Bücher mit dem Tag "19. jahrhundert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "19. jahrhundert" gekennzeichnet haben.

2.207 Bücher

  1. Cover des Buches Animant Crumbs Staubchronik (ISBN: 9783959913911)
    Lin Rina

    Animant Crumbs Staubchronik

     (1.079)
    Aktuelle Rezension von: lesenundteetrinken

    Auf den ersten Blick habe ich mich sofort in das Cover verliebt. Hach! 😍 Und der Klappentext... England 1890, Bücher, Bibliothek... Das musste ich einfach lesen. Und ich bin nicht enttäuscht worden.
    Ein historischer Liebesroman mit sympatischen Charakteren, die ich alle ins Herz geschlossen habe. Allen voran Animant. Sie ist eine junge Frau, die sehr belesen ist, sagt was sie denkt und die sich manchmal über die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzt. Sie tritt in London eine Stelle als Bibliothekarsassistentin an und lernt neue Menschen kennen, die ihre Sicht auf ihre Welt verändern. Animant und Mr Reed, der Bibliothekar, geraten immer wieder aneinander und es entstehen amüsante Szenen.
    Das Buch hat mir von der ersten Seite an gefallen und ich habe mich in der Geschichte richtig wohlgefühlt. ❤

  2. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (14.136)
    Aktuelle Rezension von: FantasybookLover
    • Romantisch 
    • Spannend
    • Witzig 
    • Wundervoll 🥰
  3. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783548285498)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

     (999)
    Aktuelle Rezension von: Coribookprincess

    Der Nachtzirkus ist eine magische Geschichte, die den Leser durch die Zeit und verschiedene Perspektiven schickt.


    Man springt von Kapitel zu Kapitel in ein anderes Jahr und auch zu einer anderen Sichtweise.

    Am Ende ergibt es ein großes Ganzes und man könnte das Buch direkt nochmal lesen.

    Das heißt aber zugleich das die Geschichte sich langsam entwickelt und den Leser mit seiner Magie und den Details aufsaugt.


    Vorrangig geht es um Marco und Celia, die durch eine Wette an ihr Schicksal gebunden sind.

    Wir begleiten die beiden Charaktere von Kindesbein an.


    Auch der "große Wettkampf" ist doch ganz anders als es der Klappentext erscheinen lässt.


    Trotzdem hat mich das Buch gut Unterhalten und ich wollte einfach weiterlesen/weiterhören.

    Der Schreibstil ist magisch und außergewöhnlich, wie die Geschichte selbst.


    Ein fesselndes, faszinierendes Buch voller Magie, Liebe, Rätseln und vielschichtigen Charakteren.

  4. Cover des Buches Vier Farben der Magie (ISBN: 9783596296323)
    V. E. Schwab

    Vier Farben der Magie

     (376)
    Aktuelle Rezension von: elisalways

    Die Stadt London existiert 4-mal parallel nebeneinander. Doch kaum einer weiß davon. Nur Weltenwanderer wie Kell können in andere London reisen. Dabei schmuggelt er hin und her. Eines Tages ist dort allerdings ein Objekt mit dabei, welches droht, das Gleichgewicht der Welten auseinanderzureißen.

    Dies ist ein wirklich guter Auftakt, der es schafft, die neue Welt und das Magiesystem umfangreich und detailliert einzuführen. Zudem ist es sehr einzigartig und steckt voller neuartiger Ideen. Die verschiedenen London habe alle ihren ganz eigenen Charme und werden dabei sehr ästhetisch beschrieben. Die Charaktere sind überwiegend weder Gut noch Böse, was sie sehr interessant macht. Die Liebensgeschichte spielt sich wirklich nur am Rand ab und ist nur als netter Zusatz zu sehen. Das Hauptaugenmerk liegt wirklich auf der Geschichte. Der Schreibstil ist schon recht ausladend, aber noch im Rahmen, sodass man der Handlung noch folgen kann und nicht von den vielen Beschreibungen abgelenkt wird. 

    Leider muss ich auch sagen, dass sie wirkliche Handlung für die Dicke des Buches dann doch recht dünn ist. Es wirkt eher wie eine Einführung in die Welt, als eine eigene volle Geschichte. Ich hoffe, dass in Band 2 und 3 mehr passiert. An einigen Stellen war es mir dann aber auch zu lang beschrieben.

    Trotz meiner Kritik hat mir das Buch gut gefallen und ich bin schon gespannt, mehr von der Welt zu sehen.

  5. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

     (778)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Allys Leben läuft hervorragend! Sie liebt ihr Leben als Profiseglerin und fährt eine Regatte nach der Nächsten. Außerdem verliebt sie sich in den Skipper Theo, der ihre Gefühle erwiedert. Mitten in einem romantischen Ausflug erfährt Ally schließlich vom Tod ihres Adoptivvaters Pa Salt. Sie reist sofort nach "Atlantis", wo sie ihre Schwestern und den Anwalt des Vaters trifft. Wie man aus dem ersten Band schon weiß, erhält sie wie alle anderen Schwestern auch einen Brief und Koordinaten als Hinweis auf ihre Herkunft. Doch zunächst will sie vor allem zurück zu Theo und zur nächsten Regatta. nicht wissend, dass dort etwas Furchtbares passiert. Danach macht sie sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit und reist nach Norwegen, wo einst eine junge Frau vom Land in die Stadt zog, weil sie dort singen sollte. 

    Nachdem ich den ersten Band rund um Maia, die erste der sieben Schwestern, nicht mehr aus der Hand legen konnte, hatte ich einerseits hohe Erwartungen an dieses Buch und gleichzeitig Angst, enttäuscht zu werden. Wie schon beim ersten Buch hat mich die Geschichte der Vergangenheit mehr gefesselt als die der Gegenwart. Wie schon manch Anderer erwähnt hat, habe auch ich manche Ereignisse vorhersehen können. Und ehrlich gesagt finde ich Theo nicht so sympathisch. Er sagt Ally quasi 3 Tage nach Zusammenkommen, dass er sie liebt. Das finde ich halt etwas früh. Aber das ist meine persönliche Meinung und hat dem Buch auch keinen Abbruch getan. Ich bin eher froh, dass ich diese Reihe entdeckt habe. Ich bin auch gespannt, was für Geheimnisse rund um Pa Salt vielleicht noch auftreten und dann hoffentlich auch irgendwann gelöst werden. 

    Dem Buch gebe ich gerne trotz manch kleinem Kritikpunkt die volle Punktzahl, weil ich auch hier nicht mehr aufhören wollte und konnte zu lesen. Ich freue mich schon auf Band 3!

  6. Cover des Buches Harry Potter und die Kammer des Schreckens (ISBN: 9783551557421)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Kammer des Schreckens

     (11.273)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Allgemeines:

    Die Fantasyreihe "Harry Potter", der Autorin J. K. Rowling, erschien in den Jahren 1998 - 2007 im Carlsen Verlag. Die Buchreihe beinhaltet 7 Titel. 

    Band 1: Harry Potter und der Stein der Weisen (Ersterscheinung: 21.07.1998)
    Band 2: Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Ersterscheinung: 21.03.1999)
    Band 3: Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Ersterscheinung: 21.08.1999)
    Band 4: Harry Potter und der Feuerkelch (Ersterscheinung: 01.01.2000)
    Band 5: Harry Potter und der Orden des Phönix (Ersterscheinung: 01.01.2003)
    Band 6: Harry Potter und der Halbblutprinz (Ersterscheinung: 01.10.2005)
    Band 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Ersterscheinung: 27.10.2007)

    Klappentext:

    Endlich wieder Schule! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Ferien scheußlich waren: Harry Potter. Doch wie im vergangenen Schuljahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in der Schule. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts von den dunklen Mächten befreien können?

    Meinung:

    Hach ja, es ist immer wieder schön in diese Welt einzutauchen.

    Wie bereits beim ersten Teil erwähnt, ist eine objektive Beurteilung meinerseits nicht mehr möglich. Harry Potter begleitet mich seit seiner Ersterscheinung und ich lese die Bücher, schaue die Filme und spiele die Spiele immer wieder liebend gerne.

    Alles in allem kann ich Folgendes sagen: Die Reihe ist gigantisch und wirklich wundervoll. Sie bietet Unterhaltung, Weisheiten, Spannung aber auch eine Prise Humor. Ich liebe jeden einzelnen Charakter da drin – egal ob gut oder böse. Alle Charaktere sind in sich stimmig und überzeugen in ihrer Rolle.

    Fazit/Empfehlung:

    Ich liebe Harry Potter, demnach ist es nicht verwunderlich, dass ich das Buch gerne jedem weiterempfehle.

  7. Cover des Buches Harry Potter und der Halbblutprinz (ISBN: 9783551557469)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Halbblutprinz

     (9.466)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Band 6 um die Geschichte von Harry Potter, der Zauberer besucht das 6 Jahr die Zauberer Schule Hogwarts, jedoch bricht seit Voldemort zurück ist draussen das Chaos aus. Er, seine Freunde und Dumbledore versuchen die Vergangenheit zu verstehen um ihn zu stürzen und kommen einigen Geheimnissen sehr nahe. Man erfährt viel über die Vergangenheit aller und vor allem von Lord Voldemort. Dazu findet Harry ein Schulbuch das vollgekritzelt ist mit Tipps und Tricks, das ihm hilft das Fach mit Bravour zu bestehen, die Frage bleibt aber offen, wer nun der Halbblutprinz ist...

    Toller Band, ich kann nicht anders als die Reihe durchzusuchten... Es geht in eine spannende Richtung und ich war stellenweise Schockiert, über das was alles geschieht... Ich fand Voldemorts Vergangenheit sehr spannend, was mir etwas zu abrupt gestartet hat waren die Love-interest die darin entstehen... Naja so schnell wie sie da waren, waren sie auch wieder beendet...

    Ich freue mich auf den letzten und finalen Band :)


  8. Cover des Buches Jackaby (ISBN: 9783570310885)
    William Ritter

    Jackaby

     (200)
    Aktuelle Rezension von: lesenundteetrinken

    Jackaby ist ein etwas exzentrischer, aber scharfsinniger Mann. Er trägt einen langen, braunen Mantel, dessen Taschen mit diversen Phiolen, Linsen, alten Münzen und anderen ungewöhnlichen Sachen vollgestopft sind. Er hat die Fähigkeit übernatürliche Wesen und Auren zu sehen und nutzt diese Gabe, um ungeklärte Fälle zu lösen.
    Abigail Rook erzählt nun die Geschichte, wie sie den Job als Jackabys Assistentin annimmt und mit ihm auf die Jagd nach einem Serienmörder geht, der kein Mensch zu sein scheint.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Jackaby und Abigail geben ein einzigartiges Team ab und ihre Interaktionen haben mich oft schmunzeln lassen. Der Fall ist spannend, mysteriös und auch etwas düster. Diese Mischung, zusammen mit den übernatürlichen Wesen, hat genau meinen Geschmack getroffen. Gut, dass es noch drei weitere Teile in der Reihe gibt.

  9. Cover des Buches Die unsichtbare Bibliothek (ISBN: 9783404208708)
    Genevieve Cogman

    Die unsichtbare Bibliothek

     (411)
    Aktuelle Rezension von: Zombizebra

    Die unsichtbare Bibliothek ist ein fester gesicherter Ort an dem die junge Bibliothekarin mit ihrem Lehrling auf eine Mission geschickt wird um ein besonderes Buch aus einer parallelwelt zu stehlen. Dies gerät sehr schnell aus dem Ruder und wird gefährlich.  

    Mut und Scharfsinn helfen ihr mit einem Typus des Sherlock Holmes sich in der Welt der Drachen und des Chaos gegen Elfen zu bestehen. Doch braut sich in der Welt der Bibliothek eine dunkler Sturm zusammen, der der rote Faden dieser Reihe werden wird.

    Schöner Jugend fantasy Roman der mit Spannung und Abenteuer glänzen kann. Man findet sich schnell in der Welt zurecht und dennoch rätselt man immer mit was als nächstes passiert

  10. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    England, Ende des 19. Jahrhunderts. Cora Seaborne hat gerade ihren Mann verloren. Doch anstatt in Trauer zu versinken fasst sie neuen Lebensmut, denn nach Jahren der Unterdrückung sieht sie jetzt die Chance neu aufzublühen und endlich ihren eigenen Weg zu gehen. Zusammen mit ihrem etwas sonderbaren Sohn Francis und ihrer treuen Freundin Martha machen sie sich auf nach Aldwinter, denn es geht das Gerücht um, dass dort eine riesige Schlange ihr Unwesen treibt und Mensch und Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Seltsame Dinge geschehen offenbar an diesem abgelegen Ort. Menschen verschwinden, kommen im Moor um und auch Weidetiere segnet ganz plötzlich das Zeitliche. Viele geben an, das große, schaurige Ungeheuer bereits gesehen zu haben und alle scheinen sich einig: Es ist eine Strafe Gottes für ihre Sünden. Der Dorfpfarrer William Ransome jedoch ist anderer Ansicht. Er glaubt nicht an das Monster und sieht die Vorkommnisse eher als Zufall an. Er versucht seine Gemeinde zu beruhigen, doch dies mag ihm nicht recht gelingen. Cora glaubt ebenfalls nicht an eine Strafe, hält aber die Existenz eines solchen Wesens für durchaus möglich und möchte es aufspüren. In ihrem Ehrgeiz wittert sie bereits einen großen Fund und sieht ihn mit ihrem Namen darunter schon als Sensation im Museum stehen. Sie freundet sich trotz ihrer unterschiedlichen Vorstellungen und Ansichten mit William Ransome an und wird ein steter und gern gesehener Gast in seinem Haus. Jedoch merken beide bald, dass dort mehr zwischen ihnen zu sein scheint als nur oberflächliche Zuneigung. Ein verheirateter Dorfpfarrer ist aber ein absolutes Tabu und sie droht mit ihren Gefühlen und Überzeugungen in Ungnade zu fallen, falls sie länger im Dorf bleiben sollte.📖


    Vorweg muss ich sagen, dass das Buch wirklich ein äußerst hübsches Cover besitzt, das mich, neben dem Interesse für eine Geschichte, die in England im 19. Jahrhundert spielt, auch dazu animiert hat, es zu lesen. Desweiteren wurde es erst kürzlich mit Claire Danes und Tom Hiddleston verfilmt, was mich auch neugierig gemacht hat.
    Die Geschichte an sich brauchte ein Weilchen um mich an sich zu binden. Überhaupt ist das Buch eher ein Sittenbild, ein Ausschnitt der damaligen Zeit. Wer ein spannendes Abenteuer rund um ein Seemonster erwartet ist hier falsch, denn sowas taucht erstmal gar nicht wirklich auf. Es geht eher darum, wie man damals mit einer vermeintlich bedrohenden Situation umgegangen ist und natürlich flüchtete man sich schnell in eigenes Verschulden, eine Strafe Gottes für die begangenen Sünden. Aber es gab natürlich auch bereits Freigeister, die diese Denkweise in Zweifel zogen, hier in Verkörperung von u.a. Cora Seaborne und überraschenderweise auch teilweise dem Dorfpfarrer William Ransome, die erst gar nicht an die Existenz eines solchen Monsters glaubten oder es für ein überlebendes Überbleibsel einer früheren Tierart ansahen. Auch ein Teil der Geschichte sind Coras freundschaftliche Verbindung zu einem karrierebewusstem Arzt, der sie unbedingt näher an sich binden wollte (,,Ihre Jugend hatte sie im Besitz eines Mannes verbracht, und nun, da sie kaum ein paar Monate in Freiheit gelebt hatte, wollte ihr schon wieder ein Mann seinen Stempel aufdrücken?") und der Kampf ihrer Freundin Martha für bessere Lebensbedingungen der unteren Gesellschaftsschichten.
    Der Schreibstil war gut und unkompliziert zu lesen. Aus der Sicht der 3. Person bekam man mitunter gleich mehrerere Beschreibungen und Gedanken verschiedener Charaktere hintereinander dargestellt. Von machen Rezensent/innen habe ich gelesen, dass sie die Geschichte mit Werken von Jane Austen verglichen. Dem kann ich nicht wirklich zustimmen. Vielleicht ein wenig im Bezug auf die Darstellung einer dörflichen Gemeinde zu einer früheren Zeit, ansonsten ist Jane Austen natürlich aber eine Liga für sich.
    Eine, meiner Meinung nach, doch ruhigere Geschichte als ich erwartet hatte, die aber durchaus lesenswert ist, wenn man Lust auf eine kleine Zeitreise hat und sich für das 19. Jahrhundert interessiert. Leider muss ich sagen, dass das Buch mich doch irgendwie ein klein wenig unbefriedigt zurückgelassen hat. Manche Erzählstränge hätte ich gerne abgeschlossener gesehen. Trotzdem hat es mich eine Zeit lang gut unterhalten. 3,5/4⭐️🙂


  11. Cover des Buches Das Haus in der Nebelgasse (ISBN: 9783453358850)
    Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Fenny

    Mich hatte das Cover zuerst überzeugt, somit griff ich zum Buch. Es fängt die Stimmung, die auch in dem Werk von Frau Goga weitergeführt wird, hervorragend auf.

    Mathilda Gray, eine junge, fortschrittlich denkende Lehrerin arbeitet 1900 in einem Mädcheninternat. Doch die gesellschaftlichen Zwänge fordern einen Drahtseilakt von ihr, will sie doch die ihr anvertrauten Mädchen fortschrittlich und selbstbestimmt erziehen. Nach den Ferien kommt aber gerade eine ihrer vielversprechendsten Schülerinnen nicht zurück, sondern unternimmt wegen schwacher Gesundheit mit ihrem Vormund eine Reise in den Süden Europas. Bald schon schreiben die Zeitungen von einer möglichen Verlobung. Mathilda ahnt, dass das nicht sein kann. Und eine Postkarte der Schülerin eröffnet ihr ein jahrhundertealtes Geheimnis zur Familiengeschichte den Ancrofts und Clelands und zur Zeit der großen Pest in London.

    Um dieses Rätsel zu lösen sucht Mathilda die Hilfe ihrer vorwitzigen Vermieterin, die Groschenromane um eine Abenteurerin schreibt, sowie eines Antiquitätenhändlers und eines Universitätsprofessors. Diese Menschen eröffnen ihr einen ganz neuen Blick auf das alte London! Und eine Stadt unter der Stadt, sowie die zahlreichen darin verborgenen Geheimnisse. Dabei geht es insbesondere um ein Haus, das real existent ist. Das fand ich an diesem Roman so faszinierend. Auch gefiel es mir wirklich gut, die hervorragend recherchierten Einblicke in die Geschichte der Stadt zu bekommen, die auch schon Menschen um 1900 erforschten. 

    Einziger negativer Punkt: Der Anfang ist sehr, sehr zäh. Ich habe wirklich eine Zeit gebraucht, um in den Roman reinzukommen. Das erste Drittel, in dem sich nicht wirklich erschließt, was kommt und was die Begebenheiten der Vergangenheit mit der potentiellen Hochzeit der Schülerin zu tun haben, war wenig spannungsgeladen und zwang nur durch die wirklich gut gestalteten Nebencharaktere zum weiterlesen. Doch dann nahm die Geschichte endlich Fahrt auf und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Auch Mathilda Gray wuchs mir sehr ans Herz, wie auch ihre Vermieterin. Da ich eine Schwäche für gut geschriebene Nebencharaktere habe, war dieses Buch für mich dahingehend ein Lesevergnügen. Schade war nur, dass der Handlungsstrang um den Antiquar nicht fortgesetzt wurde. Doch das konnte das pikante Geheimnis des Universitätsprofessors wieder wettmachen.

    Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Ich hatte Spaß daran, sobald ich das erste zähe Drittel überstanden hatte. Und ich kann nur sagen: Durchhalten lohnt sich. Teilweise war das Ende recht vorhersehbar, dennoch blieb es spannend und wirklich gut und für die beschriebene Zeit authentisch gestaltet.

  12. Cover des Buches Das Seelenhaus (ISBN: 9783426304846)
    Hannah Kent

    Das Seelenhaus

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Eine wahre Begebenheit verpackt in einer packenden Geschichte die unter der Haut geht und die Seele berührt. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen mit Worten eine Atmosphäre zu schaffen die einem mit nimmt und man das Gefühl hat man wäre dabei. Man merkt dem Buch an das dahinter viel Recherche Arbeit steckt. 


  13. Cover des Buches Die Melodie der Schatten (ISBN: 9783404177745)
    Maria W. Peter

    Die Melodie der Schatten

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Nick_Coll

    Das Buch „Die Melodie der Schatten“ von Maria W. Peter, welches ich mir extra für diesen Spätherbst gelassen und gelesen habe, erzählt eine bewegende Geschichte, die von überall von einer düsteren Landschaft Schottlands des 18. Jahrhunderts umgeben ist.

     

    Den etwa 700 Seiten umfassenden Mittelpunkt des Buches bildet allerdings die Geschichte über Menschen, deren Leben vor existenziellen Herausforderungen stehen. Die historischen Tatsachen sind gut recherchiert und die Stimmung dieser Zeit ist einfach hervorragend eingefangen, sodass das raue Leben im schottischen Norden sehr anschaulich rüberkommt. Die zärtlichen und doch kraftvollen Schilderungen mögen einen zutiefst berühren oder gar erschrecken, wenn man erfährt, wie mit Menschen umgegangen wurde, wie die ganzen Landstriche ausgeblutet und verwaist sind. Vielleicht deswegen erscheinen in den alten Gemäuern nachts dunkle Traumbilder und seltsame Geräusche? Liegt auf diesem entferntesten Eck des Landes ein Fluch, seit die gälischen Pächter gewaltsam vertrieben wurden? Des zu erfahren soll der Leser selbst im Laufe der Handlung.

     

    Mit dem Buch ist der Autorin nochmals ein landschaftlich sensationell schöner und ans Herz gehender Roman geglückt, der zeigt, worum es im Leben wirklich geht: Menschlichkeit oder Missgunst, Gerechtigkeit oder Neid. Sie wirft die Fragen auf, welche moralische Schuld ein Mensch ertragen kann, ohne zu zerbrechen, und zu welchem Preis es gelingt, die individuelle Freiheit zu bewahren.

     

    Am Ende des Buches hegt man schon die Hoffnung, dass Maria W. Peter vielleicht noch einmal in die Highlands zurückkehrt und eine neue Geschichte erzählen wird… Und wieder mit großer sprachlicher Eleganz und einem Sinn für Emotionen.

  14. Cover des Buches Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1) (ISBN: 9783864931666)
    Oliver Pötzsch

    Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)

     (245)
    Aktuelle Rezension von: stachelbeermond

    Aufgrund des Covers wäre dieses Buch fast auf den Stapel der weiterzugebenden Bücher gelandet, es war zu düster, zu gruselig und überhaupt. In der Buchhandlung hätte es keine Chance bei mir gehabt. Und eins muss ich sagen: Zartbeseitete, nervenschwache Menschen könnten den ein oder anderen unangenehmen Traum nach der Lektüre dieses Buches haben. Wer sich ungern mit Tod, Friedhöfen und Bestattungen beschäftigt: Finger weg! Wer dagegen historische Kriminalromane mag und nichts gegen detailreiche Beschreibungen von Leichen hat: Finger her!
    Leopold von Herzfeldt, seines Zeichens Inspektor bei der Kriminalpolizei, kommt 1893 von Graz nach Wien, um dort eine neue Stelle anzutreten. Er vertritt neue, fortschrittliche Methoden bei der Tätersuche und ist jung, hungrig und arrogant, was bei seinen Kollegen weniger gut ankommt. Als ein Dienstmädchen ermordert wird, bekommt er unerwartet Hilfe von Augustin Rothmayer, Totengräber auf dem fast noch neuen Wiener Zentralfriedhof.
    Das Buch beginnt direkt beim Fund der ersten Leiche, und man bekommt sofort eine Ahnung, was einen im weiteren Verlauf erwartet: Detailierte Beschreibungen des historischen Wiens, die Arbeit in einem damaligen Polizeirevier, atmosphärische Beschreibungen des Wiener Zentralfriedhofs und gut gezeichnete Figuren. Die Figuren kippen stellenweise ein wenig ins schablonenhafte, aber der Autor bekommt immer gerade noch die Kurve, bevor es zu auffällig wird. Die Handlung schreitet recht zügig voran, ab und zu hängt sie kurz durch, aber auch das ist absolut tolerierbar. Interessanterweise mochte ich die Hauptfigur zu Beginn des Buches sehr, dann fing ich an, sie ziemlich selbstgefällig und weinerlich zu finden, aber das gab sich zum Schluss des Buches wieder. Die berühmte Katharsis des Helden, in diesem Buch hat sie eine ziemlich steile Kurve nach unten und bekommt nur langsam wieder Fahrt nach oben. Interessant.
    Erwähnenswert sind die wirklich sehr genauen Schilderungen von Leichen, Mordopfern, Verwesungsprozessen und Begräbnissen. Alles sehr interessant, aber auch ziemlich morbide. Das muss man mögen oder abkönnen; allen, die Probleme damit haben, empfehle ich, einen Bogen um dieses Buch zu machen. Alles in allem einer der besseren historischen Romane, die es im Moment ja ziemlich schwer haben neben all den heiteren Krimis, den skandinavischen Krimis mit den dicken dunklen Wolken über allem, den Liebesromanen, Fantasyromanen und der schöngeistigen Literatur. In meinem Lieblingsbuchladen ist der Tisch mit den historischen Romanen jedenfalls von früher gefühlt 10m² auf 1m² geschrumpft.
    Wer weiß: Vielleicht würde ich sogar einen zweiten Band mit Augustin Rothmayer lesen, wenn er mir denn in die Hände fiele.

  15. Cover des Buches Die Festung am Rhein (ISBN: 9783404175192)
    Maria W. Peter

    Die Festung am Rhein

     (171)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie

    Der Schreibstil ist gut. Was mir über das ganze Buch hinweg aber etwas schwer gefallen ist war das "Platt" der Leute zu lesen / zu verstehen. Franziska ist eine sympathische Person, die mich direkt mitgerissen hat. Sie ist mutig und klug und scheut sich auch nicht, dies zum Ausdruck zu bringen. Aber auch Rudolph hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Ich musste öfter schmunzeln als er - die Korrektheit in Person - immer etwas weichherziger wurde. Und das Necken der beiden - mal erst mal nicht - war amüsant zu erlesen. 

    Man spürt seine Liebe zu seiner Arbeit. Aber auch Franziska ist sehr engagiert dabei, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. 

    Das Buch war durchgehend spannend und die Atmosphäre der Vergangenheit recht gut vermittelt. 

    Die Rückblenden in die Vergangenheit waren gut, hätte für mich aber auch kompakter ausfallen können.

    Mit dem Ende war ich sehr zufrieden! Insgesamt gibt es gute 4 Sterne von mir für dieses Buch.

  16. Cover des Buches Die Schatten von Edinburgh (ISBN: 9783442485055)
    Oscar Muriel

    Die Schatten von Edinburgh

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Lassen Sie mich meine Situation bewerten: Ich muss mit Schimpf und Schande in das von Schotten wimmelnde Edinburgh fahren, dort vorgeben, Mitglied einer erbärmlichen Sondereinheit zu sein, die von einem behämmerten Kerl geleitet wird, der an Elfen glaubt, und mir auf der Jagd nach einem schwerfassbaren Trittbrettfahrer von Jack the Ripper den Rücken krumm arbeiten und den Kopf zerbrechen, und das alles unter strengster Geheimhaltung.«

     

    Nein, Inspector Ian Frey ist nicht begeistert. Gerade noch jagte er Jack the Ripper, nun wird er nach Schottland strafversetzt und soll dort in einer neu gegründeten Sondereinheit arbeiten, die sich mit „Erscheinungen“ befasst. Geht es noch schlimmer? Oh ja, das wird er schon kurz nach seiner Ankunft erfahren, als er seinen neuen Vorgesetzten und Partner McGray kennenlernt, der sämtliche Vorurteile bestätigt, die ein kultivierter Engländer gegenüber einem ungehobelten Schotten haben kann. Wobei das mit den Vorurteilen umgekehrt genauso funktioniert…

     

    Dieses Buch hat mich bestens unterhalten, die beiden Ermittler sind in ihrer Gegensätzlichkeit und ihrer Art, miteinander umzugehen, höchst unterhaltsam! Daneben mag ich die ganze Atmosphäre, die ein stimmiges und dichtes Bild schafft und natürlich den spannenden Fall! Die Mordserie in Edinburgh weist einige blutige Gemeinsamkeiten mit der des Londoner Rippers auf, unterscheidet sich aber in einem wesentlichen Punkt, denn die schottischen Opfer sind Violinisten.

     

    Nun darf man keine Thrillerhochspannung erwarten, dafür ist das Tempo zu ruhig und die Handlung durch die zahlreichen unterhaltsamen Passagen zu aufgelockert. Für mich resultierte die Spannung aus dem interessant angelegten Fall, der sich dramatisch steigert und am Ende ordentlich aufgelöst wird. Ich freue mich auf die weiteren Fälle für Frey und McGray.

     

    Fazit: Gelungener Reihenauftakt für ein unterhaltsames Ermittlerduo. Hier lese ich gerne weiter!

  17. Cover des Buches Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen (ISBN: 9783423716833)
    Libba Bray

    Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen

     (637)
    Aktuelle Rezension von: Roxy_00013

    Die Idee an sich, der Aufbau der Geschichte und auch das Setting haben mir sehr gut gefallen.
    Jedoch mangelte es meiner Meinung nach an Erklärungen und dem nötigen Tiefgang.
    Der Schreibstil hat mich leider nicht wirklich überzeugt. Er ist zwar sehr einfach gehalten wirkte auf mich aber oft etwas abgehackt, wobei ich nicht weiss, ob dies vielleicht auch an den Kürzungen lag. Ebenso erschienen mir manche Ausdrucksweisen als zu modern und nicht der Epoche entsprechend.

    Die Beschreibung der Charaktere war eher oberflächlich, entsprechend hinterliessen die einzelnen Protagonistinnen nur einen blassen Eindruck auf mich. Vielleicht ändert sich dies ja noch mit den weiteren Bänden. Mir fehlte einfach allgemein die Bindung zu den Charakteren, weshalb mich ihre Handlungen oder die Ereignisse auch nicht gross berührten.
    Ausserdem konnte ich die Freundschaft der Mädchen überhaupt nicht nachvollziehen, welche wie aus dem Nichts kam.

    Für mich leider kein wirklich gelungener Auftakt. Doch ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, und werde dem zweiten Teil noch eine Chance geben und hoffe auf eine Steigerung.

  18. Cover des Buches Die Tanzenden (ISBN: 9783492070140)
    Victoria Mas

    Die Tanzenden

     (204)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Genevieve ist ist seit vielen Jahren Oberschwester in der Salpêtrière, einem psychiatrischen Krankenhaus in Paris. Sie fühlt sich verantwortlich für die von der Familie verstoßenen, weggesperrten Frauen,  welche allesamt an "Hysterie" leiden. Dennoch bewahrte sie sich stets eine kühle Distanz im Umgang mit den Kranken. Als Eugenie, Tochter aus gutem Hause, von Vater und Bruder eingewiesen wird, beginnt allmählich ihre Fassade zu bröckeln. Eugenie behauptet mit den Toten sprechen zu können. Genevieve tut dies zunächst als Spinnerei ab. Als dann aber intime Details aus dem Leben ihrer verstorbenen Schwester benannt werden, kann sie ihre Sehnsucht nach der Wahrheit nicht länger verleugnen.. 

    Neben dem Schicksal der beiden Frauen erfährt man ebenso das der anderen Insassinen und den zu Anfang des 19. Jahrhunderts völlig irregeleiteten Praktiken psychiatrischer Arbeit. In leichtem und nahezu angenehmem Ton wird hier über ein dunkles Kapitel in der medizinischen Forschung erzählt. Die beschriebenen Persönlichkeiten sind trotz allem bunt und heiter, teils naiv und kindlich. Der Plot verliert so zwar einerseits an Schwermut, macht ihn aber auch gerade deshalb so unvorstellbar traurig. Die schöne Sprache und bunten Bilder können aber nicht über die große Ungerechtigkeit hinwegtrösten. Die gesellschaftlich absolut selbstverständliche Unterdrückung der Frau durch das Patriarchat macht betroffen und zu guter letzt dann auch dankbar.. 

    Tolle Lektüre!

     

  19. Cover des Buches Saphirblau (ISBN: 9783401506012)
    Kerstin Gier

    Saphirblau

     (7.062)
    Aktuelle Rezension von: allswonderland

    In Band zwei kommen wir dem Geheimnis etwas näher, was passieren wird, wenn alle Zeitreisenden in den Chornographen eingelesen wurden und nur Gideon kann es aufhalten. Doch wie, wenn Gwen nicht mehr mit ihm reden möchte?

    Ich finde Kerstin Gier ist es mal wieder gelungen ihre Leser und Leserinnen zu verzaubern. Bei den meisten Folgebänden ist es so, dass sich die Geschichte zieht wie ein Kaugummi, den man von seiner Schuhsohle abziehen möchte, weil man gerade ausversehen in einen hineingesteppt ist. Bei Kerstin ist dies zum Glück nicht der Fall, dort bekommt man nach jedem Kapitel umso mehr Lust weiter zu lesen und man bekommt direkt schlechte laune, da man so lange ließt bis man feststellt: wenn ich jetzt schlafen gehe, dann habe ich noch 4 Stunden bevor ich wieder aufstehen muss um mich fertig für die Arbeit/ Uni zu machen um nicht auszusehen wie ein Darsteller von The Walking Dead.

    Deswegen rate ich euch, lest ihre Bücher in jeder freien Minute, sei es im Bus, sei es in eurer Mittagspause oder sogar auf dem Pott. Es wird sich lohnen, nicht bis spät in die Nacht an ihren Worten festzuhängen, denn sind wir mal ehrlich niemand möchte aussehen wie Bella in Twighlight nach der Geburt von Renesmee.

    Mit diesen Worten verabschiede ich mich auch von dieser Rezension und mache mich gleich auf, um den Dritten und Finalen Band der Edelstein-Triologie zu lesen.

    Kleiner Fun Fact, ich habe weder die Filme gesehen noch bis vor ein paar Monaten die Bücher gelesen, jetzt verstehe ich warum alle meine lesebegeisterten Freunde mich anschauen, wie als würde ich gerade einen meiner Ex Freunde küssen, wenn ich sie darüber Aufkläre. - Ein wenig angewidert und extrem unter Schock. Aber ich mache euch nichts vor, jetzt kann ich sie verstehen, nachdem ich es endlich mal geschafft habe die ersten beiden Bände zu lesen.

  20. Cover des Buches Das Haus am Alsterufer (ISBN: 9783442480289)
    Micaela Jary

    Das Haus am Alsterufer

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Katjuschka

    "Das Haus am Alsterufer" ist der erste Band einer Familiensaga über die Hamburger Reederfamilie Dornhain.
    Anfang des 19. Jahrhunderts:
    Der verwitwete Victor Dornhain lebt mit seinen Töchtern Ellinor, Helene (Nele) und Lavinia sowie seiner Mutter Charlotte in einem herrschaftlichen Anwesen am Alsterufer.
    Ellinor ist als Nachfolgerin von Victor Dornhain auserkoren und ihr Interesse liegen in den Frauenrechten und der Betriebswirtschaft.
    Nele studiert Malerei und Grafik in München.
    Die Jüngste, Lavinia ist sehr ichbezogen und naiv - stets versucht sie ihren Willen durchzusetzen.
    Dies geschieht auch, als sie Konrad Michaelis kennenlernt - einen aufstrebenden und jungen Architekten.
    Lavinia wählt ihn als ihren zukünftigen Ehemann aus und es gelingt ihr sogar mit unlauteren Mitteln ihr Ziel zu erreichen.
    Dabei ist Schwester Nele die Frau, die Konrads Liebe gewonnen hat. Die beiden lernen sich kennen und lieben, wobei Konrad nichts vom familiären Hintergrund Neles weiß. Deshalb ist die Überraschung groß, als die Wahrheit an der Verlobungsfeier von Lavinia und Konrad ans Licht kommt.
    Für wen wird Konrad sich entscheiden?
    Und dann ist da noch Klara Thießen, das Hausmädchen. Victor Dornhain stellt sie auf eine Empfehlung hin ein, in dem Wissen, dass sie seine uneheliche Tochter ist.
    Dunkle Wolken ziehen auf, als der 1. Weltkrieg ausbricht. Die Welt verändert sich - auch für die Dornhains...


    Micaela Jary ist mit "Das Haus am Alsterufer" eine wunderbare Familiensaga gelungen.
    Die ebenfalls empfehlenswerte Fortsetzung heißt "Sterne über der Alster"

  21. Cover des Buches Elbleuchten (ISBN: 9783499003448)
    Miriam Georg

    Elbleuchten

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Elisa53

    Selten hat mich ein historischer Roman so gefesselt wie dieser.

    Miriam Georg landete mit ihrem Debütroman Ende 2020 sofort auf die Bestsellerlisten und schrieb sich in die Herzen ihrer Leser. Inzwischen liegt auch schon Band 2- Elbstürme - sowie der 1. Band einer neuen Reihe um die damalige Auswanderungsstadt Hamburg vor,  von wo aus die Schiffe nach Amerika abfuhren.

    In Elbleuchten wird die Geschichte die reichen Reederfamilie Karsten im Jahre 1886 erzählt. Die jüngste Tochter Lily will sich so gar nicht mit den Konventionen dieser Zeit anfreunden und sucht sich immer wieder Wege, um aus der Enge der Villa in der Bellevue auszubrechen.

    Dabei lernt sie durch Zufall Jo, einen Hafenarbeiter, kennen, der im Gängeviertel lebt. Das Gängeviertel ist das Armenhaus Hamburgs. Die Menschen vegetieren dort vor sich hin, leben in bitterster Armut und können von ihrer Arbeit nicht leben. Raub, Drogenhandel und Prostitution sind an der Tagesordnung.

    Durch Jo lernt Lily dieses Viertel und die unsäglichen Zustände dort kennen. Und wie sollte es anders sein, die zwei verlieben sich. Eine Liebe, die natürlich nicht sein darf.

    Ein toller Schmöker, mit Liebe, Intrigen, Familientragödien, aber auch über Mut, Frauenrechte, Bildung, Anfänge der Gewerkschaften usw.

    Miriam Georg hat für dieses Buch umfangreich recherchiert, so dass sich diese Geschichte 1886 in Hamburg tatsächlich so zugetragen haben könnte, auch wenn Lily und Jo nur der Fantasie der Autorin entsprungen sind.

    Ich freue mich sehr auf die weiteren Bücher und würde am liebsten 6 von 5 Sternen für diesen Roman vergeben. 😉



     

  22. Cover des Buches Der Uhrmacher in der Filigree Street (ISBN: 9783608984750)
    Natasha Pulley

    Der Uhrmacher in der Filigree Street

     (131)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: Thaniel ist Telegrafist und ein unscheinbarer Angestellter der Regierung des historischen London. Eines Tages entdeckt er eine ungewöhnliche und offensichtlich sehr teure Taschenuhr in seinem Besitz, die ihm aber nicht gehört. Als die Uhr dazu beiträgt, dass er einen Bombenanschlag knapp überlebt, macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher.

    Eindruck: Die Liebe zu dieser Geschichte entwickelte sich sehr langsam und heimlich, aber etwa ab der Hälfte war ich begeistert und das Buch wurde für mich zum Pageturner.

    Ich bin ein Fan von Geschichten, die im historischen London spielen. In diesem Buch kamen noch Einblicke in das historische Japan und die Entwicklung von japanischer Kultur im alten London durch Einwanderung hinzu. Das war sehr interessant und ein Thema, zu dem ich bisher noch nichts gelesen hatte.

    Die Geschichte wird in zwei Perspektiven/Ebenen erzählt. Zum einen London 1884, wo es um Thaniels Erlebnisse geht und Oxford 1884, wo es um Graces Erlebnisse geht. Die Verbindung zwischen diesen Charakteren bleibt lange unklar, doch die Auflösung hat mir sehr gefallen.

    Die Entwicklung von Thaniel im Lauf der Geschichte ist der Autorin absolut realistisch gelungen. Realistisch deshalb, weil mir beim Lesen kaum etwas aufgefallen ist, so fein und unscheinbar war die Veränderung. Aber wenn ich inne gehalten habe und an den Thaniel vom ersten Kapitel gedacht habe, war die Entwicklung deutlich zu sehen. 

    In diesem Buch habe ich zum ersten Mal von "Synästesie" erfahren. Das ist ein Phänomen, wegen dem manche Menschen Sinnesreize anders wahrnehmen bzw. ihre Sinne anders miteinander verbunden sind. Es gibt zum Beispiel Menschen, wie der Hauptcharakter Thaniel, die Geräusche als Farben und Muster sehen können. Das wird im Lauf der Geschichte immer mal wieder erwähnt und war sehr faszinierend.

    Der japanische Uhrmacher Mori hat auch eine besondere Fähigkeit, auf die ich aus Spoiler-Gründen nicht genauer eingehen kann. Aber mir hat die Darstellung sehr gut gefallen. Am Anfang kann man auch als Leser nur raten, worum es sich dabei handelt, aber gegen Ende der Geschichte erfährt man immer mehr und dadurch sieht man die voran gegangene Handlung plötzlich in ganz anderem Licht. Sehr cool gelöst.

    Die Geschichte wirkt am Anfang eher unscheinbar, doch es lohnt sich dran zu bleiben, denn sie entwickelt sich schnell zu etwas Besonderem mit sehr spannendem Finale. :) Ich empfehle das Buch allen Leser*innen, die sich für das historische London und Japan interessieren und gerne Geschichten mit nur einem kleinen Hauch Fantasy lesen.


    ACHTUNG! Es folgen SPOILER! (Nur für Leute bestimmt, die das Buch schon gelesen haben!)

    #### SPOILER!!!! #####

    Mein einziger Kritikpunkt ist die angedeutete romantische (und möglicherweise sexuelle?) Beziehung zwischen Thaniel und Mori. Diese Enthüllung kam für mich völlig unerwartet und macht für mich keinen Sinn im Rahmen dieser Geschichte. Im Verlauf der Handlung ist offensichtlich, dass sich eine besondere Beziehung zwischen den beiden entwickelt. Ich habe diese aber die ganze Zeit als enge Freundschaft und Verbundenheit wahrgenommen und nie als "mehr". Bis zu diesem plötzlichen Kuss aus dem Nichts. Möglicherweise habe ich auch alle vorangegangenen Hinweise in diese Richtung übersehen, aber das bezweifle ich sehr.... Für mich wirkt die Romantisierung dieser Beziehung sehr erzwungen und fehl am Platz, als hätte man einen noch stärkeren Grund gebraucht, warum Thaniels Ehe nicht halten wird. Dabei gab es meiner Meinung nach schon genug Gründe und diese Entwicklung hat mich überrumpelt und eher verwirrt. Dazu kommt noch der gravierende Altersunterschied (Thaniel ist etwa 25 und Mori wird so beschrieben, dass ich ihn auf etwa 60? schätze.)

    EDIT: Ich habe nichts gegen die Darstellung gleichgeschlechtlicher oder anderer Beziehungen. Aber es muss für mich in den Kontext der Geschichte passen und das ist für mich hier überhaupt nicht der Fall.

  23. Cover des Buches Die ferne Hoffnung (ISBN: 9781542047883)
    Ellin Carsta

    Die ferne Hoffnung

     (146)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Von der Hansensaga habe ich schon viel positives gehört und musste sie unbedingt selber lesen. 

    Ich bin sehr begeistert von dieser Familiensaga und konnte kaum aufhören mit lesen. Ab der ersten Seite konnte mich diese Geschichte fesseln. Es wurde nie langweilig und der Schreibstil ist so flüssig. Für mich ein richtiger Pageturner und 5 Sterne von mir. Eine absolute Leseempfehlung. Freue mich schon auf den nächsten Teil...habe alle zum Glück hier....

  24. Cover des Buches Clockwork Prince (ISBN: 9783401508009)
    Cassandra Clare

    Clockwork Prince

     (1.360)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: ACHTUNG, ENTHÄLT SPOILER ZU BAND 1. Nach dem Verrät durch ihren Bruder ist Tessa erschüttert, doch ihr bleibt keine Zeit, um sich zu erholen. Der Magister hat sich bereits in die Reihen ihrer engsten Vertrauten Zugriff verschafft, gleichzeitig kommen aus den Reihen der Schattenjäger Zweifel gegenüber Charlotte als Leiterin des Londoner Instituts auf. Und zu allem Überfluss lässt Jem, der ihr gegenüber immer nur gütig gewesen war, ihr Herz plötzlich schneller schlagen - während Will ihr Herz erbeben lässt. Doch kann Tessa lieben und lieben lassen, wenn sie nicht einmal selbst weiß, wer oder was sie wirklich ist?

    Fazit: Band 1 der Reihe hatte mich leider trotz gutem Schreibstil nicht wirklich erreicht, möglicherweise auch, weil ich nicht wirklich Zugang zum Steampunk-Setting gefunden habe. Eigentlich wollte ich die Reihe daher gar nicht weiterlesen, fand mich aber vor kurzem auf einer längeren Bahnfahrt ohne ein anderes ungelesenes eBook auf dem Kindle wieder. Daher begann ich doch mit Band 2 und muss sagen, dass dieses Buch im Vergleich zu seinem Vorgänger ordentlich zugelegt hat. Der Humor und die Figuren waren für mich um einiges greifbarer (und unterhaltsamer) und das Love Triangle hat ordentlich an Fahrt aufgenommen. Bald schon konnte ich den Kindle nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste einfach wissen, wie es mit Tessa, Will und Jem weitergeht! Daher werde ich mich auch gleich morgen in den dritten und finalen Band der Reihe stürzen.

    Empfehlung: Falls auch euch Band 1 nicht zu 100% erreicht hat: keine Sorge, es wird besser! 

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