Bücher mit dem Tag "17. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "17. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

126 Bücher

  1. Cover des Buches Zeitenzauber (ISBN: 9783846601495)
    Eva Völler

    Zeitenzauber

    (1.022)
    Aktuelle Rezension von: samantha_linde

    Die Geschichte von Anna und Sebastiano geht weiter. Inzwischen sind sie schon mehrmals wieder gemeinsam in die Vergangenheit gereist - immer in Venedig. Nun hat Sebastiano aber einen Spezialauftrag in Paris bekommen, von dem er nicht mehr alleine zurückkommt. Anna muss ihm helfen und reist ihm hinterher ins Paris von 1625. Dort gibt es viele unerwartete Wendungen und neue Abenteuer zu bestehen. Anna weiß nicht, wem sie trauen kann und wem nicht. Nichteinmal bei Sebastiano kann sie sich sicher sein. Und dennoch trotzt ihre Liebe der Zeit und allen Widrigkeiten. Welchen Auftrag sie erfüllen muss weiß sie nicht, aber sie kennt ihre ganz persönliche Aufgabe: Sebastiano zu retten.

    Wie im ersten Teil habe ich mit Anna mitgefiebert und teilweise mitgelitten. Das Buch ist wieder spannend geschrieben und holt einen gleich zu Beginn wieder ab. An manchen Stellen merkt man, dass die Hauptzielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene sind, doch das hat für mich als "nicht mehr ganz so junge Erwachsene" den Lesespaß nicht getrübt.


    Fazit: Wer den ersten Teil mochte, wird sich auch im zweiten Teil gut unterhalten fühlen. Allerdings sollte man meiner Meinung nach den ersten Teil schon gelesen haben, um die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen. Es gibt viele historische Anspielungen. Viele davon sind richtig und belegt, aber eben nicht alle. Es ist ja auch kein Geschichtsbuch.

  2. Cover des Buches Die drei Musketiere (ISBN: 9783458684626)
    der Ältere, Alexandre Dumas

    Die drei Musketiere

    (385)
    Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_Happyendings

    Handlung und Struktur Die Geschichte folgt dem jungen d'Artagnan, der nach Paris kommt, um Musketier zu werden. Durch eine Verkettung von Umständen freundet er sich mit den drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Was als persönliche Geschichte beginnt, entwickelt sich zu einer epischen Erzählung von politischen Intrigen, gefährlichen Missionen und schicksalhaften Begegnungen.

    Dumas gelingt es meisterhaft, verschiedene Handlungsstränge zu verweben. Die Haupthandlung um die Diamantspangen der Königin wird durch zahlreiche Nebenhandlungen ergänzt, die alle kunstvoll miteinander verknüpft sind. Die Spannungsbögen sind perfekt getaktet - kaum ist ein Abenteuer überstanden, wartet schon das nächste.

    Charakterzeichnung Die Charakterisierung der Hauptfiguren ist außergewöhnlich differenziert. Jeder der vier Protagonisten hat eine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit:

    • D'Artagnan: Jung, ungestüm, aber clever und lernfähig
    • Athos: Geheimnisvoll, aristokratisch, von dunkler Vergangenheit geprägt
    • Porthos: Kraftvoll, prahlerisch, aber von großer Loyalität
    • Aramis: Elegant, intellektuell, zwischen weltlichen und geistlichen Ambitionen schwankend

    Besonders bemerkenswert ist die Figur der Milady de Winter - eine der faszinierendsten Schurkinnen der Literaturgeschichte, deren Komplexität bis heute beeindruckt.

    Historischer Kontext Dumas bettet seine fiktive Geschichte geschickt in den historischen Kontext des Frankreichs unter Ludwig XIII. ein. Die politischen Intrigen zwischen Kardinal Richelieu und Königin Anna von Österreich, die Spannungen mit England und die Belagerung von La Rochelle bilden einen fesselnden historischen Hintergrund.

    Sprache und Stil Der Autor beherrscht die Kunst, packend zu erzählen. Seine Dialoge sind witzig und schlagfertig, die Beschreibungen lebhaft und atmosphärisch. Die Duelle werden mit einer Dynamik geschildert, die den Leser mitten ins Geschehen versetzt. Dumas' Sprache ist dabei zugänglich und direkt, ohne an literarischer Qualität einzubüßen.

    Thematische Tiefe Unter der spannenden Oberfläche behandelt der Roman zeitlose Themen:

    • Die Bedeutung von Freundschaft und Loyalität
    • Der Konflikt zwischen persönlicher Ehre und Staatsräson
    • Die Komplexität menschlicher Beziehungen
    • Die Frage nach Gerechtigkeit und Vergeltung

    Kulturelle Wirkung Der Einfluss des Romans auf die Populärkultur ist kaum zu überschätzen. Der Wahlspruch "Einer für alle, alle für einen" ist zum geflügelten Wort geworden. Die zahlreichen Adaptionen für Film, Fernsehen und Theater zeugen von der ungebrochenen Faszination der Geschichte.

    Kritische Würdigung Natürlich lässt sich aus heutiger Sicht einiges kritisch sehen:

    • Die Darstellung der Geschlechterrollen ist zeitbedingt
    • Manche Handlungsstränge verlieren sich in Nebensächlichkeiten
    • Einige historische Ungenauigkeiten sind vorhanden

    Diese Aspekte schmälern jedoch nicht die literarische Leistung und die packende Erzählkunst des Autors.

    Fazit "Die drei Musketiere" ist ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch zu fesseln vermag. Die Kombination aus spannender Handlung, komplexen Charakteren und historischem Panorama macht den Roman zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis. Dumas gelingt der seltene Spagat zwischen anspruchsvoller Literatur und mitreißender Unterhaltung. Ein Meisterwerk, das zu Recht seinen Platz im Kanon der Weltliteratur gefunden hat.

  3. Cover des Buches Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch (ISBN: 9783847720195)
    Hans Jacob Christoph von Grimmelshausen

    Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch

    (129)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der große, deutsche Historische Roman. Grimmelshausen schildert ebenso beeindruckend wie bedrückend die Realität des Dreißigjährigen Krieges für die Bevölkerung: Plünderungen, Morde und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Die Religion, die diesen Krieg doch ursprünglich ausgelöst hat, spielt keine Rolle mehr, denn jeder ist einzig und allein auf sich selbst bedacht und versucht entweder, sich das bloße Leben zu erhalten, oder aus dem Krieg seinen Vorteil zu ziehen.

    Grimmelshausen zeigt uns nicht die großen Herren. Das hier ist kein Buch über Wallenstein, Tilly oder Gustav Adolf. Nein, das hier ist ein Buch über die einfachen Leute, deren ganzes Leben der Hölle gleichkommt: jeder Tag könnte der sein, an dem ein Trupp Marodeure ihren Hof überfällt und sie und ihre Familie gnadenlos auslöscht. Jeder Tag könnte der letzte sein. Simplicissimus selbst schließlich ist ein Kind dieses Krieges: als kleiner Junge eins seiner Opfer, als Mann einer der Täter, die nur noch auf sich selbst schauen. Für Simplicissimus spielt es überhaupt keine Rolle, auf welcher Seite er momentan kämpft, der einfache, leicht beschränkte Protagonist hat überhaupt keine Religion, seine Religion heißt 'Überleben' und sein Gott heißt 'Geld'.

  4. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2) (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (Die Henkerstochter-Saga 2)

    (178)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nachdem der erste Teil der Henkerstochter-Saga hatte mir bereits außerordentlich gefallen hatte, verfolge ich die Serie nun auch weiterhin.

    Zum Inhalt will ich - wie üblich bei Krimis - nichts weiter verraten. Das soll jeder selbst lesen.

    Oliver Pötzsch hat - wie üblich - gute Arbeit geleistet. Sein Geschichtsaufbau und sein Erzählstil funktionieren, reißen den Leser mit und bringen dem Leser eine filmische Geschichte nahe. Was will man mehr?

    Der Henker Jakob Kuisl bleibt eine faszinierende und trotz seines "Berufes" sympathische Figur. Erfreulicherweise kommt dieses Mal auch die Tochter des Henkers öfter vor und überzeugt als Sympathieträgerin.

    Tatsächlich muss ich diesen Teil als noch etwas stärker als den Ersten einstufen, da die Wirrungen letztlich etwas faszinierender als im ersten Buch sind. 

    Freue mich sehr auf die weiteren Bände.

  5. Cover des Buches Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1) (ISBN: 9783548610429)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)

    (346)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Ich weiß, ich bin „late to the party“, denn mittlerweile ist der 10. Band rund um die Henkerstochter erschienen. Nun, da ich den ersten Teil gehört habe, muss ich schauen, wann ich Zeit finde, auch die anderen zu konsumieren.

    Früher habe ich öfter mal einen historischen Roman zur Hand genommen. Obwohl Geschichte in der Schule nicht mein Lieblingsfach war, mochte ich schon immer historische Ereignisse gut eingebettet in tollen Geschichten.

    „Die Henkerstochter“ ist ein historischer Krimi und daher nicht ganz mein Gebiet, weil mir Krimis meist zu lasch sind. Ich bevorzuge dann schon eher (Psycho)Thriller.

    Doch das vorliegende Werk konnte mich für sich gewinnen - was wahrscheinlich nicht zuletzt am genialen Sprecher lag.

    Johannes Steck hat die Geschichte sehr lebendig rüber gebracht. Seine Stimme, die er immer wieder verstellt hat, war super authentisch. Wenn er die Dialekte nachmachte, kaufte ich ihm das 100%ig ab. Allein deshalb würde ich zu „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ greifen.

    Der Plot rund um die Henkerstochter Magdalena ist recht einfach und überschaubar. Am Ende gibt es zwar mehrere Stränge, die zusammenlaufen, doch man verliert sich nicht in ihnen.

    Warum es die „Henkerstochter-Saga“ ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie taucht zwar immer mal wieder auf, doch würde ich ihr persönlich keine Hauptrolle zuschreiben. Vielleicht entwickelt sich das in den kommenden Teilen.
    Der Autor hat Gefallen an Ausschmückungen. So lief bei mir während des Hörens ein Kopfkino ab, welches die Erzählung sehr lebendig machte. Daher ist er in meinen Augen eher nicht für Zartbesaitete geeignet. Es gibt einige brutale Szenen, die detailreich geschildert werden.
    Aber auch das Leben einer Henkersfamilie zur damaligen Zeit wird überzeugend beschrieben. Erst hinterher habe ich erfahren, dass Oliver Pötzsch selbst ein Nachfahre dieser Dynastie ist. So hatte er exklusiven Einblick in den Beruf und wir erfahren einige Details dazu.

    Ich überlege tatsächlich, ob ich mir noch den zweiten Teil gönne, um zu schauen, ob die Saga generell etwas für mich ist oder ob ich direkt zur David-Hunter-Reihe wechsle, die eher meinem Beuteschema entspricht und genauso darauf wartet, von mir gehört zu werden. Mit Johannes Steck als Sprecher kann man sicherlich wenig falsch machen.

    In „Die Henkerstochter“ kann man mal reinlesen / -hören, ob das Genre einem liegt. Man braucht jedoch, wie bereits erwähnt, starke Nerven an der ein oder anderen Stelle und zudem Ausdauer, denn zuweilen verliert sich der Verfasser ein wenig. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

    ©2024 a_different_look_at_the_book

  6. Cover des Buches Das Europa der Könige (ISBN: 9783499629136)
    Leonhard Horowski

    Das Europa der Könige

    (10)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Leonhard Horowski, Historiker und Anglist, schenkt den an Geschichte interessierten Lesern viele Stunden Lesegenuss. Vielleicht erschrecken einige über den Umfang des Werkes, das mit 1.120 Seiten und knapp 1,5 kg nicht unbedingt zu den Leichtgewichten zählt.

    In 20 Kapiteln, die unterschiedlich lang sind, stellt Horowski mit leichter Feder eine längst versunkene Welt, die allerdings Auswirkung auf das Heute hat, dar. Er erzählt über adelige Machtkonstellationen, die sich im Absolutismus im „Alleinherrschertum von Gottes Gnaden“ manifestieren. Zuvor ist die Königswürde mitunter ein labiles Gebilde aus mehr oder weniger einflussreichen Adelsgeschlechtern.

    Der Hof des Königs zieht die Adeligen an, wie das sprichwörtliche Licht die Motten. Es wird gemauschelt und gemordet. Man gibt keinen Vorteil auf, weiß über die Hofetikette genauestens Bescheid und kämpft erbittert, sollte einer gegen dieselbe verstoßen.

    Manchmal hat man das Gefühlt einen Roman und kein Sachbuch zu lesen, so farbenprächtig und leicht lässt sich das kolossale Werk lesen.

  7. Cover des Buches Der Hexenschöffe (ISBN: 9783499268007)
    Petra Schier

    Der Hexenschöffe

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Ganz Deutschland wird von Hexenjägern heimgesucht. Auch Rheinbach ist betroffen, denn auch dort ist eine Hexe „besagt“ worden. Herman Löher ist direkt betroffen, weil er als wohlhabender Kaufmann im Ort die Rolle eines Schöffen einnimmt.

    Meinung:

    Ein historischer Roman.

    Schon nach den ersten Seiten ist die Gesamtstimmung sehr dunkel, denn was diese Hexenprozesse und die anschließenden Verbrennungen auslösen ist offensichtlich. Die Hexenprozesse wurden ja damals mit scheinbaren Nadelproben eingeleitet, bei denen die Opfer nicht bluten, oder wenn dann nur, weil der Teufel verhindern will, dass man die Hexe als solche erkennt.

    Genau von dieser Widersprüchlichkeit ist der ganze Prozess geprägt. Außerdem führt die Folter schlussendlich immer zum gleichen Ergebnis, nur dass die Betroffenen anschließend noch mehr oder weniger wahllos Namen von Mithexen verraten. Als die Prozesse dann beendet sind, sind die Opfer so gebrochen, dass ihnen alles egal ist.

    Doch die „Besagung“ anderer Mithexen führt dann mehr oder weniger wahllos dazu, dass halbe Ortschaften zum Schluss betroffen sind. Herman jedenfalls kennt das Prozedere von früher und kann es auch diesmal nicht gutheißen. Doch als einzelner Schöffe kann er gegen die Ja-Sager der anderen Schöffen nichts ausrichten und zu heftig darf er auch nicht für die Hexen eintreten, da er sich damit als Hexenbeschützer outet.

    Die Nebenhandlung der Familie von Herman wird schnell von der Hexenjagd beschattet, sodass ich als Leser auch die Auswirkungen auf die Entwicklung und die emotionale Verfassung der restlichen Familienmitglieder mit durchleide.

    Genauso schlimm ist, dass viele diese Gelegenheit aus persönlichen Gründen nutzen, um ihre scheinbaren Gegner oder Widersacher aus dem Weg zu räumen und so nimmt diese Hexenjagd im fortgeschrittenen Stadium ungeahnte Ausmaße an.

    Fazit:

    Hochemotionale Auseinandersetzung mit einem der schlimmsten Irrwegen der deutschen Geschichte: fünf Sterne.

  8. Cover des Buches Die Lilien-Reihe: Das Herz der Lilie (ISBN: 9783551316349)
    Sandra Regnier

    Die Lilien-Reihe: Das Herz der Lilie

    (122)
    Aktuelle Rezension von: Magische_Buchwelt

    Meine Meinung:

    "Das Herz der Lilie" ist der Titel der gesamt Ausgabe der Lilien Dilogie von Sandra Regnier. 

    Sandra Regnier nimmt uns hier mit auf eine Zeitreise in das 17. Jahrhundert. An den königlichen Hof, des berühmten Sonnenkönig  Ludwig den XIV. 

    Die Handlung ist in der Erzähler Perspektive aus der Sicht der 17-Jährigen Julia geschrieben. 

    Die Schülerin wollte nur einen gemütlichen Ausritt im Wald unternehmen, als sie sich plötzlich in Frankreich der 17 jahrhunderts wieder findet. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll… 

    Ich konnte mich gut in Julia Etienne hineinversetzen, beide Charaktere machen im Verlauf der Reihe eine große Entwicklung durch. Sie werden beide vor viele Herausforderungen gestellt, denn bei Hofe gibt es hinter den Kulissen jede Menge Intrigen und Geheimnise. 

    Die Autorin hat offensichtlich sehr umfangreiche Recherchearbeit geleistet, denn Sie beschreibt das gesellschaftliche Leben, Etikette und Geflogenheiten, der Epoche detailliert und leicht verständlich, so dass man es sich gut vorstellen, und leicht in diese Romanwelt eintauchen kann. 

    Die knisternde Liebesgeschichte von Julia und Etienne sorgt für jede Menge Gefühlschaos, und entwickelt sich zart und authentisch. Sie gibt der Geschichte ihre Leichtigkeit, und sorgt zusammen mit den vielen Wendungen, dafür dass , sich der Spannungsbogen immer weiter aufbaut, und ich bis zum Ende Julia und Etienne mitfieberte.

    Fazit: Eine atmosphärische Zeitreise Romantasy, voller knisternder Romantik und mitreißende Wendungen. Die perfekte Lektüre für laue Sommernächte am Strand. 💕📚








  9. Cover des Buches Das Spinoza-Problem (ISBN: 9783442748778)
    Irvin D. Yalom

    Das Spinoza-Problem

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Als er schließlich von Franco keine Spur mehr erkennen konnte, trat Bento langsam von der Anlegestelle zurück und begab sich wieder in die Arme der Einsamkeit."

     

    Beiden Hauptfiguren, Bento de Espinosa und Alfred Rosenberg gesellt Irven D. Yalom einen fiktiven Freund hinzu, um die Charaktere der beiden Einzelgänger transparent werden zu lassen. 

     

    Genannter Franco stammt wie Spinozas Vorfahren aus Portugal. Wie viele andere Juden war seine Familie zum Katholizismus konvertiert. In Amsterdam hat er Schwierigkeiten mit dem Judentum und dessen dogmatischen Gesetzen. "Franco schloss die Augen. 'Ich dachte: Was ist der Unterschied zwischen diesem Spektakel und dem Spektakel - nein, ich will es geradeheraus sagen - und dem Unsinn, der während der katholischen Messe stattfand, die wir Neuchristen besuchen mussten.'"

     

    Der junge Spinoza erläutert ihm seine Ansichten. Die Thora, die Bibel sei von Menschen geschrieben, nach Mose gab es laut der Schrift keine Propheten mehr, der Mensch sei nicht nach dem Ebenbild Gottes geschaffen, es gebe keine Wunder und kein Leben nach dem Tod. 

     

    Gott und die Natur seien identisch, Gott also immanent. Er sei eine ewige Substanz, deren Eigenschaften konstant blieben. "Unter Substanz verstehe ich das, was in sich ist und durch sich begriffen wird, das heißt das, dessen Begriff, um gebildet werden zu können, den Begriff eines anderen Dinges nicht bedarf." (Die Ethik nach geometrischer Methode dargestellt)

     

    Als Religionslehrerin hatte ich mit Spinozas rationalen Ansichten ganz schön zu kämpfen. Aber gerade deshalb hat mir der Roman "Das Spinoza-Problem" so gut gefallen. 

    Natürlich war eine Aufklärung im 17. Jahrhundert und danach dringend notwendig war. Aber wie Franko am Ende feststellt, war Spinoza nicht so leidenschaftslos, wie gern wollte. 

     

    Im 21. Jahrhundert muss ich sagen, dass es mir gleich-gültig ist, ob Gott immanent oder transzendent ist. Wunder gibt es für die, die daran glauben. "Der Glaube versetzt Berge", sagt ein Sprichwort. Medizinisch könnte man auch vom Placebo-Effekt sprechen. Was das Leben nach dem Tod betrifft, gefällt mir immer noch Theodor Fontanes Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" am besten, in welchem auf dem Grab des Herrn ein Birnbaum wächst und den Vorübergehenden Birnen spendet, wie es der Lebende getan hatte. 

     

    Bei Franciskus van den Enden lernt Spinoza nach dem Hebräischen die alten Sprachen und deren Sprecher kennen. Besonders dankbar bin ich Yalom, dass er mich an Epikur erinnerte. "Für Epikur war ataraxia das einzig wahre Glück. Und wie erreichen wir es? Weder durch Platons Harmonie der Seele noch durch Aristoteles' Erlangen von Vernunft, sondern schlicht durch das Ausschalten von Sorge und Furcht." Die größte Angst sei die vor dem Tod. Epikurs Rezept dagegen: "Wo Leben ist, ist kein Tod, und wo Tod ist, ist kein Leben."

     

    "Die Arme der Einsamkeit" wählte sich Spinoza selbst, so Yalom. Er wusste, welche Folge die Verbreitung seiner Ansichten haben würde. Am 27. Juli 1656 wurde er von der Amsterdamer portugiesischen Synagoge mit dem Bann, Cherem ausgeschlossen.

     

    Nur zu Franko hat er in großen Abständen Kontakt, ein Überbleibsel an Heimat und Geborgenheit. Aber auch das verliert er am Ende, als Franco, der jetzt Rabbiner ist, in die Neue Welt aufbricht, um dort das Judentum zu verändern.

     

    Für Spinoza gibt es zwei Arten von Gemeinschaft, die "die sich aneinanderschmiegen, um einander zu wärmen und sich sicher zu fühlen, und den Menschen, denen eine aufgeklärte, freudige Sicht auf die Natur oder Gott gemeinsam ist."

    Um Letzteres zu erreichen, müsse er seine "eigene Identität abwerfen, das heißt meine Bindung an mich selbst - und alles vom absolut Adäquaten und der wahren Perspektive aus betrachten."

     

    "Was geschehen ist, ist, dass ich keinen Bedarf mehr an ihren Diensten habe, Herr Oberleutnant Pfister. Kehren Sie augenblicklich auf Ihren Posten nach Berlin zurück."

     

    Das sind die letzten Worte, die Alfred Rosenberg an seinen Freund, den Psychiater Friedrich Pfister richtet, nachdem er kurz zuvor von Hitler endlich die Anerkennung erhalten hat, nach der er sich sehnte.

     

    Auch Alfred Rosenberg ist ein Einzelgänger. Aber er hat dieses Schicksal nicht selbst gewählt, so Yalom in Übereinstimmung mit seiner Figur Friedrich Pfister. Seine Mutter starb zwei Monate nach seiner Geburt, sein Vater war krank und verschied, als Alfred elf Jahre alt war. Fortan waren es zwei Tanten, die sich um den Jungen kümmerten.

     

    Schuldgefühle am Tod der Mutter werden angesprochen und noch mehr die Suche nach einem Ersatzvater. Die Gefühle der Minderwertigkeit und Schuld werden auf die Juden und Bolschewisten übertragen. Im Autor Housten Stewart Chamberlein findet Rosenberg einen Vater, den er verehren kann.

     

    Nachdem er Russland und dem Baltikum den Rücken gekehrt hat, wird Dietrich Eckart, der Chefredakteur des Völkischen Beobachters zu seinem Mentor. Ihm folgt Adolf Hitler, der ihm einen Schreibtisch schenkt und später, nach dem gescheiterten Putsch am 9. November 1923, die Führung der NSADAP überträgt.

     

    Immer wieder lässt er sich von Hitler ködern, aber in den "inneren Zirkel" gelangt er erst, als er nach dem Krieg mit 21 anderen Größen der Nazi-Zeit auf der Anklagebank sitzt. Aber im Gegensatz zu ihnen widerrief Rosenberg niemals.

     

    Die erste Beschäftigung mit Spinoza wird vom Direktor und dem Deutschlehrer der Petri-Realschule in Reval erzwungen. Aber "Das Spinoza-Problem" lässt Rosenberg nicht mehr los, bis es ihn schließlich ins Spinoza-Museum nach Rijnsburg führt. Der ERR (Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg) räumt dann das Museum, ohne die beiden Jüdinnen im Spitzboden des Hauses zu bemerken. 

     

    "Der ERR hatte ein seltsames Interesse an Spinoza. Der Mitarbeiter Rosenbergs, der Nazi, der die Bibliothek auf seinen Befehl hin plünderte, hinterließ in seinem offiziellen Bericht einen vielsagenden Satz: 'Auch diese Bibliotheken ... enthalten ausserordentlich wertvolle frühe Werke, die zur Erforschung des Spinozaproblems (sic!) von besonderer Bedeutung sind'", bekam Yalom beim Besuch des Museums zu hören. Die Inspiration für seinen Roman.

     

    Mir hat das Innenleben Spinozas in den Augen Frankos viel besser gefallen, als die psychoanalytischen Deutungen von Friedrich Pfister. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich nicht glaube, dass die Welt nicht nur aus Ursache und Wirkung besteht. Viele Physiker, angefangen bei Marie Curie, würden das bestätigen. 

     

    Für die Dramaturgie und noch mehr für das Verständnis von Spinozas Philosophie war die Geschichte Alfred Rosenbergs unerlässlich.

     

    Ich verneige mich vor Irven D. Yalom und bedanke mich herzlich.

     

    V.S.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  10. Cover des Buches James Clavell: Shogun (ISBN: B004XBZXUO)

    James Clavell: Shogun

    (17)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    „Shogun" ist die Geschichte des englischen Navigators John Blackthorne, der im Jahr 1600 versucht, in das bis dato nur portugiesischen Kaufleuten bekannte Ostasien vorzudringen.  „Shogun" wird ungeachtet seiner 1100 Seiten niemals unübersichtlich oder gar langweilig. Die Handlung mag fiktiv sein, doch ist sie denk- und nachvollziehbar sowie eingebettet in einen relativ korrekten historischen Hintergrund. Die Hauptfiguren sind zumeist glaubwürdig, insbesondere die japanischen, welche Clavell in überzeugender Weise nach ihren eigenen oft unverständlichen Prinzipien agieren läßt. Leser und Hauptperson entdecken gemeinsam dieses exotische Land, was an Spannung nichts zu wüschen übrig läßt. Darüber hinaus begeht Blackthorne wegen seiner Unkenntnis der dortigen Kultur peinliche Fehler, die dem Ganzen eine komische Note geben (es soll nur gesagt werden, daß ihm erst beigebracht werden muß, sich regelmäßig zu waschen...). Die Todessehnsucht der Samurai erscheint des öfteren übertrieben und auch an Pathos spart Clavell gewiß nicht, aber der Lesespaß ist enorm.

  11. Cover des Buches Der Kaffeedieb (ISBN: 9783462050639)
    Tom Hillenbrand

    Der Kaffeedieb

    (115)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein interessanter historischer Roman mit vielen abenteuerlichen Szenen, aber hin und wieder gab es auch ein paar Längen. 

    Es geht um den Engländer Obediah Chalon, der mit einem gut ausgewähltem Team Kaffeepflanzen nach Europa holen möchte. Es ist das Jahr 1683 und die Reise ist nicht ganz ungefährlich... 💚 

    Ich habe das Hörbuch gehört; sehr gut gelesen von Hans Jürgen Stockerl. 

    30.04.2026

  12. Cover des Buches Vardo – Nach dem Sturm (ISBN: 9783453361058)
    Kiran Millwood Hargrave

    Vardo – Nach dem Sturm

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Eine kleine Insel ganz im Norden von Norwegen erlebt am Weihnachtsabend 1617 eine furchtbare Tragödie. Alle Männer der Insel Vardø kommen beim Fischfang durch einen schrecklichen Sturm um. Zurück bleiben Ehefrauen, Verlobte, Mütter und Kinder. Für diese beginnt nun ein schonungsloser Überlebenskampf, denn sie müssen nun Aufgaben übernehmen, die Frauen zum einen nicht gelernt haben, zum anderen aber auch nicht verrichten dürfen, da diese sich für Frauen nicht gehören. Doch was bleibt ihnen anderes übrig?!  Drei Jahre später betritt ein Mann die Insel, der als Kommissar dorthin beordert wurde und auf der Insel der Frauen nun für Ordnung sorgen soll. Dieser Mann ist streng gläubig und in seinem Herkunftsland Schottland hat er sich einen Namen als erfolgreicher „Hexenaufspürer“ gemacht.

    Kiran Millwood Hargrave wagt sich hier an ein schlimmes Thema der europäischen, aber im besonderen auch der norwegischen Geschichte, denn die Hexenverbrennungen haben dort in Massen stattgefunden. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht einer jungen Frau, Maren, die die Tragödie auf Vardø miterlebt und ihren Vater, Bruder und Verlobten verliert. Sie lernt mit den veränderten Umständen umzugehen und ihr Leben ohne Männer zu gestalten obwohl sie dabei immer noch versucht ist, sich an Regeln zu halten. Im Laufe der Zeit wird sie hierbei immer mutiger und nimmt immer mehr wahr, welche Missstände aber auch Abneigungen innerhalb des Dorfes und der Frauen herrschen. Als der Kommissar mit seiner jungen Frau Ursache auftaucht, wird das Leben sehr gefährlich, denn zum einen Beginnen die Frauen des Dorfes sich zum Teil bei diesem zu denunzieren, zum anderen freundet Maren sich mit Ursa intensiv an, eine Freundschaft, die nicht gerne gesehen wird.

    Zu Beginn hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit dem trockenen Schreibstil, mit dem ich zunächst warm werden musste. Später passte dieser Stil für mich allerdings sehr gut zu der Kargheit des Lebens so hoch im Norden und spiegelte diese gewissermaßen wieder. Nach kurzer Zeit fesselte mich das Geschehen des Romans, das sich langsam aber stetig aufbaut und für mich dann richtig spannend wurde.

    Für Leser*innen die Spaß an geschichtlichen Hintergründen haben ein absolut empfehlenswertes Buch. 

  13. Cover des Buches Flammenherz (ISBN: 9783943048421)
    Petra Röder

    Flammenherz

    (77)
    Aktuelle Rezension von: Edithleserin
    Das Buch hat mir gut gefallen, es ist flüssig geschrieben und spannend, manchmal ein wenig platt. Es erinnert phasenweise an Diana Gabaldons Bestseller. Daher ein Punkt Abzug.
  14. Cover des Buches Fire Girl - Gefährliche Suche (ISBN: 9783845816401)
    Matt Ralphs

    Fire Girl - Gefährliche Suche

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92

    Das Buch, " Fire Girl- Gefährliche Suche", von dem Autor Matt Ralphs, ist der erste Teil der Reihe.

    Das Buch handelt von Hazel Hooper. Sie wünscht sich, dass sich bei ihr ihre magischen Fähigkeiten entwickeln. Dies geschieht genau zu dem Zeitpunkt als ein Dämon ihre Mutter entführt. Hazel macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter, doch außerhalb der Lichtung gibt es Gefahren wie zum Beispiel Hexenjäger. Was wird Hazel auf ihrer Reise erleben und wird sie ihre Mutter finden ?

    Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben.

    Das Buch beginnt mit einem Prolog und endet mit einem Epilog. Die Geschichte ist in Kapiteln untergliedert.

     

    Mein Fazit:

    Die Spannung baut sich nur langsam auf. In der ersten Hälfte des Buches passiert meiner Meinung nach recht wenig. Im Buch sind keine romantischen Elemente enthalten. Ich persönlich brauche etwas mehr Liebe in der Story.  Ich fand die Charaktere jedoch sehr interessant und authentisch beschrieben. Hazel ist 13 Jahre alt . Ich würde die Reihe daher in dieser Altersgruppe empfehlen, wenn man Abenteuer, Magie und Hexen mag. Ich glaube ich bin einfach zu alt für die Story.

  15. Cover des Buches Der Schattenesser (ISBN: 9783981500127)
    Kai Meyer

    Der Schattenesser

    (79)
    Aktuelle Rezension von: Gwynny
    Der Mann Josef blickte aus der Dachluke der Altneu-Synagoge über die Giebel der Judenstadt und wartete, dass der Vogel Koreh zu ihm sprach. Der Mann Josef lauschte oft auf seine Stimme. Es war die einzige, die er hörte.
    Zitat aus „Der Schattenesser“ von Kai Meyer

    FAKTEN
    Das Buch „Der Schattenesser“ von Kai Meyer ist erstmals 1996 erschienen. 2017 gab es im Blitz Verlag eine limitierte und signierte Neuauflage von 333 Exemplaren als Hardcover. In meinem Besitz befindet sich Nr. 230.

    KURZMEINUNG
    Eine gelungene Interpretation der Baba-Jaga im Prag des 17. Jahrhunderts. Unheimlich, grausam, schockierend, anspruchsvoll.

    KLAPPENTEXT
    Prag im Dreißigjährigen Krieg: Söldner halten die Stadt besetzt, Raub und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters begegnet Sarai, Adeptin der Alchimie, einem unheimlichen Wesen, das den Menschen ihre Schatten und Seelen raubt. Eine fantastische Jagd durch das magische Prag beginnt.
    Aus Gassen und Hinterhöfen treten bizarre Gestalten ans Licht. Sarai begegnet dem Meister des Schattentheaters - dem unsterblichen Leander Nadeltanz - und Kaspar, der lebenden Kanonenkugel. Der Golem erwacht in seiner Gruft auf dem Speicher einer Synagoge. Ein verrückter Papiermacher schafft Knochenfrauen aus Pappmaché, und durch die Ruinen Böhmens reitet die Baba Jaga in ihrem Hexenhaus auf Hühnerbeinen.
    Inmitten ausbrechender Pest und blutiger Pogrome nimmt Sarai den Kampf gegen den Schattenesser auf - und muss erkennen, dass ihr der wahre Blick in den Abgrund von Mythos und Wahn erst noch bevorsteht.

    SCHREIBSTIL/ CHARAKTERE
    Mein erstes Buch von diesem, doch sehr bekannten, Autoren. Und was soll ich sagen? Er ist meiner Meinung nach zurecht so beliebt wegen seiner Schreibkunst.

    Diese Geschichte ist einfach viel mehr, als ich mir erhofft hatte. Ich liebe die Mythen und Märchen rund um Baba Jaga – nicht alle sind fröhlicher Natur. Und das Cover zusammen mit dem Hinweis auf diese „Hexe“ hat mich schnell dazu bewogen, das Buch zu bestellen.

    Erwartet habe ich fast eine Art Märchenadaption, nur düsterer. So ähnlich vielleicht wie bei Daniela Winterelds „Der geheime Name“. Aber mitnichten!

    Wir haben hier eine ganz eigenständige Geschichte, in der die Baba-Jaga eine, für mich neue, Rolle einnimmt. Oft ist man sich nicht sicher, ob die Charaktere nur an Einbildungen leiden, oder ob das alles Wirklichkeit für sie ist. Fast zum Schluss wurde ich dann von Kai Meyer noch auf einen Irrweg geschickt – ich war kurz enttäuscht und dachte, der gruselige und schockierende Faktor hätte sich in Wohlgefallen aufgelöst. Doch er hat mir ein Schnippchen geschlagen – es kam dann doch unerwartet anders. ;)

    Der Autor hat mich auf eine zum Teil grausame, unheimliche und verwirrende Reise in das Prag des 17. Jahrhunderts geschickt. Und sie hat mich in ihren Bann gezogen. Die Charaktere sind greifbar, die Atmosphäre versetzt mich in die Judenstadt – mitten zwischen die Pestopfer. Ob ich mich beim Lesen wohlgefühlt habe? Sicher nicht immer – und ich denke, genau das hat Kai Meyer aber auch beabsichtigt.

    Was ich unbedingt noch erwähnen möchte, ist wie wortgewaltig der Autor diese Geschichte zu Papier gebracht hat. Es ist eine durchaus anspruchsvolle Lektüre, bei der ich mich während des Lesens mal wieder konzentrieren musste. Für mich bedeutet das in diesem Fall höchste Qualität :)

    MEIN FAZIT
    Mein erstes Buch von Kai Meyer und ich bin wirklich begeistert. Das Buch hat mich positiv überrascht und mir mehr geschenkt, als ich gehofft hatte. Wer gern ein wenig Geschichte mit Fantastik liest ist hier sicher auf dem richtigen Weg. Es ist aber auch ernst, unheimlich, schockierend und schön. Sicher nicht mein letztes Buch von Kai Meyer!

    MEINE BEWERTUNG
    Hier gibt es 5 von 5 Zahnrädchen.
    ©Teja Ciolczyk, 18.10.2017
  16. Cover des Buches Hinter den Augen der Welt (ISBN: 9783896562524)
    Tess Schirmer

    Hinter den Augen der Welt

    (22)
    Aktuelle Rezension von: YH110BY
    Mary Grosvenor lebt mit ihrer Familie in England im Jahre 1700. Ihr Vater ist ein Baronet und so ist es Mary gewohnt, sich wie eine Adelige zu verhalten und zu benehmen. Eines Tages trifft sie auf den Stallknecht Fynn. Er fällt ihr auf, weil er der einzige der Knechte ist, der kein Französisch spricht und doch in ihrer Familie sehr viel Wert darauf gelegt wird. Er behandelt sie anders als die anderen Knechte und ist ihr gegenüber immer sehr kurz angebunden und abweisend. Doch gerade diese Art bringt sie dazu, sich in ihn zu verlieben. Doch nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass Fynn ein Mädchen ist und einige Geheimnisse mit sich herumträgt. Doch das schreckt Mary nicht ab und die beiden haben ein heimliches Verhältnis miteinander, das jedoch bald entdeckt wird. Fynn wird darauf als Hexe verschrieen und wird vor die Inquisition gestellt. Das Lesen dieses historischen Romanes ist mir sehr schwer gefallen. Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig, darunter auch die französchischen Überschriften der Kapitel und manchmal auch bruchstückhafte Unterhaltungen auf Französisch. Die deutsche Übersetzung war zwar am Ende des Romans zu finden, jedoch war das Blättern mir oft sehr lästig. Leider konnte das Buch mich nicht richtig in seinen Bann ziehen und ich musste mich wirklich hindurchquälen. Die Grundidee an sich war zwar mal etwas ganz anderes, doch die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.
  17. Cover des Buches Land im Sturm (ISBN: 9783404179732)
    Ulf Schiewe

    Land im Sturm

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    „Land im Sturm“ ist eine wirklich ausgedehnte Geschichtsreise. Vom Zehnten bis hinein ins neunzehnte Jahrhundert werden verschiedene Familien vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse beleuchtet.

     

    Mit „Land Im Sturm“ hat sich Ulf Schiewe ein wahres Mammutprojekt vorgenommen. 900 Jahre Geschichte auf knapp ebenso vielen Seiten, das ist eine klare Ansage. Natürlich kann man hier nicht jedes Jahr behandeln, stattdessen wurden sich fünf Jahre herausgegriffen und episodenartig aneinandergereiht. In jedem dieser Teile stehen eine Familiensituation bzw. eine Situation eines Paares im Vordergrund, hinzu wird das Ganze mit wirklich gut recherchierten und detailliert beschriebenen geschichtlichen Hintergründen angereichert.

    Das Unterteilen des Buches in einzelne Abschnitte ist einerseits vorteilhaft, denn theoretisch kann man dann „Land Im Sturm“ dementsprechend einteilen, was vielleicht hilfreich für diejenigen ist, die vom Umfang des Romans abgeschreckt sind. Andererseits bietet dieses Vorgehen auch Raum zur Kritik. Mir kam es nämlich oft so vor, dass ich aus einer Epoche herausgeworfen wurde, nur, um in die nächste geworfen zu werden. Zwar hat sich Ulf Schiewe bemüht, durch konsequent gleiche Namen der Hauptcharaktere durch die einzelnen Teile hinweg so etwas wie Konsistenz zu schaffen, dennoch sind die Übergänge lose bis praktisch nicht vorhanden.

    Zudem bemerkte ich in der Mitte des Romans ein leichtes Absteigen der Handlung. Gerade im dritten Teil war für mich die Handlung etwas zäher als in den anderen Teilen, bei denen praktisch ständig etwas passiert.

     

    So ist „Land Im Sturm“ ein wunderbarer Historischer Roman für diejenigen, die mal Geschichte im Schnelldurchlauf erleben wollen. Die eher episodenartige Erzählweise sollte einen dabei jedoch nicht abschrecken.

  18. Cover des Buches 1001 Gemälde (ISBN: 9783283011727)
  19. Cover des Buches Die Schwester der Zuckermacherin (ISBN: 9783833350184)
    Mary Hooper

    Die Schwester der Zuckermacherin

    (278)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Authentische Darstellung Londons und seiner Bürger im 17. Jahrhundert. Es fiel mir durch die detailreiche Erzählung der Autorin sehr leicht, mich unmittelbar im Geschehen begriffen zu fühlen. Ich konnte Londons Straßen unter mir spüren, den Gestank riechen und die Angst fühlen, die die Bürger immer mehr einnimmt, als die Pest sich ausbreitet und jede Woche Tausende von ihnen umbringt.



  20. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

    (159)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die Handlung kann man anhand der Kurzinfo erhaschen. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch spielt in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts zu Zeiten der schlimmsten Hexenverfolgung. Die Aurorin hat diese Zeit hervorragend eingefangen und kann sie dem Leser sehr plastisch vor Augen führen.Die Schicksale der menschen die in dieser Zeit unter fürchterlichen Ängsten leben mussten, sind sehr gut dargestellt worden.Aber auch die Seite der "Täter2 wurde eindrucksvoll eingefangen. 

    Der Schreibstil ist sehr gut und wird aufgelockert durch Protokolle, Briefe und auch noch durch die Erinnerungen einer Nonne, die ca. 20 Jahre nach den Ereignissen ihre Erinnerungen verfasst. Ein sehr bemerkenswerten Kniff, der dem Buch sehr gut getan hat.

    Die Figuren sind sehr gut und plastisch gezeichnet und man konnte sich gut damit identifizieren. Sie wirkten lebendig mit all ihren Nöten, Ängsten und Träumen und ihrer Charistika. 

    Ein toller Roman der Lust auf weitere Bücher der Autorin macht.

  21. Cover des Buches Die Magie der kleinen Dinge (ISBN: 9783734103070)
    Jessie Burton

    Die Magie der kleinen Dinge

    (156)
    Aktuelle Rezension von: Phoebe_Phoenix

    Eine Katastrophe dieses Buch! Homosexueller sexsüchtiger Bursche der zur Tarnung ein Naivchen vom Lande heiratet und mit seiner Faulheit und Promiskuität die Familie in den Ruin stürzt!!!!


    Mir ist zu diesem Buch wenn man das Buch nennen kann nicht zu sagen! 0 Sterne!


    Ich habe nichts gegen alle Gender-Richtungen dieser Welt. Jedem Tierchen sein Pläsierchen aber diese Geschichte ist einfach literarischer Müll und trifft alle Klischees.


    Schade, dass daraus noch eine Serie bzw einen Film gemacht wurde.

  22. Cover des Buches Der Blackthorn-Code – Die schwarze Gefahr (ISBN: 9783423718035)
    Kevin Sands

    Der Blackthorn-Code – Die schwarze Gefahr

    (53)
    Aktuelle Rezension von: Steffen90

    Im zweiten Buch der Reihe, gehen Christopher Rowen und sein Freund Tom wieder auf ein Abenteuer der besonderen Art. In London ist die Pest ausgebrochen und Christopher versucht ein Gegenmittel zu finden. Dies gelingt ihm eher schlecht und sein Experiment geht ach hinten los. Als auch noch ein Prophet und ein Arzt, welcher anscheinend ein Heilmittel hat, in die Stadt kommen, nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Christopher, Tom und Sally müssen zusammen das Böse aufhalten und somit die Stadt retten. Wie ihnen dabei Dr. Parett hilft und was genau die Schurkereien sind, welche in der Stadt vor sich gehen, kannst du im Buch Der Blackthorn Code die schwarze Gefahr nachlesen.

     

    Kavin Sands ist es mal wieder gelungen ein spannendes Abenteuer für Christopher und seine Freunde zu schreiben. Ich finde wie schon im ersten Teil, das die Charaktere sehr gut beschrieben sind und auch sonnst er die Details sehr gut beschreibt. Auch der Schreibstil fesselt einen direkt in der Geschichte und lässt den Leser immer wieder verblüffen. Dadurch entstehen immer wieder gute Spannungsbögen, welche das Lesen zu einem Vergnügen macht. Das Buchcover ist wieder passend gewählt und schließt sich dem vorherigen an. Ein gelungenes Buch welchen den Leser in die Jahre der Pest zurück holte und dort gefangen hält, bis das Abenteuer bestanden ist.

     

     

    Ich finde Der Blackthorn Code Die schwarze Gefahr ein wunderschönes und lesenswertes Buch. Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, in die Zeit und die Abenteuer mit Christopher, Tom und Sally einzutauchen. Es bleibt immer spannend und oft nimmt das Buch eine andere Wendung wie man denkt, was es noch spannender macht und noch mehr Lese Spaß bereitet. Ein Buch für Jung und alt die gerne mit einem Apothekerlehrling auf Abenteuerreise gehen wollen.

  23. Cover des Buches Schwarzrock (ISBN: 9783257246483)
    Brian Moore

    Schwarzrock

    (22)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    1635 bricht Paul Laforgue, ein französischer Jesuitenpater zu einer abenteuerlichen Reise von Quebec nach Westen auf, sein Ziel bei einer Missionstation im Landesinneren nach dem Rechten zu sehen. Der dort stationierte Jesuitenpater soll schwer erkrankt sei und es geht das Gerücht dass Mord und Gewalt an den Gottesmännern verübt wurde.

    Auf seiner Reise auf dem Sankt-Lorenz-Strom begleitet ihn Daniel, ein junger Franzose und eine Gruppe Algonkin-Indianer. Durch Feindesland gehts, sie werden beobachtet von kriegerischen Irokesen.

    Zwei völlig verschiedene Kulturen prallen aufeinander, die Algonkin die ein freizügiges Leben führen, ein mitleidloses Leben, die sich von Träumen leiten lassen, "der grossen Manitu", brutale Bräuche sind an der Tagesordnung. Die Frauen werden wenn sie alt sind und nur noch eine Last sind einfach vertrieben, vergessen.

    Anders die Jesuitenpater, "Schwarzröcke" - so werden sie genannt in Ihren schwarzen Gewändern - sie betreiben einen "Wasserzauber" (Taufe) und scheinen die Macht über alles zu haben.

    Die Jesuiten ertragen das Leiden im Leben als Hoffnung auf eine Erlösung im Jenseits.

    Die Algonkin hingegen leben jetzt, das Jenseits ist für sie das Dunkel.

    Zwei Welten treffen aufeinander.

    Schonungsloser, recht brutaler Abenteuerroman.

    Lesenswert!

  24. Cover des Buches Das Pesttuch (ISBN: 9783442773640)
    Geraldine Brooks

    Das Pesttuch

    (116)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie



    Das ist ein ganz großartiger historischer Roman nach wahren Begebenheiten!


    Eine Frau gegen den Schwarzen Tod. Als in einem kleinen Dorf im Norden Englands die Pest ausbricht, übernehmen Angst, Hysterie und Hexenwahn die Herrschaft. Der Schwarze Tod wütet unerbittlich. Die Dorfbewohner haben dem Pfarrer gelobt, den Ort nicht zu verlassen, ehe nicht die Seuche besiegt ist. Mehr als einmal sind sie kurz davor, einander gegenseitig zu meucheln. Die junge Witwe Anna Frith beweist in dieser schlimmen Zeit Mut, sie schenkt Leben und findet Liebe und privates Glück. Eines Tages hat das Grauen ein Ende. Aber Anna Frith steht die schwerste Prüfung noch bevor ...


    Mir gefällt die Schreibart von Geraldine Brooks sehr gut,  das Buch strahlt eine Ruhe aus beim Lesen!

    Erzählt wird die Geschichte in einer modernen Sprache, doch man merkt gleich, dass man im 17. Jahrhundert steckt! 

    Anna Frith ist eine bewundernswerte Protagonistin und aus ihrer Sicht wird die Geschichte über das „Pestdorf“ erzählt!


    Mir hat diese Roman sehr gut gefallen und ich hab schon weitere Bücher der Autorin auf meinem Wunschzettel!


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