas große Jugendliebe zurück. Als er ihr plötzlich begegnet, merkt sie erneut die große Leidenschaft für diesen Mann. Bald gerät Anne Katharina zwischen die Fronten der verfeindeten Parteien. Sie muss sich entscheiden – nicht nur, auf welcher Seite sie steht, sondern auch zwischen ihrem Ehemann und ihrer Jugendliebe.

    In diesem Band ist Anne Katharina Vogelmann nach einer arangierten Ehe an Michel gebunden. Sie hat drei Kinder, die Ehe ist  aber ziemlich unglücklich. Auch hat sie nun eine böse Schwiegermutter, die ihr das Leben schwer macht. Das Auftauchen ihrer großen  Jugendliebe Rugger macht ihr schwer zu schaffen, denn die alte Liebe entflammt erneut. Da Rugger und Michel während der Aufstände auf verschiedenen Seiten kämpfen, gerät auch Anne zwischen die Fronten. Einige Beschreibungen sind schwülstig genau beschrieben, dafür gibt es sicher Fans, mir erschien es streckenweise recht übertrieben.
    Neben der ziemlich ausführlich ausgeführten Liebesgeschichte geht es aber auch um historische Belange, die in vielen Schlachten beschrieben werden. Die soziokulturellen Gegebenheiten im Mittelalter und der gelebte Alltag der Menschen wird klar deutlich gemacht.
    Man merkt, wie umfangreich sich die Autorin mit den Gegebenheiten auseinandersetzt und sieht sich bildhaft in die Zeit der Bauernkriege versetzt. Auch hier muss ich die Menge der Kampfhandlungen kritisieren.
    Wobei mich die Autorin jedoch wieder völlig gepackt hat, sind ihre authentisch wirkenden Charaktere, deren Schicksal mich unglaublich fesselten und in die ich abgetaucht bin.
     

    Die Autorin hat durch ihre überzeugende Schreibleistung einen historisch interessanten Roman geschrieben, der mir trotz einiger Übertreibungen von Klischees gut gefallen hat.
     

  12. Cover des Buches Henkersmarie (ISBN: 9783499268403)
    Astrid Fritz

    Henkersmarie

     (56)
    Aktuelle Rezension von: MarySophie

    Handlung:

    Maria wird um 1528 als Tochter des Rothenburger Scharfrichters geboren. Zusammen mit ihren beiden Brüdern wächst sie in einfachen Verhältnissen heran und wird schon im Kindesalter damit konfrontiert, dass die Bürger die Henkersfamilie scheuen und meiden. Doch bisher ist Maria noch zu jung, um die Geschichte ihrer Herkunft zu verstehen. Auch über den Beruf des Vaters besitzt sie nur wenige Kenntnisse.

    Dies ändert sich, als sich der Vater dazu entschließt, seine einzige Tochter mit auf eine Hinrichtung zu nehmen. Maria ist entsetzt von den Szenen, die sich vor ihren Augen abspielen. Sie ist fest dazu entschlossen, aus dieser Welt auszubrechen und ein anderes Leben zu führen. Ein Leben, in dem sie zu den normalen Bürgern gehört und sich nicht mehr als Henkerstochter zu erkennen lassen hat. Doch ihre Eltern haben andere Pläne mit der Tochter. Sie planen die Hochzeit von Maria mit dem Freiburger Henker. Wird es Maria gelingen, sich ihrem Schicksal zu entziehen?

    Meinung:
    Seitdem ich das erste Mal den Klapptext gelesen hatte, ging mir der Roman einfach nicht mehr aus dem Kopf. Er hat mich sofort angesprochen und am liebsten hätte ich ihn mir sofort gekauft, um in die Geschichte einzutauchen. Doch erst vor einigen Wochen hatte ich mir den Roman dann tatsächlich gekauft und mich riesig darauf gefreut, endlich mit dem Lesen zu beginnen und mich davon zu überzeugen, ob die Geschichte wirklich so spannend ist, wie ich es mir vorgestellt habe.


    Schon nach wenigen Seiten hat mir die Geschichte gut gefallen und ich habe mich auf das Weiterlesen gefreut. Dazu beigetragen hat besonders die tolle Schreibweise, welche ein flüssiges Lesen ermöglicht hat und die Ereignisse eindrucksvoll dargestellt hat. Außerdem wurden noch Begriffe eingebunden, die aus der Zeit des Mittelalters stammen und dem ganzen Roman viel Authentizität verliehen haben. Alle Begriffe, die heutzutage nicht mehr umgangssprachlich sind, wurden im Glossar erklärt, welches sich am Ende des Romans befindet.


    Meine Erwartungen an dem Roman waren andere. Ich hatte erwartet, dass man als Leser Maria in einem jugendlichen und für die damalige Zeit heiratsfähigen Alter kennenlernt und während dieser Zeit ihren Kampf gegen die gesellschaftlichen Konventionen miterlebt. Doch die Geschichte war anders und hat mich positiv überrascht. Man lernt Maria als kleines Kind von fünf Jahren kennen und kann ihr beim auwachsen und erwachsen werden zusehen. Dabei fand ich es sehr gelungen dargestellt, wie sich das Mädchen verändert hat und reifer geworden ist. Ein Stück lernt man den ersten Teil von Marias Lebensgeschichte kennen, von einem zarten Alter von fünf Jahren, bis zu ihrem 18 Lebensjahr.


    Die Protagonisten fand ich alle sehr lebendig und einzigartig, besonders gefallen hat mir der Einblick in das Leben einer Henkersfamilie mit allen positiven, aber auch negativen Aspekten. Die Dynamik, welche in der Familie von Maria geherrscht hat, empfand ich als authentisch und eindrucksvoll dargestellt. Es wirkte sehr natürlich und nicht gestellt oder zu erfunden.

    Besonders die erwachsenen Charakter sind sich selbst treu geblieben und haben ihre Prinzipien verfolgt. Die kindlichen Personen, allen voran Maria und ihre beiden Brüder haben eine Wandlung vollzogen und verschiedene Phasen durchgemacht, eh sie sich am Ende selbst gefunden haben.


    Astrid Fritz ist es gelungen, das Schicksal einer Henkersfamilie eindringlich wiederzugeben und nicht zu beschönigen. Mir war schon vor dem Lesen des Romans bewusst, dass die Familien gemieden und von dem Volk gefürchtet wurden. Jedoch waren auch viele Aspekte dabei, die mir unbekannt waren, u.a. dass die Henker auch noch diverse andere Aufgaben hatten, u.a. hatten sie die Aufsicht über die Prostituierten in der Stadt und waren dafür zuständig, um tote Tiere zu entsorgen. Auch von der Gesellschaft wurden sie gemieden, durften die Kirchen erst betreten, wenn alle anderen Bürger ihren Platz eingenommen hatten oder durften bestimmte Kneipen gar nicht erst betreten oder mussten viel Abstand zu den anderen Bürgern halten. Hierbei gab es immer wieder Erwähnungen dessen, dass sich kein Henker sein Amt aussuchte, sondern dies vererbt wurde. Diesen Fakt finde ich unglaublich wichtig und musste ihn mir während des Lesens immer wieder selbst vor Augen führen.

    Fazit:
    Meine hohen Erwartungen an den Roman wurden vollkommen erfüllt. Er hat mich nicht nur wunderbar unterhalten, sondern mir gleichzeitig auch neue Fakten vermittelt, die mir vorher unbekannt waren. Ein toller Roman, der eindrucksvoll das Leben einer Scharfrichterfamilie wiedergibt!

  13. Cover des Buches Die Malerin von Fontainebleau (ISBN: 9783442466863)
    Constanze Wilken

    Die Malerin von Fontainebleau

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    Eine malerin am französischen Königshof kämpft gegen Intrigen, für ihre Liebe und die Kunst

    Ein mitreißender, farbenprächtiger und sinnlicher historischer Roman

    Die begabte Freskenmalerin Luisa Paserini kommt 1537 an den prächtigen Hof von Franz I. Als Mann verkleidet arbeitet sie in der Werkstatt des Meisters Rosso Fiorentino, den sie nicht nur als Maler verehrt. Fiorentino hat den Auftrag, das königliche Schloss von Fontainebleau auszuschmücken. Der französische Herrscher ist für seine ausschweifende Lebensweise, seine Vorliebe für schöne Frauen uznd Kunst, aber auch für seinen Jähzorn und seine Launwenhaftigkeitr berüchtiogt. Luisa ist von der glänzenden Pracht der königlichen Schlösser überwältigt. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sich hinter den goldenen Kulissen tödliche Intrigen abspielen, denen jeder zum Opfer fallen kann ...

    "Contanze Wilkens historischer Roman zieht einen sofort in die Handlung - und ins Europa des 16. Jahrhundets." (Brigitte)

    Eigene Meinung:
    Ich weiß nicht genau, wo ich diese tolle Buch ertgattert habe, bestimmt in erinem Öffentlichen Bücherschrank. Das Statement von "Brigitte" kann ich nur unterstreichen. Es hat mir von der ersten Seite an gefallen, und es war herrlich jeden Tag darin zu blättern und zu Lesen.

    Ich benötigte ganze 9 Tage dafür, ich lies mir richtig Zeit dafür und genoss die super Geschichte. Jeden Tag schaffte ich 50-80 Seitren und kam gut vorwärts. Ich war richtig in dem Roman gefangen, manches stelle ich mir auch bildlich vor.

    Kann es gut und gerne weiterempfehlen!

    Es bekommt von mir liebgemeinte 5 Sterne!

  14. Cover des Buches Inés meines Herzens (ISBN: 9783458357049)
    Isabel Allende

    Inés meines Herzens

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Nicht der magische Realismus von Das Geisterhaus, wohl aber das bekannte erzählerische Können von Isabel Allende und Leidenschaft zeichnen diesen Roman aus.

    Die historisch verbürgte spanische Näherin Inés Suarez erzählt von der Eroberung Chiles um 1540. Um ihren Mann zu suchen, kam sie auf abenteuerlichen Wegen nach Peru. Nach dessen Tod nahm sie an der Seite von Pedro de Valdivia, Feldherr Pissaros, an der grausamen Unterwerfung der Indios und der Gründung Santiagos teil.

    Eine interessante Romanbiografie über die Gründung Chiles, die historsche Bedeutung von Inés und ihre feurige Romanze mit Valdivia und ein Muss für alle Allende-Fans, auch wenn der Roman nicht ihr bestes Buch ist.
  15. Cover des Buches Die Liebenden von San Marco (ISBN: 9783404270903)
    Charlotte Thomas

    Die Liebenden von San Marco

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Penelope_Hauswirth
    Dieses Buch ist voll mit Romanze, Intrigen, Trauer und Blutdurst.
  16. Cover des Buches Die Hexe und die Heilige (ISBN: 9783426501375)
    Ulrike Schweikert

    Die Hexe und die Heilige

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte1391

    Das Buch ist sehr gut geschrieben es hat mich sehr berührt . Die Autorin hat es sehr gut beschrieben was alles im Mittelalter  so geschah.

  17. Cover des Buches Ich, Maximilian, Kaiser der Welt (ISBN: 9783596198191)
    Peter Prange

    Ich, Maximilian, Kaiser der Welt

     (78)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Das Buch ist sehr interessant, allerdings zuweilen etwas langatmig. So geht es viele Seiten lang um das Herzogtum und weniger um Maximilians Weg zum Kaiser. Wie dieser es zu seinem Ziel bringen konnte ist mir ob der vielen Pleiten, Pech und Pannen ein Rätsel. 3,5 🌟

  18. Cover des Buches Die Medica von Bologna (ISBN: B00K0IK3FO)
    Wolf Serno

    Die Medica von Bologna

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Marjuvin
    Klappentext:
    Mit einem entstellenden Feuermal - für die Inquisition ein Schandmal der Sünde - kommt Carla zur Welt. Um sich von diesem Makel zu befreien, träumt sie davon, eine Medica zu werden. Doch ein Medizinstudium ist ihr als Frau verwehrt. Carla gibt nicht auf und setzt all ihre Hoffnung in den jungen, charismatischen Chirurgen Gaspare Tagliacozzi. Sie verliebt sich rettungslos in ihn...

    Rezension:
    Ich bin von diesem Buch hin- und hergerissen. Ich finde es eine fantastische Buchidee Medizin des 16. Jahrhunderts mit Inquisition und einem Feuermal zu verarbeiten. Ich interessiere mich selbst für medizinische Themen, deshalb war ich insbesondere von den Schautafeln im Anhang, die eine damalige Nasenrekonstruktion darstellen, hingerissen. Ich habe inzwischen auch ein wenig "hinterhergegoogelt" und festgestellt, dass manche historischen Personen und Gegebenheiten nachgewiesen sind und allein deshalb muss man das Buch mögen. Aber auch deshalb weil es gespickt ist mit allerhand interessanten Fakten. Andererseits hinterlässt es mich nun sonst doch ein bisschen unbefriedigt. Das mag daran liegen, dass ich mit Carla nicht ganz mitfühlen konnte, was ihren Jähzorn und manche Gedankengänge angehen. Es war für mich auch keine stringente Handlung erkennbar, die am Ende sogar ein wenig versandet ist. Manchesmal ergab sich das Gefühl, dass schriftstellerische Ideen und historische Fakten - zugegeben spannende - aneinandergereiht wurden, damit sie eben "untergebracht" wurden. Es sind also nun doch nur 3 Sterne geworden - schade.
  19. Cover des Buches Die Hitzkammer (ISBN: 9783426195949)
    Wolf Serno

    Die Hitzkammer

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Kirchrode im Harz im 16. Jahrhundert: Als eine Tote, der die Initialen F. S. in die Stirn geritzt sind, gefunden wird, wird die junge Kräuterhändlerin Freyja Säckler der Hexerei angeklagt. Der Alchimist Lapidius, der zur Folter hinzugerufen wird, stellt fest, dass die Frau an der Syphilis, auch „Franzosenkrankheit“ genannt, leidet. Lapidius erwirkt eine Vertagung der Verhandlung, um Freyja für 20 Tage der Kur in einer Hitzkammer zu unterziehen. Nebenbei gibt ihm das die Möglichkeit, die wahren Mörder zu finden.

    Bereits im Prolog erfährt man etwas über die Mörder in der Handlung: es sind die „Söhne Satans“. Zusammen mit der Frau, die als Hexe bezichtigt wird, haben wir in diesem historischen Krimi von Wolf Serno wieder einmal eine Variation eines mir aus vielen Romanen bekannten Themas.
    Das einzig Neue, was mir in der „Hitzkammer“ begegnete, war die Behandlung der Syphilis, die zur damaligen Zeit neu auftrat und seuchenartig um sich griff. Aber auch hier gibt es viele Wiederholungen.

    Die alchimistische Tätigkeit des Protagonisten Lapidius wird immer wieder angeschnitten, rückt aber in den Hintergrund, als er mehr und mehr ermittelt.

    Was mich bei der „Hitzkammer“ ein wenig wurmte, war der Mangel an starken, oder zumindest interessanten Frauencharakteren. Freyja liegt meistens schlafend in der Kammer und trägt kaum zur Lösung des Falls bei. Ich hatte da andere Erwartungen. Marthe, die Magd und Köchin des Protagonisten, war zwar amüsant, muss zuletzt aber von Laipidius gerettet werden. Und das war es auch beinahe schon.

    Bis hin zum kitschigen Ende bot mir „Die Hitzkammer“ zwar solide Unterhaltung, aber ansonsten nicht viel Neues.
  20. Cover des Buches Der Architekt des Sultans (ISBN: 9783036959467)
    Elif Shafak

    Der Architekt des Sultans

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Ay73

    Das Buch beginnt im 16 Jahrhundert. Jahan, erinnert sich an seien frühe Jugend wie er damals als 12 Jähriger nach Istanbul kommt, mit einem weißen Elefanten, Chota, der als Geschenk für den Sultan Selim bestimmt ist.

    Aber die Geschichte beginnt damit, dass Jahan und der grandiose Architekt Sinan mit dem skrupellosen Sultan Murad auf einander kommen, da er alle seine Brüder hat töten lassen, um sie an der Machtergreifung zu hindern. Er bittet den Architekten Sinan, für seine getöteten Brüder ein Mausoleum zu bauen.

    Wir dringen in diesem Buch tief in die Geschichte des osmanischen Reiches, wobei vieles auch nicht der Wahrheit entspricht. Es ist ja auch kein historisches Sachbuch, sondern ein Roman. Wie Jahan, Schüler von Sinan wird, nach Rom reist um Michelangelo zu besuchen, wie er Freundschaft mit der Sultans-Tochter Mihrimah schließt und wie er versucht die Zuneigung und auch Anerkennung von Sinan zu erlangen.

    Das Buch ist grandios geschrieben, eine bildhafte Erzählkunst die nur wenige Autoren haben. Elif Shafak hat wieder mal mich total in ihren Bann gezogen, sie erzählt die Geschichte mit einer Leichtigkeit die bewundernswert ist...

  21. Cover des Buches Die Verbrechen von Frankfurt - Totenreich (ISBN: 9783499253713)
    Ines Thorn

    Die Verbrechen von Frankfurt - Totenreich

     (25)
    Aktuelle Rezension von: SichelMond

    Zu der Geschichte (Klappentext)  


    Die Heilkraft des Todes

    Unheilvolle Dinge ereignen sich im Frankfurt des frühen Jahres 1533: Dreimal findet Pater Nau nach der Beichte blutiges Frauenhaar im Beichtstuhl. Dann wird am Mainufer die Leiche einer schwangeren Frau gefunden - ausgeweidet, vom Ungeborenen fehlt jede Spur. Und weitere Schwangere werden vermisst. Pater Nau gerät unter Verdacht. Nur die Richterswitwe Gustelies und ihre Tochter Hella glauben an seine Unschuld und beschliessen, selbst zu ermitteln . Doch Hella begibt sich damit in höchste Gefahr. denn auch sie erwartet ein Kind ... 


    Meine Meinung


    Die Geschichte spielt in Frankfurt Anfang 1533. Der Winter hat sich noch nicht ganz verabschiedet und die Menschen gieren nach Sonnenstrahlen, Vögelgezwitscher und Farben. Sie wollen das Grau und Nass des Winter endlich abschütteln.

    Pater Nau, Gustelies ( Richterswitwe und seine Schwester), Hella ( Tochter von Gustelies), Heinz Blettner (Richter und Hellas Ehemann), Bruder Göck ( ein Antonitermönsch und Freund Pater Nau`s) und Jutta Hinterer ( Witwe und Geldwechslerin) sind die Hauptfiguren in diesem Roman/Krimi.

    Es ist wie für diese Zeit üblich das die Frau den Haushalt und die Kinder versorgt und der Mann das Geld verdient. Das Leben wird auch so beschrieben mit allen An - und Unannehmlichkeiten in dieser Zeit. Wer Geld und einen gewissen Status hatte war angesehen in der Stadt, wer nichts von dem hatte war Abschaum.

    Pater Nau ist ein etwas knorriger Pastor der Katholischen Kirche, der am Liebsten in seiner Kirche sitzt und von dem Frevel des Lebens predigt. Mit anderen Menschen kann er nur sehr schwierig umgehen und hält sich an seine kleine Familie und Bruder Göck.

    Die Beichte abnehmen bereitet ihm keine Freude. Immer die gleichen Personen mit den gleichen Sünden ... Er kann es nicht mehr hören. Eines Tages kommt ein armer Sünder der ihm Stellen aus der Bibel aus dem Buch Hiob predigt. Der Sünder verschwindet so schnell wie er gekommen ist und hinterlässt im Beichtstuhl ein grausiges Überbleibsel. Ein Skalp mit langem, blutigen Frauenhaar.

    Pater Nau ist komplett verstört als sich dies in den nächsten Tagen noch zweimal wiederholt. Er versteckt die Funde. Bis eine Leiche am Mainufer gefunden wird. Eine junge Frau, schwanger und ausgeweidet. Von dem Kind fehlt jede Spur.

    Pater Nau wird schliesslich ins Verlies gesperrt und man bekommt den Eindruck das er dort auch nicht mehr herauskommen wird.

    Natürlich hat man die Rechnung nicht mit Gustelies gemacht. Gustelies eine resolute und des Lebens frohe Witwe setzt alles daran ihr Paterchen aus dem verlies zu bekommen, sowie den Mord aufzuklären. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jutta Hinterer startet sie so manche Aktionen die dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Obwohl es ein Krimi ist habe ich sehr oft in mich geschmunzelt.

    Hella ihre Tochter und ihr Ehemann der aktuelle Richter der Stadt ermitteln ebenfalls. Hella oftmals gemeinsam mit Gustelies, aber auch auf eigene Faust was sie letzendlich in höchste Gefahr bringt.

    Bruder Göck muss die Vertretung von Pater Nau übernehmen und so manch ein anderes Leid über sich ergehen lassen um seinen Freund den Pater aus dem Verlies zu helfen.

    Ob der Mörder gefasst wird, ob Hella ihr ersehntes Kind bald in den Armen wiegen kann ... lest ihr am Besten selbst.


    Totenreich war für mich ein kurzweiliger historischer Kriminalroman. Das Buch hatte eine gewisse Krimiwürze aber auch einen schönen historischen Anteil. Ines Thorn beschreibt sehr schön das Leben zu dieser Zeit und die typischen Charakterzüge der Menschen die von anderen Sachen geleitet wurden wie in der heutigen Zeit. Die Charaktere haben mir ebenso gefallen. Schön ausgearbeitet. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.

    Wer mal abschalten möchte und etwas leichte Kost lesen möchte dem kann ich das Buch empfehlen.

    Auch zu lesen auf meinem Blog 


  22. Cover des Buches Purpurmond (ISBN: 9783426283660)
    Heike Eva Schmidt

    Purpurmond

     (427)
    Aktuelle Rezension von: Readrat

    Dies ist keine Rezi sondern eine kurze Erklärung:

    Ich habe das Buch mit Seite 36 abgebrochen. Der Schreibstil war mir zu einfach. Die Wortwechsel waren sehr flach. Ich finde es darf für Jugendliche ruhig etwas mehr Tiefgang haben und auch anspruchsvoller vom Text her sein. Ich möchte dem Buch aber auch kein Unrecht tun - mag durchaus sein, dass sich dies im Fortlauf der Geschichte noch ändert, aber meine Lesezeit ist mir zu kostbar, um mich durch Bücher zu "quälen". Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für dieses Buch ;-)...

  23. Cover des Buches Der Azteke (ISBN: 9783485009775)
    Gary Jennings

    Der Azteke

     (45)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Das Gesetz des Blutes (ISBN: 9783548266183)
    Cora Harrison

    Das Gesetz des Blutes

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Raubrittertorsti
    Irland am Anfang des 16.Jahrhunderts: Am Tag nach dem traditionellen Markttag zu Michaeli, an dem auch der Tribut für das Oberhaupt des MacNamara-Clans eingetrieben wird, wird dessen Verwalter, Ragnall MacNamara tot und nur halbherzig mit Erde bedeckt auf dem Friedhof von zwei Schülern der Rechtsschule von Richterin Macha aufgefunden. Als zwei Tage später Aengus der Müller, auch ein MacNamara, tot in seiner Mühle aufgefunden wird beginnt für Richterin Macha ein Hin und Her zwischen den Verdächtigen. Wirklich ein Klasse Buch. Die 324 Seiten haben sich gelesen wie nix und wenn man sich noch die nordwestirische Landschaft dazu vorstellt kommt man richtig ins Schwärmen.

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