Bücher mit dem Tag "19. jh."
48 Bücher
- Friedrich Nietzsche
Also sprach Zarathustra
(254)Aktuelle Rezension von: Ines_SchillingEine Lektüre die in keiner Schule oder im Literaturunterricht fehlen sollte. Und ehrlich hier 300 Zeichen über ein Buch zu schreiben das mehr ist als nur Wörter und Zeichen lest es einfach selbst und macht euch ein Bild von seiner Idee die Nietzsche in die Welt tragen wollte und es auch geschafft hat
- Stephan Thome
Gott der Barbaren
(40)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchChina, Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung überzieht das Kaiserreich mit Terror und Zerstörung. Ein junger deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des riesigen Reiches helfen will, reist voller Idealismus nach Nanking, um sich ein Bild von der Rebellion zu machen. Dabei gerät er zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er am Ende alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts – in Hongkong, Shanghai, Peking – begegnen wir einem Ensemble so zerrissener wie faszinierender Persönlichkeiten: darunter der britische Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchten muss.
Angeführt von einem christlichen Konvertiten, der sich für Gottes zweiten Sohn hält, errichten Rebellen in China einen Gottesstaat, der in verstörender Weise auf die Terrorbewegungen unserer Zeit vorausdeutet. Ein großer und weitblickender Roman über religiösen Fanatismus, über unsere Verführbarkeit und den Verlust an Orientierung in einer sich radikal verändernden Welt. - Maria W. Peter
Die Melodie der Schatten
(189)Aktuelle Rezension von: kupfis_buecherkisteFiona soll mit ihrer Tante in die Highlands, doch da wird sie nicht angkommen. Ihre Kutsche wird überfallen, Fiona kann als einzige fliehen, der Kutscher und ihre Tante kommen um. Fiona flüchtet sich auf ein Anwesen, wo sie mürrisch empfangen wird. Das Hauspersonal ist verhalten, der Hausherr verhält sich sehr mürrisch ihr gegenüber. Zudem schleicht ein schwarzer Mann im Haus herum, und erschreckt Fiona nicht nur einmal. Zudem hört Fiona stimmen und Melodien im Haus. Trotz Unmut des Hausherren fängt Fiona an zu forschen, was es mit dem Haus und deren Besitzer auf sich hat. Nach und nach kann sie Vertrauen zum Hauspersonal, aber auch zu den Einwohnern des Ortes aufbauen. Dabei erfährt sie die Geschichte, die nicht nur den Hausherren betrifft, sondern auch ihren Vater – und sie muss sich entscheiden, zu wem sie hält.
Die Handlung dieses Buches findet im Jahre 1837 in den schottischen Highlands statt. Fiona entspricht nicht der typischen Rolle einer Frau, die man gewinnbringend verheiraten kann. Sie leidet an Fallsucht, und ihr Vater möchte sie zwar verheiraten, ist aber nicht ganz glücklich, weil er weiß, dass sich keiner seiner kranken Tochter annehmen möchte. Zudem ist er Richter, und möchte sein Ansehen waren. Dagegen hat Aidan Thristan als Hausherr keinen Ruf mehr zu verlieren. Seine Geschwister und sein Vater haben in der Region viele Menschen gewaltsam vertrieben, er selbst war als Verurteilter in Australien. Fiona versucht jedoch, Aidan von der Familienschuld zu befreien, weil sie erkennt, dass er ein gutes Herz hat. Dabei stößt sie aber in ein Wespennest, und muss sich nachher entscheiden, auf wessen Seite sie steht. Denn sie muss feststellen, dass ihr Vater die Finger im Spiel hatte, als Aidan verurteilt wurde.
Das Buch hat mir grundsätzlich gut gefallen. Es lässt sich gut und einfach lesen, und man kann gut dabei bleiben. Das Buch wird mit Schauerliteratur beworben. Hier muss ich leider sagen, die habe ich vergeblich gesucht. Ja, der Mord am Kutscher und an Fionas Tante sind grausam gewesen. Auch der beschriebene schwarze Mann hat durchaus seinen Hang zur Spannung. Aber unter einer Schauerliteratur verstehe ich mehr Gruselfaktor, den ich einfach für meinen persönlichen Lesegeschmack vermisst habe. Ich würde das Buch eher als Historienroman bewerben. In dieses Genre passt das Buch perfekt. Denn die Autorin Maria W. Peter beschreibt eindringlich, wie Highland Clearances abgelaufen sind. Auf grausame Weise wurden die Highlands geräumt, um den Platz für die Schafzucht zu bekommen. Die betroffenen Menschen wurden gewaltsam auf Auswanderschiffe geschafft, die nach Australien oder auch nach Nordamerika gebracht wurden. Die Autorin erzählt diese Geschichte nahbar am Fall von Aidan Thirstane, und webt Fiona als Liebesgeschichte wunderbar mit ein. Zugegeben, aufgrund des Klappentextes war ich auf eine andere Geschichte eingestellt, die vielleicht auch etwas mehr mit Fantasy oder wirklicher Schauerliteratur zu tun hat. Ich fahr eigentlich auf ein Schlossgespenst oder ein Fluch eingestellt. Doch letzterer Fluch offenbarte sich als Geschichtsroman, dessen Geschichte ich aus Schottland nicht kannte. Das hat mich positiv überrascht und ich konnte durch dieses Buch recht viel lernen. Also lasst euch vom Klappentext nicht irritieren und lest dieses Buch, das leicht zu lesen ist, auch wenn es eine anspruchsvolle Geschichte verbirgt. Definitiv lesenswert.
- Susanne Popp
Die Teehändlerin
(206)Aktuelle Rezension von: HeptavalentDas erste Buch über die Familie Ronnefeldt ist sehr angenehm geschrieben. Die Charaktere werden lebendig erzählt, es ist eine ereignisreiche Geschichte.
Einen Stern abgezogen habe ich nur, da es sich um die Geschichte von Personen handelt, die echt gelebt haben und neben denen fiktive Personen eine große Rolle spielen. Das mag die Geschichte beleben, jedoch ist es mir bei realen Menschen lieber, nah an der Wahrheit zu bleiben.
Trotzdem freue ich mich darauf, den zweiten Teil zu lesen.
- Susanne Popp
Der Weg der Teehändlerin
(80)Aktuelle Rezension von: lolamoosgruenDer zweite Teil der Ronnefeldt-Saga spielt einige Jahre nach Teil 1. Die nächste Generation ist erwachsen geworden und versucht nun ihren Platz in der Welt zu finden. Wir begleiten besonders Elise, Carl und Wilhelm. Aber auch die Geschehnisse aus Band 1 werden zum Großteil wieder aufgegriffen. Außerdem begleiten wir wieder Friederike, die versucht ohne ihren Mann ihren Teehandel gut in die Zukunft zu führen.
Der Schreibstil war sehr angenehm. Man konnte sich einfach fallen lassen und auf eine Reise ins 19. Jahrhundert begeben. Man fühlt mit allen Charakteren mit, sodass ich im Epilog sogar ein Tränchen verdrücken musste. Ich bin nun sehr gespannt, wie die Geschichte im Dritten Teil abgeschlossen wird.
- Jeanette Peters
Jenseits der Grenze
(5)Aktuelle Rezension von: nancyhettEin historischer Liebesroman von der deutschen Autorin Jeanette Peters, erschienen im November 2016.
Klappentext:
Das ruhige, idyllische Landleben der jungen Kathleen Cooper, gerät vollkommen aus den Fugen, als der US-Amerikanische Bürgerkrieg über die Plantage ihrer Familie hinwegfegt.
Um den Besitz ihrer Familie zu retten, wird sie von ihrer Mutter gezwungen eine Ehe mit dem jungen Yankeesoldaten Jonathan einzugehen.
Ihr Weg führt sie nach Minnesota, wo sie sich einer Unbekannten und rauen Umgebung ausgesetzt sieht. Während Jonathan und seine Brüder in den Schlachten ums nackte überleben kämpfen, ist Kathleen erst mal auf sich allein gestellt und kämpft gegen ihre Ehe, ihr Schicksal und gesellschaftliche Konventionen an.
Vollkommen unerwartet, findet sie Hilfe, Verständnis und Unterstützung in der gesellschaftlich geächteten Rose.
Meine Meinung:
Ein historischer Liebesroman, dessen Handlung zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges spielte und der mich etwas an „Fackeln im Sturm“ erinnerte, leider war hier die Umsetzung nicht ganz so gut gelungen.
Der Schreibstil der Autorin war durchaus locker-leicht, dafür gab es aber einen erheblichen Mangel an korrekter Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck, welche den natürlichen Lesefluss schon beeinträchtigten.
Die Handlung war zwar spannend, an manchen Stellen aber eher unglaubwürdig und nicht wirklich überzeugend.
Einige der Charaktere blieben während des gesamten Romans eher blass und farblos,
was ich persönlich ziemlich Schade fand. Hier fehlte es mir eindeutig an Tiefgang.
Die Grundidee zum Buch finde ich nach wie vor gut, leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen.
Mein Fazit:
Nach einer Korrektur durchaus lesenswert!
- Astrid Fritz
Die Räuberbraut
(46)Aktuelle Rezension von: FaiditAls Rheinland-Pfälzerin habe ich nach etwas regionaler Geschichte und einem Historienroman gesucht, der diese nicht nur oberflächlich beschreibt und ansonsten eine schmalzige Liebesgeschichte vor einem Caspar-David-Friedrich-Motiv inszeniert. Mit diesem Roman von Astrid Fitz habe ich eine gute Wahl getroffen. Akribisch bis ins Rotwelsche recherchiert und diese alte Gaunersprache neben dialektischer Färbung der Sprache passend in den Erzähltext eingebunden, erhält man nicht nur einen spannenden Einblick in das Leben dieses berühmten Räuberfürsten und seiner Lebensgefährtin, sondern auch in die südwestdeutsche Gesellschaft und Landesgeschichte zur Zeit Napoleons und der Anbindung an Frankreich.
So objektiv wie möglich hat die Autorin dabei das Leben von Johannes Bückler und der Musikantentochter Juliana Blasius dargestellt, um den Lesern Spielraum für ein eigenes Bild vom noch heute berühmten Schinderhannes zu lassen. Vielleicht wollte die Autorin auch selbst nicht zu tief in die möglicherweise egozentrische Seele des Protagonisten blicken, was dann leider wenige Gefühlsregungen beim Lesen weckt, die zu einem tieferen Miterleben der Geschehnisse verhelfen. Dennoch ist der Roman bis zum Ende auf sehr spannende Weise informativ und fesselnd.
- Lynn Austin
Bebes Vermächtnis
(18)Aktuelle Rezension von: DominikaDieses Buch erzählt von 3 Frauen. Viel mehr von der ersten, Beatrice Garner, genannt BEBE. Über Bebes Tochter Lucy und Enkeltochter Harriet.
Bebe ist in armen Verhältnissen geboren. Sie ist die Tochter eines Bauern. Einige Jahre später bricht ein Bürgerkrieg in Amerika aus und Bebe muss die Arbeiten ihrer Brüder im Hof übernehmen. Diese schwere Arbeit prägt sie, stärkt sie für die Zukunft.
Nach dem Krieg lernt Bebe einen reichen Gerberei-Erben kennen und lieben. Bebes Mutter warnt Bebe vor dieser Heirat, aber das Mädchen hört nicht auf sie und heiratet Horatio Garner. Erst nach ihrer Hochzeit merkt Bebe, dass sie mit der Heirat einen großen Fehler gemacht hat. Der Mann, den sie geheiratet hat, ist nicht der, für den er sich ausgegeben hat. Horatio ist nicht stark, lustig und schon gar nicht gottesfürchtig. Aber jetzt gibt es für Bebe kein Zurück mehr. Sie muss weiter machen, weiter leben. Die darauffolgenden Jahre sind für Bebe schwer. Aber sie lernt Gott zu vertrauen und auf ihn zu bauen.
Meine Meinung:
Mich hat Bebes Geschichte schnell gepackt. Mir fiel es oft schwer, das Buch aus den Händen zu legen.
Was mir an Bebe so sehr gefallen hat ist, dass sie Horatio nicht verlassen hat, obwohl ihr danach war, nachdem sie erkannt hat, dass sie einen großen Fehler gemacht hat, ihn zu heiraten. Sie hat sich entschieden für ihn zu kämpfen. Der Kampf um ihn und die Gerberei ist ihr nicht leicht gefallen, aber Gott hat sie gehalten. In ihrem Leid und den Kämpfen gegen Alkohol ist ihr Herz zu Gott hingewachsen. Gott hat ihr Herz Stück für Stück verändert.
Mit dieser Geschichte wurde mir klar, dass wir nur Menschen sind. Wir machen Fehler, so wie Bebe einen gemacht hat. Aber Gott liebt uns so sehr, dass er unseren Fehler in seinen Plan einbaut. Das finde ich so schön! Am Anfang kämpft Bebe für ihren Mann. Sie möchte, dass er aufhört sich zu betrinken. Kurze Zeit später kämpft sie mit vielen anderen Frauen für die anderen Männer, die das Gleiche Problem haben wie ihr Mann.
Bebes Geschichte nimmt eine spannende Wendung. Es kommt zum großen Verlust. Bebes Tochter Lucy findet danach viele Jahre lang keinen Frieden.
Bebes Enkelin Harriet möchte verstehen, wie sie zu diesem Menschen geworden ist. Sie ist gerade im Gefängnis und hat viel Zeit zum Nachdenken.
Manchmal tauchen Bibelverse in der Geschichte auf. Die Autorin Lynn Austin erklärt sie wunderbar.
Mir hat das Buch sehr gefallen! Es ist ein interessanter, fesselnder, christlicher Roman. Ich empfehle es.
- Susanne Popp
Das Erbe der Teehändlerin
(29)Aktuelle Rezension von: lolamoosgruenIn diesem letzten Teil der Ronnefeldt-Saga begleiten wir die nunmehr dritte Generation der Familie. Rolf Ronnefeldt macht eine Weltreise, die ihn in verschiedene Teeanbaugebiete führt und die auch den ein oder anderen interessanten Zwischenhalt bereit hält. Auf der anderen Seite begleiten wir Anna Reither, die versucht als junge Frau Ende des 19. Jahrhunderts ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Mir hat die Geschichte wieder sehr gut gefallen. Der Schreibstil von Susanne Popp hat es mir wieder möglich gemacht, mich in der Geschichte fallen zu lassen. Trotz der ruhigen Erzählart wurde es nie langweilig. Dazu kommt, dass es diesmal ein Spannungselement gibt, welches sich durch die gesamte Handlung zieht und welches das Herz auch mal schneller schlagen lässt.
Ich kann die Ronnefeldt-Saga wirklich jedem empfehlen, der gern eine Familie über mehrere Generationen begleiten und so ganz entspannt etwas über die damalige Zeit erfahren will. Und für Teeliebhaber ist die Reihe sowieso ein Traum ☕️
- John Galsworthy
Die Forsyte Saga
(10)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch eine Leserunde wurde ich auf das Buch bzw. den Autor aufmerksam. Es ist das erste Buch von John Galsworthy, das ich lese bzw. höre.
Wie finde ich Cover und Titel?
Cover und Titel passen. Ich hab zwar keine Ahnung, welche der Familienmitglieder abgebildet sind, aber alle hätten sowieso nicht auf ein Foto gepasst.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension, vor allem bei solch einem Monumentalwerk. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Familie Forsyte, über vier Generationen hinweg. Im Grunde dreht sich die Geschichte aber um Soames. Die Story ist spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen, einige waren etwas vorhersehbar.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann.
Der Schreibstil ist trotz seiner teilweise ellenlangen Sätze recht flüssig, der Ausdruck ist etwas gestelzt, aber stets gewählt und passt damit zu der Zeit, in der die Geschichte beginnt (und spielt). Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit. Die Beschreibungen sind detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Ein dezent bissig-ironischer Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack.
Wer spielt mit?
Die Familie besteht aus gefühlt hundert Personen und wirkt fast wie eine Kleinstadt. Auch wenn sie sich untereinander teilweise verachten, halten sie im Notfall zusammen. Die Charaktere und deren Entwicklung sind wirklich gut gezeichnet. Ich habe sie mehr oder weniger kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Mein Fazit?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens (als Hörbuch, da der Sprecher so schön ausdrucksvoll, langsam und betont liest) weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich mir einverleibe, einige scheint er ja noch geschrieben zu haben.
Übrigens: Madeira trinken ist aristokratisch - Bernard Cornwell
Sharpes Teufel
(5)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen ersten Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Der 21. Band der tollen Buchreihe unterscheidet sich doch erheblich von den vorherigen Büchern. Die Handlung ist diesmal ausserhalb Europas angesiedelt - in der neuen Welt, in Chile. Aber nicht nur das unterscheidet das Buch von allen bisherigen, auch die Handlung ist deutlich weniger von Schlachtenlärm geprägt. stattdessen geht es um die Suche nach einer vermissten Person, um Verrat und Intrigen. Durchaus auch sehr spannend. Ausserdem ist die Handlung im Jahr 1820 angesiedelt - alle noch folgenden Bücher spielen zeitlich vor diesem Datum. Man mag also diesen Band als den eigentlichen Abschluss der Reihe ansehen.
Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen erreicht aber nicht mehr ganz die volle Punktzahl.
- Dorothea Morgenroth
Das Licht im Fenster
(16)Aktuelle Rezension von: peedeeMitte des 19. Jh.: Charlotte von Rixtorf verlässt als 18-Jährige ihr Elternhaus in Deutschland, um in England eine Stelle als Gesellschafterin der jungen Miss Mallory anzutreten. Charlotte lebt sich auf Lowerdale Manor ein und verliebt sich in Myles Carrington, den Sohn des Hausherrn. Noch vor der Hochzeit kommt Myles bei einem Jagdunfall ums Leben; tiefe Trauer und Verzweiflung liegt über dem Anwesen. Charlotte stösst auf ein Familiengeheimnis: ein Streit entzweite vor Jahren die Familie. Sie will nun unbedingt die zerstrittenen Parteien miteinander versöhnen und begibt sich auf eine beschwerliche Reise…
Erster Eindruck: Das Cover wirkt ein bisschen märchenhaft-verwunschen; der Ausblick vom Wald auf ein altes Anwesen gefällt mir. Zum Buchtitel passt das Cover meiner Meinung nach jedoch nicht.
Eine junge Frau verlässt ihre Heimat, um in einem fremden Land eine Stelle als Gesellschafterin anzutreten – diese „Karriere“ war früher gang und gäbe. Charlotte, sodann von Mallory und Myles „Charlie“ genannt, wollte unbedingt mehr von der Welt sehen als nur das elterliche Gut und die Ländereien rundherum. Der Start auf Lowerdale Manor gestaltete sich jedoch schwierig, da Sir Edmund, der Hausherr, ein nicht sehr umgänglicher Mensch ist. Mit Mallory, die aufgrund einer Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen ist, verstand sie sich jedoch gleich zu Beginn. Niemals hätte Charlie daran gedacht, dass sie auch ihren künftigen Ehemann dort finden würde: Myles. Doch zur Hochzeit sollte es ja, wie weiter oben erwähnt, leider nicht kommen.
Charlie stösst auf ein Familiengeheimnis und möchte gerne mehr darüber erfahren. Aber die Bediensteten auf Lowerdale Manor machen dicht und verraten nichts. Als sie über andere Quellen mehr Informationen erhält, macht sich Charlie auf, um im fernen Amerika nach dem verschwundenen Familienmitglied zu suchen. Ein gewagtes Unterfangen mit mehr als ungewissem Ausgang. Wird es ihr gelingen, die Familie zu versöhnen?
„Worte sind wie Pfeile, einmal ausgesprochen, holst du sie niemals zurück. Und wenn du ein geübter Schütze bist, triffst du immer das Herz des anderen.“ (Unbekannt)
Dies war mein zweites Buch der Autorin, nach „Ein Brief für dich“, was mir sehr gut gefallen hat. Bei der vorliegenden Geschichte war ich gleich nach den ersten paar Seiten in der Mitte des 19. Jahrhunderts angekommen – es waren definitiv andere Zeiten als heute. Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen; für meinen Geschmack war jedoch die Schiffspassage nach Amerika zu lang im Gegensatz zum ersten und letzten Teil. Der Ausgang der Geschichte war für mich nicht wirklich überraschend. Von mir gibt es 4 Sterne. - Verena Maatman
Frau Beethoven
(28)Aktuelle Rezension von: Kyra112Josephine ist eine junge Frau aus adligem Haus. Ihre Mutter ist stetig bemüht, sie und ihre ältere Schwester Therese, reich zu verheiraten. Aus diesem Grunde genossen die beiden die beste Erziehung und werden in die Wiener Gesellschaft eingeführt. Hier lernen die Schwestern den jungen und begnadeten Komponisten Ludwig van Beethoven kennen. Josephine und er sind sich von Anfang an sympathisch. Dennoch hat diese Sympathie keine Zukunft. Josephine wird an einen reichen Mann verheiratet. Die Ehe verläuft wider Erwarten glücklich. Doch kurz nach der Ehe reiht sich ein Schicksalsschlag an den anderen und stellt Josephine vor viele Prüfungen.
Dies war mein zweites Buch von Verena Maatman. Nachdem ich bereits Signorina Vivaldi gelesen hatte und dieses Buch als sehr angenehm empfand, freute ich mich auf dieses Buch. Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich empfand die Geschichte als sehr zähfließend und vorhersehbar, da immer wieder das gleiche passierte.
Dennoch ist es ihr gelungen, die Verhältnisse zur damaligen Zeit gut darzustellen. So verlangt die Gräfin Brunsvik von ihren Kindern stets einwandfreies, gesellschaftliches angepasstes Verhalten.
Das Gleiche gilt für Franz, den Sohn der Gräfin Brunsvik.
Josephine hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Sie ist eine selbstbewusste, junge Frau, die sich aber gleichzeitig nach der großen Liebe und Emotionen sehnt. Im Laufe der Zeit wurde sie mir jedoch etwas unsympathischer, weil sie nie aus ihren Fehlern lernte und meiner Meinung nach auch des Öfteren ihre Kinder, die ihr immer so wichtig waren, dennoch in Gefahr brachte.Sehr sympathisch war mir die Figur der Therese. Sie ist ein absoluter Familienmensch. Ich empfand es so, dass sie ihr Leben für die Familie opferte. Sie war immer an der Seite von Josephine und deren Kindern und hielt auch in schwierigen Situationen zu ihr, sodass sie sich auch gegen ihre eigene Mutter auflehnte.
Ludwig van Beethoven wurde auch gut dargestellt. Seine Begeisterung für die Musik und sein manchmal eigenwilliger Charakter wurden nachvollziehbar dargestellt.
Auch die große Liebe der Beiden und Beethovens von jungen Jahren bis in Alter war gut beschrieben.
Ich fand das Cover am Anfang etwas düster dargestellt. Aber nach dem ich den Roman gelesen habe, fand ich es sehr passend.
Für alle die, die gerne Bücher aus der Zeit des 19. Jh. lesen und die gesellschaftlichen Konventionen interessant finden, könnte es dennoch eine Empfehlung sein.
- Sophie Reyer
Das stumme Tal
(4)Aktuelle Rezension von: peedeeStumm, Tirol, 1889: Bei einem verheerenden Brand verliert die dreijährige Amelia ihre ganze Familie – Mutter, Grossmutter, zwei Geschwister, und ihr Zuhause. Doch scheinbar ist die Familie nicht durch das Feuer zu Tode gekommen, sondern durch einen grauenhaften Raubüberfall. Zwei junge Vagabunden werden verdächtigt, diese abscheuliche Tat begangen zu haben…
Erster Eindruck: Das Cover und der Buchtitel gefallen mir sehr gut.
Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit, nämlich dem furchtbaren Raubmord in Stumm zur damaligen Zeit. Die Figuren und Geschichte sind jedoch Fiktion.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, nämlich im Jahr 1889 und nach einem Zeitsprung im Jahr 1920. Und genau diese Zeitsprünge haben mir das Lesen ziemlich erschwert: Immer wieder steht unter den Kapiteln „früher“, „später“ oder „danach“. Dies sollte wohl helfen, sich in der Geschichte zurechtzufinden, aber ich habe manchmal erst nach ein paar Zeilen gemerkt, wo ich war.
Die geschilderten Umstände sind eine unheimliche Tragödie – auf einen Schlag verliert das kleine Mädchen alles. Zum Glück nehmen Hans und Anna Erl, die beide selbst kinderlos sind, Amelia in ihrer Mitte auf. Nachdem Amelia erwachsen war, ging sie von Stumm weg. Im Jahr 1920 arbeitet sie bei einer Familie in Wien. Als ihre Ziehmutter Anna verstirbt, kehrt Amelia ins Dorf zurück. Und dort kehren auch verblasste Erinnerungen an die damaligen Umstände zurück. Sie weiss diese Fragmente jedoch nicht einzuordnen. Zufälligerweise trifft sie auf einen Neuzuzüger, der damals Gerichtsschreiber bei der Verhandlung war. Er meint, dass es nicht die beiden Männer waren, die verurteilt wurden. Was ist eigentlich wirklich geschehen, seinerzeit im Jahr 1889? Kann sie jetzt noch Neues herausfinden? Was ist wahr – und was wurde ihr einfach nur so erzählt?
Die Sprache fand ich ungewohnt und ich hatte Mühe mit dem Hin und Her. Die Auflösung hat mich zur Hälfte überrascht – mehr verrate ich nicht. Leider konnte mich die Geschichte nicht so richtig überzeugen, schade. Von mir gibt es daher nur 2 Sterne. - Norman P. Grubb
Rees Howells: Leben eines Fürbitters
(7)Aktuelle Rezension von: cho-iceDieses Buch ist ungewöhnlich, und zwar in mancher Hinsicht. Es ist fast 70 Jahre alt, erscheint aber in dieser vollständigen Fassung erstmals auf Deutsch. Es hat ein 14 (!) Seiten langes Vorwort aus dem Jahr 2020. Und es beschreibt ein sehr ungewöhnliches Leben, das den Leser vor viele Fragen und Herausforderungen stellt.
Rees Howells wird in Wales als Kind einer armen, aber gläubigen Familie geboren. Als junger Erwachsener erkennt er selbst die Notwendigkeit, gerettet zu werden, und lernt zum ersten Mal die Kraft des Heiligen Geistes kennen. Dieser führt ihn auf einzigartige Weise in ein Leben des Verzichts und der Hingabe. Doch die Opfer, die er - und später auch seine Frau - bringen, führen zu reichem Segen für viele.
Ich möchte nicht zu viel von diesem sehr bewegten Leben vorwegnehmen, aber manches lässt einem beim Lesen wirklich den Atem stocken. Gleichzeitig wirkt vieles aus heutiger Sicht befremdlich und es bleiben an mancher Stelle Fragen offen. Dies mag auch dem Alter der Biografie geschuldet sein. Unabhängig davon ist jedoch klar - wie auch Hanspeter Nüesch im Vorwort herausstellt -, dass Rees Howells auf eine besondere Weise gebraucht wurde und deshalb auch besondere Erfahrungen mit Gott gemacht hat, die sich nicht verallgemeinern lassen.
Mich hat dieses Buch herausgefordert, nachdenklich gemacht, ungläubig den Kopf schütteln und an mancher Stelle auch innerlich protestieren lassen. Unterm Strich halte ich es aber für eine lohnenswerte Lektüre, da es den Leser wachrüttelt und ihn dazu ermutigt, sein eigenes Leben mit Gott zu überprüfen.
- Jules Verne
In 80 Tagen um die Welt
(47)Aktuelle Rezension von: Melanie_HoppeDie Geschichte von dem Herrn Fogg und seinem Diener Passepartout war anfangs etwas zäh, man musste genau hinhören und sich erst sortieren. Doch nach 3 Kapiteln war ich drinnen und kam dann recht gut mit. Der Erzählungsstil war sehr ruhig (wenn auch ein wenig monoton) aber angenehm. Die Geschichte ist super interessant und ich war neugierig wie die Menschen "damals" gereist sind und habe natürlich an einigen Stellen schmunzeln dürfen. Herr Fogg war mir ein wenig suspekt, da er oft kaum bis gar keine Reaktion zeigte, egal wie dramatisch die Situation war. Jedoch hat er geschafft und mit dem Ende hatte ich kein Stück gerechnet. Die Reise hat nicht nur bewiesen das alles möglich ist, sondern ihm auch die Frau seines Lebens gebracht.
- Gilbert Morris
Im Taumel des Glücks
(8)Aktuelle Rezension von: pallasDer letzten Teil der wunderschönen Wakefield Saga fokussiert die
Handlung sehr auf den Krieg Napoléons und das damit einhergehende
Schicksal der jungen Menschen Shayna, Cathan und Trevor.
Die Story setzt im 1800. Jahrhundert ein. Honor bereitet für seine
siebzehnjährige, hübsche Tochter Shayna einen Geburtstagsball vor. Ihr
Cousin Trevor Wakefield, der Medizin in Schottland studiert, liebt sie
schon lange ist aber zu schüchtern um ihr seine tiefe Zuneigung zu
gestehen.
Als Cathan Morgan, ein tapferer junger Mann in Armeeuniform, erscheint
ist es um Shaynas Herz geschehen. Leider ist der Ruf Cathans alles
andere als gut. Er gilt als das schwarze Schaf in der Familie Morgan und
so möchte Honor nur sehr ungern die Hand seiner Tochter Shayna an ihn
vergeben.
Er verlangt von Cathan sich erst in einem Beruf zu beweisen, bevor er um
seine Tochter werben dürfe. Honor selbst ist Kapitän eines englischen
Kriegsschiffs und muss für einen Befehl bald in See stechen. Trevor
folgt ihm als Arzt auf sein Schiff und sogar Shayna möchte ihren Vater diesmal begleiten. Als einige Gefangene, darunter auch Cathan eines Gefangenenschiffs auf Honors Schiff, die "Dauntless", gebracht werden, sieht er fasziniert wie sich Cathan vor seinen Augen verändert. Durch einen gläubigen Christen hat Cathan sein Leben in andere Bahnen gelenkt. Er wird auf dem Schiff "Dauntless" zu einer großen unverzichtbaren Hilfe. Honor staunt wie sich Cathan für Menschen einsetzt und ganz offensichtlich zum Glauben fand.
Wird es nun eine Chance für Shayna und Cathan geben?
Im letzten Teil finden alle Romanfiguren ihr Glück, die Gott an erster
Stelle setzen. Vergebung und Neuanfang sowie Liebe und Glaube sind
wunderschöne Elemente dieses mehr als lesenswerten Romans.
Der wunderschön und mühelos lesbare Schreibstil von Gilbert Morris
garantiert beste Unterhaltung und erweckt die bemerkenswert gut
herausgearbeiteten Charaktere zu ihrem authentisch wirkenden Leben.
Auch diese Episode der Wakefield Saga hat mir außerordentlich gut
gefallen und ich finde es so schade, dass es keine weiteren Bücher
dieses Autors in deutscher Sprache gibt.
Einen herzlichen Dank an den SCM HÄNSSLER Verlag für das wunderschöne,
rund um gelungene Werk . - Claude Cueni
Giganten
(15)Aktuelle Rezension von: Insider2199Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen!
Der 1956 in Basel geborene Autor schrieb neben historischen Romanen und Thrillern auch Theaterstücke, Hörspiele und über 50 Drehbücher für Film und Fernsehen. Außerdem designte er jahrelang Computer-Games. Bekannt wurde er durch seine monumentale 1500-seitige Trilogie über "Geld, Götter und Leidenschaft", die u. a. die Geschichte des Geldes in drei Epochen erzählt: "Cäsars Druide" (Geld aus Metall), "Das große Spiel" (Geld aus Papier), "Gehet hin und tötet" (virtuelles Geld). Der vorliegende Roman ist mein erster von ihm.
Inhalt (Klappentext): Der Roman erzählt die Geschichte zweier Freunde, die im ewigen Wettstreit um das größte Bauwerk der Welt zu Rivalen werden; es ist das Drama zweier Rivalen, die im Wettstreit um eine Frau zu Feinden werden. Der eine ist der kühl berechnende Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der geniale Eisenmagier, der den Eiffelturm erbaute; der andere der Bildhauer Frédéric Bartholdi, ein Künstler aus Leidenschaft, der von der Idee besessen ist, einen weiblichen Koloss von Rhodos zu erschaffen, und die Freiheitsstatue errichtete. Zwischen den beiden Männern steht eine junge Pariserin, die sich zwischen Vernunft und Herz, zwischen wirtschaftlicher Sicherheit und einem Leben als Bohemien, entscheiden muss.
Meine Meinung: Zuerst einmal zu den positiven Aspekten des Romans: das Buch lässt sich leicht lesen und man erfährt zahlreiche historische Fakten zum Bau des Eiffelturms und der Freiheitsstatue. Das ist aufgrund des Covers, Titels und Klappentexts auch zu erwarten gewesen. Die gleichen Infos bekomme ich aber auch, wenn ich mir die Wikipedia-Beiträge zu den Events durchlese. Somit lag meine Erwartungshaltung bei so einem fiktiven Roman doch etwas höher, v.a. wenn die Rivalität der beiden Erbauer im Klappentext angedeutet wird: da erwarte ich logischerweise Konflikte und Dramatik – doch hier enttäuscht der Roman, was mich zu folgenden Kritikpunkten überleiten lässt …
Erstens kocht die Rivalität bzw. Konflikte auf kleiner Flamme, denn es geht hpts. ständig um die Frau, in die sich Frédéric verliebt und die ihm Mr. Eiffel wegschnappt. Es ist ja nicht so als würde die Frau zu irgendwas gezwungen, sondern sie entscheidet sich freiwillig dazu, den Eiffelturm-Erbauer zu heiraten und Frédéric jammert ständig rum und kann dies nicht ertragen. Zu einem richtigen Fight zwischen den beiden kommt es leider nicht wirklich, es wird mit der Zeit einfach nur nervig, weil die Frau auch nicht richtig weiß, was sie will und das Gezeter auch noch in sehr banalen, gestelzten Dialogen verpackt wird.
Zweitens fand ich es sehr schade, dass man hpts. nur mit der Perspektive von Frédéric konfrontiert wird und somit auch über den Bau der Freiheitsstatue viel mehr erfährt als über den des Eiffelturmes. Mich hätte aber auch diese Seite interessiert; es gibt z.B. viele interessante Facts, die ich im Internet nachlas, die sich leider nicht in diesem Roman wiederfinden. Schade.
Und drittens gibt es auch in diesem Roman – was leider keine Seltenheit darstellt – sehr viele Lückenfüller, sprich ich hätte mir ein besseres Editing gewünscht. Da gibt es z.B. einen sehr ausschweifenden Sub-Plot über Frédérics Bruder Charles, den man meines Erachtens getrost hätte streichen können, denn der Fokus sollte doch auf der Rivalität der beiden „Giganten“ liegen, doch dieser kommt leider zu kurz oder ist zu trivial dargestellt. Ergo Thema verfehlt.
Fazit: Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen! Ja, der historische Roman liefert einige interessante Fakten, aber keine, die man im Internet nicht selbst gefunden hätte. Die Rivalität der „Giganten“ kam zu kurz und versumpfte in nervigen, trivialen, gestelzt klingenden Dialogen. Das Buch erreicht leider nicht ganz Durchschnittsniveau, somit vergebe ich 2,5 Sterne und sage: muss man nicht unbedingt gelesen haben.
- Gabrielle C. J. Couillez
Die Rückkehr der Störche
(9)Aktuelle Rezension von: AischaDas Buch hat es mir anfangs nicht leicht gemacht. Weniger wegen der zahlreichen wörtlichen Reden im badischen bzw. fränkischen Dialekt - im Gegenteil, das wirkt sehr authentisch und erfrischend auf mich. Aber die ersten Kapitel sind voller Längen und Wiederholungen: Wilhelm unterstützt nicht nur seine verarmte und dem Alkohol verfallene Mutter, sondern auch seinen älteren Bruder Karl immer wieder finanziell. Er fühlt sich so sehr für das Wohl der Familie verantwortlich, dass er seine eigene Leidenschaft für die Naturwissenschaften hintenan stellt und nach der Drechslerlehre zunächst zum Militär geht.Seite um Seite lesen zu müssen, wie Wilhelm ausgenutzt wird und leidet hat es mir sehr schwer gemacht, den Roman zu genießen. Aber mein Durchhaltevermögen wurde belohnt: Denn im letzten Drittel nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf. Ein verständnisvoller Vorgesetzter ermöglicht Wilhelm das Studium. Er kann auf abenteuerliche Forschungsreise durch Europa gehen und lernt echte Freundschaft kennen. Nur mit der Liebe hat er weiterhin kein Glück.Autorin Couillez hat für den vorliegenden Roman umfangreich recherchiert, das merkt man unter anderem an den zahlreichen fundierten Details zu Zeitgeschehen, gesellschaftlichen Verhältnissen und Kultur. Die Sprache ist anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich.Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und vergebe 3,5 Sterne. - Lynn Austin
Töchter der Küste
(21)Aktuelle Rezension von: Raphaela23Die aus verschiedenen Perspektiven und mit Rückblenden erzählte Geschichte hat mich von Anfang an mitgerissen und ich konnte es stets kaum erwarten, das nächste Kapitel zu lesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und das gesamte Buch wirklich schön zu lesen. Die Handlung wird stark von Glaubensfragen und Theologie durchzogen; dabei kommt ein sehr lebendiger Glaube zum Ausdruck, bei dem viel Platz für Zweifel, Wachstum und Ringen gehalten wird. Die Protagonisten wirken nahbar und haben interessante Persönlichkeiten und Charaktereigenschaften. Die Geschichte streift Erlebnisse siedelnder Separatisten kurz vor dem Rezenssionskrieg sowie die Suche nach Identität und Herkunftsfamilie einer adoptierten jungen Frau. Dabei sind die Wendungen kaum je vorhersehbar und der Leser wird eingeladen, sich von den Gedanken und Entwicklungen berühren zu lassen.
- Claudia Rossbacher
Steirerrausch
(26)Aktuelle Rezension von: SatoIm Sausal wird ein Winzer erschossen aufgefunden. Doch schon der Weg in den kleinen Ort gestaltet sich für die Grazer LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann schwierig. Dichter Nebel liegt über der Landschaft und plötzlich steht ein verletztes Mädchen auf der Fahrbahn, um kurz darauf wieder vom Nebel verschluckt zu werden. Am Tatort wird es nicht besser – das Opfer wurde mit einem altertümlichen Vorderlader durch das Fenster erschossen und obwohl der Altwinzer viele Feinde hatte, werden immer wieder Geister längst Verstorbener als Täter ins Spiel gebracht. Der Hof wird angeblich schon seit Jahren von ihnen heimgesucht und eine Reihe von Bewohnern starben auf unnatürliche Weise.
Während Sascha Bergmann dem Geistergerede ablehnend gegenüber steht – er hatte auch die Mädchengestalt auf der Straße nicht gesehen, geht Sandra auch diesen Spuren nach. Das hat natürlich zur Folge, dass sie zusätzliche Spötteleien ihres Vorgesetzten zu ertragen hat.
Auch der nunmehr 9. Fall des Duos aus Graz zeichnet sich durch den bildhaften Schreibstil aus, welcher die Gegend in der Südsteiermark perfekt mit der Handlung verwebt, dazu fließt jede Menge Dialekt in die Dialoge ein, was den Lokalkolorit unterstreicht und die Geschichte noch bildhafter macht. Auch die gewohnten Sticheleien zwischen den beiden Ermittlern dürfen nicht fehlen und lockern die Handlung auf. Ein paar Längen mit immer neuen Geistererscheinungen hatte die Story dann doch, wobei sich die Autorin auf historische belegte Ereignisse und Personen in der Gegend bezieht.
Das Buch bietet gewohnt spannende Unterhaltung und macht Lust auf die weiteren Teile der Serie.
- Lynn Austin
Ufer der Erinnerung
(21)Aktuelle Rezension von: Raphaela23Eine ganz wundervolle Fortsetzung von „Töchter der Küste“ mit viel Tiefgang und Persönlichkeitsentwicklung.
Auch in diesem Band springt die Erzählung zu Anna und Geesje zwischen verschiedenen Protagonisten und Zeitabschnitten hin und her, wodurch eine tolle Tiefe erzielt wird und das Geschehen interessant und emotional nahbar erscheint. In den Dialogen kommen weiterhin viele theologische Fragen und menschliche Herausforderungen zum Ausdruck und die Autorin schafft es gut, viele Themen in einer komplexen Art und Weise gut abzudecken und zu beleuchten. Ich konnte auch dieses Buch kaum aus den Händen legen und finde, es hat einen hohen Mehrwert.
(TW für Suizidversuche und implizite sex. Gewalt)
- Anthony McCarten
Licht
(45)Aktuelle Rezension von: wanderer-of-wordsEin super spannendes Thema, bei dem mich die Umsetzung leider nicht wirklich überzeugen konnte.
Zwar schreibt der Autor im Nachwort, dass er den etwas konfusen Aufbau der Handlung absichtlich so gewählt hat, mich konnte er damit trotzdem nicht überzeugen. Die Zeitsprünge lassen keine spannende Handlung entstehen, stattdessen wirkte die Geschichte auf mich zu sperrig. Irgendwie schafft es das Buch immer nur an der Oberfläche zu kratzen, auch wenn sich dahinter eine super spannende Geschichte verbergen würde. In der Folge blieben auch die Figuren zu blass, wirklich näher ist mir bis zum Ende keine von ihnen gekommen.
Fazit
Leider keine Umsetzung die mich überzeugen konnte, da habe ich von McCarten schon besseres gelesen.
- Tabea Koenig
Hurentochter - Die Distel von Glasgow
(64)Aktuelle Rezension von: springtimeHurentochter von Tabea Koenig bietet einen eindrücklichen Einblick in das Leben im Schottland des 19. Jahrhunderts, in eine Gesellschaft geprägt von Standesunterschieden, Vertreibung von Bauern, Hierarchien, etc.
Ich habe sowohl bei Emilys Suche nach der Wahrheit, ihren Strapazen als auch bei der Liebesgeschichte stark mitgefiebert.
Die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen und Wendungen so zu platzieren, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Immer wieder gibt es Ereignisse, die die Handlung vorantreiben und emotional zuspitzen, ohne konstruiert zu wirken. Die Geschichte ist gekonnt in reale historische Begebenheiten eingebettet.
Für mich vereint dieser Roman alles, was ich an historischen Romanen liebe: starke Emotionen, Tragik, gesellschaftliche Konflikte und eine Liebesgeschichte, die nicht leicht und bequem ist, sondern unter schwierigen Vorzeichen steht. Ein Buch, das mich gepackt, bewegt und bis zum Schluss nicht losgelassen hat.























