Bücher mit dem Tag "1899"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "1899" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Unter dem Südseemond (ISBN: 9783453411531)
    Regina Gärtner

    Unter dem Südseemond

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Keltica
    Unter dem Südseemond


    Inhalt:
    Köln/Samoa 1899: Vom Vater gedrängt heiratet Alma den älteren Hermann, Leiter einer Kolonialhandelsgesellschaft, und begleitet ihn in die Südsee. Für Alma bedeutet es das Ende ihrer Welt – in jeder Hinsicht. Sie muss sich an das unkonventionelle Leben in der Kolonie und die Riten ihrer exotischen Einwohner gewöhnen und sich als Frau behaupten. In dem australischen Seemann Joshua findet Alma ihre große Liebe, aber sie ist verheiratet. Doch nicht nur das macht ihr das Herz schwer, denn es wird immer deutlicher, dass ein bedrohliches Geheimnis über ihrer Familie liegt.

    Fazit:
    Dieser Roman ist der erste von zwei Teilen.
    Wer sich zu einem historischen und romantischen Abenteuer in die Südsee begeben möchte, findet hier genau die richtige Unterhaltung. Die Autorin hat es geschafft, mich von Anfang an, an das Buch zu fesseln. Die Beschreibung der Menschen und der Landschaft und ihren Schicksalen, lässt keine Langeweile aufkommen. Ganz nebenbei erfährt man auch noch geschichtliches aus der Kolonialzeit.
    Ich habe mit Alma gelitten und gebangt und manchmal auch gedacht: “Das darf doch nicht wahr sein!“
    Die überraschenden Wendungen in der Geschichte sorgen dafür, dass der Spannungsbogen immer schön erhalten bleibt.
    Den zweiten Band über Alma und Joshua werde ich mir auf jeden Fall auch noch holen.  Er heißt:  Der Glanz von Südseemuscheln

    Über die Autorin:
    Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Pressereferentin, Werbefachfrau und PR-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.

    Gemeinsam mit ihrem Mann lebt Regina Gärtner in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist. Von der pazifischen Region ist sie aber besonders angetan.
  2. Cover des Buches Die Tränen der Maori-Göttin (ISBN: 9783404169009)
    Sarah Lark

    Die Tränen der Maori-Göttin

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Kevin Drury, Sohn von Michael und Lizzie, sieht gut aus und ist erfolgreicher Arzt. Auch über mangelndes Interesse von weiblichen Bekanntschaften kann er sich überhaupt nicht beklagen! Kurz bevor das Buch beginnt hat er die wunderschöne, exotische Juliett LaBree kennen gelernt. Heiraten möchte er sie jedoch nicht, sondern sieht in ihr vor allem ein Spiel. Doch Juliett ist mittellos und ist bereit, schwanger zu werden (obwohl ein Kind nicht unbedingt in ihrem Lebensplan auftaucht), um Kevin an sich zu binden. Als sie tatsächlich schwanger wird, bekommt Kevin Panik und meldet sich als Stabsarzt für den Krieg, den England gegen die Buren in Südafrika begonnen hat.

    Zur selben Zeit beginnen Kevins Nichte Atamarie und deren beste Freundin Roberta ihr Studium. Roberta wird Lehrerin, Atamarie wagt es, sich als einzige Frau für Ingenieurwissenschaften einzuschreiben. Denn ihr Traum ist es, zu fliegen!

    Auf einer Exkursion begegnet sie Richard Pearse (eine reale Person), in den sie sich verliebt. Stundenlang können die beiden über technische Einzelheiten reden, aber Atamarie weiß nicht, ob Richards Interesse über die Wissenschaft hinaus geht.

    Roberta hingegen kann Kevin Drury nicht vergessen, für den sie seit ihrer Kindheit schwärmt. Sie entschließt sich, nach ihrem Studium, ebnfalls nach Südafrika zu gehen, um Kevins Herz zu erobern. Doch in der Zwischenzeit hat dieser im Krieg die Burin Doortje kennen gelernt. Und gegen besseren Willen hat er sich in die Feindin verliebt...

    Wer schon häufiger Romane von Sarah Lark gelesen hat, weiß, dass ihre Bücher (so wie auch dieses) aus Perspektiven der verschiedenen Protagonisten erzählt wird. Vieles geschieht parallel, aber ich hatte nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Da ich bereits die ersten beiden Teile der Trilogie gelesen hatte, kannte ich auch viele der Figuren und die komplizierten Verwandschaftsverhältnisse. Ansonsten ist aber auch ein Stammbaum vorne im Buch eingezeichnet. 

    Das Buch hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen! Die Figuren sind sehr authentisch und die Seiten fliegen nur so dahin. Dabei wird, wie so häufig, auch von schlechten Lebensbedingungen wie im Krieg und im Konzentrationslager geschrieben. Von dem Burenkrieg hatte ich vorher noch nicht gehört und habe viel gelernt. Gleichzeitig ist das Buch aber nie belehrend, sondern zeigt ganz wunderbar eine andere Zeit. Klare Leseempfehlung!

  3. Cover des Buches WIE SCHATTEN ÜBER TOTEM LAND (ISBN: 9783958352773)
    S. Craig Zahler

    WIE SCHATTEN ÜBER TOTEM LAND

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Janko-Unchained

    S. Craig Zahler - Wie Schatten über Totem Land 

    (Luzifer Verlag)

    - Skorpione zum Frühstück -

    Im Sommer des Jahres 1902 durchlebt der Gentleman Nathaniel Stromler die Tristesse des unerreichbaren amerikanischen Traums. Er ist ein gutaussehender, gebildeter, 26 Jahre alter Mann aus Michigan, der ein Hotel im New-Mexiko-Territorium baut, das seine Ersparnisse auffrisst und ihm nichts als Unglück einbringt. Als ihm seine 24-jährige Verlobte Kathleen O'Corley eröffnet, dass sein Onkel offensichtlich investitionswillige Geschäftspartner an Land gezogen hat, die die Fertigstellung des Hotels nach über einem Jahr Baustopp vorantreiben könnten, ist Nathaniel zunächst skeptisch. Sehr zum Leidwesen seiner Verlobten hat Nathaniel nämlich kurz zuvor einer neuen, fragwürdigen Anstellung mit geradezu auffällig lukrativer Bezahlung zugestimmt. Es werden die Dienste eines Gentlemans mit schicker Kleidung benötigt, der tagelang reiten kann und fließend Spanisch spricht. Er soll helfen, die beiden entführten Schwestern seiner Auftraggeber zu finden, deren Spuren deutlich in das angrenzende Mexiko deuten. Und so fällt eine illustre Truppe aus unterschiedlichen Charakteren, wie dem Dandy Nathaniel Stromler, dem riesenhaften Revolvermann Long Clay, dem untersetzten Schwarzen Patch-Up, dem muskulösen Indianer Deep Lakes, den beiden Plugford Brüdern Brent und Stevie, ihrem unmenschlich verhärmten, ebenfalls riesigen Vater John Lawrence Plugford, sowie einem Gefangenen in einer Kiste in das nordamerikanische Nachbarland ein. Dass dieses bunt zusammengewürfelte Kollektiv eine holprige, nicht vorhersehbare, dafür umso blutigere Spur hinter sich herziehen wird, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Und während Nathaniel Stromler noch mit seinen Recherchen in zwielichtigen Kneipen und Freudenhäusern beschäftigt ist, ziehen die restlichen Männer, die kaum unterschiedlicher sein könnten, auf der Suche nach den beiden jungen Frauen plündernd, brandschatzend und mordend durch den grenznahen Raum Mexikos.

     Der preisgekrönte, 1973 in Florida geborene Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann und Musiker S. Craig Zahler, ist ein geduldiger Erzähler, der einen rauen, ungeschönten Unterton in seine tiefgehende, leicht gehobene, oftmals vergleichende Rhetorik legt. Der Regisseur von "Bone Tomahawk", "Brawl In Cellblock 99", sowie "Dragged Accross Concrete" stimmt ein, in den metaphorischen und mystischen Gesang eines schonungslosen Gewaltexzesses aus Blut, Sex, Folter, abgerissenen Gliedmaßen, Mord und Totschlag. 

     

    - Im einzigen Auge des Mannes wurde die Sonnenkugel auf einen glänzenden Nadelstich reduziert. -

     

    "Wie Schatten über Totem Land" ist ein brutaler, dreckiger, verruchter Western Thriller und ein bösartiges Martyrium voller unmenschlicher Unterdrückung, Misshandlung und roher Gewalt, welches in einem rücksichtslosen, grobschlächtigen und skrupellosen Landstrich zwischen Amerika und Mexiko, am Wendepunkt vom 19. zum 20. Jahrhundert angesiedelt ist. Man atmet den Staub der mexikanischen Mesa, fühlt die brodelnde Hitze, schmeckt das Blut der Verwundeten und riecht den Gestank der Toten.

    - Vamos al Catacumbas -

    Bei seinen Recherchen bringt der Dandy in Erfahrung, dass sich zwei gefangene Mädchen an einem Ort befinden, den die Einheimischen "Catacumbas" nennen. Nathaniel Stromler lässt sich gemeinsam mit ein paar reichen Mexikanern von einem Kutscher an besagten Ort bringen. Während sich der Revolvermann Long Clay darum bemüht, alle Spuren, die Stromler bei seinen Recherchen hinterlassen hat, restlos zu beseitigen, verfolgt Deep Lakes in sicherer Entfernung die Kutsche mit dem Dandy. Als selbige Las Catacumbas erreicht, ist Nathaniel Stromler davon überzeugt, dass es mehr braucht, als die Plugfords, einen ehemaligen Sklaven, einen geschickten Ureinwohner und den riesenhaften Revolverhelden Long Clay, um die beiden entführten Mädchen von diesem unsäglichen Ort des Grauens zu befreien. Einen Ort, den der Dandy besser nie betreten hätte...

     Der leidenschaftliche Heavy Metal Fan S. Craig Zahler erzählt seinen grausamen und kompromisslosen Roman aus der Perspektive des Lesers als Beobachter. Nicht zuletzt dadurch kann man sich gut in die Angst und die Aufregung hineinversetzen, die Nathaniel Stromlers Auftrag mit sich bringt. Zahler geht die Dinge langsam an und baut seine subtile Spannung Schritt für Schritt auf. Das hat zwar zur Folge, dass der unkonventionelle Western recht langsam Fahrt aufnimmt, dafür lohnt es sich für den Leser umso mehr, sich in die jeweilige Position von Zahlers Personal hineinzuversetzen und die Geschichte gemeinsam mit den gut gezeichneten Charakteren mitzugehen. Die Skizzierung der Protagonisten ist durchaus gelungen, wenn sie auch zum Teil ein wenig überzogen wirkt. Der US-amerikanische Allrounder bedient sich hierbei dem fremdartig wirkenden, mysteriös gehaltenen Sprachgewand der vorletzten Jahrhundertwende. Zahler erschuf mit "Wie Schatten über Totem Land" eine bestürzende, leidenschaftliche Erzählung, welche die extreme Brutalität ungeschönt und bisweilen auch recht explizite dargestellt, aber nicht auf Teufel komm raus bis ins kleinste Detail seziert. Daraus entwickelt sich eine bedrohliche bis teuflisch böse Atmosphäre, die an Gewalt und Brutalität kaum noch zu überbieten ist. Vitalität, Dynamik und Brutalität steigern sich mit jeder umgeblätterten Seite. Das Lokalkolorit ist einfach gehalten und in jedem Fall ausreichend dargestellt. Front und Rear-Cover, welches von Michael Schubert kreiert wurde, spiegelt die Ödnis und die Erbarmungslosigkeit eines verzweifelten Gefechts an der Grenze zu einem sterbenden Mexiko zwar recht schlicht, dafür aber umso präziser wider. Die explosive, vor Spannung berstende Story "Wie Schatten über Totem Land" ist somit geradezu eine Empfehlung für die Kinoleinwand des modernen und wieder erstarkten Western.


    (Janko)

    https://www.scraigzahler.com/
     https://www.facebook.com/SCraigZahler


    Brutalität/Gewalt: 92/100
    Spannung: 89/100
    Action: 88/100
    Unterhaltung: 92/100
    Anspruch: 34/100
    Humor: 6/100
    Sex/Obszönität: 32/100

     LACK OF LIES - Wertung: 89/100 

     

    "Wie Schatten über Totem Land" beim Luzifer Verlag: https://luzifer-verlag.de/titel/196

    S. Craig Zahler - Wie Schatten über Totem Land
    Luzifer Verlag
    Brutaler Western Thriller
    ISBN-13: 978-3-95835-277-3
    424 Seiten
    Taschenbuch (broschiert)
    Originaltitel: Wraiths Of The Broken Land
    13,95 Euro
     Erscheinungsdatum: 15.12.2017

    Leseprobe: https://luzifer-verlag.de/leseprobe/196

     

  4. Cover des Buches Grandhotel Angst (ISBN: 9783844525649)
    Emma Garnier

    Grandhotel Angst

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista
    Das beschauliche Bordighera im März des Jahres 1899. Die junge Nell ist frisch verheiratet und fährt mit ihrem Mann Oliver nach Italien in die Flitterwochen. Begeistert ist sie von der Umgebung und dem eindrucksvollen Hotel.

    Doch die ersten Zweifel kommen ihr, weil ihr Mann von allen erkannt wird. Hat er ihr etwas verheimlicht? Oliver zerstreut schnell ihre Ängste durch eine logische Erklärung. Doch an dem gemütlichen Abend im Restaurant kommt es zu einer unschönen Begegnung mit einem Mann.

    Kurz darauf gibt es einen Mord im Hotel. Dazu machen Nell Legenden über das Haus wahnsinnige Angst. Sie will einfach nur noch nach Hause. Doch Oliver vertröstet sie nur und sie bleiben weiter vor Ort. Nell wird indessen immer panischer.

    „Grandhotel Angst“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Emma Garnier.

    Ich durfte das Buch als Hörbuch genießen. Die Sprecherin Julia Nachtmann hat ihre Arbeit wirklich gut gemacht. Ihrer Stimme habe ich gerne gelauscht.

    Die Story selbst empfand ich ziemlich zäh. Es hat gut dreiviertel des Buches gebraucht, bis es wirklich einigermaßen spannend wurde. Für eine gute Geschichte dauerte mir das zu lange. Die Idee der Story an sich war wirklich gut, doch an der Ausführung haperte es.

    Ganz schlecht ist das Buch als Hörbuch zu hören. Ich hatte das Buch auf meinem I-Pod und konnte daher weder auf dem Cover nachsehen, noch irgendwie blättern. Die Geschichte springt ständig zwischen den Tagen hin und her. Ich fand das sehr nervig und fragte mich, warum man die Geschichte nicht in einer Linie erzählen konnte, vor allem, wenn man noch ein Hörbuch daraus machen wollte.

    Nell ist für mich eine recht unglaubwürdige Person. Am Anfang benimmt sie sich wie eine Frau von 1899. Naiv, zurückhaltend, und verfallen in den mystischen Legenden des Hotels. Das war stellenweise recht nervend, für mich war es jedoch sehr schlüssig und mir hat es so gefallen. Jedoch ändert sich ihre Persönlichkeit von einem auf den anderen Tag. Da wird aus dem Naivchen eine toughe Denkerin. Sehr unglaubwürdig, wie ich finde.

    Die zweite Liebesgeschichte hätte man auch besser weg gelassen. Ich fand sie absolut unnötig. Zumal ich da auch einige Punkte nicht verstanden habe, aber das würde zu sehr spoilern.

    Die Auflösung der Geschichte am Ende ging mir einfach zu flott. Hätte die Autorin mehr Energie auf diesen geheimnisvollen Fall und seine Verwicklungen gelegt, anstatt auf eine zweite Liebesgeschichte, wäre das Buch wesentlich besser geworden.

    Ich vergebe hier drei gutgemeinte Sterne, weil mir die Geschichte im Grundprinzip gefallen hat. Es war zum Ende hin doch ein interessantes hin und her, wer, wieso, warum, weshalb und wie. Das Buch hätte wirklich spannend werden können, hätte die Autorin auf die Richtigen Punkte gesetzt. 
  5. Cover des Buches Die Schattenritter - Kuss der Dunkelheit (ISBN: 9783426502327)
    Kathryn Smith

    Die Schattenritter - Kuss der Dunkelheit

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Boleynhistoric
    Jahrhunderte nach dem Tod seiner Frau kann der Vampir Bishop ihren Verlust noch nicht verarbeiten und besucht ihr Grab in Rumänien, doch dort erwartet ihn eine Vampirjägerin namens Marika, die ihn gefangen nimmt. Sie ist eine bezaubernde junge Frau, doch wenn er könnte, würde er sie umbringen. Tagelang lässt sie ihn ohne Blut in diesem muffigen Keller liegen, gepeinigt von Silber und fragt ihn nach Saint aus. Saint war ein alter Freund und einer der Schattenritter und wie sich später für ihn herausstellt, ihr Erzeuger. Marika hasst Vampire über alles, doch bei Bishop bekommt sie andere Gefühle, Gefühle die ihr fremd sind. Ihr Auftraggeber verlangt die Aushändigung von Bishop, doch nach all der Zeit in der sich die beiden kennengelernt haben, kann sie ihn nicht einfach ausliefern und lässt ihn laufen. Marika wird oftmals von ihm gerettet und kann sich ihrer Gefühle nicht mehr wehren und die beiden verlieben sich ineinander. Ihre Freunde und Vampirjäger Gehilfen stellen sich gegen sie und wollen sie töten, doch Bishop beschützt sie und ihre Liebe wird immer größer. Ein geheimnisvoller Orden macht ihnen das Leben schwer und will alle Vampire und auch Marika gefangen nehmen, doch das Schicksal hält etwas anderes bereit.

    Kuss der Dunkelheit ist der zweite Teil der Schattenritter Reihe und gut gelungen. Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben und hat einfach das gewisse Etwas.

    Mir hat allerdings der erste Band besser gefallen und deshalb gebe ich nur 4 Sterne.
  6. Cover des Buches Der Tod bleibt zu Gast (Ein Fall für die Countess of Harleigh-Reihe 3) (ISBN: B09JZX19V9)
    Dianne Freeman

    Der Tod bleibt zu Gast (Ein Fall für die Countess of Harleigh-Reihe 3)

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Babs007

    Der Tod bleibt zu Gast (Ein Fall für die Countess of Harleigh-Reihe 3) von Dianne Freeman

    Frances Wynn, die verwitwete Countess of Harleigh bereitet die bevorstehende Hochzeit ihrer Schwester vor. Risings, das Familienanwesen von George Hazleton in Hampshire hat sie als den idealen Ort für die Hochzeit erkoren. Bedrohung geht nicht nur vor der baldigen Ankunft ihrer Mutter aus, nein plötzlich passieren mysteriöse Unfälle aber lest am besten selbst was sich ereignet. Flüssiger, leicht zu lesender Schreibstil. Die Protagonisten werden gut beschrieben, man kann ihre Handlungen, Beweggründe und Emotionen gut nach voll ziehen. Sie werden umso authentischer da sie auch ihre Ecken und Kanten haben. Die Handlungsorte und deren Umgebung wurden gut beschrieben, man hat das Gefühl man ist vor Ort. Ein Buch das mir einige tolle unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Freue mich schon jetzt auf das nächste Buch von Dianne Freeman.

  7. Cover des Buches Das Herz der Finsternis (ISBN: 9783943889802)
    Joseph Conrad

    Das Herz der Finsternis

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Die volle Buchbesprechung gibt's in unserem Podcast:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-exid6-f399f7

    Vorsicht, Spoiler!

  8. Cover des Buches Der Tod kommt zum Tee (ISBN: B09DQ7Z614)
    Dianne Freeman

    Der Tod kommt zum Tee

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Xanessa93

    Der Tod kommt zum Tee von Dianne Freeman ist der zweite Kriminalroman um die Countess of Harleigh, Frances Wynn, die gemeinsam mit ihrem Nachbarn und dem Bruder ihrer besten Freundin Georg Hazelton ermittelt.

    Frances hat eine Freundin ihrer Schwester Lily zu Gast. Sie soll Lottie in die Gesellschaft einführen, allerdings ist das junge Mädchen ziemlich ungeschickt und tollpatschig, weshalb sie sich ständig im Saum ihres eigenen Kleides verheddert und kleine und große Katastrophen hinterlässt ohne es zu wollen. Ansonsten ist Lottie aber ein nettes Mädchen und bei den Ermittlungen eine große Hilfe. Frances hat außerdem versucht einen Cousin ihres Mannes mit einer bekannten zu verkuppeln doch Charles kommt bei einer Feier auf sie zu und gesteht ihr, dass er Mary zwar sehr gern habe, aber er keine Beziehung zu ihr wünsche.

    Kurz darauf erfährt Frances, dass Mary ermordet wurde und Zuhause wartet schon Inspektor Delaney auf sie. Er ermittelt im Mord an Mary Archer und möchte wissen, woher Frances und sie sich kannten, denn Mary hatte einen Zettel auf dem ein Geheimnis von Frances beschrieben steht. Erst wird Frances verdächtigt, doch bald schon stellt sich heraus, dass Mary etliche ähnliche Zettel in ihrem Haus versteckte. Die Ermittlungen scheinen auf eine Erpressung oder einen Mord aus Leidenschaft hinzudeuten, sodass Cousin Charles auf Delaneys Verdächtigenliste ganz nach oben steigt.

    Frances ist sich ziemlich sicher, dass Charles nicht der Mörder sein kann und da dieser seinen alten Freund Georg, Frances‘ Nachbarn um Hilfe bei den Ermittlungen bittet, hilft natürlich auch Frances. Gemeinsam gehen die drei sämtliche Nachrichten aus Marys Sammlung durch und versuchen herauszufinden, ob sich einige der Geheimnisse als Erpressungsmaterial eignen würden. Bald schon stellt sich heraus, dass nur wenige Nachrichten sich dafür eignen, denn die meisten der erwähnten Personen wären gar nicht vermögend genug um sich erpressen zu lassen.

    Gemeinsam finden Lottie, Charles, Frances und Georg heraus, dass es sich bei den Nachrichten nicht um Erpressungsmaterial, sondern um die Notizen für eine Zeitungskolumne handelt. Mary musste nach dem Tod ihres Mannes ihr Einkommen offenbar selbst verdienen und schrieb für eine Zeitung Kolumnen mit Klatsch über die Reichen. Es werden zwar einige Dinge erwähnt, die die Betreffenden wohl lieber für sich behalten hätten, aber das wenigste würde jemanden dazu verleiten, die Schreiberin zu ermorden. Also wird diese Möglichkeit wieder verworfen bis sich herausstellt, dass auch der Reporter der Zeitung mit dem Mary zusammenarbeitete ermordet wurde. Beide wurden offenbar am gleichen Abend aber in verschiedenen Bezirken der Stadt ermordet, sodass verschiedene Dienststellen dafür zuständig sind und Delaney erst spät vom zweiten Mord erfährt.

    Nachdem das Motiv für beide Morde offenbar wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Frances und die anderen Ermittler die Verbindungen erkennen, doch der Mörder ahnt bereits, dass man hinter ihm her ist und plant seine Flucht…

    Bei Der Tod kommt zum Tee von Dianne Freeman handelt es sich um den zweiten Teil der Countess of Harleigh-Reihe. Es ist nicht unbedingt notwendig den ersten Teil vorher zu lesen, weil die Ich-Erzählerin, die Countess selbst, wichtige Infos aus dem Vorgängerband noch einmal kurz erwähnt, aber es schadet auch nicht um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.

    Frances hat mir schon im ersten Band ganz gut gefallen, aber im zweiten Band ist sie noch selbstständiger und zeigt noch mehr, dass sie ein eigenständiges Leben führt. Sie übernimmt nicht nur die Verantwortung für sich, ihren Haushalt und ihre Tochter, sondern nimmt auch einen neuen Schützling bei sich auf. Gleichzeitig hat sie auch noch die Verantwortung für ihre jüngere Schwester Lily. Obwohl sie an der ein oder anderen Stelle ihre anderen Pflichten vernachlässigt, schafft es Frances sowohl die Verlobung von Lily (vor allem die Vorbereitungen dafür), als auch ihre Tochter Rose und die Ermittlungen unter einen Hut zu bekommen. Ich mochte Frances unglaublich gerne. Sie ist sehr sympathisch, klug und mutig. Mir ihr würde ich gerne mal eine Tasse Tee trinken und über ihre Ermittlungen plaudern.

    Georg ist noch immer ein sehr mysteriöser Mann, über den man wenig erfahren hat außer, dass er Frances liebt, sie für ziemlich fähig hält und sie gerne heiraten würde. Man weiß, dass er mit Charles eng befreundet war und ihm auch jetzt zur Seite stehen möchte, doch was genau eigentlich sein Auftrag war, bleibt genauso im Dunkeln wie wohin er häufig verschwindet und was er eigentlich für ein Mensch ist (ja, er scheint mit einer unabhängigen, klugen Frau zusammenleben zu wollen, was für ihn spricht, aber man erfährt sonst bisher sehr wenig über ihn).

    Die Handlung ist spannend, wenngleich auch nicht wirklich innovativ. Ich mochte es, dass Delaney Frances dieses Mal eigentlich kaum für eine Mörderin hält (das hätte sonst wirklich abgedroschen gewirkt). Dass eine Frau ermordet wurde, die im ersten Band (soweit ich mich erinnere) nicht erwähnt wurde, fand ich etwas seltsam, weil Frances sagt, dass sie mit Mary eigentlich befreundet sei, aber auch nicht so verwunderlich, dass es unrealistisch gewirkt hätte.

    Die Idee, dass eine Frau damals irgendwie für ihren Lebensunterhalt arbeiten musste ohne wirklich arbeiten zu können und auch nichts gelernt zu haben, fand ich sehr spannend. Etwas seltsam fand ich, dass sie und ihr Mann dafür nicht vorgesorgt hatten. Der Weg, den Mary gewählt hat, scheint mir zwar auf einigen Zufällen zu beruhen, aber an sich hat mir ihr Einfallsreichtum gut gefallen. Wenn sie zudem auch noch witzig schreiben konnte und einige Details aus dem Privatleben ihrer Mitmenschen kannte, scheint das eine naheliegende Lösung gewesen zu sein. Dass sie bei diesen Nachforschungen früher oder später auf Dinge stößt, die jemand so sehr geheim halten möchte, dass er bereit ist einen Mord (oder zwei) dafür zu begehen, fand ich auch spannend und absolut plausibel.

    Für mich ist Frances einfach ein toller Charakter. Ich liebe ihre Erzählweise als Ich-Erzählerin und habe sehr mit ihr mitgefiebert. Der Tod kommt zum Tee von Dianne Freeman ist mit diesem zweiten Band zu einer meiner Lieblings-Krimi-Reihen avanciert und ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, in dem nun endlich die Hochzeit zwischen Lily und Leo gefeiert werden soll.

  9. Cover des Buches Tod in feiner Gesellschaft (ISBN: 9783968177175)
    Dianne Freeman

    Tod in feiner Gesellschaft

     (31)
    Aktuelle Rezension von: sandyebt


    Frances und Countess von Harleigh wurde sehr früh Witwe.Ihr Ehemann starb mit der Todesursache Herzanfall mit seiner Geliebten im Bett. Jetzt lebt die Countess allein mit ihrer kleinen Tochter Rose und richtet ihr neues Haus in Belgravia ein.Währenddessen wartet sie auf ihre kleine Schwester Lily, um sie in die feine Londoner Gesellschaft einzuführen.Dann bekommt sie die Nachricht von der Polizei, dass sie beschuldigt wird, am Tod ihres Ehemannes beteiligt zu sein!Ihr Schwager hatte sie angezeigt und ihr Konto wurde eingefroren und sie kann erst wieder darüber verfügen, wenn das Gericht dies entscheidet!Ihre Freundin Fiona hilft ihr aber und ihr Mann kann den Scheck einlösen!Und Fionas Bruder ist ihr neuer Nachbar!Ihr neuer Nachbar unterstützt sie und leiht ihr die Kutsche.Dann wird sie verdächtigt, das Armband ihrer Schwester gestohlen zu haben und eine Leiche liegt in ihrem Garten!Beide kommen darauf, dass eventuell der neue Viscount dahinterstecken könnte, da er ein sehr teueres Automobil gekauft hat und beide versuchen zusammen das Geheimnis zu lüften!Sehr interessantes Hörbuch, super spannend und sehr ungewöhnlich für die damalige Zeit eine weibliche Ermittlerin zu haben!Absolute Hörempfehlung!




  10. Cover des Buches The Luxe (ISBN: 0061345687)
    Anna Godbersen

    The Luxe

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Casri
    Die Luxe-Serie ist eine typische Geschichte über die reichen Amerikaner aus dem 20. Jahrhundert.


    Jeder muss den Schein wahren und stellt seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse hinten an.


    Dies beschreibt die Geschichte ganz gut. Die Serie startet mit Elizabeth Holland als Protagonistin. Aufgrund der finanziellen Lage der Familie wird sie mit dem begehrten und reichen Junggesellen Henry Schoonmaker verlobt. Da beginnt das große Drama und das Schicksal von vier jungen Frauen. Henry hat einen gewissen Ruf und ist mit Elizabeths bester Freundin Penelope zusammen. Zumindest bis er die Familie Holland aufsuchte um die Verlobung zu besprechen. Henry lernt an diesem Tag Elizabeths jüngere Schwester Diana kennen und verliebt sich in diese. Elizabeth auf der anderen Seite kann Henry nicht ausstehen und liebt eigentlich Will, den Kutscher der Familie. Gleichzeitig ist das Hausmädchen Carolina in Will verliebt, welche zuvor mit Elizabeth gut befreundet war, bis sie von ihrere Verliebtheit erfuhr.


    Das Ping-Pong-Spiel zwischen den Gefühlen dieses Charaktere nimmt seinen Lauf und jeder ist unglücklich, da sie nicht haben können, was ihr Herz begehrt. Es nimmt sogar ein schlimmes Ende.

    Wenn man Gossip-Girl mag, dann wird man diese Geschichte lieben. Falls man jedoch eine historische Geschichte mit Tiefgang erwartet, wird man leider enttäuscht. Die Geschichte ist sehr oberflächlich und sehr dramatisch.
  11. Cover des Buches Ballgeflüster (ISBN: 9783548267807)
    Anna Godbersen

    Ballgeflüster

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Traeumeline
    In Ballgeflüster geht es weiter in der jungen Damen-Gesellschaft von NY. [ ACHTUNG SPOILER!] Der mysteriöse Tod von Elisabeth Holland überschattet die Neujahrs-Feiern in NY. Nur Diana weiß, was mit ihrer Schwester wirklich passiert ist und ihr fällt es schwer, in Trauer zu leben. Penelope glaubt, ihrem Ziel, Henry Schoonmaker zu heiraten, endlich näher zu kommen. Dieser befindet sich in einem Gefühlschaos. Obwohl er Trauer zu tragen hat, ist sein Herz und seine Gedanken bei einem Mädchen, das er nicht lieben darf. Es wäre gegen die Etikette. Und doch verspürt er das erste Mal solche Gefühle, die man in die Kategorie "Liebe" stecken könnte. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, was mich wahnsinnig gemacht hat, weil ich gerne wissen wollte, ob es wirklich so kommt, wie es in diesem Buch endet. Ich hoffe, Frau Godbersen schreibt noch ein weiteres Buch!
  12. Cover des Buches The Awakening and Selected Short Stories (ISBN: 9781743380864)
  13. Cover des Buches Alles, was er wollte (ISBN: 9783492501545)
    Anita Shreve

    Alles, was er wollte

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Freyheit
    Inhalt:

    Sie hatten es geschafft. Das Hotel stand in Flammen, doch  Nickolas Van Tassel hat nur Augen für die wohl wundervollste Frau, die er je gesehen hat.  Edna Bliss stand etwas Abseits mit ihrer Tante und ihrem Neffen und wartete auf Hilfe. 
    Das war seine Chance! 
    Schnell schlug er den Weg zu ihnen ein, denn sein einziger Gedanke galt ihr. Sie wollte er zur Frau!

    Meine Meinung:

    Sofort war mir der ungewöhnliche Schreibstil aufgefallen. Die Autorin benutzte sehr verschachtelte, endlos wirkende Sätze. Des weiteren ist die Geschichte in zwei Ebenen unterteilt, denn Van Tassel schreibt seine eigene Geschichte (1. Ebene), die wir als Haupthandlung lesen (2. Ebene). Das ist gleichzeitig verwirrend wie faszinierend, denn hinzu kommt, dass Van Tassel ein Professor der englischen Literatur und Rhetorik des 19. Jahrhunderts ist, weswegen der Wortlaut an diese Zeit angepasst und somit nicht gerade leicht zu lesen ist.
    Nickolas erweckte auf mich den Eindruck des akademischen Schnösels. Er schmückte „seine“ Erzählungen sehr detailliert aus. Die Umgebung, Gegebenheiten, bis hin zu seinem Mahlzeiten wurden genauestens beschrieben.Ist das nun gut oder schlecht?Ich fand es gut, weil das Buch dadurch viel lebendiger wurde. Fehlten nur noch der Geruch und die Geräusche. Setzte das meiner Phantasie Grenzen? Wohl kaum, sie unterstützte sie vielmehr. :-)
    Der Inhalt setzte mir jedoch etwas zu.Edna heiratete Nickolas,wenn auch nur aus Gefälligkeit statt aus Liebe. Sie war ihm immer eine gute Ehefrau, zumindest außerhalb des Bettes und so dümpelten die Jahre dahin. Das Buch nahm eine Wendung, als Nickolas herausfand, dass Edna sich ein kleines Haus gekauft hatte, in dem sie etwas Zeit für sich verbringen konnte. Zu dieser Zeit war solch eine Handlung noch undenkbar und Nickolas fühlte sich aufs Schärfste betrogen.Jetzt erfuhr ich auch etwas aus Ednas Vergangenheit, die ich sehr ergreifend fand: Was hat diese Frau nur auf sich genommen, als sie Nickolas heiratete?! Ich bin immer wieder der Meinung, dass Frauen dieser Zeit eine unglaubliche Stärke in sich hatten.Das Ende hat gut getan. Ich fühlte mich genauso frei wie Edna. Wenn man bedachte, dass sie jahrelang in einem für sich selbst erschaffenem Gefängnis lebte und nun ihren Frieden fand, so begrüßte ich das aus vollstem Herzen.
    Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin die Entwicklung der Frau am Ende des 19. Jahrhundert zeigte. Während Edna immer Selbstständiger wurde, hielt Nickolas bis zum Schluss an alten Traditionen fest.

    Fazit:

    Wer die Brontês und Austen liest, ist mit diesem Buch gut beraten. Bildgewaltig, emotional und detailliert wird die Geschichte eines Paares des 19. Jahrhunderts festgehalten. Wenig Liebe, dafür umso mehr Pflichtgefühl, Abhängigkeit, Besitzanspruch und Eifersucht.
  14. Cover des Buches Ehrgeiz und Glück, Bd 3 (ISBN: 9783894740351)

    Ehrgeiz und Glück, Bd 3

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Wilhelmstadt. Die Abenteuer der Johanne deJonker. Band 1 - Die Maschinen des Saladin Sansibar (ISBN: 9783969710715)
    Andreas Dresen

    Wilhelmstadt. Die Abenteuer der Johanne deJonker. Band 1 - Die Maschinen des Saladin Sansibar

     (19)
    Aktuelle Rezension von: loralee
    Ja, was soll ich zu diesem Buch sagen? Es ist durch und durch Steampunk und ein fantastischer Einstieg in die Reihe um Wilhelmstadt und der plietschen Ingenieurin Johanne de Junker. Mein eReader fing schon an, sich solidarisch in ein mechanisch betriebenes Lesegerät zu verwandeln.

    Wilhelmstadt im ausgehenden 19. Jahrhundert ist eine Stadt am Puls der Zeit, aufstrebend, auf wirtschaftliches Wachtum gepolt. Hier wimmelt es von spannenden dampfbetriebenen Erfindungen. Eine fantastischer als die andere. Ich bin begeistert von der Kreativität des Autors. Es gelingt ihm, die Aufbruchsstimmung, die damals historisch tatsächlich herrschte, einzufangen und mit der rein fiktiven Steampunk Welt zu verknüpfen. Das macht seine Welt authentisch. Die ersten Autos überholen ganz selbstverständlich Kutschen, die von mechanischen Pferden gezogen werden, der neue Roman des jungen Autors Jules Verne ist in aller Munde und die Reformbewegung ist auf dem Vormarsch. Es ist eine Gesellschaft, die glaubt, unendliche Ressourcen zur Verfügung zu haben, sich im Industrierausch befindet, sich aber auch sehr schwer aus ihren preußischen Zwängen lösen kann.

    Wilhelmstadt ist eine flexible Stadt, die auf Stahlplatten gebaut ist. Wenn alle Rohstoffe in der Umgebung abgebaut sind, zieht die Stadt samt Gebäuden, Bewohner, etc. einfach um - und wird Stahlplatte für Stahlplatte abgebaut und am neuen Standort wieder zusammengesetzt. Johanne ist Mechanikerin und Tochter eines stadtbekannten Ingenieurs und Erfinders. Der ist einer Machtintrige zum Opfer gefallen und Johanne versucht heraus zu finden, wer dahintersteckt.

    Johanne und ihre Freunde kommen allerdings eher skizzenhaft bei mir an. Ich hätte mir mehr Charakter gewünscht. Die ausführlichen Beschreibungen der dampfbetriebenen Stadt drängen die Handlung und die Charaktere an den Rand. Dennoch ist die Geschichte spannend bis zuletzt, wo sie allerdings in eine recht plakative Richtung abdriftet. Ich würde es schon fast schrill nennen. Das muss man mögen.

    Ich mag es. Und empfehle dieses Buch allen eingefleischten Steampunk Fans, die sich der Faszination von dampfbetriebenen Welten nicht erwehren können.
  16. Cover des Buches Unsere kleine Stadt (ISBN: 9783596270224)
    Thornton Wilder

    Unsere kleine Stadt

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Karinschmitt
    Thornton Wilder's Dreiakter "Unsere kleine Stadt" gehört leider zu den verkannten oder noch nicht entdeckten Werken in unserem Land.

    Im ersten Akt lernt der Zuschauer die Bewohner einer Kleinstadt kennen: zwei Familien, den Zeitungsjungen, den Milchmann, den Polizisten ...
    Ein ganz gewöhnlicher Morgen mit dem charmanten Alltagsleben einer erwachenden Kleinstadt wird gezeigt: Gespräche, die am Frühstückstisch und auf der Straße ihren Lauf nehmen.
    Die Liebesgeschichte des Baseball vernarrten George Gibbs zu der Klassenstreberin Emily Webb nimmt ihren Anfang.

    Im zweiten Akt probt der Chor, es wird getratscht und in den stillen Abendstunden bittet George seine Nachbarin Emily von Fenster zu Fenster um Hilfe bei den Hausaufgaben. Es wird gezeigt wie ein gewöhnlicher Abend in der kleinen Stadt sein Ende nimmt. Den Höhepunkt am Ende des zweiten Aktes bildet die Hochzeit von George und Emily.

    Im dritten Akt stirbt Emily im Kindbett. Sie darf für einen Tag zurück auf die Erde kommen, um noch einmal das Leben zu erfahren. Sie wählt hierfür ihren zwölften Geburtstag aus.
    Es geschieht etwas Unerwartetes. Sie erfährt, wie wenig die Menschen sich wahrnehmen, wie sie belanglose Dinge austauschen, ohne sich dabei eines Blickes zu würdigen. Sie erträgt dieses unbewusste Miteinander nicht und kehrt freiwillig zurück in das Totenreich, wo auch andere Dorfbewohner aus früheren Tagen bereits anzutreffen sind.

    Warum halte ich dieses Stück für eines der wertvollsten Theaterstücke der Weltliteratur? Weil es uns alle angeht.

    Der Spiegel auf den Alltag, auf das unbewusste und damit oft so lieblose Miteinander kann wachrütteln.
    Wir alle leben Alltag. Wir alle können uns wiedererkennen in Mustern, die uns dort vorgeführt werden.
    Es ist ein Stück, das generationsübergreifend erzählt wird. Ganz gleich, in welcher Lebensphase man sich gerade selbst befindet. Für jeden gibt es Identifikationsfiguren auf der Bühne. 
    Es ist eine wunderbare Mischung aus heiterer Leichtigkeit, Situationskomik und unter die Haut gehenden tiefgreifenden Momenten.

    Ja, dieses Stück gehört auf jeden Theaterspielplan - und wie herrlich, wenn ein Jungschauspieler als George Gibbs beginnt, irgendwann in der Rolle des Vaters zu sehen ist ...

    Der Lauf des Lebens brillant in einem Bühnenstück dargestellt. Wunderbar! 
  17. Cover des Buches Abenteuer in Tibet (ISBN: B003VHJUGO)
    Sven Hedin

    Abenteuer in Tibet

     (3)
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